Tetsuro Kuroo
"Anstatt dich zu entschuldigen, solltest du froh darüber sein, einen so guten Freund abbekommen zu haben, der sich in einer Tour Sorgen um dich macht", lehnte ich ihre wiederholte Entschuldigung breit grinsend ab. "Ich werde mir in Zukunft sicher auch noch das ein oder andere Mal sorgen um dich machen, also solltest du lernen, damit umzugehen. Umso erleichterter werde ich sein, wenn sich meine Sorgen in Luft auflösen. Das beweist immerhin nur, wie wichtig du mir bist. Also bedank dich lieber, als dich zu entschuldigen." Ich gab selbst zu, dass ich im Moment sicherlich etwas großkotzig klingen musste, aber das nahm ich gerne in Kauf, solange Mila nicht mehr so beschämt den Kopf würde hängen lassen. Besonders da sie absolut keinen Grund hatte, sich bei mir zu entschuldigen, das sollte eher andersherum laufen.
Dennoch wunderte es mich keineswegs, als sie auch meine Entschuldigung abwehrte, was ich mit einem milden Lächeln kommentierte. "In Ordnung. Dann kann ich also hoffen, dass du auch in Zukunft ab und an bei unserem Training beisitzen wirst? Ich verspreche auch, dass nächste Mal werde ich auch besonders Acht darauf geben, dass keine Bälle in den Gesicht knallen." Zugegeben würde es schwierig werden, jegliche Querschläger rechtzeitig aufzuhalten, aber solange ich einen der Jungs von der Bank neben sie stellte, hätte sie zumindest ein lebendiges Schutzschild.
Etwas in ihrem Blick ließ machte mich stutzig. Wollte sie etwa nicht, dass ich sie besuchte? Nahm sie mir das mit dem Querschläger etwa doch krumm? Bevor sich meine Gedanken weiter in einer Abwärtsspirale drehen konnten, erleuchtete sie mich zum Glück. Erst starrte ich sie in einer Mischung aus Unglauben und Fassungslosigkeit an, dann konnte ich das heitere und laute Lachen in meiner Magengrube nicht mehr in mir halten. "Du musst mich echt für verdammt oberflächlich halten, wenn du denkst, dass ich dich wegen einer angebrochenen Nase hässlich finden würde", meinte ich amüsiert und wischte mir eine Lachträne aus dem Augenwinkel, bevor ich mich näher an sie heranlehnte. "Ich werde nicht lügen und behaupten, dass dir diese angeschwollene Nase gut zu Gesicht steht, aber sie verwandelt dich noch lange nicht in eine 'Vogelscheuche', nicht einmal annähernd." Wieder legte ich sanft eine Hand gegen ihre Wange und legte vorsichtig meine Stirn gegen ihre. "Vor allem anderen sind es diese blauen Augen, die mich in den Bann gezogen haben. Nicht zu vergessen, dein herzerwärmendes Lächeln, dass deinen strahlenden Charakter widerzuspiegeln scheint." Langsam löste ich mich wieder von ihr und betrachtete sie für einige Momente. "Eine angeknackste Nase macht dich daher in meinen Augen keineswegs hässlich. Nie und nimmer."
Es war irgendwie amüsant zu beobachten, wie Mila direkt noch etwas unglücklicher wurde, kaum dass man ihre verletzte Nase schiente. Ja, es mochte ein Einschnitt in ihrem sonst so makellosen Gesicht sein, doch irgendwie war es auch ziemlich niedlich. "Wenn es dich wirklich so sehr stört und dir unangenehm ist, werde ich mir dir natürlich nicht aufzwingen", meinte ich schließlich, nachdem die junge Frau vollständig versorgt war. "Aber ich würde mich trotzdem gerne um dich kümmern und nach dir sehen, also überleg es dir nochmal, okay?"
"Anstatt dich zu entschuldigen, solltest du froh darüber sein, einen so guten Freund abbekommen zu haben, der sich in einer Tour Sorgen um dich macht", lehnte ich ihre wiederholte Entschuldigung breit grinsend ab. "Ich werde mir in Zukunft sicher auch noch das ein oder andere Mal sorgen um dich machen, also solltest du lernen, damit umzugehen. Umso erleichterter werde ich sein, wenn sich meine Sorgen in Luft auflösen. Das beweist immerhin nur, wie wichtig du mir bist. Also bedank dich lieber, als dich zu entschuldigen." Ich gab selbst zu, dass ich im Moment sicherlich etwas großkotzig klingen musste, aber das nahm ich gerne in Kauf, solange Mila nicht mehr so beschämt den Kopf würde hängen lassen. Besonders da sie absolut keinen Grund hatte, sich bei mir zu entschuldigen, das sollte eher andersherum laufen.
Dennoch wunderte es mich keineswegs, als sie auch meine Entschuldigung abwehrte, was ich mit einem milden Lächeln kommentierte. "In Ordnung. Dann kann ich also hoffen, dass du auch in Zukunft ab und an bei unserem Training beisitzen wirst? Ich verspreche auch, dass nächste Mal werde ich auch besonders Acht darauf geben, dass keine Bälle in den Gesicht knallen." Zugegeben würde es schwierig werden, jegliche Querschläger rechtzeitig aufzuhalten, aber solange ich einen der Jungs von der Bank neben sie stellte, hätte sie zumindest ein lebendiges Schutzschild.
