[2er RPG] 365 days. [Sohira & Lu-Chan]

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    • Christopher Carter

      Während er sich an ihrem Hals ran machte, spürte er im nächsten Moment wie Luana selbst etwas Initiative ergriff und mit ihrer Hand durch seine Haare strich. Es war ein wirklich angenehmes aber auch ungewohntes Gefühl. Es war schon lange her, dass er mit einer Frau so zärtlich umging und genauso umgekehrt, dass jemand mit ihn zärtlich umging. Seine meisten letzten sexuellen Vorgänge waren nur aufgrund des Alkohols gewesen und dann auch nur ein One Night Stand: schnell rein und raus. Nichts dahinter und nichts gezwungenes. Aber das hier? Das zwischen Luana und Christopher war definitiv keine schnelle Nummer. Und er wollte es auch nicht so enden lassen, weshalb er versuchte ihr soviel Zärtlichkeiten zu schenken wie es nur ging. Daher kam er ihr noch näher indem er seinen Körper etwas mehr auf sie bewegte und anfing unten über ihren nackten Körper zu streichen bis er plötzlich den Verband unter seinen Finger zu spüren bekam.
      Dies ließ ihn stoppen und die ganze Aufmerksamkeit darauf werfen. Es war nicht das erste Mal, dass solch ein Unfall in seiner Anwesenheit passierte. Doch dieses Mal war er gesetzlich nicht daran Schuld. Aber als er den Verband sah und sanft mit seiner Hand kurz drüber strich, dachte er darüber nach was Luana schon alles geschah während sie in sein Leben trat. Vermutlich würde sie eher überleben wenn sie sich trennen würden. Chris war so sehr in den Gedanken versunken gewesen, dass er gar nicht mitbekam wie sie sich ein wenig aufsetzte und wissen wollte was los sei. Was los war? 'Du wärst wegen diesem Leben hier fast drauf gegangen' das war los und das hätte er ihr auch am Liebsten gesagt aber wie vorher würde sie tausend Theorien aufstellen um selbst das wieder aus ihm zu bekommen. Luana hatte sicher ein Talent dafür gehabt alles was schlimm war gut zu reden und wandte diese Fähigkeit nun bei ihm an. Im nächsten Moment spürte er ihre Hand unter sein Kinn um ihn damit zu zwingen zu ihr zu blicken. Selbst diese Berührung von ihr brachte ein leichtes brennendes Gefühl auf seine Haut. Doch achtete sie darauf, dass er den Blick nicht abwenden konnte. Verdammt war sie stur. Chris ließ ihr diesen kleinen Sieg bevor er seine Hand auf ihre legte, von seinem Kinn wegzog und in ihre Handfläche einen sanften Kuss gab. "Du machst dir zuviele Sorgen, weißt du das?" klar, es war nicht gerade normal mitten bei der Aktion aufzuhören weshalb ihre Frage auch berechtigt war. "Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal einen Autounfall" begann er zu sprechen während er versuchte den Blick abzuwenden. Er hasste es über sich zu reden geschweige denn Gefühle darin zu zeigen "bei diesen Unfall saß ich am Steuer. Als ich im Krankenhaus aufwachte erzählten mir die Ärzte, dass die zweite Person bei mir im Wagen ums Leben kam. Die Verletzungen waren zu schwer und erlag noch auf dem Weg im Krankenwagen" Chris versuchte stets darauf zu achten nicht zu sagen wer es war. Es waren jetzt schon zuviele Informationen gewesen und das Resultat daraus war sein heutiges Leben. "und jetzt habe ich dich da mitreingezogen und wärst fast gestorben" dabei berührte er nochmals den Verband auf ihren Rippen.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Wenn er ihr gesagt hätte, dass er nicht darüber reden wollte hätte Luana auch nachgegeben und ihn in Ruhe gelassen, aber es war schon merkwürdig, dass der Mann Mitten drin einfach so aufhörte. Es interessierte sie wirklich, das wollte sie ihm deutlich machen, als sie sein Kinn anhob, damit der Mann nicht wegsehen konnte. Er sollte etwas sagen, zur Not, dass er nicht reden wollte, aber wenigstens irgendetwas. Er sprach zunächst nicht, aber der Kuss auf ihre Handfläche ließ Luana dennoch sanft lächeln. Ihr war es jetzt egal, was das hier war, sie genoss diese Gefühle einfach und nahm sich vor es später zu hinterfragen.
      Sie machte sich zu viele Sorgen? Da wollte sie gleich protestieren, aber Chris sprach weiter und erzählte ihr, dass er schon einmal ein Autounfall hatte. Luana unterbrach ihn nicht, sie wartete, ob noch etwas folgen würde, tat es auch. Chris saß am Steuer und die Person auf dem Beifahrersitz war gestorben, jetzt machte er sich Schuldgefühle wegen dieser Sache hier. Die Frau schwieg, weil sie nicht wusste, was sie wirklich sagen sollte. Jetzt verstand sie auch, warum Chris sich so große Schuldgefühle machte, warum es ihm damit so schlecht ging. "Das.. tut mir sehr leid", brachte sie heraus, für mehr war sie nicht in der Lage, weil es ihr wirklich leid tat. Das musste wirklich eine sehr schwere Situation für den Mann sein, vor allem an den vorherigen Unfall erinnert zu werden. Wer es war, der gestorben ist spielte keine Rolle, denn die Tatsache, dass die Person gestorben war war mit Sicherheit schon schlimm genug.
      Luana handelte unüberlegt, aber sie zog Chris an der Hand zu sich, um ihre Arme um ihn zu legen und ihn zu umarmen. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, aber sie wollte ihn nicht damit alleine lassen. Fest drückte sie ihn an sich, ignorierte den Schmerz, der sich in ihrer Brust bildete. "Es tut mir wirklich so.. so leid". Das tat es wirklich. Sie wusste, wie es sich anfühlte Menschen zu verlieren, die einem wichtig waren. "Du bist nicht Schuld, Chris.. Wirklich nicht..", flüsterte sie ihm zu.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Luana eine Erklärung zu liefern war er ihr schuldig gewesen nachdem er alles gestoppt hat, was sich zwischen ihnen abspielte. Es war ja nicht so, dass er unterbrach, weil Chris es nicht genoss. Ganz im Gegenteil: es war ein wirklich schönes und angenehmes Gefühl gewesen sich endlich wieder jemanden hingeben zu können. Und selbst Luana dürfte sich wohl gefühlt haben mit ihm, denn ansonsten hätte sie ihn längst daran gehindert weiter zu machen. Doch als er den Verband unter seinen Fingerspitzen fühlte, blieb ihm nichts anderes übrig. Es verging alles, da es im die Erinnerung in den Kopf schoss, was ihr seinetwegen geschehen war. Und nicht nur ihr.....auch an Sarah musste er für einen kurzen Augenblick denken. Sie war die erste Person, die bei ihm lebte und starb und nun war Luana, wegen seinem Deal, in ihrem Leben. Doch für wie lange noch? Christopher war nicht der Typ Mann der eigentlich über seine Gefühle sprach geschweige denn mit jemanden über seine Vergangenheit. Die meisten Leute, die ihn kannten, wussten nur das was sie an diesem Tag sahen. Es gab niemanden der genaueres über sein Leben wusste. Nur Luana öffnete er sich jetzt für einen kurzen Moment. Zwar erzählte er ihr was geschehen war und wieso er stets diese Schuldgefühle ihr gegenüber hat, doch um wem es sich hierbei handelte die ums Leben kam, erzählte er nicht. Auch nicht, dass er deswegen mit der Familie im Streit lag und sie ihn nicht haben wollten. Es waren schon viel zu viele Informationen gewesen die er preis gab. Mehr musste die blondhaarige nicht erfahren. Er hoffte damit, dass Luana nun verstand und aufhörte ihm es auszureden oder Theorien aufzustellen.
      Am Liebsten wäre er nun aufgestanden und hätte Luana schlafen lassen, denn genau jetzt den ganzen Gedanken im Kopf, war die komplette Nacht für ihn gelaufen. Auch die Stimmung durch all dies war kaputt gegangen und irgendwie kam er sich vor als hätte er Luana einfach billig liegen gelassen aber sie machte ihm einen Strich durch die Rechnung als Luana ihn plötzlich mit der Hand zu sich zog und die Arme um seinen Körper legte um sich zu entschuldigen. Wieso das? Es war doch nicht ihre Schuld gewesen, dass all dies geschah. Aber er verstand, dass sie dies tat um ihn vermutlich nicht alleine zu lassen. Für einen kurzen Moment zögerte er, dies überhaupt zuzulassen, weil er lernte mit seinen Problemen alleine klar zu kommen aber Luana erzählte ihm auch etwas aus ihrer Vergangenheit und somit wäre es nur gerecht, wenn er die Umarmung erwiderte. Und das tat er auch als er sich dazu entschloss ebenfalls seine Arme um sie zu legen aber mit Vorsicht. Alleine ihre Aktion musste ihr doch schon Schmerzen bereitet haben? Er war nicht Schuld....."Ich weiß" erwiderte er kurz darauf, schloss seine Augen und legte sanft seine Stirn auf ihre Schulter. Das war nicht er. Dieses Verhalten. Das gehörte einfach nicht zu dem Christopher Carter den er sich aufgebaut hat. Es lag ihm soviel im Hals was gesagt oder mal raus musste aber er schaffte es einfach nicht. Dafür war die Wand viel zu hoch die er aufgebaut hatte.
      Eine Weile ließ er die Frau in seinem Armen, da es irgendwie gut tat, dass jemand hier war. Andere würden die Stille, welche sich aufgebaut hatte, als Qual sehen aber für Chris war es ein Segen. Es war nicht wichtig, dass etwas oder wie gesagt wurde, sondern das man da war. Und Luana hatte komplett richtig gehandelt gehabt, auch wenn ihm Umarmungen so gar nicht lagen. "Du solltest noch versuchen etwas Schlaf zu bekommen" meinte er, als der blondhaarige seine Augen öffnete, sich etwas von ihr löste um sie ansehen zu können.


