❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ____ Kazuya ____
      Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang unfassbar ruhig und die Tonlage war selbst für Kazuya, der den Menschen nicht einmal kannte fast wie Balsam. Wie konnte jemand eine so angenehme Stimmfarbe haben? Der Blonde saß ein wenig überfordert auf seinem Sofa, sich nicht ganz sicher was er nun tun sollte. Ob er einfach aufstehen konnte? Er fühlte sich gerade wie ein kleiner Hundewelpe, der vollkommen verzweifelt versuchte, sich auf den Beinen zu halten. Zumindest ansatzweise so bedröppelt musste er auch gerade aus der Wäsche schauen. Kazuya beobachtete Daiki ein wenig und beim Betrachten dieses zarten Gesichtsausdrucks färbten sich seine Wangen leicht rosa. Wer um alles in der Welt entlockte seinem Mitbewohner einen solchen Gesichtsausdruck? Daiki sprach von Liebe....aber war der Kerl in den Daiki verliebt war nicht jünger? Die Stimme klang so reif, aber das musste ja nichts heißen. "Anstrengend? Also jetzt brichst du mir das Herz Honey." ertönte die Stimme wieder. Honey? Die Tonlage bei der Nennung dieses Kosenamens war so verführerisch, dass Kazuya sich ziemlich klein fühlte. Er hatte jetzt schon Minderwertigkeitskomplexe wegen einer Stimme? Mit ihm ging es eindeutig bergab. "Außerdem ist es nicht verkehrt, wenn ich nur das Beste für dich will. Und was den Background-Check angeht, denn hab ich schon erledigt. Deine Nachbarin backt vorzüglichen Apfelkuchen, denn solltest du kosten." Perplex blinzelte Kazuya bei den Worten. Er würde Daiki wirklich fragen müssen, wer der Kerl am Telefon war und mit welchen zwielichtigen Gestalten sein Mitbewohner da verkehrte. Ein Mafiaboss? Kazuya war eindeutig auf Videospiel-Entzug. "Ich mache nie etwas von dir schlecht Daiki. Außer das eine Mal als du einen grünen Vokuhila ausprobieren wolltest, aber das war wirklich nur zu deinem Besten." Er hörte ein Lachen. Verflucht selbst das Lachen klang unfassbar attraktiv. Kazuya hatte das Bedürfnis seinen Kopf unter dem Kissen zu verstecken. Bei er letzten Frage aber blinzelte er verwirrt. Moment, jemanden gefunden? Also war das doch niemand den Daiki.....
      Kazuya atmete erleichtert aus, fühlte sich aber direkt ertappt, dass ihm das wirklich passiert war und lief knallrot an. Oh Gott....
      "Ich bin tatsächlich verliebt. Ich schicke dir ein Bild meiner wundervollen Prinzessin. Sie ist die schönste Frau des ganzen Universums." verkündete die Stimme stolz.

      ____ Haru ____

      Natürlich hatte sich dieses verfluchte Arschloch über ihn lustig machen müssen, was auch sonst. Haruka hätte an seiner Stelle nichts anderes getan, aber da er nun Mal nicht an seiner Stelle war kotzte es ihn unglaublich an. Er konnte sich zwar gerade wirklich nur schwer vom Fleck rühren, aber als er den Turnschuh von Naoya neben sich entdeckte, hatte er wenigstens noch genug Kraft ihm diesen direkt an den Schädel zu werfen. Er hatte getroffen! Zwar linderte das nicht seine Schmerzen, aber es verschaffte ihm eine unfassbare Genugtuung. "Dein Schuh Arschloch, vergiss denn nicht." Das tat gut! War hier noch der zweite? Während der Venom nur irgendetwas von Ruf zu verlieren quatschte, rollte Haruka nur mit den Augen. "Jaja Ruf zu verlieren. Du hast meinen Vize abgeknutscht du notgeiler Wixxer. Du hast alles und jeden abgeknutscht, ich denke von Ruf kann hier kaum noch die Rede sein." Einen Vorteil musste es ja haben, dass er sich noch an alles erinnerte. Verflucht nochmal er musste sich hier irgendwie weg bewegen. Er konnte wohl schlecht den kompletten Tag nackt auf dem Fußboden verbringen. Wenigstens hatte er ein Kissen über seine Körpermitte gedrückt, auch wenn ihm das nachdem sie alles voneinander gesehen hatten, ein wenig lächerlich vorkam. Bei den Worten, ob er Hilfe bräuchte, kniff Haru die Augen zusammen. "Lieber werfe ich mich aus dem Fenster, als mir von dir helfen zu lassen. Ich krieg das schon hin", fauchte er und erinnerte im Augenblick wirklich ein wenig an eine garstige Katze. Zumindest hatte ihn Ryota einmal als solche betitelt. Dafür musste er eine Woche die Toiletten der Velvets putzen. Vorsichtig versuchte sich Haruka zu bewegen, kniff aber die Augen zusammen. Verflucht, er hatte wirklich schon deutlich mehr mitgemacht, eine Schlägerei, sogar einen Messerangriff abbekommen. Wieso übertraf das hier alles je da gewesene? Er fühlte sich echt verarscht. Okay, er bekam das hin. Unter unfassbaren Schmerzen hatte er sich aufgerichtet und mit Schritten die mehr an einen Fußballer erinnerten, der den Ball zwischen die Beine bekommen hatte, hatte er seine Klamotten zusammen gesucht. Scheiß egal wie es aussah, er bekam es hin. "Einer deiner Jungs hat uns sein Hotel überlassen.", beantwortete Haruka nebenher die Frage. Gott, warum redete er überhaupt mit dem Kerl?


