Was tat Renera da nur? Aradan wusste nicht wie ihm geschah. Reize durchfluteten ihn von Kopf bis Fuß als sie ihre Lippen auf ihn legte aber als sie sich nun langsam auf ihn abließ, verschwand sein schmerz erneut komplett. Stattdessen spürte er einfach alles. Sie hatte so einen warmen Körper als würde sie ihre Lebensenergie mit ihm teilen. Er konnte ihren Herzschlag und ihre Atmung spüren, es war unbeschreiblich schön. Nichts in der Welt hätte ihn davon abhalten können Renera je wieder los zu lassen. Nichts bis auf das was folgte.
Es war Renera's Mutter Fijena, welche wie ein Drache über das Feld fegte. Sie wetterte über alles mögliche und schrie Renera an. Hätte er die Kraft gehabt, wäre er direkt aufgesprungen um Renera in Schutz zu nehmen, sich womöglich sogar zwischen Tochter und Mutter zu drängen. Es wäre das erste Mal gewesen dass er seine Stellung im Dorf, als Sohn des Schmiedes Marudan aufgebauscht hätte, doch merkte er, kaum als Renere keine 5 Zentimeter von ihm entfernt war, wieder seine Verletzung. So ging er wieder zu Boden und sah nur Renera in die Augen, hörte dabei nicht hin was Fijena von sich gab. Sein Blick sagte vieles. Vor allem aber dass er entschlossen war. Egal was passierte, er gehörte nun ihr.
Und so war Aradan nun alleine auf der Wiese. Es dauerte eine Weile bis er sich aufraffen konnte. Sich zu Renera nur mit seinen Bauchmuskeln aufzurichten, war ein so großer Fehler, dass er an seinem Verband direkt sehen konnte, dass sich ein klein wenig Blut zu sammeln schien. Er verfluchte diese Wunde, auch wenn er sie vergötterte, da diese zu diesem Moment geführt hatte.
Tief atmete er durch bis er in der Lage war sich auf alle Viere zu drehen. Noch einmal um sich aufzurichten. Es dauerte ganze 5 Minuten bis er nun endlich auf seinen Beinen stand und sich direkt mit der Hand an die Seite packte. Mit er anderen hielt er das Kissen und trat langsam seinen Weg nach Hause an.
Am Nachmittag kam er an. Der Schmiedehammer schlug hart auf Eisen also war sein Vater am arbeiten. So schleppte sich Aradan zum Amboss statt in den Laden, wo ihn Marudan sofort bemerkte und... tatsächlich für einen Augenblick lächelte. War Aradan auf dem Weg in einen halluzinogenen Pilz getreten oder war das die Wirklichkeit? Eines war sicher. Von nun an würde er vielen Leuten die Fersen durchtrennen wenn die Eroberung seines Lebens und ein Lächeln seines Vaters die Belohnung dafür waren.
Bevor er aber etwas sagen konnte, stürmte Reona schon hinaus und warf sich kniend vor ihrem Sohn.
"Du bist wach?! Wir haben erst in mindestens 3 Tagen damit gerechnet! Du bist so ein starker Sohn!"
Die Hälfte ging an ihm vorbei. Das übliche überstolze oder überentäuschte gerede der Mutter, wie Aradan es schon so viele Male erlebt hatte.
"Ist ja gut Mutter. Ich bin Wach, kein Feldherr"
Meinte er spaßend ehe sich die Mine seiner Mutter sofort ins negative wandelte
"Duuuuuuu....!! Komm sofort rein und erzähl uns was passiert ist !! Wirds bald !!"
In dem Moment war Aradan nicht der Einzige der überrascht über diesen schnellen Stimmungswandel war. Sogar Marudan sah Reona an und fragte sich wie schnell sich diese Lage änderte. Dennoch warf er seinem Sohn ein kaum erkennbares, stolzes Nicken entgegen. Hatte sich Aradan etwa wirklich bei seinem Vater Respekt verdient?
Wie das Gespräch mit seinen Eltern im Laden verlief, hätte Aradan aber nie kommen sehen. Seine Mutter war keinesfalls darüber besorgt dass er das Zeitliche hätte segnen können, viel mehr war sie darüber besorgt dass jemand über das Geheimnis erfahren könnte. So war sie wohl in der Lage gewesen ihm eine Überdosis zu verabreichen um seine Wunde schneller heilen zu lassen, doch wäre es direkt aufgefallen, also ließ sie ihn die volle, normale Zeit im Krankenhaus auskurieren.
Aradan wusste nicht was er sagen sollte. War er in diesem Gespräch wirklich der Schuldige oder war er das Alibi? Er wusste nur dass er wohl nicht in der Position war ihr zu widersprechen. Das war er wohl nie, egal was auch für ein Thema anstand.
