Haikyuu RPG (Marien und Kolenta)

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Testuro Kuroo

      Es war wirklich ein Kinderspiel ihre die Hitze ins Gesicht zu treiben und es machte mir auch noch verboten viel Spaß. Kurz überlegte ich sie noch etwas weiter zu necken, entschied mich schließlich dann aber einfach dafür zustimmend zu nicken. "Ein Bild von uns gemeinsam würde mir auch sehr gefallen", stimmte ich ehrlich zu. "Dann kann ich zumindest auch jedem meine unfassbar hübsche Freundin präsentieren. Aber um ehrlich zu sein, hätte ich auch gerne ein Bild von dir mit geschienter Nase, schließlich würde es mich immer an den heutigen Tag und besonders an unsere gemeinsame Nacht erinnern."
      Das deutliche Entsetzen in ihrer Stimme ließ mich erneut amüsiert kichern. "Das kommt natürlich immer auf die einzelnen an", meinte ich mit einem Schulterzucken. "Doch um ehrlich zu sein, hätte ich durchaus noch für eine zweite Runde Energie, aber auch das ist sicher nicht jedes Mal der Fall." Ob es vielleicht auch an Mila selbst lag, die immer wieder leise Lust in mir weckte. Mehr als jedes Mädchen vor ihr? "Aber nur weil andere es machen, muss das nicht für uns gelten." Während mein Arm immer noch ihre Körpermitte umschlungen hielt, führte ich meine freie Hand an ihre Wange und streichelte sanft mit dem Daumen über die zarte Haut. "Du musst dir wirklich kein Beispiel an anderen nehmen. Wir können diese Beziehung so führen, wie wir es möchten und ich bin schon überglücklich, wenn wir ab und an eine einzelne Runde bestreiten. Aber eine Beziehung besteht sicherlich nicht nur aus Sex, deswegen solltest du dir darüber nicht zu viele Gedanken machen." Dennoch freute ich mich jetzt schon ungemein darüber, sie das nächste Mal so intensiv spüren zu können. Ich wollte sie zudem immer intensiver kennen lernen, erfahren welche Stellen sie am meisten erregten, jeden einzelnen Gesichtsausdruck und jedes einzelne Geräusch aus ihr herauskitzeln. Dieses erste gemeinsame Mal war wirklich erst der Anfang.
      "Mich stört es nicht", versicherte ich und ließ erneut meine Finger durch ihre Haare wandern. "Also mach dir keine Gedanken."
      Als sie mir versicherte, dass ich den Fernseher ruhig anlassen durfte, startete ich schließlich den Film. Selbst als mich dann aber zunehmend auf das Geschehen im Bildschirm fokussierte hören meine Finger nicht auf, ruhig über ihren Kopf und ihren Rücken zu streichen, bis ihre absolut ruhige Atmung schließlich verriet, dass sie eingeschlafen war. "Süße Träume, mein Schatz", murmelte ich und drückte erneut einen leichten Kuss auf ihre Stirn.

      Wie erwartet viel es mir selbst nach dem Ende des Films nicht leicht Schlaf zu finden. Immer wieder wanderten die Bilder ihres betörenden und nackten Körpers durch mein inneres Auge, begleitet mit ihrem lustvollen Stöhnen und getoppt mit dem göttlichen Gefühl in ihr zu stecken. Mehr als einmal musste ich mir fest auf die Unterlippe beißen, um diese Gedanken durch den Schmerz zu ersetzen. Bevor mich dann doch endlich Erschöpfung und Schlaf einholten, war es schon deutlich nach Mitternacht. Trotz dessen genoss ich das Gefühl Milas beruhigenden Atem an meiner Brust spüren zu können, während ich endlich selbst in einen tiefen Schlaf sank.

      -----------------------------------------------------------------------------------------------

      Ritsuka Amori

      "Wie könnte ich mich bei solch einer beeindruckenden Vorstellung jemals langweilen?" Ich schüttelte den Kopf. "Es macht mir wirklich Spaß bei eurem Training zusehen zu können."
      Ich verstand nicht ganz, warum einige seiner Teamkollegen zu kichern begannen, kaum dass ich Ushijima die Jacke aushändigte. Doch viel mehr interessierte mich seine seltsam belegte Stimme. "Geht es dir gut? Hast du dich vielleicht doch erkältet?" Umgehend erinnerte ich mich an den Vorfall heute morgen. Er sollte beim Morgentraining ungewöhnlich viele Fehler gemacht haben und auch wenn er dessen Ursache auf seine Gefühle geschoben hatte, könnte im Ernstfall doch etwas mehr dahinter stecken. Beinahe hätte ich kontrollierend meine Hand nach seiner Stirn ausgestreckt, verkniff mir die Geste allerdings, als mir all die Augenpaare um uns herum bewusst wurden.
      Seine folgenden Worte konnte ich letztendlich nur stumm abnicken. "Okay, dann bis gleich." Glücklicher Weise schien er wirklich nichts wegen mir abgesagt zu haben, dennoch machte ich mir milde Sorgen. Was wenn so etwas in der Zukunft wirklich passieren würde? Ich presste die Lippen aufeinander. Ich musste dringend dafür sorgen, dass so etwas nie geschah. Ich wollte seiner Leidenschaft auf keinen Fall im Weg stehen.
      Kaum war der Volleyballer in Richtung Umkleide verschwunden, fand ich mich in einem Schwarm aus Clubmitgliedern und weiblichen Fans wieder. Ich hatte bereits damit gerechnet, mit dutzenden Fragen durchlöchert zu werden, doch im Moment wusste ich einfach nicht genau wie ich darauf antworten sollte.
      "Seit wann seit ihr schon zusammen?" - "Stimmt es, dass du ihm sogar außerhalb der Schule nachgestellt haben sollst?" - "Was hast du Göre genau gemacht, um ihn um deinen Finger zu wickeln?" - "Bist du nicht der Star des Track-Teams?"
      Es war unmöglich alles zu beantworten, also beschloss ich einfach zu schweigen, selbst als mich eines der Mädchen grob an der Schulter packte, in dem Glauben mich so zum Reden bringen zu können. Als ich schließlich Ushijmas unverkennbaren Haarschopf in der Ferne erkannte, atmete ich zunächst einmal erleichtert auf, bevor ich mich aus dem Ring der Schüler befreite und auf ihn zuschritt, nur um Sekunden später meine leeren Hände zu bestaunen. Er hatte mir nicht einmal Zeit zum reagieren gegeben und sich kurzerhand meine Schultasche über die eigene Schulter geworfen. "Danke", murmelte ich leise und begann damit, ihm aus der Sporthalle zu folgen.
      Als sich Tendo zu uns gesellte, nickte ich ihm einfach nur zustimmen zu. "Ich habe nichts dagegen", versicherte ich. "Du bist beim Training im Übrigen auch sehr beeindruckend gewesen", berichtete ich dann aufrichtig, kaum dass wir die Halle hinter uns gelassen hatten.
    • Mila Lomar

      War das sein erst gewesen oder wollte er.mich nur ärgern? Ein Bild mit dieser Nase? Er musste bekloppt sein! Ich seufzte "Na gut! Aber morgen oder so!" Stellte ich klar. Wenn ihn das wirklich glücklich machte, wollte ich es ihm geben.
      "Aber das zeigst du bitte nicht jedem" bat ich ihn. Ich wollte, dass die Leute mich nicht nur mit dieser Nase verbinden.
      "Du hättest nochmal gekonnt? Ist es denn in Ordnung für dich, dass wir es nur einmal machen?" Fragte ich besorgt. Auch wenn ich mir kein Beispiel nehmen sollte, irgendwie brauchte ich einen Richtwert für mich. Es stand auf jedenfall fest, dass ich die nächsten Tage etwas recherchieren werd. Zum Glück sagte er, dass er mit einer Runde zufrieden wäre. Bestimmt würde ich es aber irgendwann schaffen, ihn auch eine zweite geben zu können. Dieses tolle Gefühl so oft nach einander spüren zu können, würde mich bestimmt auch glücklich machen.
      Doch nun wollte ich das Thema für heute beenden, ansonsten würde ich nie mit meinen Gedanken zur Ruhe kommen. Seine Worte brachten mich zum lächeln, als er mir eine gute Nacht wünschte. Ich wusste jetzt bereits, dass ich diese Nacht sehr gut schlafen würde.

      Ich bekam gar nicht mehr mit, wie lange kuroo wach geblieben war und das der Film sogar zu Ende ging. Nichtmal zehn Minuten des Filmes hatte ich geschafft.
      Am nächsten Morgen lag ich noch immer eng an meinen Freund gekuschelt und öffnete sehr langsam die Augen. Unzufrieden über die helle Sonne rümpfte ich die Nase, wodurch ein Schmerz mich sofort wach machte. Diese verdammte Nase hatte ich vollkommen vergessen! Der Arzt hatte mir zum Glück schmerzmittel verschrieben, die ich auf meinen Nachtisch gelegt hatte. Kuroo müsste heute normal zum Training und ich sollte mich noch etwas ausruhen. Ob ich das überhaupt konnte? Erstmal suchte ich mir die tabletten und etwas zu trinken zusammen. Ich hatte grundsätzlich immer eine flsche Wasser neben meinem Bett stehen, die mich gerade rettete denn aufstehen wollte und konnte ich noch nicht


      Ushijima wakatoshi

      Ihre Reaktion überraschte mich, doch ich freute mich das es nicht zu langweilig für sie geworden war. Das sie mich dann noch auf meine Stimme ansprach machte die Situation nicht besser für mich "Geht schon! Hatte nur einen frosch im hals" beruhigte ich sie schnell.
      Nachdem ich aus der Umkleide wieder kam hatten sich einige Menschen um meine Freundin gestellt. Mein schritt wurde zunehmend schneller, bis ich sie daraus befreien konnte. "Es tut mir leid! Leider war es mir bewusst, dass sowas wohl passieren wird" die Menschen waren einfach zu sehr an meinem Leben interessiert.
      Ich atmete genervt ein und aus, als wir endlich die Tür nach draußen passiert hatten. Tendo grinste inzwischen stolz auf ritsukas Bemerkung hin "bilde dir nicht zu viel darauf ein" zügelte ich ihn, doch er grinste mich nun an "etwa eifersüchtig?" Ein schnaufen war von mir zu hören. Ich war doch nicht eifersüchtig auf so eine Bemerkung! Was dachte er sich!?
      Das Wetter war zum Glück auf unserer Seite und blieb trocken. Tebdo verabschiedete sich bereits nach zehn Minuten Fußweg von uns "er geht tatsächlich da lang" Merkte ich erstaunt an "es gibt noch einen Weg, der er sonst mit mir läuft und wo wir uns vor unseren Straßen erst trennen." Erklärte ich ihr. Scheinbar wollte er uns Zeit geben. Das er so rücksichtsvoll war, hätte ich nicht erwartet. Da wir nun alleine waren sah ich zu ihr runter "darf ich deine Hand halten?" Fragte ich ruhig und hielt ihr meine bereits hin
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kolenta09 ()

    • Tetsuro Kuroo

      "Keine Sorge, schließlich sollte nicht jeder diesen Anblick zu Gesicht bekommen dürfen", versicherte ich und freute mich bereits auf die kleine Fotosession mit ihr. "Und sobald dein süßes Näschen verheilt ist, bin ich dafür, dass wir so viele gemeinsame Bilder wie möglich machen."
      Vielleicht hätte ich ihr doch nicht sagen können, dass meine Ausdauer auch für eine zweite Runde gereicht hätte, gleichzeitig war ihre Reaktion zu niedlich, um sie verpassen zu wollen. "Du musst dich in dieser Sache wirklich nicht nach mir richten", versicherte ich ihr. "Und wie ich bereits erwähnt, bin ich nicht jedes mal so... sagen wir 'motiviert'. Das heute mit dir war allerdings unfassbar schön und einzigartig gewesen, aber es wird auch Tage geben, an denen ich erschöpft bin, wenn du vielleicht etwas mehr möchtest." Auch wenn ich das sagte, bezweifelte ich, dass solch eine Situation je eintreffen würde, aber man wusste nie. "In solch einer Situation würdest du sicherlich auch nicht mehr von mir verlangen, als ich bieten kann, oder?" Ich wuschelte ihr kurz aufmunternd durch das feuchte Kopfhaar. "Also bitte entschuldige dich nicht. Noch viel wichtiger: Zwinge dich zu nichts, dass du nicht tun willst, nur weil du der Meinung bist, es mir schuldig zu sein." Leider wusste ich aus diversen Berichten von meinen Ex-Freundinnen leider, dass nicht jeder in dieser Sache so zu denken schien, wie ich. Wahrscheinlich musste ich dafür der guten Erziehung meiner manchmal etwas strengen Mutter danken, die mir direkt bei meiner ersten Beziehung mit harschen Worten eingebläut hatte, dass ich einem Mädchen niemals meinen Willen aufzwingen durfte. Wahrscheinlich hätte sie mich an den Ohren bis zur nächsten Stadt geschleift, sollte ich diesen Rat nicht ernst nehmen. Es war also absolut kein Wunder, dass diese Frau absolut die Hosen zu Hause anhatte und meinen Vater nicht selten mit strengen Worten herumkommandierte.
      Zuletzt mochten es auch die Worte meiner Mutter gewesen sein, die es mir erlaubten mich vernünftig in Milas Nähe zu benehmen und schließlich mit ihr in meinen Armen friedlich einzuschlafen.