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    • Daiki
      Amüsiert verdrehte er die Augen und seufzte laut genug, damit es Hayato auch nicht überhören könnte. "Du bist wirklich anstrengend, mein Lieber. Und ich fasse es nicht, dass du meine Nachbarn wirklich ausspioniert hast! Hast du dafür nicht eigentlich viel zu wenig Zeit? Ich dachte du bist ein wichtiger Geschäftsmann, dessen ganzes Leben im Büro abspielt."
      Daiki und Hayato hatten schon ein sehr enges Verhältnis und selbst wenn Daikis Mutter sich entschieden hatte ihre Familie, den Reichtum und die Firma hinter sich zu lassen, um ihren eigenen Weg zu gehen und ihre eigene Familie unabhängig davon zu gründen, hatte sie Daiki und ihrem Mann gegenüber nie ein Geheimnis daraus gemacht, woher sie stammte und so war der Blauhaarige bereits von kleinauf oft mit seinem Cousin und seinem Onkel und seiner Tante zu sammen gewesen. Sein Opa wiederum schien nichts von ihm wissen zu wollen, da er ja nicht interessant im Bezug auf das Erbe war. Das war Daiki auch egal. Nur Hayato wollte er niemals missen. Selbst wenn die beiden keine Geschwister hatten, waren sie wie Brüder füreinander.
      "Wieso glaube ich, dass du nicht über einen Menschen redest? Ich glaube ich kenne dich zu gut, um zu wissen, dass die niemals so von einer Frau schwärmen würdest. Oder hat es dich denn wirklich so schlimm erwischt, dass du nicht einmal mehr du selbst bist?"
      Erneut fiel Daikis Blick auf Kazuya neben sich auf dem aufgeklappten Sofa und entschuldigend legte der Blauhaarige kurz seine Hand über das Mikrofon seines Smartphones. "Tut mir leid... soll ich lieber rausgehen zum Telefonieren? Dann kannst du weiterschlafen!", schlug er also im Flüsterton vor, um Kazuya nicht weiter zu stören. Schließlich wusste er nicht wie lange sich dieses Telefonat noch ziehen würde und dies hier war schließlich nicht einmal Daikis Zimmer. Es wäre also selbstverstänndlich, dass er hinaus geht, wenn er Kazuya mit dem Telefonat eher störte. Und der Blonde sah durchaus auch recht müde aus, wenn Daiki ihn so genauer betrachtete.

      Naoya
      In einem Moment hatte er sich noch über Haruka lustig gemacht, im nächsten bereute er es auch schon sichtlich, da nun nicht mehr sein Kopf nur von Alkohol, sondern außerdem von Harukas kleiner Rache dröhnte. Scheiße... war heute nicht Schule? Wie zur Hölle sollte er es überleben mit solchen Kopfschmerzen im Unterricht zu sitzen? Das wäre echt kein Spaß mehr und es würde nicht unbedingt dadurch besser, wenn der Vollidiot von einem Velvet keine vier Meter von ihm entfernt saß. Unfassbar, dass sie beide miteinander geschlafen hatten und noch viel schlimmer, dass einer seiner Leute ihnen ein Hotelzimmer besorgt hatte. Er würde auf jeden Fall herausfinden, wer das war und derjenige würde eine angemessene Strafe auferlegt bekommen. Er ignorierte Haruka nun mehr oder minder, hatte noch weniger Lust darauf einzugehen, dass er wohl noch den Vize der Velvets geküsst hatte und konzentrierte sich mehr auf sein Handy. Schnell durchsuchte er seine Kontaktliste und sobald er 'Doc' gefunden hatte, schickte er Minako eine dezent aufgebrachte Nachricht, dass sie ihm gefälligst erzählen sollte, was gestern Abend geschehen war und sie von nun an nie wieder Shots ausgeben durfte. Zu seiner großen Überraschung antwortete die Ärztin augenblicklich, doch statt ihm eine Nachricht zu verfassen, gab es nur ein Video, welches Daiki mit einem unguten Gefühl im Magen herunterlud und es sich schließlich ansah. Je länger er das Video ansah, umso blasser wurde er und selbst wenn es nicht so lang war, sprach es förmlich Bände über den gestrigen Abend und dass wohl gefühlt alle Venoms und Velvets dieses Szenario beobachtet hatten, machte es nicht gerade besser. "Wusstest du, dass es ein Video von uns gibt?", stöhnte Daiki schließlich entnervt und hielt Haruka das Handy hin, auf dem besagtes Video nun schon zum vierten Mal lief. Das war ein neuer offizieller Tiefpunkt.
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    • ____ Kazuya ____
      Der Blonde war sich nicht so ganz sicher, ob er nicht gerade aktuell bei dem Gespräch störte. Es schien Daiki wahnsinnig zu bedeuten und Mr. sexy Voice war wohl jemand unsagbar wichtiges für ihn. Offenbar aber jemanden, dem er eine Beziehung wünschte also kein Rivale. Moment...Rivale? Was zur Hölle dachte sich Kazuya da eigentlich? Das musste an der schlaflosen Nacht liegen eindeutig. Nicht das er nicht oft genug Nächte durchzockte, nein das war etwas vollkommen anderes. Das hier war eine Nacht voller Herzklopfen und zu seiner Schande auch unangemessenen Gedanken. Der Blonde schämte sich bis ins Mark, dass er es auch fast ausgenutzt und Daiki geküsst hätte. Eine Stimme in ihm schrie förmlich vor Bedauern es nicht getan zu haben, während die andere einfach nur entsetzt über seinen eigenen Egoismus war. Kazuya hörte die Stimme am anderen Telefon lachen. "Ausspionieren? Ich bitte dich, das hab ich nicht nötig. Sie haben mich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Ein sehr nettes Ehepaar. Allerdings scheint mit deinem Mietvertrag ja ordentlich was schiefgelaufen zu sein. Daiki wie oft muss ich es dir denn noch sagen? Ich hätte dir helfen können." Danach folgte ein etwas verwirrendes Gespräch über irgendeine vielleicht nicht menschliche Liebschaft? Kazuya konnte es nicht unterdrücken seinen Mitbewohner verwirrt anzusehen. "Sie ist ein atemberaubend schönes Wesen und perfekter Gestalt und edlen Zügen. Sie möchte im Übrigen demnächst laufen gehen, daher kann ich mich nicht ganz so lange fassen. Ich komme dich Ende der Woche besuchen." verkündete die Stimme. Kazuya hatte auf die Frage von Daiki hin nur abgewunken. "Schon gut, du störst mich nicht", flüsterte Kazuya ihm mit einem wenn auch müden Lächeln zu. Hatten sie nicht heute ohnehin Schule? "Ich gehe schon mal duschen. Lass dir Zeit." also erhob er sich aus dem Bett und gähnte erschöpft. Ja, er würde wenigstens einmal pünktlich ohne morgendlichen Parkour-Lauf zur Schule kommen, falls er nicht in der Dusche einschlief.

