❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Shin ___

      Ein freches Grinsen zierte die Lippen des Japaners. "Oh, die Herausforderung nehme ich an." es lag etwas Verführerisches in der Tonlage des Schwarzhaarigen. Er liebte Dinge, die unmöglich erschienen und war dafür bekannt, dass er die verrücktesten Missionen mit Bravour ausführte. Taejin zum Singen zu bringen erschien zwar ziemlich albern, aber weckte seinen Drang danach den Mann zu ergründen. Dieses psychologische Interesse an Menschen war förmlich eine Berufskrankheit, auch wenn viele aus seinem Metier mit langweiliger grober Gewalt ihr Werk verrichteten. Shin bediente sich lieber psychologischen Spielchen, gepaart mit eiskaltem Talent. Er war nicht umsonst so berühmt in der Szene und galt als bester Auftragsmörder Tokyos. Als sich Shin an der Limonade bediente und Taejin bat, ihm von dem blauen Zauberzeug etwas zu besorgen, grinste er ihn erneut amüsiert an. "Ich bin ja auch nicht irgendwer. An das andere Zeug komme ich selbst, aber die Limonade habe ich heute das erste Mal getrunken", antwortete er ihm, freute sich aber fast wie ein kleines Kind, dass ihm Taejin diesen Wunsch erfüllte. Shin war äußerst leicht glücklich zu machen, schließlich war er unter bescheidenen Verhältnisses aufgewachsen. Wobei bescheiden enorm untertrieben war. Das waren aber Informationen, die kein Mensch von ihm hatte. Wie bereits oft erwähnt, hütete Shin seine Identität, seine Vergangenheit und selbst seinen echten Namen wie seinen Augapfel. Informanten rissen sich um Informationen von ihm, bekamen aber keine und wen je etwas herauskam, hatte Shin sie schneller aus dem Weg geräumt, als sie überhaupt seinen Codenamen aussprechen konnten. Als Tae dann seine Krawatte richtete und sein innerlicher Drang wohl Überhand gewonnen hatte, blickte ihn der Schwarzhaarige gespielt schockiert an. "Also jetzt hast du meine Gefühle verletzt. Ich hab den Scheiß nur für dich überhaupt angezogen." Natürlich war es Shin ziemlich egal, ob die Krawatte nun so saß oder so oder ob er Taejin damit gerade Depressionen verpasst hatte, aber es war fast schon niedlich, dass den großen Hwang so etwas schon fertig machte. Das Geheimnis war gelüftet, man schlägt das Hwang-Imperium mit falsch gebunden Krawatten in die Flucht. "Sag bloß ich gefalle dir jetzt nicht mehr?", schnurrte er ihm zu.



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    • Taejin
      "Viel Glück, du wirst nämlich nicht so leicht Erfolg haben.", meinte Taejin nur amüsiert und beobachtete anschließend belustigt, wie Shin sich begeistert an der Limonade bediente und darauf bestand, dass der Hwang-Erbe ihm das koreanische Getränk in Zukunft nach Tokyo schmuggelte. Natürlich könnte Tae auch erwähnen, dass es in Tokyo sogar einen Laden gab, der eben dieses Getränk verkaufte, aber ihm gefiel der Gedanke, dass der Auftragskiller aufgrund von simpler Limonade ihm etwas schuldig sein könnte. Eine Tatsache, die man auch nicht oft zu hören bekam. Doch Shin schien aufgrund dessen doch erstmal glücklich zu sein und nippte weiter zufrieden an seiner Limonade, während Taejin eine ganze Weile es schaffte den Drang zu unterdrücken seine Krawatte zu richten, doch schließlich aufgab und frustriert sich daran machte die Krawatte des Japaners neu zu binden, während Kaoru ihn belustigt im Rückspiegel betrachtete. Die geschockten Worte des Jüngeren und sein gespielt erstaunter Blick brachten Taejin nur zum Kopfschütteln und der Koreaner legte Shin schließlich zwei Finger unter sein Kinn und hob dieses leicht an, während er den anderen beinahe ein wenig streng ansah. "Was Kleidung angeht bin ich durchaus recht perfektionistisch. Also entweder lernst du in Zukunft dir deine Krawatte ordentlich zu binden oder du lässt sie weg. Das nächste mal binde ich sie dir nämlich ganz sicher nicht, sondern trete dir dafür in deinen wohlgeformten Arsch.", murrte Taejin fast schon herausfordernd, zuckte dann aber mit seinen Schultern und ließ vom Kinn des Japaners ab, während sein Blick langsam zum Fenster hinaus glitt. Nicht mehr lange und dann wären sie schon am Hwang-Anwesen. Taejin war ganz und gar nicht gespannt auf diesen Abend und einmal mehr wünschte der Koreaner sich daheim bei seinen Pflanzen sein zu können.
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    • ___ Shin ___

      "Das macht den Reiz doch erst aus", antwortete Shin ihm amüsiert, ließ das Thema aber dann gut sein, weil er etwas gefunden hatte, dass seiner Meinung nach deutlich mehr seiner Aufmerksamkeit bedarf: Limonade. Shin mochte süße Getränke ziemlich gern, vielleicht lag es daran, dass er als Kind nie welche getrunken hatte und es erst jetzt als ´Erwachsener´konnte. Allgemein konnte man Shin ziemlich leicht eine Freude machen. Glücklicherweise braucht man dafür umso länger, ihn richtig wütend zu machen und dieses Modus überlebten die Leute in der Regel nicht. Shin ließ für gewöhnlich nichts wirklich nah an sich heran, außer seiner Echse, welche wohlbehütet in seiner Wohnung lebte und seinen besten Freund, der sich allerdings verdammt gut selbst verteidigen konnte. Schließlich war er derjenige, der dem Auftragsmörder Kampfsport beibrachte und trainierte.
      Shin's Spitznamen ´Reaper´trug er nicht ohne Grund, für viele war Shin einfach nur der Sensenmann, ohne Gewissen oder Mitgefühl. Vielleicht lagen sie damit auch nicht so ganz verkehrt. Als Taejin ihn so aus den Gedanken riss und ihn bezüglich seiner Krawatte tadelte, grinste der Schwarzhaarige amüsiert. Auch wenn Tae in der Tat jemand war, der Leuten Angst einjagen konnte, würde er das bei Shin nicht schaffen. Aber Shin war ja auch nicht ganz normal. Ihm Angst zu machen...Gott, Shin wüsste nicht einmal was ihm Angst einjagen würde. Schließlich war er Meister darin den Leuten das fürchten zu lehren. Allerdings hatte dieser herausforderndere Klang in der Stimme seines Auftraggebers etwas sehr Reizvolles und während er sein Kinn so anhob, grinste Shin ihm weiterhin frech ins Gesicht. "Du bist niedlich, wenn du so grummelst." Als Taejin von ihm wieder abgelassen hatte, machte es sich auch Shin deutlich bequemer und verfiel in Schweigen, während sie wohl langsam an ihrem Ziel ankamen, da der Wagen immer langsamer wurde und das Gesicht von dem Blonden immer finsterer.