Interessant war nur, dass sein Vater die ganze Zeit über kein tadelndes Wort äußerte. Er stand nur so da, mit verschränkten Armen und blickte auf Aradan hinab. Immer mal wieder nickte er kurz als Reona seine Bestätigung anhand stechender Blicke suchte.
"Und dieses Mädchen Renera!.."
So wurde Reona's Stimme endlich etwas ruhiger.
"Sie war so viele Male im Krankenhaus. Sag mir.."
Ihre Stimme wandelte sich plötzlich erneut. Dieses mal in eine beinahe romantisierte, erwartungsvolle.
"..magst du sie?"
"Reona.."
Versuchte Marudan sie zu unterbrechen, wissen dass Jungs ungerne darüber sprachen aber auch dieses mal wurde Marudan durch Aradan's Mut überrascht.
"Ja. Ich... Ich mag sie wirklich sehr."
Nach dem heutigen Tag war das wohl die aller geringste Beichte. Reona schmelzte dahin und wollte mehr erfahren, doch übernahm nun Marudan das Gespräch.
"Sohn. Du musst uns noch erzählen was vorgefallen ist. Rodan beharrt darauf. Aber sag uns die Wahrheit."
So verlief das Gespräch noch eine Weile weiter. Aradan erklärte alles im Detail. Er lies nicht das geringste aus und alles schien sich bestens mit Cetra's Spuren, Renera's schwammigen Erklärungen und aller anderen Vermutungen zu decken. Sogar ohne Tokiv's Anhörung, stand nun alles gegen ihm. So nickte Marudan und gegen Ende und wollte die Stimmung wieder heben.
"Also.. Renera. Nicht wahr? Die Heulsuse?"
Die ersten Worte brachten Licht in die verhörerische Diskussion, die letzten machte Aradan sofort wütend. Doch lachte Marudan anschließend beherzt.
"Ach Junge. Du bist viel zu offen. Du hast unseren Segen. Sie ist nicht davon gerannt. Sie hat sich einem starken Gegner entgegen gestellt. Genau wie du."
Aradan wusste gar nicht wie ihm geschah. Es war das genaue Gegenteil von dem was er bei Renera's Mutter erfahren durfte. Und eben diese Verwunderung wurde zum nächsten Thema. Aradan erzählte seinen Eltern absolut alles. Auch was sich nach seinem Erwachen am Fluss mit Renera abspielte, bis hin zur erneut erbosten Situation Fijena's. Marudan und Reona fühlten sich regelrecht angegriffen wie Fijona reagiert hatte. Als hätte sie Aradan als einen ihrer Freier gesehen.
Das überschritt klar eine Grenze. Diese Frau hatte zwar allen Grund schlecht zu denken, doch war sie nun auch eine Einwohnerin von Melora. Hier galten Regeln des Respekts und nicht der direkten, grundlosen Verurteilung. So griff sich Reona das Handgelenk ihres Sohnes und war drauf und dran nach Fijona zu marschieren um diese zu konfrontieren. Doch war es Marudan der diesen Griff löste und ihr entgegen nickte, als Zeichen dass er diese Angelegenheit übernehmen würde.
Reona konnte ihrem Mann nichts abschlagen also lies sie es geschehen, wünschte Aradan noch viel Glück hinterher bis Vater und Sohn außer Reichweite Reona's Blicke waren.
"Du hast sie Gern?"
Aradan nickte.
"Sogar sehr. Ich kann nicht aufhören..."
"... An sie zu denken?"
Direkt blickte Aradan hoch zu seinem Vater, verblüfft darüber wie gut er ihn scheinbar verstand.
Marudan grinste.
"Hast du nicht gedacht oder? Mir ging es mit deiner Mutter ähnlich. Und weißt du, sie hatte einen Vater der ebenso reagierte wie Fijena."
"Wirklich?"
"Oh ja. Aber ich hörte nicht auf. Er brüllte mich so oft an, brach mir sogar ein mal die Nase aber ich hörte nicht auf. Ich wusste dass sie in mein Leben gehörte, so wie ich in Ihres. Ich hätte mein Leben verflucht, hätte ich sie gehen lassen."
Aradan schnappte alles auf. Diese Lektion wirkte ihm wichtiger als alles was er im Unterricht gelernt hatte. So schwor er sich, egal wie das kommende Gespräch ausging, er würde niemals zulassen dass Renera von ihm getrennt war.
Und so kam es dass beide an dem Haus von Fijena ankamen. Marudan klopfte grob an die Tür, bereit darüber zu reden wie normal und wichtig es wäre Renera und Aradan mit Grenzen erfahren zu lassen wie sie empfinden und ihnen keine Mauern zu entgegnen.
