Haikyuu RPG (Marien und Kolenta)

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    • Tetsuro Kuroo

      "Anstatt dich zu entschuldigen, solltest du froh darüber sein, einen so guten Freund abbekommen zu haben, der sich in einer Tour Sorgen um dich macht", lehnte ich ihre wiederholte Entschuldigung breit grinsend ab. "Ich werde mir in Zukunft sicher auch noch das ein oder andere Mal sorgen um dich machen, also solltest du lernen, damit umzugehen. Umso erleichterter werde ich sein, wenn sich meine Sorgen in Luft auflösen. Das beweist immerhin nur, wie wichtig du mir bist. Also bedank dich lieber, als dich zu entschuldigen." Ich gab selbst zu, dass ich im Moment sicherlich etwas großkotzig klingen musste, aber das nahm ich gerne in Kauf, solange Mila nicht mehr so beschämt den Kopf würde hängen lassen. Besonders da sie absolut keinen Grund hatte, sich bei mir zu entschuldigen, das sollte eher andersherum laufen.
      Dennoch wunderte es mich keineswegs, als sie auch meine Entschuldigung abwehrte, was ich mit einem milden Lächeln kommentierte. "In Ordnung. Dann kann ich also hoffen, dass du auch in Zukunft ab und an bei unserem Training beisitzen wirst? Ich verspreche auch, dass nächste Mal werde ich auch besonders Acht darauf geben, dass keine Bälle in den Gesicht knallen." Zugegeben würde es schwierig werden, jegliche Querschläger rechtzeitig aufzuhalten, aber solange ich einen der Jungs von der Bank neben sie stellte, hätte sie zumindest ein lebendiges Schutzschild.
      Etwas in ihrem Blick ließ machte mich stutzig. Wollte sie etwa nicht, dass ich sie besuchte? Nahm sie mir das mit dem Querschläger etwa doch krumm? Bevor sich meine Gedanken weiter in einer Abwärtsspirale drehen konnten, erleuchtete sie mich zum Glück. Erst starrte ich sie in einer Mischung aus Unglauben und Fassungslosigkeit an, dann konnte ich das heitere und laute Lachen in meiner Magengrube nicht mehr in mir halten. "Du musst mich echt für verdammt oberflächlich halten, wenn du denkst, dass ich dich wegen einer angebrochenen Nase hässlich finden würde", meinte ich amüsiert und wischte mir eine Lachträne aus dem Augenwinkel, bevor ich mich näher an sie heranlehnte. "Ich werde nicht lügen und behaupten, dass dir diese angeschwollene Nase gut zu Gesicht steht, aber sie verwandelt dich noch lange nicht in eine 'Vogelscheuche', nicht einmal annähernd." Wieder legte ich sanft eine Hand gegen ihre Wange und legte vorsichtig meine Stirn gegen ihre. "Vor allem anderen sind es diese blauen Augen, die mich in den Bann gezogen haben. Nicht zu vergessen, dein herzerwärmendes Lächeln, dass deinen strahlenden Charakter widerzuspiegeln scheint." Langsam löste ich mich wieder von ihr und betrachtete sie für einige Momente. "Eine angeknackste Nase macht dich daher in meinen Augen keineswegs hässlich. Nie und nimmer."
      Es war irgendwie amüsant zu beobachten, wie Mila direkt noch etwas unglücklicher wurde, kaum dass man ihre verletzte Nase schiente. Ja, es mochte ein Einschnitt in ihrem sonst so makellosen Gesicht sein, doch irgendwie war es auch ziemlich niedlich. "Wenn es dich wirklich so sehr stört und dir unangenehm ist, werde ich mir dir natürlich nicht aufzwingen", meinte ich schließlich, nachdem die junge Frau vollständig versorgt war. "Aber ich würde mich trotzdem gerne um dich kümmern und nach dir sehen, also überleg es dir nochmal, okay?"
      Wenn ich ehrlich war, gab es auch Seiten an mir, die ich ihr nicht zeigen wollte. Zumindest noch nicht. Gleichzeitig wollte ich, dass sie mir alles anvertraute. Ich wollte dass wir enger zueinanderfanden. So sehr wie ich sie kennen lernen wollte, sollte sie auch mich kennenlernen, auch die Seiten, die ich vor ihr verstecken wollte. Allerdings gab es keinen Grund uns zu beeilen, wir hatten noch alle Zeit der Welt.

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      Ritsuka Amori

      Ich schenkte dem Volleyballer ein flüchtiges Lächeln, als er mir tatsächlich ins Haus folgte und lotste ihn ohne großes Zutun in den zweiten Stock, schließlich wollte ich meine Geschwister nicht aus ihrer Serie reißen. "Du kannst dich frei bedienen", meinte ich, kaum dass wir mein Zimmer betreten hatten und deutete auf das gut gefüllte Bücherregal neben meinem Schreibtisch. Besagter Schreibtisch war - wie üblich - von mehreren Schulbüchern besiedelt, einige davon aufgeschlagen. Auch wenn die Clubaktivitäten fordernd waren, durfte ich es mir nicht erlauben, dass meine Schulnoten unter dem Training litten. Besonders in einer Eliteschule wie Shiratorizawa konnte das einen schnell aus dem Club befördern. Entsprechend hatte ich es mir jeden Abend zur Aufgabe gemacht, den Schulstoff noch einmal durchzugehen und mich auf den kommenden Tag vorzubereiten. Gegenüber vom hölzernen Schreibtisch befand sich mein Bett, in hellen Blautönen. Auch die Raumtapete trug einen ähnlichen Farbton, sogar der Stuhl am Schreibtisch. Die einzige große farbliche Abwechslung bildete der beinahe schwarze Kleiderschrank hinter der Tür. Neben eben diesen lehnte ich nun meine Schultasche und deutete auf meine Sammlung aus Kriminalromanen. "Vielleicht sind hier ein paar Titel dabei die dich interessieren könnten", meinte ich und deutete auf ein einzelnes Buch. "Das habe ich vor ein paar Tagen beendet. War ziemlich fesselnd und ich habe bis zum Schluss nicht den wahren Täter erraten können. Vor allem da du auch Thriller magst, könnte es dir vielleicht gefallen", erklärte ich und zog den Roman mit dem Titel "Murder at the darkest hour" hervor, um es Ushijima in die Hand zu drücken. "Aber natürlich kannst du dir auch jedes andere Buch ausleihen, wenn du magst." Dabei ließ ich meinen Blick selbst kurz über das Regal schweifen. Die Abteilung mit den Krimiromanen war durchaus am dichtesten besiedelt, direkt daneben fand sich aber auch eine Reihe von Scifi-Werken und auch Fantasy gab es viel zu finden. Zudem hatte ich mittlerweile fast zwei Reihen durch Mangas gefüllt bekommen, von denen mir die Hälfte Airi geschenkt hatte... Ich würde nie verstehen, was sie an diesen Klichee behafteten Romanzen so toll fand... auch wenn die ein oder andere Geschichte doch ganz interessant geworden war. Zuletzt ließen sich im unteren Regal neben einigen Lehrbüchern diverse Magazine und sogar zwei Enzyklopädien zur Leichtathletik und besonders dem Laufsport finden. Sollte das nicht reichen, um jemanden deutlich zu machen, welchen Sport ich machte, dürften die drei Pokale die auf dem Regal thronten wohl den letzten Hinweis liefern. Eigentlich hatte ich nie vorgehabt die Staubfänger so präsent aufzustellen, doch meine Mutter war da anderer Meinung gewesen. Hoffentlich würde Ushijima mich nicht für eitel halten... Zudem stammten diese Pokale noch aus meiner Mittelschulzeit, in welcher ich nicht selten als erste die Ziellinie passiert hatte. Allerdings hatte ich mir noch nie viel aus solchen Siegen gemacht, entsprechend waren auch meine diverse Medaillen aus kleineren Wettkämpfen verborgen in einer Schublade gelandet.

    • mila lomar

      Ich hob eine Augenbraue bei seinen Worten und verdrehte lächelnd die Augen "glaub mir! Ich bin sehr froh dich zu haben" Bestätigte ich ihn und legte meine Hand auf seine. "Ich werde versuchen es zu lernen...Dennoch bin ich es nicht gewohnt, dass sich jemand so sehr um mich sorgt" Gestand ich.
      Er stellte vieles immer so einfach dar, doch wenn man sowas noch nie kannte, brauchte man einfach Zeit, um es zu akzeptieren. Ein schmales Lächeln formte sich auf meinen Lippen "natürlich komme ich zu deinem Training! Ich passe nächstes mal einfach besser auf!" Verprach ich ihm "Du solltest dich eher auf das Spielen konzentrieren. Deinem Training will ich jetzt nicht im Wege stehen" wenn er sich nur immer um mich sorgte, würde er die ganzen Bälle ins Gesicht bekommen.
      Nach meinen Worten und meiner Erklärung folgte lange Stille. Wieder brach er im lauten Gelächter aus, als ich ihm von meinen Gedanken erzählte. Meine Schultern sackten runter und ich zog meinen Kopf etwas ein. Wieso fand er das so lustig? Kurz darauf weiteten sich meine Augen "Nein! Das wollte ich damit nicht sagen ich..." begann ich mich zu erklären, doch er sprach weiter. Seine Geste war es jedoch, die mich in den Bann zog und ihm intensiv zu hören ließ. War es seine Erfahrung als capitän, dein aussehen oder einfach der Grund, dass ich ihn so sehr liebte, weshalb sich seine Worte so in mein Herz brannten und ich ihm alles glaubte. Jeder der mir Komplimente machte hatte ich diese niemals zu hundertprozent abgenommen. Doch kuroo sprach eine andere Seite in mir an, die ich zu vor selbst nicht kannte. Meine Wangen wurden warm und färben sich rot, während meine Augen seine weiterhin fixierten. Erst als der Arzt rein kam schnellte mein blick nach vorne.
      Als wir wieder alleine waren sprach er weiter und ich sah ihn an "ich möchte, dass du mich besuchst! Ich würde dich gerne jede Minute um mich haben" sprach ich meine Gefühle klar aus. Seine Nähe störte mich nicht, auch wenn ich sonst viel lieber alleine war.


