❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___

      Shin fragte sich, ob Taejin sich eigentlich bewusst war, was er sagte oder ob er sich bewusst war, dass er gerade Liebe in Verbindung mit Shin benutzte. Hatte ihm der Koreaner eigentlich zugehört? Ja, Taejin ist ein Mafiaboss, ein Oberhaupt einer Organisation, welche Morde in Auftrag gibt und sich täglich die Hände mit Schmutz beflecken, aber dennoch hatte sich der Koreaner noch seine Menschlichkeit bewahrt. Bei Shin war dies nicht so und der Japaner war sich nicht sicher, ob Taejin das eigentlich realisierte. Dennoch, dass der andere nach einer gefühlten Ewigkeit in den Raum warf sich eine Beziehung mit ihm vorstellen zu können, fühlte sich der Auftragsmörder merkwürdig. Er hatte das Gefühl von all diesem Emotionen erschlagen zu werden. Gerade als jemand der seine Gefühle abgetötet hatte auf einen Schlag so viel zu empfinden, war überwältigend. Ihm war schwindelig und dennoch war alles was er in diesem Augenblick sehen konnte Taejin. Nur er war von Bedeutung, alles andere war bedeutungslos. Er würde für diesen Mann die Welt niederbrennen, wenn er ihn nur damit bitten würde. Diese Gefühle änderten sich nicht, als ihm Taejin erklärte was eine Beziehung mit einem Mafiaoberhaupt aber eigentlich auch noch mit sich brachte. Er würde seine Freiheit aufgeben. Auch wenn er seit Monaten nur an der Seite des Koreaner war und für ihn gearbeitet hatte, war er doch noch anderweitig als Auftragsmörder aktiv gewesen. Das würde enden...seine Unabhängigkeit würde er verlieren und er würde sich fesseln lassen. Aus einer Mafiafamilie würde er dann nur wieder herauskommen, wenn er sie alle umbrachte. Nicht, das er so etwas nicht schon einmal getan hatte. Für Mafiamord war er berühmt geworden ...
      Scheiße...
      "Taejin, du weißt wodurch ich erst richtig berühmt in der Unterwelt geworden bin, oder? Dein Clan hat mich als dein Auftragsmörder akzeptiert, kannst du damit umgehen, dass sie mich als deinen Partner nicht akzeptieren werden?", er hob sanft aber doch bestimmt das Kind mit Daumen und Zeigefinger an, während er sich mit der anderen freien Hand neben dem Kopf des Koreaners abstützte. "Hast du verstanden, was ich vorhin zu dir gesagt habe? Auch wenn wir in solchen Kreisen verkehren, bin ich nichts weiter als ein Monster, auch für deinen Clan. Mir bedeutet das Leben deines Clans nichts, ich würde sie töten ohne dabei auch nur etwas zu empfinden. Du bist alles was für mich zählt. Dein Leben steht über alles für mich und ich werde alles und jeden vernichten, der es wagen sollte, dir etwas anzutun. Dein Clan und deine Familie ist mir egal Taejin. Ich werde niemand anderen beschützen außer dich. Ich werde auf niemand anderen hören als dich. Natürlich widerstrebt es mir meine Freiheit aufzugeben, aber wenn du mir diese Frage beantwortest, werde ich sie ohne zu zögern eintauschen. Willst du mich, nach allem was ich dir gerade gesagt habe? Willst du einen Mörder in deinen Clan lassen? Kannst du jemanden wie mich so sehr lieben, das du all das riskierst?"


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    • Taejin
      Shin schien keinen Gedanken daran zu verschwenden zurückzuweichen, als Taejin ihm offenbarte, was die Bedingung zu solch einer Beziehung mit ihm war... viel mehr setzte der Japaner mehr daran wohl Taejin überzeugen zu wollen, dass dieser es sich doch anders überlegte, wodurch Taejins Verunsicherung langsam zu verschwinden schien und stattdessen durch beinahe soetwas wie Empörung ersetzt wurde. Dachte Shin ernsthaft, dass er Taejin mit solchen Worten abschrecken könnte? Wollte der Japaner denn lieber, dass Taejin ihn abwies? Vorsichtig löste sich der Koreaner aus dem Griff um seine Handgelenke und schob Shin ein wenig von sich, um sich aufrichten zu können. Ihm war bewusst, dass diese Geste wirken musste, als würde er nun doch dem Japaner eine Abfuhr erteilen, wenngleich der Chaebol dies lediglich nutzte, um sein Gewicht etwas zu verlagern. Taejin legte eine Hand auf die Brust des anderen, um ihn noch ein wenig nach hinten zu schieben, bis er aufrecht auf der Couch saß und Taejin sich wie selbstverständlich breitbeinig auf seinem Schoß niederließ, seine Arme um seinen Hals schlang und ihm einen kleinen, hungrigen Kuss auf die Lippen hauchte. Nur ein kleiner Vorgeschmack für Kommendes...
      "Ich habe sehr wohl verstanden, dass du mich liebst, bereit wärst deine Unabhängigkeit für mich aufzugeben und jeden ohne mit einer Wimper zu zucken umbringst, der mir auch nur ein Haar krümmen möchte. Wenn du mich fragst, hat das sehr wenig mit einem Monster zu tun, sondern viel mehr mit einem absoluten Traummann...", erwiderte Taejin schließlich leise lachend, bevor er eine kleine Spur an Küssen entlang Shins Hals platzierte, sich dann aber doch wieder ein Stück zurückzog, um weiterreden zu können.
      "Also hör auf mit dem Versuch, mich davon zu überzeugen, dass ich dich von mir wegstoßen sollte.", setzte Taejin schließlich mit einem vorwurfsvolleren Tonfall nach, wobei er dem Japaner spielerisch gegen die Schulter boxte.
      "Selbst wenn die Ausradierung von Mafiafamilien eine deiner Spezialitäten, sehe ich das kaum als Problem. Ich habe schließlich viele Feinde... stell dir nur vor wieviel Spaß du haben könntest all diese Leute qualvoll im Namen des Hwang Clans umzubringen, um deinen Liebsten glücklich zu machen?" Taejins Hand glitt langsam zu Shins Wange während er sprach... streichelte vorsichtig über die erstaunlich sanfte Haut, bevor sie langsam an seinem Hals, anschließend seinem Oberkörper, hinab zum Saum des schwarzen Trainingsanzugs glitt, welcher Tatsuya ihnen zuvor geliehen hatte.
      "Unterschätz meinen Bluthunger nicht. Tränk den Boden ruhig im Blut meiner Feinde und du machst mich zu einem sehr glücklichen Mann. Solange du niemanden verletzt, der mir wichtig ist und unter meinem Schutz steht, werde ich dich nicht zu sehr einschränken. Natürlich sollte offensichtlich sein, dass du ausschließlich mir gehörst und sonst niemandem. Ich teile niemals und ich zögere auch nicht meinen Besitzanspruch ganz offen geltend zu machen."
      Taejins Hand glitt unter den Bund des Trainingsanzuges, während sich ein süffisantes Lächeln auf seinen Lippen widerspiegelte.
      "Genauso gehöre ich ganz allein dir ohne Ausnahme. Niemand im Clan hat dagegen etwas zu sagen... das ist ein Fakt, mit dem sie nun einmal klarkommen müssen. In Mafia Familien und vor allem dem Hwang Clan ist nicht nur die Familie besonders wichtig, sondern auch die Partner, für die wir uns entscheiden. In dem Moment, in dem du dem Hwang Clan beitrittst, um an meiner Seite zu sein, bist du nicht mehr nur mein Partner... mein Liebhaber... oder fester Freund... sondern viel mehr mein Mann."
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    • ___ Shin ___

