❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Yazhen ___

      Als er neben Kaoru getreten war und zu diesem blickte, lauschte er der Antwort des anderen. Er wirkte zwar so, als hätte er sich damit abgefunden, aber er klang dabei irgendwie traurig. Yazhen konnte sich das natürlich auch nur einbilden, aber Kaoru wirkte auf ihn wie ein Mann, der viele Dinge einfach nur Leid war. Dem Chinesen ging es ähnlich. Vielleicht wünschte sich Yazhen aber auch nur einen Gleichgesinnten. Er war sich da selbst nicht ganz sicher. Vielleicht brauchte er einfach auch nur Urlaub, dieses Fremdwort nachdem sich jeder sehnte. "Es gibt keine Engel. Sie haben ein unschuldiges und tatsächlich engelhaftes Aussehen, aber in jedem Menschen verbergen sich Schatten. Jeder Mensch kann wenn es darauf angeht einen Mord begehen. Niemand wird als Heiliger geboren und niemand stirbt als Heiliger. Das ist aber auch nur meine bescheidene Meinung und ich habe nicht das Recht Sie analysieren oder verstehen zu wollen, geschweige denn zu können. Ich wollte Ihnen damit lediglich meine Achtung zum Ausdruck bringen. Ich hoffe Sie damit nicht angegriffen zu haben.", antwortete Yazhen wie immer sehr ruhig, höflich, aber doch freundlich. Der Chinese war zwar in diesem Metier tätig, was aber nicht bedeutete das er unfreundlich war.
      Die Aussage von Kaoru allerdings ließ er amüsiert schnaufen. "Nun, ich würde wirklich nicht empfehlen sich mit mir anzulegen." Er schmunzelte leicht und folgte Kaoru zum Wagen. "Gern. Ich danke Ihnen. Soll ich fahren, wenn sie sich ausruhen möchten? Ich verspreche hier auch keine chinesische Fahrweise an den Tag zu legen."


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    • Kaoru
      "Was für eine tiefgründige Antwort.", entgegnete Kaoru lachend und schüttelte seinen dunkelhaarigen Schopf. Offenbar hatte Yazhen ihn falsch verstanden und Kaorus Worte als Beschwerde aufgefasst, dabei hatte der Japaner es gar nicht so gemeint. Er machte Yazhen keinen Vorwurf und tatsächlich empfand er sein unschuldiges Gesicht als recht praktisch... es war lediglich erstaunlich, wie sehr die Optik eines Menschen und seine Ausstrahlung andere beeinflussten. In dem Sinne waren Menschen halt immer oberflächlich. Sie schrieben anderen Eigenschaften zu, ohne auch nur ein Wort mit ihnen gewechselt zu haben. "Schon gut, ich hab es gar nicht als Angriff angesehen. Ganz und gar nicht. Ich mag mein Lächeln! Es ist in meinem Metier mehr als praktisch, den Ruf eines 'Engels' zu haben und mir werden oft Komplimente für mein Lächeln gemacht. Ich beschwere mich also nicht... es ist nur absurd wie wenig Leute mir tatsächlich schlimme Dinge zutrauen und die meisten, die es tun, haben mich bereits in Aktion erlebt.", erwiderte er schulternzuckend und kehrte so langsam zum Wagen zurück, nachdem er seine Zigarette auf dem Boden ausgetreten hatte.
      Auf den Kommentar von Yazhen grinste der Japaner schließlich, ehe er auf der Fahrerseite einsteigen wollte und Yazhen ihm anbot zu fahren, damit Kaoru ein wenig ruhen konnte. Kurz hielt der Japaner inne und überlegte, ehe er ganz langsam nickte. "Ich vertraue ihnen mein Baby an. Seien sie liebevoll zu ihm.", erwiderte Kaoru daraufhin leicht grinsend und reichte Yazhen den Autoschlüssel. Er selbst stieg auf der Beifahrerseite ein, stellte seinen Sitz ein wenig zurück und lehnte seinen Kopf dann leicht an die Scheibe. Er war wirklich extrem müde, wollte aber auch nicht sofort einschlafen. Stattdessen konzentrierte Kaoru sich auf die Lichter außerhalb des Wagens und seinen Kaffee.
      "Sie und Kit stehen sich sehr nah... was?!"
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    • ___ Yazhen ___

      Nun war er derjenige, der es falsch aufgefasst hatte und fuhr sich durch das dunkle Haar. Er hatte wohl zu viel hineininterpretiert. Hatte er sich den traurigen Ausdruck nur eingebildet? Der Chinese war sich unsicher, versuchte aber nicht weiter darüber nachzudenken. Er und Kaoru standen sich schließlich nicht nah, so dass er sich um den anderen Gedanken machen musste, auch wenn er ihn zugegeben gut leiden konnte. "Ich neige wohl doch mehr zur Dramatik als gedacht. Nehmen Sie es mir nicht übel, ich bin ein Tao. Wir sind ein wenig speziell." kam es sogar ein wenig amüsiert von dem Dunkelhaarigen. Sofern man das Amüsement aus seinem stoischen Gesicht ableiten konnte. Yazhen wurde oft mit einem Stein verglichen. Er hatte nichts gegen Steine, aber er selbst schätzte sich gar nicht so emotionslos ein. Nur wirkte er auf andere tatsächlich so, was in seinem Berufsfeld genauso praktisch war wie Kaorus Engelsgesicht. Er nickte auf die Worte des anderen hin demnach auch zustimmend. Als sie beide weiterfahren wollten, hatte er sich noch einmal das übermüdete Gesicht des anderen angesehen und bot diesem an zu fahren. Sofern Kaoru ihm den Wagen überlassen wollte. "Ich werde sanft sein." Er räusperte sich verhalten, ehe er die Schlüssel annahm und auf der Fahrerseite einstieg. "Wie lautet die Adresse? Ich gebe es in mein Navi ein, damit sie gern ein wenig die Augen schließen können." fragte Yazhen an und tippte die Adresse in sein Handy, nachdem er sie erhalten hatte. Kaoru würde höchstwahrscheinlich nicht schlafen, aber anbieten wollte er es ihm dennoch. Im Schlaf hatte Yazhen noch niemanden umgebracht, war nicht sein Stil und Kaoru hatte ihm ja auch keinen Grund gegeben, dies zu wollen. Während der Dunkelhaarige also los fuhr und sich erneut über den ordentlichen Verkehr Japans erfreute, stellte ihm der Manager des Nachtclubs von Taejin eine eigentlich sehr offensichtliche Frage, aber höflich wie Yazhen nun einmal war, würde er sie auch angemessen beantworten.
      "Das tun wir. Er ist schließlich mein kleiner Bruder. Es ist meine Pflicht ihn zu beschützen. Eine Pflicht, die ich sehr gerne erfülle und nicht anders wollen würde. Haben Sie Geschwister?"


