[2er RPG] Brotherly Logic [Lucy-chan & Sohira]

    • Special Agent Waleria Sobolew

      Manche Sachen konnte man sehr gut verdrängen, sie sehr gut einfach nur in eine Ecke abschieben und nicht daran denken, geschweige denn sich damit auseinandersetzen, solange man es nicht vorgeführt bekam. Einsamkeit war eine dieser Sachen, die Waleria hier bei Don sehr gut vor die Nase gesetzt bekommen hatte, vor allem, nachdem er sie in den Arm genommen hatte. Seine Hand fuhr sanft über ihren Arm, Waleria konnte seinem Herz bei der Arbeit zuhören, spürte ihn atmen und merkte relativ schnell, dass es sich ungewohnt gewohnt anfühlte. Es war wie nach Hause kommen an einem langen harten Arbeitstag, ein gemischtes Gefühl in einer fremden Umgebung, wie ein Halt an einen schweren Tag. Der Frau wurde vor Augen geführt, was sie sich die letzten Jahre vielleicht irgendwo tief im Innern wünschte, was sie vermisste, was ihr fehlte. Es war nicht direkt ein Mann an ihrer Seite, sie kam hervorragend alleine klar und brauchte niemanden, um ihre Arbeit zu erledigen, eigentlich, es war eher jemand, der sie einfach in den Arm nahm, als wäre es das Normalste auf der ganzen Welt. Es schien nicht so, als würde es das für die beiden Agents sein, aber Don sah es tut, stempelte es so ab und machte es so auch für sie selbst einfacher. Es war so total normal, dass sie hier gemeinsam auf dem Sofa lagen und gerade noch über ihre Gefühle gesprochen haben, jetzt aber kuschelnd den Film sahen.. Niemals, aber gerne konnte Waleria es als normal abstempeln, um sich nicht weiter Gedanken darüber machen zu müssen, dass mit ihr scheinbar etwas nicht stimmte, dass sie es so lange ohne ausgehalten hatte. Rückblickend konnte sie sagen, was es war, was ihr immer und immer wieder gefehlt hatte, es war zwar nicht so, dass sie niemanden hatte, aber ihren Vater hielt sie raus und Adam.. Adam war mehr ein guter Freund, auch wenn er es nicht gerne hörte, er war nicht jemand, der ihr das Gefühl von Geborgenheit geben konnte. Sollte sie vielleicht hier bleiben und ihre Arbeit aufgeben? Sich etwas anderem widmen? Nach Hause kommen und erwartet werden? Konnte sie das? Wollte sie das?
      Wann sie eingeschlafen war konnte die Blondine nicht sagen, es war ganz angenehm auf Dons Brust gewesen und seine Hand, die sanft über ihren Arm strich hatte sie beruhigt, sie müde gemacht, als es die Eindrücke des Tages sowieso schon getan haben. Ihre Augen öffneten sich, sie blickte auf den Abspann des Filmes und auch die Hand strich nicht mehr über ihren Arm, war Don auch eingeschlafen? Sachte drehte sie ihren Kopf ein wenig, um in sein ruhiges Gesicht zu blicken, sie haben beide Schlaf verdient, aber was hatte sie wieder aufwachen lassen? Ihre Augen blickten nach der Uhr, es war nicht einmal Mitternacht, vielleicht sollten sie ins Bett gehen, so wirklich gemütlich schienen die Positionen für die Nacht nicht zu sein.
      Langsam setzte sich Waleria auf, ihr Bauch zog noch immer, ihr Kopf schmerzte, vermutlich durch den Aufprall vorhin.. Sie blickte sich kurz um, ihre Paranoia war für einen Moment vorhanden, wollte irr einen streich spielen, wie der Schatten, der im Licht zu sehen war, welches von draußen in den Flur schien. Da stand niemand, ganz sicher nicht, jetzt würde sie nicht die Panik einnehmen.. Konzentration. Sie blickte auf den Mann, schmunzelte kurz, ehe sich ihre Hand hob und über sein Gesicht strich. "Don?", fragte sie sachte "Lass uns ins Bett gehen". Ein Satz, den sie mit Sicherheit schon in einem anderen Zusammenhang zu ihm gesagt hatte, kurz grinste sie. "Dein Rücken wird mir danken". Wieder einmal strichen die Finger über seine Wange, sie wollte ihn sanft wecken, gar nicht aus dem Schlaf reißen, aber er würde sicherlich Schmerzen haben, wenn er die Nacht so verbringt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      "Don!....Don! Sieh mal. Das habe ich ganz alleine geschafft" war David mit voller Begeisterung zu seinem großen Bruder gekommen um ihn sein Werk zu präsentieren. "Was ist denn? Ich muss Hausaufgaben machen" kam es genervt aus dem Älteren heraus, doch noch bevor r eine Antwort bekam, zog David diesen schon am Arm mit sich rüber in sein Zimmer und sah im nächsten Moment einen großer Turm voll mit Legosteinen zusammengebaut, welcher sogar höher als Don selbst gewesen war. "Das hast du ganz alleine geschafft?" war er sichtlich beeindruckt gewesen. Klar, solch einen Turm konnte jeder einfach so bauen aber zum Unterschied normaler Kinder war sein Bruder erst mal 3 Jahre gewesen. Andererseits lernte er auch gerade mathematische Rechnungen, mit denen Don erst ab 6 Jahren etwss anfangen konnte. David war in der Hinsicht ein komplettes Wunderkind gewesen, mit dem der schwarzhaarige gar nicht zurecht kam. "Ja. Hab ganz lange gebraucht" kam es wieder mit einem breiten Grinsen aus dem Jüngeren heraus. "Das hast du echt toll gemacht" mit diesen Worten wuschelte Don seinen kleinen Bruder durch die Haare und wollte auch schon das Zimmer verlassen als der andere wieder an seinem Ärmel zog. "Was ist?" fragte er nach und sah dabei das traurige Gesicht "spielst du mit mir?" kam es bedrückt aus dem kleinen Jungen heraus woraufhin Don seufzte. "Ich kann nicht. Ich muss noch was für die Schule machen"...."Ich kann dir doch helfen?" bei diesen Worten fingen seine Augen wieder zu funkeln an. Don konnte einfach nicht Verstehen wie es sein konnte, dass David sich auf solche Arbeiten freute. Aber auch so verlockend das Angebot gewesen war, Don wusste, dass es falsch wäre. "Nein, das geht nicht" meinte er dann etwas schärfer, befreite sich aus dessen Griff und begab sich dann schon in sein Zimmer, schloss die Türe hinter sich und versuchte sich wieder auf die Aufgaben zu konzentrieren, doch egal wie lange er das tat....die Lösung kam trotzdem nicht. Das war nunmal der Nachteil gewesen zwischen Geschwister welche 5 Jahre auseinander lagen vom Alter her. David sah mal die Hausaufgaben welche Don zu erledigen hatte und komnte Großteils ihm schon, gerade in Mathematik, einfach aus dem Kopf heraus die lösungen ansagen. Doch als es aufflog, dass der Jüngere für ihn die Aufgaben machte, wurde alles nur mehr haotischer. Familienmässig als auch Schulmässig, weshalb er sich ab den Tag schwor, dies nie wieder zu machen. "VERSCHWINDE. LASS MICH IN RUHE. ICH HABE NICHTS GETAN" kam im nächsten Momemt der Augenblick in seinem Kopf als Don seinen Bruder im Krankenbett erblickte, zu ihm ging und für ihn da sein wollte. Doch schien dieser schlimmer angeschlagen zu sein als was selbst die Ärzte vermuten. Don hatte da das erste Mal das Gefühl gehabt als hätte er als groserbruder versagt. Er wollte David immer beschützen, immer da sein wenn er ihn brauchte und nun wsr es der schwarzhaarige, der nicht einmal mehr wusste was er tun konnte um seinen Jüngeren zu helfen.


      Aus seinem Schlaf gebracht, spürte er plötzlich, ich wie jemand seinen Namen leise rief und sanft über seine Wange fuhr. An dieses Gefühl könnte er sich wirklich gewöhnen. Als der schwarzhaarige seine Augen öffnete und sich mit der freien Hand über die Augen strich um etwas klarer sehen zu können, richtete er seinen Blick auf die Hand, gefolgt vom arm um zu sehen von wem dies kam und sah Waleria neben sich, welche ihn sanft weckte. Sie war immernoch hier. Ein leichtes aber müdes Lächeln kam wieder auf seine Lippen und als er sich gerade etwas aufsetzen wollte, da die Position doch etwas unangenehmer wurde, spürte er schon leichte schmerzen im Rücken, weshalb er kurz das Gesicht verzog. Ja! Das war wirklich keine gute Idee so am Sofa einzuschlafen obwohl er sonst keine Probleme hatte wenn er darauf schlief. "Ich glaube der hat sich gerade dafür bedankt" kam es scherzen aus ihm heraus, streckte sich kurz bevor er die Fernbedienung in die Hand nahm um den DVD Player sowie den Fernseher abzudrehen. Kurz wandte er auch seinen Blick noch auf die Uhr, welche gerade erst 23.30Uhr anzeigte. Waren beide wirklich auf dem Sofa eingeschlafen? Gähnend stand er auf, hielt ihr anschließend die Hand hin um dabei zu helfen aufzukommen, ging weiter mit ihr ins Schlafzimmer, zog sich dort sein Hemd sowie die Hose und Socken aus, sodass er nur mehr in Shorts da stand und legte sich weiter ins Bett. Don war dies nicht peinlich gewesen denn schließlich hatte sich beide ja auch schon nackt gesehen gehabt. Warum also sollte es diesmal anders sein? Weil sie etwa nüchtern waren? Der Agent wollte auch nicht wirklich viel darüber nachdenken, weshalb er sich die Decken schnappte, wartete bis Waleria neben ihm lag, beide damit zudeckte um es sich gemütlicher zu machen bevor beide einschlafen würden. Ob sie wieder kuschelnd einschlafen wollte wie am Sofa, überließ Don Waleria ganz alleine da er nicht gerade klammern wollte. Wenn er was bei Frauen lernte dann, dass sie sowaß gar nicht wollten und Don wsr auch jetzt nicht besonders der klammende Typ gewesen. "Gute Nacht" sprach er leise aus und schloss im nächsten Moment wieder seine Augen. Hätte er ihr einen gute Nachtkuss geben sollen? Wenn er daran dachte was am nächsten Tag passiert war, nachdem die beiden sich Nahe gekommen waren und sich beide sich verraten dem anderen gegenüber fühlten obwohl Don mit seiner Perspektive komplett falsch lag, wollte er natürlich jetzt nichts falsches machen. Wer wusste denn schon ob sie dies auch wollte geschweige denn darauf reagierte. Konnte ja auch sein, dass sie ihm dafür eine knallt. Daher ließ er es lieber bleiben und versuchte wieder einzuschlafen was nicht schwer fiel nach dem angenehmen Duft, welcher von der Agentin neben ihm ausging, was ihn nur wohler fühlen ließ. Er war nicht alleine.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Don öffnete seine Augen und kaum war ein Lächeln auf seinen Lippen zu sehen musste auch Waleria lächeln, sie freute sich sogar einen Moment darüber, dass er so reagierte. Es war für sie beide besser gewesen ins Bett zu gehen, sich dort gemütlicher zu machen und der Mann ging ihrer Bitte nach, hielt ihr die Hand hin, um ihr beim aufstehen zu helfen. Es fühlte sich alles so.. Normal an, als wäre nichts dabei, als würden sie es schon immer so machen und würden es weiterhin tun. Sie folgte dem Mann ins Schlafzimmer, er zog sich aus, da die Blondine aber nichts unter seinen Sachen an hatte krabbelte sie so zu ihm langsam unter die Decke, die noch relativ kalt war. Seine Haut war es nicht, die nackte Haut, die sie zu spüren bekam fühlte sich warm an, vor allem weich, ein ganz anderes Gefühl, als es das letzte Mal war, als sie diese anfasste. Sie waren nüchtern, oder eher relativ nüchtern gewesen, hier ging es kein einziges Mal um Sex, es ging um das Gefühl nicht allein zu sein und wenn sie ehrlich war, dann wollte sie es genau so, wie es war. Don musste ihr nicht das Oberteil über den Kopf ziehen, er musste seine Lippen nicht auf ihrer nackten Haut ablegen, auch wenn diese Vorstellung doch schon verdammt reizend war.
      Waleria kam ihm näher, lehnte ihre Stirn gegen die nackte Brust, die neben ihr zu finden war und schloss ihre Augen, so könnte sie jeden Abend einschlafen, das fühlte sich noch besser an, als die Müdigkeit nach einem harten Training. "Gute Nacht", hauchte sie zurück, schmunzelte für einen Moment, denn ihr Kopf wollte das alles schon wieder hinterfragen und das wollte sie selbst nicht. Einfach genießen.. Manche Sachen genoss man einfach und schwieg und das versuchte die Blondine auch, während sie die Müdigkeit schon in ihren Knochen spürte.