Marudan war sogar bereit Fijena die Vorteile aufzuzählen, welche es in diesem Dorf gehabt hätte, wenn sich beide einig werden würden. Er als einer der angesehensten Familienoberhäupter und Fijena, eine der niedersten. Vorteile gab es in diesem Fall ganz sicher nur für Fijena.
Es war Renera's Mutter Fijena, welche wie ein Drache über das Feld fegte. Sie wetterte über alles mögliche und schrie Renera an. Hätte er die Kraft gehabt, wäre er direkt aufgesprungen um Renera in Schutz zu nehmen, sich womöglich sogar zwischen Tochter und Mutter zu drängen. Es wäre das erste Mal gewesen dass er seine Stellung im Dorf, als Sohn des Schmiedes Marudan aufgebauscht hätte, doch merkte er, kaum als Renere keine 5 Zentimeter von ihm entfernt war, wieder seine Verletzung. So ging er wieder zu Boden und sah nur Renera in die Augen, hörte dabei nicht hin was Fijena von sich gab. Sein Blick sagte vieles. Vor allem aber dass er entschlossen war. Egal was passierte, er gehörte nun ihr.
Und so war Aradan nun alleine auf der Wiese. Es dauerte eine Weile bis er sich aufraffen konnte. Sich zu Renera nur mit seinen Bauchmuskeln aufzurichten, war ein so großer Fehler, dass er an seinem Verband direkt sehen konnte, dass sich ein klein wenig Blut zu sammeln schien. Er verfluchte diese Wunde, auch wenn er sie vergötterte, da diese zu diesem Moment geführt hatte.
Tief atmete er durch bis er in der Lage war sich auf alle Viere zu drehen. Noch einmal um sich aufzurichten. Es dauerte ganze 5 Minuten bis er nun endlich auf seinen Beinen stand und sich direkt mit der Hand an die Seite packte. Mit er anderen hielt er das Kissen und trat langsam seinen Weg nach Hause an.
Am Nachmittag kam er an. Der Schmiedehammer schlug hart auf Eisen also war sein Vater am arbeiten. So schleppte sich Aradan zum Amboss statt in den Laden, wo ihn Marudan sofort bemerkte und... tatsächlich für einen Augenblick lächelte. War Aradan auf dem Weg in einen halluzinogenen Pilz getreten oder war das die Wirklichkeit? Eines war sicher. Von nun an würde er vielen Leuten die Fersen durchtrennen wenn die Eroberung seines Lebens und ein Lächeln seines Vaters die Belohnung dafür waren.
Bevor er aber etwas sagen konnte, stürmte Reona schon hinaus und warf sich kniend vor ihrem Sohn.
"Du bist wach?! Wir haben erst in mindestens 3 Tagen damit gerechnet! Du bist so ein starker Sohn!"
Die Hälfte ging an ihm vorbei. Das übliche überstolze oder überentäuschte gerede der Mutter, wie Aradan es schon so viele Male erlebt hatte.
"Ist ja gut Mutter. Ich bin Wach, kein Feldherr"
Meinte er spaßend ehe sich die Mine seiner Mutter sofort ins negative wandelte
"Duuuuuuu....!! Komm sofort rein und erzähl uns was passiert ist !! Wirds bald !!"
In dem Moment war Aradan nicht der Einzige der überrascht über diesen schnellen Stimmungswandel war. Sogar Marudan sah Reona an und fragte sich wie schnell sich diese Lage änderte. Dennoch warf er seinem Sohn ein kaum erkennbares, stolzes Nicken entgegen. Hatte sich Aradan etwa wirklich bei seinem Vater Respekt verdient?
Wie das Gespräch mit seinen Eltern im Laden verlief, hätte Aradan aber nie kommen sehen. Seine Mutter war keinesfalls darüber besorgt dass er das Zeitliche hätte segnen können, viel mehr war sie darüber besorgt dass jemand über das Geheimnis erfahren könnte. So war sie wohl in der Lage gewesen ihm eine Überdosis zu verabreichen um seine Wunde schneller heilen zu lassen, doch wäre es direkt aufgefallen, also ließ sie ihn die volle, normale Zeit im Krankenhaus auskurieren.
Aradan wusste nicht was er sagen sollte. War er in diesem Gespräch wirklich der Schuldige oder war er das Alibi? Er wusste nur dass er wohl nicht in der Position war ihr zu widersprechen. Das war er wohl nie, egal was auch für ein Thema anstand.
Interessant war nur, dass sein Vater die ganze Zeit über kein tadelndes Wort äußerte. Er stand nur so da, mit verschränkten Armen und blickte auf Aradan hinab. Immer mal wieder nickte er kurz als Reona seine Bestätigung anhand stechender Blicke suchte.
