❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Hayato ___
      Bethany hatte den heißen Becher Kaffee umklammert, als wäre dieser ein Heiliger Gral. Alles in allem war jeder Angestellte der Hotelkette der Sakurais in gewisser Weise Koffein-Süchtig. Hayato war ein toller Chef und alle waren froh, dass sein Großvater den Betrieb nicht leitete, sondern Hayato eigentlich den Laden schmiss, selbst wenn auf dem Papier sein Vater stand. Sakura-Junior war ein sehr fairer und großzügiger Chef, allerdings verlangte er auch entsprechenden Einsatz und Niveau seiner Angestellten und dieser Druck war nicht ohne. Hayato war sich für viele Dinge nicht zu sein, Bethany hatte er in seinen jungen Jahren selbst eingelernt und auch wenn es für Bethany anfangs befremdlich war von einem 16-jährigen Teenie eingearbeitet zu werden, hatte sie schnell gelernt, dass es von Vorteil war, dass er sich selbst um diese Dinge kümmerte. Sie wusste von seinen Vorlieben, seinen Abneigungen und wie sie mit ihm umgehen musste. Meistens wusste sie schon was er brauchte, wenn er sie einfach nur ansah. Hayato reiste selbst zu Hotels und sah nach dem Rechten, Verhandlungen führte er immer selbst und bürdete dies nicht jemand anderem auf - dazu musste man auch sagen, dass er das Steuer auch einfach nicht abgeben konnte - aber er war ungemein penibel. Darum war er auch nie wütend, wenn jemand dem Druck nicht standhalten konnte und kündigte. Alles in allem war er ein super Chef, aber Bethany würde lügen, würde sie behaupten nicht abends komplett erledigt ins Bett zu fallen und Hayatos Perfektionsdrang zu verfluchen. Seit er Jun hatte, war er in vielen Dingen deutlich entspannter.
      Bethany konnte das verstehen, der Kleine war Zucker und konnte offenbar selbst einen Stein erweichen.
      Ihr Kühlschrank-Chef wurde regelrecht zu einem Wattebausch, wenn er den Jungen erblickte.
      Es war niedlich.
      Sie schmunzelte bei den Worten des Brünetten. "Wir wissen beide, dass der Kerl Augen auf dem Rücken hat. Aber das mit der Ablenkung glaub ich dir aufs Wort." sie wackelte zweideutig mit den Augenbrauen. Sie musste dann doch lachen und winkte Jun zur Tür, damit er endlich zu seinem Freund ging.

      Hayato trug ein Headset, während er vor der Fensterwand stand und auf die Stadt hinunterblickte, während er ein Telefonat auf russisch führte. Dieses Meeting ging bereits seit einer Stunde und langsam aber sicher glaubte Hayato, dass die Kerle ihn verarschen wollten. Er hatte wirklich genug heute noch zu tun. Die Baupläne für den neuen Hotelsitz in Phuket lagen noch ausgebreitet auf seinem großen Schreibtisch, aber genau jetzt hatte Russland gemeint über Hayatos Pläne außerhalb von Asien Fuß zu fassen diskutieren zu müssen. War ja nicht so, als hätte Hayato das Briefing nicht bereits vor 3 Monaten nach Moskau gesendet. Hayato war kein Freund von Spontanität und schon gar nicht im Arbeitsleben, hier musste alles geplant und koordiniert sein. So ein wichtiges Gespräch musste angekündigt werden.
      Im Nachhinein aber wollten die Kerle einfach nur mit ihm plaudern und erzählten ihm nun irgendeinen Quatsch, den weder etwas mit der Hotelplanung noch auch nur im Ansatz interessant wäre. Was interessierte ihn die Frau von dem Kerl und das diese einen weiteren Schönheitswettbewerb gewonnen hatte?
      Hayato fuhr sich durch das dunkle Haar, während er weiterhin charmant genau die Antworten gab, die sein Gegenüber hören wollte, aber nun langsam an dem Punkt angelangt war, dass das hier wirklich nur Zeitverschwendung war. Sein Ton wurde demnach auch deutlich strenger und kühler.
      Er bemerkte zunächst nicht, dass sein Freund in den Raum kam, während er deutlich forscher seine Forderungen klar machte. 10 weitere Minuten später, hatten sie sich entschieden das eine Besichtigung angebracht wäre - nicht das Hayato das nicht bereits vor 3 Monaten erwähnt hatte - aber offenbar schien dieses Gespräch mehr bewirkt zu haben.
      Sie hatten ihn aufgrund seines Alters mal wieder nicht ernst genommen und Hayato hatte direkt realisiert, dass sein Briefing nur überflogen wurde.
      Im Gespräch wiederum konnten sie es gegen Ende gar nicht erwarten ihn in Moskau begrüßen zu dürfen.
      Als Hayato dann endlich aufgelegt hatte, seufzte er genervt und drehte sich um.
      Mit großen Augen sah er zu seinem Freund.
      Er hatte ihn gar nicht bemerkt!


