❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Kazuya ___

      Er wusste im Augenblick nicht wer fassungsloser war, seine Klasse, die es kaum glauben konnte das der beliebteste Kerl der Schule dem schlimmsten Nerd der Schule seine Aufmerksamkeit schenkte, oder er selbst. Was um alles in der Welt war passiert, dass es so weit gekommen war? Hatte er begriffen, dass all die Gemeinheiten nicht funktionieren und versucht es nun auf diese Weise? Aber wann hatte er nur die Aufmerksamkeit von Ayaka erregt, sie gingen ja nicht einmal in eine Klasse. So sehr sich der Blonde auch das Hirn zermarterte, er kam einfach nicht darauf, was der Grund dafür sein könnte. Jedenfalls waren seine Mitschüler so perplex, dass sie nicht wussten, wenn sie zuerst anstarren sollten Ayaka oder Kazuya. Das Getuschel machte es nicht besser und Sätze wie ´Was will dieser hotte Typ nur von diesem hässlichen Nerd´? Waren da die mildesten Aussagen. Aber mal ehrlich, was will der Kerl bitte? Wieso hatte Kazuya das Gefühl mit heftigen Kopfschmerzen heute den Schultag zu beenden? Seufzend starrte er auf seinen Kaffee, denn er sich vom Schulautomaten raus gelassen hatte und erbarmte sich dazu, denn Typen einfach zu konfrontieren. Was blieb ihm anderes übrig? Flucht war fehlgeschlagen und Ayaka stellte sich als begnadeter Finder beim Versteckspiel heraus. Allerdings gingen dem Blondschopf echt die Ideen aus, wie er dem Kerl verklickern sollte, dass was auch immer er da vor hatte bei ihm nicht funktionierte. Vor allem wieso? Wieso wollte er plötzlich ein Date mit ihm? Auf welchem Forum für Profi-Mobber hatte er den diese Taktik aufgegabelt? Hoffentlich erschlägt man den Betreiber der Internetseite verdammt schnell. Als Kazuya an der Tür ankam und ihn nun erneut fragte, was eigentlich mit ihm nicht stimmte, war die Antwort darauf genauso bescheuert. Seufzend blickte er zu ihm auf. "Nein", antwortete er knapp und versuchte irgendwie aus dem Klassenzimmer herauszukommen. Wenn der Kerl hier rein wollte, dann musste Kazuya eben raus - ganz einfach.


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    • Daiki
      Er schenkte den Mitschülern von Kisaragi, welche über den kleinen bebrillten Streber so herzogen einen eher finsteren Blick und verdeutlichte ihnen in gewissermaßen, dass sie sich verziehen sollten, ehe sie noch etwas sagten, was Daiki ganz und gar nicht gefiel. Dann wandte er sich auch schon wieder dem anderen zu, der immernoch ziemlich pissig vor ihm stand und ihn einmal mehr abzuweisen schien.
      "Nein?", wiederholte der Größere amüsiert und versperrte seinem Gegenüber ein wenig den Weg, damit Kisaragi nicht schon wieder einfach so flüchtete, während Daiki ihn gerade ernsthaft auf ein Date einladen wollte. Was musste er nur tun, damit der Kleinere verstand, dass er das wirklich absolut ernst meinte? Für einen Moment glitt Daikis Blick umher und die Tatsache, dass sie in diesem Schulgang alles andere als allein waren führte dazu, dass er seinen neuesten Einfall schnell wieder beiseite schob. Die Ansage, dass er nun einmal auf Kerle stand und Kisaragi ehrliches Interesse in ihm geweckt hatte, wäre zwar durchaus ein Argument gewesen, was ein Mobber in dieser Gesellschaft sicher nicht so leichtfertig nutzen würde, aber wenngleich Daiki mittlerweile versuchte mehr er selbst zu sein, war er immer noch nicht bereits sich einmal mehr in aller Öffentlichkeit in einer Schule zu outen. Kinder konnten unfassbar grausam sein und Homophobie war leider überall vertreten, so bitter die Wahrheit eben auch war. "Okay, wenn du nicht Essen gehen möchtest, dann lassen wir das Abendessen eben ausfallen. Wir könnten in eine Bar gehen... nein, entschuldige du bist zu jung. Wie wäre es mit Kino? Oder in eine Arcade? Ich lade dich auch in einen Freizeitpark ein, wenn du dorthin möchtest.", versuchte Daiki es beinahe schulterzuckend weiter, wenngleich ihm natürlich mehr als bewusst war, dass das 'Nein' des Kleineren nicht dem Essen gehen galt sondern viel mehr dem Date an sich.
      Ehrlich gesagt war Daiki ja durchaus überrascht,dass sein Schwarm ihm noch nicht ins Gesicht geknallt hatte, dass er nicht auf Kerle stand. Wäre das nicht ein schnelles Totschlagargument um weitere Versuche von Daiki komplett unterbinden zu können? Vielleicht war das auch nur die wirre Art von Daiki sich selbst weiterhin Hoffnung zu machen, während Kisaragi ihn wie am ersten Tag zu hassen schien.
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    • ____ Kazuya ___

      Einerseits konnte man es fast schon als beeindruckend bezeichnen, was für eine Ausdauer der Kerl hatte. In der Regel verloren solche Leute ziemlich schnell die Lust an etwas oder jemanden, wenn sie nicht bekamen, was sie wollten. Bei Ayaka hatte er langsam aber sicher das Gefühl, dass ihn diese ständigen Abweisungen nur noch mehr anstachelten. War das ein Fetisch? Gott das wurde ja immer schlimmer! Er wollte doch einfach nur seine Ruhe. Was brachte einem dieser Aufzug, wenn ihm die Leute weiterhin so viel Aufmerksamkeit schenkten? Ganz ehrlich? Es war zum Verzweifeln. Kazuya wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Was hatte dieser Kerl nur davon ihm so auf die Nerven zu gehen? Hätte sie nicht einfach beim Alten bleiben können? Kazuya wusste nicht, was er schlimmer fand die Mobbingattacken oder dieses Pseudointeresse. Klar war nur, dass ihm beides gehörig auf den Zeiger ging. Es war auch offensichtlich, dass ein Nein bei diesem Typen nicht funktionierte und gerade wo er dachte, er könnte sich davon stehlen, machte ihm der Sack einen Strich durch die Rechnung und labberte weiter munter drauf los. "Was funktioniert bei dir im Kopf nur nicht richtig?", hakte Kazuya verzweifelt nach. "Ich weiß ja, das du nicht das hellste Licht bist, aber was verstehst du an einem ´Nein´nicht? Soll ich es dir buchstabieren?" platzte es aus dem Fakebrünetten heraus. Er wollte doch einfach nur seine Ruhe. "Du hast doch eine Freundin, geh ihr auf die Nerven. Was willst du bitte von mir? Ist das neuerdings in Mode das man Nerds daten will? Den Trend hab ich verschlafen."


