❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Hayato ___

      Das Schlafzimmer des millionenschweren Hotelerben hatte sich schlagartig auf gefühlt 100 Grad erhitzt. Hayato hatte das Gefühl zu verbrennen, allerdings nicht aufgrund der Temperatur im Raum sondern vor Lust. Der Klang der Stimme seines Liebsten war im Augenblick alles was er vernehmen konnte und wollte. Vielleicht war es ein etwas narzisstischer Gedanke, aber er wollte mit diesem heißen Klang und diesen sündigen Lippen unbedingt seinen Namen hören. Er war wirklich froh, dass sein geliebter Jun so tapfer war und zu der Sorte Mensch zählte, welcher nicht auf halben Wege aufhört. Ja, Hayato hätte für Jun sofort die ganze Sache beendet, aber es wäre ein Jammer gewesen, zumal er sich gerade so sehr nach dem Brünetten verzehrte, dass es dafür gar keine passenden Worte mehr gab. Nun Worte bedurfte es auch nicht, denn ordentlich reden konnte er ohnehin nicht mehr. Auch Hayato keuchte schwer, während er Jun dennoch immer wieder einen leidenschaftlichen Kuss klaute. Das machte das Atmen natürlich nur noch schwerer. Das Keuchen verwandelte sich in ein Stöhnen als Hayato der Aufforderung seines Geliebten nachkam und sowohl die Schnelligkeit als auch die Intensität erhöhte. Die Hand in seinem Haar animierte den Hotelerben nur noch mehr, weshalb er die Hüfte des Bogenschützen umfasste, damit er ihre gemeinsame Lust sprichwörtlich noch mehr vertiefen konnte. Zielstrebig wie Hayato nun einmal war, versuchte er auch den Punkt zu finden, der seinen Freund Sterne sehen ließ. Es dauerte glücklicherweise nicht so lang wie davor und er brauchte auch keine direkte Anleitung mehr, denn das laute Stöhnen verriet Hayato das er fündig geworden war. Grinsend beugte er sich über seinen Liebsten, strich mit dem Daumen über die Unterlippe seines Freundes, ehe er Jun enger an sich drückte und genau diesen Punk immer wieder ansteuerte. Schneller, tiefer und vor allem intensiver. Er wollte seinen Freund hören, ihm genau solche Lust verschaffen wie Hayato sie gerade empfand und das so lang wie es nur ging.
      Allerdings hat auch die schönste Zeit sein Ende. Er hatte lange durchgehalten, aber das regelmäßige Joggen und Fitnessstudio reichten wohl noch nicht aus. Er würde mit Jun regelmäßig üben müssen und verdammt das waren Trainingsrunden, auf die er sich freute!
      Der Blauhaarige beugte sich zu dem Ohr seines Liebsten. "Es tut mir Leid, aber ich kann nicht mehr lange..." stöhnte er entschuldigend, umfasste allerdings nun zusätzlich die Körpermitte seines Freundes, während er ihm im Rhythmus auf zweierlei Arten verwöhnte. Sein Freund sollte vor Lust durchdrehen und vor allem auch kommen.
      Mit der Energie aber allerdings dann auch am Ende, stieß er noch einmal in seinen Liebsten, ehe er sich schwer stöhnend neben Jun in das Bettlaken fallen ließ.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Jun
      Ab dem Moment in dem der Hotelerbe Juns empfindliche Stelle gefunden hatte, ging tatsächlich alles gefühlt recht schnell und das nicht nur, weil Hayato noch einmal extra das Tempo und die Intensität erhöhte. Schnell näherten sie sich beide ihren Orgasmen und als Hayato merkte, dass er nicht mehr lange an sich halten könnte, warnte er den Jüngeren nicht nur vor, sondern begann auch eigenhändig ein wenig nachzuhelfen, damit Jun ebenfalls recht schnell sein Ende finden würde. Und die doppelte Stimulation war definitiv für Jun einen Grund, nicht länger genug Selbstbeherrschung haben zu können und kurz nachdem er spürte wie Hayato tief in ihm kam, selbst sich über der Hand seines Freundes und seinem eigenen Bauch zu ergießen, während sein Atem hektisch und abgehackt ging und er mit seinem Orgasmus den Namen seines Freundes förmlich vor Lust schrie.
      Kaum war Hayato gekommen, überkam auch Jun schließlich ein starker Orgasmus und er ließ sich vollkommen erschöpft - aber glücklich - auf die Matratze zurückfallen und rang erst einmal nach Luft. Es dauerte eine kleine Weile, ehe sein Puls sich wieder etwas beruhigt hatte und sein Orgasmus abgeebbt war, ehe er sich zur Seite zu Hayato rollte und sich schließlich an seinen Freund kuschelte, während er die Bettdecke über sie beide zog und sie damit zudeckte, damit ihnen jetzt im Nachgang nicht kalt wurde. Während der Aktion war ihnen zwar unfassbar heiß gewesen, doch sie waren immer noch direkt zum Akt übergegangen, ohne sich nach dem Bad abzutrocknen und Jun hatte wenig Lust, dass sie beide sich nach ihrem ersten gemeinsamen Mal gleich heftig erkälteten, nur weil die Lust über die Vernunft gesiegt hatte. Für den Fall, dass es aber schon zu spät war und sie krank werden würden... bereute Jun das eben? Oh... ganz sicher nicht. Niemals.
      Der Jüngere vergrub sein Gesicht in Hayatos Halsbeuge, während er kleine Küsse an dieser Stelle platzierte und dann ein leises, liebevolles: "Ich liebe dich.", hauchte. Er war erschöpft und müde... und mehr denn je glücklich.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • ___ Hayato ___