"Und dieses Mädchen Renera!.."
So wurde Reona's Stimme endlich etwas ruhiger.
"Sie war so viele Male im Krankenhaus. Sag mir.."
Ihre Stimme wandelte sich plötzlich erneut. Dieses mal in eine beinahe romantisierte, erwartungsvolle.
"..magst du sie?"
"Reona.."
Versuchte Marudan sie zu unterbrechen, wissen dass Jungs ungerne darüber sprachen aber auch dieses mal wurde Marudan durch Aradan's Mut überrascht.
"Ja. Ich... Ich mag sie wirklich sehr."
Nach dem heutigen Tag war das wohl die aller geringste Beichte. Reona schmelzte dahin und wollte mehr erfahren, doch übernahm nun Marudan das Gespräch.
"Sohn. Du musst uns noch erzählen was vorgefallen ist. Rodan beharrt darauf. Aber sag uns die Wahrheit."
So verlief das Gespräch noch eine Weile weiter. Aradan erklärte alles im Detail. Er lies nicht das geringste aus und alles schien sich bestens mit Cetra's Spuren, Renera's schwammigen Erklärungen und aller anderen Vermutungen zu decken. Sogar ohne Tokiv's Anhörung, stand nun alles gegen ihm. So nickte Marudan und gegen Ende und wollte die Stimmung wieder heben.
"Also.. Renera. Nicht wahr? Die Heulsuse?"
Die ersten Worte brachten Licht in die verhörerische Diskussion, die letzten machte Aradan sofort wütend. Doch lachte Marudan anschließend beherzt.
"Ach Junge. Du bist viel zu offen. Du hast unseren Segen. Sie ist nicht davon gerannt. Sie hat sich einem starken Gegner entgegen gestellt. Genau wie du."
Aradan wusste gar nicht wie ihm geschah. Es war das genaue Gegenteil von dem was er bei Renera's Mutter erfahren durfte. Und eben diese Verwunderung wurde zum nächsten Thema. Aradan erzählte seinen Eltern absolut alles. Auch was sich nach seinem Erwachen am Fluss mit Renera abspielte, bis hin zur erneut erbosten Situation Fijena's. Marudan und Reona fühlten sich regelrecht angegriffen wie Fijona reagiert hatte. Als hätte sie Aradan als einen ihrer Freier gesehen.
Das überschritt klar eine Grenze. Diese Frau hatte zwar allen Grund schlecht zu denken, doch war sie nun auch eine Einwohnerin von Melora. Hier galten Regeln des Respekts und nicht der direkten, grundlosen Verurteilung. So griff sich Reona das Handgelenk ihres Sohnes und war drauf und dran nach Fijona zu marschieren um diese zu konfrontieren. Doch war es Marudan der diesen Griff löste und ihr entgegen nickte, als Zeichen dass er diese Angelegenheit übernehmen würde.
Reona konnte ihrem Mann nichts abschlagen also lies sie es geschehen, wünschte Aradan noch viel Glück hinterher bis Vater und Sohn außer Reichweite Reona's Blicke waren.
"Du hast sie Gern?"
Aradan nickte.
"Sogar sehr. Ich kann nicht aufhören..."
"... An sie zu denken?"
Direkt blickte Aradan hoch zu seinem Vater, verblüfft darüber wie gut er ihn scheinbar verstand.
Marudan grinste.
"Hast du nicht gedacht oder? Mir ging es mit deiner Mutter ähnlich. Und weißt du, sie hatte einen Vater der ebenso reagierte wie Fijena."
"Wirklich?"
"Oh ja. Aber ich hörte nicht auf. Er brüllte mich so oft an, brach mir sogar ein mal die Nase aber ich hörte nicht auf. Ich wusste dass sie in mein Leben gehörte, so wie ich in Ihres. Ich hätte mein Leben verflucht, hätte ich sie gehen lassen."
Aradan schnappte alles auf. Diese Lektion wirkte ihm wichtiger als alles was er im Unterricht gelernt hatte. So schwor er sich, egal wie das kommende Gespräch ausging, er würde niemals zulassen dass Renera von ihm getrennt war.
Und so kam es dass beide an dem Haus von Fijena ankamen. Marudan klopfte grob an die Tür, bereit darüber zu reden wie normal und wichtig es wäre Renera und Aradan mit Grenzen erfahren zu lassen wie sie empfinden und ihnen keine Mauern zu entgegnen.
Marudan war sogar bereit Fijena die Vorteile aufzuzählen, welche es in diesem Dorf gehabt hätte, wenn sich beide einig werden würden. Er als einer der angesehensten Familienoberhäupter und Fijena, eine der niedersten. Vorteile gab es in diesem Fall ganz sicher nur für Fijena.

