❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Hayato ___

      "Hörst du? Du bist ein Papakind.", schmunzelte Hayato amüsiert und hatte sich zu seiner weißen Prinzessin gekniet, welche er erst einmal intensiv streichelte. Die Dame hatte in letzter Zeit nicht genug Aufmerksamkeit erhalten, was Hayato ein extrem schlechtes Gewissen bereitete. In der Regel nahm er sie auch mit zu sich ins Büro, da sie brav neben ihm liegen blieb und wartete bis ihr Herrchen ihr Streicheleinheiten zukommen ließ. Allerdings war er in den letzten Tagen so sehr mit der Eröffnung des neuen Hotels beschäftigt, dass er selbst sein eigenes Büro kaum sah und konstant in Meetings saß. Sherazade umrundete ihn zufrieden, wedelte mit dem Schwanz und genoss sichtlich die längst überfällige Aufmerksamkeit. Hayatos Blick wanderte während er die Hündin streichelte zu seinem Liebsten, welcher schmollend auf dem Boden saß. Der Fluchtversuch zu Sherazade war wohl nur halb geglückt. Jun war einfach so unfassbar süß.
      Als sich der Brünette erhob und fordernd seine Arme nach ihm ausstreckte, lachte Hayato leise. Es war kein Auslachen - auf keinen Fall. Es war ein warmes Lachen, ein glückliches und es dauerte keine Minute, da hatte er sich erhoben und war direkt zu Jun gelaufen, um ihn in seine Arme zu schließen. Lächelnd küsste er ihm ins volle Haar, hielt dann einen Moment inne und versuchte bei den Worten seines Freundes jetzt nicht sein Kopfkino Oberhand gewinnen zu lassen. Er war nicht Taejin, aber mal ehrlich wenn Jun so etwas sagte, dann wurde auch der anständige Hayato nicht mehr ganz so sittlich, sondern hatte das Bedürfnis seinen Freund auf der Stelle zu vernaschen. "Ich würde mich freuen, aber zwing dich bitte zu nichts. Ich bin am glücklichsten, wenn du es bist." flüsterte er Jun liebevoll zu und lobte sich gedanklich einmal mehr für seine eiserne Selbstdisziplin. Seine zweideutigen Gedanken hatte er mehr oder weniger in einen Raum gesperrt und versuchte eisern die Tür zuzuhalten. Was war Jun auch so verführerisch?


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    • Jun
      Natürlich hatte Sherazade Jun stehen lassen und sich ihrem Papa gewidmet, den es zu amüsieren schien, wie Jun nun auf dem Boden saß, das Ablenkungsmanöver komplett missglückt. Er hatte aber auch nicht wirklich erwartet, dass die Hündin ihrem Vater die kalte Schulter zeigen würde. Dafür liebte sie Hayato viel zu sehr und er liebte sie abgöttisch. Nach einer Weile erhob sich Jun dann doch und streckte seine Arme nach seinem Freund aus, der ihn schlussendlich auch in seine Arme schloss. Kurz genoss der Brünette einfach nur den Moment und die angenehme Umarmung, ehe er in Referenz auf Hayatos Worte zuvor vorschlug für ihn den Hakama zu tragen, was Hayato zwar zu freuen schien, allerdings fing er sofort wieder an Zurückzurudern , wodurch Jun leicht die Augen verdrehte, den Älteren ein kleines Stück von sich schob und er den Dunkelhaarigen fast schon ein bisschen vorwurfsvoll anblickte.
      "Hayato... ich würde grundsätzlich nichts tun, was ich nicht selbst möchte. Das müsstest du doch so langsam einmal wissen. So süß ich es auch finde, dass du immer Rücksicht nehmen willst, hab ich auch nichts dagegen, wenn du was das angeht mal ein bisschen..." Er zögerte, um nach den richtigen Worten zu suchen. Er wollte Hayato nicht vor den Kopf stoßen mit dieser Aussage, aber er wollte dass sein Freund nicht immer so übervorsichtig mit ihm umging. Er war kein rohes Ei und auch kein kleines Kind. Er war zwar vor nicht allzu langer Zeit erwachsen geworden, aber so viel älter war Hayato nun auch wieder nicht. "Sei ruhig ein wenig egoistischer. Vertrau darauf, dass ich mich schon bei dir melde, wenn mir etwas nicht zusagt oder nicht gefällt." Er hauchte seinem Freund einen Kuss auf die Lippen und lächelte ihn noch einmal breiter an, ehe er Hayato wieder ein wenig mehr an sich zog und ihm direkt in die Augen blickte. "Ich liebe dich... Danke dass du mich in allem unterstützt."
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    • ___ Hayato ___

      Sherazade sah die beiden ein wenig verwirrt an, als sie mitten im Raum standen und sich in den Armen hielten. Ein wenig überfordert lief sie einmal um die beiden herum, jaulte kurz und setzte sich hin, um die beiden einfach nur anzusehen. Hayato schmunzelte sanft, löste kurz einen Arm aus der Umarmung und wuschelte durch ihr weiches Fell. Zufrieden lief die Dame dann auf ihren Platz und legte sich in ihr Körbchen, darauf wartend, dass die beiden sich endlich hinsetzen würden. Hayato drückte Jun fester an sich, ehe dieser ihm einen Vorschlag unterbreitete, der für ordentlich Gedankenstoff bei dem Größeren sorgte. Verdammt, hatte er einen Fetisch entwickelt? Wirklich? Was stellte dieser Mann nur mit ihm an? Das der Hotelerbe wie er es immer tat Rücksicht auf Jun nahm, schien dem Jüngeren ein wenig aufzustoßen und er wurde so vorwurfsvoll angesehen, dass Hayato sich ein wenig überfordert durchs Haar strich. Eine Angewohnheit, welche er hatte, wenn er über etwas nachdachte. Nun, natürlich wusste er worauf Jun hinaus wollte, aber er war nun einmal so erzogen worden, eben ganz der Gentlemen zu sein. Er wusste ja, dass sein Liebster nicht aus Zucker war und er nicht so behandelt werden wollte. Auf Händen tragen, es aber nicht übertreiben...
      "Ich weiß....", murmelte er und erwiderte den Kuss, welcher ihn vor einer weiteren Antwort rettete. Hayato liebte diesen Mann so abgöttisch, dass er ihm einfach die Welt zu Füßen legen wollte. Gerade weil Hayato es nicht gewohnt war Gefühle zu sehr nach Außen zu tragen, neigte er dazu neue Emotionen dafür regelrecht zu übertreiben. So beispielsweise sein Verhalten gegenüber Sherazade und eben auch seinem Freund gegenüber. Wenn er liebte, dann offenbar mit allem was er hatte. Es war gruselig...
      Liebe war eben nichts rationales und vielleicht tat er sich darum schwer die richtige Balance zu finden.
      "Immer." flüsterte er leise auf das Danke seines Liebsten, ehe er sich entschied die Situation doch ein wenig zu entschärfen und Jun in der Umarmung einfach hochzuheben. Grinsend verfrachtete er seinen Freund auf das Sofa.