      Ushijima Wakatoshi

      Sie kam zu mir und zeigte mir eines der Titel, die meine Augen zuvor ergriffen hatten. "Das Buch war wirklich gut! Ich habe es auch vor kurzem erst gelesen. Die Schreibweise des Autors ist einzigartig und lässt den Leser perfekt in die Welt eintauchen. Auch ich hätte nicht gedacht, dass der Mörder tatsächlich die Tochter ist. Ich wäre vom Liebhaber ausgegangen!" Fing ich an zu erzählen und war selbst überrascht, dass ich so viele Wörter von mir gab.
      Ich betrachtete das Cover kurz, bevor ich das Buch an seinen Platz zurück stellte. Kurz darauf zog ich ein anderen Titel heraus, dessen buchrücken ich für mich las. Auch dieses Buch klang eigentlich ziemlich gut "wie war das Buch?" Wollte ich ihre Meinung wissen. Sie hatte diese Bücher bereits gelesen und ich vertraute auf ihr Urteil.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      "Du bist es nicht gewohnt, dass man sich so sehr um dich sorgt?" Mein Blick wanderte zu ihrem Vater, der noch ein paar abschließende Worte mit dem behandelnden Arzt zu klären hatte. "Lass das mal lieber nicht deinen alten Herren hören, der scheint sich nämlich sehr wohl um seine geliebte Tochter zu sorgen und ich vermute, dass hat er schon immer getan. Habe ich recht?" Ob ihr die Fürsorge der Menschen um sie herum einfach nie aufgefallen war? Selbst wenn sie seit einiger Zeit für sich allein leben mochte, konnte ich mir schwerlich vorstellen, dass ihr Vater sie in ihrer Kindheit groß anders behandelt haben sollte. Gleichzeitig mochte es aber auch stimmen, dass sie diese Art von Sorge selten von Gleichaltrigen zu spüren bekam. Allerdings war mir schon früh aufgefallen, dass Mila zwischen sich und ihre Schulkameraden eine unsichtbare Wand gezogen hatte, die es ihren Mitmenschen schwer machte, ihre schwachen Momente überhaupt zu bemerken. Hoffentlich würde es mir früher oder später gelingen, eben diese Wand vollständig niederzureißen, damit sie meine Sorgen nicht nur spüren sondern auch akzeptieren lernte.
      "Mach dir da mal keine Sorgen, du wirst mein Training schon nicht behindern", versicherte ich voller Zuversicht. "Immerhin will ich vor meiner Freundin einen guten Eindruck machen und mich von meiner besten Seite zeigen." Stolz reckte ich das Kinn in die Höhe. "Ich werde schon andere Wege und Mittel finden, um so etwas wie heute zu unterbinden, keine Sorge." Es würde sicherlich genug Jungs im Club geben, die freiwillig Leibgarde für sie spielen würden... Nur Lev würde ich diese Ehre niemals überlassen.
      Ich konnte deutlich erkennen, dass sowohl meine Worte als auch Handlungen Mila im ersten Moment überrumpelten. Wie schon einige Male zuvor genoss ich dabei den Anblick ihrer geröteten Wangen, die dem sonst so ernsten und erwachsenen Mädchen einen kindlichen Charme verpassten. Doch neben diesem Anblick ließen vor allem ihre Worte mein Herz schließlich höher schlagen. "Wunderbar!", stieß ich begeistert aus und schloss sie in der nächsten Sekunde behutsam in meine Arme. "Ich verbringe nämlich ebenso unheimlich gerne Zeit mit dir", murmelte ich in ihr Ohr, bevor ich mich schließlich wieder von ihr löste. "Leider werde ich aber nicht rund um die Uhr bei dir sein können... schließlich habe ich als Kapitän des Volleyballteams diverse Verpflichtungen." Verpflichtungen, denen ich noch nie so dringend entgehen wollte, wie in eben diesem Moment. "Aber nach dem Training werde ich gewiss immer Zeit finden, um dir einen Besuch abzustechen." Mit diesen Worten hielt ich ihr die Hand entgegen, um ihr vom Stuhl zu helfen. "Doch für heute gebe ich mich damit zufrieden, dich gemeinsam mit deinem Vater nachhause zu bringen."


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      Ritsuka Amori

      Kurz stutzte ich erstaunt. Nicht nur, weil Ushijima das empfohlene Buch schon kannte, sondern auch weil ich ihn selten so begeistert und viel reden hatte hören. Entsprechend kostete es mich ein paar Sekunden, bevor ich begriffen hatte, was hier gerade passiert war und nickte nur enthusiastisch. "Genau. Ich hatte auch ziemlich lang auf den Liebhaber getippt. Bis zum Schluss hatte ich sogar eher Mitleid mit der Tochter. Doch am Ende war ihr Motiv für den Mord so eindeutig, dass ich nicht fassen konnte, es nicht schon vorher gesehen zu haben." Es war erstaunlich befreiend mit jemanden darüber reden zu können, besonders da Airi wenig von Romanen und Büchern im Allgemeinen hielt, während Haruto sich mit gänzlich anderen Genre befasste, auch wenn er sich in der Vergangenheit versuchsweise das ein oder andere Buch von mir geliehen hatte.
      Mein Blick fiel auf den dunklen Einband des Buches, dass sich der hochgewachsene Sportler als nächstes aus dem Regal gezogen hatte. "Ja, ich kann es sehr empfehlen. Tatsächlich ist es schon etwas her, dass ich es mir gekauft habe und seither habe ich es schon zweimal gelesen", schilderte ich engagiert. "Allerdings dreht es sich in diesem Buch nicht allein um den Kriminalfall, stattdessen ist es dem Autor auf wunderbare Weise gelungen, die Handlungen aus vielen unterschiedlichen Perspektiven zu schildern, wodurch man bis zum Ende nicht einmal wirklich sagen kann, wer der eigentliche Protagonist ist, geschweige denn, wer gut und wer böse. Es gibt schlicht kein schwarz und weiß und jeder hat Gründe für seine Taten. Alleine wegen dieser einzigartigen Art, Geschichten zu erzählen, habe ich mittlerweile schon fünf Bücher desselben Autoren." Während ich dies erklärte, deutete ich auf die restlichen Romane, des besagten Schriftstellers. "Sollte dir dieses Buch also gefallen, kann ich dir nur wärmstens ans Herz legen, auch die anderen Romane zu lesen." Erst als ich nun wieder zu ihm aufsah, bemerkte ich, dass ich ihm ungewollt nahe gekommen war. So nah, dass ich sogar kurz glaubte seinen Atem auf meiner Haut spüren zu können... Sofort machte ich einen Schritt zur Seite, einerseits um den nötigen Abstand wieder zwischen uns aufzustellen, andererseits um die aufkeimende Hitze meiner Wangen vor ihm verbergen zu können. "N-natürlich darfst du dir auch mehrere Titel auf einmal ausleihen", murmelte ich schließlich deutlich leiser als zunächst geplant.
    • mila lomar

      Ich hatte mich scheinbar falsch ausgedrückt und seufzte "ja das stimmt! Wenn auch manchmal zu viel...ich meinte eher neben meinen Eltern. Ich bin es nicht gewohnt, jemand neues in mein Leben zu haben." Erklärte ich mich nochmal besser.
      Als er so posierte und den Hals streckte musste ich lachen. "Keine Sorge, du machst immer den besten Eindruck vor mir! Dafür musst du dich nicht einmal anstrengen" Gab ich ehrlich zu. So offen war ich sonst nie, wahrscheinlich taten die Tabletten ihren Beitrag dazu bei.
      Das meine Antwort ihn so glücklich machte ließ mein Herz höher schlagen. Es ermutigte mich, häufiger meine Gefühle zu offenbaren und ihm zu erzählen wie es mir dabei ging.
      Als er mich in seine Arme zog atmete ich entspannt ein und aus und schloss kurz die Augen. Mein Körper brauchte diese Ruhe gerade und genoss es, sich nicht für das aufrechte sitzen anzuspannen. "Deine Verpflichtungen gehen vor! Ich komme auch alleine zurecht" Gab ich leise und sehr müde von mir. Als er aufstand und mir die Hand hin hielt öffnete ich verschlafen die Augen und brauchte einen Moment um eine Reaktion zu zeigen. Danach griff ich seine Hand und klammerte mich fest an seinen Arm.
      "Fährst du danach wieder zurück, oder bleibst du bei mir?" Wollte ich wissen und sah zu ihm auf. Mein Vater kam nun auch wieder zu uns "der Arzt hat mir deine Krankmeldung und die Rezepte für die Schmerzmittel mit gegeben. Ich fahre dich nach Hause und besorge kurz auf dem weg dorthin alles bei der Apotheke. Es liegt ja eine auf dem Weg." Schlug er vor und Strich mir sanft über den Kopf "na komm, bevor du uns gleich noch einschläfst" Sagte er lächelnd und ging voran zum Auto.


      Ich war froh, als mein Vater zu Hause hielt und ich meinem Bett näher kam. Im Auto hatte ich mich zu kuroo nach hinten gesetzt und mich an ihn gelehnt, um etwas meine Augen ausruhen zu können.
      Im Haus merkte ich erst wieder was mir zugestoßen war, als ich hoch schnellen musste nachdem ich mich zu meinen Schuhen runter gebeugt hatte. Das Blut pochte direkt in meinem Schädel und kurz verlor ich etwas mein Gleichgewicht. Die schnelle Bewegungen müsste ich mir erstmal abgewöhnen.