      Als Taejin den Japaner von sich schob, ließ Shin dies geschehen. Vielleicht hatte er ihm ins Gewissen geredet, wobei das nicht zu Taejin Hwang passte, aber der Schwarzhaarige würde es akzeptieren. Nicht das er es wollte und in der Regel holte sich der Auftragsmörder immer das was er wollte, aber wenn es um Taejin ging, dann hatte er akzeptiert, dass er die Bedürfnisse von Taejin vor seinen stellte und das war etwas, dass Shin nicht kannte. Bislang hatte er nur für sich selbst gelebt, sich abgesehen von seiner Hausechse, auch nur um sich selbst gekümmert. Seiya war jemand der besser auf sich aufpassen konnte, als jeder andere. Der Cagefighter würde den Schutz von Shin nicht brauchen. Viel mehr musste man jeden bemitleiden, welcher es auch nur wagte sich mit dem anderen anzulegen. Somit hatte sich Shin all die Jahre nur um sich selbst gekümmert. Jetzt waren die Bedürfnisse jemand anderes wichtiger und das war ungewohnt. Viel mehr ziemlich einschüchternd. Er ließ also den Koreaner gewähren, als dieser sich von ihm drückte. Mit einem Kuss hatte er nicht gerechnet und er war zu überrascht diesen zu erwidern. Viel mehr blinzelte Shin perplex, als sich Taejin wieder löste und starrte diesen an, als hätte er komplett den Verstand verloren.
      Shin rühmte sich mit seiner Intelligenz und war ziemlich stolz auf sein Wissen, wenn man doch wusste, dass er nie die Chance hatte zur Schule zu gehen. Er hatte sich all das hart erarbeitet und war intelligenter als die meisten Leute, was daran lag, was wohl auch sein Glück war, sonst hätte er nie so schnell gelernt ein analytischer Auftragsmörder zu werden. Jetzt gerade aber, fühlte er sich absolut bescheuert. Er starrte seinen Liebsten als, als wüsste er nicht einmal wie man seinen eigenen Namen schreibt. Taejin hatte ihn kalt erwischt.
      Traummann?
      Er würde Taejin glücklich machen?
      Er war so irritiert, dass er gar nicht die Chance hatte die unwiderstehlichen Küsse an seinem Hals vernünftig zu registrieren.
      Tatsächlich brauchte Shin einen Moment bis diese Worte bei ihm ankamen und er sie verarbeiten konnte. Taejin wollte ihn und er würde all das von ihm akzeptieren....
      Es war sicherlich absurd, wenn man bedenkt, dass sein Liebster gerade seine Hand an einer sehr intimen Stelle hatte, aber Shin musste tatsächlich lachen. Etwas das er nie wirklich aus vollem Herzen tat. Meistens grinste er oder sein Lachen war derart vor Sarkasmus triefend, das man ihn oft noch mehr hasste, aber gerade meinte er all das ernst.
      "Du bist absolut verrückt." Die Worte von Taejin waren das wohl schönste Geschenk und die perfekte Liebeserklärung, welche sich Shin nur wünschen konnte. Der Japaner schlang seine Arme um den anderen und legte seine Lippen auf dieses süffisante Lächeln.
      "Ich will dein Mann sein. Scheiße....ich liebe dich wirklich."


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    • Taejin
      Der Chaebol blinzelte irritiert. Lachte Shin gerade wirklich? Ein ehrliches aufrichtiges Lachen? Taejin hatte diese Seite an Shin definitiv noch nie gesehen und sie wirkte im Vergleich zu dem, was der Koreaner sonst an Shin sah, beinahe unschuldig. Natürlich war es absolut nicht Taejins Intention gewesen seinen Liebsten so zum Lachen zu bringen, hatte er doch eigentlich versucht die Stimmung ein wenig in die erotischere Richtung zu schieben... aber er musste zugeben, dass er über diesen Stimmungswechsel nicht unbedingt böse war. Mit dem Augen rollend holte er seine Hand wieder aus Shins Bund hervor und legte seine Hände behutsam auf die Wangen des Japaners, während er ihn mit erhobener Augenbraue musterte. "Ich möchte die Stimmung ein wenig anheizen und du lachst mich einfach aus...", erwiderte Taejin leicht kopfschüttelnd in einem sarkastischen Tonfall, ehe er den anderen doch etwas angrinste und den folgenden Kuss nur zu gerne erwiderte. Es wirkte absolut seltsam, dass Shin ihm erneut sagte, wie sehr er ihn liebte und dabei ihm sogar zusagte an seiner Seite im Hwang Clan sein zu wollen. Nicht nur der Taejin Hwang von vor über einem halben Jahr hätte diese Möglichkeit als absurde Spinnerei eingeordnet, sondern vermutlich ging es Shin ganz genauso, wenn er an sein Ich vor der Begegnung mit dem Chaebol zurückdachte. Sie beide hatten sich auf eine gewisse Weise eben zusammen geändert, ohne sich selbst zu verlieren. Es war... erstaunlich schön. Taejin erinnerte sich daran wie Hayato ihm von der Liebe und den tiefgehenden Gefühlen, die er für seinen Freund empfand, vorgeschwärmt hatte und während Taejin wusste, dass seine Liebe für Shin komplett anders war als die Gefühle, die Hayato für Jun hegte, realisierte er, dass für jeden Menschen sich diese tiefen Gefühle eben anders äußerten...
      "Ich kann es ehrlich gesagt noch nicht so ganz glauben...", murmelte Taejin schließlich leise, zwischen einzelnen kleinen Küssen. "Zu schade, dass wir hier nicht zu Hause sind... Ich glaube Tatsuya bringt mich um, wenn wir jetzt hier auf seiner Couch in unmittelbarer Nähe seines Schlafzimmers es miteinander treiben würden..."
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    • ___ Shin ___