      Wow....
      Andere Worte fielen Hayato gerade nicht ein um auch nur annährend zu beschreiben, wie fantastisch sein erstes Mal mit Jun gewesen war. Er der wortgewandte Hotelerbe mit dem charismatischen Lächeln und Meister in Gesprächen war sprachlos. Ehrlich, er war sprachlos. Jun übertraf in absolut jeden Belangen seine Erwartungen. Eigentlich hatte er sogar damit gerechnet sie beide würden ein wenig tollpatschiger an die Sache herangehen, aber dem war nicht so. Es war einfach nur perfekt gewesen! Seine Atmung ging hektisch während er sich neben Jun hatte fallen lassen. Sein Brustkorb hob und senkte sich so rapide, dass er glaubte sein Herz sprang ihm bald aus der Brust. Träge hatte er es wenigstens noch geschafft sich mit einem Taschentuch zu säubern und sein Kondom in den Mülleimer zu werfen - an ihm war ein wahrer Basketballer verloren gegangen - bevor Jun sie beide liebevoll zugedeckt hatte. Obwohl das Zimmer gefühlt einem Backofen glich und er sich fragte, wofür sie vorhin eigentlich baden waren, hatte er nichts dagegen und zog seinen Liebsten in seine Arme, als dieser sich an ihn schmiegte. Lächelnd hauchte er ihm einen Kuss in das noch feuchte Haar. "Ich liebe dich Jun.", flüsterte er ihm zu. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er jemals so mich sich im Reinen gefühlt hatte. Er war zwar ungemein platt, aber glücklich und am liebsten würde er ja die ganze Welt umarmen vor lauter Zufriedenheit. Dieser Abend war perfekt gewesen, perfekt wie Jun es in den Augen des Millionärs war. Liebevoll streichelte er mit der Hand auf dessen Oberarm sein Freund gerade ruhte durch das weiche Haar und kraulte den Nacken des anderen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Naoya
      "Hey Hayashida, Konzentration. Du hast noch Dienst." Naoya verzog leicht das Gesicht, als sein überkorrekter Kollege mit dem er diesen Abend in dem kleinen Lokal kellnerte, ihn maßregelte, nur weil der Brünette einen kruzen Blick auf sein Handy geworfen hatte, um zu schauen, ob Amaya bereits dank Haru sicher nach Hause gekommen war. Bisher leider keine Nachricht... und die nervig penetrante Art seines Kollegen besserte nicht gerade seine Laune. "Ist ja schon gut.", murrte der Venom, während er sein Handy wieder in seine Hosentasche verschwinden ließ und sich anschließend wieder in das Getümmel stürzte, um ein paar hungrige und durstige Gäste zu bedienen. Dabei war ganz klar, dass er es vermied mit dem anderen Kellner zu interagieren. Er hasste den Kerl ehrlich... er spielte sich stets auf, als wäre er etwas besseres, nur weil er beim Umziehen nach dem Dienst Naoyas Tattoo gesehen hatte und ihm daraufhin eine Standpauke halten musste, warum der Brünette sich damit seine Zukunft verbaut hätte und wie dumm er doch war sich so jung tättowieren zu lassen. Naoya hatte weder darauf geantwortet, geschweige denn seither groß auf seine Sticheleien reagiert. Der Venom war schließlich hier um Geld zu verdienen und nicht um sich Freunde zu machen oder sein Ego bestätigen zu lassen.
      Er war ehrlich erleichtert, als sein Dienst endlich zu Ende war und er mehr als nur zügig sich umzog. Als besagter Vollidiot ihn fragte, was er denn heute Abend noch vorhätte, ignorierte Nao ihn schlichtweg und stürmte an ihm vorbei raus aus dem Lokal und in die nächtliche Gasse. Sofort zückte er sein Handy auf dem er einen entgangenen Anruf seiner jüngsten Schwester von vor wenigen Minuten entdeckte. Eilig wählte er ihre Nummer, ungeduldig und mit mulmigem Bauchgefühl. Als Amari endlich an das Telefon heranging, wollte Naoya schon erleichtert aufatmen, da vernahm er ihre gestresste und verzweifelte Stimme, die ihn bat schnellstens herzukommen. Naoya musste nicht zwei Mal überlegen. Er ließ sich die Adresse geben und begab sich auf schnellstem Weg mit seiner Maschine zu seiner Schwester und Haru.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ

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    • ___ Haru ___

      Inzwischen war es praktisch zu Gewohnheit für den Velvet geworden die kleine Schwester seines Lieblingsrivalen von der Schule abzuholen. Nun er wusste um den Zeitplan von Naoya und die Freizeit des Venom war so knapp gesäht, dass sich Haru wunderte wie der Kerl es bislang geschafft hatte alleine alles unter einen Hut zu bekommen. Ganz gleich was für einen Disput die Velvets und Venoms auch hatten, Familie war tabu und Virus diese Bastarde hatten das Tabu gebrochen! In den Augen des Anführers der Velvets war es daher nur mehr als verständlich, dass er ein Auge auf die Familie von Naoya warf. Im Augenblick waren sie schließlich Verbündete und Haruka brach niemals ein Versprechen, wenn er eines gab. Das er auf die Art mehr Zeit mit dem Dunkelhaarigen verbringen konnte hatte damit rein gar nichts zu tun! Nun vielleicht ein bisschen...
      Wie auch immer!
      Haruka hatte sich pflichtbewusst wie er nun einmal war zur Schule von Amaya begeben um diese wie immer von der Schule abzuholen. Mit was er allerdings nicht gerechnet hatte war, dass das Mädchen ein wenig früher Schulschluss hatte und Haruka geschrieben hatte, sie würde draußen auf ihn warten, weil das Wetter so schön war. Ehrlich gesagt hatte sich der Velvet dabei nichts gedacht. Virus würde wohl kaum mitten auf den Schulhof spazieren, so dumm schätzte er nicht einmal diese Versager ein. Nun es war auch nicht Virus, welcher ihm in die Quere gekommen war, sondern eine Gruppe Idioten die ein Auge auf Amaya geworfen hatten. Mal ehrlich es grenzte an ein Verbrechen, sowohl das Alter dieser 5 Bastarde als auch die dazugehörigen Hackfressen. Er hoffte ja, dass das arme Mädchen keine Albträume bekam. Wie es in Schulen immer der Fall war, hatten sich die männlichen Klassenkameraden ganz heldenhaft verpisst und lediglich eine Freundin von Amaya versuchte ihrer Freundin zur Seite zu stehen, das hatte zur Folge das sie ebenfalls auf dem Schirm dieser Lustmolche war. Ehrlich wie alt waren die Kerle? Wieso rief eigentlich niemand die Bullen? Als Haruka aus dem Wagen gestiegen war, war er relativ gelassen zu der Gruppe gelaufen. Glücklicherweise war er rechtzeitig und außer blöden Sprüchen war nichts passiert.
      "Ey ihr perversen Pisser. Lasst die Finger von den Mädchen. Bei eurer Visage kriegt man ja Albträume." Während Amaya ihn freudig ansah und ihre Freundin mit geröteten Wangen zu Haruka blickte, drehten sich die Typen um und da schauderte es selbst den Velvet. Mal ehrlich jeder Horrorfilm würde sie lieben. Der Typ mit der Hackennase machte den Anfang. "Und wer bist du?" Der Typ sah locker 20 Jahre älter aus als Haruka und es schauderte ihn förmlich, wenn er daran dachte das diese alten Säcke junge Mädchen angruben. Der Velvet hatte sich hinter Amaya gestellt, einen Arm um ihre Schulter gelegt "Sie gehört zu mir und ich würde es begrüßen, wenn ihr auch ihre Freundin in Ruhe lasst. Zieht Leine."