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    • Jun
      Er hatte Hayato eine kleine Predigt gehalten und wenngleich der Ältere daraufhin im ersten Moment ein wenig geknickt dreinblickte und vermutlich gedanklich damit argumentierte, dass er sich nur so um Jun sorgte, gerade weil er ihn eben so sehr liebte, stimmte er schließlich seinem Freund zu. Es war nicht das erste Mal, dass Jun betonte, nicht so übervorsichtig behandelt werden zu wollen und dementsprechend vertiefte er das nicht noch weiter... er wollte Hayato lediglich zeigen, dass er ihn auf Augenhöhe behandeln sollte.
      Erneut schlang Jun seine Arme um seinen Freund und sagte ihm wie sehr er ihn liebte, was natürlich Hayato erwiderte. Ein Kuss folgte und ehe Jun es sich versah, warf ihn sein Freund plötzlich ohne Vorwarnung auf die Couch. Damit wiederum hatte Jun in dem Moment nicht gerechnet, schrie leise auf und blickte den Dunkelhaarigen mit großen Augen an. Hayato hatte eben doch diese spontane Art an sich.
      Der Brünette fing sich allerdings recht schnell wieder, schlang seine Arme um Hayatos Hals und zog ihn direkt zu sich herunter in einen tiefen, innigen Kuss. In seinen Augen hatte er sich das heute definitiv verdient und wenngleich Sherazade in ihrem Körbchen wohl gerade schmollte und ihrem Papa sowie Jun Vorwürfe machte, dass sie nicht mit ihr spielten und schmusten, würde Jun seinen Freund jetzt sicher nicht teilen. Hayato gehörte heute Abend voll und ganz ihm und Jun würde das keinen Widerspruch zulassen.
      "Was hältst du davon, wenn du dir morgen frei nimmst und wir den gesamten Tag im Bett verbringen?", murmelte der Brünette an den Lippen seines Liebsten zwischen sehr vielen leidenschaftlichen Küssen, während seine Hände langsam über den Körper des anderen wanderten. Jun war vor Hayato nie ein sonderlich körperlicher Mensch gewesen... hing allerdings wohl auch damit zusammen, dass er nicht geoutet war und auch vorher nie Männer sondern nur Mädchen entgegen seiner Sexualität gedatet hatte. Kein Wunder, dass er bisher wenig körperliches Interesse gehabt hatte.
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    • ___ Hayato ___

      Um den kleinen Tadel an sich ein wenig in den Hintergrund zu rücken, hatte er Jun mit einem gekonnten Griff hoch gehoben, was seinem Liebsten einen überraschten Laut entlockte, was den Hotelerben leicht lachen ließ. Jun ist so unfassbar süß. So hatte er sich seinen Freund also geschnappt und ihn auf das Sofa beordert ehe er sich dort direkt über ihn beugte. Als der Brünette die Arme um ihn schlang und innig küsste, erwiderte Hayato den Kuss natürlich direkt und stieg mit dem Knie während des Kusses aufs Sofa, damit er sich auf dem bequemen (und verflucht teuren) Möbelstück direkt über seinen Freund postieren konnte. Keine Sekunde wurde der Kuss gelöst höchstens um kurz Luft zu schnappen und sich dann wieder erneut zu küssen. Jun so unter sich liegen zu haben war für den Hotelerben immer wieder ein unglaublich erotischer Moment, ganz gleich wie oft sie sich bereits in solch einer Position wiedergefunden hatten. Während Ihres Kusses spürte er die Hand des Jüngeren an sich entlang wandern, was ihn ein wenig in den Kuss grinsen ließ. Es schmeichelte Hayato, dass auch von Jun aus solche Aktionen gingen, schließlich war sein Bogenschütze zuvor kein körperlicher Mensch gewesen. "Mhhh, verlockend. Weißt du, dass es solche Tage vor dir nie gegeben hat?", säuselte er Jun ins Ohr, während seine Hand unter das Oberteil seines Freundes wanderte. "Mal sehen was sich da machen lässt." Ein erneut leidenschaftlicher Kuss folgte, was die arme Sherazade das Weite suchen ließ, in dem sie zu einem anderen Körbchen außerhalb dieses doch zu intimen Momentes ging. Seine Prinzessin hatte so viel Anstand, Hayato war ein extrem stolzer Hundepapa. Hayato welcher noch über Jun gebeugt war, hielt kurz inne und richtete sich auf, damit er seine Krawatte und Hemd verschwinden lassen konnte, ehe er sich auch schon direkt wieder über den jungen Mann beugte und dessen Hals küsste.
      Dann klingelte es an der Tür und Hayato verfluchte die ganze Welt.
      "Ignorier es.", murmelte er und küsste weiter an Jun entlang, allerdings hörte das penetrante Geklingel einfach nicht auf. Ein starkes Klopfen folgte, was nicht nach einer Hand klang, sondern nach einem Stock, der gegen die Tür hämmerte.
      "Verdammte scheiße.", der Hotelerbe fluchte nie, aber jetzt tat er es und blickte entschuldigend zu Jun ehe er sich aufrichtete. Sein Großvater würde niemals von dieser Tür weichen und konnte das jetzt stundenlang durchziehen. Zur Not würde er die Security die Tür aufbrechen lassen unter dem Vorwand, dass seinem Enkel ja etwas passiert war. Kein Wunder das Hayato konstant seine Security austauschen musste und jedem aufs Neue einbläute egal was war, seinen Großvater nicht nach oben kommen zu lassen. Die Security würde jetzt also auch direkt gekündigt werden.
      Hayato schnappte sich sein Hemd, welches er eher halbherzig überzog, da hämmerte es wieder.
      "HAYATO SAKURAI! Öffne diese Tür oder ich lasse Sie öffnen junger Mann!"
      Genervt riss Hayato die Tür auf und blickte in das Gesicht seines Großvaters und...einer jungen Frau?
      Diese errötete direkt bei dem Anblick des Hotelerben, welcher mit einem sich doch sehr sehenlassenden Oberkörper vor ihr präsentierte.
      Das Gesicht des Mädchens glich einer Puppe, fast makellos. Sie war klein, zierlich mit großen dunkeln mandelförmigen Augen. Zugegeben eine echte Schönheit.
      Hayato könnte es gerade nicht weniger interessieren.
      "Ich kann mich nicht erinnern dich eingeladen zu haben Großvater."
      "Wie öffnest du eigentlich die Tür, hast du keinen Anstand. Was soll Yuna von dir denken?"
      Yuna...Yuna....aaaah, jetzt wusste er woher ihm das Mädchen bekannt vorkam. Ihre Familie gehörte das riesige Schmuckimperium Miss Jewel. Nebenher modelte sie, was aufgrund ihrer Optik verständlich war.
      Sein Blick wanderte zu Yuna und höflich wie Hayato nun einmal von Natur aus war, entschuldigte er sich tatsächlich. "Verzeih bitte mein Auftreten. Allerdings habe ich nicht mit Besuch gerechnet und bin ehrlich gesagt auch gerade sehr beschäftigt."
      Sie winkte immer noch hoch rot im Gesicht beschwichtigend mit den Händen.
      "Nicht doch, wir hätten uns ankündigen sollen. Herr Sakurai lassen sie uns bitte gehen, das ist gerade ein schlechter Zeitpunkt."
      "Unsinn! Du wirst wohl kaum deine Verlobte vor die Tür setzen."
      Hayato brauchte einen Moment.
      "Meine..Meine Was? Bist du jetzt komplett senil geworden und der Rest der Gehirnzellen ist verstaubt?! Wir hatten dieses Thema öfters und ich sage es dir gern erneut, ich lasse mich nicht von dir verheiraten."