      ____ Haru ____

      Der Schuh hatte seinen Zweck erfüllt und Naoya das blöde Grinsen aus dem Gesicht geschlagen. Im Anbetracht dieses schockierenden morgens wenigstens ein Lichtblick und eine unglaubliche Genugtuung. Haru bewegte sich förmlich in einem Schneckentempo wieder, als er versuchte sich anzuziehen und versuchte dabei so gut es ihm möglich war, nicht das Gesicht zu verziehen. Das würde ein verflucht langer Tag werden und wäre dies aktuell nicht seine letzte Möglichkeit eine Schule zu besuchen, dann hätte er gnadenlos einfach geschwänzt. Mal ehrlich wer würde sich bitte mit solchen Schmerzen in die Schule schleppen? Das würde nicht nur ein langer, sondern auch richtig furchtbarer Tag werden und der Kerl, der ihm all das angetan hatte, saß praktisch neben ihm. Das war eindeutig echt beschissenes Karma. Wenigstens hatte Naoya aufgehört zu reden, was wenigstens ein kleines bisschen seinen angeknacksten Seelenfrieden herstellte. Als ihm der Venom allerdings sein Handy entgegen hielt, war auch das bisschen Rest Würde verschwunden. "Das wusste ich nicht", seufzte Haru und konnte das Drama gar nicht mit ansehen. Mal ehrlich das waren keine Küsse, es sah eher aus als würden sie sich gegenseitig auffressen.


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    • Daiki
      "Siehst du! Genau deshalb habe ich dir nichts von alldem erzählt. Du machst dir immer viel zu viele Sorgen und behandelst mich zuweilen wie ein Kind, dabei bist du gerade mal vier Jahre älter als ich.", seufzte der Blauhaarige erneut, meinte es aber definitiv nicht böse und das wusste Hayato in der Regel auch. Schließlich übertrieb der Ältere es zuweilen wirklich ein wenig, was seine Fürsorge für seinen jüngeren Cousin anging. Nichtsdestotrotz liebte der Blauhaarige Hayato aufrichtig und wären die Rollen umgekehrt, würde er sich wahrscheinlich sogar recht ähnlich aufführen. Das war einfach diese Art Beziehung, die sie beide nun einmal zueinander hatten und das war auch gut so. Als Hayato dann begann von seiner 'Prinzessin' zu schwärmen und wie wundervoll diese war, verfestigte sich nur Daikis Gedanke, dass es dabei bestimmt nicht um eine erwachsene Frau ging. "Dann bring deine 'Prinzessin' doch am Freitag gleich mit. Schließlich muss dein Lieblingscousin doch wissen, welches Wesen dir dein Herz gestohlen hat und mit wem ich jetzt um deine bedingungslose Liebe wetteifern muss.", fügte Daiki noch lachend hinzu, ehe er sich auch schon bei Kazuya entschuldigte, der kurz darauf sein Zimmer verließ, um duschen zu gehen. Noch immer sich bewusst, dass Kazuya wegen ihm hier herus gegangen war, seufzte Daiki nun schon wieder und so langsam musste es sich anhören, als hätte der Blauhaarige ein schweres Leben. Nun doch etwas ernster widmete er sich dem Telefonat zu. "Hör mal zu, Hayato... es tut mir Leid, dass ich dir von meinem Umzug und dem Schulwechsel nichts erzählt habe... es ist nur so... ich muss auf eigenen Beinen stehen können und kann mich nicht immer nur auf dich verlassen. Ich muss... ich muss mit der Intoleranz der Menschen selber lernen klar zu kommen und dafür brauche ich nicht nur Zeit... ich muss mich auch selbst überwinden. Deshalb... bitte ich dich... halte dich zumindest aus meinem Schulleben vorerst noch ein wenig raus."

      Naoya
      Der Schock über besagtes Video wurde auch schon vom nächsten Schock gejagt, als Naoya realisierte, dass er zwar keine Nachrichten von seinen Geschwistern bekommen hatte, sie sich vermutlich aber dennoch Sorgen machen mussten. Gerade Shino wusste, wie gefährlich einige Gangoperationen der Venoms waren und selbst wenn sie nie darum bat, dass Naoya ausstieg oder bei gewissen Missionen nicht dabei war, machte sie sich dennoch riesige Sorgen um ihn. Eilig wählte Naoya die Kurzwahlnummer '2' in der Hoffnung seine älteste Schwester zu erreichen, doch nachdem Ewigkeiten niemand heranging, meldete sich nur der Anrufbeantworter. "Mist...", fluchte der Venom leise, der nun komplett vergessen hatte, dass er mit Haruka hier noch immer in einem Hotelzimmer war. Als nächstes wählte Naoya die Kurzwahlnummer '4' nur um da ebenfalls vom Anrufbeantworter vertröstet zu werden. Scheiße... das gefiel ihm ganz und gar nicht. Bei seinem Vater probierte er es gar nicht erst, dieser war schließlich vermutlich bereits auf Arbeit, also blieb nur noch die Kurzwahlnummer '3'. Erleichtert atmete Naoya aus, als er bereits nach dem zweiten Freizeichen die Stimme seines jüngeren Bruders vernahm, der ihm gähnend antwortete. "Na? Wir haben uns schon gewundert was mit dir geschehen ist. Shino meinte, dass es dir sicher gut geht, ihr Gesicht hat aber das Gegenteil behauptet." Naoya konnte sich nicht erinnern, dass er je so froh gewesen war das lose Mundwerk seines kleinen Bruders hören zu müssen. "Tut mir Leid... ich hab zu viel getrunken und es nicht ganz nach Hause geschafft. Kommt nicht wieder vor. Hat Papa etwas gesagt? Habt ihr gestern noch gut zu Abend gegessen? Sind die Mädchen schon aus dem Haus? Ich hab sie nicht erreichen können, weiß aber gerade nicht mehr sicher wie ihre Stundenpläne sind. Haben sie schon Unterricht?"
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    • Kazuya

