❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Yazhen ___

      Das Kaoru ihm diese kleine Schwäche über sich verraten hatte, nun wohl eher gezwungen war zu offenbar, war liebenswert. Yazhen erinnerte sich daran, wie er seine kleine Schwester früher in den Armen gehalten hatte, wenn es gewittert hatte und wie Kit immer versucht hatte männlich cool zu wirken, in Wahrheit aber seine kindlichen Knie gewackelt hatten. Am Ende waren beide in seinen Armen eingeschlafen, als er ihnen eine Gute Nacht Geschichte vorgelesen hatte. Der grüne Turnschuh war gegen ihr Fenster gepoltert und auf dem Fensterbrett liegen geblieben. Erstaunlichen Flug hatte er hingelegt. Lange verweilte er aber dort nicht und flog weiter in Richtung unbekannt. Gefolgt von einem sehr unglücklich zerfetzten schwarzen Regenschirm. Ein wenig melodramatisch war dieses Wetter ja doch und ihre Situation erinnerte ihn wirklich immer mehr an einen Film. "Grämen Sie sich nicht. Es gibt viele Menschen die kein Gewitter mögen." erklärte der Tao ruhig und keineswegs vorwurfsvoll. Kaoru hingegen schien das tatsächlich zu beschäftigten, während er sich das kleine Sofa herrichtete. "Nehmen Sie ruhig das Bett. Ich werde ohnehin nicht schlafen.", erklärte er mit gewohnt gelassener Tonlage. Er hatte heute für seine Verhältnisse eindeutig zu viele Gemütslagen präsentiert. Sehr untypisch und es wurde Zeit, dass Yazhen seinen Bruder fand und wieder Struktur in ihr Leben kam. So sehr er sein Leben auch verfluchte, so lange davon weg zu sein, war ungewohnt und machte ihn nervös. Glücklicherweise war er gesendet worden und nicht seine Schwester, da er als einziger unbegleitet durch das Land reisen konnte. Seine Schwester hätte eine riesige Tao-Eskorte mitschleppen müssen und das wäre mehr als nur auffällig gewesen. "Sie wollten etwas Trinken Herr Hoshino. Vielleicht wird uns hier der Zimmerservice behilflich sein, wenn wir schon die Bar nicht aufsuchen können. Was halten Sie davon? Mit Sicherheit wird das Wetter dann auch ein wenig ruhiger."


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    • Kaoru
      Er hasste es, dass er vor Yazhen Tao die ganze Zeit so schreckhaft war und seine Coolness bei diesem Wetter nicht bewahren konnte. Ja, früher als Kind hatte er wirklich Angst vor Gewitter gehabt, was jetzt zumindest über die Zeit hinweg abgeschwächt war, aber ihn dennoch mit einem unruhigen Gefühl bei solch einem Wetter zurückließ und solange dieses anhielt würde er ebenfalls nicht so leicht schlafen können, selbst wenn der Chinese ihm freundlicherweise das Bett anbot. Es machte es auch nicht besser, dass Yazhen versuchte Kaoru mit der Tatsache zu beruhigen, dass viele Menschen ihre Probleme mit Gewitter hatten... denn im Endeffekt zählten sie durch ihre Berufe und Kreise eben absolut nicht zu den ganz normalen Menschen, die solche Schwächen üblicherweise hatten... Bei der Mafia sollte man nicht wegen soetwas Angst bekommen. Allerdings musste der Japaner gestehen, dass der anschließende Vorschlag von Yazhen durchaus gut klang. Sie beide konnten nach diesem Tag jetzt definitiv den ein oder anderen Drink gebrauchen und womöglich würde das auch ein bisschen die Nerven des Clubmanagers beruhigen. Er wurde definitiv nicht so schnell betrunken, schließlich wäre das bei seinem Tagesjob mehr als erbärmlich, dennoch würde ihn ein paar Drinks vielleicht ein bisschen zur Ruhe kommen lassen und er würde das Gewitter nicht mehr ganz so intensiv mitbekommen. Und vielleicht hörte das Gewitter ja sogar demnächst auf... sah zwar aktuell absolut nicht danach aus, eher als würde die Welt zusammenbrechen... aber die Hoffnung starb zuletzt. Bei einem weiteren lauten Donnern, schreckte Kaoru einmal mehr intensiv zusammen, vermied allerdings den Blickkontakt zu Yazhen, um sich nicht noch mehr Blöße zu geben und stattdessem ging er erneut zum Telefon, um an der Rezeption anzurufen und fragte direkt danach, ob sie etwas Alkohol auf das Zimmer bekommen könnten, was der Herr sofort bejahte. Kaoru blickte den Hörer noch am Ohr zu Yazhen auf. "Was wollen sie trinken?"
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    • ___ Yazhen ___

      In ihrer Branche war es eindeutig nicht üblich die Schwächen seiner Kollegen mitzuerleben. In ihrer Welt wurde Schwäche und Blöße meist direkt mit dem Tode bestraf und auch nur einmal die Augen zu schließen bedeutete oft eine Grad zwischen Tod und Leben. Viele hatten sich das Leben nicht ausgesucht, wurden hineingezwungen. Manche wurden hineingeboren und ein kleiner Satz wollte dies. Das der Manager des Illusion und Taejins Vertrauter ihm eine solche Schwäche zeigte war unerwartet. Allerdings, auch wenn er ein Tao war, gehörte Yazhen nicht zur Sorte Mensch, welcher so etwas ausnutze. Er merkte sich diese Information, aber auch nur für den Fall, sollte Kaoru einmal zu seinem Feind werden. Solange er dies nicht war, hatte der Japaner nichts zu befürchten und Yazhen würde es für sich behalten. Ohnehin gehörte er zur schweigsamen Sorte. Als ein erneuter starker Donner eintrat, welcher tatsächlich sah aussah als hätte Zeus extrem schlechte Laune und schleuderte Blitz und Donner, zuckte der Schwarzhaarige stärker zusammen. Um Kaoru vielleicht ein wenig zu helfen und die Situation zu entschärfen bot er dem anderen an, dass sie vielleicht fragen könnten, ob sie Getränke in ihre Zimmer bekamen. Nicht weil er trinken wollte. Die Sache mit der gruseligen Lady war längst vergessen, aber es würde sicherlich zur Beruhigung des anderen beitragen und auch wenn sich Yazhen dafür verfluchte, dass er vor Kaoru tatsächlich trinken würde, wirkte es in Anbetracht der Umstände gar nicht mehr so gravierend.
      Kaoru hatte sich in der Tat nicht lange bitten lassen und war förmlich zum Hörer gehechtet. Naja das vielleicht nicht, aber es ließ den Chinesen sogar schmunzeln. Ganz leicht, minimal, aber immerhin.
      "Ich glaube nicht, dass sie hier Baijiu oder Moutai haben. Ich würde gerne etwas japanisches probieren. Empfehlen Sie mir etwas."


