Nayantai rümpfte die Nase. Rain sollte tun und lassen, was er wollte, so viel stand ihm auch zu, doch gleichermaßen wusste der Wolf nicht so recht, so er mit seinem Kopf hin sollte - durch die Wand funktionierte in diesem Fall nicht, und sich unzureichend zu artikulieren war auch weniger schlau als anfangs gedacht. Ein Seufzer war alles, was er dazu noch sagen wollte; Nayantai wollte sich weder streiten, noch im Unrecht wissen, und doch hatte er keine wahrhafte Muse dazu, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Rain würde Recht behalten, das war ihm beinahe schon klar, aber gleichzeitig wollte er nun einmal nicht mehr als seine wohlverdiente Ruhe, nebst der Empfindung, dass er für heute definitiv noch nicht genug getan hatte. "Aber egal. Ich hole uns etwas zu essen.", grummelte er und zwang sich in seine Schuhe, die durchaus durchgelatscht wirkten, bevor er sich duckte und aus dem Zelt verschwand. Der Schnee war gleißend weiß und brannte beinahe in seinen Augen; kleine Wölkchen scharten sich um seinen Mund, kaum atmete er einmal aus, und ein ihm unbekanntes Frösteln stieg durch seinen Körper, der ihm wohl vermitteln wollte, dass er alles war, nur nicht mehr für die thrianische Wildnis gemacht. Erneut schnaubte der Wolf unzufrieden und machte sich auf den Weg in das Siedlungszentrum. Leer war sie nicht, das war sie noch nie, aber von spielenden, schreienden Kindern und alten Greisen, die schalkhaft von ihrer Jugend berichteten fehlte dennoch jede Spur.
Reges Treiben beschrieb man anders, und doch war es ihm gar recht, nicht mit Anderen interagieren zu müssen; einfacher war es, wenn er sich auf sich selbst fokussierte und noch viel besser war es, wenn er keine dummen Fragen mehr beantworten musste, weil die Fragesteller sich in dicke Schneeflocken aufgelöst hatten, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgten. Der Geruch von rohem Fleisch, abartig wie er war, stieg ihm bald schon in die Nase; die Karkassen ihrer letzten Jagd ließen sie ausbluten, so gut sie konnten, aber das änderte auch an dem Geruch nichts. Je länger Nayantai seinen leisen Spaziergang durch die Siedlung machte, desto mehr überschwemmte ihn eine nervige Welle der Nostalgie; das Verlangen danach, wieder ein Welpe zu sein, der es im Leben noch einfach hatte, aber das stand eben nicht zur Option. Nayantai bog ab, zwischen zwei Zelte, irgendwohin, so lange er seinen Kopf freibekam ... ob er noch jemanden fand, den er wirklich kannte? Eigentlich wollte er es sich gar nicht ausmalen, aber gleichzeitig wollte er für den Moment nur seine Ruhe, selbst, wenn das bedeutete, dass er aus dieser verdammten Siedlung wandern musste - so vereinsamt, wie sie war, fiel das ohnehin keinem auf.
Rikiya war derjenige, der seinen Kopf zuerst in das riesige Zelt steckte und einen Blick auf Rain, nicht aber Nayantai erhaschte. "Guten Morgen!", begrüßte er den Blonden, der durchaus seit einiger Zeit wach zu sein schien und sich liebend gerne auf seinem Bett wälzte - wenigstens war es bequem. Zumindest glaubte der König der Wölfe das. All das, wonach Rain gefragt hatte, hatte er mit sich gebracht; und jemanden, der ihm dabei half, die einigermaßen losen Papiere durch die Gegend zu schleppen. "Du kannst es hier ablegen.", meinte er nur zu der wolfähnlichen Gestalt, die knapp durch das Zelt huschte und den Stapel auf einen Tisch in der Mitte platzierte; einen Blick auf Rain schien er erhaschen zu wollen, bevor er schnellen Schrittes wieder hinter seinem König verschwand. "Danke. Das ist alles.", lachte Rikiya zufrieden und sein Schatten verneigte sich, bevor er wieder in das Schneegestöber vor dem Zelteingang schlüpfte. Prüfend warf er einen erneuten Blick durch das Zelt, aber auch der Vorhang war nicht zugezogen und Nayantai schien wie in Luft aufgelöst ... komisch. "Hast du gut geschlafen?" Rikiya legte seinen schweren Mantel ab und klopfte sich etwas Schnee von den Schultern, bevor er durch das Zelt wanderte und die Feuerstelle wieder entzündete; gleichzeitig stellte er einen Kessel Wasser auf, für etwas Tee. Seine Augen wanderten zu seinem eigenen Bett - zu dem offensichtlich fehlendem Buch - und zu dem, in dem Rain gerade schmökerte. Ernsthaft? Rikiya prustete. "Verstehst du irgendetwas?", erkundigte er sich neugierig, bevor er sich über Rains Schulter beugte. Hoffentlich nicht.
