Vogelfrei waren sie beide nicht und Rikiya würde lügen, behauptete er, er hätte nicht einen ganzen Berg voller Arbeit vor sich - es wäre nicht rechtens, sein Volk obgleich seiner Selbstsucht einfach leiden zu lassen und noch weniger wäre es in Ordnung, all diese Aufgaben an jemanden wie seine Tochter abzuwälzen. Khojin würde ihn rügen und verteufeln, käme ihm ein Wort über Caelan und seine eigene, jugendliche Unvernunft über den Mund - er wollte gar nicht dafür geahndet werden, noch weniger wollte er sich anhören müssen, wie sehr er andere leiden ließ, nur, um sich selbst ein kleines Stück besser zu fühlen und dennoch hatte er die letzten Jahre irgendwie nur das gemacht, wonach sich andere sehnten. Egal, welchen Lückenfüller es bedurfte, ihr König war es, der für sie einsprang und sich keine Lorbeeren auf seinem Haupt pflanzte, weil er nicht glaubte, dass er diese Art von Anerkennung und Liebe jemals verdient hätte, weil er nicht mehr war, als ein biegsames Stück Holz. "Und an meine Stimme, kannst du dich daran noch erinnern? An das Herumgeflüster und die eigenbrötlerische Art, wenn du mal wieder zu grob warst?", neckte er Caelan in lieblichen Tönen, als würde er selbst glauben, man könnte ihn doch gar nicht erst vergessen. Vielleicht aber konnte man das, und womöglich war das auch gar nicht so verkehrt. Rikiya wollte nie, dass man ihm Ewigkeiten nachtrauerte, gleich wenig, wie er je gewollt hatte, dass man ihm nachrannte oder um ihn trauerte, weil er nun einmal mehr nichts weiter als ein vergängliches Phantom war, das im letzten Eck eines Gedächtnisses schon Staub ansammelte. "Aber theoretisch würde ich das gar nicht noch einmal wollen - wir sollten diejenigen sein dürfen, wie wir wirklich sind."
Sich weiter zu verstecken und darauf zu hoffen, die Sinnesflut der Gerechtigkeit würde ihnen das gebe, wonach sie verlangten und ihnen jedweden Wunsch von den müden Augen ablesen, das wäre nicht möglich. Über Darragh, bis hin zu diesem Krieg, über nichts wollte Rikiya sich so wirklich unterhalten, weil die Wunden und Kerben in seinem Inneren noch immer riesiger waren als all das, dass die Vergänglichkeit der Zeit wirklich zu heilen vermochte. "Mhm, aber mach dir darüber nicht zu viele Gedanken, sonst zerreißt du dir nur den hübschen Kopf. Sieh' es so: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Rain sah seinem alten Herren vielleicht in seinen Wesenszügen unähnlich und rankte nicht gerade aus grober Masse empor, noch war er so wuchtig, wie es sein ergrauender Vater war, aber im Grunde genommen schienen sie Vorlieb an derselben - oder einer ähnlichen - Art von Mann zu finden. Beinahe war das komisch und vielleicht war es irgendwie schon lustig, wenn er so bedachte, was er sich damit eigentlich alles antat. "Das denke ich auch bei weitem nicht. Ich glaube viel eher, dass jemand oder etwas Hand anlegen müsste, um diesen König vom Thron zu wissen und Fhaergus wieder zu befreien. Will ich wissen, was sie mit denjenigen anstellen, die sich nicht fügen wollen?" Caelans Männer waren wohl eher wie er - ungestüm und rau, so wie die Windböen im Winter und die eiskalten Berge zu jeder Jahreszeit. Sich einem Regime zu fügen, dem man wenig abgewinnen konnte, das würden die Wenigsten von ihnen. Vielleicht aber war es auch so, dass er sich alles wiederum schwarzmalte und Ronan konnte nicht anders, als darüber ein wenig zu kichern, als wäre er selbst noch unbesonnen - er genoss die Aufmerksamkeit seines Lieblingsmenschen, seiner besseren Hälfte, noch immer immens und jede Berührung war wie ein kleines Feuerwerk, das nur ihm zuteil werden sollte. "Wir waren noch nie gut darin, unsere Finger bei uns zu behalten.", stellte Rikiya fest, als würde das irgendeinen Unterschied machen. Tat es das denn je? Beiläufig steckte er eine seiner Hände zwischen die Schichten der Kleidung, die Caelan trug - ob er damit zu weit ging, wusste er nicht, aber er konnte sich ja darauf herausreden, dass Caelan noch immer so wohlig warm war.
Sich weiter zu verstecken und darauf zu hoffen, die Sinnesflut der Gerechtigkeit würde ihnen das gebe, wonach sie verlangten und ihnen jedweden Wunsch von den müden Augen ablesen, das wäre nicht möglich. Über Darragh, bis hin zu diesem Krieg, über nichts wollte Rikiya sich so wirklich unterhalten, weil die Wunden und Kerben in seinem Inneren noch immer riesiger waren als all das, dass die Vergänglichkeit der Zeit wirklich zu heilen vermochte. "Mhm, aber mach dir darüber nicht zu viele Gedanken, sonst zerreißt du dir nur den hübschen Kopf. Sieh' es so: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Rain sah seinem alten Herren vielleicht in seinen Wesenszügen unähnlich und rankte nicht gerade aus grober Masse empor, noch war er so wuchtig, wie es sein ergrauender Vater war, aber im Grunde genommen schienen sie Vorlieb an derselben - oder einer ähnlichen - Art von Mann zu finden. Beinahe war das komisch und vielleicht war es irgendwie schon lustig, wenn er so bedachte, was er sich damit eigentlich alles antat. "Das denke ich auch bei weitem nicht. Ich glaube viel eher, dass jemand oder etwas Hand anlegen müsste, um diesen König vom Thron zu wissen und Fhaergus wieder zu befreien. Will ich wissen, was sie mit denjenigen anstellen, die sich nicht fügen wollen?" Caelans Männer waren wohl eher wie er - ungestüm und rau, so wie die Windböen im Winter und die eiskalten Berge zu jeder Jahreszeit. Sich einem Regime zu fügen, dem man wenig abgewinnen konnte, das würden die Wenigsten von ihnen. Vielleicht aber war es auch so, dass er sich alles wiederum schwarzmalte und Ronan konnte nicht anders, als darüber ein wenig zu kichern, als wäre er selbst noch unbesonnen - er genoss die Aufmerksamkeit seines Lieblingsmenschen, seiner besseren Hälfte, noch immer immens und jede Berührung war wie ein kleines Feuerwerk, das nur ihm zuteil werden sollte. "Wir waren noch nie gut darin, unsere Finger bei uns zu behalten.", stellte Rikiya fest, als würde das irgendeinen Unterschied machen. Tat es das denn je? Beiläufig steckte er eine seiner Hände zwischen die Schichten der Kleidung, die Caelan trug - ob er damit zu weit ging, wusste er nicht, aber er konnte sich ja darauf herausreden, dass Caelan noch immer so wohlig warm war.
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.