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    • Jun
      Er hatte sich mit Bethany ein wenig ausgetauscht und ihr den Kaffee dagelassen, ehe er sich selbst in Richtung von Hayatos Büro bewegte, die Tür zu dem Zimmer leise öffnete und schließlich ebenso leise das Büro betrat und die Tür hinter sich wieder schloss. Hayato hatte davon nichts bemerkt, stattdessen stand er vor der gläsernen Glasfront und blickte hinaus auf die Stadt, während er auf russisch vermutlich mit einem Geschäftspartner sprach. Juns Russischkenntnisse waren praktisch nicht-existent, weshalb er keinen Schimmer hatte worum es in eben jenem Gespräch ging, dennoch konnte er anhand des Tonfalls seines Freundes schnell identifizieren, dass dieser extrem genervt und alles andere als gut gelaunt war. Jun wiederum grinste leicht und entschied sich die Show im Stillen zu genießen. Er lief also so leise wie möglich durch den Raum zu der bequemen Couch, welche Hayato für Gäste in seinem Büro hatte, ließ sich auf dieser nieder und stellte die Kaffeebecher auf dem kleinen Tisch vor sich ab, während er schmunzelnd seinen Freund beobachtete, wie dieser wohl am liebsten seinen Gesprächspartner am anderen Ende in der Luft zerissen hätte. Es musste seltsam klingen, aber Jun genoss die Situation tatsächlich sehr. Sein Freund riss sich vor ihm immer extrem zusammen absolut nichts negatives durchscheinen zu lassen. Diese Seite würde er Jun niemals freiwillig zeigen, wenn er das nicht verhindern konnte...
      Das Gespräch ging tatsächlich noch ein Weilchen und während Jun dabei so an seinem Kaffee nippte, befürchtete er tatsächlich dass Hayatos Kaffee in der Zwischenzeit vermutlich auch etwas abgekühlt war, allerdings hatte der Dunkelhaarige ihn auch schlichtweg nicht stören wollen. Nun... er könnte Hayato schließlich auch jederzeit einen neuen Kaffee holen, sollte sich das Gespräch doch noch weiter fortsetzen.
      Jun überlegte gerade, ob er auf seinem Smartphone auch einfach von einem Lieferdienst neuen Kaffee hierher liefern lassen sollte, da war Hayato nun doch plötzlich verstummt und als Jun aufsah, traf sein Blick den seines Freundes, welcher ihn überrascht und fast schon geschockt anstarrte ohne dabei etwas zu sagen. Juns Lächeln wurde breiter und er erhob sich von der Couch, umrundete den kleinen Tisch und positionierte sich dann vor Hayato mit dem Kaffee in der Hand, welchem er ihn hinhielt. "Ich hoffe er ist noch nicht zu sehr abgekühlt, ansonsten bestell ich dir einen neuen. Ich wollte dein Gespräch nur nicht stören... du wirktest... energisch."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato gab sein Bestes vor seinem Freund wie der perfekte Gentlemen zu wirken. Er wollte Jun förmlich auf Händen tragen, ihm die Welt zu Füßen legen und alles dafür tun, damit er glücklich war. Der Hotelerbe wusste, dass er damit oft übertrieb, aber im Vergleich zum Beginn ihrer Beziehung hatte sich dies stark gebessert. Er wusste inzwischen schließlich, dass Jun es nicht mochte, wenn er zu sehr verwöhnt wurde. In gewissen Maße genoss er es, so lange Hayato nicht komplett über die Strenge schlug. Allerdings hatte auch sein Liebster inzwischen gelernt, es auch endlich genießen zu können, wenn er ihn verwöhnen wollte. Der Bogenschütze kannte inzwischen schon einige Seiten von Hayato. Seiten, die kaum bis niemand an ihm kannte, dennoch war es ihm nicht ganz recht, wenn Jun diese herrische Seite an ihm erlebte. Hayato war sich durchaus bewusst, dass er gerade im Bezug auf seine Arbeit sehr dominant werden konnte und auch seine Autorität ziemlich stark auslebte, gerade weil er so jung war und oft unterschätzt wurde von den alten Männern. Der Gedanke das Jun deshalb schlecht von ihm denken könnte, wenn er eben mal nicht so freundlich war, sondern sogar teilweise herrisch, machte ihm Sorgen. Vor Jun wollte er sich nun mal immer von der besten Seite zeigen.
      Nun war sein Liebster Zeuge dieser unangenehmen Unterhalt geworden und auch wenn Jun kein russisch sprach, hatte er gesehen, dass Hayato nicht nur minimal sondern sehr genervt gewesen war. Immerhin war dies kein Videocall, also musste er keine Haltung allein in seinem Büro wahren.
      Jun war auf ihn zugegangen und hatte ihn mit einem Kaffee überrascht. "Entschuldige, so solltest du mich eigentlich nicht sehen.", murmelte Hayato, nahm dankend den Kaffee mit einer Hand entgegen, während er mit der anderen Hand seinen Freund sanft an der Hüfte zu sich zog. Zur Begrüßung küsste er ihn liebevoll auf die Stirn.


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    • Jun
      Der Moment in dem Hayato Jun erblickte war eindeutig ein kleiner Schock für den Hotelerben und sofort spiegelte sich eine Art Unbehagen in seinem Blick wider, was recht schnell als Schuldgefühle zu identifizieren war anhand seiner Worte.
      Jun konnte es also nicht ganz vermeiden seine Augen zu verdrehen, als Hayato so dramatisch betonte, dass sein Freund ihn nicht so hätte sehen sollen. Als ob er irgendwie schlechter über Hayato denken würde, nur weil dieser in seiner Arbeit eben nicht mit jedem seiner Geschäftspartner super lieb und sanft sprach. Ganz im Gegenteil... es wäre bedenklich, wenn er mit jedem anderen so umgehen würde, wie mit seinem Freund.
      "Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, wofür du dich gerade entschuldigst. Dir ist durchaus bewusst, dass ich dich nicht weniger liebe nur weil du einem Geschäftspartner den Kopf für seine Dummheit wäschst? ... also zumindest vermute ich mal, dass das die Grundessenz deines Telefonats war, selbst wenn ich absolut kein Wort verstanden habe. Außerdem hab ich dich noch nie russisch sprechen hören. Das war also auch eine Premiere für mich und das hätte ich nur ungerne verpasst. Du überraschst mich halt immer wieder mit deinen zahlreichen Talenten und deiner Vielfältigkeit... wie könnte ich also nicht absolut alles an dir lieben?"
      Jun lächelte den Größeren sanft an und hauchte ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen, bevor er sich wieder ein wenig von ihm löste, um ihm den Kaffeebecher endlich in die Hand zu drücken. "Hier trink! Sonst wird er noch kälter."
      Er hatte erst erwogen Sherazade mitzubringen, wusste aber dass die Hündin mittlerweile auch bei weitem nicht mehr so anonym dank ihres Vaters war und Jun deshalb umso schneller vermutlich auf der Straße entdeckt worden wäre... Er vermisste es mit ihr gemütlich Gassi zu gehen, ohne sich irgendwelche Gedanken über soetwas machen zu müssen, allerdings wollte er ihr auch ungern den Stress von Menschen aussetzen, die keine Grenzen und schon gar keine Privatsphäre kannten.
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    • ___ Hayato ___