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    • Luana Young

      Sie haben sich beide gegenseitig etwas aus ihrer Vergangenheit erzählt, sich etwas anvertraut, was einfach nicht jeder wusste. Bei Luana gab es noch eine große Menge mehr, es gab vieles, was andere Menschen nicht wussten, aber sie wollte auch niemanden damit belasten, was sie alles durchmachen musste. Es waren ihre Altlasten und ihre Probleme, ihre Vergangenheit vor allem. Doch Luana freute sich irgendwo, dass sich der Mann ihr geöffnet hatte, dass er sich ihr anvertraut hatte. Es tat ihr leid, dass er das mitmachen musste, dass so etwas überhaupt passiert ist, genau deshalb nahm sie ihn in den Arm, ohne darüber nachzudenken, ob er das wollte, oder nicht. Sie wollte ihm Nähe geben, wollte ihm das Gefühl geben, dass sie da war, auch wenn sie vielleicht nicht die richtige Person dafür war. Es war nicht klar, was die beiden nun waren, was sie fühlten, aber Luana wollte dem Mann dennoch etwas Nähe und Wärme geben.
      Er schien zu zögern, akzeptierte die Umarmung aber. Sie ließ ihn auch nicht los, sprach ihm gut zu und war einfach da. Er war nicht schuld, das wusste er auch, so schien es aber nicht zu sein. Als er seine Stirn auf ihre Schulter legte wusste Luana, dass sie das Richtige getan hatte ihn zu umarmen. Sie mussten nicht miteinander sprechen, es reichte, wenn Chris einfach wusste, dass die Frau für ihn da war. Leicht streichelte sie mit ihrer Hand über seinen Rücken, gab ihm Nähe und Geborgenheit, so viel es möglich war. Die Schmerzen waren nebensächlich, die waren hier nicht wichtig, er war ihr gerade wichtig. Aus irgendeinem Grund war er das.
      Als sich Chris langsam löste lockerte auch sie die Umarmung und blickte ihn an. Sie schmunzelte, als er meinte sie solle noch etwas schlafen. "Ich sollte vieles", Luana zuckte mit den Schultern. "Aber ich kann auch später schlafen.. oder tagsüber..". Ihre Hand strich dem Mann durch die Haare, sie musterte ihn. "Kann ich dir irgendwie helfen?".
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    • Christopher Carter

      Für ihn war die Vergangenheit, Vergangenheit gewesen. Nie sprach er wirklich darüber, da passiert ist was passiert ist. Es ließ sich auch durchs Reden nicht mehr ändern. Daher fand er sich mit dem Schicksal ab und lebte einfach weiter, egal wie sehr es ihm innerlich quälte. Es interessierte doch heutzutage sowieso niemanden mehr die Probleme anderer. Die Menschen waren in seinen Augen viel zu sehr auf sich selbst fokussiert gewesen und sobald jemand ein Problem hat, wurde man sowieso in Stich gelassen. War nur mehr daher eine Frage der Zeit wann auch Luana ihn alleine ließ. Sie hatte zwar selbst ihre Probleme auf ihren Schultern zu tragen aber das würde sie nicht aufhalten lassen. Dennoch genoss er es als sie ihn in die Arme nahm und einfach nur für den Mann hier war. Es musste nichts gesagt werden. Es musste nichts getan werden. Alleine ihre Anwesenheit reichte schon aus um nicht komplett den Verstand zu verlieren. Wie wäre es ihm entgangen wenn Luana wirklich gestorben wäre? Diese Frage konnte er sich selbst nicht mal beantworten und als er seine Stirn auf ihre Schultern gelegt hatte, wollte er es sich nicht mal ausmalen. Alleine ihre Berührungen und Duft beruhigen ihn etwas um seine Gedanken zu vergessen. Und sei es nur für diesen kleinen Augenblick. Dennoch wusste er aber auch, dass sie nicht ewig hier so sitzen bleiben konnten. Irgendwann würde Luana auch schlafen müssen um ihren Körper weiterhin Ruhe zu gönnen, was der Arzt vorgeschrieben hat weshalb er nach einiger Zeit sich etwas von ihr löste und meinte, dass sie noch versuchen sollte etwas Schlaf zu finden. Wenn sie wollte, würde er hier bleiben um ihr erneut die Sicherheit zu geben, sollten wieder diese Albträumen kommen. Luana war aber wohl anderer Meinung gewesen was das betraf wobei er bei ihrem Kommentar kurz lächeln musste "Ach und was zum Beispiel?" ging er auf das kleine Spiel ein "Tagsüber schlafen nur alte Menschen und du siehst noch nicht wie eine Oma aus. Naja zumindest muss ich dir ja bereits über die Straße helfen. Also soweit weg sind wir ja nicht davon" neckte Chris sie noch kurz, jedoch verschwand sein Lächeln auch gleich wieder. Er war nicht der Typ für gute Laune und ändern wollte er das jetzt auch nicht, sonst würde nur die Mauer stückchenweise einbrechen. Als sie durch seine Haare strich, schloss er nochmals für einen kurzen Moment die Augen um einfach diesen Moment zu genießen. Ihre Nähe zu spüren bevor er wieder enden würde. "Du hast schon genug für mich getan" meinte er als sein Blick erneut in ihren fiel. "Mehr als du denkst" damit gab er ihr einen Kuss auf ihren Unterarm, während die Hand noch auf seinen Haaren war. "Tut mir übrigens leid für die Stimmungsbombe" entschuldigte er sich dann noch sodass sie sich nicht wie abgestempelt vorkam. Bei jeder anderen Frau wäre es ihm egal aber bei ihr tat es ihm wirklich leid. Das war Chris ihr schuldig. Sanft strich er mit seiner Hand über die Stelle am ihrem Hals, wo er das kleine Zeichen hinterlassen hatte. Niemand sonst sollte die Frau so haben dürfen wie er. Auch wenn es egoistisch war, der Gedanke alleine daran sie teilen zu müssen.....


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    • Luana Young

      Es war schon so, dass sie ohne den Mann vermutlich auf der Straße landen würde ..Chris beglich ihre Schulden, kam für sie auf, finanzierte ihren Unterhalt, aber das waren nicht die einzigen Gründe, warum es sie interessierte, was mit ihm war, es gab noch andere, die sie nur nicht so ganz zulassen wollte. Chris wurde ihr immer wichtiger, auch wenn sie es nicht wahr haben wollte. Er ist zu einem Bestandteil in ihrem Leben geworden, auch solch ein Unfall schweißt zusammen, das Zusammenleben und vermutlich auch das, was sie bei seiner Familie mitgemacht haben. Vielleicht tat er ihr auch einfach leid, vielleicht wollte sie ihn zeigen, dass es doch jemanden auf der Welt gab, dem er etwas bedeutete. Was es letztendlich war wusste Luana nicht, aber sie versuchte es nicht zu hinterfragen, versuchte es einfach für diesen Moment hier hinzunehmen.
      Sie tat einfach das, was sie in diesem Moment gerne bekommen hätte: Nähe und Zuneigung. Ihr schien es auch, als würde sich Chris ein klein wenig in ihren Armen entspannen, aber sicher war sie sich da nicht. Sie ließ den Mann ein klein wenig los, als er sich lösen wollte, als er mit ihr sprach. Er wollte wissen, was sie so sollte? "Ah, regelmäßig essen.. weniger stur sein.. mehr Menschen in mein Leben lassen, um nicht so ganz zu Vereinsamen", zählte sie auf, zuckte schmunzelnd kurz mit den Schultern. "Mich manchmal vielleicht auch mehr öffnen".
      Tagsüber schlafen war bei ihm nicht so ganz willkommen. Er neckte sie, das fühlte sich gar nicht Mal so schlecht an. Doch als sein Lächeln verschwand verschwand auch ihres langsam von den Lippen. Luana fuhr dem Mann durch sein Haar, strich ihm über die Wange. So viel Zärtlichkeiten hat sie schon lange niemanden mehr gegeben. Sie hat nicht genug für ihn getan, aber dagegen sagte sie nichts, denn der Kuss auf ihren Unterarm löste ein Kribbeln an dieser Stelle aus. Sie tat mehr für ihn, als sie dachte?
      "Ich sehe keinen Grund, warum du dich entschuldigen solltest", versuchte sie es ihm klar zu machen. Die Hand auf ihrem Hals fühlte sich gut an, jedenfalls so, wie er sie streichelte. Doch Luana blickte nicht von ihm weg. "Komm her", sie deutete ihm an zu ihr zu kommen. "Wir versuchen jetzt beide einfach zu schlafen". So war jedenfalls ihr Vorschlag. Luana breitete dafür die Arme aus, ließ Chris Platz, seinen Kopf auf ihre Brust zu legen, wenn er es wollte.
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    • Christopher Carter