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    • Kaoru
      Er lachte leicht als Yazhen sich so dramatisch darstellte und schüttelte nur den Kopf, auf seine Worte hin. "Glauben Sie mir... niemand ist so dramatisch wie Taejin Hwang.", entgegnete er, während wie zu seinem Wagen zurückkehrten und Yazhen anbot zu fahren. Kurz zögerte Kaoru, da er sich nicht ganz sicher war, ob er das überleben würde, wenn er einem Fremden seine Autoschlüssel gab und womöglich sogar auf der Fahrt ein kleines Nickerchen machte... dann fiel ihm allerdings ein, dass Yazhen nichts wirklich davon hatte ihn im Schlaf umzubringen oder seinen Wagen gegen einen Baum zu fahren, weshalb schließlich der Japaner den Schlüssel rüberreichte und den Chinesen lediglich aufforderte liebevoll mit seinem Wagen umzugehen. Na hoffentlich hatte der Tao wirklich einen annehmbaren Fahrstil...
      Kaoru stieg auf der Beifahrerseite seines Wagens ein, was sich einfach nur auf viele Ebenen falsch anfühlte, dennoch lehnte er sich ein wenig an die Fensterscheibe und blickte hinaus in die Nacht. Während Yazhen also den Motor startete und langsam losfuhr, hatte Kaoru sich nach der Beziehung von dem Chinesen zu seinem kleinen Bruder erkundigt, woraufhin Kaoru auf die Gegenfrage nur langsam den Kopf schüttelte. "Ich bin mir nicht sicher... aber ich glaube nicht. Ich kenne meine leiblichen Eltern nicht, also bin ich mir nicht ganz sicher, ob nicht irgendwo in Japan jemand herumläuft, der mir vielleicht sogar irgendwie ähnlich sieht.", meinte Kaoru schlicht und je mehr er darüber nachdachte, umso mehr beunruhigte ihn der Gedanke. Er hatte keine wirkliche Familie und mit jemanden das gleiche Blut zu teilen, obwohl er nichts über die Person wusste wirkte für ihn einfach nur absurd. Im Hwang Clan stand die Familie, wie in vielen Clans, immer an höchster Stelle und selbst wenn Kaoru das nie hatte nachvollziehen können, fühlte er sich Taejin ehrlich verpflichtet und ergeben. Er würde ihn nicht zwingend als Familie bezeichnen... aber vielleicht etwas ähnliches...
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    • ___ Yazhen ___

      "Dagegen kann ich nicht einmal etwas erwidern. Ich glaube es sofort.", antwortete Yazhen seiner japanischen Begleitung und nickte sogar noch einmal zustimmend, um mehr als nur deutlich zu unterstreichen, dass er Taejin Hwang in der Tat für die größte Dramaqueen der Welt hielt. Erneut schwang leichte Bewunderung für Kaoru mit. Dieser Mann musste sehr gute Nerven haben oder aber er warf sich irgendetwas ein. Er könnte es ihm nicht einmal verübeln. Als er nun mit dem Dunkelhaarigen in den Wagen des anderen stieg, war es ein Segen auf den Straßen Japans zu sein. Nicht das er Japan lieber hatte als China, es war schließlich sehr Landstreu aber mal ehrlich hinsichtlich des Straßenverkehrs konnten sie sich eine gute Scheibe abschneiden. Es war so angenehm durch den geordneten Verkehr zu fahren, dass es Yazhen wehmütig werden ließ. Er würde innerlich weinen, sobald er Chinas Straßenverkehr erlebte. Hier machte ihm sogar das Fahren Spaß, bislang hatte er es immer gehasst. Entgegen seines gruseligen Backgrounds war Yazhen ein sehr vorsichtiger Autofahrer, der sich sehr streng an Verkehrsregeln hielt. Konnte man ihm nicht verdenken, er war schließlich in dem Punkt ein gebranntes Kind. Während er also dem Navi folgte, führten er und Kaoru eine weitere Unterhaltung. Der älteste Tao-Bruder konnte sich nicht daran erinnern, dass er sich jemals mit jemanden abgesehen von seinen Geschwistern soviel unterhalten hätte. "Mit Taejin Hwangs Netzwerk würde sich das sicher herausfinden lassen, aber gehe ich recht in der Annahme, dass Sie dies gar nicht wollen?", fragte er ruhig. Yazhen war kein neugieriger Mensch und auch nicht der Typ für Smalltalk und doch war es unglaublich einfach sich mit diesem Kaoru zu unterhalten. Vielleicht hatte ihn Taejin gerade deshalb erwählt? Vielleicht diente Kaoru auch einfach als Ablenkungsmanöver, während dieser Shin erkannte, dass er keine Ahnung hatte wo Kit steckte und mehr Zeit brauchte?


