[2er RPG] 365 days. [Sohira & Lu-Chan]

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    • Christopher Carter

      Luana gegenüber einen kalten Ton anzuschlagen, wusste er, war falsch gewesen aber in diesen Moment hatte er einfach keine Ahnung gehabt wohin er mit seiner ganzen Wut soll. Am Liebsten hätte er vermutlich seiner ganzen Familie mitgeteilt was er eigentlich von ihr hielt aber andererseits hing auch sein Job damit zusammen, somit musste er, egal ob er wollte oder nicht, sich zusammenreißen. Dies konnte er am Besten indem er ohne noch was zu sagen, das Haus verließ und verschwand. Zu seinem Pech jedoch hatte Luana immernoch die Autoschlüssel, somit musste er draussen auf sie warten, was auch nicht schlecht war. Die kühle Luft tat in der Lunge wirklich gut und für einen kurzen Moment konnte er richtig durchatmen und versuchen sich zu beruhigen
      "Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn du....", diese Worte hahlten nichts desto trotz in seinem Kopf. Egal wie sehr er es versuchte. Sein Vater hatte damit einen Wunden Punkt getroffen und das wusste der alte Mann ganz genau.
      Zu seinem Glück kam die blondhaarige dann recht schnell zu ihm nach draussen doch waren ihre Worte nicht das was er hören wollte. Mit ihm hier und jetzt zu diskutieren war ein riesen Fehler gewesen und ehrlich gesagt, hatte er auch keine Lust sich mit ihr auch noch zu streiten wer seinen blöden Wagen fahren soll. Kurz darauf erschien auch sein Vater draussen gefolgt von Sophie und dem Rest der Familie. "Gib mir die verdammten Autoschlüssel, Luana!" war seine Stimme wütender aber weiterhin bestimmt gewesen um sie nicht anzuschreien. Es kostete ihm echt viel Überwindung sich ihr nicht einfach zu nähern um ihr die Schlüssel zu entreißen. "Chris, jetzt warte. Das vorhin, dass war"....."deutlich genug" wandte er seine Aufmerksamkeit zurück zu seinem Vater welcher mit ein etwas Abstand bei ihnen stand. "Ich habe es nicht so gemeint" versuchte er es seinem Sohn zu erklären "Wie kann man das bitte anders meinen?" wurde er wieder lauter sodass sogar die anderen es hinten bei den Stufen hören konnten wobei er auch seine Augen auf sie fielen ließ. "es ist euch bestimmt allen lieber wenn Sarah hier steht und euch anschreit und nicht ich...richtig?" doch keiner sagte was. "dachte ich mir schon" mit diesen Worten wandte er sich wieder an Luana, nahm ihr die Schlüssel ab ohne noch groß auf ihre Worte zu achten, dass es keine gute Idee war sekbst zu fahren, stieg auf der Fahrerseite ein und noch bevor die Türe geschlossen wurde hörte er noch "Christopher" von Sophie rufen, welche vermutlich versuchen wollte ihn zu Vernunft zu bringen geschweige denn die Situation irgendwie zu retten. Als er darauf wartete, dass seine Freundin ebenfalls einstieg, startete er den Motor, richtete seinen Blick nochmals zu seiner Familie und als Luana neben ihm saß, legte er schon den Rückwärtsgang ein um den Wagen zu wenden bevor er schon auf 'Drive' wechselte und vom Hof Richtung Straße runterfuhr. Im ersten Moment war er zwar etwas zu schnell unterwegs gewesen was er aber recht rasch überrissen hatte und mit dem Fuß dann ein wenig vom Gas ging um die erlaubte Geschwindigkeit zu erreichen. Er wusste, dass der Abend eine Katastrophe werden würde und trotzdem war er ein Idiot und fuhr hin. Zum anderen zog er dabei auch noch Luana da mit rein. Eine Frau, mit der er sowieso schon selbst lernen musste auszukommen und nun würde es umso komplizierter werden. Ohne wirklich nachzudenken, suchte er wieder ihre Hand um diese festzuhalten. Es hatte ihm schon vorhin im Wohnzimmer ein wenig beruhigt gehabt ihre Nähe zu spüren. Vielleicht half es ja diesmal auch? Chris konnte aber auch verstehen, wenn sie es nicht wollte doch solange sich Luana dagegen nicht währte, war es umso besser für ihn.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Ihre Augen blickten in seine, kaum wollte Luana, dass der Mann auf der Beifahrerseite einstieg. Er tat es nicht, ergriff stattdessen den Schlüssel und machte sie wütend an. Wenn sie gewusst hätte, wo sie sich hier befindet wäre sie jetzt umgedreht, um zu Fuß irgendwo anders hin zu laufen, auch wenn es Stunden dauern würde, aber sie hatte keine Ahnung wo sie hier war, wie man hier vor allem weg kam, ohne ein Auto. Ein Uber vielleicht? Aber sie hatte nicht genug Bargeld mit sich, immerhin waren sie eine halbe Stunde her gefahren .. aber so anzumachen ließ sie sich trotzdem nicht, da war das letzte Wort noch nicht gesprochen.
      Seufzend konnte die Blondine nur zusehen, wie ihr Verlobter sich auf die Fahrerseite setzen wollte, in hier los zu fahren. Der Streitgrund war ihr nicht bekannt, aber es ging wohl um jemanden, der Sarah hieß und um viele Vorwürfe, so wie Luana es raushören konnte. Sie seufzte, wenigstens war ihre Familie nicht die einzige, die so verkorkst war, die sich vor allem so stritt... aber ob es eine gute Idee war sich hinein in den Wagen zu setzen? Ihre Augen musterten ihren Verlobten durch die Windschutzscheibe, sie konnte ihn gleich immer noch davon abbringen, weiter zu fahren, weshalb sie sich seufzend hinein setzte, um sich gleich anzuschnallen. Sie hatte Angst, aber sie versuchte diese für sich zu behalten und schwieg in dem Wagen, die erste Zeit über jedenfalls. Es änderte sich mit der Tatsache, als Chris nach ihrer Hand griff, um sie fest zu halten. Etwas verwundert blickte die Blondine hin, aber wenn sie ihn so beruhigt bekommen konnte ließ sie ihre Hand fest halten, wehrte sich nicht dagegen. Vielleicht würde es sie auch ein wenig beruhigen..immerhin.. im Wohnzimmer hatte es sie auch ein wenig ruhiger gemcht. Doch Luana war wütend.. sie war sehr wütend.. nicht über das, was mit seiner Familie geschehen war , sondern wie er mit ihr hier umging.. aber versuchte ruhig zu bleiben. "Chris", ihre Stimme war ruhig. "Fahr bitte rechts ran und lass mich fahren". Er war wütend und das spürte man auch durch seine Fahrweise. Ihre Augen blickten nach ihm, musterten ihn von der Seite, auch wenn sie viel lieber wütend über das sein würde, wie er mit ihr umgegangen war. "Ich bitte dich.. wir sind weit genug weg".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Es war eigentlich in den Augen anderer sicher idiotisch gewesen wenn Chris offen sagen würde, dass alleine schon die Tatsache Luana's Hand zu berühren eine gewisse Ruhe in ihm ausstrahlte. Dies hatte er auch schon gemerkt als sie im Wohnzimmer seines Elternhauses saßen, ihre Eltern sie beide innerlich aufwühlten, sodass sie sich gegenseitig an die Hand nahmen und es schafften den jeweils anderen zu beruhigen. Auch jetzt hatte er das Bedürfnis danach gehabt ihre Hand nehmen zu müssen um sich innerlich zu beruhigen, da er sonst gegen das Lenkrad schlug oder was anderes tat was vielleicht bei der Geschwindigkeit gar nicht ausging. So wie es schien und Luana darauf reagierte, dürfte die wohl kein Problem damit gehabt haben. Nein! Stattdessen ließ sie seine Hand auf ihrer. Ob sie dies aber tat um sich beruhigen zu lassen oder es aus einem anderen Grund tat, wusste er nicht aber in diesen Moment spielte das auch keine große Rolle. Es half ihm durchaus woraufhin er auch immer mehr und mehr auf die Geschwindigkeit achtete um so einen Unfall als auch einen Strafzettel zu verhindern. Einerseits war er zwar mit dem Kopf auf der Straße gewesen aber mit der anderen Hälfte seiner Gedanken war er immernoch in dem Haus gewesen um alles Revue passieren zu lassen. Alleine schon als sie ins Wohnzimmer kamen und er die Blicke seiner Familie auf Luana sah, war schon die Stimmung gekippt gewesen. Sein Bruder hatte nur die Freundlichkeit gehabt es durch seine dämlichen Worte zu unterbrechen was es aber auch nicht besonders besser machte.
      Zurück mitten in der Stadt angekommen um Richtung auswärts zu fahren, war es die Frau neben ihm gewesen, welche die Stille zwischen ihnen beiden mit der Erwähnung seines Namens unterbrach. Chris hätte die Stille gerne beibehalten, denn so konnte er wenigstens verhindern etwas Falsches zu sagen. Luana wollte, dass er rechts ranfuhr um sie weiter fahren zu lassen. Was war denn an seinem Fahrstil falsch gewesen? Er fuhr doch die vorgeschriebene Geschwindigkeit? Oder dachte sie, dass etwas passieren könnte nur, weil er was getrunken hatte? Chris war schon des Öfteren mit ein wenig Alkohol im Blut wegen ein paar Bier ins Auto gestiegen und hatte trotzdem alles unter Kontrolle gehabt. Eines war aber diesmal anders "Ich bitte dich...." alleine diese 3 Worte, welche seine zukünftige Frau an ihn gewandt hatte ließen ihn für einen kurzen Moment darüber nachdenken. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass sie ihn um etwas bat. Beim letzten Mal war es der Moment gewesen als sie beide in seinem Vorzimmer standen und die Nähe des jeweils anderen genossen aber Luana es schließlich unterbrach als sie ihn darum bat damit aufzuhören. Es war kein Verdienst für ihn, da er nachgab...warum also sollte er es jetzt machen? Aber hier war es eine komplett andere Situation: Sie waren in einem schnellen Auto unterwegs gewesen was auch zu einem schnellen bösen Ende führen konnte, was er selbst aus guter Erfahrung wusste. Den Weg den sie noch vor sich hatten würde noch gute 20 Minuten andauern....15 Minuten alleine davon lagen auf der Autobahn. Bei einer Kreuzung mit roter Ampel angekommen, blickte er für einen kurzen Augenblick zu ihr während seine Hand immer noch auf ihrer ruhte "Gut, wenn du unbedingt möchtest? " war auch seine Stimme ruhiger geworden und als die Ampel auf grün schaltete, er nach vorne blickte und wieder losfuhr um bei der nächsten Gelegenheit rechts ranzufahren, bemerkte er nicht den LKW, welcher sich von der rechten Seite den beiden näherte, über die rote Ampel fuhr, Chris Wagen auf der Beifahrerseite erwischte und auf mehrere Meter mitschleifte bevor er sich am Ende noch 2 mal überschlug und auf dem Dach schlussendlich liegen blieb. Auf der Straße war nach dem Crash gefühlte Minuten nichts zu hören. Augenzeugen agierten sofort und rannten einerseits zu dem LKW Fahrer um nach diesen zu sehen sowie zu Chris Wagen um auch nach dessen Insassen zu sehen während andere wiederum die Polizei und Rettung riefen.