      Ushijima Wakatoshi

      Sie begann aufgeregt über das erste und dann auch das zweite Buch zu reden. Dabei kam sie mir näher und ich ließ es gerne zu. Ihre Augen strahlten bei der Erzählung und sie wirkte wie ausgewechselt. Diese Seite an ihr zog mich regelrecht in einen Bann. Das Buch, auf das sie immer wieder zeigte, interessierte mich gar nicht. Mein Blick war ganz und gar auf sie gerichtet um keine Reaktion in ihrer Mimik zu verpassen.
      Unterbewusst hatte ich mich etwas zu ihr runter gebeugt und merkte dies erst, als sie mit dem Reden aufhörte und mich ansah. Wir waren uns sehr nah und ich konnte schon fast ihre Wimpern zählen. Leider wich sie zurück, jedoch bot sie mir mit ihren roten Wangen einen Anblick, der mein Herz kurz aufspringen ließ. Erst wollte ich auf den Vorschlag eingehen, doch wenn ich immer nur ein Buch mit nehmen würde, könnte ich diese Situation mit etwas Glück häufiger erleben. "Eins reicht erstmal, danke" sprach ich ruhig, ohne meinen Blick von ihr abzuwenden. "Es ist interessant dir zu zuhören, wenn du von einem Thema so begeistert bist" Gestand ich ihr, da ich eigentlich immer die Wahrheit sagte, wieso also nicht auch bei sowas.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      Also doch: Sie war es wirklich nicht von Gleichaltrigen gewohnt so behandelt zu werden. Hieß das, dass sie diese Mauer schon immer um sich aufgebaut hatte? Hatte sie schon immer ihre Mitmenschen künstlich auf Abstand gehalten? Und wenn ja: Warum? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ihr Vater jemals beigebracht haben könnte, dass sie keine Schwäche zeigen durfte. Ihre Mutter hingegen hatte ich nie kennenlernen dürfen. Aber vielleicht war es auch ein anderer Umstand, der diese seltsame Distanz zwischen die junge Frau und ihre Umwelt verursacht hatte. Dabei war ich mir sicher, dass es auch in der Vergangenheit schon Menschen gegeben haben musste, die sich mit ihr anfreunden wollten, schließlich hatte der Volleyballclub sie innerhalb weniger Tage schon fest ins Herz geschlossen.
      So so? Ich machte immer den besten Eindruck vor ihren Augen? Ich spürte förmlich, wie sich ein stolzes uns zugleich wahrscheinlich etwas dümmliches Grinsen auf mein Gesicht zeichnete. "Das hört man doch gerne", behauptete ich zufrieden und tätschelte ihr zart den weichen Haarschopf. "Da trifft es sich doch ganz gut, dass auch du bisher immer einen zauberhaften Eindruck in meinen Augen gemacht hast, selbst mit angeknackster Nase."
      Es wunderte mich nicht, dass sie sofort Verständnis zeigte und auch wenn ich ihr eben dafür dankbar war, wünschte ich mir manchmal, dass sie etwas egoistischer wäre. Ich wünschte mir, dass sie mehr von meiner Zeit in Anspruch nehmen würde. Ich wünschte mir, dass sie von sich aus auf mich zu kam und meine Aufmerksamkeit einforderte. Welch seltsame Gedanken, wenn man bedachte, dass meine vorangegangenen Beziehungen daran zerbrochen waren, dass ich mehr Zeit im Club verbrachte als mit dem jeweiligen Mädchen. Eben diese Mädchen - insgesamt drei an der Zahl - hatten mir ihre Wünsche und Bedürfnisse sehr deutlich vermittelt und mich immer wieder darum gebeten, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Zwar habe ich mich damals schlecht gefühlt, eben diesen Wünschen nur selten in Gänze nachkommen zu können, aber noch nie hatte ich eine Freundin, bei der ich mir wünschte, dass sie eben solche Bedürfnisse öfter äußerte... Und dabei waren wir erst seit kurzem ein Paar. Ob das diese sagenumwobene wahre Liebe war?
      Zumindest wurde mein Lächeln umgehend breiter, als sie mich fragte, ob ich noch etwas bei ihr bleiben würde oder direkt wieder zurück zum Training fahren würde. Ich wusste nicht ob es so gemeint hatte, aber zumindest wollte ich mir einbilden, dass sie darauf hoffte, dass ich länger bleiben würde. "Bevor ich zurück in der Schule bin, würde das Training sowieso schon fast vorüber sein. Es spricht also sicher nichts dagegen, wenn ich noch etwas bleibe, bevor ich selbst nach Hause gehe."

      Nachdem ihr Vater zurück ins Behandlungszimmer gekommen war, dauerte es auch schon nicht mehr lange, bevor wir alle ins Auto stiegen. Kurz blickte ich etwas verwundert auf Mila hinunter, als ich plötzlich ihren Kopf gegen meine Schulter spürte, danach lag innerhalb von Sekunden ein zufriedenes Schmunzeln auf meinem Gesicht. Sie mochte immer noch reichlich zurückhaltend, schüchtern und vorsichtig sein aber nach dem heutigen Tag schienen wir einen deutlichen Fortschritt gemacht zu haben. Sie wurde mir gegenüber zunehmend lockerer und aufgeschlossener, was mich hoffnungsvoll in unsere Zukunft blicken ließ.
      Als das Auto vor ihrem Wohnkomplex stehen blieb, strich ich sanft eine Haarsträhne aus ihrem müden Gesicht. "Wir sind da, Mila. Kannst du selbst laufen, oder soll ich dich tragen." Sie schien sich für ersteres zu entscheiden, weswegen ich ihr einfach nur wachsam hinterherlief, darauf bedacht, dass sie nicht vor Erschöpfung und Schwindel zusammenkippte. Nur kurze Zeit später erwiesen sich meine Bedenken als gerechtfertigt, als sich alleine der Akt des Schuhe Ausziehens zu einem reichlich schwierigen Unterfangen zu gestalten schien.
      "Hey, alles gut." Umgehend legte ich stützend meinen Arm um ihre Taille und führte sie zur Absatzstufe an der Eingangstür. "Setzt dich hier hin, ich kümmere mich um deine Schuhe." Behutsam bedeutete ich ihr, sich zu setzten, bevor ich mich zur ihren Schuhen hinunterbeugte und begann die Schnürsenkel der Turnschuhe zu lösen, die sie seit ihrem Trainingsbesuch nicht hatte wechseln können.



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      Ritsuka Amori

      "I-Ist das so...?" Es interessierte ihn also, wenn ich begeistert über etwas erzählte? Warum glaubte ich nur, dass eben diese Aussage seinerseits die Hitze in meinem Gesicht nur noch weiter ansteigen ließ? Ich senkte leicht den Kopf, in der Hoffnung, dass er meine Wangen nicht mehr sehe konnte. Gleichzeitig befürchtete ich, dass meine heißen Ohren wohl bereits Hinweis genug waren. "A-Auf jeden Fall kannst du dir jederzeit noch ein weiteres Buch ausleihen." Ich bemühte mich, so normal wie möglich zu klingen, brauchte letztendlich noch ein paar tiefe Atemzüge, bevor sich auch meine Atmung wieder normalisierte. Selbst ein halber Langlauf brachte mich noch lange nicht so außer Atem, wie es Ushijima mit wenigen Worten gelungen war. Warum reagierte ich letzter Zeit so übermäßig sensibel auf seine Handlunge? Hatte es schon jemals eine Zeit gegeben, in der ein Mitmensch solch ein Maß an Nervosität in mir ausgelöst hatte? Warum war es gerade bei ihm so anders?
      Zum Glück beruhigte ich mich sehr bald aber wieder genug, um wieder zu ihm aufblicken zu können. "Sag mir auf jeden Fall Bescheid, was du von dem Buch hältst, sobald du es gelesen hast", meinte ich mit einem kurzen Nick in Richtung des Romans in seinen Händen. "Ansonsten will ich dich aber wirklich nicht mehr länger aufhalten. Ich bin mir sicher, dass du auch endlich nach Hause willst. Aber wenn du noch etwas durch die Regale schauen möchtest, werde ich dich da sicher nicht aufhalten."
    • Mila Lomar

      Ein schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, als seine brust nach meinen Worten immer mehr anschwoll und er sich sichtlich darüber freute.
      Erneut stieg mir die röte ins Gesicht, welche weiterhin durch die immer stärker werdende blaue Färbung, etwas versteckt wurde. Ob ich ihm dies glaubte? Nein. Ich sah scheußlich aus und machte mir jetzt schon Gedanken, was andere sagen würden, wenn sie uns so zusammen sahen. Nicht das irgendwann das Gerücht aufkam, dass kuroo schuld an dieser Verletzung ist. Ich machte mir sorgen um Dinge, die niemals auftauchen würden und das wusste ich. Konnte man diese Gedanken irgendwie ausstellen?
      "Das zweifle ich an" äußerte ich meine bedenken und faste mir sanft an den nasenrücken um zu überprüfen, ob es wirklich noch schmerzte. Zur info: ja das tat es!
      Er würde also noch etwas bleiben? Ein funkeln in meinen Augen war mit Sicherheit sichtbar gewesen und ein erleichtertes seufzen entglitt mir ebenso.

      Zu Hause war ich noch glücklichlicher meinen Partner bei mir zu haben. Jedoch würde ich heute nicht an einem schleudertrauma, sondern wegen einem Herzinfarkt sterben. Als er mich mit seinem Arm an der Taille packte setzte mein Herz kurz aus.
      Ich wurde dadurch unweigerlich an seinen oberkörper gedrückt und ich hoffte für einen kurzen Moment, mir bald wieder etwas zu brechen. Die Aussicht, als er mich dann zum sitzen bewegt hatte machte diesen Gedanken nur noch stärker. Ich konnte frauen nachvollziehen die kreischend im video herum hüpften, sobald ihr mann vor ihnen auf die knie ging. Nur hoffte ich, dass das nächste mal romantischer war als dieser Moment.
      "Danke" sprach ich zu ihm, nachdem er mir die Schuhe ausgezogen hatte.
      "Wenn du willst...könnten wir in meinem Bett einen Film schauen oder so? Auf dem Sofa ist es etwas eng für uns glaube ich" schlug ich verlegen vor. Letztes Mal war er lieber nach hause gegangen.


      Ushijima wakatoshi

      Waren dies solche Momente von den andere sprachen, indem man weiß, dass man sich küssen sollte? Mein Körper hatte nur gehandelt, zum denken kam ich nicht. Ob sich solch eine Gelegenheit nochmal ergeben würde? Innerlich hoffte ich es.
      So unruhig war ich nie! Ich war die Ruhe in person und behielt in den schwersten Spielen einen kühlen Kopf, also warum nicht, wenn ich mit einem Mädchen sprach!?
      "Das werde ich, ja" versprach ich ihr und wandte jetzt erst den Blick kurz von ihr ab, um mir das Buch nochmal anzusehen.
      Bei Ihren Worten gingen meine Augen wieder auf sie "du hältst mich nicht auf! Wirklich nicht." Beruhigte ich sie, doch ich wollte sie auch nicht länger belästigen. Daher räusperte ich mich kurz, um endlich auf andere Gedanken zu kommen.
      "Aber ja, es ist langsam schon spät...ich nehme schon zu lange eure Gastfreundschaft in Anspruch. Vielen Dank! Auch für die Gesellschaft" sprach ich ruhig und folgte ihr dann zur Haustür. "Wir sehen uns morgen. Schlaf gut" die beiden letzten Worte sagte ich sogar mit einem kleinen Lächeln.
      Als ich vor die Tür ging schlug mir die kalte Luft um die Nase und kühlte meine Gedanken etwas ab.

      Zu Hause sah meine Mutter mich eindringlich an und grinste dann. War das einer dieser gruseligen fähigkeiten, die Mütter hatten? Das sie spürten, wenn im Leben ihrer Kinder etwas passiert war. Ich fragte nicht nach und ging schnell nach oben in mein Zimmer
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
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    • Tetsuro Kuroo

      "Äußerlichkeiten sind nicht alles", kommentierte ich mit fester Stimme. "Nur weil deine kleine Nase nicht ganz so niedlich wirken mag wie immer, schadet das deinem insgesamten Charm kein bisschen." Im Gegenteil. Der Umstand, dass sie sich offenbar solche Sorgen darum zu machen schien in meinen Augen weniger hübsch zu wirken, ließ sie nur noch bezaubernder wirken.
      Ich hoffte, dass das Leuchten in ihren Augen keine Einbildung war und sie sich wirklich ungemein darüber freute, dass ich länger an ihrer Seite bleiben würde. Ob wir irgendwann die Stufe erreichen würden, in der sie offen ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern würde? Selbst wenn ich mir bisher reichlich Mühe dabei gab, ihr eben diese von den Augen abzulesen, war ich leider noch lange nicht dazu in der Lage ihre Gedanken zu lesen. Irgendwie musste ich ihr beibringen, dass sie in meiner Nähe so egoistisch sein konnte, wie sie wollte. Gleichzeitig befürchtete ich, dass eben das noch einiges an Zeit und Geduld bedürfen würde.