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    • Jun
      Sie beide waren definitiv in Stimmung... das war nicht zu übersehen. Und während Sherazade so viel Anstand gezeigt hatte, den Raum zu verlassen um ihnen etwas Privatsphäre zu geben, hatten die beiden angefangen ihre Oberteile auszuziehen. Juns Shirt war unweit des Sofas gelandet und Hayato war gerade dabei sich seiner Krawatte und seines Hemds zu entledigen, ehe sie auch schon wieder einander küssten und einander erkundeten. Jun war euphorisch, konnte es kaum erwarten die ganze Nacht leidenschaftlich mit Hayato zu verbringen und der Gedanke den folgenden Tag komplett im Bett zu verbringen, gelegentlich zu duschen und dann wieder eng umschlungen im Bett zu landen, war absolut verlockend und deshalb auch ein vollkommen ernstgemeinter Vorschlag von Jun. Er hätte morgen frei und wollte so gerne mit seinem Freund feiern. Gerade als Jun sich allerdings daran machte, seine Hose zu öffnen, begann es wie wild an der Tür zu klingeln, ehe kurze Zeit später an die Tür gehämmert wurde... geklopft wäre nämlich nicht das richtige Wort für diesen Lärm. Fassungslos starrte Jun in Richtung der Wohnungstür, während sich Hayato fast schon genervt erhob und sein Hemd eher halbherzig überzog. Erneut hämmerte es an der Tür und diesmal hörte Jun Geschreie, welches definitiv zu einem älteren... sehr wütenden Mann gehörte. Jun rutschte fast das Herz in die Hose, als er realisierte wer da vor der Tür stehen musste, ehe er zügig begann zumindest seine Hose wieder zu schließen und sich dann eilig auf die Suche nach seinem Shirt machte. Wo hatte er es nur hingeworfen?
      In der Zwischenzeit hatte Hayato die Tür geöffnet und Jun versuchte so leise wie möglich sein verschwundenes Oberteil ausfindig zu machen. Er wollte in dieser angespannten Stimmung ungerne die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zumal er wusste, dass Hayato und sein Großvater absolut nicht gut miteinander klarkamen. Als Jun dann auch noch eine weibliche Stimme vernahm, hielt er zwar für einen Moment inne, wusste aber sehr wohl, was das für ein absurdes Szenario sein musste... Jun hatte es nicht ganz leicht mit seiner Familie... Hayato aber ebenso wenig. Gerade als Jun endlich sein Shirt entdeckte, stieß der Brünette seinen Fuß stark an der nahegelegenen Kommode an und konnte einen fluchenden Schmerzensschrei nicht unterdrücken.
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    • ___ Hayato ___

      Was hatte Hayato nur in seinem Leben verbrochen? Irgendetwas musste er angestellt haben, dass ausgerechnet in diesem Augenblick sein Großvater vor der Tür stehen musste. Von allen Menschen, warum gerade er? Niemand konnte dem jungen Mann mehr auf den Zeiger gehen. Hayato hatte schon lange aufgehört den alten Herren ernst zu nehmen, was aber nicht bedeutete das der Mann nicht alles daran setzte ihm das Leben schwer zu machen. Mal ehrlich wie hatte ein solcher Mensch es geschafft einen so wundervollen Mann wie Hayatos Vater groß zuziehen? Lag sicherlich an seiner Oma, welche er leider nie kennengelernt hatte. Die junge Frau schien mit der Situation komplett überfordert und dem Hotelerben tat es fast schon leid, wäre da nicht die Tatsache, dass Yuna offenbar in dem Ganzen involviert war und wohl nichts gegen die Verlobung zu haben schien. Wie eigentlich jede Frau, welche sein Großvater schon angeschleppt hatte. Der Dunkelhaarige war ein attraktiver Mann und einer der gefragtesten Junggesellen überhaupt, das war bekannt, aber verflucht nochmal er fühlte sich fast schon wie bei einer Versteigerung.
      Während Hayato fieberhaft überlegte, wie er die beiden nun los werden konnte, machte es plötzlich ein lautes Geräusch, gefolgt von einem Fluchen. Man hörte Sherazade im Hintergrund winseln. Sie hasste Hayatos Großvater wie die Pest. Das war wieder einer der Momente, in denen Hayato sich wünschte sie würde den alten Mann einfach anbellen, aber dazu war seine weißhaarige Schönheit einfach zu sanftmütig.
      Besorgt aufgrund des Schmerzensschreis seines Liebsten drehte sich Hayato um und entdeckte Jun, welcher sich hüpfend den Fuß hielt.
      "Du hast IHN bei dir?", platzte es aus seinem Großvater heraus, der ihn mit dem Stock zur Seite schob und in die riesige Penthouse-Wohnung stampfte.
      "Du hast hier nichts verloren!"
      "Hey! Das hier sind meine 4 Wände und der einzige, der hier entscheidet wer ein und ausgeht, bin ich. Ich würde es also begrüßen, wenn du weder meinen Freund noch meinem Hund Angst machst und verschwindest. Denn wenn mir hier jemand nicht willkommen ist, dann du."
      "HAYATO!"
      Das zierliche Mädchen schlug die Wände auf den mit Lipgloss verschönerten Mund. "Freund....es ist also wahr?"
      "Ich habe es nie geleugnet oder?" antwortete Hayato selbstbewusst wie er nun einmal war.
      Sein Großvater stampfte zu Jun. "Was willst du hier? Ist es Geld? Nimm es und verschwinde. Mein Enkel tut solche Verdorbenen Dinge nicht! Du manipulierst ihn."
      Okay, das war zu viel. Hayato schritt zwischen die beiden. "So redest du nicht mit meinem Freund. Verschwinde aus meiner Wohnung, solange ich noch freundlich bin. Ich wiederhole mich nicht."
      Hayato war selten wütend und noch viel seltener wurde er laut, eigentlich war das ein Anblick den man von dem Hotelerben absolut nicht kannte. Schließlich war er die Geduld und der Charme in Person, aber Hayato konnte durchaus richtig wütend werden und es gab meistens nur einen Menschen der diesen Punkt bei ihm erreichte.


