❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Hayato ___

      Es war der nächste Tag der Meisterschaft und sein armer Jun hatte so unruhig geschlafen, dass Hayato ihm mitten in der Nacht noch einen Tee aufgesetzt hatte zur Beruhigung. Der Hotelerbe konnte zwar nicht kochen - okay nicht kochen war untertrieben - aber Tee bekam er tatsächlich sehr gut hin! Irgendwie peinlich darauf stolz zu sein ...
      Nun Jun hatte ihn für den guten Tee gelobt, also konnte Hayato stolz sein. Jedenfalls hatten ein Beruhigungstee und die halbe Nacht voller lieber Worte von Hayato dafür gesorgt, dass der Bogenschütze wenigstens etwas Schlaf fand. Sherazade hatte sich ans Bettende gelegt und sich an die Füße seines Freundes geschmiegt. Vielleicht war seine Prinzessin auch der beruhigende Faktor gewesen. Gegen eine Schönheit wie Sherazade verlor Hayato gern.
      Da Hayato geschäftlich noch etwas zu erledigen hatte, hatte er Jun bei der Sporthalle abgesetzt, aber versichert das er nicht einmal einen Wimpernschlag benötigen würde, bis er wieder bei seinem Liebsten war, um diesen anzufeuern.
      Es hatte zwar zwei Wimpernschläge gedauert, aber auch nur weil Hayato fieberhaft überlegt hatte, was er seinem Liebsten mitbringen könnte. Natürlich hatte sich der attraktive Hotelerbe auch in Schale geworfen. Er wollte schließlich für Jun gut aussehen und da die Presse sich ohnehin das Maul über sie zerriss, wollte er dabei wenigstens gut aussehen. Das hatte ihm Taejin geraten.
      Wenn du schon für Skandale sorgst, dann sehe dabei heiß aus.
      Hayato hatte gelacht, sich den Rat aber zu Herzen genommen. Amüsanter Weise war Taejin so stolz auf Hayatos ersten Skandal gewesen, als sie miteinander telefoniert hatten. Taejin hatte sogar verkündet, dass sein süßer Hayato wohl endlich erwachsen geworden war. Er hatte diesen Shin im Hintergrund lachen gehört.
      Jedenfalls hatte er sich heute für schlichte Eleganz entschieden. Ein Hemd schien ihm für eine solche Veranstaltung nicht passend, weshalb er einen seiner maßgeschneiderten schwarzen Anzüge mit einem Shirt und Halsketten kombinierte. Nun mit seinen dunklen Haaren gefiel ihm das Outfit deutlich besser. Sein blaues Haar zuvor hatte schließlich nur dazu gedient seinen Großvater in den Wahnsinn zu treiben. Da er Jun keine so pompösen Geschenke machen durfte, weil er sonst Ärger von seinem Freund bekam, musste es eben ein riesiger Strauß roter Rosen tun. Hayato hätte nie erwartet mal zu einem Romantiker zu mutieren. Als er aus dem schicken Sportwagen gestiegen war und die Halle ansteuerte, hatten ihm die Frauen so auffällig hinterher gestarrt, das Hayato der Meinung war, dass er gute Arbeit mit seinem Auftritt geleistet hatte. Taejin wäre stolz.
      Die Ehemänner waren weniger begeistert und zerrten ihre Frauen förmlich hinter sich her. Einige junge Mädchen wollten ein Autogramm von ihm. Sie schien wohl der ´Schwulenskandal´ nicht zu kümmern, was Hayato sehr schätze und deshalb den Gefallen erwiderte. Er erntete glückliches Gekreische.
      Eigentlich hatte er ja vor mit einer Pressekonferenz dem ganzen Drama ein Ende zu machen und die Beziehung mit Jun komplett offen zu legen, aber er wollte warten bis Jun dazu bereit war.
      Aufgrund eines Paparazzi, dessen Leben Hayato bereits zerstört hatte, hatte Hayato weder die Chance für die Pressekonferenz noch Jun Zeit bekommen.
      Nun, dann wurde es eben im großen Stil aufgefahren.
      Jun hatte ihm geschrieben, dass er sich wünschte das Hayato bei ihm wäre, das Meisterschaftspersonal aber damit wohl ein Problem hätte.
      Es hatte keine 5 Minuten gedauert das Problem zu klären. Die Drohung, dass er eben die komplette Halle aufkauft und das Event ablässt - nicht das er das tun würde - hatte ausgereicht. Hayato war nach wie vor unschlagbar in Verhandlungen und er konnte verflucht gut bluffen. Komischerweise aber kein Poker spielen, es war verrückt. Die Drohung hatte so gut geholfen, dass man ihm sämtliche Türen öffnete und Hayato nicht einmal eine Türklinke berühren musste.
      Eine der geöffneten Türen führte auch dazu, dass er einen Satz aufschnappte, bei dem es gut war, dass er rechtzeitig aufgetaucht war. In der Umkleidekabine der Meisterschaftskandidaten schien es ja nicht so sportlich fair zuzugehen. Leider überraschte es den Hotelerben nicht, ärgern tat es ihn dennoch.
      Einer der Kandidaten schien bereits verheiratet zu sein, den Ringen an den Fingern der beiden nach zu urteilen, dennoch starrte ihn die Frau mit offenen Mund und geröteten Wangen an.
      Ihr Mann hasste Hayato bereits nach wenigen Sekunden seiner Ankunft. Der Strauß Rosen schien es nur noch schlimmer zu machen.
      Mit einem verführerisch koketten Grinsen lehnte Hayato am Türrahmen und blickte zu dem Störenfried, dem er am liebsten den Strauß Rosen mit den Dornen voraus ins Gesicht geschlagen hatte, weil er SEINEN Jun so dumm anquatschte. Aber leider war Hayato nun einmal viel zu viel Gentlemen. Er löste Dinge mit tödlichem Charme.
      "Ich wusste gar nicht, dass man unter Sportlern Klatsch und Tratsch wie Cheerleader verbreitet.", säuselte Hayato und schlenderte mit solch einer Ruhe und Eleganz in den Raum, wie es eben seine Art war. "Sie scheinen ja sehr viel Zeit zu haben in Klatschblättern über Jun und mich zu lesen. Hart arbeitende Menschen haben diese Zeit leider nicht, mir und Jun ist also nicht jedes Detail bekannt. Wären Sie so nett und klären uns auf? Stand darin wie man auf das Siegertreppchen steigen kann, in dem man seine Konkurrenten niedermacht? Ich wusste gar nicht, dass das im Sport neuerdings zum guten Ton gehört." Der Kerl starrte ihn mit so großen Augen an, als hätte er panische Angst davor das Hayato ihn direkt abstechen konnte. Hayato behielt sein charmantes Lächeln bei, was einschüchternder wirkte als jede Drohung. "Sie haben mir nichts zu sagen? Dann entfernen Sie sich bitte aus meinem Blickfeld, das ist MEIN Platz, denn sie hier neben MEINEM Freund besetzt haben." Bevor sich der Kerl panisch erheben konnte, lehnte sich Hayato an dessen Ohr und flüsterte Worte die keiner der Anwesenden vernehmen konnte, auch nicht Jun. Es sorgte aber dafür, dass der Typ kreidebleich wurde und panisch zu Jun blickte. "Es tut mir Leid Jun!" daraufhin hatte er sich schnell verzogen und Hayato strahlte seinen Freund an, als wäre er ein Engel. "Hallo mein Hübscher.", er küsste Jun auf die Stirn und reichte ihm dann den Strauß. "Für dich."
      Er vernahm das entzückte Seufzen der Frau und ein "Für mich machst du sowas nie!"