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    • Daiki
      Obwohl Kisaragi eine sehr dicke Brille trug und seine struppigen Haare ihm weitestgehend ins Gesicht fielen, musste Daiki kaum raten, um zu wissen dass der Kleinere von ihm unfassbar angepisst war und alles andere als einen glücklichen Gesichtsausdruck haben musste. War natürlich nicht ganz unverständlich. Daiki hatte sich in der Vergangenheit wirklich unfassbar daneben benommen und sich zu rehabilitieren würde ohne Frage einige Zeit kosten. Aber es war in Ordnung, wenn er vielleicht sogar nur ganz kleine Schritte nebenher machte. Vielleicht würde Daiki Kisaragi niemals daten, aber womöglich könnte er sich ganz langsam vorarbeiten, um vielleicht eine kleine Freundschaft mit ihm aufzubauen. Das wäre schön genug und würde dem Größeren das Gefühl geben sich langsam in die richtige Richtung zu bewegen. Dafür musste er aber ersteinmal Kisaragi verständlich machen, dass er ernsthafte Intentionen hatte und nicht nur blöde Witze machte. Die Überzeugungsarbeit war allerdings alles andere als einfach und so langsam war es schon dezent frustrierend, dass der Kleinere nicht einmal einen Moment zu erwägen schien, dass Daiki nicht nur Sprüche heraushaute, sondern es tatsächlich auch so meinte. "Bisher sagst du nur 'nein', weil du mir nicht meine ernsten Intentionen abnimmst. Du hast aber noch nicht vorgeschoben, dass du kein Interesse an Kerlen hast, also sehe ich das durchaus als Chance, wenn ich es schaffe dich davon zu überzeugen, dass das kein Versuch ist dich zu ärgern." Amüsiert musterte Daiki Kisaragi und beugte sich noch ein Stück näher zu ihm herunter. "Abgesehen davon habe ich nur platonische Freunde und keine ernsthaften Beziehungen zurzeit. Du musst dir also absolut keine Sorgen machen, dass ich bereits vergeben sein könnte oder jemandem anderen mehr Aufmerksamkeit schenke, als dir."
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    • ___ Kazuya ___

      Man konnte es wahrscheinlich hinter den dicken Fakegläsern nicht erkennen, aber nach der Aussage starrte er den Älteren komplett fassungslos an. Er hätte einfach nur sagen müssen, dass er nicht auf Männer stand und all das Drama wäre erledigt gewesen. Wieso war er da bitte nicht drauf gekommen? Er mochte akademisch zwar der Schulbester sein, aber gerade fühlte er sich so doof wie ein Stück Toastbrot. "Ich sage ´Nein´ weil du mir auf den Zeiger gehst", brummte Kazuya genervt und wahrscheinlich auch einfach nur verzweifelt. Er verfluchte sich gerade einfach nur selbst, naja und natürlich Ayaka. Ayaka ganz besonders! Verfluchtes Arschloch. Als sich der gestylte Schulschwarm näher zu ihm beugte, wich Kazuya automatisch einen Schritt zurück. "Schon mal was von Diskretionsabstand gehört?", fauchte er ihn an und kam sich dabei langsam selbst echt erbärmlich vor. Egal was er sagte, der Kerl ließ einfach nicht locker. "Ich flehe darum, dass du jemand anderem mehr Aufmerksamkeit schenkst als mir. Du wirst mir langsam echt unheimlich", seufzte er und musste sich gerade schwer beherrschen sich nicht aus purer Verzweiflung die Haare vom Kopf zu reißen. Er trug eine Perücke wäre also denkbar unvorteilhaft. Ein wenig ließ Kazuya den Blick umherschweifen, in der Hoffnung irgendetwas zu finden, dass ihm helfen könnte von hier zu verschwinden. Wie lange musste er wohl diese hässliche Decke, die echt mal einen Anstrich vertragen könnte, anstarren bis sie Gnade erwies und Ayaka oder von Kazuya aus auch ihn erschlug, nur damit er hier entkommen konnte? Er könnte auch aus dem Fenster springen. Langsam wanderte sein Blick tatsächlich Richtung Fenster. Eine Überlegung wäre es wert und es war weder zu hoch, noch fehlte ihm Übung. "Kannst du mich jetzt endlich vorbei lassen?", brummte Kazuya genervt und versuchte erneut irgendwie an ihm vorbei zu kommen. Er konnte zwar ziemlich fest zuschlagen und jeder war von seiner Stärke erstaunt, wenn sie sein niedliches Äußeres bemerkten, aber er hatte echt keine Lust mit dem Kerl eine Schlägerei anzufangen. Erstens war Kazuya dafür absolut nicht der Typ, zweitens würde sich das wie eine Niederlage anfühlen, weil er der Provokation nachgegeben hatte. "Es gibt hier so viele Schüler, warum musst du es ausgerechnet mir das Leben schwer machen? Was zur Hölle habe ich dir getan?"