      Einen fragenden Blick konnte sich der Blonde dann doch nicht verkneifen, als Daiki so emotional reagierte. Nein, das war kein Gespräch, welches man mit einem Potenziellen sprach. Es klang viel mehr…familiär? Offenbar gab es da jemanden an der Seite des Blauhaarigen der sich wirklich aufrichtige Sorgen um ihn machte, was Kazuya leicht lächeln ließ. Daiki sah glücklich aus und das wiederum machte auch den Blonden unbeschreiblich glücklich. Es war schon erstaunlich wie seine Laune von einem einzigen Menschen so abhängig werden konnte. Als er sich an letzte Nacht erinnerte wie Daiki seine Nähe gesucht hatte, machte sein Herz wieder einmal wie so oft in der Nähe des Blauhaarigen einen verliebten Hüpfer. Ja, er hatte sich tatsächlich verliebt. Was brachte es das zu leugnen oder nicht wahrhaben zu wollen. Er würde sich diesen Tagtraum zwar nicht erfüllen können, aber davon zu träumen und die Nähe zu seinem Mitbewohner genießen zu können war genug. Mehr konnte er sich nicht wünschen.
      „Ich liebe dich, ist das da verkehrt?“ erklang die dunkle Stimme wieder, welche keine Widerworte darauf zuließ. Bestimmend, dominant und doch unglaublich sanft. Erstaunlich wie sich das in einer einzigen Tonlage so deutlich erkennen ließ. „Ich werde sie dir selbstverständlich vorstellen. Einer solchen Schönheit begegnen zu dürfen, geschieht eben auch nicht jeden Tag.“ Lobte der andere, was Kazuya ein wenig die Stirn runzeln, aber fast schon leicht lachen ließ. Kazuya fragte sich ja wirklich welche ´Prinzessin´einen Mann so weich werden lassen konnte. Vielleicht sollte er sich Tipps geben lassen? Okay, wurde Zeit das er unter die Dusche kam und wieder normal denken konnte. Kazuya hatte Daiki also mit seinem Telefonat allein gelassen und begab sich unter die Dusche.
      „Warum seufzst du mir eigentlich ständig in den Hörer? Ist mein kleiner Daiki verliebt?“ schmunzelte es am anderen Ende der Leitung, als auch die Stimme am Telefon beim nächsten Thema ernster wurde. „Vorerst. Sollte dir aber wieder jemand weh tun, zerstörte ich diese Person verstanden? Ich werde dir deinen Willen lassen, aber ich will das du mir versprichst, dass du dich nicht unnötig quälst, nur um dich zu beweisen.“

      Haru

      Zuerst musste er das Video verdauen, dass er vor gerade mal zwei Sekunden vor die Nase gehalten bekommen hatte und jetzt einen besorgten Naoya. Gott, das war zu viel am frühen Morgen. Mit einem zugegeben doch sehr verwunderten Blick beobachtete er den Venom wie dieser förmlich den süßesten Ton überhaupt anschlug und sich offenbar nach seinen Geschwistern erkundigte. Irgendwie niedlich. Ob er einen Geschwister-Komplex hatte? Haruka konnte dieses Empfinden leider nicht teilen, das er seinem Bruder gegenüber nichts andere als Abscheu entgegen brachte, aber es gab wohl auch noch solche Geschwister – beneidenswert. Haru beschloss sich nicht weiter damit zu befassen und hatte es endlich geschafft sich anzuziehen, ehe er nach seinem Handy griff und Keisuke eine Nachricht mit den Worten

      ´Wer mich auf das was passiert ist anspricht, hat mindestens 1 Monat Putzdienst und ich schicke die Person auch zum Putzen bei den Venoms vorbei, überlegt es euch also gut. Richte das besonders Ryota aus.´

      Danach packte er das Handy weg und versuchte irgendwie Richtung zur Tür zu gelangen, damit er dort seine Schuhe anziehen und einen Abgang machen konnte.


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    • Daiki
      Er schenkte Kazuya noch ein sanftes Lächeln, ehe dieser auch schon den Raum verließ, um ausgiebig duschen zu gehen und Daiki seinen Freiraum für das Telefonat zu geben. Gott, der Kerl war wirklich viel zu lieb für diese Erde voller Arschlöcher. Auf die Frage von Hayato ob Daiki verliebt sei, weil er immer so viel seufzte, räusperte sich der Blauhaarige leicht und antwortete so kurz angebunden, wie nur möglich. „Darüber reden wir Freitag.“ Stattdessen begann er nun ein deutlich ernsteres Thema, nachdem er sich wirklich sicher war, Kazuya wäre weit genug entfernt, um davon auch nichts mithören zu können. Sein Mitbewohner musste nicht noch mehr schlechte Erlebnisse von Daiki kennenlernen. Der Blonde schien sich schon genug Sorgen um den Blauhaarigen zu machen, da brauchte es nicht noch mehr Grund zur Sorge. „Vertrau mir einfach, Hayato. Sollte es eskalieren, erfährst du es als erster, aber das ist etwas, das ich selber bewältigen muss... und eines Tages auch kann. Ich brauche nur noch ein bisschen mehr Zeit. Das ist alles... dafür platze ich auch nicht einfach so in dein Büro herein und schüchtere alle deine Mitarbeiter ein, denn das kannst du sicher auch ganz fabelhaft alleine.“, fügte er schließlich lachend hinzu, um das Gespräch wieder ein wenig aufzulockern.

      Naoya
      Die Erleichterung überwältigte ihn förmlich, als er Masahiro endlich erreichte und dieser ihm zusicherte, dass sie auch mal einen Abend ohne Naoya ausgekommen waren. Schließlich waren sie auch keine kleinen Kinder mehr, sondern bereits verantwortungsbewusste Teenager, die sich auch tatsächlich mal selbst das Essen machen und gegenseitig die Hausaufgaben kontrollieren konnten. Ein Lächeln umspielte Naoyas Lippen in diesem Moment und schließlich nickte er leise seufzend, während er parallel dazu noch seine restlichen Sachen vom Boden einsammelte. Es musste am gestrigen Abend wirklich wild zwischen ihnen beiden zugegangen sein, sonst würden ihre Habseligkeiten und Kleider nicht im ganzen Raum verteilt liegen. Nicht mal die Socken lagen beieinander. Gedanklich kopfschüttelnd, räusperte der Venom sich schließlich kurz. „Tut mir Leid, heute Abend komme ich auf jeden Fall nach Hause und dann gehen wir gemeinsam Ramen essen? Weißt du wie lange Papa heute Dienst hat? Vielleicht kann er ja auch mitkommen...“, schlug der Anführer der Venoms schließlich vor und vereinbarte mit seinem jüngeren Bruder ein gemeinsames Abendessen, ehe er auflegte und sein Handy wieder einsteckte. Trotzdem... er entdeckte hier nirgends seine Lederjacke. „Hast du meine Jacke gesehen? Oder weißt du was mit der geschehen ist?“ Es brachte ja gerade nichts sich zu streiten. Sie steckten ja mehr oder weniger beide im selben Boot und waren zudem auch noch selber Schuld. Eine Teufelskombination!
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    • Kazuya