      Wie lange sie schon wach im Bett neben Don gelegen hatte wusste Waleria selbst nicht, aber an ihrer Müdigkeit änderte es nichts. Es war warm unter der Decke, es fühlte sich alles gut und richtig an, aber die anfängliche Paranoia wollte sie nicht los lassen. Der Mann neben ihr schien zu schlafen, ihre Fingernägel hatten ihn eine Zeit lang gekrault, kaum hatte er sich auf die andere Seite gedreht, aber selbst von dieser monotonen Bewegung kam kein Schlaf über sie herbei. Was ihr Problem war wusste sie selbst nicht, was die Lösung dafür war schon mal gar nicht, deshalb erhob sich die Frau langsam und vorsichtig aus dem Bett, um dad Schlafzimmer zu verlassen und die Tür leise anzulehnen. Eine Zigarette half ihr öfter, wenn es stressig wurde, auch wenn sie sich selbst nicht als einen sehr regelmäßigen Raucher bezeichnen würde, ein Glas Wasser könnte ihren Magen beruhigen, vielleicht ein wenig frischer Luft.. Sie blickte sich nach ihrer Handtasche um, nahm ihre Zigaretten raus, gleich auch das Handy, um in der Küche eines der Fenster zu öffnen. Es war kalt draußen, aber die Kälte könnte hilfreich sein, außerdem sollte der Rauch nicht in die Wohnung dringen.
      Adam hatte ihr mehrmals geschrieben, daß neue Handy, welches er ihr gegeben hatte war provisorisch, aber es reichte für den Anfang.
      A: "Ist alles okay?"
      A: "Larcksen ist unzufrieden, dass du nicht in der Zentrale bist.. Er fragt, wie es dir geht".
      A: "Melde dich mal bitte..".
      A: "Der Vorstand hat beschlossen, dass du unter tauchen sollst.. Es ist zu gefährlich für dich, wenn du hier bleibst..".
      Die letzte Nachricht war vor wenigen Minuten angekommen, es war drei Uhr in der Früh, ob Waleria überhaupt irgendwie geschlafen hatte? Sie seufzte, zog an ihrer Zigarette und blickte nach draußen. Vielleicht sollte sie jetzt ihre Sachen nehmen und auf den Vorstand hören. Sie konnte Don hier nicht einfach alleine lassen.. Aber Abschiede waren nicht ihrs.. Sie war nicht gut darin.
      W: "Wann würde der nächste Flug gehen?"
      Sie brauchte einen Moment, um sich zu entscheiden, aber die andere Frage war, ob sie Zeit hätte , um sich noch einmal neben den Agent ins Bett zu legen, sich von ihm irgendwie zu verabschieden, für wie lange sie auch immer weg sein sollte.
      A: " Drei Stunden.. Packst du das? Wo soll ich dich abholen lassen?".
      Ob sie das packen wird? Es war eine der vielen Fragen, auf die Waleria keine Antwort hatte, aber sie musste es, sie musste es packen, wie sie es bisher getan hatte. Gegen den Vorstand konnte sie sich nicht auflehnen, ganz gleich, was sie wollte.. Sie schrieb Adam die Adresse, unter der sie gerade war, bevor sie sich im Badezimmer ihre Sachen ansah, die noch nass in der Maschine waren. Sie wurden mitgenommen, die Frau würde sowieso Sachen mitnehmen müssen aus ihrer Wohnung, sie musste ihren Pass raus suchen, vielleicht war es besser still die Wohnung zu verlassen? Ihr Blick glitt zum Schlafzimmer, sie blickte durch die Tür leise rein, es war schön, aber man sollte doch immer aufhören, wenn es am Schönsten war, oder nicht? Sie ging, ohne sich richtig zu verabschieden, sie zog die Tür so leise es möglich war hinter sich, um seufzend das Gebäude langsam zu verlassen, es schmerzte noch immer alles, aber sie tat, was sie tun musste.. Und hinterließ einen Zettel, mit dem es einfacher war, als mit wirklichen Worten. Aber Waleria wusste, dass es vielleicht nicht für immer war.
      Ich bin nicht sehr gut in Abschieden,ich bin eigentlich wahnsinnig schlecht darin, genauso wie mit diesem ganzen anderen Kram, der dazu gehört, aber zu gehen, ohne dir wenigstens eine Nachricht zu hinterlassen fühlte sich sehr.. Komisch und schlecht an, auch wenn ich gewiss irgendwo ein schlechter Mensch bin..
      Mein Vorstand hat beschlossen, es wäre das Beste, wenn ich vorerst untertauche, wenn ich aus den Staaten verschwinde, denn auch wenn Igor im Gefängnis ist heißt es nicht, dass die Gefahr vorüber ist. Ich weiß nicht, wohin ich fliege, ich weiß auch nicht, wie lange ich dort sein werde, aber ich danke dir für alles, einfach für alles. Ich glaube, ich brauche nicht aufzuzählen, was das alles beinhaltet, aber auch wenn du so viel für mich getan hast bitte ich dich dennoch um einen Gefallen.. Pass bitte auf David auf und vor allem auch auf dich!

      Waleria

      P.S. Das nächste Essen geht definitiv auf mich!

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      06.00 Uhr Morgens. Dies war das Erste was sich Don zeigte als er seine Augen öffnete, sich mit zwei Finger drüber strich bevor er seinen Blick darauf fallen ließ. Es war lange her gewesen, dass er wirklich mal ruhig geschlafen hatte. Als er dann auch noch seine Hand auf die Seite legte um nach Waleria zu greifen, spürte er im nächsten Moment aber nur Leeres neben sich. War sie etwa schon aufgestanden? Als er seinen Blick auf die andere Seite des Bettes fallen ließ, war dort wirklich niemand zu entdecken weshalb er sich aufsetzte und sich im Zimmer umsah. "Wal?" rief er, doch keine Reaktion. Daher stand er auf, zog sich ein frisches Shirt und kurze Hose an, blickte ins Badezimmer, aber auch da war niemand. Daher begab er sich als Nächstes ins Wohnzimmer mit der offenen Küche um zu sehen ob sie dort war, doch auch da war nichts als gehende Leere. "Waleria?" rief er erneut ihren Namen. Don hätte eigentlich mit einer Reaktion gerechnet aber zu seiner Enttäuschung blieb es weiterhin ruhig. Wo war sie bloss hinverschwunden? Etwa Frühstück holen? Wenn ja, hätte sie ihm ja Bescheid geben können? Kurz suchte er noch nach seinem Handy, welches er bei seinen Sachen fand, wählte die Nummer der blondhaarigen und wartete darauf, dass diese auf der anderen Leitung abnahm doch stattdessen kam er in die Sprachbox "Der gewünschte Teilnehmer ist momentan nicht zu erreichen. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut" sprach die freundliche Stimme. Doch gab sich Don damit nicht zufrieden weshalb er es wieder probierte, doch auch da kam wieder nur die Sprachbox. Ist ihr etwa wieder was passiert? Don dachte darüber nach Adam anzurufen. Vielleicht wusste er ja wo Waleria gewesen war? Doch noch bevor er die Nummer des anderen wählen konnte, erblickte er einen Zettel auf seinem Tisch, welcher gestern Abend noch nicht da gelegen hatte. Daher begab er sich zu diesem rüber, nahm das A4 Blatt in die Hand und laß sich die Zeilen durch, welche wohl an ihn gerichtet waren. Umso mehr er aber von den Wörter laß umso weniger konnte er glauben was ihm da präsentiert wurde weshalb er einen kurzen kalten Lacher von sich lassen musste. Dass der Vorstand beschloss, dass Waleria untertauchen sollte um ihre Deckung geschweige denn ihr Leben zu schützen war für den Agent klar gewesen. Schließlich würde er vermutlich als Vorstandsmitglied nicht ander handeln wenn es um die Sicherheit der eigenen Leute ging aber, dass sie wirklich ging ohne sich persönlich zu verabschieden? "aber zu gehen, ohne dir wenigstens eine Nachricht zu hinterlassen fühlte sich sehr..schlecht an" egal wie oft er diesen Satz sich durchlas. Es wurde nicht besser. Don fühlte sich wie abgestempelt. Sie hatten zwar keine Beziehung gehabt aber dennoch waren sie auf irgendeine Art und Weise doch verbunden, oder? Saßen sie nicht gestern noch gemeinsam am Sofa und hatten nicht über intensive Themen gesprochen gehabt? Hatte ihr all dies nichts bedeutet? Schnell schüttelte er den Kopf bevor er noch mehr darüber nachdenken konnte. Vermutlich interpretierte er da zuviel rein und sah die ganze Sache komplett anders als Waleria. Vielleicht war sie ja auch deswegen verschwunden. Mit einem Seufzer legte er den zettel wieder auf den ursprünglichen Platz zurück, begab sich ins Badezimmer um dort eine Dusche zu nehmen bevor er anschließend ins Schlafzimmer ging, sich dort ein frische Short, ein neues Shirt, passende Hose, Socken und Jacke drüber zog und sich auf den Weg aus der Wohnung, runter in die Garage und Richtung Krankenhaus fuhr. Schließlich hatte sie ihn ja darum gebeten sich um David zu kümmern und da er sowieso genug Zeit hatte würde er dies auch machen. Unterwegs wählte er nochmals die Nummer von der blondhaarigen Agentin, doch auch da kam wieder nur der Anrufbeantworter. "Dann halt nicht" kam es schon sauer aus ihm heraus, warf das Handy in ein kleines Fach und konzentrierte sich weiter auf den Verkehr. Es dauerte noch gut 20 Minuten mit dem Stau auf der Hauptstraße bis er schließlich vor dem Krankenhaus parkte und dieses anblickte. Wenn er daran dachte wie es ihm gestern ging, würde sein Magen gleich komplett wieder alles umdrehen. Doch stattdessen atmete er tief durch, stieg aus, schloss ab und begab sich ins Geböude rein, wobei er gleich zum Aufzug zusteuerte und den Knopf für den 3ten Stock drückte. Kurz darauf ging er schon auf das Zimmer von David zu, welcher bereits wach gewesen war und seinen älteren Bruder mit einem erfreuten Lächeln begrüßte. "Hey Don" war dieser glücklich über seinen Besuch gewesen. "Hey Brüderchen" begrüßte er ihn ebenfalls herzlich und legte seine Hand auf die Schulter seines Dad's, welcher in Gegensatz zu ihm ziemlich müde aussah "Hey Dad" begrüßte er auch diesen. "Donnie" kam es müde aus ihm heraus, schenkte seinem Älteren aber dennoch ein Lächeln "Bist du alleine hier? Ich dachte Waleria wäre bei dir?" wollte David gleich wissen der auch seinen Blick aus dem Zimmer werfen ließ um sie dort vielleicht zu erblicken doch stattdessen sah er nur die ganzen Krankenschwestern welche umher wanderten. "Nein. Ihr ist leider etwas dazwischen gekommen. Aber sobald sie Luft hat, kommt sie dich sicher besuchen" versuchte er den Jüngeren aufzubauen auch wenn dies gelogen war. "Kann man nichts machen" nahm er es positiv auf was Don etwas beruhigte. Eine Weile unterhielten sich die drei Männer noch bevor dann einer der Ärzte zu ihnen reinkam und nochmals eine Untersuchung bei David machte. "Wenn es soweiter geht, kann er heute noch das Krankenhaus verlassen" sprach die Schwester zuversichtlich wobei sich sein Vater bedankte und diese wieder rausging. "Na das hört sich doch gut an, oder? Und sobald wir zu Hause sind, koche ich erstmal dein Leibgericht" versprach ihn sein Dad woraufhin David's Augen zum funkeln anfingen. "Kommst du auch?" wollte er wissen woraufhin Don lächelte "Ich lass mir doch keine Steak's entgehen" musste er kurz lachen. "Entschuldigt mich kurz" mit diesen Worten verließ er schon das Zimmer, begab sich zu einer der Schwestern und fragte nach Igor Femin's Zimmer sowie dessen Zustand, welches am Ende des Ganges gewesen war auf welches er auch gleich zusteuerte. Beim Zimmer angekommen, öffnete er vorsichtig die Türe und begab sich auch hinein woraufhin aber nur die Maschinen zu hören waren, an welchen er angehängt war. Bei der Operation gab es wohl Komplikationen da Don die Aterie getroffen hatte weshalb Igor auch viel Blut verloren hatte. "Agent Walker" kam es schwach aus diesem heraus als der Russe die Augen öffnete. "Eigentlich habe ich mehr....mit Agent Sobolew gerechnet" musste er kalt lächeln woraufhin Don ihn nur gefühllos ansah und die Arme vor der Brust verschrenkte "Sie lässt Sie schön Grüßen und hofft auf einen schnellen Tod für Sie" kam es kalt aus ihm heraus "Was wollen Sie noch von mir?"


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Der Kloß im Magen wurde mit jeder Etage größer, die der Aufzug runter fuhr. Waleria fühlte sich elendig, sie fühlte sich schlecht und vor allem tat ihr alles weh, was nur wehtun konnte. Es war nicht die feine englische Art, die sie jetzt an den Tag brachte, aber was sollte sie tun? Don um drei Uhr morgens wecken, um ihm tschüss zu sagen? Er brauchte den Schlaf, außerdem.. Vielleicht würden sie sich ja wieder sehen? Wer wusste das schon.
      "Agent Sobolew". Sie wurde unten an der Tür erwartet, einer der CIA Agents holte sie ab, um sie zum Auto zu begleiten, welches mit laufenden Motor an der Straße stand. Die Frau nickte dem Mann zu, setzte sich hinten hin, um sich anzuschnallen und ein Telefon gereicht zu bekommen, während der Fahrer los fuhr. "Als erstes wird das Handy ausgeschaltet", Adam hörte sich so an, als würde er Betriebsanweisungen vorlesen. "Hast du das, worum ich dich gebeten habe?". Waleria griff zu ihrem Ersatzhandy und schaltete es aus. "Liegt auf dem Beifahrersitz" , der Mann seufzte, da blickte die Blondine hin und sah einen großen Umschlag, den sie an sich nahm. "Willst du mir verraten, wofür du die Akte von Alejandro Fernandez brauchst?". Er schien es nicht zu verstehen, aber das war der Frau unwichtig, sie öffnete den großen Umschlag und blickte rein. Alejandro Miguel Rodrigo Rhoeda Fernandez stand maschinell geschrieben auf der Akte, die dort zu finden war, ein kurzes Lächeln bildete sich damit auf den Lippen der Blondine. "Ich muss etwas wieder gut machen", erklärte sie und steckte die Akte wieder zurück, um sie neben sich zu legen. "Etwas wieder gut machen?". Adam verstand es noch immer nicht.. Aber vielleicht war es auch besser so. "Ist unwichtig.. Lies mir lieber die weiteren Anweisungen vor". Der Informatiker seufzte, bevor er Zettel in die Hand nahm. "Du brauchst deinen Pass, deinen Laptop und alles, was auf dich zurück schließen kann". "Dann muss ich in mein Appartement.. Dann kann ich gleich ein paar Klamotten einpacken.. Ah und ich muss beim FBI kurz vorbei". "Warte warte.. Wir haben keine Zeit für so etwas! Außerdem.. Ich kann dich nicht in dein Apartment lassen, das ist ein Teil der Beweismittel". Waleria seufzte. "Ich muss, da liegt alles.. Und ich muss beim FBI vorbei, ob du willst, oder nicht.. Wir kriegen das hin.. Wo fliege ich hin?". "Kolomenskoje.. Ein kleines Dorf in der Nähe von Moskau.. Ein schöner Ort, du wirst bei einer älteren Dame wohnen..". Adam erzählte weiter, was die Blondine erwarten wird, worauf sie sich vorbereiten sollte.. Ihre Gedanken schweifen ab, während sie wieder zu dem Umschlag neben sich sah. In ihrer Handtasche suchte sie nach einem Stift, um in ihrer Handschrift den Empfänger dafür drauf zu schreiben. 'Zu den persönlichen Händen von Special Agent Dominic Walker'
      Es war eine Wiedergutmachung, gleichzeitig ein Versprechen für eine spätere Zeit, eine Entschuldigung für ihre Flucht. Waleria wollte es sich nicht eingestehen, aber sie vermisste diese Wärme, die er ihr gegeben hatte, die Nacht war kalt, das Auto war kalt, aber es würde ihr nichts bringen sich daran zurück zu erinnern, an dieser Erinnerung zu hängen, sie musste nach vorne schauen, ihre Arbeit machen und das tun, was man von ihr verlangte.

