❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___

      "Klingt unheilvoll.", entgegnete Shin amüsiert auf die Worte seines Liebsten hin und fragte sich wirklich, was sie beide erwartete. Sicherlich war die Hausherrin der Hwangs alles andere als glücklich über diese Beziehung, ungeachtet dessen, dass er nun einmal war, wer er eben war. Der wichtigste Faktor würde zwar sein Berufszweig sein, der andere Faktor, dass er es geschafft hatte das aktuelle Hwang-Oberhaupt zu bezirzen und damit erst recht eine Gefahr darstelle. Es war leicht jemanden zu töten, dessen Vertrauen man genoss. Nicht, das Shin das vorhatte. Mal ehrlich, er hatte sich für den Kerl vor eine Kugel geworfen, da hatte er nicht vor, dass jetzt alles umsonst gewesen sein zu lassen. Zudem hatte er auch die Verräter der Hwangs ausfindig gemacht. Er war scheiße nützlich für die Hwangs um Himmels Willen. Zudem vergötterte er Taejin viel mehr als es ihm selbst lieb war. Der Koreaner war auch für den Auftragsmörder die größte Gefahr. Seine Mutter würde ihn dennoch hassen ...
      Plötzlich wünschte sich Shin irgendeine äußerst schwere Mission, da ihm die Konfrontation mit der Mutter seines Lovers viel unangenehmer vorkam, als sich durch irgendwelche Kugelhagel zu schlängeln.
      Der Japaner spürte plötzlich einen hellhaarigen Kopf auf seiner Schulter und schmunzelte. Wie konnte ein so heißer Kerl, gleichzeitig so niedlich sein? Er hauchte Taejin einen Kuss ins Haar, ehe er den Blick von Kean im Rückspiegel bemerkte. Shin nahm sich die Freiheit heraus, ihn frech anzugrinsen.

      Als die Fahrt ihr Ende am Haus der Hwangs fand, was wie immer absolut eindrucksvoll war und den Japaner nach wie vor förmlich erschlug, wurden sie bereits erwartet. Zahlreiche Bodyguards und eine allmächtige Hausherrin, die wie ein Orkan auf sie einschlug. Dennoch hatte Shin beim Aussteigen inne gehalten und sich erneut umgesehen.
      Schon wieder....
      Schon wieder hatte er das Gefühl beobachtet zu werden. Er würde dem nachgehen müssen. Davor allerdings musste er erst einmal die ´herzliche´ Begrüßung von Taejins Mutter überstehen.
      Shin lernte zwar noch koreanisch und war weit davon entfernt alles zu verstehen, aber er hatte verstanden, dass er gerade nur auf seine Herkunft degradiert wurde und hob eine seiner Augenbrauen.
      "Ich freue mich ebenfalls auch Sie zu sehen Herrin Hwang." Das Sarkasmus in seiner Stimme schwang war nicht zu vermeiden und das wusste das weibliche Clanoberhaupt natürlich. Dennoch bezweifelte Shin, dass sie dies auch nur ansatzweise interessierte. Als sie sich wieder in Bewegung setzte, lief Shin neben Taejin her und sah ihn einfach nur an. "Sie hasst mich."


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    • Taejin
      Während Miga Hwang die Anwesenheit des japanischen Auftragskillers bisher egal gewesen war, schien sie nun eine starke Abneigung gegen ihn zu hegen. Das konnte durchaus mit seiner Berufung zusammenhängen, die sie mit Sicherheit ohne Probleme in Erfahrung gebracht hatte, oder mit der Tatsache, dass ihr ältester Sohn nun offenbar in einer ernsteren Beziehung war, die sie eher weniger bereit war zu akzeptieren... und dann war da noch Shins Ruf, der ihm in der Regel voraus eilte und dazu führte, dass die Menschen deutlich vorsichtiger in der Gegenwart des Auftragskillers wurden... er hatte schließlich bereits mehr als einen Mafiaboss zur Strecke gebracht. Vielleicht schwang auch deshalb eine gewisse Sorge in dem Blick der Hausherrin mit, als sie ihren eigenen Sohn musterte, nur um anschließend missbilligend zu dessen Lover zu blicken... dass er Japaner war, machte für sie die ganze Situation nicht besser.
      "Das kann ich tatsächlich nicht mal bestreiten.", seufzte Taejin auf Shins Worte hin. Er hätte einen Grund nennen können, warum sie so reagierte, wie sie es eben nun einmal tat... nichtsdestotrotz änderte das aber nichts an der Tatsache und Taejin schätzte seinen Lover nicht so wehleidig ein, dass ihm das zu nahe ging.
      Nach dieser äußerst seltsamen Begrüßung ging Miga voraus in das Anwesen, während Taejin und Shin ihr zusammen mit einigen Bodyguards zum Speisesaal folgten, wo tatsächlich bereits für vier Personen gedeckt war. Taejin hob eine Augenbraue und blickte sich um. Er wusste, dass Kean, geschweige denn die Bodyguards an diesem Tisch essen durften und fragte sich bereits, welchen Besuch sie noch zu erwarten hatten, der vernahm er eine ihm mehr als bekannte Stimme.
      "Ich kann es kaum glauben, dass du mal in einer ernsthaften Beziehung bist, die du auch noch mit nach Hause bringst.", hörte er die amüsierte Stimme von der anderen Seite des Raumes, während sein kleiner Bruder den Raum betrat und dabei zwei angerichtete Teller in der Hand trug, während zwei Hausmädchen ihm besorgt hinterher liefen, da sie eigentlich strikte Anweisung in diesem Haus hatten das Essen zu servieren, damit die Hwang Familie keinen Finger krumm machen musste. Nun... Chanyeol war immer ein wenig bodenständiger gewesen, weshalb er es sich nicht nehmen ließ die Teller mit dem Essen selbst zu platzieren und anschließend einen Arm zur Begrüßung um seinen großen Bruder zu legen.
      "Glaub mir... das war auch eigentlich nicht mein Plan. Ich wollte eigentlich in meinem Apartment schlafen.", seufzte Taejin und erntete darauf sogleich einen finsteren Blick von seiner Mutter, die sich längst an den Tisch gesetzt hatte.
      "Setzt euch, das Essen wird sonst kalt.", forderte Chanyeol schließlich lächelnd seinen Bruder und dessen Lover auf, servierte noch die letzten zwei Teller, ehe auch er sich setzte und dann gerade heraus fragte: "Welches Debakel führt euch diesmal hierher?"
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    • ___ Shin ___

