❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Shin ___

      Er wollte mehr davon, mehr von diesen Küssen, mehr von diesen Berührungen, mehr von diesen Blicken, mehr von Taejin. Es war zum verrückt werden, ehrlich. Shin wusste durchaus wie dumm sein Verhalten war. Nicht nur Taejin zeigte hier gerade eine Schwäche, die er leicht ausnutzen konnte, auch der Auftragsmörder machte sich das erste Mal in seinem Leben zur perfekten Zielscheibe. Es müsste ihn deutlich mehr stören und doch hatte er seine Hände definitiv dort wo sie nicht hingehörten und seine Lippen verzehrten sich nach denen des Hellhaarigen. Mit dem letzten bisschen Selbstbeherrschung, auch wenn man das wirklich nicht mehr so bezeichnen konnte, hatte er Taejin aufgefordert, seine Worte von zuvor zu wiederholen. Der Schwarzhaarige wusste nicht was er sich wünschen sollte. Das Taejin im Gegensatz zu ihm mehr Vernunft besaß und sie beide zurück in ihr eigentliches Leben holte oder ob eben genau das Gegenteil. Ehrlich gesagt wusste Shin ganz genau was er sich wünschte. Es war lächerlich, zumal Shin niemand war der sich etwas wünschte. Wünsche bleiben Träume und Träume konnten einen genommen werden. Eine Lektion die der Japaner leider schon sehr früh in seinem Leben lernen musste. Darum wünschte sich Shin schon lange nichts mehr. Er fühlte sich lächerlich, dass er sich aber gerade jetzt etwas wünschte. Nein, sich jemanden wünschte. Er war ein Killer verdammt. Ein Mann ohne Gefühle, ohne Herz, ohne Vergangenheit und ohne Identität. Wollte Shin all die Jahre harte Arbeit, die ihn mehr als nur einmal fast dazu gebracht hatten sich selbst das Leben zu nehmen, hinwerfen, nur um diesen Verlangen nachzugeben?
      Seine Augen suchten die des Hwangerben, der ihm zwar die gewünschten Worte wiederholte, aber genau das Gegenteil tat.
      Shin seufzte.
      Er würde diesem Verlangen nachgeben.
      "Wären wir vernünftig, hätten wir andere Jobs oder Leben, mh?" schnurrte Shin verführerisch, als er plötzlich die Hand des Koreaners unter seinem Krankenhemd spürte. Nun das hier gerade war definitiv nicht seine beste Ausführung. Er musste fertig aussehen...
      Die Hand welche über den Hintern des Koreaners streichelte, wanderte unter dessen Oberteil und strich nun an dem Rücken des anderen entlang. Wow, wie schaffte es jemand in dieser Branche so weiche Haut zu haben?


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    • Taejin
      Sie hatten beide potentiell jeglichen Sinn für gesunden Menschenverstand und Verantwortung verloren, aber das könnte Sie momentan auch nicht weniger interessieren. Sie beide waren intelligente junge Männer, die sehr wohl wussten, was richtig und was falsch war. Allerdings schienen sie mittlerweile verstärkt mit anderen Körperteilen Entscheidungen zu fällen und diesen Körperteilen war Moral und Verantwortung gleich. Sie fokussierten sich nur auf das eine.
      Taejin war sich sicher, dass Shin eigentlich gewollt hatte, dass der Blonde ihm bei seinen Aufforderungen widersprach, dass Taejin ihm allerdings zustimmte, aber im nächsten Moment seinen Worten mit Handlungen widersprach, schien Shin zumindest auch nicht sonderlich schlimm zu finden. Taejin küsste sich an dem Hals des Japaners bis zu dessen Schlüsselbein entlang, ließ seine Hand schließlich unter dessen Oberteil gleiten und gab sich dabei tatsächlich größte Mühe, den anderen nicht zu verletzen oder ihm durch Druck auf seine Wunde jegliche Art von Schmerzen zu bereiten. Dass Shin wohl seine eine Hand auf Taejins Hintern platziert hatte und diese anschließend unter dem Oberteil des Koreaners über seinen Rücken nach oben gleiten ließ, genoss der Chaebol tatsächlich, da diese Berührung schockierenderweise etwas erstaunlich sanftes hatte... insbesondere wenn man bedachte, wie viele Menschen dieser Mann bereits mit eben jenen Händen getötet, außer Gefecht gesetzt oder gefoltert hatte. Man möchte meinen diese Hände waren dazu da, um Schmerzen und Leid zu bereiten, doch Taejin fühlte sich unter dieser Berührung gerade einfach nur wohl und fast schon ein wenig geborgen... was an Absurdität wahrscheinlich einfach kaum zu überbieten war. Shin hatte etwas mit ihm gemacht und Taejin vermutete, dass was immer es war... es wirklich seinen Untergang bedeuten würde. "Vernünftig ist halt langweilig...", schnurrte der Chaebol schließlich als Antwort und begann dann langsam das Krankenhemd des anderen aufzuknöpfen.
      "Meinst du dein Körper macht es schmerztechnisch mit, wenn ich mich auf deinen Schoß setze?"
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    • ___ Shin ___

      Es hatte etwas unglaublich verführerisches dieses Mann so zu sehen. Ob Taejin wohl bei jedem den er sich ins Bett holte, so sanft war? Konnte sich Shin bei jemanden wie dem Koreaner nicht wirklich vorstellen. Das Mafiaoberhaupt wirkte erneut so angreifbar in seiner Nähe und genau das war es wohl auch was Shin so faszinierte. Dieser Mann lieferte ihm so viele Möglichkeiten und doch hatte der Japaner nicht das geringste Bedürfnis ihm zu schaden, obwohl er dafür wahrscheinlich noch mehr an Bekanntheit erlangte, als ohnehin schon. Auf den Kopf dieses hübschen Kerls war verflucht viel Kohle ausgesetzt und doch wollte der Auftragsmörder ihn in seinen Armen halten und statt zu schaden beschützen. Er, der Mann ohne Gewissen wollte jemanden beschützten. Es war lächerlich, aber es war nun einmal so. Unglaublich liebevoll strich er mit den Fingerspitzen am Rücken des Hellhaarigen entlang, fuhr die Wirbelsäule hinauf und seufzte leise als Taejin sich an seinem Hals entlang küsste. So zärtlich, so sanft.
      Als Taejin ihm plötzlich das Krankenhemd aufknöpfte und ihm eine Frage stellte, mit der Shin nun wirklich nicht gerechnet hätte, musste er amüsiert grinsen. "Ich halte eine Menge aus Hübscher." Seine Hände wanderten nun hinab zu der Hüfte des viel zu attraktiven Mannes über ihm. "Außerdem ist es jeden Schmerz wert, wenn du dafür auf mir sitzt.", schnurrte er ihm verführerisch zu und zog den Chaebol auf sich. Zugegeben war es nicht angenehm, da Shin immer noch alles andere als gesund war und wahrscheinlich gerade kein so attraktives Bild abgab, wie er es sich im Augenblick wünschte, aber das war es sowas von wert. Es ärgerte ihn nur, dass er sich nicht ganz so bewegen konnte, wie er es sich wünschte. Wie gern hätte er Taejin geschnappt, ihn unter sich begraben und verwöhnt wie es keine Bettgeschichte des Koreaners je gewagt hätte. Shin hatte nun einmal keine Angst vor ihm, wie es wohl bei allen anderen der Fall war, demnach konnte er ihn anders berühren. Ihn anders küssen und verflucht...er wollte diesen Mann so sehr.