      So brachte man ihn also zum Lachen? Interessant, wusste Shin bislang selbst nicht und ehrlich gesagt war er sogar selbst darüber erstaunt, dass er so lachen konnte. Es war Taejin nicht zu verübeln, dass er ihn gerade mehr als nur irritiert ansah. Allerdings war diese ganze Situation so absurd. Er hatte seine Gefühle gestanden. Gerade er, der ungefähr so empfindsam war wie ein Dachziegel und er ging mit dem Oberhaupt der Hwangs eine ernsthafte Beziehung ein. Er hatte von seiner Vergangenheit gesprochen und das alles an einem einzigen Abend. Vielleicht war er jetzt auch einfach endgültig übergeschnappt? War ohnehin schon lange überfällig...
      "Entschuldige.", schmunzelte der Japaner immer noch amüsiert über die gesamte Situation, als sein Liebster leider die Hand wieder nach oben wandern ließ. Zugegeben, Shin hatte die erotische Stimmung gerade gekillt, er war also selbst Schuld. Glücklicherweise schien ihm Taejin alles andere als böse zu sein. Während sie sich küssten und Shin seine Arme um den anderen geschlungen hatte, ließ er sich gemeinsam mit diesem wieder auf die Matratze fallen. Während sie sich immer wieder kleine Küsse schenkten, welche so astronomisch weit entfernt von ihren sonst so stürmischen Zungenspielen war. Er strich dem anderen ungewohnt liebevoll durch das weiche Haar und spielte ein wenig mit den Haarsträhnen im Nacken. "Och, meinst du? Er hat einem Killer und einem Mafiaboss Obdach gewährt, blutige Kleider entsorgt und lässt uns vor der Polizei versteckt hier schlafen. Denkst du, da macht das noch etwas?", hakte Shin belustigt nach und küsste Shin auf die Stirn. "Der Kerl ist mindestens genauso schräg wie Seiya. Ich denke das verkraftet er."
      Er hörte daraufhin etwas im Schlafzimmer auf den Boden fallen.
      "Naja...oder auch nicht."


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    • Taejin
      Es war seltsam so an Shin gekuschelt immer wieder viele kleine Küsse mit ihm auszutauschen, während sie normalerweise regelrecht übereinander herfielen und so gar nicht sanft und zärtlich zueinander waren, sondern sich eher der Leidenschaft hingaben. Taejin würde einige Tage benötigen, um das alles wirklich verarbeiten zu können, dennoch wollte er das hier und jetzt noch ein wenig genießen und wenngleich er von dem Massaker bei der Benefiz Gala noch ein wenig erschöpft war, war er sich nach gerade eben nicht mehr so sicher, ob er heute überhaupt noch schlafen könnte, selbst wenn eine etwas erotischere Abendgestaltung wohl doch nicht mehr sonderlich realisitisch war. Nicht nur, dass Shin die Stimmung dafür ein wenig ruiniert hatte... nicht, dass es für Tae und seinen Liebhaber, nein seinen Mann... nicht sonderlich schwer wäre wieder in Stimmung zu kommen... außerdem waren sie hier immernoch großzügigerweise bei Tatsuya untergekommen und wahrscheinlich war diese Wohnung deutlich hellhöriger, als es dem Japaner wahrscheinlich in diesem Moment lieb war.
      Als Shin also erwog doch noch einmal die Stimmung ein wenig anzuheizen, hörten die beiden ein Geräusch im Schlafzimmer, welches verdächtig gutes Timing hatte, um zufällig zu sein. Hm...
      "Ach was, ich denke die Wände sind extrem dick. Tatsuya wird mit Sicherheit nichts hören, wenn wir ein wenig Spaß miteinander haben.", testete der Chaebol daraufhin die Akkustik im Raum und erntete daraufhin ein Husten von der anderen Seite der Wand, ehe er eine Stimme vernahm.
      "Nein Akuma, du bildest dir sicher nur ein, dass unsere GÄSTE meine GASTFREUNDSCHAFT überstrapazieren wollen..." Ein Grinsen umspielte Taejins Lippen und er wandte sich mit einem kleinen Kuss wieder an Shin. "Er hat recht, wir sollten ihn nicht ärgern.", flüsterte der Blonde amüsiert, ehe er lauter hinzufügte: "Natürlich bleiben wir brav... wir hatten schließlich einen langen Tag."
      Damit schmiegte sich der Chaebol wieder vollends an Shin in dem Versuch, ob sie nicht womöglich etwas Schlaf bekommen würden.
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    • ___ Shin ___