      „Oh, das war kein Nein. Ich bin gespannt.“ Hörte man Daikis Cousin am Telefon sanft lächeln. Daikis Wohlergehen war für die andere Person am Ende der Leitung eines der wichtigsten Faktoren in seinem Leben. Er würde jeden aus dem Weg räumen, der es wagen wollte seinen kleinen Bruder zu verletzten, denn das war Daiki für ihn. Cousin mag es vielleicht offiziell heißen, aber die Bindung war wie von Brüdern, wenn nicht sogar noch stärker. Der Beschützerinstinkt von Hayato jedenfalls war unfassbar stark ausgeprägt und das würde auch in der Antwort des Älteren mehr als nur hörbar.
      „Ich vertraue dir, aber nicht den Menschen um dich herum. Gut, ich lasse dir deinen Willen, solang du wirklich auf mich zukommst.“ Danach ertönte ein Lachen. „Das will ich sehen wie du es versuchst. Das würde sicherlich für Unterhaltung sorgen. Kleiner meine Prinzessin will los bevor ich zu meinem Meeting muss. Ich melde mich bei dir zwischendurch. Pass auf dich auf.“ Daraufhin legte er.

      Haru

      Ganz ehrlich? Auch wenn ihm der Schuhwurf eine unfassbare innerliche Zufriedenheit verschafft hat, war ihm gerade nicht nach streiten zumute. Er hatte im Augenblick ganz andere Probleme und wollte diesen Tag einfach nur so schnell es geht hinter sich bringen, damit er sich Zuhause ins Bett legten und sich über seine Dummheit aufregen konnte. Daher reagierte er nicht wie gewohnt frech oder gar arrogant auf die Frage des anderen, sondern antwortete ihm ehrlich. „Ich glaube einer deiner Jungs wollte sie mitnehmen. Ich erinnere mich, dass sie jemand in der Hand hatte als du sie auf den Boden geworfen hast.“ Daraufhin blickte sich Haru ein wenig verzweifelt im Zimmer um. Wo war bitte sein zweiter Schuh? Er hatte den Schuh von Naoya geworfen, aber wo war seiner? Als er sich unter Schmerzen ein wenig bewegte und unter dem Bett nachsah, erkannte er seinen Schnürrboot tatsächlich dort. Gott, wie sehr musste man ihn eigentlich hassen? Das würde schmerzhaft werden zu versuchen den dort vor zu holen. Sein Blick wanderte kurz zu Naoya und er hasste sich selbst dafür, dass er seinen Rivalen darum bat, aber vielleicht war ihm der Venom ja einmal nicht arschig gesinnt. „Ich glaube es selbst nicht das ich dich darum bitte, aber…..könntest du mir vielleicht meinen Schuh geben?“


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    • Daiki
      „Versprochen. Ich komme auf dich zu, wenn was ist und besteh ich nur auf teure Essenseinladungen! Da gibt es ein unfassbar nobles Sushi Restaurant, dass ich mir nicht leisten kann. Du hast nicht zufällig Lust mit deinem liebsten Cousin auf ein Date zu gehen?“ Der Gedanke eines echten Dates mit Hayato war an Absurdität kaum zu überbieten, schließlich waren die beiden wie Brüder aufgewachsen. Das wäre einfach nur auf so vielen verschiedenen Ebenen falsch und eklig, nicht dass das überhaupt zur Debatte stehen würde. „Dann lass deine Prinzessin mal nicht warten. Nach deinem Anruf kann ich jetzt ohnehin nicht mehr weiterschlafen. Dann kann ich auch gleich wach bleiben. Mach's gut, Hayato und bis Freitag. Ich schreib dir die Adresse... ach vergiss es, die hast du ja wohl bereits.“, seufzte der Blauhaarige dann leise lachend und legte nach der Verabschiedung auf. Einen Moment lag er nur auf dem Sofa von Kazuya und starrte die Decke an, ehe er sich schließlich stöhnend erhob und streckte. Eine Dusche könnte er jetzt auch gebrauchen, aber vermutlich war Kazuya noch da drinnen. Also würde Daiki sich dem Frühstück widmen... zumal er eh überlegen musste, wie er sich nun am besten für die Schule fertig machte, ohne dass sein Mitbewohner etwas davon mitbekam. Es stand außer Frage, dass Kazu davon nichts bemerken durfte.

      Naoya
      Nach dem Telefonat ging es ihm zumindest schon ein bisschen besser, selbst wenn Naoya nach wie vor wenig begeistert war von der gestrigen Nacht. Dass sie wohl miteinander geschlafen hatte bereitete durchaus das ein oder andere Problem, dem sie sich demnächst gegenüber stehen könnten. Allem voran, waren sie immer noch die größten rivalisierenden Gangs in diesem Bezug. Wenn nach außen drang, dass die beiden Chefs dieser Gangs miteinander vögelten, würde sie absolut niemand mehr ernst nehmen. Image war nicht alles in dieser Branche, machte aber durchaus einen Großteil aus. Nicht umsonst kannten verfeindete Gangs einen Gangchef anders, als seine eigenen Leute es taten. Das hatte etwas mit dem Ruf zu tun, den man in diesen Kreisen dringend benötigte.
      Naoya rechnete ja beinahe auf die Frage bezüglich seiner Jacke eine schnippische Antwort zu bekommen, allerdings ersparte Haruka ihm dies und blieb weitestgehend sachlich, worauf Naoya diesen Gefallen erwiderte und keinen bissigen Kommentar von sich gab, als Haruka ihn bat den Schuh unter dem Bett hervorzuholen. Stattdessen hockte er sich kurzerhand schweigend hin und zog den Stiefel unter dem Bett hervor, an den Haruka schmerzbedingt wahrscheinlich gerade nicht herangekommen wäre. „Hier.“, murmelte er, als er den Stiefel vor ihm absetzte und sich wieder erhob. „Ich gehe schon und erfrage an der Rezeption, ob wir noch bezahlen müssen... Du kannst die Zimmerkarte ja abgeben wenn du fertig bist.“ Damit vergrub Nao auch schon seine Hände in seinen Hosentaschen und verließ das Hotelzimmer.
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    • Hayato

