"So schlimm wars dann auch wieder nicht!", echauffierte Oyu sich weiterhin, wie der kleine, lästige Gnom den sie nun einmal immer und immer wieder mimen würde. Natürlich bestand keine Schande darin, wenn sie das tat und Caelan einfach die Leviten las, sie war sich aber nicht sonderlich uneins damit, dass sie in ihrem Leben schon so manches vielleicht falsch angegangen war. "Aber was ist, wenn ich dich beschützen soll? Dann kann ich doch nicht weit weg von jedem Kampf sein!", beschwerte sie sich, aber dabei hörte sie sich wie ein übereifriges Kind an, das den Ernst der Lage nicht verstehen konnte, oder vielleicht nicht verstehen wollte. "Messer oder Schwert, ich glaube das ist alles gleich groß für mich, oder? Also, im Vergleich zu dir." Caelan war für Oyu noch immer ein Riese mit dem sie sich nie messen könnte, aber daran zu zweifeln und darauf zu hoffen, dass sich an ihrer Beziehung einfach nie etwas änderte, würde keiner Person helfen. "Also bist du einfach nur etwas weniger als ein König in deiner Heimat?" Ihre Augen funkelten wie Strasssteinchen auf einem Kleid es tun sollten, als hörte sie gerade zum ersten Mal davon, dass der Titel wie Caelan ihn trug - oder getragen hatte - auch etwas bedeutete. War Oyu wirklich an solchen Dingen interessiert? "Aber dann bist du doch allein in Gefahr, das will ich auch nicht! Kannst du nicht einfach all deine Schafe hierher bringen, oder so? Damit ihr alle eine große, glückliche Herde seid? Unser König hat doch bestimmt nichts dagegen wenn ihr euch benehmt!" Oyu verstand wohl auch nicht ganz, dass jahrzehntelanger Krieg sich nicht über Nacht aus der Welt schaffen ließ und dass keiner vor ihr diesen Weg gewählt hatte, weil er unerreichbar war. So viel stand nun einmal fest, auch, wenn sie das wohl nicht hören wollen würde. Enttäuscht ließ sie ihre Schultern sacken und sah an Caelans Gesicht vorbei zu den Sternen. Freuen? Ihr Vater hörte ihr doch nicht einmal richtig zu ...
Gerade da schwelgte sie in Gedanken, die um ihren Vater kreiselten. Oyu wollte nicht so sein und glaubte auch nicht, dass es ihr dienlich wäre, wenn sie einfach so - mir nichts dir nichts - zu eben jener Entscheidung käme, dass es wohl in Ordnung sei, wenn sie nur in der Vergangenheit lebte. Caelan schien wohl mehr davon zu halten, sie aufzuziehen und Oyu, die das auch nicht ganz verstehen wollte, funkelte ihn finster an. "Bäh, als ob! Jungs sind widerlich!" Wahrscheinlich war sie auch einfach zu jung, um irgendwie daran zu denken, dass sie jemanden lieben konnte, der nicht ihre Familie war - zumindest schien das einleuchtend. "Wieso bin ich jetzt wieder seltsam?", wollte sie auch gleich wissen. Sie streckte Caelan gar die Zunge heraus und grummelte ein wenig, als hätte sie etwas gehört, das sie gar nicht hören wollte. Oyu schein sich wirklich nicht ändern zu können, oder vielleicht gar zu wollen. "Das hört sich nervig an, du würdest doch sicher viel lieber mit mir irgendwo eine Hütte haben als mit diesen ganzen alten Männern, die dich nicht verstehen!" Als wäre Caelan ein Mädchen in Oyus Alter, das genau die gleichen Gedanken hegte wie sie - sich von einem alten Greis dumm ausnutzen lassen, wo käme man da denn hin? "Nur, weil das in hundert Jahren vielleicht mal passiert, heißt das nicht, dass das bald ist.", grummelte sie. Caelan war wohl auch nicht gerade jemand, der ewig Vater spielen wollte - Oyu wäre nicht ewig klein und süßlich oder leicht zu handhaben, so wie sie jetzt war. "Hm, ja! Mit dir reden, oder hier herumliegen und die Sterne anschauen - das reicht doch, oder?" Zu viel war ihr schon sauer aufgestoßen, aber alles war besser, als sich mit diesem dummen Shuren herumzuschlagen. "Wer weiß das schon ... du willst mich loswerden, oder?" Es klang weniger wie ein Vorwurf als dass es wie eine Feststellung klang und Oyu, die sich einfach nicht abwimmeln lassen wollte, grinste Caelan ein wenig an. "Kann ich morgen mit dir mitkommen? Ich will das auch tun, aber ... ich habe Angst, wenn ich alleine bin.", gestand sie knapp und setzte sich schließlich wieder auf - sie wollte nicht nur herumliegen und auf bessere Zeiten hoffen. "Weil du schon alt bist?", wollte sie wissen. "Also, bitte ist bitte und danke ist danke. Guten Morgen kann ich dir ja morgen beibringen.", witzelte sie. "Siehst du die Sterne überhaupt?"