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    • Jun
      Er wusste, dass er sich durch solche Worte nicht verunsichern lassen sollte, allerdings hielt sich das Herz selten an Logik und er spürte wie sich sein Puls beschleunigte, als sein Konkurrent ganz offen sich indirekt über Juns aktuellen Skandal lustig machte. Jun war sich nicht sicher, wie die restlichen anwesenden Schützen über diesen Skandal dachten und was ihre Meinung dazu war, dass Juns Skandal durchaus die Ergebnisse der Meisterschaft ein wenig überschatteten, dennoch hatte der Brünette ja selbst kaum Möglichkeiten um das zu unterbinden... ganz im Gegenteil... er war schließlich am meisten der Leidtragende von der Sache... Egal wie sehr es die Schützen nervte, dass sie nicht ganz so sehr im Rampenlicht standen... Jun musste gerade damit leben, dass Fremde in seine Privatsphäre eingriffen und Dinge an die Öffentlichkeit brachten, die absolut niemanden außer Hayato und ihn etwas angingen. Jun wollte ihm das sagen... hatte sogar gut Lust diesen Kerl aus Frust einfach anzuschrein, doch eine ihm sehr gut bekannte Stimme kam ihm zuvor und sofort machte sein Herz einen kleinen erleichterten Hüpfer.
      Lächelnd blickte er zu seinem Freund, der es natürlich geschafft hatte sich trotz des Verbots des Personals hier einen Weg herzubahnen und nun stand er verboten gutaussehend in einem schwarzen Anzug, mit einem großen Strauß roter Rosen in der Hand hier im Türrahmen und gab Juns Konkurenten Kontra. Das Gespräch von ihm und Hayato ging nicht lange, denn bei der Interaktion mit dem Hotelerben wurde der Kerl immer blasser und glich beinahe einer Wand, als Hayato ihm irgendetwas zuflüsterte, was sonst niemand im Raum mitbekam. Jun interessierte durchaus, was Hayato ihm gesagt hatte, dennoch würde er nicht danach fragen... womöglich wäre das besser so. Stattdessen strahlte der Jüngere seinen Freund an, als dieser ihm einen Kuss auf die Stirn gab und den Blumenstrauß reichte. Hayato enttäuschte wirklich nie und war erstaunlicherweise seit sie zusammen waren unfassbar romantisch geworden... manchmal übertrieb er es, dennoch machte es ihn nur umso liebenswerter.
      Jun blendete seine Konkurrenten nun aus und schlang seine Arme um seinen Freund. "Ich bin so froh, dass du hier bist."
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    • ___ Hayato ___

      "Ich hab auch keine Millionen auf dem Konto!", hörte man ihm Hintergrund die Verteidigung des Ehemannes und Hayato hatte fast ein wenig Mitleid. "Rosen kosten keine Millionen!"
      "Das sind locker 100 Stück!"
      Hayato entschied sich das Ehepaar lieber sich selbst zu überlassen. Nachdem er den Störenfried dezent verscheucht hatte und dieser das Weite suchte und zwar in eine andere Ecke der Umkleidekabine und dem Hotelerben immer wieder panische Blicke zuwarf, hatte sich Hayato an seinen Freund gewandt. Der Dunkelhaarige reichte Jun den Strauß roter Rosen und küsste ihm liebevoll zur Begrüßung auf die Stirn. Sein geliebter Bogenschütze schlang die Arme um ihn. Lächelnd legte er den Strauß zur Seite, damit sich Jun nicht verletzte und erwiderte die Umarmung, in dem er den anderen direkt an sich drückte.
      "Aber natürlich. Nichts auf der Welt würde mich davon abhalten." antwortete er Jun sanft und blickte nun besorgt zu seinem Freund. "Wie geht es dir?", fragte er nach und strich ihm über die Wange. Nachdem Jun so lange gebraucht hatte um einzuschlafen, hatte Hayato Sorge das Jun vielleicht nicht fit genug war und mit der Müdigkeit rang. Der Brünette hatte ihm zwar heute morgen immer wieder versichert, dass alles in Ordnung war und dennoch war Hayato um ihn herumgeflattert und hatte ihm wie immer jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Hayato der sonst so kühle Hotelerbe und Manager einer ganzen Kette, war komplett verknallt und so ganz das Gegenteil von seinem gewöhnlichen Ich, dass sich selbst Hayato schon fragte, ob er eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt hatte. Aber laut seinem Dad war das wohl tatsächlich normal, dass man sich, wenn man verliebt war so verhielt. Nachdem sich Hayato so verhielt, war sein Vater offenbar ein riesiger Fan von Jun geworden, ohne diesen überhaupt zu kennen. Der Hotelerbe machte sich fast ein wenig Sorgen, wenn die beiden sich trafen. Er war sich sicher, dass sie sich fantastisch verstehen würden und das würde damit enden, dass alle möglichen Kinderbilder von Hayato ausgegraben werden würden, da sein Dad förmlich süchtig danach gewesen war ihn als Kind zu fotografieren. Heute immer noch, aber jetzt konnte sich Hayato wehren...
      Was seine Mutter nicht taugte, machte sein Vater jedenfalls mich grenzenloser Liebe wieder wett.
      Lächelnd drückte er Jun nochmal an sich.


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    • Jun
      Das Getuschel und die Blicke waren ihm in diesem Moment egal. Er hatte sich an Hayato geschmiegt und seine Augen kurz geschlossen, als dieser ihm einen Kuss auf die Stirn hauchte. Ein wenig wurde er in diesem Moment ruhiger, wenngleich natürlich immernoch die Nervosität allgegenwärtig war und nachdem Jun in der ersten Runde kaum Unruhe verspürt hatte, war es jetzt umso schlimmer... naja nun wusste er was seine Konkurrenz drauf hatte und zusätzlich hatte man sein Privatleben geleaked und ihn gleichzeitig öffentlich in ganz Japan geoutet. Das waren durchaus Dinge, die einen beunruhigen konnten... zudem war er sehr knapp in die nächste Runde gekommen, was dazu geführt hatte, dass er die letzten Tage bis zu diesem Turniertag noch härter trainiert hatte und seine Trainerin für ihn Analysen von seinen Konkurrenten erstellt hatte, damit er besser einschätzen konnte, inwiefern diese besser waren als er und welche Techniken sie verwendeten. Das hatte natürlich wieder für sehr viele Überstunden gesorgt und wenigstens hatte seine Trainerin ihm mehrere Freistellungen für den Unterricht organisiert, sodass er nicht noch zusätzlich schauen musste, wie er Training, eine Meisterschaft und die Schule unter einen Hut bekam. Er würde zwar dementsprechend nach der Meisterschaft noch viel nacharbeiten müssen, aber das war nun doch erst einmal zweitrangig. Stattdessen versuchte er sich jetzt erstmal auf das Turnier vor sich zu konzentrieren. Und dass der potentiell beste Schütze aktuell ihm vorhin bereits den Nerv rauben wollte, machte die gesamte Situation auch nicht unbedingt besser... Fragte sich nur, wie sehr Hayato den Kerl jetzt eingeschüchtert hatte.
      "Ich bin super nervös... ich weiß, dass ich das kann... aber ich mach mir Sorgen, dass meine Nervosität mir einen Strich durch die Rechnung macht, so wie in der ersten Runde...", äußerte Jun leise seine Bedenken seinem Freund gegenüber und zuckte anschließend leicht zusammen, als eine Dame eintrat und verkündete, dass es in wenigen Minuten losgehen würde und die Sportler sich bereit machen sollten. Langsam löste sich Jun von Hayato... verdammt schlug sein Herz schnell...
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    • ___ Hayato ___