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    • Kaoru
      Kaoru musterte Yazhen auf seine Aussage bezüglich des Wunschgetränks hin, überlegte einen Moment und wandte sich schließlich dem Hörer wieder zu. "Wir nehmen eine Flasche Hibiki und eine Flasche Roku Gin bitte. Und ein paar Gläser dazu." Damit legte Kaoru den Hörer auf und es dauerte nicht lange, da klopfte es auch schon an ihrer Zimmertür und ein junger Mann, vielleicht gerade so volljährig und eine etwas kräftigere Frau in ihren dreißigern standen vor ihnen. Der junge Mann hielt die gewünschten Flaschen, inklusive der dazu bestellten Gläser in der Hand und trat kurz ein, um diese auf dem kleinen Beistelltisch abzustellen und zu erfragen, ob Yazhen und Kaoru sonst noch Wünsche hätten, während die Dame das zusätzliche Bettzeug in der Hand hielt und es auf Kaorus Wunsch hin erst einmal auf den kleinen Stuhl in der Ecke legte. Kaoru lehnte weitere Wünsche von seiner Seite ab und wenig später verließen die beiden Angestellten des Hotels das Zimmer wieder und der Chinese und der Japaner waren wieder alleine mit zwei Flaschen teurem japanischen Schnaps. "Hibiki ist Whiskey und Roku Gin... beide haben ein leichtes Blütenaroma.", erklärte Kaoru, ehe er einmal mehr wegen eines Donnerns zusammenzuckte, wobei ihm fast die Flasche aus der Hand gerutscht war, die er gerade hochgehoben hatte. Kurz atmete er mehrfach tief durch, ehe er einen Schluck des Hibiki in eines der Gläser goss und es dem Chinesen schließlich hinhielt, damit dieser den Whiskey kosten konnte. Kaoru selbst war zwar eher Gin Trinker, weshalb er auch den Roku Gin bestellt hatte, allerdings war Hibiki eben immernoch ein Klassiker und womöglich würde der Whiskey dem Geschmack des Taos sogar entsprechen...
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    • ___ Yazhen ___
      Interessiert beobachtete Kaoru seinen Gegenüber, wie dieser zwei Getränke bestellte, die er nicht kannte. Nicht weil Yazhen noch nie in Japan war oder sich nicht für die Kultur interessierte, sondern es nun einmal Fakt war, dass er in fremden Ländern keinen Alkohol anrührte. Wie zur Hölle war das nur passiert? Jetzt war er hier gemeinsam mit einem Kerl in einem Hotelzimmer, mit nur einem Bett und Alkohol. Seine Schwester würde über beide Ohren grinsen und ihn damit ewig aufziehen und Kit? Der würde direkt anderweitige Vorstellungen von diesem Abend haben. Yazhen versuchte diese sehr merkwürdigen Gedanken - die hier eindeutig nicht hin gehörten (!) - zur Seite zu schieben und sich wieder auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Da Kaoru nicht nur Manager eines Clubs sondern eben auch Barkeeper war, war der Chinese der felsenfesten Überzeugung, dass wenn er schon ein Tabu brach, wenigstens einen Kenner seinen Alkohol aussuchen lassen würde. Kaoru hatte sehr schnell herausgefunden was er für sie bestellte und legte daher nach nur ein paar Worten den Hörer wieder auf das altmodische Telefon zurück. "Japanische Namen klingen immer sehr melodisch, selbst bei Alkohol.", meinte er dann und hatte schon immer gefunden, dass seine liebste Sprache die er hatte lernen müssen japanisch gewesen war. Der Tao hatte gar keine Zeit weiter über die Sprache zu sinnieren, da waren ihre Getränke bereits angekommen. Zwei Angestellte des Hotels hatten ihnen ihren Wunschalkohol gebracht und waren dabei so zügig gewesen, dass Yazhen positiv begeistert war. Es wurde auch an weiteres Bettzeug gedacht. Als ihm der Schwarzhaarige den Alkohol erklären wollte, zuckte er bereits bei dem nächsten Donner zusammen. "Setzten Sie sich Herr Hoshino.", bat er Kaoru dann, da es vielleicht helfen könnte, wenn er nicht gerade mit Flaschen in der Hand stehen musste, wenn draußen schon die Welt unterging. Yazhen sah zu ihrem Fenster und entschied die Vorhänge zuziehen. Gesagt getan hatte er sich ans Fenster begeben und zog die blickdichten schweren dunkelblauen Vorhänge vor die Fenster. Er überprüfte, ob das Fenster nicht vielleicht doch offen gewesen, war, aber leider waren sie es nicht und die Fenster einfach nicht ausreichend verglast um Geräusche besser abzuschirmen. Er setzte sich also mit Kaoru an einen kleinen runden holzrötlichen Tisch, welcher glücklicherweise auch zwei Stühle besaß und musterte die Flasche des Hibiki-Whiskys. Die Flasche war sehr schlicht, mit einem Deckel welcher fast einem Flakon ähnelte. Auch der Aufdruck war in einem schlichen Weiß, der die goldene Flüssigkeit beherbergte. Sicherlich gab es aber auch von den Flaschen diverse Schmuckausgaben. Yazhen mochte verzierte Designs nämlich ziemlich gern. "Vielen Dank.", er nahm das Glas entgegen und kostete gemeinsam mit seinem neuen Zimmergefährten. Überrascht blinzelte er nach einem kleinen Schluck und musterte sein Glas. "Sehr gut. Sie haben einen ausgezeichneten Geschmack."