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    • Kaoru
      Aus dem Augenwinkel beobachtete Kaoru Yazhen, der nun am Steuer saß und den Wagen in Bewegung gesetzt hatte. Kaoru hatte das Gefühl, dass Gespräche mit dem Tao immer angenehmer wurden. Er konnte nicht genau sagen warum, aber entgegen seines gesunden Menschenverstandes hegte er ein gewisses Maß an Sympathie für den Tao und genoss seine Gegenwart sogar ein bisschen. Er hatte eine angenehme Stimme und wenngleich er im ersten Moment ein wenig beängstigend und einschüchternd wirkte, hatte er wohl doch eine recht ruhige und sanfte Seite an sich... etwas das Kaoru aus dem Hwang Clan eher weniger kannte. Taejin und seine Mutter waren beide weit davon entfernt ruhig zu sein und während Chanyeol dem schon eher entsprach, gehörte er eben offiziell eigentlich gar nicht zum Clan dazu, damit er von den Gefahren des Clans beschützt werden konnte. Und Shin... es wäre falsch ihn als ruhig zu betiteln. Kaoru wusste nicht genau, wie er ihn beschreiben würde, aber man musste wahrscheinlich ein gewisses Maß an verrückt sein, um mit Taejin Hwang ernsthaft eine Beziehung einzugehen und für ihn Menschen zu erledigen.
      Sie hatten während der Fahrt ein wenig über Kit geredet, woraufhin Kaoru auf Yazhens Nachfrage erwähnte, dass er keine Familie hatte. Die folgenden Worte des Chinesen ließen Kaoru leicht schief grinsen, ehe er seinen Kopf ein wenig auf seinem Arm bettete. "Ich wüsste nicht, was es mir bringen würde, zu wissen wo diese Leute sind. Wenn sie tot sind, dann kann ich auch nichts daran ändern und wenn sie noch am Leben sind, dann haben sie mich bewusst aufgegeben und sind es nicht wert gesucht zu werden. Ich habe bisher keine Familie gebraucht und ich denke, das wird auch weiterhin nicht nötig sein."
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    • ___ Yazhen ___

      Yazhen war schon immer ein sehr aufmerksamer Mensch. Er hörte Leuten in der Regel immer zu, egal ob Freund oder Feind. Im Gegensatz zu seiner Familie welche immer nur Schwarz oder Weiß sah, war Yazhen für das Grau zuständig. Für ihn gab es nichts wirklich positives, aber auch nicht wirklich negatives. Alles hatte seine guten und schlechten Seiten. Allerdings gab es gewisse Faktoren, bei denen Yazhen absolut gar keine Meinung zu ließ, das war beim Thema unangebrachte Unhöflichkeit, wie beispielsweise in dem Club von Melody seitens seiner Bodyguards und absolute Inkompetenz. Der Tao hatte in seinem Leben bereits so viele Leute aus dem Clan geschmissen, eher beseitigen lassen, dass er aufgehört hatte zu zählen. Nicht weil er Spaß daran hatte Leben zu beenden, im Gegenteil, das war eine der vielen Seiten seines Lebens die er abgrundtief hasste, sondern weil er für den Schutz zuständig war. Er hatte schon immer seine Familie beschützt, auch wenn er nach wie vor glaubte, dass seine Mutter sie alle noch überleben würde.
      So hörte er auch Kaoru zu, woraufhin er ein wenig nachdenklich auf die geordnete Straße blickte. "Sie haben Recht." er kam nicht umhin fast ein wenig belustigt zu Kaoru zu sehen. "Ich bin immer noch erstaunt wie ein so pragmatischer Mensch wie Sie an die Seite von einem so impulsiven Menschen wie Taejin Hwang kommt. Sie beide sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser. Verzeihen Sie, dass es mich amüsiert. Es ist nur, dass ich nicht erwartet hätte gerade mit einem der engsten Vertrauten von Taejin Hwang so vernünftig sprechen zu können." Natürlich war es albern zu glauben, dass alle Angestellten von dem Koreaner nur impulsive Schönlinge waren, die der berüchtigte Chaebol flach legen konnte, aber abwegig war es nun einmal nicht. Man sah es ja bereits an diesem Shin. Er sah sehr gut aus, war aber mindestens so von sich selbst überzeugt wie Taejin und hatte eine große Klappe, bei der es kaum ein Wunder war, dass ihn so viele Leute tot sehen wollten. Das wusste man selbst in China. Kaoru wiederum war anders. Er sah nicht nur gut aus, er war vernünftig, erwachsen und wirkte so viel reifer als Taejin, dass sich Yazhen wünschte die Geschäftspartnerschaft würde mit dem Dunkelhaarigen bestehen und weniger mit Taejin, mit dem sich seine Mutter chronisch in den Haaren lag und dabei war Yazhen für den Waffenhandel zuständig.


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    • Kaoru
      Er hatte nicht erwartet, dass Yazhen ihm gegenüber so sympathisch und aufgeschlossen wirkte und kein Problem damit zu haben schien Zeit mit Kaoru zu verbringen. Und Kaoru fand es ebenfalls nicht soo übel, sich in Ruhe mit dem Chinesen zu unterhalten. Taejin stellte Yazhen gerne als ätzenden Kerl, mit Stock im Arsch dar, aber für Kaoru war der Chinese eine angenehme Abwechslung... er hatte in diesem Clan genug Verrückte und stark Extrovertierte um sich, da war so ein Ruhepol wirklich mal eine willkommene Interaktion. Auf die anschließenden Worte des anderen, lachte Kaoru dann doch leicht... er hatte nicht ganz unrecht, Kaoru passte nicht so hundertprozentig in den Hwang Clan hinein, womöglich war aber eben genau das der Grund, warum Taejin ihn ausgewählt hatte. Taejin mochte etwas verrückt und ausgeflippt sein, aber er war dennoch ein guter Analytiker und wusste, wie er den Clan gut ergänzte und welche Persönlichkeiten die Hwangs stärkten. Aber ein Außenstehender würde wahrscheinlich Taejin mit deutlich mehr Skepsis gegenüber auftreten, da er doch eben sehr unkonventionell war... und agierte...
      "Wenn der gesamte Hwang Clan so wie Taejin drauf wäre... wären wir dem Untergang geweiht... auf der anderen Seite wäre der Hwang Clan allerdings auch nicht so erfolgreich, wenn nur solche ernsten Persönlichkeiten wie ich agieren würden. Taejin hat ein gutes Händchen, um seinen inneren Zirkel sinnvoll mit Charakteren zu ergänzen, die dem Clan einen Mehrwert geben... ich weiß nicht, ob das bei den Taos ähnlich funktioniert, aber bei uns ist es von großer Bedeutung, dass jedes Mitglied des inneren Kreises von Taejin eine andere Perspektive mit hineinbringt..." Tatsächlich war Kaoru recht dankbar, dass Yazhen das Gespräch in diese Richtung geleitet hatte und sie nicht weiter über seine Abstammung redeten. Kaoru hatte wahrscheinlich klar gemacht, dass er wenig Interesse daran hätte und Yazhen hatte das respektvoll akzeptiert. Das hätte nicht jeder.
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    • ___ Yazhen ___