Gerade da schwelgte sie in Gedanken, die um ihren Vater kreiselten. Oyu wollte nicht so sein und glaubte auch nicht, dass es ihr dienlich wäre, wenn sie einfach so - mir nichts dir nichts - zu eben jener Entscheidung käme, dass es wohl in Ordnung sei, wenn sie nur in der Vergangenheit lebte. Caelan schien wohl mehr davon zu halten, sie aufzuziehen und Oyu, die das auch nicht ganz verstehen wollte, funkelte ihn finster an. "Bäh, als ob! Jungs sind widerlich!" Wahrscheinlich war sie auch einfach zu jung, um irgendwie daran zu denken, dass sie jemanden lieben konnte, der nicht ihre Familie war - zumindest schien das einleuchtend. "Wieso bin ich jetzt wieder seltsam?", wollte sie auch gleich wissen. Sie streckte Caelan gar die Zunge heraus und grummelte ein wenig, als hätte sie etwas gehört, das sie gar nicht hören wollte. Oyu schein sich wirklich nicht ändern zu können, oder vielleicht gar zu wollen. "Das hört sich nervig an, du würdest doch sicher viel lieber mit mir irgendwo eine Hütte haben als mit diesen ganzen alten Männern, die dich nicht verstehen!" Als wäre Caelan ein Mädchen in Oyus Alter, das genau die gleichen Gedanken hegte wie sie - sich von einem alten Greis dumm ausnutzen lassen, wo käme man da denn hin? "Nur, weil das in hundert Jahren vielleicht mal passiert, heißt das nicht, dass das bald ist.", grummelte sie. Caelan war wohl auch nicht gerade jemand, der ewig Vater spielen wollte - Oyu wäre nicht ewig klein und süßlich oder leicht zu handhaben, so wie sie jetzt war. "Hm, ja! Mit dir reden, oder hier herumliegen und die Sterne anschauen - das reicht doch, oder?" Zu viel war ihr schon sauer aufgestoßen, aber alles war besser, als sich mit diesem dummen Shuren herumzuschlagen. "Wer weiß das schon ... du willst mich loswerden, oder?" Es klang weniger wie ein Vorwurf als dass es wie eine Feststellung klang und Oyu, die sich einfach nicht abwimmeln lassen wollte, grinste Caelan ein wenig an. "Kann ich morgen mit dir mitkommen? Ich will das auch tun, aber ... ich habe Angst, wenn ich alleine bin.", gestand sie knapp und setzte sich schließlich wieder auf - sie wollte nicht nur herumliegen und auf bessere Zeiten hoffen. "Weil du schon alt bist?", wollte sie wissen. "Also, bitte ist bitte und danke ist danke. Guten Morgen kann ich dir ja morgen beibringen.", witzelte sie. "Siehst du die Sterne überhaupt?"
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.