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    • Jun
      Er verfluchte sich selbst dafür genau in diesem Moment so unvorsichtig zu sein. Er war sonst immer besonnen und neigte nicht dazu tollpatschig zu sein, aber dann wenn es darauf ankam, musste er natürlich alle Welt auf sich aufmerksam machen. Er hörte das entsetzte Aufschreien von Hayatos Großvater, ehe dieser wie selbstverständlich hereinstampfte und geschockt vor einem immer noch halbnackten Jun stehen blieb. Jun schämte sich zwar nicht für seinen Körper, er hätte aber auch gut darauf verzichten können, dass der Großvater seines Freundes ihn so sieht... und offenbar die Verlobte von Hayato ebenfalls. Das ganze erinnerte an ein verdammt schlechtes K-Drama oder eine absurde Soap. Würde gleich jemand anfangen zu singen? Oder würde in der nächsten Szene jemand in einen Autounfall geraten und anschließend seine Erinnerung verlieren. Jun konnte die Situation nicht ganz ernst nehmen. Reiche Leute waren schon auf einem ganz anderen Niveau. Weshalb der Brünette sich das folgende auch nicht ganz verkneifen konnte. Mit einem todernsten Gesicht streckte er seine Hand aus, mit Handfläche nach oben. Nachdem Hayatos Großvater ihn allerdings nur irritiert und immernoch wütend ansah, legte Jun leicht den Kopf schief. "Sie wissen nicht wie das funktioniert? Sie müssen mir einen Umschlag mit Geld geben unter der Bedingung, dass ich ihn verlassen soll. Dann sag ich, dass ich ihn niemals verlassen würde, nicht mal für Geld und dann geben Sie mir noch mehr Umschläge... und zum Schluss erpressen sie mich, weil sie sonst meine Eltern entlassen lassen oder die lebensnotwendige OP meiner Schwester sabotieren... " Ein perplexer Blick des alten Mannes folgte und Juns todernster Blick verwandelte sich in ein amüsiertes Lachen. Jun war eigentlich niemand der solche Späße machte, aber Hayato färbte wohl auf ihn ab und er wusste tatsächlich gerade auch nicht anders, wie er mit der Situation genau umgehen sollte. Sich einschüchtern lassen war absolut keine Option... die einzige Person die ihn einschüchtern könnte wäre seine Mutter und wenn er selbst mittlerweile mit ihr gelernt hatte umzugehen, dann war das kein Problem, solange Hayato hinter ihm stand. Die Beleidigungen gegen sich nahm er dementsprechend auch nicht ernst. Sein Blick glitt zu der immer noch irritierten jungen Frau, die wohl bis vor wenigen Minuten noch gedacht hatte in die Sakurai Familie einzuheiraten. "Hallo. Ich bin Jun Nakamura. Hayatos Freund. Tut mir Leid, aber wenn ihn jemand heiratet, dann bin ich das.", entgegnete der Brünette ihr, während er sich endlich sein Shirt überzog. Ihm tat die junge Frau ja durchaus in diesem Schlamassel Leid.
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    • ___ Hayato ___

      Hayato war bereit wenn nötig den alten Mann einfach zu packen und aus der Wohnung zu werfen. Nicht, dass das seine Art war, aber er wollte nicht, dass Jun so behandelt wurde. Zudem hatte er Sorge, dass seinen Freund diese Geschichte zu sehr belasten würde. Mal eben zu erfahren, das der Freund verlobt wurde, war nichts was man so am Küchentisch berichtete. Eigentlich hätte der Hotelerbe sich das denken können, es war nur eine Frage der Zeit gewesen bis sein Großvater sich wieder in sein Leben einmischte. Ganz gleich wie sehr der Dunkelhaarige es versuchte zu ignorieren und nicht für voll nahm, es war lästig und würde der Alte damit an die Presse gehen, hatte Hayato ein immenses Problem und das wusste dieser manipulative Greis ganz genau. Als sein Großvater zu Jun stampfte, war Hayato dazwischen gegangen, aber er hatte nicht mit der Reaktion seines Freundes gerechnet. Im ersten Moment war der Millionärssohn ähnlich verwirrt wie sein Großvater, nur im Gegensatz zu diesem, find Hayato an zu lachen. "Wie kannst du es wagen!", der Sprache wieder mächtig erhob der alte Mann wütend seinen Stock. "Ich versuche unser Hotel zu retten, deine Würde Hayato und so dankst du es mir? Du wirst das Mädchen heiraten. " Der junge Mann griff sich in den Nasenrücken. "Erstens ist es mein Hotel, zweitens um meine Würde kümmere ich mich selbst und drittens nein." Das Mädchen welches bislang geschwiegen hatte, starrte zuerst Jun entsetzt an und dann Hayato, ehe sie die Hand auf den Mund schlug und aus dem Raum rannte. Ganz große Klasse.
      "Widerwertig, einfach nicht normal. Erst schleppst du diesen Punk Taejin an, den ich nur toleriere weil sein Status seine Eskapaden rettet, aber nun diesen Jungen? Was hat er bitte zu bieten? Er ist ein Nichts. Hayato du hast Macht, Geld und Einfluss, verschwende es nicht und heirate in eine gute Familie. "
      "Raus!"
      Und damit war der sonst so lange Geduldsfaden von Hayato endgültig gerissen. Die Tür wurde so stark von ihm zugeschlagen, dass er Angst hatte das teure Holz würde das nicht überstehen, mit seinem Großvater dahinter. Von ihm hörte man nur noch ein "Du wirst sie heiraten!" und damit war die Sache vorerst erledigt.
      Gerade als er sich bei Jun entschuldigen wollte, ringt sein Handy wie verrückt und was er auf dem Display entdeckte ließ ihn das Handy tatsächlich auf den Boden werfen. Ein Glück auf den Teppich.
      Die sozialen Medien waren plötzlich voll von dieser Hochzeitsplanung. Diese Yuna hatte tatsächlich in diesem Augenblick ein Bild von einem Ring hochgeladen, denn Hayato sowas von nicht ausgesucht und geschweige den verschenkt hatte.