      Es hatte keine Stunde gedauert, bis die Agentin an ihrem Apartment war, um mit Handschuhen über den Händen schnellstens Sachen zu holen. Sie wusste, wo sie ihren Pass hatte, wo ihre Unterlagen lagen, ihr Laptop war.. In den Koffer landete nur das Nötigste, umziehen konnte sie sich am Flughafen noch, die Zeit saß ihr im Nacken. Viel nahm sie nicht mit, aber genug vorerst, um damit klar zu kommen. Ein kurzer Blick im Badezimmer in den Spiegel ließ sie lächeln, sie sollte Don vielleicht seine Sachen zukommen lassen, aber andererseits hätte die Blondine so einen Grund gehabt irgendwann vor seiner Tür zu stehen, oder vor seinem Büro, denn sie hatte nicht nur die Hoffnung, er würde seine Arbeit wieder bekommen, sie war sich dessen irgendwo auch sicher. "Wir können", verkündete sie dem Agent, der sie begleitet hatte, dieser nickte, hielt ihr die Tür auf, im Vorbeigehen ergriff Waleria noch ihre Jacke, es würde kalt sein, Mitten im Russland!
      Sie fuhren weiter, an der FBI Zentrale wurde Halt gemacht, sie brauchte nicht lange, musste lediglich den großen, dicken Umschlag in den Briefkasten werfen, über die Post wäre es ihr zu gefährlich, jemand könnte an die Daten dran kommen, so sollte es auf seinem Schreibtisch landen, so konnte er es gebrauchen.. Doch auch wenn einige Erinnerungen und Gedanken mit der Zentrale verbunden waren, Waleria hielt sich nicht auf, sie stieg wieder in den Wagen, mit dem laufenden Motor, um gleich auf die Uhr zu sehen. Es war halb Fünf, eine gute Zeit, vor allem war sie im Zeitplan, um den Flieger um sechs Uhr zu nehmen. Sie fuhren zum Flughafen, Waleria zog sich um, löste ihr Ticket ein und stieg pünktlich in das Flugzeug, um mit dem Moment abzuheben, als Don seine Augen öffnete. Ein wenig traurig blickte sie aus dem Fenster zurück, die Staaten wird sie vermissen, ihn wird sie vermissen, aber die tat, was getan werden musste.

      Brief im Umschlag
      Hi Don,
      Oder sollte ich eher 'Agent Walker' schreiben? Ich bleibe bei Don..
      Ich habe noch einmal überlegt und kam zu dem Entschluss, dass ein simpler Zettel in deiner Wohnung nicht so ganz reicht und vor allem nicht so gut ankommen wird, vermutlich, aber vielleicht stattdessen ein kleines Geschenk, oder viel eher eine Möglichkeit deinen Job und damit auch deinen Arsch zu retten. Falls das gar nicht mehr notwendig ist, dann überspringe einfach alles und verbrenne den Inhalt des Umschlages, oder mach damit was anderes.. Dann brauchst du auch nicht writer zu lesen, solltest du aber dennoch noch eine Anregung brauchen, um deinem Boss was auf den Tisch zu legen, sehe ich mich in diese Hinsicht sehr gnädig und rette dir mal deinen Arsch, bisher war es eher anders herum geschehen. Denn wenn der nicht gerettet ist, wer wird mit zukünftig meinen retten?
      Warum ich das tue? Ganz simpel.. Ich finde dieses Gefühl wahnsinnig gut, auch mal der Retter in der Not zu sein! Nein, denk dir deinen Grund, wenn du einen brauchst.. Ich fühle mich mit verantwortlich dafür, dass du den Job verloren hast und auch, wenn ich noch ein klein wenig wegen der Sache mit dem Verhör nachtragend bin, aber nur ein klein wenig, hätte es alles vorher anders laufen können, dann wäre es dazu nicht gekommen. Ja, ich weiß, hätte hätte.. Aber wir reden einfach nicht mehr darüber und du tust mit dem Inhalt, was auch immer du tun willst, ich denke aber, du wirst das Richtige tun. Und ja, ich habe selbst schon an die Konsequenzen gedacht, die dabei für mich entstehen werden, du brauchst dir keinen Kopf darüber zu machen, nimm es einfach an, bitte...
      Und.. Weil der Zettel in der Küche vielleicht auch damit nicht ausreicht hat.. Ich fand den Abend wirklich schön mit dir. Danke

      Waleria
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      "Ich will Antworten" kam es kühl aus dem Agenten heraus welcher seinen Blick immernoch fest auf den verletzten Russen gerichtet hatte, dessen Fuß komplett einbandagiert war. "Und warum sollte ich Ihnen diese liefern?" versuchte er Don's Geduld auf die Probe zu stellen. Doch anstatt, dass das passiert, konnte sich der Agent selbst einen kurzen Lacher wieder nicht verkneifen, lockerte seine Arme vor der Brust und begab sich näher zu Igor bevor seine Hand mit Absicht auf die Wunde gedrückt wurde sodass der Russe einen kurzen Schmerzenslaut von sich gab. "An Ihrer Stelle würde ich nicht damit anzufangen zu verhandeln"...."Sie verdammtes Arschloch. Gut, ich gebe Ihnen die Antworten, wenn ich als Gegenleistung Katja wieder bekomme. Ich weiß, dass Sie für ihr Verschwinden verantwortlich sind" sprach dieser plötzlich aus was Don nur verwirrte. Katja? Was hatte die ganze Sache mit Waleria zu tun gehabt? Aber wenn er sie gefangen gehalten hatte um an Katja zu kommen, schien wohl ihre wahre Identität nicht aufgeflogen zu sein. "Und was hat die russische Mafia von ihrem Aufenthaltsort?" versuchte er so ein paar Informationen zu bekommen. "Die Informationen, welche Sie benötigen um die Mafia hoch zu nehmen" versuchte dieser doch mit dem Agenten zu handeln. Ob dies aber klappte wusste Igor selber nicht. Don wusste jedoch nicht ob er diesem glauben sollte. Igor spielte sicher sein eigenes Spiel und sobald er ihm sagte wo sich Waleria befand, würde er seine Leute selbst vom Knast aus auf sie hetzen bevor er selbst die Chance dazu hätte die restlichen Mitglieder fest zu nehmen. "Alejandro Fernrandez" ließ er anschließend den Namen über seine Lippen kommen woraufhin Igor ihn etwas fragend anblickte. "Alejandro leitete die gesamte Operation. Katja ist für ihn sowas wie ein Schatz. Deswegen hat er uns auch beauftragt Agent Sobolew festzunehmen um an Katja wieder zu kommen nachdem sie nach der Schießerei in der Bar mit Ihnen verschwunden ist" erklärte er ihn Kurzfassung "Und was hat es sich mit dem Anschlag auf die Los Angeles - Regierung zu tun?"......"Anschlag? Von solch einen weiß ich nicht" bei diesen Worten dauerte es nicht lange bis er wieder einen Schmerzenslaut von sich ließ da Don erneut auf die Wunde drückte "Ich weiß es wirklich nicht" stöhnte dieser aus wobei der schwarzhaarige wieder den Griff lockerte. "Wenn Sie genauere Informationen haben wollen, müssen Sie Alejandro selber schnappen" kam es noch mit einem schmervollen Ton aus ihm heraus. Igor zog hier defintiv den Kürzeren. Somit hatte er doch keine andere Möglichkeiten gehabt als dem Agenten all das zu sagen was er wusste. "Und wie schnappe ich ihn?" wollte Don noch wissen woraufhin Igor meinte, dass man ihn nur zu Gesicht bekam, wenn er es selber auch wollte.
      Nach einiger Zeit verließ er dann auch schon das Krankenzimmer von Igor Femin, strich sich draussen durch die Haare bevor sein Handy dann auch schon zum vibrieren anfing wobei er das kleine Gerät aus der Tasche holte und die SMS durchlas, dass sein Boss ihn sehen wollte. Was wollte er denn noch? Don hatte doch sozusagen gekündigt? Aber vermutlich brauchte er noch die schriftliche Bestätigung um dies auch den oberen Leuten hinzulegen. Daher begab er sich noch schnell zu David und seinem Dad um ihnen mitzuteilen, dass er vorher noch ins Büro musste bevor er nachträglich nach Hause kommen würde. Kurz darauf war er schon auf den Weg in die Zentrale wo er vom Krankenhaus aus nach gut 15 Minuten ankam, unten in der Garage den Wagen parkte, in den Aufzug stieg und auf den Weg in sein Büro sein Handy wieder rausholte und überlegte es nochmal zu versuchen Waleria zu erreichen. Doch würde diese sowieso wieder nicht rangehen bzw. er Bekanntschaft mit ihrem Anrufbeantworter machen. Daher schloss er die Möglichkeit wieder aus, packte es ein als im nächsten Moment schon die Türen des Aufzugs aufgingen und er direkt zu seinem Büro zugehen wollte als ihn Lucas abfing. "Hey, wie geht es Agent Sobolew und David?" fragte er nach sowie wandten auch Brian und Diana seine Blicke auf Don "David kommt heute wieder nach Hause und Agent Sobolew dürfte es auch gut gehen" meinte er kurz dazu bevor er schon weiter in sein Büro ging. Ja, wie ging es Waleria eigentlich? Die Frage schoss ihm auch schon die ganze Zeit durch den Kopf. Aber ihr schien es wohl Bestens zu gehen, wenn sie schon die Kraft hatte einfach seine Wohnung zu verlassen. In seinen kleinen 4 Wänden angekommen, legte er erstmal die Jacke über den Sessel als ihm ein Umschlag mit seinem Namen auf dem Tisch auffiel: 'Zu den persönlichen Händen von Special Agent Dominic Walker' wer schickte ihm das? Um sich die Frage schnell zu beantworten, öffnete er diesen auch, nahm eine Akte mit dem Namen von Alejandro Fernandez raus sowie einen Zettel, welcher wohl an ihn gerichtet war und sich auch gleich durchlas. Ein kleines Lächeln glitt über seine Lippen als er immer weiter und weiter las. Einerseits war er eigentlich sauer auf sie gewesen, dass sie ihm ständig Briefe hinterließ anstatt mit ihm persönlich zu reden aber andererseits war er auch wieder dankbar gewesen für ihre Hilfe seinen Job zu retten. Warum machte sie es ihm nur so schwer, sie zu hassen? Don wollte einfach dieses miese Gefühl mit Wut und Hass wegspülen aber es ging nicht. Auch wenn sie einfach ging, schaute sie dennoch darauf, dass es ihm gut ging. "Ich fand den Abend wirklich schön mir dir" //Ging nicht nur dir so und dennoch....//, weiter kam er mit seinen Gedanken nicht da es ihn sonst wieder nur wütend machen würde. Daher pakte er die Akte von Alejandro, sah sich diese durch in der alle Informationen standen welche er brauchte um sich kurz darauf schon auf den Weg zu seinem Boss machte. Ein Stockwerk über ihn angekommen, klopfte er auch gleich an desen Türe woraufhin gleich ein "Herein" zu hören war. "Ah, Agent Walker....nehmen Sie doch Platz"....."Wenn sie mich kündigen wollen, dann brauche ich ja nur was unterschreiben" kam es mit einem eher kühleren Ton aus ihm heraus. "Wie geht es Ihren Bruder?" wollte dieser erstmal wissen was Don doch etwas stutzig werden ließ. "Ähm dem geht es den Umständen entsprechend gut. Laut Ärztin darf er heute schon das Krankenhaus verlassen"..."Klingt doch gut. Es freut mich, dass es nicht schlimmer ausfiel und er gut genest" versuchte sein Chef den Agenten aufzubauen. Jedoch dauerte es nicht lange bis er schließlich zum ernsteren Teil kam was die Kündigung und den Fall betraf. Don legte ihm dazu auch schon die Fallakte von Alejandro vor, welche sich der Chef persönlich aussah und auch schon auf das Gespräch darauf einging.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      Neunzehn Stunden Flug und elf Stunden Zeitverschiebung machten einiges mit der Blondine, die die Zeit über viel nach gedacht hatte. Es war Mitten in der Nacht, als sie in Moskau aus dem Flugzeug ausstieg und ihr Gepäck abholte, sie fühlte sich müde, wahnsinnig müde, aber es würde sich nicht mehr lange nehmen, dann würde sie ins Bett steigen können, alleine.. Mit diesen Gedanken durfte sie nicht wieder anfangen, auf dem Flug hatte sie genügend Zeit gehabt, um einfach über all das nachdenken zu können, was passiert war. Die russische Mafia, Don, David, ihre Entscheidung dem FBI Alejandro zu übergeben.. Katja würde jetzt Geschichte sein, stattdessen musste sich die Agentin etwas Neues überlegen, versuchen ganz anders an die Sache heran zu kommen, auch wenn es mit Sicherheit einige Zeit dauern wird. Ob sie zurück in die Staaten kommen würde stand in den Sternen und wenn ja, stand auch die Dauer ihres Aufenthaltes hier in Russland in den Sternen.. Sie erblickte einen Mann im schwarzen Anzug, der sie musterte, es war mit Sicherheit der Überbringer ihrer Nachrichten, aber er blieb stehen, als sich die Blondine auf ihn zubewegte, sie stellte sich neben ihn hin und setzte sich auf ihren Koffer drauf, während ihre Augen die Menschen musterten. "Agent 32145 bestätigt seine Ankunft", sie sagte es so beiläufig, wie es nur möglich war, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, auch wenn die wenigen Menschen hier Mitten in der Nacht anderes vor hatten, als sich um die CIA zu kümmern, sie waren mit anderen Sachen beschäftigt, aber man wusste nie, wer hier wirklich auftauchte. "Agent Sobolew..", sie wurde mit einem knappen Nicken begrüßt, der Mann blickte dennoch nicht zu ihr, er widmete sich den anderen Menschen, ganz genau wie sie. "Anweisungen?", fragte sie gleich, ehe er in sein Jackett griff, um ein Telefon raus zu holen, welches ihr überreicht wurde. Eine Nummer war gespeichert, eine Nummer, die sie gut auswendig kannte.
      Es dauerte einen Moment, bis man abhob. "Bist du gut angekommen? Wie war der Flug?". Auf Adam war immer zu zählen. "Gut", erwähnte sie eher beiläufig. "Ich bin hundemüde". "Kann ich gut verstehen.. Hast du dich an die Anweisungen gehalten?". "Ich bin in Amsterdam eine Stunde durch den Flughafen gelaufen, um eine mögliche Spur zu verwischen und habe mich umgezogen, wie erwünscht". Es war nicht das erste Mal in ihrem Leben, dass sie untertauchen musste, dass ihr das auferlegt wurde. "Wir dürfen nicht riskieren, dass dir jemand gefolgt ist", Adam seufzte. "Du weiß, dass sie deinen Kopf wollen.. Wir müssen das aussitzen, bis sie die Fährte zu dir verloren haben und du weiter ermitteln kannst.. Wir müssen uns noch etwas für Katja überlegen.. Weiter gucken.. Ich weiß, es ist alles schwachsinnig, aber dem Vorstand ist es zu gefährlich, dich jetzt weiter ermitteln zu lassen". "Und was ist mit David? Mit Don? Mit ihrem Vater? Was, wenn sie sich darauf fokussieren?". Eine kurze Stille trat ein. "Sie fallen nicht in die Zuständigkeit der CIA.. Ich kann versuchen sie observieren zu lassen, wenn es dich besser fühlen lässt". Wenn es sie besser fühlen ließ.. Das waren genauso Menschen, wie sie auch, die mit da rein geraten sind! Waleria seufzte. "Ich wäre dir dankbar, wenn du vor allem auf David ein Auge werfen lässt.. Ich will nicht, dass es noch einmal zu solch einem Vorfall kommt". "Okay Boss, aber du solltest dich jetzt besser auf dich konzentrieren". Sie konnte auch einfach weiter arbeiten, was war das Problem daran? "Zwei Stunden Fahrt sind es von hier zu deiner neuen Bleibe.. Wir bringen dich ein Stück, bis du in einen Bus einsteigen kannst, damit die CIA da raus kommt.. Du wirst schon erwartet, sind wirklich nett die Leute". "Und was ist mit meinem Laptop, damit ich arbeiten kann?". Adam seufzte. "Kein Laptop.. Kein Handy.. kein möglicher Kontakt nach Außen.. Vier Wochen lang wirst du abgeschottet sein, in dem kleinen Dorf fällt jeder Fremde auf, damit solltest du sicher sein.. Mach dir die Tage ein paar Gedanken, was du dir Zeit über tun willst, wir besorgen es dir..". Die Frau lachte auf. "Und was soll ich in der Zeit tun? Vor Langeweile sterben? Adam, ich kann nicht einfach Nichts tun!". "Lern eine neue Sprache.. Fang ein Tagebuch an.. Ließ ein wenig.. Guck eine dieser russischen melodramatischen Serien! Ich weiß es nicht, Waleria.. Aber du musst dich abschotten, um jede mögliche Spur zu dir zu verwischen.. Ich besorge dir Bücher.. Kein Problem, schreib es auf, Babuschka wird wissen wie sie es mir zukommen lassen kann". "Vier Wochen?", sie seufzte. "Vier Wochen.. Du kriegst es hin.. Ich werde mich mit Anweisungen melden, sobald es möglich ist..". "Ich hasse mein Leben". Sie konnte ein Schmunzeln auf den Lippen des Informatikers raus hören. "Nein, tust du nicht und jetzt ab.. Pass auf dich auf und ich melde mich in vier Wochen".