      Chris verstoss gegen seine eigene Regel: besser niemanden an sich lassen bleiben und keine Sorgen haben. Er war schon seit längerer Zeit schon alleine gewesen und wenn er ehrlich sein soll, dann genoss er es auch ein klein wenig. Denn so war er niemanden gegenüber etwas verpflichtet gewesen geschweige denn konnte er sein Leben so führen wie er es auch wollte. Andererseits war es aber auch wiederum irgendwie ein klein wenig schön gewesen doch jemanden hier zu haben. Luana und Chris waren sich gegenüber nichts verpflichtet außer den anderen ein Ehepaar vorzuspielen und jetzt saßen sie hier und sprachen über die eigenen Ängste oder was in der Vergangenheit geschehen ist. Noch nie hatte er jemand anderes die Geschichte vom Autounfall mit Sarah erzählt. Die Einzigen die es wussten waren nur er selbst und seine Familie. Eigentlich hatte er auch nicht vor gehabt es jemals Luana zu erzählen, da es in seinen Augen nur Schwäche zeigen würde, aber was gerade hier geschah und was er ihr angetan hat, ließ all diese Bilder zurück in den Kopf bringen.
      Zum Glück wechselten sie aber für einen kurzen Moment das Thema als er wissen wollte was die blondhaarige alles so im Leben wollte. Das regelmäßige Essen war in seinaugen kein großes Problem. Das würde sie von ihm schon bekommen, denn schließlich konnte er kochen und tat dies auch gerne. Mehr Leute in ihr Leben lassen und sich selbst mehr öffnen war wiederum eine Sache, welche die blondhaarige selbst tun musste. Da stand kein anderer Mensch mehr im Weg als die Person sich selbst. Aber er verstand Luana in dieser Sicht. Er war nicht anders gewesen. "Ein kleinen Schritt der Offenheit hast du schon getan. Der Rest liegt alleine weiter an dir" wollte Chris sie dabei aufbauen, da sie sich ja schließlich schon im Badezimmer ihm etwas geöffnet hatte was ihre Vergangenheit anging. Luana war dazu nicht verpflichtet gewesen, entschied sich aber doch es zu tun. Ob sie es eher aus Pflicht sah um ihre Rolle als seine Frau besser spielen zu können oder es freiwillig tat, war eine andere Frage aber jetzt wollte er sich keine Gedanken darüber machen.
      Als sie erneut mit ihrer Hand durch seine Haare strich, runter zu seiner Wange, schloss Chris für einen kurzen Augenblick seine Augen um den Moment einfach zu genießen. Es war schön ihre Wärme genießen zu dürfen. Luana strahlte etwas an sich aus was er sich selbst nicht erklären konnte aber eines stand fest: es beruhigte ihn ungemein, weshalb er wollte, dass es niemals endete. Aber irgendwann hört auch der schönste Moment auf. Einen sanften Kuss hinterließ er noch auf ihren Unterarm bevor er sich bei ihr für die Stimmungsbombe entschuldigte. Irgendwie hatte er ein schlechtes Gewissen gehabt. Im einem Moment genossen beide einfach die Zärtlichkeiten des jeweils anderen und im nächsten Moment war alles vorbei. Um ihr nicht das Gefühl abgestempelt worden zu sein zu geben, sah er es daher als Pflicht an dich bei ihr zu entschuldigen auch wenn sie gleich meinte, dass es sie keinen Grund dafür sah. 'Ja, vielleicht gibt es keinen Grund aber trotzdem', hätte er jetzt darauf erwidert aber Chris entschied sich dafür besser nichts zu sagen. Bei jeder anderen Frau hätte er sich keinen Kopf zerbrochen. Sie waren alle in seinen Augen immer nur ein Spielzeug gewesen aber Luana......sie war etwas anderes. Sie hat es nicht verdient gehabt so von ihm behandelt zu werden. Was genau es war, wusste er nicht aber irgendwann würde er es schon herausfinden. Während er darüber nachdachte, strich er ihr sanft mit seinen Finger über die Stelle an ihrem Hals wo er ein Zeichen hinterlassen hatte. Das Gefühl, dass jemand anderer ihr so nahe kommen würde wie er es heute Abend tat, machte ihn ein wenig sauer. Woran das lag konnte er nicht sagen aber wenn es darum ging sie teilen zu müssen....noch bevor er weiter sich den Kopf darüber zerbrechen konnte, holte Luana ihn mit ihren Worten zurück in die Realität. Sie sollten noch versuchen zu schlafen? Ob das noch klappen würde, dachte er sich kurz, nickte aber nur darauf. Vielleicht war es ja doch keine schlechte Idee es wenigstens zu versuchen, weshalb er nach oben zu ihr rutschte aber sich erneut so hinlegte, sodass er seinen Arm um sie legen konnte. Luana bekam heute schon einmal seine schwache Seite zu sehen. Jetzt in ihren Armen dann zu liegen würde ein zweites Mal bedeuten und Chris war nicht der Mensch der sich gerne schwach oder verletzlich zeigt. Nein! Er war der Mann und damit verantwortlich die Frau zu beschützen. In ihren Augen war es sicher ein blödes Männer Macho Gehabe aber dies war nun mal die Regel als Mann: Beschütze die Frau und gib ihr das Gefühl eines Zuhause. Desweiterrn hatte sie sicher auch noch Schmerzen im Arm den sie sich beim Unfall gebrochen hat und so müsse sie sich nicht anstrengend. Ein kurzen Blick auf den kleinen Wecker auf ihrer Seite des Nachttisches, zeigte an, dass es bereits 1.35 Uhr in der Früh war. Vielleicht konnten sie ja doch noch etwas Schlaf gewinnen. Morgen, oder heute, stand sowieso nichts an außer, dass er die Schulden bei ihrer Freundin beglich und sich um einen neuen Wagen kümmerte. Somit konnte Luana ruhig ausschlafen. "Gute Nacht" kam es leise aus ihm heraus "Und keine Angst wegen deinen Träumen. Du bist in Sicherheit" mit diesen Worten drückte er sie etwas mehr an sich um ihr die Geborgenheit zu geben die sie vielleicht brauchen konnte um wirklich ruhig zu schlafen. Die Träume konnte er von ihr nicht steuern aber vielleicht sie ein wenig beruhigen.


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    • Luana Young

      Ihre Gedanken darüber, wie falsch das doch hier war verdrängte die junge Frau einfach. Sie wollte sich damit nicht in diesem Moment auseinander setzen, während sie sich eigentlich sicher war, dass es falsch war, es ihr aber sehr gut tat. Diese Nähe zu einem anderen Menschen tat ihr gut und vielleicht hatten sie und Chris doch deutlich mehr gemeinsam, als am Anfang angenommen. Es passte ihr einiges nicht an seinem Verhalten, aber letztendlich war er einfach genauso komisch, wie sie es gewesen ist, oder nicht? Sie waren beide eigen, wollten ihre Ruhe und sich vor allem vor der ganzen Welt verstecken, als würde das möglich sein. Der Abend hier, die Nacht waren wirklich bedeutsam und auch wenn Luana sich morgen für einiges schämen wird, auch wenn sie am nächsten Tag über einiges nachdenken wird sie genoss das hier, so wie sie den Kuss genossen hatte. Das durfte sie keinem erzählen, dass sie das wirklich zugelassen hatte, das war so gar nicht sie, oder vielleicht doch, denn in den letzten Jahren hatte sie ihr wahres Ich ein wenig aus den Augen verloren. Stattdessen spielte sie den Menschen etwas vor, was sie vermutlich gar nicht war, nur um hinein zu passen.
      In dieser Nacht kam ein Stück ihres Ichs heraus, das, welches gerne für manche andere da war, welches Wärme und Geborgenheit ausstrahlen konnte. Luana bereute es nicht den Mann in den Arm genommen zu haben, sie hatte das Gefühl ihm damit etwas Gutes zu tun, er wirkte entspannt in ihren Armen, aber sie konnte es lediglich nur interpretieren, sie wusste nicht, wie er wirklich darüber dachte. Vielleicht wollte er es einfach nur hinter sich bringen? Für sie gab es jedenfalls keinen Grund, warum sich Chris entschuldigen sollte, alles war in Ordnung, wie es hier zwischen ihnen gelaufen war, da hätte er ihr noch so oft widersprechen können. Doch er tat es nicht, wollte sich auch nicht von ihr in die Arme nehmen lassen, nahm sie stattdessen zu sich. Das hinterfragte sie nicht, nahm stattdessen gerne die Wärme an, die sein Körper ihr gab und lehnte ihre Stirn gegen seine Brust, um die Augen zu schließen. Wann sie zuletzt in den Armen eines Mannes eingeschlafen war? Das war eine sehr lange Zeit her, aber Luana hatte vergessen, wie gut sich genau das anfühlte. Noch nicht einmal die Tatsache, dass sie sich irgendwie sicher fühlte, sondern viel eher dieses schlagende Herz des anderen zu hören, sich lebendig zu fühlen. Verrückt, wie weit sie beide schon waren. Ob das nur eine einmalige Sache war? Die Frau erwischte sich bei dem Gedanken, dass sie das nicht wollte, dass sie sich über eine Wiederholung freuen würde. Gedanken, die sie so bei sich gar nicht kannte.
      "Gute Nacht..", murmelte sie Chris zurück und versuchte die Wärme, die er ihr gab komplett aufzusaugen. "Danke..", entgegnete sie ihm leise auf die letzten Worte hin, ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen, auch wenn er es nicht sehen konnte. Doch die Müdigkeit erwischte sie schneller, als sie hätte annehmen können, die von dem Mann ausgehende Wärme zauberte sie hervor, ließ die Frau ruhig einschlafen und tatsächlich ohne Albträume bis zum Morgen durchzuschlafen.
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    • Christopher Carter