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    • Taejin
      Nach ihren kleinen Flirtereien miteinander kehrte ein wenig Ruhe im Wagen ein und wenig später erreichten sie mit der Limousine auch schon das Anwesen der Hwang-Familie. Sie passierten das Eingangstor, an dem sie knapp kontrolliert wurden und folgten der Einfahrt noch etwa fünf weitere Minuten, ehe der Wagen schließlich vor einem riesigen Anwesen zum Stehen kam, welches gleichermaßen traditionelle koreanische Architektur mit modernen Aspekten verband und es so auf eine ungewöhnliche Art und Weise zeitgemäß erschien. Der Rest des Grundstücks glich einem sehr gepflegten wäldlichen Garten, mit großen Fichten und Tannen, welche weit über die Dächer des Anwesens ragten und einigen fein angelegten Teichen, in welchen tatsächlich auch der ein oder andere exotische Fisch schwamm. Als Taejins Vater noch lebte, hatten sie sogar in einem der Teiche nahe des Haupthauses einen großen Alligator beherbergt, den sein Vater seit er ein Kind war aufgezogen hatte und welcher regelmäßig bei 'Geschäftspartnern' für ein Mindestmaß an Respekt gesorgt hatte, doch besagter Alligator war wenige Wochen nach dem Tod an Taejins Vater gestorben und der Hwang-Erbe hatte die Vermutung, dass das arme Tier wohl aus Kummer gestorben war und sich geweigert hatte zum Schluss überhaupt noch zu essen. Die meisten Geschäftspartner jedoch wussten nichts von dem Ableben des Tieres und behielten bei einem Besuch im Hwang-Anwesen doch stets sicherheitshalber ihre Umgebung im Blick um nicht plötzlich von einem großen Reptil angegriffen zu werden.
      Ihr Fahrer war als erstes ausgestiegen und hatte sowohl Taejin als auch Shin die Wagentüren geöffnet, während Kaoru ohne weitere Hilfe ausstieg und die Gruppe kurze Zeit später auch schon von Taejins persönlichem Assistenten Kean am Fuße der Treppe zum Haupteingang empfangen wurde. Nach einer höflichen und nicht ganz unpersönlichen koreanischen Begrüßung seitens Taejin, setzte der Dunkelhaarige seine Worte auf englisch fort, damit auch Shin ihn verstehen könnte und sie den Rest des Abends sowieso weitestgehend englisch reden würden. "Es sind noch nicht ganz alle Gäste eingetroffen, aber zumindest die internationalen Gäste sind bereits anwesend. Macht es euch im Esssaal gemütlich, deine Mutter macht sich immer noch fertig und konnte sich die gesamte letzte Stunde nicht einmal entscheiden, was sie tragen soll.", murmelte Kean leise seufzend und richtete dabei den letzten Satz an Taejin, ehe er Shin, Kaoru und den Hwang-Erben in das Hauptgebäude führte.
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    • ___ Shin ___

      Während es bei den anderen bei einer simplen kleinen Durchsuchung blieb, wurde Shin lediglich auseinander genommen und er fragte sich langsam, ob er sich nicht einfach komplett ausziehen sollte. Was für andere Leute Schmuck war, war das für Shin seine Waffen. Während er erklärte, dass er zwar Gefahr liebte, aber nicht mal er so lebensmüde war um in einem Mafiahaushalt etwas anzustellen, bedurfte es noch einen ziemlich finsteren Blick von Tae, bis man dem Schwarzhaarigen wenigstens noch eine Waffe behalten ließ, weil das ja zum guten Ton gehörte und er dann endlich auf das Grundstück durfte, also so wirklich. Shin hatte dem Kerl gedroht, dass wenn seinen Babys was passierte, er aufpassen sollte, wenn er Nachts unterwegs war und lediglich mit einer einzigen Waffe nun Taejin folgen durfte. Seine anderen 3 und seine zwei Messer in den Schuhen mussten zurückbleiben. Er hatte damit wirklich nichts vor, für ihn war das Tragen seiner Waffen, was für andere das Anlegen einer Armbanduhr war, er tat das schon vollkommen unbewusst. Das Anwesen der Hwangs war ziemlich eindrucksvoll, dass musste er der Familie schon lassen. Shin konnte nicht so genau beschreiben, ob das Gebäude nun modern oder eher traditionell war, weil es einfach alles hatte. Besonders der Garten gefiel Shin, selbst wenn er kein Händchen für Pflanzen hatte, sah er sich das Grün sehr gern an. Die Pflanzenliebe lag wohl in der Familie. Shin musste beinahe Schmunzeln, verhielt sich aber diskret. Der neuste Kerl in ihrer Runde, nannte sich Kean und Shin rechnete ihm hoch an, dass er höflich genug war auf Englisch das Gespräch zu führen, sodass nun auch Shin verstand, dass der Modetick neben der Pflanzenliebe auch zu den Hwangs gehörte. Niedlich. Irgendwie stellte sich Shin Kangs Mutter vor, wie die weibliche Version seines Auftraggebers. Kean führte sie durch das Hauptgebäude, während sich Shin schweigend unauffällig umsah und sich direkt die ´Route´einprägte. Berufskrankheit, aber das er seine komplette Umgebung im Auge behielt konnte er nicht abstellen und das machte ihn wahrscheinlich auch so talentiert in seinem Job. Ehrlich gesagt war Shin gespannt was ihn nun erwarten würde. Klar konnte man das hier nicht als ein typisches Familienessen bezeichnen, aber so etwas hatte Shin ohnehin nie gehabt. Fakt war jedenfalls, dass er für Taejin die Leute im Auge behalten würde, ganz gleich wer es war.