      Mit einem konzentrierten Blick fixierte er das neuste Ipad auf seinem Schoß und las sich auf dem Display eine E-Mail auf Englisch durch, während um ihn herum der Verkehr stockte. Der schwarze Mercedes AMG GT 63 S, welcher als aktueller Firmenwagen diente, steckte mehr oder weniger im Stau fest, während hinter den verdunkelten Fensterscheiben auf der Rückbank des Wagens der aktuell junge Firmenvorstand eigentlich zu einer Konferenz musste. Hayato war mit seinen 22 Jahren erschreckend jung für einen solch großen Konzern bzw. eine solch mächtige Hotelkette wie das Kaguya-Hime. Offiziell leiten tat dies zwar sein Vater aber jeder wusste eigentlich wer seine Finger im Spiel hatte. Der Hotelerbe war wie man sich den perfekten Kandidaten dafür vorstellte: groß, intelligent, charismatisch, charmant und unsagbar gutaussehend. Das er eigentlich genauso viele, wenn nicht sogar viel mehr Macken besaß, übersah man gekonnt und Hayato interessierte es ohnehin nicht sonderlich was andere über ihn dachten. Aus seiner Sicht konnten ihn die Leute auch hassen, solang die Ergebnisse stimmten. Aufgrund des wilden Gehupes las der junge Mann den Satz gefühlt das 100 Mal und dachte ehrlich gesagt nicht unbedingt, dass sein Fahrer, Mr. Park, seine mehr gemurmelten Worte so ernst nahm.
      „Wenn ich das Gespräch mit Hongkong verpasse, sind Sie schuld.“
      Dann ging alles überraschend schnell, der Wagen bog in eine Seitenstraße ein und ein kreidebleich gewordener koreanischer Mann mittleren Alters versuchte eine unpassend luxuriöse Luxuskarre durch eine Fußgängermeile zu manövrieren, ehe Hayato durch eine rasante Vollbremsung ein wenig von seinem Platz abhob und der Gurt sich unangenehm an ihn drückte.
      „Was zur…verflucht nochmal Mr. Park, haben Sie ihren Führerschein auf Amazon erworben?“
      „Ich…Mr Sakurai…es…also…Oh Gott…“
      „Wenn Sie so stottern versteh ich kein Wort.“
      „Angefahren!“, platzte es aus dem Fahrer, woraufhin sich die Augen von Hayato geschockt weiteten. Das war doch nicht sein verfluchter Ernst! Schnell war er aus dem Wagen gestiegen und lief zügig zur Unfallstelle. Tatsache hatten Sie gerade einen jungen Mann angefahren. Einen hübschen jungen Mann mit…Moment einem Bogen?
      „Wie konnten Sie den Jungen über den Haufen fahren?“
      „Das waren 10 Km/h….Sir….“
      Hayato ignorierte die Aussage gekonnt und berührte den Brünetten vorsichtig an der Wange.
      „Kannst du mich hören? Geht es dir gut? Wir rufen einen Krankenwagen.“


