[2er RPG] Brotherly Logic [Lucy-chan & Sohira]

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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie war nervös und wusste nicht so recht, ob das richtig war, was sie hier tat, doch letztendlich musste sie da durch, um Don hier heraus zu bekommen. Sie selbst war noch ein anderer Fall gewesen, doch sie war hier gerade nicht wichtig, Don war es aber. Er war zur Zeit der wichtigste Mensch in ihrem Leben, deshalb wollte sie ihn nicht verlieren, sie wollte nicht, dass ihm etwas zustoßen konnte. Wenn er in Sicherheit war, dann wusste sie, dass sie hier alles auspacken konnte, ohne Wenn und Aber. Schön das Druckmittel heraus nehmen, dann konnten sie miteinander darüber sprechen, wie es weiterlaufen wird.
      Don wirkte skeptisch, als ihre Augen ihn für einen Augenblick musterten. Sie würde selbst vielleicht auch skeptisch werden, wenn man ihr so einen Packen Unterlagen vorlegen würde, aber zunächst wollte sich die Frau dafür entschuldigen, dass er hier war, denn es war alles ihre Schuld, wie es geendet ist. Er musste nicht hier sein, er hätte ihr nicht helfen müssen und dennoch war er für sie da gewesen, er war einfach da. Waleria wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen, sie hätte sich zu gerne in den Arm nehmen lassen, um für einen Moment diesem Gefängnis hier zu entkommen und das Gefühl zu bekommen, dass alles gut war, doch das war nicht möglich. Stattdessen setzte sich sich ihm gegenüber, während Don die Entschuldigung nicht annahm. Ja, er hat sich selbst dafür entschieden da zu sein und ihr zu helfen, aber.. Wenn sie einfach weg geblieben wäre, dann würde er gar nicht hier sitzen müssen.
      Ihre Augen blickten für einen Moment in seinen, um letztendlich wieder zu den Unterlagen zu sehen, die sie mit ich hatte. Waleria nickte sich selbst leicht zu, um das jetzt einfach durchzuziehen, was sie hier tun musste. Manchmal sollte man Dinge nicht hinterfragen. "Ich habe einen Deal aushandeln können", fing sie an und schob Don den Stapel unterlagen zu. "Ich werde mitarbeiten und ihnen die Informationen geben, die sie haben wollen.. Dafür lassen sie dich gehen", erklärte sie ihm weiter und blickte wieder hoch zu ihm. "Das Einzige, was du tun musst ist diese Verschwiegenheitserklärung unterschreiben.. Damit versicherst du, dass kein Außenstehender von irgendetwas mitbekommt, was du hier gehört, oder gesehen hast.. Was generell die letzten Tage geschehen ist, in Verbindung mit der CIA". Sie sprach ruhig, wollte Don es in Ruhe erklären, die Zeit mit ihm noch einen Moment hinauszögern. "Sie werden deinem Chef nichts melden, dein Name wird in keiner der Akten auftauchen und du wirst nicht mit meinem möglichen Prozess in Verbindung gebracht.. Als wärst du nie dabei gewesen..". Nur, weil kein Außenstehender das mitbekommen durfte hieß es jedoch nicht, dass Don selbst nicht weiter daran arbeiten konnte. Die CIA wusste scheinbar noch nicht, wie sehr sein Interesse dafür geweckt worden war mit der Möglichkeit, dass Larcksen vielleicht nur vorspielte jemand anderes zu sein. Wenn Don aufmerksam war, dann würde er das aus ihren Worten auch verstehen. Er war mit der Erklärung gezwungen mit niemanden darüber zu sprechen, aber nicht selbst an einem solchen Fall zu arbeiten. Woher sollte die CIA diese Information aber auch haben?
      "Solltest du dich gegen einen der Punkte hier wehren, dann wirst du ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden und noch ein paar andere Dinge, die da drinnen stehen". Ihre Augen blieben bei ihm, musterten ihn, um eine Reaktion sehen zu können.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Don beobachtete jede einzelne Bewegung von Waleria um alleine von ihrer Körpersprache einiges herauszulesen aber das war schwerer getan als gesagt, dennoch konnte er ihre Anspannung dieses Gespräch überhaupt anzufangen etwas erkennen. Für wem wäre es auch in beider Situation einfacher wenn es darum geht die Person zu schützen, welche man liebte? Und die beiden taten dies doch, oder? Er auf jeden Fall. Ob er es auch ihr überhaupt schon mal gesagt hatte? Ehrlich gesagt wusste er das gerade wirklich nicht aber sie hatten schon einiges miteinander durchgestanden und hoffentlich damit bewiesen was man sich gegenseitig bedeutete. Schnell schüttelte er aber das Thema im Kopf ab als er schließlich wissen wollte was man von ihm verlangte. Die Dokumente, welche Waleria mitgenommen hatte, waren sicher nicht nur als kleines Mitbringsel sodass das Gespräch damit vielleicht etwas ernster gestaltet wurde.
      Zu seinem Glück ließ sie auch nicht lange drauf warten um auf das ursprüngliche Thema ihres Erscheinens zu kommen als sie meinte einen Deal aushandeln hat zu können. "Und wie sieht dieser Deal genau aus?" war seine Stimme immernoch ruhig aber deutlich ernster geworden während er seine Sitzposition weiterhin beibehielt während sie ihm die Dokumente hinschob. Eigentlich reizte es ihm schon sehr diese in die Hand zu nehmen und selbst nachzusehen was man verlangte aber Waleria erklärte gleich weiter, dass sie ihre Informationen mit der CIA teilte und seine einzige Chance war von hier zu entkommen wenn er eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieb. Warum überraschte ihn das jetzt nicht besonders? Dass sie einerseits natürlich versuchen würde ihn aus der ganze Sache rauszuhalten, konnte er ja nachvollziehen und wenn er in ihrer Haut stecken würde, wäre er sicher nicht anders vorgegangen aber andererseits war dies auch damit auch die Erklärung sich nicht mehr weiter in ihre Angelegenheiten einzumischen egal wie es für sie ausgehen würde. Wollte Waleria das alles wirklich alleine weiter durchziehen? Sie hatte weder ihn noch Adam im Hintergrund, der ihr den Rücken stärken würde und müsste sich der kompletten CIA stellen um ihre Unschuld zu beweisen? "Ich hoffe du weißt was du da machst" damit wollte er ihr klar machen, dass nicht mal er mehr dann die Möglichkeit hatte von außen was zu unternehmen. Auch wenn es ihm nicht wirklich gefiel dies zu unterschreiben würde ihm sicher keine andere Wahl bleiben. Ihm würde der Prozess gemacht werden und dies konnte er sich nicht leisten. Er hatte zuviel Verantwortung, welche auf seinen Schultern lastete: Er musste sich um seine Familie kümmern, er war leitender Agent einer Kriminalabteilung gewesen und dann war auch noch die offene Sache mit Larcksen gewesen. Er brauchte seine Antworten und diese würde er nicht bekommen wenn er hinter Gitter im CIA Gebäude saß.
      Im Raum und zwischen den beiden Agenten wurde es gefühlt für ein paar Minuten ruhig sodass man fast ein Ticken einer Uhr hätte hören können, wenn eine vorhanden war, doch stattdessen herrschte nur diese Stille, welche nicht gebrochen wurde bis Don seinen Blick von ihr wandte und auf die Dokumente warf. Was gerade richtig oder falsch war, konnte der schwarzhaarige nicht sagen aber wenn sie es schon zuließen, dass Waleria mit ihm persönlich dieses Gespräch führte, würde sie schon wissen wie der weitere Weg für sie aussehen wird. "Ich unterschreibe die Verschwiegenheitserklärung aber nur unter zwei Bedingungen" begann er zu sprechen und wandte dabei seinen Blick zurück zu Waleria "Die Erste ist, dass weder David Walker noch alle Personen, mit denen er was zu tun hat oder zusammenarbeitet, in keinerlei Hinsicht mehr etwas mit der CIA zu tun haben werden. Für jegliche Arbeiten und Hilfen werden Sie sich einen anderen Mathematiker suchen müssen. Sollte ich nur ansatzweise irgendeinen Anhaltspunkt finden in seiner Arbeit oder der anderen, was mit dieser Behörde zu tun hat, werde ich nicht zögern und alle Informationen Preis geben um euch den Gar auszumachen" dabei war die Bedinung eher an ihre Kollegen hinter dem Spiegel gewandt gewesen als an die blondhaarige direkt. "Für die zweite Bedinung schaltet die Kamera und die Sprechanlage aus" solange dies nicht getan werden würde, würde er auch nichts unterschreiben. Er lag mit seinen Bedingungen am längeren Hebel, dank den Informationen die er besaß, somit blieb ihnen nichts anderes übrig als der Anforderung nachzukommen.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie war sichtlich angespannt über die Situation, die hier gerade herrschte. Es war nicht ganz einfach und vor allem war sich Waleria nicht ganz sicher, wie der Mann ihr gegenüber auf dieses Ganze hier reagieren wird. Es war vermutlich die einzige Möglichkeit, die sie überhaupt hatten, damit wenigstens einer von ihnen heraus kam. Es ging vor allem aber noch um so viel mehr: Um einen möglichen Prozess, aus welchem sie ihn hier heraushalten wollte. Don hat es nicht verdient, er konnte nichts dafür, diesen ganzen Mist hatte sie ihm eingebrockt, ganz gleich wie er selbst darüber dachte. Doch die Blondine erklärte ihm den Deal, erklärte, was die CIA von ihm haben wollte und wie es aussah. Ihre Augen musterten ihn, behielten ihn im Fokus, denn womöglich waren es die letzten Momente, in denen sie Don erstmal zu Gesicht bekommen wird.
      Ob sie wusste, was sie da tat? Waleria seufzte. "Ich will dich aus der ganzen Sache heraus halten", machte sie ihm ihre Absichten deutlich. Was für eine Wahl blieb ihnen übrig? Was konnten sie denn sonst tun? "Es bezieht sich nur auf die Geheimhaltung vor Außenstehenden", machte sie ihm noch einmal deutlich, weil sie nicht wusste, ob Don verstand, was sie ihm sagen wollte. "Von dir wird nicht mehr gefordert.. Damit bist du aus der Sache raus". Sie musste vorsichtig mit ihren Worten umgehen, aber sie wollte ihm deutlich machen, dass er ihr definitiv noch helfen konnte, er durfte weiter an der Sache dran bleiben, wenn er es wollte. Lediglich niemanden anderen hinzu ziehen, aber selbst das würden sie irgendwie hinkriegen.
      Es wurde ruhig zwischen ihnen beiden und Waleria bekam Sorge, es könnte vielleicht schief laufen. Was, wenn Don nicht zustimmt? Was blieb ihr dann anderes übrig, um ihn aus dem möglichen Prozess rauszuhalten? Sie behielt ihren Blick auf ihn und das Absenken seiner Augen bedeutete, dass er bereit war einzuwilligen, oder nicht? Don hatte zwei Bedingungen, die er stellen wollte. Ob die CIA einwilligen wird? Die Frage war, was der Mann denn überhaupt fordern wollte. Für einen Moment senkte die Agentin ihre Augen, um nach der ersten Bedingung gleich überrascht aufzusehen. Don sprach von David, die Panik in Waleria nahm zu, denn damit enthüllte er etwas, was die Herren hinter dem Spiegel nicht wussten. Damit brachte er sie in eine brenzlige Lage voller Erklärungen ihrerseits. Für einen Moment schloss die Blondine ihre Augen, um durchzuatmen und den Kopf zu ordnen. "In Ordnung", stimmte sie seiner Bedingung zu, denn sie konnte nur ihr gelten, nicht den anderen. "Aber David hat nie offiziell für die CIA gearbeitet". Sie wollte das kurz halten, um jetzt nicht in eine Erklärungsnot zu gelangen. Ihr Gespräch wurde aufgezeichnet und jedes Wort hier könnte sie in noch größere Schwierigkeiten bringen.
