[2er RPG] 365 days. [Sohira & Lu-Chan]

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    • Christopher Carter

      Chris wusste nicht mehr wieviel Zeit vergangen war als er all die Dokumente fertig bearbeitete. Doch als er seinen Blick nach draußen warf, war es bereits stockdunkel gewesen, weshalb er, ohne auf die Uhr zu schauen, aufstand und sich rüber ins Schlafzimmer begab, sich umzuziehen und anschließend ins Bett legte. Es dauerte nicht lange bis der blondhaarige eingeschlafen war. Er selbst war schon körperlich fast jeden Tag total erledigt gewesen. Ständig stand dieser unter Druck oder Spannung was sich kaum lösen ließ. Seine Assistenten meinten selbst schon, dass es für ihn mal Zeit wurde Urlaub zu machen, doch war Chris nicht gerade besonders ein Freund davon gewesen alleine irgendwo hinzufahren. Schließlich wollte man bei Erlebnissen dies mit jemanden teilen. Sei es auch nur ein Freund oder so gewesen, Chris war da nicht wählerisch, aber nicht mal dies blieb in seinem Leben. Sarah war die einzige Person, welche stets was mit ihrem großen Bruder unternehmen wollte und dies taten die beiden auch sehr oft. Brian und sein Vater hatten sich dabei schon viel zu oft aufgeregt gehabt, dass die beiden kaum zu Hause waren aber das störte Chris und Sarah nicht. Nein! Ganz im Gegenteil. Sie wollten stets immer was Neues erleben. Doch seit sie nicht mehr war, war Chris hauptsächlich nur mehr in seinem Büro zu sehen. Dies war wenigstens eine Möglichkeit gewesen sich von der Realität ein wenig abzuschotten.
      Ohne selbst mitbekommen zu haben wann dieser eingeschlafen war, schien am nächsten Morgen auch bei ihm die Sonne ins Schlafzimmer, direkt in dessen Gesicht, weshalb er leise vor sich her murrte, als die Wärme darauf zu spüren war. Ohne wirklich wach zu sein, packte er den Polster von der anderen Seite des Bettes und legte es über sein Gesicht um zu versuchen weiter zu schlafen als ihm plötzlich einfiel, dass er heute ja mit dieser Candy verabredet war. Daher öffnete er seine Augen, nahm den Polster von seinem Gesicht und richtete einen Blick auf den Wecker, welcher bereits 08.30 Uhr morgens anzeigte. "Nächstes Mal werde ich 12 Uhr sagen" sprach er leise zu sich selbst, setzte sich auf, streckte erstmal seine Arme durch sowie gähnte bevor er sich schon auf den Weg nebenan ins Badezimmer aufmachte um sich eine warme Dusche zu gönnen. Chris war nun wirklich kein Morgenmensch gewesen. Wenn es nach ihm ginge, würde er jeden Tag erstmal bis Mittag schlafen, danach gemütlich speisen um sich danach ins Büro aufzumachen. Leider spielte da aber das wahre Leben nicht so wirklich mit. Warum mussten Menschen auch unbedingt eine Arbeit haben? Die Steuern die daraus gezogen werden, bezieht sowieso nur die Stadt um irgendeinen Müll daraus zu machen. Die Dusche erledigt, sowie zurück ins Schlafzimmer gegangen um sich gemütliche Klamotten anzuziehen wie eine lockere Jeans, passendes Shirt und Jacke. Darauf holte Chris all seine Sachen um 25 Minuten später sich diesmal in seinen eigenen Wagen zu setzen, seine Sonnenbrille aufsetzte und Richtung Stadt zu fahren. Es war kein offizielles Treffen seiner Arbeit gewesen, weshalb es in seinen Augen auch nicht notwendig war Frank anzurufen um diesen zu bitten ihn hinzufahren. Solche Treffen durften in seinen Augen gerne unter Verschluss bleiben. Umso weniger seine Familie wusste, umso besser war es für ihn gewesen.
      Der Verkehr war ziemlich dicht am Morgen gewesen, was ihn doch etwas wunderte. Wenn er um diese Uhrzeit von Frank gefahren wurde, dann waren die Straßen eher frei gewesen. Ob es wohl einen Unfall gab? Für Chris aber kein Problem gewesen, da er zeitlich immernoch zu früh dran war. Jedoch musste er zugeben, dass er doch um die 45 Minuten brauchte um auf die First Street 25 zu gelangen. Es brauchte auch nicht lange bis er schräg gegenüber von der Bäckerei einen Parkplatz fand, sich dort einparkte und das Fenster ein Stück nach unten führen ließ während er darauf warten würde bis es 10 Uhr sei. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass er dafür noch 15 Minuten Zeit hatte. Ob sie wirklich kommen würde? Als ihm diese Frage durch den Kopf schoss, richtete er seinen Blick zurück auf die Bäckerei bei der auch nach kurzer Zeit schon Candy stehen sah. Ein sanftes Lächeln glitt über seine Lippen als er sie von oben bis unten begutachtete. Ihre Kleidung war zwar nicht wirklich elegant aber dennoch sehr schlicht gewesen was ihr gut stand. Einen kleinen Moment schenkte er sich selbst diesen Anblick bevor er sich dazu entschloss das Fenster wieder zuzumachen, den Schlüssel aus der Zündung zu nehmen, auszusteigen und sich auf den Weg auf die andere Seite zu machen. Sein Hunger und der Drang nach Kaffee wuchs immer mehr und mehr an. Eigentlich ging er nie ohne ein Frühstück aus dem Haus aber heute war es mal eine Ausnahme, da sich beide sowieso in einer Bäckerei trafen. "Ich hoffe Sie haben gut schlafen können, Miss Candy?" begann er amüsant kühl zu sprechen an als er auf sie zuging, die Sonnenbrille runternahm und das Mädchen vor sich betrachtete. Von der Nähe aus, sah sie sogar noch besser aus als vom Wagen. "Ich weiß ja nicht wie es bei Ihnen aussieht, aber ich wäre mal für einen Kaffee" mit diesen Worten begab er sich schon zum Eingang des Ladens, hielt Candy die Türe auf um ihr kurz darauf gleich zu folgen. Er selbst war zwar ein Arsch aber er wusste sich als Gentleman zu benehmen. "Guten Tag und willkommen in unserer kleinen Bäckerei. Was kann ich heute für Sie tun?" begrüßte eine nette junge Angstellte die beiden mit einem Lächeln auf den Lippen. "Wir möchten gerne einen Tisch für 2 Personen"...."Sehr gerne, bitte folgen Sie mir" und schon begaben sie sich zu einem Tisch der zwar etwas weiter hinten aber dennoch bei den Fenster gewesen waren. "Hier bitte, ich bringe Ihnen gleich die Karten" und schon verschwand die junge Frau nach hinten während sich Chris auf eine Seite des Tisches setzte.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Wie sehr sie am liebsten hier verschwinden und wieder in die U-Bahn steigen wollte, um nach Hause zu fahren? Mehr, als nur sehr.. Luana war aufgeregt, sie war nervös und gleichzeitig gar nicht mehr so davon überzeugt, was sie eigentlich gestern noch gedacht hatte. Wo war nur ihr Selbstbewusstsein hin? Wo war ihr Stolz hin, den sie immer auftrug, wenn sie auf die Bühne stieg und sich auszog? Das Problem dabei war nur, dass sie dort alles um sich herum ausblenden und ihren Film abspielen konnte, das Programm laufen lassen konnte, welches sie sich angeeignet hatte und hier musste sie nicht nur körperlich, sondern auch geistig anwesend sein, hier musste sie vor allem aufpassen nicht über den Tisch gezogen zu werden, das meiste herauszuholen, was sie nur herausholen konnte und vor allem auch nicht zu voreilig zusagen. Ihr wurde es übel und das kleine Frühstück, welches sie mit Hannah schnell gegessen hatte, wollte wieder raus, auch wenn die Pancakes wirklich gut gewesen sind. Sie befand sich hier nicht in einer normalen Situation, hier ging es um ihr zukünftiges Leben und allein dieser Gedanke brachte die Blondine aus der Bahn. Sie wollte nach Hause, spielte wirklich mit dem Gedanken, als sie angesprochen wurde, die Stimme kannte sie doch noch von gestern. Luana blickte auf, sie musterte den Mann, der gestern noch in dem Club zugesehen hatte, wie sie sich auf der Bühne ausgezogen hatte, es war nun zu spät um abzuhauen, jetzt musste sie wenigstens das Gespräch hier durch ziehen. Er nannte sie Candy, nannte sie damit beim Strippernamen, er konnte ja auch nicht wissen, wie sie im echten Leben hieß, oder hatte sie doch einen Stalker? Die Frage nach dem, wie sie geschlafen habe war mit Sicherheit nur Höflichkeit, deshalb hob die Blondine eine ihrer Augenbrauen hoch und musterte den Mann. "Du weiß schon, dass das nur mein Strippername ist?", fragte sie sehr sarkastisch zurück, immerhin hatte sie gerade keinen Grund, um nett und liebevoll zu sein, sie waren schließlich noch nicht vermählt und auch keine Geschäftspartner.. Noch nicht zumindest. Sie nahm sich dennoch den Moment, um doch festzustellen, dass Christopher attraktiv war, etwas an sich hatte, was das Auge erfreute. Ein hübscher Ehemann würde er wenigstens werden, auch wenn Luana nicht sehr oberflächlich war wollte sie schon etwas zum Anschauen haben, wenn sie schon mit dem Gedanken spielte diesen Mann für Geld zu heiraten.
      Die Begrüßung fiel relativ kühl aus, was anderes war nicht zu erwarten, Luana lief vor, als ihr die Tür geöffnet wurde und blickte sich in dem kleinen, warm eingerichteten Lokal um. Hier drin war sie noch nie gewesen, aber es war sehr gemütlich und klein, vielleicht fast schon zu bodenständig für das Gespräch, welches den beiden bevor stand. Eine Angestellte begrüßte die beiden, Luana lächelte ihr kurz zu, ließ sich zu einem der Tische führen, um sich hinzusetzen und gleich aus dem Fenster zu sehen. Ein schöner Ausblick, an dem sie sich ablenken könnte, sollte sie es nötig haben, doch noch wartete die Frau ab, bedankte sich kurz, als ihr die Karte gebracht wurde, auch wenn sie sich sicher war, was sie eigentlich haben wollte. Ein einfacher Kaffee würde für sie reichen, Hunger hatte sie nicht wirklich gehabt. "Ich war überrascht, dass du nicht davon ausgegangen bist, dass ich so einfach zusage", entgegnete die Blondine, während ihre Augen über die Karte glitten, die sie vor sich hatte. Ja, sie wusste, was sie haben wollte, deshalb blickten ihre Augen wieder zu dem Mann vor sich. "Warum denkst du, dass ich die richtige dafür sein soll? Es gibt Frauen, die gewiss einen deutlich besseren Lebenslauf vorweisen können".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Er wusste ganz genau was Candy für ein Name gewesen war aber was erwartete sie sich denn? Mit Lukas war er nur geschäftlich auf einer Ebene gewesen und informierte sich nur um die Künste der tanzenden Lady's in seinem Geschäft. Die Hintergrundgeschichten interessierten ihm nicht. Schließlich kam ja der Gedanke nie in seinen Kopf, dass eines Tages einer der Mädchen seine Frau werden musste um die Ruhe vor seiner Familie zu haben geschweige denn dies auch die Bedienung war, dass er nur so die Firma übernehmen konnte.
      Mit einem amüsanten Lächeln begab er sich mit ihr anschließend in die Bäckerei wo beide schon herzlichst von einer der Angestellten begrüßt sowie, wie gewünscht, zu einem der freien Tische gebracht wurden, welche eine tolle Aussicht auf die Stadt bot. Man sah zwar nur den Verkehr vorbei fahren sowie die Menschen, welchen ihren Weg folgten aber es reichte vollkommen und gut abgeschnitten von den restlichen Tischen waren sie auch noch weshalb das Gespräch hier in Ruhe verlaufen konnte.
      "Vielen Dank" bedankte er sich selbst freundlichst bei dieser als die junge Dame ihnen die Karte brachte. Chris trank immer wieder den selben Kaffee und meistens war dies auch das Einzige was er in der Früh zu sich nahm doch heute war ihm auch nach was Süßes, weshalb er sich für eine kleine Schnitte dazu entscheiden würde. Bevor jedoch die Dame zu ihnen zurückkehrte, nahm Candy wieder das Wort an sich woraufhin er selbst kurz zu ihr blickte, bevor seine Augen zurück in die Karte glitten. "Wenn Sie das getan hätten, meine Gute, würden wir heute nicht hier sitzen und uns darüber unterhalten. Das kann ich Ihnen versprechen" war sein Ton aber auch etwas kühl gewesen. Es freute ihn sogar, dass Candy solche Forderungen stellte. Somit hatte sie den ersten Test in seinen Augen bestanden.
      Während er weiter in der Karte bletterte, kam auch schon die zweite Frage aus der jungen blondhaarigen ihm gegenüber heraus woraufhin er etwas seufzte, die Karte schloss und beiseite legte um seine Augen direkt in ihre werfen zu können. "Warum Sie es sein sollen?" wiederholte er ihre Frage, verschenkte die Hände vor seinem Gesicht und schloss für einen Moment die Augen um nach den richtigen Worten zu suchen, sodass sie es selbst nicht in den falschen Hals bekommen konnte. "Was soll ich sagen, ich stehe nun mal nicht auf die Art von Frauen die mit ihrem Lebenslauf prallen und ein geregeltes Leben führen" dabei öffnete er die Augen wieder um direkt zu ihr zu sehen. "Was hat man den schon davon, jemanden zu bitten seine Frau zu spielen die nur langweilig und brav erzogen ist und alles tut was man will?" stellte er ihr die Gegenfrage. "Ich kenne Lukas schon seit Jahren. Ich bin auch nicht gestern Abend das erste Mal in eurem kleinen Strippclub gewesen, weshalb ich alle Angestellte recht gut kannte. Doch du warst noch nicht solange im Geschäft. Dein Lebenslauf ist auch nicht gerade berauschend aber andererseits auch nicht langweilig. Warum also solltest du nicht die richtige für den Job sein?" wandte er dann die selbe Frage an sie zurück. Fing Candy an, an sich zu zweifeln? Wenn ja, dann war sie genauso umbrauchbar wie jede andere Frau die er hätte haben können.
      Zwischendurch kam dann schon die Angestellte mit einem Stift und einem Block um die Bestellung der beiden aufzunehmen. "Haben Sie sich schon entschieden, was ich Ihnen bringen darf?" lächelte diese den beiden sanft und freundlich zu. "Ich nehme einen Cappuccino und eine Erdbeerschokoschnitte. Was möchten Sie?" dabei sah er rüber zu Candy und nachdem sie ebenfalls bestellt hatte, nahm die Kellnerin noch die Karten mit sich und machte sich gleich an die Arbeit. "Wenn wir aber schon dabei sind uns solche Fragen zu stellen, würde ich gerne mal Ihren richtigen Namen erfahren. Außer Sie stehen darauf bei Ihrem Strippernamen gerufen zu werden" was er eher weniger glaubte. Wer würde dies auch schon freiwillig wollen?