      Er hatte versucht Jun die Angewohnheit seine Augen zu verdrehen abzugewöhnen - erfolglos. Mal ehrlich, so wunderschöne Augen sollten keine diverse Akrobatik vollziehen. Allerdings war sich der Hotelerbe auch bewusst, dass er nun einmal der Grund dafür war und er hatte verstanden, dass sein Verhalten nicht für jeden ganz nachvollziehbar war. Hayato war allerdings stolz auf sich, dass er wenigstens vor Jun oft genug seine Fassade ablegen konnte, auch wenn er es nicht immer schaffte. Die Angewohnheit absolute Perfektion nach Außen auszustrahlen, war in ihm fest verankert. Er durfte sich in diesem Business keine Schwächen erlauben, vor allem nicht in seiner Position. Das legte man nur schwer ab. Er würde seinen Geschäftspartnern wohl kaum erklären können, dass er nicht einmal Nudeln abkochen konnte oder bei der noch so kleinsten Spinne schlagartig die Flucht ergriff. Hayato war absolut nicht perfekt, das war niemand.
      "Gefällt es dir, wenn ich russisch spreche?", hakte er amüsiert nach und erwiderte den sanften Kuss seines Liebsten. "Und ja, ich war nicht unbedingt nett gegen Ende des Gesprächs." Er hatte Jun an sich gezogen, schmiegte sich an ihn und atmete den Geruch des anderen ein, welcher ihm inzwischen so vertraut war. Als Hayato den Kaffeebecher in die Hand gedrückt bekam, schmunzelte er und nahm artig einen Schluck davon. Plötzlich klopfte es an der Tür und Bethany steckte schuldbewusst ihren Kopf zur Tür herein. "Es tut mir leid, aber dieses Telefonat kann ich nicht abwimmeln. Es geht um Phuket. Sie wollen den Termin vorverlegen."
      "Sie wollen was?" Hayato seufzte. "Schon gut. Stell das Telefonat durch Bethany. Ich kümmere mich darum." er blickte entschuldigend zu Jun. "Es dauert nur einen Moment." er küsste Jun und tippte dann auf seine Headsetkopfhörer, welche er noch in den Ohren hatte.
      Hayato schwieg eine ganze Weile am Telefon, ehe er einen ganz anderen Tonfall anschlug, kühl und fordernd. Alles andere als der Tonfall, denn er an Jun richtete. "Dieser Termin überschneidet sich mit meiner Pressekonferenz. Sie sind bei Weitem nicht so wichtig, als das ich diesen wichtigen Termin deswegen verschiebe. Sie nehmen den Termin, welchen ich anberaumt habe oder ich streiche Ihnen sämtliche Gelder für ihre Projekte. Sie sind sich hoffentlich darüber im klaren, dass ihr netter kleiner Betrieb nur aufgrund des Namens Sakurai überhaupt Früchte trägt. Wenn sie es noch einmal wagen Forderungen an mich zu stellen, können sie sich einen neuen Sponsor suchen. Ihr Konkurrent hat mir eine wundervolle Fläche in Phuket angeboten. Wie hieß er noch...Perth? " Hayatos Mundwinkel wanderten belustigt nach oben, während er sich an seinen Schreibtisch lehnte. "Natürlich war das nur ein Missverständnis von Ihnen mein Freund. Ich freue mich auf unseren Termin." damit legte Hayato auf und nahm die Kopfhörer aus den Ohren. "Und dafür verschwendet er meine Zeit mit meinem Freund. Ich sollte ihn allein schon dafür lynchen lassen." Hayato blickte schmunzelnd auf. "Ich mache Feierabend, Jun. Worauf hast du Lust?"


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    • Jun
      Er schmiegte sich an Hayato und lächelte leicht, als dieser sich erkundigte, ob es für den Jüngeren besonders attraktiv war, wenn der Hotelerbe russisch sprach, woraufhin Jun erst leicht mit den Schultern zuckte, aber schließlich doch leise lachend nickte. "Es ist auf jeden Fall nicht unattraktiv und ich liebe es immer wieder neue Talente meines überaus perfekten Freundes kennenzulernen. Ich werde mich also definitiv nicht beschweren.", schnurrte der Dunklehaarige als Antwort, zuckte aber doch leicht zusammen, als sich plötzlich die Tür zu Hayatos Büro öffnete und Bethany entschuldigend eintrat. Unweigerlich trat Jun ein paar Schritte von Hayato zurück und blickte ein wenig verlegen zur Seite. Klar... Bethany wusste über sie Bescheid und es war nicht das erste Mal, dass sie die beiden so sah, dennoch würde sich Jun nie ganz daran gewöhnen können unvorbereitet von Leuten "erwischt" zu werden, wenn Hayato und er sich ihre Zuneigung zeigten. Wenn er sich bewusst dafür entschied war das etwas anderes, aber das erwischte ihn doch immer wieder etwas unvorbereitet... weshalb er nun auch ein wenig verlegen die Kommode neben ihm genauer betrachtete, als wäre sie ein absolutes Designer-Meisterwerk, während Hayato und Bethany ein Telefonat besprachen, was wohl absolut nicht auf sich warten lassen konnte. Schnell hatte Bethany wieder den Raum verlassen und Jun wartete noch einen Moment, bis seine Wangen nicht mehr ganz so sehr glühten bis er sich schließlich von der Kommode wieder abwandte und seinen Freund beobachtete, wie dieser nun alles andere als freundlich mit seinem Gesprächspartner am Telefon sprach und offenbar nicht mit sich verhandeln ließ, dass ein Termin vorverlegt wurde. Bei dem Wort Pressekonferenz hob Jun allerdings leicht seine Augenbrauen und legte den Kopf ein wenig schief, während er weiterhin lauschte, erwartend ob er herausfinden würde, was das für eine Pressekonferenz war, die so unfassbar wichtig für Hayato war, dass er fast schon wütend wurde, wenn jemand versuchte diese zu verschieben... Hayato war normalerweise nicht unbedingt der größte Fan von Pressekonferenzen... allgemein von der Öffentlichkeit, wenn man danach ging. Ihn nun deshalb so Feuer und Flamme zu sehen... war doch ungewöhnlich. Würde Jun nachfragen dürfen? Es war schließlich Hayatos Arbeit und eigentlich ging ihn das absolut nichts an... aber sein Interesse war doch durchaus geweckt.
      Das Telefonat endete offenbar mit einer Einigung und Hayato legte offenbar recht genervt auf, ehe er sich wieder an seinen Freund wandte, der ihn nun erwartend anblickte.
      Nun wieder entspannter fragte Hayato also Jun worauf er Lust hätte, doch der Dunkelhaarige hing gedanklich immernoch bei der Pressekonferenz...
      "Um welche Pressekonferenz ging es da...?", fragte er also doch direkter, als eigentlich geplant, ohne überhaupt auf Hayatos Frage einzugehen. Sehr diskret...
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    • ___ Hayato ___