      Shin war noch nie in einer Beziehung gewesen. Seine einzigen Liebeleien, die er sich erlaubte waren lediglich One-Night-Stands gewesen, was einfach seinem Beruf und seinem chronischen Misstrauen geschuldet war. Sich jemals jemanden auf diese Art anzunähern, jemanden von sich zu erzählen, jemanden in sein viel zu gefährliches Leben zu lassen....der Japaner würde eine ganze Weile lang brauchen, um sich daran zu gewöhnen. Der Schwarzhaarige fragte sich, ob er sich daran überhaupt gewöhnen könnte. Natürlich war das was zwischen Taejin und ihm gewesen war, schon immer mehr gewesen. Allerdings hatte er sich immer in dem Schutz des ´Unausgesprochenen´ verkrochen, für den Fall, dass es doch sein musste, das sich ihre Wege trennten. Shin wusste, dass er das nicht mehr konnte, ehrlich gesagt hatte er es auch nie gekonnt. Hätte Taejin ihn abgewiesen, hätte er still und unbemerkt über den Chaebol gewacht. Das aber nun alles ausgesprochen wurde, machte Shin ehrlich gesagt ein wenig Angst und das war merkwürdig, weil der Auftragsmörder eigentlich vor gar nichts Angst hatte. Das hatte sich wohl auch erledigt. So mit Taejin aneinander gekuschelt zu liegen, zu wissen, dass er nicht mehr sein Auftraggeber/Lover sondern sein Freund oder sogar Mann war, das war merkwürdig. Unbeschreiblich schön, aber merkwürdig. Shin würde wirklich Zeit brauchen. Wie es Shin immer tat, um seine Unsicherheit zu überspielen, scherzte er und sein Opfer war dieses Mal der arme Tatsuya. Die Reaktion des Arztes brachte ihn zum Lachen. Ein schräger Typ, aber er war interessant. Der Japaner würde wohl Nachforschungen anstellen. "Na gut, ich bin brav.", murmelte er also nachgiebig und strich Taejin sanft durchs Haar. "Schlaf etwas, ich werde über dich wachen."

      Auch wenn Shin unglaublich müde war und emotional so erschöpft hatte er wie immer nicht wirklich geschlafen. Mit einem Ohr war er immer wach, zumal er sich hier an einem fremden Ort befand. Etwas mit dem sich Taejin wahrscheinlich abgefunden hatte, aber Shin war dies nun einmal auch nicht mehr auszutreiben. Selbst Zuhause war er immer so am ´schlafen´ das er jeder Zeit reagieren konnte. Es gab nur seltene Fälle, in denen er es wagte zu schlafen und das war in seinem abgesicherten Apartment und gelegentlich in Taejins abgesicherter eigener Wohnung. In Korea jedenfalls hatte er noch keine Nacht wirklich richtig geschlafen. Er kannte das Land nicht und demnach war er konstant einsatzbereit. Shin wusste allerdings wie er sich ausruhen konnte, ohne wirklich fest zu schlafen. Berufskrankheit, jahrelanges Training und einfach eine absolut zerstörte Psyche. Während er Taejin beim Schlafen beobachtete und ihn hin und wieder ein wenig kraulte oder kleine Küsschen schenkte, blickte er auf sein Handy. Er hatte mit Seiya vereinbart, dass dieser sie abholen würde - woher auch immer der Kerl ein Auto hier in Korea hatte. Zum einen war das unauffälliger für Taejin und Shin, als wenn Taejins Clan hier aufmarschierte, zum anderen war es auch sicherer für Tatsuya, hier nicht unbedingt eine ganze kriminelle Armee vor der Haustür zu haben. Außerdem wollte er seinen besten Freund verabschieden, welcher heute nach Japan zurückkehren wollte.


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    • Taejin
      Er hatte nicht sonderlich tief geschlafen, konnte aber dennoch in Shins Armen eine ganze Weile in Ruhe dösen, während er im Halbschlaf immer wieder gelegentliche federleichte Küsse spürte, die Shin ihm wohl schenkte. Ein leichtes sanftes Lächeln umspielte aufgrunddessen Shins Lippen und er schmiegte sich daraufhin nur noch mehr an den Japaner. Er wusste, dass Shin vermutlich gar nicht schlafen würde... das tat er an sich nur sehr selten und wenn es tatsächlich mal der Fall war, dass Shin richtig zu schlafen schien, traute sich Taejin in der Regel überhaupt nicht mehr sich zu bewegen, aus Sorge den anderen zu wecken. Er hoffte ehrlich, dass Shin endlich wieder richtig schlafen würde, wenn sie beide in Taes Tokyo Apartment zurückgekehrt waren...

      Es waren einige Stunden vergangen, seit sie sich zum Ruhen hingelegt hatten und während so langsam ein paar einzelne Lichtstrahlen durch das Fenster schienen, wurde ein hungriges Monster geweckt, welches seinen Unmut über eine mangelnde Nahrungsquelle sogleich zum Ausdruck bringen musste. Taejin blinzelte einige Male, noch immer leicht im Halbschlaf, ehe er realisierte, dass sich sein Brustkorb doch ein wenig schwerer als normal anfühlte... und vibrierte. Es dauerte einen kurzen Moment, bevor Taejin das große, fellige Tier auf sich wahrnahm, welches ihn mehr als entsetzt anmauzte und sich davon wohl versprach direkt Futter abzugreifen. "Geh zu deinem Herrchen, ich kann dir nicht helfen.", grummelte Taejin an den Kater gerichtet und versuchte ihn von sich herunter zu heben... allerdings hatte der Chaebol nicht mit diesem Gewicht gerechnet. Nachdem sein erster Versuch scheiterete, versuchte er es ein zweites Mal , nun aber mit mehr Kraft, und hob das große Tier von sich herunter, welches daraufhin erneut protestierend miauzte.
      "Was ist euer Plan?", erkundigte sich vom anderen Ende des Raumes Tatsuya anstatt einer Begrüßung, während er schon komplett in Arbeitsmontur gekleidet war und soeben einen Napf mit Futter auf den Boden stellte, auf welchen sich Akuma augenblicklich stürzte. Offenbar hatte das Tier wirklich hunger...
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    • ___ Shin ___