      Gespielt betrübt blickte Shin zu seinem Liebsten. "Nach allem was ich für die Hwangs getan habe? Ich bin zutiefst betrübt.", er fasste sich theatralisch an seinen Brustkorb an die Stelle wo sich sein Herz befand, welches seltsamerweise für jemand anderen außer ihn selbst schlagen konnte. Natürlich war es nicht gerade förderlich das die Mutter seines Freundes ihn abgrundtief hasste, aber ganz ehrlich? Es interessierte den Auftragsmörder nur mäßig. Die meisten Menschen hassten ihn, warum sollte die Mutter von Taejin da eine Ausnahme sein? Es gab nur den Unterschied, dass er mit seinem Aussehen bei den meisten Menschen dennoch punktete und sie ihn erst später tot sehen wollten, nachdem sie ihn wenigstens optisch fantastisch fanden. Bei Taejins Mutter war die Sachlage anders, da konnte er aussehen wie er wollte, sie hasste ihn so oder so. Irgendwie schmeichelhaft, dass ihn die Herrin des Hauses als eine solche Gefahr ansah. Gut, er war eine Gefahr, wenn auch nicht für Taejin. Auch wenn es ihm herzlich egal war, was die Dame dachte, wäre es ihm dennoch lieber, er wäre jetzt nicht hier. Wenn sie schon in Korea waren, um das entlaufene Balg zu suchen, hätte er mit Taejin wenigstens davor in einem schicken Hotel in den Laken liegen können. Hach, sein Tag war gelaufen.
      Er folgte seinem Freund in das prachtvolle Anwesen und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, weil dieser Hausflur einfach nicht endete, bis sie in dem riesigen Speisesaal ankamen. Fast schon klischeehaft mit Kerzen auf dem Tisch und den riesigen Stühlen. Er hatte das Bedürfnis einen seiner Dolche in die teure Eiche des Tisches zu hauen, damit das ganze noch dramatischer wirkte und etwas mehr den Flair nach ´der Pate´hatte. Er beherrschte sich aber und behielt seine künstlerische Ader im Zaum. Da offenbar für mehr Leute gedeckt war als erwartet, wurde schnell aufgelöst, als Taejins kleiner Bruder in den Raum stolzierte mit zwei Tellern in der Hand und als einziger offenbar ein Freund herzlicher Begrüßungen war. Auf Wunsch von Chanyeol setzten sie sich, dennoch war Shin dem Essen gegenüber skeptisch. Sicherlich konnte es ihm keiner verdenken, dass er bei der herzlichen Begrüßung der Hauherrin lieber Abstand vom Essen nahm. Shin war zwar bekannt für seine selbstmörderischen Aktionen, aber leichtsinnig war es deswegen noch lange nicht. Er bezweifelte zwar, dass man ihn direkt neben seinem Freund vergiften wollte, aber das nicht jemand einfach ins Essen gespuckt hatte, konnte man auch nicht ausschließen.


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    • Taejin
      "Wohl eher, nach allem was du für mich getan hast.", lachte Taejin leise, da Shins Taten schließlich nicht auf seine Loyalität zum Hwang Clan zurückzuführen waren, aber selbst wenn es so wäre, würde das Miga Hwang kaum mehr überzeugen. Taejin konnte einfach nur versuchen seine Mutter davon zu überzeugen, dass Shin weder ihn, noch ihre Familie umbringen oder verraten würde, selbst wenn Taejin dafür keine Beweise hatte und die Vergangenheit des Japaners nicht unbedingt für ihn sprach. Taejin ging nach seinem Bauchgefühl, aber das würde wohl kaum seine Mutter überzeugen.
      Umso glücklicher war Taejin den Ruhepol der Familie zu erblicken, der wie immer nicht in diese Mafiafamilie reinpasste und viel zu neugierig für sein eigenes Wohl war. Sie hatten sich mittlerweile gesetzt und begonnen zu essen, allerdings schien Shin zu zögern einen Bissen zu nehmen. Taejin war sich nicht sicher, ob koreanisches Essen dem Japaner nicht zusagte, er erwartete dass dort Gift drinnen war oder schlicht keinen Apetit hatte, aber Taejin entschied sich -sollte es zweiteres sein - ihm ein wenig die Sorge zu nehmen, in dem er mit seinen Metallstäbchen ein wenig von dem Japchae auf Shins Teller aufnahm und das wie selbstverständlich aß, während er sich weiter mit seinem Bruder unterhielt. "Chan, der Sinn dich aus dem Clan herauszuhalten ist, dass du eben nicht über unsere Operationen Bescheid weißt und damit auch nicht zur Zielscheibe werden kannst." Nach dem ersten Bissen von Shins Teller, begann der Koreaner weiter von seinem eigenen zu essen und schenkte seinen Lover nur noch einmal einen kurzen Blick, um sicherzugehen, dass bei ihm alles in Ordnung war. Seine Mutter wiederum musterte die Szene vor sich eher mit einem schwer zu deutenden Gesichtsausdruck.
      "Ach komm schon. Wer denkt, dass ich zum Clan gehöre wird sich doch nicht davon abwimmeln lassen, wenn ich sage dass ich nichts weiß. Also immer her mit den Informationen, damit ich potentieller Folterei entgehen kann." Taejin verdrehte leicht die Augen. Chanyeol war nie abgeneigt gewesen Teil des Clans zu werden, allerdings hatte sich die Familie gemeinsam aufgrund seiner Sportlerkarriere dagegen entschieden...
      "Der jüngste Sohn der Taos ist verschwunden und die Taos geben uns nun die Schuld für sein Verschwinden. WIr haben bereits einige Spuren verfolgt und während Kaoru einer in Japan nachgeht, hat Shins Recherche uns wieder hierher geführt."
      Dies ließ dann doch mIga aufhorchen und sie richtete ihre Aufmerksamkeit auf Shin. "Sie haben hier Kontakte?"
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    • ___ Shin ___

      Der Japaner analysierte das Essen nicht wirklich, er ging einfach direkt davon aus, dass es besser wäre einfach nichts in diesem Haus anzurühren. Er zweifelte zwar daran, dass sein Ende wirklich durch ein koreanisches Gericht kam, dessen Namen er nicht kannte, aber man konnte ja nie wissen. Er hatte mal einen Auftragsmörder gekannt, welcher im Swimmingpool seines Ziels ertrunken ist und das nur, weil er nicht schwimmen konnte und auf einem Kinderspielzeug am Poolrand ausgerutscht ist.
      Taejins Bruder schien wie der Sonnenschein der Familie zu sein. Er kannte ihn eher flüchtig, aber Attraktivität lag wohl in der Familie, nur an seinem finsteren Blick musste er noch arbeiten. Vielleicht war er aber auch der Typ der andere mit einem Lächeln umbringen konnte, da hatte er was mit Shin gemeinsam. Shins Liebster schien die Skepsis von Shin hinsichtlich des Essens zu bemerken und nahm einen Bissen von seinem Essen, woraufhin der Japaner einen Moment inne hielt und dann schwer seufzte. Er würde an koreanischen Essen drauf gehen und das nur, weil er diesen Kerl anbetete - großartig. Er entschied sich also Taejin zur Liebe zu essen. Der Mann würde seinen Tod bedeuten, soviel war sicher. Währenddessen debattierte die Familie um ihn herum und Shin fühlte sich ein wenig wie eine dekorative Topfpflanze. Er hätte lieber auf Verfolgungsjagd gehen sollen...
      Erst als Miga Hwang die Worte an ihn richtete, wäre Shin vor Überraschung fast die Stäbchen aus der Hand gefallen. Nein, natürlich nicht, aber er biss sich auf die Zunge jetzt nicht zu fragen, woher er die Ehre bekam, dass sie nun mit ihm sprach.
      Brav sein ....für Taejin....
      Seit wann war der Japaner brav?
      Das war echt nicht sein Tag.
      "Ob Sie es glauben oder nicht, ich bin ziemlich charismatisch Herrin Hwang. Ich habe bei meinem letzten Besuch hier einige Kontakte im Untergrund geknüpft. Es sind bei Weitem nicht so viele wie in Japan, aber ich bin hier nicht ganz unbeholfen."
      Okay ein wenig Spitzzüngigkeit gehörte nun einmal zu ihm, dass wusste Taejin und sicherlich wusste der Koreaner es zu schätzen, dass sich Shin wirklich beherrschte.
      Sein Blick wanderte zu Chanyeol. "Das ist im Übrigen super lecker. Wie nennt sich das?"
      Er beherrschte sich nicht hinzuzufügen ´wenn ich sterbe, dann war das Essen wenigstens lecker´ Das hätte Taejin sicherlich nicht gefallen, also verkniff er sich das.
      Wow, er hatte sich wirklich verändert.