      Er hatte ein angenehmes und schönes Lachen stellte der Chinese fest. Es war nicht aus sonderlich emotionaler Sicht, sondern eine einfache Feststellung. Es gab viele Geräusche bei Gefühlsregungen, welche total schrecklich klangen. Yazhens Schwester so sehr er sie auch liebte, lachte in den Augen des anderen absolut schrecklich und erinnerte ihn immer wieder an einen gequälten Hamster. Er mochte das Lachen von Kaoru, es war sanft und melodisch und vor allem tat es ihm nicht in den Ohren weh. Merkwürdig was für Gedankengänge ihm so durch den Kopf geisterten. Vielleicht war es die Sorge um Kit oder weil Yazhen selbst seine Wachgrenze überschritten hatte. Er war es gewohnt mit wenig Schlaf auszukommen, aber 3 Tage waren da schon äußerst grenzwertig. Immer wenn er versucht hatte zu schlafen, machte er sich solche Sorgen um seinen kleinen Bruder, das er direkt wieder wach war. Glücklicherweise hatte man ihm noch nie wirklich Schlafmangel angesehen. Das Training der Taos war erbarmungslos. "Das ist in meiner Familie ähnlich. Wie Sie ja bereits festgestellt haben ist mein kleiner Bruder beispielsweise deutlich lebhafter als ich.", antwortete Yazhen amüsiert und blickte auf das Navi. "Wir scheinen angekommen zu sein. Verzeihen Sie mir, sie wollten ein wenig ausruhen und ich habe Sie wach gehalten. Das ist nicht meine Art." er hatte den Wagen auf einem der Parkplätze ihres neuen Ziels angehalten. "Sie sind ein guter Gesprächspartner Herr Hoshino. Ich habe mich wohl hinreißen lassen.", damit war er ausgestiegen und blinzelte überrascht in den Himmel. Mit Regen hatte er nicht gerechnet. Mit schnellen Schritten war der Dunkelhaarige gemeinsam mit dem Japaner in den Seven-Eleven gesprintet und fuhr sich durch das nasse Haar. Die kalte Luft der Klimaanlage war unangenehm und auch das Mädchen an der Kasse wärmte sich ihre Hände an der Warmhaltetheke, die sich direkt dort befand und man dort noch warme Teigtaschen entdecken konnte. Sie zuckte direkt zusammen, als sie Gäste erblickte.


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    • Kaoru
      Ehe sie es sich versahen, hatten sie tatsächlich ihr nächstes Ziel erreicht und während Kaoru fast ein wenig bereute keinen Schlaf in dieser Zeit bekommen zu haben, musste er gestehen, dass die Fahrt erstaunlich angenehm gewesen war und er ihr Gespräch sogar ein wenig genossen hatte. Er würde schon noch zum Schlafen oder zumindest zum Ausruhen kommen und Yazhen würde ja kaum jetzt nur noch Nächte durchmachen, ehe er Kit gefunden hatte... also zumindest hoffte Kaoru das inständig, denn ansonsten würde er in Gegenwart des anderen ganz jämmerlich zugrunde gehen.
      "Es gibt auf jeden Fall schlimmere Gesprächspartner.", stimmte der Japaner dem Chinesen mit einem Lächeln zu. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen und während Kaoru Anstalten machte seinen Regenschirm hervorzuholen, war Yazhen bereits aus dem Auto gesprintet und Kaoru entschied sich kurzerhand dagegen, den Schirm hervorzuholen und wagte sich dementsprechend auch in die Nässe. Nass... und kalt... ganz schlechte Kombination. Kaum hatten sie den 7-Eleven betreten, blickte sie ein junges Mädchen hinter dem Kassentresen etwas überrascht an und musterte die beiden Männer, während Kaoru sich seine nassen Haare aus dem Gesicht strich und sich fast wünschte ein Handtuch jetzt hier zu haben... und eine heiße Dusche nehmen zu können... sich anschließend in seinem Bademantel auf seine Couch zu setzen und sich bei einem guten Film und einem Glas Rotwein einzukuscheln...
      Da kam das Wunschdenken hervor... wie gerne wäre er jetzt doch in seinem Apartment...
      Er schob den Gedanken schweren Herzens beiseite und ließ einmal mehr seinen Blick umhergleiten. Im ersten Moment nichts auffälliges, aber das hatte nichts zu bedeuten.
      "Entschuldige, dass wir hier so hereinplatzen. Wir wurden ein wenig von dem Wetter überrascht und haben uns ein wenig verfahren. Wir kommen nicht von hier und ich habe ein wenig Probleme mich außerhalb von Tokyo zurechtzufinden...", begann Kaoru locker und freundlich das Gespräch mit dem jungen Mädchen, beinahe so als wären sie nur ein paar Touristen, die falsch abgebogen sind und nun seit Stunden im Kreis fuhren. In der Regel wirkte diese Herangehensweise am freundlichsten auf junge Mädchen und nicht ganz so beängstigend...
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    • ___ Yazhen ___

      Der groß gewachsene Chinese in seinem dunklen Anzug mit den nassen Haaren, war sicherlich kein Anblick den eine Schülerin, welche sicherlich viel zu jung war um überhaupt zu dieser Stunde zu arbeiten, oft zu Gesicht bekam. So theatralisch wie er hier hereingestürmt war, war ihm sein Auftritt fast ein wenig peinlich. Er war nicht hinein gerannt weil er es eilig hatte, sondern weil er nicht erwartet hatte das es so stark regnete! Da er aber einen gewissen Ruf zu wahren hatte, behielt er seine stoische Fassade perfekt aufrecht und blickte vollkommen unbeeindruckt im Laden herum, obwohl seine Socken von dem kurzen Sprint komplett durchnässt waren und widerlich in seine Schuhe gerutscht waren. Dankbar das Kaoru wieder das Gespräch übernommen hatte, lief der Dunkelhaarige durch die Gänge, versuchte dabei das Quietschen seiner Schuhe auf dem glatten Boden zu ignorieren, ebenso wie die Sintflut auf seiner Sohle. Er hatte eine Mission und keine Zeit für Dramatik, daher sah er sich ein wenig um in der Hoffnung irgendetwas verdächtiges zu finden. Er würde lügen, würde sich keine leichte Sorge in ihm breit machen, dass diese ganze Sucherei einfach nur im Sande verlief, aber glücklicherweise sah man ihm dies zum einen nicht an und zum anderen war Yazhen es leider gewohnt sich einfach um alles kümmern zu müssen. Er lauschte nebenher dem Smalltalk seiner Begleitung während er sich in den hinteren Teil des Ladens zurückzog. Einen kurzen Augenblick hielt er inne und schob einen schweren Reissack zur Seite.
      Ein Symbol war hinten an der Wand zu erkennen, klein und man hatte wohl versucht es zu entfernen aber Yazhen würde überall das gefakte Symbol der Taos erkennen, nachdem man ihr Sinbild so verschandelt hatte!
      Er bezweifelte, dass das Mädchen etwas wusste, aber er steuerte dennoch Kaoru an und deutete ihm einen Augenblick mitzukommen.