      Ein wenig neidisch war der Japaner tatsächlich, als sich der groß gewachsene Kater einfach auf Taejin legte. In seine Nähe wagte sich der Kater offensichtlich nicht und wenn Shin die Hand nach ihm versuchte auszustrecken, zog sich der Kater direkt zurück. Nun Tiere spürten tatsächlich wer gute und schlechte Menschen waren. Der Japaner konnte es dem Katzentier nun wirklich nicht verübeln. Deprimiert war Shin dennoch. So versuchte er sich damit zufrieden zu geben, dass fellige Wesen einfach nur zu beachten und amüsiert festzustellen, dass sein Liebster wohl nicht mit dem Gewicht von Akuma gerechnet hatte. Es sah tatsächlich recht amüsant aus, wie dieser versuchte den Kater von sich zu schieben und beim ersten Mal kläglich scheiterte. Shin grinste, während er im Bett leg und seinen Freund beobachtete. Tatsuya war bereits im Raum in seiner Arbeitsmontur und fütterte das fellige Monsterchen. Akuma stürzte sich regelrecht auf das Fressen. Wow, da bekam man ja Sorge von dem Tier selbst gefuttert zu werden. Shin lächelte seinen Liebsten mitleidig an, während er ihm die Schulter tätschelte. Sein Blick wanderte dann zu Tatsuya, ehe sich Shin erhob und ausgiebig streckte.
      "Wir werden abgeholt, damit wir dir nicht weiter Probleme machen und es nicht groß für Aufsehen sorgt.", da ihn Taejin fragend ansah, erklärte Shin direkt. "Seiya holt uns ab. Er ist ohnehin wach, weil er zum Flughafen muss, nachdem er ja fälschlicherweise in Korea gelandet ist." Er frischte sein Handy heraus und sah auf das Display. Vielleicht sollte sich Shin ein Foto von sich und seinem Freund als Hintergrund zulegen. Auf Grund seiner Arbeit existierte tatsächlich kein Foto von Shin ...
      Sein Handyhintergrund zierte lediglich ein Panorama der Skyline von Tokio. "Er sollte in ein paar Minuten da sein."


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    • Taejin
      Der große Kater schmatzte vergnügt, während er sein Futter aß und Taejin beobachtete während des Gesprächs mit Tatsuya aus den Augenwinkeln Shin, welcher das Tier durchgehend im Blick behielt und dabei beinahe eine Sehnsucht ausstrahlte, die nur eines bedeuten konnte: er wollte Akuma am liebsten streicheln. Ob er Shin eine Katze kaufen sollte? Oder gleich mehrere? Der Japaner würde sie erziehen müssen, damit sie nicht an Taejins Pflanzen knabberten, aber Platz wäre in seinem Apartment auf jeden Fall. Und wenn sein Liebster sich das wünschte, würde Taejin auch nicht zögern ihm ein Tier zu holen.
      Langsam wandte er sich wieder dem Gespräch zu, was sie beide nun vorhatten und tatsächlich hatte Shin wohl bereits einen Plan, den er mit Tae teilte. Es war natürlich klug Tatsuya nicht noch mehr Probleme zu bereiten und solange Seiya bereit war sie mitzunehmen, würde Taejin sich ebenso nicht beschweren. Nur Tatsuyas Augen schmälerten sich bei der Erwähnung eines fremden Namens und er blickte zu Shin. "Ich hoffe doch, dass diese Person vertrauenswürdig ist... es muss schließlich nicht jeder wissen, dass meine Klinik eben nicht nur Tiere versorgt...", räusperte sich der Japaner mit etwas Nachdruck, während Akuma ihn kurz musterte und anschließend zufrieden weitermampfte. "Ich könnte euch auch von hier wegbringen. Gebt mir nur einen Moment...", fing Tatsuya zwar an, doch im gleichen Moment begann sein Handy zu klingeln. Nachdem er beide Taschen seines Kittels nach dem kleinen Gerät abgesucht hatte, ging er schließlich an das Telefon und vernahm eine sehr aufgeregte Frauenstimme, mit der er kurz telefonierte und anschließend das Telefonat mit einem "Bis gleich" beendete.
      Taejin hob eine Augenbraue, während er sich von der Couch erhob. "Offenbar hast du keine Zeit uns irgendwohin zu bringen...", mutmaßte der Chaebol, woraufhin Tatsuya leicht seufzend nickte. "Ich hab in einer viertel Stunde meinen ersten Patienten des Tages... besser ich koch mir vorher nochmal etwas Kaffee."
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    • ___ Shin ___