      Auch wenn es sich Luana vielleicht anders vorgestellt hatte, so wollte Chris nicht seine Verletzlichkeit weiter präsentieren. Daher entschloss er sich dazu eher sie wieder zurück in seine Arme zu holen, denn alleine dieses Gefühl sie so bei sich zu haben, beruhigte den blondhaarigen ungemein. Desweiteren tat er dies auch nur zum Wohl ihrer Schmerzen. Da Luana ihren zweiten Arm noch nicht wirklich bewegen konnte, würde er ihr vielleicht Schmerzen bereiten, wenn er an ihr gekuschelt gelegen wäre. Als sie schließlich sich an seine Brust lehnte, strich er ihr sanft mit seinen Finger über den Arm um ihr Geborgenheit zu schenken bevor sie beide dem Schlaf verfallen würden. Chris wünschte ihr eine gute Nacht und sprach nochmals gut auf sie ein keine Angst oder Sorge zu haben wieder in diesen Unfall zu fallen. Dass er keine Träume steuern kann, wusste er aber da man meistens das träumte was einem beschäftigte, half es vielleicht doch ein wenig? Auch sie wünschte ihm eine gute Nacht und bedankte sich für seine Worte was ihn selbst ein kurzes Lächeln auf die Lippen zauberte bevor dies wieder verschwand. Chris wollte so lange auf bleiben bis Luana eingeschlafen war und als er merkte, dass diese sich einige Zeit nicht bewegte, sah er kurz nach und merkte, dass sie dem Schlaf komplett verfallen war. Für einen kurzen Moment beobachtete er die junge Frau wie diese seelenruhig an ihm gelehnt schlief. Anscheinend dürfte es ihr doch ein wenig geholfen haben, dass er blieb weshalb er noch kurz weiter über ihren Arm strich und einen sanften Kuss auf ihren Kopf gab bevor er selbst seine Augen schloss und versuchte ein paar Stunden Schlaf zu gewinnen.
      Als am nächsten Morgen die Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer, mitten in Chris Gesicht, schienen, wachte dieser auf und rieb sich mit seiner freien Hand die Augen. Wie kam es überhaupt, dass es so hell war? Er zog doch sonst immer die Vorhänge zu um genau das zu verhindern? Nachdem er seine Augen öffnete und sich umsah, merkte er, dass er gar nicht in seinem Schlafzimmer lag, sondern im Gästezimmer, welches er Luana überlassen hatte. Luana! Leicht sah er auf ihre Seite rüber, als er sich erinnerte gemeinsam gestern mit ihr eingeschlafen zu sein aber nichts mehr von ihr auf seiner rechten Seite spürte. Eher war es kühl auf dieser Seite aber die blondhaarige lag weiterhin auf ihrer Seite und schlief anscheinend noch tief und fest. Leicht setzte sich Chris ein wenig auf, rieb sich erneut über die Augen, stand langsam auf um sie nicht zu wecken, ging zu ihr rüber und legte sanft die Decke über ihren Körper, von dem was frei war. Kurz betrachtete er diese noch wie friedlich sie hier lag, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, lächelte kurz, begab sich aber dann leise nach draussen um hinter sich ihre Schlafzimmertüre zu schließen und ging die Stufen nach unten. Um seine Pläne heute umzusetzen brauchte er Luana nicht. Ob Hannah zu Hause war oder nicht interessierte den blondhaarigen nicht. Er wollte ihr Geld? Dann soll er es auch bekommen. Mehr brauchte er von den beiden nicht. Chris ging Richtung Küche um dort die Kaffeemaschine einzuschalten. Dabei fiel ihm ein, dass es wohl besser wäre ein Tablett für sie herzurichten sodass sich Luana nicht nach unten strapazieren müsste. Daher richtete er selbst ihr eine Tasse mit Milch und Zucker her, den Kaffee, sobald er fertig war, in eine heiße Kanne, machte ein kleines Frühstück sowie auch einen Orangensaft fertig und begab sich danach mit diesen nach oben um es ihr aufs Nachtkästchen zu stellen. Sollte er nicht da sein, wenn sie aufwacht, dann würde sie zumindest erstmal nicht verhungern.


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    • Luana Young

      Es war warm in dem Bett und gemütlich vor allem. Wie lange es her war, seit dem sie mit jemanden in einem Bett geschlafen hatte wusste sie jetzt auf Anhieb nicht, aber trotz dessen, wie schwierig ihr Umgang mit Chris war fühlte es sich gut an mit ihm in einem Bett zu schlafen. Er hielt sie fest, nahm ihr die Angst weg und ließ sie tatsächlich ohne Probleme einschlafen. Ja, es klappte bisher nicht so gut zwischen ihnen, auch wenn die Zeit im Krankenhaus wirklich schön mit ihn war, aber Chris konnte anders und auch Luana konnte wirklich anders. Sie konnten sich etwas geben, was anscheinend beiden fehlte die Frage war nur, wie soll es weiter gehen? Wie wird es zwischen ihnen weiter gehen? Sie werden heiraten, da mussten sie lernen miteinander auszukommen, aber wenn sie selbst ehrlich zu sich war hatte diese Wärme und Nähe etwas in ihr ausgelöst, den Wunsch nach mehr.
      Am Morgen spürte Luana, wie sich der Mann neben ihr bewegte und erhob, doch sie blieb liegen, war noch zu müde. Die Medikamente und Schmerzen machten sie müde, aber das war auch in Ordnung, sie musste nicht aufstehen. Chris deckte sie zu, es war auch kalt ohne ihn, es kribbelte, als er ihr eine Strähne aus dem Gesicht strich, aber die Frau war zu müde, um sich zu regen. Alleine blieb sie zurück, wurde langsam wacher, auch wenn es ihr noch schwer fiel aufzustehen. Die Rippen werden mit Sicherheit schmerzen, wenn sie sich bewegt, deshalb blieb Luana liegen und hielt die Augen geschlossen, um einfach nur über diese Nacht nachzudenken. Sie hatten sich geküsst.. das war ein ganz anderer Kuss, als es vorher gewesen ist, als Chris so betrunken war. Und Luana ließ den Kuss zu, sie hatte ihn sogar erwidert. Würde sich das wiederholen? Oder war das nur ein Versehen? Chris war nicht der gefühlsvollste Mann, jedenfalls nach außen hin und sich sie hielt sich lieber zurück. Aber ihr Herz schlug aufgeregt, wenn sie daran zurück dachte.
      Schritte waren zu hören, Chris kam anscheinend zurück in ihr Zimmer. Es hörte sich an, als würde er etwas abstellen. "Es ist kalt, ohne dich..", murmelte Luana unüberlegt, hielt die Augen aber geschlossen. Sie biss sich auf die Zunge, die Worte waren einfach schneller heraus, als sie nachdenken konnte. Aber gut, jetzt war es raus und ihre Augen öffneten sich, um den Mann anzusehen. Es gab Frühstück für sie? Es roch danach und nach Kaffee! Das war wirklich süß.. nur, weil sie gehandicapt war musste er ihr jetzt nicht Frühstück ans Bett bringen..aber Luana freute sich. "Guten Morgen", wünschte sie ihm mit einem sanften Lächeln auf ihren Lippen.
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    • Christopher Carter

      Es war eigentlich nicht gerade Chris Art jemand anderen ein Frühstück zu machen geschweige denn es der Person ans Bett zu bringen. Da Luana aber aufgrund ihrer Verletzungen verhindert war selbst die Stufen rauf und runter zu steigen ohne Schmerzen dabei zu verspüren, blieb ihm sozusagen nichts anderes übrig als ihr etwas vorzubereiten sodass sie nicht an Hungersnot oben in seinem Gästezimmer verstarb. Desweiteren fühlte es sich auch irgendwie innerlich gut an ihr etwas schönes zuzubereiten. Was genau das bedeutete wusste der blondhaarige zu dieser Zeit nicht wirklich. Auch den Kuss von gestern konnte Chris noch nicht richtig zuordnen. Klar, er hatte sie zuerst geküsst gehabt aber, dass Luana diesen erwiderte hatte doch was zu sagen, oder? Die Frage war nur noch was! Hat sie dies getan um ihn einfach damit einen Gefallen zu machen als gespielte Ehefrau oder war es ihre freie Entscheidung und folgte nur dem Gefühl was sie in diesen Moment verspürte?
      Warum machte er sich überhaupt darüber solche Gedanken? Könnte es ihm nicht eigentlich egal sein was sie über ihn dachte? Chris war es doch der immer meinte von Frauen nichts wissen zu wollen. Ja, jetzt war Luana hier in seinem Haus und Leben aber nur um seine Familie damit vom Hals zu halten. Mehr war da nicht. Oder? Wie schaffte sie es ihn so aus dem Konzept zu bringen? Bevor er sich weitere Gedanken darüber machen konnte, nahm er das fertige Tablet und begab sich zurück nach oben um ihr das Frühstück aufs Nachkästchen zu stellen, sollte sie später aufwachen während er schon unterwegs sei. Im ersten Stock angekommen, begab er sich leise ins Zimmer um sie nicht aufzuwecken, stellte das Tablet ab und wollte sich auch schon wieder nach draussen begeben als er plötzlich ihre Worte hörte: "Es ist kalt, ohne dich.."..... hatte sie das gerade wirklich gesagt? Oder bildete sich Chris das nur ein? Es konnte nur eine Einbildung gewesen sein, anders war es nicht zu erklären. Luana war nicht die Person, welche sowas einfach von sich gab. Auf jeden Fall nicht die Luana, welche sie ihm zeigte. Im nächsten Moment öffnete die blondhaarige ihre Augen und wünschte ihm mit einem sanften Lächeln auf den Lippen einen guten Morgen, welches er ebenfalls mit einem "Guten Morgen" erwiderte während seine Augen sie etwas genauer betrachteten. Die zerzausten Haare durch den Schlaf..... der müde Blick dazu...Irgendwie passte ihr selbst sowas ohne dabei wirklich schlecht auszusehen. Gab es eigentlich einen Augenblick wo Luana nicht perfekt aussah? "Ich habe dir Frühstück gebracht.." erklärte er ihr kurz als er mit einer Handbewegung hindeutete "s
      omit brauchst du dich mit den Stufen nicht quälen" sprach er weiter, nicht das sie glaubte er wäre jetzt der total charmante und herzliche Mann über Nacht geworden. "Wie geht es deinen Schmerzen? Brauchst du von unten etwas? " wollte er noch wissen bevor er sich ins Badezimmer aufmachem sowie seine Tagespläne dann umsetzen würde. Chris könnte Sophie drum bitten während seiner Abwesenheit vielleicht hier zu sein, sollte Luana was brauchen, dass jemand da war. Aber würde sie das wollen? Schließlich war sie sicher stolz auf ihre Eigenständigkeit soweit es ging und würde niemanden zur Last fallen wollen. Chris war da eine Ausnahme. Beide lebten zusammen und es war ja auch noch seine Schuld, auch wenn sie anderer Meinung war. Aber so sah er es nun mal. Auch seine Familie würde es sicher so sehen, warum also dagegen wehren?