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    • Luana Young

      Seine Hand störte sie nicht im geringsten, auch wenn es ihr nicht gerade dabei half darüber hinweg zu sehen, was hier passierte. Es war keine gute Idee den Mann fahren zu lassen, trotz seiner Erfahrung und der Tatsache, dass es dein Auto war, aber er war wütend.. angetrunken und wütend, was keine sehr gute Kombination war. Luana fühlte sich mit dieser Tatsache unwohl, aber sie wollte es nicht so sehr kommunizieren, bat ruhig und mit gewählten Worten darüber, dass er endlich rechts ran fuhr, damit sie den Rest fahren konnte. Chris gab nach und dafür war sie ihm innerlich sehr dankbar, auch wenn er es vermutlich in ihrem erleichterten Gesichtsausdruck sehen konnte. Die Ampel schaltete auf grün, die Blondine fühlte sich ein Stück weit wohler und sicherer bis jemand scheinbar das Licht ausknipste. Was wirklich passiert war konnte sie nicht sagen, aber ihr Kopf schmerzte, er schmerzte wahnsinnig, doch es war der Lärm, der zu ihr langsam durch drang und sie dazu zwang langsam die Augen zu öffnen. Viel konnte sie nicht erkennen, das Blut staute sich in ihrem Kopf, saß sie gerade kopfüber? Jemand sprach zu ihr, aber sie verstand kein Wort, sie hörte nur die Stimme, die ihr irgendetwas mitteilen wollte. Luana war müde, gleichzeitig waren die Kopfschmerzen fürchterlich, es drehte sich alles, trotz der geschlossenen Augen. Sie wollte sich bewegen, was nicht möglich war, ihr Körper wollte nicht das tun, was sie tun wollte.
      Sie wurde geschüttelt.. öffnete wieder die Augen, um ein fremdes Gesicht zu sehen. Ein Feuerwehrmann, den erkannte sie direkt an der roten Kleidung und dem Helm auf seinem Kopf, aber seine Worte verstand sie nicht. Es fiel ihr schwer die Augen offen zu halten, es fiel ihr schwer den Mann zu verstehen, seine Worte drangen nicht zu ihr durch, aber kaum schloss sie die Augen, wurde sie wieder wach gerüttelt. Sie öffnete sie wieder, er sprach mit ihr, aber es war alles dumpf, was sie hörte, es kam nichts zu ihr durch. Ihr wurde es übel, es schmerzte inzwischen alles, die Frau wollte sich umsehen, wo war sie hier überhaupt? Doch der fremde Mann ließ sie nicht zur Seite sehen, sie sollte ihn angucken, das hatte sie schon verstanden, ihr ging es doch gut. Sie wollte hier raus, sie wollte einfach ins Bett und schlafen, diesem Geruch entkommen, der die Übelkeit nur noch größer werden ließ. Es wurde laut neben ihr, sie wollte hinsehen, aber der Feuerwehrmann drehte ihr Gesicht wieder zu sich, während er mit ihr sprach. Er fragte sie etwas, dessen war sie sich bewusst, weil er auf eine Antwort wartete, aber sie verstand nicht, was er von ihr wollte. Luana schloss wieder ihre Augen, sie spürte gleich Hände an sich, ihr Arm schmerzte, ihre Brust schmerzte und dieser verdammte Kopf! Aber als sie ihre Augen öffnete erblickte sie den Fremden wieder, dieses Mal im hellen, es war zu hell, so konnte die ihre Augen nicht offen halten. Sie lag nicht mehr kopfüber, sie wurde getragen, so fühlte es sich jedenfalls an. Das blaue und rote Licht war viel zu hell, selbst mit geschlossenen Augen kniff Luana die noch weiter zu. Ihr wurde eine Maske angezogen, wo war sie? Was war überhaupt passiert?
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    • Christopher Carter

      Dunkelheit......für einen Moment herrschte in seinem Kopf vollkommende Dunkelheit ohne wirklich zu realisieren warum dies so war. Das Letzte an was er sich erinnern konnte war mit Luana in seine Auto Richtung Heimweg zu sitzen. Sie standen an der roten Ampel als er schließlich nachgab sie weiterfahren zu lassen. Er wusste nicht warum aber irgendwas lag in ihrem Blick, was ihn dazu trieb sie fahren zu lassen. Hatte sie etwa Angst gehabt, dass etwas geschah? Klar, er hatte getrunken gehabt und war durch das Treffen mit seiner Familie her ziemlich aufgewühlt gewesen aber dennoch würde er doch weiter auf den Verkehr achten? Das Nächste was ihm dann durch den Kopf ging war, dass die Ampel auf grün schaltete und er losfuhr. Alles was danach geschah lag nun in dieser Dunkelheit. Als er versuchte seine Augen zu öffnen was auch einigermaßen gut funktionierte, bemerkte er, dass er kopfüber in seinem Wagen saß. Hatten sie etwa einen Unfall? Wenn ja, wie? Er hatte doch grün gehabt und war ganz normal losgefahren? Noch bevor er jedoch weiter über das Geschehene nachdenken konnte, wandte er seinen Blick schnell auf die Beifahrerseite, was für seinen Kopf gar nicht gut kam, da dieser einen stechenden Schmerz losfahren ließ woraufhin er selbst die Zähne zusammenbiss um es zu verdrängen während die Augen auf die Person neben sich trafen. Im ersten Moment glaubte er vielleicht Sarah dort sitzen zu sehen und alles was seit ihrem Tod geschah vielleicht nur ein schlechter Traum war aber stattdessen saß Luana mit geschlossenen Augen und anscheinend nicht bei Bewusstsein neben ihm. "Lu.......Luana" versuchte er diese zu rufen doch fiel ihm selbst das Reden schwer. Ein schmerzhaftes Stöhnen entglitt seinen Lippen als er die Arme ausstreckte um sich so auf dem Dach seines Wagen zu stützen. "Lua...na" versuchte er es wieder doch auch da kam keine Reaktion ihrerseits.
      I'm selben Moment waren von draußen schon blaue sowie rote Lichter zu sehen gewesen, welche sich mit dem Blinken abwechselten. Die Polizei? Auch waren plötzlich Stimmen von beiden Seiten seines Wagens zu hören, was sie sagten, verstand er selbst aber nicht wirklich da seine Gedanken komplett bei Luana gewesen. Wie schlimm waren ihre Verletzungen? War sie überhaupt verletzt? War sie überhaupt noch am Leben? Was, wenn sie nicht auf ihn reagierte, weil sie bereits tot war? Chris Herz fing immer schneller und schneller zu schlagen an, da die Panik in ihm größer wurde. Er musste wissen ob sie noch lebte. Wieso konnte ihm keiner sagen wie es ihr ging? Ihm war es egal wie schlimm seine Verletzungen aussahen, falls er überhaupt welche hatte. Spüren tat er eher weniger was, lag aber wahrscheinlich an dem Schock, welche beide durchlitten.....Luana war wichtiger. Nochmals alles zu erleben wie damals, würde er selbst vermutlich nicht überleben. Plötzlich wurde Luana aber schon auf ihrer Seite aus dem Wagen vorsichtig gezogen als die Feuerwehr anfing ihre Seite aufzuschneiden und damit fertig war. "Luana" kam es leise aus ihm heraus und wollte den Arm nach ihr ausstrecken doch erreichte er sie nicht mehr. Im nächsten Augenblick öffnete man auch seine Fahrerseite, schnallte ihn ab und bevor er auf dem Dach aufschlug, mit was er eigentlich gerechnet hatte und deswegen seine Augen schloss, packten ihn schon ein paar Hände und zogen ihn ebenfalls aus dem Auto. "Sir? können Sie mich hören?" redete eine ruhige Männerstimme auf ihn ein als man ihn auf den Boden gelegt hatte. Mit einem Nicken bestätigte er dessen Frage. "Was....was ist mit Luana?" wollte er gleich wissen ohne seine Augen zu öffnen. Sein Kopf fing immer mehr und mehr zum Schmerzen an weshalb alles was er tat nur mehr vermutlich Schmerzen würde. Daher probierte er gar nicht weiter irgendwas zu machen. "Sie lebt. Die Ärzte kümmern sich bereits um ihre Frau" hörte er noch die Antwort bevor Chris nicht mehr konnte und sich selbst der Dunkelheit hingab.