      Ich musste recht tief geschlafen haben. Zumindest kostete es mich einige Zeit, bevor ich die Bewegungen direkt an meiner Seite registrierte und langsam begann aus den Tiefen meiner Träume zu erwachen. "Du bist schon wach", murmelte ich irgendwann und öffnete meine Augen einen Spalt breit. Ein Unterfangen, dass sofort mit den stechenden Sonnenstrahlen des neuen Morgens bestraft wurde. Leise murrend hob ich einen Arm vor meine Augen und gönnte mir mehrere Sekunden, um mich an die Helligkeit im Raum zu gewöhnen. dann endlich gelang es mir Mila an meiner Seite auszumachen, die soeben nach einer Wasserfalsche neben ihrem Bett zu fischen schien. Die Tabletten in ihrer anderen Hand ließen schließlich meine Alarmglocken läuten. "Sind deine Schmerzen schlimmer geworden?!", wollte ich umgehend wissen und richtete mich leicht auf. "Ist dir auch wieder schwindelig?" Sorge stand in meinen Augen, während ich ihr Gesicht und vor allem ihre geschiente Nase musterte. Hatte ich es gestern vielleicht doch etwas übertrieben? Ich mochte nicht gegen ihre Nase gestoßen sein, aber die Anstrengungen des vorangegangenen Abends allein könnten Probleme verursacht haben.

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ritsuka Amori

      "Du musst dich nicht entschuldigen", stellte ich kopfschüttelnd klar. "Immerhin... wusste ich vorher schon, welche Aufmerksamkeit du in der Schule genießt." Das wusste ich wirklich und dennoch hatte mich der Andrang eben reichlich überrumpelt. Irgendwie hatte ich schon Angst vor den kommenden Tagen und all den Mädchen, die mich eventuell belagern würden, aber letztendlich hatte ich mich auch selbst in diese Situation manövriert und nichts lag mir ferner, als die Verantwortung dafür bei Ushijima zu suchen.
      Als sich Tendo schließlich von uns trennte winkte ich ihm noch einmal zum Abschied zu und hob dann verwundert meinen Blick zu Ushijima. "Das... Heißt das er geht jetzt einen Umweg wegen uns?" Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf die Gestalt des hochgewachsenen Rotschopfs, welcher bald schon an der nächsten Straßenkreuzung verschwand. "Das hätte er nicht tun müssen." Tatsächlich schien Tendo deutlich aufmerksamer und zuvorkommender als ich zunächst erwartet hätte. Er war wirklich ein verdammt netter Kerl.
      Etwas verlegen blickte ich nun auf die Hand hinunter, die mir der Volleyballkapitän entgegen hielt und nickte schließlich nach einer Sekunde des Zögerns. "Gerne." Vorsichtig legte ich meine Finger in seine etwas raue Handfläche. All die Angriffsschläfe mit dem Volleyball hatten eine spürbare Hornhaut hinterlassen, doch sie war keineswegs unangenehm. Stattdessen schien seine Hand damit eine besondere Wärme und Stärke auszudrücken, die ich auch schon zuvor bei unserer gemeinsamen Mittagspause zu spüren bekommen hatte. "Der heutige Tag war wahrlich etwas verrückt, nicht?" Überlegte ich und erinnerte mich daran, wie ich heute morgen zu seinem Klassenzimmer geeilt war, nur weil ich mir Sorgen um ihn gemacht hatte. Obwohl ich mich nur hatte entschuldigen wollen, war das dann tatsächlich in einem Liebesgeständnis gemündet und nun... waren wir tatsächlich ein Paar. Dabei hätte ich gestern noch schwören können, dass jemand wie er nie Gefühle für mich haben könnte. "Ich... habe mich wirklich sehr darüber gefreut, Zeit mit dir verbringen zu können."
    • Mila Lomar

      Seine Worte hallten mir noch immer im Kopf. Mir war bewusst, dass nicht jeder junge so dachte, darum war ich noch dankbarer ihn zu haben.
      Beim nächsten mal würde ich es im Hinterkopf behalten und mich somit noch mehr beruhigen.
      Eigentlich hatte ich versucht leise zu sein, doch scheinbar hatte ich ihn nun doch geweckt.
      "Mh ja...ich wollte dich nicht wecken, tut mir leid!" Sagte ich besorgt.
      "Ja meine Nase tut gerade ziemlich weh. Der schwindel geht noch. Wahrscheinlich haben die schmerzmittel einfach nicht mehr gewirkt" das würde wohl der Grund sein, denn such in der Nacht schien ich nirgends gegen gekommen zu sein.
      Ich legte meine Hand auf seine brust und gab ihm einen Kuss, nachdem ich die tabletten geschluckt hatte "Mach dir keine sorgen. Ich wsrte einfach bis sie wirken und es sich beruhigt" mit diesen Worten ließ ich mich wieder in das Bett fallen. "Ich hoffe du hast gut geschlafen. Ich tatsächlich o gut wie lange nicht mehr" lächelte ich ihm zu. "Du musst bald zum Training richtig? Ich würde so gerne mit kommen" seufzte ich. Hier würde ich mich nur langweilen. Meinen Haushalt würde ich so auch nicht schaffen. Ich mochte es ganz und gar nicht, nicht produktiv zu sein und meine Zeit mit nichts tun zu verschwenden.


      -------

      Ushijima wakatoshi

      Dennoch tat sie mir leid und ich hoffte es irgendwie eindämmen zu können. Doch dafür müsste wahrscheinlich etwas Zeit ins Land streichen und das Interesse müsste schwinden.
      Als sie über tendo sprach überlegte ich kurz "so direkt ist es kein Umweg. Er dauert fünf Minuten länger. Er läuft so gesehen parallel zu uns, nur ein paar Straßen weiter" erklärte ich ihr. Er machte das gerne, das wusste ich.
      Ihre Hand in meiner zu spüren machte mich wirklich glücklich und ich verschlossen unsere Finger miteinander. Sie war so klein und zierlich im Gegensatz zu mir.
      Bei ihren Worten nickte ich "ja das war er...ich hätte nicht gedacht, dass er...so endet" am ende meiner Worte hob ich kurz unsere Hände als Symbolik hoch. "Ich mich auch! Und ich freue mich, noch mehr Zeit mit dir zu verbringen und mehr über dich zu erfahren" kam es ehrlich von mir. Ich würde sie wieder nach Hause bringen und erst dann zu mir gehen.
      So ging ich sicher, dass ihr nichts passierte. "Ist deine Mutter heute zu Hause?" Frsgte ich interessiert, da dies scheinbar immer etwas schwer war.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      "Nicht schlimm, Süße, ich wäre sicherlich auch so bald aufgewacht", beruhigte ich sie, ohne meinen sorgenvollen Blick von ihrer Nase zu lenken. "Ich hoffe, du hast Recht." Mit etwa Glück würde die Tablette wirklich bald anschlagen und der Schmerz in ihren Augen schwinden. In der Zwischenzeit beschloss ich meine Finger sanft über ihren Kopf zu streichen, um sie damit vielleicht auch etwas vom Schmerz ablenken zu können.
      "Ich habe fantastisch geschlafen." Auch wenn ich sicherlich nur knapp 5 Stunden lang effektiv die Äuglein zubekommen hatte, fühlte ich mich dabei tatsächlich ziemlich erholt. "Wahrscheinlich haben dich all die Anstrengungen von gestern so sehr ausgelaugt, dass du so gut schlafen konntest", überlegte ich, noch immer damit beschäftigt ihren Kopf und wenig später ihren Nacken zu kraulen.
      Ihren viel zu flüchtigen Kuss nahm ich mit Genuss in Empfang und lächelte ihr schließlich seelisch entgegen. "Nun... ich werde dir sicherlich nicht verbieten, mit zum Training zu begleiten, aber denkst du wirklich, dass das eine gute Idee ist? Gestern bist du mir noch halb beim Schuhe ausziehen umgekippt." Wenn man so darüber nachdachte, waren all unsere darauf folgenden Aktivitäten recht unverantwortlich gewesen. Ich sollte mich glücklich schätzen, dass Mila in meinen Armen gestern Abend nicht einen zweiten Ohnmachtsanfall erlitten hatte... Ihr Vater hätte mir wahrscheinlich den Kopf abgerissen, hätte sie wegen dieser Aktion erneut ins Krankenhaus gemusst. "Natürlich würden wir dieses Mal deutlich mehr Acht auf dich geben, aber ich habe zudem auch immer noch Angst davor, dass dich erneut ein Querschläger treffen könnte. Deine Nase ist immerhin bereits angeknackst."

      --------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      "Ich sollte mich morgen dennoch bei ihm bedanken", beschloss ich mit fester Überzeugung. Auch fünf Minuten waren ein nennenswerter Umweg, den er nicht hätte nehmen müssen. Er hatte meinen dank also mehr als verdient.
      Ein Kribbeln jagte meinen Arm hinauf, kaum dass er seine Finger mit meinen verschränkte. Es waren nur unsere Hände... und dennoch fühlte es sich seltsam intim an. Was wenn meine Handfläche schwitzig wurde? Was wenn er sich angeekelt zurückziehen würde? Ich biss die Zähne zusammen und versuchte diese Gedanken einzugrenzen, um mich stattdessen weiter auf den Weg vor uns zu konzentrieren. Mittlerweile war die Sonne beinahe hinter dem Horizont verschwunden und die ersten vereinzelten Straßenlaternen erwachten flackernd zum Leben. Trotz des stärker werdenden Abendwindes war es dennoch nicht kalt, stattdessen fühlte sich die frische Luft an meinen erhitzen Wangen sogar recht angenehm an.
      Ich brachte ein kurzes Lächeln zustande, als er unsere verschlungenen Hände präsentierend anhob und ebenfalls verkündete, die gemeinsame zeit genossen zu haben. "Ich... möchte auch noch viel mehr von dir kennen lernen", erwiderte ich verlegen und richtete meine Augen erneut auf den Weg vor uns. Als er mich nach meiner Mutter fragte, legte ich nachdenklich den Kopf zur Seite. "Gestern Abend meinte sie noch, heute Überstunden vermeiden zu wollen", berichtete ich. "Allerdings sagt sie das ständig, daher schenke ich ihr da nur noch wenig Glauben. Allerdings ist es heute schon etwas später, daher sollte sie tatsächlich schon daheim sein." Mein Kopf hob sich schließlich wieder zu ihm. "Warum fragst du?"
    • Mila Lomar:

      Er hatte wohl mit allem Recht, aber wollte ich wirklich hier alleine langeweile haben? Leise seufzte ich und genoss die Krauleinheiten von ihm, während ich über meine Entscheidung nach dachte. Beide Wege hatten ihre Vor- und Nachteile. "Das wird wohl der Grund sein, viel Sport habe ich sonst nie gemacht...das gestern war schon anstrengend. Aber ich denke, ich konnte auch gut schlafen, weil du da warst." gab ich ehrlich preis und lächelte ihn an. Das er ebenfalls gut geschlafen hatte freute mich. Es war das erste Mal gewesen, dass ich in meinen Erwachsenen Jahren jemanden neben mir schlafen ließ. "Wie lange geht denn das Training? alleine werde ich besser auch nicht raus gehen, aber hier wird es langweilig. Es wird wohl besser sein, wenn ich hier bleibe" Vielleicht könnte ich etwas den haushalt machen, Tetsuro etwas kochen, wenn er wieder kam oder etwas lesen. Da fiel mir ein - "Kommst du nach dem Training überhaupt wieder? du willst sicher lieber nach Hause oder?" Ich war einfach davon ausgegangen, dass er wieder her kam. Vorsichtig legte ich meinen Kopf auf seiner Schulter ab und schloss zur Hälfte meine Augen. Alleine der Gedanke, dass er ging stimmt mich traurig - wieso musste Liebe nur so viele Gefühle in mir hervorrufen? Ich kannte es nicht und hoffte, mich daran etwas zu gewöhnen, ansonsten wäre ich wohl jeden tag überfordert und nicht ganz bei der Sache.
      Immer wieder schweiften meine Gedanken ab und ich erinnerte mich an die vorherige Nacht. Es war surreal, dass ich nun nicht mehr Jungfrau war und dieses erste Mal nicht mehr in meinem Leben existierte. Einserseits war ich erleichtert, anderer Seits merkte ich, dass sich nicht viel verändert hatte - man machte doch immer so ein großes Ding daraus. Eigentlich hatte sich schon etwas geändert, sehr sogar. Meine Gefühle zu Tetsuro waren intensiver, ich vertraute ihm mehr und hatte weniger Bedenken etwas falsch zu machen. Es hatte mir noch mehr Sicherheit gegeben und unsere Bindung gefestigt.