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    • Kaoru
      Kaum hatte Kaoru die Drinks bestellt, standen auch schon zwei Angestellte des Hotels vor ihrem Zimmer, mit den gewünschten Flaschen sowie dem zusätzlich eingeforderten Bettzeug in der Hand. Zügig brachten sie diese in das Zimmer und verabschiedeten sich ebenso schnell wieder von den beiden Hotelgästen, aber natürlich nicht ohne sich noch einmal zu erkundigen, ob die beiden noch irgendetwas benötigten. Kaoru bedankte sich bei ihnen und kaum waren sie wieder verschwunden, begann er Yazhen über den ausgewählten Alkohol aufzuklären, wurde allerdings von Blitzen und Donnern unterbrochen, wodurch er einmal mehr erschrak und der Chinese daraufhin ihm die Flaschen abnahm, ihn dazu bewegte sich hinzusetzen und er ihnen beiden den Whiskey eingoss. Yazhen nahm schließlich als er sich auch gesetzt hatte einen Schluck des Getränks und reagierte doch recht ungewöhnlich für einen sonst so kalten Yazhen Tao.
      Ein Grinsen umspielte Kaorus Lippen, als Yazhen so erstaunt blinzelte, nachdem er einen Schluck des Hibiki Whiskeys genommen hatte und wohl positiv von dessen Geschmack überrascht wurde. Das Lob nahm der Japaner nur zu gerne an und dieser Blick von Yazhen war ebenfalls nicht schlecht. "Ich habe eben auch meine Qualitäten.", scherzte der Dunkelhaarige amüsiert und nahm ebenfalls einen Schluck von dem ihm bekannten Getränk, in der Hoffnung, dass der Alkohol seine Sinne etwas beruhigen könnte. Die zugezogenen Vorhänge halfen zwar durchaus ein wenig, doch das stetige Donnern und der laute prasselnde Regen draußen ließen Kaoru dieses mulmige Gefühl in seiner Magengegend nicht vergessen, welches meist sich nur bemerkbar machte, wenn Gefahr lauerte... Nun, sein Körper war davon überzeugt, dass Gewitter eine Gefahrensituation war, ganz unabhängig davon, was sein Gehirn wusste. Wieder ein Donnern... und wieder zuckte er leicht zusammen, wenn auch diesmal nicht ganz so stark wie zuvor, während er sich in seinem Sitz zurücklehnte - das Glas Whiskey in einer Hand - und er seine Beine überschlug. Vielleicht würde er so eher etwas entspannen können...
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    • ___ Yazhen ___

      Das Pflichtgefühl in dem Chinesen schrie ihm gerade das Trommelfell in sämtliche Einzelteile. Alles in ihm schrie danach sich nicht so gehen zu lassen. Yazhen war es nicht gewohnt sich zu entspannen und einmal durchzuatmen. Sein Leben war geprägt von Disziplin, Regeln, Ordnung und Verantwortung. Er wusste, dass er hier nicht sitzen durfte, aufstehen und seinen kleinen Bruder finden musste. Ein schreckliches Schuldgefühl machte sich in ihm breit. Was wenn dem Kleinen etwas passierte, nur weil Yazhen so faul war. Was wenn er in Gefahr war, nur weil der Tao seine Pflicht vernachlässigte. Er hatte keine Zeit zu entspannen, zu schlafen oder hier zu sitzen und doch saß er hier. Im Gegenüber ein völliger Fremder, der Angst vor Gewitter hatte und um den sich Yazhen irgendwie sorgte. Es war zum verrückt werden. Er sollte sich nicht um einen Angestellten von Taejin Hwang kümmern! Dafür war er nicht verantwortlich und er besaß weder die Zeit noch die nötigen Buntstifte um diesem verfluchten Koreaner zu erklären, dass man seine Leute sicherlich nicht alleine mit jemanden so gefährlichen wie Yazhen Tao lassen sollte. Vielleicht hatte er aber auch einfach ein unglaubliches Vertrauen in Kaoru und dieser Japaner war ein begnadeter Schauspieler, der Yazhen gerade nach Strich und Faden verarschte. Vielleicht hatte er keine Angst vor Gewitter und wollte nur Zeit schinden. Gott, sein Kopf machte ihn fertig. Wann hatte er eigentlich das letzte Mal geschlafen oder wenigstens die Augen zugemacht? Er war darauf trainiert worden, mit nur wenig Schlaf, Nahrung oder anderweitigen Dingen die ihn Zeit kosteten, auszukommen. Aber dennoch musste auch ein Tao sich irgendwann ausruhen. Er würde hier nicht schlafen, aber konnte er es sich nicht einmal erlauben sich wenigstens zu setzen? Der Dunkelhaarige hatte Kopfschmerzen, schreckliche Kopfschmerzen.
      Als er an dem Getränk nippte, half dies interessanter Weise ein wenig und ganz gleich was Kaoru wohl für ein Schauspieler war, von Alkohol hatte er Ahnung. Vergiftet war das Zeug nicht, das würde Yazhen merken und glücklicherweise schlugen die meisten Gifte und Narkotikum nicht sehr bei ihm an. Auch eine Frage der "Erziehung" der Taos...
      Kaoru zuckte vor ihm erneut zusammen.
      War das wirklich gespielt? Yazhen sah dem anderen in die Augen, welcher sich versuchte irgendwie bequemer hinzusetzen. Der Chinese hatte sich zu sehr gehen lassen, Emotionen durchblicken lassen und nun analysierte er den anderen, nur um herauszufinden, ob dieser Angst hatte und was er dagegen tun konnte.
      Was um alles in der Welt war nur los mit ihm?
      "Herr Hoshino erzählen Sie mir von sich. Nicht von ihrer Arbeit, von Taejin Hwang oder dem Leben in der Bar. Erzählen sie etwas von sich, auch wenn es Belanglos ist. Eine schöne Erinnerung?" auch wenn Yazhen nicht gesprächig war, bedeutete das nicht, dass Kaoru nicht erzählen durfte und Yazhen hoffte ihn dadurch abzulenken.