      Zwei weitere Stunden und zwei Busfahrten später stand in der Tat ein älterer Mann an der Bushaltestelle, der auf Waleria zu warten schien. Er begrüßte sie kurz stumm, nickte ihr zu, bevor sich seine Augen unter der Mütze verengten. Es war kalt hier draußen, der Schnee stand hoch und noch dazu war es dunkel und düster, um sie herum nichts zu erkennen, kaum war der Bus abgefahren. "Ist dir nicht kalt, Kind?", fragte er sie auf russisch und erinnerte sie gleich an etwas heimisches.. Er hatte etwas von ihrem Vater. Ein wenig nickte Waleria, sie hatte zwar eine dicke Jacke mit, aber ihre Schuhe waren nicht dafür gemacht, durch den Schnee zu laufen, dazu fehlte eine Mütze, ein Schal.. "Zieh die an!". Er hatte einen Jutebeutel mit sich mit, holte dicke Handschuhe raus und eine Mütze, die sich Waleria gleich anzog, um ihm zu folgen. "Die Suppe ist schon am kochen!". Er lief vor, schien in seinem Alter dennoch gut fit zu sein, die Frau nahm ihren Koffer hoch, den konnte sie nicht durch den Schnee ziehen, bevor sie ihm folgte. Sie schwiegen den Weg über, aber das war vielleicht auch gut so, jedes Wort würde die Wärme auf ihrem Körper raus lassen und das wollte die Blondine nicht. An einer großen Hütte kamen sie an, es war ziemlich spät und düster, aber das Licht brannte dennoch in der Stube. Ihr wurde die Tür aufgehalten, es war heiß darin, es roch gut und es sah so aus, wie man sich vermutlich russische Hütten vorstellte. Die Schuhe bekam sie nur schwer aus, ihre Füße schienen zwei Eisklumpen zu sein, da eilte auch schon jemand auf sie zu. "Kind! Ein Glück du bist nicht erfroren!". Der russische Akzent, die Sprache, es schien alles noch ein wenig surreal und vor allem fremd zu sein, aber dennoch fühlte sich Waleria sofort herzlich aufgenommen, wenn auch auf die eigene Art und Weise. "Wie kann man nur so dumm sein und keine Schneeschuhe anziehen! Los, in der Stube steht schon heiße Suppe! Ich bringe dir Hausschuhe Kind!". Ja, irgendwie fühlte sie sich wirklich herzlich aufgenommen, fast schon so, wie in ihren Erinnerungen an die eigene Großmutter.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      "Woher haben Sie die Akte?" wollte er Boss wissen während er diese durchblätterte und jegliche Informationen auffielen, welche wirklich hilfreich sein konnten den Spanier festzunehmen. "Agent Sobolew war so freundlich und hat es mir hinterlassen?"...."Hinterlassen?" wandte er einen fragenden Blick auf seinen Agenten worauf Don aber nicht weiter einging. Sein Boss sollte vielleicht weniger etwas davon wissen, dass etwas zwischen ihm und Agent Sobolew gelaufen war. "Sie sollten Lucas Bescheid geben und mehr in die Sache miteinbeziehen. Er wird dann die richtigen Schritte einleiten um mit dem restlichen Team Alejandro zu schnappen" gab Don noch bekannt und wollte gerade aufstehen als sein Boss die Akte schloss, die Hände ineinander verkreuzte und einen ersten Blick auf Dominic fallen ließ. "So einfach machen ich es Ihnen nicht, Agent Walker" war dementsprechend auch sein Blick gewesen weshalb der Agent doch lieber sitzen blieb und seinen Worten horchte. "Wir wissen beide, dass er Fall über ihren Bruder nicht gerade die feinste Vorgehensweise hatte. Sie waren nicht bei der Sache gewesen, gingen nicht so an die Arbeit,wie ich es eigentlich von Ihnen kenne und als auch dann noch zusätzlich Agent Sobolew mehr in die Sache gezogen sowie entführt wurde, wurde der Fall viel zu persönlich" brachte er die Tatsachen in einem Satz auf den Punkt. "Dennoch kann ich Sie nicht einfach so gehen lassen, auch wenn es vorher von beiden Seiten anders kam. Das FBI braucht Leute wie Sie und mit der Akte hier haben wir vermutlich die Möglichkeit einen der gefährlichsten Mitglieder der russischen Mafia in LA zu schnappen. Daher werde ich meine Kündigung zurückziehen und Ihnen nochmals eine Chance geben" mit diesen Worten hielt er dem schwarzhaarigen wieder die Akte hin, welche er gleich an sich nahm, kurz öffnete um selbst reinzusehen bevor seine Augen zurück zu seinem Boss gingen "Und Agent Walker? Enttäuschen Sie mich nicht erneut" dabei lächelte dieser ihm zu was Don etwas Angst einjaggte im retorischem Sinne. Sein Chef lächelte sonst nie aber anscheinend wollte dieser ihn auch nicht gehen lassen. Mit einem Nicken stand der schwarzhaarige schließlich auf, verließ sein Büro und seufzte erstmal aus. Es wunderte ihn, dass der Boss ihm doch noch eine Chance gab um seine Fehler wieder gut zu machen. Aber mit einer Tatsache hatte er Recht: Don war bei diesem Fall nicht mehr bei der Sache gewesen. Zum einen wegen der Sorge um seinen Bruder und zum anderen war es vielleicht auch ein Fehler gewesen mit Waleria etwas anzufangen. Schließlich war es auch nicht gerade ein tolles Gefühl gewesen, dass sie verschwunden war. Doch musste er auf jeden Fall diese Gedanken verdrängen um seinen Job erledigen zu können. Dieses Mal und in Zukunft. Daher begab er sich zurück in sein Stockwerk und rief all seine Leute von der gesammten Abteilung zusammen. "Also gut. Wir haben ein Ziel" dabei rief er auf die kleinen Bildschirme, welche an der Decke hingen, die Akte von Alejandro Fernandez auf. "Dieser Mann. Es ist mir egal wieviele Gebäude, Steine oder sonst was umgedreht werden müssen um ihn zu finden. Ich will die gesamte SWAT Einheit auf den Straßen haben. Weckt alle Agenten welche nicht hier sind und setzt sie darauf an. Zusätzlich will ich mein Team und das LAPD vor der Los Angeles Regierung haben. Wir haben Daten erhalten, welche angeben, dass heute um 13 Uhr ein Anschlag darauf geplant ist. Um diese Uhrzeit befinden sich auch die wichtigsten Leute in diesen Gebäude. Wir werden so unauffällig wie möglich rangehen um zu verhindern, dass die Typen wieder verschwinden. Wir haben noch 2h. Dann mal los" mit dieser Ansprache machten sich gleich alle an die Arbeit während Don sich in sein Büro begab um erstmal durchzuatmen. Irgendwie erhoffte er sich ja, dass es nach der Entfürung und Befreiung von David alles leichter werden würde aber der Stress legte sich einfach nicht. Zum anderen sollte er sich aber bei Waleria bedanken für die Akte, welche sie ihm hat zukommen lassen. Daher holte er sein Handy aus der Tasche und schrieb ihr eine Nachricht, auch wenn sie diese vermutlich nicht lesen konnte:

      "Hallo Waleria. Agent Walker, oder wie du es bevorzugst, Don. Ich wollte dir kurz Danke sagen für die Akte von Alejandro. Dadurch hast du mir vermutlich wirklich den Arsch gerettet. Pass gut auf dich und Adam auf.

      Don"

      Danach packte er sein Handy wieder weg als Brian an die Türe klopfte. "Wir sollten los" meinte er woraufhin er nickte, seine Waffe sowie Ausweis einsteckte, seine Jacke packte und auch schon mit seinem Team runter in die Garage fuhr um Richtung des Regierungsgebäudes zu steuern. Dort angekommen, setzte er seine Sonnebrille auf, nahm einen Kaugummi zu sich, welcher oft bei der Konzentration half, teilte seine Leute in allen Richtungen auf und wartete nun bis es 13 Uhr werden würde. Dabei behielt er jegliche Hochgebäuden im Auge um der Gefahr auf Scharfschützen auszuschließen während er auch immer auf die Auto's achtete welche vorbei fuhren. Die letzten 2h verliefen ziemlich ruhig. Auch als die Regierungsleuten von den unterschiedlichsten Staaten eintrafen lief alles ruhig ab. Eher zu ruhig wenn es nach Don's Geschmack ging. Daher begab er sich zuletzt in das Gebäude um an dem Treffen teilzunehmen. Jedoch blieben er und seine Leute im Hintergrund um alles gut beobachten zu können. Das Treffen lief bereits seit 3h als plötzlich im Gebäude eine Bombe hochging, der Boden zum vibrieren anfing und alle Leute in Panik gerieten.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      So langsam wurden auch ihre Füße warm, die Eisblöcke tauten in warmen, gemütlichen Hausschuhen auf, auch wenn Waleria nicht sagen konnte, ob das richtiges Schafspelz darin war, oder sie sich das nur einbildete. Die Suppe schmeckte gut, eine Hausgemachte Hühnersuppe hatte sie schon Ewigkeiten nicht mehr gegessen gehabt, aber der Hunger war auch noch immer nicht zu spüren. Ihr Bauch schmerzte noch immer, die Wunden waren auch mehrere Stunden später nicht verheilt, so etwas würde wirklich Wochen dauern, viel lieber würde sich die Frau aber mit anderen Sachen rumschlagen, mit ihrer Arbeit vielleicht, was sollte sie sonst hier die vier Wochen machen? Hier war nichts.. Einfach nichts.. Womit sie sich auf Dauer beschäftigen könnte. Klar, Waleria könnte mit Kochen anfangen, oder vielleicht mit Backen, am Ende würde sie eine Backstube eröffnen und das Agent-Sein an den Nagel hängen.. Vielleicht würde sie aber, wie Adam ihr gesagt hatte, eine neue Sprache lernen! Neben ihrem Spanisch, Französisch, Mandarin und dem Russisch könnte sie etwas Neues lernen, vielleicht Italienisch.. Oder Deutsch.. Es gab sonst noch zig hunderte andere Sprachen auf der Welt, man wollte ihr doch sowieso etwas besorgen, womit sie sich beschäftigen könnte, vier Wochen konnten für eine neue Sprache komplett ausreichen, aber was würde sie dann gegen ihre Einsamkeit machen? Normalerweise hatte sie wenigstens Adam, mit dem sie ab und zu Kontakt hatte, oder aber ihre Informanten, jetzt sollte sie wirklich vier Wochen lang mit dem älteren Pärchen zusammen verbringen? Das glich fast schon einer Tortour, vor allem sie ohne Arbeit, kein Handy, kein Laptop.. Ob Don ihr böse war? Sie wäre es vermutlich an seiner Stelle.. Immerhin hatte sie eine banale Nachricht hinterlassen und nicht einmal tschüss gesagt, also so richtig.
      "Kind, was ist dein Problem gerade?". Die ältere Frau sprach sie an, zeigte mit dem Löffel auf sie, um die Aufmerksamkeit der Blondine zu bekommen. Waleria fühlte sich ertappt, aber dabei war sie sich nicht sicher, warum es ihr so unangenehm war. "Ich.. denke nur nach", erklärte sie und rührte wieder in der Suppe um. "Willst du mir sagen, wer dich zum nachdenken bringt, oder sagst du mir lieber, ob dir dieser Kerl auch dafür verantwortlich ist?". Die Frau griff mit ihrer Hand nach dem Gesicht der Blondine, um es hin und her zu drehen und sich im Licht die Verletzungen anzusehen. Ein wenig verzog Waleria das Gesicht, es schmerzte, aber sie ließ es über sich ergehen. "Das war ein Kerl, der mich töten wollte", erklärte sie und wollte lieber nicht ihre Gedanken preis geben. "Der Kerl, der dein Kopf beschäftigt?". Waleria schmunzelte. "Nein, eher der, der mich gerettet hat". Sie biss sich auf die Lippen, bevor sie leicht rot anlief, sie hatte nicht darüber nach gedacht, was sie sagte, hatte sich um den Finger wickeln lassen. Sie seufzte, die ältere Dame ließ los, bevor sie schmunzelnd nach dem Glas griff. "Immer die Männer, sie lassen uns einfach nie los!". Lächelnd tätschelte sie ihrem Mann das Knie, bevor sie sich wieder der Blondine zu widmete. "Du darfst dich nicht so von ihnen einnehmen lassen! Keine Angst, er wird wieder kommen, wenn er der Richtige ist". Irgendwie war die Frau schon süß gewesen, sie gab sich Mühe und versuchte es auf ihre Art, auch wenn es auf die harte russische Art war, teilweise. "Das ist nicht das Problem", entgegnete Waleria aber und widmete sich wieder ihrer Suppe, solch ein Gespräch wollte sie wirklich nicht führen, das war ihr zu viel. "Männer sind immer nur Probleme! Und scheinbar ist er das Problem, sonst hättest du die Suppe schon längst gegessen!". Ja, für russische Omis schien alles so einfach zu sein, vor allem schien bei ihnen alles vom Essen abhängig zu sein, Waleria seufzte. "Ich bin gegangen und das ist eher das Problem", sie gab nach, es ergab keinen Sinn sich weiter davor zu drücken, diese Frau würde nicht locker lassen. "Das ist doch nicht schlimm! Wenn er dich mag, kommt er zurück, wenn du zurück bist.. glaube mir.. er wird aber vor allem weg bleiben, wenn du nicht endlich was isst und so mager bleibst! Männer mögen nicht Haut und Knochen". Ja, das half der Blondine nicht weiter, aber sie aß die Suppe trotz der Tatsache, dass ihr Hunger noch immer ausblieb. Warum machte sie sich überhaupt Gedanken über Don? Das war doch dumm.. Sie hatten ein intensives Gespräch und waren zusammen eingeschlafen, ja, aber das hieß doch noch lange nicht, dass sie etwas von ihm wollte. Die mangelnde Beschäftigung war vermutlich das Problem, damit musste sich Waleria ihren Gedanken und Problemen stellen und konnte nicht so tun, als würde sie es nicht interessieren.. In diesem Moment hasste sie sich einfach, sie hasste sich dafür, dass sie gehen musste und dafür, dass sie zu feige war sich richtig zu verabschieden. Verdammt, warum waren Gefühle so schwierig? Warum konnte sie sich nicht einfach mit irgendetwas ablenken?
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    • Special Agent Dominic Walker