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    • Taejin
      Die angespannte Stimmung zwischen seiner Mutter und Shin konnte selbst Chanyeol kaum auflockern und der Berufsportler und Sonnenschein der Familie Hwang versuchte tatsächlich irgendwie die Stimmung aufzulockern. Taejin bewunderte seinen kleinen Bruder ja durchaus zuweilen, wenn der Jüngere dieses strahlende Lächeln, welches beinahe unschuldig wirkte, aufsetzte und dabei hoffte jegliche schlechten Schwingungen zu beseitigen. Das war definitiv einer der Gründe warum Chanyeol auch so viele weibliche Fans hatte... und mit Sicherheit interessierte sich ein hoher Prozentsatz davon kein bisschen für Baseball. Allerdings gewann dann doch die Neugierde des Brünetten und während Taejin durch seine Geste parallel Shin verdeutlichte, dass er nicht sterben würde, wenn er das Essen zu sich nahm, hatte sich Chanyeol nach ihrem aktuellen Anwesenheitsgrund erkundigt. Nach kurzen Erläuterungen, schaltete sich dann doch die Mutter der beiden Brüder ein und erkundigte sich direkt an Shin gerichtet, wie dieser an Informanten hier in Seoul gelangt war. Der Japaner hatte definitiv nicht damit gerechnet plötzlich in das Gespräch mit einbezogen zu werden, denn er blickte beinahe überrascht auf, als die Herrin des Hauses ihr Wort an ihn richtete. Taejin hätte es ehrlich auch nicht gewundert, wenn Miga ihn schlichtweg weiter ignoriert hätte, allerdings schien es sie doch sehr zu interessieren. Shins Antwort ließ sie ein wenig nachdenklich dreinblicken und für einige Momente schweigen. Während der Japaner sich also nach dem Essen erkundigte, wobei Taejin nicht dieser gewissen Unterton entging.
      Chanyeol hob währendessen ein wenig überrascht die Augenbrauen bei der Frage und zuckte dann nur vage mit den Schultern.
      "Das ist Japchae. Glasnudeln, Gemüse, Sojasoße, Tofu und Pilze. In der japanischen Küche gibt es sicherlich ähnliche Gerichte..." Taejin verdrehte währendessen etwas die Augen und lehnte sich ein wenig zu Shin, um ihm leise zuzuflüstern. "Siehst du? Niemand will dich umbringen."
      Taejin wollte gerade noch etwas hinzufügen, da ergriff Miga wieder das Wort und wechselte das Thema erneut zu der Informationssuche. "Ich geb euch eine Liste mit guten Informanten, die euch helfen, wenn Taejin meinen Namen erwähnt. Vielleicht hilft euch das ja..." Taejin zog die Augenbrauen zusammen.
      "Glaubst du nicht, dass sie mir schon helfen, wenn ich mich schlichtweg vorstelle und deinen Namen nicht extra erwähne?" In diesem Moment bedachte seine Mutter ihm mit einem leichten Lächeln... oder viel mehr... belächelte sie die Naivität ihres Sohnes.
      "Definitiv nicht. Du magst an Autorität gewonnen haben, aber deine Netzwerk ist definitiv noch ausbaufähig." Der Hwang Erbe atmete tief ein... diese Aussage gefiel ihm ganz und gar nicht.
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    • ___ Shin ___

      Shin hatte versucht seine Tonlage nicht ganz so sarkastisch klingen zu lassen, als er der Hausherrin geantwortet hatte. Es war ihm zwar nicht zu 100 Prozent gelungen, aber offenbar ausreichend genug, damit Miga Hwang eher nachdenklich dreinblickte, als verärgert. Da der Japaner nicht weiter Topfpflanze spielen wollte, auch wenn es ihm immer wieder sehr verlockend erschien, hatte er sich nachdem er das Gericht gekostet hatte bei Chanyeol erkundigt, um was für ein Gericht es sich handelt. Die Antwort war ernüchternd. Wow, er war hier ja richtig willkommen. Nicht das Shin etwas anderes erwartet hätte. Shin war außer bei seinem besten Freund oder im Bett des ein oder anderen Wesens kein sonderlich gern gesehener Gast. Damit konnte er gut leben, hier würde es nicht anders sein.
      Er antwortete dem Bruder seines Liebsten nicht, sondern wendete sich an Taejin, welcher sich an ihn lehnte. "In Japan gibt es etwas ähnliches namens Harusame. Ich werde es dir mal zeigen.", schnurrte er ihm zu und zwinkerte aufgrund der Vergiftungstatsache. Taejin wusste warum Shin vorsichtig war. Also war es kein Vorwurf, sondern wohl eher die Art des Koreaners ihn zu beruhigen oder zu verdeutlichen, dass er zwar nicht unbedingt willkommen war, deswegen aber nicht umgebracht wurde.
      Noch nicht.
      Miga Hwang lies die ganze Sache nicht so stehen und der Japaner beobachtete lediglich die Konservation zwischen Mutter und Sohn. Die Hausherrin schien Taejin nicht unbedingt viel zuzutrauen. Nun die Familie hasste ihn ohnehin schon, was hatte Shin zu verlieren?
      Mit seinem typisch verführerischen Lächeln, sah er Taejin an und stützte den Kopf auf seinen Handrücken, während er seinen Liebsten mit seinen Katzenaugen fixierte. "Nun, dann sollten wir dein Netzwerk mal ausbauen, damit wir die Kontakte deiner Mutter nicht mit unserer Anwesenheit belästigen müssen ,mh?"
      Er hatte wirklich kein Talent dafür sich Freunde zu machen.


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    • Taejin
      Shin wollte hier offensichtlich nicht sein und Taejins Mutter wollte den Japaner hier ebenso nicht haben. Taejin versuchte ja zumindest das Essen zu überstehen, aber weder er noch Chanyeol schienen an der Stimmung groß etwas ändern zu können und nachdem erst Miga Hwang und anschließend Shin bissige Bemerkungen von sich gegeben hatte, schüttelte Taejin nur leicht den Kopf und gab in diesem Moment auf. Er lachte leise, als Shin betonte, dass Taejin mit ihm sein Netzwerk ausbauen müsse, damit sie nicht die Hilfe seiner Mutter benötigten, ehe der Blonde sich langsam erhob. "Ich denke wir verzichten auf einen Nachtisch. Shin und ich haben einiges zu tun." Während Miga eher unzufrieden zu ihrem ältesten Sohn blickte und mit Sicherheit gerade grübelte, was sie als Einwand vorbringen sollte, schien Chanyeol seinen großen Bruder vollkommen zu verstehen, weshalb er nur vage mit den Schultern zuckte. "Ich pack euch was zu Essen ein, solltet ihr länger unterwegs sein. Gebt Bescheid und ich pack euch was zusammen.", waren lediglich seine Worte, worauf er einen eher finsteren Blick seiner Mutter erntete, diesen aber ganz bewusst ignorierte.
      Taejin hatte sich währendessen das Handgelenk von Shin geschnappt und war seufzend voraus, zu seinem privaten Gästezimmer gelaufen, welches in seiner Kindheit tatsächlich sein Kinderzimmer gewesen war. "Deshalb wollte ich dich und meine Mutter gar nicht erst in die Nähe voneinander lassen. Ich wusste, dass ihr euch verbal an den Hals geht.", seufzte der Hwang Erbe, schnekte seinem Freund aber dann doch ein leichtes Lächeln und betrat den Raum, in dem er bis er erwachsen war zumindest regelmäßig geschlafen hatte.
      "Wir sollten so schnell es geht den Spuren hier in Seoul nachgehen. Ich möchte nur so lange hier bleiben, wie es eben wirklich nötig ist..."
      Langsam ließ er sich auf der Couch unweit seines Bettes nieder, als wäre bereits dieses Familienessen unfassbar anstrengend gewesen. "Ich bevorzuge es hier in Südkorea einfach von meinem privaten Apartment aus zu agieren..."
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    • ___ Shin ___

