[2er RPG] Brotherly Logic [Lucy-chan & Sohira]

    • Special Agent Waleria Sobolew

      Eine hatte sich Waleria angezündet, nur eine einzige, sie rauchte sonst nicht, jedenfalls nicht aus Spaß, oder dem reinen Vergnügen, es war ihre Möglichkeit ein wenig runter zu kommen und sich zu beruhigen, bevor ihre Nerven noch durch drehen würden. Ob sie wirklich sauer war konnte sie am Ende nicht sagen, jedenfalls war es nicht ganz klar, ob es das war, oder sie eher einfach nur genervt von der Reaktion war, die der Mann von sich gegeben hatte. Es war nicht die erste hier und wenn es solch ein Problem für ihn bedeutete seine Füße still zu halten, dann sollte er doch zurück gehen, zurück in seine Zentrale und seiner Arbeit nach gehen, sie würde es ihm nicht übel nehmen, Waleria kam nämlich hervorragend auch alleine klar. In diesen Momenten vermisste sie Adam schon ein klein wenig.. Sie arbeiteten zusammen und waren eigentlich mehr bekannte, als wirklich Freunde, aber immer, wenn sie nicht weiter wusste rief sie ihn an und bat um einen Rat, oder eine Idee, er hatte noch einmal ein ganz anderes Denken, als sie es hatte.
      Es gab keine Email-Adresse, damit würden die beiden Agents auf Toby zurückgreifen müssen, wenn er sich denn dazu bereit erklärte mitzumachen, ihnen noch weiter zu helfen, was er gewiss nicht musste, er hat schon genug getan.. Waleria klappte deshalb ihren Laptop zu, blieb noch auf der Arbeitsplatte sitzen, um durch das offene Fenster raus zu sehen, sich einen Moment ihren Gedanken hin zu geben. Der Moment blieb ihr nicht, die Tür war zu hören und noch bevor ihre Paranoia sich wirklich etwas einbilden konnte war auch schon Dons Stimme zu hören. Ihre Brust zog sich zusammen, als er ihren Namen aussprach, aber die Blondine hatte sich versprochen stark zu bleiben und nicht nachzugeben, da konnte er ihr sagen, was er wollte.. Er kam zu ihr in die Küche, wirkte nervös, war etwas passiert? Nein, er wollte ihr klar machen, dass es ihm leid tat und er überreagiert hatte, aber so einfach würde er nicht davon kommen, ganz gleich, dass ihr Herz ihm eigentlich schon verziehen hatte, als er ihr Namen gerufen hatte, Verräter!
      Waleria musterte den Mann für einen Moment. "Ich finde die Tatsache amüsant, wie sehr du überreagierst, obwohl du an meine Akte schon während der Suche nach David zugreifen wolltest..". Sie kreuzte die Arme vor der Brust. "Es war ein Scherz, Don.. Einfach nur ein Scherz.. Ich habe dich lediglich überprüft, als David nicht aufgetaucht war, um herauszufinden, wo ich dich finden werde, aber das wars auch schon.. Es hatte mich bisher kein Stück interessiert, was in deiner Akte steht". Es war nicht notwendig, was sollte sie damit anfangen? Herausfinden, wann er seine Ausbildung absolviert hat und was der Psychologe über ihn zu sagen hatte? Im Gegensatz zu ihm brauchte sie es nicht, sie wollte ihn so kennen lernen und sich nicht mit irgendeiner Akte beschäftigen, die nur oberflächlich etwas ankratzte. Die Frau seufzte, bevor sie den Kopf sanft schüttelte, es war in Ordnung, es war ausgesprochen und das Thema konnten sie wieder vergessen. "Willst du mir sagen, was mit dir los ist? Oder wirst du jetzt bei jeder Sache, die dir nicht passt aus der Wohnung fliehen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Ja! Es war zwar richtig gewesen sich zu entschuldigen wenn man mit etwas falsch lag, was Don auch getan hatte aber andererseits wusste man auch von ihm, dass er einfach nicht der Typ Mensch dafür gewesen war sich überhaupt zu entschuldigen. Beim FBI wurde es ihm eingeprägt, dass es ein Zeichen der Schwäche war und dies niemals zeigen sollte aber wenn er wusste, dass er mit etwas im Unrecht lag, dann war es doch nur richtig gewesen, oder? Und genau dieses Bedürfnis hatte er gehabt als er sich auf den Weg zurück in die Wohnung machte um diese Worte an Waleria zu wenden. Sie hatte es verdient gehabt es zu hören, schließlich war er wirklich wie ein Arsch einfach gegangen ohne ihr zu erklären wieso, warum und weswegen. Es standen Sachen in Don's Akte, welche eigentlich erst gar nicht drinnen landen dürfen. Es war ja nicht so gewesen, dass es ein großes Geheimnis war aber dennoch waren es Sachen welche er am Liebsten hätte vergessen wollen würde geschweige denn gar nicht geschrieben hätte. Leider war aber Dienstvorschrift nunmal Dienstvorschrift. Er wusste wie Waleria wahrscheinlich darüber denken würde aber dennoch....
      Als er sich anschließend bei ihr entschuldigte und meinte überrreagiert zu haben, rechnete er schon damit, dass sie es nicht einfach so hinnehmen würde, was sie auch nicht tat. Nein! Stattdessen warf sie ihm vor, wie er reagiert hatte bzw. keine Zeit verloren hatte sich ihre Akte zu beschaffen, während sie noch auf der Suche nach David waren. War das wirklich ihr Ernst gewesen ihm das jetzt vorzuwerfen? Andererseits durfte sie das auch, denn schließlich war er es gewesen der sich die Akte besorgt hatte doch zu einem Unterschied: Don hatte sie nicht geöffnet und gelesen. Er wollte alles nicht so sehen wie es vermutlich da drinnen stand und sich ein eigenes Bild daraus machen, was er auch tat, was auch der Grund dafür war, warum sie überhaupt hier standen Seite an Seite und gemeinsam versuchten den Fall mit Larcksen, Adam und Waleria zu lösen. Wer wusste denn sonst wie die Sache damals ausgegangen wäre? Er hatte viele Fehler gemacht und dies gestand er sich auch ein, denn gerade das machte ihn doch so menschlich, oder etwa nicht? Aber eine persönliche Akte von jemanden zu lesen, denn man kannte, ohne diesen gefragt zu haben würde er niemals machen. Noch bevor er selbst etwas dazu sagen konnte, ließ er sie weiter aussprechen indem die Agentin auch erklärte, dass es rein nur ein Scherz gewesen sein solle. Sie hatte seine Akte nicht gelesen sondern nur herausgefunden wo er zu finden war um dessen Hilfe in Anspruch zu nehmen nach David zu suchen. Jetzt fühlte er sich noch mehr wie ein Idiot aber das war auch schon in Ordnung so gewesen, denn schließlich sollte er ja auch ein schlechtes Gewissen deswegen haben. Was war nur wirklich mit ihm los gewesen? Klar, es machte ihn etwas zu schaffen, dass sie hier gefangen waren und nichts unternehmen konnten...zum anderen war er nicht gerade die Person gewesen, welche gerne untertauchte aber das wusste er genauso von Anfang an....drittens war er abgeschnitten von seiner Familie gewesen, ohne ihnen wenigstens erklären zu können was in seiner Wohnung passiert war auch wenn ihm angeboten wurde einen Brief zu hinterlassen. Dennoch war das Risiko einfach zu hoch gewesen sie auch noch in die Sache miteinzubeziehen. Und vierten ließ ihm das Gespräch zwischen Sophia und Waleria keine Ruhe als sie sich über jemanden unterhielten für den sie Gefühle hegte. Warum störte es ihn so? Sie hatten sich ihren Gefühlen hingegeben indem sie miteinander Sex hatten und Don ihr auch noch mitteilte im Unterschlupf, dass sie ihm wichtig war. Waleria war ihm wirklich gewesen, weshalb er mit allen Mitteln versuchen würde ihr Leben zu schützen aber anscheinend war er der Einzige gewesen der so empfand. Wahrscheinlich war er in ihren Augen wirklich nur sowas wie eine Spielfigur gewesen um ihre Lust zu stillen bis sie wieder bei dem Mann war, denn sie wirklich mochte. War es vielleicht Adam gewesen? War mehr zwischen ihnen als was die blondhaarige bis jetzt ehrlich gesagt hatte? "Ich werde nicht die Wohnung verlassen. Ich sagte doch bereits, dass es mir deswegen leid tut" seufzte er aus als ihm die letzte Frage von ihr wieder durch den Kopf schoss. Würde sie ihm das jetzt ewig vorhalten? Zumindest solange die beiden noch zusammenarbeiteten? "Ich habe auch selbst deine Akte nicht gelesen. Ich wühle nicht gerne in Personalakten durch. Ich wollte mir selbst ein Bild machen" erklärte er auch noch kurz was es sich mit ihrer Akte auf sich hatte. Don würde es niemals wagen einfach so über ihr Leben etwas zu lesen sowie was sie bisher alles erlebt hatte bei der CIA sowie wie ihr psychologisches Profil aussah. Er wollte Waleria mit seinen eigenen Augen kennenlernen und das was er sah, reichte vollkommen aus um selbst zu wissen, dass sie eine große Rolle in seinem Leben mittlerweile spielte. Sollte er deswegen vielleicht auch das Thema anschneiden was das Gespräch zwischen den Frauen anging? Schließlich standen beide ja schon hier und sprachen miteinander? Vielleicht war es gerade der richtige Zeitpunkt gewesen? Und wenn nicht, würde er es sofort merken indem sie sich wieder stritten und im schlimmsten Fall beide ihren eigenen Weg gingen. "Ich habe das Gespräch zwischen Sophia und dir gehört" mit diesen Worten blieb sein Blick fest auf der blondhaarigen. Er war nun wirklich nicht dafür gemacht, dass er über seine Gefühle sprach aber wenn es darum ging ihn auszunutzen nur um ihre Gier und Lust zu stillen, dann war es doch was Persönliches gewesen. Denn schließlich waren es wirklich seine Gefühle gewesen, welche er für sie empfand. "Sobald du ihn siehst, solltest du ihn vielleicht verschweigen, dass du mit jemand anderen geschlafen hast" Waleria war in seinen Augen nicht wirklich die Frau, welche jemand anderen betrügen könnte, aber wenn es vielleicht ihren Job anging? Don konnte es selbst nicht sagen auch wenn er fest seiner Meinung stand.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie musste ihre Worte sagen, war doch niemand, der einfach so die Sache abschließen konnte, ohne das zu sagen, was ihr durch den Kopf ging. Es war schön, dass Don sich entschuldigte und einsah, dass er Mist gebaut hatte, aber er konnte nicht wirklich denken, er würde mit einer bloßen Entschuldigung davon kommen, oder? Die ganze Situation war lächerlich, klar, aber Waleria hatte sich innerlich so sehr aufgeregt, dass sie es nicht einfach so belassen konnte, da war sie einfach nicht der Typ dafür gewesen. Doch Don nahm es an, wiederholte, dass es ihm leid tat und erwähnte, dass er sich ihre Akte nicht durch gelesen hatte, da schüttelte Waleria belustigt ihren Kopf, aber sie ließ es sein, eine Bemerkung dazu zu geben, für sie wirkte es anders, deutlich anders, das mussten sie aber nicht mehr ausdiskutieren, es war geklärt, dass sie seine Akte nicht gelesen hatte und er wollte ihre gar nicht lesen, nein, wofür sonst hatte er sie angefordert?! Aber diese hatte die Blondine dann freiwillig abgegeben, um ihn ein wenig aufzuziehen, ob er da aber noch einmal rein gesehen hatte? Das interessierte sie wirklich..