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    • Kaoru
      Er hatte versucht sich ein wenig gemütlicher auf dem Sitzmöbel zu platzieren. Erst hatte er die Beine überschlagen, anschließend hatte er eines seiner Beine auf dem Sessel an sich gezogen und hatte seinen freien Arm darum gelegt, als würde er es umarmen. Es gab ihm zumindest ein wenig mehr Ruhe und der Alkohol schlug zwar nicht so schnell an, aber Kaoru merkte dennoch, dass er bei weitem nicht mehr ganz so schreckhaft wie vorher war. Er hatte gerade erneut einen Schluck von dem Whiskey genommen, da erkundigte sich Yazhen nach dem Japaner... nach seinem Leben, seinem Verhältnis zu Taejin... eine schöne Erinnerung... irgendetwas. Und Kaoru war über diese Frage des Taos in diesem Moment so überrascht gewesen, dass er nicht einmal auf den nächsten Donner reagierte, welcher draußen ertönte. Kaoru blickte einfach nur erstaunt seinen gegenüber an, während sich in seinem Kopf förmlich die Zahnräder drehten und er ernsthaft darüber nachdachte, was er Yazhen jetzt erzählen sollte... keine Arbeit, das schränkte es schon einmal ein. Sein Kennenlernen mit Taejin war ein No-Go und vermutlich käme es bei dem Chinesen auch nicht gut an, wenn Kaoru von gelegentlichen Liebschaften erzählte... unabhängig davon, dass diese in der Regel alle männlich waren, musste Yazhen auch sicher nicht erfahren, dass er ganz genau Kaorus Beuteschema entsprach. "So viel Privatleben hab ich eigentlich gar nicht, wenn ich so darüber nachdenke... wenn ich nicht im Club arbeite, arbeite ich für den Hwang Clan... oder ich schlafe. Das ist wohl der Nachteil an dieser Art eines Doppellebens. Und so traurig es auch klingt... ich bin mir nicht sicher, ob ich irgendwelche schönen Erinnerungen habe... zumindest keine die ich teilen würde... tut mir Leid sie enttäuschen zu müssen, aber womöglich haben sie mehr Privatleben, als ich es habe..."
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    • ___ Yazhen ___

      Yazhen nippte erneut an seinem Getränk und erfreute sich ein wenig an dem angenehmen Abgang. Das war ein sehr guter Drink und Yazhen setzte sich diesen gedanklich auf die Import-Liste seiner Hausbar. Der Chinese trank nicht viel und sehr selten, aber wenn, dann waren es hochwertige und außergewöhnliche Getränke aus anderen Ländern. Zwar war es bei den Taos nicht gern gesehen, wenn ausländische Gegenstände, Getränke oder Speisen in den Häusern auftauchten, aber eine kleine rebellische Seite musste sich der Dunkelhaarige doch irgendwie bewahren und diese war wenigstens nicht so schlimm, dass er am Ende dafür bestraft werden musste. Yazhen hielt den goldenen Whisky gegen die Zimmerlampe. Er funkelte wie ein Bernstein. Aus den Augenwinkel beobachtete der Tao allerdings seinen Gegenüber genauer, wie dieser sich auf dem Stuhl eine Position suchte, um wohl auch Schutz vor dem Unwetter zu finden. Dennoch ließ ihn der Donner zusammenzucken. So gut der Service und so nett das Hotel auch war, diese Fenster waren eine Zumutung. Um den anderen vielleicht auf andere Gedanken zu bringen, hatte ihm der Chinese eine Frage gestellt und die verwirrte den armen Kaoru wohl so sehr, dass er nicht einmal auf das Gewitter reagierte. Nun, das war zwar nicht der Plan des Dunkelhaarigen gewesen, aber offenbar funktionierte es wenigstens auf diese Art. Herrje er war für Smalltalk wirklich nicht geeignet und jemand so wortkarges wie Yazhen verwirrte die Leute mehr, wenn er ein Gespräch außerhalb beruflicher Ebene zu führen versuchte. Kein Wunder, dass Kaoru wahrscheinlich gerade vom Glauben abfiel. Yazhen war aber von Natur aus sehr ehrgeizig und versuchte es weiter. "Verstehe. Sie müssen sich nicht entschuldigen. Machen sie etwas gerne? Haben sie einen Lieblingsfilm oder gibt es ein Gericht, dass sie gerne mögen?" vielleicht waren diese Fragen einfacher. Selbst wenn er Kaoru mehr verwirrte, es schien dennoch zu funktionieren, dass er das Unwetter nicht mehr wahrnahm. Vielleicht machte ihm der Chinese auch einfach gerade mehr Angst als das Gewitter, weil er sich so untypisch verhielt. Könnte Yazhen dem Japaner nicht einmal verübeln.


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    • Kaoru
      Ehrlicherweise irritierten Kaoru diese Fragen tatsächlich so sehr, dass er sogar seine Angst... nein, es war keine Angst, sondern ein Unwohlsein... sodass er eben dieses Unwohlsein bezüglich des Gewitters vergaß und nicht einmal auf das nächste Donnern reagierte, da sein Gehirn sichtlich zu sehr beschäftigt war, um das gefragte zu verarbeiten und Yazhen eine passende Antwort zu geben, die aus Ermangelung eines richtigen Privatlebens tatsächlich eher ein wenig ernüchternd ausfiel. Stattdessen fragte Yazhen aber weiter, erkundigte sich nach Kaorus Hobbys, Lieblingsfilmen oder Gerichten und auch das waren wieder Fragen, die man definitiv nicht aus dem Mund von Yazhen Tao erwartete. Einerseits weil es beinahe wirkte, als würde er versuchen eine engere Verbindung zu Kaoru aufzubauen, was eben nun einmal keinesfalls sein konnte und andererseits, weil Yazhen nicht wirkte, als hätte er an irgendjemanden außerhalb seiner Familie auch nur ansatzweise privates Interesse. Kaoru versuchte sich allerdings ins Gedächtnis zu rufen, dass ihr gesamter gemeinsamer Trip eben auch nichts privater Natur hatte und ausschließlich mit der Verinbarung mit Taejin zusammenhing, um Kit zurückzuholen.
      "Was ich gerne mache? Ich geh zuweilen gerne Laufen, um den Kopf freizubekommen und versuche mich so oft wie möglich zu bewegen... ein Nachtclub bietet schließlich außer dem Tanzen nicht ganz so viel sportliche Betätigung und es reicht, dass ich meinen Körper mit Alkoholkonsum schädige. Daran merkt man dann doch halt wieder den koreanischen EInfluss...", seufzte Kaoru leicht schulternzuckend nahm einen weiteren Schluck besagten schädlichen Getränks. "Einen direkten Lieblingsfilm habe ich nicht... ich komme nicht so oft zum Filme schauen, aber ich mag recht gerne historische Dramen, selbst wenn sie in den seltensten Fällen sonderlich akurat sind. Und mein Lieblingsgericht... ich bin recht simpel... ich liebe Takoyaki und könnte es eigentlich immer essen.", beantworte Kaoru die Fragen und zog nun auch das zweite Bein an sich, ehe er zu dem Chinesen blickte und ihn herausfordernd anblickte, das Gewitter erstaunlicherweise nun komplett ausgeblendet. "Jetzt sind sie dran. Die gleichen drei Fragen."
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    • ___ Yazhen ___

