Dieser plötzliche Aufmarsch setzte dem Geschehen im Wald noch im wahrsten Sinne die Krone auf. Ein Handel war es zumindest nicht. Zwar waren zwei große Karren in der Kolonne, doch sah man schnell dass keinerlei Handelswaren oder gar Händler dabei waren. Nur der zweite Wagen trug eine prunkvolle Truhe mit sich. Das konnte wahrlich nichts gutes bedeuten. Ein solcher Aufmarsch war nicht mal bei einem Großhandel nötig. Wurden also die Angriffe der Monster auch im Königsland größer oder gar mysteriöser wie hier? Beinahe hofften vereinzelt die Dörfler dass es eine Sache der Monster sein musste, andernfalls würde dieser Besuch etwas ganz neues bedeuten.
Das Treffen in der Scheune hatte sich nach und nach wieder unter das Folk bemischt. Nur Cetra, Aradan, Renera und Marudan blieben vor der Scheune stehen und beobachteten aus sicherer Entfernung was dieser viel zu übertriebene Andrang zu bedeuten hatte.
Als der protzige Befehlshaber seine geschwollene und vermutlich nur besänftigenden Worte endlich aufgesagt hatte, verschränkte Marudan seine Arme. Aradan erschrank dabei immer. Die Arme eines Schmiedes kamen ihm dabei immer schon so vor als wären diese härter als das Eisen welche sie schlugen. Obendrein sah sein Vater immer nur so drein, wenn ihm etwas ganz und gar nicht gefiel.
"Vater?"
Marudan blickte weiter den Befehlshaber an und beobachtete wie dieser von Rodon empfangen und in die Halle gebracht wurde, wo diplomatische Besprechungen stattfanden. Anschließend blickte er Cetra an.
"Das hat ganz sicher nichts gutes zu bedeuten."
Cetra, die noch immer mit halben Kopf in den Geschehnissen des Waldes steckte, seufzte schwermütig.
"Ich weiß nicht. So ein Aufmarsch für ein Lob? Das hätte der König auch über eine Brieftaube erledigen können. Wenn er von dir weiß, sollte er auch wissen dass deine Frau bestens Lesen und schreiben kann. Immerhin verfasst sie selber Bücher und verkauft diese an das Königreich. Irgendwas stimmt hier wirklich nicht"
"Versteh ich nicht. Ist doch klasse dass es so sehr auffällt wie gut deine Ausrüstung ist. Vielleicht wollen sie dir ja einfach nur mehr abkaufen und haben aus diesem Grund die Karren dabei."
Nun sah Marudan zu Aradan hinab und schüttelte leicht den Kopf.
"Du verstehst von solchen Dingen nichts mein Junge. Alles was diese Leute interessiert ist Macht. Sehen sie eine Bedrohung, wird sie vernichtet. Wollen sie etwas, nehmen sie es sich. Und beides wird in der Regel zuerst in blumige Worte verpackt um das Ziel in die Irre zu führen. Das nennt sich Manipulation Aradan."
"Ich.. verstehe"
Aradan blickte hinab und verstand nun warum Cetra und Marudan so besorgt wirkten. Wenn ihm sein Vater etwas lehrte, war es als wäre es eine unumstößliche Regel. Es bewirkte sofort dass Aradan ebenso unruhig wurde und die Soldaten plötzlich nicht mehr begeistert ansah, sondern als eine Bedrohung die mitten im Dorf stand. Direkt meldete sich wieder sein Instinkt, welcher Renera's Hand nahm um sie nahe bei sich zu wissen.
"Gut. Dann werde ich mal in Erfahrung bringen was dieser Silbereimer will. Wenn ich mich recht erinnere, ist die Familie Peamut nicht grade für deren lange Zündschnur bekannt."
So schritt Marudan mit klarem Ziel in die Halle voran. Erst wollten ein paar Soldaten verhindern dass er einfach in die Halle geht ohne sich vorzustellen, doch konnte man schnell erkennen dass das der Schmied des Dorfes sein musste. Allem voran würdigte Marudan die Soldaten keines Blickes. Wäre er selbst noch in der Armee gewesen, hätten sich solche Fußsoldaten vor ihm verbeugt statt sich ihm in den Weg zu stellen.
Kaum war Marudan in der Halle verschwunden, trat eine im schwarzen Kapuzenumhang verhüllte Person zwischen Cetra und Aradan.
Cetra blickte diesen erschrocken an und wollte grade erschrocken fragen wer die Person war, die sich so unbemerkt anschleichen konnte. Aradan hingegen blickte nur weiter nach vorne zur Halle. Er sah die verhüllte Person nicht an, sprach aber ziemlich sicher
"Kein gutes Zeichen... Hat Vater recht? Steht etwas schlimmes bevor.. Quin?"
Cetra erschrack noch mehr. Sie hatte diesen Mann noch nie zuvor gesehen. Zwar wusste sie dass dieser Mann Aradan's Mentor war, doch kam dieser nie aus seinem kleinen Häusschen raus. Und wenn, dann war er so geschickt, dass man ihn nie bemerkte, so wie jetzt auch.
Quin selbst grummelte nur leicht und blieb bedacht neben Aradan stehen.
"Blecheimer kommen nur wenn sie etwas wollen oder eine Handelskarawane schützen sollen. Was mir Sorgen macht ist die Anwesenheit von Szeth. Dieser Bastard geht über Leichen. Wenn irgendetwas passiert.. bleibst du im verborgenen, ist das klar?!"