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    • Taejin
      Aus der Hitzigkeit des Moments und der Tatsache, dass ihre Gefühle gewonnen und die Vernunft verloren hatte, fragte Taejin den anderen, ob er sich auf seinen Schoß setzen dürfe, was den Japaner im ersten Moment durchaus überraschte, er aber dennoch schnell einwilligte und so platzierte sich der Chaebol auf dem attraktiven Auftragskiller, dem durchaus anzusehen war, dass dies in seinem aktuellen Zustand nicht allzu angenehm war. Aus diesem Grund versuchte Taejin so wenig Gewicht wie möglich auf ihn zu verlagern und sich dementsprechend ein wenig leichter zu machen, während er dem Dunkelhaarigen das Krankenhemd entledigt hatte und sich weiter an ihm hinabküsste, während er dennoch versuchte so behutsam und sanft wie möglich mit Shin umzugehen, schließlich war der Japaner immer noch Krankenhauspatient recht kurz nach einer Notoperation, ohne die er ohne Probleme hätte sterben können. Würde sein Arzt sie beide jetzt sehen, würde er sie wahrscheinlich anschreien, dass Shin gefälligst Ruhe und Erholung benötigte.
      "Du hast definitiv Potential mein Untergang zu werden.", schnurrte der Blonde schließlich amüsiert, zwischen ein paar Küssen und beugte sich dann wieder zu Shin hoch, um seinen Mund einzufangen und ihn in einen weiteren innigen Kuss zu ziehen. Nachdem dieser Kuss nach einer Weile endete und Taejin kurz Luft holte, um den Dunkelhaarigen auch schon in einen weiteren Kuss zu ziehen, vernahm er plötzlich von draußen gedämpft die Stimme von Chanyeol und zuckte sichtlich zusammen.
      "Sie sagten mein Bruder ist hier drinnen? Danke!"
      Taejins Augen weiteten sich und noch während er Schritte näherkommen hörte, sprang er förmlich so vorsichtig wie möglich von Shins Schoß herunter, hechtete auf seinen Stuhl, gerade rechtzeitig, um seinen Bruder erblicken zu können, der förmlich die Tür des Krankenzimmers aufriss, kurz zu Shin, dann zu Taejin blickte. Er wirkte abgehetzt und seine Haare klebten schweißnass an seiner Stirn. War er gerannt? Taejin wollte sich gerade erkundigen, was denn los sei, da kam ihm Chanyeol zuvor.
      "Mutter ist aufgewacht!"
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    • ___ Shin ___

      Es war irgendwie verflucht niedlich, wie Taejin, dieser mächtige Mafiaboss und Erbe des Hwang-Imperiums so behutsam mit ihm umging. Man sah dem Hellhaarigen an, dass er irgendwie versuchte es Shin so angenehm wie möglich zu machen. Ein wenig hatte es ja von einem Balanceakt so wie sich Taejin gerade auf ihn gesetzt hatte. Dennoch würde der Japaner lügen, wäre er für diese Umsicht nicht ziemlich dankbar, schließlich war er vor nicht einmal eine Stunde erst von seiner Notoperation aufgewacht und eigentlich hätte er laut Ärzten nicht einmal wach sein dürfen. Nun, da kannten sie Shin und seinen Sturschädel schlecht. Inzwischen lag der Schwarzhaarige mit aufgeknöpften Krankenhaushemd unter dem Koreaner und blickte zu ihm nach oben. An den Anblick mit Taejin auf sich konnte er sich durchaus gewöhnen. Shin hatte schon lange beschlossen wenigstens für diesen Augenblick seinen Verstand und seine Vernunft mal bei Seite zu schieben. Es brachte gerade ohnehin nichts. Er hatte gegen seine Hormone verloren, passiert auch nicht alle Tage. Allerdings war er auch noch nie jemanden wie Taejin Hwang begegnet. Seine Hände wanderten von der Hüfte erneut unter das Oberteil des Koreaners, während er dieses anhob und hoffte ihm irgendwie ausziehen zu können. Taejin beschloss allerdings ihn lieber in einen Kuss zu verwickeln, welchen Shin nur zu gern annahm. Er schlang seine Arme um den attraktiven Hellhaarigen, ehe er ihm amüsiert entgegen schnurrte. "Mhhh ~ Das klingt irgendwie ziemlich gut." gerade als er ihn erneut küssen wollte, ertönte plötzlich die vertraute Stimme des kleinen Bruders von Taejin. So schnell wie der Hellhaarige von seinem Schoß gesprungen war, konnte Shin nicht einmal blinzeln, weshalb er sich ein Lachen nicht verkneifen konnte, auch wenn er Chanyeol in diesem Augenblick auch ordentlich verfluchte. Das Lachen bereute er aber ziemlich schnell wieder, da es sich als verflucht schmerzhaft herausstellte. Als Chanyeol ins Krankenzimmer stürmte, war er wenigstens zu beschäftigt mit seinen Neuigkeiten, als auf einen halbnackten Shin zu achten. Diese Neuigkeiten waren die Störung allerdings wert, das sah Shin ja ein. Sein Blick wanderte zu dem Koreaner. "Nun geh schon. Ich komm klar."