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    • Taejin
      Es war durchaus ein amüsanter Anblick zuzusehen, wie Shin eine Waffe nach der anderen abgeben musste und schließlich nur noch mit einer einzigen das Grundstück betreten durfte, während die anderen allesamt bei den Sicherheitsleuten am Eingangstor verwahrt wurden, bis der Japaner eben wieder gehen würde. Waffen waren den Hwangs natürlich absolut nicht fremd und der Großteil ihrer Gäste waren geübt im Umgang mit ihnen, doch allein zur Sicherheit und um sicherzugehen, dass niemand in das Anwesen Granaten oder ganz schwere Geschütze anschleppte, wurde jeder Gast hier vor Ort überprüft und lediglich mit einer normalen Handfeuerwaffe auf das Grundstück gelassen. Es hatte zwar noch niemand versucht die Hwangs auf ihrem eigenen Grund und Boden umzubringen, aber man wusste ja nie und bloß weil es noch nie geschehen war, hieß das nicht, dass es nicht noch passieren könnte und nach dem Tod seines Vaters ging Taejin da durchaus auch kaum Risiken ein. Nachdem die Kontrolle durch war und sie zusammen weiterfahren konnten, erreichten sie das Hauptgebäude, wo Kean die drei Männer auch schon begrüßte und sie schließlich in das Gebäude hineinführte, wo es direkt in den Esssaal ging, wo einige Männer und Frauen zwischen zwanzig und fünfunddreißig Jahren sich bereits in verschiedensten Sprachen angeregt miteinander unterhielten und erst ihre Aufmerksamkeit an die Neuankömmlinge richteten, als einer der Männer mit weißem Hemd, dunkler Weste und einem großen Tattoo welches unter dem Hemd hervorlugte, ein Grinsen aufsetzte und sein Sektglas erhob. "Taejin!" Der Hwang-Erbe lächelte daraufhin leicht und nickte erst dem Mann und dann den anderen zu, kam aber nicht dazu noch weiter etwas zu sagen, da seine Mutter hinter ihnen bereits in einem eleganten Kleid den Saal betrat und dem Hwang-Erben doch ein wenig die Schau stahl... Es machte es definitiv nicht besser, dass seine Mutter sich verdammt gut gehalten hatte und kein Geheimnis daraus machte, dass sie eben gute Gene hatte und jünger aussah als sie eigentlich war.

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    • ___ Shin ___
      Genervt musste Shin eine Waffe nach der anderen abgeben und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis man ihn überhaupt wieder vom Fleck ließ. Natürlich starrten ihn die Leute in ihren Pinguin-Anzügen, auch wenn Shin Pinguine sehr mochte, an als wäre er der Staatsfeind Nr. 1. Nun sei es drum, sie wären ja nicht die ersten die ihn versuchten mit ihren Blicken zu erdolchen und sie würden nicht die letzten sein. Es brauchte schon mehr als ein paar missmutige Koreaner um den jungen Mann aus der Ruhe zu bringen. Lediglich die Abgabe seiner Waffen ging ihm gehörig auf den Zeiger, auch wenn er den Sinn dahinter durchaus verstand und sich deshalb auch nicht weigerte. Sich ein wenig nackt fühlend trottete er also seinem Auftraggeber nach, bewunderte ein wenig die schöne Behausung und prägte sich die Winkel und Ecken ein, die er jetzt mehr oder weniger zu Gesicht bekam. Je näher sie zu ihrem Zielort kamen, desto lauter wurden die Stimmen, die sich angeregt unterhielten. Da irgendwie alles dabei war außer Englisch verstand Shin kein Wort, ein Umstand der ihn zutiefst verärgerte, was man ihm aber nicht ansah. Shin war glücklicherweise von Kindesbeinen an mit einem Pokerface gesegnet und man konnte ihm nie wirklich irgendeine Gefühlsregung ansehen, wenn er es nicht wollte. Auch jetzt wirkte er extrem gelassen, aber ein Abendessen bei der koreanischen Mafia war auch für ihn eine echte Premiere. Shin versuchte sich daran zu erinnern, wie man die koreanische Mafia eigentlich nannte, schließlich waren sie ja keine Yakuza. Er hatte einmal so Begriffe wie Jo-Pok gelesen, würde sich damit aber noch genauer befassen. Wichtiger war ihm vorerst, dass er sich die Gesichter der Mitglieder merkte. Glücklicherweise war sein Gedächtnis verdammt gut. Als sie nun den Saal betraten und die Leute beim Anblick der neuen Gäste förmlich verstummte, begrüßte sie einer der Anwesenden deutlich freudiger, als der ein oder andere der beim Anblick von Taejin direkt finster drein schaute. Konnte aber auch an ihm liegen. Die finsteren paar Augen die er aber entdeckte, gehörten zu den Kandidaten, welche ihm Taejin auf den Bildern gezeigt hatte. Shin würde die Kerle noch im Auge behalten. Die Show wurde dem sonst so auffälligen Koreaner aber direkt von einer zugegeben sehr schönen Frau gestohlen, welche niemand anderes sein konnte als die Mutter von Taejin.


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    • Taejin
      Kaum war seine Mutter eingetreten und hatte sämtliche Aufmerksamkeit auf sich gerichtet, gingen die Gespräche schnell in ihre Richtung und wechselten von diversen asiatischen Sprachen über zu allgemeinem Englisch, mit dem Höflichkeiten ausgetauscht wurden und die Anwesenden begrüßt wurden. Ein Kuss links und ein Kuss rechts, eine kurze sanfte Berührung von Taejins Wange und ein "Willkommen mein Sohn.", war so ziemlich die ganze Begrüßung die er von seiner Mutter bekam, ehe diese auch schon an ihm vorbeizog, weder Kaoru, Kean, noch Shin beachtend und sich den älteren Herren im Raum widmete, um diese zu begrüßen. Zugegeben... so lange war es ja nun auch nicht her, seit sie sich gesehen hatte. Als Taejin seinen Blick wieder dem Eingang zuwandte, erkannte er noch eine weitere Person in einem Anzug, mit kurzen brünettem Haar, einem amüsierten Lächeln auf den Lippen und den Händen in den Hosentaschen vergraben, während er zu dem Hwang-Erben hinüberkam, Kean, Kaoru und Shin kurz begrüßend zunickte, bei letzterem aber durchaus länger hängen blieb.
      "Neuer Liebhaber?", erkundigte sich Chanyeol auf englisch bei seinem großen Bruder, während er den katzenäugigen Japaner neben ihm genauer musterte und dann beinahe zufrieden nickte, doch Taejins verneinende Antwort enttäuschte den Jüngeren viel mehr und nach einem leisen Seufzen zuckte er mit den Schultern und meinte nur: "Schade... ihr seht gut zusammen aus." Der Hwang-Erbe wiederum betrachtete Chanyeol nur amüsiert, ehe er auf Shin neben sich deutete und aufklärte. "Er ist ein neuer Angestellter von mir aus Japan. Er begleitet mich erst seit kurzem und wird heute eher den Beobachter spielen. Mutter wird trotzdem wahrscheinlich nicht gerade begeistert sein."
      "Definitiv nicht.", entgegnete der Jüngere mit dem Brünetten Haar amüsiert und hielt Shin schließlich lächelnd seine Hand hin, während er den Schwarzhaarigen auf japanisch, mit einem doch recht starken Akzent begrüßte.
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    • ___ Shin ___