      Sein Freund war unglaublich nervös, was er ihm nicht verdenken konnte. Diese Meisterschaft bedeutete Jun sehr viel und sie diente dazu es nicht nur den anderen zu beweisen, sondern auch sich selbst. Das hier war nicht nur eine Bogenschießmeisterschaft, das hier war zeitgleich Juns persönliche Feuertaufe. Allein am Klang der Stimme seines Liebsten bemerkte Hayato förmlich dessen Unruhe. Als sich Hayato von ihm kurz gelöst hatte und ihn fragte, wie es ihm ging, hatte Jun ihm ehrlich geantwortet und seine Nervosität und Sorge berichtet. Als auch noch eine der Angestellten diesen Events hereinplatze und verkündete, dass es gleich weiterging, war dies förmlich ein Tritt Richtung Magengegend. Ein liebevolles Lächeln legte sich auf die Lippen des Hotelerben. "Als ich meine ersten Pressekonferenzen und Meetings als Führungskraft antreten musste, war ich unglaublich nervös. Mir hat es aber sehr geholfen, dass ich gewusst habe, dass mein Vater immer in meiner Nähe ist und mich anfeuert. Er war immer mein Anker und ich hab gewusst, dass ganz gleich was passiert, er immer stolz auf mich sein wird. Jetzt bin ich hier. Wenn du da rausgehst und dich die Nervosität packt, dann such mich mit deinem Blick in der Menge. Du wirst mich finden. Sieh nur mich an und niemanden sonst, bis du dich beruhigt hast. Versuch alles andere auszublenden. Da Hayato blickte sich kurz um, ehe er an einer Wand ein Board entdeckte mit einem riesigen überdimensionalen Block und Stiften daneben. Hier hielten viele Vereine und Sportler mit ihren Trainern nochmals Taktiken fest. Hayato erhob sich einen Moment und klaute sich dort einen schwarzen Filzstift, ehe er sich wieder zu Jun kniete. Schmunzelnd schob er sanft den Ärmel des Oberteils von Jun nach oben und schrieb seinen Namen mit Schriftzeichen auf dessen Unterarm, ehe er den Ärmel wieder hinunter zog. "Siehst du, jetzt bin ich mit dir dort unten. Du schaffst das."


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    • Jun
      Er hatte Hayato offen und ehrlich gesagt, wie er sich in diesem Moment fühlte... warum sollte er auch lügen? Er log Hayato nicht an und sein Freund würde das ebenfalls nicht tun. Vielleicht würde Hayato seine Sorgen herunterspielen, aber er würde nicht lügen und deshalb sah Jun auch keinen Sinn darin seine offensichtliche Nervosität für sich zu behalten. Stattdessen lächelte er leicht über die Geste seines Freundes, als dieser versuchte ihn zu beruhigen, indem er Jun seinen Namen auf das Handgelenk schrieb und ihm beteuerte, dass er immer für ihn da sei und Jun sich nur auf ihn konzentrieren müsse. Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen des Brünetten bei diesen Worten und er schlang noch einmal kurz seine Arme um Hayato. "Danke... ich werde nach dir Ausschau halten.", erwiderte der jüngere sanft lächelnd, ehe auch schon die Dame von zuvor erneut auftauchte und beteuerte, dass die Sportler jetzt los mussten. Jun hauchte Hayato noch schnell einen Kuss auf die Wange, ehe er nach seinem Equipment griff und sich zusammen mit den anderen Schützen zu der Frau bewegte, die sie kurz darauf hinaus und geradewegs zu den Schützenständen brachte. Die Ziele waren bereits aufgebaut und die Entfernung zu ihnen, war nun nicht nur größer, diesmal fand das Turnier nicht in einer Halle sondern in einer offenen Arena statt. Und das machte sich bemerkbar. Jun spürte den Wind bereits, sobald sie auf die Fläche hinaustraten und sofort wurde ihm bewusst, dass das für sie alle eine Art Handicap darstellen würde. Er erkannte ebenso in den besorgten Gesichtern der anderen, dass diese von den starken Böen ebenso wenig begeistert waren. Jun hatte in der Vergangenheit bei solchem Wetter zwar trainiert, allerdings war seine Fehlerquote dabei massiv gestiegen und er hatte sich nur schwer auf Wind einstellen können. Seine Trainerin hatte ihn stets damit getröstet, dass solche Wetterbedingungen für Outdoor Turniere nicht üblich waren... und doch stand er jetzt hier bei der Meisterschaft und dachte zynisch darüber nach seine Trainerin nach dem Turnier darauf noch einmal anzusprechen.
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    • ___ Hayato ___

      "Du wirst mich finden, glaub mir.", schmunzelte der Hotelerbe sanft auf die Worte seines Freundes hin, erntete zur Belohnung ein Küsschen auf die Wange und fragte sich erneut, wann er eigentlich unter die Romantiker gegangen war. Er war so dermaßen romantisch geworden, dass er sich selbst nicht wiedererkannte. Ehrlich gesagt, war er extrem überrascht was eigentlich in ihm steckte. Für jemanden der bislang nicht einmal wusste, wie es sich anfühlte verliebt zu sein und nur mit seiner Arbeit und Sherazade verheiratet war, drohte er förmlich an Gefühlen überzuquellen. Nein, gar zu platzen. Vielleicht hatte sich das ja all die Jahre angestaut und er hatte nur darauf gewartet, all diese Liebe jemanden schenken zu können? Er vergötterte seine Hündin, aber einen Partner liebte man nun einmal anders und das waren Emotionen, die er bislang nicht gefühlt hatte. Natürlich hatte Hayato schon Beziehungen geführt, aber die waren alle mehr oder weniger pro forma, weil man es erwartete und nicht weil er auch nur ansatzweise etwas empfand. Demnach hielten die Beziehungen nie lang. Hinterher wollten ihn zwar alle wiederhaben, was aber mehr an dem lag was Hayato repräsentierte. Hayato wurde aus seiner kleinen Traumwelt gerissen, als die Dame von zuvor noch einmal ungestüm hereinplatze und die Sportler jetzt aber wirklich in die Puschen kommen mussten. Der Hotelerbe trennte sich nur widerwillig von Jun, aber er wusste schließlich worum es hier ging und jetzt war seine hauptsächliche Aufgabe seinen Liebsten anzufeuern. Als Hayato also den Raum verließ, wanderte sein Blick noch einmal zu dem Kerl, der zuvor Jun so dumm angemacht hatte. "Ich behalte dich im Auge.", war alles was Hayato verkündete und den Kerl direkt zusammen zucken ließ. Er war zwar bei Weitem nicht so einschüchternd wie Taejin oder gar so angsteinflößend wie dessen Kätzchen, aber was Hayato hatte war Macht und Einfluss. Geld hatte nun einmal eine unschlagbare Kraft, so traurig es auch war und er konnte damit zahlreiche Leben zerstören oder retten. Der Dunkelhaarige konnte mit einer Handbewegung die komplette Kariere dieses Kerls ruinieren und das wusste er, weshalb er schön die Beine still halten würde. Ein falsches Wort an Jun, auch nur ein falscher Blick und Hayato würde diesen Kerl auslöschen. Nicht wie es Taejin tat, nein Hayato meinte damit gesellschaftlich ruinieren und das war oft schlimmer als der Tod. Jedenfalls hatte sich Hayato nun auf die Tribüne zu den VIP Plätzen begeben. Diese waren direkt vorn und da er die komplette vordere Reihe gekauft hatte, würde sich auch niemand in seine Nähe setzen. Der Hotelerbe hatte ja verkündet, dass Jun ihn definitiv bemerken würde. Dieser Teil der Meisterschaft wurde im Freien stattfinden. Hayato erinnerte sich, dass Jun ihm einmal erklärt hatte, dass das für die meisten ein Horror war und ein ordentliches Handicap darstellte. Der Hotelerbe blickte zu seinem Freund und lächelte.
      Er war sich sicher, dass Jun das schaffte.
      Immerhin betraf dieses Handicap nun alle Teilnehmer.