      Wow, Taejins Mutter wollte ihn förmlich mit ihren Blicken erdolchen - beeindruckend. Das Essen war eine einzige Katastrophe, auch wenn Shin der Meinung war, dass es durchaus hätte schlimmer laufen können. Er hatte schon weitaus schlimmere Familienessen gehabt, aber das ist lange her - sehr lange. Hier ist immerhin kein Blut geflossen und das empfand der Japaner aus großen Fortschritt was seine sonstigen gemeinschaftlichen Essen anging. Als sich sein Freund erhob, war der Auftragsmörder fast automatisch direkt mit aufgestanden. Erstaunlich wie ihn der Koreaner im Griff hatte. Er hasste und liebte es gleichzeitig. Vielleicht war er kein so großer Sadist wie er angenommen hatte und war unter die Masochisten gegangen? Der Schwarzhaarige musste dringend wieder an die Arbeit. Chanyeol schien absolut betreten, er hatte sich sichtlich Mühe gegeben, weshalb ihm Shin als einzigem im Raum höflich zunickte. Den Raum hatte er schneller verlassen als gedacht, da ihn sein Liebster fast fluchtartig am Handgelenk hinter sich her zog. "Ich hab mich beherrscht....entschuldige.", murmelte Shin auf die Worte von Taejin hin und folgte ihm in ein Schlafzimmer, dass er bei seinem letzten Besuch noch nicht gesehen hatte. Ob das hier früher das Kinderzimmer seines Liebsten gewesen war? Zu gern hätte er jetzt nach Bildern gestöbert, aber das würde er hier wohl nicht finden und Taejin würde ihn dafür erschlagen. Der hübsche Koreaner hatte sich auf einer Coach im Raum niedergelassen, während Shin noch vor ihm stand und ihn milde anlächelte. "Versteh ich. Dein Essen mit Hayato war deutlich familiärer gewesen...." er strich Taejin eine Strähne hinters Ohr und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn. "Ich werde mich bereits heute Abend auf die Suche machen."


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    • Taejin
      Er war froh von dem Familienessen weggekommen zu sein und fand sich nun mit Shin in seinem ehemaligen Kinderzimmer wider, welches kaum den Eindruck machte, als hätte hier mal ein Teenager gelebt. Dafür hatte es mittlerweile viel zu sehr einen Gästezimmer Vibe und Taejin hatte dieses Zimmer nie wirklich seitdem genutzt... allgemein hatte er kaum hier im Anwesen geschlafen, seit er selbst ein Apartment in Seouls Innenstadt hatte, allerdings würde er zumindest für heute Nacht da durchmüssen... "Reden wir erstmal nicht weiter über meine Mutter... ich liebe sie, aber ihre Persönlichkeit ist manchmal nicht ganz einfach." Taejin lächelte leicht bei dem kleinen Kuss auf der Stirn und hob dann eine Augenbraue, als der Auftragskiller meinte, er würde noch heute Nacht den Spuren nachgehen. Natürlich bevorzugte Taejin es, wenn ihre Angelegenheiten und das Problem mit den Taos schnellstens erledigt wurden, dennoch wusste er nicht, wie lange Shin verschwand, wenn er sich jetzt in die koreanische Unterwelt begab, um nach Informationen zu graben.
      "Nur gut, dass noch kein Abend ist... ich denke ich hätte Lust ein wenig Zeit mit dir im Bett zu verbringen, ehe du dich auf Informationssuche machst und ich mich mit meinen eigenen Kontakten unterhalte...", schnurrte der Hwang Erbe nun doch ein wenig anzüglicher, während seine Hand langsam über den Oberkörper seines Freundes hinab glitt, und sein Blick den des Japaners auffing. "Ich vermute mal, dass du dagegen nichts einzuwenden hast.", grinste Taejin dann doch etwas breiter, erhob sich wieder von der Couch und legte hungrig seine Lippen auf die des dunkelhaarigen Japaners, mit welchem er mittlerweile viel zu vertraut und viel zu intim geworden war, als dass es jemals gesund für sie beide gewesen wäre. Taejin verstand warum seine Mutter diese Beziehung nicht gutheißen konnte... allerdings hatte sie in Taejins Liebesleben eben kein Mitspracherecht und das war eben verdammt gut so...
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    • ___ Shin ___

      Er würde wohl niemals mit Taejins Mutter auf der Coach sitzen und alte peinliche Babybilder seines Liebsten durchforsten - ein Jammer. Shin würde lügen wäre er jetzt darüber zutiefst deprimiert. Es passte nicht zu den beiden und der Charakter des Auftragsmörders war viel zu verkorkst, als das er sich um andere Leute überhaupt scherrte, abgesehen von den wenigen Auserwählten in seinem Leben. Die Mutter des Mafiaclans hasste ihn? Und wen schon, musste sie sich hinten anstellen. Ihn hassten viele große Fische. Nur mit dem Unterschied, dass er sie nicht von der Bildfläche verschwinden lassen durfte. Immerhin war es Taejins Mutter und er vergötterte Taejin. Also würde er die Füße still halten und die bösen Blicke amüsiert hinnehmen - so wie er es eben immer tat. Der Japaner nahm vieles im Leben nicht sonderlich ernst. Ein Grund mehr, weshalb ihn die meisten nicht mochten. Er war eben nur so lange ein hübsches Gesicht, bis er den Mund aufmachte. Wenn er dafür etwas ernst meinte, dann merkte man dies verflucht schnell. Den Koreaner nahm er ernst und ihm wollte er gefallen, das war das einzige das für ihn zählte. Grinsend legte der Schwarzhaarige bei den Worten seines Liebsten den Kopf leicht schief, als dieser ihn aus seinen Gedanken holte.
      "Oho ~ Willst du das, ja?", schnurrte der katzenhafte Auftragsmörder anzüglich und legte seine Hände auf die Hüften seines Freundes, als er den Kuss des anderen ebenso innig erwiderte, wie er ihn empfangen hatte.
      Der Kerl würde sein Untergang werden und ganz ehrlich? Shin wollte es nicht anders haben.


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    • Einige Stunden später ~

      Taejin
      "Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich hier einfach im Anwesen geduldig sitzen bleibe, während Shin den Spuren nachgeht...", warf Taejin geladen seiner Mutter entgegen, die ihm beim Versuch das Herrenhaus zu verlassen abgefangen hatte und bei der Erwähnung des Japaners natürlich direkt ihr Gesicht verziehen musste, als würde der Klang des Namens von Taejins Liebhaber ihr förmlich Kopfschmerzen bereiten. "Er ist dein Angestellter... die Informationen zu finden ist sein Job, wieso solltest du ihm also dabei helfen müssen, wenn du schon nicht meine Kontakte nutzen möchtest?" Sie schien absolut nicht nachvollziehen zu können, wo genau das Problem bei der ganzen Sache war... was halt irgendwie eben auch die Quelle des Problems an sich war. "Shin ist nicht nur mein Angestellter und das ist dir sehr wohl bewusst.", blaffte der Blonde zurück, woraufhin er einen abfälligen Blick und ein genervtes Augenrollen erntete. Sie machte es ihm wirklich manchmal nicht leicht sie zu lieben.
      "Ich kenne dich. Er ist ein Spielzeug, nicht mehr. Also lass sich dein Spielzeug nützlich machen und mach dir nicht selbst die Hände schmutzig. Wir sind schließlich Hwangs, die Führung von Untergebenen liegt uns im Blut..."
      Taejin musste sich gerade gut beherrschen, ihr nicht entgegenzuschreien, dass sie nur eine angeheiratete Hwang war und dementsprechend ja gar kein Hwang-Blut in sich trug, allerdings behielt er den Kommentar doch lieber für sich und zog sich stattdessen wortlos seine Jacke über. "Du hast jetzt nicht wirklich vor zu ihm zu gehen, oder?"
      Zweifel schienen nun in ihrer Stimme mitzuschwingen und Taejin musste stark an sich halten, seine Stimme in einer ruhigen Tonlage zu behalten. Sein Vater war immer ruhig und besonnen gewesen, darum hatte er ihn stets bewundert, doch das Temperament hatte er leider von seiner Mutter geerbt. "Sowohl Vater, als auch Großvater haben nie gezögert sich selbst die Hände schmutzig zu machen, wenn sie es für nötig hielten. Vielleicht setzen wir beide einfach unterschiedliche Prioritäten, wenn es um den Clan und die Familie geht." Und damit riss Taejin genervt die große Haustür auf, trat hinaus und warf sie ein wenig schwungvoller hinter sich zu. Noch während er auf seinen mattschwarzen Sportwagen zulief, zückte er sein Handy und wählte die Kurzwahlnummer für Shin. "Ich bin jetzt auf dem Weg zu dir, schick mir den Standort, dann treffen wir uns da."
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    • ___ Shin ___