      Zumindest schien sie meine Hilfe nicht mehr deutlich besser zu akzeptieren, als noch vor ein paar Tagen. So konnte ich zwar deutlich einen verlegenen Schimmer auf ihren Wangen erkennen, als ich mich um ihre Schuhe kümmerte, aber zugleich wirkte sie ehrlich dankbar. Ich grinste ihr breit entgegen. "Keine Ursache."
      Ihr nächster Vorschlag ließ mich kurz in meiner Bewegung verharren, bevor ich voller Erstaunen den Kopf hob und tief in ihren Augen forschte. Ich konnte erkennen, dass es ihr nicht leicht gefallen war, diese Frage zu stellen, aber sie meinte sie offenkundig ernst. Mein herz schlug einen Ton höher, bevor ich mich langsam aufrichtete und ein breites Lächeln auf meine Lippen kleisterte. "Nichts wäre mir lieber." Ich hielt meine Hand in ihre Richtung, um ihr aufzuhelfen. "Oder sollte ich dich dieses Mal tatsächlich tragen, nachdem du eben schon wieder fast umgekippt bist", neckte ich mit einem breiten Grinsen. Ich glaubte nicht wirklich daran, dass sie meinen Vorschlag akzeptieren würde, einen Versuch war es allerdings wert.

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      Ritsuka Amori

      Selbst nachdem ich etwas Abstand zwischen uns gebracht hatte, schien noch eine seltsame Spannung in der Luft zu hängen. Doch auch wenn sie mein Herz zum rasen brachte, war es nicht unangenehm. Ushijima mochte mich regelmäßig meine Fassung kosten - aus welchen Gründen auch immer - aber dennoch mochte ich seine Gesellschaft... Was genau bedeutete das? Und warum hatte ich auf einmal das unangenehme Gefühl, dass mir Airi die Faust gegen den Schädel rammen würde, sobald ich ihr hiervon erzählen würde?
      Ich schüttelte leicht den Kopf und hob meinen Kopf endlich wieder in seine Richtung. Noch immer fühlten sich meine Wangen seltsam war an, aber ich hoffte einfach darauf, dass man die entsprechende Röte nicht erkennen könnte. "Du musst dich nicht bedanken und... es stört mich auch sicher nicht, einen Gast wie dich zu haben." Meine Stimme wurde mit jedem weiteren Wort leiser. "I-ich freue mich schon, wenn du mir berichtest, ob dir das Buch gefallen hat... Außerdem kannst du mir jederzeit bescheid geben, wenn du dir ein neues aussuchen möchtest. D-du bist jederzeit willkommen." Wieso fühlte ich mich so verlegen dabei, ihn zu mir einzuladen? Bei Haruto und Airi hatte ich da doch auch nie Probleme gehabt? "I-Ich... habe deine Gesellschaft auch sehr genossen." Ob er meine leise Stimme überhaupt noch verstehen konnte? Vielleicht wäre es sogar besser wenn nicht? Ich presste die Lippen aufeinander, während ich ihn zur Haustür begleitete. Noch immer konnte man den Fernseher aus dem Wohnzimmer hören. Meine Geschwister schienen nicht einmal bemerkt zu haben, dass Ushijima da gewesen war.
      Eben dessen seltenes Lächeln brachte mich nun auch noch ein weiteres Mal kurz ins Stocken, bevor ich versuchte es mit meinen eigenen Lippen zu spiegeln. "Schlaf du auch gut", meinte ich aufrichtig. "Wir... sehen uns morgen. Und noch einmal danke für alles. Nicht nur für heute, auch gestern." Ich verneigte mich kurz leicht vor ihm, bevor ich mich um ein weiteres feines Lächeln bemühte. "Komm gut nach Hause, ja?"
      Erst als sich die Tür hinter ihm schloss merkte ich, dass ich bis eben nicht einmal mehr vernünftig geatmet hatte. Gierig sog ich den wertvollen Sauerstoff in meine Lunge, der mein sowieso schon rasendes Herz nur noch weiter zu Höchstformen zu treiben schien. Sanft legte ich meine Hand gegen meine Brust und spürte das heftige Wummern nach. Was war nur mit mir los? Was hatten diese Gefühle zu bedeuten? Warum... fühlte ich mich so unbeholfen in der Nähe des Volleyballers? Warum wollte ich einerseits Abstand zu ihm halten und ihn gleichzeitig in meiner Nähe wissen? Warum wollte ich ihn so dringend wieder sehen, wenn ich mich doch schon jetzt vor den Reaktionen meines eigenen Herzens fürchtete? Was würde geschehen, wenn er von all diesen Gedanken in meinem Kopf und den fremden Gefühlen in meiner Brust erfahren würde? Würde er mich für abstoßend halten? Was wenn er dann nichts mehr mit mir zu tun haben wollte?
      Ich stieß einmal lang den Atem aus. Selbst wenn dies seine Reaktion wäre, hätte ich denn überhaupt das Recht dazu, ihn dafür zu verurteilen? Und war es in Ordnung, all das vor ihm zu verbergen, wenn er doch so offen und nett mit mir umging? Ich mochte ihn... Das tat ich wirklich. Eben deswegen wollte ich ihn nicht anlügen, schließlich tat ich das auch nie bei Haruto und Airi... Doch dieses "Mögen", dass ich dem Volleyballer entgegenbrachte fühlte sich anders an, als meine Freundschaft zu den beiden. Ich... Was wenn es sich hierbei wirklich um romantische Gefühle handelte? Vielleicht sollte ich doch einmal mit Airi über all das reden. Irgendetwas sagte mir, dass sie all diesen fremden Emotionen sehr bald einen Namen geben könnte.
    • Mila Lomar

      Noch immer hallten seine Worte aus dem Krankenhaus in meinem Kopf nach. Er hatte so ernst geklungen und sogar sein Lächeln für einen Moment verloren.
      War ihm das wirklich so sehr egal? Müsste ich mir keine Sorgen darum machen, wie ich in seiner Gegenwart aussah? Irgendwie erleichterte mich der Gedanke.

      Meine Bitte ihm gegenüber schien ihn das erste mal etwas aus der Fassung zu bringen. Kurz darauf stieg aber wieder dieses breite Lächeln in sein Gesicht, welches ich so sehr liebte.
      Er schien sich sehr über meinen Vorschlag zu freuen und das beruhigte mich wirklich.
      Auch wenn er mir wahrscheinlich nur ärgern wollte sah ich verlegen weg "wenn ich dir nicht zu schwer bin...würde ich das Angebot wirklich annehmen" kam es verlegen über meine Lippen. Ich musste mir gerade eingestehen, dass ich nicht in der Verfassung war mich eigenständig zu bewegen. Vor meinen Augen drehte sich meine Umgebung weiterhin und wollte auch erstmal nicht aufhören. Unsicher sah ich dann zu ihm auf und griff nach seiner Hand um aufzustehen.


      Ushijima wakatoshi

      Ich war jederzeit willkommen? Diese Worte stimmten mich glücklichlicher als sie wahrscheinlich sollten und ich betete, dass es nicht nur eine Floskel von ihr war. "Du bei mir auch!" Entgegnete ich ihr daraufhin.
      Das war nicht gelogen! Ich wollte sie niemals anlegen und doch verriet ich ihr nicht alles. Würde ich ihr sagen wie ich mich fühlte, würde sie sich wahrscheinlich nur entfernen und dem wollte ich entgehen.

      Zu Hause lag ich nur im Bett, starrte an die Decke und wälzte mich hin und her. Ich war unruhig und kam nicht dazu zu schlafen. Immer wieder dachte ich an den einen Moment und wie sehr ich sie da geküsst hätte. So dachte ich doch sonst nicht! Was machte dieses Mädchen nur aus mir...aber es gefiel mir. Würde sie mich in die Hölle führen würde ich ihr wahrscheinlich auch folgen. Meine Mutter schaute immer schnulzige Romanzen. Ich fühlte mich, als wäre ich in einer gefangen und der Hauptdarsteller des Filmes. Daraus wollte ich aber nicht, ich genoss es irgendwie
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      Ein lautes Lachen kullerte über meine Lippen, kaum dass ich ihre Antwort vernahm. "Zu schwer? Niemals. Immerhin würde ich dich am liebsten hier und jetzt mit allen Leckereien auf der Welt füttern, auf dass du etwas gesundes Fleisch auf die Knochen bekommst." Vorsichtig zog ich sie zuerst auf die Beine, darum bemüht sie nicht zu ruckartig aufzurichten, in Sorge ihren Schwindel erneut zu wecken. Dann schob ich meine Arme unter ihre Knie und Schultern und löste sie in einer Flüssigen Bewegung vom Boden. "Ich sagte ja, viel zu leicht", scherzte ich und machte zur Demonstration eine Kniebeuge. "Du musst dringend etwas zulegen, damit sich dieses Krafttraining auch lohnt." Es mochte nicht sonderlich viel Ernst in meiner Stimme liegen, aber ich meinte jedes Wort. Es war nicht so, dass ich ihre schlanke Gestalt unansehnlich fand. Ich machte mir schlicht Sorgen. Schließlich schien die Schülersprecherin reichlich viel Stress um die Ohren zu haben und eben dieser schien sie davon abzuhalten, viel zu Essen. Leider war ich kein sonderlich guter Koch, aber vielleicht sollte ich doch das ein oder andere Gericht üben, damit ich sie damit füttern könnte? Alleine der Gedanke daran, ließ mein Lächeln breiter werden.
      Dann endlich setzte ich mich in Bewegung. "Dein Zimmer ist dieses hier, richtig?", fragte ich, während ich recht zielsicher eine der Türen in der Wohnung ansteuerte. "Ich befürchte, du musst due Klinke betätigen, leider habe ich gerade keine Hand frei", behauptete ich neckend und machte direkt vor der Tür halt.