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    • Jun
      Es war soweit... der zweite Tag der Meisterschaft... Jun war nervös, aber der Besuch jetzt kurz vorher von Hayato hatte ihm zumindest ein bisschen Ruhe gegeben. Kaum war er mit den anderen Schützen auf das Schießfeld bei diesem stürmischen Wetter hinausgetreten, ließ er seinen Blick umherschweifen, um nach seinem Freund zu schauen. Er brauchte die Vergewisserung wo sich Hayato genau im Publikum befand, um ruhiger durchatmen zu können. Kaum hatte er den Hotelerben in der VIP Lounge erblickt, lächelte er unweigerlich leicht und konzentrierte sich dann auf das was vor ihm lag. Der starke Wind machte sichtlich allen anwesenden Schützen Sorge, da die wenigsten von ihnen Erfahrung mit solchen Wetterbedingungen hatten. Jun hatte zwar in seiner Schulzeit bei seiner Trainerin kaum unter solchen Bedingungen trainiert... aber früher in seiner Kindheit hatte er öfter bei solch einem Wetter Bogenschießen üben müssen. Er musste an seine Mutter denken. Die ehemalige Bogenschützin hatte viel Wert darauf gelegt Jun schon frühzeitig auf sämtliche Wetterbedingungen vorzubereiten und vielleicht würde ihm das jetzt zugute kommen. Jun war damals nicht sonderlich gut im Schießen gewesen, versuchte sich aber mit seinem heutigen Können an die Worte seiner Mutter zurückzuerinnern, die ihm unter strenger Hand viele Tipps gegeben hatte und ihn versuchte hatte darauf zu trainieren auch bei solchem Wetter gut zu schießen... Jun würde nun auf dieses Wissen zurückgreifen müssen und hoffte lediglich, dass dass er sich bei diesem Wetter besser als die anderen schlagen würde.
      Die Schützen gingen schließlich auf ihre Startpositionen. Jun würde als letzter schießen, schließlich hatte er sich als letzter für die Runde qualifiziert... Jun würde also erst einschätzen können, wie gut die anderen Schützen sich bei diesen Bedingungen machten.
      Jun konzentrierte sich auf seinen Konkurrenten, welcher sich zuvor mit Hayato angelegt hatte und seitdem deutlich kleinlauter wirkte. Bei der letzten Runde hatte er sich mit der höchsten Punktzahl qualifiziert, wirkte aber nun doch recht unsicher...
      Sein Konkurrent begab sich in Position und ließ wenig später den Pfeil fliegen... und tatsächlich traf er sein Ziel... wenn auch nur am äußersten Ring. Scharf sog er die Luft ein und auch die anderen Schützen wirkten verunsichert...Der zweite Schuss war ein wenig besser und auch die folgenden trafen ihr Ziel, waren aber bei weitem nicht so gut wie in der ersten Runde. Bei den anderen Schützen allerdings lief es teilweise nicht so gut. Viele trafen das Ziel gar nicht oder gerade so und waren bei dem Wind sehr überfordert und tatsächlich schöpfte Jun Hoffnung. Als er endlich dran war, wusste er dass es nicht leicht werden würde, aber seine Konkurrenz hatte auch nicht so gut vorgelegt.
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    • ___ Hayato ___

      Es wehte ein überraschend starker Wind und irgendwie erschien es Hayato unfair, dass die Teilnehmer unter solchen Bedingungen diese Meisterschaft fortführen mussten. So war das aber nun einmal im Sport. Da sucht man sich das Wetter nicht aus und ein Sportler muss ähnlich wie ein Geschäftsmann immer funktionieren. Den Wind wehte ihm durchs Haar und immer wieder musste er sich einige Strähnen aus dem Gesicht streichen. Einer Dame aus dem Publikum hatte es einen schneeweißen Hut weggeweht, welchen Hayato gerade noch auffangen konnte. Mit einem typisch charmanten Hayato-Lächeln war er einige Stufen zurück gelaufen zu den hinteren Plätzen und überreichte der zierlichen Dame mit dem braunen Haar, welche panisch aufgrund ihres Hutes aufgesprungen war den Hut. Diese strahlte den Hotelerben heller an als die Sonne und bedankte sich tausend Mal, während er junge Mann an ihrer Seite ihn anstarrte, als hätte er gerade das größte Verbrechen überhaupt begangen. Hayato und er würden wohl keine Freunde werden...
      Eine ältere Dame klopfte Hayato plötzlich auf den Rücken.
      "Was für ein anständiger junger Mann.", plapperte sie und klopfte ihn immer wieder. Sicherlich war einer ihrer Enkel einer der Teilnehmer. Hayato lächelte verständnisvoll. Eine andere Dame mit ihrem schätzungsweise Ehemann war panisch zu Hayato und der alten Dame gerannt und entschuldigte sich gemeinsam mit ihrem Mann bei Hayato für die alte Frau, die ihnen offenbar ausgebüxt war.
      Hayato hatte nur gelacht und ihnen versichert das alles in Ordnung war. Dieser Mann schenkte ihm daraufhin ein Lächeln.
      Er hasste ihn also nicht.
      Nach diesem kleinen Abendteuer konnte sich Hayato widersetzen und war froh, dass er nicht viel verpasst hatte, außer das tatsächlich einige der Schützen daneben schossen und fluchten. Es schien bei vielen katastrophal zu laufen. Wenigstens schoss niemand ins Publikum.
      Natürlich haftete der Blick des Hotelerben einzig und allein auf seinem Freund, welcher dann endlich an der Reihe war.
      Hayato ballte die Fäuste um die Daumen zu drücken.
      "Komm schon Jun.", flüsterte er leise.