      Die Unterwelt von Seoul war nicht sein Spielplatz, aber was nicht ist konnte ja noch werden. Er war nicht oft in diesem Land gewesen und doch hatte er sich bereits bei dem ein oder anderen ins Gedächtnis gebrannt und sei es auch nur deshalb, dass er mit seiner Optik ein wenig Fehl am Platz wirkte. Seoul ist ähnlich wie Tokio keine sonderlich gefährliche Stadt und doch gibt es gewisse Ecken, um die man einen Bogen machen sollte. Dazu gehört der Rotlichtbezirk in Miari und genau das war sein Ziel. Es war ungemein lästig, dass er konstant angequatscht wurde und viele ihn für einen Arbeiter hier hielten. Es kostete noch mehr Nerven niemanden abzumurksen, aber sein beschissener Kontakt leitete nun Mal einen dieser Schuppen. Wie er ihn kennengelernt hatte? Er war wohl zu einem passenden Moment hereingeplatzt und hatte den Rivalen seines Kontakts erschossen, weil dieser eine Waffe in seine Richtung gehalten hatte. Sein Kontaktmann war daraufhin so dankbar, dass er ihn förmlich damit überhäufte, alles für ihn tun zu wollen. Schmieriger Sack, aber ziemlich nützlich. Vor einem Club namens ´Pearl´ war Shin stehen geblieben und blickte sich um. Schon wieder....schon wieder hatte er das Gefühl, dass er beobachtet wurde...
      Als sein Handy vibrierte, hätte er sich fast erschreckt, aber auch nur fast. Er hatte schließlich einen Ruf zu verlieren.
      Sein Liebster klang am anderen Ende alles andere als gut gelaunt. Shin konnte es sich fast denken. Da er hier nicht frei reden konnte antwortete er nicht, legte auf und schickte Taejin die Koordinaten. Der Koreaner wusste warum Shin nicht sprach, das tat er eigentlich während der Arbeit nie.
      Da er nicht wollte, dass Taejin ihn in diesem Gebäude suchen musste, wartete er am Eingang auf den attraktiven Koreaner, welcher sicherlich hier deutlich mehr herausstechen würde als Shin es tat.
      Der Hellhaarige war nun einmal eine Erscheinung für sich.


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    • Taejin
      Bei seinem Anruf hatte er keine Antwort von Shin bekommen. Stattdessen hatte der Japaner schweigend wieder aufgelegt, was für Taejin bedeutete, dass er in diesem Moment nicht reden konnte. Noch während Taejin in seinen Wagen einstieg, erreichte ihn eine Textnachricht seines Liebsten mit den Koordinaten des Ortes, an dem sie sich treffen würden. Ein kurzer Blick in Taejins Navigationssystem und er wusste ganz genau wohin ihn sein Weg führte. Nicht nur, dass er in dem Rotlichtviertel von Seoul durchaus schon mehr als einmal gewesen war, zudem war ihm das "Pearl" definitiv ein Begriff. Als Clubbesitzer kannte man in der Regel in der eigenen Stadt die größte Konkurrenz und da zählten die Gewerbe im Rotlichtviertel eben genauso gut dazu, wie die Luxusclubs in Gangnam. Zudem war das "Pearl" in der koreanischen Unterwelt eben nicht ganz unbekannt und sein Clan hatte schon mehrfach zumindest indirekt über Kontakte mit der Einrichtung zu tun gehabt, selbst wenn Taejin den Besitzer nicht persönlich kannte.
      Zügig fuhr er mit seinem Sportwagen geradewegs sein Ziel an und wenig später parkte er auch schon direkt vor dem Club, wobei er einmal mehr für Aufsehen durch seinen Wagen und sein Erscheinungsbild sorgte. Subtil war einfach nicht seine Art und die Medien würden sich mittlerweile wohl nicht mehr wundern Taejin in diesem Viertel zu fotografieren. Der Vorteil daran einen absolut skandalösen Ruf zu haben.
      Er musste nicht lange suchen, da erblickte er Shin direkt im Eingang und gesellte sich sofort zu ihm. "Ist das ein Kontakt von dir?", erkundigte sich Taejin knapp anstatt einer Begrüßung und deutete auf den Club direkt vor ihnen. Ob es den unschuldig wirkenden Tao hierher verschlagen hatte? Der Gedanke war beinahe ein bisschen absurd... aber ganz konnte man es ja nicht ausschließen.