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    • Daiki
      Er merkte, dass Kisaragis Wut stieg und der Kleinere immer angespannter wurde, weshalb Daiki sich nach den genervten Worten seines Schwarms tatsächlich wieder aufrichtete und einige Schritte beiseite ging. Er wollte es sicher nicht riskieren plötzlich eine Faust in seinem Gesicht zu spüren, nur weil er dem anderen zu wenig Freiraum gab und Kisaragi sich daraufhin wie ein Raubtier in Gefangenschaft wehrte. Einmal mehr bewunderte er den Mut des Jüngeren, der sich weder davon abschrecken ließ, dass Daiki älter als er war, noch davon dass er deutlich größer war und recht viele Fans an der Schule hatte. Kisaragi schien einfach er selbst zu sein, ohne sich zu verbiegen oder sich von anderen einschüchtern zu lassen. Ohne Frage waren das Charakterzüge um die der Ältere ihn beneidete und sich wünschte er wäre selbst früher und auch heute so komplett er selbst gewesen, ohne danach zu gehen, was andere von ihm denken könnten oder für wie 'abnormal' die anderen Kinder ihn doch hielten. Dieser Mut und diese Art des Jüngeren zeigten Daiki einmal mehr, wie sehr er auf ihn stand. Er kümmerte sich ganz und gar nicht um das Äußere von Kisaragi, aber dieser starke Charakter war es, der ihn förmlich gefesselt hatte und nun nicht mehr losließ.
      Sein Blick glitt im Schulflur umher, wo mittlerweile eine ganze Menge Schüler angehalten hatten um höchst interessiert die Flirtereien Daikis zu beobachten, kaum hielt er aber Blickkontakt mit ihnen, hatten alle etwas besseres zu tun und fanden die Szenerie plötzlich ganz und gar nicht interessant. Elende Gaffer... die würden eines Tages zu jenen alten Menschen heranwachsen, die stets ihre Nachbarn beobachteten, nur um dann fleißig Gerüchte und Klatsch in der ganzen Nachbarschaft herumzuerzählen. Schön übertrieben und weit von der eigentlichen Wahrheit entfernt. Solche Leute konnte er gar nicht leiden.
      Er drehte sich wieder zu Kisaragi und schob seine Hände in seine Hosentaschen, während er zusah, dass der Kleinere nun endlich den Klassenraum verlassen konnte. "Warum du? Sehr gute Frage! Ich bin froh, dass du mir diese Frage stellst. Tatsächlich habe ich ein Interesse für dich entwickelt, weil du so selbstbewusst bist und dich nicht darum scherst, was andere über dich sagen oder über dich denken. Das finde ich bewundernswert und höchst beeindruckend."
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    • ___ Kazuya ___

      "Also gehst du mir auf die Nerven, weil ich selbstbewusst bin? Hervorragend." seufzte der Kleinere. Wäre er also an diese Schule gekommen, wie er eigentlich ist, hätte Ayaka kein Interesse an ihm gehabt? Immerhin war Kazuya nur selbstbewusst, solang er sich hinter seine Fassade verstecken konnte. Irgendwann hatte sich ein solch aggressiver Abwehrmechanismus um ihn gebildet, der die Leute auf Abstand hielt und bislang hatte das auch super funktioniert. Dieser Freak aber schien genau auf diesen Charakter zu stehen, denn er sich geschaffen hatte, nur damit man ihn in Ruhe ließ. Also entweder war Ayaka Masochist oder er hatte einfach nur einen Knall. Kazuya tippte auf beides. "Dann fang an Persönlichkeitspflege bei dir zu betreiben und lass mich in Ruhe.", antwortete er seinem aktuellen Staatsfeind Nr. 1 und schaffte es endlich an ihm vorbei zu kommen. Kazuya hatte zwar keine Ahnung wohin er überhaupt wollte, aber Hauptsache weit weg von diesem Spinner. Langsam aber sicher, fand er Ayaka richtig unheimlich. Je mehr er ihm Kontra gab, desto mehr schien der Kerl ihm nachzulaufen. Das war doch verrückt! Schnellen Schrittes versuchte also der junge Mann mit der Perücke und den übergroßen Klamotten und Brille das Weite zu suchen. Wie weit er kam blieb abzuwarten, aber solang er von Ayaka weg kam, war ihm alles nur recht. Würde er Daiki davon heute Abend erzählen, würde er seinen Ohren nicht trauen! Sein Mitbewohner hatte aktuell einen massiven Beschützerinstinkt für ihn entwickelt, nicht das er an seine Schule kam und Ayaka damit konfrontierte. Nein, da wollte Kazuya ihn nun wirklich nicht mit hineinziehen, zumal er ja jemand war der sich durchaus wehren konnte. Wie auch immer, Kazuya hoffte einfach inständig, dass dieser Tag schnell vorbei ging, er nach Hause kam und sich zusammen mit seinem wundervollen Mitbewohner auf ihr Sofa, kuscheln konnte. Ja inzwischen hatten sie tatsächlich eines und Kazuya besaß sogar ein eigenes Bett, was aber auch nur daran lag weil Hayato es nicht mehr ertragen konnte und ohne zu Fragen eine Sofalandschaft in ihre Wohnung gestellt hatte, welches sicherlich die komplette Jahresmiete wert war. Jedenfalls konnte er es kaum erwarten nach dem Sport endlich auf das Sofa fallen zu können, leckeren Pudding mit Daiki zu mampfen und mit ganz viel Glück sogar in seinen Armen einschlafen zu dürfen. Ein leises Seufzen verließ seine Lippen. Falls Daiki es allerdings schafft, seinem Schwarm seine Liebe zu gestehen, würde Kazuya dies nie wieder tun dürfen. Bei dem Gedanken bei dem anderen auf Abstand gehen zu müssen, spürte er einen heftigen Stich im Herzen.


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    • Daiki
      Er wurde weiter von Kisaragi angeblafft, während dieser neben ihm das Klassenzimmer verließ und dann einen Weg einschlug. Seine Hände in seinen Hosentaschen vergraben folgte Daiki ihm nebenher und beobachtete den Kleineren, wie dieser förmlich fieberhaft überlegte, wo er wahrscheinlich hin wollte und wo er Daiki am besten abschütteln könnte. Und dann war da noch dieser verletzliche Ausdruck, der sich in einem Moment der Stille in dem Gesicht des Kleineren vermanifestierte und Daiki nur vermuten ließ, dass die Gedankenwelt des anderen für einen Moment ein wenig abgedriftet war und er an etwas anderes gedacht hatte. "Du bist definitiv kein einfacher Fall, aber selbst wenn es dir absolut nicht gefällt... je mehr du dich gegen mich wehrst, mich anblaffst und beleidigst, umso mehr weckst du mein Interesse und ich will dir erst recht näher kommen. Bin ich masochistisch veranlagt? Vielleicht? Wer ist das heutzutage nicht? Ich glaube jeder Mensch hat in gewisser Weise eine masochistische Ader... woher kämen sonst die vielen einseitigen unerwiderten Lieben?", erklärte der Größere weiterhin schulterzuckend und hielt sogar mit dem anderen ganz gut mit, als dieser ein etwas schnelleres Schritttempo einlegte... höchstwahrscheinlich in der Hoffnung Daiki abschütteln zu können, was aber durchaus eine sehr unrealistische Hoffnung war. Er hatte längere Beine und war zudem unfassbar hartnäckig. "Was muss ich denn tun, damit du meine Flirtereien ein wenig ernster nimmst und realisierst, dass ich das nicht nur mache, um jemanden vorzuführen? Ich habe das Gefühl, dass egal was ich auch zu dir sage, du mir nicht einmal richtig zuhörst und du während ich rede bereits fieberhaft überlegst, welche Beleidigungen du mir noch so an den Kopf werfen kannst, um ein wenig Abwechslung herein zu bekommen und mich schön auf so viele verschiedenen Arten und Weisen wie möglich anzublaffen." Wenn darauf jetzt wieder eine Beleidung folgen würde, würde es langsam schwer die gute Laune aufrecht zu erhalten. Irgendwann setzte auch bei Daiki der Frust endgültig ein.
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    • ___ Kazuya ___