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      Ritsuka Amori

      Es kostete mich mehrere Stunden, bevor ich an diesem Abend zur Ruhe kam und endlich einschlafen konnte. Entsprechend zeichneten sich am nächsten Morgen Augenringe in meinem Gesicht ab. Dabei fühlte ich mich nicht einmal unendlich erschöpft oder sonderlich müde, aber leider hatte meine Haut schon immer dazu geneigt, das geringste Anzeichen von Müdigkeit zu präsentieren. Normalerweise wäre mir all das auch ziemlich egal, doch...
      Wir sehen uns morgen.
      Allein die Erinnerung an Ushijimas Worte ließ mein Herz höher schlagen. Was wenn er diese Augenringe sah und folgerichtig analysierte, dass es an seinem Besuch gestern lag? Was wenn er meine Gefühle offenbarte, bevor ich sie ihm selbst beichten konnte? Kurzerhand stibitzte ich mir den Mascara meiner Mutter und verdeckte die verräterischen Schatten. Jetzt konnte man meinen Schlafmangel nur noch dann erkennen, wenn man genau hinsah. Mit dem Ergebnis zufrieden bereitete ich die Lunchboxen für meine Geschwister vor und begleitete meine kleine Schwester zur Grundschule, bevor ich mich selbst zur Highschool aufmachte.
      Es war seltsam, doch seitdem ich wusste, dass Ushijima und ich recht nah beieinander wohnten, hatte ich es mir angewöhnt auf dem Schulweg nach ihm Ausschau zu halten. Dabei wusste ich nicht einmal genau, ob ich ihm Moment wirklich begegnen wollte. Alleine der Gedanke an ihn, ließ mein herz schließlich schneller schlagen und ich wüsste nicht, ob ich ihm in die Augen schauen könnte... Wahrscheinlich würde ich wahrscheinlich eher das Weite suchen, sobald ich seine hochgewachsene Gestalt erblickte. Blöd nur, dass mir mein elendes Knie eben dieses Unterfangen wahrscheinlich erschweren würde. Aber mit etwas Glück kam ich erst gar nicht in diese Lage und würde mein Klassenzimmer ohne Schwierigkeiten erreichen. Wobei mein erstes Ziel ein Gespräch mit Airi war. Ich war mir sicher, dass sie mir mit meinen Gefühlen würde helfen können.
    • Mila Lomar

      So leicht war ich nun auch nicht, oder? Klar, etwas abgenommen hatte ich in letzter Zeit schon, aber es war schonmal schlimmer gewesen. Meine Gedanken wurden kurz unterbrochen, als ich hoch gehoben wurde. Automatisch klammerte ich mich fest an ihn und legte dabei meine Arme um seinen Hals. "Du bist einfach nur zu stark!" Protestierte Ich kurz und sah verlegen von ihm weg.
      "Ich versuche es...versprochen" kam es dann bedrückt von mir. Ich wollte ihm keine Sorgen bereiten und wusste, dass er diese gerade mit Humor versuchte zu überspielen. Mein Vater war in diesem Thema auch immer so gewesen.
      Wir kamen an meinem Zimmer an und ich nickte. "Mach ich" Sagte ich und öffnete die Tür für uns. Mit einem kleinen stoß ging sie schließlich auf. Es war wie meine restliche Wohnung: schlicht und ordentlich eingerichtet.
      Ich ließ mich langsam aufs Bett setzen und merkte wie müde und schwer mein Körper wurde, als ich das weiche Bett spürte. "Danke" Sagte ich leise und sah zu ihm auf.
      Zögerlich klopfte ich neben mich aufs Bett und machte dann den Fernseher an. "Also, was möchtest du schauen? Och werde vielleicht eh dabei einschlafen...also such du ruhig aus!"

      Ushijima wakatoshi

      Ich hatte vielleicht zwei bis drei Stunden wirklich geschlafen. So fühlte ich mich dann auch, als ich aufwachte. Heute morgen war ein extra Training angesetzt, da wir bald bei einem Turnier mit machten. Dadurch hatte ich leider nicht das Vergnügen mit ihr zur Schule zu gehen.

      Beim Training passierten mir mehrere Fehler. Ich war zu langsam beim blocken, verlor den Ball oder übersah einen Spieler, der sich mit leichtigkeit dadurch einen Punkt holte. Zum Glück war es nur ein Training mit meinem Team...
      "Alter, geht's dir nicht gut? Bist du krank?" Fragte mich einer aus dem Team, nachdem wir wegen mir eine Pause machten. "Geht schon! Hab nur nicht viel Schlaf bekommen" winkte ich ab. Einige Mädchen aus der Schule hatten uns zugeschaut und wirkten sehr besorgt. Das interessierte mich jedoch nicht. Immer wieder musste ich nur an eine Person denken.
      Nachdem Training sprachen alle vom Training, eigentlich wusste die ganze Schule davon. Ich massierte mir die Schläfen, während meine teamkollegen versuchten heraus zu finden, was mit mir nichts stimmte. Sie redeten auf mich ein, doch ich ignorierte sie. Das mussten sie nicht wissen. Einige Mädchen kamen besorgt auf mich zu und boten mir essen oder ihre Hilfe an. Jede wimmelte ich ab und ging strickt zu meinem Klassenraum.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      "Das fasse ich als ein Kompliment auf", meinte ich lachend. "Dennoch werde ich darauf achten, dass ich demnächst mehr Muskeln beanspruchen muss, um dich hochheben zu können." Zumindest schien sie einsichtig. Wahrscheinlich war ich nicht der erste, der sie auf diese Sache ansprach.
      Als sie mir wenig später die Tür zu ihrem Zimmer öffnete ließ ich zunächst einmal neugierig den Blick durch den bisher noch unbekannten Raum wandern. Es passte zu ihr, auch wenn ich es schade fand, nicht mehr von ihrer Persönlichkeit aus dem Zimmer lesen zu können. Offenkundig war Mila eher ein Freund der Einfachheit und hatte darauf verzichtet, den Raum sonderlich auszuschmücken. Ob ich etwas von mir hier hinterlassen könnte, sollte ich ihr ein Geschenk machen? "Wann hast du eigentlich Geburtstag?", fragte ich daher frei heraus, während ich die junge Frau vorsichtig auf ihrer Matratze absetzte.
      Kurz darauf folgte ich ihrer Einladung und ließ mich direkt neben sie sinken, während mein Blick noch immer etwas durch den Raum schweifte. Ich wollte dringend mehr über sie erfahren und auch wenn ihr Zimmer nicht sonderlich viel offenbaren mochte, war es immer noch mehr als nichts. "Wenn du so müde bist..." Ich griff vorsichtig nach ihrer Schulter und zog sie näher an meine Seite. "Du kannst dich gern an mich lehnen, oder dich gänzlich hinlegen", versicherte ich aufrichtig und zog ihr die Fernbedienung aus den Fingern. "Vielleicht wäre ein ruhiger Film ganz gut? Gibt es denn Genre die du besonders gerne schaust beziehungsweise welche, die du eher meiden möchtest?" Während ich redete öffnete ich bereits den nächstbesten Streaming Anbieter auf ihrem Fernseher und durchforstete das Angebot.

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      Ritsuka Amori

      "Du. Hast. Was?!" Airas Augen wirkten so groß wie meine Fäuste, während ich ihr beinahe panisch die Hand vor das laute Mundwerk hielt.
      "Nicht so laut..." Ich ließ meinen Blick durchs Klassenzimmer schweifen. Natürlich begegnete ich umgehend dutzenden neugierigen Augenpaaren, zum Glück wendeten sich die meisten nach wenigen Sekunden aber wieder ab.
      "Sorry, aber ich kann einfach nicht fassen, was du da gerade gesagt hast." Theatralisch ließ sich meine Freundin auf den Stuhl neben mir fallen, bevor sie mich eingehend zu studieren begann. "Ritsu. Meine Ritsu hat sich endlich, nach all diesen Jahren, verknallt?" Sie schüttelte den Kopf. "Wer hätte gedacht, dass es einen stoischen Volleyballkapitän braucht, um dich aus deiner Welt zu ziehen und dir den Zauber der Liebe zu zeigen?" Ich wollte ihr erneut die Finger vor das Plappermaul halten, aber sie kam mir zuvor und umgriff meine Hände mit ihren. "Hast du es ihm schon gesagt?" Ihre Nase berührte praktisch meine, als sie sich mit vor Begeisterung funkelten Augen zu mir lehnte.
      Ich schüttelte den Kopf. "Ich habe es gestern Abend ja erst realisiert... Außerdem weiß ich nicht genau, ob ich mich wirklich in ihn... 'verknallt' habe."
      Aira stieß ein langes Seufzen aus. "Dein Ernst? Natürlich hast du das? Du hast Herzklopfen in seiner Nähe, weißt nicht genau, wie du vor ihm verhalten sollst. Du hast Angst, dass er schlecht über dich denkt. Du freust dich, wenn du ihn sehen kannst." Während sie dies aufzählte drückte sie mir schmerzhaft den Zeigefinger gegen die Stirn, als würde sie mir damit ihre Worte ins Hirn drücken wollen. "Mädchen, du hast dich verknallt. Und so wie sich Ushijima in letzter Zeit verhalten hat, ist es bei ihm wahrscheinlich genauso."
      Mir stockte der Atem. "Was?!"
      Wieder ein Seufzen. "Natürlich hast du es nicht bemerkt..." Aira schüttelte in einem Ausdruck von Fassungslosigkeit den Kopf. "Er behandelt dich anders, als all die Mädchen, die sonst um ihn herum springen. Er zeigt dir Aufmerksamkeit, sorgt sich um dich. Verdammt nochmal, er hat dich gestern zum wiederholten Male nach Hause gebracht! Natürlich hat er Interesse an dir!"
      Ich senkte den Kopf. Sollte sie recht haben? Empfand Ushijima auch etwas für mich. Nein. Ich sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen. Selbst wenn er mich anders behandeln mochte, lag das vielleicht einfach daran, dass ich bis vor kurzem kein Interesse an ihm hatte. Vielleicht fühlte er einfach nur starkes Pflichtbewusstsein und hatte sich daher nach meinem Sturz um mich kümmern wollen... Vielleicht würde er mich sogar von sich stoßen, sobald er erfuhr, dass ich nicht anders war, als die anderen Mädchen, die jeden Tag sein Training torpedierten.
      "Wirst du es ihm sagen, Ritsu?" Ich spürte Airas eindringliche Augen auf mir.
      Kurz haderte ich mit mir selbst, dann nickte ich langsam. Ich hatte Angst vor seiner Reaktion... vor seiner Antwort. Wahrscheinlich würde er mich ablehnen. Vielleicht wollte er nie wieder etwas mit mir zu tun haben. Aber es wäre unfair, sollte ich seine Nettigkeit und Fürsorge für mich ausnutzen, ohne dass er meine Gefühle dabei kannte. "Ich werde es ihm heute sagen..." Vielleicht sollte ich ihn einfach vor dem Training heute Nachmittag abfangen?
      Meine Gedanken wurden allerdings plötzlich unterbrochen, kaum dass ich seinen Namen aus dem Mund einer anderen Klassenkameradin hörte. "Warst du auch beim Morgentraining? Ushijima-san wirkte irgendwie abgeschlagen, denkst du, er könnte krank sein?", fragte eine Mitschülerin ihre Freundin, die einen ähnlich bedrückten Gesichtsausdruck zur Schau trug.
      Was? Ushijima war krank? Er zeigte nie schlechte Leistungen im Training, dafür war er schließlich berühmt... Was wenn er sich erkältet hatte, nachdem er gestern erst spät nach Hause gehen konnte. Sorge durchflutete meine Gedanken und ich hatte mich aus meinem Stuhl erhoben, bevor ich darüber nachdenken konnte.
      "Viel Glück." Airas Stimme wirkte mir etwas zu heiter für die aktuelle Situation, dennoch war ich ihr dankbar für den aufmunternden Schulterklopfer. "Schau nach deinem Liebling, Kleine." Sie verabschiedete mich mit einem Augenzwinkern, bevor ich - noch immer leicht humpelnd - meinen Weg zu Ushijimas Klassenzimmer aufnahm.
      Dort angekommen suchte ich den Raum nach seinem grünlichen Haarschopf ab. Was wenn es ihm wirklich schlecht ging? Sollte ich ihn zum Krankenzimmer begleiten? Vor allem müsste ich mich bei ihm entschuldigen... Ich hätte ihn gestern nicht so lange aufhalten dürfen.
    • Mila Lomar