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    • Jun
      Es war eine kleine Genugtuung nach seinen Worten erstmal den Schock im Blick des alten Mannes zu sehen, nichtsdestotrotz änderte es nur wenig an der beschissenen Situation. Hayatos neuste Verlobte stürmte schockiert aus dem Raum und in diesem Moment war der Brünette noch der Meinung, dass sie schlichtweg ein armes Opfer der Umstände war und für all das nichts konnte. Natürlich konnte sie das ganze auch mitgeplant haben und war weit davon entfernt ein unschuldiges Lamm zu sein, allerdings glaubte Jun im Regelfall an das Gute im Menschen und versuchte nicht von Beginn an negativ über jemanden zu denken. Hayatos Großvater wiederum machte es einem verdammt schwer positiv über ihn zu denken, weshalb Jun es auch gar nicht erst versuchte. Die schlechten Worten und Beleidigungen des alten Mannes versuchte der Jüngere wiederum komplett zu ignorieren. Mal ehrlich... niemand ließen solche Worte komplett kalt, aber er war sich seiner Beziehung mit Hayato sicher genug, weshalb es ihm zumindest nicht zu nahe ging.
      Stattdessen sah er zufrieden zu, wie sein Freund nun auch den alten Mann hochkant herausschmiss, während Jun sich zu der verängstigten schneeweißen Hündin gesellt hatte und sie zur Beruhigung ausgiebig knuddelte. Es war offensichtlich, dass sie Hayatos Großvater absolut nicht leiden konnte und vielleicht sogar ein wenig Angst vor ihm hatte. Gutes Mädchen! Sie hatte definitiv einen guten Riecher für gute und schlechte Menschen.
      Gerade als die Tür zuging, explodierte plötzlich Hayatos Handy mit Nachrichten und während Jun fast damit rechnete, dass womöglich sein Großvater versuchte ihn jetzt darüber zu terrorisieren, landete das Gerät plötzlich im hohen Bogen auf dem Boden. Hayato hatte absolut nicht gefallen, was er da auf dem Display gesehen hatte und das sorgte Jun durchaus doch etwas mehr. Noch immer mit Sherazade kuschelnd, die die Situation immernoch zu überfordern schien, blickte er zu seinem Freund mit besorgter Miene auf. "Alles in Ordnung?" Weiterhin machte sich das nun am Boden liegende Handy mit zahlreichen neuen Benachrichtigungen bemerkbar. "Was stand da?"
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    • ___ Hayato ___

      Er würde seine komplette Security austauschen müssen, so viel war sicher. Hayato wirklich sauer zu erleben war ein Anblick, welcher vielleicht einmal im Schaltjahr vorkam. Der Hotelerbe war von Natur aus sehr gelassen, diszipliniert und allem voran Herr seiner Emotionen. Ihn wirklich so in Rage zu bringen schaffte wirklich selten jemand und wahrscheinlich konnte man jetzt 3 Kreuze im Kalender machen, dass solch eine Gefühlsregung überhaupt in dem jungen Mann herrschte. Wenn ihn nicht schon sein Großvater wütend gemacht hatte, dann war es spätestens jetzt diese Armada von Posts, Kommentaren und Social Media Teilungen über das neue glückliche Paar. Nachrichten wie ´gleichgeschlechtliche Beziehung doch nur ein Gerücht?´ ´Heißer Junggeselle vergeben, wer ist die glückliche Braut?´und ´das wird viele Herzen brechen, Frauenschwarm verlobt´ brachen über ihn herein und Hayato hatte das Bedürfnis sich zu übergeben. Als sein Handy auf dem Boden aufkam, war im ersten Augenblick Ruhe, aber es sprach für die Qualität des kleinen Geräts oder dafür, dass Hayato kein IPhone besaß, dass sein Handy noch in einem Stück war. Jun hatte die winselnde Sherazade versucht zu beruhigen, die sich so klein in ihrem Körbchen gemacht hatte, dass es dem Hotelerben förmlich das Herz brach. Bei dem sanften Klang der Stimme seines Freundes beruhigte sich der Dunkelhaarige ein wenig und atmete tief durch.
      "Entschuldige bitte Jun. So habe ich mir den Abend wirklich nicht vorgestellt.", seufzte er geknickt und war auf die beiden zugegangen. Er kniete sich vor seine schneeweiße Hündin. "Hattest du Angst meine Prinzessin?" liebevoll streichelte er ihr das weiche Fell, während sein Blick zu Jun wanderte. "Offenbar kaufe ich schon Verlobungsringe. Würde ich ja sogar tun, aber diese stecken gerade am falschen Finger. Mach dir bitte keine Sorgen, ich werde den Teufel tun und das zulassen." erklärte Hayato seinem Liebsten die aktuelle Situation. Die Stimmung war auch dahin, dabei hatte Jun so einen harten Tag und sie beide soviel nachzuholen.


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    • Jun
      Nachdem die junge Frau aus dem Apartment geflüchtet und Hayatos Großvater herausgeschmissen wurde, herrschte für einen kurzen Moment Ruhe, ehe auch schon eine Tirade an Benachrichtigungen den Raum mit nervigem Geklingel füllte. Hayato hatte das Smartphone zwar auf den Boden geworfen, doch das schien das Gerät weniger zu beeindrucken. Offenbar eine gute Qualität oder der Teppich war erstaunlich weich. Jun saß mittlerweile neben Sherazade und kuschelte mit der immer noch verängstigten Hündin und schließlich gesellte sich auch Hayato mit zu ihnen. Sein Blick sprach Bände, wie Leid ihm das alles tat und wie gerne er solch ein Theater vermieden hätte, doch Jun war weit davon entfernt ihm auch nur irgendeinen Vorwurf zu machen. Viel mehr tat ihm sein Freund Leid, dass er so viel Macht besaß und doch von seinem Großvater so hintergangen und bevormundet wurde. Juns Verhältnis zu seiner Mutter war sicher nicht rosig und auch sie hatte einen Hang zur Kontrolle, doch sie hatte nie hinter seinem Rücken agiert und ihm stets alles kommuniziert, selbst wenn Jun weniger Mitspracherecht dabei hatte oder sie es schlichtweg nicht gewohnt war, dass ihr Sohn ihr in irgendetwas widersprach. Jun schenkte Hayato ein kleines, trauriges Lächeln und streckte seine Hand nach ihm aus, während er sanft über seine Wange streichelte und den Kopf schüttelte. "Schon gut, du kannst nichts dafür. Dein Großvater hat sich zwar einen denkbar schlechten Tag ausgesucht, aber das überstehen wir auch. Viel mehr sollte das für mich ein stärkerer Ansporn sein, die Meisterschaft zu gewinnen. Dann kann ich die Trophäe deinem Großvater an den Kopf werfen und ihm verdeutlichen, dass ich ganz sicher kein Niemand bin und auch so nicht mit mir reden lasse!" Jun beugte sich vor und hauchte seinem Freund einen Kuss auf die Lippen, ehe er ihn noch sanfter anlächelte. "Was hältst du davon, wenn wir uns Essen bestellen, uns auf die Couch kuscheln und zum herunterkommen uns einfach einen Film heute Abend ansehen? Lass uns einfach nicht mehr über all das nachdenken..."
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    • ___ Hayato ___