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Es war ihr so ausgerutscht und das noch nicht einmal wirklich bewusst, erst im Nachhinein, kaum waren diese Worte ausgesprochen, biss sich Luana auf die Zunge, damit ihr womöglich nicht noch mehr rausrutscht. Ihr Kopf wusste nicht, wie er mit dem Kuss umgehen wollte, wie es denn weiter gehen sollte und was es zu bedeuten hatte, ob es überhaupt etwas zu bedeuten hatte. Solange sie das nicht wusste wusste sie auch nicht, wie sie sich selbst benehmen sollte und gerade versuchte ihr wahres Ich an die Oberfläche zu gelangen, das Ich, welches körperliche Nähe und Geborgenheit suchte, welches bereit war auch ein wenig etwas zurück zu geben. Vermutlich wären sie weiter gegangen, wenn sie nicht verletzt gewesen wäre, wobei sich die Blondine nicht sicher war, ob sie sich ohne ihre Verletzungen näher gekommen wären, aber vermutlich war das alles für Chris nur ein wenig Spaß, Sex und nichts weiter aufregendes, jedenfalls versuchte sie sich genau das einzureden. Es war schwierig irgendetwas aus ihm heraus zu lesen, irgendetwas zu erfahren und einfach nur darauf zu hoffen, dass es ihm genauso gefiel, wie es ihr gefiel war auch nicht so ganz gut. Letztendlich wusste Luana nicht einmal, was sie darüber dachte, aber ihr Herz hatte schneller geschlagen und ihr hatte der Kuss wirklich gefallen, also irgendetwas musste das auch wirklich heißen.
      Luana wünschte dem Mann einen guten Morgen, sie schenkte ihm sogar ein Lächeln. Es gab Frühstück für sie und auch eine Erklärung, warum es dieses gab. Sie sollte nicht mehr runter müssen, das wäre vermutlich auch eine Qual geworden, denn schon langsam merkte sie, wie ihr die Rippen weh taten. Viel würde sie heute vermutlich nicht mehr machen, vermutlich gar nicht erst schaffen, aber wenn ihr das Essen hier oben hingestellt wurde was brauchte sie dann noch? Einen warmen Körper unter ihrer Decke vielleicht, denn ihr wurde es wirklich ohne Chris kalt, aber diesen Kommentar verkniff sie sich wieder, wollte nicht noch einmal etwas so unüberlegtes sagen, während sie nicht wusste, was und wie es jetzt zwischen ihnen aussah. Luana schüttelte deshalb den Kopf, als sie gefragt wurde, ob sie noch etwas brauchte. "Danke für das Frühstück", bedankte sie sich ehrlich. "Ich kriege das schon irgendwie hin alleine", versicherte sie. Dessen war sie sich mehr, als nur sicher, denn sie bekam immer irgendetwas hin. Vermutlich wird sie im Bett liegen bleiben und Tabletten einnehmen, damit die Schmerzen besser werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Eigentlich war er der Frau nichts verpflichtet gewesen. Sie waren nur einen Deal eingegangen anderen gegenüber ein Liebespaar vorzuspielen. Mehr nicht. Gegenseitig hatten sie keine Verpflichtungen gegenüber versprochen. Chris als auch Luana könnten ihr vorheriges Leben einfach fortführen. Sie würden beide zwar wissen, dass die jeweilig andere Person zwar im Haus war aber mehr war da nicht mehr. Er könnte eigentlich weiterhin sich eine Frau hierher einladen, mit ihr ein wenig Spaß haben und sich weiter besaufen bis er irgendwann mal eine neue Niere, Lunge oder sonst was bräuchte. Wenn er wirklich ein Arsch wäre, würde er sie oben alleine mit allem lassen sodass sie zusehen musste wie sie an Essen käme. Es könnte ihm wirklich egal sein, denn schließlich gab es niemanden mehr in seinem Leben der ihn ansatzweise noch interessierte. Das dachte er zumindest.....bis jetzt. Sie hatten sich geküsst. Es war zwar sein Entschluss dazu gewesen sich ihr zu nähern, sich seinen Gefühl in diesen Augenblick hinzugeben und sie zu küssen aber niemals hätte er damit gerechnet gehabt, dass sie es erwiderte. Eher mehr war er auf eine Ohrfeigen gefasst gewesen aber Luana wollte es anscheinend genauso und als sie dazu auch noch lächelte war dies die hundertprozentige Bestätigung dazu, oder? Sie ließ ihn erneut ihre weichen, kleine und zarten Lippen auf seinen spüren und das nicht für eine gefühlte Minute. Nein! Diesmal ging es viel länger und wäre vermutlich ihre Verletzungen nicht gewesen so wäre es entweder weiter gegangen oder erst gar nicht so weit gekommen. Sie hätten keinen gemeinsamen Filmabend gemacht, wenn es ihr besser ginge. Chris hätte ihr auch beim Haare waschen nicht helfen müssen und so wäre das Gespräch zu ihrer Vergangenheit auch gar nicht entstanden. Somit stand fest, egal was alles gestern geschah, erst gar nicht passierte wenn der Unfall nicht gewesen wäre. Somit war der Kuss von gestern damit auch irgendwie abgeschrieben, oder?
      Chris brachte ihr trotz all dem ein Frühstück rauf ins Gästezimmer da Luana sich mit ihren Verletzungen noch ausruhen musste und Treppen zu steigen war genau das Gegenteil davon. Ausserdem hatte er die Verantwortung für ihre Gesundheit übernommen und auf einen weiteren Todesfall hatte er so gut wie gar keine Lust gehabt. Die Begräbniskosten waren kein Problem aber jemand weiteres auf dem Friedhof besuchen zu fahren war kein großer Wunsch, dem er nachjagte. Beide wünschten sich einen guten Morgen und nachdem der blondhaarige das Bringen des Frühstücks erklärte und wissen wollte ob sie vielleicht noch etwas benötige, schüttelte seine Verlobte den Kopf und meinte alles irgendwie alleine hinzubekommen. "Sicher? Ich könnte Sophie anrufen und fragen ob sie herkommen kann?" wollte er nochmals wissen "Ich habe nämlich einiges zu erledigen und wäre für ein paar Stunden nicht im Haus", erklärte er weiter, als ihm einfiel, dass er von seinen Plänen noch nichts erwähnt hatte, bevor sie wissen wollen würde weshalb er extra Sophie anrief um herumkommen wenn er doch selbst da ist. Er müsste auch noch Frank anrufen sodass dieser ihn abhole. Zuerst auf die Bank, danach Hannah's Freund bezahlen und zuletzt müsste er noch einen Wagen besorgen, sodass Chris und Luana wieder mobiler unterwegs sein konnten. Es war ja nicht so, dass es ihm nicht gefiel umher gefahren zu werden aber Frank wusste nur zu gut, dass Christopher Carter lieber selbstständig blieb und alles selbst in die Hand nahm. Auch wenn er anderen gegenüber immer so kalt entgegen kam so wusste sein Fahrer, dass auch im blondhaarigen eigentlich ein freundlicher und rücksichtsvoller junger Mann steckte. Dies hatte Chris ihm schon mehr als nur einmal bewiesen.