      Aus Harukas Sicht war das Ganze eigentlich ganz heldenhaft gelaufen. Er hatte nur eine aufgeplatzte Lippen und ein blaues Auge kassiert, aber dafür 5 Kerle zu Brei geschlagen - eigentlich ein Makeover für die Typen. Sie hatten nie besser ausgesehen! Allerdings war der Fakt, dass er verletzt worden war für die beiden Mädchen unerträglich. Haruka hatte es auf der kompletten Heimfahrt - er hatte auch die Freundin von Amaya sicher nach Hause gebracht - nicht geschafft, dass die Mädchen aufhörten zu weinen und sich zu entschuldigen. "Nun hör schon auf zu weinen. Naoya bringt mich um, wenn er sieht das du geweint hast. Es geht mir gut, hörst du?", schmunzelte Haru sanft und strich Amaya die Tränen aus dem Gesicht. "Aber das ist meine Schuld. Hätte ich drin gewartet, wie du gesagt hast...."
      "Seit wann hören Teenager auf andere? Ich hab auch nie auf das gehört was mir andere gesagt haben..eigentlich tue ich das bis heute nicht." mit dem gesunden Auge zwinkerte er ihr zu und hatte eigentlich vor die Kleine Zuhause abzusetzen und weiter zufahren, aber das wusste Amaya zu verhindern.
      Seufzend fand er sich auf dem Sofa in der Wohnung von Naoya wieder und blickte missmutig zu Amaya. "Du hättest wirklich nicht Naoya anrufen müssen....es geht mir gut. Das ist nicht meine erste und nicht meine letzte Schlägerei....außerdem hab ich gewonnen..."
      "Männer! Darum geht es doch überhaupt nicht. Dein hübsches Gesicht....."
      "Bitte was?"
      "Gar nichts....."
      Als plötzlich die Tür aufgerissen wurde, stand ein hektischer Naoya vor ihnen, woraufhin Haru leicht schmunzelte. "Schicke Wohnung...jetzt darf ich sie auch mal sehen,mh? Bevor du schimpfst, das war Amayas Idee."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Naoya
      Er sprintete förmlich nach Hause, nachdem er mit Amari telefoniert hatte. Er hätte beinahe einen Unfall gebaut, nachdem er mit seiner Maschine etwas zu scharf und zu schnell eine Kurve genommen hatte und gerade noch so seine Maschine wieder unter Kontrolle bekommen konnte, ohne in die nächste Hauswand zu crashen. Sein Herz raste, seine Hände zitterten und er schwitzte... vor Angst. Naoya malte sich die schlimmsten Sachen aus, rechnete damit, dass Virus sein Haus gefunden und seine Geschwister angegriffen hatte. Und Haru? Er konnte kämpfen, aber es gab auch Grenzen und Virus hatten oft genug bewiesen, dass sie kaltblütig und brutal waren. Was, wenn sie ihn wieder krankenhausreif geschlagen hatten? Oder sogar schlimmer?
      Kaum war Naoya vor seiner Haustür angekommen, stieg er von der Maschine und schmiss seinen Helm einfach nur beiseite auf den Rasen vor ihrem Haus, ehe er die Haustür förmlich aufriss und sein panischer Blick durch den Raum glitt. Kaum hatte er Amari entdeckte, eilte er förmlich zu ihr und zog sie in eine feste Umarmung. Eine erste Welle von Erleichterung überkam ihn. Auch Haru schien weitestegehend in Ordnung zu sein, wenn er den Venom so begrüßte. Und dann folgte die nächste Panik.
      "Shino? Masahiro?", fragte er undicher nach, ob er die Antwort tatsächlich hören wollte, doch Amari löste sich mühseelig aus seiner viel zu festen Umarmung, um nach Luft zu ringen, ehe sie ansetzte um ihren großen Bruder zu beruhigen.
      "Shino ist in der Bibliothek und lernt für ihre Prüfung und Masahiro ist bei seinen Freunden Videospiele spielen. Uns geht es allen gut... außer Haru..."
      Nachdem Naoya sich versichert hatte, dass seine Geschwister sicher und wohlauf waren, wandte er sich endlich dem Velvet auf dem Sofa zu, welcher eine aufgeplatzte Lippe hatte und auch sonst recht ramponiert im Gesicht aussah. Ihn hatten auf jeden Fall ein paar starke Fäuste erwischt und diese Wunden würden die Tage wahrscheinlich noch echt hässlich aussehen.
      Der Venom kehrte auf dem Absatz um und ging ohne ein weiteres Wort ins Badezimmer, wo er ihren Erste-Hilfe-Koffer herausholte und sich dann zu dem Velvet auf das Sofa setzte. "Erzählt mir was passiert ist."
      .
      Während Naoya Haru vorsichtig verarztete, seine Wunden behutsam desinfizierte und die Prellungen vorsichtig mit Eispäckchen kühlte, hatte Amari die Geschehnisse des Tages wiedergegeben. Selbst wenn es für seine Schwester beängstigend gewesen sein musste, was Naoya nur froh, dass es wohl keine Leute von Virus waren, sondern es sich schlichtweg um ein paar perverse Idioten gehandelt hatte. Haru hatte Amari beschützt, so wie er es versprochen hatte, und dafür selbst ordentlich eingesteckt. Naoya fühlte sich elendig deswegen. "Ich bin froh, dass euch nichts schlimmeres passiert ist...", begann Naoya, während er die Tube mit Wundheilsalbe öffnete und diese mit einem kleinen Wattestäbchen auf Harus Wunde am Mund auftrug. "... abger versuch das nächste Mal gar nicht erst verletzt zu werden." Diese Aussage galt einzig und allein Haru.
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    • ___ Haru ___

      Das Drama, welches sich vor ihm abspielte wäre eine witzige Szene in einem Anime gewesen, zumindest wenn sie alle niedliche gezeichnete Figuren wären. Fakt war nur leider, dass sie dies nicht waren und Haru nichts anderes übrig blieb als diesem Chaos etwas hilflos zuzusehen. So wirklich zu Wort kam er nicht, denn Naoya war hereingestürmt als wäre ihm gerade mitgeteilt worden sein Haus brennt - Hatte Haru nicht gesagt, dass es eine scheiß Idee war den Venom anzurufen? - während Amaya ziemlich dramatisch die Geschichte schilderte und ausschweifend mit den Händen artikulierte. Sein Blick wanderte von links nach rechts als die beiden Geschwister wie aufgescheuchte Hühner durch das Wohnzimmer wanderten und sich das ältere Huhn nach einem Verbandskasten umsah. Eigentlich hatte der Velvet vor die Gunst der Stunde zu nutzen und sich einfach aus dem Staub zu machen, aber Amaya hatte ihm mit verschränkten Armen die Tür versperrt, woraufhin sich der Dunkelhaarige wieder schwer seufzend auf dem Sofa widerfand. Das ganze Drama um ihn konnte er nicht so ganz nachvollziehen. Er war schließlich noch in einem Stück und gewonnen hatte er auch! Eigentlich hatte er erwartet das man ihm lobend auf die Schulter klopft, nun falsch gedacht. Als Naoya sich ihm mit dem Verbandskasten gegenübersetzte, erinnerte ihn der Anführer der Venoms ein wenig Kei ...
      Auch wenn Haruka es von seiner Gang eigentlich gewöhnt sein müsste, dass sie sich um ihn sorgten war es doch etwas mit dem Haruka nach all der Zeit nicht umgehen konnte. Das sich jemand um ihn Sorgen machte, machte ihn ungemein nervös. Es fiel ihm schwer zu verstehen, weshalb andere um ihn weinten wie es Amaya getan hatte oder ihn liebevoll tadelten wie es Naoya in diesem Augenblick tat.
      Schweigend hatte sich Haruka verarzten lassen, stellte fest das dieser sanfte Blick an Naoya irgendwie ziemlich süß aussah und es sich gar nicht schlecht anfühlte, wenn sich der Kerl so um ihn kümmerte. Im gleichen Augenblick war er mehr als nur dankbar, dass niemand diesen peinlichen Gedankengang mitbekommen hatte. Würden Menschen jemals Gedanken lesen können, würde er sich wahrscheinlich aus irgendeinem Fenster werfen. "Na hör mal....ich bin zwar stark, aber nicht Superman. Selbst ich bekomme bei 5 Kerlen was ab. Du solltest mich loben ich habe heroisch gegen eine Gruppe gewonnen." antwortete Haru ehe er die Luft scharf anzog, als Naoya eine Wunde etwas zu sehr desinfizierte. "Autsch, geht das auch sanfter?"