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    • Kaoru
      Erfolgreich lenkte Kaoru das Mädchen mit seinem charmanten Smalltalk ab. Schnell hatte sie mehr oder weniger Yazhen vergessen und konzentrierte sich nur auf den Manager des Illusion, welcher sein Charisma ausnutzte und auf leichter Ebene mit dem Mädchen flirtete. Sie kicherte immer wieder auf seine Worte hin, hatte ihm ein paar Papierhandtücher zum Abtrocknen angeboten und versuchte ihm dabei sogar zu helfen, was Kaoru dann doch bewusst vermied, die Tücher nur entgegennahm und begann seine nassen Haare ein wenig abzutrocknen, selbst wenn die Tücher nicht sonderlich viel brachten...
      Nach einer Weile des Ablenkungsmanövers und einem jungen Teenager, die mittlerweile verlegen begonnen hatte mit ihren Haaren zu spielen, während sie mit Kaoru sprach, hatte Yazhen Blickkontakt zu Kaoru aufgenommen und verdeutlichte ihm, dass er wohl etwas gefunden hatte. Unfassbar dass sie hier tatsächlich was auf der Spur waren...
      "Entschuldige mich bitte einen Moment... ich glaube ich brauch zum Aufwärmen ein paar Fertigramen. Mein Freund und ich werden uns mal die Auswahl anschauen." Sie bot an mitzukommen und Kaoru zu beraten, doch er winkte ab und lächelte sie kurz an, ehe er zu Yazhen aufschloss und sich der Ecke mit den Lebensmitteln näherte, wo der Chinese wohl was entdeckt hatte. Im ersten Moment sah Kaoru nichts, was außergewöhnlich war... bis er ein verblasstes Symbol an der Wand erkannte, welches erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Wappen der Taos hatte und eben jenes war, nach welchem sich Kit wohl seiner Zeit erkundigt hatte.
      "Ich hab echt nicht damit gerechnet, dass wir hier wirklich was finden würden... nichts für ungut, aber dieser Hinweis wirkte halt eigentlich wirklich schwach... er hätte gedacht..." Kaoru verstummte und zückte sein Handy um ein kurzes Bild von dem Symbol zu machen. "Was genau könnte das bedeuten? Ist das hier eine Kontaktstelle... wird der Laden hier zum Handeln genutzt? Ein Lager?"
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    • ___ Yazhen ___

      Bevor Yazhen zwischen den Regalen verschwunden war, hatte er noch kurz zu Kaoru geblickt. Glücklicherweise lagen dem anderen solche Gespräche mehr als ihm. Der Chinese war alles andere als talentiert im Flirten. Er war schweigsam, ruhig, aber auch wenn man mit ihm gute Gespräche führen konnte, war ein Flirt etwas in dem er alles andere als gut war. Ob Kaoru so etwas häufig tat? Nun mit jemanden wie Taejin Hwang als Chef musste er das ja zwangsläufig. Während er den anderen also seine Arbeit machen ließ und Yazhen versuchte sein nasses Schuhwerk zu ignorieren, war er tatsächlich fündig geworden. Das Symbol war kaum erkennbar, aber es war da und das bedeutete für den ältesten der Tao-Geschwister einen Hinweis! Kit hatte recht behalten und das bedeutete, er war seinem kleinem Bruder einen Schritt näher. Als er Kaoru zu sich gerufen hatte, schien sich das Mädchen nur sehr schwer von ihm trennen zu wollen, blickte ihm regelrecht schmachtend hinterher und hätte sie wohl nicht so einen Respekt vor Yazhens Erscheinen, hätte sie ihm sicherlich die Pest an den Hals gewünscht, dafür, dass er ihr offenbar den Traummann gerade entwendet hatte. Als Kaoru zu ihm stieß, hatte der Dunkelhaarige ihm seinen Fund gezeigt. Zuerst schien er es nicht zu bemerken, dann weiteten sich seine Augen geschockt. Die Reaktion konnte Yazhen nachvollziehen, bestätigte aber seine Vermutung, dass Kaoru wohl wirklich mehr dafür da war um ihn abzulenken. Nun wo sie tatsächlich etwas auf der Spur waren, sah die Geschichte anders aus. "Ich verstehe ihre Irritation. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich gerade in einem Seven-Eleven fündig werde." antwortete er dem anderen ruhig. "Das gilt es herauszufinden. Ich werde den Laden observieren lassen und meine Leute auf die Lauer legen. Sollten irgendwelche Aktivitäten stattfinden, werden wir es direkt erfahren. Das Mädchen wird nichts wissen, eine Befragung ist also eher sinnlos. Allerdings werde ich mir wohl mal den Chef vornehmen."