      Der Japaner konnte es sich nicht verkneifen, amüsiert dreinzuschauen. "Glaub mir, es könnte Seiya nicht weniger interessieren was du hier treibst. Er ist....ein wenig speziell, aber ich vertraue ihm mein Leben an. Auch wenn dir das wahrscheinlich nicht gerade Zuversicht gibt." Da Shins Wort nicht sonderlich viel Bedeutung für Tatsuya hatte, hoffte er, dass Taejin ihm ein wenig Sorge nehmen konnte. Seiya würde es tatsächlich herzlich wenig interessieren, was hier so abging und er würde es mit absoluter Gleichgültigkeit hinnehmen, würde hier auf dem Wohnzimmertisch eine Leiche seziert werden. Alles in allem schien seinen besten Freund wirklich nicht sonderlich viel aus der Bahn zu werfen. Warum das so war, hatte nicht einmal Shin jemals aus dem anderen herausbekommen. Irgendwann hatte es der Japaner einfach als Charaktereigenschaft des anderen verbucht. Vielleicht gab es hinter Seiya auch schlichtweg kein großes Geheimnis. Vielleicht war er einfach ein Alien, genauso wie Taejin. Schließlich war es doch nicht normal, dass man lediglich mit einem Augenaufschlag Leute aus der Bahn warf. Plötzlich bereute es Shin fast schon seinen besten Freund angerufen zu haben. Dieser und Taejin waren eine Kombination, gegen die nicht einmal Japans Elitekiller ankam. Tatsuya wirkte nicht gerade überzeugt und wollte sie beide selbst wegbringen, da klingelte bereits sein Handy und Taejin entwaffnete den anderen lediglich mit ein paar einfachen Worten. Nun ihr Gastgeber würde erst einmal nirgendwohin gehen. "Sicher, dass du dir den Kaffee nicht einfach intravenös geben willst?" hakte Shin belustigt nach, da klopfte es bereits an der Tür. Shins angeborene Skepsis oder einfach nur mentaler Dachschaden ließen ihn instinktiv zu seinen Waffen greifen. Verborgen, er musste ja schließlich nicht jeden bedrohen, aber er wollte für den Fall der Fälle bereit sein. "Lass mich aufmachen.....für den Fall der Fälle..."
      Ja, es war eine gewisse Paranoia, aber die hatte ihm mehr als nur einmal das Leben gerettet. "Du erwartest deinen ersten Patienten erst in ein paar Minuten." er wartete nicht auf eine Antwort ihres Gastgebers. Für Höflichkeiten fehlte Shin es zum einen an Taktgefühl, zum anderen an Zeit oder Lust. Taejin war hier und seine einzige Priorität, solange er geschützt war, war ihm der Rest gleichgültig. Vorsichtig öffnete er also die Tür und blickte in das Gesicht von Seiya.
      Wie schnell war der Kerl bitte gefahren? Fuhr er das Bat-Mobil oder was zur Hölle hatte er angestellt, um so schnell hier zu sein?
      "Schau nicht so finster, da kriegt man ja Albträume." er spürte die Hand seines besten Freundes am Gesicht, welche seine Wangen lang zog.
      Plötzlich vernahm er Schritte hinter sich, klang wie Pfoten und....
      Seiya hatte direkt einen riesigen Kater im Arm.
      "Das ist jetzt nicht dein Ernst...." der Neid von Shin saß tief....sehr tief.
      "Hallo mein Hübscher. Mit so einer Begrüßung habe ich nicht gerechnet", Seiya strich durch das Fell des riesigen Tiers, welcher nun einfach in dessen Armen thronte wie ein König.
      " Was schaust du so blöd?", hakte Seiya bei Shin nach.
      "Ich hasse dich...."
      Seiya ignorierte das gekonnt und schob Shin zur Seite, sodass er Taejin ansehen konnte. Ein Grinsen auf seinen Lippen zur Begrüßung, bis sein Blick bei ihrem Gastgeber hängen blieb.



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    • Taejin
      Tatsuya kam nicht einmal wirklich dazu sich überhaupt Kaffee anzusetzen, da klingelte es auch schon an der Tür. Für alle Anwesenden war logisch, dass es sich dabei nicht um den angekündigten Patienten von dem japanischen Tierarzt handeln konnte, weshalb Shin umso mehr Vorsicht walten ließ, als er sich kampfbereit auf die Tür zubewegte, um zu überprüfen wer ihr Gast war. Kaum wurde die Tür geöffnet, war Akuma fertig mit seinem Napf und machte eine halbe Drehung, nur um zügig in Richtung der geöffneten Tür zu laufen. Leise fluchend setzte sich auch Tatsuya augenblicklich in Bewegung, direkt seinem Kater hinterher um zu verhindern, dass dieser geradewegs die Chance nutzte und nach draußen rannte, doch stattdessen machte das große Tier Halt vor Seiya und ließ sich ohne Probleme von ihm hochheben, nur um es sich in den Armen des für ihn Fremden geradewegs sich gemütlich zu machen.
      "Das ist unser Abholservice. Ich denke selbst Akuma merkt, dass man ihm vertrauen kann.", meldete sich Taejin zu Wort, welcher ein wenig gemächlicher Tatsuya hinterherlief und den Anblick von Seiya mit Akuma im Arm und einem schmollenden Shin durchaus amüsiert musterte. Es war ja schon irgendwie ein sehr niedlicher Anblick. Vielleicht musste er seinem Lover wirklich eine ganze Katzenfamilie besorgen.
      "Es tut mir Leid. Akuma ist noch nicht so gut erzogen.", seufzte Tatsuya entschuldigend an Seiya gerichtet und trat näher, um ihm den großen Kater abzunehmen, wenngleich Akuma keinerlei Anstalten machte sich von dem Underground Boxer auch nur ansatzweise zu lösen. Stattdessen kuschelte er sich nur noch mehr in die Arme des Fremden und schnurrte so laut, wie Tatsuya es selbst noch nicht gehört hatte. Na super, sein Kater mochte einen Fremden offenbar deutlich lieber als sein eigenes Herrchen... das war schon irgendwie ein Kratzer am Ego.
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    • ___ Shin ___

      Shin betrachtete das Bild vor sich alles andere als glücklich. Mal ehrlich, erst hingen die Kinder an Seiya als wäre er ein Gott und nun auch noch dieser riesige Kater. Gut der Japaner würde lügen, würde er die Anziehungskraft seines besten Freundes anzweifeln, schließlich hatte auch Seiya ihn damals auf der Straße direkt in seinen Bann gezogen und trotz allem was Shin erlebt hatte, war er ihm gefolgt, was im Nachhinein seine Rettung war. Dennoch war es zum verrückt werden...
      Shin liebte Seiya, keine Frage. Allerdings war dieser das absolute Gegenteil von ihm. Während Shin im Schatten versank, strahlte der Kerl so hell, das niemand vermuten würde, dass der Typ eigentlich ein Kind der Gosse war und beruflich Leute zusammen schlug. Der Auftragsmörder wollte nicht neidisch sein, aber leider war er es. Nicht wegen Akuma oder der Ausstrahlung des anderen, sondern weil der andere eine Stärke besaß, an die Shin nie herankommen würde. Damit meinte er nicht nur seine Schlagkraft, die hatte es ohnehin in sich, sondern viel mehr diese mentale Stärke. Für ihn war Seiya immer ein absolut unsinkbares Schiff gewesen ...
      Taejin und sein bester Freund hatten dieses Strahlen, dass andere regelrecht in die Knie zwang. Warum gerade Shin solche Menschen magisch anzog, war ihm ein absolutes Rätsel. Er hatte wohl ein Händchen für Aliens.
      Während Seiya den großen Kater streichelte und hinter dem Ohr kraulte, schnurrte dieser tief und klang tatsächlich dabei ein wenig dämonisch. Wie konnte ein Kater so selig schnurren und dabei klingen, als würde er gerade einen Pakt mit dem Teufel schließen? Seiya hatte Shin und seinen inneren Eifersuchtskonflikt gekonnt ignoriert, sich an Taejin gewendet und diesen angelächelt. Offenbar war der andere sehr erfreut über das Lob des Hwang-Erben. Seine Aufmerksamkeit hatte allerdings ihr Gastgeber.
      "Das macht nichts." Er blickte zu dem Kater in seinem Arm. "Akuma, also?", lächelnd streichelte er das Fell des Katers. Dieser wollte sich gar nicht von ihm lösen, auch nicht als Tatsuya ihn wieder an sich nehmen wollte. Er krallte sich regelrecht an dem schwarzen Oberteil des Abholservices fest.
      Nein, Shin war nicht neidisch.
      Er war nie neidisch darauf gewesen, dass alle Straßentiere zu Seiya gerannt und vor Shin weggerannt waren.
      Er war überhaupt nicht neidisch!
      "Akumalein. Dein Herrchen ist viel zu hübsch, um so traurig zu schauen. Viele wären richtig neidisch, wenn er sie so kuscheln würde wie dich. Möchtest du nicht wieder zu ihm?" vorsichtig löste er den Kater von sich, der daraufhin kläglich miaute und direkt versuchte wieder an ihm hochzuklettern.
      Shin wusste nicht worauf er reagieren sollte, das herzzerreißende Miauen des Katers, der sich absolut nicht von Seiya lösen wollte oder das sein bester Freund gerade ihren Gastgeber angeflirtet hatte.