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    • Taejin
      Noch vor zwei Tagen hätte Taejin massiv bestritten, dass er jemals so schwach werden würde, um knutschend auf Shin zu sitzen und die Finger nicht von ihm lassen zu können. Shin schien es dabei aber wohl ähnlich zu gehen und ihre Prioritäten lagen im Moment einfach viel mehr auf der Knutschnerei, als auf dem Hinterfragen, wie groß der Fehler war, den sie gerade begingen. Taejin hatte mittlerweile Shins Krankenhemd ausgezogen und hätte sich durchaus an mehr herangemacht, wenn da nicht plötzlich Chanyeol aufgeregt das Zimmer betreten und sie darüber informiert hätte, dass die Mutter der Hwang-Geschwister endlich aus ihrem Koma aufgewacht sei. Sollte der jüngste Hwang in diesem Moment gemerkt haben, dass die Lippen der beiden Anwesenden geschwollen, ihre Kleidung verrutscht oder nicht-existent war und ihre Wangen gerötet waren, hatte er dies unkommentiert gelassen oder dem aufgrund von der anderen Dringlichkeit wenig Beachtung geschenkt. Natürlich war dies eine fantastische Nachricht und Taejin war augenblicklich von seinem Stuhl aufgesprungen, ehe er auch schon Shins Stimme vernahm und zu dem Japaner blickte. "Ich komme später wieder. Ruh du dich in der Zeit einfach aus...", entgegnete der Chaebol dem Auftragskiller leise, ehe er sich an seinen jüngeren Bruder richtete. "Gehen wir!"
      Damit verließen die Hwang-Brüder Shins Krankenzimmer zügig, nur um mehr oder weniger elegant durch die Krankenhausflure zu rennen, um das Zimmer ihrer Mutter zwei Etagen weiter oben zu erreichen. Taejin war der erste der in das Zimmer rannte und erst stehen blieb, als er das erste Mal seit Wochen seine Mutter bei Bewusstsein sah. Sie sah absolut schrecklich und schwach aus, aber sie war wach und das war in diesem Moment wirklich alles was für ihn zählte. Erneut setzte er sich in Bewegung, als sie ihn erblickte und sich ein erleichtertes Lächeln auf ihren Lippen widerspiegelte, während Tae die Arme ausbreitete und diese um seine ungewohnt fragile Mutter schlang. Chanyeol schloss sich der Umarmung wenige Sekunden später an. Endlich würde alles wieder besser werden.
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    • ___ Hayato ___

      Hayato hatte in der Zeit in der Taejin auf seinem Rachefeldzug war, sehr viel Zeit mit Chanyeol verbracht. Natürlich war das eine schöne Abwechslung, allerdings hätte sich der Hotelerbe einen deutlich schöneren Umstand für seinen Besuch in Korea vorstellen können. Der junge Hwang war krank vor Sorge gewesen und wusste nicht was ihm mehr Kummer bereitete, der Gesundheitszustand seiner Mutter oder das Taejin sich allein in ein Haifischbecken warf und sein einziger wirklich starker Verbündeter gleichzeitig die besten Möglichkeiten hatte ihn abzumurksen. In der Zeit in der Hayato so mit Chanyeol unterwegs war, hatte er sich mit so einer Shoppingbeute eingedeckt, dass er einen weiteren Koffer benötigte. Nicht, dass das ein Problem wäre aber wahrscheinlich würde ihn Jun wieder tadeln, da die Hälfte davon für ihn war und natürlich für Sherazade. Er vermisste die beiden schrecklich! Glücklicherweise hielt ihn sein Liebster auf dem Laufenden und schickte Fotos von sich und der schneeweißen Hündin, auf die er für Hayato aufpasste. Der Hotelerbe hatte sich zudem entschieden, seine Haare wieder in einen natürlichen Ton zu färben. Nicht weil er etwas gegen sein Blau hatte, aber in Anbetracht der aktuellen Situation war eine blaue Zielscheibe doch einfacher zu treffen als eine schwarze....oder? Als sein bester Freund und dessen kleiner Bruder wie bunte Wirbelstürme an ihm vorbei gerauscht waren, hatte Hayato rücksichtsvoll am Türrahmen gewartet. Er gehörte zwar mehr oder weniger zur Familie, aber das hier war der Moment für die Kinder, ganz gleich wie sehr sich auch Hayato freute seine praktisch Tante wieder im wachen Zustand zu sehen. Eine ungemeine Erleichterung machte sich in ihm breit.




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    • Taejin
      Nachdem er mit seinem jüngeren Bruder durch die Gänge des Krankenhauses gerannt war, um das Zimmer seiner Mutter zu erreichen, hatte er nur Augen für die schwach wirkende Frau, welche in ihrem Bett aufrecht saß und aus dem Fenster zu sehen schien, ehe der Krach und das Aufreißen der Tür ihre Aufmerksamkeit auf ihre Söhne richtete und sie sich Sekunden später in einer festen Umarmung erst mit ihrem Ältesten und schließlich mit beiden Söhnen wiederfand. Taejin hatte seine Arme um sie geschlungen und sein Gesicht in ihrer Halsbeuge vergraben, um den Moment und die Umarmung zu genießen, ehe er sich wieder leicht löste und sie mehrfach überprüfend anblickte. Sie sah schrecklich aus, aber die Erleichterung, dass sie endlich wieder bei Bewusstsein war, war schlichtweg das wichtigste für ihn und an allem anderen konnten sie schließlich auch wieder arbeiten. Ohne Frage musste sie sich nach solch einem Anschlag und der Zeit im Koma schwach und desorientiert fühlen, dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, mütterlich wie sie eben war, Chanyeol und Taejin beruhigen zu wollen und streichelte über die Köpfe der beiden, als wären sie noch kleine Kinder und keine erwachsenen Männer in ihren Zwanzigern. "Alles wird wieder gut.", meinte sie lächelnd an die beiden gerichtet und überraschenderweise brach nun das erste Mal Chanyeol zusammen und warf sich schluchzend und heulend in die Arme seiner Mutter. Ein wenig verblüfft blickte Taejin ja schon zu seinem kleinen Bruder, denn erst jetzt wurde ihm bewusst, wie tapfer und gefasst Chanyeol die ganze Zeit gewesen war. Der jüngste Hwang war nach dem Anschlag sofort nach Seoul gekommen, hatte seitdem fast unaufhörlich an ihrem Bett gesessen und auf sie aufgepasst, während Taejin sich um die Jagd nach dem Verräter kümmerte. Er hatte traurig gewirkt, war aber nie zusammengebrochen... nicht, so wie er es jetzt aus Erleichterung tat. Ein kleines Lächeln umspielte Taejins Lippen, während er seine Familie betrachtete und erst jetzt spürte er ein Augenpaar hinter sich auf ihnen ruhen und mit einer halben Drehung in die Richtung, erblickte er einen nicht mehr ganz so kunterbunten Hayato, welcher das Szenario mit Ruhe betrachtete. Taejin winkte seinen besten Freund her und schließlich sah auch die Mutter des Hwang-Haushalts zum dem Japaner auf und schenkte ihm ein mütterliches Lächeln. "Danke, dass du auf die beiden aufgepasst hast."
      Verdutzt hob Taejin eine Augenbraue und auch Chanyeol protestierte direkt. "Aufgepasst? Von wegen!"
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    • ___ Hayato ___