      Ushijima wakatoshi:

      Die selben Gedanken wie sie teilte ich auch. Ich wusste wie sehr ich schwitzen konnte, wenn ich Sport machte. Außerdem wollte ich sie niemals in eine unangenehme Lage bringen. Sie wollte also auch noch viel über mich kennenlernen? Das freute mich wirklich zu hören. Ob es da überhaupt noch viel gab? So besonders, wie mich die Mädchen auf der Schule sahen war ich in meinen Augen nicht. Das ich so gut war lag nicht sonderlich an einer außerordentlichen Begabung oder Magie - Ich trainierte viel, um mein Ziel zu erreichen. Bis auf meinen Sport zeichnete mich sonst auch nicht mehr aus. Ob ich ihr irgendwann zu langweilig werden könnte? Ich schweifte ab und versucht zurück zu finden. Sie beantwortete meine Frage ziemlich genau und wollte im gegenzug wissen, weshalb mich diese Information interessierte - verständlich. "Ich wollte dich nur in keine unangenehme Lage bringen. Wenn wir zu nah an deinem haus sind könnte sie sehen, dass wir Hände halten. Wenn du also möchtest, können wir uns draußen verabschieden." äußerte ich meinen Gedankengang. Ich wusste schließlich nicht, wie ihr Verhältniss zu ihrer Mutter war, oder wie sie reagieren würde. "Wenn es aber dein Wunsch ist, darfst du mich deiner Mutter natürlich auch vorstellen. Ich wollte dir einfach die Wahl lassen" fügte ich hinzu. Sie sollte schließlich nicht denken, dass es mir unangenehm war, dass sie meine Freundin war. Im Gegenteil - ich würde wohl immer frei und offen äußern in einer Beziehung zu sein, wenn mich ab sofort jemand fragen würde. Seien es Freunde, Mitschüler oder aber auch meine Eltern.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      "Vielleicht könnten wir in Zukunft ab und an gemeinsam etwas Sport treiben und deine Ausdauer erhöhen", meinte ich mit einem breiten Grinsen, nicht sicher ob sie die Anspielung verstehen würde. Selbst wenn, hätte ich dafür wahrscheinlich Schläge verdient, aber das war es mir wert.
      Ihre folgenden Worte ließen mich kurz innehalten. Warum klang das so, als würde sie nach meinem Training wie eine treue Ehefrau auf meine Rückkehr warten? Alleine der Gedanke, sie irgendwann als Ehefrau zu haben löste ein warmes Kribbeln in meiner Magengrube aus, während ihre Worte ein Lächeln auf meine Lippen zauberten. "Ich würde liebend gern nach dem Training direkt wieder her kommen, aber auch wenn meine Mutter mir vieles durchgehen lässt... zwei Tage lang nicht nach Hause zu kommen, würde ihr sicherlich nicht gefallen. Außerdem sollte ich mir frische Sachen organisieren. Danach allerdings..." Ich strich ihren Pony beiseite und legte sanft meine Lippen auf ihre Stirn. "Danach würde ich liebend gern wieder zu dir kommen, wenn das für dich in Ordnung ist." Ich grinste ihr breit entgegen und setzte mein Streicheleinheiten von zuvor fort. Nach der letzten Nacht waren ihre Haare zwar etwas verworren, fühlten sich aber noch immer unglaublich geschmeidig in meinen Fingern an. Außerdem strömten sie einen zauberhaften Duft nach ihrem Shampoo aus. "Wenn ich könnte, würde ich sogar am liebsten hier mit dir einziehen", behauptete ich ehrlich und wickelte eine ihrer Haarsträhnen spielerisch um meinen Zeigefinger. "Allerdings glaube ich, dass es dafür noch etwas zu früh ist. Außerdem..." Ich entließ die Haarsträhne zurück in ihre Freiheit und legte meine Hand stattdessen wieder massierend in ihren Nacken. "Es wäre vernünftiger, dich zuerst meinen Eltern vorzustellen, bevor wir weitere Schritte gehen. Früher oder später wird mich meine Mutter sowieso fragen, wo ich Nacht für Nacht unterkomme und Kenma ist leider keine gute Ausrede, da seine Mutter und meine ziemlich eng sind und sich über jede Kleinigkeit austauschen." Meine Hand wanderte von ihrem Nacken zu ihrer Wange, wo mein Daumen sanft über ihre weiche Haut strich. "Also, ist es für dich okay, wenn ich meinen Eltern von dir erzähle und wir dich zu uns Nachhause einladen?"

      --------------------------------------------------------------------------------

      Ritsuka Amori

      Es war immer wieder beeindruckend wie umsichtig er doch sein konnte. Dabei hatte ich mir bis eben noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie es auf meine Familie wirken könnte, sollten wir Hand in Hand vor der Haustür aufschlagen. Ich konnte das sanfte Lächeln meiner Mutter praktisch schon vor meinem inneren Auge sehen... Sie sollte auf keinen Fall ein Problem werden. Meine Geschwister hingegen... "Tetsu würde mich mit Fragen bombardieren", murmelte ich leise während ich mir auch die geweiteten Augen meiner kleinen Schwester vorstellte, die dringend würde wissen wollen, wer der fremde junge Mann war, der da mit ihrer großen Schwester nach Hause kam. Ich hatte kein Problem damit, dass meine Familie herausfand, dass ich nun einen festen Freund hatte, aber zugleich wüsste ich einfach nicht, wie ich mit der ganzen Situation gescheit umgehen sollte. Allein der Gedanke daran, ließ schon Hitze in meine Wangen strömen. "Ich...", ich wusste nicht wirklich was ich sagen sollte und zwang mich dazu einmal ruhig ein- und auszuatmen. "Zunächst einmal soll es nicht allein meine Entscheidung sein, ob und wann du meine Familie triffst. Auch du musst damit einverstanden sein." Ob das auch bedeutete, dass ich irgendwann seine Familie treffen würde? Alleine der Gedanke lastete für mehrere Sekunden schwer auf meiner Brust. "Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn ich euch einander vorstellen könnte. Meine Mutter würde sich sicherlich sehr freuen, meine Geschwister hingegen können manchmal... etwas aufdringlich und nervig sein. Das will ich dir wirklich noch nicht antun." Und auch ich war darauf wohl noch nicht wirklich vorbereitet. "Also vielleicht sollten wir uns am besten ein paar Meter vor dem Haus verabschieden." Der Gedanke an eben diese Verabschiedung ließ eine Welle an Enttäuschung über mich schwappen. Warum glaubte ich nur, ihn bereits zu vermissen, ohne dass wir uns überhaupt getrennt hatten? Außerdem würden wir uns morgen sicherlich bereits wiedersehen und dennoch. Beinahe wäre ich mit Absicht langsamer gelaufen, zwang mich aber dazu mein Tempo beizubehalten. Ushijima hatte auch noch seinen eigenen Heimweg zu bestreiten und ich wollte ihn nicht länger aufhalten als nötig, schließlich war er nach Schule und Training sicherlich auch ausgelaugt und verdiente sich viel Ruge für den nächsten Tag.
      Als dann schließlich mein Haus in Sicht kam, musste ich mich förmlich dazu zwingen nicht vor Enttäuschung den Kopf hängen zu lassen und hob stattdessen den Kopf in seine Richtung, bevor ich langsam inne hielt. "Das sollte reichen. Vielen Dank, dass du mich bis hierher gebracht hast und..." Röte stieg in meine Wangen. "Danke für diesen wunderschönen Tag..."
    • Mila lomar


      Meine augenbrauen verzogen sich erst zu einem etwas irritierte Blick, bis ich verstand was er wohl sagen wollte und damit andeutete "tetsuro!" Mahnte ich und gab ihm einen sanften Schlag auf die Schulter "sag sowas doch nicht!" Schmollte ich, bevor ich weg sah und spürte, wie meine wangen rot wurden. Das er sowas ohne scharm sagen konnte! Mein Vater hätte ihm dem Kopf abgerissen, wenn er das gehört hätte. "Aber...vielleicht wäre das eine Idee." Murmelte ich nun doch leise und blickte verlegen zu ihm herüber. "Meine Ausdauer ist aber sehr gering...da müssten wir schon...viel trainieren" es klang eher wie eine frage. Ich war noch unsicher, wie man sowas anging. Paare sprachen in Filmen immer so miteinander und ich wollte es probieren. Mochte er es, wenn ich sowas sagte? Vielleicht sollte ich den Tag alleine verbringen, um etwas zu recherchieren.
      Nun offenbarte er mir, dass er nicht nach dem Sport wieder kam. Meine Schultern sackten unweigerlich nach unten und ich sah ihn wie ein begossenden Pudel an. Glücklicherweise hängte er seinem Satz noch etwas hinzu, was mein Herz höher schlagen ließ. "Niemals hätte ich ein Problem damit!" Sagte ich ohne zu zögern und strahlte über beide Ohren.
      Schmiedete er jetzt schon Zukunftspläne? "Hier einziehen?" Fragte ich nochmals nach, doch er revidierte es sofort "ja, denke auch. Aber es spricht sicherlich nichts dagegen, wenn du hier Sachen von die lässt. Schließlich sollst du dich hier wohlfühlen, wenn du auch spontan hier bist" schlug ich vor.
      Nun machte mein Herz ein aussetzer und er ließ mich sprachlos werden. Seinen Eltern wollte er mich vorstellen? Immer wieder wollte ich etwas sagen, brachte aber kein Wort heraus. Früher oder später musste es ja sein "klar..." sagte ich daher irgendwann etwas verzweifelt. Würden sie mich mögen? Mit dieser Nase sah ich schrecklich aus! Ich müsste mich auf jedenfall schminken und was zog ich bloß an?


      Ushijima wakatoshi

      Ich müsste es auch entscheiden? Ja das stimmte, aber meine Meinung hatte ich bereits mitgeteilt. "Ich habe nichts dagegen. Auch in spielen muss man mit herausfordernden Situationen klar kommen. Ich bin es also gewohnt würde ich sagen" verglich ich und strich mit meinem daumen über ihre Handfläche.
      "Damit komme ich wohl zurecht. Gib du einfach das Tempo an!" Bat ich, da ich wohl etwas sicherer in dieser Thematik war. Ich nickte bei ihrem Vorschlag "das können wir machen!" Stimmte ich ihr bei und war wirklich nicht traurig darüber. Ich sah es neutral und würde ihr die Zeit geben, die sie benötigte.
      Leider wirkte sie nun etwas...niedergeschlagen? Hätte ich das Thema einfach für mich behalten sollen? Nein wohl nicht, wahrscheinlich ging sie nur mehrere Szenarien durch - so würde ich es machen. Kurz vor ihrem Haus stoppten wir nun. Irgendwie wurde auch ich jetzt etwas traurig und sah zu ihr. Ich war es, der sich bedanken musste, nicht sie "das gebe ich gerne zurück! Danke" kurz lächelte ich und kam etwas zu ihr runter. Kurz stoppte ich und küsste nur ihre Stirn zum Abschied. "Ich hole dich morgen früh ab! Schlaf gut, bis morgen"
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      Oh, sie verstand die Anspielung, besser noch, sie schien sich auf das Spielchen einzulassen. "Wenn ich könnte, würde ich den ganzen Tag mit dir trainieren", meinte ich halb scherzhaft und erweiterte das schelmische Grinsen auf meinen Lippen. "Wenn du Zeit und Lust hast bin ich auf jeden Fall immer zur Stelle." Alleine der Gedanke an besagtes "Training" ließ ein begieriges Kribbeln in mir erwachen und ich musste mich tatsächlich zur Ordnung rufen, um nicht irgendwelche Spielchen anzufangen, besonders da ich bald aufbrechen müsste. Ein Umstand der auch in Mila deutliche Trauer auszulösen schien. Ein Anblick der mich gleichermaßen bedrückte und auch irgendwie freute. Es war schön zu wissen, dass man vermisst wurde. "Wenn ich könnte, würde ich jede wache Minute mit dir verbringen", versicherte ich aufrichtig und legte meine Lippen auf ihren Haaransatz, saugte den Duft ihrer Haare ein. "Aber der Club ist mir ebenso unfassbar wichtig." Ein leises Seufzen entwisch meiner Kehle. "Wenn man sich doch nur in zwei teilen könnte." Ich löste mich langsam wieder von ihr und zeigte ihr als nächstes ein feines Lächeln. "Das klingt nach einem guten Plan. Dann würde ich heute Nachmittag direkt ein paar Wechselklamotten und Waschzeug mitbringen, wenn das für dich in Ordnung geht." Die Vorstellung sie jederzeit besuchen und hier übernachten zu können hob meine Laune wirklich ungemein, allerdings würde meine Mutter in diesem Fall mehr denn je wissen wollen, für wen ich all die Sachen einpackte. "Du musst dich nicht unnötig unter Druck setzen und ich werde auch nicht verlangen, dass du dich sofort meinen Eltern vorstellst. Es reicht mir schon, wenn ich ihnen von dir erzählen kann, du darfst selbst entscheiden, wenn du dich ihnen vorstellen willst." Zwar wusste ich jetzt schon, dass meine neugierige Mutter mich von früh bis spät mit Fragen bombardieren würde, aber daran sollte ich mittlerweile gewöhnt sein. Ich würde mich davor hüten, Mila unnötig zu bedrängen, egal wie sehr Mum sie zu uns einladen wollte. Gleichzeitig wäre ich unendlich froh darüber, sollte die junge Frau sich auf eine Begegnung einlassen... Immerhin war sie das erste Mädchen, das solch intensiven Gefühle in mir hervorgerufen hatte. Sie war das erste Mädchen, mit der ich offen über Zukunftspläne reden wollte. Das erste Mädchen, dass ich mehr denn je meiner Familie vorstellen wollte. "Du sollst nur wissen, dass du jeder Zeit bei uns Willkommen bist, immerhin werden wir hoffentlich noch sehr viel Zeit und Jahrzehnte miteinander verbringen."