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    • ___ Shin ___

      Nachdem Shin jemanden sehr freundlich zu verstehen gegeben hat, dass er ihm die Finger abschnitt, wenn er ihn noch einmal ansprach, machten die Leute endlich einen gewissen Bogen um ihn. Shin konnte attraktiv sein wie er wollte, aber er hatte seit er in diesem Business tätig war, eine gewisse Aura an sich, die den Leuten Angst machte, wenn er es darauf anlegte. Ein Fähigkeit, welche ihm sehr nützlich war und ihm trotz seines jungen Alters in diesem Geschäft einen gewissen Respekt verschaffte. Es war schwer so jung im Untergrund Fuß zu fassen, vor allem als Auftragsmörder. Wenn man daran zurückdachte wie jung Shin damit angefangen hatte, war sein jetziges Alter fast schon Seniorenhaft und doch waren immer noch viele Auftraggeber skeptisch und glaubten nicht, dass hinter dem "Reaper" ein so junger Mann steckte. Shin lehnte an der Eingangstür des Pearl, versuchte die grässliche Musik im Hintergrund auszublenden, welche ein wenig an poppende Nashörner erinnerte - nicht das er wusste, wie solche klangen - und es dauerte nicht lang da ertönte bereits das dröhnende Geräusch eines beeindruckenden Sportwagens, was Shin nur grinsend mit den Augen rollen ließ. Taejin Hwang und sein Hang zu extravaganten Auftritten. Getoppt wurde dieser Auftritt, kaum war sein Freund ausgestiegen, was Shin zufrieden dreinblicken ließ. Dieser Mann gehörte ihm und er würde jeden umbringen, der es auch nur wagte ihn haben zu wollen. Zu der persönlichen Freude des Japaners hatte Taejin angefangen, seit er so intensiv Zeit mit Shin zu verbringen, verstärkt schwarz zu tragen. Schließlich trug der Auftragsmörder nur schwarz. Taejin in so einem Aufzug zu sehen, sorgte nur noch mehr dafür, dass Shin ihm am liebsten auf der Stelle vernaschen wollte.
      Shin hatte oft die ein oder andere Liebschaft in seinem Leben gehabt. Es war allerdings das erste Mal, dass er so lange bei jemanden blieb.
      Aber er hatte ja zuvor auch noch nie Taejin Hwang gehabt.
      Als sein Geliebter auf ihn zulief, grinste Shin amüsiert. "Mit dir kann man wirklich nirgendwo hin, mein Hübscher." Shin nickte mit dem Kopf zum Eingang und steuerte mit dem Koreaner hinein, während er mit ihm sprach.
      "Ja, der Sack schuldet mir was, also werde ich das schön ausnutzen. Der Typ hat seine Augen und Ohren überall, wenn unser kleines Babykätzchen auch nur einen Fuß nach Miari gesetzt hat, wird er es wissen." Ihnen schlug in dem Stripclub oder in Shins Jargon Vögelbude, direkt ein extremer Parfümgestank entgegen, gepaart mit lauter anzüglicher Musik und attraktiven jungen Damen, welche in Käfigen von der Decke hingen und tanzten. Auf der Bühne räkelte sich gerade ein Tänzerin oben ohne und kassierte haufenweise Asche, die ihr in den knappen schwarzen String gesteckt wurden. Das Mädel wirkte gerade Mal so als wäre sie frisch volljährig geworden, wenn überhaupt.
      Ein groß gewachsener Mann mit viel zu wenig Haaren, aber breiten Schultern starrte sie beide an, als Shin eine Treppe ansteuerte, die nach oben führte.
      Es dauerte nur einen Augenblick, aber Shin brauchte nichts sagen, da ging der Kerl schon zur Seite und ließ ihn hindurch. Welche Beschreibung hatte der Besitzer den Leuten von Shin gegeben? Wollte er es wirklich wissen?
      Die Stufen nach oben waren eng und die Wände dunkelrot gestrichen, um sie herum vernahm man selbst durch die Musik ziemlich gestelltes Stöhnen. Ein anderer Mister Schrank tauchte auf. "Zimmer am Ende des Flurs.", war alles was er ihm auf englisch sagte. Shin blickte mit hoch gezogener Augenbraue zu Taejin.
      "Ihr Koreaner seid alle so melodramatisch wie in der Pate, das ist euer Ding oder?", kam es amüsiert von dem Japaner, der mit Taejin das Ende des Flures mit dem viel zu vielen Golddekor passierte.
      Dort erstreckte sich eine schwere Flügeltür, welche ihm zwei viel zu junge Mädchen in Bunny-Kostümen öffnete.
      Dort auf einem riesigen schwarzen Ledersofa thronte sein Kontakt, zu seiner rechten und linken zwei kaum bekleidete Damen.
      Oh, das eine war ein Kerl.
      Der Besitzer des Pearl war gerade Mal Ende 30, hatte schwarzes wuscheliges Haar und ein schrecklichen Modegeschmack, dafür aber ein sehr attraktives markantes Gesicht, welches aber männlich wirkte und weniger weich, wie es bei Asiaten sonst der Fall war.
      Warum ein weißer Anzug? Er sah aus wie ein schlechte Version von Tuxedo Mask aus Sailor Moon.
      "Shin! Darling, Schätzchen. Eine gefährliche Augenweide wie immer und.....oh, in ebenso attraktiver Begleitung."
      "Nenn mich noch einmal so und deine Spielzeuge können deine Einzelteile aufsammeln."
      Der Kerl rieb sich die Oberarme. "Uh, du bist heiß, wenn du so tödlich bist."
      Shin stöhnte genervt. Der Kerl gab dem Mädel und dem offenbar doch männlichen Gegenpart einen Klapps auf den Hintern und schickte sie aus dem Raum.
      "Du wolltest mich sehen, mein Hübscher? Wie kann ich dir und deinem süßen Freund helfen?"


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    • Taejin
      Kaum war Taejin aus seinem Sportwagen ausgestiegen, klebten die Blicke der umliegenden Passanten förmlich an ihn und Shin konnte es sich nicht verkneifen, ihn grinsend zu begrüßen. "Mafia hin oder her, subtil steht mir einfach nicht, wenn du mich fragst.", erwiderte Taejin mit einem leichten Schultern zucken und einem amüsierten Lächeln auf den Lippen, ehe er auch schon seinem Liebhaber hinein in den Club folgte, den er bisher nie betreten hatte. Normalerweise waren solche Clubs nicht seins... nicht wegen der Sexgeschäfte, das war weniger sein Problem, sondern viel mehr, weil die Preiskategorie zu sehr unter seinem Standard war. Als Chaebol war man dann doch anderes gewöhnt, selbst wenn Taejin sich dennoch auch über diese Konkurrenz informiert hatte und stets Leute auch die Clubs in diesem Bezirk für ihn im Blick behielten.
      Offenbar war Shin nicht so selten hier gewesen, denn der Türsteher gewährte ihm sofort Einlass und auch der Weg zum VIP Bereich schien für sie offen zu stehen. "Nun... im Gegensatz zu den Clowns hier, bin ich tatsächlich Mafia Elite, also nehm ich den Vergleich zum Paten eher als Kompliment.", erwiderte der Blonde nur amüsiert. Taejin versuchte nicht zu hinterfragen, ob Shin womöglich auch privater Natur hier bereits ein- und ausgegangen war und konzentrierte sich viel mehr auf den Clubbesitzer, der sich vor ihren Augen mit einer sehr jungen Frau und einem... sehr femininen jungen Mann amüsierte und erst beim Anblick von Shin inne zuhalten schien und ehe er den Japaner auch schon anflirtete. Genervt verdrehte Taejin die Augen bei den Worten, empfand aber eine gewisse Genugtuung darin, dass Shin diesem Kerl beim Flirtversuch geradezu den Tod androhte. Eine Seite mehr an seinem mörderischen Liebhaber, die Taejin an ihm vergötterte. Diese Genugtuung verschwand aber genauso schnell, wie sie gekommen war und Verärgerung und Empörung machte sich stattdessen in dem Blonden breit. Sein Ego war ganz und gar nicht begeistert, dass der Kerl wohl nicht Taejin Hwang erkannte... in Japan würde es Tae womöglich verstehen, aber hier? In seinem Herrschaftsgebiet. Taejin machte kein Geheimnis daraus, dass er den Kerl gerade noch weniger leiden konnte, entschied sich aber dennoch Shin reden zu lassen, da Taejins Feindseligkeit ihnen hier jetzt wahrscheinlich eher weniger weiterhalf. Stattdessen fixierte er diesen Kerl mit seinem kalten Blick, während er langsam durch den Raum lief, welcher nach Schweiß und Sex roch... Raumspray könnte echt nicht schaden.
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    • ___ Shin ___