      Für Hayato war die Familie oder eher der Clan der Hwangs wie seine zweite Familie. Er liebte sie alle aufrichtig und vom ganzen Herzen. Der Hotelerbe war mit Taejin aufgewachsen, hatte Chanyeol noch in seinen Windeln im Arm gehalten und betrachtete die stolze Frau des Hwangs als wäre sie seine Tante. Dennoch war das ein Moment für die eigentliche Familie und Hayato hielt sich dezent im Hintergrund. Hier hatte er nicht zu stören. Die beiden Söhne lagen in den Armen ihrer Mutter, während sie ihnen liebevoll durch das Haar strich. Das weibliche Oberhaupt der Familie Hwang mochte für viele nach außen hart und kühl wirken, aber aus Hayatos Sicht strahlte sie eine unglaubliche Wärme und Liebenswürdigkeit aus. Für sie waren ihre Kinder alles. Chanyeol hatte sich das erste Mal seit auch Hayato im Land war erlaubt seine Angst und Trauer zuzulassen und ließ seinen Tränen freien Lauf. Hayato zollte dem jungen Mann seinen absoluten Respekt. Er war sehr tapfer gewesen, hatte sich rührend um seine Mutter gekümmert und treu Wache gehalten. Mama Hwang sah zwar immer noch erhaben aus, aber wirkte so gebrechlich, dass es dem Hotelerben das Herz brach. Für ihn war sie immer das Sinnbild von Autorität und Stärke gewesen. Es würde lange dauern, bis sie wieder ganz die alte war. Wenn dies aber eine schaffte, dann sie. Erst als die Aufmerksamkeit nun bei Hayato lag, hatte er sich in Bewegung gesetzt und war auf die Patientin zugelaufen. "Ich würde gerne behaupten, dass man auf die beiden aufpassen kann. Allerdings weißt du selbst, dass sie stur wie Esel sind. Du kannst dennoch stolz auf sie beide sein. Sie waren unglaublich tapfer." er legte vorsichtig die Arme um die zierliche Frau. "Ich bin so froh, dass du wach bist." da er aber Chanyeol die Umarmung seiner Mutter überlassen wollte, hatte er sich schnell wieder gelöst und dem Jüngsten wieder diesen Platz überlassen. Sein Blick wanderte zu dem zerzausten Taejin, ehe er skeptisch eine Augenbaue hob. Er hatte schon mitbekommen, dass ein Patient viel zu früh aus seiner Narkose und nach einer schweren OP aufgewacht war. Dem Anblick von Taejin nach zu urteilen, konnte er sich schon vorstellen, wer damit gemeint war. Offenbar war es nicht gelogen, dass man Shin den Reaper nennt. Der Tod kann sich wohl eher weniger ins Grab bringen. Gruseliger Kerl und natürlich musste sich sein bester Freund den wohl gefährlichsten Mann Japans krallen - hervorragend.


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    • Taejin
      Die Umarmung zwischen Hayato und der Miga Hwang war zwar nur kurz, aber nicht weniger herzlich, da der Japaner ein inoffizielles Mitglied der Familie war und die Hwang-Mutter ihn bereits kannte, seit er ganz klein war. Sie mochte den jungen Mann sehr und selbst wenn er und Taejin in ihrer Jugend oft sehr viel Blödsinn angestellt hatten und sich dabei auch oft fast schon gegenseitig heraus´gefordert hatten, hatte sie die Freundschaft der beiden immer als gut und wichtig empfunden. Ihr war egal, ob die beiden gemeinsam Fehler machten und in Schwierigkeiten gerieten... hauptsache sie blieben einander treu und hielten immer zueinander. Und dies schien sich tatsächlich bis heute zu bewahrheiten.
      "Ich bin mir ziemlich sicher, dass vor allem Taejin deutlich mehr Blödsinn angestellt hätte, wenn du nicht hier wärst.", warf die Mutter der beiden Hwang-Erben ein und erntete dafür ein empörtes "Gar nicht wahr!" von Taejin, der seine Hände in die Hüfte stemmte und die Augenbrauen zusammenzog. "Ich bin das offizielle Oberhaupt eines der größten Clans Südkoreas. Ich habe die halbe Unterwelt auf den Kopf gestellt, um den Verräter entlarven zu können, der dir das angetan hat und weitere seiner Leute werden folgen. Tu nicht so, als wäre ich noch ein kleines, unschuldiges Kind, dass nur Dummheiten anstellt." Im ersten Moment lachte seine Mutter herzlich, über Taejins Ausbruch und schüttelte amüsiert den Kopf, ehe es ihr aber langsam dämmerte und sie geschockt zu Hayato blickte, als würde sie erst jetzt vollends realisieren, dass der Hotelerbe anwesend war und dieses Gespräch ebenso hören konnte, wie alle anderen im Raum auch. Sie wollte protestieren, die Worte Taejins als Witz herunterspielen, doch der Blonde winkte direkt ab und deutete auf seinen besten Freund, welcher aufgrund seines Ausbruchs und dessen Inhalt wenig geschockt zu sein schien. "Er weiß Bescheid und aus irgendeinem Grund kommt er damit klar. Hayato ist nach dem Anschlag nach Seoul gekommen, weil ich mich nicht gemeldet habe und hat sich geweigert zu gehen, ehe er nicht wusste was los ist... Dann wiederum weigerte er sich zu gehen, weil er wusste, was los ist. Er ist der anstrengende von uns beiden, glaub mir! Ich hatte viel mehr Mühe dafür zu sorgen, dass er in Sicherheit ist.", beschwerte sich Taejin beinahe bei seiner Mutter, die erst überrascht aufgrund der Neuigkeit zu dem Japaner blickte und sich ihr Blick schließlich in etwas weiches und empathisches verwandelte. "Danke", formulierte sie tonlos an Hayato mit den Lippen, während Taejin weiter wetterte und schenkte dem Japaner ein erneutes, herzliches Lächeln, ehe sie sich entschied das Thema zu wechseln und ihren Blick durch den Raum schweifen zu lassen. "Also ich hätte jetzt einen Bärenhunger. Was sagt ihr?"
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    • ___ Hayato ___