      Es gab Menschen die hatten einfach ein lausiges Timing und sein Telefonat war eines davon. Zuerst besaß er die Dreistigkeit ihn bei seiner kostbaren Jun-Time (nicht das der Herr dies hätte ahnen können) zu stören, dann wollte er auch noch den einzigen Pressetermin verschieben, welchen Hayato einmal freiwillig antrat und sogar selbst anberaumt hatte? Er hatte gute Lust nach Thailand zu fliegen und den Typen zu verprügeln. Nicht das Hayato dies tun würde, das war nicht sein Stil, aber er könnte ja Taejin schicken ...
      Ihm fehlte Schlaf, was war amtlich. In der Regel war der Hotelerbe nur schwer aus der Ruhe zu bringen und unbedingt wütend wurde er selten, wenn dann gingen die Leute direkt in Deckung. Bethany hatte klug gehandelt, dass diese direkt verschwunden war, kaum hatte sie das Telefon durchgestellt. Sie kannte ihren Chef zu gut und wenn Hayato einmal wütend war, wollte man am besten die nächsten 10 Kilometer zwischen ihn und sich bringen. Als der Hotelerbe das Telefonat beendet hatte, wollte er seine kostbare Zeit mit Jun direkt wieder genießen, allerdings war sein Liebster überraschend neugierig. Jun fragte ihn nur selten nach der Arbeit, wenn dann waren es meist belanglose Themen. Dinge die man eben besprach, wenn man sich über seinen Tag unterhielt. Das der Brünette also so direkt nachfragte war neu. Manche Menschen hatten ein echtes Gespür für solche Dinge und das sein Liebster über alle Maße talentiert war, das wusste Hayato ja bereits. Offenbar hatte Jun zusätzlich auch noch einen 7 Sinn für Themen die ihn betrafen, ohne es zu ahnen.
      Hayato sah ihn einen Augenblick schweigend an und seufzte leicht. "Darüber wollte ich mich mit dir heute Abend in Ruhe unterhalten." erklärte er sanft und strich seinem Freund eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Aber ich kenne dich, du wirst so lange daran denken bis wir nicht darüber gesprochen haben und nicht bis heute Abend warten wollen." er schmunzelte sanft.
      "Ich möchte alles persönlich offen legen und nicht weiter zulassen, dass sich die Presse allerhand Zeug ausdenkt. Die Sache mit meiner angeblichen Verlobten, die Bilder von uns die geleakt wurden. Ich werde meine Beziehung zu dir offen legen. Mach dir keine Sorgen, ich werde dich aus der ganzen Pressesache heraushalten. Es reicht das ich nun mal eine Person der Öffentlichkeit bin, dass muss du dir nicht auch noch antun. Ich habe bereits sämtliche Bilder von uns aus den Medien entfernen lassen und werde auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, dass du weiterhin in Ruhe dein Privatleben führen kannst. Bevor ich all das aber tue, wollte ich mit dir sprechen. Mir ist diese Konferenz wichtig. Wenn du aber sagst, dass du das nicht möchtest, werde ich die Konferenz lediglich wegen dieser lächerlichen Verlobungsgeschichte abhalten und das aufklären." Hayato griff nach der Hand seines Freundes und hauchte ihm einen Kuss auf den Handrücken. "Ich habe es dir bereits einmal gesagt, aber ich tue es noch einmal. Ich meine das mit uns sehr ernst und ich stehe zu dir. Irgendwann werde ich auch dafür sorgen, dass an dieser hübschen Hand ein Ring funkeln wird. Aber erst wenn wir alles was uns daran hindert aus dem Weg geräumt haben."