      Sie wartete dennoch ab, ob er ihr erzählen wird, was das Problem ist und die Geduld zahlte sich aus, denn der Mann sprach es wirklich an. Er hatte das Gespräch zwischen Sophia und der Agentin gehört, welches der vielen? Meinte er das Gespräch über ihn? Wollte er sich distanzieren, weil es ihm nicht gefallen hatte, was er dabei zu hören bekommen hatte? Waleria hatte erst bei dem Gespräch selbst gemerkt gehabt, dass da anscheinend Gefühle für ihn waren, mit denen sie zwar noch nicht ganz umgehen konnte, aber es war nicht sonderlich schlimm, sie konnte es lernen, wenn er es denn auch wollte, denn wenn nicht, würden sie auch ohne dessen weiter machen können. Aus seinem Blick wurde Waleria nicht schlauer, sie war sich nicht sicher, ob es denn nun gut war, dass er das Gespräch gehört hatte, oder es ihr alles kaputt gemacht hatte, aber er hatte doch schon mal erwähnt, dass sie ihm wichtig war.. Fühlte er nicht ähnlich? Das schien aber auch nicht das Problem zu sein, jedenfalls nach den weiteren Worten des Mannes zu urteilen. Er sprach etwas von ihn , wen meinte er damit? Sie sollte verschweigen, mit jemanden anderen geschlafen zu haben, da legte die Frau den Kopf ein wenig schief, sie wusste nicht, was er mit den Worten meinen sollte.
      Es wurde für den Moment ruhig zwischen ihnen beiden, weil die Blondine versuchte eins und eins zusammen zu zählen.. Don hatte das Gespräch der beiden mitbekommen, er meinte jetzt irgendetwas von einem anscheinend anderen Mann, oder einen ganz gewissen? Es dämmerte ihr mit einem Mal und ihre Augen weiteten sich. Bei dem Gespräch war Dons Name nie gefallen, dachte er jetzt, es ging um einen anderen Kerl? Dachte er wirklich.. Gut, das würde die Situation erklären, in welcher die beiden gerade stecken, es machte sie aber nicht einfacher, vor allem für Waleria nicht einfacher.. Sie schloss ihre Augen, fuhr sich durch das Gesicht, um festzustellen, dass sie jetzt etwas zugeben musste, was sie nicht zugeben konnte.. Oder eher wollte, denn diese Gespräche über Gefühle waren nicht ihr Ding. Die blauen Augen blickten wieder nach dem Mann, sie seufzte. "Don..", wie sagte man so etwas denn nun? "Das Gespräch handelte von dir". Simpel und einfach, aber es brachte das auf den Punkt. Je nachdem, wie viel der Agent mitbekommen hatte würde es dementsprechend auch viel sein, was er jetzt mit einem Mal erfahren wird. "Es gibt keinen anderen Mann.. Ich weiß nicht, ob du es nicht schon bemerkt hast, aber ich bin eine bissige Schlange, die es stets schafft die Menschen von sich zu weisen.. Selbst, wenn sie zugibt Gefühle für die zu empfinden..". Da hielt einfach kein Mann bei ihr lange durch, ein Wunder, dass Don selbst noch da war.
      Am liebsten wäre Waleria jetzt im Boden versunken, sie hatte indirekt zugegeben, dass sie Gefühle für den Mann hatte, hatte zugegeben, mit Sophia über ihn gesprochen zu haben und sie gab sogar zu, dass es da keinen anderen Mann gab! Vielleicht war die Idee, die Wohnung zu verlassen doch keine so schlechte? Sie seufzte und ergriff die Packung mit den Zigaretten neben sich, um von der Arbeitsplatte runter zu kommen, sie wollte hier weg, sie wollte sich dem Gespräch nicht weiter stellen, sie wollte nicht ihre verletzliche Seite zeigen und sie wusste nicht einmal, wie man so etwas wirklich anging! Sie verließ die Küche, musste dafür an Don vorbei, sie wollte sich Schuhe anziehen und am liebsten die Tür ganz laut hinter sich zu knallen, um ihre Gefühle irgendwie in den Griff zu kriegen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Wenn er eines wusste, dann das beide so gut wie gar nicht die Menschen waren, welche stets über ihre Gefühle sprachen. Selbst als Don bei seinem FBI Kollegen dem Psychologen war, war er dort gezwungen gewesen über Dinge zu reden, welche er sonst nie erwähnen würde. Da es aber hierbei um seinen Job ging, blieb ihm nichts anderes ürbig. Dabei musste er selbst zugeben, dass es sogar ein wenig gut tat dies alles von sich loszuwerden, auch wenn er sich gleichzeitig dafür hasste, dass jemand anderes auch diese Seite von ihm kannte. Aber er wusste auch, dass der Psychologe wie ein Arzt zum Schweigen verdonnert wurde, daher hatte er auch keine Angst gehabt, dass es jemals an Licht kommen würde. Bis er Sascha Wassilijew über den Weg lief. Er wusste alles von Dominic Walker...er hatte sich dessen Akte und somit auch einen Überblick über sein Leben beschafft, weshalb es ihm auch gelungen war ihn damit im Keller festzunageln. Seither ist er, was seine persönliche Akte betrifft, sehr heikel geworden. Einer der Gründe warum er auch vorhin die Wohnung verlassen hatte aber dies wollte er nicht vor ihr zugeben. Er hatte selbst seine Schwächen und Ängste aber in erster Linie wollte er ihr helfen und nicht andersrum. Irgendwann würde das Thema sicher noch zur Sprache kommen aber dafür war es nicht gerade der richtige Zeitpunkt gewesen.
      Nein! Stattdessen hatten sie ein komplett anderes Thema angeschnitten gehabt woraufhin Don auch schon meinte, dass Waleria ihren Freund, Mann oder was auch immer besser verschweigen sollte, dass sie mit jemand anderes geschlafen hatte. Dass sie ihm sowas nicht verraten würde, war dem schwarzhaarigen schon klar gewesen aber umso mehr wunderte es ihn eigentlich, dass sie keinerlei schlechtes Gewissen zeigte. Oder liebte sie ihn nicht so sehr wie sie es Sophia verraten hatte bzw. sie bei Waleria entdecken konnte? Schließlich meinte sie ja auch, dass Sophia Angst hatte, dass sie als alte Jungfer sterben würde es aber dennoch jemanden gab, der mit ihr klar kam. Da konnte es sich hierbei ja entweder nur um Adam handeln oder jemand den sie in Russland kennengelernt hatte. Das zwischen Waleria und Don war offiziell doch nur beruflich gewesen bis er mal zugeben musste, dass sie ihm wichtig war. Waleria bedeutete ihn wirklich imens viel weshalb es ihn nur umso mehr schmerzen würde die Frau vor sich zu verlieren. Warum tat es einerseits gut jemanden an der Seite zu haben sowie auch gleichzeitig wieder so weh den Gedanken nicht ertragen zu können sie zu verlieren? Weiter kam er jedoch mit seinen Gedanken nicht als Waleria zum seufzen anfing, sich kurz mit der Hand durchs Gesicht fuhr bevor sie auch schon anfing seinen Namen zu erwähnen und zu erklären, dass es sich bei dem Mann vorhin um ihn handelte und es keinen anderen Mann an ihrer Seite gab. Wie bescheuert musste er sich eigentlich jetzt vorkommen, dass er dachte, dass sie ihn ausnutzen würde bis sie wieder bei dem Mann war, denn sie liebte? War er denn wirklich so blind und unwissend gewesen was solche Gefühle betraf? Dabei handelte es sich hierbei stets um ihn selbst. Das ganze Gespräch bzw von dem was er mitbekommen hatte....es ging nur um ihn! Doch mit einem musste er zugeben, dass sie falsch lag. Waleria meinte zwar eine bissige Schlange zu sein, welche genau deswegen die Männer von sich wies aber wenn sie dachte Don einfach damit loszuwerden oder abzuweisen, dann musste er die Agentin leider enttäuschen. So leicht würde er auf keinen Fall aufgeben, weshalb er dabei zusah wie sich diese vom Tracen in der Küche erhob, sich ihre Zigaretten schnappte und auch schon versuchte an ihm vorbei zu kommen um aus der Küche zu gehen, doch bevor dies passieren konnte, nahm er schon ihr Handgelenk in seine Hand um Waleria daran zu hindern. Sie glaubte doch nicht, dass das Gespräch jetzt einfach so vorbei sein würde, oder? "Warte" sprach er ruhig und wandte dabei seinen Blick auf sie "Du willst doch jetzt nicht einfach so verschwinden, oder?" war sein Ton weiterhin ruhig als auch sanft gewesen. Er wusste wie schwer es war über sowas zu sprechen aber vielleicht wurde es auch endlich an der Zeit, dass beide sich eingestanden was sie gegenüber des jeweils anderes empfanden? "Glaubst du denn wirklich, dass ich mich jetzt einfach von dir abweisen lasse nachdem was du gesagt hast? Schon mal auf die Idee oder den Gedanken gekommen, dass es mir vielleicht genauso geht wie dir aber ich nicht wusste wie ich es dir sagen soll? Willst du mich ernsthaft hier stehenlassen?" sprach er weiter. Don mochte Waleria wirklich sehr und wenn er es nicht besser wüsste, würde er sogar schon sagen, dass er sie liebte aber diese Worte von sich zu lassen war nun wirklich nicht richtig. Denn somit würde sie wahrscheinlich nur mehr solch verschließen und eigentlich versuchte er gerade genau das Gegenteil zu erreichen. Deswegen würde er auch alles versuchen sie daran zu hindern einfach zu gehen.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Ihre Gefühle fuhren Achterbahn, genauso, wie es ihr Magen tat. Waleria hatte mit Übelkeit zu kämpfen, mit einer Wut, mit Enttäuschung und noch einem merkwürdigen Gefühl der Erleichterung, dass sie es mehr, oder weniger ausgesprochen hatte, worum es hier die ganze Zeit schon ging. Sie hatte sich fürchterlich in Don verknallt, ja, sie hatte in Sibirien ihre freie Zeit damit verbracht an ihn zu denken, an den Moment zu denken, als sie beide zusammen ins Bett gegangen waren, als wäre es das Normalste auf der ganzen Welt.. Er regte sie auf, wirklich tierisch und es gab keinen, der es so schnell bei ihr hin bekam, aber gleichzeitig schmolz ihr Herz dahin, wenn er ihr ein Lächeln schenkte. Dachte er hier wirklich, sie würde ihn verarschen? Der Sex, das gemeinsame Liegen auf der Couch, die Gespräche, die sie manchmal führten, sie hatte ihm sogar von ihrer Paranoia erzählt! Und der Kuss gestern Abend? Die Dusche? Verdammt, sie schliefen sogar in einem Bett und er nahm noch an, dass es da einen anderen gab? Die Blondine hatte schon Schwierigkeiten gehabt, sich überhaupt jemanden so weit zu öffnen und er ging tatsächlich davon aus, dass ein anderer Mann involviert war. Dieser Gedanke hatte sie sehr verletzt, da wollte Waleria einfach die Wohnung verlassen, um ihren Kopf zu ordnen, um ihre Wut an der Tür auszulassen, die sie wütend zu knallen würde, aber stattdessen spürte sie eine Hand um ihr Handgelenk, eine warme Hand, die sie aufhielt. Sie sollte warten, worauf sollte sie warten? Waleria spürte den Blick, der auf ihr lag, aber sie traute sich nicht, diesen zu erwidern, sie hatte Angst, was dann endgültig mit ihr passieren wird. Sie fühlte sich jetzt schon elendig und wenn Don das jetzt noch wirklich sehen würde, dann würde ihr Stolz ganz abweichen, dann würde sie verloren haben.