      Sein Plan zu Kaoru von dem Gewitter abzulenken, war vollkommen aufgegangen, selbst wenn das bedeutete komplett aus seiner Rolle zu fallen und den Japaner so dermaßen zu verwirren, dass die Verwirrung größer war als die Angst. Es war vielleicht nicht gerade die konventionelle Methode, aber das war ihre Situation eben auch nicht. Der Chinese hätte sich nicht im Traum ausmalen können, jemals mit dem Manager des Nachtclubs von Taejin Hwang eine Nacht in einem Hotelzimmer zu verbringen, geschweige den überhaupt ansatzweise auf nicht beruflicher Ebene zu kommunizieren. Sein Bruder war verschwunden, es waren besondere Zeiten und dies erforderte wohl auch besondere Maßnahmen. Vielleicht wollte sich das Tao das auch nur einreden. Vielleicht wollte er nicht nur den Japaner ablenken, sondern auch sich selbst. Yazhen hoffte inständig das es Kit gut ging...
      Damit er sich nicht weiter irre machte, lauschte er den Antworten von Kaoru. Diese fielen zwar recht nüchtern aus, aber waren dennoch irgendwie interessant. Es könnte aber eben auch an Kaoru selbst liegen. Dieser war ein interessanter Mensch, warum auch immer der Tao dies so empfand.
      Als Kaoru ihm aber die Gegenfrage stellte, blinzelte er erstaunt. Fast hätte ihn ein irritiertes ´Über mich´ verlauten lassen, räusperte sich dann aber und war ein wenig überfordert, auch wenn eine Gegenfrage nach einer Fragerunde berechtigt war.
      "Ähnlich wie Sie verbringe ich die meiste Zeit mit Arbeiten für meine Familie. Ansonsten verbringe ich meine Zeit mit Fitness und Sport." antwortete er ihm ehrlich, nahm ebenfalls wie Kaoru einen Schluck der erwähnten ´schädlichen´ Substanz und überlegte, ob er einen Lieblingsfilm hatte. "Ehrlich gesagt habe ich auch keinen Lieblingsfilm. Ich habe selten Zeit für so etwas und komme nur dazu, wenn meine Geschwister mich dazu überreden." Hinsichtlich seines Lieblingsgerichts, blickte er zur Seite. Für einen Tao und Untergrundwaffenhändler erschien ihm seine Antwort bezüglich seines Lieblingsgerichts absolut unpassend. Allerdings war Yazhen von Natur aus kein Lügner, es war zum verrückt werden.
      ...
      "Kuchen......"


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    • Kaoru
      Yazhen schien nicht damit zu rechnen, dass Kaoru den Spieß umdrehte und ihm nun dieselben Fragen nun stellte, aber das war schließlich nur fair. Einen Moment schien der Chinese nicht nur überrascht, sondern auch ehrlich darüber nachzudenken, wie er antworten sollte, ehe er es sogar tatsächlich tat. Bei der ersten Antwort schienen sie beide sich einig zu sein und ähnlich zu ticken und die Tatsache, dass auch Yazhen selten Filme schaute hing bei ihnen beiden ganz klar mit dem Mangel an Privatleben, was wohl absolut niemanden überraschte...
      Die dritte Frage jedoch schien dem Tao beinahe unangenehm zu beantworten und als er tatsächlich mit der Sprache herausrückte, war Kaoru tatsächlich innerlich sehr überrascht, verstand aber auch, warum Yazhen das nicht so einfach sagen wollte. Es passte nicht zu seiner Optik, nicht zu dem Ruf den die Familie Tao genoss und schon gar nicht zu den zahlreichen Gerüchten, die sich um diesen Mann rankten... aber es war verdammt süß. Kaoru würde ihn aber nicht damit aufziehen oder eine größere Sache daraus machen, als es eben war. Er wusste, dass man in diesem Gewerbe viele Klischees gerecht werden musste... Er würde es für den Tao mit Sicherheit nicht noch unangenehmer gestalten, wenn er sich dem Japaner schon so geöffnet hatte. Also legte Kaoru stattdessen den Kopf leicht schief und seufzte nur leise. "Hätte ich das gewusst... in Tokyo gibt es eine kleine Bäckerei, der Kuchen ist dort wirklich Weltklasse. Ich denke, das könnte dein Paradies sein. Isst Kit auch gerne Kuchen? Ich könnte euch beide dort hinbringen, wenn wir Kit gefunden haben." Kaoru hatte in diesem Moment schneller geredet, als er darüber nachgedacht hatte und womöglich hatte das auch etwas mit dem Alkohol zu tun. Nicht nur, dass Kaoru informell mit Yazhen geredet hatte, aus seinen Worten könnte man auch schließen, dass er dachte, dass sie nachdem sie Kit gefunden hatten, noch zusammen etwas unternehmen würden... was natürlich absurd war, schließlich war der einzige Grund für ihre gemeinsame Reise Kit zu finden und sobald sie das hatten, würden sie wahrscheinlich sofort getrennte Wege gehen und die chinesischen Brüder würden auf schnellste Weise in ihre Heimat zurückkehren.
      Man sah Kaoru an, dass ihm sein Versprecher bewusst war, weshalb er sofort den Blick senkte und sich stattdessen übertrieben aufmerksam der zweiten alkoholischen Flasche widmete, die sie noch nicht geöffnet hatten, ganz so als wüsste er nicht genau, was auf dem Etikett draufsteht.
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    • ___ Yazhen ___