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    • Jun
      Er hatte nach dem Telefonat Hayato direkt gefragt, von welcher Pressekonferenz er geredet hatte und während er soch innerlich durchaus dafür ermahnte, dass er so neugierig war und sich somit eigentlich in die Arbeitsangelegenheiten seines Freundes einmischte, die ihn schließlich eigentlich gar nichts angingen, schien Hayato zwar aufgrund der Neugierde von Jun überrascht, aber dennoch nicht abgeneigt ihm zu antworten. Stattdessen erklärte der Hotelerbe tatsächlich seinem Freund, worum es sich bei dieser Pressekonferenz tatsächlich handelte und als Jun erst einmal bewusst wurde, was Hayato da eigentlich von sich gab, färbten sich erneut seine Wangen in ein dunkles Rosa, während er den Älteren doch sehr überrascht anblickte. Es war kein Geheimnis, dass Hayato ihn liebte (dafür sorgte er schließlich regelmäßig) und ebenso hatte Jun auch nie auch nur einen Moment daran gezweifelt, dass sein Freund es wirklich ernst mit ihm meinte. Aber das... war eine komplett andere Größendimension. Hayato würde ganz offiziell vor der Presse verkünden, dass er nichts mit dieser komischen arrangierten Verlobung zu tun hatte und würde gleichermaßen sich offen zu Jun bekennen. Es schockte den Jüngeren, es machte ihn auch unfassbar nervös... aber eben auch glücklich. Hayato musste nicht soweit gehen... aber er wollte es... für sie beide... und in diesem Moment bekam Jun ein schlechtes Gewissen. Hatte er diese unbändige Liebe überhaupt verdient? Und wenn Hayato das wirklich durchziehen würde, wäre er schließlich mit Abstand derjenige von ihnen, der am meisten darunter leiden würde. Natürlich würde sich die Presse auf ihn stürzen und versuchen ihn deshalb zu zerreißen... Gerüchte und unbestätigte Fotos waren das eine... aber eine ganz offene Presseerklärung.
      "Du musst das nicht tun...", erwiderte Jun kleinlauter und betrachtete seinen Freund besorgt, nachdem er diese Neuigkeiten so langsam richtig verarbeiten konnte. "Du wirst dann definitiv ihre Zielscheibe sein und sie werden alles über uns zerreißen, was sie irgendwie in die Finger bekommen... Ich will nicht, dass du schlecht dargestellt wirst oder jemand über dich schelcht redet."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato sah seinen Freund genau an, betrachtete ihn schweigend und versuchte so gut es ihm möglich war die Reaktion des anderen zu deuten und richtig einzuschätzen. Das Jun wieder einmal einer tatkräftigen roten Ampel Konkurrenz machte - was Hayato immer wieder aufs Neue unfassbar niedlich fand - war eine Sache, aber er musste wissen, ob Jun all das überhaupt wollte. Er gab dem anderen die Zeit diese Offenbarung erst einmal zu verdauen. Er hätte es Jun auch nicht übel genommen, hätte dieser ein paar Tage Zeit dafür benötigt, aber sein Freund gab sein Bestes um sich der Situation zu stellen. Hayato war ungemein stolz auf ihn und er war zeitgleich auch dankbar, dass Jun all das durchstand. Mit einer Person der Öffentlichkeit zusammen zu sein, war alles andere als einfach. Als sein Liebster die Worte wiederfand, war er erschreckend kleinlaut und klar unsicher. Seine Sorge war aber offenbar mehr auf Hayato konzentriert, als auf sich selbst. Gott, genau darum musste der andere seinen Freund beschützen. Jun dachte eindeutig nicht genug an sich selbst! "Ich weiß, dass ich das nicht muss. Aber ich möchte es.", antwortete er sanft und bewusst ruhig. Er wollte Jun keinen Druck machen oder ihn unnötig ängstigen. Die Situation war nicht einfach und er war ja schon dankbar genug, dass Jun ihre Beziehung nicht schon längst boykottiert hatte, weil er dem Druck nicht standhielt. "Mach dir um mich keine Sorgen Jun. Ich bin eine Person der Öffentlichkeit. Ich bin immer Zielscheibe von Paparazzi und die Leute suchen nur so nach Skandalen, die sie bei mir entdecken könnten. Umso mehr sind sie gefrustet, dass es keine gibt. Das mit uns ist kein Skandal, sondern etwas echtes und dazu stehe ich. Ich komme damit klar, aber ich möchte deine Meinung dazu." Sanft strich er Jun mit dem Zeigefinger über die Wange. "Es ist für dich deutlich schwerer als für mich, ganz gleich wie sehr ich versuche dich rauszuhalten. Du hättest mit jemanden zusammen sein können, mit dem du Privatsphäre hast, aber du hast dich für mich entschieden. Es ist nicht einfach mit mir zusammen zu sein und ich will es dir nicht noch schwerer machen. Darum sag mir bitte, was du möchtest."


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    • Jun
      Es war offensichtlich... Jun machte sich hauptsächlich um Hayato Sorgen und Hayato machte sich um seinen Freund in diesem Sinne am meisten Sorgen und während der Hotelerbe wohl definitiv der Welt verkünden wollte, dass er in einer Beziehung mit Jun war und ihn von ganzen Herzen liebte, wolte er dem Jüngeren damit auch keine Probleme bereiten... zumal nach solch einer Pressekonferenz Jun mit Sicherheit plötzlich Ziel von Paparazzi werden würde und ihr Privatleben dann potentiell nicht mehr ganz so privat war. Auf der anderen Seite sorgte sich Jun darum, dass solch eine Pressekonferenz dazu führen würde dass nicht nur Hayatos Image, als auch sein Unternehmen darunter leiden würde und er womöglich Kunden verlieren würde, sein Namen durch den Dreck gezogen wurde und seine Familie unter alldem litt, einfach nur weil eben nicht jeder eine solche Beziehung akzeptierte. Aber... auf rein emotionaler Ebene... natürlich wollte Jun ebenso wie Hayato der Welt verkünden, wer zu ihm gehörte und an wessen Seite er sich am wohlsten fühlte. Natürlich wollte Jun, dass andere Leute wussten, dass dieser wundervolle Mensch vergeben war und Jun dieses unfassbare Glück hatte, sein Leben mit ihm zu teilen.
      Vermutlich konnte Hayato Jun diese ganzen Gedanken ansehen, als dieser Jun die Entscheidung über das Stattfinden der Pressekonferenz überließ und es war durchaus alles andere als leicht für den Bogenschützen so einfach eine Entscheidung treffen zu können, die womöglich ihr gesamtes Privatleben und auch ihr professionelles Berufsleben auf den Kopf stellen könnte...
      "Du stellst mich da vor einer ziemlich schweren Entscheidung, weißt du das?", entgegnete der Dunkelhaarige leise, aber ruhig, während er sich an seinen Freund mehr lehnte und noch einmal kurz die Augen schloss um seine Gedanken zu ordnen.
      Wenn Jun eines wusste, dann war es dass Hayato das unbedingt wollte... und womöglich würde es seinem Freund das Herz brechen, weiterhin aus alldem ein komisches Geheimnis zu machen, während sein Großvater versuchte ihn zu verheiraten und die halbe Bevölkerung Tokyos ihn entweder selbst anschmachtete oder ihn mit anderen Berühmheiten shippte.
      "Ich bin einverstanden... aber bitte mach dich nicht angreifbarer als nötig."
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    • ___ Hayato ___