Aradan konnte sich noch keinen Reim darauf machen. Es waren doch nur ein paar Soldaten in viel zu schicken und unpraktisch verzierten Rüstungen. Warum waren also alle so angespannt? Und... warum hörte Aradan schon wieder leises Geflüster? Musste das jetzt sein?
Das Treffen in der Scheune hatte sich nach und nach wieder unter das Folk bemischt. Nur Cetra, Aradan, Renera und Marudan blieben vor der Scheune stehen und beobachteten aus sicherer Entfernung was dieser viel zu übertriebene Andrang zu bedeuten hatte.
Als der protzige Befehlshaber seine geschwollene und vermutlich nur besänftigenden Worte endlich aufgesagt hatte, verschränkte Marudan seine Arme. Aradan erschrank dabei immer. Die Arme eines Schmiedes kamen ihm dabei immer schon so vor als wären diese härter als das Eisen welche sie schlugen. Obendrein sah sein Vater immer nur so drein, wenn ihm etwas ganz und gar nicht gefiel.
"Vater?"
Marudan blickte weiter den Befehlshaber an und beobachtete wie dieser von Rodon empfangen und in die Halle gebracht wurde, wo diplomatische Besprechungen stattfanden. Anschließend blickte er Cetra an.
"Das hat ganz sicher nichts gutes zu bedeuten."
Cetra, die noch immer mit halben Kopf in den Geschehnissen des Waldes steckte, seufzte schwermütig.
"Ich weiß nicht. So ein Aufmarsch für ein Lob? Das hätte der König auch über eine Brieftaube erledigen können. Wenn er von dir weiß, sollte er auch wissen dass deine Frau bestens Lesen und schreiben kann. Immerhin verfasst sie selber Bücher und verkauft diese an das Königreich. Irgendwas stimmt hier wirklich nicht"
"Versteh ich nicht. Ist doch klasse dass es so sehr auffällt wie gut deine Ausrüstung ist. Vielleicht wollen sie dir ja einfach nur mehr abkaufen und haben aus diesem Grund die Karren dabei."
Nun sah Marudan zu Aradan hinab und schüttelte leicht den Kopf.
"Du verstehst von solchen Dingen nichts mein Junge. Alles was diese Leute interessiert ist Macht. Sehen sie eine Bedrohung, wird sie vernichtet. Wollen sie etwas, nehmen sie es sich. Und beides wird in der Regel zuerst in blumige Worte verpackt um das Ziel in die Irre zu führen. Das nennt sich Manipulation Aradan."
"Ich.. verstehe"
Aradan blickte hinab und verstand nun warum Cetra und Marudan so besorgt wirkten. Wenn ihm sein Vater etwas lehrte, war es als wäre es eine unumstößliche Regel. Es bewirkte sofort dass Aradan ebenso unruhig wurde und die Soldaten plötzlich nicht mehr begeistert ansah, sondern als eine Bedrohung die mitten im Dorf stand. Direkt meldete sich wieder sein Instinkt, welcher Renera's Hand nahm um sie nahe bei sich zu wissen.
"Gut. Dann werde ich mal in Erfahrung bringen was dieser Silbereimer will. Wenn ich mich recht erinnere, ist die Familie Peamut nicht grade für deren lange Zündschnur bekannt."
So schritt Marudan mit klarem Ziel in die Halle voran. Erst wollten ein paar Soldaten verhindern dass er einfach in die Halle geht ohne sich vorzustellen, doch konnte man schnell erkennen dass das der Schmied des Dorfes sein musste. Allem voran würdigte Marudan die Soldaten keines Blickes. Wäre er selbst noch in der Armee gewesen, hätten sich solche Fußsoldaten vor ihm verbeugt statt sich ihm in den Weg zu stellen.
Kaum war Marudan in der Halle verschwunden, trat eine im schwarzen Kapuzenumhang verhüllte Person zwischen Cetra und Aradan.
Cetra blickte diesen erschrocken an und wollte grade erschrocken fragen wer die Person war, die sich so unbemerkt anschleichen konnte. Aradan hingegen blickte nur weiter nach vorne zur Halle. Er sah die verhüllte Person nicht an, sprach aber ziemlich sicher
"Kein gutes Zeichen... Hat Vater recht? Steht etwas schlimmes bevor.. Quin?"
Cetra erschrack noch mehr. Sie hatte diesen Mann noch nie zuvor gesehen. Zwar wusste sie dass dieser Mann Aradan's Mentor war, doch kam dieser nie aus seinem kleinen Häusschen raus. Und wenn, dann war er so geschickt, dass man ihn nie bemerkte, so wie jetzt auch.
Quin selbst grummelte nur leicht und blieb bedacht neben Aradan stehen.
"Blecheimer kommen nur wenn sie etwas wollen oder eine Handelskarawane schützen sollen. Was mir Sorgen macht ist die Anwesenheit von Szeth. Dieser Bastard geht über Leichen. Wenn irgendetwas passiert.. bleibst du im verborgenen, ist das klar?!"
Aradan konnte sich noch keinen Reim darauf machen. Es waren doch nur ein paar Soldaten in viel zu schicken und unpraktisch verzierten Rüstungen. Warum waren also alle so angespannt? Und... warum hörte Aradan schon wieder leises Geflüster? Musste das jetzt sein?