      Ob sie so einfach verschwinden will? Am liebsten sofort, mehrere hundert Meter tief im Boden, um sich alleine für alles schämen zu können, aber die ruhige Tonlage in Dons Stimme vergrößerten den Kloß im Hals nur noch weiter, Waleria brachte kein Wort raus, sie wollte aber auch nichts sagen, sie wollte jetzt nicht darüber reden, was sie füreinander fühlten, oder nicht fühlten, das würde sowieso nichts bringen und am Ende würde Don seine Sachen nehmen und gehen. Ungern gab sich Waleria das schon selbst zu, aber seit dem ihre Mutter spurlos verschwunden war war es einfacher, die Menschen von selbst abzuweisen, anstatt mit der Angst zu leben, sie würden eines Tages nicht mehr wieder kommen. Don wollte sich aber nicht abweisen lassen, jedenfalls verkündete er es ihr, er ging weiter auf sie ein, aber auch wenn es ihm nicht gefiel, die Antwort auf seine Frage lautete Ja. Sie wollte ihn stehen lassen, wollte die Wohnung verlassen und abtauchen, um nie wieder zurück zu kommen, weil es einfacher erschien unglücklich zu sein, als sich dem zu stellen, was sie gerade vor sich hatten.
      Ein wenig kam sich die Frau wie ein Schulkind vor, welches dran genommen wurde, aber keine Antwort auf die Fragen hatte, die gestellt worden waren. Der Kloß in ihrem Hals ließ Waleria einfach kein Wort raus bringen, was sollte sie auch schon sagen, es fühlte sich einfach alles elendig falsch an, aber sie zwang sich hoch zu sehen, ihren Kopf zu Don zu drehen, um ihm in die Augen zu sehen. Er war bisher geblieben, er war geblieben, nachdem sie weg war, für mehrere Wochen, er war geblieben, trotz der Wut, die er ihr gegenüber verspürt hatte, er war selbst geblieben, als sie über die Ereignisse mit David sprachen, obwohl sich die Frau geöffnet hatte und ihre Schwäche zugab. Selbst jetzt war er derjenige, der auf sie zu ging und scheinbar nicht böse war, dass sie gehen wollte, nein, er hielt sie wirklich auf. Es gab in ihren Augen nur zwei Möglichkeiten, die eine war es wirklich die Tür hinter sich zuzuknallen und nicht wieder zu kommen, die andere erschien ihr so.. falsch, aber dieses Mal entschied sich Waleria dafür, sie entschied sich dafür, auf ihr Herz zu hören, nicht ihren Kopf und mit einem Moment überwindete sie den Abstand zu dem Agent, um ihre Arme um ihn zu legen und ihn einfach zu umarmen. Es fühlte sich banal an, es war vermutlich auch banal und dumm, aber sie brauchte es in diesem Moment, sie musste einfach ihren Kopf an seine Brust lehnen und das Gefühl haben, dass es normal war, auch wenn es nicht normal erschien.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Da war sie wieder. Diese unerträgliche Stille im Raum. Nicht einmal das Ticken einer Uhr war zu hören, was es somit nur unerträglicher machte. Don hatte Waleria einige Fragen gestellt, welche bis jetzt unbeantwortet blieben. Es war ihm klar gewesen, dass sie nicht gerne darüber reden wollte, soweit kannte er die blondhaarige schon aber irgendwann musste dieser Zeitpunkt kommen und das wussten die beiden auch. Warum also die Chance nicht gleich nutzen und es hinter sich bringen? Oder dachte sie vielleicht dem Gespräch auf Ewig aus dem Weg gehen zu können? Er war auch vorher verschwunden nachdem sie meinte seine Akte gelesen zu haben, was gar nicht der Fall war und konnte somit einen freien Kopf bekommen. Sollte er sie vielleicht auch gehen lassen, dass sie einen klaren Gedanken bekam?
      Nein! Don wollte Antworten haben. Wollte sie ihn abweisen nur, weil sie es ihm jetzt gestand und er über ihre Gefühle Bescheid wusste? Wollte sie ihn wirklich hier stehenlassen und einfach verschwinden? Aber wieso? War es denn nicht so gewesen, dass man gerade bei der Person bleiben wollte, welche einem wichtig war? Don würde auch am Liebsten jeden Moment mit ihr verbringen können, auch wenn es nicht immer machbar werden würde, aber dennoch hatte er das dementsprechende Gefühl gehabt. War es bei ihr denn anders gewesen? Don würde nicht einfach so kampflos aufgeben. Sollte sie aber erwähnen, dass sie ihn nicht mehr bei sich haben wollen würde, dann würde er selbstverständlich gehen. Er akzeptierte ihre Gefühle und würde es nicht schlimmer machen wollen auch wenn es bedeutete, die Frau aufzugeben, welche ihm selbst schon am Herzen lag.
      Ein leichter Seufzer entglitt seinen Lippen als sie eine Weile so hier standen und von der blondhaarigen kein Wort rauskam. War es also somit ihre Antwort gewesen? Ob es nun die Antwort war hier zu bleiben oder doch verschwinden zu wollen, konnte der schwarzhaarige nicht sagen aber er würde sie nicht aufhalten, wenn sie wirklich die Wohnung verlassen möchte. Daher ließ er auch ihr Handgelenk im nächsten Moment los, blieb aber noch für einen kurzen Moment neben ihr stehen als Waleria sich dazu beschloss ihren Blick ebenfalls auf ihn zu richten. Würde da jetzt was kommen? Würde sie ihm sagen was sie wollte oder ihn einfach nochmals kurz ansehen bevor sie ging? Don wusste es nicht und wenn er genau sich darüber den Kopf zerbrach, wollte er es eigentlich nicht wissen. Dafür würde es vermutlich zu sehr schmerzen wenn sie ihn alleine lassen würde daher sollte sie sich gleich dafür entscheiden. Denn umso länger sie hier war, umso mehr würde es ihm nur weh tun. Doch anstatt zu gehen, entschloss sie sich anscheinend dafür den Abstand zwischen den beiden zu reduzieren indem sie ihre Arme um ihn legte sowie mit dem Kopf gegen seine Brust lehnte, woraufhin es ihm ein sanftes Lächeln auf die Lippen zauberte und selbst nicht lange zögerte um ebenfalls seine Arme um sie zu legen. Es fühlte sich einfach gut an ihre Nähe zu spüren und sei es nur diese eine Umarmung. Es war mehr als genug. Mehr wollte Don nicht. Ihre Wärme und auch ihr Geruch war alleine schon etwas gewesen was ihn beruhigte und einfach wie zu Hause fühlen ließ. Sanft legte er sein Kinn auf ihr Kopf und schloss seine Augen um sanft ihren Geruch einatmen zu können während er ihr leicht über den Rücken strich um sie ein wenig zu beruhigen. "Es tut mir leid, dass ich vorhin einfach so verschwunden war. Dass ich dir immer solche Schwierigkeiten bereite. Und vor allem, dass ich solch ein Arsch bin" bei dem letzten Wort musste er selbst schon etwas Lächeln, da sie ihn sicher schon oft genug so selbst bezeichnet hatte ohne es nur antzsaweise zu erwähnen. Don konnte wirklich ein Arsch sein aber wenn er es war, dann aus bestimmten Gründen. "Aber egal was passieren sollte, ich werde dich nie alleine lassen" war sein Ton wieder etwas ernster geworden. Dabei löste er sein Kinn von ihrem Kopf um zu versuchen ihr in die Augen zu sehen.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Mit einem Mal war die Anspannung, die die ganze Zeit da war, einfach verschwunden. Die Arme, die sich um ihren Körper gelegt hatten gaben ihr Halt und wenn Waleria ehrlich war, dann war es auch die richtige Entscheidung gewesen. Sie hatte einfach kein Wort heraus gebracht, hatte selbst doch gar nicht gewusst, was sie sagen sollte, aber die Umarmung, die sie dem Mann schenkte sollte ihm deutlich machen, dass sie nicht gehen würde, dass sie ihn hier nicht stehen lassen würde, wie sie es bisher mit den anderen Menschen getan hatte. Wenn man Angst davor hatte verlassen zu werden, dann verließ man die Menschen selbst, um diesen Schmerz erst gar nicht spüren zu müssen und bis heute kämpfte die Blondine damit, dass ihre Mutter nie mehr zurück gekommen war. Die Leere in ihrem Herzen wurde nicht gefüllt und auch, wenn sich ihr Vater wirklich große Mühe damit gegeben hatte, ihr ein schönes Leben zu geben und die Leere irgendwie zu füllen. Es war nicht einfach ohne einer Mutter aufzuwachsen, die wichtigen Gespräche mit seinem eigenen Vater führen, bei Jungsproblemen niemanden als Ansprechpartner zu haben, denn der Russe war bis heute sehr streng, was die Männer in Walerias Leben anging, zum Glück gab es da eigentlich nicht wirklich viel.
      Don hatte seine Stimme wieder erhoben, während seine Hand über ihren Rücken strich, er gab ihr Halt, er gab ihr Kraft und er zeigte ihr gerade, dass sie sich nicht schämen musste, aber gleichzeitig entschuldigte er sich auch. Ob er wusste, wie hart Waleria mit Verlustängsten zu kämpfen hatte? Aber er hatte Recht, er war ein Arsch und diese Aussage zauberte der Agentin ein Lächeln auf die Lippen. "Du bist ein Arsch", sprach sie, denn der Kloß im Hals hatte sich deutlich gelöst, vor allem solch eine Aussage konnte die Frau gut machen. "Und du weiß so oft nicht, dass du ein Arsch bist!". Sie neckte ihn ein wenig, es war einfacher, als über das andere Thema zu sprechen, welches noch immer im Raum hing. Es wurde wieder angesprochen, jedenfalls indirekt und als hätte der Mann wirklich gewusst, was ihre größte Angst war gab er ihr sein Wort sie nie allein zu lassen. Da war wieder der Kloß in ihrem Hals, den Waleria wirklich versuchte runter zu schlucken, es war nur nicht so einfach und es gab keinen Menschen der Welt, mit dem sie darüber gesprochen hatte, wirklich keinen.