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    • Luana Young

      Das erste, was ihr auffiel war, dass er sie siezte.. Es war ungewöhnlich, immerhin hatte er sie gestern und in der SMS geduzt, anfangs war sie auch davon ausgegangen, dass er nur Spaß machte, aber Christopher machte weiter, kaum antwortete er auf ihre Aussage. Jedoch hielt sich Luana damit nicht auf, vielleicht hatte sie sich nur verhört und viel wichtiger war auch die Aussage, die er getroffen hatte. Er war der Meinung, dass sie sich sonst hier nicht darüber unterhalten würden, aber so ganz verstand die Blondine nicht, warum es solch eine große Rolle spielte, oder wollte er, dass sie ihm Forderungen stellt? Irgendwie wurde es Luana doch ein wenig unwohl, aber sie versuchte sich es nicht anmerken zu lassen, stattdessen fragte sie danach, warum sie die Richtige sein sollte, immerhin war ihr Lebenslauf eher.. schlecht, als wirklich gut, sie hatte nicht einmal einen guten Abschluss, aufgrund der Probleme, die dort angefangen haben. Der Mann siezte sie schon wieder, aber Luana konzentrierte sich auf seine Aussage, die einen Moment brauchte. Es war ja nicht so, dass sie zweifelte, ihr Wert belief sich sowieso auf Null, aber sie war neugierig und wollte vor allem verstehen, warum die ganze Sache sie traf, denn es war schon irgendwie wie ein sechser im Lotto. Christopher sprach.. Aber seine Worte warfen mehr Fragen auf, als sie wirklich beantworteten, da wusste die Blondine am Ende nicht, was sie darüber denken sollte. Er wollte keine Frau, die alles tun wird, was er sagt? Nun, die würde er bei Luana definitiv auch nicht kriegen, aber bisher wirkte der Mann eher so, als würde er kein Nein und keine Widerworte akzeptieren, sagte er ihr gerade nur das, was sie hören wollte, oder war es die Wahrheit hinter diesem strengen Gesicht? Ein wenig legte die Frau ihren Kopf schief, während sie sein Gesicht musterte, doch die Erwähnung ihres Lebenslaufes brachte ihr ein Schmunzeln auf die Lippen. "Da steht nur Bullshit drin, um offiziell angemeldet zu werden.. typischer Papierkram", erklärte die Blondine und zuckte mit den Schultern. "Da steht nicht einmal mein richtiges Geburtsdatum drin". Nein, sie hatte sich etwas zusammen gereimt, denn sie wollte nichts echtes über sich wissen lassen, sie wollte es trennen.. getrennt halten. Warum sie nicht die Richtige sein sollte? Nun, weil sie Bedingungen hatte, die sie erfüllt haben wollte, bevor sie auch nur darüber nachdenken würde, ob sie es annehmen wird.
      Luana ließ es unkommentiert, sie blickte zu der jungen Frau, die sie bedienen wollte und ließ Christopher bestellen, bevor sie sich der Frau zu widmete und einen Latte Macchiato bestellte. Ein freundliches Lächeln schenkte sie der Frau noch, blickte ihr nach, bevor ihre Augen zu ihrem Gesprächspartner blickten. Er wollte ihren Namen wissen, die Blondine lächelte ein wenig frech, bevor sie sich zurück lehnte. "Vielleicht stehe ich ja drauf", antwortete sie sarkastisch und zuckte mit den Schultern, um seine Aussage zu bestätigen. "Worauf ich jedoch nicht stehe sind Verrückte.. Kannst du dich nicht einfach entscheiden, ob du mich duzten, oder siezten willst? Das ist irgendwie.. gruselig". Nicht die Art, die eine Angst auslöste, sondern eher die, bei der man sein Gesicht verzog. Direkt war Luana schon immer gewesen, sie war nicht auf den Mund gefallen und wollte sich hier nicht verstellen, denn der Kerl sollte schon sehen, was er die nächsten Wochen, Monate, oder Jahre kriegen wird. "Luana", antwortete sie ihm jedoch und beließ es erst einmal bei den Vornamen. "Und ich zweifle es nicht an, nicht die Richtige zu sein, aber mein Leben hat nicht gerade viel für mich übrig, da kann ich mir kaum vorstellen, ein Sechser im Lotto einfach so auf einem Silbertablett präsentiert zu bekommen..", sie zuckte wiederum mit den Schultern. "Wie stellst du dir das ganze vor? Soll ich bei dir wohnen? Dich zu irgendwelchen Geschäftsessen begleiten? Mich halbnackt deinen Geschäftspartnern präsentieren, damit sie sabbern den Vertrag unterschreiben?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Was sie über ihn dachte war dem blondhaarigen sowas von egal gewesen. Sie stellte ihm die Fragen, er beantwortete diese. Ob sie aber nun der Wahrheit entsprachen oder nicht war wiederum eine andere Frage gewesen, welche sich in den Raum stellte. Chris war aber schon immer jemand gewesen der niemanden anlog. Nein! Er repräsentierte es auf eine andere Art und Weise. Wie ein offenes Buch gelesen zu werden macht ja keinen Spaß. Da wäre man schon ab dem 2ten Tag total gelangweilt. Er ging es lieber spannender und interessanter an, weshalb er seine Sichtweise auf das alles erklärte. Als Candy aber meinte, dass ihr Lebenslauf komplett daneben von ihrer Realität gewesen war, interessierte ihn genauso wenig. Wenn es nach ihm ginge, müsste er so gut wie gar nichts über sie wissen aber leider blieb ihm das so gar nicht erspart, wenn er wollte, dass sie seine Frau wurde. Eine falsche Antwort bei einer Frage seiner Familie und schon würde die gesamte Deckung aufgehen. Seine Familie, sei es nur Eltern oder nur sein Bruder hinters Licht zu führen war leider schwerer als gesagt. Dennoch hatte er mit den Jahren gelernt dem Ganzen zu umgehen.
      "Ob es nun der Wahrheit entspricht was da drinnen steht oder nicht, ist mir relativ egal. Ich mache mir nichts aus Dokumenten von einer Person. Lieber sehe ich mir das Spiel selbst an" gab er seine eigene Meinung dazu als er für einen kurzen Moment seinen Blick nach draußen wandte. Die Menschen liefen einfach so gedankenverloren ihren Weg entlang. Aber wofür? Chris war jemand, der sein Ziel verfolgte aber niemals stellte er sich die Frage was passieren würde, wenn all diese erreicht waren. Würde er dann glücklich sein? Würde er das Leben führen was er schon immer wollte? Oder würde er sich damit nicht zufrieden geben?
      Nachdem er auch noch wissen wollte ob sie dachte, dass sie vielleicht nicht die Richtige sei, bekam er jedoch keine Antwort. Ob dies nun gut oder schlecht war konnte er selbst nicht sagen aber andererseits war es vermutlich auch die richtige Entscheidung gewesen nichts darauf zu erwiedern. Kurz darauf kam auch schon die Bedienung zu den beiden um die Bestellungen aufzunehmen um anschließend wieder zu gehen. Daraufhin fragte er sie auch schon nach ihren richtigen Namen, außer sie stand darauf, nach ihrem Strippernamen gerufen zu werden. Wie sie es wollte, war ihm beides gleichgültig gewesen. Es war ihre Identität und nicht seine. Doch auch auf diese Frage ging sie scherzend drauf ein, dass es ihr vielleicht gefiel so genannt zu werden, was ihn eher weniger beeindrukte. "Soweit ich weiß, sollte man zuerst um Erlaubnis fragen ob man sich dutzen darf aber diese Art von Erziehung dürfte wohl bei dir vorbei gegangen sein" kam es kühl aus ihm heraus. Wenn sie darauf bestand ihn zu dutzen ohne zu fragen, spielte er das Spiel gerne mit. Klar, er hatte sie gestern genauso einfach gedutzt aber gestern war sie auch noch eine Angestellte seines Laden's, von dem sie nicht mal wusste, dass auch ein Teil ihm gehörte und heute war sie nun eine fremde Person auf der Straße. Da war es doch klar, dass er sie dabei anders ansprach. Noch bevor jemand von den beiden weitersprechen konnte, kam auch schon die Kellnerin wieder zurück zu den beiden mit den bestellten Kaffees und der Schnitte, welche Chris bestellt hatte, bevor die beiden wieder alleine gelassen wurden und Candy ihren richtigen Namen präsentierte. "Luana, hmm?" wiederholte er nochmals ihren Namen, konnte sich dabei jedoch ein amüsante Lächeln nicht verkneifen als er dann seine Tasse in die Hand nahm und einen Schluck aus dem Kaffee machte. "Wer mit solch einer Einstellung ans Leben rangeht, kann nur verlieren" kam es dann wieder kühler aus ihm heraus während er den weiteren Worten horchte. Jedoch machten diese ihm nicht gerade glücklich. Nein! Sie kamen ihm schon irgendwie wie eine Beleidigung vor. "Mich halbnackt deinen Geschäftspartnern präsentieren, damit sie sabbern den Vertrag unterschreiben?". War das wirklich ihr Ernst gewesen? Dachte Luana daran, dass er sie für solche Zwecke benutzen würde? "Vertrauen liegt dir echt nicht, was?" wurde seine Stimmung immer kälter und kälter. "Denkst du wirklich ich habe nichts besseres vor, als eine fremde Person vom Eleven Six Club um etwas zu bitten, bekommt in Gegenleistung dazu die Möglichkeit ihr Leben in Griff zu bekommen nur, dass sie dann vor meinen Geschäftsmännern strippt?" sprach er im selben Ton weiter. "Wenn du solch ein Leben suchst, bist du bei mir an der falschen Adresse. Du solltest deine Augen nach richtigen Arschlöcher offen lassen. Ich habe dir meine Bedienungen vorgehalten, wenn das deine sind, kannst du gleich wieder gehen" erklärte er sich weiter bevor er wieder einen Schluck von seinem Kaffee machte, diesen zurückstellte und sich etwas zurücklehnte.