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    • Jun
      Er war an der Reihe... tief atmete er ein, schloss kurz die Augen und stieß schließlich die Luft wieder ganz langsam aus. Dann öffnete er wieder die Augen und hob seinen Bogen. Parallel rief er sich die Ratschläge und Tipps seiner Mutter von vor vielen Jahren erneut ins Gedächtnis... denn selbst wenn er das Training mit ihr nie sonderlich gemocht hatte und sie ihn stets unter den schlechtesten Bedingungen hatte trainieren lassen... würde ihn das nun definitiv zugute kommen.
      Sollte sich sein Verhältnis zu seiner Mutter wieder ein wenig beruhigen... würde er vielleicht bei Gelegenheit ihr dafür danken... wenn auch wahrscheinlich nur in einem Nebensatz, nicht dass das für sie rechtfertigte, was er durch sie die ganze Zeit durchgemacht hatte.
      Konzentration.
      Erneut atmete er tief durch und spannte seinen ersten Pfeil im Bogen an. Er konzentrierte sich darauf, aus welcher Richtung der Wind aktuell kam und wie stark er ihn einschätzte, passte seine Position dementsprechend ein wenig an und ließ den ersten Pfeil fliegen. Er traf zwar nicht mittig, landete aber im zweitäußeren Kreis des Zieles und damit war das einer der besten ersten Schüsse an diesem Turniertag. Zufrieden lächelte Jun leicht und spannte den zweiten Pfeil ein. Mit der Erfahrung aus dem ersten Schuss passte er erneut seine Position an und schoss. Ganz knapp verpasste er den innersten Kreis, hatte sich aber bereits mit dem Schuss im Vergleich zum ersten verbessert. Selbstbewusstsein keimte langsam in ihm auf und zufrieden nickte er. Er hatte den Dreh raus und konnte tatsächlich den Wind gut einschätzen... besser als er vermutet hätte. Die folgenden Schüsse liefen tatsächlich sehr gut und der letzte landete sogar direkt in der Mitte. Ungläubig starrte Jun auf die Zielscheibe... und dann langsam auf den Punktestand. Den heutigen Tag hatte er tatsächlich mit Abstand gewonnen, selbst wenn sein Punktestand insgesamt von Tag eins und zwei zusammen noch immer knapp hinter dem ersten und zweiten Platz lagen...
      Er hatte aufgeholt... Noch während sein heutiger Sieg verkündet wurde, starrte Jun immernoch etwas ungläubig auf die Ergebnisse. Sie zu lesen war das eine...aber realisieren würde er es dennoch erst einmal nicht können. Langsam löste er seinen Blick von der Punktetafel und sah zu seinen Konkurrenten, die nun entweder traurig, enttäuscht oder wütend aussahen. Und insbesondere einer funkelte Jun ganz besonders aggressiv an, wandte sich aber ab und ging. Mit diesem Turniertag waren fünf weitere Schützen ausgeschieden und nun würden Jun und vier andere Schützen in das Halbfinale einkehren...
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    • ___ Hayato ___

      Bei jedem Schuss hatte Hayato die Luft angehalten. Mal ehrlich, er glaubte langsam, dass er nervöser war als Jun und der stand schließlich direkt im Zentrum des Geschehens. Für jemanden der Aufmerksamkeit anderer nicht so gern mochte, konnte sein Liebster aber verflucht gut damit umgehen. Vielleicht weil er sich hier nicht auf die Menschen, sondern auf den Sport konzentrierte? Jedenfalls klammerte der Hotelerbe sich förmlich an seine Anzugshose. Es war schon witzig, vor keinem Meeting war er so aufgeregt wie bei Juns Turnier. Mit jedem Schuss wurde der Brünette immer besser und man konnte anhand der Gesichter der Teilnehmer deutlich erkennen, wie neidisch sie waren. Garantiert hatte Jun als einer der wenigen Erfahrung mit Bogenschießen unter Natureinfluss. Den einen blieb der Mund offen stehen, andere kickten verärgert Gras vor sich her und wieder andere sahen so verzweifelt aus, dass sie es wohl nicht glauben konnten, dass sie gerade überholt wurden. Als der letzte Pfeil in der Mitte traf, hatte sich Hayato beherrschen müssen nicht direkt aufzuspringen. Schließlich wollte er seinen Freund nicht blamieren. Allerdings strahlte er gerade heller als die Sonne, was erklären könnte, weshalb sie sich nicht zeigte. Hayato könnte platzen vor Stolz.
      Er hatte das dringende Bedürfnis seinen Freund in die Arme zu ziehen, wusste aber das er sich noch geduldigen musste.
      Gedanklich überlegte Hayato schon fieberhaft, welche Belohnung Jun von ihm bekommen könnte?
      Ein schickes Abendessen? Eine Massage? Sollte er tatsächlich diese Halle kaufen????
      Am liebsten hätte Hayato ja geschrien ´Schaut her ihr Lappen! Das hier ist mein Freund. Der süßeste Kerl dieses Sonnensystems und ihr seid alle Versager 'aber er war ja nicht Taejin und der Gentlemen in Hayato nun einmal zu groß.
      Denken tat er es aber dennoch.


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    • Jun
      Er war bei weitem nicht so schnell zu Hayato gelangt, wie er es gerne würde... denn offenbar musste man nach einem Sieg noch Interviews führen... Jun war den privaten Fragen der Reporter mehr oder weniger aus dem Weg gegangen, hatte nur auf Fragen bezüglich des Turniers geantwortet und einen Reporter sogar schlichtweg ignoriert, als dieser Fragen zu Juns Beziehung mit Hayato herumschrie. Kaum zu glauben, dass Jun der erwachsenere in einem Raum von vielen Mittdreißigern und Mittvierzigern war, die nichts anderes zu tun hatten, als einen Sportler über sein Privatleben auszufragen.
      Viel zu lange hatte das alles gedauert und die Interviews hatten ihn definitiv mehr ausgelaugt, als es das Turnier an sich überhaupt konnte. Er war wirklich nicht für so viele Interaktionen mit Menschen gemacht und als ihn einer der Schützen, die es gerade so ins Halbfinale geschafft hatten, zu einer anschließenden Party einlud, nutzte Jun die Ausrede, dass er noch achtzehn sein, dementsprechend auch nichts trinken dürfte und noch zur Schule ging und deshalb an keiner Party teilnehmen durfte, da seine Schule und seine Familie diesbezüglich recht streng waren. Zwar wusste er, dass seine Schule sicher keine Einwände hätte und sein Vater ihn wahrscheinlich sogar dazu bestärken würde ein wenig Spaß zu haben... aber das war es eben nicht... er hätte mit Sicherheit keinen Spaß daran. Der andere Schütze verstand das offenbar durchaus, nickte nur lächelnd und beließ es dabei, ehe Jun endlich seinen Freund suchen konnte. Er hatte Hayato zuvor gebeten sich wieder bei den Umkleiden zu treffen, da Jun ungerne bei diesen Menschenmassen herumirren wollte und umso erleichterer traf er tatsächlich seinen Freund bald schon vor den Umkleiden an... wobei der Brünette befürchtete, dass sein Freund schon sehr lange auf ihn gewartet hatte. Jun hatte beinahe Mitleid...aber nur fast.
      "Na? Wieviele Telefonate hattest du bereits mit HongKong während ich dich so lange habe warten lassen?", begrüßte Jun seinen wartenden Freund leicht lachend.
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    • ___ Hayato ___