      Langsam blickte sie hoch, hatte seinen Blick auf ihr selbst bemerkt und als ihre Augen auf seine trafen, war in ihren das zu sehen, was sie sonst immer verbarg: Verletzlichkeit. "Versprochen?", flüsterte sie ihm entgegen und schluckte schwer, auch wenn sie Angst vor der Antwort hatte. Es war ein Moment, in welchem es nicht möglich war diese Mauer aufrecht zu erhalten, die sie sonst immer zog, die Grenzen waren offen und Waleria kämpfte dagegen an, sie wieder zu ziehen, Don zu liebe, denn wenn sie diese Mauern wieder hoch zieht, könnte sie in diesem Moment sich alles verspielen. Sie war verletzlich, manchmal war sie einfach ein einfacher Mensch, der gerne mal in den Arm genommen werden würde, der beschützt werden möchte von dem Bösen, was da draußen lauert. Das hier war die wahre Waleria, die niemandem etwas vorspielte, die sich selbst nichts vorspielte und die ihr Herz auf einem Silbertablett präsentierte. Es war gefährlich, viel mehr würde sie wieder in dem Keller der Russen hocken, als das hier wirklich zu machen, aber Don hatte sie dazu ermutigt und sie hoffte, dass sie sich mit dem Schritt nicht ins eigene Fleisch schnitt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Ein sanftes Lächeln glitt wieder über seine Lippen als er Waleria's Worte horchte als sie meinte, dass er ein Arsch sei. Ja, sowas hörte er nicht zum ersten Mal aber dennoch tat es besser gut es von ihr zu hören als von jemand anderen. So wusste er wenigstens auch, dass es ihr ein wenig besser ging. Vermutlich war es auch einfach gut gewesen nicht weiter darüber zu reden wer was für den jeweils anderen empfand. Vielleicht waren die beiden auch nicht dafür gemacht und sie zeigten ihre Zuneigung dem anderen jeweils entweder beim Sex, beim Zusammenhalt oder wenn sie versuchten den jeweils anderen zu schützen wenn die Situation pränzlich wurde? Waleria und Don waren sowieso schon immer anders als alle anderen gewesen. Normale Menschen sagten sich bei einem romantischen Dinner was sie empfanden....die beiden stritten sich dafür lieber und versuchten vor dem jeweils anderen zu fliehen. Ja, sie waren defntiv anders gewesen aber das fand der schwarzhaarige schon so in Ordnung. Alles andere wäre sicher nur langweilig genug. "Mir reicht es schon wenn du dir denkst, was für ein Idiot ich nicht bin" ging er auf ihre Neckerei ein, behielt sie aber weiterhin in seinen Armen während er auch aussprach, dass er sie niemals alleine lassen würde. Egal was passieren würde, Don würde alles in seiner Macht stehende tun um genau das zu verhindern. Niemand hatte es verdient gehabt alleine zu sein. Für ihn war es schon was Normales gewesen und eigentlich rechnete er niemals damit stets jemanden an seiner Seite zu haben, weshalb er es umso mehr genoss, wenn sie hier war aber nachdem Waleria ihn alleine gelassen hatte, war das Gefühl in ihm wieder groß genug gewesen, dass es niemanden interessieren würde wie es ihm ging. Waleria ließ ihn alleine in Los Angeles zurück, daher wusste er auch wie schmerzhaft sowas sein konnte. Don war aber auch jemand gewesen der lieber zuerst auf die anderen und dessen Wohl sah bevor er auf sich selbst achtete. Ob ihm das irgendwann mal das Leben kosten würde? Wer wusste das schon?
      Nachdem er seinen Blick auf sie wandte und auch Waleria nach kurzer Zeit zu ihm hochsah, konnte man deutlich in ihren Augen sehen, dass sie nicht die selbstbewusste Frau war, welche sie immer zeigte, sondern, dass sie verletzt war. Verletzt alleine zu sein? "Ich verspreche es dir" flüsterte er zurück und drückte sie noch etwas mehr an sich um zu zeigen, dass er es auch wirklich ernst meinte. "Niemand wird mich daran hindern können" sprach er sanft weiter um ihr die Sicherheit zu geben, welche sie gerade wohl brauchte um nicht komplett abzustürtzen. Dafür war er nun mal da gewesen und das sollte sie auch wissen. Don gab ihr noch einen sanften Kuss auf den Kopf während sie weiterhin so da standen als es plötzlich an der Türe klopfte. Es klopfte jemand? Wer das wohl war? Etwas fragend sah er dann doch Richtung Türe und blickte für einen kurzen Moment zu Waleria bevor er sich von ihr löste um ins Vorzimmer zu gehen und durch den Türgucker zu sehen wer davor stand. Als er die Person erkannte, sperrte er diese auf und trat etwas zur Seite, sollte sie reinkommen wollen. "Hallo Shopia, ist etwas passiert?" war er verwundert sie hier zu sehen. "Nein, nein alles in Ordnung" sprach sie mit einem Lächeln aus. "Ich habe Waleria mitgeteilt, dass ich euch Bescheid gebe sobald das Essen fertig ist. Ihr könnt gerne kommen, wenn ihr wollt. Es ist in ein paar Minuten angerichtet" meinte sie noch und blickte zur blondhaarigen. "Du kennst die Türnnummer noch?" fragte sie zur Sicherheit nach, sollten sie noch etwas fertig machen wollen. Soweit Sophia noch wusste, wollten die beiden ja arbeiten und wollte sie somit nicht auch stören, wenn sie noch etwas fertig machen wollten. Daher verabschiedete sich wieder und würde in der Wohnung alles für ihren Besuch vorbereiten. Don schloss wieder die Türe nachdem Sophia verschwunden war und richtete seinen Blick zurück auf Waleria. "Hast du Hunger?" wollte er wissen. Eigentlich hatte er gerade sowas von überhaupt keinen Appetit gehabt aber vielleicht tat es ja gut erstmal auf andere Gedanken zu kommen? Die Entscheidung würde er aber ihr überlassen.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Sie würde ihm zu gerne erklären, warum diese Worte so viel für sie bedeuteten, warum sie unbedingt ein Versprechen haben wollte, aber es war nicht einfach über etwas zu sprechen, was man seit Jahren versuchte zu verdrängen. Natürlich, es gibt kein für immer, das war allein schon durch den Tod unmöglich, aber Waleria brauchte es in diesem Moment einfach, sie musste wissen, dass er sie nicht verlassen wird, nur weil er jetzt wusste, wie gern sie ihn hatte. Die Erinnerungen an ihre eigene Mutter waren dabei einfach zu groß und auch, wenn sie dieses Thema niemals angeschnitten hatten, war sich die Frau nicht einmal sicher, ob sie jemals wirklich darüber reden wollen wird. Es war einfach hart, der Schmerz saß tief und auch, wenn sie gerade mehr, als nur verletzlich war hatte Don zu ihr gehalten, er hielt sie fest in seinen Armen und versprach es ihr, er würde sie nicht alleine lassen, es wird ihn niemand daran hindern, nun außer vielleicht das Klopfen an der Tür, zu welcher sich der Agent auch schon bewegt hatte. Er hatte ihr einen Kuss auf den Kopf gegeben, das Lächeln hatte Waleria ein wenig unterdrückt, biss sich vor allem auf ihre Lippe, kaum war der Mann zu Tür gelaufen, so hatte sie es sich nicht vorgestellt, so hatte sie sich das ganze Gespräch nicht vorgestellt, aber es war gar nicht mal so schlecht am Ende, jedenfalls wussten sie jetzt beide, dass da Interesse an jeweils dem anderen bestand, dass sie sich gar nicht mal so schlecht fanden, Don wusste sogar, dass sie in ihn verknallt war, aber waren sie jetzt ein Paar? Funktionierte das jetzt so?
      Waleria hatte ihre Augen geschlossen und hatte durch geatmet, als der Mann sie alleine zurück ließ. Sie lehnte ihren Körper gegen den Türrahmen der Küche an, um den Halt nicht zu verlieren, denn alles in ihr spielte verrückt, alles war merkwürdig und so wirklich was konnte sich die Frau auch nicht erklären. Sie hasste es, wenn sie ihre verletzliche Seite zeigte, denn damit kamen auch Erinnerungen hoch, die sonst niemals an die Oberfläche gelangten. Es war der letzte Abend, an dem ihre Mutter da war.. Es gab einen letzten Kuss auf die Stirn und Waleria hatte ihr noch gesagt, dass sie sie lieb hat.. Aber eine Antwort hatte sie nie zurück bekommen.
      Die Tür wurde geschlossen und damit gab es für die Blondine ein Zeichen sich wieder zusammen zu reißen und wieder zurück zur Realität zu kommen. Don blickte wieder zu ihr, da öffnete die Frau ihre Augen und blickte zu ihm zurück, ob sie Hunger hatte? Nicht wirklich, da schüttelte sie den Kopf gleich schon, der Hunger war vergangen. "Aber sie hat sich sicherlich viel Mühe gemacht". Es würde unhöflich sein, wenn die beiden jetzt wirklich nicht erscheinen würden. "Gib mir fünf Minuten, okay? Dann bin ich fertig". Sie lächelte, wenn auch nur kurz, bevor sich die Frau ins Badezimmer begab, um dort ein wenig durch zu atmen und sich frisch zu machen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Das Timing von Sophia hätte nicht unpassender sein können. Gerade waren Don und Waleria dabei gewesen ihre Gefühle den jeweils anderen zu erklären und schon klopfte es an der Türe, wobei Sophia meinte, dass das Essen fertig sei. Und genau jetzt hatten die beiden vermutlich sowas von gar keinen Appetit. So erging es zumindest Don. Wie es Waleria ging, wusste er nicht weshalb er auch die Frage in die Runde warf und sie aber selbst den Kopf schüttelte. Sollten sie vielleicht absagen? Eigentlich hatte er auch nicht gerade viel Lust gehabt sich jetzt in dessen Wohnung zu begeben um etwas zu Speisen sowie sich auch vielleicht mit de Kindern auseinander setzen zu müssen. Wie würde es weitergehen sobald sie wieder zurück in der Wohnung waren? Würden sie dann weiter darüber sprechen oder würden sie beide dem Ganzen aus dem Weg gehen? Soweit er das jetzt beurteilen kann, würden die beiden dem Gespräch aus dem Weg gehen da keiner von ihnen gerne darüber sprach. Nein! Es war sogar jeden unangenehm gewesen überhaupt über Gefühle zu sprechen. Sei es jetzt welche die man für die jeweils andere Person empfand oder über das eigene Leben.