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    • Jun
      Bloß kein Druck! Der Gesichtsausdruck des Brünetten blieb weitestgehend neutral, während er das Gespräch mit dem Leiter des Bogenschützenvereins beendete, sich kurz verbeugte und schließlich das Schulgelände verließ. Sein Griff um seinen Sportbogen verfestigte sich, während er gedanklich ein wenig frustriert überlegte, wie er am besten innerhalb der nächsten Woche einen Sponsor für das Mannschaftsteam fand, der nicht nur die Fahrten und Unterkünfte bei Wettbewerben finanzierte, sondern gleichzeitig auch noch neue Ausrüstungen ermöglichte. Seinen Unmut, dass diese Bärenaufgabe ihm ganz allein übergeholfen wurde, würde er allerdings niemals nach außen tragen und so hatte er nur gelächelt und dem Mann sogar ein Versprechen gegeben, dass er dies ohne Zweifel schaffen würde. Nun... leichter gesagt als getan. Nach einigen Telefonaten mit befreundeten Bogenschützenvereinen anderer Schulen hatte er zumindest schnell eine Liste potentieller Sponsoren zusammen, die er nur kontaktieren müsste, um sich zu erkundigen, wie gut die Chancen auf ihre Unterstützung standen.
      .
      Mittlerweile war Jun etwa seit zwei Stunden in der Innenstadt unterwegs, unternahm gleichzeitig die Anrufe bei den Sponsoren, während er unter anderem Bücher in der Bibliothek abgab und ein paar kleinere Besorgungen machte. Er wollte in dem Sinne schließlich so effizient wie möglich sein, wenngleich des Telefonate so gar nicht von Erfolg gekrönt waren. Jede Firma, die er kontaktierte unterstützte bereits zahlreiche Sportvereine oder bot solche Sponsorings allgemein nicht an. Eine größere Druckerei, welche zuerst Interesse gezeigt hatte, sprang schnell wieder ab, als die Großmutter der Firma hörte, es ginge um Bogenschießen. Offenbar hatte die alte Dame eine sehr große Abneigung gegen alles was gewalttätig sein könnte und Juns Erklärungen, dass sie keine Tiere schossen, sondern nur auf Zielscheiben wollte sie gar nicht erst zuhören.
      Und nun fühlte er sich unfassbar ausgelaugt. Von etwa dreißig Firmen hatte er mehr als drei Viertel bereits erreicht, nur um Absagen zu kassieren und so langsam sank sein Mut. Klar... morgen und übermorgen wären auch noch Tage, dennoch hatte er auch sein Nachmittagstraining und er gab Nachhilfe. Eigentlich wusste er nicht einmal genau, woher er die Zeit nehmen sollte, um weitere Firmen zu kontaktieren. Fast schon ein wenig frustriert saugte Jun an seinem Kiwi-Erdbeer-Smoothie, welchen er kurz zuvor während eines Telefonats an einer Saftbar geholt hatte. Während er so einige Schlucke von dem gesunden Getränk nahm, tippte er auch schon die nächste E-Mail auf seinem Smartphone an eines der Unternehmen, welches momentan nur den Anrufbeantworter anhatte. Vermutlich hatten die Mitarbeiter dort längst alle Feierabend. In Gedanken versunken und auf die E-Mail konzentriert, merkte Jun gar nicht, wie er auf die Straße trat, obwohl es für die Fußgänger schon längst keine Grünphase mehr gab. Wahrscheinlich hätte er die Tatsache nicht einmal wirklich realisiert, wenn er nicht im nächsten Moment einen unerwarteten Zusammenprall mit einem Auto gehabt hätte. Mit einem scheppernden Geräusch fiel ihm sein Smartphone aus der Hand auf die Straße, sein Smoothie ging ebenso zu Boden und platzte bei dem Aufprall regelrecht auf. Und natürlich schaffte auch er selbst es nicht auf den Beinen zu bleiben. Der Aufprall war nicht stark gewesen und ohne Zweifel hatte der Fahrer rechtzeitig gebremst. Nur Jun ärgerte sich in diesem Moment über seine Dummheit. Sein Stress war absolut keine Rechtfertigung für solch eine Fahrlässigkeit und würde seine Mutter davon erfahren... nun, besser sie erfuhr davon nichts. Noch ehe Jun sich stöhnend erheben konnte, waren zwei Männer an seine Seite geeilt, welche aus besagtem Auto ausgestiegen waren, um sich nach seinem Wohlergehen zu erkundigen. Ohne Frage sah man, wer von beiden der Fahrer war und wer vermutlich ein erfolgreicher Geschäftsmann. Wobei letzterer erstaunlich jung aussah. Er konnte noch keine Mitte Zwanzig sein. „Schon gut... entschuldigung... das war meine Dummheit.“, stöhnte der Brünette leise und setzte sich zumindest ein wenig auf, während sein Blick erst zu seinem Bogen und dann zu seinem Handy ging. Der Smoothie war erst einmal egal. Der Bogen schien soweit unbeschädigt und das Handy hatte nur ganz leichte Kratzer. Zum Glück!
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    • Hayato
      Heute war wirklich nicht sein Tag. Zuerst musste er auf den Fluren des Hauptgebäudes seinem Großvater über den Weg laufen, dessen Gesicht allein schon dafür sorgte, dass Hayatos Laune rapide in den Keller sank, dann musste sein nächstes Meeting ja ausgerechnet auf Chinesisch sein und auch wenn er die Sprache konnte, hasste er seine eigene Aussprache dabei und dann fuhr sein Chauffeur auch noch einen Passanten über den Haufen. Einfach fantastisch. Das Schlimmste an all dem war aber auch noch, dass seine Assistentin das falsche Wasser für seine geliebte Hündin Sherazade bestellt hatte! Dies war die offizielle Memo an sich selbst, solche Dinge in Zukunft selbst zu erledigen. Jetzt musste er sich aber zuerst um den Verletzten kümmern, weshalb Hayato sich schnell an dessen Seite begab und sich nach dem Wohlbefinden des Jungen erkundigte. Es schien ihm tatsächlich halbwegs gut zu gehen. Dennoch äußerst verärgert blickte er zu seinem Fahrer.
      „Wie konntest du ihn anfahren?“
      „Das….waren 10 Km/h Sir…“
      „Wie fährt man bitte jemanden in einer Fußgängerzone an? Was macht mein Wagen überhaupt hier?“
      „Aber…Hongkong….“
      Ein schweres Seufzen verließ Hayato, ehe er sich wieder dem Jungen widmete. „Nein, es tut mir leid. Ich bitte dich, dass du das Krankenhaus aufsuchst und dich untersuchen lässt. Für die Kosten komme selbstverständlich ich auf.“ Ein kurzer Blick zu Mr. Park, der sich wenigstens jetzt nützlich machte und einen Krankenwagen kontaktierte. Hayata analysierte währenddessen den Kleineren vor sich, prüfte die herunter gefallenen Habseligkeiten des jungen Mannes damit auch nichts kaputt gegangen war. Er sah den Jungen wieder an. „Wir werden hier warten bis der Krankenwagen eingetroffen ist.“, er fischte aus seiner teuren Jackettasche eine pechschwarze Kreditkarte mit weißer Schrift und dem goldenen Logo der Kaguya-Hime Hotelkette. „Ich werde dich nicht begleiten können, aber hier ist meine Karte. Kontaktiere mich, sobald du etwas Brauchen solltest, das ist das Mindeste, nachdem wir dir so einen Ärger verursacht haben.“


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    • Jun
      Einen Krankenwagen? Das war nun wirklich ein wenig übertrieben. Der Wagen hatte ihn ja beinahe mehr angestupst, als irgendetwas anderes. Er hatte nicht einmal Kratzer, geschweige denn würde er einen blauen Fleck bekommen. Würde es nicht reichen, wenn er nur einen kurzen Besuch bei einem Arzt machte und sich versicherte, dass alles in Ordnung war. So ganz wagte er aber auch nicht zu widersprechen, so sehr wie der junge Geschäftsmann darauf beharrte. Dem Wagen und seinem teuren Designer Anzug zufolge, war der Mann sicherlich kein kleiner Mitarbeiter in einem Unternehmen, was sich auch schnell bestätigte, als dieser ihm seine schicke schwarze Visitenkarte in die Hand drückte, welche ihn ganz klar als Firmenvorstand der Luxus-Hotelkette Kaguya-Hime identifizierte, von der Jun bisher nur gelesen hatte. Als ob er sich die Unterkunft in einem dieser Hotels überhaupt leisten könnte. „Ich danke Ihnen, aber ich denke wirklich nicht...“ Er hielt in seinen Worten inne. Wenn dieser Kerl der Firmenvorstand eines so teuren und luxuriösen Unternehmens war, hatte er auf jeden Fall gut Gelder übrig, um den Bogenschützenverein zu sponsorn. Zumal der Mann ihm ja indirekt etwas schuldete, dafür dass er ihn angefahren hatte. Schließlich hätte das ja genauso gut schief gehen können. Klar, Jun ging es super und er wusste, dass dies nicht unbedingt die feine Art war, die Nettigkeit von jemandem auszunutzen, aber so hätten sie gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche erschlagen. Der Mann wäre seine Schuldgefühle los und Jun hätte einen Unterstützer gefunden. Perfekt! „Sie haben Recht... Ich sollte mich doch untersuchen lassen. Nicht dass ich irgendwelche Schäden davon tragen, die ich im ersten Moment nicht bemerke.“ Jun fühlte sich dreckig für solche Worte... Er würde sich später für diese Unaufrichtigkeit schämen.
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    • Hayato