      Für die zweite Bedingung sollten die Kamera und die Sprechanlage ausgeschaltet werden. Das stand nicht in ihrer Macht und deshalb blickte die Frau in den Spiegel, um die Kollegen da draußen darauf aufmerksam zu machen. Sie wartete einen Moment, dann hörte man ein kleines Rauschen. "Drei Minuten. Ich stelle einen Timer", machte der Mann draußen klar. Ihre Augen blickten zu der Kamera in der Ecke, um zu sehen, wie das rote Licht verschwand, es wurde nicht aufgenommen. "Die zweite Bedingung", widmete Waleria sich wieder Don zu.
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    • Special Agent Dominic Walker

      Was er mit seiner ersten Bedinung eigentlich angerichtet hatte und ob sie dadurch noch mehrere Schwierigkeiten dadurch bekam, hatte er im ersten Moment nicht daran bedacht gehabt. Natürlich biss er sich bei ihrer Aussage, dass er nie offiziell für die CIA gearbeitet hatte, kurz die Zähne zusammen aber so kam David wenigstens nicht mal mehr in den Genuss das es offiziell werden würde. Andererseits war es vielleicht auch gar nicht mal so schlecht, dass die Männer hinter dem Spiegel dies nun auch wussten, denn so hatte Waleria noch mehr Beweise gehabt alles vorzulegen was sie herausgefunden hatte und so die Möglichkeit ihre Unschuld zu beweisen. "Die Bedingung war nicht an dich gerichtet" kam es ernst aus ihm heraus als er kurz zum Spiegel sah bevor sein Blick zurück zu ihr glitt "Er wird auch nicht offiziell für euch arbeiten. Sollte die CIA jemanden brauchen, müssen sie sich jemand anderes suchen. Dafür werde ich höchstpersönlich sorgen" er gab Waleria keinerlei Schuld an dem was ihm zugestoßen war, denn selbst Don hatte all dies zu verantworten. Er war der Größere von ihnen beiden gewesen, er hätte besser auf David aufpassen müssen und dennoch wusste er aber auch zugleich, dass David bereits mit den Behörden arbeitete während er noch in Quantico gelebt hatte. Somit war es so oder so nicht mehr zu verhindern gewesen. Ausserdem hatte er David auch für seine Fälle beansprucht gehabt, was aber nun auch enden würde.
      Für die zweite Bedinung wollte er, dass Kamera und Sprechanlage ausgeschaltet werden. Er wollte nicht, dass die Agenten noch mehr erfuhren als was sie vielleicht schon zu hören bekommen hatten geschweige noch zu hören bekommen würden, wenn Waleria wirklich mit ihnen zusammenarbeiten wird. Es dauerte einen kurzen Moment als sich die Agentin nach hinten umdrehte und ein Rauschen im Raum ertönte in dem bekannt gegeben wurde, dass den beiden 3 Minuten blieb. Dies würde definitiv ausreichen um mit ihr das weitere Vorgehen zu besprechen. Solange sie drinnen arbeiten würde, würde er versuchen von außen jegliche Informationen zu sammeln. Auf das konnte sie sich verlassen. Selbst er wandte für einen kurzen Augenblick seinen Blick auf die Kamera im Raum und wartete darauf, dass sie auch ihr Wort einhielten, was geschah, somit konnte er seine Aufmerksamkeit zurück auf Waleria werfen, welche wissen wollte was Bedinung Nummer 2 war. "Es gibt keine zweite Bedinung. Dies war nur ein Vorwand um zu verhindern, dass uns weiter zugehört wird" sprach er ruhiger aus "Bist du dir wirklich bewusst was du hier machst? Sobald ich draußen bin habe ich keine Möglichkeit dir zu helfen. Du bist komplett auf dich alleine gestellt. Selbst Adam wird dir den Rücken nicht stärken können" sprach er erstmal seine Besorgnis aus die ihm schon die ganze Zeit auf der Zunge lag. "Du lieferst damit selbst aus. Die Chancen da rauszukommen besteht zu 50%. Wer weiß ob die Typen da hinten überhaupt ihr Wort einhalten was sie dir anboten" so richtig konnte er einfach der CIA, außer ihr und Adam, nicht trauen. Sie waren alle sowas wie ein schwarzes Tuch in seinen Augen. "Gibt es irgendeine Möglichkeit an die Daten von Larcksen zu kommen, die die CIA gespeichert hat ohne deiner oder Adams Hilfe? Du weißt genauso gut wie ich, dass ich sicher nicht die Füße still halten werde. Nicht solange du hier drinnen bist, ich damit die Chancen erhöhe dir weitere Beweise für die Freilassung zu liefern und ich nicht reine Gewissheit habe, dass Wassilijew nicht er ist"


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Die Bedingung war nicht an sie gerichtet, aber sie war die einzige, neben Don, die von David und seiner Arbeit für die Blondine überhaupt wusste. Jetzt musste sie sich nachher rechtfertigen, dass es nicht nur Don gab, der in diese ganze Sache verwickelt war, sondern auch noch der andere der Walker Brüder. "David wird nie wieder für uns arbeiten", bestätigte Waleria, ohne mit den anderen Männern gesprochen zu haben. "Und ich werde ihn auch nicht mehr um Hilfe bitten". Das konnte sie ihm auch hoch und heilig versprechen. Sie wollte nie wieder, dass Don oder David in Gefahr gebracht werden, nicht wegen ihr oder wegen eines ihrer Fälle. Das würde sie nie wieder zulassen, deshalb konnte sie es auch versprechen. Don war ihr wichtig geworden und David.. der gehörte zu ihm und er war ein guter Freund über die Jahre geworden, auch wenn sie beide nicht viel voneinander wussten.
      Für die zweite Bedingung wurde die Kamera ausgeschaltet und sie beide bekamen drei Minuten ohne Überwachung. Die Blondine wusste nicht, was der Agent damit vor hatte, aber als er ihr erklärte, dass es nur ein Vorwand war, um mit ihr ohne Überwachung zu sprechen musste sie sich zusammenreißen, um nicht zu lächeln. Das war ja wirklich süß! Das war so aufmerksam, dass ihr Herz kurz aufgeregt schlug. Aber sie durfte sich nichts anmerken lassen.
      Ob sie sich dessen bewusst war, was sie hier tat? "Ich weiß Don, aber ich will dich hier raus halten.. du sollst nicht in diesen Mist hineingezogen werden.. es reicht schon aus, dass mir ein Prozess droht", erklärte sie ruhig. "Wenn wir beide hier sitzen ist uns auch nicht geholfen, dann ist wenigstens einer raus, der draußen noch etwas tun kann". Machte er sich Sorgen um sie? Ihr Herz klopfte kurz aufgeregt. "Ich werde versuchen so gut es geht mitzuarbeiten um auf einen Deal zu hoffen". Einen, bei dem sie heraus kommen wird.
      Die Frage danach, ob es die Möglichkeit gab, ihr von draußen irgendwie zu helfen ließ sie kurz nachdenken. Langsam schüttelte sie den Kopf, eigentlich gab es keine Möglichkeit. Ihr fiel dann etwas auf. "Mein Laptop ist noch bei Sophia.. in dieser Wohnung, die wir bekamen.. da kannst du suchen", erklärte sie Don. "Du kommst nicht weit rein, aber ich habe einiges gespeichert..". Vielleicht würde er etwas finden. Vielleicht konnte ihm das helfen. "Hast du noch meine Akte? Der Name meiner Mutter und mein Geburtsort sind das Passwort des Laptops.. such einfach alles durch". Da war nicht viel privates drauf, eher nur berufliches. "Don pass bitte auf dich auf.. mach nichts dummes .. ich kümmere mich hier um alles, aber ich will sicher sein, dass du in Sicherheit sein wirst". Ihre Augen blickten nach seinen. "Wir kriegen mich hier raus".
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    • Special Agent Dominic Walker

      Auch wenn es vielleicht nur ein Vorwand war und er damit die Agenten der CIA austrickste indem er die Kamera und Sprechanlage ausschalten ließ, so war es dennoch für ihn wichtig gewesen noch ein letztes Mal mit Waleria zu sprechen ohne, dass jemand ihnen zuhörte. Bei der Abführung im Wald hatten sie keine Möglichkeit mehr gehabt da beide in getrennten Wagen hierher transportiert wurden, daher musste er einen anderen Weg suchen und ließ sich auf die schnelle etwas einfallen. Innerlich war er schon des Öfteren froh über seine Seite als Agent gewesen, denn selbst auch im privaten Leben half ihm dieses Denken weiter um eine Situation richtig zu beurteilen geschweige denn darin richtig zu handeln. Einmal, konnte er sich noch gut erinnern, als er mit seinem Dad unterwegs nach Hause war, er noch in eine Bank wollte um seine Überweisungen zu regeln, hielt Don bei der nächstgelegene Filiale an und begleitete diesen mit rein obwohl er meinte er würde es auch alleine schaffen. Don zweifelte auch nicht daran aber irgendwas sagte ihm, dass er seinen Vater nicht alleine reingehen lassen sollte und das was danach geschah, ließ sein Gefühl bestätigen. Die Bank wurde überfallen und da Don nie ohne Waffe, Ausweis und Handschellen aus dem Haus ging, was sein Vater schon wie einen Fluch bezeichnete, dass sein Sohn immer im Dienst war auch wenn er es nicht war, konnte er die Situation ganz gut retten ohne, dass jemand zu Schaden kam.
      Doch das hier und jetzt war was komplett anderes gewesen. Er wusste nicht wie er Waleria helfen konnte sobald er die Unterlagen unterschreiben und hier raus spazieren würde weshalb es wichtig war noch an Informationen ran zu kommen die nur sie ihm sagen konnte. Als er als Erstes wissen wollte ob sie sich eigentlich bewusst war, was sie mit all ihre Aktionen hier eigentlich anrichtete, wusste er nach ihrer Antwort darauf nicht ob er sie noch mehr dafür lieben oder doch eher hassen sollte. "Um auf eine Deal zu hoffen?" wiederholte er ihre Worte mit wenig Begeisterung "denkst du denn wirklich es lässt sich nur ansatzweise mit den Typen da hinten reden? Wir wissen doch noch gar nicht was genau in den Dokumenten von der Tasche alles drinnen steht. Was wenn sie was gegen dich in der Hand haben was zu 100% gegen dich spricht? Sie werden immer mehr und mehr in dein Leben reinstöbern nur um genügend Beweise zu bekommen um dich für immer hinter Gitter zu bringen" würde seine Stimme kurz laut, atmete aber kurz darauf tief durch um seine Gefühle wieder in Griff zu bekommen. "Tut mir leid" entschuldigte er sich gleich darauf und strich sich mit einer Hand durch die Haare. Die Angst, sie nie wieder zu sehen, sie nie wieder in die Arme zu schließen, einfach ihre Wärme spüren zu können, stieg von Minute zu Minute immer mehr an.