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    • Luana Young

      Schon immer war sie eine Persönlichkeit, die gerne ein wenig provozierte, ein wenig die anderen herausforderte, um die richtige Persönlichkeit aus ihnen heraus zu kitzeln und wie es schien schaffte es Luana jetzt ziemlich schnell, oder sie traf einen wunden Punkt, den sie vielleicht nicht treffen sollte, denn der Mann gegenüber ihr schien bei ihren Aussagen sich unwohl zu fühlen? Oder vielleicht doch angegriffen? So wirklich sicher war sich Luana nicht, was sie passender fand, aber sie wusste, dass es etwas gab, was ihn jetzt wohl provozierte. Er ließ sich Zeit, ging aber auf ihre Aussagen ein, was sie her nicht gedacht hätte, doch damit konnte sie umgehen, damit hatte sie kein Problem, jedoch mit dem Mann, der vor ihr saß, es schien, als wäre es eine andere Persönlichkeit, als das, was er gestern Abend gezeigt hatte. "Hm", entgegnete die Blondine, kaum wurde sie auf ihre schlechte Erziehung hingedeutet. "Soweit ich weiß, bist du derjenige gewesen, der mich gestern anfing zu duzen, somit musst du derjenige sein, der eine wohl.. andere Art der Erziehung genossen hatte", da zuckte sie mit den Schultern, in welchem Jahrzehnt lebte der Mann? "Aber hast recht, altmodisch waren meine Eltern nicht wirklich.. Ich kenne es so, dass man sich im etwa gleichen Alter ganz und gar nicht siezt". Doch der Kaffee kam und Luana schenkte der jungen Frau wieder ein Lächeln, bedankte sich mit einem Kopfnicken, ehe sie ihren Namen verriet, den der Mann ja wissen wollte. Er war merkwürdig, teilte aus, konnte aber scheinbar nicht einstecken, vielleicht doch keine gute Idee mit ihnen beiden? Schließlich sollte das ja auch funktionieren..
      Sie wollte das Thema aber wechseln, traf jedoch scheinbar wieder nicht ins Schwarze, sondern landete genau daneben, wie immer in ihrem Leben scheinbar. Christopher schien fast schon beleidigt über ihre Worte zu sein, er sprach vom Vertrauen.. Wie bitte? Sie sollte einem Kerl vertrauen, der sie gestern Abend noch bedrohte und ihr klar machte, dass er ganz andere Sachen mit ihr anstellen konnte, wenn er es nur wollte? Dieser wilde Tiger von gestern Abend saß jetzt wirklich vor ihr? War das sein Ernst gewesen? Luana runzelte ihre Stirn, sie wusste nicht, womit sie anfangen sollte, wenn sie ehrlich war, aber sie lehnte sich genauso zurück, musterte den Mann vor sich und legte den Kopf ein wenig schief. "Interessant..", murmelte sie und kaute für den Moment an ihrer Wange. War der Mann vielleicht selbst genauso nervös, wie sie es war und reagierte deshalb so.. anders? Es könnte sonst ein etwas größeres Problem werden. "Dir liegt Sarkasmus nicht so, oder?", fragte sie vorsichtig, was sie wirklich ernst meinte. "Das war auf deinen Deal gestern Abend bezogen.. Gestern lobst du mich noch dafür und heute fühlst du dich angegriffen, wenn ich daraus eine sarkastische Bemerkung mache", sie sprach ruhig, es war eine dumme Idee her zu kommen, wirklich. "Du hast mir versucht gestern Angst zu machen.. das ist schon normal, dass ich so etwas wie Vertrauen nicht habe.. Ich glaube, das hier wird nicht funktionieren", sie deutete mit den Fingern auf sie beide. "Dann nehme ich meine eigentlichen Bedingungen mit und versuche lieber mein Leben selbst in den Griff zu bekommen". Luana blickte zu ihrer Handtasche, um nach Geld zu kramen, um für ihren Kaffee zu bezahlen, sie sollte gehen, dann würde sie das auch tun. "Das war eine dumme Idee..", murmelte sie zu sich selbst und nahm zwei Geldscheine heraus, um der jungen Frau ein ordentliches Trinkgeld zu hinterlassen.
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    • Christopher Carter

      "Dir liegt Sarkasmus nicht so, oder?", was war denn nun los? War das wirklich von ihr nur auf sarkastische Art und Weise gemeint gewesen? Warum regte er sich eigentlich über solch eine Bemerkung so auf? War es nicht gestern so gelaufen, dass er seine Geschäftsleute in den Strippclub brachte um dies einfacher und lockerer über die Bühne zu bringen? Und nun sah er es als Beleidigung an, dass Luana meinte, dass er sie dafür arrangierte für seine Termine zu tanzen? Chris merkte selbst, dass er bei dieser Sache nun total überreagiert hatte. Warum genau dies geschah, konnte er selbst nicht sagen aber er musste seine Gefühle durchaus schnell wieder in den Griff bekommen, wenn er das hier nicht vermasseln wollte. Luana war seine letzte Option noch gewesen von seiner Familie in Ruhe gelassen zu werden. Es war ja nicht so, dass nicht nur er den Vorteil daraus zog. Nein! Auch für sie gab es ein nettes Angebot, was ihr Leben um einiges vereinfachen konnte. Er brauchte nur die richtigen Argmuente, doch so wie er jetzt drauf war würde es niemals klappen. War er etwa immernoch aufgeladen gewesen von der Sache von gestern mit Brian? Warum er auch ausgerechnet zu ihm kommen musste um dies mitzuteilen anstatt nur eine dämliche Nachricht zu senden, verstand der blondhaarige sowieso nicht. Ansonsten gingen sich die beiden ja sonst immer aus dem Weg.
      Kurz atmete Chris tief ein um wieder die Fassung zu bekommen bevor er der jungen Dame vor sich die Aufmerksamkeit zurückschenkte, welche aber gerade dazu tendierte ihn hier sitzen zu lassen und zu verschwinden. Als sie das Geld anschließend auf den Tisch legte, nahm er dies und hielt es Luana wieder hin. "Erstens, geht der Kaffee auf mich. Schließlich war die Bäckerei meine Idee" sprach er ruhig "Zweitens, solltest du dir überlegen ob es wirklich eine gute Idee ist von hier zu verschwinden und mein Angebot, was dir sicher um einiges Erleichterung bringen wird, abzulehnen. Ich glaube kaum, dass du mit deiner Position woanders ein Jobangebot bekommen hast, richtig?" mit diesen Worten lehnte er sich wieder etwas in den Sessel zurück bevor er schon einen Schluck von seinem Kaffee machte. Er wusste wie schwer es für jeden Angestellten von Lukas gewesen war eine neue Stelle zu finden, wenn man die Hintergrundgeschichte nicht kannte. Es war meistens Chris gewesen, der den jungen Damen half einen Platz in einem anderen Club zu bekommen. Lukas war ein angesehener Mann gewesen in diese Branche, daher glaubte er auch nicht, dass es Luana auf eigene Faust schaffte einen neuen Club zu finden. Zum anderen sah sie auch in seinen Augen nicht wie die anderen Mädchen aus, die diesen Job freiwillig Taten nur, weil es ihnen Spaß machte. Es musste bei ihr noch einen anderen Grund geben und genau dies war ebenfalls einer der Gründe gewesen, warum er sie für diesen Job haben wollte. Irgendwas war bei ihr gewesen was sie von allen anderen Frauen unterschied. "Außerdem hast du mir noch nicht deine Bedienungen genannt und wenn das funktionieren soll, sollten beide Seiten ihre Karten auf den Tisch legen" sprach er ruhig weiter. Chris durfte es auf keinen Fall vermasseln. "Aber um deine Fragen von vorhin zu beantworten.....ich sagte doch gestern schon, dass du nur da sein musst wenn ich nach dir rufe. Ob du bei mir wohnst oder nicht, ist mir relativ egal. Du musst nicht kochen, nicht putzen, nicht tanzen oder sonst was tun was eine Frau macht. Genauso wenig habe ich dir auch gesagt, dass es keinerlei körperliche Nähe geben wird. Ich ruf dich an, du bist hier. Mehr will ich nicht" brachte er seine Bedienungen nochmals auf den Tisch. Chris war wirklich nicht an einer Ehe interessiert gewesen, welche pausenlos gespielt rüber gebracht werden musste. Sollte seine Familie davon Wind bekommen und fragen wo sie sei, wenn sie, wie Brian gestern, einfach ohne Anmeldung bei ihm vorbeischneiten, fiel ihm sicher schon eine Ausrede ein. "Und in Gegenleistung dafür bekommst du die Summe, welche du brauchst um all deine Schulden zu begleichen" sprach er weiter woraufhin das Letzte nur eine Vermutung gewesen war, dass sie das Geld für Schulden brauchte. Niemand der bei klarem Verstand wie sie war, würde einfach so ein Haufen Geld annehmen um in besseren Zügen zu leben. Sie schien nicht der Typ von Frau zu sein, die ohne Nachdenken oder Hintergrundgeschichte das Geld einfach nahm. Nein! Bei ihr musste es sich hierbei um was Größeres handeln und so wie es schien gab es selbst für sie keine andere Option um dies zu begleichen.