      Hayatos Anflug von Wut wurde von einem schlechten Gewissen seinem Freund gegenüber eingeholt. Jun hatte es nicht verdient so etwas mitzuerleben und das sein Großvater so über ihn und ihre Beziehung gesprochen hatte, ließ den Hotelerben einfach nicht los. Diese Pseudo-Verlobte hatte das Drama perfekt abgerundet und er fühlte sich gerade wie einem K-Drama, welches erst einmal alle Klischees abdeckte. Natürlich würde der Dunkelhaarige all das niemals zulassen. Er hatte seinem Großvater schon immer die Stirn geboten und das würde er auch dieses Mal. Spätestens bei der Pressekonferenz hatte Hayato ohnehin vor alles aufzuklären und wenn ihn Jun lässt, würde er ihre Beziehung auch komplett offen legen. Er würde Juns Privatsphäre schützen, wollte aber klarstellen, dass er zum einen vergeben war und wem sein Herz gehörte, damit niemand auf dumme Gedanken kam. Es würde in der prüden Welt in der sie leider lebten ziemliche Kerben in seinem Business hinterlassen, aber Hayato hatte genug Charme und Charisma für die selbst homophobsten Idioten übrig. Wenn er etwas konnte, dann überzeugend sein. Er würde das hinkriegen. Er war verdammt nochmal Hayato Sakurai! Als er sich zu seinem Freund und seiner flauschigen Hundedame kniete, welche immer noch so verängstigte wirkte, entschuldigte er sich aufrichtig bei den beiden. Liebevoll strich er Sherazade durch das Fell, ehe er Jun nach seinen Worten direkt ansah. Hayato war selten sprachlos, aber gerade war er ungemein ergriffen. "Weißt du eigentlich wie unglaublich du bist?" Jun hätte mehr als nur recht, wenn er jetzt aufgebracht wäre, traurig oder fuchsteufelswild. Stattdessen tröstete er Hayato...
      Schnell zog er Jun in seine Arme. "Ich liebe dich."
      Als sein Freund ihm einen liebevollen Kuss schenkte und ihm einen Vorschlag für den Rest des Abends unterbreitete, welcher definitiv hätte anders laufen sollen, nickte er dankbar.


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    • Jun
      Kaum hatte der alte Mann das Apartment verlassen und Hayato sein Handy stumm gestellt, herrschte fast schon unheimliche Ruhe. Sherazade hatte sich zusammengekauert und war immernoch sichtlich eingeschüchtert, von dem Besuch des alten Mannes und Jun saß mittlerweile neben ihr, hatte seine Arme um sie geschlossen und streichelte ihr beruhigend durch ihr weißes Fell, damit die Hündin hoffentlich sich wieder ein wenig entspannte. Hayato hatte sich ebenfalls zu ihnen gesetzt und entschuldigte sich bei Jun, was der Brünette eigentlich gar nicht hören wollte. Er wusste, dass sein Freund für all das nichts konnte und erst recht würde er ihm niemals einen Vorwurf dafür machen. Schließlich konnte man sich seine Familie nicht aussuchen und es war mehr als offensichtlich, dass Hayato ganz und gar nicht die Meinung und Ansichten seines Großvaters teilte. Jun streckte also seine Hand nach seinem Freund aus und küsste ihn kurz, ehe er lächelnd vorschlug, dass sie Essen bestellen sollten, um sich einen gemütlichen Filmabend zu machen und die Geschehnisse eben zu vergessen. Hayatos Antwort darauf ließ Juns Lächeln nur noch größer werden. "Ich liebe dich auch!", hauchte er sanft und erhob sich dann langsam vom Boden, während er nach seinem Smartphone griff. "Ich bestelle uns Essen und Sherazade und du sucht schon einmal heraus, was ihr schauen wollt.", schlug der Brünette schließlich vor, ehe er die Nummer eines Lieferdienstes wählte und für sie ein ausgiebiges Abendessen bestellte. Er wusste, dass es womöglich zu viel sein könnte, aber nach solch einem Tag klang ein 3-Gänge-Menü auf der Couch doch geradezu perfekt. Er würde Hayato keinen Grund zum Zweifeln geben und er würde niemals zulassen, dass sein Freund sich selbst die Schuld dafür gab, was andere Menschen taten. Weder was Hayatos Familie hinter seinem Rücken tat, noch was fremde Reporter oder sensationsgeile Journalisten daraus machten. Für Jun zählte nur, was Hayato sagte und alles andere würden sie beide schon zusammen durchstehen. Da war er sich sicher.
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    • ___ Shin ___

      Teilweise war es Belustigung, andererseits eine gewisse Sorge, welche Shin auf dem Sessel des mehr oder weniger Aufenthaltsraums des Hwang-Clans sitzen ließ, während seine Augen tatsächlich sehr katzenhaft hin und her wanderten. Warum sie das taten? Taejin wanderte seit einer halben Stunden quer durch den Raum, wechselte zwischen fluchen und schreien hin und her, während er am Telefon offenbar ausgiebig mit jemanden stritt oder vielleicht auch diskutierte. Shin war sich da nicht ganz sicher. Offenbar waren die chinesischen Partner des Hwang-Clans alles andere als gut gelaunt und jemand aus ihren Reihen sei verschwunden. Da der Auftragsmörder keine Ahnung hatte, um wen es da genau ging und was Taejin damit zu tun hatte, schwieg also und beobachtete seinen Lover weiter, wie dieser durch den Raum tigerte. Der Koreaner würde ihm schon erzählen worum es ging oder auch nicht, wer wusste das schon. Shin gehörte nicht unbedingt zur neugierigen Sorte Mensch, da er wenn er etwas wissen wollte, es auf seine Art ohnehin herausbekam. Allerdings war er sich im Augenblick wirklich nicht sicher, ob er sich Sorgen machen sollte. Taejin war zwar ein sehr hitziges Kerlchen, aber so herumwuseln tat er selten, auch wenn es zugegeben ganz süß aussah. Shin stützte seinen Kopf auf die Hand und beobachtete wie eine Katze den jungen Mann weiter, während die Angestellten schon direkt die Flucht ergriffen hatte, sobald Taejin laut geworden war.
      Shin hatte während der kompletten Zeit geschwiegen, was sollte er auch zu dem Telefon beitragen? Das dieses Telefon allerdings seine koreanisch Stunde mit Taejin gestört hatte, knatschte den jungen Mann ja doch etwas an. Schließlich liebte er die Belohnungen seines Lovers, wenn er etwas richtig aussprach. Taejin war wahrlich ein Meister im motivieren.
      Als Taejin dann endlich auflegte, sah ihn Shin einfach nur an.
      "Na, klärst du mich auf oder wirfst du etwas gegen die Wand? Nimm die Vase, die ist wirklich hässlich..."