      Wie lange er bereits in seinem Zimmer saß konnte er nicht sagen. Gefühlt waren es aber bereits Stunden gewesen. Die Ärzte hatten ihm bereits erzählt gehabt, was passiert war. Wie genau, könnte er jedoch nicht nacherzählen da seine Gedanken wieder komplett abdrifteten. Ohne noch weitere Fragen zu dem was geschehen ist, zu stellen, wollte er gleich wissen wie es Luana ging. "Ihr rechter Arm sowie 3 Rippen sind gebrochen und sie hat auch eine mittlere Gehirnerschütterung durch den Aufprall erlitten. Sie liegt auf der Intensivstation zur Beobachtung" erklärte er ihm kurz bevor er dann meinte, auf die Schwester zu warten die ihm eine Spritze geben würde. Seitdem saß der blondhaarige aufrecht in seinem Bett. Er selbst hatte nur Prellungen am Körper sowie Rippenbereich, eine leichte Gehirnerschütterung sowie eine Platzwunde am Kopf davon getragen. Wieso dauerte es solange? Chris wurde innerlich immer ungeduldiger. Er wollte selbst nach Luana sehen..sich selbst davon ein Bild machen wie es ihr ging. Ohne noch weitere gefühlte Stunden vergehen zu lassen, stand er auf, biss aber die Zähne zusammen, zog sich die Krankenhausschuhe an und begab sich langsam nach draußen wo eine der Schwestern schon zu ihm kam als man sah, dass sich dieser ein wenig an der Wand abstützen musste. "Mr. Carter, Sie sollten doch noch warten" war Ihre Stimme zwar ruhig aber dennoch bestimmt gewesen. "Ich will nach meiner Frau sehen" ja, selbst die Leute beim Unfallort nannten sie schon seine 'Frau' obwohl dies noch nicht offiziell war. Aber vielleicht hatte er so bessere Chancen gehabt zu ihrem Zimmer gebracht zu werden? Für einen kurzen Augenblick sah man in ihren Blick, dass sie eigentlich bereit war ihn wieder in sein Zimmer zu schleifen doch mit einem Seufzen gab sie dann wohl doch nach "Kommen Sie" dabei folgte er ihr bis sie nach einiger Zeit bei ihrem Zimmer ankamen. "Sie schläft noch aber Sie können zu ihr rein" sprach sie sanfter, schenkte dem blondhaarigen noch ein Lächeln "Vielen Dank" bedankte er sich bei ihr bevor sie schließlich Chris alleine ließ, welcher in Luana's Zimmer ging. Das Bild was ihm dabei entgegen gebracht wurde, brachte selbst jemanden wie ihn zum Schlucken. Ihr Arm in einem Gibs eingepackt, 2 Nadeln in ihrem Körper gebohrt was darauf hinwies, dass sie wohl mit Schmerzmittel vollgepumpt wurde und auch ihr Kopf war mit einer Bandage umkleidet gewesen. Nach nur gebrochenen Arm, gebrochene Rippen und einer Gehirnerschütterung sah das in seinen Augen aber nicht aus. Leise, ohne zu versuchen ein Geräusch zu machen um sie nicht zu wecken, nahm er sich einen Stuhl der weiter weg bei einem kleinen Tisch stand, zog diesen auf die linke Seite ihres Bettes, setzte sich drauf und hatte seinen Blick von ihr nicht abwenden können. "Hey Kleine", sprach er sanft zu ihr auch wenn es eigentlich komplett banal war. Sie konnte ihn ja eh nicht hören also warum mit ihr reden? "Alles wird wieder gut" dabei nahm er ihre Hand, welche seitlich von ihrem Körper entlang lag, in seine. Versuchte er mit diesen Worten sie oder doch sich selbst eher zu beruhigen? Genau konnte er es nicht sagen aber dies spielte auch jetzt keine Rolle.


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    • Luana Young

      Es waren nur einzelne Bilder, die sie wirklich in Erinnerung hatte, doch nichts, was man Ansatzweise zusammen fügen könnte. Die kämpfte damit sich zu erinnern, was passiert war, sie standen an einer Ampel, sie hatte zu Chris gesehen, mehr hatte sie auch nicht in Erinnerung, alles danach war dunkel und schwarz, bis sie den Feuerwehrmann erblickte. Chris.. er hatte neben ihr gesessen, er hatte ihre Hand gehalten, was war mit ihm passiert? Ihr Kopf schmerzte, während sie versuchte darüber nachzudenken, was war verdammt nochmal passiert?
      Es rüttelte, während viele Hände an ihr dran waren, sie hörte Stimmen, die sie nicht kannte, war sie im Krankenhaus? Vermutlich, aber die Augen aufmachen wollte sie nicht, es war zu hell, das wusste sie schon so, es würde ihr nicht gut tun die Augen zu öffnen. Jemand anderes tat es für sie, leuchtete mit irgendetwas hinein, was sie ihre Augen zusammen kneifen ließ. "Können Sie mich verstehen?", drang eine Stimme zu ihr durch, da nickte Luana, versuchte es jedenfalls. Scheinbar klappte es, denn die weibliche Stimme sprach mit ihr weiter: "Sie sind im Krankenhaus, es wird alles gut, ja? Sie müssen nur wach bleiben". Luana nickte wieder, wie versuchte wach zu bleiben, aber ob alles gut sein wird? Ihr Kopf schmerzte so sehr, was sie auch sagen wollte, aber kaum öffnete die Blondine ihren Mund schon schloss sie ihn wieder, denn sie wurde bewegt. Man würde sie vermutlich sowieso nicht hören, oder verstehen, lieber die Kräfte für etwas anderes aufsparen, wach bleiben zum Beispiel.
      Sie schaffte es nicht, es klappte nicht, denn die Müdigkeit überkam sie, gegen diese konnte sich die Frau nicht wehren. Wieder einmal wurde sie von der Dunkelheit umhüllt, fühlte sich jedoch nicht geborgen. Die Schmerzen ließen nach, der Kopf wurde besser, was schon einmal für eine Erleichterung sorgte, aber Luana wusste noch immer nicht, was passiert war. Hatte jemand sie von rechts gerammt? Es war grün gewesen, Chris traf keine Schuld, aber dieser fehlende Teil machte sie wahnsinnig. Wie erging es ihm eigentlich? Schmerzte ihn sein Kopf genauso sehr wie ihrer? Oder war er vielleicht sogar noch schlimmer betroffen?

      Luana schwebte in einem Zustand zwischen halb mitbekommen, was um sie passierte und einem Schlaf, jedenfalls war sie der Meinung, dass sie geschlafen hatte. Es drehte sich alles wieder, auch wenn sie dir Augen geschlossen hielt, vermutlich die Schmerzmittel, denn ihr Kopf schmerzte nicht mehr so stark. Mehrmals wurde neben ihr gerüttelt, es fiel etwas runter, da war sie sogar kurz zusammen gezuckt, woraufhin ihre Brust ihr weh tat. Sie wollte sich drehen, ihre rechte Hand landete auf etwas hartem, war das ein Gips? Was hatte sie jetzt überhaupt? "Miss Young.. Sie müssen vorsichtig sein", sprach eine junge Frauenstimme zu ihr. Schon wieder eine andere Stimme, die ihren Arm wieder zu ihr hinein legte. Ein Piepen war über ihr zu hören, hatte sie es bisher überhört?
      "Haben Sie noch Schmerzen?", fragte die junge Stimme, da nickte Luana gleich wieder. "Wird gleich besser". Es wurde besser.. jedenfalls verfiel sie wieder dem Schlaf, ihre Mutter sagte immer, dass Schlaf alles heilen konnte, wenn sie doch jetzt wenigstens wüsste was..
      Wie lange die Blondine schlief wusste sie nicht, sie merkte wieder, dass ihre Tür zur Seite geschoben wurde, dieses Geräusch hatte sie schon einmal gehört. Es piepste in einem regelmäßigen Ton über ihr, war sie auf einer Intensivstation? Aber warum? Sie wartete, wollte ihre Augen nicht öffnen aus Angst, es wird wieder weh tun. Jemand sprach mit ihr.. nicht nur jemand, Chris! Er nannte sie gerade Kleine? Nicht sein Ernst! Doch damit hielt sich Luana nicht auf, stattdessen lieber mit den Worten, dass alles gut sein wird. So etwas hatte sie schon einmal gehört.. es wurde ihr schon mehrmals gesagt. Er ergriff ihre linke Hand, was war jetzt eigentlich mit der rechten? Luana nickte, um ihm vor allem zu zeigen, dass sie da war. Es wird schon alles wieder gut, die Frage war nur, was alles damit gemeint war. Oh der schöne Wagen! Der ist ja auch hin..
      Sie bewegte ihre linke Hand, wollte seine drücken, um diese Trauer aus seiner Stimme zu nehmen. "Geht's dir ..gut?", sprach sie leise, auch wenn ihre Brust schmerzte. Sie war müde, aber es ging noch, nur der Kopf fing wieder an zu schmerzen.
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    • Christopher Carter

      Auch wenn er ihre Hand hielt um sich selbst oder auch Luana damit etwas zu beruhigen um ihr auch damit zu zeigen, dass sie nicht alleine war, machte es das ständige Piepen, welches vom Monitor neben ihrem Bett, nicht besonders besser oder leichter. Klar, er war dankbar für das Piepen gewesen, denn dies bestätigte wenigstens nur weiterhin, dass die Frau vor ihm noch am Leben war. Doch was wenn sie es nicht überlebt hätte? Die Ärzte sagten ihm, dass der LKW Luana's Seite vollkommen erwischte und sie eigentlich von Glück reden konnten, dass sie den Unfall überlebte. Meistens ging dies nämlich komplett anders aus. Chris hätte sich vermutlich erneut Vorwürfe gemacht. Dass er gefahren sei obwohl er zu aufgewühlt und alkoholisiert war aber gerade nach solch einem Abend half es ihm ganz gut beim Autofahren den Kopf wieder frei zu bekommen. Er war aber nicht Schuld. Der LKW war über die rote gefahren und nicht er. Dennoch....Luana lag nun hier auf der Intensivstation und kämpfte und was machte er? Saß nur da und konnte darauf hoffen, dass es ihr bald besser ginge. Chris fühlte sich seit langem wieder alleine und hilflos. Genauso wie damals als er im selben Krankenhaus wie heute aufwachte und die Information bekam, dass seine Schwester ums Leben kam. Warum waren seine Eltern nicht hier? Wieso haben sie ihm nicht die Nachricht übermittelt? Warum musste er alleine runter zur Autopsie gehen um sich von ihr zu verabschieden?
      Schnell verdrängte er wieder diese Gedanken um sich weiter auf Luana zu konzentrieren. Sanft und automatisch fing er dabei an mit seinem Daumen über ihren Handrücken zu streichen während sein Blick stets auf ihr lag. //Bitte wach auf//, schoss es ihm immer wieder durch den Kopf und hoffte darauf, dass sie es auch tun würde. Wegen seines Wagens machte er sich erstmal keinen Kopf. Der war zu 100% vermutlich sowieso ein Totalschaden gewesen. Als er dann zu ihr sagte, dass alles gut werden würde, merkte er plötzlich wie Luana zum nicken anfing. Konnte sie ihn etwa hören? "Hey" sprach er erneut aus, rückte etwas mehr ran und legte seine zweite Hand auf ihren Arm um ihr weiterhin die Sorgen zu nehmen und Wärme zu schenken, welche sie vielleicht gut gebrauchen konnte. Auch ein Lächeln konnte er sich nicht verkneifen als sie wissen wollte ob es ihm gut ginge. War das ihr Ernst? Sie war doch hier eingegipst an einem Monitor angehängt sowie mit Schmerzmittel zugestopft und sie wollte ernsthaft wissen ob es ihm gut ginge? "Mach dir keine Sorgen, mir geht es gut" sprach er leise. "Wichtig ist, dass du wieder auf die Beine kommst" meinte er noch bevor schon ein junger gutaussehende Arzt zu ihnen ins Zimmer kam und sah, dass sich die Patientin im Bett bewegte. Dabei bewegte er sich neben sie auf die andere Seite des Bettes und überprüfte kurz ihre Werte bevor seine Aufmerksamkeit auf sie ging. "Miss Young? Wie fühlen Sie sich? Haben Sie Schmerzen? Sollen wir die Dosis erhöhen?" wollte er von ihr wissen um ihr soviel davon wie möglich zu nehmen. Dabei blickte er erneut mit einem Licht in ihre Augen und war beruhigt gewesen als die Pupillen ihre normale Reaktion zeigten. "Sie haben wirklich Glück gehabt" meinte er noch als plötzlich Chris das Wort ergriff "wie lange würde sie hierbleiben müssen?"......"Auf jeden Fall gute ein bis zwei Wochen. Danach sollte sie noch eine weitere Woche zu Hause bleiben um sich auszuruhen. Mit gebrochenen Rippen sollte man auf keinen Fall scherzen. Das kann auch nach hinten losgehen" waren seine letzten Worte ernst ausgesprochen. "Weiß man etwas vom dem anderen?" fragte er weiter nach wobei der Arzt kurz nachdenken musste von wem er sprach aber dann gleich auf den LKW Fahrer kam "Er kam nur mit leichten Verletzungen davon" meinte er noch und wandte sich zurück auf Luana um auf die Antwort seiner Fragen zu warten.