      Fassungslos starrte er den Kerl einfach nur an und wünschte sich in diesem Augenblick sogar keine Brille aufzuhaben, nur damit Ayaka diesen Blick bemerkte und realisierte was für einen Müll er da eigentlich von sich gab. "Ich glaube, du hast zu viele Dramen geschaut. Glaubst du wirklich der Mobber welcher plötzlich eine Veränderung durchgemacht hat, nur weil er beim Aufwachen wohl mit dem Kopf auf dem Boden aufgekommen ist, bekommt in der Realität auch immer was er will?" hakte der Blonde bzw. im Augenblick Brünette mit einem merklich genervten Tonfall nach. Warum redet er eigentlich noch mit ihm? Er sollte ihn ignorieren! Genau, einfach nicht mehr antworten. Sicherlich würde dem Typen langweilig werden und er rauschte von alleine ab! Genial! Naja weniger genial als peinlich, aber im Augenblick war er verzweifelt. Schnellen Schrittes versuchte er also Ayaka erst einmal so abzuschütteln und würde er es darauf anlegen, würde er das auch trotz der Körpergröße von Ayaka hinkriegen. Allerdings konnte er es sich hier nicht erlauben zu zeigen, wie sportlich er eigentlich war. Bei der nächsten Aussage drehte sich Kazuya fast amüsiert zu ihm. "Du hast es erfasst. Ich überlege fieberhaft wie ich dir demonstrieren kann wie sehr du mir auf den Zeiger gehst, aber egal was ich tue du lässt mich einfach nicht in Frieden. Einigen wir uns darauf, dass ich einfach gar nicht mehr mit dir spreche." daraufhin drehte sich der Jüngere um und lief weiter. Irgendwann würde Ayaka schon langweilig werden, wenn er kein Kontra und keine Antwort mehr bekam. Kazuya musste nur geduldig sein. Gott, er hatte das Gefühl er erzieht gerade einen Hund oder so. Wie viel hatte er jetzt inzwischen eigentlich von seiner Pause geopfert? Er wollte es lieber nicht so genau wissen. Ob er Daiki eine Nachricht schreiben sollte, dass er ihn retten kommt? Der Gedanke brachte ihn fast schon zum Lächeln. Er hätte gelächelt, würde ihm da nicht jemand weiterhin nachlaufen. Das war dann jetzt wohl ein Kampf der Willensstärke was?


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    • Daiki
      Innerlich frustriert atmete der Größere langsam aus und versuchte weiterhin Kisaragis Tempo zu halten, während er sich den Kopf zerbrach, wie er den anderen doch noch von sich überzeugen könnte. Hayato hatte ihm in den vergangenen Gesprächen unfassbar viel Mut gemacht und ihm positiv zugesprochen und nun fragte sich Daiki ehrlich, ob sein Cousin immernoch so reden würde, wäre er hier direkt dabei und würde dieses Szenario beobachten. Wahrscheinlich würde dann auch der Blauhaarige einsehen, dass Kisaragi deutlich schwieriger zu knacken war, als man vielleicht im ersten Moment denken mochte. Und noch frustrierender war es natürlich, dass Daiki immer mehr Interesse an dem Kleineren bekam, je mehr er sich sträubte und darauf beharrte, dass Daiki ihn nur ärgern wollte. Das Herz traf wirklich keine logischen Entscheidungen. "Streng genommen habe ich nie wirklich jemanden aktiv gemobbt. Ich bin niemals handgreiflich geworden und habe sogar teilweise versucht Situationen zu deeskalieren und die Jungs ein wenig in Schach zu halten...", murmelte der Größere fast schon schmollend ein wenig leiser, um sich ein wenig rechtfertigen zu können, wenngleich er wohl gerade versuchte sich mehr vor sich selbst zu rechtfertigen, als tatsächlich vor Kisaragi. Er wusste, dass er ein ziemliches Arschloch zuweilen gewesen war, seit er an diese Schule kam, aber er hatte zumindest bisher ganz gut verhindern können, dass anderen Kinder körperlich belästigt wurden. Obwohl er natürlich leider nicht ausschließen konnte, dass seine 'Opfer' mentale Schäden erleiden mussten.
      Er biss sich leicht auf die Unterlippe und blickte langsam wieder auf, wobei er erst jetzt realisierte, dass ergedankenverloren stehen geblieben war und Kisaragi gut an Distanz gewonnen hatte. Zügig setzte der Größere sich in Bewegung und als Kisaragi seine Tirade fortsetzte und ankündigte nicht mehr mit ihm zu reden und seine Ruhe haben zu wollen, atmete Daiki diesmal wirklich genervt aus und packte den Kleineren kurzerhand am Handgelenk. Ein kurzer Blick nach rechts verriet ihm, dass das angrenzende Klassenzimmer komplett leer war und so zog er den Jüngeren mit sich in den Raum, ehe er ihn zwischen sich und der Wand festnagelte.
      Sobald er sicher war, dass die Tür zu war und niemand mit ihnen im Raum war, trat er noch einen Schritt näher und blickte den anderen direkt an. "Ich steh unfassbar auf dich und ich kann es nicht mal rational erklären... Ich würde dir einfach nur gerne ein wenig näher kommen..."
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    • ___ Kazuya ___