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    • Kaoru
      Es war seltsam dieses verblasste Symbol an der Wand eines 7-Eleven unweit der Reissäcke zu finden. Als würden zwei sehr seltsame Welten aufeinanderschlagen... Das Mädchen wusste definitiv nicht was es mit alldem auf sich hatte und arbeitete wahrscheinlich hier nur, um sich ein wenig Geld zusätzlich zu verdienen... Kaoru wollte nicht mal ausschließen, dass sie hier nicht ganz legal arbeitete, schließlich erschien es ihm suspekt, dass solch ein junges Mädchen um diese Uhrzeit hier alleine arbeitete. Er lauschte Yazhen als dieser sprach und nickte leicht, bei dessen Vorschlag sich den Boss so schnell es geht vorzuknüpfen und den Concenience Store zu beschatten. Das war keine schlechte Idee und würde wahrscheinlich zu deutlich besseren Ergebnissen führen, als jetzt weiterhin jeden 7-Eleven im 20 Kilometer Radius abzufahren, in der Hoffnung noch einmal dieses Symbol zu entdecken.
      Kaoru schnappte sich zwei Ramen Packungen und stiefelte wieder zu dem jungen Mädchen, welches bereits gespannt auf den Japaner wartete und ihn förmlich anstrahlte. "Könntest du mir die beiden fertig machen? Ich denke wir brauchen was zum aufwärmen..." Euphorisch nickte sie und nahm Kaoru die Ramen aus der Hand, während sie sich daran machte sie zuzubereiten.
      "Arbeitest du um diese Zeit hier ganz alleine? Ist das nicht unheimlich? Normalerweise kenne ich das so, dass der Chef des Ladens hauptsächlich die Nachtschichten übernimmt und nicht Schülerinnen... ", meinte Kaoru und schlug bewusst einen eher entsetzten Tonfall an, als würde er wenig von einem Chef halten, der seine Mitarbeiterinnen solche Schichten arbeiten ließ. Das Mädchen schien sich nicht viel dabei zu denken und winkte ab, während sie sich um die Ramen kümmerte. "Normalerweise ja, aber er hatte heute Nacht einen familiären Notfall, da bin ich eingesprungen. Dafür bezahlt er mir einen Bonus. Ich werde ja bald von einem Kollegen abgelöst und mein Boss ist dann ab 10 Uhr auch wieder da... ist also mal eine Ausnahme gewesen, aber so schlecht ist die Arbeit hier nicht."
      10 Uhr also... Kaoru schenkte Yazhen einen kurzen Blick über die Fläche hinweg und setzte dann wieder ein strahlendes Lächeln auf, als das Mädchen ihm die fertigen Ramen reichte und er ihr das Geld hinlegte.
      "Sag mal... gibt es hier vielleicht ein Hotel, wo wir etwas Schlaf bekommen und eine heiße Dusche nehmen können? Ich denke wir fahren einfach morgen weiter... der Regen hört wohl demnächst nicht auf und pitschnass im Auto zu sitzen ist auch nicht gerade für die Gesundheit förderlich."
      Natürlich kannte die kleine das perfekte Hotel direkt eine Straße weiter...
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    • ___ Yazhen ___

      Es war ein seltsamer Hinweis, aber ein Hinweis und es bedeutete einen Schritt näher an seinem kleinen Bruder zu sein. Yazhen hoffte inständig, dass es Kit gut ging. Natürlich war sein Bruder alt genug und alles andere als wehrlos und doch war es eben sein kleiner Bruder. Er würde ihm sowas von die Ohren lang ziehen! Während also auch der Chinese Bilder von dem Symbol machte, erklärte er Kaoru wie er plante weiter vorzugehen. Der Japaner schien dem Vorschlag nicht abgeneigt, vielleicht wollte der arme Kerl auch endlich einfach nur ins Bett. Yazhen konnte es ihm nicht verübeln. Als sich Kaoru zwei Packungen Instantnudeln schnappte, lief ihm der Chinese nach. Da er das Gespräch lieber dem charismatischen Manager überlassen wollte, hielt sich Yazhen im Hintergrund als dieser mit ihm sprach und war ehrlich beeindruckt, wie schnell er die Information hatte, welche sie benötigten.
      Ob er Kaoru irgendwie von Taejin abwerben konnte? Höchstwahrscheinlich nicht und er schätzte Kaoru als sehr loyal ein - ein Jammer.
      Natürlich war das ebenso eine der Eigenschaften, die Yazhen schätze, aber es war doch irgendwie schade jemanden offenbar so kompetenten in den Fingern von Taejin Hwang zu wissen.
      Er kannte Kaoru erst ein paar Stunden und doch verstand er sich mit ihm direkt, etwas das bei Yazhen selten vor kam. Er kam aufgrund seiner Höflichkeit mit vielen Menschen gut aus, aber die meisten konnte er weder leiden noch konnte er wirklich etwas mit ihnen anfangen. Kaoru hatte er direkt gemocht...
      Sicherlich war der Japaner ein herausragender Schauspieler und auch Yazhen ihm auf den Leim gegangen. Nur würde Yazhen es weiterhin professionell betrachten und keinen Schaden dadurch entstehen lassen.
      Als sich Kaoru aber dann nach einem Hotel erkundigte, dachte er im ersten Augenblick daran, dass er wohl nach einem Ort für die Observierung fragte, aber als er sich nun selbst davor fand, um mit Kaoru einzuchecken, fragte er sich was gerade in den paar Minuten passiert war.
      Ein wenig überfordert blickte er auf seine Hotelschlüssel.
      WIE?
      Wie war das passiert?


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Kaoru
      Er hatte aus dem Mädchen erfolgreich die wichtigen Infos herausgekitzelt ohne dass sie groß Verdacht schöpfte. Das reichte für ihn für heute und die Tatsache, dass der Boss erst am nächsten Tag um zehn Uhr hier auftauchen würde, bedeutete Kaoru könnte endlich etwas Ruhe finden, im Hotel schlafen und vorher eine schöne heiße Dusche nehmen, um sich wieder nach diesem Regenschauer aufzuwärmen. Und Yazhen würde das mit Sicherheit auch nicht schaden können, wenn der ärmste mal etwas zur Ruhe kam... und wenn auch nur für ein paar Stunden. Er hatte Yazhen eine Packung der fertigen Ramen gereicht, während er seine eigene bereits schlürfte und mehr oder weniger für sie beide entschied, dass sie im nahegelegenen Hotel für die nächsten Stunden eincheckten. Nun... er hatte keine Widerworte von Yazhen gehört, also sah er das als Bestätigung an... was sollte es sonst sein?
      Sie hatten sich also erneut durch den strömenden Regen gekämpft, Kaoru hatte mit der Dame an der Rezeption ein kurzes Gespräch geführt und wenig später hielten sie auch beide schon Hotelzimmerschlüssel in der Hand. Sein ganzer Körper sehnte sich nach einer weichen Matratze. Er blieb dabei, im Hotel zu schlafen würde nie sein Ding werden und er bevorzugte allemal seine eigenen vier Wände, dennoch würde sein Körper grad auch schon Erholung bekommen, wenn er sich bei strömendem Regen auf eine hölzerne Parkbank legte. Er wurde alt... das war die einzige Erklärung für seine erschreckende Müdigkeit und Erschöpfung nach gerade einmal anderthalb Tagen ohne Schlaf. Wie hatte er früher nur als Teenager ganze Nächte durchmachen können ohne auch nur den Anflug von Müdigkeit zu verspüren... absurd...
      "Wollen wir?"
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    • ___ Yazhen ___