      "Das ist es auch!" Schmunzelte ich als Antwort.
      Als er mich abgesetzt hatte fragte er mich plötzlich nach meinem Geburtstag "wie kommst du plötzlich darauf?" Fragte ich daher aus dem impuls heraus. "In zwei Monaten, am 18.08. Und du?" Fragte ich dann zurück.
      Mein blickt folgte ihm, während er sich zu mir setzte. Tatsächlich hatte ich vor gehabt mich an ihn zu lehnen, so machte er es mir jedenfalls einfacher. Ich kuschelte mich leicht an ihn und legte zögerlich meine Hand auf seine brust. Mein Kopf legte ich ebenfalls dort ab. Es war sehr bequem so und ich hörte seinen Herzschlag. Einen Moment horchte ich und hoffte, dass er auch so aufgeregt war wie ich.
      "Ist mir..." kurz hielt ich inne. Ich sollte meine Wünsche mehr äußern und dachte nochmal genauer nach. "Vielleicht eine Komödie? Da ist es nicht so schlimm, wenn ich die Hälfte nicht mitbekomme" schlug ich vor. Eine romanze wollte ich ihm nun nicht antun, auch wenn ich sowas liebte. "Oder etwas im Mittelalter" schlug ich noch vor.

      Ushijima wakatoshi

      Erleichtert ließ ich mich auf meinen Stuhl nieder und packte meine Sachen aus. Nun sollte ich zumindest im Unterricht meine Ruhe haben. Meine teamkollegen ließen aber auch noch nicht locker "du wirkst so...nervös?" Kam es von einem. Ich zog meine augenbrauen zusammen und sah ihn an. Könnten sie mich nicht in ruhe lassen!? Ich kannte den Grund...aber es war unangenehm es vor anderen zu äußern. Das mich ein Mädchen unruhig werden ließ und ich wegen ihr meine Fassung verlor.
      "Oh ist das nicht das Mädchen, dem du geholfen hast?" Hörte ich, wodurch sein mein Kopf hastig nach ihr umdrehte. Sie war es wirklich. Was machte sie bei meiner Klasse. Ohne ein Wort stand ich auf und kam zu ihr. Wollte sie zu mir? "Brauchst du etwas?" Fragte ich ruhig und spürte wie mein Herz schneller wurde. Als ich gelächter und tauschen hinter mir hörte legte ich meine Hand an ihre Schulter und bewegte sie etwas vom klassenzimmer weg "verzeih...die würden nur nerven. Wolltest du zu mir?" Fragte ich jetzt erstmal wie dämlich von mir...vielleicht wollte sie gar nicht mit mir reden? Wollte sie zu jemand anderen? Wieso schmerzte dieser Gedanke so sehr?
      Ich wollte ihr alles sagen, doch ich konnte nicht und ließ sie besser erst antworten. Sie aber schon zu sehen freute mich so sehr! Ich wollte ihr wieder so nah sein wie gestern in ihrem Zimmer, eigentlich noch näher.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      Puh. Zum Glück war ihr Geburtstag noch nicht vorüber. Ich hätte es mir kaum verzeihen können, diesen unwissend zu verpassen.
      "17. November", entgegnete ich schmunzelt. "Es ist also noch etwas Zeit. Und natürlich will ich wissen, wann meine Freundin Geburtstag hat. Eigentlich hätte ich schon viel früher fragen müssen."
      Ich hatte zuerst befürchtet, dass sie versuchen würde, wieder etwas Abstand zwischen uns zu bringen und spürte mein Herz höher schlagen, als sie mir das Gegenteil bewies. Ihr Kopf an meiner Brust und ihre weichen Finger jagten eine sanfte Gänsehaut über meinen Körper... Vielleicht war es doch eine dumme Idee gewesen, bis hierher zu kommen.
      Reiß dich zusammen, Tetsuro! Du wirst dich doch beherrschen können!
      Ich versuchte meinen Fokus von ihrer Körperwärme abzulenken und musterte stattdessen den Fernseher etwas eingehender. "Hm, eine Komödie klingt nicht schlecht", erwiderte ich zufrieden. "Wie wäre es hiermit?" Ich öffnete das Vorschaubild einer romantischen Komödie. Ich hatte den Film noch nicht gesehen, konnte mich aber daran erinnern, wie einer aus dem Club mit seiner Freundin im Kino gewesen war und danach besagten Film aufrichtig gelobt hatte. Es hatte eine Zeit gegeben, in der ich Filme dieser Art eher gemieden hatte, doch irgendwann hatte ich begriffen, dass ich den typischen Cliches zum Opfer gefallen war. Dabei konnten romantische Filme durchaus auch für Männer interessant sein, ganz besonders, wenn sich deren Angebetete gerade an sie schmiegte. "Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber er soll ganz gut sein." Lächelnd blickte ich auf sie hinab, wobei die Nähe ihrer Stirn zu verlockend war. Umgehend platzierte ich einen flüchtigen Kuss auf der weichen Haut, gleichzeitig legte sich meine freie Hand um ihre Taille, um dafür zu sorgen, dass sie noch näher an mich rutschte. "Ich bin mir sicher, ich kann auch etwas mittelalterliches finden, wenn dich das hier nicht ansprechen sollte."

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      Ritsuka Amori

      Noch bevor meine Augen das Zimmer zur Gänze absuchen konnten, wanderte der Sportler auch schon auf mich zu. Woher hatte er so schnell wissen können, dass ich hier war? Als uns nur noch wenige Schritte trennten, zuckten meine Beine verräterisch... Eben noch hatte ich ihn so dringend sehen wollen und plötzlich machte sich eine Art Fluchtinstinkt in mir breit. Passender Weise konnte ich nun auch meinen Herzschlag in der Kehle spüren. Der Umstand, dass Ushijima dutzende Augenpaare folgten und sich schließlich auch neugierig auf mich legten, half kein bisschen.
      "I-ich..." Bevor ich ihm antworten konnte, schob er mich etwas weiter vom Klassenzimmer weg. Warum veranlasste diese eine simple Berührung mein Herz nur noch schneller zu pumpen? Ich musste mich dazu zwingen, langsam Luft in meine Lungen zu saugen, um sie umso langsamer wieder auszustoßen. Dann endlich schien auch meine Stimme genug Halt finden zu können, um Ushijima eine Antwort zu geben. "Ja, ich bin wegen dir da... Ich habe gehört, dass es dir nicht so gut gehen soll und..." Meine Augen fixierten den hellen Laminatboden vor meinen Füßen. "Liegt es daran, dass ich dich gestern so lange aufgehalten habe? Du bist erst gegen Sonnenuntergang nach Hause und..." Ich stieß ein Seufzen aus, bevor ich allen Mut zusammen nahm und endlich wieder den Kopf in seine Richtung hob. Er hatte es nicht verdient, dass ich seinen Augen auswich. "Geht es dir gut? Hast du dich erkältet? Und wenn ja, dann würde ich es gerne wieder gut machen."
    • Mila Lomar

      War notiert! Ich müsste mir irgendwann genauere Gedanken über seinen Geburtstag machen. Über was er sich wohl freuen würde?
      "Okay, kam nur so unerwartet" erklärte ich meine Reaktion. Eigentlich hätte ich ihn auch schon länger mal fragen sollen.
      Meine Augen strahlten als er den Film vorschlug. Schon länger wollte ich ihn schauen, hatte aber nie Zeit gehabt. Als er meinte auch etwas anderes anmachen zu können platze es mir schon fast heraus "nein! Das ist perfekt!" Meine Lautstärke war etwas lauter als ich angesteuert hatte und lief sofort rot an "tut mir leid...der...der ist gut" gab ich nun leise von mir und wäre am liebsten im Boden versunken.
      Erst jetzt bemerkte ich seine Hand um meine Taille. Sein Herz schlug tatsächlich auch etwas schneller, dann machte ihn sowas auch unruhig?
      Es beruhigte mich nicht die einzige zu sein.
      Immer wieder sagte ich mir mutiger zu werden und versuchte es nun umzusetzen. Den Kuss auf meine Stirn hatte ich registriert, aber eigentlich wollte ich mehr. Daher drehte ich mich zu ihm und legte meine Hand auf seine wange, damit er mich ansah und ich ihm einen Kuss geben konnte. Einen Moment sah ich ihm dann danach in die Augen und legte meine Hand wieder auf seine brust. "Das...ist schön so. Können wir das häufiger machen?"