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    • Luana Young

      Langsam nahm Luana ihren Mut zusammen und biss die Zähne zusammen, um sich aufzusetzen. Ihre Rippen schmerzten enorm, es war wirklich schlimm, aber sie hielt die Luft an und bekam sich hoch gezogen, um mit einem Kissen im Rücken halb zu sitzen, halb zu liegen. Zufrieden seufzte sie daraufhin, das war anstrengend gewesen, aber es lohnte sich und so konnte sie Chris noch ein wenig genauer anschauen. Ihr Herz klopfte ein wenig aufgeregt, wenn sie an den Kuss zurück dachte, noch immer konnte sie nicht wirklich glauben, dass sie in der Nacht gekuschelt und sich geküsst haben. Doch viel weniger konnte sie glauben, dass sie nicht abgeneigt davon war es zu wiederholen. Ihre Beziehung zu Chris war ein wenig merkwürdig, immerhin war sie irgendwie noch sauer auf ihn, denn durch ihn hatte sie ihren Job verloren, andererseits mochte sie den Mann, jedenfalls, wenn er nicht auf Zwang versuchte ihr nicht zu gefallen. Ob er sie mochte konnte sie noch nicht sagen, vermutlich hatte er nur Druck gehabt und sie war da, ein Gedanke, den sie sich einredete, um sich nicht allzu viel mit der Tatsache zu beschäftigen, dass seine Lippen auf ihren gewesen waren.
      Luana schmunzelte ein wenig, bevor sie nickte. "Ich bin mir sicher, dass ich es hinbekomme", versicherte sie. "Du kannst mir ihre Nummer da lassen und ich rufe sie an, sollte es gar nicht mehr gehen, aber mir geht es schon besser, als gestern". Die Schmerzen würden gleich verschwinden, wenn sie ihre Tabletten nehmen wird. Der Mann schien Pläne zu haben, er wollte Sachen erledigen und wäre ein paar Stunden außer Haus.. Die Blondine traute sich nicht zu fragen, was er vor hatte, denn sie war sich immer noch nicht sicher, was das jetzt zwischen ihnen war und wie sie damit umgehen sollte. Bevor es zwischen ihnen noch komisch werden würde ließ sie es einfach sein und fragte nicht nach. "Ich habe schon mit deutlich schlimmeren Sachen alleine klar kommen, das hier ist nicht schlimm". Sie schmunzelte, es war nicht so, dass sie Hilfe nicht gerne annahm, aber Sophie hatte schon gestern so bemitleidend ausgesehen, das konnte und wollte sich Luana nicht geben, denn Mitleid war das Letzte, was sie haben wollte. Ihr Plan war sonst sehr simpel: Essen, Tabletten nehmen, sich irgendwie umziehen und dann auf dem Bett etwas im Fernsehen schauen. Nach dem Schmerzmitteln würde sie vermutlich sowieso müde werden und bis Chris' Rückkehr einfach nur schlafen, somit brauchte sie niemanden, für den sie wach bleiben musste. Sie war einfach lieber alleine, das war sie schon immer im Leben, oder eher seit einer geraumen Zeit, da gewöhnt man sich daran. "Mach dir keinen Kopf", neckte sie Chris ein wenig.
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    • Christopher Carter

      Wie lange er wegbleiben würde, wusste er noch nicht aber ein paar Stunden wären es auf jeden Fall. Unterwegs würde er seine Bank anrufen, dass er endlich bereit sei die Geldsumme abzuholen, welche eigentlich seit seinem letzten Anruf vor Wochen bereit lag. Der weitere Weg ging zu Hannah und ihrem Freund um Luana's Schulden zu begleichen und danach käme ein neues Auto zum Einsatz. Luana wollte wieder den selben Wagen haben, der beim Unfall einen Totalschaden erlitt, was sich sicher machen ließ. Chris hatte damals beim Kaufen vom Mustang schon gesehen gehabt, dass noch einige Modelle draußen standen zum Verkauf und er glaubte nicht, dass diese so schnell alle wegksmen. Daher standen die Chancen heute alles zu erledigen ganz gut und könne die nächsten Tagen und Wochen zu Hause verbringen um seiner Verlobten bei der Genesung zu helfen. Desweiteren stand ja auch noch die Planung der Hochzeit vor beiden und wenn sie die Sache so schnell wie möglich hinter sich bringen wollten, war es umso besser früh damit anzufangen.
      Christopher wollte auf keinen Fall einfach losgehen ohne wirklich selbst davon überzeugt zu sein, dass es die blondhaarige auch alleine schaffen wird. Schließlich war er an ihren Verletzungen auch nicht gerade unbeteiligt gewesen. Klar, er hatte grün und hatte das Recht loszufahren aber trotzdem änderte dies nichts an der Tatsache, dass Alkohol mit ihm Spiel war und hätte er an diesen Abend nicht soviel getrunken gehabt, wären seine Sinne etwas geschärfter und Chris hätte den LKW Fahrer vielleicht noch rechtzeitig entdeckt gehabt und somit wäre der Unfall erst gar nicht Zustande gekommen. Jetzt ließ sich jichts mehr dran ändern. Was passiert ist, ist passiert. Immer wieder ließ er diesen Satz durch seinen Kopf gehen als damals seine Schwester beim Unfall ums Leben kam. Die Ärzte meinten, dass es vielleicht gut täte einen Therapeuten zu besuchen um mit dieser Sache besser klar zu kommen aber Chris war einer dieser typischen Männermachos gewesen die stets versuchten alleine damit klar zu kommen. Und dies tat er irgendwie mit Alkohol und komplette Konzentration auf seinen Job. Mit Frauen wollte er seitdem nichts mehr zu tun haben. Und dies schien auch damals sein Vater als auch Brian mitbekommen zu haben weshalb sie ihn sozusagen dazu zwangen eine Frau zu heiraten um die Firma eines Tages übernehmen zu können. Konnte man es nicht einfach so lassen wie es war? Chris kam so ganz gut zurecht. Warum musste er sich also eine Frau nehmen? Jetzt war es sowieso zu spät, denn seine Familie lernten Luana nun kennen und freuten sich, dass er jemanden gefunden hatte. Und auch Christopher musste ehrlich zu sich gestehen, dass er, wie anfangs, nicht mehr so abgeneigt von der jungen Frau war. Dies dürfte wohl auch auf Gegenseitigkeit beruhen, denn Luana hat den Kuss gestern Abend schließlich erwidert. Hieß also, dass nicht nur von seiner Seite etwas vorhanden war, was er noch nicht wirklich zuordnen konnte, sondern auch von ihrer Seite, oder? Luana versicherte ihm alleine klar zu kommen, da es schon schlimmeres gab mit was sie alleine zurecht kommen musste. Aber jetzt war sie nicht mehr alleine. Chris war hier. Naja zumindest versuchte er es. Nachdem sie ebenfalls meinte, dass er ihr die Nummer von Sophie hier lassen kann, für den Notfall, verließ er das Zimmer um kurz darauf mit einem kleinen Block und Stift zurück zu kehren auf welchen er die Nummer von seiner Schwägerin draufschrieb. "Also gut. Solltest du aber etwas brauchen, was du ihr nicht zumuten willst, ruf mich wenigstens an" sprach er ruhig, riss den Zettel vom Block runter und legte ihr diesen zum Tablett mit dem Frühstück. "Dann mache ich mich mal fertig und auf den Weg" meinte er noch dazu, legte Stift und Block auf die kleine Kommode um anschließend das Zimmer zu verlassen bevor er noch kurz bei der Türe zum Stehen kam und zu Luana zurückblickte. Auch wenn sie ihm klar machte zurecht zu kommen, während er nicht hier war, so machte sich doch ein kleines schlechtes Gefühl in ihm auf sie alleine hier zu lassen. Anderseits wäre sie auch alleine hier oben wenn er nicht weg müsse. Während sie sich im Bett gut ausruhte, würde er unten am Sofa sitzen und seine Arbeit am Laptop erledigen. Zumindest das was ging ohne ins Büro fahren zu müssen. Auf eine erneute Begegnung mit seiner Familie, nach dem letzten Treffen, hatte er gerade so gut wie gar keine Lust gehabt. Nichts desto trotz entschloss er sich das Zimmer, ohne ein Wort noch zu sagen, zu verlassen und sich ins Bad aufzumachen um sich für die Erledigungen fertig zu machen. Davor rief er aber noch Frank an und bat ihn in 30 Minuten hier zu sein.


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    • Luana Young

      Er war ihr ein Rätsel und die Blondine konnte sich nicht entscheiden, was jetzt Sache war. Dieser Chris in ihrem Zimmer war ein ganz anderer, als der, den sie in dern Nacht an ihrer Seite gehabt hatte. Das hier war einfach ein anderer Mann, als der, der sie geküsst hatte.. der so zart zu ihr gewesen ist.. allein der Gedanke an den Kuss in der Nacht ließ es warm in ihrer Brust werden. Luana wusste einfach nicht, was los war, wie sie das alles einschätzen konnte und wie es weiter gehen sollte. Sie.. fand es schön, auch wenn sie sich für dieses Gefühl hasste, aber sie fand es toll, dieses Gefühl nicht alleine zu sein. Doch jetzt, mit dem Chris, der bei ihr im Raum stand, war sie sich nicht sicher, ob das in der Nacht nicht einfach nur ein Ausrutscher war. Hatte er sie gern und traute sich das jetzt nicht mehr zu zeigen, weil er nicht wusste wie sie fühlte? Vermutlich eher nicht. War er einfach von seinen Trieben gesteuert? Vermutlich eher.. oder angetrunken.. jedenfalls versuchte sich Luana das so schön zu reden, um die Enttäuschung, die sie darüber spürte, einfach zu vergessen. Sie war alleine aus sich gestellt, für immer und ewig, ohne wenn und aber, Punkt.
      Ihr Vorschlag Sophie anzurufen, wenn die Frau was brauchte kam gut an, denn scheinbar wurde ihr die Nummer aufgeschrieben. "Werde ich machen", versprach sie. Wo ihr Handy lag? Das war eine sehr gute Frage, mit der sich die Frau gleich in Ruhe beschäftigen wollte. Mit Sicherheit hier oben, oder unten in der Handtasche.. es war ein wenig mitgenommen nach dem Unfall, aber solange es funktionierte ließ Luana es so, wie es war. Sie nickte dem Mann zu, er wollte sich fertig machen, blieb jedoch in der Tür noch stehen. Sie erwiderte den Blick, musterte ihn kurz, bevor er einfach ging. Das hatte wirklich gar nichts mit dem Chris von dieser Nacht zu tun, also wirklich! Luana seufzte leise, schüttelte den Kopf kurz, bevor sie zu dem Tablett blickte, um zu schauen, was es für sie gab. Mit der gesunden Hand griff sie zu dem Frühstück, um schon Mal mit dem Essen anzufangen, damit sie gleich ihre Tabletten nehmen konnte. Was sie heute so vor hatte? Nichts, einfach nur nichts. Ein wenig was im Fernsehen schauen, vielleicht Mal eine kurze Runde spazieren gehen im Garten, wenn ihre Kräfte es zuließen, nach ihrem Handy schauen, das war wichtig, damit sie ihr Versprechen überhaupt halten und sich melden konnte, sollte etwas sein. Gedanken über die Hochzeit oder ähnliches machte sie sich noch nicht, ob sie da überhaupt mitsprechen durfte war eine andere Frage, darüber würde sie sich aber kümmern, wenn es ihr wieder besser ging.
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    • Christopher Carter