      Hayato dankte einmal mehr dafür, dass Geduld eine sehr stärksten Eigenschaft war. Geduld und Charme. Aus der Sicht des Hotelerben waren das zwei sich perfekt ergänzende Komponenten mit denen man fast immer ans Ziel kam. Der andere Teil machte sein Know-How aus. Er wollte nicht angeben, aber er war der perfekte Geschäftsmann. So perfekt, dass er mit den Fingern am Geländer der Tribüne spielte und darauf wartete, dass Jun endlich all die Interviews hinter sich hatte. Der Dunkelhaarige wusste wie lang so etwas gehen konnte und bei manchen Fragen, wünschte er sich, dass er an Stelle seines Liebsten wäre. Man traute sich nicht wirklich zu intime Fragen einem Sakurai zu stellen. Schließlich war auch der damalige Paparazzi plötzlich vom Erdboden verschluckt worden. Jetzt stürzten sie sich auf den armen Jun. Das würde Hayato ihnen noch austreiben. Es ging um das Turnier und den Sport verdammt nochmal.
      Aber Geduld war Hayatos Stärke....
      Immer wieder rief er sich dies wie ein Mantra innerlich selbst zu.
      Hayato hatte früher meditiert. Vielleicht sollte er das wieder anfangen? Auch wenn er glaubte, dass sein inneres Gleichgewicht ganz gut war, konnte es ja nicht schaden.
      Er fühlte sich bei der Beobachtung der ätzenden Reporter gerade alles andere als ausgeglichen.
      Hayato war dankbar, dass offenbar wenigstens einer der Bogenschützen nett war. Der Millionenerbe verstand zwar nicht worum es ging, da Lippenlesen nun keine seiner Fähigkeiten war, aber er lächelte freundlich und behielt einen gesunden Abstand zu Jun.
      Jun schien auch recht entspannt, auch wenn er danach aussah, als würde er was auch immer gesagt bekommen hatte gerade ablehnen.
      Sicherlich eine Aftershow-Partner der Bogenschützen nach dem zweiten Turniertag.
      Das war nichts für seinen Liebsten.
      Hayato lächelte sanft. Da er Jun versprochen hatte, dass er bei den Umkleidekabinen wartete, setzte er sich in Bewegung. Hin und wieder wurde er angesprochen und um Fotos gebeten, aber alles doch recht harmlos.
      Abgesehen von Sportlerneid untereinander, schienen solche Veranstaltungen deutlich gesitteter zuzugehen, als so manche Veranstaltung die Hayato besuchen musste.
      Jun ließ auf sich warten, aber dafür hatte Hayato Verständnis. Schließlich war das Juns großer Tag und er war herausragend gewesen.
      So nahm er sich also die Zeit und checkte auf dem Handy seine E-Mails.
      Das Postfach drohte förmlich zu platzen, was ihn seufzen ließ.
      So machte er sich daran die ein oder andere zu beantworten, da hörte er Schritte und blickte auf.
      Jun kam auf ihn zu, lachend und gut gelaunt, was Hayato selbst strahlen ließ.
      "Dieses Mal waren es E-Mails aus Peking." lachend zog er seinen Liebsten an sich. "Weißt du eigentlich wie fantastisch du bist?"


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    • Jun
      Kaum hatte er die Aufmerksamkeit seines Freundes auf sich gezogen, zeichnete sich auf beiden Gesichtern ein breites Lächeln ab und unweigerlich wurde der Jüngere von Hayato in eine Umarmung gezogen, die Jun nur zu gerne erwiderte. Bei den Worten seines Freundes lachte er leicht und löste sich nur soweit, dass er dem Älteren direkt in die Augen blicken konnte. Er hob leicht eine Augenbraue und setzte dabei einen leicht verspielten Blick auf. "Weiß ich... aber ich habe nichts dagegen, wenn du mir das noch des öfteren sagst."
      Er war erleichtert den zweiten Tag des Turniers so gut gemeistert zu haben und fast noch glücklicher, dass er nun die ganzen Interviews hinter sich hatte. Jetzt wollte er nur noch etwas Ruhe. Nicht umsonst hatte er die Einladung zu der Aftershow Party abgelehnt... er war kein Mensch für Menschenmassen und brauchte auch stets viel Zeilt für sich um seine Batterie für soziale Interaktionen wieder aufladen zu können. Und Hayato wusste das genau, weshalb ein gemütlicher gemeinsamer Abend daheim mit Sherazade auch stets für Jun die beste Option war einen Tag zu beenden. Gerne wollte er Hayato küssen, aber das würde er erst daheim oder im Wagen machen, wenn er nicht das Gefühl hatte, dass tausend neugierige Augenpaare auf ihnen lagen und ein Foto von einem noch so kurzen Kuss sofort in den Medien landen könnte. Er vermisste beinahe ein wenig seine Anonymität von vor knapp einem Monat aber es brachte nichts dem hinterherzutrauern...
      "Wollen wir nach Hause?", erkundigte sich der Brünette schließlich lächelnd und löste dann langsam ihre Umarmung. "Ich muss mich nur umziehen, meine Sachen zusammenpacken und dann nehmen wir am besten den Hinterausgang... ich hab genug von Reportern und ihren Fragen."
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    • ___ Shin ___

      Shin hätte nicht erwartet so schnell wieder nach Korea zurückzukehren. Zwar waren seine Möglichkeiten in Seoul deutlich eingeschränkter als in Tokyo, aber er war ziemlich kreativ und hatte genug Mittel und Wege an Informationen zukommen. Inzwischen hatte er sich ja selbst in Seoul einen Namen gemacht, auch wenn das eher dem Ruf von Taejin zu verdanken war. Es hatte dennoch massiv die Runde gemacht, dass das Oberhaupt der Hwangs einen Auftragsmörder datete, der dafür bekannt war unantastbare Clans auszulöschen. Sie waren ein gefährliches Paar und das machte die Sache nur um so heißer. Der Japaner hatte sich weiterhin mit der koreanischen Sprache auseinandergesetzt. Nicht, dass er darin gut wäre, aber er war deutlich besser vorbereitet als das letzte Mal und Taejin lächelte jedes Mal, wenn er Shin mit dem kleinen Wörterbuch entdeckte, dass er sich besorgt hatte. Dieses Lächeln war es schon alle Mal wert gewesen.
      So waren sie beide also auf dem Weg nach Korea. Kean wollte sie am Flughafen abholen und so rollten sie ihre Koffer durch die gefühlt kilometerlangen Gänge des Seouler Flughafen, auf der Suche nach Taejins rechter Hand. Kean gehörte zwar nicht unbedingt zu den auffälligen Menschen, hatte aber eine gewisse Präsenz, weshalb es nicht lange dauerte, bis sie ihn im schicken Anzug am Ausgang der Südseite des Flughafens entdeckt hatten. Selbstverständlich war er perfekt vorbereitet und hatte einen schicken Wagen organisiert.
      Shin hatte noch nie in seinem Leben Bedienstete oder Angestellte gehabt, was einfach mit seinem Lebensstil zu tun hatte, aber so ein Kean erschien ihm ziemlich praktisch. Glücklicherweise dauert ein Flug von Tokyo nach Seoul nicht unbedingt lang, weshalb sie beide noch ziemlich fit waren.
      Kean verbeugte sich höflich zur Begrüßung.
      "Sorry für den Überfall Kean.", grinste Shin und legte den Kopf katzenhaft leicht schief. "Ich versuche dir so gut ich kann keinen Ärger zu machen, aber ich muss ein wenig in euren Untergrundvierteln auf die Jagd gehen. Ich entschuldige mich bereits im Voraus."