      "Ich weiß und es tut mir unglaublich leid, wie viel ich dir aufbürde." antwortete Hayato auf die Worte seines Liebsten hin und drückte diesen sanft an sich. Jun hatte recht, er verlangte hier eine extrem schwere Entscheidung von ihm und Hayato widerstrebte es zutiefst. Allerdings war dies nun einmal eine Sache, welche sie gemeinsam entscheiden mussten, welche ihr Leben änderte und die Hayato nicht für Jun entscheiden durfte. Dem Hotelerben wäre es deutlich lieber, wenn er dem Brünetten das annehmlichste Leben der Welt schaffen könnte. Er wollte Jun mit Annehmlichkeiten, Liebe und Geschenken überhäufen. Er wollte ihn verwöhnen und dafür sorgen, dass Jun alles auf der Welt bekam was er sich wünschte. So ein Leben wollte er für den Bogenschützen und nun zerrte er ihn in die Öffentlichkeit. Etwas das dem anderen bis ins Mark widerstrebte und Hayato wurde regelrecht schlecht vor all den Schuldgefühlen. Anderseits wollte er nicht, dass ihre Beziehung jedes Mal vor geschlossenen Türen stattfand, das niemand wissen durfte, wem dieser wundervolle Mensch gehörte. Er war es leid Juns Hand nicht halten zu können oder immer ein Geheimnis um ihn zu machen. Jun wurde dargestellt, als wäre er ein heimlicher Skandal oder gar eine Affäre und das konnte Hayato nicht auf seinem Freund sitzen lassen. Sein Geliebter war all das nicht. Er war sein Freund und er war der Mensch, dem Hayato wenn die Zeit reif war, den schönsten Ring der Welt an den Finger stecken würde. Klar wusste Hayato das dies ein paar Schritte zu weit war und sie erst einmal dieses Thema bewältigen musste, aber er würde Jun beschützen. "Verzeih mir.", flüsterte er leise und hauchte ihm einen Kuss ins dunkle Haar. Als Jun ihm antwortete, wartete der Hotelerbe erst einen Moment, für den Fall das es sich Jun doch anders überlegen würde. "Bist du dir sicher? Ich möchte nicht, dass du nur mir zu Liebe zustimmst. Mach dir um mich keine Sorgen, niemand wird es wagen mir etwas zu tun."


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    • Jun
      Eine ganze Weile blickte der Brünette seinen Freund einfach nur an, konnte sich denken, was in dessen Kopf umherging und höchstwahrscheinlich ähnelten sich ihrer beider Gedankengänge sehr und wäre die Welt nicht so diskriminierend und engstirnig, wäre all das nie eine Frage gewesen und sie beide wären von Anfang an ganz offen mit ihrer Beziehung umgegangen. Aber so war die Welt eben nicht. Trotz modernster Technik und neuster Erfindungen, waren konservative Ansichten nach wie vor vollkommen normal und jegliches außer der Norm wurde nicht gerne gesehen. Menschen verurteilten andere für ihr Leben, ohne Teil davon zu sein oder in irgendeinerweise beeinflusst zu werden und viel zu viele Menschen müssen sich immernoch verstecken.
      Aber auf der anderen Seite könnten Hayato und Jun gerade deshalb einen Schritt in die richtige Richtung machen und den Leuten damit zeigen, dass sie nicht nur existierten... sondern dass es eben auch in Ordnung war so zu sein und nicht verstecken zu müssen, was tief in ihnen schlummerte. Womöglich würden sie damit jemandem helfen können... vielleicht einem unsicheren jungen Teenager, einer Frau mittleren Alters oder einem älteren Herren, der sich nie getraut hatte sich gegen die Norm zu stellen und seinem Herzen zu folgen... Und wenn es nur eine einzige Person war, die daraus Mut schöpfte....
      "Ich bin einverstanden.", betonte Jun nun noch einmal bestärkter, während er seinen Freund anlächelte und ihm seine Hand auf den Unterarm legte. "Ich sage nicht nur für dich zu... ich denke einfach nur, dass es der ein oder anderen Person helfen könnte... und wenn es einfach nur einem kleinen Jun hilft, welcher der Meinung ist, dass er Mädchen mögen MUSS, weil das schließlich so von einem Jungen erwartet wird und er andernfalls zum Außenseiter werden könnte...", erwiderte der Brünette schließlich und hauchte Hayato einen kleinen Kuss auf die Wange. Es war nicht auszuschließen, dass sie mit viel Gegenwind rechnen mussten und womöglich Hayatos Großvater dabei ebenso eine große Rolle spielen würde... aber sich selbst und alle anderen anzulügen... würde sie vermutlich langfristig nur unglücklich machen. Und Jun wollte endlich einmal richtig glücklich sein.
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    • ___ Hayato ___

      Als Jun ihm zustimmte und seine Erklärung dazu folgte, konnte Hayato nicht anders als zu lächeln. "Weißt du eigentlich wie unglaublich du bist?", flüsterte der Ältere sanft und zog seinen Freund näher an sich heran, so dass er die Arme um ihn legen und seinen Kopf auf den Haarschopf des anderen ablegen konnte. Einen Moment erlaubte er sich die Augen zu schließen, die Wärme des anderen zu spüren, denn Duft des Shampoos, welches ihn an das Meer erinnerte. Es war nur ein kurzer Moment, aber Hayato konnte daraus so viel Kraft und Energie beziehen, dass er sich für jede Pressekonferenz der Welt bereit fühlte. Er würde all das für sie gerade biegen und er würde damit anfangen, dass er diese vermeintliche Verlobte aus dem Weg räumte. Also weniger aus dem Weg räumen, als es ein Taejin vielleicht tun würde, sondern zumindest aus seinem Leben verbannen. Als er sich wieder von Jun löste, behielt er das Lächeln bei. "Wir schaffen das. Ich werde mich auf diese Konferenz gut vorbereiten und davor alle anderen Komplikationen aus dem Weg räumen. Angefangen mit dieser absurden Verlobung und meinem Großvater. Du kennst mich, ich bin stur. Die beiden werden uns nicht in die Quere kommen, dafür werde ich sorgen. Den Rest wird die Pressekonferenz erledigen und danach..." er blickte Jun in die warmen Augen. "Fahren wir erst einmal in den Urlaub." Liebevoll strich er seinem Freund durch das weiche Haar.