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    • Luana Young

      Sie lächelte sachte, kaum sprach Chris darüber, dass es ihm gut ging, denn das war ihr wichtig gewesen, auch wenn sie sich um ihn keine Sorgen machen sollte. Er gehörte jetzt irgendwie zu ihrem Leben dazu, er musste ihre Schulden begleichen, sie haben einen Vertrag und eine Abmachung miteinander, außerdem war er irgendwie ein Teil ihres Lebens, für die nächste Zeit, für eine sehr lange Zeit. "Ich komme wieder auf die Beine",versprach sie gleich leise, es war halb so schlimm gewesen, sie lebte und es schmerzte nur alles, ganz so schlimm konnte es nicht sein, immerhin fühlte sie alle Gliedmaßen, Chris ging es gut, er sollte sich Mal etwas entspannen. Das hätte sie ihm auch so gerne gesagt, die Tür wurde jedoch wieder zur Seite geschoben, bevor eine ganz fremde Stimme mit ihr sprach. Ein wenig verzog die Blondine das Gesicht, zu laut, viel zu laut und das Licht in ihren Augen! Oh, dem hätte sie gerne etwas gesagt, wenn sie auch nur die Möglichkeit dazu hätte, das hob sie sich für später auf, denn das Stechen in ihrem Kopf war unerträglich. Es ließ nach in der Zeit, in der die Männer miteinander sprachen. Luana hatte wohl Glück gehabt, ja, aber was war denn nun passiert? Konnte es ihr jemand bitte sagen? Zwei Wochen hier bleiben ließ sie aber gleich die Augen ein klein wenig öffnen, um den Arzt zu mustern, der von jemandem anderen sprach. "Ich will nicht hier bleiben", murmelte die Blondine und seufzte, es war unnötig, sie brauchte nur was Schmerzmittel und gut war es auch.
      "Hören Sie bitte auf so zu schreien", es klang in ihren Ohren so. "Mein Kopf ...fühlt sich an, als ..würde er gleich abfallen", es fiel ihr schwer zu reden, weil ihr die Brust schmerzte, nur ganz flach atmete sie, um nicht noch mehr von dem Stechen mitzubekommen. "Was ist überhaupt passiert?". Die Augen schaffte sie es nicht länger offen zu lassen, die Übelkeit wurde stärker und zwang sie dazu sie wieder zu schließen. Es ging ihr nicht gut, noch nicht, aber bald würde es ihr besser gehen, dessen war sie sich mehr als bewusst. Die Frage war nur.. was war mit ihrem rechten Arm? Stimmt, was war damit los? "Was ..ist mit meinem rechten Arm?". Sie hob demonstrativ den Arm ein wenig, um anzudeuten, was sie gemeint hatte, aber erklären, warum sie ihre Hand nicht bewegen konnte konnte sie selbst nicht. Gips? Es fühlte sich relativ hart an.

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    • Christopher Carter

      Ein kleines erleichtertes Ausatmen entwich seinem Körper als sie meinte wieder auf die Beine zu kommen. Wahrscheinlich wollte sie gar nicht, dass er sich Sorgen um sie machte aber er war schon immer der Typ Mensch gewesen der sich lieber um die anderen, die ihm wichtig waren, Sorgen machte als um sich selbst. Er hatte schon lange nicht mehr das Gefühl gehabt auf sich aufpassenzu müssen. Wozu denn auch? Heutzutage würde es so oder so niemanden mehr interessieren wenn ihm was geschah also von dem her? Für ihn spielte jetzt nur eines wirklich eine Rolle: dass es Luana bald besser ging. Den Vertrag und alles was die beiden ausgemacht haben war jetzt nebensächlich. Er war nicht hier neben ihr gewesen nur, weil es ein Vertrag sagte. Nein! Er war hier, weil er sich schuldig fühlte für das was geschah und wollte sie auch gleichzeitig nicht alleine lassen. Es war ein schreckliches Gefühl all dies alleine durchstehen zu müssen. Sollte er vielleicht Hannah kontaktieren? Schließlich war sie ja eine Freundin von Luana? Aber vermutlich würde sie dies nicht wollen nachdem was am Abend zwischen ihnen vorfiel als sie beschloss zurück zu ihm nach Hause zu kommen. Daher würde er sie erst benachrichtigen wenn es die blondhaarige neben ihm auch selbst wollte.
      Kurz darauf kam dann auch schon ein Arzt im weißen Kittel in ihr Zimmer, der sich gleich an Luana wandte um nach ihren Zustand zu sehen. Die Werte sahen gut aus und es war in seinen Augen auch ein gutes Zeichen, dass sie wieder zu Bewusstsein kam. Danach sprachen schon die beiden Männer miteinander woraufhin Chris auch wissen wollte wie lange sie hier bleiben musste. Dass mit ihren Verletzungen nicht zu spaßen war, war Chris durchaus klar gewesen "ich werde mich um sie kümmern" nickte er dem Arzt zu und sah dann zurück auf seine Freundin die meinte nicht hier bleiben zu wollen. "Es tut mir leid, Miss Young aber bis auf Weiteres werden Sie erstmal bleiben müssen. Ob Sie wollen oder nicht. Ruhen Sie sich weiter aus" mit diesen Worten verließ er auch schon wieder Ihr Krankenzimmer. Chris konnte ja verstehen, dass sie nicht raus wollte. Niemand blieb gerne freiwillig in einem Krankenhaus. "Sobald es dir besser geht, kann ich dich nach Hause bringen" versuchte er ihr gut zuzusprechen. Sie jetzt gehen zu lassen, wäre für sie zu waghalsige. Die Verletzungen könnten sich verschlimmern und somit wäre sie dann noch länger im Krankenhaus als was es jetzt notwendig war. Nachdem sie wissen wollte was passiert war und ihre Augen schloss, atmete er selbst für einen kurzen Moment tief ein "Wir hatten einen Autounfall" begann er ruhig zu sprechen "ein LKW hat uns bei einer Kreuzung auf der rechten Seite erwischt. Die Feuerwehr hat dich aus dem Wagen schneiden müssen" erklärte er weiter bevor seine Augen auf ihren rechten Arm ging, welchen sie hob "du hast einen gebrochenen Arm, 3 gebrochene Rippen und eine mittlere Gehirnerschütterung" brachte er sie noch auf den aktuellen Stand was ihre Verletzungen betraf wobei er auch gleichzeitig ihre Frage beantwortete. "Soll ich vielleicht jemanden anrufen? Möchtest du jemanden sehen?" kam die weitere Frage aus ihm heraus wobei es vermutlich niemanden geben wird, oder doch? Eigentlich war Chris eher der kühle und distanzierte Mann gewesen aber hier konnte er einfach die Sorge um sie nicht verbergen.