Etwas in ihrem Blick ließ machte mich stutzig. Wollte sie etwa nicht, dass ich sie besuchte? Nahm sie mir das mit dem Querschläger etwa doch krumm? Bevor sich meine Gedanken weiter in einer Abwärtsspirale drehen konnten, erleuchtete sie mich zum Glück. Erst starrte ich sie in einer Mischung aus Unglauben und Fassungslosigkeit an, dann konnte ich das heitere und laute Lachen in meiner Magengrube nicht mehr in mir halten. "Du musst mich echt für verdammt oberflächlich halten, wenn du denkst, dass ich dich wegen einer angebrochenen Nase hässlich finden würde", meinte ich amüsiert und wischte mir eine Lachträne aus dem Augenwinkel, bevor ich mich näher an sie heranlehnte. "Ich werde nicht lügen und behaupten, dass dir diese angeschwollene Nase gut zu Gesicht steht, aber sie verwandelt dich noch lange nicht in eine 'Vogelscheuche', nicht einmal annähernd." Wieder legte ich sanft eine Hand gegen ihre Wange und legte vorsichtig meine Stirn gegen ihre. "Vor allem anderen sind es diese blauen Augen, die mich in den Bann gezogen haben. Nicht zu vergessen, dein herzerwärmendes Lächeln, dass deinen strahlenden Charakter widerzuspiegeln scheint." Langsam löste ich mich wieder von ihr und betrachtete sie für einige Momente. "Eine angeknackste Nase macht dich daher in meinen Augen keineswegs hässlich. Nie und nimmer."
Es war irgendwie amüsant zu beobachten, wie Mila direkt noch etwas unglücklicher wurde, kaum dass man ihre verletzte Nase schiente. Ja, es mochte ein Einschnitt in ihrem sonst so makellosen Gesicht sein, doch irgendwie war es auch ziemlich niedlich. "Wenn es dich wirklich so sehr stört und dir unangenehm ist, werde ich mir dir natürlich nicht aufzwingen", meinte ich schließlich, nachdem die junge Frau vollständig versorgt war. "Aber ich würde mich trotzdem gerne um dich kümmern und nach dir sehen, also überleg es dir nochmal, okay?"
Wenn ich ehrlich war, gab es auch Seiten an mir, die ich ihr nicht zeigen wollte. Zumindest noch nicht. Gleichzeitig wollte ich, dass sie mir alles anvertraute. Ich wollte dass wir enger zueinanderfanden. So sehr wie ich sie kennen lernen wollte, sollte sie auch mich kennenlernen, auch die Seiten, die ich vor ihr verstecken wollte. Allerdings gab es keinen Grund uns zu beeilen, wir hatten noch alle Zeit der Welt.
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Ritsuka Amori
Ich schenkte dem Volleyballer ein flüchtiges Lächeln, als er mir tatsächlich ins Haus folgte und lotste ihn ohne großes Zutun in den zweiten Stock, schließlich wollte ich meine Geschwister nicht aus ihrer Serie reißen. "Du kannst dich frei bedienen", meinte ich, kaum dass wir mein Zimmer betreten hatten und deutete auf das gut gefüllte Bücherregal neben meinem Schreibtisch. Besagter Schreibtisch war - wie üblich - von mehreren Schulbüchern besiedelt, einige davon aufgeschlagen. Auch wenn die Clubaktivitäten fordernd waren, durfte ich es mir nicht erlauben, dass meine Schulnoten unter dem Training litten. Besonders in einer Eliteschule wie Shiratorizawa konnte das einen schnell aus dem Club befördern. Entsprechend hatte ich es mir jeden Abend zur Aufgabe gemacht, den Schulstoff noch einmal durchzugehen und mich auf den kommenden Tag vorzubereiten. Gegenüber vom hölzernen Schreibtisch befand sich mein Bett, in hellen Blautönen. Auch die Raumtapete trug einen ähnlichen Farbton, sogar der Stuhl am Schreibtisch. Die einzige große farbliche Abwechslung bildete der beinahe schwarze Kleiderschrank hinter der Tür. Neben eben diesen lehnte ich nun meine Schultasche und deutete auf meine Sammlung aus Kriminalromanen. "Vielleicht sind hier ein paar Titel dabei die dich interessieren könnten", meinte ich und deutete auf ein einzelnes Buch. "Das habe ich vor ein paar Tagen beendet. War ziemlich fesselnd und ich habe bis zum Schluss nicht den wahren Täter erraten können. Vor allem da du auch Thriller magst, könnte es dir vielleicht gefallen", erklärte ich und zog den Roman mit dem Titel "Murder at the darkest hour" hervor, um es Ushijima in die Hand zu drücken. "Aber natürlich kannst du dir auch jedes andere Buch ausleihen, wenn du magst." Dabei ließ ich meinen Blick selbst kurz über das Regal schweifen. Die Abteilung mit den Krimiromanen war durchaus am dichtesten besiedelt, direkt daneben fand sich aber auch eine Reihe von Scifi-Werken und auch Fantasy gab es viel zu finden. Zudem hatte ich mittlerweile fast zwei Reihen durch Mangas gefüllt bekommen, von denen mir die Hälfte Airi geschenkt hatte... Ich würde nie verstehen, was sie an diesen Klichee behafteten Romanzen so toll fand... auch wenn die ein oder andere Geschichte doch ganz interessant geworden war. Zuletzt ließen sich im unteren Regal neben einigen Lehrbüchern diverse Magazine und sogar zwei Enzyklopädien zur Leichtathletik und besonders dem Laufsport finden. Sollte das nicht reichen, um jemanden deutlich zu machen, welchen Sport ich machte, dürften die drei Pokale die auf dem Regal thronten wohl den letzten Hinweis liefern. Eigentlich hatte ich nie vorgehabt die Staubfänger so präsent aufzustellen, doch meine Mutter war da anderer Meinung gewesen. Hoffentlich würde Ushijima mich nicht für eitel halten... Zudem stammten diese Pokale noch aus meiner Mittelschulzeit, in welcher ich nicht selten als erste die Ziellinie passiert hatte. Allerdings hatte ich mir noch nie viel aus solchen Siegen gemacht, entsprechend waren auch meine diverse Medaillen aus kleineren Wettkämpfen verborgen in einer Schublade gelandet.