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    • Taejin
      Er lächelte leicht bei dem Anblick von Shins bestem Freund, welcher sich sogleich den Kater ihres Gastgebers geangelt hatte und diesen nun intensiv schmuste. Was Taejin, sowie Shin als auch Tatsuya aber umso mehr überraschte, waren die anschließenden indirekt flirtenden Worte des Underground Boxers.
      Tatsuya hielt inne. Sein Blick blieb neutral, doch sein Kopf arbeitete in diesem Moment unfassbar langsam, weshalb es eine halbe Ewigkeit dauerte bis der Japaner verarbeitet hatte, was der Fremde soeben zu seinem Kater gesagt hatte. Er wollte etwas erwidern... vielleicht etwas bissiges, vielleicht etwas sarkastisches... doch in diesem Moment fiel ihm nichts ein, was er dazu sagen konnte und er sorgte sich ebenso, dass er womöglich anfangen würde zu stottern oder über seine eigenen Worte zu stolpern, wenn er versuchen würde dem anderen zu kontern. Also schwieg Tatsuya. Er wollte nicht ganz ausschließen, dass seine Wangen leicht gerötet waren, aber er wollte es nicht noch verschlimmern. Also nahm er kurzerhand einen motzenden Akuma aus den Armen des Fremden, machte eine Kehrtwende und lief geradewegs wieder zurück in Richtung seiner Praxisräume. "Macht die Tür zu, wenn ihr geht.", war alles, was er noch an Taejin gerichtet sagte, bevor er in das Behandlungszimmer verschwand, immernoch einen entsetzt miauzenden Akuma auf den Arm.
      Verblüfft schaute Taejin ihm nach... ehe er leise lachen musste und sich dann doch Seiya zuwandte. "Ich glaube du hast ihn gerade ein wenig kalt erwischt." Taejin wusste nicht, wann er Tatsuya verlegen gesehen hatte, allerdings war der Japaner tatsächlich auch eher ein zurückhaltender Mensch, der gerne eher für sich blieb. Die Freundschaft... oder was auch immer davon übrig war mit Taejin war eher ein typischer Fall gewesen von: Extrovertierter adoptiert einen Introvertierten... ob er will oder nicht. Und mit Hayato im Bunde waren sie schließlich sogar zwei Extrovertierte reiche Kids gewesen... der introvertierte Tatsuya aus gutem Hause hatte also absolut keine Chance gehabt... Noch ein Grund mehr, weshalb Taejin sich künftig weiter von ihm fernhalten sollte. Er hatte sein Leben genug ruiniert und es grenzte an ein Wunder, dass er ihm immernoch bereitwillig half. Taejin war nicht gut darin Dankbarkeit zu zeigen oder Widergutmachung zu leisten... und eventuell war sogar die beste Widergutmachung sich weiter von ihm fernzuhalten.
      "Lasst uns gehen. Wir haben noch viel zu tun und sollten ihn nicht länger stören." Damit schob Taejin Shin und Seiya mehr oder weniger aus dem Eingang heraus auf die Straße und schloss die Tür hinter sich. Noch einen kurzen Augenblick sah er zu dem heruntergekommen Schild über dem Eingang und biss sich leicht von innen auf die Wange, ehe er sich vollends abwandte.
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    • ___ Shin ___

      Die letzten Tage war eindeutig zu viel passiert und Shin war erschöpft. Er hatte weder die Nerven noch die Lust irgendetwas zu dieser Situation beizutragen, sondern war untypisch für ihn einfach ein stiller Beobachter dieser merkwürdigen und doch interessanten Szene. Der riesige Kater im Arm von Seiya, der sich an ihn schmiegte als hätte dieser in Katzenminze gebadet, die samtige Stimme seines besten Freundes die mal eben total selbstverständlich einen ihn vollkommen Fremden anflirtete und ihr Gastgeber, welcher so distanziert und diszipliniert gewirkt hatte und nun total überfordert mit roten Wangen versuchte seine Katze wieder zubekommen. Manchmal fühlte sich Shin wie in einer echt extrem schrägen Fernsehserie und er wartete immer noch darauf das Publikum klischeehaft im Hintergrund Lachen zu hören.
      Auf die Bemerkung von Taejin legte Seiya den Kopf schief. "Sieht ganz so aus." er schmunzelte als die Tür sich geschlossen hatte, zuckte dann mit den Schultern und hatte die Situation wohl damit abgehakt. Er würde den hübschen Arzt ohnehin nicht wiedersehen, da er bezweifelte, dass er je wieder nach Korea kam. Allerdings war Seiya nicht entgangen, dass ihr werter Herr Doktor japanisch gesprochen hatte. Er sagte dazu nichts. Seiya und Shin wurden direkt von Taejin aus dem Eingang geschoben, was diese geschehen ließen und sich dabei amüsiert ansahen. "Ist gut Süßer, wir gehen ja schon." schmunzelte Shin und lief Seiya nach, welcher Richtung seines Autos ging oder eher Mietwagens für seine Zeit hier in Korea. Schick, war das ein Audi? Nicht das Shin davon groß Ahnung hatte, er war schließlich Motorradfahrer.
      Shins Augen weiteten sich. "Hast du den geklaut?"
      Seiya fasste sich gespielt entsetzt an die Brust. "Du brichst mir das Herz."
      Shin wirkte unbeeindruckt. Seiya sah amüsiert zu Taejin. "Ist er nicht gemein? Gib ihn ja nicht wieder zurück, hörst du?" Die Worte waren spaßig, aber so sanft, dass Shin nicht entgangen war, dass er Taejin damit noch einmal bat, bitte auf ihn aufzupassen.
      Seiya würde diesen Beschützerinstinkt ihm gegenüber wohl nie ablegen können, ganz gleich wie viele Menschen Shin bereits auf dem Gewissen hatte. Der Auftragsmörder verstand nach wie vor nicht, wie er solche Menschen an seiner Seite verdient hatte. Gerade als er etwas sagen wollte, wandte sich Seiya wieder sichtlich gut gelaunt dem Wagen zu. "Tut mir Leid dich zu enttäuschen, aber der Wagen ist tatsächlich nur gemietet." er öffnete Taejin die Türe. "Lasst uns verschwinden. Wir hatten denke ich genug Aufregung die letzten Stunden."