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    • Luana Young

      Sie wollte verschwinden und mit dieser Sache nichts zu tun zu haben, denn wie es schien war der Mann doch vielleicht ganz anders als so, wie sie ihn gestern kennen lernen durfte. Sarkasmus schien ihm nicht zu liegen, damit würden sie sich oft in die Haare kriegen, denn solche Bemerkungen waren einfach ein Teil der Identität der Frau, da war auch keine Änderung möglich, denn wenn sie schon seine Ehefrau spielen sollte, dann wollte sie authentisch bleiben, nicht mehr und nicht weniger. Luana ging jedoch nicht, sie wurde mit ruhigen Worten aufgehalten, die ihr deutlich machten, dass es vielleicht besser war es wenigstens zu versuchen, denn Christopher hatte mit einer Sache recht: es gab bisher keinerlei andere Jobmöglichkeiten. Die Blondine verengte ihre Augen, bevor sie nach dem Geld griff, welches ihr hin gehalten wurde, auch wenn sie kein Wort dabei sprach. Der Mann schien alles über sie zu wissen, ohne, dass sie etwas verraten hatte. Woher sollte er wissen, dass sie Schulden hatte? Oder nahm er es nur an? Spielte er mit ihr, oder sollte sie sich Sorgen machen, dass man ihr gewisse Sachen ansehen konnte?
      Luana sollte ihre Bedingungen offen legen, dabei war es nicht sie, die gerade ihre potentielle Chance vertrieb, aber sie entschloss sich sitzen zu bleiben und das Geld wieder einzustecken, während ihre blauen Augen den Mann musteren. Er hielt es nicht für nötig zusammen zu ziehen und es klang allgemein ein wenig unüberlegt, wie er das beschrieb. Warum auch immer er eine Ehefrau brauchte, so würde das mit Sicherheit nicht klappen. Wenn seine Familie, Freunde, die Welt und wer auch immer davon überzeugt sein sollte musste es schon echt wirken und dazu gehörte einiges mehr, als nur da zu sein, wenn er es wollte, aber die Blondine ließ ihn aussprechen, während sie mit ihrem Löffel den Schaum aufsammelte. "Das wird so nicht funktionieren", sprach sie letztendlich, als Chris zu Ende gesprochen hatte. "Eine Ehe besteht aus weit aus mehr.. Wir müssen uns kein Schlafzimmer teilen, machen viele Paare nicht, aber wer auch immer davon überzeugt werden soll, wir wären ein Paar und verheiratet, der wird mit Sicherheit skeptisch, wenn er bemerkt, dass deine Ehefrau nicht bei dir wohnt". Sie blickte auf. "Dazu gehören gemeinsame Erinnerungen, Urlaubsbilder, Körperkontakt.. Ich denke, dass wir da weit aus mehr brauchen, als lediglich zu erscheinen, wenn du mich brauchst". Eine Ehe hatte sie zwar nie geführt, aber Beziehungen, irgendwann mal jedenfalls, und das auf verschiedene Arten, aber sie sollte ja eigentlich ihre Bedingungen klar machen, darauf war sie auch schon vorbereitet, sonst wäre ihre SMS nicht los gegangen. "Aber meine Bedingungen..", sie griff wieder zu der kleinen Handtasche, im nach einem Zettel zu suchen, der schneller gefunden war, als sie annahm, den legte sie auch Chris vor, zahlen waren drauf zu sehen, kaum mehr. "Für so etwas muss ich mein Leben mehr, oder weniger aufgeben.. Oder eher stark umstrukturieren.. Es wird nicht billig". Sie deutete auf die verschiedenen Positionen und zahlen, während sie sprach: "Ich brauche zweiundhalb Tausend Dollar jeden Monat auf ein von mir ausgewiesenes Konto.. Ohne Fragen, oder ein Gespräch über den Inhaber dieses Kontos.. Dreihundertsechzig Tausend brauche ich insgesamt als eine Einmalzahlung, das Konto kann ich dir auch nennen, das musst du mir nicht in die Hand drücken... Ich erwarte in der ersten Zeit das Aufkommen für mein Unterhalt.. In Form von Wohnung, Lebensmitteln.. Bis ich mir einen Job gesucht habe, mit welchem ich mich selbst über Wasser halten kann und bis wir uns darüber einig sind, ob ich bei dir wohnen soll, oder nicht.. Außerdem möchte ich finanzielle Unterstützung bei meiner Weiterbildung.. Ich möchte meinen Abschluss nachholen, vielleicht studieren, ich weiß es noch nicht.. Ich möchte mir keine Gedanken dabei machen was es kostet und wie ich das Geld beschaffen werde.. Sollte ich damit fertig sein werde ich dann selbst für mich aufkommen, aber bis zu dieser Zeit möchte ich diese Möglichkeiten offen haben.. Außerdem will ich eine Krankenversicherung und Übernahme nötiger medizinischer Kosten.. Und ich möchte einen einzigen Tag im Monat, an dem ich nicht für dich erreichbar bin.. Sonst kriegst du alles.. Ich bin sofort da, ich lasse alles stehen und liegen und spiele mit, tue was nötig ist um diese Show aufrecht zu erhalten.. Dazu gehört Körperkontakt, Ausflüge, was auch immer..". Sie wollte versorgt sein, immerhin würde sie ihr Leben nach dem Mann umstrukturieren, sie würde da sein und vor allem würde sie mitspielen, je nachdem, wie lange er es vor hatte würde es dementsprechend länger dauern und Luana wollte vorbereitet sein, sie wollte gesichert sein in allen Richtungen. Den Zettel mit allen Informationen überließ sie ihm. "Das ist ein schwerer Schritt für mich hier zuzustimmen.. Deshalb sind die Bedingungen nicht verhandelbar.. Ich will dich nicht ausnutzen.. Ich möchte lediglich am Ende auf eigenen Beinen stehen, dann brauche ich dein Geld nicht, aber bis dahin soll alles gewährleistet sein, was ich brauche".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Hat er es jetzt mit seinem Verhalten von vorhin vermasselt? Dass Luana nun gehen würde nur, weil er so überreagiert hatte, würde er natürlich verstehen aber es wäre somit auch ein fataler Niederschlag für ihn gewesen. Sie war in seinen Augen die perfekte Kandidatin für diese Rolle gewesen, daher war es wichtig, dass er sich wieder beruhigte und sich auf das wesentliche Ziel konzentrerte. Soll sie doch seine Geschäftspartner beleidigen oder sein ganzen Lebensstil oder sonst was kritisieren. Es interessierte ihn nicht. Es ging hier nur um den Deal mit ihr seine Frau zu spielen und dafür kassierte sie jeden Preis den sie haben wollte.
      Nachdem er sich tief durchgeatmet hatte und sich wieder unter Kontrolle brachte, sprach er auch schon weiter woraufhin er sie darauf aufmerksam machte nochmals darüber nachzudenken ob es wirklich so klug sei sein Angebot abzulehnen. Er kannte das Mädchen nicht so wie er es vielleicht sollte um diesen Deal dingfest zu machen doch wie es schien reichten seine Argumente schon aus, als sie sich dazu entschloss das Geld, welches vorher am Tisch Vonn ihr für die Kellnerin landete, wieder einzustecken und sich auf den Stuhl zu setzen. //1:0 für mich//, schoss es ihm dabei durch den Kopf während er sie dabei auch beobachtete wie diese mit dem Löffel in der Tasse spielte. Als er fertig gesprochen hatte, schien für einen kurzen Augenblick, und sei es nur 2 Sekunden gewesen, eine gewisse Ruhe zwischen den beiden aufgetreten zu sein, doch hielt diese nicht lange als die blondhaarige ihm gegenüber das Wort ergriff und meinte, dass es so nicht funktionieren würde wie er es sich vorstellte. Es würde nicht klappen? Seine Familie kam sowieso so wenig wie möglich bei ihm vorbei und wenn kamen sie auch nicht besonders weit in sein Haus, da er es sowieso nicht ausstehen konnte wenn diese vorbei kamen aber umso mehr sie davon sprach wie eine Ehe wirklich aussah, umso mehr musste er zugeben, dass sie richtig lag. Chris hatte zwar schon mal die eine oder andere Beziehung gehabt, aber wenn er ehrlich zu sich war, hielt diese nicht gerade besonders lang an. Er war entweder für Beziehungen einfach nicht gemacht oder die Frauen waren immer abgeschreckt worden von seiner kühlen distanzierten Art. Er war eher der Playboy gewesen, der sich eine Frau suchte wenn seine Gelüste danach riefen aber mehr war in seinen Augen nie dahinter gewesen. Aber natürlich suchte er sich auch welche, die die selben Ansichten wie er hatte. Er war in der Hinsicht zwar ein Arsch aber wenn es darum ging mit einer zu schlafen, dann nur unter den selben Bedingungen. Er wollte niemanden falsche Hoffnungen oder sonst was machen und bis heute ging dies auch ganz gut, auch wenn er mittlerweile da viel kürzer getreten war als früher. "Wenn du meinst, dass es so glaubwürdiger rüberkommt, dann halte ich dich nicht auf. Mein Haus ist groß genug, daher kommen wir uns beide nicht schon so oft in die Quere" meinte er etwas kühler dazu als er den letzten Schluck von seinem Kaffee austrank bevor sie dann schon einen Zettel auf den Tisch legte, der aus der Tasche gepackt wurde, mit all den Zahlen welche sie benötigen würde. Luana machte ihm deutlich, dass es keinen Widerspruch dafür gab und er diesen Bedingungen zustimmen sollte. Er selbst nahm den Zettel erstmal in die Hand und sah sich alles genau an was sie von ihm verlangte. Auch wenn die Summe, welche sie von ihm verlangte, wirklich deutlich nicht wenig war, so sollte es nicht daran scheitern. Chris hatte aufgrund seiner Arbeit genug davon gehabt, denn schließlich ging kein einziger Deal mit seinen Geschäftsmännern unter die Miillionengrenze und da seine Firma sowie auch noch zusätzlich seine Familie genügend Termine und Partner hatten, würde die Summe sowieso nicht wirklich auffallen. Außerdem würde es dann von seinem Konto verschwinden und da hatte niemand, außer er selbst, eine Sicht darauf. Selbst das Ersparte, was er sich eigentlich für Sarah aufgehoben hatte, wurde in den Jahren immer mehr und mehr also von dem her, war dies das kleinste Problem gewesen. "Ich sagte doch, dass ich Geld habe" mit diesen Worten legte er den Zettel zurück auf den Tisch und wandte dabei seinen Blick auf die junge Dame vor sich. "Daher stimme ich deinen Bedingungen zu. Schließlich war das der Deal und wenn es dir hilft dabei deine Rolle perfekt zu spielen, habe ich kein Problem damit" sprach er ruhig und schob diesen zurück zu Luana. "Wenn du sonst keine Bedingungen oder sonst was hast, würde ich vorschlagen, dass du recht bald deine Sachen packst und in dein neues Heim ziehst. Schließlich meintest du doch vorher selbst, dass dies ein wichtiger Part einer glaubwürdigen Ehe sei" kam es mit einem kühlen Lächeln aus ihm heraus, bevor er schon aufstand, das Geld für die beiden Kaffee und den Kuchen hinlegte um sich gleich darauf zum Ausgang aufmachte und sich draußen eine Zigarette anzündete. Er hatte es geschafft. Er hatte es wirklich geschafft eine Frau zu finden, welche ihm das Leben der Firma rettete.


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      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Christopher wollte eine glaubwürdige Ehe vorspielen, eine, die von den anderen Menschen in seiner Umgebung abgenommen werden sollte, da reichte es wirklich nicht aus, wenn die Blondine einfach nur dann erschien, wenn er sie brauchte. Natürlich, sofort zu heiraten würde auch eine gewisse Missmut erwecken, eine Beziehung war notwendig, die sie auch geheim halten konnten, jedenfalls die vorherige Zeit, die beiden mussten sich noch kennen lernen, darüber sprechen wie sie sich eigentlich kennen gelernt haben wollen und noch vieles mehr. Letztendlich stand aber fest, dass sie bei dem Mann einziehen sollte, eine gute Idee, doch bevor so etwas passierte mussten die Bedingungen auf den Tisch gelegt werden und davon hatte sie auch reichlich. Luana war vorbereitet, sie hatte wirklich darüber nach gedacht und wollte eine abgesicherte Zukunft haben, Möglichkeiten und vor allem die finanziellen Mitteln, die ihre Mutter nötig hatte. Mit zweiundhalb Tausend jeden Monat würde sie ein Einzelzimmer kriegen, ihre Therapien und Medikamente, den übrig gebliebenen Betrag könnte man sammeln, sollte es etwas geben, was etwas teurer ausfällt, aber auch die Blondine selbst wollte etwas erreichen, sie wollte letztendlich unabhängig werden, nach Möglichkeit. Ein Studium zog sie in Erwähnung, damit würde sie deutlich bessere Jobs bekommen, außerdem einen besseren Abschluss, könnte sich jetzt voll und ganz auf die Schule konzentrieren, ohne größere Probleme.
      Geld schien wirklich keine große Rolle zu spielen, was ihr ihr Gesprächspartner deutlich machte, er stimmte ihren Bedingungen letztendlich auch zu, schien nicht einmal wirklich darüber diskutieren, oder sprechen zu wollen, was die Frau einerseits überraschte, sogar sehr überraschte, andererseits jedoch ein gute Gefühl in der Brust bescherte. Sie hatte es scheinbar geschafft, jedenfalls einen ersten Schritt hatte sie geschafft in ein besseres Leben, welches sie hoffentlich auch gut genießen konnte, aber das würde sie ja noch sehen.
      Christopher wollte gehen, er schlug ihr vor ihre Sachen zu packen und bald bei ihm einzuziehen, aber da gab es doch noch die ein, oder andere Kleinigkeit, die vorher noch erledigt werden sollte. Kurz blickte ihm die Blondine nach, bevor sie sich erhob und bei der Dame bedankte, die den Tisch langsam abräumte. Sie hinterließ ihr trotzdem ein wenig Trinkgeld, bevor sie scheinbar ihrem Verlobten folgte, um draußen die Sonne zu genießen, die zu ihnen hin strahlte. Er war Raucher.. Aber damit konnte sie leben. "Ich will einen Vertrag haben", erwähnte Luana, ohne groß vorher was zu sagen. "Einen zwischen dir und mir.. In dem alles nötige fest gehalten wird.. Und einen Ehevertrag mit Gütertrennung, ich bin nicht darn interessiert einen Teil deines Verdienstes mitzunehmen, sollten wir uns trennen". Sollten, die Frage war nämlich, wie lange die beiden eigentlich verheiratet sein sollten.. Aber darüber sollten sie noch quatschen. "Wir müssen außerdem noch einiges andere bequatschen.. wie wir uns kennen gelernt haben, wie lange wir schon zusammen sind ohne, dass die anderen es wissen..". Ihre Augen blickten zu dem Mann neben sich, um ihn von der Seite zu mustern. "Und warum wir keine Kinder haben möchten". Ganz wichtig, es würde keine geben!
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    • Christopher Carter