      "Ich besitze ein extrem gutes Gedächtnis. Soll ich dir jede Beleidigung aufzählen, die du mir in all der Zeit an den Kopf geworfen hast? Tut mir Leid, dass ich keine Powerpoint vorbereitet habe, aber ich hoffe du hast genug Zeit mitgebracht, die Liste ist lang.", antwortete ihm Kazuya kühl. Er wollte doch nicht mehr mit ihm reden verdammt! Aber verflucht bei der Aussage musste er einfach etwas erwidern! Der Typ erdreistete es sich tatsächlich sich als gute Seele der Mobber hinzustellen. Kazuya hatte das dringende Bedürfnis ihn zu verprügeln! Ob er Hayato bitten konnte den Typen zu verklagen? Gott, wo kamen denn diese Gedankengänge her? So nah standen er und Daiki sich gar nicht, dass er das bei seinem geliebten Cousin tun dürfte. Leider standen sie sich nicht nah genug...
      Ein erneuter Stich in seinem Herz und die traurige Erkenntnis, dass der Mann dem er sein Herz geschenkt hatte kein Interesse an ihm hatte und ihm stattdessen sein ehemaliger Mobber, der sich für eine andere Strategie entschieden hatte um ihm das Leben schwer zu machen, der ihm nachrannte. Das Karma hatte schon echt einen unfassbar miesen Sinn für Humor. Kazuya hatte geglaubt endlich ein wenig Abstand gewonnen zu haben, hatte aber nicht mit dem unberechenbaren Charakter von Ayaka rechen können - naheliegend. Der Brünette hatte ihn kurzer Hand am Handgelenk geschnappt und so kräftig hinter sich hergezogen, dass Kazuya so überrumpelt war, dass er erst wirklich realisierte was da genau passiert war, als ihn der Ältere an der Wand in einem leeren Klassenraum fixierte. War es jetzt soweit und Ayaka war der Geduldsfaden gerissen? Konnten sie sich nicht einfach prügeln und dann wäre dieses lächerliche Thema von der Welt? Doch die Worte die daraufhin folgten, ließen Kazuya geschockt zurückweichen. "Ich will dir aber nicht näher kommen! Lass mich in Ruhe oder du hast eine Anzeige wegen sexueller Belästigung am Hals!" Jetzt reichte es ihm endgültig. "Was glaubst du eigentlich wer du bist!"


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    • Daiki
      Scheiße, Kisaragi hatte voll und ganz Recht. Daiki versuchte sich selbst vorzumachen, dass er ein viel besserer Mensch als der Rest seiner 'Clique' war, in der Realität stimmte das aber wirklich nicht so ganz und natürlich war es Kisaragis gutes Recht ihm das vorzuhalten. Daiki seufzte leise, entschied sich kurzerhand den Kleineren mit sich in einen leeren Klassenraum zu ziehen und ihn zwischen sich und der Wand festzunageln, damit er wenigstens dem Jüngeren nicht länger hinterherrennen musste und er einen weiteren Versuch starten konnte, ihm zu zeigen, dass er ihn mochte, aber zu niemandes Verwunderung widerstrebte Kisaragi auch hier erneut und blaffte den Größeren förmlich an, dass dies unter sexueller Belästigung zählte und er ihn gefälligst in Ruhe lassen sollte. Es war heftig dem Kerl in den er verliebt war direkt ins Gesicht zu sehen und nichts als Hass darin erkennen zu können. Ein schmerzhaftes Gefühl machte sich in Daikis Brust breit und gerade jetzt wünschte er sich fast schon an seine alte Schule zurück. Die Leute die ihn dort gemobbt und aufgezogen hatten kannten ihn wenigstens zu wenig um ihn mit solch einem hasserfüllten Blick ansehen zu können, wie Kisaragi es eben in diesem Moment gerade tat. Der Größere schluckte schwer. Für einen Moment schloss er fest seine Augen und atmete mehrmals tief durch, ehe er sich vorbeugte und kurz vor der Wange des Kleineren inne hielt. Verzweiflung machte sich in ihm breit und für einen Moment war er der Meinung gewesen, Kisaragi würde sehen, was er fühlte, wenn er ihm einen kleinen Kuss gab. Unschuldig, auf die Wange. Aber nicht einmal dazu konnte er sich wirklich überwinden. Es wäre falsch und definitiv nicht fair dem anderen das anzutun, weshalb Daiki für sich gerade entschied über seinen Herzschmerz hinweg sich zurückzuziehen und den anderen endlich gehen zu lassen. Doch noch bevor der Größere dazu kaum dem anderen Freiraum zu geben, spürte er einen donnernden Schmerz im Gesicht und riss beinahe entsetzt die Augen auf. Kisaragi war es nun wohl endgültig zu bunt geworden.
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    • ___ Kazuya ___

      Eigentlich hatte Kazuya die stille Hoffnung das seine Ansage irgendwie fruchten würde, aber die Tatsache das sich ihm der Brünette plötzlich immer weiter näherte, ließ alle Alarmglocken in ihm läuten. Panisch versuchte er irgendeine Möglichkeit zu finden, wie er dem Kerl klarmachen konnte, dass das was er da vor hatte eine verdammt blöde Idee war. Allerdings setzte sein logischer Verstand vollkommen aus. Alles was Kazuya vernahm war eine Nähe, die er kaum ertragen konnte. Unabhängig davon , dass es sich hier um Ayaka handelte denn er ohnehin hasste wie die Pest. Es war Nähe mit der er nicht umgehen konnte. Auch wenn er an Daiki hing wie eine Klette, war er nach wie vor unglaublich menschenscheu und das der Typ gerade mehr als nur eine Komfortzone überschritt, ließ ihn fast wie ein panisches Reh zurückschrecken. Alles in ihm schaltete auf Abwehrmechanismus und um sich selbst zu verteidigen hatte er dann schlussendlich ausgeholt und Ayaka so einen Schlag verpasst, dass seinen Ahnen wahrscheinlich noch der Schädel brummt. Moment war das nicht ein Zitat aus Disney? Ach, scheiß egal Hauptsache er kam hier weg! Schnell nutzte er die Gunst der Stunde und rannte in einer Höchstgeschwindigkeit an dem Älteren vorbei, die er sonst nur beim Sport an den Tag legte, was auch die verwirrten Blicke der Schüler im Gang erklärte. Aber Kazuya war all das gerade so etwas von egal, selbst das er den Nachmittagsunterricht schwänzen würde. Er musste hier weg. Er musste nach Hause in seine geschützten vier Wände. Es war Kazuya gerade auch ziemlich unwichtig, dass er in dem Aufzug nach Hause rannte. Wenn Daiki aus ihm nicht definierbaren Gründen schon zu Hause sein sollte, würde er es sicher verstehen, wenn Kazuya es ihm erklärte. Daiki verstand ihn immer. Gott Ayaka hätte ihn fast geküsst...wieso fühlte sich das gerade wie ein Betrug an seiner Liebe zu Daiki an? Mit schnellen Schritten sprang er die Schultreppen komplett hinunter, irritierte damit mehr als nur den ein oder anderen Schüler und rannte über sämtliche Abkürzungen, die er kannte nach Hause. Daiki hätte ihn für die Route wahrscheinlich gemaßregelt, aber das war ein Notfall. Er wollte Daiki sehen ...