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    • Naoya
      Haru versuchte mehrfach zu verschwinden, während Amari die Geschehnisse des Tages rekapitulierte und Naoya nach dem Verbandskasten suchte, doch die Geschwister ließen den Velvet gar nicht erst abzuhauen und zwangen ihn stattdessen wieder auf das Sofa. Naoya maßregelte Haru während er sich um dessen Wunden kümmerte und diese desinfizierte. Naoya wusste, dass Haru Recht hatte und auch der Venom gut Verletzungen davon getragen hätte, wenn er wohl an seiner Stelle gewesen wär... Dennoch gefiel es Nao ganz und gar nicht, dass der andere nun so verletzt wurde, nur weil er Naoya mit dem Schutz von Amari einen Gefallen tat. Dennoch antwortete Naoya vorerst nicht auf die Worte des anderen und verdrehte nur leicht die Augen als Haru vor Schmerz zusammenzuckte und fluchte. Amari beobachtete die beiden währendessen, wollte eigentlich selbst irgendwie helfen, wusste aber nicht genau wie. Und Naoya hätte sie auch nicht helfen lassen. Seine Schwester war nun einmal nicht unbedingt feinfühlig und noch weniger geeignet jemanden zu verarzten. Die jüngste Schwester des Venoms war ziemlich tollpatschig und etwas grob und hatte keinerlei Ahnung wie man Wunden desinfizierte.
      "Haru... Hör nicht auf meinen Bruder. Er meckert immer nur herum. Möchtest du etwas trinken? Etwas essen? Du kannst ja gerne zum Abendessen hierbleiben.", versuchte es Amari lächelnd, erntete dafür aber von ihrem großen Bruder ein Augenrollen, als dieser den Verbandskasten wieder zusammenpackte und sich vom Sofa erhob, um diesen zurück ins Badezimmer zu bringen.
      "Amari... ich weiß genau, dass du noch einen Aufsatz schreiben musst, der morgen fällig ist. Ist der schon fertig?"
      Die Jüngere blickte genervt zur Seite und seufzte leise. "Ja... klar...", log sie wenig überzeugend, während ihr Bruder eine Augenbraue hob und sich räusperte. "Achja? Dann würde ich den gerne jetzt lesen. " Ihr Lächeln gefror und eilig erhob sie sich. "Vielleicht sollte ich ihn nochmal überarbeiten..."
      Damit verschwand sie in ihrem Zimmer und Naoya und Haru waren endlich allein. Kaum war Amari fort, wurde Naoyas Gesichtsausdruck etwas sanfter und er setzte sich wieder zu Haru. Ohne Vorwarnung beugte sich der Brünette zu Haru vor und legte seine Lippen sanft auf die des Velvets und als sich ihre Lippen wieder lösten, murmelte er leise: "Danke.Ehrlich."
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    • ___ Haru ___

      Ob sich so Naoyas Familie fühlen musste oder seine Gang? Diese liebenswerte Seite an dem Venom war irgendwie ...nett und das meinte er nicht in dieser Form von ´nett 'wie man etwas negativ bezeichnete, sondern wirklich nett. Natürlich waren sich Naoya und er in einer gewissen Hinsicht deutlich näher gekommen als sie es jemals vermutet hätten, aber bislang hatte sich irgendeine Form von Zärtlichkeit meistens in den Bettlaken abgespielt, auch wenn der Velvet stolz behaupten konnte, dass das gar nicht so zärtlich war sondern eher verflucht fantastisch leidenschaftlich und hin und wieder in unerwarteten Momenten, in der sie beide dann irritiert voneinander waren. Ja, sie waren liebevoller miteinander, aber das gerade fühlte sich anders an...vertraut und Haruka hatte ehrlich gesagt Angst sich daran zu gewöhnen. Allein das er hier in diesem Wohnzimmer saß war schon ein echter Schritt in die Tabuzone, schließlich hatte sich der Venom mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, dass Haruka jemals in sein Privatleben involviert wurde. Jetzt saß er auf einem zugegeben extrem bequemen Sofa und wurde verarztet, während sein Blick ein wenig durch den Raum wanderte und an einigen Familienbildern hängen blieb. Ein Schmunzeln konnte er sich dabei nicht verkneifen, was zur Folge hatte, dass er fast die Wundcreme auf den Zähnen statt an der Lippe hatte. Er sollte aufhören zu lächeln! Das war auf eindeutig zu vielen Ebenen nicht typisch für ihn. Amari versuchte ein erneutes Gespräch mit dem Velvet, was aber direkt von Naoya unterbunden wurde. Es war irgendwie niedlich, dass Naoya so anständig gegenüber seinen Geschwistern war, aber erst vor zwei Tagen die Hausaufgaben bei seinem Nebensitzer abgeschrieben hatte. Der Dunkelhaarige beobachtete das Szenario erneut lächelnd - er wollte sich ungern damit abfinden, aber er lächelte in der Gegenwart seines Lieblingsrivalen eindeutig zu oft - und empfand doch ein wenig Neid. Ob in irgendeinen Paralleluniversum solch eine Unterhaltung mit seinem großen Bruder auch möglich gewesen wäre? Haruka bezweifelte es stark. Als Amaya schnell die Beine in die Hand nahm, musste er leicht lachen und wollte gerade etwas erwidern als er schon sanft geküsst wurde. Ein wenig perplex sah er den Venom an, schüttelte aber leicht mit dem Kopf und strich ihm mit dem Daumen erst einmal den Teil der Creme von den Lippen die er ja eigentlich für die von Haru vorgesehen hatte, durch den Kuss aber auch nun ein wenig auf der Unterlippe von Naoya gelandet war. "Du brauchst dich nicht bedanken. Ich hätte es mir nicht verziehen, wenn ihr etwas passiert wäre."


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    • Naoya
      Der Venom hatte Haru ein wenig verarztet, ihm Salbe auf die Wunde an seinem Mund aufgetragen und anschließend seine viel zu neugierige kleine Schwester herausgeschickt, die mehr als nur offensichtlich an dem Velvet Gefallen gefunden hatte. Mal ehrlich, wenn sie nicht vorher auf ihn gestanden hatte, dann spätestens jetzt... schließlich hatte Haru sie gerettet und die wenigsten Leute ließ das komplett kalt. Vor allem nicht, wenn ihr Retter jemand attraktives wie Haru war. Nachdem Amari auf ihrem Zimmer verschwunden war, hatte Naoya sich zu dem anderen hinüber gebeugt und ihm einen Kuss auf die Lippen gegeben zusammen mit einem verbalen Dankeschön. Naoya lächelte leicht, als Haru die Creme aus seinem eigenen Mundwinkel wegwischte, welche durch den Kuss sich übertragen hatte und schüttelte bei den Worten seines Gegenübers doch vage den Kopf. "Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, insbesondere weil du verletzt wurdest. Nimm mein Dankeschön einfach an oder ich bin gezwungen dich für deine Arbeit anders zu entschädigen." Das war nicht unbedingt eine bedrohliche Aussage und klang viel mehr wie ein verruchtes Versprechen, aber sie wussten beide durchaus was gemeint war und schließlich rückte der Venom wieder ein kleines Stückchen von dem anderen weg, während er wieder begann die Wunden des anderen eingehender zu mustern. "Außer die sichtbaren Wunden im Gesicht, haben die Kerle dich sonst noch wo erwischt?"
      Naoya ließ seinen Blick etwas über Haru wandern, auf der Suche nach Anzeichen, dass der Velvet an weiteren Stellen verletzt war oder gar blutete. Er wusste Haru würde das nicht so offensichtlich sagen, geschweige denn Naoya das einfach sagen, dennoch wollte der Venom einfach sicher gehen, nicht dass der Velvet eine viel schlimmere Wunde an seinem Körper hatte, die er nur versuchte zu verschleiern um Naoya keine Sorgen zu bereiten. Das wäre absolut typisch für ihn, schließlich war Haru niemand, der wollte, dass andere sich um ihn sorgten.
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    • ___ Haru ___