      Nachdem sich beide zusammen gesprochen hatten, dass Luana für einige Stunden alleine zurecht kommen würde und er selbst davon überzeugt war sie auch wirklich alleine lassen zu können, begab er sich rüber ins Badezimmer um sich noch eine Dusche zu gönnen bevor er losfahren würde. Es war ja nicht so als würde er es ihr nicht zutrauen alleine bleiben zu können aber durch ihre Verletzungen wusste man ja nicht was alles geschehen konnte. Chris trug die Verantwortung für jeden einzelnen Schritt bis sie wieder genesen war, somit musste er auf Nummer sicher gehen. Unter der Dusche, wandte er seinen Blick nach oben, schloss seine Augen sodass ihm die warmen Tropfen direkt in das Gesicht fliegen konnten. Hätte er ihr vielleicht zum Abschied einen Kuss geben sollen? Schließlich machte man dies doch als Verlobter / Ehemann? Um ehrlich zu sein wusste er nicht so recht mit all dem richtig umzugehen. Einerseits war die Nähe und Geborgenheit, welche sie ihm gestern Nacht schenkte, wirklich schön gewesen und der blondhaarige genoss es auch sichtlich. Chris wusste gar nicht mehr wie es sich anfühlen konnte sich jemanden hinzugeben geschweige denn sich bei der Person fallen lassen zu können. Doch Luana schaffte es nur mit Kleinigkeiten diesen Chris langsam an die Oberfläche zu holen was er stets versuchte zu verbergen. Er hatte etwas Angst davor gehabt wieder jemanden an sich ran zu lassen und die Person dann wieder zu verlieren. Wie empfand sie das Ganze eigentlich? Wie sah es Luana? Klar, er hatte gestern wieder den ersten Schritt gemacht und sich ihr genähert. Aber er wollte es auch. Er wollte wieder diese weichen Lippen unter sich spüren. Andererseits.....wieso machte er sich da überhaupt Sorgen? Luana war aufgrund eines Deals und Vertrags an ihm gebunden. Ohne ihm würde sie doch wieder in einem Stripclub oder im schlimmsten Fall unter einer Brücke landen um die Schulden abzubezahlen und dies würde die blondhaarige ganz bestimmt nicht mehr wollen. Daher hätte sie keine andere Wahl gehabt als bei ihm zu bleiben, oder?
      Schnell schüttelte der blondhaarige seinen Kopf um die Gedanken beiseite zu schieben. Genau aus diesen Grund wollte er niemals eine Beziehung haben. Man machte sich über jegliche Dinge Gedanken die komplett unnötig waren. Es war doch egal wie Luana ihn sah oder er sie. Nur der Deal war wichtig. Mehr spielte keine Rolle.....so glaubte er es zumindest auch wenn er wusste, dass selbst das eine Lüge war. Umso länger er mit dieser Frau zusammenhing, umso mehr wurde sie ihm auf irgendeine Art und Weise wichtig. "Scheiße", fluchte er vor sich her. Genau das wollte er doch nicht. Jetzt war es nicht mehr rückgängig zu machen.
      Christopher duschte sich fertig, föhnte sich die Haare um anschließend in sein Schlafzimmer zu gehen und frische Klamotten überzuziehen. Danach schnappte er sich sein Handy, ging nochmals rüber zu Luana's Zimmer um nach ihr zu sehen und als er sah, dass sie angefangen hatte zu frühstücken, legte er kurz ein Lächeln auf die Lippen, begab sich aber gleich weiter nach unten und packte die restlichen Sachen wie Ausweis, Geldbörse und Schlüssel in seine Jacke. Kurz darauf ertönte schon die Hupe was das typische Zeichen von Frank war, dass dieser hier war. Chris zog sich noch schnell die Schuhe an und verließ das Haus um anschließend mit Frank alles zu erledigen. Einen kurzen Blick wandte er zurück auf das Haus. Es war ein echt merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass jemand hier war während Chris fortfuhr. Fast schon als würde Luana auf ihn warten, was aber nur in seiner Illusion stattfand.
      In den Wagen eingestiegen, gab er seinem Fahrer schon die Anweisungen wohin es gehen soll. Frank führte seine Aufgaben ohne jegliches Kommentar aus weshalb die Erledigung bei der Bank ziemlich schnell erledigt war. Das Geld lag schließlich ja seit einiger Zeit für ihn bereit und als Chris erklärte warum er nicht früher kommen konnte, war es kein Problem mehr gewesen. Danach navigierte der blondhaarige Frank an Hannah's Adresse da er die Straße nicht auswendig wusste aber wenigstens den Weg dorthin noch kannte. Einmal brachte er Luana her und einmal holte er sie ab. Chris hatte ein guten Orientierungssinn gehabt weshalb er sich solche Dinge schnell merkte. Durch den ganzen Verkehr dauerte es etwas bis sie am besagten Wohnblock ankamen. Die Gegend sah immer noch komplett heruntergekommen aus sodass er sich beim jedes Mal herkommen fragte wie seine Verlobte es überhaupt aushielt hier zu wohnen und das auf längere Zeit. "Warten Sie hier", gab er Frank die Anweisung, schnappte sich die Tasche mit dem Geld, welche neben ihm auf dem Sitz lag, und begab sich rüber zum Eingang des Wohnblock's. Wie Hannah mit Nachnamen hieß wusste er nicht weshalb dies jetzt eine große Herausforderung werden würde, aber zu seinem Glück verließ gerade jemand das Gebäude sodass er schnell noch reinlaufen konnte. Chris wusste in welchem Stockwerk sie wohnte, lief zu diesem nach oben und blieb vor ihrer Türe stehen gegen welche er des Öfteren klopfte. Es war ihm egal ob sie hier war oder ihr Freund. Wobei er es eher willkommener sah sie anzutreffen denn bei ihm konnte Chris für nichts garantieren als er an den Schlag an Luana zurückdachte.


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    • Luana Young

      Das Frühstück schmeckte ihr wirklich gut und es fühlte sich gut an, dass Chris ihr das selbst gemacht hatte. Er hätte es nicht gemusst, er hätte gar nichts gemusst, aber er hatte es trotzdem getan. Wie sollte Luana jetzt verstehen, sie es nun zwischen ihnen stand? Er war so kalt und merkwürdig, im Gegensatz zu seinem Verhalten in der Nacht, hatte ihr jedoch Frühstück gemacht und sich vergewissert, dass sie ohne ihn klar kommt, während seiner Abwesenheit. Es hätte Chris auch ganz egal sein können, aber war es scheinbar nicht, wie sollte sie jetzt wissen, wie es bei ihm aussah? Wie er dachte und fühlte? Sollten sie darüber sprechen? Oder sollte Luana einfach so tun, als wäre nichts gewesen und abwarten? Das war alles so kompliziert, dabei wollte sie es nicht so haben, sie wollte es simpel halten und einfach nur mit diesem Mann unter einem Dach leben. Sie wollte vor allem niemanden an sich ran lassen und seine scheiß Lippen schafften es ihr Herz dazu zu bringen schneller zu schlagen. Das war alles einfach zu viel für sie, aber damit wollte sie sich auch nicht beschäftigen, viel lieber blickte sie zur Tür. Stand Chris gerade dort? Hatte er sie beobachtet? Oder war das nur eine Einbildung? Aber warum sollte er dort stehen und sie beobachten?
      In Ruhe aß sie zu Ende, hörte unten die Tür und nahm an, dass sie alleine war, immerhin hatte jemand draußen gehupt. Was Chris vor hatte wusste sie nicht, aber vermutlich ging es sie auch gar nicht an, vermutlich sollte sie auch nicht fragen, weil sie keine Antworten kriegen wird. Seufzend blieb sie noch ein wenig im Bett sitzen, bevor sie sich dazu entschloss aufzustehen, um sich umzuziehen. Mit einem gebrochenen Arm eine schwierige Angelegenheit, aber das wollte sie trotzdem in Angriff nehmen. Sie schaffte es sich eine Jogginghose und ein lockeres Oberteil anzuziehen, es klappte sogar besser, als anfangs angenommen. Das Tablett musste sie leider stehen lassen, das schaffte sie nicht mit runter zu nehmen, denn ihr fehlte eine Hand und sie musste sich immer noch am Geländer festhalten, um die Treppen runter zu laufen. Das Handy musste sie einfach suchen, um zur Not auch Chris ,oder Sophie erreichen zu können, aber dafür musste sie runter gehen und dafür musste sie sich die Treppe nehmen. Es war eine sehr schwierige Angelegenheit, immerhin taten ihr die Rippen immer noch weh, aber Luana schaffte es, schaffte es gleich in die Küche, um nach Schmerzmitteln zu sehen und welche einzunehmen. Danach war eine kurze Pause angesagt, dafür setzte sich die Frau auf die Couch und atmete einfach nur kurz durch. Das war anstrengender, als sie anfangs gedacht hatte.
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    • Christopher Carter

