"Mhm", den Wolf freute es auch - das bedeutete, er könnte eventuell nach draußen gehen, wie ein Kind im Schnee herumtollen und versuchen, jede einzelne Schneeflocke zu fangen, die er eventuell von einem Baum schütteln konnte. Es würde schön sein, wäre er erst wieder dort draußen und konnte sich austoben, das aufholen, das er im Kerker missen musste - die altbekannte Kälte würde sich wieder in ihm festsetzen, würde vermutlich noch mehr Erinnerungen in ihm wachrütteln, als die, die ohnehin schon lose in seinem Kopf umherschwirrten. Was wollte er da draußen tun? Darauf hoffen, dass ihm etwas einfiel, das ihn motivierte, nicht den ganzen Tag faul herumzuliegen und ein einziges Buch zu lesen, das er entziffern musste, weil der Autor nicht mehr als ein unwissendes Schaf war? Ehrlich gesagt wusste es der Wolf nicht, konzentrierte sich aber im Moment auch lieber auf Rain, anstatt darauf, was ihm später bespaßen sollte - wenn der Schnee selbst nicht genug war, dann konnte er noch immer versuchen, einen Schneemann zu bauen, oder sich in den Schneemassen zu vergraben, die sich vor den schweren Türen eines dunklen Steinhauses aufbauten.
Konnten sie einander helfen, eine Stütze sein, oder waren sie dazu verdammt, nebeneinander her zu existieren, bis sich ihre Wege wieder trennten und die Erinnerungen an Momente wie diese nicht mehr sein würden, als eben das? Hatte er Verlustängste, weil er sowieso nichts mehr hatte, oder hing er wirklich an dem Schaf, das nicht mehr tat, als nett zu ihm zu sein? Nayantai glaubte nicht, dass er sich viel auf die Beziehung einbilden sollte, die er hier hatte, aber das Gefühl, dass es mehr als nichts war, war durchaus präsent - würde Rain ihm nur dabei helfen wollen, seine Wunden zu lecken, dann würde er ihn nicht so nahe an sich heranlassen - und würde er wirklich alle Schafe hassen, dann hätte er den Fürsten schon längst in der Luft zerrissen. "Wachst du oft auf?", wollte er wissen, hatte er doch kaum bis gar nichts von Rains Eskapaden in der letzten Nacht mitbekommen. Sein Schlaf war noch nie sonderlich tief gewesen, ob sich auch das geändert hatte, seitdem er hier war? Oder entschied er sich einfach unterbewusst dazu, das Lamm zu ignorieren? "Wenn es nicht meine Schuld ist, dann beruhigt mich das zumindest ... etwas." Woran konnte es sonst liegen? Daran, dass seine Tage gezählt waren und dass das Schaf sich lediglich an den dünnen Faden klammerte, der drohte, zu reißen? Oder ging es Rain gleich wie ihm?
Nayantai schüttelte den Kopf - wenn Rain darüber reden wollte, dann würde er es tun - selbst dann, wenn der Wolf nicht verstand. "Auf mir? Ich ... es stört mich nicht, also ja, gerne", bemerkte er verwundert und glaubte, dass seine eigenen Wangen gerade eben um ein paar Grad wärmer geworden waren. Der Prinz der Wölfe verkehrte mit einem adeligen Lamm, dessen beider Tage gezählt waren ... und dann war es auch noch er, der sich peinlich berührt fühlte, weil man ihn als Kissen missbrauchte, obwohl es doch auch ausgerechnet er war, der seine Pranken nicht von Rain lassen konnte. "Hast du zumindest etwas geträumt?" Wieso löcherte er Rain auch nur mit Fragen? Eher sah er so aus, als wollte er den Moment genießen und keinem verzweifelten Hund dabei beobachten, wie er sich wieder mehr auf die Situation einbildete, als es eigentlich zu sehen gab. Ob er aufhören sollte, das Lamm zu streicheln? Nein. Das würde er sich nicht nehmen lassen.
Konnten sie einander helfen, eine Stütze sein, oder waren sie dazu verdammt, nebeneinander her zu existieren, bis sich ihre Wege wieder trennten und die Erinnerungen an Momente wie diese nicht mehr sein würden, als eben das? Hatte er Verlustängste, weil er sowieso nichts mehr hatte, oder hing er wirklich an dem Schaf, das nicht mehr tat, als nett zu ihm zu sein? Nayantai glaubte nicht, dass er sich viel auf die Beziehung einbilden sollte, die er hier hatte, aber das Gefühl, dass es mehr als nichts war, war durchaus präsent - würde Rain ihm nur dabei helfen wollen, seine Wunden zu lecken, dann würde er ihn nicht so nahe an sich heranlassen - und würde er wirklich alle Schafe hassen, dann hätte er den Fürsten schon längst in der Luft zerrissen. "Wachst du oft auf?", wollte er wissen, hatte er doch kaum bis gar nichts von Rains Eskapaden in der letzten Nacht mitbekommen. Sein Schlaf war noch nie sonderlich tief gewesen, ob sich auch das geändert hatte, seitdem er hier war? Oder entschied er sich einfach unterbewusst dazu, das Lamm zu ignorieren? "Wenn es nicht meine Schuld ist, dann beruhigt mich das zumindest ... etwas." Woran konnte es sonst liegen? Daran, dass seine Tage gezählt waren und dass das Schaf sich lediglich an den dünnen Faden klammerte, der drohte, zu reißen? Oder ging es Rain gleich wie ihm?
Nayantai schüttelte den Kopf - wenn Rain darüber reden wollte, dann würde er es tun - selbst dann, wenn der Wolf nicht verstand. "Auf mir? Ich ... es stört mich nicht, also ja, gerne", bemerkte er verwundert und glaubte, dass seine eigenen Wangen gerade eben um ein paar Grad wärmer geworden waren. Der Prinz der Wölfe verkehrte mit einem adeligen Lamm, dessen beider Tage gezählt waren ... und dann war es auch noch er, der sich peinlich berührt fühlte, weil man ihn als Kissen missbrauchte, obwohl es doch auch ausgerechnet er war, der seine Pranken nicht von Rain lassen konnte. "Hast du zumindest etwas geträumt?" Wieso löcherte er Rain auch nur mit Fragen? Eher sah er so aus, als wollte er den Moment genießen und keinem verzweifelten Hund dabei beobachten, wie er sich wieder mehr auf die Situation einbildete, als es eigentlich zu sehen gab. Ob er aufhören sollte, das Lamm zu streicheln? Nein. Das würde er sich nicht nehmen lassen.
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.