      Eine Welle der Erleichterung machte sich in Hayato breit, als er die Hwang-Mutter in den Armen hielt. Auch wenn Hayato sie immer als seine Tante bezeichnete, war sie für ihn eigentlich auch so etwas wie seine Ersatzmutter gewesen. Schließlich taugte seine eigene nicht sonderlich viel und das weibliche Oberhaupt der Hwangs hatte sich immer rührend um ihn gekümmert, immer willkommen geheißen und auch jetzt so herzlich in Empfang genommen, dass der Hotelerbe sie am liebsten gar nicht mehr los gelassen hätte. Allerdings wusste er, dass er dazu kein Recht hatte und dieser Platz den richtigen Kindern der Familie gebührte. Als Taejin weiterhin lauthals protestierte, sah ihn der nun Dunkelhaarige tadelnd an. "Rede nicht so mit deiner Mutter, Spinner. Clanoberhaupt hin oder her. Du hast trotzdem genug Blödsinn im Kopf und das wissen wir beide." Hayato hatte wie immer bei seinen liebevollen Belehrungen eine sanfte Tonlage, wenn er mit Taejin sprach. Er ermahnte seinen besten Freund sehr oft, aber dies war immer mit so viel Liebe und Fürsorge geprägt, dass Taejin sich von ihm all diese Dinge auch sagen ließ. Da war der Hotelerbe den meisten Leuten deutlich voraus, der Mafiaboss hörte nämlich praktisch auf niemanden. Nun offenbar hatte ihn aber Shin im Griff und das bereite Hayato nach wie vor Bauchschmerzen. Diese Sorge behielt er aber für sich. Er musste die arme Frau nicht noch mehr aufwühlen, als ohnehin schon. Außerdem war das immer noch ein Beste-Freunde-Geheimnis und Hayato waren ihre Kindheitsschwüre auch im Erwachsenenalter absolut heilig. Als Taejins Mutter ihn allerdings nach dieser Aussage geschockt ansah, lächelte er sie verstehend an und versuchte ihr mit seinem Blick zu vermitteln, dass er dennoch immer für diese Familie da sein würde. Dann allerdings sah er zu dem Hellhaarigen und rollte seufzend mit den Augen. "Du kennst den Grund ganz genau. Ich habe dir versprochen, dich niemals allein und im Stich zu lassen. Eigentlich solltest du nach all den Jahren daran gewöhnt sein, dass ich so gehandelt habe." er schüttelte nur mit dem Kopf und ging auf die Aussage bezüglich der Anstrengung nicht weiter ein. Er schenkte der Dame der Runde lieber ein sanftes Lächeln und boxte dann Taejin in die Seite, damit er endlich aufhörte zu motzen. "Dann sollten wir dringend etwas zu Essen besorgen, statt zu zicken Tae. Los Bewegung."


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    • Taejin
      Er gab nur ungern nach, insbesondere da Hayato und Taejin immer zu bockigen Teenagern wurden, wenn sie diskutierten und dann keiner von beiden klein bei geben wollte, aber das war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb Miga schließlich das Thema "Essen" ansprach und so die Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes lenkte.
      .
      Während sich die drei Männer also um Essen kümmerten, welches ebenso die eben aus dem Koma erwachte Frau zu sich nehmen konnte und welches von ihren Ärzten und Pflegern abgesegnet war, musste sie sich in der Zwischenzeit eine Reihe von Untersuchungen über sich ergehen lassen, um zu kontrollieren, ob ihr Körper sonst irgendwelche Schäden aufzeigte oder sich nun Defizite offenbarten, die bisher nicht aufgefallen waren. Es würde definitiv eine Weile für sie dauern, bis sie wieder ohne Probleme selbst laufen konnte und auch ihre restlichen Muskeln galt es erst einmal wieder zu trainieren, dennoch schienen die Ärzte äußerst positiv und kommunizierten das den beiden Hwang-Söhnen auch direkt, als diese mit Hayato von der Essenssuche zurückkehrten und mit der Schonkost das Krankenhauszimmer wieder betraten. Es war keine luxuriöse Mahlzeit aus einem 5-Sterne-Restaurant, aber dennoch besser als jedes Krankenhausessen und zu sehen, wie Miga das Essen förmlich verschlang, zauberte ein Lächeln auf Taejins Lippen. Er konnte wirklich kaum beschreiben, wie glücklich er war, seine Mutter wieder bei Bewusstsein zu sehen. Nachdem sie ihr Essen verspeist hatten, holte der weibliche Kopf der Familie Hwang alle Neuigkeiten und Informationen der letzten Wochen nach, erkundigte sich nach dem Verräter, dem sie diesen Anschlag zu verdanken hatte und schwieg anschließend eine ganze Weile, als müsse sie diese Information verarbeiten. Als sie das Wort wieder ergriff, waren bereits einige Minuten der Stille verstrichen und sie richtete sich direkt an Hayato und Taejin.
      "Taejin hat Recht, für dich ist es hier zu gefährlich, Hayato, und du kannst schließlich auch nicht dein eigenes Unternehmen im Stich lassen. Du solltest nach Japan zurückkehren. Genauso solltest du Taejin aber mitnehmen. "Überrascht blickte der Blonde zu seiner Mutter, doch sie sprach direkt weiter, ließ gar keine Einwürfe erst zu. "Du hast noch einiges dort zu erledigen und das ist ebenfalls verdammt wichtig. Wir dürfen die dortige Bedrohung nicht vernachlässigen, nur weil hier etwas geschehen ist. Sieh es als mahnende Anweisung deiner Mutter an." Darauf konnte Taejin nichts anderes, als zu nicken.
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    • ___ Hayato ___