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    • Taejin
      Sie konnten sich zwar nicht richtig von Tatsuya verabschieden, aber das war vermutlich auch gar nicht wirklich nötig. Vielleicht war es sogar besser so...
      Die drei waren auf die Straße hinausgetreten und hatten die Tür hinter sich geschlossen, nur um vor dem angemieteten Audi des Underground-Boxers stehen zu bleiben. Natürlich konnten die beiden besten Freunde nicht anders, als sich gegenseitig zu sticheln, was Taejin aber durchaus ein amüsiertes Lächeln auf die Lippen zauberte. Es war beruhigend zu wissen, dass Shin wenigstens einen weiteren Menschen in seinem Leben hatte, der ihm unglaublich viel bedeutete und der ebenso fast alles für den Auftragskiller machen würde. Selbst wenn Familie in Shins Leben kaum eine Rolle spielte, hatte er eine Familie... Seiya war seine Familie. Taejin würde seine Familie werden... wenn alles nach Plan lief sogar offiziell. Shin war nicht allein...
      "Du kannst dir absolut sicher sein, dass ich ihn nicht wieder hergebe. Er gehört mir allein und das wird sich niemals ändern.", erwiderte Taejin auf Seiyas Worte recht nüchtern, ehe er in den Audi einstieg, dessen Tür Seiya sogar extra für ihn geöffnet hatte. Durch die Scheibe der Autotür warf Taejin noch einmal einen letzten Blick auf die Gasse in welcher Tatsuya mittlerweile lebte und arbeitete, bevor er sein Smartphone aus der Jogginghose fischte, die er von dem Tierarzt bekommen hatte und kurzerhand die Nachrichten in Seoul durchscrollte. Sowohl die Untersuchung des Mordes, als auch die Fahndung waren im vollsten Gange und das bedeutete nur, dass sie recht schnell aus der Stadt heraus mussten, ehe sich alles wieder ein bisschen beruhigt hatte. Sein Blick fiel auf Shin, entschied sich allerdings dafür ihm lieber eine Textnachricht zu schreiben, statt vor Seiya mit ihm darüber zu reden. Sie mussten nicht noch einen Unbeteiligten in ihre Probleme mit hineinziehen.
      >Irgendwelche neuen Spuren zu Kit? Wir sollten jedenfalls erstmal die Stadt verlassen... die Polizei ist aktuell deutlich aktiver unterwegs.<
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    • ___ Shin ___
      Seiya hatte Taejin die Tür geöffnet, lehnte sich aber kurz mit dem Arm auf den Rahmen der Tür, als diese noch offen war und blickte zu Taejin in den Wagen. "Gute Antwort." Shin blickte die beiden einfach nur sprachlos an, wusste nicht genau welche Worte er wählen sollte, was er sagen sollte und noch weniger wie er diese kostbaren Menschen verdient hatte. Er war ein schrecklicher Mensch, vielleicht waren diese beiden Aliens auch einfach nur unglaublich masochistisch veranlagt ...
      Seiya schien sein Unbehagen zu bemerken und grinste ihn neckend an. "Ich mag Taejin, versau es bloß nicht." er zwinkerte Shin zu, woraufhin dieser nur genervt stöhnte. Er liebte die beiden, fragte sich wirklich wie er sie verdient hatte, aber im gleichen Atemzug würden ihn die beiden früher ins Grab bringen als ihn lieb war oder aber er bekam vorzeitig graue Haare. Dennoch konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen und stieg mit seinem besten Freund in den Wagen. Während Seiya den Motor startete, vibrierte das Handy von Shin in der Tasche des Oberteils seines Jogginganzuges. Naja oder eher dem Anzug von Tatsuya. Ob er ihm den per Post zurücksenden sollte? Er würde Taejin fragen...
      Als sein Blick auf das Display fiel und er die Nachricht las, verstand Shin weshalb ihm sein Liebster nicht direkt fragte und blickte einen Moment zu seinem besten Freund. Er konnte Seiya nicht schon wieder seinen Mist ausbaden lassen.
      > Einer meiner Kontakte hat sich gemeldet. Ich hatte durch das Drama noch keine Zeit dem nachzugehen. Vertrau mir, ich werde dich nicht enttäuschen. > Er schickte die Nachricht ab, blickte aus dem Fenster und haderte ein wenig mit sich selbst, da ihm das irgendwie schrecklich peinlich war, aber er schickte die Nachricht dennoch ab.
      > Immerhin hab ich einen Ruf als Taejin Hwangs Mann zu verlieren <
      "Kein Sexting in dem Wagen. Kinder der ist gemietet, reißt euch zusammen."
      "Schau auf die Straße verdammt!"


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