      Um aber die Angst erstmal beiseite zu schieben und zurück auf das Wesentliche zu kommen, fragte er gleich weiter bezüglich zu den Dokumenten zu Larcksen. Wenn er schon draußen war, konnte er wenigstens schauen ob er irgendwelche Beweise oder Hinweise fand, dass es sich hier um die ein und dieselbe Person handelte. Zwar zweifelte er immernoch daran, da Lucas ihn erschoss aber andererseits haben die beiden auch genügend Beweise gehabt die dagegen sprachen. Waleria verneinte es im ersten Moment, dass er draußen nicht agieren konnte doch fiel ihr noch etwas ein, was definitiv sicher eine große Hilfe sein würde. Den Laptop von ihr zu holen wäre sicher kein großes Problem. Die Akte zu ihr besaß er ebenfalls noch aber dafür müsste er zurück zum FBI fahren da alles in seinem Büro lag. Zusätzlich bräuchte er noch seine eigene Akte sowie die von Jack denn dort stand alles über die Entführung drinnen. "Irgendwas werde ich schon finden. Mit deinen Informationen als auch mit denen in meiner Akte" sprach er seine Gedanken laut aus bevor er seinen Blick auf Waleria wandte, welche sich wohl sichtlich auch über ihn sorgte wenn er draußen unterwegs war. Am Liebsten hätte er ihr ein sanftes Lächeln geschenkt sowie ihre Hände in seine genommen um ihr die Sorgen zu nehmen, wie er es sonst tat, doch wurden sie immernoch durch den Spiegel beobachtet und diesen Genuss wollte er den anderen auf keinen Fall gönnen. "Wenn du meine Sicherheit haben willst, musst du zusehen schnell hier rauszukommen um meine Dummheiten zu verhindern" versuchte er sie ein wenig zu necken und auf positive Gedanken zu bringen. "Mach dir um mich keine Sorgen. Hier geht es nur um dich. Verhindere einfach, dass man dich nicht für immer einsperrt. Ich will dich wieder zurück haben" mit diesen Worten setzte er sich aufrecht hin, schob die Dokumente näher zu sich, schlug diese auf und las sich diese durch bevor er den Stift darin nahm und anfing mit seinen Namen zu unterschreiben. "Ich gebe nicht dir die Schuld wegen David. Er ist mein Bruder und als Älterer von uns beiden habe ich die Aufgabe nunmal auf ihn aufzupassen. Ich will ihn nie wieder solch einer Gefahr aussetzen weshalb ich ihn auch vom FBI zurückziehen lasse" versuchte er sie noch damit zu trösten, sollte sie sich vielleicht deswegen auch noch Vorwürfe machen bevor er den Blick zum Spiegel wandte und denen zunickte als Zeichen das alles erledigt sei.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es wäre einfacher, wenn es nur um sie gehen würde, wenn sie sich nur Gedanken um ihr Leben und ihr Wohlergehen machen müsste, aber es war nicht so und Don war ihr wichtiger, als sie es sich selbst war. Ihr Leben lang war sie allein gewesen, was ihren Weg allein gegangen und jetzt gab es jemanden, den sie beschützen konnte, der sie beschützen wollte. Gut, die Situation war mehr als nur schwierig und teilweise vielleicht auch aussichtslos, aber das wichtigste war doch, dass sie einander hatten, oder nicht? Dass es für sie einen Grund gab weiter zu machen, denn für Waleria gab es ihn! Sie hatte definitiv einen Grund hier heraus zu kommen, weiter zu machen und nicht aufzugeben.
      Ihr Grund schien noch nicht so ganz überzeugt zu sein, aber sie nahm es ihm nicht übel, die Situation sah einfach schlecht aus. Don wurde etwas lauter und Waleria senkte ihren Blick, weil sie selbst wusste, wie das einfach hier aussah. Aber was sollte sie sonst tun? Jetzt kam wenigstens Don aus dieser Sache hier heraus, das war doch besser als nichts. Er konnte draußen agieren, sie hier drin. Aber auch das konnte sie ihm nicht übel nehmen, sie verstand die Situation, die Aussichtslosigkeit, die Emotionen.
      Doch sie bekamen es beide wieder in den Griff und kaum wollte der Mann wissen, ob er irgendwie an Informationen kommen konnte vertraute Waleria ihm ihren Laptop an. Es war schon ein kleiner Vertrauensbeweis, aber nach all dem, was sie beide durchgemacht haben war ihr klar, dass Don nichts gegen sie verwenden wird. Er war die ganze Zeit da gewesen, er hielt ihre Hand, wenn es schlimm wurde und er war auch jetzt bereit von Außen alles für sie zu tun. Vielleicht war der Mann zu gut für sie, vielleicht hat sie ihn irgendwie auch nicht verdient, aber ihre Gefühle für ihn waren ihr inzwischen sehr klar. Sie liebte diesen Mann und das mit ihrem vollen Herzen. Deshalb offenbarte sie ihm auch die Sorgen, die Waleria um ihn hatte. Don nahm ihre Sorgen auf und es war schwer das Lächeln zu verstecken, welches er mit seinen Worten ihr auf ihre Lippen zauberte. Ich will dich wieder zurück haben... Einen besseren Ansporn hätte es für die Blondine vermutlich nicht gegeben, die über diese Worte nur nicken konnte. Ihr Herz.. wollte ihr am liebsten aus der Brust springen, so dolle schlug es.
      Mit den Dokumenten, die der Mann unterzeichnete entdete aber auch ihre gemeinsame Zeit. Damit würde ein neues Kapitel anfangen, eine neue Aufgabe, ein neues Ziel. Ein wenig überrascht wurde die Blondine jedoch mit den Worten, die Don noch an sie richtete. Er gab ihr für David keine Schuld? Wie? Warum? Durch ihre Arbeit wurde er dich erst der Gefahr ausgesetzt! Sie konnte es nicht erfragen, nicht darüber sprechen, denn schon kurz nachdem Don dem Spiegel und damit den dahinter sitzenden Männern zunickte öffnete sich die Tür, als hätten sie nur darauf gewartet.
      "Agent Sobolew". Waleria musste sich jetzt verabschieden, sie musste jetzt gehen und womöglich Don vielleicht nie wieder sehen. Ob er sie besuchen wird, wenn sie wirklich ins Gefängnis muss? Ob er ihr beistehen wird? Sie erhob sich und blickte noch ein Mal zu ihm, um ihm ein warmes Lächeln zu schenken. Sie wusste nicht, was die sagen sollte, ob sie etwas sagen sollte, aber das Lächeln, das wollte sie ihm noch mitgeben, bevor sie ihn kurz zunickte und sich abführen ließ. Mit dem Schritt aus der Tür raus wusste sie, dass sie jetzt kämpfen musste, dass sie vor allem jetzt alles dafür tun musste, um sich und Adam hier raus zu bringen.
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    • Special Agent Dominic Walker

      Jeder der Don kannte wusste, dass er nicht gerade der Typ Mensch war der eigentlich über das sprach was er fühlte geschweige denn Hilfe bei jemand anderes suchte. Er lernte früh auf eigenen Beinen zu stehen, da die meiste Zeit eher David geschenkt wurde als ihm. Don hasste seinen kleinen Bruder nicht dafür, eher war er halt mehr das Sonderkind als Don selber aber so musste er auch nicht das schlechte Gewissen haben jemanden mit seinen Problemen auf die Nerven zu gehen oder ihm/ihr diese auch noch aufzubürden. Bei Waleria war es dennoch was anderes. Er konnte ihr sagen was er empfand und wollte es sie auch wissen lassen. Beide waren, was Beziehungen betrafen, nicht gerade die Experten darin gewesen. Vielleicht lag es daher, dass sie stets das sagen mussten um den anderen die Sicherheit zu geben, dass alles gut sei? Dass sie wussten, dass der andere nicht aufgab? Daher war es dem schwarzhaarigen auch wichtig ihr jetzt die Worte hier zu lassen. Auf Waleria würde definitiv noch einiges zukommen ohne wirklich zu wissen ob sie jemals wieder das Licht von draußen sehen würde. Selbst Don hatte diese Bedenken gehabt, weshalb er alles in seiner Machtstehende machen wird um ihr daraus zu helfen. Auch Adam würden sie aus der ganzen Sache rausbringen, denn schließlich war Don ihm auch noch etwas schuldig gewesen und dies würde er hiermit einlösen.
      Nachdem alles gesagt wurde und der Agent die Dokumente unterschrieb sowie ihren Kollegen hinter dem Spiegel mit einem Nicken andeutete, dass alles erledigt sei, dauerte es nicht lange bis man die blondhaarige schließlich abholte. Er selbst wandte seinen Blick zu ihr, wobei es ihn innerlich schon zeriss alleine zu sehen und zuzulassen, dass man sie hier abschleppte ohne, dass er was machen konnte. Das waren die schwarzen Seiten seines Jobs, wie er es gerne nannte. "Wir kriegen das hin, Don"....."Wir kriegen mich hier raus", immer wieder ließ er ihre Worte durch den Kopf wandern um sich damit selbst etwas positiver zu stimmen. Sie würden es schaffen.....sie mussten es schaffen. Don und Waleria hatten in den letzten Wochen, Monaten schon einiges durcherlebt...dies würden sie auch noch packen. Er selbst nickte der blondhaarigen zu bevor sie anschließend komplett aus seinem Sichtfeld verschwand und er nur mehr mit einem der Männer alleine im Raum zurückblieb, der die unterschrieben Dokumente an sich nahm "Agent Walker" holte sich der CIA Agent so die Aufmerksamkeit des anderen und deutete mit einer Handbewegung auf die offene Türe um ihn damit zu sagen, dass es Zeit wurde zu gehen. Für einen kurzen Moment blieb Don noch sitzen, mit dem Blick auf den Spiegel gerichtet sollte sich dahinter noch jemand befinden, bis er dann doch aufstand und mit dem Agent den Raum verließ, seine Waffe sowie Ausweis und Geldbeutel wieder zurückbekam welche man ihm bei der Ankunft abgenommen hatte der ihn bis zum Ausgang begleitete. "Auch wenn sie die Verschwiegenheitserklärung unterschrieben haben, lassen Sie sich eines sagen: Unternehmen Sie nichts Unüberlegtes. Wir werden Sie nach wie vor im Auge behalten, daher werden wir jede Ihrer Aktivitäten von Ihnen mitbekommen" mit diesen Worten ließ er den schwarzhaarigen alleine draußen stehen. Dass man ihn weiter beobachten würde, überraschte ihn nicht besonders. Eher rechnete er selbst schon damit, schließlich würde die CIA nicht so leichtgläubig sein. Doch war das nun eine Warnung oder eine Drohung? Egal wie es gemeint war, für Dominic würde es keinen Unterschied machen. Er wird dennoch versuchen alles Mögliche zu unternehmen. Doch wo soll er anfangen? erstmal nach Hause zu seinem Dad und David fahren oder direkt ins Büro? Für seine weiteren Aktivitäten würde er erstmal seinen Wagen und ein neues Handy benötigen. Kurz blickte er sich in den Straßen um und erblickte eine Telefonzelle auf welche er gleich zusteuerte, ein paar Münzen einwarf und anfing eine Nummer zu wählen. "Havering?" meldete sich Brian auf der anderen Leitung "Brian, hier ist Don"....."Don? Was um...." doch weiter kam er nicht, da sein Vorgesetzter ihn unterbrach "Ist jemand bei dir?" wollte er wissen woraufhin Stille folgte. Was war passiert? Ging es ihm gut? Lucas meinte zwar, dass sich Don spontan Urlaub nahm um etwas zu klären aber alle die für den schwarzhaarigen arbeiteten, kannten ihn gut genug um zu wissen, dass mehr dahinter steckte. "Nein"....."Gut. Du musst mir einen Gefallen tun" es klang vermutlich in den Ohren anderer total bescheuert, dass er ausgerechnet Brian um Hilfe bat und nicht Lucas oder Danielle die defintiv mehr Erfahrung in seiner Einheit hatten aber wenn es um prenzlige Situationen ging, konnte er sich auch auf den Jüngsten seiner Agenten zu hundert Prozent verlassen. Nachdem er fragte wie er helfen könne, erklärte Don schon, dass er ein neues Diensthandy, seine persönliche Akte, die von Jack und von Special Agent Waleria Sobolew der CIA, welche in seinem Büro lag, benötigen würde. Zusätzlich müsste er ihn noch abholen, machte sich aber mit ihm einen anderen Treffpunkt aus als direkt vor dem CIA Gebäude. Am Liebsten hätte Brian gefragt was passiert sei aber er verknief sich diese, da er wusste, dass Don schon seine Gründe hatte gerade ihn anzurufen geschweige denn ihm um diesen Gefallen bat. Das Wort 'Hilfe' wandte sein Chef nie an auch wenn alle wussten, dass er manchmal auf diese angewiesen war aber er lernte schnell die Vorgehensweisen und das Handeln von Don zu akzeptieren. "Verstanden. Ich kümmere mich sofort darum" bestätigte ihm Brian was Don etwas zum Lächeln brachte. "Danke Brian. Verlier gegenüber Lucas oder Danielle kein Wort darüber. Das ist nur eine Sache zwischen uns beiden" wieder Stille. Es wunderte Don nicht, denn Brian zweifelte heute immernoch des Öfteren an sich selbst und ob er für den Posten als Agent überhaupt geeignet genug war. Auch wenn er es selbst nicht merkte, so bewies er seinen Chef oft genug, dass er für den Job gemacht war. "Alles klar" mit diesen Worten wurde das Gespräch beendet und Don machte sich auf den Weg zum ausgemachten Treffpunkt.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Das war es wohl gewesen. Das konnte das letzte Mal gewesen sein, an dem Waleria ihren Freund zu Gesicht bekommen hat, jedenfalls für eine lange Zeit. Unter anderen Umständen hätte sie Widerwehr geleistet, hätte sich nicht zu einem Deal drängen lassen, aber unter anderen Umständen wäre sie auch vermutlich schon im Ausland, um sich in Sicherheit zu bringen. Das Leben änderte sich deutlich, wenn man jemanden an seiner Seite hatte, aber so negativ es alles auch klang, war es das wirklich nicht. Für sie gab es eine Gelegenheit zu kämpfen, einen Grund, um hier heraus zu kommen und mitzuarbeiten, sonst gab es diesen nicht. Für sich selbst tat sie nicht sehr viel, Waleria sah in vielen Sachen keinen Grund und begab sich oft in Gefahr, weil sie keinen Grund sah, um es nicht zu tun, aber jetzt gab es einen, jetzt gab es Don, den sie vor Dummheiten bewahren musste, sie er es ihr selbst sagte. Vielleicht war es sogar ganz gut, dass sie beide auf sich aufpassten und füreinander da waren, vielleicht würde ihr Leben jetzt ganz anders aussehen, nachdem sie hier entlassen werden würde, wenn es denn jemals passieren wird.