      Auch wenn gerade das Glück sozusagen auf seiner Seite stand, war es auch ein wenig einfach die junge Frau davon zu überzeugen seine Frau zu spielen. Ob es dazu aber zu einfach war, konnte er selbst noch nicht sagen, jedoch schien sie auch seine Bedingungen zu akzeptieren solange das Geld stimmte und dies war in seinen Augen nun wirklich seine geringste Sorge gewesen. Die größte Sorge welche momentan in seiner Magengrube lag war seine Familie zu überzeugen, dass er eine Frau hatte, welche bei ihm lebte. Da sie seine Lebenseinstellung zu Frauen kannten, war es ganz bestimmt kein leichtes Spiel gewesen diese von Luana zu überzeugen. Jedoch hing einiges von diesem Treffen ab und darauf nahm Chris jedes Risiko auf sich.
      Draußen angekommen, holte er seine Zigarettenschachtel aus der Tasche, nahm sich eine raus und zündete sie sich an bevor sein Blick in die Ferne ging und den Rauch auspustete. Er hatte es dennoch geschafft sie erstmal für sich zu gewinnen. Einerseits nervte es ihn tierisch, dass nun noch jemand bei ihm wohnte als er selbst, da der blondhaarige sehr viel Wert auf Privatsphäre legte aber andererseits sagte Luana bereits, dass es wichtig war, dass beide zusammen in einem Haushalt wohnen mussten um es glaubwürdig rüber zu bringen. Selbst er würde ihr den Freiraum geben, welchen sie haben wollte und auch den einen freien Tag, welchen sie sich wünschte. Dagegen stand nun wirklich nichts an. Schließlich brauchte er niemanden der ständig 24h 7 Tage die Woche bei ihm hing. Soll sie doch auch ihr eigenes Leben führen. Es dauerte nicht lange bis die besagte Dame neben ihm erschien und meinte einen Vertrag haben zu wollen, was ihn doch etwas überraschte. Reichte es denn nicht, dass er schon zusagte, dass sie das Geld bekommen würde, welches sie haben wollte? Warum also einen Vertrag machen? Oder dachte sie vielleicht, dass er sie hinters Licht führen würde und wollte damit eine Absicherung haben? "Kaum verheiratet schon denkt sie über die Trennung nach" kam es mit einem amüsanten Lächeln aus ihm heraus als er erneut einen Zug seiner Zigarette machte um gleich darauf den Rauch auszupusten. "Das ist aber nicht der richtige Weg einen neuen Abschnitt ihres Lebens anzugehen, Miss Luana" versuchte er sie damit ein wenig aufzuziehen, auch wenn es nur für ihn ein reines Vergnügen gewesen war. "Gegen ein Vertrag sollte nichts stehen. Wenn du den haben willst, gerne" dabei zuckte er mit den Schultern "Das spielt für mich keine Rolle" meinte er noch dazu und richtete seinen Blick zu ihr rüber als sie meinte, dass sie sich noch zusammensetzen sollten um ihre Geschichten, was ihre Ehe betraf, abzustimmen. Warum sie keine Kinder möchten? Bei diesem Satz konnte er sich einen kurzen Lacher nun wirklich nicht verkneifen. Sie schien ja die ganze Sache extremst ernst zu nehmen. Einerseits war es gut gewesen, dass sie bereits so darüber nachdachte und alles so schnell wie möglich vermutlich hinter sich bringen wollte aber andererseits konnte man dies auch übertreiben. "Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du gleich am Anfang gefragt wirst, warum wir keine Kinder wollen, oder etwa doch?" stellte er ihr die Gegenfrage bevor er zu einer der Aschenbecher bei den Tischen ging, welcher leer stand, seine Zigarette dort zerdrückte um wieder zurück zu ihr zu kommen. "Ich denke, wir sollten das alles besprechen sobald deine Sachen bei mir sind. Vorher würde sowieso keiner mitbekommen, dass du meine Frau bist also warum alles überstürzen? Wir haben noch genug Zeit, es kommt nur auf dich drauf an" meinte er kühl weiter während er seine Hände in die Jackentaschen verstaute. "Soll ich dich irgendwo mit hinnehmen oder stehst du lieber auf den öffentlichen Verkehr?" wollte er noch von ihr wissen, da es in seinen Augen fürs Erste momentan nichts mehr zu besprechen gab. "Oder hast du noch weitere Fragen?" außer in ihren Augen sah das noch vollkommen anders aus. Chris war schon immer jemand gewesen der sich nicht viel aus etwas machte. Er war eher der Typ Mensch im Leben gewesen der alles so nahm wie es kam. Sich vorher über alles Gedanken zu machen, brachte niemanden was und machte nur Kopfschmerzen was er so gar nicht brauchte. Sie wollte einen Vertrag? Den würde er heute noch zusammenstellen. Sie wollte die Geschichten abgleichen? Gut, das konnten sie machen sobald Luana bei ihm eingezogen war. Vorher noch irgendwas zu organisieren wäre nur reine Zeitverschwendung. Und sein Haus lag auch nicht gerade neben der nächsten Nachbarschaft, somit würden die beiden auch dort draußen ihre Ruhe haben. Zum anderen hatte er auch noch eine andere Sache zu erledigen die vor ihm stand und die hatte in seinen Augen eine höhere Priorität gehabt.


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    • Luana Young

      Sie kannten sich in Wahrheit nicht, sie wussten eigentlich nichts übereinander, vor allem sollten sie in der nächsten Zeit zusammen wohnen, heiraten.. Da war es doch klar, dass Luana noch kein Vertrauen aufgebaut haben konnte, immerhin kam der Mann gestern erst auf sie zu, wollte, dass sie seine Frau wird, warum sollte sie keinem Vertrag fordern? Die ganze Sache war einfach zu verrückt, so richtig hatte es die Blondine selbst auch noch nicht realisiert, vor allem aber hatte sie sich noch keine Zeit sich Gedanken dazu zu machen, wie ein Zusammenleben mit einem fremden Mann funktionieren soll. Christopher hatte erwähnt, er hätte ein großes Haus, sie könnten sich damit mit Sicherheit aus dem Weg gehen, aber Gedanken wollte sich die Blondine dazu erst später machen, vorher wollte sie alles andere über die Bühne bringen.
      Der Mann neckte sie schon, schien in einer deutlich besseren Verfassung zu sein, als es gerade eben noch am Tisch gewesen ist, mit seiner Bemerkung entlockte er ihr dennoch ein kleines Lächeln. "Um verheiratet zu sein müssten wir zum Standesamt", verbesserte sie dennoch den Mann und blickte nach vorne, um seinen weiteren Worten zuzuhören. Wenn er der Mann war, den er ihr jetzt gerade zeigte, dann würden sie zusammen mit Sicherheit gut miteinander auskommen, sollte er jedoch der Mann sein, den er ihr heute am Tisch präsentierte.. Könnten sie sich vielleicht öfter in die Haare bekommen, denn den Sarkasmus würde sie nicht abstellen können und wollen. Aber einen Vertrag würde es geben, darüber freute sie sich, scheinbar würde sie wirklich alles bekommen, was sie wollte und was sie sich vorgenommen hatte, damit startete sie mit einem guten Gefühl in diese ganze Sache. Vielleicht sollte sie das Gefühl täuschen, das wusste sie letztendlich nicht, aber sie wusste, dass es jetzt doch vielleicht zwischen ihnen besser lief.
      Ihre Bemerkung über die Kinder wurde hinterfragt, da musste sie schmunzeln. "Meine Mutter hätte uns damals direkt gefragt, wann wir vor haben Kinder zu bekommen, um sie zur Großmutter zu maxhen", erklärte sie und zuckte mit den Schultern, in ihrer Familie waren Kinder sehr rar gewesen, viele waren Einzelkinder, dementsprechend warteten viele auf Enkel, Nachfahren.. Aber das würde jetzt von ihrer Seite aus nicht mehr relevant sein. Letztendlich wollte Chris darüber später sprechen, wenn sie bei ihm eingezogen ist, ja sie hatten Zeit die Frage war nur, wann er damit anfangen wollte, sollte sie sofort zu ihm einziehen? "Soll ich direkt schon einziehen, oder willst du mich vorher deiner Familie vorstellen, um zu sehen, wie es klappen wird?", fragte die Blondine direkt und steckte ihre Hände in die Hosentaschen, um irgendetwas mit ihnen zu machen. Sie mussten somit eine geheime Beziehung in der letzten Zeit geführt haben, immerhin zog man nicht direkt nach dem Kennenlernen mit seinem Partner zusammen.. Ob der Mann sie jedoch irgendwo hin fahren sollte? "Ich wohne zehn Minuten von hier.. Wenn du mich da irgendwo absetzen könntest wäre es nett", nahm sie auch gleich das Angebot an, es ging schneller, als gedacht, somit könnte sie mit Hannah ein wenig Zeit an ihrem Geburtstag verbringen, darüber wird sich die Mitbewohnerin bestimmt freuen. "Wo arbeitest du eigentlich?", wollte Luana aber dann doch wissen, sie könnten immerhin mit dem Kennenlernen anfangen.
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    • Christopher Carter