Ich schenkte dem Volleyballer ein flüchtiges Lächeln, als er mir tatsächlich ins Haus folgte und lotste ihn ohne großes Zutun in den zweiten Stock, schließlich wollte ich meine Geschwister nicht aus ihrer Serie reißen. "Du kannst dich frei bedienen", meinte ich, kaum dass wir mein Zimmer betreten hatten und deutete auf das gut gefüllte Bücherregal neben meinem Schreibtisch. Besagter Schreibtisch war - wie üblich - von mehreren Schulbüchern besiedelt, einige davon aufgeschlagen. Auch wenn die Clubaktivitäten fordernd waren, durfte ich es mir nicht erlauben, dass meine Schulnoten unter dem Training litten. Besonders in einer Eliteschule wie Shiratorizawa konnte das einen schnell aus dem Club befördern. Entsprechend hatte ich es mir jeden Abend zur Aufgabe gemacht, den Schulstoff noch einmal durchzugehen und mich auf den kommenden Tag vorzubereiten. Gegenüber vom hölzernen Schreibtisch befand sich mein Bett, in hellen Blautönen. Auch die Raumtapete trug einen ähnlichen Farbton, sogar der Stuhl am Schreibtisch. Die einzige große farbliche Abwechslung bildete der beinahe schwarze Kleiderschrank hinter der Tür. Neben eben diesen lehnte ich nun meine Schultasche und deutete auf meine Sammlung aus Kriminalromanen. "Vielleicht sind hier ein paar Titel dabei die dich interessieren könnten", meinte ich und deutete auf ein einzelnes Buch. "Das habe ich vor ein paar Tagen beendet. War ziemlich fesselnd und ich habe bis zum Schluss nicht den wahren Täter erraten können. Vor allem da du auch Thriller magst, könnte es dir vielleicht gefallen", erklärte ich und zog den Roman mit dem Titel "Murder at the darkest hour" hervor, um es Ushijima in die Hand zu drücken. "Aber natürlich kannst du dir auch jedes andere Buch ausleihen, wenn du magst." Dabei ließ ich meinen Blick selbst kurz über das Regal schweifen. Die Abteilung mit den Krimiromanen war durchaus am dichtesten besiedelt, direkt daneben fand sich aber auch eine Reihe von Scifi-Werken und auch Fantasy gab es viel zu finden. Zudem hatte ich mittlerweile fast zwei Reihen durch Mangas gefüllt bekommen, von denen mir die Hälfte Airi geschenkt hatte... Ich würde nie verstehen, was sie an diesen Klichee behafteten Romanzen so toll fand... auch wenn die ein oder andere Geschichte doch ganz interessant geworden war. Zuletzt ließen sich im unteren Regal neben einigen Lehrbüchern diverse Magazine und sogar zwei Enzyklopädien zur Leichtathletik und besonders dem Laufsport finden. Sollte das nicht reichen, um jemanden deutlich zu machen, welchen Sport ich machte, dürften die drei Pokale die auf dem Regal thronten wohl den letzten Hinweis liefern. Eigentlich hatte ich nie vorgehabt die Staubfänger so präsent aufzustellen, doch meine Mutter war da anderer Meinung gewesen. Hoffentlich würde Ushijima mich nicht für eitel halten... Zudem stammten diese Pokale noch aus meiner Mittelschulzeit, in welcher ich nicht selten als erste die Ziellinie passiert hatte. Allerdings hatte ich mir noch nie viel aus solchen Siegen gemacht, entsprechend waren auch meine diverse Medaillen aus kleineren Wettkämpfen verborgen in einer Schublade gelandet.