      Yazhen hatte heute sehr viele für ihn ungewöhnliche Dinge getan. Er konnte in einem ordentlichen Straßenverkehr fahren, er hatte Fertigramen gegessen und nun würde er in einem Hotel übernachten. Der Chinese hasste Hotels. Irgendwie hatten sie etwas an sich, dass ihn unglaublich nervös machte. Vielleicht weil er die Umgebung nicht kannte und ständig darauf wartete, dass irgendetwas passierte? So viel Ruhe wie der Tao auch ausstrahlte, desto wenig Ruhe fand er selbst. Er war an sich eine ausgeglichene Personen und mit sich selbst ziemlich im Reinen. Sein Chi war ausgezeichnet, würde seine Großmutter nun sagen. Was er aber nicht konnte war abschalten. Der Dunkelhaarige hatte es nie gelernt und auch so gut wie nie die Möglichkeit dazu. Ständig schrien Verpflichtungen, ständig musste er sich um alles kümmern und auch wenn der Älteste der Tao-Geschwister gerne der Fels in der Brandung für seine Familie war, so führte es doch dazu, dass für ihn eine Auszeit ein absolutes Fremdwort war.
      Nun war er in Japan, mit einem Mann, den er kaum kannte aber merkwürdigerweise ziemlich schnell sympathisch gefunden hatte und stand vor einer Hotelrezeption, ohne das er jetzt noch etwas tun musste und konnte. Natürlich würde er gedanklich weitergrübeln. Er musste schließlich seinen kleinen Bruder finden, aber jetzt war ihm bis in den nächsten Stunden die Hände gebunden, da er darauf warten musste, dass der Seven-Eleven-Chef endlich in seinen Laden eintraf, damit er ihn beschatten konnte.
      Kaorus Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Er hatte den armen Kerl förmlich Stundenlang umher gescheucht und kein einziges Mal hatte sich der Japaner beschwert. Er sah so müde aus und doch lächelte er ihn an, ungeachtet dessen das dieses Lächeln eben sein Schutzschild und seine Maske waren. Er lächelte.
      "Ja, sehen wir zu, dass Sie etwas Ruhe vor mir bekommen.", schmunzelte nun selbst der Chinese.


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    • Kaoru
      Er konnte Yazhen ansehen, dass er den Chinesen ein wenig überrumpelt hatte, indem er ihn zum essen und mehr oder weniger zum Übernachten im Hotel gezwungen hatte... aber mal ehrlich... schaden würde es dem Chinesen ganz sicher nicht, selbst wenn besagter Tao mit seinen Worten implizierte, dass es nur Kaoru zugute kam, wenn sie hier ein wenig Ruhe finden würden. Der Japaner hob leicht eine Augenbraue und musterte Yazhen von Kopf bis Fuß amüsiert, ehe er belustigt schnaubte und den Kopf schüttelte. "Ja, das ist natürlich das wichtigste... dass ICH Ruhe vor IHNEN bekomme...", wiederholte der Japaner sarkastisch und setzte sich dann auch schon in Bewegung, um die Hotelzimmer zu finden. "Mal ehrlich... tun sie sich selbst einen Gefallen, nehmen sie eine heiße Dusche, trinken sie einen Tee und kuscheln Sie sich zumindest für ein paar Stunden ins Bett. Selbst wenn sie nicht schlafen, kann einfach Ruhe auch dem Körper schon gut tun... Sie können jetzt gerade eh nichts machen, also lenken sie sich einfach ein bisschen ab. Sie mögen das vielleicht nicht so sehen... und die meisten Leute sehen ihnen die Erschöpfung wahrscheinlich auch nicht an... aber ich führe einen Nachtclub... ich kann spüren, wenn Leute sich zu viel zugemutet haben... egal ob es Überarbeitung, mentale Probleme oder schlichtweg Drogen sind... auf irgendeine Weise merkt man das immer.", redete Kaoru auf ihrem Weg einfach munter weiter, erwartete allerdings nicht wirklich ein EIngeständnis des Taos. Kaoru schätzte in solch einer Hinsicht Yazhen ähnlich wie Taejin ein: stur und nicht bereit Schwäche einzugestehen, wenn doch sein Pflichtbewusstsein ihn daran hindert auch nur ein bisschen Ruhe zu finden. Kaoru wollte niemals einen Clan führen... Er hatte schon genug von der Verantwortung für den Club... und da ging es nicht mal um Leben oder Tod. Wenn das Leben eines Menschen wegen ihm auf der Kippe stehen würde, wäre Kaoru wahrscheinlich zu ausgebrannt, um sich die Mühe zu machen, die Person zu retten... er war kein guter Mensch.
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    • ___ Yazhen ___