      Chris konnte durchaus auch eine lockere Art aufsetzen, wenn er wollte aber solche Momente kamen nun wirklich selten bei ihm vor. Die Meisten beschrieben ihm eher als kaltherzig, zurückgezogen und unfair anderen Menschen gegenüber aber niemand kannte ihn wirklich wie er war und in seinen Augen konnte dies auch ruhig so bleiben. Umso mehr man von ihm wusste, umso verletzbarer wurde man den anderen gegenüber. So sah er es zumindest und dies war auch der Grund dafür, warum er eher weniger etwas über sich erzählte. Dass jemand wirklich seine Story interessierte, konnte er sich einfach nicht vorstellen. Wenn es schon alle vorher nicht getan haben, warum also soll dies jetzt der Fall sein?
      Selbst Luana würde er dieses Vertrauen nicht schenken nur, weil die beiden in Zukunft zusammenleben als auch verheiratet werden sein. Was die beiden hatten, war eigentlich nur ein einfacher Deal gewesen, mehr nicht. Daher wird er auch ihr seine Einstellung darüber nicht ändern und dies hatte die blondhaarige auch zu akzeptieren gehabt. Doch auch er konnte sich erneut ein sanftes Lächeln nicht verkneifen als sie auf seine Bemerkung hin was die Scheidung betraf, selbst darauf konterte. "Ich denke da kann ich schnell was organisieren" meinte er selbst noch mit einem nekischen Ton bei. Chris hatte schon immer Wege gewusst um alles so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. An seinen Kontakten scheiterte es nun wirklich nicht und wenn er wollte konnte er alles erreichen, wenn er nur die richtigen Karten auf den Tisch präsentierte und dies hatte er auch bei der Frau neben sich geschafft. Zuerst hatte sie zwar bei ihm einen Nerv getroffen gehabt, aber da spielte auch noch das von seinem Bruder gestern Abend eine große Rolle, aber mit den richtigen Karten hatte er wieder das Blatt gewendet und die Zustimmung von Luana erhalten. Es war zwar noch keine 100%ige Zusage gewesen, da noch einige Formularitäten erledigt werden mussten aber das würde er selbst auch noch hinbekommen. Nachdem er von ihr wissen wollte ob sie wirklich dachte gleich als Ersters die Babyfrage zu hören, war er darüber doch überrascht gewesen als sie meinte, dass ihre Mutter dies sicher gefragt hätte. Hätte? Vergangenheitsform? Lebte ihre Mutter etwa nicht mehr? Kurz überlegte er ob er sie dies fragen solle, doch war das erstens hier nicht gerade vor einer Bäckerei der richtige Ort noch der richtige Zeitpunkt gewesen und zweitens würde es ihm sowieso nicht interessieren. Jeder trug sein Gebäck auf den Schultern und so wie es Chris hatte, hatte es vermutlich die junge Frau genauso gehabt. Man musste einfach nur wissen wie man damit umging...der Rest spielte dabei keine Rolle. Als sie dann auch noch weitere Fragen hatte und er meinte, dies später zu erledigen, kam auch schon die Frage ob sie gleich zu ihm ziehen solle was ihn wieder zum Denken brachte. Eigentlich wäre dies keine schlechte Idee, denn schließlich meinte sie ja selbst, dass es passieren soll, wenn sie den anderen was vorspielen wollten....aber jetzt gleich? "oder willst du mich vorher deiner Familie vorstellen, um zu sehen, wie es klappen wird?", seiner Familie vorstelllen. Bei diesen Worten entglitt ihm nur ein genervtes Seufzen. "Meine Familie willst du nicht kennenlernen. Genieß lieber die Zeit noch, wo du sie nicht kennst. Danach ist sowieso alles verloren" kam es kühler aus ihm heraus. "Ich werde dich morgen Nachmittag abholen. Bis dahin solltest du alles gepackt haben" meinte er dann noch bevor er schon wissen wollte ober sie irgendwohin bringen solle, da er selbst langsam losfahren wollte. Ihre Wohnung lag nur 10 Minuten von hier? Ein wenig sah er sich dabei um und musste sagen, dass dies nicht gerade ein Viertel der Stadt war, wo er gerne wohnen würde. Er war eher jemand der sich eine gemütlicher Gegend mit Parks oder sonst was aussuchte. Dies war mitten in der Stadt und viel zu viel Verkehr für ihn. Selbst die Fahrt hierher war für ihn schon ein Horror gewesen aber da er nicht wusste wie mobil sie war, war es der einfachste Weg auch öffentlich zu kommen. "Na dann, komm mit" sprach er kurz und machte sich dann schon auf den Weg zu seinem Wagen, welcher genau schräg gegenüber parkte. Es war zwar kein Luxusmodel gewesen, da es auch andere Leute gab, welche den Wagen fuhren aber für seine Verhältnisse reichte es vollkommen aus und da er sowieso nicht immer bewegt wird, musste Chris auch nicht zu oft tanken fahren.
      Was er arbeitete? Überrascht sah er dann zu ihr rüber als Luana gegenüber von ihm auf der Beifahrersitz stand bevor er dann selbst einstieg und den Motor startete. "Ich bin im Familienunternehmen meiner Eltern tätig" erklärte er kurz. Chris hatte nun wirklich keine Lust gehabt sich darüber ausführlicher zu unterhalten. Er hasste es ehrlich gesagt über sich selbst zu reden aber wie es schien und auch in Zukunft aussehen würde, würde sich dies sicher nicht vermeiden lassen, wenn sie gut genug lügen soll, wenn es um ihre Ehe geht. "Also, wohin muss ich fahren" wollte er wissen und als sie ihm schon mal eine Richtung angab, setzte er den Blinker zum rausfahren und fuhr auch schon los als sich die Möglichkeit dazu ergab. "Du sprachst vorhin bei deiner Mutter von 'hätte'. Gab es dazu einen bestimmten Grund warum du dies in der Vergangenheitsform getan hast?" wechselte er somit das Thema um wenigstens etwas über sie zu erfahren. Auch er musste zusehen, dass er an Informationen rankam, sollten seine Eltern oder sein Bruder etwas wissen wollen. Und so wie er sie kannte, würde dies früher oder später auch passieren.


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    • Luana Young

      Sie mussten noch heiraten, um ein Ehepaar zu sein, so etwas erledigte man doch normalerweise mit seiner Familie, oder nicht? Luana verstand noch nicht alles, einerseits sollte sie seine Ehefrau spielen, andererseits hieß es, dass sie seine Familie nicht kennenlernen wird.. Warum dann soll sie ihn heiraten? Vielleicht gab es ja noch andere Gründe, aber letztendlich sollte es ihr egal sein, sie würde ihre Rolle perfekt spielen, dessen war sie sich sicher, und fertig ist es. "Gut, ich schicke dir die Rechnung für das Kleid, das Make-Up und den Rest per Post zu", da zuckte die Blondine mit ihren Schultern, meinte es aber deutlich frecher, als es diese Geste zeigte. Es war ihr klar, dass es ab jetzt wirklich hieß, dass der Mann für ihren Unterhalt aufkommen wird, sie musste sich wirklich keine Gedanken mehr darüber machen, wie viele Schichten sie in dem Club machen muss, um für alles aufzukommen, was sie zahlen musste, aber noch gab es keinen Vertrag und noch wohnte sie nicht bei ihm. Gerne hätte sie aber gefragt, warum sie froh sein sollte seine Familie noch nicht zu kennen, denn Luana hätte gerne wieder eine richtige, vor allem auch intakte Familie gehabt, aber sie hob es für später auf, denn der kühle Ton des Mannes deutete schon darauf, dass es kein gutes Thema war, vielleicht mal später.. Allerdings sollte sie schon morgen bei ihm einziehen, verdammt, was sollte sie nur Hannah sagen?! das ging ihr vielleicht doch ein wenig zu schnell, aber die Blondine ließ es sich nicht anmerken, sie würde es irgendwie schaffen.. "Das ist in fünf Minuten gemacht, ich besitze nicht viel", verriet die Frau jedoch und zuckte mit den Schultern, ging nicht weiter darauf ein, stattdessen nahm sie das Angebot an gefahren zu werden, so konnten sich die beiden noch ein wenig im Wagen unterhalten.
      Der Wagen war.. hübsch, mit Sicherheit auch teuer, aber Luana musterte es einen Moment lang, an solch einen Luxus konnte sie sich wohl jetzt gewöhnen, oder? Sie könnte morgen nach ein wenig mehr fragen, immerhin könnte sie ihren Kleiderschrank ein wenig füllen, die Klamotten, die sie besaß waren viel mehr für ihre Arbeit gedacht, das gehörte ja auch schließlich zum Unterhalt dazu, aber das konnte auch erst einmal bis zum nächsten Tag warten. Stattdessen fragte die Blondine nach der Arbeit des Mannes, den überraschten Blick hatte sie bemerkt, aber nicht verstanden, sie stieg dennoch auf der Beifahrerseite ein und schnellte sich an. Die Antwort fiel kurz aus, aber dabei erfuhr sie, dass er im Familienunternehmen seiner Eltern tätig war. "Das heißt?", fragte Luana dennoch weiter, denn sie wollte einen Beruf wissen, oder eine Position wenigstens. Mit irgendetwas mussten sie anfangen, das war doch ein guter Anfang, oder nicht?
      Die Blondine zeigte, in welche Richtung der Mann fahren sollte, sie wusste nicht, wie gut er sich hier auskannte, deshalb beschloss sie ihn zu führen. Doch Christopher stellte eine Frage, mit der nicht nur Luana nicht gerechnet hatte, sondern mit der auch ihre Stimmung deutlich runter gezogen wurde. Sie schluckte schwer und blickte zunächst nur aus der Frontscheibe, bevor sich ihr Blick zu dem Fenster auf ihrer Seite bewegte. Ja, sie sprach von hätte, aber warum eigentlich? Ihre Mutter war nicht tot, jedenfalls nicht körperlich, doch Luana hatte schon vor Jahren ihre eigentliche Mutter verloren.. An die Drogen. Sie beantwortete die Frage nicht, hatte für den Moment gar nicht gesprochen, bis sie andeutete, dass der Mann gleich links musste. "Das.. Ist nicht ganz einfach zu beantworten", gab sie ehrlich zu, ihre Stimmlage hatte sich deutlich geändert. Sie schluckte noch einmal schwer. "Meine Mom.. Ist krank.. Sie ist nicht mehr die, die sie mal war.. Was auch der Grund dafür ist, warum ich das hier tue". Es war vielleicht zu früh, um alles offen zu legen, aber früher oder später werden definitiv Fragen aufkommen und ein wenig Ehrlichkeit war auch in dieser .. Beziehung.. gut. "Ihre Behandlung ist sehr teuer.. Du liegst damit richtig, dass ich nicht zur meiner Freude tanze". Sie schämte sich zu dem Mann zu sehen, ein schweres Thema für sie, aber sie zuckte am Ende mit den Schultern. "Wie alt bist du eigentlich?".
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    • Christopher Carter