      Eigentlich wäre er jetzt, wie geplant, auf der Beerdigung von Tony gewesen, doch stattdessen saß er hier im Regierungsgebäude von Los Angeles fest und musste verhindern, dass all diesen Menschen nichts passierte nur, weil so ein Wahnsinniger meinte heute anzugreifen. Wäre es nicht auch morgen gegangen? Gerade er als Chef der Kriminialabteilung hätte doch dabei sein sollen, oder? Zum anderen wollte er sich so selbst noch von einem seiner Agenten verabschieden aber nicht mal das blieb ihm noch. Nein! Stattdessen stand er hier im Besprechungsraum in einer der dunklen Ecken und horchte die Worte seiner Leute die immer wieder durch gaben, dass alles in Ordnung war. "Haltet trotzdem die Augen offen" sprach er per Funk durch bevor er seine Augen weiter durch den Raum wandern ließ, um wirklich jegliche Gefahr ausschließen zu können. Die Besprechung verlief schon seit 3h ohne irgendwelchen Zwischenfällen als plötzlich im Gebäude eine Bombe hochging und der Boden zum virbieren anfing. Im nächsten Moment verfielen die Regierungsleuten und deren Assistenten alle in Panik weshalb Don selbst kurz in Deckung ging und anschließend zwei Finger in den Mund gab um einen lauten Pfiff von sich zu lassen was die Auswirkung hatte, dass alle im nächsten Moment still wurden und die Aufmerksamkeit auf den schwarzhaarigen richteten. "Bitte bewahren Sie Ruhe. Dann kommen auch alle hier unbeschadet raus"...."Ruhe bewahren? Verdammt da ging gerade eine Bombe hoch" kam es verzweifelt aus einer Frau heraus, welche das anscchließende Gemurmel der anderen dazu auslöste "Danke Madam aber genau für solche Situation sind wir da" versuchte er sie weiterhin zu beruhigen aber ohne Erfolg "Lucas?" rief er seinen Agenten zu sich, welcher im nächsten Moment auch gleich erschien. "Sieh zu, dass du alle durch den Hinterausgang bringst. Schnapp dir ein paar Leute des LAPD. Sichert alles ab, jeden Eingang, jedes Fenster egal was ihr findet. Diana, Brian und die restlichen Agenten sollen die Regierungsbeamten und alle hier sicher raussbringen"...."Und was machst du?" wollte Lucas gleich wissen der nicht gerade sicher war ob ihm der Plan gefiel oder nicht. "Ich werde schauen wer dafür verantwortlich ist" meinte er kurz dazu und wollte auch schon losgehen als dann auch noch der Strom ausfiel und die nächste Bombe hochging. Wieder war das Geschrei der Leute zu hören, welche nun auch den Raum verließen noch bevor das FBI oder das LAPD was tun konnten. "Verdammt" fluchte Don vor sich her, nahm seine Waffe heraus, welche zusätzlich auch noch eine kleine Taschenlampe unten montiert hatte, schaltete diese ein und leuchtete in die Runde "Alle hergehört, weiß jemand ob es hier irgendwo einen Notaggregat gibt?"..."Unten im Keller ist einer" meldete sich einer der höheren Leuten. "Alles klar. Lucas, sieh zu, dass alle hier rauskommen" gab er ihm dann noch als Befehl bevor er selbst den Raum verließ und sich runter in den Keller aufmachte. Der ganze Weg dorthin verlief ziemlich ruhig für seine Verhältnisse trotz des Rauches, welcher sich schon in den Gängen verbreitet hatte und Don zum Husten brachte. Zu ruhig, wenn man es genauer nahm, dennoch versuchte er weiterhin die Augen offen zu halten und hielt sich mit der Waffe bereit um sich jederzeit schützen zu können. Beim Notaggregat angekommen, suchte er den passenden Stromkasten auch dafür, welchen er schnell fand und versuchte diesen wieder einzuschalten doch konnte man deutlich sehen, dass die Kabel durchgeschnitten waren. "War klar" murmelte er leise zu sich als hinter ihm plötzlich ein klirrendes Geräusch zu hören war sowie das Geräusch einer entsicherten Waffe, welche auch anschließend auf seinen Kopf gerichtet wurde. "Nett, dass uns das FBI einen Besuch abstattet" kam es mit einem spanischen Akzent von der Person hinter ihm raus "Wir wollten euch eben einen gebührenden Empfang bereiten" kam es sakastisch aus Don heraus, welcher seinen Blick weiter auf den Stromkasten gerichtet hatte. "Waffe her" sprach die Person bedrohlich heraus, doch machte der Agent keine Anzeichen dafür weshalb er dann den Druck auf seinen Kopf im nächsten Moment deutlich fester spüren konnte "Ich werde mich nicht nochmals wiederholen" kam es bedrohlicher aus ihm heraus woraufhin Dominic die Waffe entsicherte und ihm die Waffe über die Schulter reichte. Diese wurde auch gleich von dem Fremden angenommen, wobei Don die Chance auch gleich nutzte, dessen Arm packte, sich duckte noch bevor der andere losschießen konnte, ihm die Beine mit seinem Fuß vom Boden wegzog, sodass er das Gleichgewicht verlor, seine Waffe packte und diese auf den Typen richtete. Als er mit seiner Taschenlampe auch noch auf ihn leuchtete, erkannte er, dass es Alejandro gewesen war. Der Mann, denn er gesucht hatte. "Und was nun? Wollen Sie mich umbringen?" musste er lachen. "Nein, ich werde Sie gerne zu Igor Femin ins Krankenhaus liefern" kam es selbst kaltspielend aus ihm heraus als plötzlich von jemand anderes Schüsse losgingen und Don hinter einer Säule in Deckung ging um nicht getroffen zu werden als eine Kugel in einer der Gasröhren traf und diese schließlich die Luft ausließ. Alejandro nutzte gleich die Chance für sich und machte sich aus dem Staub woraufhin Don aber gleich folgte. "Don? Don? Was ist da los?" kam der Funk von Diana durch als Schüsse von oben zu hören war "Alejandro ist hier im Gebäude. Sichert alles. Er darf nicht......entkommen" fing er durch den Rauch der Explosion und durch das Gas zum Husten an, hielt sich aber die Jacke vors Gesicht um nicht zuviel einzuatmen"


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Die Suppe war gut gewesen und kaum waren alle fertig gewesen, schon nutzte die Blondine die Situation und räumte die Teller zusammen, um sich vor allem für die Gastfreundlichkeit zu bedanken. "Kind, geh schlafen, du hattest eine lange Reise und es ist spät". Die ältere Dame wollte den Abwasch übernehmen, aber Waleria wollte es tun. "Ich wasche ab und gehe dann ins Bett, Sie haben genug für mich getan". Letztendlich ließ sich die ältere Dame dazu überreden, sie räumte dafür den Rest ab. "Sascha.. Du gehst auch ins Bett, nicht schon wieder dieses Fernsehn!". Ihr strenger Blick galt ihrem Mann, der sich in einen alten, großen Sessel vor den Fernseher setzte, um nach der Fernbedienung zu greifen. "Irina.. Du weiß doch, ich kann nicht schlafen, ohne wenigstens etwas gesehen zu haben!", er ließ sich scheinbar nicht ins Bett bringen, dabei war es schon so spät gewesen, oder eher so früh am Morgen. "Du wirst wieder vor dem Fernseher einschlafen und nicht ins Bett kommen!". Sie stritten sich wie ein wirklich altes Ehepaar, es war authentisch und auf Russisch auch wirklich amüsant. Mit einem Ohr hörte Waleria hin, während sie Wasser in das Waschbecken in der Küche einließ und die Teller anfing abzuwaschen. Die ältere Dame räumte dabei was anderes auf, der Fernseher machte Geräusche, es war ungewohnt hier, aber daran könnte sich Waleria gewöhnen, irgendwie jedenfalls.. Sie versank wieder in ihren Gedanken, war wieder mit was ganz anderem beschäftigt und überlegte noch einmal, wie viel Recht in den Worten der älteren Frau steckten, als sie von der Seite etwas mit bekam.
      "Irina! Irina!", rief der ältere Mann aus dem Wohnzimmer heraus, was die ältere Frau aufsehen ließ. "Sascha was los? Jetzt brüll doch nicht so!". "Sie berichten über diese Amerika da.. Guck dir das an!". Stirnrunzelnd blickte die Blondine aus der Küche in Richtung des Wohnzimmers, aber sie konnte kaum etwas verstehen, was aus dem Fernseher kam, warum war es für die so aufregend, dass die Nachrichten von den Staaten berichteten? "Sascha, dein Blutdruck!", rief die ältere Dame, bevor sie sich seufzend ins Wohnzimmer begab. "Irina! Die Regierung! Guck dir das an!". Die Regierung? Waleria legte den abgewaschenen Teller zurück und schnappte sich ein Küchentuch, um ihre Hände zu trocknen, während sie ins Wohnzimmer ging. Warum zeigte das russische Fernsehn die Regierung der USA? Sie war sich nicht sicher, warum ihr sie plötzlich auch solch ein mulmiges Gefühl hatte, bis sie erblickte, was den älteren Mann scheinbar so aufgeregt hatte. Der Nachrichtensprecher sprach über eine Bombe, die Bilder zeigten das Regierungsgebäude, die aufgezeichneten Bilder von Innen, das konnte doch nicht wahr sein.. Das war doch.. Sie erinnerte sich, sie erinnerte sich an die Worte, die bei dem Verhör gefallen waren, das war ein neues Ziel, welches sich das FBI ansehen wollte. Don! verdammt, war er darin? Verflucht! Waleria schnappte sich die Fernbedienung, sie konnte sich nicht richtig darauf konzentrieren, was die Frau sprach, die die Nachrichten durch sagte, sie brauchte amerikanische Nachrichten, sie brauchte irgendetwas. CNN war schnell gefunden, englisch klang so viel angenehmer, so viel gewohnter! Das ältere Pärchen verstand nicht, sie sprachen auf die Agentin ein, aber ihr waren andere Sachen wichtiger. CNN sprach von einer Explosion, sprach von Menschen, die dort drinnen im Gebäude gefangen waren.. Es waren Bilder von innen drinnen zu sehen, die Szenen aus dem Regierungssitz und irgendwo meinte sie Don zu erkennen.. Was sie auf jeden Fall erkannte war der Spanier, mit welchem sie schon so lange zusammen arbeitete. "Verfluchte Scheiße!". Ausgerechnet jetzt, während sie nicht da war, natürlich, wann denn sonst?
      Sie widmete sich an die ältere Frau. "Ich muss mit Adam sprechen", die Hoffnung war da, dass sie definitiv eingeweiht waren. "Ich brauche ein Telefonat mit ihm!". "Adam? Wer ist Adam?", die ältere Dame verstand nicht. Sie runzelte die Stirn. "Wen willst du anrufen?". "Ich muss Adam anrufen, jetzt!", Waleria versuchte es ein weiteres Mal, zeigte dabei auf den Fernseher. "Deswegen!" Aber es brachte nichts, Irina wusste nicht, was sie wollte. "Die CIA? Adam? Ihr müsst doch wissen, wer ich bin". Es brachte nichts, letztendlich konnte sie nur zusehen, was die Nachrichten berichteten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      "Etwa Alejandro Fernandez?" kam es geschockt aus Diana heraus. "Wie kommt er denn hieher?" kam es plötzlich von Brian, der sich ebenfalls in den Funk einbrachte. Dass sie zwar auf der Suche nahm ihm waren, war allen klar gewesen aber nicht, dass er hier in der Los Angeles - Regierung auftauchen würde. "Was will er hier?" wollte Diana wissen "Das was jede russische Mafia will. Die Regierung stürtzen" kam es Lucas herausgesprochen, während Don sich versuchte weiter nach vorne zu kämpfen. Doch gerade als er um die Ecke blickte, kamen schon die nächsten Kugeln auf ihn zugeschossen. Als dies für einen kurzen Moment stoppte, sah er wieder um die Ecke und fing selbst seine Schüsse von sich zu lassen. Doch trafen die selbst nur in die Ecke der anderen Mauer. Als nachträglich keine erwiedert wurden, bewegte er sich weiter voran bevor dann schon die dritte Bombe explodierte und die Decke über ihn drohte einzustürtzen "Fuck" fluchte er und lief schon im nächsten Moment los bevor dann der Bereich einstürtzte. "Verdammt. Was ist passiert?"...."Irgendwo ist was eingestürtzt" sprach Brian. "Don? Don? Hörst du uns?" mehr als ein Rauschen war von ihm nicht zu hören. "Don?" rief Diana, doch wieder keine Reaktion. Lucas war am Nähesten vom Lärm, auch wenn er die anderen hätte rausbringen sollen, war ihm in diesen Moment Don wichtiger gewesen. "Diana, Brian...kümmert euch um die Passanten. Sie müssen alle hier raus. Ich werde nach Don sehen" gab er ihnen als Befehl, welche auch gleich mit einem "Verstanden" reagierten und alle loslegten. "Don? Don? Kannst du mich hören?" versuchte er über Funk über diesen zu hören, doch war es das Einzige gewesen, was in Don's Nähe zu hören war. Die Stimme von Lucas durch den Funk hahlte durch den ganzen Gang während Don versuchte sich aus den Trümmern zu befreien, welche ihn erwischt hatten. Er konnte noch alles spüren und wirkliche Schmerzen hatte er auch nicht aber dennoch gab es in seiner rechten Schulter kein angenehmes Gefühl. Etwas verzog er das Gesicht als er die Platte über seinen Oberkörper versuchte wegzuschieben doch klemmte dies selbst fest. "Scheiße" kam es stöhnend aus ihm heraus da ihm langsam die Kraft fehlte. Der Blick wurde immer düster durch den Rauch, welcher sich herunten angestaut hatte weshalb es für ihn schwer war überhaupt etwas zu erkennen. "Don?" hörte er plötzlich seinen Namen rufen. Hatte er es sich schon eingebildet? "Don?" hörte er es erneut und sah dabei im Rauch auch ein Licht aufschimmern. "Lucas?" rief er ihm zurück woraufhin der junge Agent nach kurzer Zeit bei ihm erschien. "Alles okay?" wollte dieser wissen woraufhin Dominic nur nickte, Lucas ihm half die Trümmer auf ihm, wegzuschaffen. "Hier, nimm meine Hand" bot Lucas diesem an woraufhin Don sie auch schon dankend annahm und kurz noch das Gesicht verzog beim aufstehen. "Sicher, dass alles okay ist"...."Ja. Wo ist Alejandro?" wollte er gleich wissen was so typisch für Dominic gewesen war "Er befindet sich noch irgendwo im Gebäude. Das LAPD hat draussen alles abgeriegelt. Somit hat er keine Chance hier rauszukommen" erklärte er ihm kurz woraufhin Don nochmals husten musste. "Wie sieht es mit den Passanten aus?"..."Brian und Diana kümmern sich darum. Sie sollten langsam alle draussen sein" Don nahm im nächsten Moment seine Muntion aus der Tasche, füllte diese in seine Glock 19 und blickte dabei auf Lucas. "Bereit?"...."Bereit" gab ihm der andere das Signal wobei sie dann gemeinsam weiter alles absuchten. Wenn Don und Lucas in einer Hinsicht komplett gleich waren dann, dass sie nicht so einfach aufgaben. Sie durchsuchten den ganzen Keller aber hier war niemand mehr zu sehen weshalb Don Lucas das Zeichen gab, nach oben zu gehen. Die Treppen dorthin waren genauso in Nebel gelichtet, weshalb es wirklich schwer war nur ansatzweise etwas zu entdecken. Im nächsten Moment begannen aber wieder Kugeln ihnen um die Ohren zu fliegen weshalb beide sich trennten und jeweils jeder hinter der Mauer sich Schutz suchte bevor sie selbst das Feuer erwiederten und ein schmerzenslaut zu hören war. Doch hatte Don nicht viel Zeit zum nachdenken als die weiteren Kugeln um die Agenten schossen bevor sie dies wieder erwiederten und plötzlich seitlich von Lucas ihn jemand überrumpelte, ihn auf die Beine zwang, indem Alejandro ihm gegen diese schlug bevor der Spanier die Chance nuzte und den Agenten in seine Gewalt holte "Was jetzt, Agent Walker?" kam es wieder bedrohlich aus ihm heraus während Don seine Waffe gegen ihn und Lucas gerichtet hatte. "Werden sie nun ihren eigenen Agenten umbringen um mich zu fassen? Wollen Sie es wirklich riskieren?"....."Don, hör nicht auf ihn und schieß einfach" versuchte Lucas ihn dazu zu bringen es zu Ende zu bringen, doch wurde der Griff um dessen Hals immer enger "Schießen Sie einmal, geht ihr Agent mit mir drauf" sprach er bedrohlich aus "Warum die amerikanische Regierung?" wollte Don wissen um ihn ein wenig von Lucas abzulenken "Wo befindet sich Katja? Ich weiß, dass sie in eurem Besitz ist" kam es mit einem scharfen Ton heraus. Warum waren nur alle hinter Katja alias Waleria hinterher? "In Sicherheit" versicherte Don ihm doch dachte er nicht daran nur ansatzweise seinen Blick von den beiden zu lassen. Als dann wieder drohte der nächste Teil einzustürtzen, blickte Alejandro für einen kurzen Moment weg, welchen Don gleich nutzte um einen Schuss fallen zu lassen bevor alles komplett zusammenbrach. Währenddessen schafften es Diana und Brian alle Leute aus dem Gebäude zu bringen bevor sie selbst wieder reingehen wollten aber die Feuerwehr und Rettung auch bereits ankamen und sie davon abhielten.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Special Agent Waleria Sobolew