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    • Daiki
      Er taumelte zurück, während der Schmerz in seinem Gesicht immernoch sehr präsent war und musste sich schnell an einem der Tische hinter sich abstützen, um nicht auch noch zu Boden zu stürzen. Abgesehen davon, dass er ja gar nicht beabsichtigt hatte den anderen zu küssen, allerdings konnte Daiki es dem Jüngeren ja wohl kaum übel nehmen, dass er sich gewehrt hatte, in der Annahme, dass Daiki ihn küssen würde. Am meisten überraschte Daiki aber wohl, wie stark der eigentlich eher unscheinbare Kerl war und dass er ihn wirklich unterschätzt hatte. Stöhnend richtete sich der Größere auf, nur um wenig überrascht festzustellen, dass Kisaragi geflüchtet war und von nun an wohl noch viel mehr auf Abstand gehen würde. Damit hatte es sich wohl endgültig mit seinem Wunsch erledigt, den anderen näher kennenzulernen. Das würde in diesem Leben wohl definitiv nichts mehr werden und das Bedürfnis breitete sich in ihm aus, sich jetzt daheim einzukuscheln und große Mengen an Eis zu verschlingen. Aber er hatte noch Unterricht und würde wohl sicherheitshalber einen kleinen Abstecher in der Krankenstation machen, um vielleicht wenigstens ein wenig Eis für sein Gesicht zu bekommen.
      ~
      "Ich bin wirklich nur blöd gegen eine Tür gerannt. Ist mir ja selbst peinlich, dass das passiert ist.", grummelte Daiki zum gefühlt zehnten Mal der Krankenschwester entgegen, die sich besorgt erkundigt hatte, wer ihn denn so zugerichtet hatte. Sie schien noch immer nicht wirklich überzeugt, willgte aber ein ihn zumindest gehen zu lassen, nachdem sie seine aufgeplatzte Lippe mit einer Salbe verarztet hatte und ihm einen Kühlbeutel gegeben hatte, um seine leicht geschwollene Wange zu kühlen, in der Hoffnung es würde keinen allzu großen blauen Fleck hinterlassen. Daiki wusste, hätte er ihr von den Geschehnissen erzählt, hätte sie diese Informationen an den Direktor weitergeleitet und das konnte er nun ganz und gar nicht gebrauchen. Zumal er Kisaragi ja auch ungern Probleme bereiten wollte. Er hatte sich schließlich zu recht gewehrt.
      Irgendwie bewältigte Daiki tatsächlich den restlichen Schultag und überhörte blöde Bemerkungen und skeptische Blicke bezüglich der Verletzung. Nach dem Unterricht verschwand er dann in die Umkleiden der Sportanlage und gönnte sich eine ausgiebige Dusche, glücklich, dass zu dieser Zeit offenbar kein Verein die Umkleiden nutzte. Mit nun mehr blondem Haar und leicht herausgewachsenem Ansatz und nur noch das Hemd und die Hose der Schuluniform tragend schlich er sich mehr oder weniger wieder hinaus und machte sich dann schweren Herzens auf den Heimweg. Er überlegte kurz noch einkaufen zu gehen, verwarf den Gedanken aber schnell wieder, da ihm die Blicke Fremder bereits jetzt auf die Nerven gingen. Gefrustet wühlte er ein wenig in seiner Schultasche herum und förderte einen Kapuzenpulli zu Tage, den er immer einstecken hatte, für den Fall dass ihm kalt würde. Diesen zog er sich schließlich über und setzte die Kapuze auf, sodass sie ihm recht tief ins Gesicht hing und man seine Verletzungen erstmal nicht sah.
      Auf diese Weise schleppte er sich also den gesamten Heimweg zurück und als er endlich die Tür der Wohnung öffnete, konnte er nicht anders als erleichtert zu rufen: "Ich bin wieder zu Hause!... Gott, war das ein beschissener Tag!"
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya hatte ja schon viele beschissene Tage in seinem Leben gehabt, aber dieser hier reihte sich eindeutig in die Top 10 ein. Normalerweise freut man sich über ein Liebesgeständnis, aber nicht wenn dieses von seinem ehemaligen Mobber stammte, der einem verdammt viele Tage die Hölle auf Erden bereitet hatte. Das fühlte sich an wie ein schlechter Witz und ein trauriger Versuch irgendeines J-Dramas. Kazuya war den kompletten Weg nach Hause gerannt, über alle möglichen Mauer gesprungen und hatte verrückte Parkour-Strecken gewählt, um den Kopf wieder etwas frei zu bekommen. Es half nur mäßig und das sollte schon etwas heißen, bislang hatte ihn Sport immer aufmuntern können. Jetzt gerade hatte er einfach nur noch das Bedürfnis sich in sein neues Bett zu werfen, den Tag zu vergessen und am Abend seinem geliebten Mitbewohner sein Leid zu klagen. Schon amüsant, dass egal wie sehr er Menschen auch hasst, sich so sehr nach Daiki sehnte. Hätte Daiki versucht ihn zu küssen, hätte er mit Freuden seine Arme um ihn geschlungen. Bei dem Gedanken lief Kazuya erst einmal knallrot an und wäre fast eine Treppe hinunter gestolpert. Es wurde wirklich Zeit das der Blonde nach Hause kam und den Tag hinter sich ließ. Seine Gedanken nahmen Dimensionen an, die echt nicht gut für ihn waren. Auch das er den Unterricht geschwänzt hatte wegen diesem Vorfall wurmte ihn. Nicht das Kazuya sich das nicht leisten könnte, aber das er es wegen diesem verfluchten Ayaka getan hatte ging ihm auf den Zeiger. Seufzend nahm Kazuya die Treppenstufen in ihrem Haus auf zweimal und schloss die Tür auf. Daiki war glücklicherweise noch nicht da. Ihm diesen Aufzug erklären zu müssen, hätte er im Nachhinein doch nicht verkraftet. Völlig erledigt hatte er sich ins Badezimmer geschleppt, war duschen gegangen und hatte sich in einen riesigen blauen Pullover gekuschelt, der einmal Hajime gehört hatte und kuschelte sich mit nassen Haaren aufs Sofa. Was für ein beschissener Tag.
      Kazuya schloss die Augen, nickte tatsächlich auch kurz ein, ehe er irgendwann die Stimme von Daiki vernahm und verschlafen mit einem Kissen im Arm aufblickte. "Mh? Daiki...was ist..." perplex riss er die Augen auf. "Daiki was ist mit deinem Gesicht passiert?", schnell war er aufgesprungen, den Schlaf und seine Probleme vollkommen vergessen und eilte zu seinem Schwarm um sein Gesicht zu inspizieren. "Ich hole dir etwas zum Kühlen."