      Eigentlich wäre Yazhen Tao der geborene Lügner. Mit seinem stoischen Ausdruck und der praktisch immer gleich bleibenden Mimik, war er nicht zu lesen. Im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester welche flunkern konnte ohne rot zu werden, lag Yazhen dies absolut nicht. Nicht das man es ihm ansehen würde, aber sein Anstand war ihm in vielerlei Hinsicht sehr oft im Weg, auch in solchen Augenblick. Der Chinese hätte auf die Frage von Kaoru nicht antworten müssen. Ein süßer Zahn, wie man so schön sagte, war nun wirklich keine Schwäche, die ihm seinen Ruf oder seine Stellung kosten könnte, aber es war dem Tao extrem unangenehm. Der älteste der Tao-Geschwister vermittelte nun einmal ein gewissen Auftreten und allein schon sein Nachname sorgte für Angst und Schrecken in der Unterwelt. Zu seiner Optik und Strenge passte es absolut nicht und doch hatte dieser großgewachsene Mann eine unglaubliche Schwäche für Kuchen. Ein Genuss, denn er nie mit seiner Familie geteilt hatte, sondern nur ganz allein für sich. Die einzige Me-Time die er sich selbst erlaubte. Irgendwie war das fast schon ein wenig traurig. Yazhen war dankbar, dass ihn Kaoru diesbezüglich nicht weiter ausquetschte, über ihn schmunzelte oder sich lustig machte. Immerhin könnte er es auch Taejin Hwang erzählen und dieser Koreaner würde ihn damit ewig aufziehen. Es würde den Dunkelhaarigen nicht einmal überraschen, wenn er irgendwann eine Grußkarte allein dafür nach China geschickt bekam, nur um eine Kuchenzeichnung zu präsentieren. Nein, Kaoru blieb überraschend verständnisvoll und es war eher die Antwort die Yazhen noch mehr verblüfte. Abgesehen davon, dass der Japaner plötzlich die Anrede gewechselt hatte, wollte er noch etwas mit ihm unternehmen. Yazhen wusste nicht genau wie er dies auffassen sollte, aber es schien Kaoru schlagartig sehr unangenehm zu sein.
      "Kit liebt Kuchen. Ich wäre über den Besuch der Bäckerei sehr dankbar.", kam es überraschend sanft von Yazhen, ehe er Kaoru sein Glas reichte, damit ihm dieser nachschenken konnte.
      "Trinken wir noch etwas gemeinsam?"
      Auch Yazhen würde nicht im Traum darauf kommen nun Kaoru aufzuziehen, weshalb er ihn lieber dazu einlud, dass dieser Abend vielleicht noch ein klein wenig länger ging.
      ...
      Sonderbar, warum wollte er das?


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    • Kaoru
      Yazhen ging zum Glück nicht weiter auf Kaorus informelle Ansprache ein, was auch sehr schnell zu einer unangenehmen Situation hätte führen können. Stattdessen hatte der Chinese das bewusst überhört und hatte dafür auf Kaorus Worte geantwortet, die der Japaner am liebsten eigentlich auch nie ausgesprochen hätte. Die Antwort allerdings überraschte Kaoru dann doch leicht und er wandte seinen Blick von dem Alkohol wieder ab, um Yazhen wieder anblicken zu können, als dieser bestätigte, dass auch Kit gerne Kuchen aß und er sich freuen würde, die Bäckerei besuchen zu dürfen. Seine Stimme war dabei so sanft, dass Kaoru beinahe vergessen könnte, dass dieser Mann mit zur Führung eines Waffenrings gehörte. Yazhen erkundigte sich, ob sie noch etwas zusammen trinken sollten, woraufhin Kaoru ihnen nachschenkte und damit nun den Hibiki Whiskey leerte, ehe er sein Glas anhob, um mit Yazhen anzustoßen.
      "Ich muss gestehen... ich habe sie mir unheimlicher vorgestellt. Die ganzen Gerüchte, die sich um sie und ihre Familie ranken und die Tatsache, dass sie eine eiskalte Aura haben sollen... ich meine, ich verstehe schon woher das alles kommt. Sie haben durchaus eine beeindruckende Ausstrahlung und ich habe keinen Zweifel, dass sie auch genauso einschüchternd sein können... aber sie sind auch erstaunlich..." Kaoru überlegte, wie er diesen Satz beenden wollte. Das hatte sein zwangloses Gehirn sich noch nicht so genau überlegt und "attraktiv" war keine Option als Antwort... "sexy" genauso wenig, wenngleich Kaoru sich nur zu gut vorstellen konnte, dass dieser Mann im Bett mehr als nur verführerisch aussehen konnte.
      "offen... sympathisch, fast schon."
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    • ___ Yazhen ___

      Höflich wie Yazhen nun einmal war, bedankte er sich anständig als ihm ein erneutes Glas eingeschenkt wurde und bemerkte recht schnell, dass ihm inzwischen ziemlich warm geworden war. Er war nicht betrunken, glücklicherweise vertrug er eine ganze Menge, allerdings hatte sich auf seinem sonst so unlesbaren Gesicht ein leichter Rotschimmer auf den Wangen gebildet.
      Die nächsten Worte überraschten Yazhen sehr und er blickte Kaoru perplex an. Ehrlich gesagt konnte der Chinese an der Hand abzählen, wer ihn in seinem ganzen Leben jemals als sympathisch bezeichnet hatte. Die Taos waren nicht gerade für ihre Freundlichkeit bekannt und Gerüchteküche um die chinesische Mafiafamilie machte in vielen Ländern die Runde. Allerdings konnte man das meiste nicht einmal als Gerücht bezeichnen, die Taos waren wirklich so grausam wie man sich erzählte, vielleicht sogar noch etwas mehr als berichtet wurde. Allein ihre Kindererziehung würde praktisch überall als illegal zählen.
      Um seine sichtliche Überraschung zu unterdrücken räusperte er sich.
      "Ich bin neben dem Waffenhandel der Taos auch für die geschäftlichen Verhandlungen außerhalb Chinas zuständig. Ich bin es im Gegensatz zu meiner Familie gewohnt Gespräche, Verhandlungen und zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen. Ich denke das macht mich deutlich umgänglicher als die meisten meiner Familie.", versuchte Yazhen möglichst nüchtern und sachlich die Situation zu erörtern. Er blickte kurz auf, erhob sich und zog die schweren Vorhänge zur Seite. Ein klarer Nachthimmel ohne eine einzige böse Wolke erstreckte sich. Zwar war die Nacht mal wieder sternenlos, aber wenigstens der große Vollmond begrüßte sie. Man konnte kaum glauben, dass es zuvor gewittert hatte.
      "Sie haben das Gewitter überstanden.", ob Kaoru verstand das Yazhen sich gerade sehr große Mühe gegeben hatte den Japaner vom Unwetter abzulenken wusste er nicht, aber es hatte funktioniert und das war die Hauptsache.