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    • Jun
      Es war offensichtlich dass Jun Hayato mit seiner Antwort mehr als glücklich gemacht hatte und der Hotelerbe zwar auch die gegenteilige Antwort akzeptiert hätte, es ihm aber vermutlich ein wenig das Herz gebrochen hätte. Und das hätte Jun ohnehin nicht sehen wollen. Hayato war ein sehr lebensfroher Charakter... zumindest in der Gegenwart des Jüngeren und Jun könnte es sich nicht verzeihen ihn in irgendeiner Art und Weise traurig zu machen, vor allem wenn es dabei um solch eine wichtige Sache ging, die sie beide betraf und ihr weiteres Leben definitiv prägen würde. Und langfristig würde es auch Jun nicht glücklich machen sich und Hayato weiterhin vor der Welt verstecken zu müssen einfach nur um Konflikte und die Presse einfach zu umgehen. Das wäre weder fair noch gesund. Sie würden das zusammen schon überstehen und womöglich würde die Welt Jun ja sogar positiv überraschen und es würde weniger ein großer Skandal draus gemacht werden, als er dachte... schließlich hatte Jun auch lange Zeit geglaubt, dass er in gar keiner Beziehung mit einem Mann sein könnte... und jetzt lebte er mit Hayato und Sherazade fast schon regulär zusammen und die beiden sahen sich täglich. Zeichen und Wunder gab es eben doch noch.
      "Was ist dein genauer Plan mit der Pressekonferenz? Wann willst du sie halten?", erkundigte sich Jun an Hayato geschmiegt, während er seine Arme um den Größeren geschlungen hatte und leicht zu ihm hinaufblickte. Hayato hielt so gut wie nie Pressekonferenzen von sich aus, also würde das öffentliche Interesse mit Sicherheit extrem hoch sein. Das bedeutete auch, dass nicht wenig Presse vor Ort sein würde und diese den Hotelerben vermutlich mit Fragen auch extrem bombardieren würden. Jun hatte keinerlei Zweifel, dass Hayato damit klarkommen würde und vermutlich würde er das sogar souverän handhaben, wie er absolut alles in seinem Leben tat... außer kochen vielleicht. Dennoch war die Sorge durchaus in Juns Hinterkopf vorhanden. "Kann ich dir bei alldem helfen? Soll ich dabei sein?"
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    • ___ Hayato ___

      Dieses Gefühl Jun in den Armen zu halten, war für Hayato jedes Mal aufs Neue ein absolutes Glückgefühl. Es fühlte sich an, als wäre der Brünette exakt für seine Umarmung ausgelegt. Okay das war zwar extrem albern, aber Hayato redete sich das gerne ein. Jedenfalls lag er in seinen Armen, der Hotelerbe konnte diese um ihn legen und die Wärme des anderen genießen. Wenn jetzt die Zeit still stehen könnte, wäre Hayato wahrscheinlich der glücklichste Mensch der Welt. nun Sherazade musste noch an ihrer Seite sein und dann wäre dieser Moment für die Ewigkeit gemacht. Immer wieder hauchte der kleine Küsse in das weiche Haar oder schmiegte sein Gesicht an den Kopf des anderen. Als Jun in seinen Armen zu ihm aufblickte, musste er sich beherrschen nicht direkt zu schmelzen. Wie schaffte es ein einzelner Mensch nur so niedlich und gleichzeitig attraktiv zu sein? Er könnte sich in diesem Anblick verlieren, weshalb er sich ein wenig zusammen reißen musste und sich räusperte. "Ende dieser Woche. Je länger sich all das herauszögert, desto nervenaufreibender wird es. Zumal die Leute mehr den je an meinem Privatleben interessiert sind. Das waren sie zwar immer, aber diese ganze Verlobungsgeschichte hat es nochmal ordentlich aufgebauscht." Hayato seufzte aufgrund dieses Gedankengangs genervt. "Ich kann es kaum erwarten das noch einmal offiziell aus der Welt zu schaffen. Zwar habe ich der Presse schon mitgeteilt, dass das absoluter Schwachsinn ist, aber sie haben jetzt gefundenes Fressen und verhalten sich wie Wölfe. Denen raubt man die Beute nicht so leicht." Hayato küsste dem anderen wieder ins Haar. Das hatte langsam einen richtig beruhigenden Effekt. "Ich würde dich bitten an diesem Tag bei meinen Bodyguards zu bleiben. Ich weiß, dass du das nicht leiden kannst, aber ich würde mich durchaus ruhiger fühlen, wenn ich weiß das du in guten Händen bist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ausarten könnte, aber ich bin gerne vorbereitet. Du könntest mir aber helfen, wenn du es hinbekommst, das deine Eltern die Pressekonferenz mitverfolgen. Ich möchte das sie noch einmal sehen, wie ernst es mir mit dir ist. Meinst du, das du das hinbekommst? Ich weiß ja wie schwierig deine Mutter sein kann."