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    • Taejin
      Erneut hatten sie zusammen Seoul erreicht, wenngleich diesmal weder für Vergnügen, noch weil jemand das Leben der Hwangs bedrohte. Die Tatsache, dass aber die Suche nach Kit wohl deutlich komplizierter war, als anfänglich erwartet, beharrte Taejin nicht sonderlich. Er hatte von Kaoru Updates bekommen, schließlich sollte dieser ja eigentlich Yazhen schlcihtweg ablenken, während Shin und Taejin die wirklich ernsthaften Nachforschungen anstellten... allerdings hatte keiner damit gerechnet, dass auf diesem Ablenkungsmanöver auch Yazhen und Kaoru fündig werden würden und nun verfolgten sie tatsächlich zwei heiße Spuren, eine davon in Japan und eine in Südkorea. Taejin war ganz und gar nicht glücklich drüber, schließlich hätte er weniger Kopfschmerzen, wenn Yazhen sich aus alldem heraushalten würde und Taejin alles alleine Kontrolle hatte. Leider waren die Taos nicht dafür bekannt KOntrolle abzugeben und zu teilen, weshalb Kaoru Taejin im stundentakt über Neuigkeiten informieren musste. Taejin ließ grad seinen Frust ein wenig an seinem japanischen Manager aus, was wahrscheinlich nicht unbedingt förderlich für die Moral war, aber wenn das vorbei war und Yazhen endlich wieder in sein Land verschwunden war, würde Taejin sich bei Kaoru mit einem Urlaub revanchieren.
      Als Shin und Tae den Südausgang des Flughafens erreichten, wartete Kean bereits auf sie, dessen Mundwinkel leicht zuckten, als Shin ihm eigentlich schon Probleme prophezeite. Eigentlich hätte Kean den nächsten Monat seine Familie besuchen wollen... wahrscheinlich wünschte auch er Taejin, Shin, Yazhen und allen involvierten die Pest an den Hals, was der Hwang-Erbe seinem Assistenten ja nicht einmal übel nehmen konnte.
      "Wir versuchen so diskret wie möglich vorzugehen, um das Problem mit den Taos schnellstens zu beseitigen.", versuchte Taejin Kean zu beruhigen, der wirkte allerdings kaum überzeugt. Stattdessen deutete er nur auf den Wagen hinter sich und nahm Taejin das Gepäck ab.
      "Wo werden wir schlafen? Ist mein Apartment hergerichtet oder im Hotel." Darauf hielt Kean inne und blickte dann doch über seine Schulter zu seinem Boss zurück.
      "Im Hwang Haupthaus. Ihre Mutter hat darauf absolut bestanden." Taejins Mundwinkel gefroren leicht... alleine wäre das kein Problem gewesen, aber er wollte ungerne, dass seine Mutter näheren Kontakt mit Shin pflegte... nicht, wo er ihn nun datete.
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    • ___ Shin ___

      Der Japaner linste auf das Handy seines Liebsten, der gerade Kaoru mit Nachrichten förmlich terrorisierte und alles andere als zimperlich mit seinem treuen Manager umging. "Du bringst ihn noch zum weinen.", schnurrte Shin amüsiert in das Ohr seines eigentlich Chefs und zeitgleich Lovers und hatte gute Lust Taejin einfach irgendwo auf diesem Flughafen in einem Raum zu zerren und über ihn herzufallen. Taejin war ziemlich heiß, wenn er so genervt und aggressiv wurde. Ja, sie führten schon eine äußerst merkwürdige Beziehung. Schließlich wurde sein Freund heiß, wenn Shin seine Psychospiele mit anderen spielte. Nun, niemand musste sie beide verstehen außer sie einander und das taten sie erschreckend gut. Es fühlte sich beinahe so an, als könnte kein Verbrechen und keine Sünde groß genug sein, um auch nur ansatzweise Entsetzen bei dem jeweils anderen auszulösen. Das konnte aber auch einfach nur bedeuten, dass sie schlichtweg schlechte Menschen waren und sie es verdient hatten irgendwann dafür in der Hölle zu schmorren. Sollte Shin recht sein. Dort war es warm und wenn er mit Taejin in der Hölle war, würde er diese nur noch heißer werden lassen.
      Immer noch bestens gelaunt, zumal es ohnehin schwer war Shin überhaupt jemals zu beunruhigen schlenderte er lautlos hinter seinem attraktiven koreanischen Freund her, der immer noch verärgert sein armes Handy malträtierte. Als sie Kean erblickten und Shin ihn mit seiner typisch viel zu lockeren Art begrüßte, erkannte man, wenn auch nur ganz leicht, dass Kean wohl damit kämpfte dem Japaner für diese Worte keine reinzuhauen. Allein Shins Anwesenheit würde den armen Kerl um einiges schneller altern lassen.
      Als Taejin versuchte das Thema irgendwie in eine andere Richtung zu lenken und sich nach dem Schlafplatz für sie erkundigte, hatte er wohl nicht mit der Antwort seines Assistenten gerechnet. Shin blickte leicht glucksend zu Taejin. "Wow, das ging ja schnell." Da er allerdings wusste, dass sein Liebster das alles andere als witzig fand, versuchte er sich zu beherrschen und strich dem hübschen Koreaner eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich kann wo anders schlafen Taejin." sein Finger glitt an der Wange seines Freundes entlang. "Ich werde ohnehin beschäftigt sein und werde gar nicht dazu kommen, deiner Mutter groß über den Weg zu laufen. Mach dir keine Sorgen."
      Es war schon amüsant, dass es wohl etwas gefährlicheres gab als einen Mafiahintergrund für die kriminelle Familie Hwang und zwar einen Auftragsmörder, der dafür bekannt war, einen großen Mafiaclan im Alleingang ausgeschalten zu haben und das nur, weil er dafür verdammt gut bezahlt worden war.
      Nun....Shin konnte die Sorge durchaus nachvollziehen.