      ---------------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      Verglich er da gerade die Begegnung mit meiner Familie mit den Herausforderungen in einem Volleyballspiel. Es war lange her, das sich mein eigenes Lachen gehört hatte, aber da kullerte es gerade tatsächlich über meine Zunge, während ich mit einem amüsierten Funkeln in den Augen zu ihm aufblickte. "Natürlich. Du hast recht. Ich bin mir sicher, dass niemand besser mit solchen Herausforderungen umgehen kann als du." Tatsächlich war ich mir da wirklich sehr sicher und spürte umgehend wie ein Teil meiner Sorgen von mir abfiel. Egal wie knifflig die Situation auch sein mochte, mit Ushijima an meiner Seite würde alles sicherlich deutlich einfacher werden. Auch wenn mein Herz in seiner Näher stets schneller und höher schlagen mochte, strömte er für mich zugleich eine unfassbare Geborgenheit aus, die mir jegliche Angst zu nehmen vermochte. "Ich... werde dir Bescheid geben, sobald ich meiner Familie von dir berichtet habe. Wahrscheinlich wird meine Mutter dich gerne kennenlernen wollen."
      Als nun der Abschied unabwendbar war, spürte ich wie die Enttäuschung in meiner Brust zunehmend zu wachsen begann, dennoch versuchte ich sie mir nicht anmerken zu lassen und zwang mich stattdessen zu einem feinen Lächeln, als sich der Sportler auch bei mir bedankte. Gerade als ich mich aber endgültig von ihm verabschieden wollte, spürte ich plötzlich seine Lippen auf meiner Stirn und verlernte spontan das Atmen, starrte ihn einfach nur aus großen Augen an. Erst als er sich von mir zu lösen begann, fand ich meine zittrige Stimme wieder. "B-bis m-morgen", stammelte ich wenig intelligent und neigte meinen Kopf kurz zum Abschied, bevor ich ein paar Schritte zurück machte und mich langsam zum Haus aufmachte, auch in dem Bestreben meine hochroten Wangen vor Ushijima zu verbergen. Dabei realisierte ich seine Worte erst richtig, als ich schon vor der Haustür stand. Er wollte mich morgen früh abholen?! Mein Kopf ruckte zurück in seine Richtung und ich öffnete bereits den Mund zum Protest... Wollte ihm sagen, dass das nicht nötig war und er sich nicht solche Umstände machen sollte und doch... Ich konnte es einfach nicht sagen, wusste ich wie sehr ich mich darüber freuen würde, ihn kurz nach dem Aufstehen begrüßen zu können. Also schloss ich meine Lippen wieder und beschränkte mich stattdessen darauf Ushijima ein letztes Mal zum Abschied zu winken, bevor ich endlich die Haustür aufschloss und durch diese trat.
    • Mila Lomar

      Mein Körper kribbelte ungewöhnlich stark und wärmte sich stark in meiner Brust auf. "Ich würde mich wirklich freuen es bald wiederholen zu können" sprach ich nun ehrlich aus und beobachtete seine Augen dabei genauer. Ob man ihn überhaupt aus der Fassung bringen konnte? Er schaffte es bei mir ziemlich leicht und ich hatte das Bedürfnis ebenfalls besser darin zu werden.
      Der Club, ja...ich hatte etwas Angst, ob wir beides unter einen Hut bekommen würden. "Ich weis" Erwiederte ich daher leicht bedrückt setzte aber schnell ein Lächeln auf. "Bei nächsten Mal Feuer ich dich wieder an!" Versprach ich mit einem Lachen. Ich würde niemals seinem Hobby und Traum im Wege stehen wollen. Außerdem sollte er auch seine Freunde nicht wegen mir vernachlässigen. Wenn ich bei den Spielen und dem Training dabei war, verbrachte ich ja auch etwas Zeit mit ihm, das sollte mir wohl genügen. Hier bei mir hätten wir dann die zweisamkeit, auch wenn es wahrscheinlich meist nur der Abend werden würde. Umso mehr freute es mich daher, als er meinen Vorschlag annahm "das geht für mich in Ordnung! Du sollst dich jederzeit hier wohl fühlen können" bestärkte ich ihn.
      Das Thema mit seiner Familie schien ihm wichtig zu sein, was auch verständlich war. "Bestimmt geht es meiner Nase Ende der Woche schon besser...dann sollte es wohl in Ordnung gehen. Ich könnte sie auch überschminken..." schlug ich vor und tastet leicht den schmerzhaften teil meines Gesichtes ab. "Meinen Vater hast du schließlich auch schon kennengelernt. Besonders nett war er auch nicht immer, daher wäre es nur fair. Ich möchte deine Familie kennenlernen! Ich hab nur Angst davor, ob sie mich mögen werden" Ich wusste, dass er bereits mehrere Frauen vor mir hatte, vielleicht hielt ich in den Augen seiner Familie nicht mit diesen mit?
      Seine nächsten Worte ließ meinen Atem kurz stocken. Jahrzehnte? Meinte er das ernst? Die Sorge, dass dieses Glück nur von kurzer Dauer war, war tief in mir verankert. Ich freute mich sehr über diese Worte, konnte ihnen aber nicht gänzlich glauben schenken. "Das hoffe ich...Du...Du musst langsam los" Merkte ich an um aus dieser Situation zu kommen. "Ich werde hier warten"


      Ushijima wakatoshi

      In meinem sonst so kühlen Gesicht fand sich nun überraschung wieder. Irritierte blinzelte ich zu ihr runter und verstand nicht, was ich lustiges gesagt haben könnte. "Ja das stimmt wohl...aber auch, weil du an meiner Seite bist" stimmte ich ihr bei. "Ich freue mich auch sie kennenzulernen. Ich werde meinen Eltern auch erst dann von dir erzählen, dann fühlst du dich nicht bedrängt sie kennenlernen zu müssen" versuchte ich sie zu beruhigen.
      Ihre Reaktion auf meinen Kuss war anders als erwartet. Hatte ich es zu überstürzt? Ich hätte mich einfach verabschieden sollen...Im Thema Beziehungen war ich einfach nicht gut. Mich zu entschuldigen kam mir nun auch komisch vor, vorallem weil sie bereits zu ihrem haus ging.
      Morgen früh sollte ich wohl besser auf Abstand bleiben, um sie nicht zu bedrängen. Am liebsten hätte ich mich selbst getadelt.
      Auch ich hob noch einmal meine Hand zum Abschied und ging erst los, als sie die Tür schloss.

      Den ganzen Weg über grübelte ich über mein scheinbares falsches Verhalten und ging szendurch, wie ich besser hätte handeln können. Meine Berechnungen und Entscheidungen waren doch sonst richtig. Zumindest hatte sie mir keine gescheuert, vielleicht hätte ich also noch Chance es wieder gut zu machen. Zu Hause begrüßten mich meine Eltern. Ich zog mich um, aß mit ihnen und verschwieg die wohl größte Neuheit in meinem Leben. Irgendwie hatte ich den drang es jedem zu erzählen, das war sonst nicht meine Art. Der Gedanke sie morgen wieder zu sehen, würde mich vor Glück nicht schlafen lassen.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      Kribbelnde Vorfreude machte sich bei ihren Worten in mir breit, gemischt mit einer unterschwelligen Zufriedenheit, dass ihr der letzte Abend gefallen haben musste. Warum sonst sollte sie sich eine baldige Wiederholung erhoffen? Ich verkniff mir den Kommentar, besagte Wiederholung am liebsten jetzt und sofort angehen zu wollen und strich stattdessen sanft durch ihre seidigen Haare. "Du glaubst nicht, wie es mich freut, dass zu hören."
      Der leise Kummer in ihren Augen machte mir Sorgen. Schließlich wusste ich genau, woran der Großteil meiner vergangenen Beziehungen zerbrochen waren und jedes Mal war meine Aufopferung für den Volleyball ein großer Grund gewesen. Gleichzeitig wusste ich, dass ich es nicht so einfach akzeptieren könnte, wie bei meinen Ex-Freundinnen, sollte Mila sich plötzlich abgewiesen oder vernachlässigt fühlen. Auch wenn ich meine vergangenen Beziehungen durchaus in positiver Erinnerung behalten hatte, war mir nur durch Mila klar geworden, dass ich für diese Mädchen damals nie die tiefgreifende Liebe empfunden hatte, die ich nun der jungen Frau an meiner Seite entgegenbrachte. Noch nie zuvor war es mir so wichtig gewesen, dass eine Beziehung bestand hatte... Ich wollte sie nicht verlieren. Gleichzeitig konnte ich auch den Club nicht vernachlässigen. Nicht nur das ich der Captain war, ich liebte den Volleyball einfach, hatte er mich über den Großteil meines Lebens begleitet. Doch wenn es nach mir ginge, würde Mila in Zukunft einen ebenso großen Teil meines Lebens einnehmen... es war unmöglich beides mit einander aufzuwiegen. "Ich verspreche dir jede freie Minute die ich habe, dir zu widmen", versprach ich aufrichtig. "Und natürlich freue ich mich unheimlich, wenn du zu unserem Training erscheinst. Du bist die beste Anfeuerung, die ich mir vorstellen kann." Sanft platzierte ich meine Hand an ihre Wange und strich mit dem Daumen über ihre zarte Haut. "Aber ich möchte auch nicht, dass du dich übernimmst. Ich weiß, dass du selbst auch genug um die Ohren hast, spätestens wenn die Ferien vorbei sind, wirst du als Schulsprecherin sicherlich wieder unter Arbeit begraben werden." So sehr ich mir auch wünschte, dass sie mich auf ihrer Prioritätenliste an erste Stelle setzte, konnte ich es zugleich nicht von ihr verlangen. Ich wollte nicht, dass sie sich übernahm und im schlimmsten Fall noch zusammenbrach, nur weil sie einerseits ihrer Arbeit nachging und mich gleichzeitig unterstützen wollte.
      Es freute mich zu hören, dass sie meine Familie eventuell schon am Ende der Woche begegnen wollte. "Selbst wenn deine Nase noch nicht komplett verheilt sein sollte, musst du dir keine Sorgen machen", behauptete ich mit einem aufrichtigen Lächeln. "Mal abgesehen davon, dass du selbst mit diesem putzigen Verband unfassbar niedlich aussiehst, würde es meinen Eltern niemals einfallen, dich dafür zu bewerten. Ganz zu Schweigen, dass meine Mum wahrscheinlich die Sektkorken wird knallen lassen, sobald sie realisiert, dass ich das erste Mal eine meiner Freundinnen aus freien Stücken vorstellen will." Tatsächlich hatte ich in der Vergangenheit auch zwei meiner Ex-Freundinnen mit meinen Eltern bekannt gemacht. In beiden Fällen war ich letztendlich aber nur dem Druck meiner Mutter unterlegen. Vielleicht mochte es daran gelegen haben, dass ich mir schon damals nicht hatte vorstellen können, lange mit den besagten Mädchen zusammen zubleiben. Nun, da ich mir aber schon beinahe sicher war, mein restliches Leben mit Mila verbringen zu wollen, wollte ich ich sie am liebsten der ganzen Welt und damit allen voran meiner Familie präsentieren. "Also mach dir keine Sorgen, ich bin mir sicher, dass meine Eltern dich lieben werden."
      Es war ihr deutlich anzusehen, wie sehr meine Worte sie aus der Fassung brachten. War ich etwas zu vorschnell vorgegangen? Hätte ich meine Worte besser auswählen sollen? Vielleicht hatte ich sie wirklich etwas überrumpelt oder... Was wenn ihre Zukunftspläne ganz anders aussahen? Was wenn ihre Gefühle lange nicht so intensiv waren wie meine? Vielleicht hatte sie sogar Angst vor der Vorstellung, ihr restliches Leben mit mir zu verbringen... Ich biss die Zähne zusammen, brachte aber dennoch ein Lächeln über die Lippen. Vielleicht war sie auch einfach nur überrascht und nervös. Zumindest hoffte ich das und tätschelte leicht ihren Haarschopf. "Du hast recht. Ich sollte mich wirklich fertig machen." Langsam richtete ich mich auf und schälte mich aus dem Bett. Kaum hatte ich die Decke verlassen, glaubte ich schon ihre Wärme und ihren Geruch zu vermissen, dennoch zwang ich mich zur Besinnung und begann damit mich anzuziehen. "Ich werde mich darum bemühen so bald wie möglich wieder da zu sein", versicherte ich und beugte mich noch einmal über sie, um ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen zu legen. "Also vermisse mich nicht zu sehr, ja?", fügte ich noch mit einem schelmischen Grinsen an.

      ------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      Wie konnte er nur so unfassbar rücksichtsvoll sein? War das wirklich seine erste Beziehung? Warum wirkte er dann so geübt mit seinen Worten? Ich schüttelte über meine eigenen Gedanken den Kopf und hob den Blick erneut in seine Richtung. "Danke. Ich... ich werde meiner Familie bald von dir berichten, versprochen." Zwar wusste ich bereits, dass ich bei den darauffolgenden Fragen rot anlaufen würde wie eine Tomate, noch schlimmer wäre es allerdings Ushijima unnötig lange warten zu lassen.