      Waleria wurde aus dem Raum raus geführt. Sie kannte sich in den unteren Räumen ihrer Zentrale nicht gut aus, in den meisten Fällen musste sie nicht hier sein, in den meisten Fällen war sie draußen und arbeitete anders, als es zum Beispiel Don tat. Sie war nicht dafür gemacht Verhandlungen zu führen, Verhöre durchzuführen, sie war für die Beschaffung von Informationen und die nationale Sicherheit da, dafür brauchte sie die unteren Räumlichkeiten hier nicht. Dementsprechend wusste sie auch nicht, wohin sie in diesem Labyrinth geführt wurde, konnte sich das aber schon irgendwo vorstellen. "Ich hätte angenommen, ihr werdet mich jetzt bis zum Umfallen verhören", gab sie dem Mann neben sich zu. Er schmunzelte, schnaubte kurz belustigt. "Alles zu seiner Zeit, Agent Sobolew..", antwortete er ihr und führte sie zu den Zellen, die sich im Untergrund befanden. Eine wurde für sie geöffnet, viel gab es nicht: Ein Bett, ein Waschbecken, Toilette, ein Spiegel und ein Schreibtisch mit einem Stuhl. Mit einer Handbewegung wurde sie herein gebeten und auch wenn sich alles in ihrem Körper dagegen sträubte so fingen ihre Beine an sich zu bewegen. Hinter ihr ging die Zellentür wieder zu, sie wurde abgeschlossen. "Machen Sie es sich hier gemütlich, ich besorge Ihnen etwas zu Essen.. Wir werden uns dann später unterhalten.. Irgendwelche Wünsche, Sobolew?". Waleria schluckte schwer, sie drehte sich nicht um, schüttelte mit dem Kopf, weil sie keine Wünsche hatte, außer hier heraus zu kommen. Mit ihrer stummen Antwort bewegte sich der Mann wieder fort, seine Schritte waren zu hören und entfernten sich, bis die Stille wieder einkehrte. Jetzt war sie hier. Alleine in einer kleinen Zelle..
      "Ich hätte darauf wetten können, dass du dich im Ausland absetzen wirst", erklang eine Stimme neben ihr. Waleria runzelte ihre Stirn und trat zu den Gittern, um zu erkennen, woher das bloß kam. "Anderthalb Wochen hast du überlebt.. Sag nicht, dass du dumm genug warst in die USA zurück zu kehren". Ihre Augen weiteren sich mit einem Mal. "Adam!", ein Schmunzeln zierte ihre Lippen. Er schien sich in der Zelle neben ihr zu befinden und zu bewegen, um an die Gitter zu kommen. "Herzlich Willkommen in unserer persönlichen Hölle", murmelte er sarkastisch. "Ich kriege uns hier raus", war Waleria dessen fest überzeugt. Adam schnaubte belustigt. "Und wie?", fragte er gleich. "Ich wurde immer nur toleriert und jetzt haben sie genug Gründe, um mir Prozess zu machen und mich für immer einzusperren.. Oder auszuliefern, damit sie mich töten". Sie wusste, wer mit sie gemeint wurde. "Don und ich.. haben die Befürchtung, dass Larcksen Wassilijew ist.. Wir sind Marionetten gewesen, die für sein abgekartetes Spiel benutzt wurden.. Und wenn ich es beweisen kann.. Dann kriege ich dich hier raus.. Du wirst nicht für meine Scheiße einsitzen". Adam schnaubte wieder. "und wenn es nicht klappt?", wollte er wissen. Waleria schluckte kurz. "Dann werde ich gestehen. Und auf einen Deal hoffen, ganz einfach".
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    • Special Agent Dominic Walker

      Es war bereits gut eine Woche vergangen seitdem sie die Tasche im Wald gefunden und von der CIA gefangen genommen wurden. Durch einen guten Deal von Waleria und der Unterschrift der Verschwiegenheitserklärung hatten sie es erstmal geschafft Don wieder zu entlassen, dennoch saß sie immernoch ein. Don schwor sich Beweise für ihre Entlassung zu finden was den Zusammenhang zwischen Larcksen und Wassilijew betraf aber er konnte nicht widersprechen wenn es darum ginge ob er sich Sorgen um sie machte. Er hatte keine Ahnung wie sehr sie in die Mangel genommen wurde, wie sehr man in ihrem Leben stöberte, ob man sie verhörte oder sonst welche Dinge antat. Dafür kannte er die Vorgehensweise der CIA einfach zu wenig. Ob sie das auch überhaupt psychisch schaffte? Es war nie einfach wenn man von der eigenen Bundesbehörde unter Verdacht gesetzt wird und davor hatte sie ja schon genug zu kämpfen gehabt mit ihrer Gefangenschaft von Igor im Keller. Irgendwann wurde es selbst einem zuviel und wann es bei ihr war...wann ihre Bombe innerlich hochgehen würde...das konnte er nun wirklich nicht sagen und das machte ihm Sorge.
      Nachdem er mit Brian ausgemacht hatte die Akten zu besorgen sowie ein neues Diensthandy und er den schwarzhaarigen auch abholte, machten sie sich gleich auf den Weg um seinen Wagen zu holen wobei sich kurz darauf ihre Wege wieder trennten. Don wollte keinesfalls seine Agenten sowie das FBI in die ganze Sache mitverwickeln solange Waleria nicht auf freiem Fuß war, weshalb er weiterhin alleine agierte. Als Nächstes fuhr er anschließend zurück zur Wohnung von Sophia um ihren Laptop zu holen, welcher zum Glück noch vorhanden war. Sophia als auch Toby fragten nach Waleria wobei Don sie nicht an lügen wollte und auf den neuesten Stand brachte. Schließlich gewährten die beiden ihnen Unterschlupf und halfen ihnen dabei weiter im Fall zu agieren indem sie die Bar dafür verwenden durften. Daher war er es ihnen irgendwie schuldig gewesen wenigstens eine Erklärung abzugeben. Danach machte er sich wieder zurück in die Stadt und fuhr zu seinen Bruder und Dad wobei selbst die Begegnung nicht gerade am Anfang auf die feinste Art ablief, was er verstand. Seine Wohnung war zerschossen gewesen und es gab keinerlei Lebenszeichen von ihm. Selbst im FBI Büro konnte man ihnen nichts sagen außer, dass er sich frei genommen hatte um etwas abzuklären aber mit den Tagen seiner Anwesenheit hatte sich zu Hause langsam wieder alles beruhigt. Seitdem verbrachte Don hauptsächlich Zeit in der Garage, welche er für seine weiteren Ermittlungen gegen Larcksen alias Wassilijew verwendete. Eigentlich war dies eher mehr Davids Raum gewesen mit all den Tafeln an der Wand um seine mathematischen Durchbrüche zu erlangen oder ihm in den Fällen zu helfen aber Don hatte ihm strengstens verboten nur einen Fuß hier reinzusetzen. Er wollte den Jüngeren nicht noch mehr in Gefahr bringen und dies schwor er auch Waleria weshalb er sich dran halten wollte. Er würde es nicht zusammenbringen ihn zu verlieren und ihr zu erklären, dass er bei dem Versuch sie zu befreien, dabei gestorben ist. Niemals wieder. Solange Don lebte würde er dies verhindern. Sein Dad war von der ganzen Sache gar nicht begeistert gewesen als dieser sah an was Don arbeitete. Am Liebsten hätte er ihm die Unterlagen alle weggenommen und dem FBI geliefert aber andererseits wusste dieser auch, dass er gegen seinen Sohn nicht ankam und vielleicht war es auch gleichzeitig sowas wie eine Therapie für ihn um mit der Sache komplett abzuschließen? Anhand der Akten und Waleria's Informationen am Laptop konnte er endlich genügend Beweise finden um Larcksen in die Mangel nehmen zu können. Doch würde man ihm überhaupt Glauben schenken? Es ging hier um den Direktor der CIA und nicht gerade um einen dahergelaufenen Gangsterboss der ein bisschen mit seiner Knarre umherschießen wollte. Don konnte es zumindest versuchen weshalb er sich sein Handy und die Dokumente schnappte um zu seinem Wagen zu gehen, welcher seitlich neben dem Haus in der Auffahrt stand als David ihm plötzlich entgegen kam "Hey, was ist los?" wollte dieser wissen als er Don mit den Unterlagen in der Hand sah. "Ich fahre zur CIA und bringe Ihnen die Beweise, welche Waleria und Adam entlassen"...."kann ich mitkommen?" kam es etwas besorgt aus ihm heraus was Don deutlich aus seiner Tonlage hören konnte. Es war verständlich, dass auch Davids Sorge um die blondhaarige groß war, denn schließlich waren die beiden auch schon sowas wie Freunde gewesen und arbeiteten des Öfteren zusammen "Nein David. Bleib hier bei Dad. Ich bin bald wieder zurück" mit diesen Worten öffnete er die Wagentüre, stieg ein, startete den Wagen und fuhr schon mit dem Rückwärtsgang zurück auf die Straße um sich gleich Richtung CIA aufzumachen noch bevor der Jüngere was erwidern konnte.
      Durch den starken und dichten Verkehr dauerte es einige Zeit bis er endlich bei dem Zentralgebäude ankam wo man ihn wieder freigelassen hatte. Der Eingang des Gebäudes war ziemlich simple aufgebaut gewesen, genauso wie beim FBI aber weit rein kam er nicht, da man schon einen Mitarbeiterausweis benötigte. "Was kann ich für Sie tun?" fragte eine junge Frau am Schalter als sie Don erblickte. Selbst die Security's in der Empfangshalle behielten ihre Blicke auf den schwarzhaarigen was wohl bedeutete, dass sie nicht gerade viel Besuch bekamen. "Ich möchte mit dem leitenden Agenten reden der den Fall Agent Sobolew bearbeitet" kam es ruhig aus ihm heraus wobei sie schon anfing nachzusehen wer dies war. "Um was würde es gehen?" fragte sie gleich weiter was ihn nicht gerade überraschte. Beim FBI war es fast dasselbe, dass man zuerst die Informationen brauchte bevor man die gewünschte Person kontakierte. "Ich habe Dokumente welche die Unschuld von Agent Sobolew und einen weiteren Mitarbeiter eurer Abteilung beweisen" mehr brauchte sie nicht zu wissen da sie als das Telefon in die Hand nahm und oben anrief.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sieben Tage war sie nun schon hier. Ihre Tagen sahen meistens eigentlich gleich aus: schlaflose Nächte, Frühstück, Zusammenarbeit mit den anderen, Mittagessen, zwischendurch Gespräche mit Adam, Abendessen und dann wieder eine schlaflose Nacht. Waleria hat der Zusammenarbeit zugestimmt, sie war bereit alles zu offenbaren, was sie wusste und hatte, angefangen von ihren ersten Einsätzen, über alles, woran sie mit Don zusammen gearbeitet hatte. Das war eine Menge, was sie durch gingen, jeder Tag war voller Arbeit, voller Informationen und es war nicht ganz einfach sich an Dinge vor vor drei Jahren zu erinnern. Dennoch gab Waleria alles, weil ihre Gedanken ständig bei Don waren. Ging es ihm gut? Setzte er sich der nächsten Gefahr aus? War alles in Ordnung bei ihm?