      Ushijima wakatoshi

      Weil es mir nicht so gut gehen sollte war sie hier? Das musste j wirklich die ganze Schule wissen. Kurz seufzte ich, aber vevor ich sprach ließ ich sie weiter reden. Auf einmal schien sie viel Mut gewonnen zu haben und sprach in einem ganzen Satz, der mich meine Augen weiten ließ. Ich konnte nicht anders als zu lächeln, sie war einfach zucker. Kurz sah ich mich um und zog sie etwas weiter in einen der Räume, die nicht benutzt wurden. Nicht jeder musste meine Worte hören "ich bin nicht erkältet keine Sorge!" Beruhigte ich sie erstmal, bevor auch ich das erste mal den Mut finden musste. Ich sagte sonst immer einfach heraus was ich dachte, aber das hier war schwer. "Mein Zustand liegt aber wirklich an dir..." gab ich zu und blickte verlegen weg. Wenn ich das jetzt so stehen lassen würde, würde sie sich schrecklich fühlen...jetzt gab es kaum ein zurück mehr "aber im positiven Sinne! Ich war gerne bei dir...ich bin gerne bei dir." Wie machte man sowas!? Ich war wirklich überfordert. Ich seufzte und dachte nach "gefühlskram liegt mir gar nicht...was ich sagen will: ich habe die letzte nacht kaum geschlafen, weil ich viel an dich gedacht habe. Deswegen bin ich heute etwas neben der spur" verstand sie was ich meinte? Ich verstand mich ja selbst kaum
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    • Tetsuro Kuroo

      Eine meiner Augenbrauen wanderte erstaunt meine Stirn hinauf, als ihre Antwort deutlich enthusiastischer erklang, als erwartet. Offenkundig hatte ich einen waren Glückstreffer gelandet und freute mich sogar darüber, dass wir in diesem Punkt ähnliche Interessen zu vertreten schienen. "Dann ist es ja perfekt, ich wollte den nämlich auch schon seit einer Weile schauen."
      Bevor ich den Startknopf drücken konnte, beschloss die junge Frau mich zum wiederholten Male zu verwundern. Ich riss einmal erstaunt die Augen auf, bevor ich mich ihren unverhofften Kuss entgegen lehnte. "Du hast recht, wir sollten das viel öfter tun", säuselte ich, nachdem sie sich von mir gelöst hatte und platzierte weitere Küsse auf ihrem Gesicht. Auf der Stirn, über den Augen und den Wangen, bevor ich die Fernbedienung beiseite legte und stattdessen ihr Kinn vorsichtig zu mir anhob und unseren viel zu kurzen Kuss von zuvor wiederholte. Ob es zu voreilig war, meine Zunge in ihren Mund schieben zu wollen? Kurz löste ich meine Lippen von ihren, forschte in ihren Augen und lehnte mich ihr erneut entgegen. Als sich dieses Mal unser Atem vereinte stieß ich vorsichtig mit meiner Zungenspitze gegen ihre Zähne, bat um Einlass. Meine andere Hand strich sanft ihren Rücken auf und ab. Ein intensiver Kuss, das war vorerst alles was ich wollte. Nicht nur, dass alles weitere ihrer gebrochenen Nase Probleme machen könnte... ich hatte auch Angst es mit ihr zu überstürzen. Ich wollte mir dieses mal mehr Zeit denn je lassen. Vor allem wollte ich ihr all die Zeit geben, die sie brauchte. Wenn möglich wollte ich diese Beziehung noch in vielen Jahren führen, wir hatten also alle Zeit der Welt. Entsprechend geduldig wartete ich auch nun auf ihre Reaktion, während meine Hand von ihrem Kinn an ihre Wange gewandert war, während die andere noch immer seelenruhig ihren Rücken auf und abfuhr.

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      Ritsuka Amori

      Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich fast glauben, dass selbst Ushijima seltsam nervös erschien, besonders als er mich nun noch weiter schob, bis wir einen freien Klassenraum erreichten. Dort angekommen umspülten seine Worte mich zunächst mit Erleichterung. Er war also nicht krank? Aber warum wirkte er dann so erschöpft? Warum war er beim Morgentraining nicht auf der Höhe gewesen?
      Mein Herz versank in meiner Magengrube, als er mir eröffnete, dass die Gründe dafür doch mit mir zusammenhingen. Hatte ich ihn aus seinem Rhythmus gebracht? Hätte er schon viel eher zu Hause sein müssen, um sich besser erholen zu können? Gestern war sein Trainingsfreier Tag gewesen. Normalerweise nutzte er eben diesen wahrscheinlich um etwas auszuspannen... stattdessen hatte er den ganzen Nachmittag an meiner Seite verbracht und seine wertvolle Zeit verschwendet. "Es tut mir-" Ich kam nicht dazu, meine Entschuldigung auszusprechen. Scheinbar hatte er mit eben jener sogar gerechnet und bemühte sich nun darum, mir einen genaueren Grund zu nennen. Allerdings... War er da gerade verlegen? Der Wakatoshi Ushijima? Ich hätte nie geglaubt, dass das überhaupt möglich wäre, aber er war eben eindeutig meinem Blick ausgewichen. Dummer Weise lösten sowohl seine Worte als auch dieses seltene Verhalten in mir ebenso pure Nervosität aus. Konnte... ich wirklich glauben, was ich da gerade hörte? Bedeutete das...? Dieses Mal fühlten sich nicht mehr nur meine Wangen heiß an, selbst in meine Ohren rauschte heißes Blut, während mein Herz einen Marathon zu laufen schien. Sollte Aria wirklich recht gehabt haben... sollte er wirklich?
      Ich bis die Zähne zusammen. Es war unfair, dass nur er sich solche Mühe zu geben schien, seine Gefühle zu offenbaren. Dabei hatte ich mich doch noch vor wenigen Minuten dazu entschlossen, ihm meine Gefühle zu beichten. Ich hatte es auf nach den Unterricht verschieben wollen. Ich hatte heute Nachmittag vor seinem Klassenzimmer warten wollen. Wollte vor seinem Training erst mit ihm reden. Aber wer das hier nicht gerade der beste Moment?
      Mein Atem ging schneller. Mein Herz klopfte unverändert schnell und heftig und meine Finger verkrallten sich verlegen in meinen Schulrock. "I-ich... glaube, ich mag dich, Ushijima-san." Meine Stimme war kaum lauter, als das Fiepsen einer Maus. Gleichzeitig konnte ich ihm nicht in die Augen sehen, starrte stattdessen verkrampft auf meine Schuhspitzen. "Ich... erwarte nichts und will dich auch nicht damit unter Druck setzen... Solltest du es als unangenehm empfinden, kannst du auch auf Abstand gehen... Aber ich wollte, dass du es weißt." Es kostete mich all meinen Mut, endlich meinen Kopf zu heben, um seinen grünen Augen zu begegnen. "Ich habe es nach gestern Abend erst wirklich verstanden. Ich... Ich mag dich wirklich sehr."
    • Mila Lomar

      Das hier ging gerade in eine Richtung die mir gefiel, aber ich hatte auch Angst davor. Ich lachte leise, als er mich immer wieder küsste, wurde aber ruhig nachdem er seine Hand n mein Kinn gelegt hatte. Meine atmung zitterte so aufgeregt war ich. Fast ungeduldig sah ich ihn an, bis er mich erneut küsste. Dieses Mal intensivier als je zu vor.
      Als ich seine Zunge spürte schreckte ich kurz zurück. Doch nicht weil ich es nicht wollte. Es war nunmal das erste mal für mich und kam unerwartet. Ich hoffte mich nicht wie eine idiotin zu verhalten.
      Nun legte ich meine Hand auf seine wange, nur um sie langsam in seine Haare vergraben zu können. Nun zog ich ihn wieder an mich und setzte fort was er angefangen hatte. Etwas ängstlich versuchte ich herauszufinden was ich mit meiner Zunge machen sollte und hoffte er brach nicht in gelächter aus. Mir gefiel es ihn so zu küssen und ich drückte mich immer mehr an seinen Körper. Meine noch freie Hand legte sich an seine Taille und glitt langsam auf seinen Rücken.


      Ushijima wakatoshi

      Waren meine Worte deutlich gewesen? Doch sie gab mir kurz darauf die Antwort und ich atmete erleichtert aus.
      Nun konnte ich nicht anders und über mich selbst lachen "zumindest bist du besser darin als ich..." gab ich zu und blickte zu ihr runter "niemals würde ich auf Abstand gehen wollen! Was ich versucht hatte zu sagen ist...genau das! Ich mag dich auch...sehr. Ich konnte keine Sekunde die Augen schließen weil mich der Gedanke gequält hat, dass ich dich in diesen einen Moment so gerne küssen wollte." Kurz hielt ich inne bevor ich weiter sprach "darf ich allen vorziehen und fragen...ob du mit mir zusammen sein willst? Auch du darfst nein sagen! Wir können uns auch weiter kennenlernen. Ich merke nur, dass ich Angst habe das mir jemand zuvor kommen könnte. Ich will dich nicht mit jemand anderes sehen"
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      Es wunderte mich nicht, dass sie zuerst noch etwas zurück schreckte. Umso glücklicher war ich darüber, dass sie nicht versuchte sich mir zu entziehen. Nein, stattdessen schien sie meinem Vorhaben nachzugeben, gab mir ihre Erlaubnis und ich drückte meine Lippen zur Antwort noch fester gegen ihre. Kaum hatte sie mir Einlass gewährt erkundete meine Zunge ihren Mund, umrundete ihre eigene und lud sie zum spielen ein. Ich merkte, dass sie unerfahren war und irgendetwas in mir freute sich darüber ungemein. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass dies sicherlich ihr erster Kuss war und dass ich auch in Zukunft ein paar ihrer ersten Male für mich haben würde. Ich genoss das Gefühl ihrer Finger in meinen Haaren, ihre warme Hand die nun auch meinen Rücken hinaufwanderte.
      Verdammt! Ich hatte mich zurückhalten wollen. Ich wollte es langsam angehen, doch Mila machte es mir von Sekunde zu Sekunde schwieriger. Dennoch zwang ich mich schließlich dazu, den Kontakt zu ihren Lippen zu lösen. Einerseits, um ihr etwas Zeit zum Atmen zu geben, andererseits da ich einen Moment bräuchte, um mich wieder zu fangen. Mein Blick grub sich dabei tief in ihre Augen. Was wollte sie? Ging es ihr zu schnell? Wäre sie für mehr bereit? Wäre es in Ordnung, jetzt schon so weit zu gehen?
      Langsam und vorsichtig ließ ich meine Stirn gegen ihre sinken, darauf bedacht nicht ihre angebrochene Nase zu berühren. "Ich will uns Zeit geben und nichts überstürzen", murmelte ich dann leise. "Ich habe Angst, dass ich dich überfordern könnte... Ich habe Angst, dass es dir zu schnell geht." Wieder forschte ich in ihren Augen, versuchte aus ihnen eine Antwort zu lesen, bevor diese über ihren Mund wandern könnte.
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      Ritsuka Amori

      Er... lachte? Hatte ich ihn schon jemals lachen hören? Es grummelte in einem tiefen Bariton über mich hinweg und doch fühlte es sich so weich und warm an, wie nichts anderes auf der Welt. Ich könnte für ewig seinem Lachen lauschen, doch bald schon war das Rauschen meines eigenen heißen Blutes in meinen Ohren lauter. Es stimmte also wirklich... Er hegte die gleichen Gefühle für mich, die ich auch ihm entgegenbrachte. Ich wusste erst nicht, was ich sagen sollte, besonders nicht, nachdem er berichtete mich am gestrigen Abend küssen zu wollen. Wann? Als wir uns so nah gestanden hatten? Hatte er mich deswegen so eindringlich gemustert? Mein Gesicht musste einer Tomate gleichen. Ich senkte den Kopf, um meine roten Wangen zu verbergen. Ich konnte nicht fassen, dass dieser Moment gerade wirklich passierte.
      "M-mich wird sicher niemand 'wegnehmen'", erwiderte ich schließlich mit einem kräftigen Kopfschütteln. Mein ganzes bisheriges Leben hatte ich fern ab von jeglicher Form von Romantik gefühlt. Nicht nur, weil ich selbst kein Interesse darin hegte, sondern weil es auch niemanden zu geben schien, der mich auf diese Art betrachten konnte. "Aber... Ich habe nichts dagegen... Wenn... wenn es für dich wirklich in Ordnung ist?" Flüchtig hob ich den Kopf, nur um sofort wieder seinen grünen Augen auszuweichen, kaum dass ich ihnen begegnete. "I-ich wäre gerne mit dir zusammen... Allerdings habe ich keine Ahnung, wie solch eine Beziehung funktioniert... Ich hoffe, dass ist in Ordnung?"
    • Mila Lomar