      "Adam! Ich muss Adam sprechen!". "Ich verstehe dich ja Kind, aber ich weiß nicht, wer Adam ist!". Die ältere Dame verstand noch immer nicht, sie schien wirklich nichts zu wissen, sie schien nichts zu verstehen und so wie es schien, war das hier wirklich der sicherste Ort auf der ganzen Welt. Kein richtiges Telefon, keiner, der eine Ahnung von der CIA hatte, wie haben sie diese Leute nur dazu gebracht, sie hier aufzunehmen? Ein wenig müde und vor allem aufgeregt setzte sich die Blondine hin und fuhr sich durch das Gesicht. Ihre Ohren hörten den Nachrichten zu, sie wurde verwirrt angesehen, gleichzeitig wusste sie auch nicht, wie sie verdammt Kontakt zu Adam aufnehmen konnte. War das sein Ernst gewesen? Steckte er sie hier wirklich Mitten ins Nirgendwo und meinte es vollkommen ernst mit null Kontakt zu allen? Mehrmals schüttelte Waleria ihren Kopf. "CIA.. Larcksen.. Adam.. Irgendjemand..", sie blickte auf, aber die beiden verstanden noch immer nicht. "Kann ich von hier aus in die Staaten anrufen?". "Amerika? Nein! Das ist unmöglich!", rief der ältere Mann, sie versuchten wohl beide zu verstehen, was die Agentin wollte, oder sie hielten sie für komplett bekloppt. Waleria seufzte. "Wann fährt der nächste Bus nach Moskau?". Sie blickte wieder in verwirrte Gesichter. "Morgen, vielleicht.. Oder Übermorgen!". Na toll, sie saß hier wirklich Mitten im Nirgendwo.. Ihre Augen blickten wieder auf den Fernseher, Menschen schienen aus dem Gebäude evakuiert zu werden, was war da los? Die Nachrichten wussten noch nichts genaueres, es gab einen weiteren Einsturz, eine Explosion.. Der Knoten in ihrem Magen wurde nur noch größer, ihr wurde es übel, das konnte doch nicht wahr sein..
      "Wie habt ihr von mir erfahren? Wie haben die eine Bleibe für mich bei Euch gefunden?". Sie blickte wieder nach dem älteren Pärchen, welches zunächst sich ansah, bevor es die Blondine wieder anblickte. "Nun, da war dieser Mann..", fing die Frau an. "Ja, er hat uns auf dem Markt Geld geboten, wenn wir eine junge Frau aufnehmen!". "Gutes Geld.. Einen Monat sollst du hier bleiben, ernähren sollen wir dich und im Haushalt sollst du helfen!". Ein Mann, auf dem Markt? "Wie lange ist das her?", sie blickte die beiden hoffnungsvoll an. "Gestern war er da!". "Ja, gestern Mittag!". Aber ein halber Tag.. Er könnte schon überall weg sein. "Ist dieser Mann noch hier?", fragte Waleria gleich und wusste, dass es vermutlich keine Antwort auf diese Frage gab. Die beiden zuckten mit den Schultern, sie machten sich wohl Sorgen um die junge Frau, die ihren Verstand verloren zu haben schien. Die blauen Augen blickten nach dem Fernseher, blickten nach der Berichterstattung, sie gab es auf, sie würde die Nachrichten verfolgen und abwarten, bis es Tag wäre, jetzt hier in der Nacht raus zu gehen war nicht gerade schlau. "Tut mir leid", entschuldigte sie sich. "Das da ist meine Heimatstadt.. Da lebe ich", sie seufzte. "Und da ist jemand drin, der.. der da nicht drin sein sollte..". Es könnte ihm sonst was passiert sein.. Wenn es denn wirklich Don war.
      Neben sie setzte sich Irina, die der Frau eine dünne Decke über die Schultern legte. "Wenn er zurück kommen soll.. dann wird er das.. selbst, wenn du raus kommen solltest, du wirst sowieso nicht rechtzeitig da sein". Ein wenig überrascht blickte Waleria zu der Frau, die sie kurz anlächelte.. Wusste sie doch mehr, als sie verriet und tat? "Jetzt ruh dich aus, das Zimmer oben ist fertig für dich.. wenn dir danach ist, geh hoch, aber bleib ja nicht zu lange vor dem Fernseher.. Die Kiste macht sowieso nicht schlauer!".
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    • Special Agent Dominic Walker

      "Das ist noch nicht das Ende" fluchte Alejandro als Lucas ihn von hinten die Handschellen anlegte und der Spanier zu Don sah. "Na hoffentlich. Sonst vergeht mir ja noch der Spaß" kam es sarkastisch aus ihm heraus bevor er seinen Blick durch die Gegend fallen ließ um nachzusehen wo sie hier rauskamen. Das Gebäude drohte immer weiter und weiter einzustürtzen, weshalb sie nicht mehr viel Zeit hatten. Doch als er sich etwas genauer umsah, konnte er von der Ferne aus einen kleinen Ausweg hier raus entdecken. "Lucas" rief er seinen Agenten zu sich, welcher gleich zu dessen Seite kam und sich auch den Ausweg ansah auf welchen Dominic gezeigt hatte. "Wäre auf jeden Fall eine Option" meinte dieser dazu, begab sich zurück zu Alejandro um diesen mit sich zu ziehen und sich gemeinsam mit Don auf den Weg dorthin zu machen. Es war zwar nicht ganz einfach mit all den Trümmern gewesen, durchzukommen aber mit Teamwork funktionierte dies schon mal gut sodass sie nach einer Weile beim Ausweg ankamen und Don auch gleich den Ausgang aus dem Gebäude fand. Lange zögerten sie nicht rauszukommen, wobei sich vor dem Gebäude schon Menschenmassen gebildet hatten, welche hinter der Absperrung der Polizei standen, sowie Rettungswagen als Feuerwehr waren ebenfalls schon voll im Einsatz gewesen. "Bring ihn hier weg" befahl er Lucas, welcher diesem auch gleich Folge leistete bevor dann auch schon Diana und Brian zu ihnen kamen. "Alles okay?" wurden beide gleich gefragt woraufhin Don schön nickte "wie sieht es mit den Leuten aus?" war gleich darauf seine Frage gewesen. "Es sind alle hier gut rausgekommen. Außer einer der Gesundheitsminister. Er wurde erschossen"....."Scheiße" fluchte Don, als er sich mit der Hand durch die Haare fuhr aber das Gesicht verzog als seine Schulter wieder schmerzte. "Ich will eine Autopsie haben. Wenn wir beweisen können, dass die Kugel vielleicht von Alejandro stammt, haben wir einen Grund mehr ihn hinter Gitter zu bringen" erklärte er noch kurz woraufhin Diana ihn fraglich ansah. "Glaubst du etwa, dass er Chancen hat rauszukommen?" die Frage war wirklich berächtigt gewesen. Schließlich hatte die russische Mafia genug Möglichkeiten gehabt einen ihrer Leute aus dem Knast zu holen. "Auf jeden Fall will ich ihm keine geben" meinte er dann noch und begab sich dann zu den anderen Polizisten um sich ein Bild von Allem machen zu können was sich hier draussen abgespielt hatte, wie die nächsten Schritte waren und erklärte ihnen noch, dass sich alle Passanten einer Untersuchung unterziehen sollen um weitere Verletzte ausschließen zu können. "Don" kamen Diana und Brian auf diesen zu "Agent Sobolew lag wohl mit ihrer Vermutung richtig. Wir haben wirklich was gut bei ihr" lächelte er seinen Boss etwas an welcher ihm aber nur einen bösen Blick zuwarf. "Ja wahrscheinlich aber sie hatte es auch nur mit David's Hilfe herausgefunden" kam es etwas kühler aus ihm heraus. Waleria hatte damit eher ihre Schulden beglichen was das plötzliche Verschwinden in seiner Wohnung betraf. "Sichert hier noch alles ab und kommt anschließend in die Zentrale" daraufhin nickten beide und ließen ihren Boss wieder alleine, welcher nochmals sein Handy aus der Tasche holte aber sah, dass dieses beschädigt war. Vermutlich war das passiert als die Trümmer auf ihn einstürzten. Daher packte er es wieder ein und machte sich auf den Weg zu seinem Wagen wo Lucas bereits Alejandro reingesetzt hatte und selbst auf den schwarzhaarigen wartete. So wie er ihn kannte würde er ihn auf jeden Fall heute noch einem Verhör unterziehen. "Können wir los?" wollte er von ihm wissen, Lucas bestätigte es woraufhin sich beide dann reinsetzten und sich im nächsten Moment dann schon am Weg Richtung Zentrale befanden. Die ganze Fahrt über war kein Wort von hinten zu hören gewesen, was dem Agent wirklich gelegen kam. Sich mit ihm unterhalten zu müssen, wäre sowieso nur nervig gewesen daher genoss er lieber die Stille welche sich im Wagen gebildet hatte. Dort angekommen, öffnete er die hintere Türe "Na los, aussteigen" kam es kühl aus ihm heraus, packte Alejandro im nächsten Moment am Arm, schloss die Türe wieder hinter ihm und begab sich anschließend mit ihm zum Aufzug, stieg ein als dieser ankam, fuhr hoch und brachte ihn gleich weiter in den Verhörraum, drückte ihn auf den Stuhl, befestigte die Handschellen in der Mitte des Tisches an der Stange, sodass er keine Möglichkeit hatte zu entkommen, bevor Don ihn alleine ließ und sich in der Küche erstmal einen Kaffee holte um seine Gedanken zu ordnen. Es war wichtig jetzt Ruhe zu bewahren. Wenn er dies nicht tat würde Alejandro die Oberhand haben und dies durfte er sich auf keinen Fall leisten. Doch was ihn mehr verwunderte war, dass der Spanier keine Angst hatte verhaftet zu werden. Nein! Stattdessen fragte dieser, wie Igor auch schon, zuerst nach Katja's Aufenthaltsort. Anscheinend hatte sich die blondhaarige im den Jahren wirklich einen Namen in der Mafia gemacht. War aber auch nicht gerade überraschend gewesen, denn schließlich war sie auch eine gute Agentin gewesen. Wie es ihr wohl ging? Schnell schüttelte er den Kopf um es wieder zu verdrängen. Jetzt war nicht die Zeit dafür gewesen über jemanden nachzudenken, die sowieso meinte, dass untertauchen die beste Option war nur, weil es die eigene Behörde vorschlug. Daher trank er den Kaffee noch fertig bevor der leere Becher im Müll landete und sich der Agent in den Verhörraum aufmachte. "Sie wissen, dass ich nicht lange sitzen werde. Egal wie ihr Spiel hier enden wird" sprach Alejandro zu Don als er in den Raum kam und sich gegenüber von ihm gegen die Wand lehnte, die Hände seitlich auf den Rand des Spiegels hinter sich legte und ihm vergnügt zulächelte. "Ach dieses Risiko gehe ich gerne ein" Lucas stand währenddessen im Nebenraum um alles hinter dem Spiegel zu beobachten.
      Don's Verhörtechniken waren immer sehr speziell gewesen. Bei Waleria ging er zwar einige Fehler ein aber er glaubte nicht, dass es bei Alejandro genauso laufen wird.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Eine laute Werbung riss sie aus dem Schlaf. Wann Waleria eingeschlafen war konnte sie selbst nicht sagen, aber je länger sie auf den Fernseher und die Nachrichten gesehen hatte, desto müder ist sie dann auch geworden. Es war sehr viel passiert in den letzten Tagen, den letzten Wochen, sie hatte kaum Schlaf gekriegt, die Gefühle fuhren eine Achterbahn und ihr Leben war in Gefahr, mehrmals.. Man könnte meinen, dass Don so etwas anzog, denn kaum hatte sie mit ihm zu tun, passierte auch schon alles, aber wirklich Schuld gab sie ihm nicht, es war eher ein kurzer Gedanke, dass ihr Leben komplett anders zu sein schien, seit sie sein Büro betreten hatte, auch ihre Gefühle schienen komplett durcheinander zu sein, so wütend war sie auch schon lange nicht mehr gewesen und vor allem.. hatte Waleria schon eine Ewigkeit nicht jemanden so vermisst gehabt. Was sie genau vermisste konnte sie nicht sagen, natürlich, die Nähe zu ihm war schön gewesen, aber viel mehr fehlte ihr dieses ganze Drumherum, immerhin waren die beiden die letzte Zeit über fast dauerhaft zusammen gewesen, sie hatten zusammen ermittelt, haben sich auch nach dem Ermitteln getroffen gehabt, vielleicht spinnte ihr Kopf auch nur mit dem Wissen, die nächste Zeit hier über allein zu sein, vorwiegend jedenfalls. Es machte sie verrückt, es machte sie unsicher und ließ ihre Gedanken durcheinander geraten, vielleicht sollte sie auch schlafen gehen, mit neue Energie in einen neuen Tag starten, der vermutlich nicht wirklich schnell vorbei ziehen wird, aber das war etwas, womit sich die morgige Waleria beschäftigen sollte.
      Die Werbung war vorbei, die Lautstärke passte sich wieder an und die Nachrichten berichteten weiter über den Vorfall in L.A. Die Blondine hatte sich wieder aufgesetzt, hatte die Decke, die über sie gelegt worden war zusammen gelegt, um sich gleich in ihr neues Zimmer für die nächsten Wochen zu machen. Die Stube war schön warm, wenn man nach draußen sah und den ganzen Schnee erblickte konnte man es kaum glauben, aber im Kamin glühte noch die letzte Glut aus, sie erwärmte das kleine Häuschen noch immer.
      Das Gebäude schien eingestürzt zu sein, in dem Moment, in welchem der Sprecher davon berichtete blieb ihr kurz die Luft weg. Ein Einsturz.. Dafür waren mit Sicherheit die Russen verantwortlich, wie sollte sie jetzt still hier im Häuschen bleiben? Vier Wochen lang? Wie sollte sie auch nur in Ruhe schlafen können? Nach den ersten Berichten schienen es alle raus geschafft zu haben, der Gesundheitsminister wurde erschossen, Kollateralschaden, wie es Larcksen sagen würde, aber der Rest schien nicht schwer verletzt zu sein. Ein beruhigender Gedanke, ein sehr beruhigender Gedanke und mit diesem schaltete die Blondine den Fernseher auch aus, sie hatte beschlossen es mit dem Schlaf zu versuchen, es bis zum frühen Morgen sein zu lassen. Ihr Nacken schmerzte, der Bauch schmerzte noch immer und ihr Kopf schien auch nicht besser zu werden, aber das wurde ignoriert, es wurde einfach alles ignoriert und den müden Knochen wurde nach gegeben. Schlaf.. Mehr brauchte sie vorerst nicht, am nächsten Morgen würde sie sich um den Rest kümmern.
      Es war hell in der Stube, das Mondlicht wurde von dem weißen Schnee draußen reflektiert, es brauchte kein richtiges Licht, um die Treppe nach oben zu nehmen, eines der Zimmer stand offen, die Tür war auf und man konnte in ein gemütliches, kleines Zimmer blicken, vermutlich ihr neues Zimmer. Das Bett war weich, die Decke fühlte sich gut an und kaum lag Waleria im Bett, schon fühlte sie sich wie eine Prinzessin auf Wolke sieben. Wie dick die Matratze war konnte sie nicht sagen, aber es fühlte sich wirklich gut an, nur alleine lag sie da.. Waleria drehte sich auf die Seite, betrachtete den Mond aus dem Fenster, war zugedeckt mit der dicken Decke und mit letzten Gedanken schlief sie auch ein..
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    • Special Agent Dominic Walker