      Haruka nahm sich fest vor, bevor er diese Wohnung verließ unbedingt dieses Standbild auf der Kommode im Wohnzimmer genauer unter die Lupe zu nehmen. Er erkannte Naoya mehr als nur deutlich, aber er wollte den kleinen kindlichen Venom gern genauer betrachten. Der Dunkelhaarige sah ziemlich niedlich aus mit den großen Augen und den wuscheligen Haaren. Der Velvet besah sich nun seinen Gegenüber genauer. Wann war aus so einem niedlichen Kind ein solch attraktiver Mann geworden? Natürlich hatte er auch zu Zeiten ihrer Streitereien den Venom attraktiv gefunden, war ja kein Geheimnis und schließlich hatte Haruka Augen im Kopf. Allerdings nicht auf die Art, wie er ihn nun attraktiv fand. Ihm waren nie diese dunklen Augen aufgefallen in denen man droht zu versinken oder diese feinen Gesichtszüge die ihn fast wie ein Kunstwerk erscheinen ließen. Wie immer war er absolut froh, dass niemand Gedanken lesen konnte. Boar das war ihm alles echt zu kitschig. Haruka war eigentlich ungefähr so romantisch wie Dosenbier, woher also all das Geschnulze? Vielleicht hatte er ein paar Mal zu viel etwas einstecken müssen oder sein Unfall hatte Nachwirkungen? Okay, er wusste ja, dass das Quatsch war und man so etwas gar nicht erst denken durfte. Dann fand er den blöden Venom eben süß, was solls. "Ich habe es dir versprochen." ein amüsiertes Grinsen zierte seine Lippen "Anders entschädigen klingt doch sehr verlockend.", schnurrte er ihm anzüglich zu, wusste aber natürlich wo sie sich hier befanden und beließ es bei der kleinen Flirterei ehe er auf die nächste Frage des anderen anging. "Naoya, es geht mir gut." Tatsächlich fühlte er sich sogar ziemlich gut. Klar war die aufgeplatzte Lippe und das blaue Augen alles andere als der Hauptgewinn, aber es hätte schlimmer laufen können und immerhin hatte er 5 Kerle allein in die Flucht geschlagen. Sein Ego klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. "Du bist ziemlich hektisch hierher gerast, mh? Sorry ich konnte sie nicht wirklich davon abhalten dich anzurufen. Sie hat es deutlich dramatischer dargestellt, als es war." schmunzelte er.


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    • Naoya
      "Naja... Amari klang bestürzt und ich dachte im ersten Moment an Virus. Ich glaube meine Sorge war nicht ganz unbegründet, wenn ich sehe, dass Amari tatsächlich in Gefahr war und du verletzt wurdest. Ich bin einfach nur erleichtert, dass es euch - zumindest weitestgehend - gut geht. Alles andere ist mir erstmal egal.", erwiderte der Venom vage schulternzuckend, als wäre es nicht die Welt, mal eben mit höchster Geschwindigkeit mit seiner Maschine durch die Stadt zu rasen und dabei nur haarscharf keinen Unfall zu bauen. Nun gut, Naoya war ziemlich geübt mit seinem Motorrad und wäre schon nicht in ein anderes Fahrzeug reingefahren... es hätte ihn aber tatsächlich zwei oder drei Mal fast auf der Straße hingelegt und das wäre bei der Geschwindigkeit nicht nur schmerzhaft geworden, sondern hätte mit Sicherheit auch Knochenbrüche zur Folge gehabt. Das musste Haruka aber wirklich nicht wissen. Der Velvet würde ihn diesbezüglich ohne Frage maßregeln und darauf konnte Naoya sehr gut verzichten.
      "Hast du eine Ahnung wer die Kerle waren und ob sie zu irgendeiner Gruppe oder Gang gehören? Oder waren das einfach nur ein paar sehr dumme Vollidioten, die zu viel getrunken haben?"
      Naoya streckte eher unbewusst seine Hand nach dem Velvet aus und strich mit seinem Daumen vorsichtig über die gerötete Stelle knapp unter Harus Auge, welche definitiv noch blau werden würde. Kaum berührte sein Finger die empfindliche Haut, hörte er wie die Wohnungstür aufging und sein jüngerer Bruder eintrat, der direkt in seiner Bewegung innehielt und die beiden Ganganführer auf dem Sofa etwas irritiert musterte.
      Masahiro sah Naoya erstaunlich ähnlich, war nur ein wenig schmächtiger gebaut, mit einem schmaleren Gesicht und einer eckigen Brille auf seiner Nase. Seine Haare waren pechschwarz und seine Augen ein Stückchen heller, als die seines großen Bruders. Dennoch war die Ähnlichkeit nicht zu verleugnen.
      "Lasst euch nicht stören... ich habe nichts gesehen.", murmelte der Jüngere, während er schützend eine Hand vor seine Augen hielt und versuchte an den beiden Älteren vorbei zu seinem Zimmer zu gelangen.
      "Was? Nein! Du verstehst das falsch...", sprang Naoya etwas panisch vom Sofa auf, seine Stimme zwei Oktaven höher und sein Blick absolut gestresst.
      "Alles gut. Niemand schreibt dir vor, wen du nicht mögen darfst...", versuchte Masahiro es weiter mit abgeschirmten Augen, während Naoya versuchte die Situation zu erklären ohne zu viel zu verraten, doch der Jüngere hörte gar nicht erst zu.
      "Bleibt er zum Abendessen? Shino wird ihn auch kennenlernen wollen."
      "Ich sag doch so ist es nicht..." Ein letzter verzweifelter Versuch von Naoya seinen Bruder von etwas anderem zu überzeugen, doch Masahiro hörte gar nicht zu. "Freut mich dich kennengelernt zu haben, wer auch immer du bist. Ihr könnt weitermachen."
      Damit verschwand Masahiro in seinem Zimmer und Naoya ließ sich verbittert auf das Sofa fallen.
      "Deshalb hab ich dich hier nie eingeladen. Meine Geschwister sind Dämonen..."
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    • ___ Haru ___