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    • Kaoru
      Die ernüchternde Antwort des Taos zauberte wieder ein amüsiertes Lächeln auf Kaorus Lippen, weil er schließlich nichts anderes von ihm erwartet hatte als Reaktion. Eine neutrale, berechnende Antwort. "Statt alles zu rechtfertigen und schlicht zu begründen, kannst du... können sie auch einfach mal ein Kompliment annehmen, wenn man schon eins macht. ", seufzte Kaoru lächelnd und überspielte diesmal gar nicht so sehr seinen Versprecher, sondern korrigierte sich stattdessen schlichtweg, während er seinen Whiskey leerte und schließlich die zweite Flasche öffnete und sich etwas eingoß, nur um innezuhalten als sich Yazhen erhob und die Vorhänge vor den Fenstern öffnete. Kaoru blickte über seiner Schulter zu dem Chinesen und sprang förmlich überrascht auf, als er den klaren Nachthimmel erblickte, der nichts mehr von dem vorherigen Unwetter vermuten ließ. Mit seinem Glas in der Hand umrundete Kaoru die Couch und gesellte sich zu Yazhen mit ans Fenster, nur um sich daneben leicht an die Wand zu lehnen und hinauszublicken, beinahe verzaubert vom Mond und den Sternen.
      "Danke...", murmelte er schließlich leise, den Blick immernoch auf den Nachthimmel gerichtet. "Sie hätten das nicht tun müssen, aber ich weiß das ehrlich zu schätzen." Er wandte den Blick leicht von diesem schönen Ausblick ab und sah stattdessen lächelnd zu Yazhen. "Das heißt nicht, dass ich mich nicht hätte wehren können, hätten sie diesen schwachen Moment versucht auszunutzen. Ich bin taffer als ich aussehe und in Gefahrensituationen kann ich meine Schwächen dennoch gut ausblenden." Eine Schwäche machte Kaoru eben nicht gleich verletzlich und ihm war wichtig dem Tao dennoch zu kommunizieren, dass man den Japaner nicht unterschätzen sollte. Kaoru war wie eine Katze... in Gefahrensituationen, wenn man sie verletzte, konnte er umso gefährlicher sein. Anders hätte er bis heute sicher nicht überlebt.
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    • ___ Yazhen ___

      Ein Kompliment. Ehrlich gesagt war es Yazhen nicht gewohnt Komplimente ohne Hintergedanken zu erhalten. Selbst seine Geschwister machten ihm nur Komplimente, wenn sie etwas wollten. Allerdings war das so ein typisches Geschwisterding, was man niemals übel nehmen würde. Bei anderen Menschen allerdings, war es immer, um sich bei den Taos einzuschleimen oder um lebendig aus einer Situation herauszukommen. Es gab nur einen einzigen Menschen im Leben von Yazhen, die ihm jemals ehrliche Komplimente gemacht hatte, doch das lag in der Vergangenheit und war eine Erinnerung, welche der Chinese nicht ausgraben wollte. Diese Wunde war nie verheilt und wahrscheinlich die einzige Wunde auf Yazhens Körper, die ihm tatsächlich noch Schmerzen bereitete. Keine seiner zahlreichen Narben würde auch nur im Ansatz mithalten können. Dennoch wollte er Kaoru nicht mit einem Schweigen antworten, wenn dieser ihm offenbar tatsächlich einfach nur nette Worte schenken wollte. Ob mit Hintergedanken oder auch nicht, war irrelevant, es wäre unhöflich sich nicht zu bedanken. "Danke. Es ist Gewohnheit....denke ich.", antwortete er, ehe er sich erhob und die schweren Verdunklungsvorhänge zur Seite zog, welche eine finstere Nacht preisgaben, allerdings mit einem beeindruckenden Vollmond. Wenn schon keine Sterne am Himmel waren, dann wenigstens ein Mond der so hell leuchtete, dass alles andere verblasste. Hoffentlich würde der Japaner nun ein wenig ruhiger werden können. Als nun aber Kaoru an der Reihe war, drehte sich Yazhen einen Moment zur Seite, in der Hoffnung das ihn der Manager von Taejin Hwang nicht beim Lachen erwischte. Nun es war kein Lachen, eher ein glucksen, aber das war untypisch für Yazhen und sehr selten. Er schob es auf den Alkohol, den er wirklich lassen sollte.
      "Statt sich zu rechtfertigen und schlicht zu bringen, kannst du diese Nettigkeit ruhig annehmen.", wiederholte er die Worte von Kaoru, bewusst mit dem Du und der gleichen Wortwahl, ehe er zu ihm blickte. "Wir sind uns wohl gar nicht so unähnlich, mh?"