      Hayato konnte nicht einmal im Ansatz ausdrücken - und dabei war er unglaublich wortgewandt - wie erleichtert er darüber war, als die Nachricht der Ärzte verkündet wurde, dass die Hwang-Mutter auf dem Weg der Besserung war. Natürlich würde es eine ganze Weile dauern, aber nach ordentlich Ruhe und Physiotherapie würde sie wieder ganz die Alte werden- Der Hotelerbe war so erleichtert, dass er sich erst einmal setzen musste, nachdem sie das Essen hereingebracht hatte. Der nun Dunkelhaarige hatte die Hand der inzwischen so zierlichen Dame genommen und sanft über ihren Handrücken gestrichen. "Ich wusste, du bist die stärkste Frau der Welt." hatte er ihr lächelnd mitgeteilt, ehe er sie dann aber auch endlich Nahrung zu sich nehmen ließ. Er lächelte Taejin und seinen kleinen Bruder sanft an, als sie dabei zusahen wie ihre Mutter wenigstens nicht den Appetit verloren hatte. Allen war die Erleichterung deutlich anzusehen.
      Nachdem alle Informationen ausgetauscht wurden, gab es viel zu verdauen und damit war nicht das Essen gemeint. Die kalten Fakten des Verrats zeichneten sich immer noch wie ein Schlag ins Gesicht in den Gesichtern des Hwang-Clans ab. Hayato konnte sich kaum vorstellen, wie schlimm das sein mochte. Das schlimmste was seine Angestellten je verbrochen hatten, konnte immer wieder mit Geld und seinem Charme gelöst werden. Hier brauchte man Waffengewalt und eine kugelsichere Weste. Der Hotelerbe war sich nicht sicher, ob er diese Familie für ihren Mut bewundern oder bedauern sollte. Er würde Taejin irgendwann in einer ruhigen Momente fragen, wie diese Familie überhaupt in die Mafiakreise gekommen war. Waren es schon die Urgroßeltern?
      Als die Dame des Clans die Informationen verarbeitet hatte, nickte auch der Hotelerbe zustimmen. Sie hatte Recht, er konnte seine Hotelkette nicht so lange allein lassen, auch wenn sein Vater sich in seiner Abwesenheit darum kümmerte.
      "Du hast recht, aber...." Hayato sah besorgt zu ihr. "Wer passt auf dich auf? Also ich bin ja nicht bewandert, in diesen Angelegenheiten eurer Familie. Wird es aber nicht gefährlich für dich wenn Tae weg ist?"


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    • Taejin
      Miga Hwang bedachte die anwesenden drei jungen Männer mit einem liebevollen Blick, während sie zusah, wie ihre Jungs das gleiche Essen verspeisten, welches sie aufgrund ihres Gesundheitszustands als einziges essen durfte. Sie wusste, dass dies nicht unbedingt dem Geschmack ihrer Söhne entsprach und doch aßen sie ohne ihre Gesichter zu verziehen oder zu meckern. Als würde es allein aufgrund der Anwesenheit ihrer Mutter gleich deutlich besser schmecken. Sie hatte eben doch zwei wundervolle Söhne erzogen.
      Als sie mit dem Essen fertig waren, ergriff das weibliche Oberhaupt der Hwang-Familie schließlich das Wort und richtete sich dabei direkt an Hayato und Taejin welche sie versuchte wieder nach Japan zu schicken, jetzt wo sie doch endlich wieder bei Bewusstsein und auf dem guten Weg der Besserung war. Hayato schien seine Seite schnell einzusehen, kam aber dennoch nicht umhin zu fragen, wer sich denn um sie kümmerte, wenn Taejin weg war und darauf bedachte sie den Japaner beinahe mit einem amüsierten Grinsen. "Es ist nur Taejin den ich wegschicke, nicht meine Bodyguards und auch nicht meine engsten Vertrauten. Nichts für ungut, aber Taejin hätte bei dem Anschlag ebenfalls nichts ausrichten können... selbst nicht wenn er anwesend gewesen wäre. Niemand war darauf vorbereitet... das wird uns aber nicht noch einmal passieren. Mein Wort hat in unserem Clan sehr viel Macht... und selbst wenn Taejin das offizielle Oberhaupt des Clans ist...", fing Miga an, beendete den Satz aber nicht, da ihr bewusst wurde, dass dies ihren Sohn verletzen könnte. Taejin wiederum zögerte aber nicht, ihre Worte fortzuführen und erntete dafür fast schon mitleidige Blicke von Chanyeol. "... sind mir bei weitem nicht so viele Clanmitglieder loyal gegenüber wie für meine Mutter. Für mich kämpfen sie... für meine Mutter würde sie sogar sterben." Ein Moment der Stille verstrich und schließlich nickte sie zustimmend. "Und deshalb musst du auch nach Japan zurückkehren. Jedes offene Problem, jeder ungelöste Konflikt muss beseitigt werden, damit du nicht infrage gestellt wirst. Je schneller du dich selbst um soetwas kümmerst, desto schneller erarbeitest du dir den Respekt vor allem von den Altangestammten."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato sah bei den Worten doch ein wenig besorgt zu seinem besten Freund. Er wusste nicht wie es um den Clan stand, geschweige den wie dort die Machtverhältnisse waren. Der Hotelerbe mochte zwar ein gebildeter junger Mann sein, aber ganz ehrlich, Mafiastrukturen kannte er nur von dem Film ´der Pate 'und das wars dann auch schon. Hayato hatte keinen Schimmer wie es dort genau abging und das war vielleicht auch besser so. Allerdings fragte er sich, wie man Taejin nicht loyal gesinnt sein konnte. Lag es an seinen Bettgeschichten und umtriebigen Art? Ja, er mochte nicht verlässlich wirken aber jeder der den Koreaner kannte, wusste das er ein Herz aus Gold hatte und absolut loyal war. Sie kannten ihn nicht, obwohl sie unter dem Clan dienten. Hayato hatte Kopfschmerzen. Allerdings gab es wohl in diesen Strukturen doch jemanden, welcher Taejin beschützte und auch wenn es dem Dunkelhaarigen bitter aufstieß, war Shin in der Lage dem Koreaner beizustehen, Hayato konnte dies nicht. Ganz gleich wie sehr er dem Auftragsmörder misstraute, er konnte nicht abstreiten, wie dankbar er ihm gleichzeitig auch war. Dank ihm lebte Taejin noch. Das durfte die Hwang-Mutter allerdings nicht erfahren. Sicherlich würden das ihre Nerven nach alle dem nicht mitmachen, auch wenn sie jetzt wieder so unfassbar tough war, dass es Hayato wieder einmal ungemein beeindruckte. "Ich verstehe. Bitte pass dennoch auf dich auf. Ich sorge mich.", antwortete Hayato sanft und blickte dann zu seinem besten Freund. "Was meinst du, wann möchtest du zurück?"