      Als sie meinte ihr 5 Minuten zu geben um sich ein wenig frisch zu machen, nickte er ihr zu und ließ sie an sich vorbei gehen sodass sie ins Bad kam während er dann selbst nur seufzte und sich mit der Hand durch die Haare strich. Und was nun? Wie würde es zwischen ihnen weitergehen? Waren sie nun ein Paar? Da Sophia genau wusste wie Waleria über ihn dachte und vielleicht auch wusste wie er über sie dachte......es kam ihm vor zu jemanden zu gehen, der die beiden durchaus bereits komplett durchschaut hatte. Wie peinlich würde solch ein Essen werden können? "Das Gespräch handelte von dir..." diese Worte. Es mal von Waleria zu hören war in seinen Augen immer unvorstellbar gewesen aber sie waren wahr. Vielleicht sollten sie das Essen absagen und hier bleiben. Auch wenn sich Sophia wirklich die Mühe machte und es unfreundlich war....war es nicht noch unfreundlicher jemand vorzuspielen, dass alles in Ordnung sei obwohl es nicht wahr? Vielleicht sollten beide einfach weiter darüber sprechen...sagen was in dem jeweils anderen vorging um das ganze Thema endlich mal vom Tisch zu räumen. Es weiter mit sich rumzuschleppen machte es auch nicht besser. Andererseits war es vielleicht keine schlechte Idee zu dem Essen zu gehen. Wenn Toby auch da war, könnten sie vielleicht über die nächsten Schritte sprechen? Schließlich wollte Waleria ja den Treffpunkt in seiner Bar stattfinden lassen, somit wäre es doch eine gute Idee? "Bist du fertig" rief er ihr zu und würde auf sie warten bis die blondhaarige fertig bevor beide rübergehen würden. Es dauerte schon etwas länger als die 5 Minuten, welche sie gemeint hatte. Ob alles okay war? Leicht sah er Richtung Badezimmer, doch war nichts zu sehen gewesen. Sollte er vielleicht nachsehen? Als auch keine Antwort auf seine Frage kam, machte er sich doch Sorgen um sie. "Wal?" rief er ihren Namen und begab sich zum Badezimmer um dabei an der Türe zu klopfen. Er wollte nicht ungebeten einfach so eintreten, wer wusste denn schon was sie drinnen machte. "Ist alles in Ordnung bei dir?"


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es gab Momente in seinem Leben, in welchen einem alles über den Kopf wuchs, ohne, dass man etwas dafür konnte. In Walerias Leben hatte es wenige dieser Momente gegeben, sie wusste eigentlich stets zu funktionieren und selbst in dem Keller der Russen, als sie mit David gefangen gehalten worden war, hatte sie funktioniert, nur jetzt war die Situation irgendwie eine ganz andere.. Don hatte erfahren, dass sie Gefühle für ihn hatte und das, was für andere Menschen vielleicht das Normalste auf der Welt war war für die Blondine selbst eine Herausforderung, der sie sich eigentlich nicht stellen wollte. Sie hatte Angst, vor allem davor den Mann zu verlieren, ihn zu vertreiben und sich für immer für die komplette Welt zu verschließen, doch auch, wenn sie sich dessen bewusst war, dass sie das nicht durfte hatte sie das Bedürfnis danach es zu tun. Allein deshalb brauchte sie die fünf Minuten, um ihre Gedanken zu ordnen und mal durch zu atmen, denn wenn sie ehrlich war, wollte sie noch immer nichts lieber, als aus der Wohnung zu gehen und nicht mehr wieder zu kommen. Natürlich, Don war geblieben, er hatte sie gehalten und er hatte ihr versprochen zu bleiben, aber es war nicht einfach, wenn man mit einem Trauma zu kämpfen hatte, welches sonst immer jegliche Beziehungen von vorne rein ablehnte. Waren sie eigentlich nun ein Paar? War das eine Beziehung und würde dann bald der eine bei dem anderen einziehen, um gemeinsam so lange zusammen zu bleiben, wie man sich nur aushalten konnte? Ein für immer gab es nicht, aber es gab ein 'so lang es geht', nur das Ende dessen wollte die Frau nicht erleben, sie wollte nicht am Ende alleine bleiben und all das bereuen, was sie getan hatte.
      Im Badezimmer hatte sie sich das Gesicht mit kaltem Wasser gewaschen, hatte den Zopf auf gemacht und sich im Spiegel angesehen, um fest zu stellen, dass sie wirklich fertig aussah, was sie so gar nicht wollte. Ständig ein falsches Bild aufrecht zu erhalten war nicht einfach, gar fast unmöglich, aber jetzt aufgeben war auch nicht vorhanden. Make-Up hatte sie hier keines, aber eine Bürste, mit der sie sich die Haare ein wenig bürstete und beschloss, sie offen zu lassen. Ein Blick in den Spiegel und sie erblickte die Frau, die sie eigentlich nicht sehen wollte.. Waleria sah ihrer eigenen Mutter zu ähnlich, jedenfalls der, welche sie auf den Fotos von damals in ihrer Jugend gesehen hatte, in ihren jungen Zwanzigern. Die blonden Haare, die blauen Augen, das gleiche strenge Gesicht.. Das Klopfen an der Tür ließ die Frau zusammenzucken, sie hatte gar nicht gehört, dass Don mit ihr gesprochen hatte, hatte sie zu lange im Bad gebraucht? Noch einmal fuhr sie sich durch die Haare, um sie ein wenig aufzulockern. "Ja, alles gut!", rief sie ihm zu, auch wenn sie sich nicht sicher war, wie oft er schon gefragt hatte, wie viele Sorgen er sich schon machte. Ein letztes Mal blickte sie in den Spiegel, widerstand dem Drang die Haare zu einem Zopf zu binden und öffnete die Tür, um gleich auf den Agent zu treffen, zu dem sie hoch blickte. "Ich bin fertig".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      "Waleria?" rief er ihr wieder zu nachdem sie auch noch dem zweiten Mal nicht reagiert hatte. Was war da los gewesen? Umso länger sie nicht reagierte umso mehr machte er sich selbstverständlich Sorgen um sie. Wieder klopfte er gegen die Türe, rief nach ihren Namen als sie plötzlich meinte, dass alles in Ordnung sei. Hätte die Agentin jetzt nicht mehr reagiert gehabt, wäre er ohne zu zögern ins Badezimmer gegangen um nach ihr zu sehen. Etwas erleichtert seufzte dieser aus und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Dass für sie wahrscheinlich momentan alles zu viel war oder vielleicht sogar unangenehm, egal was er tat, dennoch würde er auch verstehen, wenn sie meinte Zeit für sich zu brauchen. Was ihre Job's anging waren beide wirklich selbstbewusste und klare Agenten gewesen. Sie wussten was im schlimmsten Fall zu tun war, was sie wollten und wie man reagierte aber was das Thema Liebe, Beziehungen oder Gefühle anging waren sie sozusagen komplette Nieten. Don schämte sich nicht dafür aber wenn man seine Vergangenheit mit betrachtete wie es damals mit David lief war es klar gewesen, dass er sich somit verschloss und nie richtig darüber sprach. Auch heute gab es noch genügend Momente oder Situationen mit dem Jüngeren über welche er nicht reden wollte oder konnte. Am Liebsten hätte er über alles mit seiner Mutter gesprochen gehabt aber nachdem er beschloss zum FBI zu gehen, hatte er auch zu ihr kaum mehr Kontakt gehabt. Heute bereute er es zum Teil. Wieviel er ihr noch sagen wollte, wieviel Fragen er ihr stellen wollte um nur ansatzweise eine Antwort zu finden. Sie wusste immer einen Rat für ihn aber seitdem sie verstorben war,, war es nicht mehr das selbe gewesen.
      Einen kurzen Moment schweife er noch in den Gedanken als plötzlich die Badezimmertüre aufging, Waleria aus diesem schritt und meinte fertig zu sein. Ja, das beschrieb es durchaus. Auch wenn Don manchmal das Gefühl hatte immernoch nicht genug von ihr zu wissen, konnte er ihr selbst langsam ansehen, wie fertig sie war. Sanft hob er seine Hand um diese auf ihre Wange zu legen und sanft mit dem Daumen über diese zu streichen während sein Blick weiterhin ernst auf sie fixiert war. "Wenn du nicht hingehen willst, bleiben wir hier. Du bist zu nichts gezwungen" sprach er mit ruhigen Ton aus. Er wollte nicht, dass Waleria zu sich etwas zwang, was sie nicht war. Es war nicht so, dass er jetzt den großen Helden oder Beschützer spielen wollte. Aber soweit er auch sie einschätzen konnte, würde sie zu Sophia gehen wollen, weshalb er seine Hand von ihr wieder löste, sich umdrehte und die Schlüssel von der Wohnung holte bevor er zurück ins Vorzimmer ging um sich die Schuhe anzuziehen. Nun lag es ganz an ihr zu kommen. Nachdem beide fertig waren, schloss er hinter ihnen die Türe ab und folgte ihr zur Wohnung von Sophia, welche gar nicht mal so weit weg war wie Don eigentlich dachte. Dennoch war das ganze Wohngebäude für ihn immernoch ein großes Labyrinth gewesen. Ihn würde es selbst wundern, wenn er überhaupt den Weg zurückfand. Vor dessen Wohnung angekommen, klopfte Don gegen die Türe und wartete bis diese geöffnet wurde, was nicht lange dauerte. "Kommt rein" begrüßte Sophia die beiden mit einem sanften Lächeln, was sich der schwarzhaarige nicht 2mal sagen ließ. Die Einrichtung war sehr schlicht und dennoch schön gewesen. Ganz anders als seine Wohnung bzw. Seine Wohnung war bevor die CIA beschloss diese zu erschießen. "Sag mal, muss die CIA nicht meine Wohnungseinrichtung bezahlen? Schließlich hat deine Behörde sie ja regelrecht erschossen" versuchte er sie wieder zum Lächeln zu bringen. Er wollte ihr wenigstens ein paar Stunden schenken die Sorgen zu vergessen und vielleicht war der Aufenthalt bei Sophia gar nicht mal so übel.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es war die letzten Wochen alles sehr viel auf einmal gewesen, aber Waleria gab sich Mühe, um alles irgendwie hin zu bekommen und dabei noch immer gut auszusehen, aber ein klein wenig fremder Hilfe durch Make Up würde ihr bestimmt helfen nicht wie eine Leiche auszusehen, aber sie musste da jetzt durch und da führte kein Weg dran vorbei. Die beste Stütze überhaupt war dabei der Agent selbst, der sich Sorgen gemacht hatte, weil sie nicht reagierte, sie hatte ihm in ihren Gedanken gar nicht gehört, aber es war ja wirklich alles in Ordnung, jedenfalls würde das das werden. Ihre Augen blickten nach seinen, als die Frau die Tür öffnete und kaum stand sie vor ihm schon legte der Mann seine Hand auf ihre Wange, was gleich ein warmes Gefühl in ihrer Brust auslöste. Waleria lehnte ihren Kopf gegen die Wange an, fühlte sich mit einem Mal wohl und geborgen. Sie musste nicht hin, dessen war sie sich bewusst, ein sachtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. "Alles gut, wirklich". Sie waren eingeladen und da würden sie jetzt durch müssen, das gehörte sich so und das würde vielleicht auch eine gute Ablenkung sein.
      Die Schuhe waren schnell angezogen und die Wohnung von Toby und Sophia auch schnell erreicht, sie wurden begrüßt und wurden rein gebeten, da schenkte Waleria der Frau des Hauses ein Lächeln, um sie zu begrüßen. Es war eine kleine, schlichte Wohnung, die Kinder schliefen schon und alles roch nach leckerem Essen, wie sollten sie da heute nicht hin kommen? Überraschend war die Tatsache, dass Don seine eigene Wohnung anmerkte, die wirklich zerschossen worden war, er war der Meinung, die CIA müsse ihm die Einrichtung bezahlen, das Lächeln auf den Lippen der Blondine war breit gewesen, sie schüttelte auch gleich den Kopf. "Ich bin zur Zeit suspendiert, viel Spaß dabei den Antrag dafür zu stellen", sie meinte es ernst, aber wenn sich alles regeln wird, wird es mit Sicherheit auch Ersatz für Don geben. "Ich will mir gar nicht vorstellen, wie sehr sich die Frau aufregen wird, dessen Wagen ich mir geliehen habe, um aus der Hütte zu fliehen".