      Die Mutter von Taejin war eine echte Erscheinung, eine andere Beschreibung würde ihr nicht unbedingt gerecht werden. Sie hatte etwas Erhabenes an sich, aber auch etwas sehr Kaltes, zumindest wenn es nicht ihre Familienmitglieder betraf. Nun vor der versammelten Mannschaft würde wahrscheinlich keine rührselige Wiedervereinigung stattfinden, zumal Asiaten ohnehin deutlich kühler waren, als ihr kriminellen Kollegen im Süden. Shin neigte lediglich leicht höflich den Kopf, als sie an ihm vorbeiging, was sollte er auch groß anderes machen? Er war schließlich nicht hier um der Familie zu gefallen, sondern um Taejin zu beschützen bzw. ein Auge auf das Umfeld von ihm zu haben. Ein Auftragsmörder, der jemanden beschützt - amüsant. Eine deutlich herzlichere Begrüßung erhielten Sie von einem brünetten jungen Mann. Shin erinnerte sich als er sich mal mit der Familie von Taejin beschäftigt hatte, dass er wohl sein Bruder sein musste. Ein attraktiver Kerl, lag wohl in der Familie, auch wenn Shins Typ mehr jemand wie Taejin war. Shin bemerkte den Blick auf sich und grinste amüsiert bei den darauffolgenden Worten. Das ihn aber der Kerl auf Japanisch begrüßte, trotz des starken Akzent war unfassbar süß und Shin wusste die Geste sehr zu schätzen, weshalb er mit einem ungewohnt ehrlichen Lächeln die Hand des anderen annahm. Jemanden auf Koreanisch zu begrüßen, bekam er gerade noch hin, weshalb er die freundliche Geste erwiderte und sich auch daran versuchte ihn in seiner Sprache zu begrüßen. Klang wahrscheinlich absolut schrecklich, aber der Gedanke zählte. "Nun mehr als ein Hallo bekomme ich leider nicht hin. Mein Name ist Shin, freut mich." wechselte er dann auf Englisch, ehe es auch schon daran ging, dass sie ihre Plätze einnehmen sollten. Da es sicherlich eine gewisse Sitzordnung gab, lehnte sich Shin kurz zu Taejin um ihm ins Ohr zu flüstern. "Wo soll ich sitzen?"


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    • Taejin
      Während seine Mutter seiner Begleitung eher wenig Beachtung schenkte und später mit Sicherheit ihre geringe Begeisterung ausdrücken würde, dass ein Fremder mit ins Hwang-Anwesen gebracht wurde, obwohl Taejin sie nicht darüber informiert hatte, hatte Chanyeol natürlich sofort gemutmaßt, dass es sich bei Shin um einen von Taejins Liebhabern handeln musste, wenngleich Tae nie wirklich Liebhaber zu Geschäftlichem mitbrachte. Schon gar nicht wenn es die illegalen Tätigkeiten seiner Familie anbelangte. Dennoch kannte der Brünette eben auch Taejins Geschmack im Bezug auf Frauen und Männer und natürlich entsprach der dunkelhaarige Japaner dabei voll und ganz dem Beuteschema vom Hwang-Erben. Einmal mehr empfand Tae es ja regelrecht als Schande, dass er mit Shin nicht anfangen konnte, denn andernfalls wären die beiden höchstwahrscheinlich längst zusammen im Bett gelandet... womöglich ohne überhaupt Namen auszutauschen.
      "Chanyeol, freut mich ebenfalls.", erwiderte der Brünette lächelnd und nach den höflichen Begrüßungen in der jeweils anderen Sprache, gingen die beiden Männer wieder zu englisch über, worin sie sich wohl deutlich sicherer fühlten. Doch viele Gesprächsthemen wurden nicht mehr angerissen, da bald schon Taejins Mutter das Wort ergriff und sie alle zum Sitzen an der großen Tafel einlud. Dabei gab es zwar offiziell keine konkrete Sitzordnung und doch war es durchaus recht ersichtlich, dass hier niemand wahllos einen Platz wählte. Stattdessen waren die Plätze an den beiden Kopfenden des langen Tisches für das inoffizielle und das offizielle Familienoberhaupt vorbestimmt und eben daran orientierten sich auch die Anwesenden mit ihren Plätzen. Links und rechts neben seiner Mutter saßen ihre engsten Vertrauten, so wie Kean zu Taejins rechten saß und der Hwang-Erbe Shin anwies sich zu seiner linken zu setzen. Und so orientierte sich die Sitzordnung je nach Loyalität zum jeweiligen Hwang-Oberhaupt. Sieben eher jüngere Hwang-Mitglieder platzierten sich viel mehr auf Taejins Seite des Tisches, während die eher betagteren Mitglieder auf der Seite seiner Mutter Platz nahmen. Und Chanyeol saß im Zentrum all dessen, da er sich klar weigerte eine Seite zu wählen, schließlich war er zwar vom Blute her ein Hwang, hatte mit den illegalen Machenschaften aber kaum etwas zu tun.
      "Lasst das Essen beginnen. Alles andere besprechen wir im Nachhinein.", verkündete die hübsche Frau am anderen Ende des Tisches, woraufhin zahlreiche Bedienstete erschienen, welche den Gästen Wein eingossen und Essen servierten.
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    • ___ Shin ___