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      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Es hätte ihr klar sein sollen, dass sie nicht hier raus konnte, lag sie hier wirklich auf der Intensivstation? Es hörte sich so an, so wirklich konnte sie sich bisher nicht umsehen, zu sehr schmerzte es, wenn sie ihre Augen offen hielt. Sie lag am Monitor, das konnte sie sehr wohl an dem Ton erkennen, der über ihr zu hören war, das konnte auch nur die Intensivstation sein, oder eine Überwachunsgsstation, aber das war ja wirklich schon unwichtig, welche der beiden es waren. Luana seufzte, sie nickte, weil sie sich dessen bewusst war, dass sie hier bleiben musste, aber eigentlich wollte sie nicht. Sie wollte nach Hause .. zu Chris nach Hause und in ihrem neuen großen Bett schlafen. Doch es war Chris, der ihr versprach sie mit nach Hause zu nehmen, sobald es ihr besser ging. Da nickte sie auch, gleich mehrmals, denn genau das wollte sie. Schmerzmittel konnte sie auch Zuhause bekommen, aber wenn sie es musste...
      Luana wollte wissen, was passiert war, sie bemerkte das Seufzen ihres Verlobten, wollte schon etwas sagen, bis er damit anfing ihr zu erzählen, dass sie einen Autounfall hatten. Ja, das wusste sie auch schon.. aber von dem LKW auf ihrer Seite wusste sie nicht. Warum wusste sie nichts mehr von? Sie seufzte, na toll, da hatte jemand nicht aufgepasst.. die Erzählung über das, was ihr Resultat daraus war ließ sie allerdings das Gesicht verziehen. "Aber ich lebe", scherzte sie gleich und das Grinsen in ihrem Gesicht schmerzte zwar, aber es sollte Chris deutlich machen, dass er sich weniger Sorgen machen sollte. Er klang besorgt, sie lebte, es war adamot alles gut.. ein merkwürdiges Gefühl, dass sich jemand überhaupt um sie sorgte, immerhin war sie die letzten Jahre eigentlich nur auf sich allein gestellt.
      Die Frage danach, ob Chris jemand für sie anrufen sollte ließ ihr Grinsen wieder verschwinden. Nein, da schüttelte sie auch gleich ihren Kopf, nein, niemanden, wen denn auch? Ihren Vater? Da hätte sie gelacht. Ihre Mutter? Ja, natürlich. Und Hannah sollte in Ruhe gelassen werden. Es gab einen Grund, warum sie kein Notfallkontakt eingetragen hatte und so sollte es auch bleiben.
      "Lieber nicht", antwortete sie leise und seufzte, ehe Luana es wieder versuchte mit dem Augenöffnen. Es klappte langsam, ihre Augen blickten nach Chris, der auf ihrer linken Seite saß. "Mach dir um mich keine Sorgen", er sollte entspannter werden. "Es wird alles gut werden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      "Aber ich lebe", auch wenn sie vermutlich ihm damit die Sorgen nehmen oder ihn aufbauen wollte, so musste er sie enttäuschen. Alleine schon die Tatsache, dass sie hier überhaupt mit solchen Verletzungen und Schmerzen, welche momentan nur durch die Nadeln unterdrückt wurden, lag machten sich die Sorgen in ihm breit. Wäre er nicht so wegen seiner Familie aufgewühlt gewesne, hätte er keine Bier und zu Hause nicht das Glas Whiskey getrunken wäre er vermutlich aufmerksamer gewesen und hätte eher agiert um das Schlimmste zu verhindern. Aber sie hatte recht....Luana lebte und dafür war er wirklich dankbar gewesen. "Ich weiß" murmelte er leise vor sich her. Kurz darauf wollte er schon wissen ob er jemanden kontaktieren soll. Ob sie jemanden sehen wollte? Es war ja nicht so als wäre ihr größter Wunsch gerade, dass ihr zukünftiger Mann, dem sie in der Hinsicht verpflichtet war, neben ihr saß und Händchen hielt. So als wären die beiden schon lange ein Pärchen aber es war seine Entscheidung gewesen ihre Hand zu nehmen um sich beiden Trost zu spenden. Genauso wie sie es schon bei seinen Eltern taten und in seinem Auto. Wirklich überrascht über ihre Antwort war er nicht gewesen. Sie sprach doch kaum schon über ihre Familie. Warum eigentlich nicht? Schließlich kannte sie ja seine verkorkste Familie schon? Aber das konnte Chris auch ein anderes Mal fragen. Jetzt war es wichtig, dass sie Ruhe bekam und sich von dem Unfall erhohlte. Als sie dann zu ihm sah und Chris merkte, dass sie auch endlich wieder Augen öffnete musste er bei ihren Worten ein wenig lächeln. "Das sollte ich eher zu dir sagen" meinte er mit einem beruhigenden Ton als es wieder an der Türe klopfte. "Entschuldigen Sie die Störung.....Mr. Carter?" fragte ein Mann in Polizeiuniform "Ja?"..."Wir müssen mit Ihnen reden, wenn es geht" war dessen Ton ernst gewesen was den blondhaarigen etwas stutzig werden ließ. Wollte er etwa den Unfall mit ihm besprechen? Es wäre zumindest die einzige Erklärung. "Ich komme gleich wieder" wandte er sich kurz an die blondhaarige zurück, stand auf, verzog aber kurz das Gesicht und begab sich nach draußen wo die zwei vor Luana's Zimmerfenster zum Stehen kamen "Was kann ich für Sie tun, Officer?" wollte er schließlich wissen "Mein Name ist Officer Johnson. Wir bearbeiten gerade den Unfall, welchen Sie hatten. Ich hoffe Ihnen und Ihrer Frau geht es gut?" mit einem Nicken bestätigte Chris seine Frage "Wie kam es überhaupt dazu? Uns wurde nur mitgeteilt, dass der LKW uns von rechts erwischt hat. Aber wie kann das passieren? Es war mitten auf einer Kreuzung und er hatte doch rot?" schossen nur die Fragen aus ihm heraus. Es waren soviele offen gewesen, dass er eigentlich gar nicht wusste wo er ansetzen soll "Der Fahrer des LKW's hatte leider einen Sekundenschlaf. Als er wieder zu sich kam, war es zu spät und war bereits bei der Kreuzung angekommen" erklärte er ihm "Wir wissen, dass Ihnen bei dem Unfall keinerlei Schuld trifft. Dennoch können wir die Tatsache nicht ignorieren, dass Alkohol in Ihrem Blut festgestellt wurde während Sie selber am Steuer saßen" schon wieder. Da waren sie schon wieder. Auch wenn der Officer meinte, dass ihn keine Schuld an dem Ganzen trifft, war dennoch ein gewisser Unterton in der Stimme des Polizisten gewesen. "Meine Frau bat mich bei der nächsten Gelegenheit anzuhalten um die Plätze zu tauschen, als sie merkte, dass etwas nicht passt"....."Wo waren Sie vorher gewesen, Mr. Carter?" fing er an seine Fragen zu stellen "Wir waren bei meinen Eltern zum Essen eingeladen gewesen, Sir" gab er offen zu während sein Ton stets vorsichtig blieb "Und da hatten Sie getrunken?"..."Ja, Sir"...."Wusste ihre Frau davon?"....."Nein, Sir sonst hätte sie mich nicht ans Steuer gelassen" es reichte schon, dass er Probleme hatte. Luana musste nicht genauso welche erhalten. Schon gar nicht, wenn sie eh schon mit ihren Verletzungen zu kämpfen hatte. Chris gab den Polizisten noch die Adresse seines Elternhauses an um damit seinen Weg zu bestätigen. Danach bedankte sich Officer Johnson schon bei ihm und ließ Chris alleine zurück. Kurz sah er dem Mann noch hinterher als er seufzte und zurück zu Luana kam. "Es tut mir leid" sprach er leise aus als er sich erneut neben sie setzte. "Ich hätte auf dich hören sollen. Auch der gesamte Abend....ich hätte dir das nicht zumuten dürfen"


      "We are only small chess pieces in a big game.
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    • Luana Young

      Sie seufzte, kaum wurde sie allein gelassen, die Uniform an der Tür hatte sie erkannt, es war die Polizei, die mit Chris sprechen wollte, damit würde es Ärger geben, mit Sicherheit. Oh stimmt, Chris hatte getrunken, wenn seine Blutwerte gecheckt wurden wusste es die Polizei mit Sicherheit auch, dass es mehr war, als nur ein Bier. Verdammt, das war nicht gut, aber es war vermutlich auch eine Dummheit zu sagen, dass sie gefahren sei, denn nach ihren Verletzungen her war es gar nicht möglich. Irgendetwas musste sie schon sagen.. irgendetwas musste sie tun, damit es keinerlei, oder nur wenige Konsequenzen geben würde. Verdammt, aber was konnte sie schon tun? Vermutlich gar nichts.. Luana seufzte wieder, wollte ihren Kopf schütteln, ließ es aber sein, denn ihre Sorge war groß es könnte vielleicht weh tun. Die Augen konnte sie gut und halten, versuchte sich langsam im Zimmer umzusehen. Es war ein Intensivzimmer, sie hatte Recht, aber es war hübsch, wenigstens lag sie hier alleine und würde nicht von anderen genervt werden. Oh verdammt, die Krankenhausrechnung würde mit Sicherheit wahnsinnig teuer werden, vielleicht sollte sie nicht sehr lange hier bleiben?
      Ihre Augen musterten das Fenster in der Tür, es war ihr klar, dass Chris über den Unfall sprach, sie würde mit Sicherheit auch früher, oder später befragt werden. Das wird Probleme geben, viele Probleme, aber wen wunderte es schon? Luana war ein Magnet, was Probleme anging. In ihrer Umgebung gab es immer welche und meistens war sie mit betroffen, obwohl sie es nie wollte, wer wollte schon Probleme? Sie schüttelte innerlich den Kopf, bevor ihre Augen zu der anderen Seite blicken, es gab ein großes Fenster, die Jalousien waren unten, aber dahinter verbarg sich mit Sicherheit eine schöne Aussicht. Die Blondine musste schnell wieder auf die Beine kommen, das Problem mit dem Geld und der Rechnung war einfach zu groß für sie, zu groß ,um es zu stemmen.
      Kaum ging die Tür auf, schon blickte sie wieder zurück zu ihr, um ihren baldigen Verlobten anzusehen. Er wirkte bedrückt, aber das tat seine Stimme schon die ganze Zeit. Als er sich entschuldigte seufzte die Blondine, ehe sie versuchte sich langsam ein wenig aufzusetzen. Es klappte nur schwer, vor allem mit dem gebrochenen Arm, es schmerzte in ihrer Brust und sie verzog das Gesicht, aber sie schaffte es sich ein wenig gemütlicher hin zu legen. Hätte.. hätte.. "Wir können uns leider unsere Familie nicht aussuchen", kommentierte sie und zuckte sachte mit ihren Schultern. "Du brauchst dich für nichts entschuldigen, Chris.. wirklich". Ihre blauen Augen blickten nach ihm. "Wir müssen demnächst nur ein wenig länger dort bleiben.. dein Bruder.. hat vorhin.. mir den Krieg erklärt ... Und den würde ich gerne gewinnen". Sie grinste ein wenig. "Den werde ich gewinnen".
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    • Christopher Carter