      Nach den ersten drei Tagen verlief alles schon deutlich entspannter, kaum bewies die Frau, dass sie wirklich bereit war mitzuarbeiten. Aus den Verhören wurden richtige Gespräche in Gruppenräumen, ohne nervige Fragen, stattdessen mit Zusammenarbeit und einer Aufstellung von allem, was es gab. Ihr ganzes Leben wurde beleuchtet, mögliche Verbindungen zu den Russen wurden aus allen Richtungen überprüft und ihrer Idee, beziehungsweise dem Ansatz des Glaubens, dass Larcksen der Böse sei wurde sogar ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dennoch verliefen die Tage sonst eigentlich nur gleich, da gab es keinerlei Lockerung in den strengen Regeln, keinerlei Möglichkeiten der Anrufe, lediglich Zigarettenpausen wurden ihr zugesichert. Waleria rauchte wieder deutlich mehr, aber das waren ihre einzigen fünf Minuten, in denen sie den Keller immer und immer wieder für einen Moment verlassen konnte. Anders kam sie nicht an die frische Luft, auch wenn sie mir abwechselnd mit Adam nach draußen durften.
      Sie war sich dessen bewusst, dass ihr Leben nicht für immer so aussehen wird, spätestens wenn ihr wirklich ein Prozess gemacht wird wird sie in ein richtiges Gefängnis verlegt werden, in welchem es mit Sicherheit auch deutlich schlimmer zuging. Aber wie lang es wohl dauern wird?
      "Denkst du wirklich, dass Larcksen uns verarscht hat?", erhob Adam seine Stimme, als Waleria wieder zurück in ihre Zelle gebracht wurde. Sie seufzte, lehnte ihre Stirn gegen die kalten Gitterstäbe. Langsam wurde sie hier drin verrückt. Einen Moment brauchte sie, um eine Antwort zu formulieren. "Das würde einige meiner Einsätze erklären..", antwortete die Blondine, die ihre Augen schloss. Sie hatte keine Lust mehr auf das Ganze. Adam schwieg zunächst. "Das stimmt..ich habe mich oft gefragt, wofür das gut sein sollte", stimmte er ihr zu. "Mhm", meinte Waleria. "Ein verrückter Gedanke, dass ich die Russen ausspioniert habe, obwohl er genau davon wusste, was ich ihm brachte". Adam seufzte. "Und wie viel unter den Teppich gekehrt wurde..".
      Es sah in vielen Hinsichten nicht sehr gut für sie aus, in vielen Hinsichten hatte sie ihrem Vorgesetzten blind vertraut und dachte, dass er nicht aus eigenen Interessen, sondern der der CIA handelte. Aber inzwischen waren die anderen auch davon überzeugt, dass Larcksen ebenfalls mit betroffen war.. wo er saß? Das wusste Waleria nicht, jedenfalls nicht hier unten bei denen. "Ich setze mich ab, wenn dieser Scheiß hier vorbei ist", murmelte der Mann. "Wenn wir überhaupt hier raus kommen". Waleria nickte. "Wenn überhaupt", stimmte sie ihm zu. "Es sieht nicht gut aus, Adam". Der Mann schwieg einen Moment lang. "Ich weiß.. wir stecken tief in der scheiße". Das taten sie beide wirklich, aber wenigstens war Don aus der ganzen Sache raus.
      Die Tür zu dem Gang mit den Zellen wurde geöffnet. "Sobolew? Ich habe etwas, was Ihnen gefallen könnte".
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    • Special Agent Dominic Walker

      Man ging auf seine Bitte ein den leitenden Agenten zu rufen, welcher den Fall Agent Sobolew bearbeitet als er Preis gab Dokumente zu haben die die Unschuld von ihr und Adam bewiesen. Ob es jedoch akzeptiert werden würde, war wiederum eine andere Frage gewesen doch würde die sich in den nächsten Minuten beantworten lassen. Es dauerte nicht lange bis der Ton des Aufzug's erschien, sich dieser öffnete und der CIA Agent erschien, welcher Don und Waleria im Wald mitgenommen hatte. Dabei glitt dem schwarzhaarigen ein amüsante Lächeln über die Lippen //Na das kann ja spannend werden//, schoss es ihm im nächsten Moment durch den Kopf während er auf ihn zukam. "Agent Walker" kam es eher weniger begeistert aus ihm heraus "Was kann ich für Sie tun?" war weiterhin seine Stimme von wenig Begeisterung "Ich habe Dokumente, welche die beweisen, dass Larcksen der gesuchte Sascha Wassilijew ist, welcher man dachte erschossen zu haben. Agent Sobolew und ein weiterer Mitarbeiter von euch wurden von ihm eiskalt ausgenutzt und in eine Sache reingezogen für die sie nichts können. Die beiden sind komplett unschuldig" dabei wurde der Blick des CIA Agenten doch etwas skeptisch "und wieso soll ich Ihnen das glauben? Es können genauso gut irgendwelche daher gelegten Dokumente sein, welche von euch verpfuscht wurden nur um Agent Sobolew und ihren kleinen Freund rauszuholen sowie uns zunichte zu machen?" war das wirklich sein Ernst? Don brachte hier handfeste Beweise was die Identität von Larcksen betraf und, dass die beiden nur für seine Machenschaften ausgenutzt wurden und er denkt, dass diese nur verpfuscht wurden? "Es ist mir ehrlich gesagt scheiß egal was Sie von mir und meiner Arbeit halten aber ich versuche gerade zwei eurer Mitarbeiter und Sie von einem der größten Fehler zu bewahren" versuchte es der schwarzhaarige weiter auf die ruhige Art wobei ihm jedoch innerlich ganz anders zumute war. "Agent Walker....Sie können doch nicht ernsthaft glauben einfach in die CIA Zentrale reinzuspazieren, zu behaupten handfeste Beweise gegen einen Direktor einer Bundesbehörden zu haben die besagen, dass er einer der meistgesuchten und geführchtetsten Russen ist und, dass man Ihnen glaubt? Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt: Das ist eine alleinige Sache der CIA und da hat sich das FBI nicht einzumischen. Daher sollten Sie Ihre Dokumente hier nehmen und wieder verschwinden" wurde sein Ton dabei schon etwas schärfer. Es war wirklich bewundernswert gewesen wie dieser Typ vor ihm versuchte keinerlei Hilfe anzunehmen. Don hatte nicht umsonst eine ganze Woche in der Garage gesessen und versucht jegliche Informationen zu besorgen, welche Waleria und Adam helfen würden. Die der ganzen CIA helfen würden. "Ich habe mein Leben und mein Job riskiert um Agent Sobolew und euch zu helfen. Das Leben meines Bruders wurde dadurch in Gefahr gebracht und noch dazu wurde nicht nur die Wohnung von eurer Agentin, sondern auch meine von eurer Einheit zerschossen mit dem Risiko, dass wir dabei draufgehen" kam es kühl aus ihm heraus "Das geht uns nichts an. Das war allein Ihre Entscheidung, Agent Walker." mehr hatte der schwarzhaarige nicht mehr gebraucht. Im nächsten Moment ballte er seine rechte Hand zu einer Faust und knallte ihm eine. Ohne zu zögern kamen auch schon zwei Securitys, welche das Gespräch der beiden beobachteten, auf Don gelaufen um ihn an den Armen festzuhalten. Der CIA Agent griff sich mit der Hand an die linke Seite seines Kiefers und spürte dabei etwas feuchtes was sich anschließend als Blut herausstellte. "Lassen Sie ihn" wandte er sich an die beiden Securitys, die gleich den Griff um Don lockerten und er sich mit einer Bewegung davon komplett befreite. "Nehmen Sie die Dokumente und retten Sie Ihren Arsch. Damit tun Sie sich selbst einen großen Gefallen" sprach er kalt aus, legte diesen auf den Empfangspult bevor sich Don abwandte und das Gebäude verließ. Wie konnte nur Waleria für solch eine Behörde arbeiten? Er hätte die Stelle schon lange aufgegeben und wäre in eine Frittenbude arbeiten gegangen. Da hatte man zwar nervige Kunden und man stank am Ende des Tages nach Junk Food aber es war definitiv besser als mit solch einen Typen zusammen zu arbeiten.
      Der CIA Agent sah dem schwarzhaarigen noch für einen kurzen Moment nach bevor sein Blick auf die Dokumente ging, welche Don auf den Pult legte und ringte selbst mit sich ob er überhaupt dem Glauben schenken sollte was er ihm sagte. Larcksen war der Direktor der CIA und das schon seit Jahren. Er stand immer hinter seinen Agenten und kümmerte sich um alles wenn sie in Not waren aber dieser saß selbst ein. Was wenn es stimmte? Nach kurzer Zeit zögern, nahm er die Unterlagen in die Hand, begab sich in sein Büro und sah diese in Ruhe durch. Auch wenn die beiden so gar nicht miteinander konnten, musste er zugeben, dass Agent Walker wirklich gute Arbeit leistete. Die Beweise waren stichfest gewesen und er fand keinerlei Anhaltspunkte, welche das Gegenteil behaupten würden. Aber waren das auch wirklich keine Fälschungen gewesen? Er kannte nur eine Person die das bestätigen konnte und genau zu der würde er sich gleich aufmachen.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie wurde hellhörig, als ihr Name fiel. Es gab etwas, was ihr gefallen würde, was sollte sie nur mit dieser Information anfangen? Sie musste nicht lange warten, ihre Zellentür wurde geöffnet und ein unsicherer Blick glitt zu der Zelle nebenan, zu Adam, bevor die Blondine auch schon Folge leistete. Für heute hatte sie genug gesagt, sie haben sich darauf geeinigt gehabt und dennoch gab es scheinbar etwas neues, oder etwas, was nicht warten konnte. Die Gänge hier unten kannte sie schon auswendig, wenn man eine Woche lang nichts anderes zu Gesicht bekam brannte sich dieses Bild schnell in den Kopf. Doch sie wurde direkt in das Büro gebracht, ohne große Umwege und ohne groß etwas erklärt zu bekommen. Die Tür hinter ihr wurde geschlossen und Waleria blickte zu dem Mann hinter dem Schreibtisch. Ihre Stirn runzelte sich mit dem Moment, in welchem sie die kleine Wunde im Gesicht des Mannes erkannte, bevor sie sich auf seine Andeutung hin setzte.
      "Ihr kleiner Freund war hier", machte er ihr deutlich und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Don war hier? Warum war Don hier? Waleria runzelte wieder ihre Stirn, sie verstand nicht. "Ich weiß nicht, was ich noch tun soll, um ihm zu verdeutlichen, dass er sich nicht in fremde Angelegenheiten einmischen soll". "Ihm wurde die Verschwiegenheitserklärung hin gelegt, es wurde mit keinem Wort erwähnt, dass er nicht weiter dran bleiben kann", erklärte Waleria unparteiisch. Ihre Gedanken waren täglich bei dem FBI Agenten gewesen, aber sie wollte nicht, dass die Leute hier wussten, wie wichtig er ihr war. Für einen Moment wurde sie gemustert. "Ich brauche Ihnen nicht aufzuzählen, wie oft Sie das amerikanische Recht mit den Füßen getreten haben, oder?". Waleria schwieg. "Und wie oft sie gegen die internen Dienstvorschriften verstoßen haben..". Was sollte das denn jetzt werden? Was hat Don gesagt? Oder getan? "Aber ich finde es beeindruckend wie sie beide immer noch an dieser dämlichen Idee halten, wir hätten die Lösung all die Jahre ständig vor der Nase gehabt". Der Mann schmunzelte sogar. "Ich verstehe nicht, worauf Sie hinaus möchten.. Ich habe Ihnen die entsprechenden Indizien vorgelegt und Sie haben diese abgelehnt", entgegnete Waleria. Sie war verwirrt, war sich nicht sicher, ob man sich hier nur über sie lustig machte, oder ob etwas ernsthaftes dahinter steckte.