      "Wo ist Katja?" kam wieder die Frage, welche Alejandro ihm schon im Regierungsgebäude gestellt hatte. "In Sicherheit" wiederholte Dominic seine Worte erneut. "Das sagten Sie bereits schon"......"Genauso wie Sie mir die Frage schon mal gestellt haben" spielte Dominic sein kleines Spielchen mit wobei man nun wirklich nicht wissen konnte wer eigentlich mit wem spielte. "Was spielt Katja für eine Rolle in eurer kleinen Mafia?" wollte der schwarzhaarige weiterhin wissen, obwohl er es von Waleria schon wusste, doch kam nicht gleich eine Antwort. Es wirkte schon fast so als würde der Spanier über die Antwort nachdenken um ja nichts Falsches zu sagen geschweige denn dem FBI etwss zu verraten, was ihnen dabei helfen könnte sie alle zu schnappen. Und diesen Gefallen wollte Alejandro nicht spielen. "Warum fragen Sie nicht Agent Sobolew. Schließlich ist sie doch für das Verschwinden verantwortlich" kam es schnippisch aus diesem heraus was Dominic wieder zum Lächeln brachte. Es war wirklich amüsant gewesen sich mit diesem zu unterhalten. Dennoch hatte der schwarzhaarige keine Zeit gehabt stundenlang zu versuchen an die Informationen zu kommen. Sie waren nun schon lang genug hinter der russischen Mafia hinterher gewesen. Angefangen sich ihnen in den Weg zu stellen, als Don und sein Team einer der Labore hoch genommen haben und somit alles durcheinander brachten. "Igor Femin liegt mit einer schweren Schusswunde im Krankenhaus und kämpft ums Überleben" mit diesen Worten näherte er sich dem Spanier, blieb gegenüber des Tisches stehen, beugte sich vor und legte dabei seine flachen Hände auf den Tisch. Auch wenn die Sache mit Igor gelogen war, wäre es interessant zu sehen wie dieser darauf reagierte. Zu seinem Pech jedoch war keine Veränderung in seinem Gesicht zu sehen. "Von wem habt ihr die Anordnung bekommen die Los Angeles Regierung zu stürzen? Woher habt ihr die Informationen, dass gerade heute um 13 Uhr die wichtigsten Leute dort befinden? Ich glaube kaum, dass ihr das ganz alleine herausgefunden habt" war sein Ton schon etwas gefährlich geworden weshalb Alejandro einfach selbst nur grinste "Sie glauben doch nicht, dass ich einfach so mit den Informationen rausrücke"......"ich kann Ihnen genauso gern eine Kugel verpassen, wenn es was hilft" kam es sakastisch aus Don raus. "Es stimmt. Wir haben es alleine nicht herausgefunden. Aber ich kann auch sagen, dass ihr alle nie wirklich mitgespielt habt. Weder das FBI noch die CIA noch die Homeland Security. Niemand. Wir wussten von jeden Schritt von euch. Katja's Arbeit hat uns dabei sehr geholfen doch traut unser Boss ihr nicht zu 100%, daher könnt ihr euch noch so anstrengend von ihr etwas zu erfahren.....sie ist einer der wenigsten die was weiß" kam es mit zwar mit einem Lächeln aus ihm heraus aber dennoch sagte der Ton etwas anderes. So als würde Alejandro ihm die Wahrheit mitteilen. Waleria sagte schon, dass sie Jahre versucht hatte an den obersten Mann der Mafia zu kommen aber es kein leichtes Spiel war. "Wenn Katja kein hohes Tier in eurer kleinen Familie ist, interessiert es mich dann doch wieso die russische Mafia so auf ihre Rückkehr fixiert ist?" ließ er die Frage wieder von sich woraufhin Alejandro einfach lachte "Sie verstehen es nicht, was?"....."Was verstehe ich nicht?" Don's Geduld wurde mit der zeit, umso länger das ganze hier dauerte, immer weniger. Doch schwor er sich diesmal nicht aus reinen Gefühlen zu handeln. "Sascha Wassilijew. Ich denke der Name sagt Ihnen etwas? Schließlich durften Sie ja eine Weile seine Aufmerksamkeit genießen" Lucas Blick selbst hinter dem Spiegel wurde im nächsten Moment plötzlich ernster doch richtete er seine Augen auch gleich zu Don um dessen Reaktion zu sehen. Sascha Wassilijew hatte in Don's Ohren eine große Bedeutung gehabt. Aber leider nicht auf die positive Art und Weise. Woher wusste er also von den beiden? Don selbst hoffte darauf diesen Namen nie wieder hören zu müssen. Am Liebsten hätte er diesen in eine Lade gesteckt und mit einem Schloss in seinen Gedächtnis weggesperrt aber seit Waleria aufgetaucht war sowie David verschwunden war, begann er wieder davon zu träumen. Eigentlich hoffe er darauf, dass das Alles wieder verschwinden würde doch mochte ihn wohl das Schicksal im Moment nicht. "Sascha Wassilijew ist tot" kam es kurz aus dem Agenten heraus "Denken Sie" grinste Alejandro ihm kalt zu. "Er war aber die ganze Zeit vor allen Augen. Vor dem des FBI, der CIA, der Homeland, des LAPD's und niemand hat es je mitbekommen" was hatte das zu bedeuten? Don richtete seinen Blick zurück auf den Spiegel woraufhin Lucas schon verstand und sich gleich an die Arbeit machte.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      Es war kalt, als sie ihre Augen öffnete. Die Sonne schien ihr ins Gesicht und auch wenn sie wenig geschlafen hatte, es war ein sehr tiefer, erholsamer Schlaf gewesen. Waleria war genauso auf der Seite aufgewacht, wie sie eingeschlafen war, für einen Moment hatte sie gehofft, sie würde in einem Appartement in L.A. aufwachen und gleich einen halbnackten Männerkörper neben sich erblicken, aber sie realisierte relativ schnell, dass es ein wirrer Gedanke war und noch dazu sie mehrere hunderte von Kilometern entfernt. Ein merkwürdiger Gedanke sofort an so etwas zu denken, aber wenn man alleine war, wenn man die Zeit hatte und keine Ablenkung, dann fing man an über merkwürdige Sachen nachzudenken. Es würde vermutlich jeder von solchen Gedanken betroffen sein, man musste nur genügend Zeit dazu haben und sie nicht ständig irgendwo tief in sein Gehirn verbannen.
      Waleria fuhr sich über das Gesicht und seufzte, ehe sie die Decke über sich anblickte und fest stellte, dass ihre Schmerzen noch immer nicht wirklich besser wurden. Natürlich, vor allem die angeknackste Rippe würde ihr ein wenig länger Schwierigkeiten bereiten, aber sie hatte es wenigstens gehofft, dass es am nächsten Tag besser wird. Was sie jedenfalls sagen konnte war, dass der Schlaf deutlich erholsamer war, als die letzten bisher. Die Blondine fühlte sich ausgeschlafener, sie fühlte sich deutlich besser, auch ihr mentaler Zustand war ein besserer, aber ihr fiel dann auch gleich ein, worüber sie sich in der Nacht Gedanken gemacht hatte. Das Regierungsgebäude in L.A. ist eingestürzt, Don war Mitten drin, es sollten alle raus gekommen sein, der Gesundheitminister war tot.. Es würde auf das passen, was sie in dem Verhör von Don erfahren hatte, was Amara herausgefunden hatte, es ging doch auch da um dieses Gebäude mit allen wichtigsten Politikern. Die Russen waren es, hundert Prozentig und das wusste vermutlich auch Don gerade, auch Adam mit Sicherheit, aber wie sollte sie jetzt dazu beitragen irgendjemanden zu schnappen, wenn sie Mitten im Nirgendwo saß?!

      Einige Minuten hatte sie auf dem Rücken gelegen, hatte die Decke angestarrt, bevor sie sich erhob, um langsam aufzustehen. Es war ruhig im Haus, es war nichts zu hören, nicht einmal Schritte waren wirklich zu hören. Noch musste sich die Frau an das alles hier gewöhnen, an die Ruhe, die Leere, ihre Gedanken. Sie hatte sich nicht umgezogen in der Nacht, es war ihr zu viel gewesen, aber sie musterte ihren Koffer ein wenig verdächtig, als sie diesen in ihrem Zimmer erblickte. Hatte der Mann es ihr hoch getragen, oder wie kam es hier hoch? Waleria schmunzelte ein wenig, ehe sie den Koffer nahm und mit einem Ruck auf das Bett hievte. Sie verzog das Gesicht, es schmerzte und zog in ihrem Bauch, es nahm ihr kurz den Atem, aber mit einem tiefen Atemzug war auch das gleich wieder vorbei. Kurz nahm sich die Frau die Zeit, um den Schmerz wegzuatmen, bevor sie den Koffer öffnete, um sich etwas frisches zum Anziehen zu holen. Duschen konnte sie nachher, erst einmal wollte sie sich im Haus umsehen , vielleicht auch ein wenig in der Hausarbeit helfen, sie brauchte auch dringend ein zweites Paar Socken, damit ihre Füße nicht wirklich zu Eisklumpen werden würden. Sie kam langsam runter, in der Küche stand die ältere Dame, die wieder etwas am Kochen war, der ältere Mann schlief vor dem Fernseher in seinem Sessel ein, wie spät war es schon? "Guten Morgen", begrüßte Waleria die ältere Dame und lächelte ihr zu, diese lachte aber gleich schon. "Eher guten Mittag Kind! Aber du hast scheinbar Schlaf gebraucht!".
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    • Special Agent Dominic Walker