      Mein ganzer Körper kribbelte und brannte. Dieser Kuss verlangte viel von mir ab, aber ich gab mein bestes. Als er meinen mundraum so mit seiner Zunge erkundete öffnete ich kurz die Augen, nur um sie dann wieder fester zu schließen. Ich war noch angespannt, das merkte ich sehr. Immer wieder versuchte ich ihm zu folgen und mit zu halten. Dennoch rang ich nach Luft, als er den Kuss löste.
      Langsam öffnete ich die Augen und beobachtete seine regung. Überrascht über seine Worte betrachtete ich ihn eine Weile. Ich musste wirklich hilflos wirken, wenn er sich um sowas Sorgen machte. "Ehm...ich..." verlegen sah ich weg und löste meine Hand aus seinen Haaren. "Ich weis es selbst nicht. Das eben...wie ich es liebe! Gleichzeitig hab ich aber auch Angst...ist das normal? Ich will nichts falsch machen. Theoretisch bin ich in vielem gut...aber praktisch..." ich verstummte kurz "ich konnte dafür nicht lernen..." nun sah ich ihn wieder an "du überforderst mich nicht! Mit dir fühle ich mich sicher dabei. Bis jetzt war es einfach schön und ich habe es sehr genossen. Ich weiß noch nicht wie es ist wenn wir weiter gehen aber...das können wir herausfinden"


      Ushijima wakatoshi

      Sie hatte nichts dagegen? Dann waren wir nun zusammen? "Es würde mich sehr glücklich machen!" Sagte ich sofort.
      Warst das jetzt? Sollte ich sie küssen? Umarmen? Ich entschied mich meine Hand auf ihren Kopf zu legen und und diesen sanft zu täscheln. Ich hatte das Gefühl es irgendwie besiegeln zu müssen. "Ich bin nicht so gut mit Gefühlen, wie du vielleicht gemerkt hast. Daher bitte ich dich als...Meine Freundin...mir zu sagen, wenn dich etwas stört oder ich einen Fehler mache" bat ich sie und nahm meine Hand wieder weg "ich möchte dich nicht verletzen. Viele sagen ich wäre sehr kaltherzig." Erklärte ich mich weiter und hoffte, dass sie das niemals sagte.
      Das klingeln der Schule deutete, dass der Unterricht anfing. Ich wollte nicht! Wir hatte doch noch gar nicht alles besprochen. Ich machte keine anstalten zu gehen, solange sie es auch nicht tat
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Tetsuro Kuroo

      Ich merkte, wie sie sich alle Mühe dabei gab mir zu folgen. Auch wenn sie unendlich verspannt wirkte, versuchte sie sich nach wie vor nicht zu entziehen. Sie schien sogar von Sekunde zu Sekunde mutiger zu werden.
      Ihre Worte stärkten mein Herzklopfen. Meinte sie das wirklich ernst? Meine Gefühle für sie schlugen schon deutlich länger in meiner Brust und dennoch waren wir erst vor kurzem ein Paar geworden. Ich war jederzeit dazu bereit, eben diese Beziehung weiter zu vertiefen, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass auch sie diesen Schritt schon wagen wollte. Zugleich spürte ich ihren Herzschlag an meiner Brust. Spürte ihre Unsicherheit... Ich löste meine Stirn von ihrer, legte stattdessen meine Lippen darauf, ließ diese Kuss für Kuss an ihren Augen, über die Wangen, das Kinn entlang bis zu ihrem hals wandern. "Es ist normal, Angst zu haben, Mila." Meine Stimme murmelte leise gegen ihre Schulter, bevor meine Lippen ihr Schlüsselbein erkundeten. Oh wie ich diesen Geruch doch liebte! "Ich fürchte mich auch davor, dich zu verängstigen... dir weh zu tun." Langsam hob ich den Kopf wieder und musterte ihre Gesichtszüge, strich mit den Fingern eine verirrte Strähne von ihrer Wange. "Gleichzeitig würde ich unheimlich gern weiter mit dir gehen, aber das muss nicht heute sein." Sanft wie eine Feder platzierte ich meinen Zeigefinger auf ihre geschiente Nase. "Vielleicht ist es auch besser, wenn wir zumindest warten, bis das hier verheilt ist." Was wenn ich in einem unbedachten Moment und im Rausch meiner Gefühle gegen ihre verletzte Nase stieß? Irgendetwas verriet mir, dass eine Nacht mit diesem Mädchen anders sein könnte, als meine bisherigen. Genauso wie meine Gefühle intensiver waren, als in meinen vorherigen Beziehungen. "Wenn du es allerdings jetzt willst..." meine Lippen drückten sich kurz gegen ihre, nicht so intensiv wie zuvor, aber dennoch deutlich. "Ich möchte dich jederzeit." Letztendlich kehrte ich in die vorherige Position zurück, meine Stirn gegen ihre. "Aber wir haben alle Zeit der Welt. Und wenn es soweit ist, will ich, dass du es genauso willst, wie ich."

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      Ritsuka Amori

      War... war das wirklich Freude in seinen sonst so ruhigen Augen? War ich diejenige, die diese Gefühle in ihm ausgelöst hatte? Ich spürte Schmetterlinge wie wild durch meinen Bauch zappeln und trat aufgeregt von einem Bein auf das andere. "M-mich macht es auch sehr glücklich", erwiderte ich ehrlich, wenn auch deutlich leiser als er.
      Die plötzliche Hand auf meinen Kopf ließ mich kurz zusammenzucken. Ich war nicht wirklich sonderlich klein, aber ich glaubte vor ihm wie ein Kind zu erscheinen und auch seine Hand fühlte sich deutlich größer an, als die von Haruto, der mir in der Vergangenheit auch schon das eine oder andere Mal freundschaftlich durch die Haare gewuschelt hatte. Aber das hier war anders. Ushijima wuschelte nicht, er tätschelte meinen Haarschopf als wäre es etwas unfassbar Kostbares. Wieder wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte und schämte mich stattdessen für die Hitze in meinen Wangen.
      "Dito", meinte ich schließlich mit einem feinen Lächeln. "Das hier... ist das erste Mal, dass ich solche Gefühle erlebe. U-und in der Vergangenheit hat man mir schon mehrfach nachgesagt, gefühlskalt zu sein. Also... bitte sag auch du mir Bescheid, sollte dir etwas missfallen, okay?" Wieder hob ich vorsichtig den Blick in seine Richtung. "Außerdem... Du bist nicht kaltherzig. So habe ich dich nie gesehen. Im Gegenteil... Deine ehrliche und... pragmatische Art hat mir von Anfang an ein wohliges Gefühl gegeben." Er beschönigte seine Worte nicht und erzählte keine Lügen, nur damit es seinem Gegenüber besser ging. Entsprechend war auch er nicht gekränkt gewesen, wenn ich ähnlich verhalten hatte. Noch immer hatte ich Angst, seine Gefühle zu verletzen - wahrscheinlich sogar mehr denn je - und zugleich wusste ich, dass ich mit ihm ehrlich sein könnte, ohne dass er meine Worte absichtlich falsch aufnehmen würde.
      Ich zuckte zusammen, als die Schulglocke durch die Flure schallte. Hatten wir schon so lange miteinander gesprochen? Ich musterte ihn abwartend... Wie verabschiedete man sich nach alle dem? "I-ich sollte zurück in meine Klasse", murmelte ich nach Momenten der Stille. Tatsächlich wäre ich gerne noch geblieben, aber ich wollte nicht, dass er Ärger bekam, nur weil ich ihn hier behielt. "W-wollen wir uns in der Mittagspause... treffen?"
    • Mila Lomar

      Als er meinen Körper herunter küsste bekam ich nur einen kleinen Einblick darauf, was sowas in mir auslöste.
      Ein schauer lief meinen Rücken herunter. Was würder er noch mit mir anstellen und Elche Gefühle würde ich erleben, wenn er meinen ganzen Körper mit küssen bedeckte. Ich legte meine Hände kurz vor mein Gesicht und wollte mich für meine verhuchten Gedanken bestrafen. Als er wieder zu mir hoch kam nahm ich auch meine Hände langsam runter. "Du würdest mich nie verängstigen! Und mir weh tun mit Sicherheit uch nicht...zumindest nicht absichtlich, das weiß ich!" Dieses Vertrauen hatte sich schon fest in mir verankert.
      Seine Gesten und Worte ließen mich dahin schmelzen. Ich wusste wieso die Damen in diesen Filmen ihre Männer so vergötterten. Ich tat es gerade genauso. Kurz überlegte ich "gibt es...Etwas dazwischen? Mehr als küssen und weniger als...Sex? Ich will mehr von diesem gefühl! Mehr von dir. Aber wegen meiner Nase habe ich wirklich etwas sorge" ich sah betrübt weg "wäre das nicht...hätte ich heute zu allem ja gesagt" erklärte ich mich bedrückt und blickte ihn wieder an. Mein erstes Mal wollte ich genießen, ohne Sorge vor einer Bewegung zu haben.


      Ushijima wakatoshi

      Sie sollte gefühlskalt sein? "Verspreche ich dir! Aber auch ich habe dich nie so gesehen. Ich schätze deine Ehrlichkeit und das du alles nicht direkt persönlich nimmst" beruhigte ich sie. Wir ähnelten uns in der Hinsicht wohl, was das beste war. So funktionierte unsere Beziehung nunmal und das machte sie einzigartig.
      Sie hatte recht, auch wenn ich einmal nicht vernünftig sein wollte "ja, besser ist es wohl...ich würde dich gerne so oft wie möglich sehen! Lass uns zusammen in der pause essen ja? Natürlich kann deine Freundin dazu kommen" mir war es wichtig dass sie keine Abstriche wegen mir machen musste. Sie sollte weiter ihre Freunde treffen...mit einer Ausnahme vielleicht. Dieser kleiner Kerl...ich war gespannt ob er mir versuchen wollte in die Quere zu kommen. Das hatte ich auch damit gemeint, dass mir keiner zuvor kommen sollte. Mir war immer mehr bewusst geworden wie dieser Typ ritsuka sah und das gefiel mir nicht.
      Wir machten uns auf den Weg. Vor meiner Klasse blieb ich stehe "bis nachher" sagte ich ruhig und zögerte, bevor ich in meine Klasse ging. Sofort war ich von allen umzingelt und sie fingen an mich auszufragen. Ich starrte störisch aus dem Fenster und saß es aus, bis der Lehrer kam.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3