      "Lass uns noch einmal über Wassilijew sprechen".

      Zwei Wochen war es nun her, seit dem sie Don das letzte Mal gesehen hatte. Als Waleria die Zentrale verließ war es schon langsam dunkel, die Sonne verabschiedete sich am Horizont, aber sie war frei, irgendwie jedenfalls. So ganz glauben konnte sie das nicht, aber sie war frei, mit einigen Einschränkungen jedenfalls. Die Auflagen waren klar: Sie durfte sich nur in einem gewissen Radius bewegen und musste erreichbar sein, musste sich täglich melden und würde wieder zurück eingebuchtet werden, sollte sie auch nur versuchen den Staat, oder das Land zu verlassen. Aber Waleria war frei und atmete tief durch, während sie auf den Uber wartete, den sie sich bestellen ließ. Freiheit. Das war ein unbeschreibliches Gefühl, nach welchem sie sich so sehr gesehnt hatte.
      Der Deal, den sie unterschrieb war gut gewesen, sehr gut sogar. Straffreiheit, wenn sie gegen Larcksen ermitteln und aussagen wird. Mit solch einem Angebot hätte sie nicht gerechnet, aber er war von der Staatsanwaltschaft abgesegnet und er würde nicht in ihrer Akte landen, damit durfte sie nach dieser ganzen Sache auch weiter arbeiten. Ob sie es wollte war eine andere Frage, doch solange es nicht alles geklärt war würde Waleria nicht darüber nachdenken. Wohin sie wollte wusste sie aber: zu Don. Sie wollte es wenigstens versuchen ihn zu finden, ihn zu sehen, um sich zu vergewissern, dass er noch lebte, dass er keine Dummheiten gemacht hatte. Ein neues Handy besaß die Blondine, aber wer merkt sich schon jegliche Telefonnummern in seinem Leben? Deshalb hatte sie die Idee zu seinem Elternhaus zu fahren, dort erwartete sie ihn jedenfalls. Sollte er nicht da sein konnte sie ihm immer noch eine Nachricht hinterlassen, in welchem Hotel sie schlafen wird, wenn er sie denn überhaupt sehen wollte.
      Es war alles noch ein wenig schwer zu glauben, vor allem, als Waleria vor Dons Elternhaus stand, um an der Tür zu klingeln. Sie war frei, das fühlte sich einfach gut an.
      Als sein Vater ihr die Tür öffnete schenkte die Blondine dem Mann ein herzliches Lächeln. Lange hatte sie auch ihn nicht gesehen, aber wie er inzwischen zu ihr stand wusste sie auch nicht. Dennoch blieb sie freundlich. "Guten Abend.. Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber.. ist Don zuhause?". Einen Versuch war es wert und selbst wenn ihr die Tür vor der Nase geschlossen werden sollte, dann war es so..
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    • Special Agent Dominic Walker

      Zwei Wochen war es bereits her gewesen als Don und Waleria im Wald gefangen genommen wurden. Vor zwei Wochen schenkte man ihm die Freiheit indem er die Verschwiegenheitserklärung unterschrieb und dennoch musste Waleria weiterhin einsitzen. Vor einer Woche hatte er der CIA handfeste Beweise geliefert die für ihre und Adams Unschuld hätte sorgen müssen sowie der Beweis, dass Larcksen Sascha Wassilijew war. Doch warum hatte er seitdem nichts mehr gehört? Hatte man etwa seine Dokumente nicht ernst genommen und entsorgt um all dies zu vertuschen? Wundern würde es ihn zumindest nicht, wenn man bedachte wie das Gespräch mit diesem Kerl zuletzt abgelaufen war. Dass er und Don Freunde werden würden, bezweifelt er stark aber zu seinem Glück musste er ja sonst nicht mit ihm zu tun haben.
      In dieser einen Woche ging aber auch der schwarzhaarige einiges an: er begab sich zurück ins Büro des FBI's um sich von seinem Urlaub zurück zu melden, hatte ein langes Gespräch mit seinem Chef geführt gehabt und ging langsam die eingehende Fälle wieder an. Lucas erstattete ihm Bericht was während seiner Abwesenheit passiert war und auch mit Brian hatte er ein kleines Gespräch geführt gehabt über seine große Hilfe nachdem man ihn hat frei lassen. Er wusste, dass er seinem jüngsten Agenten damit tief in der Schuld lag aber ihm reichte es vollkommen aus weiter und wieder mit seinem Boss arbeiten zu dürfen. Auch war er zurzeit wieder im Elternhaus eingezogen, da seine Wohnung nach wie vor in Schutt lag. Dafür würde er sich definitiv noch mit der CIA auseinander setzen müssen, denn dank ihnen war diese doch zerschossen worden. Die Möbel und allgemein die gesamte Einrichtung war jetzt nicht besonders teuer gewesen aber ihm ging es hier durchaus ums Prinzip und wenn sie schon solch einen Mist bauten, durften sie auch ruhig dafür aufkommen. Hätte Don gewusst, dass Waleria heute frei kommen würde, hätte er natürlich alles liegen und stehen gelassen um sie persönlich abzuholen. Er konnte nicht sagen wie oft seine Gedanken in diesen zwei Wochen zu ihr drifteten. Die Sorge, dass seine Beweise ihr nicht helfen würden, stieg von Tag zu Tag immer mehr an genauso die Wahrscheinlichkeit sie nie mehr wieder bei sich zu wissen. Waleria war seine Freundin.....sie war die Frau nach welcher er solange gesucht hatte. Sie zu verlieren würde er nicht übers Herz bringen auch wenn dies schon bereits geschah als er zuließ, dass man sie abführte. Aber wie sagte sein Dad manchmal? 'Irgendwann findet alles sein Ende. Daher genießt die Zeit die ihr habt'. Hieß es somit, dass ihre gemeinsame Zeit bereits abgelaufen war?
      Alan saß gerade mit seiner Tasse Tee und der heutigen Zeitung in seinem Stuhl im Wohnzimmer als es plötzlich an der Türe klingelte. Wer konnte das denn um diese Uhrzeit noch sein? Soweit er wusste war David bei Amira gewesen, welche nun wieder mehr Zeit miteinander verbrachten als sich sein Zustand ein wenig besserte, und hatte auch seinen Hausschlüssel bei sich. Wieso sollte er also anläuten? Und Don war vor etwa einer Stunde nach Hause gekommen und leistete ihm Gesellschaft bis er schließlich am Sofa eingeschlafen war und sein Dad eine Decke über diesen legte sowie nur die kleine Tischlampe einschaltete um weiter lesen zu können aber auch genug Dunkelheit spendete um ihn schlafen lassen zu können. Die letzten 2 Wochen wusste er, hatte sein Älterer nicht gerade viel geschlafen gehabt, weshalb er dies anscheinend bitter nötig hatte. Alleine durch das Klingeln wäre er munter geworden aber auch jetzt rührte sich der schwarzhaarige nicht. Daher konnte er es auch nicht sein. Die Zeitung auf den Wohnzimmertisch gelegt, stand dieser auf und begab sich rüber zur Türe um diese zu öffnen und erblickte dabei die junge Frau, welche schon einmal bei ihnen war. Wie hieß sie nochmals? Waleria soweit er sich ins Gedächtnis rufen konnte. "Guten Abend" begrüßte er diese auch und wandte seinen Blick auf seinen Sohn als sie nach ihm fragte bevor er wieder zu ihr sah. "Er schläft gerade, kommen Sie rein" dabei schritt er zur Seite um sie eintreten zu lassen. Richtig begeistert war er von ihrem Erscheinen aber eher weniger gewesen wenn er dran dachte was seither mit seiner Familie alles geschehen war. "Kommen Sie, gehen wir in die Küche" sprach er leise als er kurz Richtung Wohnzimmer deutete um ihr zu zeigen wieso um anschließend in die Küche zu gehen. "Kann ich Ihnen einen Tee anbieten oder doch lieber Kaffee?" seine Höfflichkeiten hatte er aber durchaus nicht verlernt gehabt auch wenn er jemanden nicht gerade bei sich haben wollte. "Darf ich fragen was Sie von Donnie wollen? Ich hoffe doch nicht, dass Sie wegen eines neuen Falls gekommen sind?" war sein Ton dann doch etwas strenger geworden. Wenn es um seine Familie und dessen Sicherheit ging, dann hielt er sich definitiv nicht zurück um zu zeigen wie er darüber dachte oder sich fühlte. Sie hatte seine Söhne schon genug in Gefahr gebracht und dessen Leben durcheinander gebracht.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Als sie hörte, dass jemand zur Tür ging stieg ihre Aufregung deutlich. Vor allem wusste Waleria nicht so recht, wie sie sich überhaupt benehmen sollte. Sie war für einiges schuldig und sie nahm gerne auch die volle Schuld auf sich, denn sie wusste, dass es hier keine andere Lösung dafür gab. Sie musste für ihre Taten gerade stehen und wenn Dons Vater sie dafür bis ans Ende seiner Tage hasste, dann war es eben so. Es änderte nur leider nichts an der Tatsache, dass sie jetzt da durch musste, weil es keine andere Wahl gab. Es kam jedoch ein wenig besser, als sie es wirklich erwartet hätte, denn an der Tür wurde sie nicht beschimpft und sogar rein gebeten! Don schien zu schlafen, gut, das hat er sich auch mit Sicherheit verdient und Waleria hätte ihm einfach den Namen ihres Hotels hinterlassen, dann wäre sie auch gegangen, sie wollte nicht stören, zu der Einladung konnte sie aber nicht nein sagen, vielleicht auch, weil sie noch einiges hatte, was sie gerne seinem Vater sagen würde.
      Mit einem Nicken betrat sie das Haus und schwieg, um Don nicht aufzuwecken. Allein ihn zu sehen, wie friedlich er schlief ließ ein Lächeln auf ihren Lippen erscheinen. Er war in Sicherheit und ihm ging es gut, das beruhigte ihr Herz, auch wenn es gleichzeitig ganz andere Gefühle in ihr weckte. Für einen Moment blieb sie auch stehen, um den Mann anzusehen, dann folgte sie seinem Vater auch in die Küche, um dort ein wenig unbeholfen stehen zu bleiben. "Ein Tee wäre fantastisch", bat sie den Mann mit einem Lächeln darum. Das verdiente sie vermutlich auch nicht, aber gut, die Zeit konnte sie auch nicht zurück drehen.
      Etwas zaghaft setzte sich die Blondine an den Tisch, die Frage, die ihr gestellt wurde war vollkommen berechtigt und direkt schüttelte sie ihren Kopf, um es zu verneinen. Sie legte sich mit vielen sehr bösen Männern an, sie hat sich schon so oft in ihrem Leben in Gefahr begeben und dennoch war sie hier aufgeregt mit Dons Vater zu sprechen. "Ich..", fing sie an und versuchte die richtigen Worte zu finden. "Bin heute aus der Haft entlassen worden", erklärte sie ehrlich. "Und wollte nach Don sehen, ob er in Sicherheit ist.. und .. ob es ihm gut geht". Das fiel ihr zwar schwer, aber sie wollte noch ein wenig mehr loswerden, wenn sie schon die Möglichkeit hatte mit diesem Mann alleine zu sprechen. Ob es so eine Gelegenheit noch einmal geben wird wusste sie nicht, aber diese Worte mussten eines Tages raus und jetzt war der beste Augenblick dafür. "Mister Walker", sprach Waleria leise weiter, um Don nicht zu wecken. "Sie haben alles Recht der Welt mich zu hassen.. Und es tut mir auch wirklich leid, dass ich ihre Söhne in Gefahr gebracht habe.. Mehrmals". Gut, Don würde sich jetzt mit ihr darüber streiten, wer denn von ihnen beiden die Schuld daran hatte, aber er schlief und war nicht daran beteiligt gerade. "Ich nehme die volle Verantwortung darüber auf mich.. Es gibt keine Ausreden dafür und wenn ich etwas für Sie tun kann, halten Sie sich bitte nicht damit zurück.. Ich bin bereit die Konsequenzen zu ertragen und versichere Ihnen, dass ich alles in meiner Macht stehende dafür tun werde, um beide nie wieder einer Gefahr auszusetzen". Gut, Don war erwachsen und was er selbst für sich tat war seine Sache, aber sie wollte David nicht mehr um Hilfe bitten und ihn raus halten, damit ihm nicht noch einmal so etwas zustoßen konnte. "Ich habe damit auch schon angefangen", indem sie Don die Möglichkeit gab vor zwei Wochen aus der CIA zu spazieren.