      Das Gespräch mit dem Polizisten wurde auf Dauer immer anstrengender. Nicht, weil er Schmerzen hatte. Die Prellungen waren gut wegzustecken aber es war einfach wieder dieses Gefühl da, dass er an allem was geschah die Schuld trug wegen ein kleinwenig Alkohol in seinem Blut. Damals als er seine Schwester abholen solle, war er am Abend davor ebenfalls mit einer Frau zusammen gewesen. Dabei hatten sich beide angetrunken und als Resultat ihres Gesöffs haben sich beide ihrer Gier nach Entspannung und um Dampf abzulassen hingelassen und Sex gehabt. Am nächsten Morgen bekam er dann schließlich den Anruf seiner Eltern, dass er Sarah abholen solle. Warum eigentlich verstand er bis heute nicht denn sie wohnte schon großteils bei ihm. Oder hatte Sarah sie angerufen, weil sie vermutlich Chris nicht erreichen konnte? Auf seinem Handy damals war aber kein Anruf im Abwesenheit von ihr verzeichnet gewesen? Nichts desto trotz stieg er da ebenfalls in den Wagen mit ein wenig Restalkohol im Blut, holte sie ab und fuhr Richtung Haus als der Unfall schließlich geschah. Es war zur Hälfte der selbe Ablauf gewesen. Ob er deswegen bei der Polizei auch schon registriert war? Wahrscheinlich sahen sie da ein Wiederholungsmuster was ihn diesmal mit einer Strafe vergönnt war? Andererseits war er wenigstens erst bei grün losgefahren und nicht schon bei rot und ehrlich hatte er auch gestanden, dass er bei der nächsten Gelegenheit rechts rangefahren wäre um Luana weiterfahren zu lassen. Dafür hatte er einen Zeugen und die lag mit schwereren Verletzungen hier auf der Intensivstation.
      Als der Polizist seine Fragen beendet hatte und den blondhaarigen alleine zurück ließ, blickte er ihm noch für einen kurzen Augenblick nach bevor er sich schon mit einem Seufzen zurück in ihr Krankenzimmer aufmachte, sich neben ihr erneut auf den Stuhl setzte und sich für alles entschuldigte was ihm gerade auf der Seele lag. Er wusste nicht wie er das alles hätte gut machen können. Hab es da überhaupt etwas was er machen konnte? Er übernahm ja schließlich schon all ihre Schulden. Aber das war mehr der Deal als ein Gefallen. Seine Gedanken wurde jedoch für einen kurzen Augenblick unterbrochen als er merkte was Luana versuchte zu machen. Warum blieb sie nicht liegen? Schnell stand er auf um ihr zu helfen doch schien sie es wohl alleine zu packen weshalb er sich dann gleich wieder setzte und ihren Worten horchte während sein Blick nach unten gerichtet war. Stimmt die Familie konnte man sich wirklich nicht aussuchen. Dennoch wünschte er sich immer wieder eine Neue oder gar keine zu haben. Immerhin noch besser als es mit denen aushalten zu müssen. Ein sanftes Lächeln setzte sich auf seine Lippen als sie dann meinte beim nächsten Mal länger bleiben zu müssen um den Krieg mit seinem Bruder zu gewinnen, welchen er angefangen hatte. "Da werde ich dich definitiv nicht aufhalten. Ich kann dir sogar helfen, wenn du willst. Niemand kennt ihn so gut wie ich" versuchte er ihr so seine Unterstützung zu zeigen "Aber dafür reicht das Büro doch auch aus, oder? Du wirst ihn wahrscheinlich öfters über den Weg laufen als was mir lieb ist. Aber immerhin noch besser als zu dem Haus fahren zu müssen" waren seine letzten Worte wieder kälter und leiser geworden. Chris würde auf jeden Fall für eine längere Zeit nicht mehr hinfahren. Er hatte keine Lust auf solch ein weiteres Treffen. "versuch noch etwas zu schlafen. Ich werde hier bleiben, sollte was sein. Und sobald es dir besser geht, werden wir nach Hause fahren und kannst dich dann dort weiterhin ausruhen"


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    • Luana Young

      Sie musste sich besser hinlegen, denn es schien ihr wehzutun so, wie sie gelegen hatte. Es war schmerzhaft sich zu bewegen, aber Luana tat es trotzdem und war letztendlich sehr glücklich über die Tatsache es getan zu haben. Sie seufzte zufrieden und schüttelte vor allem den Kopf, als sich Chris entschuldigte. Er konnte nichts für, dass ein LKW über rot gefahren war, aber zu hören, dass die Recht hatte.. wer hörte es nicht gerne? Sie konnten sich aber ihre Familien nicht aussuchen, das war ein großes Problem, denn auch die Blondine hätte gerne eine ganz andere, sie würde sie sich gerne aussuchen können, eine wählen, der sie nicht egal war, die sie vor allem lieb hat, die hier auftauchen würde, wenn sie es bräuchte. Es war leider nur unmöglich und es würde hier auch keiner auftauchen, wenn sie darum bitten würde. Doch sie hatte ein ganz anderes Ziel, sie wollte Chris Bruder in dem selbst ernannten Krieg bekämpfen. Ein kleines Lächeln konnte die Blondine ihren Verlobten damit abgewinnen, besser, als dieser traurige, schuldbewusste Gesichtsausdruck, welchen er vorher zeigte. "Informationen sind gut", stellte sie zufrieden fest und nickte. "Ich werde darauf zurück greifen.. aber mach dir keinen Kopf um mich, ich werde ihn aushalten können.. er wird am Ende nicht mehr ins Büro kommen wollen". Das war ein kleines Versprechen, Luana würde gerne diesen Krieg führen wollen, sie will ihn gewinnen, ganz gleich, wie hart es sein wird.
      "Das ist gelogen", murmelte Luana, kaum wurde ihr erzählt, dass sie sich auszuruhen sollte, um nach Hause zu fahren, sobald es ging. "Du hast den Arzt gehört.. mindestens eine Woche hier", da seufzte die Frau, aber sie nickte, ein wenig Schlaf wird ihr gut tun, sehr gut sogar. Sie schloss ihre Augen und wollte noch eine Runde schlafen, sie war auch müde. Die Schmerzmittel machten sie müde. "Chris?", murmelte Luana leise. "Kannst du mich zudecken bitte?". Sie könnte es selbst, aber das wird mit Sicherheit mit Schmerzen verbunden sein, ganz sicher, deshalb ließ sie es sein, bat Chris darum, um ihm auch die Möglichkeit zu geben sich etwas besser zu fühlen. Um ihm die Möglichkeit zu geben ihr zu helfen.
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    • Christopher Carter

      Dass Luana noch so eifrig war, was den Krieg mit seinem Bruder betraf, freute ihn doch ein wenig. Denn dies bedeutete nur dass sie noch immer so war wie sie ist und für ihn gab es auch keinen Grund sie nicht dabei zu unterstützen. Er und Brian hatten so oder so eine schwierige Beziehung zueinander, daher schadete es nicht es noch ein wenig auszureizen und der Gedanke schon ihn nicht mehr im Büro sehen zu müssen, motivierte ihn nur umso mehr. Desweiteren beruhigte es ihn, dass sie trotz der Verletzungen so dahinter war Brian zu schlagen. Luana schien wohl eine wahre Kämpfernatur zu sein. In ihr steckte auf jeden Fall noch mehr als was es in den letzten Tagen machte. Chris war nicht jemand der ein Urteil im Vorraus über jemanden machte, denn er noch nicht kannte. Lieber machte er sich selbst ein Bild davon und das was er von ihr zu sehen bekam, war bisher gar nicht mal so übel gewesen. Klar zweifelte er schon mal dran ob sie die richtige Partnerin war aber in diesen Moment konnte er sich jemand anderes nicht vorstellen.
      Ein sanftes Lächeln glitt erneut über seine Lippen als sie meinte, dass er damit log, dass sie bald nach Hause konnte. Der Arzt verschrieb ihr zwar 1 bis 2 Wochen Bettruhe aber wenn ihre Genesung schneller voran schritt, gab es ja vielleicht doch eine Möglichkeit früher rauszukommen? Chris würde dies auf jeden Fall für sie regeln. Mit ihr auch noch zu streiten war in seinen Augen auch nicht notwendig und so vermied er es wenigstens. "kommt nur drauf an wie schnell sich dein Körper davon erholt" sprach er ruhig und als sie ihn darum bat sie zuzudecken, stand er auf, nahm die Decke in die Hand und legte sie über ihren Körper bis kurz vor das Gesicht sodass sie sich gut einmurmeln konnte. Danach setzte er sich zurück in den Stuhl und behielt sie noch im Auge bis Luana irgendwann eingeschlafen war. Auch sein Körper meldete, dass es Zeit wurde sich ein wenig auszuruhen woraufhin er selbst anschließend im Stuhl einschlief was er am nächsten Tag bestimmt bereuen würde.


      Es verging eine gute Woche seit beide nach dem Verkehrsunfall ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Chris Verletzungen waren nicht so schlimm, worauf er schon nach 3 Tagen entlassen werden konnte. Die Ärzte hielten es aber für besser Luana noch hier zu behalten, da sich die Brüche nur langsam erholten. Chris wusste aber ganz genau, dass sie keinen weiteren Tag mehr hier bleiben wollte. Wie oft hatte sie das schon ihn gegenüber erwähnt gehabt? Irgendwann hörte er auf mitzuzählen, dennoch sah er zu jeden Tag reinzufahren, ihr stets frische Klamotten zu bringen und alles was sie brauchte. In der Firma hatte er sich kurzfristig erstmal auf unbestimmte Zeit frei genommen, was eher untypisch war. Chris war nicht jemand der sich einfach so frei nahm und das auch noch so kurz davor. Ohne, dass ihm noch Fragen gestellt wurden dazu, legte er schon auf und konzentrierte sich darauf diese Woche ganz für seine Verlobte da zu sein. "Doktor Johnson?" wandte sich der blondhaarige Luana's Arzt, welcher gerade dabei war Dokumente wohl der Schwester zu unterschreiben bevor er ihr diesen übergab und seine Aufmerksamkeit auf Chris richtete "Mr. Carter, was kann ich für Sie tun?"....."Ich würde Sie bitten die Entlassungspapiere von Miss Young zu unterschreiben. Ich weiß, dass es in Ihren Augen keine gute Idee wäre aber ich kann mich zu Hause ohne Probleme um sie kümmern" ein Seufzen entglitt Dr. Johnson als er Chris Bitte horchte "Ich kann verstehen, dass Miss Young nicht mehr hier bleiben möchte aber ich kann es auch nicht verantworten, wenn sich ihr Zustand verschlechtert. Der Arm ist mein Problem mir machen eher die gebrochenen Rippen Sorgen" gab er offen zu und auch Chris konnte seine Sichtweise verstehen. Wenn es nach ihm ginge, würde er sie ja selbst nicht nicht nach Hause bringen aber er wusste auch, dass sie ziemlich sturköpfig sein konnte. Das hat sie ja in den letzten Tagen gut bewiesen. Er schaffte es wenigstens sie dazu zu überreden die erste Woche hier zu bleiben um wirklich sicher zu gehen, dass es ihr gut geht aber eine zweite Woche würde sie nicht akzeptieren. Daher probierte er es erst gar nicht. "Sollte es Miss Young schlechter gehen, werde ich die volle Verantwortung übernehmen" kam es selbstbewusst aus ihm heraus was Doktor Johnson nochmals nachdenken ließ. "Also gut" seufzte er "Ich kümmere mich um die Papiere" meinte er plötzlich als er sich mit der Hand durch die Haare strich und sich gleich ans Werk machte. Auch Chris entglitt ein erleichterter Seufzer. Luana wird sich sicher darüber freuen. Daher begab er sich gleich zu ihrem Zimmer und als er die Türe öffnete merkte er, dass sie auch wach war. "Hey" kam es ruhig aus ihm heraus. "Ich habe gute Nachrichten für dich. Doktor Johnson unterschreibt endlich deine Entlassungspapiere" versuchte er sie aufzubauen. "Du kannst somit heute nach Hause kommen. Der Wagen steht unten schon bereit"