      Haruka atmete hörbar aus und blickte Naoya ein wenig vorwurfsvoll an. "Ich, verletzt worden, ich bitte dich. Das ist nichts." entgegnete er ihm noch einmal sehr betonend, dass es ihm gut ging. Mal ehrlich, er war mit voller Wucht in einem Straßenrennen gegen einen Baum gekracht - der Schmerz sein armes Auto geschrottet zu haben saß immer noch tief - das hier war nun wirklich nicht der Rede wert. Allerdings wollte er dieses Ereignis nicht nochmal aufrollen. Das war tatsächlich das erste Mal gewesen, dass er Sorge im Gesicht seines Rivalen gesehen hatte und da standen sie sich bei Weitem noch nicht so nah. Die wiederum berechtigte Sorge allerdings es hätte sich erneut um Virus handeln können, dass konnte ihm der Velvet nicht verdenken. "Ich dachte auch zuerst an Virus, aber ich bin froh mich getäuscht zu haben. Ich werde dennoch die Schule etwas mehr im Auge behalten und früher da sein, um deine Schwester abzuholen.", erklärte der Velvet während seine Finger ein wenig mit dem weichen Stoff des Sofakissens spielten. Es gefiel ihm hier bei Naoya erschreckend gut. Es hatte etwas Warmes und Geborgenes. Ein Gefühl, welches Haruka nur kannte wenn er in seinem Hauptquartiert bei den anderen war. Zugegeben, seit Naoya öfter bei ihm war, hatte er das erste Mal einen Grund gern nach Hause zu kommen. Sein Blick wanderte wieder zu dem Venom gegenüber, der so nah bei ihm saß, dass Haruka sich beherrschen musste nicht einfach die Arme um ihn zu legen. Verflucht, er hatte nie vor gehabt bei dem Kerl so anhänglich zu werden. Inzwischen hatte er sich wenigstens damit abgefunden, dass er Naoya mochte, aber diese merkwürdig romantischen Gedankengänge gehörte eindeutig nicht in ihre Art von Beziehung! "Die gehören weder zu jemanden, noch hatten sie getrunken. Das waren einfach ein paar alte Säcke, die sich an jungen Schulmädchen aufgeilen.....ich hätte ihnen noch mehr brechen sollen..." brummte Haruka angewidert und schüttelte sich. Erst als er plötzlich die Hand von Naoya spürte, die ihm zärtlich über die Wunde strich, hielt er inne. Scheiße er wollte ihn so gern küssen ...
      In diesem Augenblick aber schien das Karma in Form eines ziemlich hübschen Bruders, welcher Naoya unfassbar ähnlich sah andere Pläne zu haben. Haruka war sich nicht sicher, wem die Situation unangenehmer war. Naoya der sich ungemein ertappt fühlte oder Naoyas Bruder der einfach nur nach Hause wollte und ja nicht ahnen konnte, dass sich zwei Kerle auf seinem Sofa bekrabbelten. Die Unterhaltung der beiden und die Reaktion des Mini-Naoya waren göttlich und der Velvet konnte nicht anders als anfangen zu lachen. Während der arme Naoya versuchte fast Hände wedelnd die Situation zu erklären, flüchtete sein kleiner Bruder in dem er praktisch aus dem Raum hechtete. Diese Familie war der Brüller.
      Haru versuchte sich dem Venom zur Liebe halbwegs zusammen zu reißen und nicht mehr allzu sehr seinem Lachkrampf zu erliegen, als dieser sich wie ein mürrischer Sack Kartoffeln auf das Sofa plumpsen ließ. "Och komm schon. Sie sind süß.", schmunzelte Haruka und drückte Naoya schlussendlich doch einen Kuss auf die Wange. Moment, das war der Grund? Nicht etwa weil Naoya vermeiden wollte, dass sie sich noch näher kamen? Sein Herz musste jetzt wirklich keinen so dramatischen Freudensprung nach dieser Erkenntnis machen.


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    • Naoya
      Seine Geschwister raubten ihm definitiv den letzten Nerv und er fragte sich manchmal durchaus weshalb er es verdient hatte, solche Dämonen erziehen zu müssen. Er liebte sie, aber es waren eben dennoch immer noch Dämonen.
      "Es ist komisch, dass ich erleichtert bin, dass es sich bei den Kerlen nur um ein paar notgeile Arschlöcher handelte, aber ich bin es... erleichtert. Erleichtert, dass es nicht Virus war und erleichtert, dass du Amari beschützt hast. Wenn das so weiter geht sollte ich meinen Geschwistern langsam aber sicher Selbstverteidigung beibringen... Ich meine, man sieht ja dass Virus nicht die einzige Bedrohung ist. Perverse Arschlöcher wird es immer geben. Egal ob die sich an einer meiner Schwestern vergreifen würden oder Masahiro irgendwie blöd kämen. " Gedanklich machte sich der Brünette in diesem Moment eine Notiz, dass er diese Idee bei Gelegenheit weiter ausbauen müsse. Selbstverteidigungskurse könnte er für sie nicht bezahlen, dafür war sein monatliches Budget um sie überhaupt bei Wasser zu halten, viel zu knapp. Dennoch könnte er ihnen den ein oder anderen Trick beibringen. Die wären sicher nicht so schön sauber, wie die aus Kursen, aber auch ein paar hässliche Straßenkampftricks könnten schon ordentlichen Schaden anrichten. Es musste ja nur ausreichen, damit sie Hilfe holen könnten.
      Naoya lehnte leicht seinen Kopf an Harus Schulter und seufzte ein wenig schwer, ehe er aufgrund des kleinen Kusses auf seiner Wange sanft lächelte und seine Lippen auf Harus legte. GANZ GROßER FEHLER!
      Nicht, weil die Küsse mit Haru schlecht wären. Das waren sie nie. Nein... viel mehr, weil er vielleicht hätte warten sollen, bis alle Geschwister zuhause sind... oder noch besser: bis niemand da wäre. Stattdessen ruinierte der Venom sich hier gerade jegliches Image bei seinen Geschwistern.
      "Unerwartet... aber nicht unerwünscht. Bleibt er zum Essen? Du bist mit kochen dran."
      Mitten im Kuss hielt Naoya inne und verfluchte sich für jede dumme Entscheidung die er in den letzten Minuten gefällt hatte... und das waren viele. Er hielt in der Bewegung inne, löste sich langsam von Haru und drehte sich zu der Ältesten seiner jüngeren Geschwister, die nicht einmal ein Geräusch von sich gegeben hatte, als sie eingetreten war und die beiden nur nüchtern analysierend betrachtete, während sie ihre Schuhe auszog und ordentlich beiseite stellte. Shinos Augen wurden von ihrem pechschwarzen Pony beinahe verdeckt, welches sie ungerne kürzer schneiden wollte und im Gegensatz zu Amari schien sie grundsätzlich ihr Gesicht mehr zu verstecken. Heute seltsamerweise allerdings mehr, denn je.
      Im Gegensatz zu Masahiro hatte sie allerdings nicht den Anstand einfach auf ihrem Zimmer zu verschwinden und die beiden wieder in Ruhe zu lassen. Stattdessen blieb sie genau an Ort und Stelle stehen und erwartete eine ernsthafte Antwort. Dämonen... sagte Naoya ja...
      Resigniert seufzend blickte der Brünette zu Haru, mittlerweile längst erschöpft von der Situation.
      "Was meinst du? Willst du zum essen bleiben?"
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    • ___ Haru ___