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    • Special Agent Dominic Walker

      Vielleicht war seine Reaktion darauf, als er Waleria sah und sie mit in die Küche nahm, vielleicht auch etwas überreagiert gewesen aber es ging hier nicht um irgendjemanden. Es waren seine Söhne gewesen. Sein eigenes Fleisch und Blut was sie in Gefahr gebracht hatte. Bei Don hatte er sich bereits damit abgefunden gehabt, dass er sich jeden Tag in Gefahr begab und damit sein Leben aufs Spiel setzte. Er lebte jeden Tag mit dem Gedanken, dass irgendwann mal jemand vor der Türe stehen würde um ihm und David mitzuteilen, dass Don bei einem Einsatz gestorben ist und dennoch war immer froh, wenn sein Älterer zu ihnen nach Hause kam. David war da wieder komplett anders: er war ein junger Mathematiker gewesen, der eigentlich an der Universität seine Vorlesungen halten sollte, doch wusste er aber auch wie sehr er es genoss mit seinem Bruder an Fälle zu arbeiten. Alan hatte mit Don schon selbst oft genug das Gespräch geführt gehabt auf David aufzupassen und zu sehen, dass er nicht zu sehr miteinbezogen wird. Und dann kam Waleria und stellte dessen Leben komplett auf den Kopf. Angefangen damit, dass David verschwand bis zu dem Ende, dass er tagelang nicht wussten wo sich Don befand. Wie sollte man da also nicht überreagieren?
      Nachdem sich die Agentin für Tee entschied, nickte er ihr zu und machte das heiße Wasser für sie bereit sowie stellte ihr auch schon eine kleine Schachtel mit den verschiedenen Teesorten bereit sodass sie sich selbst entscheiden konnte was sie trinken möchte. Seine Frage was sie von seinem Sohn erneut wollte, war in Angesicht der Lage, durchaus berechtigt gewesen und solange Don schlief und sich hier nicht einmischte, was er definitiv schon längst getan hätte, wollte er die Möglichkeit nutzen. Während er schon eine Tasse aus dem Regal holte und das heiße Wasser hinein füllte, horchte er ihren Worten was ihn etwas überraschte da zu hören. Eigentlich rechnete er eher weniger Informationen zu bekommen, doch schien sie mehr zu den ehrlichen Leuten zu gehören und alleine die Tatsache nur vorbei zu kommen um nach Don zu sehen ob es ihm gut ginge und in Sicherheit war, zeigte schon einiges. Für einen kleinen Augenblick konnte er sich ein Lächeln selbst nicht verkneifen. Anscheinend hatte er jemanden gefunden dem er wichtig war und Waleria war auch nicht gerade eine unsympathische und unattraktive Person. Dass sein Sohn vermutlich selbst an ihr Gefallen gefunden hat würde ihn nicht wundern. Auch die weiteren Worten von ihr zu hören, machte die Tatsache sie vielleicht dafür zu hassen, nicht leichter. Wie sollte man solch jemanden hassen die schon alleine dazu bereit war all dies zu sagen? Die Konsequenzen zu ziehen, ihn darum zu bitten was zu sagen wenn sie es mit etwas gut machen konnte? Schon allein durch diese Worte konnte Alan erkennen welch gute Erziehung ihre Eltern in sie steckten. Für einen kurzen Augenblick stellte er ihr die Tasse hin sodass bevor er sich am Tracen hinter sich anlehnte und seinen Blick auf ihr ruhen ließ. "Wenn Donnie hier stehen würde, würde er sicher komplett dagegen sprechen. Er würde sagen, dass es nicht alleine Ihre Verantwortung sei mit dem was passiert ist. Er ist ein Erwachsener Mann und schon lang genug Agent um zu wissen welcher Gefahr er sich aussetzt und welcher nicht. Genau das wären seine Worte" begann er ruhig zu sprechen "Ich kann es nicht verhindern, dass er sich jeden Tag in die Gefahr stürzt. Es gehört nun schon seit knapp 10 Jahren zu seinen täglichen Aufgaben, dennoch müssen wir auch mit jeden verstrichenen Tag damit rechnen, dass es irgendwann mal anders ausgeht. Don und David sind durchaus in der Lage gut auf sich selbst und aufeinander aufpassen, dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass sie immernoch meine Söhne sind und es meine Aufgabe ist auf sie aufzupassen. Egal ob es Baby, Kind oder erwachsene Männer sind. Es gehört einfach zu den Elternpflichten. Das werden Sie selbst verstehen wenn Sie mal mal Kinder haben" versuchte er es ihr weiter mit ruhiger Stimme zu erklären "Ich weiß nicht wieviel Sie Don bedeuten aber eines weiß ich: Er lässt sich von niemanden was vorschreiben wenn es um seine Arbeit geht. Und wenn Sie heute aus der Haft entlassen wurden, hatte er wohl wegen Ihnen eine ganze Woche an diesen Russen gearbeitet" dabei kamen die letzten Worten schon mehr sauer aus ihm heraus "Ich weiß nicht was es sich damit auf sich hat, ob er mit Ihnen darüber sprach und es ist vielleicht jetzt der schlechteste Rat was ein Vater geben kann aber wenn der Fall bezüglich diesen Typen immernoch nicht geklärt ist, lassen Sie ihn damit in Ruhe. Ihre Bundesbehörde muss alleine damit zurecht kommen. Ich möchte ihn nicht noch einmal in den Händen von diesen Wassilijews wissen" kam es eher schon bittend aus ihm heraus auch wenn er wusste, dass sich Don nicht dran halten würde, wenn er davon wüsste. Er war sowas wie ein angezogenes Gift oder Droge für den schwarzhaarigen gewesen, dennoch konnte sein Vater nicht bestreiten Angst um ihn zu haben.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie war bereit ihre Fehler einzugestehen und sie auch wiedergutzumachen, sollte es überhaupt möglich sein. Ihre Worte waren gewählt und sollten vor allem darstellen, wie sehr es ihr leid tat, dass das alles geschah, was geschehen ist. Ja, auf einiges hatte sie selbst keinen Einfluss und konnte nichts daran ändern, es war wie es war, aber einiges andere hätte sie verhindern können. Es ist passiert, die Zeit war nicht zurück zu kehren, aber Mister Walker sollte wissen, dass sie aus ihren Fehlern lernen wird. Ganz so einfach war es nicht das alles zuzugeben und die Schuld einzugestehen, doch die Worte, die auf ihre folgten ließen sie ein wenig verwundert zu dem Mann blicken, der vor ihr stand. Don wäre nicht mit ihren Worten einverstanden, aber sie war mit einigen seiner auch nicht so ganz einverstanden. Und ja, er setzte sich Gefahren aus, aber Waleria hatte ihn um Hilfe gebeten, sie hatte ihn angerufen und ihn gebeten ihr zu helfen. Es war ihre Schuld. Ihre Arbeit an den Russen war Schuld an den meisten Sachen, die passiert sind. Sie hätte allein agieren sollen, hätte vielleicht besser aufpassen sollen und diese Schuld konnte ihr einfach niemand nehmen.
      Waleria schluckte bei den Worten die folgten und sie senkte ihren Blick. "Ich habe keinen Einfluss darauf, ob Don an dieser Sache dran bleibt, oder nicht", erklärte sie ehrlich. "Ich habe die Sache schon auf meine Kappe genommen, weshalb Don seine Freiheit behalten durfte und ich nicht.. Aber er ist an dieser Sache schon deutlich länger dran, als Sie meinen zu glauben". Don hatte nach Wassilijew schon gesucht, da war die Agentin noch in Russland gewesen. Ihr fiel jedoch auf, was sein Vater ihr erzählte: Don schien in den Händen von Wassilijew gewesen zu sein. Was hatte das denn auf sich? Erklärte das, warum er nach ihm suchte? Warum er so besessen nach diesem Mann war? Waleria speicherte sich diese Information im Kopf ab, sie wollte später darüber mit Don persönlich sprechen. Ihre Augen musterten noch einmal seinen Vater.
      "Ich werde ihn nicht davon abbringen können daran zu arbeiten", das waren ihre ehrlichen Worte, denn genau so sah es aus. Das konnte sie nicht versprechen. "Die CIA hat ihn schon aus diesem Fall gestrichen und er macht weiter..", so sah es einfach aus. "Aber ich kann Ihnen mein Wort dafür geben, dass ich Wassilijew persönlich umbringen werde, wenn Don auch nur ein Haar gekrümmt wird". Und sie schämte sich auch nicht für diese Worte. "Ich werde alles in meiner Macht stehende für seine Sicherheit tun, ganz gleich, wo und wann.. Ganz gleich, wer ihm zu nah kommt.. Für alles andere ist Don leider selbst verantwortlich". Vor allem dafür, ob er selbst weiter an diesem Fall arbeiten wird, oder nicht. Er wird es, mit Sicherheit, so weit kannte sie ihn schon.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Alan respektierte natürlich die Worte von Waleria und alleine schon ihr Erscheinen hier, im Elternhaus von Don, zeigte ihm wie sehr ihr die ganze Sache geschweige denn sein Sohn ihr am Herzen lag. Nicht jeder hatte diesen Anstand um sich auch mit anderen Worten zu entschuldigen für alles was geschehen ist. Doch sie war in dieser Hinsicht anders als andere gewesen. Ihre Eltern wussten sie richtig zu erziehen und soweit er am ersten Tag ihrer Begegnung und heute erkennen konnte, schien sie auch am Boden geblieben sein. Dennoch änderte dies nichts an der Tatsache daran, dass sie es schaffte Don und David in Gefahr zu bringen. Klar, sie waren alt genug gewesen und besonders sein Älterer wusste welchen Weg er einschlug und wann er sein Leben riskiert, aber sie waren beide seine Söhne. Das Einzige was ihn von seiner eigenen Familie noch geblieben war und der Gedanke auf eine weitere Beerdigung, außer seiner, gehen zu müssen bereitete ihm Wohlbehagen zu. Don würde all dem hier widersprechen und auch einen Teil der Schuld auf sich nehmen, wie er ihn kannte, weshalb es in seinen Augen nicht notwendig war, dass Waleria versuchte diese auch von ihm zu schieben. Dafür war sein Sohn einfach zu ehrlich.