      Kaum hatte ich wenig später die Tür hinter mir geschlossen legten sich meine Finger zitternd an die Stelle meiner Stirn, die soeben noch von seinen Lippen berührt worden waren. Es hatte sich so... weich und warm angefühlt. So sanft. Es war ein schönes Gefühl gewesen. Desto mehr ärgerte ich mich über meine Reaktion. Ich war praktisch vor ihm geflüchtet, nur weil ich mit meinem panisch schlagenden Herzen und der Hitze auf meinen Wangen nicht zurecht gekommen war. Hoffentlich fühlte er sich deswegen nicht vor den Kopf gestoßen. Dennoch beschloss ich mich morgen früh als aller erstes bei ihm zu entschuldigen.
      "Du bist ziemlich spät heute." Die plötzliche Stimme meiner Mutter ließ mich ruckartig auffahren. Das Grinsen das mich wenig später im Gesicht der Frau begrüßte ließ mich schlimmes ahnen. "Liegt es etwa an dem jungen Mann, der dort ein paar Meter die Straße runter vor unserem Haus gestanden hat?"
      Der Ton in ihrer Stimme machte deutlich, dass sie meine Antwort nicht wirklich brauchte. "Du... hast uns gesehen?" Dabei hatten wir uns doch extra früh verabschiedet...
      Mum zuckte mit den Schultern. "Was soll ich denn gesehen haben?"
      "Mum..." Ich fuhr mit der Hand durch mein Gesicht. "Das weißt du ganz genau."
      Ihr Grinsen wurde breiter. "Wann darf ich ihn denn persönlich kennen lernen?"
      Sofort versteifte ich mich wieder etwas. "Wenn... Ich..." Ich presste die Lippen aufeinander. "Bald."
      Meiner Mutter schien sich ein amüsiertes Lachen zu verkneifen und bedeutete mir stattdessen mit einem Nicken, endlich weiter ins Haus zu kommen. "Ich freue mich schon drauf und deine Geschwister sicher auch."
      Ich stolperte beinahe, während ich meine Straßenschuhe gegen Hausschuhe austauschte. "Bitte sag ihnen noch nichts."
      Dieses Mal konnte sie sich das Lachen nicht verkneifen. "In Ordnung, in Ordnung. Aber du wirst es ihnen nicht auf ewig verheimlichen können."
      Ich stieß einmal lang die Luft aus. "Ich weiß... Aber... wir sind heute erst offiziell geworden. Es ist noch zu früh."
      "Ist er der Junge, der dich in den letzten Tagen so schlecht hat schlafen lassen?"
      Ich verharrte neben ihr im Flur. "Du hast es gewusst?"
      Mum zog grummelnd die Augenbrauen zusammen. "Ich mag nicht die beste Mutter sein, da ich mehr mit Arbeit als mit meinen Kindern beschäftigt bin, aber solche Dinge entgehen selbst mir nicht."
      "Du bist eine tolle Mutter", konterte ich umgehend, bevor ich verlegen das Gesicht abwendete. "Und ja... er war der Grund."
      Sie klopfte begeistert die Hände zusammen. "Wusste ich es doch. Sag mir dringend was er gerne isst und wann er uns besuchen kommen will. Ich würde ihn unheimlich gern kennen lernen."
      Ich nickte nur milde. "In Ordnung." Dann ließ ich mich von ihr ins Esszimmer schieben. Es war Wochen her, dass Mum genug Zeit gehabt hatte, um für uns zu kochen. Desto mehr genoss ich den himmlischen Geschmack ihres Essens. Doch trotz vollem Magen schien es mir unmöglich in der Nacht vernünftig einzuschlafen. Erinnerungen des Tages spielten sich immer wieder in meinen Gedanken ab und ließen mein Herz schneller schlagen. Noch immer schien es unwirklich, dass ich nun einen Freund hatte. Noch dazu den Ushijima, Wakatsoshi. Der Star des Volleyballteams und Schwarm so vieler Mädchen der Schule. Es schien unbegreiflich, dass jemand wie er jemals Interesse an mir hegen konnte und doch waren wir nun zusammen. Ein Umstand der mich unfassbar glücklich machte und mich schon mit Vorfreude den nächsten Morgen erwarten ließ. Ich konnte es kaum erwarten ihn wiederzusehen.
    • Mila Lomar

      Es wunderte mich schon fast, dass kein schelmischer Kommentar kam, fast als wollte er sich zurück halten. Ob es ihm schwer fiel sich gerade zurück zu halten? Wahrscheinlich so wie ich ihn kannte.
      Ich entschied mich aber nichts zu sagen und mich seiner Hand entgegen zu schmiegen.
      "Das freut mich! Ich möchte auch jede freie Sekunde mit Dir verbringen" Erwiederte ich sofort. Meine Hände ballten sich zu Fäusten und verliehen meinem gesagten noch mehr Nachdruck. Ich meinte es ernst was ich sagte.
      Aber er hatte recht mit dem was er aussprach. Als schulsprecherin hatte auch mich meine Termine. "Das stimmt...aber...ich habe sonst immer viel mehr gemacht, als ich hätte machen müssen. Da hatte ich aber auch niemanden, der mir so wichtig war." Erklärte ich etwas kleinlaut. Es war mir noch immer peinlich meine Gefühle offen zu kommunizieren. Niemals hätte ich gedacht dieses verliebte Mädchen zu werden, das ich jetzt war.
      "Wir...bekommen das schon hin!" Versuchte ich optimistisch zu bleiben.
      Zwar wurde ich bei seinem nächsten Kommentar wieder rot und verlegen, doch ließ mich ein Satz irritiert zurück. Er wollte sie ihrer Mutter nicht vorstellen? Was war bei mir anders? "Wieso...hast du deine ex Freundinnen nicht aus freien Stücken deinen eltern vorgestellt? Warum, also bei mir?" War mir diese Frage überhaupt erlaubt? Irgendwie verfluchte ich mich kurz nach meiner aussprach dafür. Doch es interessierte mich brennend.
      Ob ihn mein Verhalten von gerade verletzt hatte? Dachte er vielleicht, dass ich nichts mit ihm zutun haben wollte? Zwar lächelte er, aber sein Lächeln war anders als sonst. So langsam schaffte auch ich ihn zu lesen. Während er sich anzog grübelte ich, was ich noch sagen könnte. Als er mich küsste hielt ich ihn am Kragen fest, bevor er zurück weichen konnte. "Ich...möchte mein Leben mit dir verbringen tetsuro! Ich liebe...dich" mir war egal wie schwer mir diese Worte gerade fielen. Mein inneres schrie vor Angst und hätte am liebsten die Beine in die Hand genommen. Ich handelte vollkommen gegen meine komforzone und spürte mein Herz deutlich schlagen. Nur langsam löste sich der Griff an seinem Kragen. Ich sollte ihn zwar nicht vermissen aber das war mir nicht möglich. "Das wird schwer, dich nicht zu vermissen"



      Ushijima wakatoshi

      Am nächsten Morgen merkte ich kaum, daß ich eigentlich gar nicht geschlafen hatte. Die Vorfreude ritsuka wieder zu sehen machte mich munter. Ich kam früher als sonst nach unten und zog mir meine Schuhe an. Irritierte kam meine Mutter in den Flur "schon so früh los?" Fragte sie offenkundig interessiert. "Der Coach will sich nochmal treffen um etwas zu besprechen" log ich ohne zu warten und hob meinen Rucksack auf meine Schulter. Der Blick meiner Mutter verriet, dass sie mir nicht glaubte. Ich konnte ihr schlecht sagen, dass ich früher los musste, um meine Freundin rechtzeitig abholen zu können. Wir sahen uns eine Weile an, bevor sie sich weg drehte um zurück ins Wohnzimmer zu gehen "solange du nichts kriminelles machst!" Kam es noch streng im Türrahmen von ihr. "Nein!" Diese ehrliche Antwort meiner Seits reichte ihr wohl fürs erste. Mit einem seufzen schloss ich die Tür hinter mir und begab mich dann zu ritsukas Haus. Wo sollte ich mich hinstellen? Ich entschied mich dafür dort zu bleiben, wo ich ritsuka gestern verabschiedet hatte und wartete nun darauf, dass sie raus kam. Schnell hatte ich ihr geschrieben, dass ich da war sie sich aber nicht hetzen musste. Scheinbar war ich vor Freude schneller gegangen als sonst und hatte mich zu früh hier eingefunden. Tendō wusste bescheid, dass wir ihn auf dem Weg einsammelten und würde bei einer Kreuzung auf uns warten. So vernachlässigte ich ihn nicht und hatte dennoch Zeit mit ritsuka alleine. Zwar hätte tendo es verstanden, wenn ich mit ihr komplett alleine gehen wollte, doch ich wusste das auch er schnell verletzt war, auch wenn er es nicht zeigte. Er kam mit vielen Leuten klar und zwang sich ihnen beinahe schon auf, doch bei mir verhielt er sich etwas anders. Auch ich hatte gelernt in seiner Gegenwart etwas "lockerer" zu werden als bei anderen. Er wäre wohl einer der wenigen, mit denen ich such nach meiner Schulzeit noch Kontakt pflegen würde.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tesuro Kuro

      Ein angenehmes Gefühl umspülte meinen Körper bei ihren Worten. Wer hätte gedacht, dass es so wunderschön sein konnte, wenn jemandes Gefühle erwidert wurden. Irgendwie wurde ich nun sogar etwas von Schuldgefühlen geplagt, wusste ich doch, dass meine vergangenen Beziehungen eben nicht auf diesen gleichen Gefühlen aufgebaut waren. Kein Wunder also, dass meine Ex-Freundinnen teilweise so wütend auf mich waren, obwohl ich versucht hatte so gut wie möglich für sie da zu sein. Mittlerweile hatte ich aber verstanden, dass das lange nicht alles war. Ein, zwei Dates die Woche - wenn nicht gar weniger - würden mir mit Mila einfach nicht reichen. Ich wollte sie jeden Tag sehen, jeden Tag Zeit mit ihr verbringen, sie jeden Tag küssen und noch einiges mehr. Außerdem war ich sicher, dass es noch einiges gab, dass ich über sie lernen konnte. Ich wollte mehr ihrer Gesichtsausdrücke kennen lernen und sie oft wie möglich lachen hören. "Was hältst du davon, wenn wir den nächsten Sonntag tatsächlich nur für uns zwei haben? Ich habe kein Training und wir hätten alle Zeit der Welt, etwas gemeinsam zu unternehmen." Wenn ich so darüber nachdachte... Würde das vielleicht unser erstes richtiges Date werden? Es war schon fast ironisch, dass eben dieses erst nach unserer ersten Nacht erfolgte, aber schließlich hatte ich vor beides in Zukunft noch mehrfach zu wiederholen.
      Sie hatte also noch nie jemanden gehabt, der ihr so wichtig war? Ein wohliges Kribbeln in meiner Magengrube machten sich bei diesen Worten breit. Mir war bereits bewusst gewesen, dass ich wahrscheinlich ihr erster Freund war, aber sollte das eventuell bedeuten, dass ich auch ihre erste Liebe war? Es war schon beinahe verwirrend, wie glücklich mich dieser Umstand machte, während ich inständig darauf hoffte, dass ich auch ihre letzte Liebe sein würde. "Du glaubst nicht, wie glücklich es mich macht, solch einen Stellenwert in deinem Leben einnehmen zu dürfen", meinte ich aufrichtig und schmiegte kurz mein Gesicht in die Beuge zwischen ihrem Hals und der Schulter, platzierte mehrere zarte Küsse darauf. "Aber ich möchte natürlich nicht, dass du dich wegen mir irgendwie zurücknimmst." Ich hob meinen Kopf wieder, um ihr in die Augen sehen zu können. "Dennoch wäre ich dir unglaublich dankbar, wenn du hin und wieder etwas Zeit für mich schaffen könntest." Schmunzelt strich ich eine Haarsträhne aus ihrer Stirn. "Darf ich dich im Gegenzug in den Unterrichtspausen im Klassenzimmer besuchen. Ich möchte vor allem die Mittagspause mit dir verbringen." Ich hatte zu diesem Zweck auch schon beschlossen hin und wieder Kenma allein in die Kantine zu schicken... Nun, wenn ich ehrlich war, würde er sich darüber wahrscheinlich sogar freuen, immerhin konnte ich ihm dann nicht mehr das Handy aus den Fingern ziehen, damit er sich mehr auf das Essen konzentrierte. Allerdings sollte es kein großes Problem haben, den Puddingschädel das ein oder andere Mal sich selbst zu überlassen.
      Als sie nach meinen Ex-Freundinnen fragte zuckte ich kurz mit den Schultern. "Genau kann ich es dir nicht einmal sagen. Vielleicht, weil ich mir mit ihnen keine wirkliche langfristige und tiefgreifendere Beziehung vorgestellt hatte? Ich hatte einfach nie den Drang verspürt, diese Mädchen unbedingt meiner Familie vorstellen zu müssen, stattdessen wollte ich einfach, dass sich meine Mutter aus meinen privaten Beziehungen heraushält. Das hat definitiv nicht damit zu tun, dass meine Ex-Freundinnen schlechte Mädchen waren, oder so... ich..." Ich kratzte mir einmal nachdenklich über den Hinterkopf. "Meine Gefühle sind einfach vollkommen anders mit dir, als sie es in diesen verflossenen Beziehungen waren." Eine Zeit lang hatte ich auch wirklich geglaubt, meine Ex-Freundinnen geliebt zu haben. Ja, ich hatte sie definitiv gemocht und unsere gemeinsame Zeit genossen, aber das hier... Alleine jetzt gelassen neben Mila liegen zu können, ihr durch die feinen Haare streichen zu können, das Leuchten in ihren Augen über den geröteten Wangen betrachten zu können... all das war so viel erfüllender, als ich mir Beziehungen bisher jemals hätte vorstellen können.
      Zunächst wollte ich meinen Ohren nicht trauen und starrte Mila nur in einer Mischung aus Überraschung und Unglaube an, dann endlich stahl sich ein erleichtertes Lächeln über meine Lippen. "Das klingt schon fast wie ein Heiratsantrag, mein Schatz", meinte ich, gab ihrem Zug an meinem Kragen nach und ließ vorsichtig meine Stirn gegen ihre sinken. "Ich liebe dich auch, mehr als du wahrscheinlich erahnen kannst. Aber fühl dich bitte nicht von meinen Worten von vorhin unter Druck gesetzt." Langsam löste ich mich wieder, ohne das Lächeln auf den Lippen zu verlieren. "Aber ein Leben mit dir klingt wirklich unfassbar verlockend." Die Worte mit denen sie meinen Kragen schließlich wieder freigab ließen ein kurzes Lachen über meine Lippen rollen. "Wann habe ich behauptet, dass du mich gar nicht vermissen sollst. Du sollst mich nur nicht zu sehr vermissen, immerhin will ich nicht, dass du leidest." Spielerisch wuschelte ich durch ihre Haare. "Immerhin wäre es unfair, wenn ich der einzige wäre, der dich vermissen würde, oder?"