      Das Essen war fantastisch gewesen und kaum haben die beiden Gäste gesessen, hatte sich auch Toby zu den beiden dazu begeben und zu viert war es ein wirklich gelungener Abend gewesen. Waleria hatte gelacht, es gab Erzählungen aus der Jugend von allen, es gab eine lockere Atmosphäre und sie musste sich gar nicht verstellen, um locker drauf zu sein. Am Ende des Essens hatte sie noch Toby angesprochen, sie müssten etwas mit ihm klären, da hatte sich Sophia dazu bereit erklärt aufzuräumen, damit die drei sich in Ruhe über berufliches unterhalten konnten.
      "Ich weiß, dass ihr schon verdammt viel für uns getan habt und wir sind auch beide wirklich dafür dankbar, aber wir brauchen vielleicht noch einen Gefallen". Bewusst hatte Waleria von ihnen beiden gesprochen und nicht nur von sich selbst. Toby hatte sich zurück gelehnt, hatte sich eine Zigarre angezündet und den beiden eine angeboten, die Blondine lehnte jedoch ab. "Was braucht ihr?". Er schien locker zu sein, jetzt auch Don gegenüber, er hatte inzwischen ihn kennen lernen können. "Wir müssten mit jemanden sprechen, aber abgesichert und ohne einer Möglichkeit überrascht zu werden". "Die Bar also?", sprach Toby direkt an. "Die Bar.. Und die Jungs.. Es könnten vielleicht ein paar viele Gefallen werden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Mit einem Nicken bestätigte er ihre Entscheidung doch noch zum Abendessen zu gehen. Einerseits war es zwar eine gute Idee gewesen, da sie dort vielleicht wirklich ein bisschen ihre Sorgen vergessen konnte aber andererseits machte er sich auch gleichzeitig die Sorgen ob sie sich nicht doch zu etwas zwang was sie vielleicht gar nicht wollte. Solch eine Einstellung war selbst für den geistigen Zustand eher weniger gut gewesen. Doch verträngte er fürs Erste diese Gedanken, machte sich selbst fertig um sich im nächsten Moment mit ihr zur Wohnung von Sophia und Toby zu begeben, welche gar nicht so weit weg von ihrer war. Sie waren zweimal rechts und einmal links sowie einen tock tiefer gegangen...dürfte sich bei dem ganzen Labyrinth doch gut zu merken sein, oder? Nachdem sie anklopften und Sophia sowie Toby die beiden auch schon begrüßten, sie sich weiter in die Wohnung begaben, sah sich der schwarzhaarige ein wenig um wobei es wirklich gemütlich als auch modern eingerichtet war. Von draußen hätte man es so niemals gedacht, da es eher abgekommen aussah aber die Leute hier wussten definitiv wie man etwas verbarg. Da kam ihm doch der Gedanke, dass die CIA ja eigentlich seine Einrichtung zahlen müsste nachdem Benjamin meinte alles erschießen zu müssen, weshalb er da auch gleich versuchte ein amüsante Gespräch mit Waleria zu starten was sie mit Erfolg zum Lächeln brachte. "Ach darüber mach ich mir keine Sorgen. Wenn es lange dauert, werde ich das FBI halt auf euch hetzen" grinste er etwas frech zurück was sich dann bei ihrer nächsten Bemerkung noch amüsanter würde "Na solange sie nicht schwanger war, wird es, denke ich, halb so schlimm sein. Ansonsten hast du natürlich ein anderes Problem" musste er kurz lachen.


      Der ganze Abend verlief wirklich gut. Sie speisten, unterhielten sich gut und lachten nebenbei auch viel, was besonders Don bei Waleria wichtig gewesen war. Es war schön zu sehen wie wohl sie sich hier fühlte und wie sie sich nicht hat verstellen müssen. Das erste Mal sah er sie wirklich in einem komplett anderen Licht was das betraf. Denn schließlich waren sie entweder immer mittendrin in einem Fall oder auf der Flucht wobei sie sich eher weniger entspannen hat können aber hier hatte er das Gefühl gehabt, als würde sie mal die Frau sein, welche eigentlich Waleria stets hinter einer Mauer versteckt hatte.
      Doch dauerte der Moment nicht mehr lange als Waleria schließlich das Wort an Toby ergriff und meinte noch etwas berufliches zu klären. Am Liebsten wäre Don mit Sophia mitgegangen um wenigstens beim Abwasch zu helfen, da sie schon soviel für die beiden gemacht hatte, aber andererseits war es auch wichtig, dass der schwarzhaarige bei dem Gespräch dabei gewesen war. Es überraschte ihn ein wenig als das Gespräch seinen Verlauf nahm und Toby plötzlich gleich meinte, dass sie die Bar brauchten. Gab es denn für ihn kein anderen Ort der genauso sicher war? Woher wusste er denn gleich, dass sie die Bar brauchen würden? Wer genau dieser Toby war, wusste er selbst noch nicht genau aber solange Waleria ihm vertraute, reichte dies dem Agenten vollkommen aus. "Ich werde selbst vor Ort sein um alles im Auge zu behalten" versicherte ihm der FBI Agent woraufhin Toby auch seinen Blick zu ihm wandern ließ bevor dieser zurück auf Waleria fiel während er einen Zug seiner Zigarette macht. "Scheint ja etwas Großes zu sein, wenn du sogar schon meine Männer zusätzlich brauchtst" sprach er sanft und ruhig weiter. Er vertraute Waleria, keine Frage, aber dennoch musste er auch auf den Schutz seines zu Hauses denken. "Wer ist diese unbekannte Person, die ich in meine Bar einladen darf?" Toby war schon immer jemand gewesen der stets half wenn es notwendig war aber wenn er schon jemanden in seine 'Stadt' einladen musste, dann wollte er zumindest wissen mit wem oder was er sich da einließ.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Tobias war zu einem guten Freund geworden, genauso wie die restliche Gruppe hier, auf den man wirklich immer zählen konnte. Er stand in der Schuld der Agentin, wie er es gesagt hatte, bis zu seinem Lebensende und auch noch darüber hinaus, solange es nur möglich war, weil sie ihm das gerettet hatte, was am wertvollsten für den Mann gewesen ist: Seine eigene kleine Familie. Er war bereit zu helfen, musste aber selbst auch an die eigene Sicherheit denken, allein deshalb wollte er mehr darüber wissen. Waleria hatte geschmunzelt, als er der Meinung war, dass es etwas größeres sein musste.
      "Ein Kollege aus der CIA.. Der scheinbar den Auftrag bekommen hatte mich umzubringen", erklärte sie kurz und blickte zu dem Mann. "Ich weiß nicht, ob er wirklich gegen uns ist, oder er einfach nur seinen Auftrag ausführte.. Wir müssen mit ihm reden, Wir brauchen Informationen, aber ich weiß nicht, wie es enden wird, deshalb ist es sicherer, wenn wir die Bar nutzen könnten, im Falle eines Falls". Sie wollte sich nicht ausmalen, was es für Probleme geben könnte, wenn sie einen anderen Ort nehmen würden und es am Ende eine Falle der CIA werden könnte, sie hatten noch nicht genug Beweise und könnten die Blondine vielleicht nicht raus holen, es war zu gefährlich. Wenn sie dann noch ehrlich war, wollte sie nicht eingesperrt werden, nicht jetzt, nachdem sie sich mit Don irgendwie die Gefühle gestanden haben, jedenfalls irgendwie, das war erst ein Anfang und die Blondine wollte nichts verpassen.
      "Ich müsste vorher ein paar Sicherungsmaßnahmen durch führen", stellte Toby fest, da nickte die Agentin. "Ich weiß, falls die CIA rein marschiert, möchte ich euer Geschäft nicht auffliegen lassen", erklärte sie, was den Mann zu einem weiteren Grinsen brachte. "Ich will nicht wissen, was passiert, wenn es jemals raus kommt, dass du von so etwas weiß", er schüttelte seinen Kopf, es war aber an sich gar kein so großes Problem, immerhin war sie dafür gar nicht zuständig, sie arbeitete an der russischen Mafia, nicht irgendwelchen anderen kriminellen Gruppierungen. "Mache dir darüber keinen Kopf", sie wunk es ab, es war wirklich kein großes Problem. "Wir müssen nur wissen, ob es machbar ist, sonst werden wir uns was anderes überlegen müssen". Toby zog noch einmal an der Zigarre, er schien nachzudenken, schien zu überlegen. "Gibt mir mal Zeit bis Morgen, ich gucke, was sich einrichten lässt und dann können wir es sicherlich irgendwie schaffen".
      Die Blondine nickte, sie war erleichtert, dass es wohl eine Chance bestand, mehr wollte sie auch nicht wirklich, das war es eigentlich auch schon. Als Sophia wieder ins Zimmer kam, um das restliche Geschirr mitzunehmen erhob sich auch Waleria und ergriff den Rest mit, um mit in die Küche zu gehen. "Warte, ich helfe dir", sie hatten mit Toby immerhin alles geklärt und beim Abwasch konnte sie liebend gerne helfen, das Essen war immerhin wirklich gut gewesen und auch, wenn sie erst wirklich keine Lust hatte her zu kommen, es war ein wirklich schöner Abend gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Eigentlich war Don immer jemand gewesen, der an der fordersten Front mitmachte und mitplante. Eigentlich standen ihm immer die Entscheidungen zu, da er schließlich der Leiter der Kriminalabteilung war aber diesmal war es eher Waleria gewesen die das Kommando übernahm. Es war ihr Fall und somit auch ihre Pläne gewesen, welche er zu befolgen hatte. Das Einzige was er dabei machen konnte war ihr zu helfen oder weitere Tipps einzubringen die sie vielleicht erst gar nicht berücksichtigte. So war es auch bei ihm gewesen. Ohne seinem Team und David wäre er nicht heute dort wo er war. In Quantico hatte er zwar alles alleine auf die Beine gestellt aber dort war es mit Los Angeles keinesfalls zu vergleichen. Nein! Es war eher das Gegenteil gewesen. Wollte das FBI ihn somit auch testen ob der schwarzhaarige dazu in der Lage war die Herausforderung anzunehmen? Auch wenn sein Boss nie etwas erwähnte, wollte er doch hier und da mal wissen ob er seiner Position auch wirklich gerecht wurde.