      Es wäre Shin deutlich lieber gewesen einen Plausch mit Taejins Bruder zu halten, seinetwegen auch irgendein überteuertes Abendessen mit diesem, aber hier an der Tafel voller Greise zu sitzen, empfand Shin alles andere als angenehm. Man konnte ihm zwar mit nichts wirklich Angst einjagen, änderte aber nichts an der Tatsache, dass es genug Dinge gab, bei dem er sich durchaus ziemlich unwohl fühlte. Dazu zählte ein Abendessen bei versammelter Hwang-Familie. Shin bereute es bereits jetzt hier zu sein, aber was tat man nicht alles für seinen Auftraggeber? Unter normalen Umständen hätte der Schwarzhaarige einfach abgesagt, war ja nicht so als zählte Shin zu den einfachsten und höflichsten Menschen, aber als er neben dem Koreaner Platz nahm und ihn kurz von der Seite ansah, realisierte er durchaus, dass er das bei dem Blonden nicht so einfach konnte. Unabhängig davon das er ihn ziemlich heiß fand, konnte er den Kerl ganz gut leiden und Shin mochte selten andere Menschen. Berufskrankheit könnte man so sagen. Leute zu mögen, ist schädlich fürs Geschäft. Er war ja durchaus erleichtert, dass er neben dem süßen Hwang-Erben sitzen durfte, aber als er den auf Hochglanz polierten Teller mit Echtgoldrand und den zahlreichen Bestecken daneben sah, hatte er das Bedürfnis direkt wieder zu verschwinden. Nicht das Shin sich nicht mit der Etikette auskannte, er hatte sich lang damit beschäftigt und der Schwarzhaarige war wie bereits oft erwähnt unglaublich gebildet, aber trotz seines Verdienstes, konnte er sich einfach nicht an all den Prunk gewöhnen und bei den Hwangs hatte er das Gefühl davon erschlagen zu werden. Fehlte nur noch eine vergoldete Statue der Mutter im Garten. Nun er würde es ihr zutrauen. Nun wie auch immer. Er war ja nicht hier um mal eben, was war das überhaupt zu essen, sondern um seine Arbeit zu machen. Unbemerkt und professionell begann er also bereits jetzt seine Untersuchung der Verdächtigen.


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    • Taejin
      Dem Hellhaarigen entging das offensichtliche Unbehagen über die ganze Situation und den übertriebenen Luxus bei Shin natürlich nicht und der Hwang-Erbe konnte durchaus nachvollziehen, wenn jemandem diese Welt von übertriebenem Reichtum und Heuchelei doch nicht allzu sehr zusagte, schließlich bevorzugte Taejin ja selbst auch eher andere Gesellschaft sowie andere Orte zum Abendessen. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als Kean ihm sehr subtil eine kleine Tablette hinüberschob, die Taejin mit einem Schluck Wein hinunterspülte, ohne dass die meisten der Anwesenden davon etwas mitbekamen. Der Jetlag war heftig, wie immer und Tae fühlte sich fertig, ausgelaugt und einfach nur müde, aber der Hwang-Erbe durfte sich das nicht ansehen lassen. Nicht vor diesen Leuten und schon gar nicht vor jenen, die ihm nicht gerade Gutes wünschten. Eines war klar... als Oberhaupt einer Mafia Familie musste man definitiv immer mehr Würde und Stärke bewahren als sonst jemand, da es zuweilen doch einem Rudel gleichkam, in welchem um die Vorherrschaft gekämpft wird. Er war der rechtmäßige Erbe des Hwang-Imperiums und nicht seine Mutter... das mussten eines Tages auch jene alten Säcke einsehen, welche sich weigerten ihm ihre Treue zu schwören und regelmäßig seiner Mutter hinterhersabberten. Wäre sein Vater noch am Leben, hätte bei diesem Verhalten sicher der ein oder andere dreiste Kerl sein Augenlicht verloren.
      Innerlich missmutig, nach außen aber etwas ruhiger stocherte Taejin in seiner Vorspeise herum, während er hoffte, dass die Tablette bald wirkte, während er seine Mutter beobachtete, die mit zwei ihm besonders feindseligen Männern lachte und sich bereits zum zweiten Mal Wein nachgossen. Tae wusste, dass Shin eben jene Leute auch im Blick hatte und sie auch den gesamten Abend beobachten würde...
      "Der alte Sack links neben meiner Mutter ist CEO einer sehr großen Bankengesellschaft. Es gab bereits Gerüchte, dass er meinem Vater doch nicht so loyal gegenübersteht, wie gedacht, aber man konnte nie etwas beweisen. Meine Mutter glaubt ihm und hat schon mehrfach versucht eine Möglichkeit zu finden seine Kinder und teilweise auch Enkelkinder mit Chanyeol und mir zu verkuppeln, was das angeht sind wir uns aber beide geschmackstechnisch einig. Absolut nicht! Der Mann auf der rechten Seite ist ein großer Medienmogul mit zweifelhaften Ruf und meiner Meinung nach einer zu lauten Klappe und schmierigen Art. Ich warte ja immernoch darauf, dass man bei der Durchsuchung seines Hauses illegale Pornos oder so entdeckt... Der Kerl war mir als Kind schon suspekt und das hat sich über die Jahre definitiv nicht gebessert.", murmelte Taejin Shin hinter vorgehaltener Hand zu, während er sich zu ihm ein wenig hinüberbeugte.
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    • ___ Shin ___

      Shin hatte beim besten Willen keine Ahnung was er da gerade auf dem Teller hatte. Lebte es noch? Er konnte es nicht genau sagen und vielleicht wollte er das auch nicht unbedingt. Er bevorzugte sein Essen ja wie seine Feinde - nicht lebendig. Demnach war ihm dieses schlabbrige Ding doch ziemlich suspekt. Allerdings hatte der Schwarzhaarige in seiner Vergangenheit schon weitaus schlimmeres gegessen, um am Leben zu bleiben, also würde er auch dieses überteuerte Essen ohne Namen hinunterbekommen. Es könnte jedenfalls besser schmecken als es aussah. Ankopaste sah schließlich auch alles andere als ästhetisch aus, schmeckte aber so gut wie jedem Japaner, Shin eingeschlossen. Der junge Mann mit den Katzenaugen war dennoch nicht unbedingt undankbar, als ihn Taejin vom Essen abhielt und hinter vor gehaltener Hand von zwei seiner Verdächtigen berichtete, die Shin schon seiner einer Weile aus den Augenwinkeln beobachtete. Aufmerksam hörte Shin dem Blonden zu, man sah ihm an wie er sich gedanklich Notizen machte und der Japaner war wieder einmal froh für sein verdammt gutes Gedächtnis. Natürlich war dem Auftragsmörder die Prominenz in Korea nicht geläufig, aber er würde sich damit wohl noch auseinandersetzen müssen, vor allem wenn sie Tae das Leben schwer machten und er war schließlich sein aktueller Chef, also machten sie auch Shin das Leben schwer und das konnte er nicht gebrauchen. "Ah der CEO-Sack wo schon seit 10 Minuten versucht mit deiner Mutter unter dem Tisch zu füßeln? Das er ziemlich eindeutige Intentionen hat, ist klar. Ich behalte Sie im Auge....allerdings....wer ist der Kerl ganz hinten am Rand des Tisches?", flüsterte Shin ebenfalls leise hinter der Hand zu Taejin und deutete lediglich mit den Augen zu einem ziemlich düsteren Kerl, der den ganzen Abend weder gesprochen hatte noch damit aufhörte Taejins Mutter zu fixieren. Er hatte kräftige Augenringe und Shin roch an ihm einen Geruch, den er immer noch nicht ganz deuten konnte. Hatte was von Moschus...