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    • Daiki
      Es war ehrlich schön nach diesem Tag endlich heim zu kommen und selbst wenn Daiki sich gut Mühe gegeben hatte, seine Verletzungen vor Kazuya zu verstecken, aber es dauerte nicht einmal Sekunden, da musterte der Kleinere ihn besorgt und schlug vor, ihm etwas zum Kühlen zu holen, woraufhin Daiki nur den Kopf schüttelte und seine Hand auf die Schulter seines Mitbewohners legte. "Schon gut. Die Schulschwester hat mich bereits versorgt und es geht mir schon deutlich besser.", entgegnete er lächelnd, zuckte aber leicht über den Schmerz zusammen, der von seiner Wange ausging. "Können wir uns einfach nur auf dem Sofa zusammenkuscheln?",murmelte der Größere fast schon schmollend und legte seine Schultasche neben der Eingangstür ab, ehe er die Kapuze von seinem Kopf schob und sich langsam aber sicher auf ihre Sofalandschaft zubewegte und sich schließlich auf die Polster fallen ließ. Er streckte seine Arme nach Kazuya aus und begann dann seufzend von den Geschehnissen zu erzählen. "Mir ist heute einmal mehr bewusst geworden, was für ein absolutes Arschloch ich geworden bin nur aus Angst an meiner neuen Schule das erneut zu erleben, was ich an meiner alten durchgemacht habe. Wie bin ich vom Mobbingopfer nur zum Mobber geworden... was zur Hölle läuft eigentlich falsch bei mir?", jammerte er förmlich seinem jüngeren Mitbewohner vor, während er sich fast schon aufgebracht durch die Haare fuhr. "Das was du hier in meinem Gesicht siehst ist absolut gerechtfertigt, so ätzend es auch ist... Ich bin dem Kerl, in den ich mich verliebt habe heute viel zu nah gekommen, habe sogar für einen Moment ihn erwogen zu küssen, nur um ihm zu verdeutlichen, wie schnell mein Herz bei ihm schlägt... nein, du brauchst mich nicht ermahnen. Ich hab mich bewusst dagegen entschieden. Ich weiß, dass ich ein absolutes Arschloch bin, aber ich küsse sicher niemanden ohne deren Erlaubnis... so oder so... der Kleine hat mir eine reingehauen und ist dann verschwunden. Und jetzt wünsche ich mir einfach nur sehnsüchtig an meine alte Schule zurückkehren zu können, um wenigstens nie wieder in seine Augen sehen zu müssen... wie er mich voller Hass angesehen hat, als wäre ich das widerlichste und schrecklichste Geschöpf auf dem ganzen Planeten... ich glaube ich weiß jetzt, was Leute meinen, wenn sie sagen ihr Herz zerspringt in tausend Teile..."
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    • ___ Kazuya ___

      Besorgt musterte der Kleinere seinen Mitbewohner und wollte irgendetwas tun, um ihm zu helfen, aber offenbar war der Blonde wohl schon bei der Schulkrankenschwester gewesen. Was um alles in der Welt war nur passiert? Sein Gesicht sah richtig übel aus und mit wem auch immer sich Daiki geprügelt hatte, sah das nach einer Niederlage aus oder aber den anderen hatte es noch schlimmer erwischt. Das war doch überhaupt nicht die Art seines sensiblen und sanften Daikis! Na wenn er den Typen erwischt! Wer konnte es wagen SEINEN Daiki zu verletzten! Nun gedanklich konnte er ja davon träumen, dass ihm der Ältere gehört....ja lediglich träumen.
      Als Daiki darum bat, sich einfach nur auf dem Sofa zusammen zu kuscheln, nickte Kazuya direkt und verkrümmelte sich mit dem Größeren auf ihre neue Sofalandschaft. Kazuya würde Hayato dafür auf ewig dankbar sein. Als Daiki die Arme nach ihm ausstreckte, färbten sich die Wangen von Kazuya leicht rot und er hoffte inständig das Daiki dies nicht bemerkte, was wahrscheinlich war, schließlich hatte er durchaus gerade andere Sorge. Kazuya wollte nicht das Daiki litt, aber das er sich an ihn kuscheln durfte, war für ihn auch wenn er es versuchte zu unterdrücken ein Grund zur Freude. Wie schrecklich egoistisch er doch war. Schnell schmiegte er sich an ihn und strich dem Älteren liebevoll durch das Haar, um ihm etwas Trost zu spenden. Als Daiki aber immer mehr und mehr erzählte, hörte er irgendwann auf damit und stutzte. Nein, das war nur Zufall. Garantiert ein sehr merkwürdiger Zufall! Daiki könnte doch niemals Ayaka sein, warum auch? Aber diese Geschichte....
      "Daiki das ist jetzt sicherlich eine ganz dumme Frage, aber wie heißt der Junge?"