      Ein amüsierter Blick und eine Moralpredigt war das was Yazhen auf seine Worte hin erntete. Erst sah ihn der Chinese ein wenig verblüfft an, ehe er sich leicht auf die Lippen biss. Er war nicht der Typ für Gefühlsregungen und er wusste nicht wie Kaoru das anstellte, aber Yazhen musste lachen. Normalerweise schafften das nur seine Geschwister. Der Dunkelhaarige konnte sich nicht erinnern, wann ihm das letzte Mal jemand einen Vortrag gehalten hatte, abgesehen von seiner Familie und die meinten es weniger gut mit ihm, sondern waren nur um Perfektion bedacht. Kaorus erhobenen Zeigefinger konnte Yazhen förmlich spüren, auch wenn dieser sich nicht wie ein Lehrer vor ihn gestellt hatte und den Zeigefinger hob. "Entschuldigung. Ich wollte Sie nicht auslachen. Es ist nur...ach nichts, schon gut." er legte den Kopf leicht schief. "Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht oder zumindest das was davon übrig ist." daraufhin wandte er sich der Zimmertür zu. Ein Eingeständnis bekam Kaoru nicht von ihm. Yazhen würde den Teufel tun und jemals zugeben, dass er müde und erschöpft war. Das tat er vor niemanden. Schwäche konnte er sich nicht leisten. Allerdings hatte Kaoru ein Lachen von ihm zu sehen bekommen, dass war deutlich mehr als der Großteil der Welt jemals von ihm sehen durfte. Vielleicht war er ja tatsächlich müde.
      Der Tao schloss also die Tür auf und fand sich in einem komplett ruhigen und offenbar sehr gut isolierten Zimmer wieder.
      Die Stille erschlug ihn förmlich und er atmete erleichtert durch, als er sich ungestört fühlte. Er würde zwar nicht die Deckung fallen lassen, aber eine heiße Dusche erschien ihm tatsächlich eine fantastische Idee zu sein, zumal...
      Er blickte an sich hinunter und stellte sehr unzufrieden fest, wie sehr dieser nasse Anzug an ihm klebte.
      Ja....Duschen war vielleicht wirklich eine gute Idee.
      Das Zimmer war sehr schlicht in cremetönen gehalten, unauffällig und typisch mit nichtsagenden Bildern an der Wand, die irgendeine Art von Kunst darstellte, die der Chinese nicht verstand oder auch nur ansatzweise als ästhetisch erachtete. Wenigstens hatte er ein sehr großes Bett, frisch bezogen in strahlendem typischen Hotelweiß. Das Badezimmer wiederum gefiel ihm in seinen Goldtönen extrem gut. Er pellte sich also während er den Weg ins Badezimmer antrat aus seinem Anzug, was schwerer war als es aussah, so wie es an seiner Haut klebte.


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    • Jun
      Er saß zusammen mit den anderen Schützen im Wartebereich. Die Stimmung war angespannt, keiner der Anwesenden sprach mit den anderen. Einer der Sportler tippte die ganze Zeit auf dem Handy herum und schien irgendein Spiel zu spielen... wahrscheinlich um sich von der Nervosität abzulenken. Einer telefonierte mit seiner Mutter, was ihn allerdings nur nervöser zu machen schien, da die Dame am anderen Ende ihrem Sohn wohl massiv Druck machte. Ein Schütze hatte seine Frau und sein Kind mit hier und sprach mit beiden in einem flüsternden Ton. Jun war neidisch... er wollte Hayato auch hier bei sich haben... er wusste, dass sein Freund ihn beruhigen könnte und sehnte sich ebenfalls ein wenig danach seine Arme um den anderen schlingen zu können. Er hatte das Personal hier gefragt, ob sein Freund zu ihm im Warteraum kommen könnte, doch das wurde direkt abgelehnt, da nur Ehepartner und Kinder hierher dürften. Jun schmollte ein wenig und vielleicht war das auch der Grund, weshalb er Hayato geschrieben hatte, dass er ihn gerne bei sich im Warteraum hätte, aber laut Personal nicht dürfte... und vielleicht hoffte Jun auch ein bisschen, dass Hayato einen Weg fand hier dennoch reinzukommen.
      "Hey Nakamura." Jun blickte auf, er erkannte den Schützen, der ihn nun ansprach. Er hatte beim ersten Meisterschaftstag mit Abstand die meisten Punkte bekommen und Jun sehr beeindruckt... Jun hatte keine Zweifel, dass der junge Mann es ins Finale schaffen würde, solange nichts unerwartetes passierte. Der Kerl hatte mit Abstand die größte Ruhe der Anwesenden.
      Jun nickte dem Mann begrüßend zu, der sich nun neben ihm niedergelassen hatte und den Jüngeren dann musterte. Jun war sich nicht ganz sicher, was er von ihm wollte, zumal ihm nicht gerade nach Smalltalk war, dennoch war er zu höflich um den anderen abzuweisen.
      "Du warst am ersten Meisterschaftstag wirklich gut... selbst wenn du es gerade so unter die Top zehn geschafft hast..." Jun blickte auf. Er war sich nicht sicher, ob das ein Kompliment oder eine abschätzige Bemerkung sein sollte. Er schwieg... entschied abzuwarten, was der Mann eigentlich sagen wollte.
      "Es ist fast schon erstaunlich, dass neun Schützen bessere Ergebnisse als du erzielt haben und doch hat die Presse fast ausschließlich über dich berichtet." Juns Kiefer spannte sich an... Ah daher wehte der Wind. Er spürte plötzlich sämtliche Augenpaare der Anwesenden auf sich.
      "Glaub mir, mir wäre es auch deutlich lieber gewesen, wenn die Klatschblätter sich auf die Ergebnisse der Meisterschaft konzentriert hätten und nicht auf mein Privatleben.", erwiderte Jun daraufhin ruhig. Ihm war bewusst, dass seine Konkurrenten spätestens nach dem letzten Turnier über sein Privatleben Bescheid wussten... und selbst wenn er bisher keine negativen Interaktionen mit den anderen hatte, war er sich recht sicher, dass der ein oder andere so seine eigene negative Sicht auf Jun hatte... allein deshalb.
      Der andere Schütze hob amüsiert seine Augenbraue. "Nun... die Presse hat nicht ganz unrecht... gute Ergebnisse bei einer Meisterschaft sind nicht ganz so spektakulär, wie ein offen schwuler Sportler, der einen der reichsten Männer Japans datet..."
      Offenbar hatte die Frau des einen Schützen davon noch nicht gehört, denn diese schnappte gerade bei der Aussage überrascht nach Luft.
      Jun bekam langsam Kopfschmerzen. Er wusste, dass das eine Verunsicherungstaktik war, jemanden so kurz vorm Turnier mit solchen Sachen zu konfrontieren... und Jun merkte leider, dass es ihn eben auch nicht kalt ließ. Die Taktik zeigte ihre Wirkung...
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