      Shin betrachtete seinen Liebsten mit einem zufriedenen Grinsen. Er mochte diese arrogante Art, welche Taejin an den Tag legen konnte. Die einen würden es eingebildet nennen, aber für den Japaner war es pure Befriedigung. Schließlich war er derjenige, den sich der allzeit bekannte Taejin Hwang herausgesucht hatte, den er sich ins Bett geholt hatte und der Seiten an ihm kannte, die niemand sonst zu Gesicht bekam. Wenn er andere also abfällig behandelte, aber bei ihm schnurrte, machte den Schwarzhaarigen dies ungemein an. Ja, sie waren schon ein extrem verkorkstes Paar und wahrscheinlich funktionierte es gerade deshalb mit ihnen beiden so gut. Sie standen auf genau die Eigenschaften aneinander, welche andere das Weite suchen ließen.
      "Du bist aber tausend Mal hübscher als der Pate.", säuselte Shin ihm ins Ohr, zwinkerte und schlenderte dann mit Taejin in besagten Raum, in dem sein Kontakt auf ihn wartete. Dem Japaner war dabei der Treffpunkt relativ egal. Er war durch so viele verschiedene Orte in seinem Leben gewandert, hatte bereits so viele Abgründe entdeckt, dass Shin so traurig es auch klang, wahrscheinlich nichts mehr schocken konnte.
      Naja abgesehen von diesem schneeweißen Anzug vielleicht. Mal ehrlich, der Typ hatte ein passables Gesicht. Warum musste er es mit solchen Klamotten ruinieren?
      Als sie ihr Gastgeber auch noch so überschwänglich begrüßte, stöhnte Shin genervt. Richtig, er ruinierte es nicht nur mit seinen Klamotten.
      Als sich der Besitzer des Pearl, einem der wahrscheinlich bekanntesten Bordellen in ganz Seoul erkundigte, wie er genau ihnen beiden helfen konnte, wanderte der Blick des jungen Auftragsmörders zu Taejin. Diesem stand der pure Schock so dermaßen ins Gesicht geschrieben, dass Shin nicht anders konnte als amüsiert zu lachen.
      Das jemand wie Taejin Hwang mit einem Ego größer als das Land in dem er lebte nicht erkannt wurde, war wahrscheinlich schlimmer als ein direkter Faustschlag ins Gesicht für den attraktiven Koreaner.
      "Sag mir nicht, du erkennst Taejin Hwang nicht?", hakte Shin amüsiert nach, um das Ego seines Liebsten ein wenig zu verteidigen.
      "Oh! Ich wusste nicht, dass der Erbe der Hwangs so süß ist. Ich hab ihn mir immer grummeliger vorgestellt." Damit schien das Thema wohl auch wieder erledigt zu sein.
      Okaaay, Shin sollte dieses Gespräch schnell führen, bevor Taejin seinen Informanten umbrachte.
      Problem an der Sache war, dass dieser nervige Sack unfassbar nützlich war und es nichts gab, was ihm entging. Dafür musste man aber dieses schrille, grelle und aufgedrehte Verhalten ertragen. Shin blickte auf den Glastisch vor dem großen Sofa, auf welchen sich der Typ breit gemacht hatte und entdeckte die Reste einer Line. Ach, natürlich.
      "Wie......auch immer. Ich brauche Informationen."
      "Für einen Kuss, tue ich absolut alles für dich, Shin Schätzchen."
      Schneller als überhaupt jemand reagieren konnte, hatte Shin seine Waffe gezückt und dem Kerl direkt in den Mund geschoben.
      "Sei froh, dass du nützlich bist. Sonst hätte ich dir schon längst dein Hirn rausgeblasen. Ich bin allerdings sehr launisch und kann es mir auch anders überlegen. Es gibt nur ein Mensch der so mit mir reden darf und dieser jemand bist nicht du. Wenn du also an deinem erbärmlichen Leben hängst, will ich Antworten." Shin zog seine Waffe zurück, während der Kerl sich mit geröteten Wangen das Gesicht hielt.
      "Du bist so heiß, wenn du das tust."
      "Kranker Freak."
      "Ich weiß, okay worum geht es Schät....Shin."
      Genervt seufzte Shin und zückte das Bild, welches ihm Taejin von Kit gegeben hatte. "Der Kleine. War er schon einmal hier?"
      Der Besitzer des Pearl betrachtete einen Moment das Foto, brauchte aber nicht lang.
      "Ah! Das kleine Kätzchen. Sehr niedlich. Meine Türsteher wollten ihm nicht glauben, dass er schon volljährig ist. Nicht zu fassen mit dem Gesicht. Er wäre richtig gut in dieser Branche angekommen - ein Jammer."
      Er war hier! Kit war hier!
      "Komm zum Punkt. Was wollte er hier?"
      "Oh, er hat ständig nach einem Symbol gefragt. Vor kurzem waren ziemlich finstere Typen hier, die genau so ein Symbol bei sich getragen hatten. Moment..." Der Kerl stand auf, schlenderte an ihnen vorbei, aber nicht ohne auf den Hintern des Auftragsmörder zu blicken, was Shin nur den Lauf seiner Waffe entriegeln ließ. Ihr Informant hob beschwichtigend die Hände und fischte aus einem riesigen Eichenschrank hinter ihnen einen Koffer. "Wir haben Waffen der Taos liefern lassen. Allerdings ist dieses Symbol nicht ganz so wie ich es in Erinnerung habe. Das Kätzchen schien extrem aufgebracht, als sich die Kerle für Taos ausgeben haben und ist ihnen gefolgt. Eine meiner Mädchen hatte einen der finsteren Kerle als Kunde. Ihr könnt sie fragen, ob er erwähnt hat, wohin sie wollten."
      Diese Information war sogar noch informativer als Shin erwartet hatte. Sein Blick wandere zu Taejin.


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    • Taejin
      Der Typ widerte ihn absolut an und und dass sein Blick förmlich auf Shin klebte, machte die Situation nicht besser. Würde Shin nicht so hinterher sein diesem lüsternen Kerl eine Waffe an den Kopf zu halten, hätte Taejin sich ganz schnell darum gekümmert. Auch er hatte seine Hand mittlerweile auf seiner Waffe und wartete nur darauf diese selbst zu ziehen, sollte Shin zögern, doch er wusste es zu schätzen, dass seinem Liebhaber es wohl ebenso wichtig war Abstand zu dem Besitzer des Bordells zu halten. Zum Glück hielt sich Taejin ausreichend zurück, wodurch Shin tatsächlich nach dem Verbleib von Kit erkundigen konnte und die Antwort des Bordellbesitzers überraschte sie wohl beide doch sehr... so sehr, dass Taejin sogar sein Entsetzen über den Kommentar bezüglich Kit schnell beiseite schob und sich auf das wesentliche konzentrierte. Sie hatten eine Spur! Kit war hier gewesen und hatte Fake-Tao-Waffenhändler aufgespürt... Es mochte sein, dass Kaoru und Yazhen ebenfalls einer Spur von Kit folgten, aber die war älter und so würde Taejin Zeit gewinnen, um Kit vor Yazhen zu finden. Vielleicht war dieser seltsame Typ hier ja doch nicht so unnütz. "Wo ist dieses Mädchen? Und wann war Kit hier?", schaltete sich Taejin diesmal ein und trat näher an den Kerl, seine Hand noch immer an seiner Waffe, jeden Moment auch bereit sie zu zücken, sollte es nötig sein.
      "Und diese Fake-Taos... haben sie Namen hier hinterlassen? Eine Nummer? Einen Kontakt? Wenn ihr normalerweise Waffen der Taos bezieht, wie kam es dann dazu, dass sie hier aufgetaucht sind?", erkundigte sich der Chaebol eingehender und triftete dabei ins koreanisch ab, wobei er sich schnell Shin zuliebe wieder auf japanisch korrigierte. Er schenkte seinem Liebhaber einen kurzen Blick. Mit etwas Glück würden sie Kitty so endlich aufspüren können und gleichermaßen die Fake Taos aufdecken... Taejin hatte insbesondere bei letzterem ein extrem ungutes Gefühl. Noch konnte er nicht ganz sagen warum, aber irgendwie schienen ihm die Vorgehen dieser Betrüger in gewissermaßen bekannt vorzukommen...
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    • ___ Shin ___

