"Wirklich wirklich? Oder sagst du das jetzt nur, damit ich Shuren nicht noch mehr Sachen frage?", murmelte sie. Vermutlich hatte der Bär auch einfach keine Lust, mit diesem Sack zu reden - es war in Ordnung, zumindest für sie, hatte sie doch keinerlei Ahnung, wie Shuren auf derartige Neuigkeiten reagieren würde. Was, wenn er meinte, dass das alles zu viel des Guten war? Was, wenn es ihn nun einmal nicht mehr interessierte, Caelan zu beherbergen und seine ganze Situation einem lausigen Schaf anzupassen, dass sich einfach nach Thria gewurmt hatte und keinem eine wohlverdiente Pause gönnte? Früher oder später würde er eben wissen müssen, was gut oder schlecht für ihn war - und früher oder später wäre Caelan wieder auf sich allein gestellt. Oyu wollte das nicht, aber sie konnte ihm schlecht hinterherlaufen und mit ihm für den Rest ihres Lebens durch die thrianische Landschaft wandern, bis sie noch jemanden verlor, der ihr irgendwann, irgendwo einmal wichtig geworden war und sie daran erinnerte, dass die Welt sich nicht um sich drehte, sondern viel lieber dafür sorgte, dass sie ihren Verstand verlor, weil sie es nicht anders verdiente.
"Ich finde, Adrestianer sollten sich mehr prügeln. Mein Vater meinte immer, dass er das in seiner Jugend sehr oft zum Spaß gemacht hat, aber seitdem Krieg herrscht hat kaum einer Energie für solche Lappalien." Jung wurden sie wegbeordert und von ihrer Familie entsendet, um nie wieder heimzukehren; sie starben jung, ob sie wollten oder nicht, und die Wenigsten von ihnen hatten Zeit, eine eigene Familie zu gründen. Auf der adrestianischen Seite musste es nicht wirklich anders aussehen, aber Caelan schien zumindest einer der Glücklichen zu sein, die noch gewisse, familiäre Ansätze hatten, die aber auch langsam mit dem Regelbild einer verkorksten Welt verschwammen. "Dann kannst du mich ab jetzt beschützen, wie wärs damit?", lachte sie, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie konnte auf sich selbst aufpassen. Oyu lehnte ihren Kopf gegen Caelans Arm und starrte sinnlos durch den Raum, während sie versuchte, herauszufinden, wieso sie sich noch immer hier aufhielt - sie hatte ein eigenes Zimmer bekommen, in welchem sie genau so gut bleiben konnte, aber ... eigentlich wollte sie das nicht. "Hm, das hört sich so an als ob ich mir jemanden angeln muss ... ah, aber ich habe ja noch Zeit!" Das stimmte - sie hatte wenigstens etwas. "Kinder? Pff, nein. Aber jetzt wo du es erwähnst ... ich glaube Muhan wächst ein Bart? Mein Vater hatte auch einen! Und manche Wachen haben ziemlich lustige, aber die Meisten stutzen ihn sich, keine Ahnung warum. Ich wette, mir würde auch ein Bart stehen!" Ohne einen großen Hehl daraus zu machen nahm sie eine lange Haarsträhne und klemmte sie sich zwischen Nase und Oberlippe ein. Dann sah sie wieder zu Caelan. "Und? Bin ich nicht hübsch?", kicherte sie. Dann verwarf sie ihr eigenes, bärtiges Konzept und streckte sich. "Ich muss noch wachsen, aber nicht wirklich? Also, nur ein bisschen ... hmmm, bist du müde? Ich bin mir sicher, sie haben hier irgendwo Karten- oder Brettspiele, wenn du willst!"
"Ich finde, Adrestianer sollten sich mehr prügeln. Mein Vater meinte immer, dass er das in seiner Jugend sehr oft zum Spaß gemacht hat, aber seitdem Krieg herrscht hat kaum einer Energie für solche Lappalien." Jung wurden sie wegbeordert und von ihrer Familie entsendet, um nie wieder heimzukehren; sie starben jung, ob sie wollten oder nicht, und die Wenigsten von ihnen hatten Zeit, eine eigene Familie zu gründen. Auf der adrestianischen Seite musste es nicht wirklich anders aussehen, aber Caelan schien zumindest einer der Glücklichen zu sein, die noch gewisse, familiäre Ansätze hatten, die aber auch langsam mit dem Regelbild einer verkorksten Welt verschwammen. "Dann kannst du mich ab jetzt beschützen, wie wärs damit?", lachte sie, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie konnte auf sich selbst aufpassen. Oyu lehnte ihren Kopf gegen Caelans Arm und starrte sinnlos durch den Raum, während sie versuchte, herauszufinden, wieso sie sich noch immer hier aufhielt - sie hatte ein eigenes Zimmer bekommen, in welchem sie genau so gut bleiben konnte, aber ... eigentlich wollte sie das nicht. "Hm, das hört sich so an als ob ich mir jemanden angeln muss ... ah, aber ich habe ja noch Zeit!" Das stimmte - sie hatte wenigstens etwas. "Kinder? Pff, nein. Aber jetzt wo du es erwähnst ... ich glaube Muhan wächst ein Bart? Mein Vater hatte auch einen! Und manche Wachen haben ziemlich lustige, aber die Meisten stutzen ihn sich, keine Ahnung warum. Ich wette, mir würde auch ein Bart stehen!" Ohne einen großen Hehl daraus zu machen nahm sie eine lange Haarsträhne und klemmte sie sich zwischen Nase und Oberlippe ein. Dann sah sie wieder zu Caelan. "Und? Bin ich nicht hübsch?", kicherte sie. Dann verwarf sie ihr eigenes, bärtiges Konzept und streckte sich. "Ich muss noch wachsen, aber nicht wirklich? Also, nur ein bisschen ... hmmm, bist du müde? Ich bin mir sicher, sie haben hier irgendwo Karten- oder Brettspiele, wenn du willst!"
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.