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    • Taejin
      Shin musterte das Essen vor sich mit zweifelhafter Miene und gesunder Skepsis, während der Japaner wahrscheinlich nicht wirklich wusste, was er da genau vor sich liegen hatte und mit was man ihn da zu füttern versuchte. Taejin wusste, dass es gerade für jene Leute, welche nicht aus Korea stammten, das Essen durchaus suspekt wirken dürfte und wenn sie zuweilen erfuhren was sich darin befand, schob doch der ein oder andere angeekelt seinen Teller von sich. "Das ist Kimchi-Dschon mit Meeresfrüchten. Das sind einfach nur eine Art Pfannkuchen mit Kimchi und wie erwähnt... Meeresfrüchten. Nichts Giftiges und auch keine Innereien. Mein Bruder isst das einfach nur gerne.", schmunzelte Taejin, ehe er begann dem schwarzhaarigen Japaner die zwei Herren zur Linken und Rechten seiner Mutter genauer zu erklären und was diese beruflich taten. Ohne Frage waren sie echt hohe Tiere in ihren Geschäften und waren ähnlich wie die direkten Mitglieder der Familie Hwang beinahe unantastbar, dennoch zählten sie zu den unsympathischsten Kerlen die Taejin je getroffen hatte und er hatte nun wirklich schon verdammt viele Kerle und auch unsympathische Frauen kennenlernen dürfen. Shin schien sie schnell zu identifizieren und erkundigte sich dann nach dem am finstersten dreinblickenden Kerl, dem man wohl am ehesten sofort abnahm, dass er Teil der Mafia war und eine Menge Dreck am Stecken hatte. Ja, der Kerl war ganz besonders widerlich, da er Menschen auch falsche Versprechungen machte, nur um sich an Geld zu bereichern. "Der Kerl ist Vorsitzender der Regierungspartei. Widerlichste Art von Mensch und ich frage mich ohnehin, wer zur Hölle den Kerl denn überhaupt wählt."
      Der Kerl mit den Tattoos und der dunklen Weste lehnte sich lässig zu ihnen beiden hinüber, als hätte er ihnen die ganze Zeit gelauscht. Hatte er höchstwahrscheinlich eben auch. "Reiche Unternehmer wählen ihn, weil er ihnen noch mehr Geld beschert. Davon müsstest du doch eigentlich auch profitieren Tae.", warf der Dunkelhaarige amüsiert ein, erntete aber nur einen finsteren Blick vom Hwang-Erben, ehe er sich wieder seinem Essen grinsend widmete.
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    • ___ Shin ___

      Shin hatte seine Skepsis gegenüber dem vorgesetzten Essen nicht unbedingt verborgen und war ziemlich dankbar für die Erklärung von Tae. Ehrlich gesagt erleichterte es ihn auch, dass er eigentlich etwas ziemlich Harmloses vor sich hatte und nichts was ihn plötzlich ansprang, auch wenn er die Kombination zwischen Meeresfrüchten und Pfannkuchen nicht ganz nachvollziehen konnte. Kimchi kannte er und konnte dem nie etwas abgewinnen, aber er hinterfragte die Küche anderer Länder nicht, schließlich gab es auch in Shins Heimat genug was mit man mit Stirnrunzeln begutachten musste, zudem hatte Korea was Essen angeht eine ziemlich schwere Vergangenheit. Schmunzelnd lehnte er sich also leicht zum Ohr von Tae neben sich und hauchte ihm ein "Danke." zu. Doch ein wenig neugierig probierte er dann das Essen, weil schließlich jeder außer ihm saß und war zwar nach wie vor irritiert, aber wenigstens nicht mehr besorgt. Während dem Abendessen sprachen die beiden Männer über einige der fragwürdigen Gäste, unter anderem dem Schmierfink, der Taes Mutter schöne Augen machte, einem Medienmogul und nun über einen äußerst zwielichtigen Typ, der unglaublich nach ...ja,es war eindeutig Moschus stank, aber noch etwas anderes. "Ungeachtet das er verdächtig aussieht, weil er verdächtig aussehen will, stimmt was mit ihm nicht....." Shin richtete einen kurzen Augenblick seinen Blick auf den jungen Mann, welcher das Wort an Taejin richtete, schenkte ihm aber wenig Beachtung, sondern blickte erneut zu dem schrägen Vogel am Ende des Tisches. "Er ist auch im Drogengeschäft, oder?", hakte Shin leise nach, wandte dann den Blick wieder ab, als ihn der Kerl irgendwann plötzlich auch ansah. Gedanklich machte er sich wieder seine Notizen und schenkte nun erst seine Aufmerksamkeit dem Dunkelhaarigen von zuvor. Taejin hatte ihm nicht alle Leute in seinem Umfeld vorgestellt, aber sie beide schienen sich nah zu stehen bzw. näher als die meisten hier am Tisch.


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    • Taejin
      "Ich... würde es zumindest nicht ausschließen. Dem Kerl würde ich das durchaus zutrauen.", warf Taejin regelrecht zustimmend ein und realisierte erst jetzt wirklich, dass er seine Leute Shin noch gar nicht so richtig vorgestellt hatte und außer Kean und Kaoru konnte der dunkelhaarige Japaner wohl kaum etwas mit den Gesichtern vor sich anfangen. Also räusperte Taejin sich leise und begann besagte Leute langsam der Reihe nach aufzuzählen und kurz zu erklären, wer sie genau waren. "Der Kerl, der sich gerade in das Gespräch eingemischt hat, das ist Park Jaehyun, der Manager meines Clubs 'Aurora' hier in Seoul und einer meiner allerersten Kontakte, seit ich weitestgehend auf eigenen Beinen stehe und den Hwang-Clan auf meine Art und Weise leite. Die Dame in rot neben ihm ist Rhea Lazaro, Managerin des 'Sapphire' in Manila und mein Hauptkontakt bezüglich der Phillipinen. Der Kerl mit dem breiten Lächeln ihr gegenüber ist Zhou Shu Yi, der Manager des 'Mirage' in Taipeh und mein Hauptkontaktmann wenn es um taiwanesische Angelegenheiten geht. Und die restlichen drei sind Si Ga-In, Hae Hyunjun und Min Seyeon, meine Augen und Ohren in ganz Korea und im Zweifelsfall auch Mädchen für alles. Sie arbeiten allerdings schon recht lange mit mir, weshalb man in der Unterwelt auch ihre Gesichter kennt und sie ganz klar den Hwangs zuordnen kann... deshalb wären sie leider keine Option für deinen Job gewesen." Mittlerweile hatten sie die Vorspeise hinter sich gelassen und das Essen schritt weiter fort, während die beiden Tischseiten aus irgendeinem Grund geladener wirkten als sonst. Aus irgendeinem Grund war die Luft heute ganz besonders dick...
      "Ich hörte... eine kleine unwichtige Gang hat es geschafft unseren Waffentransporter in Tokyo zu überfallen. Du scheinst ja nicht wirklich alles unter Kontrolle zu haben, mein lieber Taejin. Sag bloß du schwächelst bereits?", erkundigte sich besagter Medienmogul von zuvor beinahe passiv-aggressiv bei Taejin laut über den ganzen Tisch hinweg und so einige der Anwesenden hörten aufgrund von Unbehaglichkeit auf zu essen. Auch der Hwang-Erbe legte seine Essstäbchen nieder, obwohl er sie bisher nicht wirklich zum Essen verwendet hatte. "Als klein und unwichtig würde ich diese Gang nicht unbedingt betiteln... selbst für japanische Verhältnisse arbeiten sie mit unfassbar hässlichen Methoden und sind dabei ziemlich hochwertig ausgestattet... da fällt mir ein... die Waffen die sie verwendeten, werden die nicht hauptsächlich von deinen Leuten verwendet?", entgegnete Taejin scharf, erntete dafür aber einen mahnenden Blick von Kean und ein leises Räuspern. Verdammt... er wusste dass er hier eigentlich brav bleiben sollte und niemandem an die Kehle springen durfte, aber der Kerl kotzte ihn jetzt bereits wieder an.
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    • ___ Shin ___