      Noch einmal klopfte er gegen die Türe als beim ersten Mal öfteren Klopfen keiner reagierte. Doch auch beim zweiten Mal kam keinerlei Reaktion weshalb Chris nicht daran dachte nur ansatzweise nachzugeben und ein drittes Mal probierte. Wie hieß es doch immer so schön? Alle guten Dinge sind drei? Denn beim dritten Mal hörte er endlich jemanden hinter der Türe was sich wie ein "Verschwinde" anhörte. Vergiss es, dachte er sich und so wie er die Stimme zuordnen konnte war es defintiv keine Frauenstimme gewesen. Hannah's Freund? War seine einzig logische Erklärung, denn Luana hatte von einem anderen Mann nichts erwähnt gehabt der hier wohnte. Noch einmal klopfte er gegen die Türe um dessen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen "Mann, verschwinde doch endlich. Wir wollen nichts kaufen!", war dessen Stimme schon langsam sauer und als Chris sich das Vergnügen machte und ein fünftes Mal klopfte, hörte er schon das Schloss innen entriegeln und im nächsten Moment wurde die Türe mit einem Ruck geöffnet. "Alter, wenn du etwas verkaufen willst, hau ab. Wir haben keine Interesse!", schrie der Typ ihn schon fast förmlich an während der strenge Geruch, welcher von ihm ausging, selbst nicht an Chris vorbei ging. Ob es nur der Alkohol war, der aus ihm sprach, konnte der blondhaarige nicht gerade behaupten aber das spielte auch keine Rolle. Wenn er sich ihn so ansah, wunderte es ihm nicht. Wie konnte nur Hannah jemanden wie ihn in die Wohnung lassen? Auch als Luana noch hier wohnte? Stand sie etwa auf solche Männer? Umso weniger Zeit er mit diesen Typen verbringen musste, umso besser für ihn und sein Leben. Mit einem Satz nahm er die Tasche und ließ diese zwischen den beiden fallen. "Was ist das?", wollte er von Chris wissen "Dein vermisstes Geld", erklärte der blondhaarige mit einer ruhigen Stimme aus woraufhin der andere schon zum Lachen anfangen musste. "Mein Geld? Zahlt die Schlampe endlich?" kam es mit einem amüsanten Grinsen aus ihm heraus während Hannah im Hintergrund erschien sich aber etwas zurückhielt. Trotzdem konnte Christopher von der Ferne aus erkennen, dass sie am Hals und am Arm blaue Flecken davon trug. Schlug er sie etwa ebenfalls? "Wurde auch langsam Zeit. Wo ist sie überhaupt?" unterbrach er Chris Gedanken nachdem er nach Luana fragte als er nach ihr suchte und merkte, dass sie nirgendwo hier am Gang zu sehen war "Findet sie es nicht mehr wert sich selbst blicken zu lassen und schickt nun ihren Bodyguard? Erbärmlich. Oder hat sie Schiss nach der letzten Begegnung?" musste er wieder lachen "Besser ist es. Dieses Luder hat es nicht anders verdient gehabt" und schon war es zu spät. Im nächsten Moment verpasste Christopher ihm schon eine sodass er wankend sich an der Türe festhalten musste "Alter, was soll der Scheiß? ", dabei griff er sich an die aufgeplatzte Lippe und erblickte das Blut auf seinen Fingern "du verdammtes Arschloch. Ich zeig dich an", verfluchte er ihn noch bevor Chris diesen am Kragen packte und gegen die Türe drückte "Zeig mich an...hetz mir die Cops an den Hals oder mach sonst was", war seine Stimme gefühllos geworden "wenn ich aber nochmals sehe, dass du Hand an einer Frau anlegst..sei es an Luana, Hannah oder sonst wer, schwöre ich dir bei Gott, dass ich keine Sekunde zögern werde dir deinen letzten Atemzug zu nehmen", sprach er die Drohung deutlich aus, ließ den Typen los und wandte nochmals seinem Blick auf Hannah, welche immer noch still im Hintergrund stand. Ohne selbst zu ihr noch etwas zu sagen, verließ er die beiden wieder und begab sich runter zum Wagen. Immer wieder schüttelte er seine rechte Hand da diese vom Schlag vorhin ziemlich schmerzte während Frank schon sein nächstes Ziel wissen wollte und Chris ihn zum Autohändler schickte. Danach könne er sich den restlichen Tag frei nehmen wenn er wollte.
      Es dauerte nicht lange bis sie dort ankamen und Chris sich das selbe Auto wie sein Letzten bestellte. Nachdem alles erledigt war, brachte Frank ihn anschließend wieder nach Hause woraufhin sie sich voneinander verabschiedeten und sich der blondhaarige zur Haustüre aufmachte um diese aufzusperren. Es ging doch alles schneller als gedacht, da er aber nicht wusste ob Luana wach war oder doch wieder eingeschlafen ist, versuchte er so leise wie möglich zu sein.


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    • Luana Young

      Wie lange sie brauchte, bis sie sich wieder erheben konnte wusste sie selbst nicht, aber die Schmerzmittel schienen zu wirken, also ging Luana von mindestens einer halben Stunde aus, in der sie auf der Couch lag und Kraft dafür holte ihr Handy zu suchen. Doch jetzt, kaum wirkten die Medikamente, war es kein Problem mehr für sie sich von der Couch zu erheben und weiter an ihrem Vorhaben zu arbeiten. Wo sie dieses kleine Gerät hin gepackt hatte wusste sie nicht mehr, es konnte überall sein, denn seit dem Unfall war es ziemlich mitgenommen und außerdem gab es niemanden, der sie erreichen wollen würde, außer Chris, der meistens aber bei ihr war. Luana blickte in der Küche nach, ganz langsam und vorsichtig lief sie in den Flur und sah in ihrer Jacke nach, fand das Handy letztendlich aber in ihrer Handtasche im Flur. Es gab drei unbeantwortete Anrufe, zwei von der Einrichtung, in der ihre Mutter lebte und einen von einer Nummer, die Luana gleich wieder komplett verdrängte. Sie wollte nichts mit diesem Mann zu tun haben und ignorierte es deshalb auch. Die Klinik rief sie zurück, bewegte sich dabei in einem sehr langsamen Tempo nach draußen, um im Garten Platz zu nehmen, denn die Sonne schien und außerdem reichte erstmal ihre Kraft nicht dafür wieder nach oben zu gehen. Nach einem kurzen Telefonat mit der Ärztin war die Blondine jedoch beruhigt, die Einrichtung wollte wissen, ob alles in Ordnung war, denn sie war zum Besuchstermin nicht erschienen. Luana erklärte den Unfall kurz, versprach ihre Mutter nachher in der Telefonzeit anzurufen, um mit ihr zu sprechen.
      Die restliche Zeit alleine wollte sie im Garten verbringen, lehnte sich dafür zurück und blieb in der Sonne sitzen, um ein wenig Kraft zu tanken, bevor sie nach oben gehen würde. Lange blieb die Ruhe im Garten nicht bestehen, ihr Handy vibrierte wieder und auf dem kaputten Display erkannte sie die Nummer, die sie eigentlich ignorieren wollte. Luana seufzte, drehte das Handy um, doch das Vibrieren fing wieder an, kaum hörte es wieder auf.
      "Was willst du?!", hob sie ab und klang mehr, als nur genervt. "Und woher zum Teufel hast du meine scheiß Nummer?".
      -"Das ist nicht die Art und Weise, wie eine Tochter ihren Vater nach einem halben Jahr Funkstille begrüßen sollte..", ermahnte der Mann am Telefon sie. "Deine Cousine hat sie mir netterweise gegeben, weil du anscheinend vergessen hast mir die neue Nummer zukommen zu lassen". "Schon einmal daran gedacht, dass das beabsichtigt war? Ich sage es dir gleich, wie vor einem halben Jahr, verpiss dich aus meinem Leben, jetzt sofort". Luana war genervt, gereizt, sauer vor allem, weil sie mit diesem Mann nichts mehr zu tun haben wollte.
      "Mit gefällt die Art und Weise nicht, wie du mit mir sprichst.. ist das dort normal, wo du jetzt lebst?", fragte er sie. Er wollte sie provozieren, ganz sicher. "Wie denn auch sei.. ich bin in der Stadt und wollte dich gerne sehen". Luana schnaubte belustigt. "Mich sehen? Was für eine Ehre", entgehnete sie sarkastisch. "Die Antwort lautet nein". "Lu..", wollte ihr Vater sie ermahnen. "Nein, nein.. fang mit diesem scheiß nicht an.. du kannst uns nicht verlassen und jahrelang wegbleiben, um jetzt da zu sein und dich zu treffen, vergiss es.. Mom ist wegen dir nicht zurechnungsfähig.. sie ist richtig abgerutscht wegen dem Scheiß, den du ihr angetan hast". "Deine Mom ist an ihrer Situation selbst schuld..", seufzte der Mann. "Und ich würde dich gerne sehen.. und dir deine Halbgeschwister vorstellen.. sehen, wie du dich entwickelt hast".
      "Nein!", jetzt wurde Luana lauter. "Nein, einfach nein.. ich hasse dich und das wird so bleiben, bis in alle Ewigkeit.. und wenn du mich noch einmal anrufst werde ich eine Verfügung gegen dich erwirken". -"Du kannst keine Verfügung gegen mich erwirken", seufzte der Mann. "Verpiss dich aus meinem Leben", damit legte die Blondine auf und musste sich erst einmal beruhigen. Ihr Herz raste, die Tränen liefen ihr über die Wangen und sie musste nach Luft schnappen, als wäre sie ein Marathon gelaufen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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