Reges Treiben beschrieb man anders, und doch war es ihm gar recht, nicht mit Anderen interagieren zu müssen; einfacher war es, wenn er sich auf sich selbst fokussierte und noch viel besser war es, wenn er keine dummen Fragen mehr beantworten musste, weil die Fragesteller sich in dicke Schneeflocken aufgelöst hatten, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgten. Der Geruch von rohem Fleisch, abartig wie er war, stieg ihm bald schon in die Nase; die Karkassen ihrer letzten Jagd ließen sie ausbluten, so gut sie konnten, aber das änderte auch an dem Geruch nichts. Je länger Nayantai seinen leisen Spaziergang durch die Siedlung machte, desto mehr überschwemmte ihn eine nervige Welle der Nostalgie; das Verlangen danach, wieder ein Welpe zu sein, der es im Leben noch einfach hatte, aber das stand eben nicht zur Option. Nayantai bog ab, zwischen zwei Zelte, irgendwohin, so lange er seinen Kopf freibekam ... ob er noch jemanden fand, den er wirklich kannte? Eigentlich wollte er es sich gar nicht ausmalen, aber gleichzeitig wollte er für den Moment nur seine Ruhe, selbst, wenn das bedeutete, dass er aus dieser verdammten Siedlung wandern musste - so vereinsamt, wie sie war, fiel das ohnehin keinem auf.
Rikiya war derjenige, der seinen Kopf zuerst in das riesige Zelt steckte und einen Blick auf Rain, nicht aber Nayantai erhaschte. "Guten Morgen!", begrüßte er den Blonden, der durchaus seit einiger Zeit wach zu sein schien und sich liebend gerne auf seinem Bett wälzte - wenigstens war es bequem. Zumindest glaubte der König der Wölfe das. All das, wonach Rain gefragt hatte, hatte er mit sich gebracht; und jemanden, der ihm dabei half, die einigermaßen losen Papiere durch die Gegend zu schleppen. "Du kannst es hier ablegen.", meinte er nur zu der wolfähnlichen Gestalt, die knapp durch das Zelt huschte und den Stapel auf einen Tisch in der Mitte platzierte; einen Blick auf Rain schien er erhaschen zu wollen, bevor er schnellen Schrittes wieder hinter seinem König verschwand. "Danke. Das ist alles.", lachte Rikiya zufrieden und sein Schatten verneigte sich, bevor er wieder in das Schneegestöber vor dem Zelteingang schlüpfte. Prüfend warf er einen erneuten Blick durch das Zelt, aber auch der Vorhang war nicht zugezogen und Nayantai schien wie in Luft aufgelöst ... komisch. "Hast du gut geschlafen?" Rikiya legte seinen schweren Mantel ab und klopfte sich etwas Schnee von den Schultern, bevor er durch das Zelt wanderte und die Feuerstelle wieder entzündete; gleichzeitig stellte er einen Kessel Wasser auf, für etwas Tee. Seine Augen wanderten zu seinem eigenen Bett - zu dem offensichtlich fehlendem Buch - und zu dem, in dem Rain gerade schmökerte. Ernsthaft? Rikiya prustete. "Verstehst du irgendetwas?", erkundigte er sich neugierig, bevor er sich über Rains Schulter beugte. Hoffentlich nicht.
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.