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    • Kaoru
      Verdutzt blickte Kaoru Yazhen an, als dieser zu glucksen begann und schließlich die gleichen Worte konterte, die der Japaner zuvor benutzt hatte. Yazhen lachte fast schon und es war ein unfassbar attraktiver Anblick... Kaoru musste wirklich aufhören Yazhen gedanklich als attraktiv zu betiteln, schließlich war das eine mehr als dumme Idee. Dennoch lockerte die Situation gerade alles deutlich auf und obwohl man Yazhen wohl nicht oft so zu Gesicht bekam, stand ihm dieser kleine Ausbruch von Emotionen einfach unfassbar gut. Kaoru lächelte leicht und nickte dann vage, ehe er amüsiert Yazhen musterte, welche mittlerweise nicht mehr so steif und angespannt wirkte... vielleicht war teilweise der Alkohol Schuld, womöglich war ihr Gespräch und ihre allgemeine Interaktionen aber auch ein Teilgrund. "Stimmt schon, es ist beinahe erschreckend, dass wir einander in manchen Aspekten so ähnlich sind.", erwiderte Kaoru lachend und nahm einen weiteren Schluck seines Glases, ehe er es auf einem nahegelegenen Tischchen abstellte und seine Arme leicht vor der Brust verschränkte, ehe sein Blick wieder zum Vollmond glitt, welcher direkt auf sie beide zu scheinen schien.
      "Ich weiß genau, weswegen wir zusammenarbeiten und was unser Ziel ist, aber ich muss dennoch zugeben, dass es gar nicht so übel ist mit... dir zusammen zu arbeiten.", meinte Kaoru dann schließlich in einem ruhigen Moment und ein kleines Stimmchen tief in ihm warnte ihn parallel, dass er dennoch vorsichtig sein sollte und vor allem nicht zu viel Gefühle in die Sache mit hereinbringen sollte. Und er wusste genau, dass dieses Stimmchen Recht hatte. Dennoch wollte Kaoru es zumindest einmal in seinem Leben genießen zumindest für einige Tage aus seiner Routine mit den gleichen Leuten und anstrengenden Clubgästen auszubrechen und zumindest für kurze Zeit mal ein kleines Abenteuer zu erleben, dass nicht direkt mit einem Krieg des Hwang Clans in Verbindung stand.
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    • ___ Yazhen ___

      Warum nur hatte er getrunken? Wieso hatte er sich auf diese alberne Idee mit dem gemeinsamen Hotelzimmer eingelassen? Ihm war dieser kleine Gefühlsausbruch unglaublich unangenehm. Etwas das einem nicht unangenehm sein sollte, aber bei der ´Erziehung ´die Yazhen genossen hatte, war es verständlich, dass er sich vor dieser Art Emotion fürchtete. Der Tao der vor nichts auf der Welt Angst hatte, außer es betraf seine Geschwister, hatte Angst vor seinen eigenen Emotionen. Es wäre lächerlich, wenn es nicht einfach so traurig wäre. Ihm war es immer noch ein Rätsel warum so viele Leute im chinesischen Untergrund unbedingt zu den Taos gehören wollten. Sie hatten keine Ahnung wie es in dieser Familie zuging und mit wie viel Leid und Opfern es verbunden war ein Tao zu sein. Das sich Yazhen erlaubte gerade tatsächlich Spaß zu haben, fühlte sich so falsch an, dass es ihm die Kehle zuschnürte. Er musste seinen geliebten kleinen Bruder finden, warum saß er hier und hatte tatsächlich Spaß? Eine Emotion, welche er so selten fühlte, dass es kein Wunder war, dass jeder glaubte der Dunkelhaarige besaß keine Emotionen.
      Der Chinese blickte ebenfalls zu dem hellen Vollmond. In der Hoffnung dieser könnte ihm all die Antworten liefern, zu den tausend Fragen die er nicht beantworten konnte. Die plötzlichen Worte von Kaoru allerdings rissen ihn so komplett aus der Bahn, dass er ihn einen Augenblick lang einfach nur ansah, ehe er sich fast ein wenig verlegen räusperte und wieder Schutz beim Anstarren des Mondes suchte. Den leichten Rotschimmer auf den Wangen hatte er nur wegen dem Alkohol.
      "Ich bin wiederum sehr erleichtert, dass du nicht Taejin Hwang ähnelst, sonst wäre diese Zusammenarbeit eher ein Tatort geworden." Das sein Kompliment gerade äußerst missglückt war, fiel ihm glücklicherweise noch rechtzeitig auf, dass er es korrigieren konnte. Solche Gespräche lagen ihm tatsächlich absolut nicht. "Ich gebe das Kompliment gerne zurück.", er deutete auf den Alkohol. "Nun, du bist der erste außerhalb der Familie mit dem ich Trinke. Ich denke ein größeres Zugeständnis hat noch niemand von einem Tao erhalten.", er schmunzelte.


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    • Kaoru
      Und wieder einmal überraschte Yazhen ihn mit seinen Worten und Kaoru erkannte sogar die leicht geröteten Wangen des Chinesen. Ein Anblick den er ebenfalls nie gedacht hätte zu sehen. Yazhen Tao ein wenig verlegen? Das würde ihm niemand glauben, egal wem er das erzählen würde.
      "Mit mir arbeitet es sich also gar nicht mal so schlecht zusammen und zusätzlich bin ich jemand besonderes, weil ich die erste Person außerhalb deiner Familie bin, mit der du Alkohol trinkst.", wiederholte Kaoru noch einmal das eben gesagte grinsend, als müsste er noch einmal sichergehen, dass sie beide sich richtig verstanden hatten und es war auch irgendwie amüsant sich so angenehem mit dem Tao Erben unterhalten zu können.
      "Ich glaube ich werde mir den heutigen Tag im Kalender einkreisen und als offiziellen Feiertag feiern.", scherzte der Manager des Illusion daraufhin und blickte dann ebenfalls wieder zum Mond, als würde er sich für einen Moment in seinen Gedanken verlieren. Einen Moment war er einfach nur ruhig und blickte nach draußen, ehe dann doch ein kleines Seufzen seine Lippen verließ. "Ich hoffe natürlich, dass Kit wohlauf ist und wir uns umsonst Sorgen um ihn machen... aber ich bin auch nicht böse, wenn ich noch ein paar Tage länger Pause von meinem Alltag habe...", murmelte der Japaner leise, beinahe gedankenverloren, als wäre ihm gar nicht bewusst, dass er diese Worte gerade laut gesagt hatte, ehe er diese Tatsache so langsam realisierte, ein wenig ertappt zu Yazhen hinüber blickte und eilig den Kopf schüttelte, als könnte er damit das Gesagte wieder zurücknehmen. "Vergiss was du gerade gehört hast."
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