      Als er das Gespräch lauschte zwischen den beiden dachte er selbst über jegliche Schritte nach, welche noch durchzuführen waren. Es war alleine schon mal eine große Hilfe gewesen, dass Toby überhaupt darüber nachdachte. Doch was wenn es nicht die Bar werden konnte? Welche Möglichkeiten hatten sie noch gehabt? In der kleinen Stadt hier anzutreffen war zwar für sie ein Vorteil gewesen und wenn es nach dem Agenten ginge, würde er auch noch vielleicht ein paar Scharfschützen positionieren lassen aber was wenn wirklich Benjamin mit der CIA eintraf? Dann wären nicht nur die beiden in Gefahr sondern auch noch Toby, Sophia, die kleine Familie sowie alle anderen Menschen die hier ihr zu Hause gefunden hatten. Ob das nun wirklich solch eine gute Idee war, wusste er nicht mehr, umso mehr Don darüber nachdachte. Dennoch vertraute er ihr. Ein sanftes Lächeln glitt über seine Lippen, als Sophia zu ihnen kam um den Rest des Geschirr's zu holen und Waleria dabei half sodass die beiden alleine zurückblieben. Doch was sollte er sagen? Auch wenn sie sich gut unterhielten, so hatte er über Toby doch zu wenig Ahnung gehabt um mit ihm das richtige Gespräch zu starten. "Vielleicht kann ich bei der Planung noch irgendwie helfen? Ich habe früher schon des Öfteren mit der CIA zu tun gehabt und auch hier und da mal gemeinsam an einem Fall gearbeitet. Vielleicht ist was dabei, was helfen könnte um einiges zu verhindern?" warf er dann so in die Runde was Toby zwar Aufsehen ließ aber eher weniger darauf einging. Weitere Hilfe war keine schlechte Idee gewesen aber dennoch wollte er sich noch selbst ein Bild davon machen und alles mit seinen Männer besprechen. Mehr konnte Don auch nicht mehr enbringen. Dennoch würde er es nicht zulassen, dass Waleria alleine in diese Bar ging um sich Benjamin zu stellen. Er meinte zwar keine Ahnung über all dies zu haben aber wer wusste schon ob er die Wahrheit sagte oder nicht. Und vielleicht war er der blondhaarigen ja ehrlicher gegenüber als ihm, da die beiden in der Vergangenheit schon miteinander zu tun gehabt hatten. Vielleicht war er wirklich auf der Seite von ihr und nicht von der CIA. Würde zumindest auch erklären warum er seine Tasse erschoss und nicht ihm direkt in den Kopf. Eine Weile saßen alle danach noch eine Weile zusammen, plauderten über jegliche Sachen bevor sie sich dann gegen Mitternacht verabschiedeten. "Vielen herzlichen Dank für den Abend und das gute Essen" sprach Don mit einem sanften Lächeln aus während sie dann schon im Vorzimmer standen und sich die Schuhe anzogen. Danach begaben sie sich auch schon zurück in die Wohnung, welche er aufsperrte, sich die Schuhe auszog, in die Küche ging um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen, welche auch netterweise besorgt worden waren, um sich anschließend mit einem Seufzer aufs Sofa fallen zu lassen. Den Weg zurück und auch jetzt hatten die beiden kein Wort mehr gewechselt gehabt. Wenn er darüber nachdachte, hatten die beiden eigentlich überhaupt kein Wort miteinander gesprochen alleine seitdem sie die Wohnung verlassen hatten. Würde das jetzt so weiter gehen? Genau deswegen war es so verdammt schwer gewesen die Gefühle zuzugeben. Das machte es nicht einfacher sondern komplizierte die ganze Sache nur umso mehr.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es war wirklich ein angenehmer Abend gewesen und es hatte der Blondine ihre Gedanken befreit, hatte sie davon abgebracht weiter an ihre Situation zu denken und sich zu fragen, ob es eine gute Idee war, Don wirklich zu verraten, dass sich das Gespräch um ihn drehte, dass es von ihm handelte. Er wusste jetzt, wie es um ihre Gefühle stand, aber die Stimmung zwischen ihnen beiden war sehr angespannt, vielleicht auch nur, weil Waleria nicht wusste, was sie jetzt tun, oder sagen sollte. Es war ihr unangenehm, als sie wieder alleine waren, als sie wieder zurück in die Wohnung liefen, weil sie sich nackt fühlte, als hätte sie ihm wirklich einen Einblick in ihr Inneres gegeben, was sie so niemals tat. Es war schwer sich zu öffnen, wenn man alles jahrelang unter Verschluss hielt und noch dazu diese ganze Situation mit der CIA, Benjamin, David und die Nachwirkungen der Russen.. Am liebsten hätte sie Frau ihre Sachen gepackt und wäre weit weit weg abgehauen, hätte Don mit genommen, um mit ihm in Ruhe über alles zu sprechen.
      Sie waren in die Wohnung zurück gekommen, die für sie bereit gestellt wurde, hatten kein Wort miteinander gesprochen und auch, nachdem sich der Agent ein Bier geholt und sich im Wohnzimmer auf das Sofa gesetzt hatte, brachte Waleria kein Wort raus. Sie schämte sich irgendwie, es war wie eine Achterbahn an Gefühlen, aus welcher man einfach nicht heraussteigen konnte, aber sie wusste, dass der einzige Ausweg ein Gespräch war, dem sie sich scheinbar stellen musste. Sie räumte in der Küche das Essen weg, was die beiden mit bekommen hatten, um es am nächsten Tag warm machen zu können und spülte das Geschirr vom Frühstück ab, um es auf der Ablage trocknen zu lassen, es konnte am nächsten Tag trocken weggeräumt werden. Sie seufzte, kaum hing sie das Geschirrtuch auf und zwang sich gegen die Flucht, die sie am liebsten ergreifen würde. Stattdessen nahm sich Waleria ihre Wasserflasche von vorhin mit, um sich im Wohnzimmer mit auf das Sofa zu setzen, auf welchem auch Don saß, mit einem gewissen Abstand dieses Mal, denn wenn sie das Gespräch angehen wollte, durfte sie keinerlei Ablenkung haben, in welche sie flüchten durfte. Die Flasche in ihren Händen sollte beruhigend wirken, im Schneidersitz hatte sich Waleria dazu gesetzt und musterte zunächst den Fernseher, um ihre Worte in eine richtige Reihenfolge zu bringen. Jetzt, oder nie.. am liebsten nie.
      "Ich war überrascht, dass du wirklich angenommen hattest, es könnte einen anderen Kerl geben", gab sie offen zu, vermied es aber zu Don zu sehen, um nicht wieder vollkommen zu verstummen. Sie gab sich Mühe, wirklich große Mühe. "Und ich glaube, dass mir das mehr Probleme bereitet, als die Tatsache, dass du jetzt weiß.. Dass ich dich gern habe". Sehr gut, nur weiter so. "Um ehrlich zu sein habe ich nicht einmal eine Ahnung, wie so etwas funktioniert.. was wir jetzt sind, oder was wir nicht sind.. Wie das jetzt weiter laufen soll und ob ich nicht alles schon kaputt gemacht habe", wie eigentlich sonst immer.. Sie blickte runter zu ihren Händen, die die Flasche noch immer fest hielten. "Ich habe in Russland Tage gezählt, bis ich mich wieder bei dir melden konnte.. Ich wollte am liebsten zu Fuß die hunderte Kilometer überwinden, als ich den Einsturz im Fernsehen gesehen habe.. Ich habe meine Gastfamilie so lange angefleht Kontakt zu der CIA zu bekommen, bis sie dachten, ich sei verrückt, oder wäre von einem Dämon besessen.. Adam hatte mir verraten, dass es dir gut geht.. Er hatte mich da auch nach Wassilijew gefragt.. Aber, das ist ein anderes Thema". Sie durfte sich nicht ablenken, wenn das Gespräch jetzt funktionieren sollte, es hatte schon sowieso so viel Überwindung gekostet. Ihre blauen Augen sahen auf und musterten den Mann. "Don, da gibt es keinen anderen Mann..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Würde es jetzt für immer so bleiben? Dass beide zusammen die Zeit tot schlugen ohne ein Wort zu wechseln? Don könnte die Stille ja schon nicht leiden aber mit einer Person im selben Raum zu sitzen ohne nur ansatzweise ein Wort von sich zu geben war definitiv schlimmer gewesen. Aber was solle er sagen? Eigentlich hatte er vorher schon alles erwähnt gehabt, was er ihr sagen wollte und er hatte auch das Gefühl gehabt, wenn er was von sich gab, dass es vielleicht das Falsche sein könnte was sie nur mehr verletzte. Und wenn Don eines nicht wollte, dann sie nur unnötig verletzen oder ihre Gefühle. Wörter konnten schon immer schlimmer als ein Messer sein. Dies durfte er selbst schon oft genug miterleben. Auch einer der Gründe warum er keine Beziehungen mehr eingegangen war. Aber was war das zwischen den beiden gewesen? Am Anfang war es für ihn nur reine Arbeit gewesen und auch der erste Sex, dachte er, lag am Alkohol und hatte keinerlei Bedeutung oder so aber umso mehr er mit ihr zu tun hatte umso mehr merkte er erst wie wichtig sie ihm geworden war. Don war auch schon soweit gewesen, dass er ohne zu zögern sein Leben für sie riskieren würde. Als sie dann auch noch verschwunden war für ein paar Wochen, war sein einziger Gedanke stets bei ihr gewesen, wenn es die Zeit erlaubte bzw. seine Arbeit. Wie es ihr ging, ob es ihr gut ging, ob sie nicht verletzt war, wo sie steckte und ob es irgendwelche Möglichkeiten gab sie zu erreichen. Der schwarzhaarige wollte gar nicht wissen wieviele Nachrichten er gesendet hatte geschweige denn wieviele Anrufe in Abwesenheit sie auf ihrem Handy haben musste als sie dies wieder aufdrehte. Jegliche Minuten die er hatte, waren nur bei ihr gewesen. War das nicht schon ein eindeutiger Beweis gewesen, wieviel sie ihm bedeutete?