      Chris war doch etwas überrascht über all die Forderungen gewesen, welche die blondhaarige an ihn stellte. Sie wollte vor dessen Hochzeit seine Familie kennenlernen? Für ihn selbst war das eigentlich kein großes Thema gewesen. Nein! Wenn es sogar nach ihm ginge, hätte es ihm nichts ausgemacht, wenn sie seine Familie gar nicht kennenlernen müsste aber andererseits wusste er auch, dass dies nicht ewig so bleiben würde. Irgendwann würde der Tag kommen an dem sie seiner Familie über den Weg laufen würde. Es war nicht so, dass er Angst davor hätte aber er wusste ganz genau wie die anderen tickten und genau das wollte er Luana eigentlich ersparen. Nicht ihretwegen, weil sie ihm etwas bedeutete. Eher gesagt, weil er dann selbst ihre genervte Art und Weise vermutlich den ganzen Abend dann anhören durfte und darauf hatte nun wieder er keine Lust gehabt. Chris war sowieso jemand, der eher für sich blieb. Er brauchte keine Frau an seiner Seite oder eine Familie. Auch wenn er immer den gefühllosen Mann raushängen ließ, konnte man auch sagen, dass es auf der anderen Seite eher ein Abwehrmechanismus war um nicht wieder verletzt zu werden. Er mochte es einfach nicht zu hören, dass man ihn gerne hatte, weil er wusste, dass dieser Moment nicht lange anhalten würde. Die Menschen entfernten sich dann immer mehr und mehr von ihm und ließen ihn schließlich doch wieder alleine stehen. Warum also noch jemanden an sich ran lassen? Die Menschen spielten so gerne mit den Gefühlen anderer Menschen. Einer der Dinge was er so sehr hasste.
      "Dann sollte dem Umzug ja nichts im Wege stehen" meinte er dann selbst wieder kühler als er zu ihr blickte. Wieviel sie hatte oder wieviele Zimmer sie in seinem Haus benötigen würde, war ihm sichtlich egal gewesen. Er würde sie nun als Frau haben, sobald auch die Formalitäten erledigt waren und das reichte ihm. Mehr wollte und brauchte Chris nicht. Danach steuerten die beiden schon zu seinem Wagen um Luana nach Hause zu bringen. Es kam zwar nicht oft vor, dass er dies jemanden anbot aber wirklich hier stehen lassen oder sowas wollte er sie auch nicht. Als sie dann auch noch nach seiner Arbeit fragte bevor sie einsteigen und er nur darauf antwortete im Familienunternehmen zu sein, wollte sie wissen was dies bedeutete was ihn selbst nur zum Seufzen brachte. Er verstand ja schon, dass sie mehr darüber wissen musste, wenn das mit der Ehe funktionieren solle aber andererseits nervte es ihn jetzt schon, dass es nun jemanden gab, welche Informationen über ihn haben wollte. "Ich bin ein Juniorchef. Reicht das?" kam es kühler aus ihm heraus als er den Motor schon startete und auf ihre Richtungsanweisungen losfuhr. Ja, sein Bruder und er selbst bezogen den Juniorchef solange die Eltern noch im Unternehmen waren aber in ein paar Jahren würde sich dies bestimmt ändern sobald die beiden in Pension gingen.
      Um schnell das Thema, was ihn betraf, zu wechseln, wollte Chris anschließend von ihr wissen was sie vorhin meinte, dass ihre Mutter gerfragt hätte wie es mit Kindern aussah. Wenn sie ihn schon Informationen abknüpfen wollte, dann konnte er das Spielchen doch komplett umdrehen. An ihrer Reaktion nach konnte er sehen, dass es ihr wohl nicht einfach viel darüber zu sprechen. War sie, nach seiner Vermutung nach, dann doch gestorben? Als sie meinte, dass es nicht so einfach wäre, wollte er schon was darauf erwidern, beließ es aber dabei da Luana schließlich dann doch zu erzählen anfing, was auch nicht gerade besser als der Tod klang sowie auch erklärte wieso die junge Frau den Job ausführte, in welchen er sie gesehen hatte als auch warum sie sein Angebot angenommen hatte seine Frau zu spielen. Chris wusste ganz genau wieviel er jeden einzelnen Mädchen auf der Bühne bezahlte und wenn er sich so den Lohn von ihr ansah, reichte dies hinten und vorne so gar nicht aus. "Ich kenne die Mädchen schon lange, welche für Lukas arbeiten und die Meisten von ihnen tun es wirklich, weil der Spaß an erster Linie steht. Aber bei dir konnte ich mir das nicht vorstellen. Du warst nicht so wie die anderen Mädchen" sprach er dann etwas ruhiger aus während er dann in der nächsten Kreuzung links abbog, so wie es sie ihm vorher mitgeteilt hatte, doch kamen sie direkt in einen Stau rein. Vorne schien irgendwie ein Unfall passiert zu sein, was ihn nicht besonders verwunderte. Die Straße hier war schon bekannt für Unfälle gewesen. Schien dann wohl so, dass die beiden noch etwas Zeit hatten sich zu unterhalten. Wie alt er war? Als Luana ihm diese Frage stellte, blickte er zu ihr rüber. "Ich bin 28" sprach er kurz "und wie alt ist das junge Fräulein?" dabei konnte er sich ein kleines amüsantes Lächeln nicht verkneifen. Dass sie nun etwas betrückter war durch die Geschichte ihrer Mutter, konnte man deutlich ansehen und um dies verschwinden zu lassen, wollte er sie ein wenig ärgern. Es reichte schon, wenn er nicht gerade die Frohnatur zwischen den beiden war. Eine bedrückt Frau brauchte er nun wirklich nicht neben sich. "Lebst du alleine in der Wohnung oder in einer WG um die Kosten etwas zu senken?" wollte er anschließend wissen als er seinen Blick wieder nach vorne richtete um sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren.


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    • Luana Young

      Sie hatte das Gefühl, der Mann am Steuer würde nicht so gerne ausgefragt werden, seine Aussage zu ihrer Frage nach dem Job machte es ihr deutlich, aber da führte kein Weg dran vorbei, sie mussten etwas über sich wissen, mussten sich kennen, auch wenn es sicherlich nichts war, worauf beide Lust hatten. Klar, vieles würde Luana gerne verschweigen, sie hatte nicht die Lust über ihren Vater sprechen zu wollen, wollte das auch so viel es geht verschweigen, immerhin hatte sie mit diesem Mann auch nichts mehr zutun, er meldete sich nicht mehr und damit war dieses Thema nicht wichtig. Vielleicht würde sie noch etwas zu ihrer Mutter sagen müssen, vielleicht würde es ausreichen, wenn Christopher den Empfänger der monatlichen Überweisungen sehen würde, um keine weiteren Fragen mehr zu stellen, hoffte es jedenfalls.
      Sie belies es dabei, als sie eine kühle Antwort bekam und merkte sich, dass er ein Juniorchef war, damit erklärte es, warum die Summe, die sie von ihm forderte, keinerlei Probleme darstellte. Mehr fragte sie nicht, weil ihr vor allem eine Frage gestellt wurde, die die Stimmung rasant kippen ließ. Natürlich wurde sie über ihre Mutter gefragt, am liebsten hätte sie ihre Aussage zurück genommen, niemals erst über ihre Mutter etwas gesagt, aber es war nun einmal so und nun musste Luana auch antworten. Sie sprach auch gleich darüber, dass sie das hier nur für ihre Mutter tat, umso überraschte war die Blondine, als ihr erzählt wurde, dass Chris genau das bemerkt hatte, dass sie vor allem nicht für ihr eigenes Vergnügen tanzte. Die Luft wurde irgendwie dick im Wagen, gerne wäre sie ausgestiegen, um in ihre Wohnung zu gehen, um nicht darüber nachzudenken, dass sie mehr, oder weniger von ihrer Situation etwas gesagt hatte, aber der Stau vor ihnen ließ sie nicht der Situation entfliehen. Innerlich seufzte sie, aber kommentierte nichts mehr zu dem Thema ihrer Mutter, stattdessen fragte sie danach, wie alt der Herr eigentlich war, das spielte zwar jetzt keine Rolle mehr, aber auch solche Kleinigkeiten waren wichtig zu wissen. Christopher war 28, gar nicht so viel älter. "Ich bin 25 seit heute", ihre Augen musterte den Fahrer von der Seite. Er lächelte, ein anderes Lächeln, welches sie bisher gesehen habe, aber ein wenig zu lange hielt sie sich damit vielleicht auf, deshalb blickte sie schnell zu dem stehenden Verkehr, um nicht merkwürdig zu wirken, die nächste Frage kam dann aber von ihm. "Ich miete bei einer Freundin ein Zimmer.. Also quasi eine WG", antwortete sie und fühlte dich irgendwie schlecht, denn Chris hatte vorhin davon gesprochen, dass er in einem großen Haus wohnte. Er konnte sich scheinbar einiges leisten, aber das war ein Gedanke, mit dem Luana lieber nicht anfangen sollte. "Hast du Geschwister?", fragte sie, mit dem Wissen, dass der Mann nicht gerne Fragen beantwortete. Er musste durch, ob er wollte, oder nicht.. Und das waren noch normale, vor allem einfache Fragen dazu.
      Der Verkehr vor ihnen schien sich nicht zu bewegen, der Unfall schien was größeres zu sein.

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    • Christopher Carter

      Sich jemand Fremden zu öffnen war eine Sache gewesen aber sich jemanden öffnen zu wollen und dies auch dann schlussendlich zu machen war wiederum eine andere Sache, welche wohl beiden nicht sonderlich gut fiel. Chris wusste ja, dass er jemand war, der eigentlich kaum über sich, sein Leben oder sonst was sprach aber auch Luana schien genau diese Art von Frau zu sein, welche am Liebsten alles für sich behalten würde. Dies bemerkte er alleine schon an der Tatsache als das Gespräch auf ihre Mutter führte. Klar, er hatte gefragt warum sie in Vergangenheitsform von dieser sprach und wenn er ihren ersten Satz richtig tendiert hatte, hätte sie wohl eher weniger von ihr sprechen wollen aber sie tat es und es war ihre freiwillige Entscheidung darauf gewesen. Dennoch nahm er Rücksicht darauf und horchte ihr genau zu woraufhin sie auch erklärte, dass sie genau deswegen den Job bei Lukas getan hatte. Auf seine Schlussfolgerung hin, musste es ja was geben weshalb sie tanzte, denn in seinen Augen war das blondhaarige Mädchen neben ihm nicht gerade der Typ dafür gewesen dies freiwllig zu machen. Andererseits hatte er sie so jetzt auch im Boot was das Geld betraf. Sie brauchte seine Kohle und er brauchte sie als Frau. Wie konnte da noch etwas schief gehen?
      Um die trübselige Stimmung, welche sich bereits im Auto aufgebaut hatte, und die Zeit, welche sie nun im Stau stehen würden, noch irgendwie besser verbringen zu können, wechselte sie anschließend wieder das Thema woraufhin Luana wieder etwas von ihm wissen wollte. Eigentlich hätte er genauso gut wieder das Thema wechseln können aber was würden die beide für eine Ehe spielen, wenn sie keinerlei Informationen aus ihm bekommen würde? Und das Alter ihres Mannes zu wissen war jetzt kein riesiges Geheimnis gewesen weshalb er es ihr verriet aber auch schon wissen wollte wie alt sie sei. "Ich bin 25 seit heute", veröffentlichte sie ihm ihr Alter woraufhin er dann wieder zu ihr rüberblickte. "Also ein Viertel Jahrhundert alt, was?" konnte er sich dabei ein amüsantes Lächeln wieder nicht verkneifen. "Na dann ist es wohl angebracht dir herzlichen Glückwunsch zu wünschen" brachte er es ein wenig freundlicher raus als was er eigentlich war, woraufhin er sich gleich räusperte "Ich muss aber sagen, dass ich mich auch gleichzeitig geschmeichelt fühle, dass du dich nichts desto trotz an deinem besonderen Tag dich mit mir getroffen hast" grinste er wieder kalt vor sich her. "Dann war es doch gut, dass ich dich zum Kaffee eingeladen habe" äußerte er noch dazu als der Verkehr vor ihnen wieder ein wenig losging, Chris den ersten Gang erneut einlegt um Schrittempomässig loszufahren, doch ging dies nicht lange als der Verkehr wieder zum stillstand kam und er auch schon die nächste Frage bezüglich ihrer Behausung fallen ließ. Es würde ihn nicht wundern, wenn sie eine WG bezogen hätte. Schließlich sagte sie ja selbst, dass sie das Geld brauchte und wie konnte man besser sparen als mit jemand gemeinsamen eine Wohnung zu beziehen wo nur die Hälfte der Miete verlangt wurde? Und genauso wie er es sich gedacht hatte, rückte Luana schon mit der Sprache raus und erzählte eine WG mit ihrer Freundin zu führen. "Eine WG ist nichts schlechtes. Viele Studenten oder junge Menschen nehmen sich eine, weil es einfach besser für die Verhältnisse ist. Irgendwie muss man ja klein anfangen, oder siehst du das etwa anders?" wandte er seinen Blick wieder zurück zu ihr, doch anstatt darauf eine Antwort zu erhalten, wechselte sie wieder zu ihm indem sie wissen wollte ob er Geschwister hatte. Ein leichter Seufzer entglitt erneut über seine Lippen. Das war eines der Themen, welches er so gar nicht besprechen wollte aber so wie der Verkehr immernoch stand, würde er wohl dem nicht ausweichen können. "Ich habe einen älteren Bruder, der mir ziemlich auf die Nerven geht" begann er zu sprechen als er wieder nach vorne sah und sein Ton auch ernster wurde. "den wirst du sicher schneller kennenlernen als was dir lieb war" sprach er noch ehrlich aus und überlegte dazu auch noch ob er etwas über Sarah sagen soll. Aber andererseits würde Luana es sowieso herausfinden sobald sie bei ihm eingezogen war. Sie war die einzige Person aus der Familie gewesen, dessen Bilder in seinem Haus standen. Ansonsten war von den Familienbilder nichts zu sehen. Doch beließ er es dabei. Chris hatte nun wirklich keine Lust gehabt darüber zu reden. Zum einen ging es sie nichts an und zum anderen würde sie so nur seine verletzbare Seite kennenlernen und darauf hatte er genauso wenig Lust gehabt. Es reichte schon, wenn er mit ihrem Tod bis heute nicht klar kam...da brauchte er nicht auch noch Mitleid von anderen. "Und wie sieht es bei dir aus? Geschwister oder Einzelkind?"