      "Er riecht danach und er hat Spuren von weißen Pulver an den Ärmeln seiner Jacketts, seine Augen sehen danach aus, als würde er konsumieren und er scheint es regelmäßig zu tun, aber nervös zu werden, weil er es jetzt nicht kann, seine Beine zittern", antwortete Shin ihm leise. Es war schließlich seine Aufgabe zu beobachten und darin war Shin ähnlich talentiert wie in seinem Hauptaufgabengebiet. Als hätte Taejin seine Gedanken gelesen, hatte er ihm im gleichen Atemzug auch die noch unbekannten Gesichter vorgestellt, die der Schwarzhaarige versucht hatte zuzuordnen. "Leider?", schnurrte ihm Shin amüsiert zu, nickte dann aber den Leuten zu, welche bemerkt hatten das über sie gesprochen wurde und widmete sich wieder Taejin. "Deine engsten Vertrauten nehme ich an? Auch die Leute von denen du zuvor im Wagen gesprochen hast." Er erinnerte sich daran, dass ihn sein junger Auftraggeber gebeten hatte, auch diese Auserwählten im Auge zu behalten. Als der nächste Gang ihrer kulinarischen Reise serviert wurde, stand der Japaner erneut vor einem Rätsel, hatte aber keine Zeit Taejin noch einmal um Auskunft zu bitten, da einer der Lackaffen unbedingt meinte seine Meinung kund zu tun. Natürlich hatten die Kerle das bereits aufgeschnappt und versuchten es gegen Taejin zu verwenden. Shin versuchte ruhig zu bleiben, da er auch nicht die Erlaubnis hatte sich einzuschalten, während Taejin emotionaler reagierte, als er es wahrscheinlich wollte. Shin schenkte dem alten Sack einen eindringlich finsteren Blick, dem der Medienmogul versuchte standzuhalten in dem er ihn ebenso fixierte. Allerdings schaffte er das tatsächlich nur eine begrenzte Zeitdauer und wandte den Blick von Shins intensiven eiskalten Blick ab. Darin machte Shin so schnell keiner etwas vor, auch keine Leute der Mafia. Angst machen konnten nämlich nicht nur diese Leute. Versucht den Japaner nicht anzusehen erhob der Typ erneut die Stimme. "Und wen hast du uns mitgebracht? Ist der junge Mann vertrauenswürdig? Ich mag seine Augen nicht." Shin wirkte zwar nach außen unglaublich gelassen, musste sich aber innerlich beherrschen nicht zu lachen, deshalb trank er in Seelenruhe einen Schluck des Weins vor sich, während die meisten aus Unbehagen aufgehört hatten überhaupt etwas zu sich zu nehmen.


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    • Taejin
      Die Tatsache, dass besagter Politiker wohl auch so seinen Umgang mit Drogen hatte und ihm vermutlich diverse Substanzen nicht fremd waren, wunderte Taejin zwar nicht unbedingt, aber es war durchaus eine nützliche Information, die der Hwang-Erbe sich ganz sicher merken würde, sollte diese Information nützlich werden. Nachdem Taejin besagte Information aufgenommen hatte, machte er sich daran Shin seine Leute vorzustellen. Shin schien sich zu erinnern, dass der Hellhaarige ihm bereits zuvor von einigen von ihnen erzählt hatte, weshalb der Koreaner auf die Frage, ob letztere drei seine Vertrauten wären, leicht nickte und den Kopf etwas schief legte. "Den dreien und Kean vertraue ich ohne weiteres mit meinem Leben, an ihnen hege ich also Null Zweifel. Auf meinen Managern könntest du einfach sicherheitshalber auch ein Auge haben...", flüsterte er... hielt dann aber doch leicht kopfschüttelnd inne und korrigierte sich. "Vergiss was ich gesagt habe. Behalte alle im Blick. Ausnahmslos. Deshalb brauche ich dich hier ja... ich kann einfach nicht objektiv bleiben."
      Das Essen setzte sich fort und ein nächster Gang wurde serviert, wobei es nicht lange so ruhig blieb und einer von Taejins am meist gehasstesten Anwesenden das Wort ergriff und den Hwang-Erben ziemlich blöd anmachen musste. Und Taejin ging blöderweise darauf auch noch ein, während sich die allgemeine Stimmung anspannte. Sein Vater hatte ihm doch eigentlich beigebracht einen kühlen Kopf zu bewahren und da drüber zu stehen. Wo war das gerade?
      "Wenn er nicht vertrauenswürdig wäre, hätte ich ihn wohl kaum mitgebracht, schließlich bin ICH immer noch das Oberhaupt dieses Clans. Hören sie sich eigentlich selbst zu? Und nebenbei gesagt können sie abfällige, rassistische Bemerkungen über das Aussehen einer Person stecken lassen. Ich dachte ich hätte mit der Integration von Japan, Taiwan und den Philippinen bereits deutlich gezeigt, dass ich Diversität mag und ganz und gar kein Fan davon bin sich seinen Nationalstolz zu Kopf steigen zu lassen.", erwiderte Taejin zwar recht scharf, aber nicht mehr ganz so geladen zurück. Selbst wenn er wusste, dass Der Kommentar besagten Mannes nicht zwingend rassistisch gemeint war, fehlte es dem Kerl manchmal echt daran sich gut ausdrücken zu können und es bestand kein Zweifel daran, dass er dennoch wenig von Nicht-Koreanern hielt.
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    • ___ Shin ___