      ----------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      Es hatte mich Stunden gekostet, bevor mein wandernder Geist zur Ruhe und ich endlich einschlafen konnte, dennoch ließ ich beim Klingeln meines Weckers am nächsten Morgen keine Zeit verstreichen. Ich konnte ein amüsiertes Grinsen auf den Lippen meiner Mutter beobachten, während sie mich dabei beobachtete, wie ich hastig mein Frühstück verschlang und ihr als nächstes beim Vorbereiten der Bentos meiner Geschwister helfen wollte.
      "Mach dich los, Schatz", meinte sie und gab mir mit einer Handbewegung zu verstehen, keine Hilfe zu brauchen. "Ich habe heute die späte Schicht und genug Zeit dein Geschwister für die Schule vorzubereiten. Ich weiß, dass du es kaum erwarten kannst, deinen Freund zu treffen."
      Glühende Hitze stieg meine Hals empor und nahm mein Gesicht gefangen. Zuerst versuchte ich ihrem Verdacht zu widersprechen, als plötzlich mein Handy einen Ton von sich gab. Ich saugte erstaunt die Luft ein, als ich die erhaltene Nachricht darauf las. Ushijima war schon da?! Das wissende Grinsen im Gesicht meiner Mutter machte mir deutlich, dass sie eins und eins zusammengezählt hatte und ich fing an langsam zu nicken. "Danke, Mum."
      "Nicht dafür, Süße." Sie gab mir mit einem weiteren Winken zu bedeuten, endlich zu verschwinden. Ich neigte noch einmal dankbar den Kopf und eilte dann tatsächlich zügig aus dem Haus. Als ich wenige Momente später Ushijima an der Stelle warten sah, an der wir uns gestern verabschiedet hatten, begann mein Herz umgehend höher zu schlagen. Ich hätte nie damit rechnen können, ihn schon so früh anzutreffen. Konnte es sein... dass er mich auch so früh wie möglich wieder sehen wollte? Ich schüttelte mild den Kopf und hastete stattdessen schnellen Schrittes an seine Seite. "G-guten Morgen, Ushijima-san", grüßte ich hastig und musterte ihn nervös. Ihn so nah vor mir zu sehen, ließ direkt Erinnerungen an den gestrigen Abend aufkeimen... an seinen Kuss auf meine Stirn... Erneut stieg Hitze in meine Wangen. "T-tut mir leid, dass ich gestern so hastig... gegangen bin. Ich... Es ist nicht so, dass es mir unangenehm war... ich... es ist einfach alles so neu und..." Ich zwang mich dazu den Mund zu schließen und saugte lieber einmal tief Luft durch meine Nasenlöcher. "Es tut mir wirklich leid."
    • Mila Lomar

      Am Sonntag etwas unternehmen? Wie bei einem richtigen date?
      meine augen strahlten und man konnte sehen wie glücklich dieser vorschlag mich machte. "Nichts lieber als das!" Sagte ich daher sehr euphorisch und lächelte ihn warm an. "wir können ja überlegen was wir machen wollen" schlug ich vor.
      beinahe wäre ich bei seinen ganzen Worten ohnmächtig geworden, weil mir zu viel Blut in den kopf geschossen ist. Als er sein Gesicht in meiner halsbeuge platzierte atmete ich schnell ein und legte meine Hand auf meinen Mund. Er hatte auf jedenfall einen Wunden Punkt gefunden. Solche Gesten ließen mein Herz höher schlagen und brachten mich um den Verstand.
      Daher brauchte ich einen Moment, als er mich wieder ansah um auf seine Wort reagieren zu können. Ich nickte zögerlich "das schaffe ich!" Versprsch ich. Sein Wunsch mich in der Mittagspause besuchen zu dürfen brachte mich zum schmunzeln "ich würde mich sogar sehr darüber freuen!" Antwortete ich ihm und strich mit meinem daumen über seine wange, nachdem ich meine Hand an diese gelegt hatte.

      Seine Erklärung auf meine Frage machte mich sichtlich sprachlos. Das war ein liebesgeständnis mit dem ich nicht gerechnet hatte. Ich war ihm wichtig genug, um seiner Familie von mir zu erzählen und mich ihnen vorstellen zu wollen. Die Sorge nicht an seine ex- Freundinnen heran zu reichen schwand gerade immer mehr. Ein verlegendes und glückliches Lächeln trat auf mein Gesicht. Gerade diese Worte hatte mich noch mehr dazu gebracht ihm meine Liebe zu gestehen und seine Worte von vorhin zu erwiedern.
      Auch ihn hin und wieder sprachlos zu machen und der Grund dieses grinsen in sein Gesicht zu sein, machte mich unsagbar glücklich. Kurz schloss ich meine Augen, als er seine Stirn an meine lehnte und genoss die Nähe und Wärme, die von ihm ausging. Klar hatten seine Worte mich dazu etwas gedrängt, doch es waren meine Gefühle und die meinte ich ernst "manchmal brauche ich halt einen Schubs um meine Gefühle aussprechen zu können" sagte ich daher lachend.
      Wieder brachte er mich, wie so viele Male zum lächeln mit seinen Worten "vermiss mich dann auch nicht zu sehr!" Bat ich ihn und stand auch langsam auf. Da es doch ziemlich kalt war legte ich mir eine Decke um die Schulter und kuschelte mich darin ein "ich bringe dich noch zur Tür...möchtest du etwas zu essen mit haben? Ich kann dir etwas einpacken"



      Ushijima wakatoshi

      Mein Handy steckte ich gerade wieder in die Hosentasche als ich das Geräusch ihrer Haustür vernahm.
      Mein Herz machte plötzlich einen Satz mehr und die Kälte vom Wind war fast komplett verschwunden. Ich dachte nur volleyball könnte mich so glücklich machen, aber ihr Anblick machte noch viel mehr mit mir.
      "Guten morgen ritsuka" gab ich ruhig zurück. Direkt fing sie an sich zu entschuldigen und ein Stein fiel mir vom Herzen. Dann hatte ich sie nicht überfordert oder gar belästigt? Erlaubnis seufzte ich aus und lächelte sanft. "Alles gut! Ich bin nur froh, dass du nicht böse bist. Dann...darf ich sowas also wiederholen?" Frsgte ich vorsichtig nach. "Auch für mich ist sowas neu. Sag bitte jederzeit wenn dich etwas stört, oder du etwas bestimmtes machen möchtest" Kommunikation war der Schlüssel zur Beziehung, irgendwo hatte ich das schonmal gehört. Ich hielt ihr meine Hand hin, als Einladung meiner wieder zu ergreifen, so wie gestern. Es hatte mir gefallen ihr so nah zu sein.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      Ihre Begeisterung zu meinem Vorschlag entlockte mir ein heiteres Lachen. "Sag mir bescheid, wenn du etwas bestimmtes unternehmen willst. Ein Kinobesuch oder ein Ausflug in den Erlebnispark, was auch immer du magst." Ich beschloss auch schon für den Abend einen Platz in einem schicken Restaurant zu buchen. "Wir können aber auch einfach einen Ausflug zum Strand oder ähnliches unternehmen, Hauptsache wir können viel Zeit miteinander verbringen."
      Es war ein Genuss ihre Reaktionen auf meine Handlungen zu beobachten. Nach allem was wir in der letzten Nacht angestellt hatten, müsste man eigentlich meinen, dass sie etwas gefasster wäre. Der Umstand, dass sie dennoch bei jeder Berührung dieser Art sofort rot anlief und förmlich vor Nervosität erstarrte weckte in mir das Verlangen sie noch mehr zu necken, um noch mehr dieser peinlich berührten Gesichtsausdrücke begutachten zu können. Fürs erste hielt ich mich aber zurück und gab mich mit dem Anblick ihrer roten Wangen zufrieden, lehnte mich wenig später gegen ihre weichen Finger die meine eigene Wange umschmeichelten. "Dann ist es abgemacht. Du darfst mich natürlich auch jeder Zeit in meiner Klasse besuchen. Ich würde mich sogar ungemein darüber freuen."
      Meine Erklärungen schienen ihr fürs erste die Stimme zu verschlagen. Der seltsame Unglaube in ihren Augen machte mir deutlich, dass sie noch immer nicht ganz begriffen zu haben schien, wie tiefgreifend meine Gefühle für sie waren. Das sollte aber in Zukunft kein Problem mehr sein, schließlich würde ich hoffentlich genug Gelegenheiten haben ihr zu zeigen, wie ernst ich es meinte.
      "Einen Schubs also?", meinte ich nachdenklich. "Mal sehen wie sehr ich dich in Zukunft schubsen muss, um den Grund deiner Gefühle erkenne zu können." Ein feines Schmunzeln umspielte meine Lippen, während ich sanft meinen Zeigefinger gegen ihre Stirn drückte. "Auch sonst würde ich gerne wissen, was in diesem hübschen kleinen Köpfen so vor sich geht." Auch wenn die junge Frau zumeist ihre Gefühle deutlich durch ihren Gesichtsausdruck zeigte, fiel es mir immer noch schwer, sie richtig zu lesen. Noch ein weiterer Grund, weswegen ich mehr und mehr über sie wissen wollte, warum ich mehr ihrer Gesichtsausdrücke kennen lernen wollte. Ich wusste bereits jetzt schon: Umso mehr ich von ihr zu sehen bekam, desto mehr würde ich sie lieben.
      "Das kann ich nicht versprechen, schließlich habe ich jetzt schon das Gefühl, dich vermissen zu müssen", äußerte ich halb im Scherz. Heute war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich fast auf das Training verzichten wollte. Ich liebte den Club und hätte nichts dagegen 24/7 mit Volleyball zu verbringen... wenn das aber bedeutete Mila für mehrere Stunden nicht sehen zu können... Ich unterdrückte ein Seufzen. Hoffentlich würde es mir dieses Mal besser gelingen Sport und Beziehung unter einen Hut zu bringen. Ich könnte es nicht verkraften Mila zu verletzen... ich wollte sie nicht verlieren.
      Ihr Vorschlag hob meine Laune direkt wieder. "Ich würde liebend gerne dein Essen mitnehmen, aber ich befürchte dafür ist keine Zeit mehr." Mit einem Fingerzeig deutete ich auf die Wanduhr im Zimmer. "Weil ich mich nicht von dir lösen konnte, bin ich schon fast zu spät dran. Ich sollte wirklich direkt los. Und keine Sorge, ich werde mir auf dem Weg noch ein Anpan. Solltest du in Zukunft allerdings Lust haben mir etwas zu kochen würde ich mich sehr darüber freuen", versicherte ich ehrlich. "Natürlich nur, wenn du Zeit und Lust darauf hast."

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      Zu meinem Glück schien er nicht böse zu sein, ganz im Gegenteil: War er wirklich davon ausgegangen, dass ich wütend auf ihn war? Alleine die Vorstellung erschien mir gänzlich abwegig. "Natürlich bin ich dir nicht böse", versicherte ich mit fester Stimme, bevor ich umgehend wieder ins Stocken geriet. Er wollte so etwas wieder tun? Nun... wir waren nun ein paar. Solche Dinge waren ganz normal, richtig? Ich presste die Zähne zusammen, während meine Wangen alleine bei der Vorstellung schon in Flammen aufgingen. "J-ja... das ist in Ordnung", meinte ich endlich. "Ich versuche das nächste Mal weniger nervös zu sein und ich will auch nicht mehr so davon laufen wie gestern Abend." Wahrscheinlich würde ich dennoch vor Scham im Boden versinken wollen, aber das Ganze war sicher nur eine Sache der Gewohnheit, richtig? "Aber lass uns sowas nur tun, wenn wir allein sind, ja?" Die Vorstellung, dass uns jemand dabei beobachten könnte verwandelte meinen Schädel jetzt schon in glühende Lava. "Ansonsten sag mir bitte auch immer sofort bescheid, wenn ich mich unpassend verhalte oder du dir von mir etwas bestimmtes wünschst. Auch wenn das für uns beide noch neu sein mag, möchte ich dir wirklich eine gute Freundin sein." Noch wusste ich nicht genau, was die Voraussetzungen für eine "gute Freundin" waren, aber es würde mir mit der Zeit sicherlich gelingen eben das herauszufinden.
      Ich musterte die Hand, die er mir schließlich entgegenhielt. Dieses Mal zögerte ich deutlich kürzer als noch am gestrigen Abend und legte meine Finger vorsichtig in seine, schenkte ihm dabei ein feines Lächeln. "Danke, dass du mich so früh schon abholst. Ich... habe mich sehr darüber gefreut dich so früh wieder sehen zu dürfen." Ich war es nicht gewohnt, solche Gefühle zu empfinden und umso weniger, eben diese auszusprechen. Ushijima hingegen war immer unfassbar offen und ehrlich mit mir gewesen. Es wäre nur fair, wenn ich mich dafür endlich etas revanchierte.