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    • Taejin
      Hayato schien sichtlich überrascht, dass Taejin offenbar doch nicht von allen respektiert wurde und Loyalität leider bisher nicht der Standard war. Vielleicht hätte es diesen Verrat ja noch nicht einmal gegeben, wenn Taejin es geschafft hätte sich die uneingeschränkte Loyalität aller zuzusichern. Er wusste, dass er mit an dem Attentat Schuld war und dass er es sich nicht verziehen hätte, wenn seine Mutter dabei gestorben wäre, aber er durfte nicht daran hängen bleiben. Er musste daran arbeiten, auch noch die letzten Zweifel aus den Weg zu räumen, auf dass er eines Tages uneingeschränkt akzeptiert und respektiert werden würde ohne Intrigen oder Machtkämpfe befürchten zu müssen. Und das Problem mit Virus in Japan zu klären war nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Er müsste also wirklich so schnell wie möglich zurück, um diese Schlampen in ihre Schranken zu weisen und endlich mal wieder ein wenig Ruhe zu bekommen. Mal ehrlich, wann war das letzte mal, dass er sich in Ruhe um ihr Tagesgeschäft kümmern konnte? Er vermisste es einfach nur am Prozess des Schmuckdesigns teilzuhaben.
      "Ich will noch das ein oder andere hier erledigen, bevor wir abreisen, aber es sollte sich nicht zu lange verzögern. Ich denke, wenn alles nach Plan läuft, können wir Ende der Woche nach Tokyo zurückkehren und du kannst endlich wieder deinen süßen Schatz in deine Arme schließen... und damit meine ich nicht deinen Hund.", erwiderte Taejin wieder entspannter und grinsend und lenkte so das Gespräch ganz schnell auf ein Thema, dass Miga aufhorchen ließ. Schlagartig richtete sie sich in ihrem Bett auf, blickte mehr als neugierig zu Hayato und ihre Augen schienen förmlich vor Begeisterung zu glänzen. "Sag bloß du bist endlich in einer richtigen Beziehung? Erzähl mir alles! Ich will absolut alles wissen! Du standest auf Frauen, nicht wahr? Wer ist sie? Woher kommt sie? Zu welcher Familie gehört sie? Was macht sie beruflich? Wie habt ihr beiden euch kennengelernt? Oder ist es doch ein Mann?"
      Und damit lockerte sich die Stimmung im Krankenzimmer ein mal mehr deutlich auf.
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    • ___ Hayato ___

      Der Hotelerbe nickte zustimmend. Natürlich konnte er nicht erwarten, dass Taejin gleich in den nächsten 5 Minuten zurückflog. So spontan war nicht einmal der Koreaner, auch wenn man das glauben mochte. Hayato fragte sich ja, was genau noch in Japan auf seinen besten Freund wartete, aber vielleicht wollte er das lieber nicht wissen. Er freute sich trotz seiner Sorge unglaublich auf die Rückkehr. Er war krank vor Sorge um seine geliebte Sherazade und er hatte Jun schrecklich vermisst. Als hätte der Hellhaarige seine Gedanken gelesen - vielleicht konnte er das ja inzwischen tatsächlich, was sehr beunruhigend wäre - hatte er direkt Jun angesprochen. Miga hatte sofort aufgehorcht und Hayato glaubte in den Augen der Dame ein wahres Leuchten zu sehen. War Hayatos Unfähigkeit Beziehungen zu führen, wirklich ein solcher Sorgenfaktor gewesen? Vielleicht war das aber auch mütterliches Interesse, welche Hayato nie erfahren hatte.
      Hayato war schon immer ein Mann wahrer Selbstbeherrschung, aber er konnte es nicht verhindern, dass seine Wangen einen leichten rosanen Schimmer annahmen und er sich ein wenig verlegen durch das Haar strich. Eine absolut untypische Reaktion des Japaners, aber in so einer Situation war er ja auch bislang noch nie.
      "Ich dachte ich stehe auf Frauen. Ich hab mir deshalb nie wirklich Gedanken darüber gemacht, aber offenbar ist dem wohl nicht so. Ich habe einen Freund. Du würdest ihn lieben, er ist wirklich süß. Vor allem liebt Sherazade ihn." berichtete er lächelnd. Damit verfiel Hayato direkt in einen schwärmenden Modus und berichtete Miga in der nächsten halben Stunde wie süß Jun war, was für ein herausragender Bogenschütze und Schüler er sponserte und wie seine Augen funkelten. Hayato glaubte im Hintergrund seinen besten Freund mit den Augen rollen zu sehen. Das tat er aber auch wenn Hayato von Sherazade schwärmte, also war der Hotelerbe dies inzwischen schon gewohnt und reagierte darauf auch nicht mehr. Wenn er in diesen Shin verknallt war, würde Taejin ohnehin bald die Retourkutsche dafür kriegen.


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    • ~ einige Tage später ~

      Taejin
      Er war auf dem Rückflug nach Tokyo eingedöst, hatte er die letzten Tage mit sehr wenig Schlaf und viel Organisation verbracht. Seine Mutter sollte schnellstmöglich genesen und die beste Behandlung erhalten, die das Krankenhaus zu bieten hatte. Weiterhin hatte er die Bodyguards und Wachen komplett neu und intensiver geschult und war beim Backgroundcheck der engsten Vertrauten von Miga Hwang noch ein letztes Mal auf Nummer sicher gegangen. Das hieß allerdings auch, dass Schlaf und Erholung zu kurz gekommen waren und er nicht einmal die Zeit gehabt hatte um mit Shin über das zwischen ihnen genauer zu sprechen. Allgemein hatte er den Dunkelhaarigen selten gesehen und wenn dann nur als unartiger Patient, der sich weigerte in seinem Krankenzimmer zu genesen und stattdessen an jeder Ecke als sein Schatten auftauchte um Taejin im Blick zu behalten. Taejin tat dann meist, als würde es ihm nicht auffallen, aber Shins Präsenz scheint ihm immer bewusst zu sein. Als würde sein Körper auf die Anwesenheit des anderen reagieren. Es war... seltsam.
      Als sie am heutigen Morgen sich von Taejins Familie verabschiedet hatten, um zum Flughafen zu fahren, hatte Tae am liebsten seine Mutter bei der Umarmung loslassen wollen und sich nur widerstrebend gelöst. Erst nachdem sie behauptet hatte, sie würde keine Luft mehr bekommen, hatte er schließlich nachgegeben. Auch die Verabschiedung von Chanyeol war schwer gewesen, aber er wusste, dass die beiden gut aufeinander aufpassen würden und er schließlich immernoch mit ihnen telefonieren konnte. So waren Taejin, Hayato und Shin also zusammen mit Kean und einer kleinen Kolonne Wachen zum Flughafen gefahren, nur um wenig später den Privatjet der Hwangs zu betreten und sich für den kurzen zweistündigen Flug vorzubereiten. Taejin hatte es nicht einmal geplant, aber kaum hatte er sich in einen der Sitze niedergelassen, war er sofort eingeschlafen, ohne auch nur den Start oder den Flug an sich wirklich zu registrieren, geschweige denn was um ihn herum im Jet geschah.
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    • ___ Shin ___