      Der junge Mann ließ seinen Blick unauffällig weiter durch den Raum gleiten. Die auffälligsten Personen, die gerade zu nach ´schau mich an, ich bin kriminell und böse´, waren meist unschuldig. Nun so fern man das in diesem Geschäft behaupten konnte. Leute auf die man sich meistens verließ, waren dann eher Kandidaten, die man im Auge behalten sollte. Shin hatte früh gelernt, dass ein freundliches Lächeln wie ein scharfes Messer sein konnte und ein böser Blick wie ein Handschlag. Es kam eben ganz auf die Perspektive an. Nun allerdings hatte hier am Tisch jeder einen ziemlich derben kriminellen Hintergrund, also war es durchaus interessant alle Kandidaten zu durchleuchten. Dafür blieb Shin aber nicht unbedingt so viel Zeit, so bedauerlich es auch war, er hatte diesen Abend und hier würde er so viele Informationen herausfiltern wie er nur konnte. Als ihm sein Auftraggeber also noch einmal die Runde vorstellte und Shin nun die engsten Vertrauten persönlich kennenlernte und nicht auf Fotos, wollte er gerade die Aussage von Taejin hinterfragen, da hatte sich der Hellhaarige aber bereits selbst korrigiert, was Shin zufrieden nicken ließ. "Vertrauen ist gut Taejin, aber Vorsicht hält am Leben. Ich mache dir keinen Vorwurf. Das Messer eines Freundes schmerzt deutlich mehr als das eines Feindes. Ich werde deine Augen und deine Waffe sein." Niemand war unfehlbar, weder er noch ein Mafiaoberhaupt, aber die wenigsten konnten damit ehrlich umgehen. Das Tae dies also zur Kenntnis nahm war keine Schande, sondern etwas das Shin bewunderte und das Clanoberhaupt deutlich mehr in seinem Ansehen wuchs. Gerade als der nächste Gang serviert wurde und der Schwarzhaarige verwundert die Stirn runzelte, was er nun genau vor sich hatte, hatte einer der Anwesenden wohl großes Interesse daran sowohl Taejin in seiner Entscheidung als auch Shin in seiner Person anzugreifen. Die anderen ließen dies unkommentiert, aber den Weißhaarigen brachte das mehr in Rage als Shin erwartet hätte. Gerade als der alte Sack sich bezüglich der Äußerung von Tae erneut aufbäumen wollte, hatte Shin seinem Auftraggeber unter dem Tisch kurz die Hand auf den Oberschenkel gelegt. Nach er Hand konnte er ja schlecht greifen und Körperkontakt beruhigt die Leute, weshalb Shin eben mit Taejins Knie vorlieb nahm und mit einem eisigen Lächeln direkt den arroganten Mogul fixierte, seine Worte aber an Tae richtete. "Sachte, ich bin mir sicher, dass er keinen weiteren Kommentar an das Oberhaupt richten wird." daraufhin sah er dem alten Medienarsch so fest und kalt in die Augen, dass der Typ schnell den Mund wieder schloss und das Gespräch tatsächlich beendete. Shin nahm die Hand von dem Bein des Hellhaarigen und blickte erneut zu dem Gericht vor sich und lehnte sich als wäre nie etwas gewesen erneut zu Taejin. "Was habe ich genau auf dem Teller bzw. wie isst man das, damit ich mich hier nicht blamiere", flüsterte er ihm zu.


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    • Taejin
      Natürlich hatte Shin recht. Taejin durfte nicht emotional an die Sache herangehen, schließlich wäre einer von Taejins Vertrauten am besten in der Lage ihn verraten zu können, da sie schließlich fast alles über ihn und seine Geschäfte wussten. Also musste der Hwang-Erbe entgegen seines schlechten Gewissens Shin auch Kean, Ga-In, Se-Yeon und Hyun-Jun verdächtigen lassen, obwohl diese vier ihm nie auch nur einen einzigen Grund gegeben hatten um sie anzuzweifeln. Kaum wollte der Koreaner darauf noch etwas erwidern, hatte der unfassbar widerlichen Medienmogul am anderen Ende des Tischs sich dabei unterbrochen Taes Mutter anzusabbern und war stattdessen auf Beleidigungen ihres Sohnes übergegangen, die Taejin ebenso wenig nett erwidert hatte und so ein kleines Wortgefecht begann. Überraschenderweise brachte Shin den alten Sack mit einem recht finsteren Blick zum Schweigen, der den Mann plötzlich ganz klein werden ließ, ehe er lieber schwieg. Taejin konnte das persönlich ja nicht ganz nachvollziehen. Klar, der Blick von Shin hatte ganz und gar nichts freundliches an sich, sondern wirkte mehr wie eine unausgesprochene Todesdrohung, aber das fand der Koreaner eben gerade heiß. Hätte Shin ihn so eiskalt angeblickt, hätte er ihn wohl zur Verwunderung aller Anwesenden und vielleicht auch zu seiner eigenen Verwunderung direkt mit ins nächste Schlafzimmer gezogen. Aber gut... jeder hatte halt einen anderen Kink.
      "Ich denke es wäre angemessener erst einmal zu Essen. Nach dem Essen stehen schließlich immer die geschäftlichen Gespräche an. Ansonsten würde ja jedem hier schon bei der Vorspeise der Appetit vergehen.", versuchte es Taejins Mutter mahnend so diplomatisch wie möglich und ließ sich schon ihr viertes oder doch fünftes Glas Wein nachschenken, währen Taejin ganz klar darauf plädierte, dass seine Mutter wieder komplett betrunken war, wenn sie eben jenes Geschäftliche erreichten. Nun gut... soweit beschäftigten sich also alle wieder ihrem Essen, also widmete sich auch Tae dem neuen Gang vor sich, wobei Shin neben ihm sich direkt danach erkundigte.
      "Das ist Dakttongjib, Muskelmagen vom Huhn.", erklärte Taejin nun doch wieder etwas gelassener, erwartete aber bereits eine eher nicht so begeisterte Reaktion von Shin darauf, da sowohl Kaoru, als auch Rhea ihre Teller nicht gerade glücklich und unangetastet von sich geschoben hatten und sich wohl entschieden dieses Gang lieber auszusetzen, als sich Hühner-Kaumagen reinzuziehen.
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