      "Wieso sollte ich Ihnen das glauben?" wurde Dominic stutziger. Lucas erzählte ihm doch, dass er ungebraucht wurde nachdem sie ihn im Keller gefunden hatten und er versucht hatte zu flüchten. Wie konnte es also sein, dass er doch noch am Leben war? "Wer hat wohl die Entführung an ihren Bruder veranlasst um zu verhindern, dass uns noch jemand in die Quere kommt?" grinste er kalt vor sich her. "Ihr Mathegenie hatte bisher alles herausgefunden hinter was wir her waren. Um unsere Pläne weiterhin verfolgen zu können, mussten wir ihn nur aus dem Weg schaffen. Mehr nicht" mehr hatte es nicht gebracht um Don einen kalten Lacher zu entlocken "Ihn aus dem Weg räumen, hmm? Und was war der Preis davon? Ihre Männer sind tot und Sie sitzen hier gefesselt in der FBI Zentrale. Scheint ja nicht gerade nach Plan gelaufen zu sein" versuchte er sich zu beherrschen obwohl er lieber gerade anders vorgegangen geschweige denn was gesagt hätte, aber das war zu riskant. "Vielleicht wollte es Sascha ja so?" fing Alejandro mit Don zu spielen. Noch bevor etwas weiter passieren konnte, klopfte Lucas an die Scheibe des Verhörraumes und deutete ihn mit einer kleinen Handbewegung, dass dieser nach draussen kommen sollte. "Genießen Sie noch die restliche Zeit hier drinnen, Alejandro. Es wird nämlich das letzte Mal sein, dass Sie das Tageslicht zu Gesicht bekommen werden" sprach er noch zu dem Spanier bevor er rauskam "Habt ihr etwas herausgefunden?" wollte er gleich wissen wobei Lucas ihm eine Akte in die Hand drückte "Leider nicht wirklich. Die Daten sprechen für sich. Sascha Wassilijew ist tot" erklärte Lucas in kurzen Worten woraufhin Don seufzte. "Wieso sollte Alejandro dann was anderes behaupten?" kam es schon fast sauer aus dem schwarzhaarigen heraus. Irgendwas stimmte an der ganzen Sache nicht und das hasste er. "Vielleicht versucht er dich so aus der Reserve zu locken. Don, der Vorfall ist ein Jahr her. Es ist unmöglich, dass dieser noch am Leben ist" versuchte er seinem Boss klar zu machen. Lucas wusste wie sehr ihm die ganze Sache von damals noch zusetzte aber jetzt dadurch vielleicht den Verstand zu verlieren, brachte auch niemanden weiter. "Ich weiß was er versucht aber das wird er nicht schaffen. Ich will den Autopsiebericht von Wassilijew haben. Wenn er wirklich to ist, wird es doch kein Problem sein, oder?" wandte er seinen Blick auf Lucas als er in sein Büro kam, welcher nur den Kopf schüttelte. "Und was wirst du jetzt machen?" fragte er zur Sicherheit nach da er sich doch ein wenig Sorgen um seinen Chef machte "Ich werde nach David sehen. Schließlich muss ich meine Aufgaben als Bruder auch noch nachkommen" sprach er dann etwas ruhiger aus während er alles zusammensuchte was er brauchen würde, sowie ein neues Ersatzhandy, wobei er seine Sim-Karte reintat. "Alejandro wird sich von hier nicht weg bewegen. Sobald ihr was gefunden habt, meldet euch" mit diesen Worten klopfte er seinem Stellvertreter auf die Schulter, welcher ihm noch nachsah, bevor er schon Richtung Aufzug zusteuerte, den Rufknopf drückte, sodass dieser nach ein paar Minuten bei ihm auftauchte, einstieg und runter in die Garage fuhr. Don strich sich auf den Weg nach unten nochmals mit der Hand durchs Gesicht um seine Gedanken zu ordnen. Dass Sascha Wassilijew wirklich am Leben sein sollte, war, wie es Lucas schon sagte, wirklich unmöglich gewesen, oder? Er selbst konnte dazu keine 100%ige Aussage tätigen, da er keinerlei Erinnerungen daran hatte was zwischen Jack's Tod und seinem Aufwachen im Krankenhaus passiert war und das machte ihn wahnsinnig. Bis sie wirklich Beweise dafür hatten, sollte er sich erstmal um David kümmern. Schließlich hatte dieser selbst genug miterlebt. In diesen Moment wünschte er sich auch irgendwie, dass Waleria bei ihm war. Sie hatte oft Ratschläge oder Ideen gehabt, welche ein komplett anderes Licht in die Sache gebracht hatten. Aber jetzt? Jetzt machte sie vermutlich irgendwo Urlaub, schlief aus und genoss es sichtlich mal Ruhe zu haben. Bei dem Gedanken biss er sich leicht auf die Unterlippe um die Wut auf sie runterzuschlucken. Anscheinend war es ihr doch nicht so wichtig gewesen wie es David oder ihm ging, wie sie e sonst immer behauptete. Unten in der Garage angekommen, begab er sich schon zu seinem Wagen und machte sich gleich Richtung Elternhaus auf. Der Verkehr war ziemlich ruhig und flüssig gewesen was eher selten vorkam. Aber vielleicht lag es auch heute an dem Anschlag auf das Regierungsgebäude, weshalb die Leute angst hatten rauszugehen? Don konnte es selbst nicht wirklich sagen aber andererseits störte es ihm nicht, denn so kam er schneller als sonst zu Hause an. Draussen war es bereits dunkel geworden als er vor dem Haus zum stehen kam und seinen Blick darauf warf. Wie lange er Alejandro verhört hatte, wusste er nicht aber darüber wollte er sich auch erstmal keinen Kopf machen. Er war zu Hause. Der einzige Ort an dem er sich wirklich fallen lassen konnte ohne Angst zu haben komplett abzustürzen. Daher zögerte er nicht mehr lange um die Autotüre zu öffnen, diese hinter sich wieder zu schließen um schon direkt darauf zuzusteuern "Hallo?" rief er immer von der Eingangstüre heraus um auf dessen Reaktionen zu warten. "Donnie?" kam sein Vater aus der Küche als er diesen rufen hörte "Was machst du denn schon hier? Vor 20 uhr hatte ich eigentlich nicht mit dir gerechnet gehabt" als sein Vater die Uhrzeit erwähnt hatte, richtete Don selbst seinen Blick auf die uhr, welche gerade erst 19.05 anzeigte. "Ich dachte, ich mach heute früher Schluss" mit diesen Worten zauberte Don seinem Vater ein sanftes Lächeln auf die Lippen. Er genoss es sichtlich, wenn sein Sohn zu ihnen kam. Er wusste selbst, dass er Don viel zu viel zugemutet hatte in den letzten 3 Jahren und auch, dass es falsch war was er ihm im Krankenhaus an den Kopf geworfen hatte "Wie geht es David?" wollte der Ältere gleich wissen "Er ist oben und schläft ein wenig" sprach sein Vater ruhig aus und deutete ihn mit in die Küche "wenn du willst, kannst du mir helfen" sprach er sanft aus woraufhin Don zustimmte und mit seinem Dad das Essen vorbereite. Beide kochten schon früher oft zusammen was dem alten Herren wirklich Spaß machte. So hatte er wenigstens noch so die Möglichkeit gehabt etwas mit Donnie machen zu können wenn er nicht gerade mitten in einem Fall steckte.


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    • Special Agent Waleria Sobolew

      "Kann ich Euch etwas helfen?", fragte die Blondine und musste innerlich ein wenig schmunzeln, dass sie die Ansprechformen in Russisch immer noch beherrschte. Alle älteren Personen wurden immer gesiezt, grundsätzlich, selbst, wenn man sie duzte.. So viel hatte sie definitiv von ihrem Vater noch in Erinnerung, der aber selbst nicht sehr viel Wert auf so etwas legte, ihm war es eher unwichtig, er freute sich, wenn sich seine Tochter denn überhaupt meldete, da fiel ihr selbst ein, dass sie das vielleicht sollte. Jetzt konnte sie nicht mehr, die nächsten mindestens vier Wochen, da war die Frage, was sich ihr Vater wohl dachte. Nun, es war sowieso jetzt nicht mehr zu ändern, es war wie es war und da konnte man auch nichts machen, dachte Waleria jedenfalls.
      Sie wurde kurz gemustert, die ältere Frau runzelte ihre Stirn und schien zu überlegen, aber was hatte sie vor. "Zieh dir was warmes an, Kind!", befahl sie dann, ihr Ton ließ definitiv keine Widersprüche zu. "Du gehst mit Sascha auf den Markt, mir fehlt Gemüse für das Essen". Ein wenig überrascht war die Agentin schon, aber sie nickte, sie würde das tun, was man ihr sagte und sie würde im Haus helfen, vielleicht würde sie sich merken können, wie der Weg zum Markt war und dementsprechend auch selbst laufen, um die beiden Älteren zu entlasten? "Sascha! Geh dich anziehen!", rief die ältere Dame schon ihrem Mann zu, der vom Sessel schreckte, sich aber noch auffing. Ohne Worte war die Blondine dann auch schon hoch gegangen, um sich anzusehen, was sie überhaupt mit hatte. Eine Thermoleggins, die würde sie unter der Hose definitiv warm halten, ein dickes Oberteil, nur dicke Schuhe fehlten ihr, aber das war laut der älteren Frau auch kein Problem, denn kaum war dies angesprochen schon zauberte sie aus dem Schrank ein Paar dicker Schneestiefel. Ob sie zaubern konnte? Oder waren das ihre eigenen? Sie sahen neuwertig aus, waren vor allem passend und hielten warm, die zwei Paar Socken noch dazu. Waleria sah zwar am Ende nicht nur aus, wie ein Schneemann, sie fühlte sich auch so, aber es sollte sie ja warm halten, es sollte sie vor allem nicht zu einem Eisklumpen werden lassen!
      Es schneite draußen und die eigene Sicht war deutlich weniger geworden, als es vorher der Fall schon gewesen ist. In L.A. gab es im Winter Schnee, aber eher wenig, eher gering, es war auch definitiv nicht so kalt, dass man Angst haben musste, sein eigener Atem würde erfrieren. "Hier lang!", rief der ältere Mann und deutete auf eine Richtung, die sich Waleria nicht einmal erklären konnte, sie sah kaum was, erkannte kaum etwas, aber sie wusste direkt, wie man durch diesen dichten, hohen Schnee lief. Große, vor allem sehr hohe Schritte, das hatte sie im düsteren Sibirien gelernt, als sie dort ausgesetzt worden war, aber das war nicht vergleichbar mit jetzt und hier. Hier gab es einen Rückzugsort, hier gab es etwas zu Essen und Sascha schien sich auszukennen, vermutlich lebte er sein ganzes Leben schon hier. Er schien auch kein Problem damit zu haben durch den Schnee zu laufen, mit dem dichten Nebel und weiteren Schneeflocken, die vom Himmel fielen. "Wie kalt haben wir?", fragte die Frau und würde am liebsten ihr Gesicht in einer warmen Decke verstecken. "Vielleicht Minus fünfundzwanzig? Ich weiß es nicht, habe nicht aufs Thermometer geguckt!". In L.A. war es schon viel, wenn die Temperatur überhaupt unter Null fiel.. Allein der Gedanke, wie kalt es hier war ließ es noch kälter werden. "Wir brauchen nicht lange, komm Mädchen!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Special Agent Dominic Walker

      Das Kochen mit seinem Dad verlief eigentlich ganz ruhig. Sie hatten sich über die unterschiedlichsten Dinge unterhalten und lachten auch eigentlich viel dabei was eher selten vorkam. Doch tat es wirklich gut mal über etwas anderes als nur über die Arbeit zu reden. "Hey David" begrüßte der Ältere seinen Bruder als dieser mit noch verschlafenen Augen zu ihnen in die Küche trat "Don? Was machst du denn schon hier?" wollte dieser wissen woraufhin sich Don und sein Vater ansahen und lachen mussten. Ja, das lag wohl wirklich in der Familie. "Einer muss ja Dad helfen beim kochen wenn du schläfst" versuchte er diesen ein wenig zu ärgern wobei aber nur ein "Ja, ja" von dem Jüngeren aus kam. David war noch nie ein Morgenmensch gewesen aber das war Don genauso wenig. Ihr Vater jedoch war immer früh munter und motiviert weshalb sich der schwarzhaarige schon oft fragte, woher dieser nur die Energie dafür nahm. Doch schüttelte er den Gedanken schnell wieder weg als David ihm gegenüber von der Arbeitsplatte auf einen der Hocker platz nahm, nachdem er sich aus dem Kühlschrank was zu trinken geholt hatte und ihm dabei zusah, wie er den Salat zubereitete. "Geht es dir schon besser?" fragte Don etwas besorgt nach nachdem was er im Krankenhaus von ihm erlebt hatte. Das war nun wirklich nicht David's Art gewesen aber die Ärztin meinte ja, dass es solche Auswirkungen auf Entführungen haben konnte. Aber warum war das dann nicht bei ihm der Fall gewesen? Lag es vielleicht daran, dass er aufgrund seines Jobs damit anders umging? Schließlich bekam er Dinge zu sehen, welchen er niemanden wünschte zu sehen. Daher versuchte er auch des Öfteren zu verhindern, dass David Bilder sah, welche er vielleicht niemals wieder vergessen würde. "Ja, geht schon" lächelte er ihm sanft zu, was Don selbst etwas zum schmunzeln brachte bevor er mit dem Salat fertig wurde und mit ihm anfing den Tisch zu decken. Anschließend wurde dann auch schon sein Vater mit den Steaks fertig weshalb sIch alle drei an den Tisch setzten und gemeinsam den Abend genossen. Danach begab sich David in die Garage währenddessen half er beim abräumen bevor sich dieser sich mit einer Flasche Bier aus dem Kühlschrank aufs Sofa setzte, sein Handy aus der Tasche holte und drauf sah ob irgendwelche Neuigkeiten kamen, doch war nichts gekommen. Selbst von Waleria war keine Benachrichtigung gekommen. Dass sie untertauchen musste war ja klar gewesen aber hätte sie nicht wenigstens ein Lebenszeichen von ihr geben können? //was würde das dann noch für einen Sinn machen unterzutauchen//, schoss es ihm durch den Kopf weshalb er seufzte. Manchmal war sein Wunsch manchmal schneller gewesen als was es sein Verstand war. "Wo steckt eigentlich diese Waleria? Ich hab sie seit dem Besuch im Krankenhaus nicht mehr gesehen" kam dann sein Vater ebenfalls mit einer Flasche Bier zu ihm ins Wohnzimmer und setzte sich auf einen der einzelnen Sessel. "Ich habe keine Ahnung" kam es gedankenverloren aus dem Agenten heraus während sein Blick auf die Flasche gerichtet war "Die CIA hat ihr befohlen unterzutauchen solange ihre Identität auf dem Spiel steht" sprach er weiter woraufhin sein Dad verstand und selbst nichts mehr sagte. Sein Dad sah selbst, dass dies nicht einfach so an Don vorbeiging. Er sprach zwar selten darüber was ihn und seine Gefühle betrafen aber man konnte ihm deutlich ansehen, dass es ihn beschäftigte. Eine Weile saßen beide einfach nur still da was Don wirklich begrüßte bevor ihm dann was einfiel. Adam war doch in die ganze Operation eingeweiht gewesen, dann müsste er doch was über den Typen in seiner Datenbank haben, oder? Daher wählte er dessen Nummer und wartete darauf, dass dieser rangehen würde. "Adam? Hier ist Don. Ich bräuchte mal deine Hilfe. Sagt dir der Name Sascha Wassilijew etwas?" ließ er den Namen von seinen Lippen als dann plötzlich auch sein Vater aufsah. Dieser hatte zwar immer wenig mitbekommen was die Fälle von Dominic angingen aber selbst er würde den Namen nicht so schnell vergessen. Wieso fragte sein älterer Sohn nach ihm? Laut Lucas wurde er doch vom FBI erschossen weshalb es ihm damit leichter ging zu wissen, dass Don nun in Sicherheit war.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"