      Er konnte die Erleichterung verstehen, die Naoya überkam. Natürlich waren irgendwelche dahergelaufenen Idioten keine sonderlich berauschende Alternative, aber immer noch besser als Virus. Diese Miststücke mit ihrem Haufen Verrückter waren unberechenbar und inzwischen war der Velvet an einem Punkt angekommen, an denen er ihnen alles und damit meinte er alles zutraute. Sie hatten schließlich mehr als nur einmal die Grenze überschritten. Was sie Honoka angetan hatten war der Gipfel gewesen - das sie ihn fast umgebracht hatten, hatte der Velvet bislang bewusst verdrängt - und es war nur zu verständlich, dass das Mädchen seit diesem Tag nicht mehr bei den Velvets aufgetaucht war. Haruka hatte ihr oft eine Nachricht zukommen lassen und sie gebeten sich selbst wenn sie sich stark genug fühlte sich dennoch bis die Angelegenheit geklärt von der Gang fernzuhalten. Der Dunkelhaarige hatte sich bis heute nicht verziehen, dass er sie nicht ausreichend beschützt hatte. Darum verbrachte Haruka jede Minute die er nicht gerade mit Naoya verbrachte im Hauptquartier und analysierte mit ihrem neuen und nervigen IT-Wunder weiter Daten über Virus. Taejin hatte sich bis lang bei ihm noch nicht gemeldet, aber der Velvet blieb geduldig was den Hwang-Erben anging. Jemanden von den Yakuzas Zeitdruck zu machen, erschien ihm doch etwas unklug und so versuchte er sein Temperament und seine Ungeduld im Zaum zu halten, was alles andere als einfach war. Im Augenblick lief so viel drunter und drüber, dass Haruka langsam chronische Migräneanfälle jeden Abend hatte und sich zig Kopfschmerztabletten reinhaute. Wenn die Sache mit Virus geklärt war, würde er definitiv Urlaub machen. Je mehr Zeit er mit Naoya verbrachte, desto mehr wollte er ihn dabei haben...
      Als der Anführer der Venoms seinen Kopf auf seine Schulter lehnte, strich ihm Haruka liebevoll durch das dunkle Haar und vergrub seine Finger ein wenig in der Haarpracht des anderen. Etwas das er ziemlich gerne bei dem anderen machte. Er hatte irgendwie die Angewohnheit entwickelt ständig mit dem Haar des anderen zu spielen, wann immer er die Gelegenheit dazu hatte. Bislang hatte sich Naoya bezüglich der Streicheleinheiten nicht beschwert. Den Kuss jedenfalls empfand er sogar als kleinen Ansporn, welcher direkt von einem Mini-Naoya gefolgt von einer anderen Schwester unterbrochen wurde. Beide Geschwister hatte er noch nicht kennengelernt. Die Reaktionen allerdings waren unbezahlbar und jeweils sehr unterschiedlich. Während der jüngere Bruder praktisch aus dem Zimmer hechtete, lud ihn das Mädchen mit dem ziemlich langen Pony direkt zum Abendessen ein. Haruka konnte gar nicht anders als anfangen zu lachen, während Naoya sprichwörtlich versuchte durch das Sofa im Boden zu versinken.
      Ehrlich gesagt war Haru über die Frage des Venoms überrascht, aber sein Herz schien weiter munter förmlich Saltos zu schlagen - Verräter.
      Haru schenkte dem Mädchen ein charmantes Lächeln. "Vielen Dank, ich würde gerne bleiben." sein Blick wanderte allerdings schnell wieder zu Naoya. "Falls das wirklich für dich okay ist. Du wirkst erschöpft.", schmunzelte er.


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    • Naoya
      Nun hatte es Naoya innerhalb eines Abends geschafft, sich irgendwie sowohl vor Masahiro als auch Shino indirekt zu outen und wenn er seine Geschwister nicht angemessen genug bestach, würde es Amari auch bald erfahren und dann wäre das Drama besonders groß. Nicht nur, weil sie unfassbar auf Haru zu stehen schien und typisch Tenager-Mädchen eben bereits ihre Zukunft mit dem Velvet plante, der regelmäßig sie von der Schule abholte... nein, Amari hatte zudem zuweilen Probleme Klatsch und Tratsch für sich zu behalten, insbesondere wenn es dabei um Beziehungen ging. Nicht, dass Haru und er eine Beziehung hatten... also nicht in dem Sinne... aber Amari würde es trotzdem so auffassen und es würde sich schnell wie ein Lauffeuer verbreiten. Erst an ihrer Schule, dann in der Nachbarschaft und irgendwann würde es auch Naoyas Schule erreichen. "Kein Wort zu Amari.", grummelte der Brünette schließlich an Shino gerichtet, die nur vage und nonchalant mit den Schultern zuckte und dann eine Antwort auf die Frage erwartete, ob Haru zum Abendessen bleiben würde oder ob die Geschwister wie immer nur unter sich waren. Also wandte sich Naoya an Haru und der stimmte erstaunlicherweise sogar zu.
      "Es ist in Ordnung. Vorausgesetzt du hilfst mir beim Abendessen machen. Und wehe du verbündest dich mit einem meiner Geschwister gegen mich. Dann war das die letzte Einladung und dein letztes Essen insgesamt mit mir.", drohte Naoya seinem Rivalen mit erhobenem Finger, allerdings einem ebenso sanften Blick und Shino nahm das als Anlass sich in Bewegung zu setzen und sich in ihr Zimmer zu begeben. Naoya warf noch einen Blick in Richtung seiner Schwester, die da gerade in ihrem Zimmer verschwand. Er konnte nicht genau sagen weshalb, aber irgendwie wirkte sie anders als sonst... noch distanzierter. Noch einen Moment ließ er besorgt seine Gedanken schweifen, ehe er sich wieder auf den Velvet hier vor sich konzentrierte, vom Sofa aufstand und ihm seine Hand hinhielt. "Komm. Ich könnte jemanden gebrauchen, der mir beim Gemüseschneiden hilft."
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    • ___ Haru ___

      Irgendwie war es ein schönes Gefühl, dass er immer mehr die Familie des Venoms kennenlernte. Naoya und er kannten sich zwar schon ziemlich lange, aber waren nie auf einer Ebene gewesen jemals zu privat miteinander zu werden. Ehrlich gesagt hatte sich Haru in letzter Zeit tatsächlich gefragt, ob diese gegenseitige Lust einander vielleicht schon früher bestanden hatte, nur durch ihre hasserfüllte Rivalität gekonnt unterdrückt wurde. Alkohol hin oder her, sich gegenseitig so schnell an die Wäsche zu gehen musste doch bedeuten, dass man schon einmal darüber nachgedacht hatte, oder? Ob Naoya früher von ihm schon in dieser Richtung gedacht hatte? Also unbewusst und natürlich schockiert darüber? Nun wer wusste das schon und der Velvet bezweifelte stark, dass ihm sein Lieblingsrivale das verraten würde. Jedenfalls war es dennoch schön hier genau in diesem Moment auf dem bequemen Sofa zu sitzen. Diese Wohnung umgab eine solche Wärme, die in Harus häuslichem Leben immer gefehlt hatte und eine kleine Stimme in ihm war ehrlich neidisch auf den anderen. Erst durch die Velvets hatte es in seinem Leben so etwas wie Liebe gegeben, aber etwas hatte immer gefehlt. Etwas das ihm merkwürdigerweise Naoya gab und dieses Gefühl war unbeschreiblich, machte ihn hibbelig und nervös. Gleichzeitig sehnte er sich fast schon täglich nach diesem Gefühl ...
      Er vermisste Naoya tatsächlich an manchen Tagen...
      Ein Glück konnte der Kerl keine Gedanken lesen, das würde ihm dieser Arsch ewig vorhalten. Dieser verdammt attraktive Arsch...
      Als Haruka zum Essen eingeladen wurde, hatte er ohne groß nachzudenken ´ja´ gesagt und war selbst ein wenig überrascht. Allerdings erschien es ihm doch angenehmer hier zu sein, als Zuhause allein vor dem Fernseher zu sitzen, der ihm Gesellschaft leistete, während die anderen bei ihren Familien sein konnten. Die kleine neidische Stimme hatte sich in eine quietschend trällernde verwandelt, die ihm ins Ohr fiepste, dass er auch noch länger in der Nähe von Naoya sein wollte.
      ...
      Vielleicht hatte er doch bei seinem Unfall was abbekommen. Sein Blick wanderte zu dem erhobenen Zeigefinger des anderen und wäre Naoyas Schwester nicht im Raum, hätte er diesen mit seinem Mund geschnappt. Allerdings war sie es nun einmal und vielleicht war das auch besser so. Er konzentrierte sich also lieber auf den sanften Blick dieser warmen Augen, die ein angenehmes Gefühl in ihm auslösten. "Jawohl." grinst er neckend und nahm die Hand des anderen an, ehe er aufstand und Naoya in die Küche folgt. Sein Blick blieb an einer niedlichen rosa Schürze hängen, welche sicherlich Amari gehörte. Dennoch konnte es sich Haru nicht verkneifen und grinste Naoya belustigt an. Die Vorstellung des Venoms mit rosa Rüschen war einfach zu verlockend.