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    • Taejin
      Er wusste Kaoru war ihm treu ergeben und das änderte auch kein harscher Tonfall oder Strenge. Gut möglich, dass es von außen seltsam wirken musste, wie Taejin mit seinem engen Vertrauten umging, doch er war eben immer noch ein Mafia Boss und besaß eine gewisse Autorität, die er untermalen musste. Ab dem Moment, wo er diese Autorität nicht präsentierte, lief er Gefahr die Kontrolle zu verlieren und das würde er absolut niemals zulassen. Er verdeutlichte also noch einmal per Textnachricht, dass sich Kaoru bloß nicht verplappern sollte und Taejin weiterhin stetig darüber unterichtete, was bei ihnen in Japan passierte und welchen Spuren sie nachgingen, ehe er das Smartphone wieder wegsteckte und sich Kean näherte, welcher bereits geduldig auf seinen Boss und dessen Lover gewartet hatte. Die Bemerkung von Shin hatte Kean nur mit einem müden Lächeln bedacht, wobei offensichtlich war, dass es ihm nach wie vor nicht zusagte, dass der Japaner ihn so persönlich beim Vornamen ansprach und mit ihm umging, als wäre er ein guter Bekannter. Allerdings würde sich Kean an ihn gewöhnen müssen, solange wie Taejin ihn datete. Ein Ausblick, der den Dunkelhaarigen nur mit mäßiger Begeisterung erfüllte. Was ihm wiederum sehr erfreute, war es Taejin ins Gesicht sagen zu dürfen, dass er und Shin auf Wunsch der Herrin des Hwang Clans im Haupthaus schlafen würde. Taejins Entsetzen war kaum in Worte zu fassen, denn er konnte sich tatsächlich besseres vorstellen, als seine Mutter und seinen festen Freund unter einem Dach schlafen zu lassen und dabei zu riskieren, dass Miga Hwang womöglich viel zu neugierig wurde. Aus diesem Grund bot Shin tatsächlich schnell an, woanders zu nächtigen, wobei Kean dem einen Strich durch die Rechnung machte.
      "Ich befürchte, ich muss darauf bestehen, dass ihr beide im Hauptanwesen schlaft. Die Herrin Hwang hat es angeordnet und betont, dass sie keine Widerrede akzeptiert, da sie von eurer sehr innigen Beziehung erfahren hat... Chanyeol hat sich wohl verquatscht..."
      Taejin liebte seinen kleinen Bruder sehr, aber gerade in diesem Moment könnte er ihm wirklich dafür den Hals umdrehen. "Na kommt, steigt ein. Eure Mutter erwartet euch bereits."
      Taejin blickte gleichermaßen frustriert und entschuldigend zu Shin...
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    • ___ Shin ___

      Shin hatte schon immer eine wahnsinnig gute Menschenkenntnis. Sein Beruf brachte es mit, dass er sehr genau Menschen beobachtete, um sie lesen zu können. Kean war kein einfacher Kandidat was das anging, allerdings stand es ihm gerade förmlich ins Gesicht geschrieben, dass er es gerade mehr als nur genoss, es den beiden auf diese Art hineinzudrücken. In der Position des Assistenten, konnte er Taejin nicht mal eben ins Gesicht brüllen oder lautstark verkünden, dass er den Japaner nicht ausstehen konnte. Auf diese Weise hatte er aber ein klein wenig Rache bekommen und das kostete er sichtlich aus. Wow, Kean war ja noch schadenfroher als Shin. Der Japaner war beinahe beeindruckt. Jedenfalls schien für Taejin gerade das Armageddon gekommen zu sein. Spielten sicherlich viele Faktoren mit, was Shin anging. Zum einen ihre Beziehung, zum anderen sein Beruf und zum anderen das Shin Geheimnisse kannte, die eigentlich nicht ans Licht kommen sollen. Sicherlich war er der Dame des Hauses ein gewaltiger Dorn im Auge. Ja, der Dunkelhaarige hatte sich wieder einmal sehr beliebt gemacht. Das war etwas mit dem sich der Reaper des japanischen Untergrunds wirklich nicht schmücken konnte. Die meisten wollten ihn lieber tot sehen, als etwas anderes. Nun der eine Teil würde ihn davor gern vögeln und danach umbringen. Aber unter der Erde wollten ihn schlichtweg alle. Als sie den Wagen ansteuerten, hielt Shin einen Moment inne bevor er einstieg und drehte sich schnell um.
      Merkwürdig. Er hatte das Gefühl, dass er beobachtet wurde. Der Japaner irrte sich in solchen Momenten selten, weshalb ihm ziemlich unwohl dabei war, dass er aber niemanden entdecken konnte. Korea war nicht sein Jagdgebiet, weshalb er hier nicht alle Register ziehen konnte wie es in Japan der Fall war. Mit gemischten Gefühlen stieg er in den Wagen und blickte noch einmal aus dem Fenster. Er würde die Augen offen halten ...
      Als er den Blick seines Liebsten bemerkte, besah er ihn aber mit diesem untypisch sanften Gesichtsausdruck, den er nun mal nur für Taejin übrig hatte. "Nun schau nicht so. Zwar leite ich in der Regel Verhöre, aber ich werde nichts sagen, was dich in Schwierigkeiten bringt." er hob das Kinn seines Liebsten an. "Das schlimmste wird aber sein, dass ich die Finger von dir lassen muss, solange wir unter dem Dach deiner Mutter sind, mh?"


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    • Taejin
      Ihm missfiel es ganz klar das Risiko einzugehen, dass seine Mutter Shin ausfragen konnte und genauso missfiel es dem Koreaner, dass sein Lover Informationen herausfinden könnte, die Taejin lieber für sich behalten hätte. Allerdings hatte er tatsächlich in diesem Moment nur recht wenig Macht gegen seine Mutter - die Herrin des Hwang Clans - auszurichten, selbst wenn Taejin offiziell das Oberhaupt ihrer Clan-Familie war. Er würde auf jeden Fall versuchen die beiden auf Distanz voneinander zu halten und hoffte ja fast, dass ihre Suche nach Kit sie außerhalb Seouls führen würde, damit sie eben nur einen kurzen Aufenthalt im Hwang Anwesen hatten. "Glaub mir... um dich mach ich mir weniger Sorgen...", seufzte Taejin schließlich auf Shins Worte hin und stieg dann zusammen mit seinem Lover in den Wagen ein, während Kean erst das Gepäck im Kofferraum verstaute und anschließend sich ans Steuer setzte um die beiden zum Hwang Anwesen zu fahren. Die Fahrt dauerte nicht allzu lange, dennoch nutzte Taejin diese kurze Ruhe, um ein wenig die Augen zu schließen und wenngleich er nicht einschlafen konnte, half es schon sich leicht an Shin zu lehnen und sich selbst voll und ganz auf seine eigene Atmung zu konzentrieren. Er wusste, dass er die nächsten Tage sich wahrscheinlich nicht allzu sehr erholen würde und da war diese Art von Ruhe tatsächlich grad ein Segen.

      Knapp eine Stunde später fuhr Kean auf das Gelände des Hwang Anwesens, wo sie wie immer bereits eine nicht gerade geringe Anzahl an bewaffneter Security wartete, die sich wohl seit Taejins letztem Besuch verdoppelt hatte... nun das war nach dem Anschlag auf seine Mutter auch nicht verwunderlich. Ein Teil des Anwesens war von dem Anschlag aktuell immernoch zerstört und abgesperrt, allerdings entdeckte Taejin durchaus Baumaterilien im Hof, die darauf schließen ließen, dass die Renovierung wohl bald starten würde oder womöglich bereits begonnen hatte.
      Kaum hatte der Wagen gehalten, stiegen Taejin und Shin aus, nur um von Taejins Mutter höchstpersönlich begrüßt zu werden. Während sie den blonden Koreaner in eine knappe Umarmung zog und ihm ins Gesicht sagte, dass er zugenommen hätte (was er nicht hatte), blickte sie zu Shin und ihr Blick wurde ein wenig distanzierter. Sie hatte ihn zuvor zwar bereits kennengelernt, ihn da aber nur wenig Beachtung geschenkt, weil er zu diesem Zeitpunkt nur ein Angestellter von Taejin war. Nun sah das aber anders aus...
      "Der Japaner.", kommentierte sie schlicht seine Anwesenheit. Das konnte nur fantastisch werden...
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