      Don war so sehr in den Gedanken vertieft gewesen, dass er im ersten Moment gar nicht realisierte, dass Waleria sich eine Flasche aus dem Kühlschrank holte um sich anschließend mit etwas Abstand zu ihm aufs Sofa zu setzen. Erst als sie das Wort ergriff und somit die Stille zwischen den beiden brach, kam er zurück in die Realität, doch sah er selbst nicht zu ihr rüber, sondern behielt seine Augen auf der grünen Bierflasche in seiner Hand. Jetzt wo es Waleria erwähnte, war es vielleicht wirklich ein dummer Gedanke gewesen anzunehmen, dass sie noch einen anderen Mann an ihrer Seite hatte. Er wollte es selbst nicht wahr haben aber woher sollte er auch wissen, dass er damit gemeint war, wenn sie doch nie ein Wort erwähnt hatte? Nicht einmal, als er ihr sagte wie wichtig sie ihm war. Da kam nichts zurück. Somit konnte er doch nur auch solche Gedanken bekommen? Ohne ihr nur ansatzweise drein zu reden, horchte er weiter ihren Worten und musste auch etwas lächeln als sie meinte es vielleicht kaputt gemacht zu haben. Wieso glaubte sie das? Wal erwähnte auch damals schon, dass er sie wahrscheinlich dafür hasste, dass sie damals nach Russland verschwinden musste. Jedoch war es schön zu hören, dass es wirklich keinen anderen Mann in ihrem Leben gab. Dann meinte sie es wirklich ernst was sie vorhin sagte.....dass es sich hierbei um ihn handelte. Kurz schloss er die Augen um selbst seine Gedanken zu sortieren und nachzudenken wie er was sagen solle, hatte aber auch schnell die Worte beisammen. "Du hast wirklich immer negative Gedanken, was?" kam es mit einem sanften Lächeln aus ihm heraus. "Du hast nichts kaputt gemacht. Ganz im Gegenteil" sprach er weiter um ihr wenigstens schon mal diese Sorge zu nehmen. Er bewunderte sie, dass die Agentin gerade in der Lage ihm das alles zu sagen wobei er sich selbst damit extremst schwer tat. "Damals als du nach Russland abgehauen bzw. gezwungen warst zu verschwinden, hatte ich die Sache nicht verstanden. Du hast mir zwar einen Brief hinterlassen in dem es stand und auch eine Nachricht extra geschickt gehabt aber am Anfang nahm ich es dir wirklich übel. Du warst nicht die erste Frau die einfach so verschwand ohne mir direkt zu sagen warum, weshalb und keine Ahnung was nicht alles. Aber mit der Zeit akzeptierte ich meine Lage. Und egal wie sehr ich versucht hatte wütend auf dich zu sein, ich konnte es nicht. Stattdessen waren ständig Fragen in meinem Kopf wie es dir ging, ob alles in Ordnung sei, ob es dir gut geht wo auch immer du warst, ob es sicher genug war...." sprach er weiter wobei er seine Augen weiterhin auf der Flasche festhielt. "Ich konnte dich einfach nicht vergessen. Ich habe auch mit Adam telefoniert um an Informationen zu kommen und eigentlich wollte ich ihn immer wieder fragen ob er was von dir gehört hätte aber ich hatte Angst die Antwort zu hören. Die Antwort, dass dir etwas zugestoßen sei, dass du vielleicht gar nicht mehr nach Los Angeles zurückkommen würdest..." dabei würde sein Griff um das Bier etwas fester. "Einfach die Angst dich entgültig zu verlieren ohne dich noch einmal gesehen zu haben" gab er ehrlich zu. Es kostete Don viel Überwindung überhaupt darüber zu sprechen. Er war zwar ein kleiner Romantiker gewesen aber solch eine Seite zeigte er nur ungern her. Für sowas war er nun wirklich nicht gemacht. Nicht der Don, denn sie sonst alle zu sehen bekamen. "Was wir sind, weiß ich selber nicht aber so wie man es von außen sieht, würde man doch meinen, dass es wie ein normales Pärchen sei"


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es kostete die Frau eine Menge Überwindung, um die Worte auszusprechen, die sie Don gesagt hatte, aber als sie es einmal über sich brachte lief es sehr gut und schien auch einfacher zu sein, als gedacht. Es musste einfach raus, es musste gesagt werden und es musste vor allem geklärt werden, was es denn nun war, was sie beide hatten. Vielleicht war es auch besser so, dass sie es ansprach und wenn Don ihr nichts zurück sagen würde, würde es Waleria auch verstehen, immerhin hatte sie ihn vorhin auch ziemlich doof da stehen lassen, ohne ein Wort auch nur raus zu bekommen, aber der Kloß in ihrem Hals war einfach zu groß gewesen und hinderte sie daran.
      Ihre Augen hatten zu dem Mann gesehen, mit den letzten Worten, die sie ausgesprochen hatte und ihr Herz schlug ganz aufgeregt, kaum realisierte sie, wie offen ihr Herz gerade auf einem Silbertablett präsentiert wurde. Don konnte jetzt rein stechen, oder es behüten, es pflegen, es lag an ihm, wie er sich entscheiden würde, doch er entschied sich richtig, er nahm das Wort an sich und fragte gleich, ob Waleria immer negative Gedanken hatte, ja, das hatte sie, aber wie sollte sie keine Angst davor haben, dass man ihre Offenheit, ihre Gefühle ausnutzen wird? Der Mann sprach aber auch davon, dass sie nichts kaputt gemacht hatte und ein Stein fiel ihr vom Herzen, das zu hören. Kurz schloss Waleria die Augen und genoss das erleichterte Gefühl, dass noch nichts kaputt war und sie nicht falsch reagierte.. Erst, als Don weitere Worte von sich gab öffnete sie wieder die Augen und blickte zu ihrer Wasserflasche, um nicht zu ihm zu sehen. Sie sah ihn gern an, sehr gern sogar, aber jetzt musste sie klar im Kopf bleiben und das endlich klären, was sie beide hier hatten.
      Don hatte sich Sorgen um sie gemacht, als die Blondine in Russland steckte und sie keinen Kontakt hatten, wenn er nur wirklich wüsste, wie viele ihrer Gedanken an ihn gingen, man würde sie für verrückt halten, definitiv.. Er sprach aber auch von seinen Ängsten, von der Sorge sie nicht mehr zu sehen, sie zu verlieren und mit einem Mal blickten ihre Augen wieder zu ihm hoch, um zu realisieren, dass sie selbst gar nicht verrückt war, dass ihre Gedanken und Gefühle nichts verrücktes waren, dass sie nicht allein war mit der Angst, die sie nicht aussprechen konnte. Allein die Sorge, als sie Don in diesem eingestürzten Gebäude sah..
      Was die beiden wirklich waren wusste Waleria nicht, sie hatte keine Ahnung, ob man sie schon als ein Paar bezeichnen konnte, oder es eher schwachsinnig war das zu sagen, aber der Mann nahm an, dass man sie für eines gut halten konnte. Die Situation musste ein wenig gelockert werden, sie hatten offen gelegt, wie sie sich fühlten und da sie anscheinend wirklich nun ein Paar waren konnten sie dieses Gespräch abschließen, was ihr Vater wohl dazu sagen wird, dass sie endlich jemanden an ihrer Seite fand? Waleria schmunzelte. "Früher gab es doch so Zettel.. 'Willst du mit mir gehen?'.. mit Ja, Nein und vielleicht.. Macht man es heutzutage nicht mehr? Ist es altmodisch geworden?". Es war erleichternd, das Gefühl in der Brust war nicht mehr erdrückend. "Sagt man sich heutzutage, dass man was für den anderen empfindet und ist automatisch zusammen? Früher war es wenigstens ein klein wenig romantischer gehalten". Nicht, dass sie sich aus Romantik viel machen würde. Die Frau lehnte sich vor, um die Flasche auf den Tisch zu stellen, sie brauchte nichts mehr, um ihre Finger und Hände zu beruhigen, das Schlimmste war auch jetzt vorbei. "Wenn wir jetzt aber ein Paar sein sollen, sollten wir grundlegende Dinge klären.. Ich bin eine schreckliche Hausfrau und kann nicht kochen, du willst es nicht essen, glaub mir.. Mein Vater sprach schon von Anfang an, dass ich kein Ehefrauenmaterial bin".

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Keiner sprach gerne über Ängste die man empfand, da man auch davon ausgehen musste, dass es der Gegenüber zu deinem Nachteil werden ließ. Don sprach selbst nie gerne davon, weshalb auch oft sein Vater oder David nicht genau wussten ihm Angst machte. Er stürzte sich jeden Tag in die selbe Gefahr, erschossen, erstochen, gefoltert oder sonst was zu werden aber er sagte immer, dass er das Risiko in Kauf nahm solange er bestimmten Leuten helfen konnte. Das FBI machte sich damit damals schon ausbezahlt, da er da am Besten den Menschen helfen konnte, die es auch brauchten. Seither war er beim FBI ein anerkannte Agent gewesen. Sein Vater sagte ihm ot, dass er hier und da zu hören bekam, dass es welche gab die wie er sein wollten aber so sah sich Don nie. Er nahm die Position als leitender Agent ein aber mehr steckte da nicht wirklich dahinter. Für ihn war das Wohl der anderen wichtiger gewesen als sein eigenes. Solange sie es rausschafften, konnte er ruhig draufgehen. Diese Einstellung war in den Augen seines Vaters nicht immer vom Vorteil gewesen.
      Aber hier war das es eine komplett andere Sache gewesen. Sie sprachen über ihre eigenen Gefühle, was beide eigentlich auch ständig versuchten aus dem Weg zu gehen aber sie wussten auch gleichzeitig, dass der Moment irgendwann kommen würde an dem sie es tun mussten. Vielleicht war es auch sogar gut, vor der Sache mit Benjamin, Larcksen und Adam darüber zu sprechen um somit auch mit klaren Gedanken an die Sache ranzugehen. Als sie dann nach der altmodischen Art fragte ob man sich heute nicht mehr einen Zettel schrieb wo man Ja, nein, vielleicht ankreuzen musste, konnte sich selbst der schwarzhaarige dabei kein Lächeln verkneifen. War sie dafür überhaupt die Frau gewesen die gerne sowas bekam? "Ich kann schnell einen schreiben, wenn du magst" müsste er kurz lachen. Es war sogar gut, dass sie darauf kam um die Stimmung zwischen ihnen zu lockern. Den ganzen Abend hatte er im Hintergrund ob es überhaupt noch was werden würde, ob sie miteinander reden oder doch lieber vergessen sollten. Aber jetzt saßen sie hier und sprachen darüber was vermutlich nicht nur ihm sondern auch Waleria eine große Last nahm. Doch als sie weitere Fragen stellte musste er selbst zugeben, dass er das nicht wirklich wusste. Damals als er mit seiner Verlobten zusammen kam, waren sie in einem Restaurant essen, genossen den Abend zusammen, landeten gemeinsam im Bett und so schnell er gar nicht schauen konnte, spielte sich das normale Leben bei ihnen ein, bis er sie schließlich fragte ob sie ihn nicht heiraten wollte. Nachdem aber seine Mutter im Sterben lag, ließ er alles liegen und stehen sowie auch sie und verließ Quantico um nach Los Angeles zu fliegen. Dass es damals eine richtige Arschaktion von ihm war, war sich Don durchaus bewusst gewesen aber nichts ging über seine Familie. Sie gehörte zwar auch zu seiner Familie, aber hierbei ging es um seine Mutter. Als sie danach versuchte zu ihm Kontakt aufzunehmen, nachdem sie erfuhr was geschehen war, entschied sich Don in Los Angeles zu bleiben ,was ihr nicht passte, und somit lösten sie Verlobung auf woraufhin jeder seine eigene Wege ging. "Tja, wenn ich ehrlich sein soll, habe ich keine Ahnung wie das heutzutage abläuft" müsste er mit den Schultern zucken bevor er seinen Blick zu ihr wandte als sie meinte, dass beide nun ein Paar sein sollten. Also waren sie es jetzt? Ein weiteres Lächeln konnte er sich nicht verkneifen als sie meinte eine miese Hausfrau zu sein. "Es reicht mir schon, wenn du einfach so bleibst wie du bist. Mehr will ich gar nicht" gab er ehrlich zu und machte schon einen Schluck von seinem Bier. Also waren sie nun zusammen. Irgendwie fühlte er sich dadurch nicht anders. Sie hatten die letzten Tage schon soviel miteinander erlebt gehabt, dass es für ihn schon ziemlich normal wirkte mit ihr jede Minute zusammen zu sein. Um ihr ihren Wunsch zu erfüllen, stand er auf, suchte in den Küchenladen einen Zettel und einen Stift, was gar nicht so einfach war, fand jedoch was, schrieb etwas drauf und begab sich mit dem Stift zurück zu Waleria um ihr die Sachen zu überreichen.

      Spoiler anzeigen

      Die Frage aller Fragen:
      W
      illst du mit mir gehen:

      Ja
      Nein
      Vielleicht

      B
      itte neben dem Wort ankreuzen


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Benutzer online 3

      3 Besucher