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    • Daiki
      Kaum hatte Kazuya sich an ihn gekuschelt, schmiegte Daiki sich ein wenig mehr an den Kleineren und atmete ein wenig erleichterter aus. Er wusste nicht wirklich wann es bei ihnen zur Normalität geworden war, dass sie beide regelmäßig zusammen kuschelten, ganz besonders wenn einer von beiden einen schlechten Tag hatte, aber es war durchaus etwas schönes und in gewissermaßen unschuldiges.Sie hatten zwar nie wirklich darüber geredet, aber Kazuya hatte nie den Eindruck gemacht, dass es ihm irgendwie unangenehm war. Ganz im Gegenteil. Nachdem sie sich also zusammengekuschelt hatten, begann Daiki seinem Mitbewohner ein wenig die Ohren vollzuheulen und zugegeben trieften seine Worte nur vor Selbstmitleid. Aber Selbstmitleid hatte auch seine positiven Seiten, oder nicht? Zumindestens schmerzte sein Herz weniger, wenn er sich nur einredete, dass er bemitleidenswert wäre. Andererseits war es ihm auch unfassbar unangenehm mit Kazuya zu teilen, was für ein Arschloch er in der Schule war. Er war der Meinung, dass der Jüngere bisher verdammt gut von ihm dachte und umso schrecklicher wäre es, würde diese Sicht auf Daiki sich plötzlich rapide ändern und er würde den Größeren mit einer gewissen Abscheu betrachten.
      Soweit lauschte Kazuya ihm recht aufmerksam und sprach nicht einmal herein. Erst als Daiki seine Erzählungen beendete, stellte Kazuya eine Frage, mit der Daiki so absolut nicht gerechnet hatte. Er erzählte seinem Mitbewohner gerade so viel über seine schlechten Taten und die einzige Frage, die der Jünger stellte war, wie sein Schwarm hieß. Daiki schenkte dem anderen einen eher verwirrten Blick, während ihm natürlich nicht entging, dass Kazuya deutlich blasser im Gesicht geworden war. Was zur Hölle war denn jetzt los? Ging es dem anderen etwa nicht gut?
      "Ehm okay... nicht unbedingt die Frage mit der ich als erstes gerechnet habe, aber in Ordnung. Seinen Vornamen kenne ich nicht, da er eine Klassenstufe unter mir ist und wir uns streng genommen nie offiziell vorgestellt haben, aber sein Name lautet Kisaragi. Wieso?"
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    • ___ Kazuya ___

      Natürlich sollte er nach allem, was ihm Daiki erzählte sich eher nach ihm erkundigen und dafür sorgen, dass sich der Hellhaarige nicht so fertig machte. Schließlich konnte sich Kazuya beim besten Willen nicht vorstellen, dass sein Daiki ein schlechter Mensch war, geschweige den ein Mobber. Daiki war in seinen Augen immer der sanfteste und liebenswürdigste Mensch auf dem gesamten Planeten gewesen und wenn dann ein Misanthrop sagte, konnte sich sein Mitbewohner wirklich etwas darauf einbilden. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass ihm ein paar echt abstruse und unrealistische Gedanken im Kopf herumkreisten. Mal ehrlich so einen Zufall konnte es nicht geben und nicht einmal das Karma von Kazuya konnte ihn so sehr hassen. Und doch musste er diese Frage einfach stellen. Allein um sich selbst zu beruhigen, danach konnte er immer noch die Arme um den Älteren schlingen und ihm predigen wie wundervoll er doch war. Allerdings würde es so weit nicht kommen, denn die Antwort die er erhielt, war schlimmer als jeder Schlag ins Gesicht den er hätte bekommen können. Selbst Klitschko würde dagegen alt aussehen. Konnte Karma, Schicksal oder eben das Leben wirklich so gemein sein? Was zur Hölle hatte Kazuya bitte verbrochen das er kaum hatte er die Hochzeit verarbeitet, dass auch noch durchstehen musste. Scheiße war ihm schlecht. Er wusste nicht, ob er nun lachen oder weinen sollte. Alles was Kazuya konnte war sich von Daiki zu lösen und ihn mit kreidebleichem Gesicht anzustarren. "Mein Name ist Kazuya Kisaragi........Ayaka...." Wie in Trance erhob sich Kazuya vom Sofa. "Ich muss hier weg..." Fast panisch raufte er sich das Haar. "Ich fasse es nicht. Das ist doch ein schlechter Witz..."


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    • Daiki
      Wie hatte es Daiki geschafft an ein und demselben Tag nur so viel zu ruinieren. Die Erkenntnis die ihm Kazuya eröffnete, als er sich leichenblass von dem Größeren löste und schnell auf Abstand ging, war mit Abstand das schlimmste, was ihm heute ... oder überhaupt hätte geschehen können. Erschüttert starrte Daiki den Kleineren an, versuchte noch immer das Gesagte wirklich zu verarbeiten, aber es fiel ihm so unfassbar schwer überhaupt Ähnlichkeiten zwischen Kisaragi und Kazuya zu erkennen. Dass Daiki Kazuya so in der Schule nicht erkannt hatte, war mehr als verständlich, schließlich hatte der Kleinere eine andere Haarfarbe, eine andere Frisur, trug unfassbar dicke Brillengläser und war charakterlich das komplette Gegenteil von Kazuya daheim. Wie konnte dies ein und dieselbe Person sein... und auf der anderen Seite: Warum hatte Kazuya ihn nicht erkannt? Abgesehen davon, dass Daiki in der Schule braune Haare hatte, war an seinem Gesicht doch nach wie vor offensichtlich er zu erkennen... aber das war gerade nicht der Moment, um Kazuya zu fragen, warum er ihn nicht erkannt hatte. Das war ganz und gar nicht der Moment dafür. Mit Horror realisierte er langsam, was er Kazuya über all die Zeit angetan hatte, obwohl er sich daheim und gegenüber Kazuyas Brüder doch noch so als Beschützer aufgespielt hatte. Einmal mehr war Daiki von sich selbst angewidert, wusste aber auch nicht was er jetzt überhaupt sagen konnte. Es gab wahrscheinlich nichts, was der Ältere sagen könnte, um diese Situation gerade irgendwie zu retten und so sehr er den Kleineren gerade in eine Umarmung ziehen und sich entschudligen wollte, hatte er eine Todesangst nun auch diesen Hass und Angst in Kazuyas Augen direkt sehen zu können. Der Mensch, der ihm so nah gekommen war und dessen Gesellschaft er jede Minute genoss. Der Mensch, in den er sich wohl auf dümmste Art und Weise verliebt hatte und nun für seine widerlichen Taten zahlen musste. Ohne Frage... Daiki war nun auch kotzübel und er haderte zwischen der Verzweiflung sich irgendwie erklären zu können... und dem Wunsch einfach nur eilig die Wohnung zu verlassen.
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