      Der einzige Grund weshalb Shin dieses Typen nicht vom Antlitz der Welt tilgte war der, dass er leider wirklich nützlich war. Als Shin ihm unbeabsichtigt das Leben gerettet hatte, war dieser ihm so dankbar, vielleicht aber auch einfach nur extrem angeturnt, dass er ihm als Gegenleistung seine Dienste anbot. Der Japaner hatte dies mit einem Winken abgetan, allerdings war der Besitzer des Pearls auch derjenige gewesen, der ihm damals in Korea bereits Namen geliefert hatte, als das Drama mit dem Attentat auf den Hwang-Clan war. Dieser widerliche Bastard war unglaublich nützlich und es gab noch eine Sache mit dem er Recht hatte. Leute wogen sich bei Prostituierten oft in Sicherheit, glaubten scih Schweigen zu erkaufen, wurden nachlässig und ließen sich fallen. Sex hat Leute schon immer zum reden gebracht und in diesem Etablisment wurden Geheimnisse gehandelt wie die wertvollsten Luxusgüter. Eigentlich war gerade das Pearl für seine Diskretion bekannt. Nun bis eben ein Japaner auftauchte und den Arsch des Besitzers rettete. Ein hübsches Gesicht mit gefährlichem Charakter schlug wohl jegliche Diskretion und seit Shins ersten Aufenthalt in Korea war dieser Typ ein überaus nützlicher Informant. Hoffentlich segnete er nicht allzu schnell das zeitliche. Shin würde nicht immer da sein um seinen Arsch zu retten.
      Nun das würde früher eintreffen als ihm lieb war, wenn er seinen Liebsten hier nicht bald wieder rausholte. Er legte die Hand auf die Waffe seines Liebsten und zwinkerte ihm zu. Er wusste das der Koreaner ihm vertraute und die Sache überlassen würde. Zumal sich Shin erstens nie auf diesen Kerl einlassen würde und zweitens würde er ihn anfassen wäre er ohnehin hinüber. Es gefiel dem Japaner allerdings ungemein, dass Taejin reagierte. Er wollte den Auftragsmörder nicht teilen.
      Ein schönes Gefühl. Shin würde lügen, würde er die Art der Aufmerksamkeit durch Taejin nicht doch genießen.
      Da Shin aber Professionalität und Perfektion immer an erster Stelle seiner Arbeitsmoral setzte, hatte er sich direkt nach Kit erkundigt und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
      Mehr als nur sehen! Scheiße man Shin war gut! Er war kaum hier in Korea und fand sich im Untergrund bereits zurecht. Er durfte doch mit recht ein wenig stolz sein oder? Er würde es Taejins Mutter schon zeigen, er war mehr als nur von Nutzen für ihren Goldjungen.
      Taejin schien sehr glücklich über die Information zu sein bzw. erleichtert, dass die Spur nicht im Sand verlief und es platzte direkt aus ihm heraus. So sehr, dass er ins koreanische rutschte und Shin irgendwann gar nichts mehr bis auf ein paar einzelne Vokabeln verstand.
      Er musste sich eindeutig wieder hinter seine Bücher klemmen.
      Taejin schien das zu bemerken und versuchte direkt wieder auf japanisch zu sprechen. Shin unterdrückte ein Lächeln. Auf der Arbeit hatten Gefühle nichts zu suchen.
      "Ah hier ist es." der schrille Typ ließ sich durch die Flut an Fragen nicht beirren und reichte Taejin eine Visitenkarte mit dem gefakten Tao-Zeichen. Erst beim zweiten Blick erkannte man, dass es nicht das echte Zeichen war.
      "Das ganze ist nicht ganz eine Woche her. Ich war ziemlich erstaunt, weil wir in der Regel über einen Kontaktmann beziehungsweise Lieferanten die Ware erhalten. Die Taos haben sich noch nie selbst hier her bequemt. Schade, ich hab gehört der älteste Sohn soll ein echter Hingucker sein." seufzte der Dunkelhaarige betrübt. "Natürlich nicht so wie du Shin-Baby."
      "Du sehnst dich nach dem Tod oder?"
      "Schon gut. Aber der wütende Blick war es wert." er zwinkerte vergnügt.
      "Sie haben sich als Tao vorgestellt, was schon extrem merkwürdig war und lediglich diese Karte hinterlassen. Sprecht mit meinem Mädchen, vielleicht fällt ihr noch etwas ein. Sie hat allerdings gerade Kundschaft. Ich würde euch also bitten euch noch ein wenig zu gedulden. Wie wäre es mit einem Drink an der Bar in der Zwischenzeit? Ko macht einen zum sterben guten Sex on the Beach. Die Drinks gehen selbstverständlich für euch aufs Haus Shin-Darling. Ich schicke mein Mädchen dann zu euch."
      Shin schnappte sich Taejin. "Lass uns an der Bar warten, bevor ich ihn wirklich umbringe." gemeinsam mit seinem Lieblingskoreaner steuerte Shin also besagte Bar an. Nicht das er groß etwas trinken würde, aber es war für seine Nerven besser von dem Typen wegzukommen.
      Er war zwar nervig, aber harmlos und doch schaffte er es bei Shin jedes Mal für Migräne zu sorgen.


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    • Taejin
      Er betrachtete die Visitenkarte intensiver und erkannte tatsächlich das gefälschte Tao Logo auf ihr. Er drehte sie um und musste beinahe lachen, als er die Telefonnummer und die E-Mailadresse sah. Ernsthaft? Eine koreanische Vorwahl? Mal unabhängig davon, dass die Taos mit Sicherheit nicht einfach wild mit Visitenkarten um sich warfen. Diese Familie war höchst professionell und man brauchte sehr lange, um überhaupt den Kontakt zu ihnen herzustellen, geschweige denn um an eine Nummer zu gelangen. Taejin hatte auch nur die Nummer einiger Tao Mitglieder - darunter Yazhen - da ihre Familien bereits seit Jahrzehnten zusammenarbeiteten. Man musste erst den Taos in der Regel einen großen Gefallen tun, damit sie das geringe Maß an Vertrauen aufbrachten und man einen Kontakt bekam. Bis dahin kamen sie auf einen zu und in der Regel bekamen diese Kunden auch lediglich die einfache Massenware und keine speziellen Waffen. Wahrscheinlich würde Yazhen rasend werden, würde er diese billige Visitenkarte zu Gesicht bekommen... wahrscheinlich genauso wie es sein kleiner Bruder geworden war, nachdem er von den Fake Taos erfahren hatte. Diese Situation hatte einfach eine gewisse Absurdität an sich.
      Ihre nächste Spur - jenes Mädchen, welches wohl einen der Fake Taos als Kunden gehabt hatte - würde noch auf sich warten lassen, da sie aktuell Kundschaft hatte. Shin nahm also zu gerne das Angebot an, an der Bar zu warten, wobei der den blonden Koreaner förmlich mit sich zog, um so schnell es ging so viel Abstand wie möglich zu ihrem Gastgeber zu gewinnen. Irgendwie war es ja auch amüsant, wie sehr Shin selbst die Anwesenheit des Clubbesitzers zu hassen schien, obwohl er wie ein extrem fähiger Informant wirkte.
      "Ich würde dir sogar dabei helfen.", erwiderte Taejin amüsiert auf die Aussage, dass Shin den älteren Koreaner gerne umbringen würde, dennoch sah selbst der Chaebol ein, dass sie aktuell seine Hilfe brauchten. Stattdessen ließen sie sich an der Bar nieder, wo Taejin bewusst nur ein Wasser in einer verschlossenen Flasche bestellte. Er trank außerhalb seiner Clubs eher selten Alkohol und grundsätzlich schon gar nicht etwas in einem offenen Glas, wenn er in einem konkurrierenden Club war. Drogen und diverse Mittelchen waren schließlich schnell in einen Drink gemischt.
      "Ich habe Jaehyun bereits angesetzt sich im Aurora ein wenig umzuhören, ob Kitty da aufgekreuzt ist, allerdings meinte er, dass die letzten Wochen laut der Überwachungsaufnahmen das Kätzchen nicht dort aufgetaucht war. Er hört sich in der Szene weiter um, aber wenn Kit hier war und diesen Fake-Taos gefolgt ist, wird uns die Spur wohl kaum zu den Luxus-Clubs in meinen Kreisen führen..."
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