    • Mila Lomar

      Ich würde mir über das date Gedanken machen und überlegen, was wir machen könnten. "Kino ist nicht so gut...zumindest als erstes date! Dann können wir kaum miteinander reden oder so" Merkte ich an und ging einige Möglichkeiten durch.
      Seine berührungen machten mich einfach nervös und ich schaffte es nicht dieses Gefühl abzuschalten. Doch irgendwie gefiel mir diese Gefühl ziemlich gut und ich wollte es auch nicht missen. "Ich werde gerne mal vorbeikommen" stimmte ich zu. Schon jetzt wusste ich, dass auch diese Situation mir unangenehm werden würde, da die Aufmerksamkeit auf mir uns tetsuro liegen würde. Hoffentlich blendete ich das irgendwann aus und es wurde zur Normalität. Kurz musste ich lachen "ich gebe mir Mühe, dass du mich nicht allzu sehr schubsen musst! Och werde bestimmt noch lernen meinen Gefühlen mehr Ausdruck zu verleihen und mich zu trauen alles auszusprechen, was ich denke. Verzeih, dass ich in der Hinsicht noch etwas schwerfällig bin." Gab ich lächelnd von mir. Dieses Gespräch hatte mich erhitzt und ich spürte wie warm mir gerade wurde. Beinahe als würde ich direkt neben einem Ofen sitzen oder in einer Sauna, so ähnlich fühlte sich mein Körper an. Wann war die Zeit so schnell vergangen!? Mit großen Augen sah ich zur Uhr. "Das tut mir leid! Wir hätten früher aufstehen sollen. Ist das wirklich okay? Dann hast du fast über den ganzen Tag kein essen" tadelte ich ihn liebevoll "du solltest besser auf dich achten. Ich werde dir die nächsten Tage ein bento machen. Wenn du zurück kommst, steht das essen auf den Tisch!" Versprach und stand nun vom Bett auf.
      Mein Herz wurde schwer, als wir uns langsam zur Tür begaben. Nun würden wir uns einige Stunden nicht sehen. "Dann hab viel Spaß und grüß die Jungs von mir!" Zum Abschied gab ich ihm noch einen Kuss und zwang mich, ihn wirklich los zu lassen.
      Langsam schloss ich die Tür und seufzte schwermütig. Was sollte ich jetzt machen?

      Zu aller erst wusch ich mich und machte mich fertig. Dann versorgte ich die Nase, so wie es mir gezeigt wurde.
      Danach folgte etwas Haushalt und das Kochen für meinen liebsten. So bekam ich die Zeit zumindest etwas tot geschlagen.



      Ushijima wakatoshi

      Sie versicherte mir nochmals nicht böse gewesen zu sein, was mir einen Stein vom Herzen fielen ließ. Ich hatte schon überlegt, ob ich ihr zur Entschuldigung einen Blumenstrauß holen sollte? Mochten Frauen sowas nicht? Ich würde es vielleicht auch einfach so tun.
      "Du musst deine Gefühle nicht weg drücken! Wenn dich etwas überfordert, ist das in Ordnung. Wir haben Zeit...uns hetzt keiner" beruhigte ich sie. Ich wäre ihr in keinem Fall böse, solange sie nach solchen Situationen wieder mit mir sprach. "Auch ich muss üben und werde sicherlich in einigen Situationen ebenfalls unpassend reagieren"
      Ihr wortwahl überraschte mich. Sie wollte eine gute Freundin sein? "Du bist doch eine gute Freundin...was hat das eine mit dem anderen zu tun?" Ich stand auf dem Schlauch "sei einfach du selbst, dann bin ich glücklich!" Bat ich sie ruhig. Sie wollte sowas nicht vor anderen machen? "Ist mir recht...Auch wenn ich gerne mein Territorium feststecke...ich werde mich bemühen und mich zurück halten" wieso kam mir direkt dieser junge in den Sinn, der durchgehend in ritsukas Nähe war. Am liebsten würde ich meine Freundin küssen und ihn dabei böse ansehen, um ihn deutlich zu machen, dass er ihr fern bleiben sollte. Ich schweifte ab und hatte bei dem Gedanken ein wütenden Blick aufgesetzt. Als ich das bemerkte versuchte ich mich zu beruhigen. Sie ergriff meine Hand und wir konnten los gehen. "Ich muss dir danken, dass du mit der Idee einverstanden warst! Ich wollte dich gerne sehen..." gestand ich ihr.
      "Wie versprochen habe ich meinen Eltern nichts erzählt...obwohl der Blick meiner Mutter mir sagt, dass sie etwas ahnt. Ich gebe mir Mühe, es vor ihr geheim zu halten"
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      "Dafür kann man sich im Kino unbemerkt aneinanderschmiegen", behauptete ich mit einem Grinsen, stimmte ihr ansonsten aber vollkommen zu. Für ein erstes Date gab es sicherlich bessere Ziele. "Ich bin mir sicher, dass wir etwas passendes für uns finden werden. Freizeitparks besuche ich immerhin auch sehr gern. Ah, und ist nicht auch in zwei Wochen Sommerfest? Wir sollten es dringend zusammen besuchen." Umgehend schwebte eine Mila im Kimono vor meinem inneren Auge herbei. Sie würde wunderschön darin aussehen. Alleine der Gedanke daran, ließ mein Herz höher schlagen.
      Mir entging nicht, wie verlegen und nervös sie noch immer bei jeder meiner Berührungen war. Ich hätte erwartet,, dass sie sich nach den Geschehnissen der letzten Nacht anders verhalten würde, gleichzeitig war es aber auch ein unfassbarer Genuss, diese niedliche Seite an ihr noch nicht verloren zu haben. Dennoch hoffte ich darauf, dass sie meine Berührungen irgendwann als vollkommen normal betrachten und entsprechend genießen würde.
      "Du kannst dir alle Zeit der Welt lassen und sollte ich einmal zu doll schubsen, sag mir bescheid." Natürlich hoffte ich darauf, dass sie bald offener mit ihren Gefühlen werden würde, aber ich wollte sie auch nicht zu sehr bedrängen und unter Druck setzen. Ich wollte, dass sie sich wohl in dieser Beziehung fühlte und sich deswegen keinen sinnlosen Stress machte.
      "Du brauchst dich nicht entschuldigen", versicherte ich sofort. "Schließlich habe ich meinen Hintern genauso wenig hochbekommen." Dass sie mir versicherte in Zukunft Bentos vorzubereiten und mich auch später ihre Heimküche erwarten würde, ließ mein Herz freudig höher schlagen. "Ich kann es kaum erwarten, von deinen Kochkünsten zu kosten", meinte ich aufrichtig und machte mich dann endlich auf zur Wohnungstür. Sofort stellte sich in mir das Verlangen ein, die junge Frau einfach über meine Schulter zu werfen und mit mir zum Training zu schleppen. Ich wollte sie noch nicht verlassen... Zum Glück war meine Vernunft stärker und ließ meinen Blick für einen Moment auf ihrer Nase ruhen. Gestern noch war sie vor Schwindel beinahe umgekippt. Es wäre unverantwortlich, sie mitten im Sommer mit zum Training zu schleifen. "Gönn dir noch etwas Schlaf und denk daran dich zu schonen." Ich deutete auf ihre geschiente Nase. "Ich werde versuchen so früh wie möglich wieder da zu sein, nachdem ich mir zuhause ein paar Sachen zusammengesucht habe, okay." Ich beugte mich für einen flüchtigen Abschiedskuss zu ihr hinunter und zögerte kurz, bevor ich mich wieder lösen konnte. Wie gern hätte ich noch länger in diesem Moment verweilen wollen... Bevor ich mich gänzlich aufrichtete, legten sich meine Lippen noch kurz auf ihre Stirn, bevor ich mich endlich dazu zwang, mich abzuwenden. "Bis bald."

      ---------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ritsuka Amori

      Ob ihm bewusst war, wie sehr diese einfachen Worte aus seinem Mund mein Herz höher schlagen ließen? Wie konnte er nur so aufmerksam und mitfühlend sein? Dabei hatte er bisher immer den Eindruck erweckt, die Emotionen seiner Mitmenschen entweder nicht nachempfinden zu können oder sich einfach nicht dafür zu interessieren. Sollte das in meinem Fall wirklich so viel anders sein...? Ich spürte erneut Hitze in meine Wangen steigen und wendete leicht den Kopf ab. "Danke", murmelte ich leise. "Dennoch... Ich möchte lernen, besser mit diesen Situationen umzugehen. Du hast recht, dass uns keiner hetzt, dennoch... Ich möchte diese schönen Momente einfach nicht verpassen." Ich wusste dennoch, dass es mich noch einiges an Zeit kosten würde, bevor ich mich an diese neue Situation würde gewöhnen können und sicherlich würde es noch viele Momente geben, in denen ich vor Scham im Boden versinken wollen würde, aber ich hatte beschlossen nicht mehr wegzulaufen. Ich würde mich früher oder später sowieso diesen Emotionen stellen müssen und Ushijima hätte es nicht verdient, wenn ich ihn für seine liebevollen Gesten bestrafen würde.
      Ich war also eine gute Freundin? Weiteres heißes Blut stieg mir zu Kopf... Wie konnte er das so einfach sagen? "Ich... Du bist auch ein fantastischer Freund. Aber..." Ich zwang mich dazu den Kopf in seine Richtung zu heben und ihn bedacht zu mustern. "Sollte dir irgendwann etwas an mir missfallen oder mein Verhalten nicht zusagen, bitte sag es mir, ja? Ich... will dich auf keinen Fall mit meinen Handlungen verletzen, niemals." Schließlich hatte eben diese Furcht - dass ich ihn verletzt haben könnte - die vergangene Nacht nicht schlafen lassen.
      Ich stockte kurz in meine Bewegung bei seinen folgenden Worten. Sein Territorium feststecken? Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Sollte das etwa bedeuten... dass er wegen mir eifersüchtig werden könnte? Aber... warum? Es gab schließlich niemanden, der jemals Interesse an mir empfunden hätte, oder? Es war bereits ein wahres Wunder, dass der Volleyballer überhaupt meine Gefühle erwiderte.
      Ich versuchte die Gedanken beiseite zu schieben und freute mich stattdessen über seine folgenden Worte. "Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, dich so früh sehen zu dürfen. Aber du musste dich nicht dazu zwingen, mich jeden Morgen abzuholen. Vielleicht kann ich dich ja auch einmal vor deiner Tür abholen."
      Die Erwähnung seiner Mutter ließ mich kurz stocken. Sie ahnte also bereits etwas... Nun, meine Mutter hatte es schließlich sogar schon herausgefunden. Vielleicht war das eine dieser Superkräfte von ihnen. "Du... kannst deinen Eltern von mir erzählen, wenn du magst", meinte ich leise. "Ich habe nichts dagegen, aber... ich weiß nicht, ob ich schon dazu bereit bin, sie zu treffen. Immerhin sind wir erst gestern ein Paar geworden und..." Ich senkte verlegen den Kopf. "Auch wenn ich hoffe, dass diese Beziehung nie ein Ende haben wird, möchte ich mich erst ein wenig an diese neue Situation gewöhnen, bevor wir gegenseitig unsere Eltern treffen."

    • Mila Lomar

      Ein Freizeitpark war sicherlich auch mal eine gute Idee für ein date. Ich schüttelte nur vergebens meinen Kopf bei seinem Kommentar zum Kino. Dennoch konnte ich es nicht unterdrücken rot zu werden, als ich daran dachte. "Vielleicht, wenn ich etwas mehr Erfahrung habe und meine Hemmschwelle etwas gesunken ist" machte ich ihm leichte Hoffnung.
      Meine Augen funkelten "stimmt! Das Sommerfest" sagte ich begeistert. Ich hatte es mir schon oft vorgestellt dort mit jemanden zusammen hin zu gehen. "Da möchte ich auch hin" es war ein toller einfallen und ich fand es schade, dass es noch so lange hin war. Dich wue sagte mann? Vorfreude war die schönste Freude? Ich müsste mir tatsächlich noch einen Kimono anschaffen...was würde ihm wohl gefallen? Vielleicht recherchierte ich gleich mal etwas, wenn er weg war.
      Nun hieß es wirklich Abschied nehmen. Ich nickte "ich werde mich gleich noch etwas hinlegen versprochen!" Sagte ich lächelnd "stress dich nicht, Hauptsache du kommst gut an! Und grüße deine Familie unbekannterweise von mir" ich Erwiederte den Kuss. Wie gerne hätte ich ihn gerade fest gehalten und nicht gehen lassen. "Viel Spaß!"

      Die Zeit ging wirklich nicht um, egal was ich machte. Doch bald müsste er wieder kommen. Das Training war vorbei, jetzt müsste er noch zu sich nach Hause und dann wäre er bald da!