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    • Luana Young

      Die Woche verging nur quälend langsam für die Blondine, die die ersten Tage auf der Intensivstation verbringen durfte. Nach Tag vier durfte sie zurück auf eine normale Station, was ihr einiges erleichterte, denn hier konnte sie auch ins Badezimmer und sich frisch machen ohne größere Probleme, vor allem ohne ständig überwacht zu werden. Die gebrochenen Rippen waren ein wirklich großes Problem, denn sie machten sich mit jedem Schritt und jeder Bewegung bemerkbar, schmerzten und nahmen Luana manchmal auch die Luft zum Atmen. Dem Kopf ging es die ersten Tage erst einmal deutlich schlechter, aber so langsam wurde auch dieser wieder besser, auch wenn die Platzwunde an der Stirn letztendlich genäht wurde. Das größte Problem stellte letztendlich der gebrochene Arm fest, denn die Blondine brauchte plötzlich mit allem möglichen Hilfe: duschen, Haare waschen, Haare machen, sich anziehen, teilweise sogar essen! Vielleicht war es besser, dass sie zunächst im Krankenhaus war, auch wenn es ihr nicht sehr gefiel, weil sie hier diese Hilfe kriegen konnte. Die Schwestern nahmen sich Zeit, wenn Luana es brauchte, wie sollte sie das Zuhause bei Chris schaffen?
      Dieser besuchte sie täglich, er brachte ihr auch Klamotten und sie unterhielten sich in dieser Zeit sogar richtig. Er brauchte es eigentlich nicht tun, er war nicht dazu verpflichtet, ganz im Gegenteil, es schien so, als würde er es aus freien Stücken heraus machen. Es war schön, dass es jemanden gab, der hier her kam, Hannah hatte sich nicht gemeldet, denn es Handy wurde Luana einen Tag später mit ihrer gesamten Tasche gebracht, auch wenn es noch mehr gelitten hatte, als es schon vorher der Fall war. So langsam gab es den Geist auf, aber mit wem sollte sie schon in Kontakt sein? Sie wünschte sich jemanden, immerhin war sie alleine in ihrem Zimmer, versuchte die möglichen Kosten dafür auszublenden, es tat ihr leid, dass sie jetzt schon so teuer war. Die Rechnung wollte sie gar nicht erst sehen.. doch über so etwas konnte man sich sehr viele Gedanken machen, wenn man alleine im Bett lag und nicht viel tun durfte, immerhin hatte sie Bettruhe und das Laufen fiel ihr auch noch schwer, allein aufgrund der Schmerzen in der Brust. In der Zeit dachte sie viel über ihr Leben nach, über die Veränderung, die ihr bevorstand, über ihren möglichen nächsten Zug in dem Krieg mit Brian. Ja, da freute sie sich schon fast drauf!
      Mit dem Öffnen ihrer Tür blickte sie hin, freute sich innerlich schon ein wenig, dass sie Chris erblickte, denn damit würde sie für eine Stunde ,vielleicht auch zwei keine Langeweile haben. Ein Lächeln schenkte sie dem Mann, erhob sich langsam, wenn auch zögerlich, um sich die guten Nachrichten anzuhören. Mit der Neuigkeit, sie durfte heute nach Hause hob sie ihre Augenbrauen hoch, wirklich? "Verarschst du mich?", fragte sie, bevor das Grinsen auf ihren Lippen breit wurde. "Oh ich wurde erhört!". Da war sie auch dankbar drüber. "Wie hast du das denn hinbekommen?". Das war ja mehr, als nur schön. Freudig blickte sie zu Chris, am liebsten würde sie ihm um den Hals fallen, aber in ihrem Zustand war es nicht möglich.. langsam versuchte sie sich zu erheben, suchte vor allem nach ihren Schuhen, denn ihre eigentlichen Sachen , mit denen sie hier her gekommen war, existierten nicht mehr. Das Kleid wurde aufgeschnitten... "Kannst du mir mit den Schuhen helfen bitte?", sie deutete auf die Füße, schaffte es mit dem gebrochenen Arm nicht. "Ich brauche aber leider ein wenig viel Hilfe.. mit dem Arm schaffe ich nichts", da seufzte sie. "Duschen ist eine Katastrophe.. Haare waschen ... Und ich schaffe es nicht einmal alles allein zu essen .. ich kriege das Messer und die Gabel nicht gleichzeitig gehalten", da lachte sie kurz.
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    • Christopher Carter

      Die Zeit, welche Luana im Krankenhaus verbringen musste war eigentlich gar nicht mal so schlecht gewesen. Erstens konnte sie sich so gut von dem Unfall erholen und zweitens hatten beide auch endlich die Möglichkeit normal miteinander zu reden. Zu Hause gingen sie sich eher aus dem Weg und konzentrierten sich nur auf ihren Deal und ihre Schulden aber richtig zum reden kamen sie nie. Dass erst ein Unfall dazwischen kommen musste, dass man sich normal unterhielt, hätte auch niemand gedacht aber in den Augen des blondhaarigen tat es wirklich gut. Sie sprachen über alles...über Gott und die Welt. Es waren keine Vorwürfe, keine Diskussionen, keine Streitigkeiten, nichts. Einfach zwei Leute die sich unterhielten. Eigentlich hätte Chris auch gerne über den Unfall gesprochen gehabt geschweige denn sie gefragt wie es ihr damit ging aber er wollte nicht wieder unangenehme Gefühle in ihr ausrufen. Luana war alleine schon gefangen in diesem Gebäude und das seit gute 7 Tage...daher war es vielleicht besser gewesen, wenn er sie zu Hause danach fragen würde, wenn die Zeit dafür blieb.
      Nachdem er schließlich mit Doktor Johnson gesprochen hatte, was die Entlassung von seiner Verlobten betraf und er es geschafft hatte diesen davon zu überzeugen, begab er sich anschließend gleich in die Richtung ihres Zimmer um Luana die freudige Nachricht zu übermitteln. Und so wie es schien, zeigte es auch die Wirkung, welche er auslösen wollte als sie sich ein breites Grinsen im Gesicht nicht verkneifen konnte. "Zuerst war er dagegen gewesen, weil er dich noch unter Beobachtung halten will aufgrund deiner gebrochenen Rippen. Aber ich habe ihn davon überzeugen können, dass ich zu Hause ein Auge auf dich haben werde und sollte sich dein Zustand wieder verschlechtern, dass wir sofort zurückkommen" gab er offen und ehrlich ihr gegenüber zu. Dass er natürlich auch noch die volle Verantwortung auf sich nehmen würde, behielt er lieber für sich. Chris wollte ihr nicht noch mehr Sorgen machen als was sie vermutlich eh schon hatte. Auf ihre Bitte hin zu helfen was die Schuhe betraf, begab er sich gleich zu ihr, hockte sich vor ihrem Bett hin und zog ihr erstmal Socken an sodass sie dann ohne Probleme ihre Schuhe anziehen konnte. Im Krankenhaus waren natürlich nur Hausschuhe erlaubt gewesen aber sobald Luana ihre normalen Klamotten an hatte, half er ihr schon bei den richtigen Schuhe, welche er mit dem Rest hergebracht hatte. "Mach dir wegen dem Rest keine Sorgen. Da ich zu Hause bleiben werde, kann ich dir helfen. Somit sollten wir das ganz gut für die nächsten Wochen hinbekommen" sprach er zuversichtlich um sie damit ein wenig zu beruhigen. Luana sollte sich nicht solch einen Kopf bezüglich des Alltags machen. Chris würde ihr helfen, egal was anstand. Dadurch die beiden sowieso schon so gut wie verheiratet sein würden, konnte man dies schon mal als kleinen Test sehen? Nachdem er ihr geholfen hatte, verließ er für einen kurzen Augenblick das Zimmer um anschließend mit 2 Krücken zurück zu kommen, welche die Ärztin ihn gebracht hatte. "Hier, die sollten dir das Gehen ein wenig erleichtern" meinte er noch als er zurück zu ihrer Seite kam um beim Aufstehen zu helfen. Im nächsten Moment kam dann auch schon Doktor Johnson in das Zimmer um den beiden die unterschriebenen Papiere zu bringen. "Ich finde, dass es immernoch leichtfertig ist jetzt schon das Krankenhaus zu verlassen aber wenn Sie meinen es zu schaffen, dann hier" kam es mit wenig Begeisterung aus dem Doktor raus als er Chris die Unterlagen übergab. "Sie wissen ja, was sie tun" dabei blickte er auf die junge Frau neben ihm um Luana die Hand zu reichen "Ich wünsche Ihnen trotzdem gute Besserung. Sollten Sie was brauchen, Schmerzen haben oder sonst etwas benötigen, kommen Sie vorbei" dabei schenkte er ihr noch ein sanftes Lächeln, verabschiedete sich auch noch von Chris bevor er wieder die beiden alleine zurückließ. "Bist du soweit?" wollte er noch von ihr wissen bevor sie sich auf den Weg nach unten machen würden. Frank, sein Chauffeur, war so freundlich gewesen ihn heute zu fahren, da sein eigener Wagen ja komplett hinüber war. Seine Familie wollte er von all dem nichts erzählen, denn die hätten dann sowieso nichts anderes zu tun gehabt als ihm erneut die Schuld dafür zu geben. Daher erspart er sich das Alles lieber.