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      So wirklich feierte die Blondine ihre Geburtstage nicht, seit dem ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hatte, denn die Erinnerungen waren hart und vor allem taten sie weh. Sie war eigentlich immer ein Vater-Kind gewesen und ihre Geburtstage waren immer sehr besonders, ihr Vater sorgte dafür, dass sie besonders wurden, er nahm sich einen Tag frei, plante Ausflüge, es gab viele schöne Erinnerungen, doch seit er nicht mehr da war hatte es sich schlagartig verändert. In den ersten Jahren versuchte ihre Mutter es irgendwie zu ersetzen, aber spätestens seit dem die Drogen ihr Leben bestimmten war es mit Geburtstagen wirklich vorbei. Es war nicht besonderes, Hannah war die einzige, die daraus etwas großes machte, jedenfalls dieses Jahr, aber die Bemerkung des Mannes neben sich ließ ihre Mundwinkel ein wenig zucken. Ein Viertel Jahrhundert.. Das klang irgendwie alt. "Danke", bedankte sich die Blondine kühl für die Glückwünsche, versuchte nicht zu sehr darüber nachzudenken, wie es ihr damit eigentlich ging. "Aber ich feier meinen Geburtstag nicht wirklich". Er konnte sich aber geschmeichelt fühlen, wenn er es wollte, dies würde sie ihm nicht nehmen, aber es war jetzt wirklich nichts besonderes, ein Tag wie jeder andere eigentlich. Da zuckte die Blondine schon mit den Schultern, bevor sie darauf antwortete, wie ihre Wohnsituation aussah. Ein klein wenig schämte sie sich dafür, dass sie ein Zimmer bei einer Freundin mietete, aber als hätte es der Mann am Steuer selbst bemerkt erklärte er schon, dass es nichts schlimmes war in einer WG zu wohnen. Ja, eine WG war etwas natürliches und normales, aber die Situation von Luana selbst war ein wenig anders, sie hatte versagt und fühlte sich auch so, sie konnte sich keine eigene Wohnung leisten, weil die Therapie ihrer Mutter und die Schulden so teuer waren.
      Luana ließ es unkommentiert, fragte nach Geschwistern, wollte banale fragen stellen, um den Mann nicht sehr zu verärgern, aber auch das schien nicht ganz richtig zu sein. Er wirkte fast schon genervt, antwortete aber und verriet, er würde einen älteren Bruder haben, von dem er eher genervt sei. Geschwister hätte die Blondine gern welche gehabt, aber sie musste leider ein Einzelkind bleiben, bis auf die Halbgeschwister... Doch ihr fiel auf, dass ihr baldige Verlobter mal wieder abweisend über seine Familie sprach, es war eine weitere Bemerkung dazu, hatte er wirklich kein gutes Verhältnis zu ihnen? Aber warum? So etwas wollte sie nicht sofort fragen, bekam stattdessen eine Frage zurück. "Ich bin leider ein Einzelkind", antwortete die ehrlich und zuckte mit den Schultern. "Habe bestimmt Halbgeschwister, aber Ich habe keine Ahnung". Vor allem brauchten sie das Thema nicht weiter zu vertiefen, wie sie jedenfalls fand.
      Ihre Augen blickten auf den wieder stockenden Verkehr, während sie sich überlegte, was es am Besten jetzt zu fragen gäbe, um sich weiter kennen zu lernen. "Hast du Tiere zuhause?", fragte sie, konnte sich eine Katze gut vorstellen, würde zu ihm passen. "Oder magst du mal welche haben?". Eine wirklich banale Frage, da konnte der Mann doch nicht sauer werden, oder?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Was Geburtstage anging, dürften die beiden wohl komplett gleich denken. Auch Chris war jemand gewesen der seinen Geburtstag nie wirklich groß feierte. Klar, der 18te, 20te und 25te ließ sich nicht vermeiden gefeiert zu werden da seine Freunde immer eine riesige Party für ihn vorbereiteten und was wäre er für ein Gastgeber, wenn er nicht selber zu seiner eigenen Party auftauchen würde? An einzelne Details konnte er sich so gut wie gar nicht mehr erinnern, da er großteils mit Alkohol versoffen hatte, sowie seine Liebesspielchen mit den Frauen, was sicher nicht auszuschließen war, aber ansonsten war ihm sein Geburtstag immer recht egal gewesen. Wer feierte denn bitte schon ein Jahr älter geworden zu sein? Ein Jahr länger in dieser verdorbenen Welt....so sah er es zumindest mittlerweile. Nichts als Regel befolgen und tagtäglich den selben Rhythmus angehen: Aufstehen, arbeiten, nach Hause, schlafen >> aufstehen, arbeiten, nach Hause, schlafen und dies Tag für Tag für Tag. Seit Sarah verstorben ist kam er auch des Öfteren zum Nachdenken ob dies wirklich alles war, was man von einem Menschenleben verlangte. Wenn ja, wozu kam man überhaupt auf diese Welt? Was brachte das einem, wenn man nur dafür geboren wurde um am Ende doch wieder zu sterben?
      Leicht schüttelte er den Kopf um wieder einen klaren Gedanken zu erhalten sowie zurück ins Auto zu kommen. "Es wird doch jemanden geben, der mit dir den heutigen Tag feiert?" Luana machte nicht gerade den Eindruck als wäre sie ein Mensch von dem man sich am Liebsten abwenden wollen würde. Nein! Dafür war er schon verantwortlich gewesen. Noch solch eine Persönlichkeit brauchte er nun wirklich nicht im Haus. Als das Thema auf ihre Wohnsituation wechselte und Chris versuchte ihr klar zu machen, dass eine WG keine schlechte Idee gewesen war, da er glaubte, dass sie es nicht gerade besonders gut fand, ließ sie es wohl unkommandiert, woraufhin Luana aber auch wieder was Neues ansprach: Geschwister. Wenn es nach ihm ginge, hätten sie sich auch dieses Thema sparen können aber andererseits brauchten die beiden die jeweiligen Informationen über die andere Person wenn es klappen solle woraufhin er auch schon von Brian anfing zu erzählen sowie erwähnte, dass dieser einfach nur nervtötig war. Zum anderen meinte er auch noch, dass sie sich glücklich schätzen konnte solange sie es schafften seiner Familie aus dem Weg zu gehen. Sobald dies vorbei war, konnte er für nichts mehr garantieren doch würde dies Luana selbst noch am lebendigen Leibe erleben woraufhin er auch schon wissen wollte, ob sie Geschwister hatte. Eine kleine Schwester würde gut zu ihr passen, doch kam auch schon die Antwort, dass die blondhaarige Einzelkind sei. "Einzelkind, hmm? Kannst dich glücklich schätzen" gab er offen und ehrlich zu. Wäre er Einzelkind gewesen, wäre ihm so einiges erspart geblieben. Doch war ihr auch diese Frage nicht genug, wollte sie schon wissen ob der Mann neben ihr Haustiere besaß. "Du gibst wohl nie nach, an Informationen zu kommen, was?" kam es eher sarkastisch aus ihm heraus, seufzte auf, raffte sich aber dann doch dazu zu sprechen "Meine....ich habe einen kleinen Hasen um den ich mich kümmere" verbesserte er noch schnell seinen Wortlaut bevor er doch anfing von ihr zu sprechen. "Ich hoffe du hast keine Allgerie gegen solche Tiere, ansonsten werden wir ein Problem miteinander haben" sprach er anschließend etwas kühler aus als sein Blick zu ihr glitt, sich aber nach und nach der Verkehr vor ihnen auflöste. Haben Sie es endlich geschafft die Straße zu räumen? Nach einigen Minuten konnte dann selbst Chris wieder langsam losfahren in die Richtung, welche Luana ihn deutete bis er eine neue Wegbeschreibung bekommen würde. Ein wenig sah er sich dann um, woraufhin das Stadtviertel, in dem sie wohl wohnte, nicht besonders nach einer sicherer Straße aussah. "Woher kennst du deine Mitbewohnerin eigentlich? Arbeitet sie genauso wie du als Stripperin?" wundern würde es ihm nicht, denn hier konnte man sicher sagen, dass die Wohnungen zwar billig wären aber sollte man einem Typen in die Hände fallen der einem vielleicht sogar mehr als nur die Börse klauen, antat, würde es ihm genauso wenig überraschen.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Ob es jemanden gab, der mit ihr den Tag feiern wird? Nicht wirklich, denn außer ihre Mitbewohnerin hatte Luana niemanden mehr wirklich, sie ließ immerhin keine Menschen mehr an sich dran und hatte Schwierigkeiten darin anderen zu vertrauen, Verlustängste waren da auch noch ganz groß bei. Hannah würde mit ihr etwas essen, dann müsste sie nachher zur Arbeit aufbrechen, den restlichen Abend würde die Blondine vermutlich mit Packen verbringen, auch wenn sie nicht sehr viel besaß. Einen Koffer sollte sie vielleicht besorgen, dass sie ihre Klamotten irgendwie unter kriegen könnte, oder Kisten. "Nicht wirklich", antwortete sie ehrlich und mied den Blick des Mannes, denn sie wollte kein Mitleid darin sehen, sie wollte dieses Thema hier jetzt abschließen. Geburtstage waren einfach nichts, womit sie sich gerne befasste, jedenfalls der eigene, denn in Wahrheit mochte es die Frau anderen sehr wohl Geschenke zu machen, sie zu überraschen, sie mochte es ihnen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, auch wenn ihre Gelegenheiten dafür immer seltener wurden.
      Es war schon ein wenig etwas, was die beiden über sich herausfanden, warum sollte Luana nicht weiter fragen, wenn sie die Möglichkeit schon bekam, immerhin mussten sie am Ende eine längere Beziehung vorspielen, da gehörte ein wenig mehr dazu, als nur das, was sich der Mann hier vorstellte. Sie fragte ihn nach Geschwistern aus, er fragte sie nach der Wohnsituation aus, das waren doch banale Fragen! "Ich hätte gern Geschwister gehabt", antwortete die Blondine dennoch ehrlich und blickte wieder zu dem Mann auf der Fahrerseite. Sie hätte gern jemanden jetzt an ihrer Seite, der ihr bei der Situation beistehen könnte, der für sie da wäre, hätte damals gerne jemanden zum Spielen gehabt, aber das waren Wunschvorstellungen.. Luana fragte nach Haustieren, wollte immerhin über so etwas auch bescheid wissen und stellte fest, dass der Mann doch Sarkasmus kannte! "Ich wusste ja gar nicht, dass du weiß, was Sarkasmus ist", kommentierte sie seine Bemerkung, mit gleich einem frechen Lächeln auf den Lippen, bevor sie ihre Antwort bekam. Er hatte einen Hasen, um welchen er sich kümmerte, interessant.. Eine Katze hätte sie ihm zugetraut, etwas, was nicht viel Arbeit machte und nicht viel Aufmerksamkeit brauchte, aber da konnte man sich irren. "Ich habe keine Tierhaarallergie", entgegnete sie auch gleich, um das auch aus der Welt u schaffen, einen Hund wollte die Blondine schon immer haben, aber den bekam sie leider nicht.
      Der Verkehr vor ihnen löste sich langsam, das Auto konnte wieder bewegt werden und so deutete sie Christopher den Weg zu der Wohnung ihrer Freundin an, in dem eher ärmeren Viertel der Stadt. Er wollte gleich wissen, woher sie Hannah kannte, er lag auch komplett richtig. "Sie hat mir vor einem Jahr die Arbeit bei Lukas verschaffen.. Hat lange für ihn gearbeitet und ist jetzt aus diesem Scheißladen wieder raus", erzählte Luana und blickte sich ein wenig um, auch wenn sie die Gegend hier kannte. "Sie hat es raus geschafft und kann sich eine Miete und alles leisten.. Ihr verdanke ich den Job". Da zuckte sie mit den Schultern. "Ihr verdankst du, dass ich überhaupt zu diesem Gespräch heute gegangen bin". Die Frau schmunzelte, bevor sie auf eines der Häuser deutete, die vor ihnen waren. "Da wohne ich.. Du kannst mich hier raus lassen". Ihre blauen Augen blickten zu dem Fahrer, um auf seine Reaktion zu warten. "Morgen Nachmittag.. Schreibst du mir eine halbe Stunde vorher bitte?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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