      "Nun schau nicht so böse, er wollte neben mir sitzen.", kam es amüsiert von dem schwarzhaarigen Auftragsmörder, welcher neben Taejin in dem luxuriösen Flieger saß, während der Koreaner eingeschlafen und seinen Kopf auf Shins Schulter hatte sinken lassen. Hayato sah ihn ungefähr so an, als wäre er hier der Killer und nicht Shin. Allerdings schien ihm der Hotelerbe seit der Rettungsaktion nicht mehr so abgeneigt und er glaubte wohl inzwischen auch, dass Shin besser dafür geeignet war auf den Hellhaarigen aufzupassen, als er. Nun Shin war es zwar nach wie vor ein echtes Rätsel, dass er wie ein Superheld agiert hatte, aber offenbar schien ihm der Hwang über seine sonstigen Prinzipien zu gehen. Der Japaner würde es einfach irgendwann anders hinterfragen, wenn er allein war und sich uns seine pure Existenz in Frage stellte, jetzt aber grinste er den inzwischen dunkelhaarigen Hayato einfach nur an. Dieser seufzte fast ein wenig zu theatralisch und blickte ein wenig hilfesuchend zu Kean. Der gute Kean allerdings hielt sich allerdings da komplett raus, was Shin sehr begrüßte. Immerhin hatte Shin seinen Boss gerettet, da war der Auftragsmörder wohl ausnahmsweise mal nicht auf der Fahndungsliste von jemanden. Der Flug verlief ansonsten ziemlich ruhig und dank des Privatjets ohne unnötige Warteschlangen, Check-ins und so weiter brauchten sie auch wirklich nicht lang um von A nach B zu kommen. Zwar hatte sich Shin tatsächlich ein wenig mit der koreanischen Sprache beschäftigt und konnte die wichtigsten Dinge innerhalb weniger Tage von sich geben, aber es war doch eine Erleichterung bei der Landung wieder japanisch um sich herum zu vernehmen. Außerdem bestand in diesem Land nicht unbedingt die Gefahr irgendwelche nicht definierbaren Gerichte aufgetischt zu bekommen. Jedes Land hatte seine Eigenarten, aber Korea hatte ihn mit der Speisekarte tatsächlich in die Flucht geschlagen. Der Schwarzhaarige gab nicht gern eine Niederlage zu, aber gegen manche Gerichte, über welche er nicht einmal mehr nachdenken wollte, hatte er klar den kürzeren gezogen. Bei der doch etwas wackligen Landung, hatte Shin zu Taejin gesehen, welcher nach wie vor auf seiner Schulter ruhte. Da könnte glatt die Welt untergehen. "Hey Dornrösschen, wir sind da.", flüsterte er ihm zu.


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    • Taejin
      Ironischerweise weckte ihn weder das Rütteln der Maschine beim Landeanflug, noch die Ansage des Captains, dass sie in kürze in Tokyo landen würden. Das, was ihn tatsächlich aus seinen Schlaf riss, war die samtig weiche Stimme eines gewissen Japaners ganz nah an seinem Ohr, der ihn darauf hinwies, dass sie ihr Flugziel erreicht hatten. Noch leicht müde und schläfrig blinzelte der Blonde mehrfach, ehe ihm wieder bewusst wurde, wo sie hier eigentlich waren, warum sie in einem Privatjet saßen und wohin genau sie eigentlich gerade geflogen sind. "Schon gut. Ich bin wach...", murmelte der Koreaner, während er sich von Shins Schulter löste und aus dem Fenster blickte, nur um das Rollfeld des Flughafens Tokyo Haneda zu erblicken. Hatte er den ganzen Flug geschlafen? Er konnte sich nicht einmal daran erinnern, wie sie abgehoben waren. Die Erschöpfung musste ihn förmlich übermannt haben.
      Ein kurzer Blick von Shin zu Hayato verriet ihm, dass die beiden wohl keine besten Freunde werden würden, Hayato aber zumindest Shin nicht an die Kehle gesprungen war während des Flugs. Nun gut... das wäre auch nicht empfehlendwert gewesen, vor allem jetzt, da Hayato wusste was Shin beruflich tat. Andererseits konnte er aber natürlich die Sorge um sich auch nachvollziehen.
      Sobald der Jet vollends stand und die Crew an Bord bestätigte, dass das Aussteigen nun möglich wäre, erhoben sich die Männer von ihren Plätzen und verließen den Privat Jet der Familie Hwang, nur um direkt am Ende der Gangway von einem Wagen abgeholt und über das Rollfeld zum Flughafengebäude gefahren zu werden. Um das Gepäck würden sich Taejins Leute kümmern, also konnten der Koreaner, sein bester Freund, sein potentieller Lover und sein persönlicher Assistent direkt durch die Sicherheitskontrolle in den Eingangsbereich des Flughafens. Taejin wollte gerade vorschlagen, dass Kean ihnen einen Wagen organisierte, da erblickte er einen brünetten, jungen Mann in einem simplen schwarzen T-Shirt und einer Jeans im destroyed Look. An seiner Seite saß eine schneeweiße Hündin, deren Leine er in seiner rechten Hand hielt, während er sie mit der freien Hand streichelte. Das Gesicht kam Taejin bekannt vor, selbst wenn er es noch nie in echt gesehen hatte. Grinsend wanderte sein Blick zu seinem besten Freund. "Ich glaube, da hat dich jemand vermisst."
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