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    • Luana Young

      Sie durfte zurück nach Hause.. zu Chris nach Hause, aber sie durfte hier raus, das war die beste Nachricht des Tages! Es war so schön, weil Luana es hier nicht länger aushalten wollte, sie wollte in ihr eigenes Bett, wollte nicht morgens um sechs Uhr geweckt werden, nicht dieses Essen hier essen ... Es waren Luxusprobleme, aber es war das Schönste, dass Chris sie mit nehmen durfte. Er musste zwar scheinbar dafür die Aufsicht übernehmen und den Arzt überzeugen, aber das Ergebnis zählte! "Danke", bedankte sie sich, kaum wurde ihr in ihre Hausschuhe geholfen, mit dem Arm im Gips war es einfach super schwer, doch auch für die restlichen Probleme gab es eine Lösung , Chris wollte Zuhause bleiben und ihr helfen. Luana nickte daraufhin, wenn er sagte, dass sie es schaffen werden, dann schaffen sie es auch, das glaubte sie schon, denn sie wollte nach Hause! Ganz dringend sogar, am liebsten in ihrem Badezimmer duschen, in die Badewanne konnte sie sicherlich nicht, sie würde da niemals mehr alleine heraus kommen..
      Die Krücken allerdings blickte die Frau ein wenig schief an. "Ich weiß nicht, wie ich das damit machen soll", da hob die Blondine ihren rechten Arm hoch, sie konnte die Krücken so nicht fest halten. "Ich halte mich an dir fest", da zuckte sie mit den Schultern und erhob sich ganz langsam auf die Beine. Es schmerzte in der Brust, es raubte ihr langsam den Atem, aber sie schaffte es.
      Der Arzt ermahnte sie natürlich noch einmal, es war keine gute Idee, aber es war die beste Idee überhaupt! "Danke", nickte sie ihn dankbar zu und übergab die Unterlagen ihrem Verlobten, um bei seiner Frage direkt den Kopf zu schütteln. "Ich muss noch die Sachen zusammen suchen", immerhin war sie nicht davon ausgegangen, dass sie heute nach Hause durfte, damit war sie fast schon überfordert, denn es war ihr nicht ganz klar, was sie in ihrem Zimmer alles hatte. Ihre ganzen Unterlagen sammelte sie zusammen, wenn auch langsam, es war nicht möglich nach dem Unfall alles so zu machen, wie sie es gerne wollte.
      "Kannst du die Sachen aus dem Bad zusammen räumen?", bezog sie Chris mit, auch wenn sie nicht gerne um Hilfe bat, so musste sie hier definitiv Hilfe annehmen, das wird anders nicht klappen. Die wenigen Klamotten sammelte sie auch langsam zusammen, das meiste nahm Chris immer wieder mit, brachte ihr neues, es waren letztendlich nicht viele Sachen, die sie beide mitnehmen mussten. "Wir können", bestätigte sie mit den Sachen unter einem der Arme, mit dem anderen griff sie nach ihrem Verlobten, um mit seiner Hilfe zum Auto zu laufen, denn die Krücken würden nur wenig helfen.
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    • Christopher Carter

      Die Freude in Luana's Gesicht war kaum zu übersehen gewesen als er ihr mitteilte, dass sie heute nach Hause durfte. Es war zwar nicht ihr richtiges Heim, wie sie es sonst vielleicht kannte, aber vermutlich war sie alleine schon mal damit zufrieden nicht mehr hier bleiben zu müssen. Er wusste selbst, dass das Essen hier eine reine Katastrophe war. Wer hier der Küchenchef war hatte definitiv seine Berufung verfehlt, schoss es ihm meistens dabei durch den Kopf aber anscheinend war der Boss von dem ganzen Laden hier nichts desto trotz zufrieden mit ihm. Wie, war wiederrum eine andere Frage gewesen aber eine mit der er sich nicht auseinander setzen wollte. Dafür standen andere Dinge an und das Erste war erstmal die blondhaarige hier rauszuholen. Es hatte zwar einiges gekostet den Arzt davon zu überzeugen, dass er sich gut um Luana kümmern würde und fast hatte er schon das Gefühl gehabt es nicht zu schaffen aber dieser schien wohl einzuknicken, auch wenn ihm die Vorstellung dabei nicht gefiel und sie gerne weiterhin unter Beobachtung gehabt hätte, aber wenn Chris in seinen Augen davon so überzeugt war das zu schaffen, warum dann aufhalten? Es lag nun in seiner Verantwortung, wenn es Miss Young schlechter ging und somit war Doktor Johnson aus dem Schneider.
      Um ihr auch beim Gehen etwas zu helfen besorgte Chris noch Krücken zur Unterstützung, doch vergaß er, dass sie nur einen davon zu Hause verwenden konnte da ein Arm eingegipst war. Aber sobald sie diesen auch wieder verwenden konnte, würde die zweite Krücke ihr bestimmt auch sehr zur Hilfe kommen, weshalb er sich dazu entschloss die Zweite mitzunehmen. Chris half ihr noch beim Aufstehen und auch beim Zusammensammeln ihrer Sachen, als er fragte ob sie bereit wäre. Wie denn? Sie wusste ja noch vor gut 10 Minuten nichts davon, dass sie heute hier rauskonnte. Daher schüttelte er den Kopf als ihm seine dämliche Frage durch den Kopf ging, begab sich gleich ins Badezimmer um die kleine Badetasche zu nehmen wo er alles reinlegte um diese dann in die große Tasche zu räumen. Es war eine gute Idee im Nachhinein gewesen seine Sporttasche zur Verfügung zu stellen um ihr stets neue Sachen zu bringen und hatte sie dann auch am Ende hier gelassen, gerade für die Entlassung, sollte es soweit sein. Zurück zu ihr räumte er alles ein und als Luana diese hochhob, nahm er ihr diese natürlich sofort ab, hing sich die um die Schulter sodass sie sich bei ihm einhacken konnte als sie meinte bereit zu sein. In seiner anderen freien Hand trug er die andere Krücke, welche sie noch nicht verwenden konnte und machte sich anschließend mit ihr schon auf den Weg zum Ausgang. Zum Aufstuhl hin verabschiedete und bedankte er sich beim Personal, welche für sie gesorgt hatten und meinte noch, dass sie ihm ohne Probleme die Rechnung zukommen lassen konnten. Chris wusste ehrlich gesagt gar nicht ob seine Verlobte überhaupt Krankenversichert war. Aber das spielte keine Rolle. Den Rufknopf gedrückt, kam nach ein paar Sekunden der Aufzug schon in ihrem Stockwerk an, Chris half ihr einzusteigen, drückte die 'Erdgeschoss' Taste und fuhr mit ihr im nächsten Moment schon runter als sich die Türen schlossen. Kurze Zeit später kamen beide auch draußen an wo Frank bereits mit dem Wagen wartete. "Miss Young, es freut mich Sie munter zu sehen" begrüßte er diese herzlichst mit einem Lächeln auf den Lippen und machte die Wagentüre für sie auf. "Luana, das ist Frank. Er ist mein Chaffeur und gehört hauptsächlich der Firma an" erklärte er gleich bevor sie vielleicht ein komischen Gedanken bekam. Er fuhr eh stets selber wenn es ging auch wenn dies eher selten vorkam bevor sie seine Verlobte wurde aber da er selbst nun keine Möglichkeit hatte sie zu fahren, blieb ihm nichts anderes übrig. Chris verstaute noch die Tasche und die freie Kücke hinten im Kofferraum bevor er dann schon hinten neben ihr Platz nahm. Frank selbst stieg ebenfalls auf der Fahrerseite ein und machte sich schon auf den Weg zu Chris Haus. Der Verkehr war flüssig, da nicht viel auf der Straße los war, weshalb es nicht lange dauern würde. "Wie fühlst du dich?" wandte der blondhaarige nach einiger Zeit seinen Blick auf sie. Morgen würde er noch die Medikamente holen gehen, welche eine Schwester ihm aufgeschrieben hatte um so die Schmerzen von ihr zu lindern. Dennoch war auch ein wenig Sorge dabei, dass sich hoffentlich ihr Zustand wirklich nicht verschlechterte.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Die Krücken waren keine große Hilfe, die ließ Luana liegen, es reichte ihr sich einfach sich nachher an Chris fest zu halten, oder an einer der Wände, an dem Geländer.. Sie hielt diese Dinger für unnötig und widmete sich lieber den Klamotten und anderen Gegenständen, die sie hier hatte und mitnehmen wollte. Im Laufe der Woche hatte sich einiges angesammelt, wenn auch nicht sehr viel, aber es sollte wieder mit zurück, das war Luana wichtig. Das Laufen war noch eine Sache für sich, das wird hoffentlich bald wieder besser werden, wenn ihre Rippen ein wenig mehr verheilt sind, denn in der Brust schmerzte es vor allem, es raubte ihr manchmal die Kraft Luft zu holen. Mit Chris an ihrer Seite ging es noch irgendwie, auch wenn der Weg zum Fahrstuhl schon ihre Kräfte raubte, vielleicht wäre ein Rollstuhl schlauer gewesen, aber Sitzen war auch nicht so ihr Ding gerade..
      Das Thema der Rechnung ließ Luana wieder grübeln.. Sie wollte gar nicht erst wissen, wie viel da am Ende zusammen kommen würde, immerhin lag sie die erste Zeit auf der Intensivstation, jetzt hier das große Zimmer.. Mit Sicherheit kostet es viel Geld, welches sie nicht besaß, aber Chris. Vielleicht sollte sie sich bald bei ihm bedanken, dass er so viel Geld in sie und ihre Gesundheit investierte? Oder sich einen Job finden und es ihm zurück zahlen... Auch wenn ihre Krankenversorgung ein Teil der Abmachung war, die sie beide hatten.
      Ein fremder Wagen und ein fremder Mann wartete draußen scheinbar auf die beiden, denn der Mann wusste, wer Luana war und begrüßte sie. Ein wenig unsicher blickte sie zu Chris, der den Mann als Frank vorstellte, seinen Chauffeur. "Freut mich sehr sie kennen zu lernen", nickte die Frau ihm zu und lächelte ihm gleich auch zu. Ein Chauffeur war schon ein Luxus, den die Frau so nicht kannte.. Sie stieg dennoch hinein, auch wenn sehr langsam und vorsichtig, um keine hektischen Bewegungen zu machen.
      Die Blondine atmete durch, schnallte sich gleich auch an, bevor sie los fuhren. Wie sie sich fühlte? Beschissen. "Ist okay", antwortete sie, ehe sie zu Chris blickte. "Tut etwas weh". Es war schon ein wenig schwer so zu sitzen, aber die Blondine lehnte sich ein wenig weiter zurück, um den Schmerz zu lindern, was auch gut klappte.
      "Wie geht es dir denn?", fragte sie den Mann und musterte ihn. Er hatte zum Glück kaum etwas mitgenommen, besser so, als würden sie beide hier liegen und warten müssen. So war wenigstens einer von ihnen gut versorgt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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