      ---------------


      Ushijima wakatoshi

      "Wir werden die Momente schon nicht verpassen! Wir erbauen sie uns einfach" sagte ich ruhig. Auch für mich würde es noch einige Situationen geben, in denen ich überfordert bin. In denen ich überhaupt nicht weiß wie ich zu reagieren habe, oder in denen ich vielleicht überreagiere. Es würde schwer werden, aber gemeinsam würden wir es sicherlich schaffen.
      Das "aber" in ihrem nächsten Satz ließ mich aufhorchen und ich sah sie erwartungsvoll an. Ich war ein fantastischer Freund ABER? Kein Satz, den man gerne hörte.
      Jedoch löste sie es schnell auf und meine Schultern sackten kaum merklich nach unten, als ich mich wieder entspannte. "Das werde ich keine sorge" das war die Wahrheit, schließlich sagte ich immer offene und direkt meine Meinung. Zwar würde ich es bei ihr wohl etwas anders handhaben, dennoch wollte ich ehrlich sein. "Lass uns einfach eine offene Kommunikation anstreben, dass ist für uns beide am besten" hielt ich das Ergebnis fest.
      "Ich zwingen mich nicht dazu, dich abzuholen. Ich möchte dich abholen! Niemals würde mir einfallen dich morgens zu meinem haus zu schicken. Es liegt eh auf meinem weg und bereitet mir keinerlei Umstände" beruhigte ich sie.
      Ich durfte meinen Eltern doch von ihr erzählen? Woher kam der Wandel plötzlich? Trotzdem behielt ich wohl erstmal für mich, dass ich die Ruhe von meinen Eltern genoss und meiner Mutter keinen zusätzlichen Grund geben wollte sie aufzuscheuchen. "Keine sorge, das respektiere ich und kann dich da verstehen. Ich muss mich auch erstmal an diese Situation gewöhnen" stimmte ich ihr zu und lächelte sanft. "Wir haben noch genug Zeit! Unsere Eltern können da warten!"
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuro

      Und wieder war es mir ein reines Vergnügen ihre Reaktionen zu beobachten. Wie gern würde ich mir diesen Gesichtsausdruck, samt der geröteten Wangen nur einrahmen? "Dann sollten wir dringend an dieser Erfahrung arbeiten", meinte ich grinsend und strich sanft eine ihrer Haarsträhnen hinter ihr Ohr. "Aber das heißt nicht, dass du dich wegen mir zu irgendwas zwingen oder überwinden musst. Ich wollte dich auf keinen Fall unter Druck setzen, außerdem bin ich mit dieser Art von Zweisamkeit auch schon mehr als zufrieden."
      Zum Glück schien ihr die Idee mit dem Sommerfest zuzusagen, weswegen sich auch mein Gesichtsausdruck noch etwas weiter erhellte. "Dann steht dieses Date schon einmal fest", stellte ich zufrieden fest. Ob es reichte, wenn ich Dads alten Kimono ausleihen würde, oder würde es sich lohnen einen neuen zu kaufen. Irgendwie gefiel mir der Gedanke, Mila damit zu überraschen.
      Gerne hätte ich unseren Abschied noch weiter in die Länge gezogen, gleichzeitig wollte ich als Teamcaptain keinesfalls zu spät zum Training erscheinen, also nickte ich schließlich bei ihren Worten und drückte ihr noch einen letzten Kuss auf die Stirn. "Danke, Süße. Und ich werde dich nicht zu lange warten lassen, versprochen."

      Wie erwartet wurde ich beim Training angekommen von Fragen überhäuft. Allen voran wollte Lev wissen, wie es um Mila und ihre Nase stand. Auch wenn ich ihn zunächst mit einem düsteren Blick taktierte gab ich schließlich ehrliche Auskunft. Danach gelang es mir erstaunlich gut, mich auf das Training zu konzentrieren. Natürlich wanderten meine Gedanken hin und wieder zu Mila und vor allem zu dieser atemberaubenden Nacht, die wir zusammen verbracht hatten, aber diese Gedanken beflügelten mein Spiel eher, als mir im Weg zu stehen. Tatsächlich fühlte ich mich so gut wie lange nicht mehr und war nicht einmal wirklich außer Atem bis zum Ende des Trainings. Wie versprochen beeilte ich mich danach schnell nach Hause zu kommen, Kenma schien meine Beweggründe zu erahnen und fragte nicht einmal, als ich ihn nicht wie üblich in sein Haus verfolgte. So wie ich ihn kannte, war er sogar froh darüber etwas Zeit für sich und seine dutzenden Games zu haben. Meine Mum hingegen schien vor Neugierde überzusprudeln. "Wirst du sie uns dieses Mal vorstellen?" Ich fragte erst gar nicht, wie sie es rausgefunden hatte. Mich würde es nicht einmal mehr wundern, wenn die Frau geheime Spione in der Region verteilt hatte, so gut wie sie über jeglichen Klatsch und Tratsch in der Nachbarschaft bescheid wusste.
      "Wenn sie es möchte, ja."
      Die Augen meiner Mutter wurden groß. "Wirklich, wirklich? Du willst sie dieses Mal nicht verstecken?"
      Ich schmunzelte. Es kam selten genug vor, dass meine Mutter verwundert oder überrascht dreinblickte. "Nein, dieses Mal ist es anders."
      Die Schwarzhaarige wurde still, musterte mich eingehend, lächelte nach einiger zeit glücklich. "Dieses Mal ist es dir wirklich ernst, was?"
      Ich merkte wie meine eigenen Wangen heißer wurden und kratzte mir am Hinterkopf. "Offensichtlich, ja."
      Ihre schmalen Finger legten sich auf mein zerzaustes Haar. Obwohl sie gut einen Kopf kleiner als ich war, schaffte sie es immer wieder, dass ich mich in ihrer Nähe wie ein kleiner Junge fühlte. "Dann kümmer dich gut um sie."
      "Versprochen."
      Nach diesem Gespräch schien sich meine Mutter nicht einmal mehr darüber zu wundern, dass ich auch die nächste Nacht außer Haus verbringen wollte und half mir sogar dabei meine Tasche zu packen. Allerdings hatte ich am liebsten im Boden versinken wollen, als sie eine Packung Kondome in meine Hände drücke und von mir verlangte verantwortungsbewusst zu sein. Manchmal fragte ich mich, ob diese Frau überhaupt Schamgefühl kannte.

      Frisch geduscht und mit meiner kleinen Reisetasche beladen, klingelte ich am Nachmittag endlich an Milas Wohnungstür. Seit unserem Abschied waren sicherlich keine acht Stunden vergangen und dennoch hatte ich das Gefühl sie Wochen lang vermisst zu haben. Entsprechend ungeduldig wippte ich von einem Bein auf das andere, in der Hoffnung sie in Kürze wieder in meine Arme schließen zu können.

      ------------------------------------------------------------------------------------------
      Ritsuka Amori

      Ushijima mochte der erste Freund meines Lebens sein und dennoch war ich mir jetzt schon sicher, dass er der beste sein musste. War er wirklich neu in diesen Dingen. Wie schaffte er es nur immer wieder, genau das Richtige zu sagen? Warum war er nur so erwachsen? Nur weil er ein Jahr älter war? Egal was der Grund auch sein mochte, seine Worte beruhigten mich nicht nur, sondern lösten zudem auch ein warmes Gefühl in meiner Brust aus. "Danke", meinte ich leise, aber mit einem feinen Lächeln auf den Lippen. Gestern noch war ich mir unsicher gewesen, wie hoch die Erfolgschancen dieser Beziehung sein würden, doch mittlerweile fühlte ich mich deutlich sicherer wenn auch immer noch reichlich nervös.
      Ich nickte zustimmend, als er eine offene Kommunikation anstreben wollte. Wahrscheinlich passte das am besten zu uns. Zum Glück schien Ushijima von vorn herein nicht der Typ Mensch zu sein, der gerne um den heißen Brei redete. Eventuell hatte er sogar ähnlich wie ich, Probleme damit Sarkasmus und jegliche Form von uneindeutigen Anspielungen zu verstehen. Eine sonderlich gute Lügnerin war ich auch noch nie gewesen... Allerdings würde ich dennoch lernen müssen, meine Gedanken und Gefühle öfter laut auszusprechen und deutlich zu machen, anstatt sie unter meiner üblichen stoischen Miene zu verbergen.
      "Ich... will dich dennoch einmal bei dir abholen", beharrte ich. "Es ist mir egal, ob es ein Umweg ist, ich... ich würde es einfach gerne tun. Natürlich nur wenn das für dich in Ordnung ist." Vielleicht störte es ihn auch, wenn ich plötzlich in seiner Nachbarschaft herumstand? Ich senkte den Kopf ein wenig beschämt.
      Zum Glück schien er es auch nicht eilig mit dem Elternbesuch zu haben, was mich erleichtert ausatmen ließ. "Du hast Recht, wir haben genug Zeit", stellte ich mit einem feinen Lächeln fest und drückte kurz seine Hand. Es fühlte sich immer noch seltsam an, Hand in Hand mit ihm zur Schule zu laufen, doch ich begann zunehmend dieses warme Gefühl zu genießen. Umso näher wir allerdings der Schule kamen, desto nervöser wurde ich. Was wenn uns jemand der anderen Schüler entdeckte? Immerhin war Ushijima praktisch ein Star in Shiratorizawa, jeder würde ihn sofort erkennen. Wie schnell würden sich die Gerüchte wohl verbreiten? Was würden die anderen Schüler sagen? Wie würden die Mädchen reagieren, die schon seit Jahren für den Volleyballer schwärmten. Zwar hatte ich keine Angst vor eventuellen Auseinandersetzungen mit frustrierten Verehrerinnen, aber ich wollte nicht, dass unsere Beziehung innerhalb der ersten Tage schon Thema der ganzen Schule wurde, besonders nachdem ich bisher versucht hatte möglichst unbemerkt meinen Schulalltag zu bestreiten. Ich hatte sogar überlegt, die Beziehung fürs erste komplett geheim zu halten, allerdings fühlte sich eben dies unfair gegenüber Ushijima an... außer natürlich.... "Ist es für dich eigentlich in Ordnung, wenn Leute aus deinem Club und der Schule wissen, dass wir... ein Paar sind?" Was wenn er es selbst geheim halten wollte?
    • mila Lomar

      Auf meiner Liste hatte ich alles erledigt. Zwar sollte ich mich ausruhen, doch der Haushalt machte sich leider nicht von alleine und als Schülerin hatte ich kein Geld jemanden einzustellen. Wie ich kuroo kannte hätte er es sofort für mich gemacht, doch etwas Staubsaugen, wäsche waschen und Dinge an ihren Platz räumen schaffte ich auch noch. Ich ließ mir Zeit und machte genügend Pausen zwischendurch. Nachdem die Hausarbeit ihr Ende gefunden hatte und ich meinen Tee auf dem Sofa getrunken hatte, machte ich mich an das Essen. Mein Freund würde sicherlich Hunger haben, nachdem er vom Sport kam und ich hoffte ihm damit eine Freude zu machen. Der Tisch war schnell gedeckt, da man für zwei Personen nicht viel benötigte und das essen köcheln auf dem Herd. Ich hatte einen einfachen Eintopf gemacht, so wie ich ihn von meiner Mutter kannte. Dazu gab es Reis.
      Es war bereits später Nachmittag, sodass es wohl als Abendessen durchgehen würde? Zu Not würde ich es wieder aufwärmen, wenn kuroo noch keinen Hunger verspürte.
      Als es klingelte schoss mir bereits Wärme in meine wangen und ich merkte das kribbeln in meinem bauch. Ich drehte den Herd herunter und kam zur Tür, um diese zu öffnen. Sofort lächelte ich ihn an und meine Augen leuchteten. "Willkommen zurück!" Sagte ich glücklich und wich zur Seite, damit er eintreten konnte. Wir küssten uns zur begrüßung und ich merkte erneut, wie sehr ich ihn vermisst hatte. "Ich hoffe, du hattest einen schönen Tag! Essen wäre fertig, wenn du Hunger hast" ich schloss die Tür hinter ihm, während er sich die Schuhe auszog. Ob seine Mutter etwas gesagt hatte? Ich ließ ihn erstmal ankommen und würde ihn beim Essen danach fragen. Ihre Meinung war mir schon wichtig und ich war gespannt, wie sie auf mich reagierte.

      ----------------------------------

      Ushijima wakatoshi

      Als sie wehement mitteilte, dass sie mich auch gerne abholen wollte blieb ich einen Moment stehen und betrachtete sie eingehend. Das war also ihr Wunsch dahinter gewesen? Ich kannte es weniger, dass jemand etwas wirklich machen wollte, was offensichtlich einen Mehraufwand bedeutete. Doch sie schien es zu wollen. "Okay, dann sag mir, wann es dir passt und ich warte zuhause auf dich" Versprach ich und ging mit ihr weiter. Immer wieder versuchte ich zu verstehen, wieso? Doch vielleicht musste ich lernen, manche Dinge einfach hin zu nehmen und das es keinen richtigen Sinn dahinter gab. "Es stört mich keineswegs, wieso sollte es? Meine Mutter ahnt eh etwas und auch so verbringe ich gerne Zeit mit dir" Merkte ich eher beiläufig an.
      Als wir der Schule näher kamen stellte sie mir eine berechtigte Frage. Doch die Meinung anderer war mir schon immer egal gewesen "mir ist egal was andere sagen oder denken." Kurz zögerte ich "außer bei dir..." verbesserte ich mich kurz. Sowas war auch neu für mich "ich bin stolz darauf, dass du meine freundin bist, wieso sollte ich es also verstecken? Ich verstehe aber, wenn dir das zu viel ist. Auch wenn ich Mädchen gerne ignoriere...ich weiß auch wie sie sein können. In dieser Hinsicht entscheide bitte du, wie wir vorgehen. Jede Taktik ist mir recht" hörte sich das komisch an? Manchmal dachte ich wohl zu oft an den Sport. Doch ich denke sie wusste, wie ich es meinte. Wenn mir jemand doof kam könnte ich alleine durch meine Größe schon viel ausrichten. Nicht das ich ritsuka als schwach einstufte, doch gegen verliebte Gören könnte sie etwas machtlos sein, vorallem wenn man bedachte mit welchen Methoden sie vorgingen. Ein Mädchen wurde gemobbt, indem schleim in ihr spint gefüllt wurde und ihre Klamotten aus der Umkleide wurden geklaut, als sie gerade duschen waren. Mädchen kamen auf komische Ideen. Wir Jungs schlugen uns "nur" in meinen Augen irgendwie angenehmer, auch wenn ich in sowas noch nie involviert gewesen war.
      Alleine aus diesem Grund fände ich es nur gerecht, ihr diese Entscheidung zu überlassen.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3