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    • Taejin
      Seine Wut steigerte sich je länger das Telefonat ging, wobei er selbst nicht sonderlich viel sagte. Stattdessen wurde Taejin gerade vom anderen Ende der Leitung auf chinesisch angeschrien und Taejin fragte sich ehrlich, wann er bitte zu einem Babysitter herabgesetzt wurde. Der kleine Abgesandte des chinesischen Waffenclans, der vor über einem Monat hergekommen war, um Taejin nach dem Waffenraub zu kontrollieren... war verschwunden. Taejin hat dem Kind nicht sonderlich viel Beachtung geschenkt, hatte der Kleine sich hauptsächlich zurückgehalten und den Koreaner kaum belästigt... Taejin hatte ihn fast vergessen und hätte schwören können der Kleine war schlichtweg in seine Heimat zurückgekehrt. Offenbar war das aber nicht geschehen. Stattdessen hatte der chinesische Clan nun Alarmstufe rot ausgerufen, da der Kleine wohl direkt zur Clanfamilie gehörte und man seit über zwei Wochen keinen Kontakt mehr mit ihm aufnehmen konnte. Taejin hatte erläutert, dass er den Kleinen seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte und es nicht seine Aufgabe war auf ihn aufzupassen, der Clan beharrte aber darauf dass entweder Taejin dem Jungen etwas angetan hatte oder aber der Kleine aufgrund von Taejins Fehden ins Fadenkreuz von anderen Clans geraten war. Dem Koreaner lag es förmlich auf der Zunge zu entgegnen, dass der Kleine sicher nur Spaß fernab seiner spießigen Familie und seiner konservativen Heimat haben wollte, aber er hielt sich doch zurück. Stattdessen drohte ihm der chinesische Clanführer die Waffenlieferungen einzustellen und eine Gruppe von Clanmitgliedern herzuschicken, die das ganze untersuchen würden. Bis dahin gäbe es kein Geschäft zwischen ihnen.
      Taejin hatte dem kaum etwas entgegnet und stattdessen nur aufgelegt. Sein Blick glitt zu Shin, der als einziger nicht aus dem Raum geflüchtet war und aufgrund seines Vorschlags, packte Taejin besagte Vase und zerschmetterte sie mit aller Kraft an der gegenüberliegenden Wand. Sie war eh ein Geschenk von seinem verhassten Onkel gewesen.
      "Erinnerst du dich an den Kleinen, der vom chinesischen Waffenclan hierhergeschickt wurde um den Waffenraub durch Virus zu untersuchen?... Der Kleine ist verschwunden jetzt will der halbe Clan hier auftauchen, um nach ihm zu suchen und verweigert uns bis dahin Waffenlieferungen. Verdammt nochmal... wieso muss es jetzt weitergehen? Es hatte sich doch endlich alles geklärt..."
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    • ___ Shin ___

      Taejin hatte sich offenbar für beides entschieden. Die Vase, welche Shin wirklich als absolut grotesk und hässlich empfand - mal ehrlich er hatte Putten schon immer gruselig gefunden - fand bald ihr Ende und zersprang in tausend Teile. Die Scherben hatten sich dramatisch in alle Richtungen zerstreut und dekorierten den frisch polierten Marmorboden und eine steckte in der Tapete. Der Auftragsmörder war bei dem Geräusch nicht einmal zusammen gezuckt, während er aber hinter sich etwas zu Bruch gehen hörte. Sicherlich hatte ein Angestellter vor Schreck das Tablett fallen lassen und es sich doch anders überlegt und brachte lieber keinen Tee in den Raum. Außer Shin war ohnehin jeder aus dem Raum geflüchtet. Sein koreanischer Lieblingsmensch erklärte ihm den Grund für den aufwühlenden Anruf und der Schwarzhaarige klappte sein koreanisch Buch zu und legte es auf den Glastisch vor sich, ehe er nachdenklich die Arme verschränkte. Er brauchte tatsächlich einen Moment, da er den Knirps aus seinem Gedächtnis gestrichen hatte. Dann überkam ihn ein "Ah!" der Erkenntnis. "Vielleicht hat ihn wohl doch jemand verschleppt und hält ihn sich als Haustier? Du hast ihn ja nicht rangelassen.", antwortete Shin ehrlich und trocken wie er nun einmal war, erhob sich um Taejin an der Hand zu schnappen und aus dem Scherbenhaufen zu bringen, ehe er sich mit dem anderen zurück auf den großen und riesigen Sessel - davon hatten die Hwangs echt jede Menge - fallen ließ. Nachdem er Taejin nun auf seinem Schoß sitzen hatte, legte er die Hände an dessen Hüfte. "Und jetzt? Schicken sie uns ganz viele weitere kleine Chinesen?" hakte Shin belustigt nach und strich mit der Hand an dem Hosenstoff seines Freundes entlang. Fühlte sich echt teuer an. "Was nun? Brauchst du einen neuen Waffenlieferant? Soll ich die Besucher aus dem Weg räumen? Ein Wort von dir genügt." Shin war nicht unbedingt talentiert im Trösten, aber er gab sich Mühe. Immerhin hatte er damals auch Taejin bei seiner Panikattacke beigestanden, vielleicht macht er sich dann doch gar nicht so schlecht....
      Da allerdings diese Beziehung zwischen den Hwangs und den chinesischen Clan ziemlich lange anhielt und es bislang nie Probleme gab, bezweifelte Shin das es so einfach werden würde und seufzte. "Okay....ich werde mich mal umhören und Kontakte spielen lassen, ob ich das Balg auftreibe. Hast du ein Foto von ihm, das ich verwenden kann?"