      Als er schließlich seine Sorgen bezüglich der Weiterverarbeitung des Falls vom Sascha Wassilijew, ausgesprochen hatte und darum bat Don aus der ganzen Sache rauszuhalten, horchte er ihren Worten und konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen, als sie meinte, dass er glauben würde, dass Don schon länger an der Sache dran sein würde als was er wusste. "Da muss ich Ihnen leider widersprechen" kam es mit einem höflichen Ton aus ihm heraus. Er kannte die Fälle an welche das FBI arbeitete, denn schließlich kam Don nicht nur einmal die Woche zu Besuch und hier und da hatte dieser seine Künste als Stadtplaner auch schon benötigt um weiter zu kommen. Daher war er sozusagen immer gut informiert was in der Welt des schwarzhaarigen, was seine Arbeit betrifft und ein klein wenig vom privaten Leben. Es war verständlich gewesen, dass selbst jemand wie Waleria vermutlich nicht in der Lage sein könne um seinen Sohn davon abzuhalten weiter an Wassilijew zu arbeiten aber er wollte sie dennoch darum bitten. Auch wenn es nur darum ging ein Auge auf ihn zu halten und als er ihre Worte an sich nahm, dass sie auf jeden Fall für seine Sicherheit sorgen würde, konnte er sich erneut ein Lächeln nicht verkneifen. "Mein Sohn dürfte ihnen wirklich viel bedeuten, nicht wahr?" Er war schon alt genug gewesen um zu sehen wann man nur Kollegen war oder wann mehr dahinter steckte. Und so wie sie ihn auch vorher im Wohnzimmer ansah....da musste einfach mehr dahinter stecken. "Kommen Sie mal mit. Ich möchte Ihnen was zeigen" dabei deutete er mit einer Handbewegung ihm zu folgen wobei Alan den Hintereingang des Hauses verwendete um durch den Garten, anschließend zur Garage zu gelangen. Die Garage war durch eine kleine offene Wand in zwei Räume geteilt gewesen die rechte Seite beinhaltete einen alten Billiardtisch, einen kleinen Kühlschrank und Umzugskartons, welche reichlich aufgestappelt wurden. Davon waren von Dons Umzug aus Quantico noch viele dabei gewesen als auch welche Sachen von deren Mutter als diese starb. Links ging es weiter zu Davids Bereich. Tafeln an den Wänden, ein Sofa direkt an der Wand stehend und ein Tisch mit einem Stuhl in der Mitte des Raums. Doch anstatt irgendwelche Zahlen darauf stehen zu sehen, hingen unmengen an Berichten des FBI 's mit Magneten dran, sowie standen Namen dabei und auf den Tisch lagen 3 Akten, Don's, Jack und die von Waleria aufgelegt sowie Waleria's Laptop, welchen er sich von Sophia und Toby geholt hatte. Kurz blickte sich Alan in all den Dokumenten um als er fand nach was er suchte "Ah, da ist sie ja" dabei nahm er eine Akte in die Hand worauf Don's Name stand "Ich kann verstehen, dass sie Donnie nicht aufhalten können. Sobald er sich was in den Kopf gesetzt hat, zieht er es auch bis zum Schluss durch. Diesen Charakterzug hat er leider von mir bekommen. Aber wenn Sie schon bereit sind mir Ihr Wort für seine Sicherheit zu geben, sollten Sie auch wissen warum meine Sorge um ihn in diesen Fall so groß ist" dabei übergab er ihr die Akte. "Vor einem Jahr ist er Wassilijew zum ersten Mal begegnet. Die genauen Details von diesen Fall kenne ich leider nicht aber es steht alles hier drinnen. Als damals einer seiner Agenten, Jack O'Connor, von diesen Russen entführt wurde, setzte Don alles daran um ihn wieder zurück zu bekommen. Das FBI fand ein Lager mit Geldwäsche, Waffen und Drogen. Soweit im Bericht steht wurde das Geld und die Drogen verbrannt sowie die Waffen von der Behörde einkassiert. David und ich warteten eigentlich auf ihn mit dem Abendessen, da wir uns das für diesen Tag ausgemacht hatten aber als er nicht erschien, per Handy nicht zu erreichen war und auch er selbst nicht absagte, wussten wir, dass etwas nicht stimmte. Es war einfach nicht seine Art. Daher machten wir uns auf den Weg in sein Büro wo uns kurz darauf von Lucas, einer von Donnie's Agenten, erzählt wurde, dass Wassilijew ihn geschnappt hätte. Eine Woche verging bis seine Leute die beiden mit Hilfe von David fanden. Lucas hat ihn selbst im Keller erschossen, wo man sie gefangen hielt, weshalb es unmöglich ist, dass dieser noch lebt. Donnie kam mit schweren Verletzungen, einer Schwusswunde und unzähligen Folterungen am Oberkörper, davon während Jack bei diesem Einsatz starb" wurde seine Stimme bei der Erzählung für einen kurzen Moment brüchig, weshalb er sich räusperte um wieder die Fassung zu bekommen. "Donnie gibt sich bis heute die Schuld an Jacks Tod. Er hatte ihn von Quantico hierher versetzen lassen und 2 Wochen später hinterlässt er eine Ehefrau und zwei kleine Kinder. Deswegen will er, seit er weiß, dass Wassilijew vielleicht doch noch am Leben ist, ihn selbst bluten sehen" mit diesen Bericht und der Akte von Don in der Hand ließ er sie alleine in der Garage zurück.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sein Vater wollte ihr widersprechen, aber es gab Sachen, die Kinder ihren Eltern nicht verrieten und das gehörte mit Sicherheit dazu. Don war schon länger damit beschäftigt über Wassilijew zu forschen, der Name fiel schon, als Waleria in Russland war, da hatte Adam ihr erwähnt, dass Don danach gefragt hatte. Wie lange er wirklich daran saß konnte selbst sie nicht sagen, das war ein Thema, welches sie vorher nie angesprochen haben, bevor sie nicht in diese Scheiße hier reingeritten wurde, bevor sie nicht in den Staaten gesucht wurde. Sie haben über eine Menge Sachen nicht gesprochen, aber das konnte die Blondine ihm nicht übel nehmen, schließlich hatte sie ihm auch noch nichts von ihrer Mutter gesagt, von ihrem Vater ganz zu schweigen. Aber mit einer Sache hatte Mister Walker Recht: Don bedeutete ihr wirklich viel. Und über diese Frage konnte Waleria nur nicken, denn er bedeutete ihr so viel, dass sie bereit war für ihn alles aufzugeben, ihr Leben für ihn aufzugeben, damit er hier in Freiheit leben konnte.
      Ein Wenig verwirrt war Waleria letztendlich schon, als sie seinem Vater folgen sollte, aber sie tat es, ohne Fragen zu stellen, denn ein wenig neugierig war sie schon. Sie betrat mit ihm die Garage am Haus, die die beiden Jungs im Haus für sich nutzten. Ihre Augen blickten sich um, versuchten alles aufzunehmen, was sie zu sehen bekam und versuchten zu erkennen, was der Mann ihr zeigen wollte. Es war gut zu erkennen, dass Don das hier für sich nutzte, vor allem die Akten auf dem Tisch verrieten es. Ihre eigene erkannte sie ohne zwei Mal hinschauen zu müssen, ihren Laptop auch, also schien Don es geholt zu haben. Ob er etwas gefunden hatte? Er war bei der CIA gewesen, aber viel mehr wusste sie nicht. Ob die neuen Erkenntnisse von ihm waren?
      Ihre Gedanken verstummten mit dem Moment, als sein Vater wieder anfing zu sprechen. Ja, Don war furchtbar stur, aber das war Waleria genauso. Einmal angefangen musste man es zu Ende bringen, so einfach war es. Aber der Mann wollte ihr etwas anvertrauen, er übergab ihr eine Akte.. Dons Akte. Das war falsch, das war so verdammt falsch sie in den Händen zu tragen, aber was blieb Waleria anderes übrig? Sie wollte nicht unhöflich erscheinen, sie wollte es nicht ablehnen, zumal sein Vater weiter sprach und sie war andererseits so neugierig, was es da jetzt gab, was sie unbedingt wissen sollte. Sie verstand es. Sie verstand jetzt alles, was sie in diesem Fall verstehen musste. Die Obsession, die Don an den Tag brachte wurde ihr jetzt auch deutlich und einiges, was er ihr je erzählt hat, seine Narben! Dass sie irgendwann alleine in der Garage stand bemerkte Waleria nicht sofort, ihr war nicht aufgefallen, dass die Stimme des Mannes verstummt war, zu sehr war sie in diese Akte vertieft, die sie in den Händen hielt. Das was Don widerfahren ist, das war schrecklich, das gehörte zu den größten Ängsten ihres Vorgehens. Waleria war sich dessen bewusst, dass sie so etwas eines Tages treffen könnte, aber sie war entsetzt darüber, dass es Don getroffen hatte. Es tat ihr weh, es schmerzte ihr in der Brust und die Wut, die sich in ihr sammelte war einfach nicht in Worte zu fassen.
      Ihren Laptop nahm sie mit, als sie die Garage verließ und den Weg zurück durch die Hintertür fand, um sich wenigstens noch zu verabschieden, um nicht wortlos zu gehen. Sie musste darüber nachdenken, was darin stand, was sie gesehen hatte, was sie jetzt wusste. Als sie Mister Walker fand fehlten ihr im ersten Moment die richtigen Worte. "Es.. ist schon spät", machte sie deutlich. "Könnte ich.. Don eine Nachricht vielleicht hinterlassen? Er braucht den Schlaf", sie wollte ihn vor allem nicht wecken. "Und dann werde ich Sie auch nicht weiter stören.. Ich nehme meinen Laptop noch mit..".
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    • Special Agent Dominic Walker

      Alan wusste nicht mehr wieviel Zeit vergangen war seit er Waleria alleine hinten in der Garage stehen hat lassen und sich zurück in die Küche begab um dort selbst wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Am Liebsten hätte er zur Beruhigung seine Tasse Tee vom Wohnzimmertisch geholt aber er wollte damit nicht riskieren Don aufzuwecken, weshalb er sich dies auch gleich aus dem Kopf schlug. Desweiteren war er sich durchaus bewusst gewesen, sollte er jemals erfahren, dass sein Vater ihr von dem Vorfall erzählte, dass es einen riesigen Streit geben würde. Don war, was seine Arbeit und seine Akte betrifft, schon immer sehr sensible gewesen. Es standen genügend Informationen über ihn dort drinnen, zum anderen auch der Bericht zu der Entführung was für ihn stets ein Zeichen der Schwäche war. Er hatte damals versagt und damit das Leben eines Freundes und eines Vaters verloren, weil er nicht gut genug für diese Aufgabe war. Von David erfuhr er zusätzlich, dass es im System des FBI unter Don's Namen noch einen weiteren Punkt gab, der aber verschlüsselt war und nur Leute mit der höchsten Sicherheitseinstufung drauf Zugriff hatten. David hätte jederzeit nachsehen können aber Don Zuliebe überschritt er diese Linie niemals. Don sagte ihm mal, dass es Informationen über Quantico wären und wenn er wollen würde er jederzeit dies machen könne aber er respektierte es. Schließlich waren diese nicht ohne Grund unter einer Verschlüsselung gesperrt gewesen.
      War es richtig ihr davon zu erzählen? In seinen Augen ja, auch wenn es sein Älterer vermutlich anders sehen wird. Waleria schien mehr zu sein als nur eine Kollegin und wenn die beiden nach wie vor an der Sache dran waren, was er vermutete, so wollte er wenigstens wissen, dass er in guten Händen war und das ging nur indem sie die Wahrheit kannte. Es überraschte ihn ehrlich gesagt gar nicht, dass Don ihr davon nichts erzählte. Er war schon von klein auf es gewohnt gewesen das Meiste für sich zu behalten. Das lag wohl eher daran, dass sie mehr Zeit in David's Erziehung investierten und somit kam Don meistens zu kurz. Wenn man die Zeit zurückdrehen könne, so würde er wirklich einiges ändern aber das war nun mal nicht möglich.
      Im nächsten Moment hörte er die Hintertür wieder aufgehen und Waleria trat zu ihm zurück in die Küche. Wie er sah, hatte sie sich auch den Laptop genommen. Dass dieser Don gehörte konnte er sich sowieso nicht vorstellen. Er besaß nie einen und wenn er an etwas arbeitete dann eher im Büro. Daher sagte er auch nichts dazu. "Sind Sie sicher, dass Sie nicht hier bleiben wollen bis er wach wird? Oder zumindest bis morgen? Donnie wird die ganze Nacht über am Sofa schlafen, wie sonst auch großteils, somit wäre sein Schlafzimmer oben frei" bot er ihr an. Sie war schließlich keine unbekannte Person gewesen und wenn David als auch Don ihr vertrauten, warum dann nicht auch er? "Ausserdem stören Sie mich nicht. Es ist ja schließlich nicht das erste Gespräch was wir miteinander führen und es wird sicher auch nicht das Letzte sein. Der Verkehr ist um diese Uhrzeit auch immer furchtbar, daher würde ich es vermeiden durch die Stadt zu fahren" lächelte er ihr sanft zu, deutete aber auf ein Stapel Zettel hinter sich inklusive Stift sollte sie sich doch anders entscheiden.


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