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    • Naoya
      Nachdem Haru eingewilligt hatte zum Essen zu bleiben, dafür aber Naoya bei der Zubereitung zu helfen, war Shino auf ihrem Zimmer, welches sie sich mit Amari teilte, verschwunden und die beiden Ganganführer waren plötzlich wieder alleine. Naoya streckte seine Hand nach Haru aus, welcher diese auch ergriff und sich dann ebenfalls vom Sofa erhob, damit sie gemeinsam in die sehr kleine, überschaubare Küche gehen konnten. Mehr als zwei Personen passten hier ohnehin nicht wirklich herein, ohne dass man sich gegenseitig im Weg stand. Nicht nur diese Küche, sondern die gesamte Wohnung von Naoyas Familie war ein sehr krasser Kontrast zu Harukas Apartment, welches absolut riesig und luxuriös eingerichtet war und locker zwei Mal die Wohnung der fünfköpfigen Familie beinhalten könnten. Zumal das Interior der Familie Hayashida recht abgenutzt und zusammengewürfelt wirkte. Hier ging es eben nicht nach Stil, sondern nach Nutzen und an was man eben gerade günstig herankam. Natürlich machte sich Naoya zuweilen ein wenig Gedanken darüber, wie Haru wohl von diesen Wohnverhältnissen dachte, ob er vielleicht sogar ein wenig geschockt war... Es sollte Naoya ja eigentlich nicht kümmern, was der Velvet darüber dachte. Dann allerdings tat es aber genau das... es kümmerte Naoya irgendwie. Und er kam nicht ganz umhin das ein oder andere Mal etwas beiseite zu räumen, was den Raum aus seiner Sicht unordentlicher erscheinen ließ, in der Hoffnung, dass Haru das nicht ganz so sehr realisierte. Er wollte... ungern einen schlechten Eindruck bei dem Velvet hinterlassen mit der Tatsache, dass ihre Familie eben nicht ganz so viel Geld hatte...
      "Denk bloß nicht dran.", mahnte der Brünette währendessen als Haru grinsend auf die pinke Schürze seiner Schwester deutete und öffnete stattdessen den Kühlschrank um einiges an Gemüse herauszuholen, welches er auf die kleine Thekenfläche zusammen mit einem Messer und einem Schneidebrett legte. "Wasch das Gemüse erst ab und würfel es dann. Ich kümmere währendessen um den Reis und das Fleisch.", wies Naoya an und holte den schon sehr alten Wok der Familie aus einem Schrank, um ihn schon einmal mit Öl zu erhitzen.
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    • ___ Haru ___

      Ob Haruka wohl öfter zu Besuch kommen konnte? Allerdings wollte Naoya sicherlich vermeiden, dass sein Vater ihn auch noch kennenlernte. Konnte er ihm nicht verdenken. Wer wusste schon wie Väter reagieren würden, wenn ihr Sohn einen anderen Mann auf dem Sofa abknutscht. Nicht alle Leute sahen tolerant bei etwas zu, dass in ihren Augen als ´falsch 'abgestempelt wurde. Nun Haruka wollte dem Vater seines Lieblingsrivalen nichts unterstellen, aber bei seinem eigenen Vater war das immerhin die einzig realistische Reaktion. Würde seine Familie das herausbekommen, nun...Nein, sie würden ihm nicht den Kopf abreißen. Es könnte ihnen nicht egaler sein, weil er in ihren Augen ohnehin Abschaum war und nicht zur Familie gehörte. Nur durfte man ihn eben nicht mit der perfekten Familie assoziieren. Hey, vielleicht würde ja sein Schweigegeld steigen? Er wollte diesen Gedankengang witzig klingen lassen, aber eigentlich war es nur traurig. In diesem Augenblick war der Velvet erneut froh, dass er hier bei Naoya war. An einem Ort der nicht Hass und Kälte ausstrahlte, sondern Wärme und Familie. Naoya liebte seine Familie und Haruka fragte sich, wie es wohl gewesen wäre hätte sein eigener Bruder wenigstens nur die Hälfte von der Einstellung des Venoms gehabt. Mit Sicherheit wäre Heisuke ein toller Bruder geworden. Nun Wörter wie ´wäre 'oder ´hätte 'konnte Haruka noch nie leiden. Darum wanderte sein Blick deutlich fröhlicher zu einer niedlichen rosa Schürze, die an einem Haken in der Küche neben dem Kühlschrank hing und an den Rändern mit Rüschen versehen war. Natürlich gefiel diese Überleitung Naoya so gar nicht. Der Velvet lachte leicht. "Warum? Ich stelle mir das sehr süß vor.", schnurrte er dem anderen zu, machte sich dann aber an die Arbeit und schnitt brav erst einmal eine Karte in runde Scheiben, nachdem er sie gewaschen und geschält hatte. Würde ihn seine Gang jetzt sehen....


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    • Naoya
      "Dann stell es dir mal weiter vor, denn du wirst es in der Realität nicht erleben.", antwortete Naoya trocken und wies den Velvet dann an lieber das Gemüse zu schneiden während er sich selbst um den Rest kümmern würde. Haru war zwar hier Gast, das würde aber nicht bedeuten, dass er nicht dafür arbeiten müsste, wenn er schon hier mitessen wollte. Zumal der Velvet sowieso wahrscheinlich nichts mit sich anzufangen wüsste, wenn er nur tatenlos auf dem Sofa warten müsste, bis das Abendessen fertig war.
      .
      Das Essen war simpel aber lecker gewesen und Naoya merkte mehr als nur deutlich, dass seine Geschwister die Gegenwart zu Haru irgendwie genossen. Masahiro hatte schnell festgelstellt, dass der Velvet ebenso ein großer Autofan war und die beiden unterhielten sich fast die Hälfte des Abendessens nur über ihre Lieblingssportwagen und deren Eigenschaften. Nichts, wovon Naoya, Amari oder Shino auch nur einen Schimmer hätten. Aber sie ließen die beiden Kerle begeistert reden, während sich Naoya bei seinen Schwestern nach ihren Schultagen erkundigte. Amaris Schock von den heutigen Geschehnissen schien nicht wirklich tief zu sitzen, denn sie erzählte relativ aufgeregt von ihren Erlebnissen am heutigen Schultag und erzählte Shino sogar bewundernd, wie Haru sie vor diesen Perversen gerettet hatte. Shino wiederum nickte zwar viel, sprach aber selbst kaum und schien aus irgendeinem Grund insbesondere Naoya Blick auszuweichen und versteckte sich mehr denn je hinter ihrem Pony. Das reichte definitiv aus um Naoya misstrauisch werden zu lassen.
      Als die fünf mit dem Essen schließlich fertig waren, erhoben sich Masahiro, Amari und Shino um den Abwasch zu machen. Eine Regel in ihrem Haushalt, dass diejenigen den Abwasch machten, die nicht gekocht hatten.
      "Haru, würdest du mit Masahiro und Amari den Abwasch machen?" Naoya schenkte dem Velvet einen vielsagenden Blick, in der Hoffnung dass dieser ihn verstand und kapierte, dass Naoya damit indirekt andeuten wollte, dass er alleine mit shino reden musste. Eine Andeutung, die weder Masahiro noch Amari zu verstehen schienen. "Hä? Shino hat heute doch noch gar nichts gemacht... und Haru ist unser Gast! Erst zwingst du ihn mit dir zu kochen und dann soll er auch noch den Abwasch machen? Kein Wunder, dass nie jemand zu uns zu Besuch will. Du bist ein mieserabler Gastgeber, Nao...", murrte Amari entsetzt.
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