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    • Taejin
      Die Vase fand ihr jämmerliches Ende in tausend Scherben am anderen Ende des Raumes und Taejin hatte sich auf Shins Schoß fallen lassen, welcher ihn näher zu sich gezogen hatte. Die beiden machten kein Geheimnis daraus, dass sie miteinander schliefen und auch sonst sehr intim miteinander waren, weshalb mittlerweile der gesamte Hwang Clan in kürzester Zeit darüber Bescheid wusste. Die Angestellten des Anwesens wirkten nicht mehr überrascht, wenn sie plötzlich die beiden erwischten, versuchten die Situation aber doch grundsätzlich immer zu umgehen, was sie manchmal besser und manchmal schlechter schafften. Jetzt gerade aber waren ohnehin aufgrund von Taejins Wutausbruch alle geflüchtet und nur Shin hatte geduldig seinem Liebsten dabei zugesehen, wie dieser Vasen zerschmetterte und am liebsten Chinesen angeschrien hätte. Er war das alles Leid. Konnte nicht endlich mal wieder Ruhe einkehren? Warum tauchte ständig jemand auf, der seine Autorität hinterfragte und ihm einmal mehr Kopfschmerzen bereitete? Er hatte Kit wenig Beachtung geschenkt, da der Kleine keine wirkliche Bedrohung für ihn dargestellt hatte und er schließlich einen Crush auf Taejin hatte. Wer zur Hölle hätten denn damit rechnen können, das der Kleine plötzlich verschwindet und eine Armada von Chinesischen Clanmitgliedern hierherbeschwörte? Zumal Taejin genau wusste, dass die nächsten Clanmitglieder, die hier auftauchen würden bei weitem nicht so pflegeleicht wären, wie es der Kleine war.
      "Ein anderer Waffenlieferant ist leider kaum eine Option. Die Beziehungen zu diesem Clan existieren nicht nur bereits seit Generationen, zudem haben sie mit Abstand das größte Waffennetz im ganzen asiatischen Raum. Wenn sie an eine Waffe nicht gelangen, dann kann es keiner... Trotzdem gefällt es gar nicht, wenn sie jetzt einfach hier aufkreuzen. Ich habe eine dunkle Ahnung, wen sie nun schicken könnten und wenn ich Recht habe, wird das eher unangenehm. Sagen wir... nicht alle aus der Clanfamilie sind so gut auf mich zu sprechen...", seufzte der Koreaner schließlich und zückte dann sein Smartphone, während Shin selbst anbot sich ein wenig umzuhören. Dankend nickte der Blonde ihm zu, ehe er Kaorus Nummer wählte... schließlich hatte der den Kleinen wahrscheinlich als letzter gesehen.
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    • ___ Shin ___

      Taejin hatte sich auf dem Schoß des Auftragsmörders niedergelassen, welcher die Arme um die Hüften des Koreaners geschlungen hatte und beruhigend dessen Nacken küsste. "Haben Sie schon gesagt, wann sie aufkreuzen wollen?", murmelte der Schwarzhaarige gegen die weiche Haut des anderen, löste sich dann aber von ihm und lehnte sich wieder zurück, während der Mafiaboss auf seinem Schoß thronte und sein Handy zückte. "Verstehe. Die Taos sind überall in der Unterwelt ein Begriff. Ich hab noch niemanden abgesehen von Kitty getroffen, aber sie sollen speziell sein. Ich frage mich wer von uns tödlicher ist?", Shin grinste amüsiert. Für jemanden wie den Japaner, welcher Adrenalinschübe liebte und eine Schwäche für komplizierte Fälle hatte, war das gerade die perfekte Einladung. Allerdings durfte er keine Hand an die Taos legen, außer natürlich sie ärgerten seinen Taejin. Da würde Shin auf diese lächerlichen Mafiaregeln gepflegt ´scheißen´ um es mal ganz elegant zu formulieren. Da es aber gerade nicht die Zeit war seine Vorlieben auszuleben und sein Liebster gerade wirklich in Schwierigkeiten steckte, nahm sich der Japaner zurück und strich ihm beruhigend über den Rücken. "Wen wollen sie schicken?", fragte er interessiert nach, verstummte dann aber als Taejin sein Gespräch führte. Die paar Brocken die er inzwischen Koreanisch gelernt hatte, reichten um ein paar Schimpfworte aufzuschnappen. Nun offenbar hatte Kaoru nicht die Antworten, welche der Hellhaarige gehofft hatte. So das er schon auf koreanisch vor dem japanischen Kaoru fluchte. Shin war ja ziemlich stolz, dass er bereits Schimpfworte gelernt hatte. "Keine guten Neuigkeiten, mh?"


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    • Taejin
      Genervt schnalzte er mit der Zunge, bei dem bloßen Gedanken sich bereits mit dem nächsten lästigen Problem herumschlagen zu müssen. Er konnte so langsam wirklich Urlaub gebrauchen, wenngleich es soetwas in seiner Branche nie wirklich gab. Ob er vielleicht mal wieder ein paar Tage bei Hayato untertauchen sollte? Der sorgte zwar gerade für seine ganz eigenen Schlagzeilen, aber Taejin könnte den zwei Turteltauben sicher irgendwie helfen...
      Resigniert schüttelte er den Kopf und schloss dann seine Augen, während er Shins Lippen an seinem Hals spürte. "So wie ich sie kenne, könnten sie bereits morgen hier sein und Antworten verlangen. Die Taos sind weit davon entfernt geduldig zu sein." Shin erkundigte sich, wen Taejin denn vermutete, woraufhin der Blonde ein wenig die Miene verzog und fast schon theatralisch die Augen rollte. "Kits großer Bruder. Er ist nicht gerade ein Fan von mir und wird noch weniger von mir begeistert sein, wenn er weiß, dass Kit unter meiner Obhut verschwunden ist. Die beiden Brüder stehen sich wohl offenbar sehr nah und ich möchte nicht ganz ausschließen, dass er nach diesem Anruf direkt in den nächsten Flieger gestiegen ist, um mir so schnell wie möglich eine Klinge an den Hals zu halten. Ich hatte eigentlich gehofft ihn nicht noch einmal wiedertreffen zu müssen."
      Ein kleiner Teil von Taejin hoffte ja immer noch, dass er falsch lag und lediglich ein niederrangiger Suchtrupp der Taos hier aufkreuzen würde, doch eigentlich war das fast unmöglich. Bei Kits Auftauchen war Taejin bereits erstaunt gewesen, dass sein großer Bruder ihn einfach in das Hoheitsgebiet von Taejin Hwang gelassen hatte ohne selbst dabei zu sein. Jetzt würde er also definitiv hier die Tür eintreten.
      Taejin hatte das Angebot von Shin angenommen und selbst Kaoru angerufen, um von ihm vielleicht das ein oder andere über Kits letzten Aufenthalt zu erfahren, doch Kaoru hatte ihn vor knapp zwei einhalb Wochen zuletzt im Club gesehen, ihm ein paar Drinks gegeben, darauf geachtet, dass niemand dem Kätzchen zu nahe kam, der böse Absichten hatte und zum Schluss hatte Kaoru ihn mit einem Taxi zum Hotel geschickt. Danach hatte er ihn nicht noch einmal gesehen.
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