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      Jun
      Ende der Woche wollte Hayato also die Pressekonferenz halten... Das bedeutete, dass sie grundsätzlich ein paar Tage noch Zeit hatten, um sich auf diese Ankündigung und die potentiellen Folgen davon vorbereiten könnten... allerdings würde das wahrscheinlich auch die Nervosität Juns steigern. Er konnte nicht sagen, dass er bei der Pressekonferenz unbedingt mit im Rampenlicht stehen wollte, allerdings diesen Moment bei Hayatos Bodyguards in Sicherheit zu verbringen, während sein Freund sich wahrscheinlich den tausend Fragen und Pöbeleien der Öffentlichkeit aussetzen musste... fühlte sich noch schlimmer an. "Wenn deine Bodyguards bei mir sind, wer ist dann bei dir? Und wirst du sie nicht nach solch einer Ankündigung dringender benötigen als ich es tue? Ich denke ich werde auch so alleine klarkommen... der Großteil der Anwesenden wird ja ohnehin erst einmal weder etwas mit meinem Namen oder meinem Gesicht anfangen können. Du wiederum könntest in ein absolutes Kreuzfeuer geraten.", widersprach Jun zwar in einem ruhigen, aber dennoch strengen Tonfall, während er seinen Freund musterte, der sich mal wieder in solch einer Situation nur um Jun kümmerte und weniger um sich selbst. Das war ohne Frage wirklich süß... aber aus der Sicht des Jüngeren die völlig falsche Priorität.
      Als Hayato ihn allerdings bat, ob Jun seine Familie dazu bewegen könnte sich die Pressekonferenz live anzusehen bildete sich doch wieder der Hauch eines Lächelns auf den Lippen des Brünetten. "Ich denke, ich kann versuchen mit meinem Vater zu reden... er könnte womöglich meine Mutter und Schwester überzeugen sich die Pressekonferenz mit ihm anzusehen... ich weiß nicht, wie sie reagieren werden, aber es ist ein Versuch wert."
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      ___ Hayato ___

      Hayato wäre deutlich beruhigter, wenn seine Leibwächter in der Nähe von Jun bleiben würden, damit sich der Hotelerbe nur auf die Presse konzentrieren musste. Allein die Vorstellung, dass irgendein Spinner sich seinem Liebsten näher könnte, machte ihm ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Ehrlich gesagt konnte sich Hayato nicht vorstellen, dass diese Konferenz derart ausarten könnte, aber man konnte nie wissen und der millionenschwere junge Mann war gerne vorbereitet. Jun machte sich natürlich deutlich mehr Sorgen um ihn, was ziemlich typisch für sie beide war. Immer auf den anderen bedacht und wahrscheinlich war auch das der Grund dafür, dass die beiden eine sehr harmonische Beziehung führten. Dafür war der Dunkelhaarige auch sehr dankbar. Im Gegensatz zu Taejin war Hayato kein Freund von konstanter Aufregung. Ihm war der Trubel gerade schon Drama genug. Gedanklich war Hayato bereits mit seinem Geliebten auf einer Urlaubsinsel und trank gemütlich Cocktails am Strand. Amüsant, wenn man bedenkt das Hayato zuvor nur mit seiner Arbeit verheiratet war und tatsächlich nie Urlaub gemacht hatte, außer ein paar Tage und das auch nur um Sherazade einen Tapetenwechsel zu gönnen und Zeit für seine Hündin zu haben.
      "Mach dir um mich keine Sorgen. Ich habe mit Taejin gesprochen als wir das letzte Mal telefoniert haben und er hat darauf bestanden gemeinsam mit seinen "Mann" zu kommen und diesen einen Auge auf die Konferenz haben zu lassen. Und ich habe seinen Freund kennengelernt...mir wird sich definitiv keiner falsch nähern, das kann ich dir versichern. Demnach werden meine Bodyguards an deiner Seite sein. Bitte tu mir diesen Gefallen, sonst werde ich mich nicht konzentrieren können." Als Hayato Jun darum bat auch seine Eltern mit der Pressekonferenz zu konfrontieren beziehungsweise sie dazu zu bewegen sich die Konferenz wenigstens anzuhören, lächelte Jun. "Sie wird auch im Fernsehen ausgestrahlt werden. Deine Familie muss also nicht unbedingt Vorort sein, wenn es das leichter machen sollte. Es wäre nur wichtig, dass sie es sehen. Ich möchte deiner Familie aufzeigen, wie ernst es mir mit dir ist."


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      Jun
      Klar machte sich Jun Sorgen um Hayato und dieser machte sich wiederum hauptsächlich Sorgen um Jun... es war ein klassisches Dilemma, mit welchem sie täglich zu tun hatten und definitiv nur ein Zeichen dafür sein konnte, wie sehr sie einander liebten... umso beharrlicher waren sie aber auch deshalb...
      Dass allerdings Taejin Hwang und dessen... Jun war sich nicht sicher, wie vehement sich die Beziehung zwischen ihm und seinem ehemaligen Bodyguard sich entwickelt hatte... dass diese beiden allerdings auf Hayato aufpassen würden war Jun nur begrenzt ein Trost. Er musste gestehen... er kannte Taejin nun einmal nicht ganz so gut und obwohl eine recht gefährliche Energie von ihm ausging und sein Partner vermutlich jeden normalen Menschen mit seiner bloßen Anwesenheit einschüchtern konnte, wusste Jun nicht, wie gefährlich die beiden sein konnten oder welche Macht sie in dieser Hinsicht hatten... doch Hayatos Blick vermittelte ihm, dass er in besten Händen war und Jun gab schließlich schwer seufzend nach, wenngleich seine Sorge nicht unbedingt weniger wurde.
      "Na gut... ich will aber dennoch, dass du vorsichtig bleibst und dich keinen unnötigen Risiken aussetzt. Es gibt mehr als genug verrückte und idiotische Menschen da draußen und einem Großteil von ihnen, kann man das leider nicht ansehen.", erwiderte Jun, bevor Hayato seine Bitte äußerte, dass Jun seine Familie dazu bewegen sollte, sich die Pressekonferenz anzusehen. Jun wusste durchaus, dass sein Vater die beste Option war, um bei diesem Vorhaben Erfolg zu haben und wenn er ihm einen Tipp gab, wann er den Fernseher anschalten sollte, würde er vermutlich ihm auch helfen... wie Juns Mutter wiederum reagieren würde, wenn sie Hayato auf dem Bildschirm sah, das war wiederum eine völlig andere Geschichte, wenngleich der Brünette ehrlich hoffte, dass sie ihm eine Chance geben würde, um sich die gesamte Pressekonferenz anzusehen. "ich weiß das zu schätzen und gebe mein Bestes, damit sie die Pressekonferenz sehen, aber ich kann leider nichts versprechen.", erwiderte Jun sanft und hauchte Hayato eine Kuss auf die Wange.
      Er liebte diesen Mann so sehr.
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