      Da Hayato jemand war, der ohnehin keine Widerworte zuließ, nickte er zufrieden als der junge Mann seiner Aufforderung sich untersuchen zu lassen nachkam. Wenigstens war er vernünftig. Mr. Park hatte zwischenzeitlich das Krankenhaus kontaktiert und nachdem sie auch erfuhren, wer sie da beauftragt hatte, war in nicht einmal 5 Minuten schon das Blaulicht der Sirenen zu vernehmen. „Eine weise Entscheidung.“, entgegnete Hayato dem Jungen dessen Namen er noch nicht einmal kannte, bis ihm einfiel, dass er sich ebenfalls nicht einmal vorgestellt hatte. „Verzeih meine Manieren. Mein Name ist Hayato Sakurai, bitte zögere nicht dich zu melden solltest du etwas benötigen.“ Daraufhin half er dem anderen erst einmal auf die Beine, damit er nicht auf diesem schmutzigen Boden sitzen blieb. Für den Fall das dem Jungen aber schwindelig wurde, blieb er in seiner Nähe. „Der Krankenwagen ist unterwegs Sir. Ihr Meeting beginnt in 10 Minuten.“ Machte sich sein Fahrer bemerkbar.„Hongkong kann ich warten Mr. Park. Ich denke das hier ist wichtiger.“
      „Aber sagten sie nicht…“
      Ein kurzer Blick des jungen Hotelvorstandes genügte und sein Fahrer verstummte sofort. Eine Diskussion würde er ohnehin verlieren. Hayato wartete also geduldig bis die rettenden Engel in Weiß ihre Arbeit machten und sofort ein Krankenwagen an der Seite hielt und die Rettungssanitäter vor lauter Eile regelrecht aus dem Fahrzeug stolperten.
      „Herr ihr Krankenwagen steht sofort bereit, wir können direkt los. Lassen sie uns keine Zeit verlieren.“ Stammelte ein überforderter älter Herr, offenbar war direkt ein Arzt mitgefahren. Der weiße Kittel sah aus, als wäre er in aller Eile übergeworfen worden. Die Haare des bereits weiß gewordenen Mannes war zerzaust und ein Kugelschreiber in der Tasche am Kittel drohte heraus zu fallen.
      „Es geht nicht um mich, sondern um den Jungen hier“, erklärte er ruhig und deutete auf sein Unfallopfer. „Ich erwarte, dass sie sich gut um ihn kümmern.“
      „Aber natürlich! Schnell junger Mann.“ Bevor der wahrscheinlich komplett überforderte Junge überhaupt etwas sagen konnte, hatte der Arzt ihn schon in den Krankenwagen befördert.


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    • Jun
      Selbst wenn er versucht hätte zu widersprechen, er wäre wohl erfolglos geblieben. Der Mann ihm gegenüber hatte schlichtweg solch eine Ausstrahlung, dass es einem schwer fiel zu ihm überhaupt nein sagen zu können und vermutlich brachte das auch nicht viel. Wie das wohl sein musste, eine solche Ausstrahlung zu besitzen. Es hatte etwas beeindruckendes an sich, wenngleich Jun sich nicht sicher war, ob das auch etwas mit Einschüchterung zu tun hatte. War er von dem Mann eingeschüchtert? Vielleicht ein bisschen? Das müsste er wohl noch ergründen. „Mein Name ist Jun Nakamura...“, erwiderte er schließlich die Vorstellung des anderen zögerlich und stand mit dessen Hilfe auf. Vorsichtig hob er sein Handy auf und verstaute es in seiner Hosentasche, ehe er noch einmal seinen Bogen eingehend prüfte und erleichtert feststellte, dass dieser wirklich unversehrt war. Sonst hätte das wirklich teuer werden können und Jun war sich nicht sicher, ob er sich das zurzeit überhaupt leisten könnte. Jun blickte zu Hayato auf und wollte ihm gerade beteuern, dass er nicht mit ihm warten müsse und er ja einen wichtigen Termin zu haben schien, doch selbst wenn er versuchte mit dem anderen zu argumentieren, würde er wohl dennoch darauf beharren zu warten. Also entschied Jun sich zu schweigen, während sie auf den Krankenwagen warteten. Er wusste ja nicht einmal wie man mit so jemanden Smalltalk hielt, geschweige normale Gespräche. Er konnte ja wohl kaum fragen, was man als Firmenvorstand einer so großen Hotelkette so machte und Hayato würde sich sicher auch nicht interessieren, was ein Oberschüler so trieb. Also kehrte gewissermaßen Ruhe ein, ehe auch schon der Krankenwagen anhielt und ein mehr als panischer Arzt ausstieg und den Mann in dem schicken Designer Anzug erstmal für den Patienten hielt... nun gut, wer konnte es ihm auch verübeln? Seufzend ließ sich Jun also mehr oder weniger in den Wagen ziehen und nickte Hayato nur noch einmal zu, ehe der Wagen auch schon losraste und sie zum nächsten Krankenhaus brachte. Nun ja... es würde schwer seiner Mutter das zu erklären, aber wenigstens standen die Chancen für einen neuen Sponsor nicht mehr so schlecht.
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    • Hayato
      Jun Nakamura. Hayato wusste nicht ob er den Namen noch öfter hören würde oder ob Jun zu den Kandidaten gehörte, die einfach Geld wollten und dann wieder verschwanden. Vorerst würde er sich aber den Namen des jungen Mannes merken, welcher in den Krankenwagen stieg und mit Blaulicht und lautstarker Sirene verschwand.
      Hayatos Blick wanderte auf sein Handy, ehe er leicht seufzte. Nun so kam er wenigstens vor erst davon sich chinesisch streiten zu müssen. Der Vorstand des Chinakonzerns, mit dem er eigentlich eine Videokonferenz hätte abhalten sollen, war als extremer Choleriker bekannt. Hayato blieben also Kopfschmerzen erspart, so ganz unglücklich war er über den Vorfall hier also auch wieder nicht, auch wenn er keinen Unschuldigen da hineinziehen wollte. Mister Park hatte Hayato die Wagentür aufgehalten, woraufhin sich der junge Hotelvorstand die Krawatte um den Hals lockerte und einstieg. Einige Telefonate während einer glücklicherweise jetzt deutlich ruhigeren Fahrt später hatte er erfahren, das man Meeting eine halbe Stunde für ihn verschieben würde und sie ihre Konferenz noch abhalten könnten. Hayato war sich nicht so ganz sicher, ob er darüber nun glücklich war oder nicht.
      Die nächsten 2 Tage hatte Hayato nichts mehr von Jun gehört. Allerdings war auch keine Klage ins Haus geregnet, also hatte er sich bisweilen auch keine Sorgen gemacht. Die Zentrale der Hotelkette war kein Hotel selbst, sondern ein separates Firmengebäude inmitten von Chiyoda dem Zentrum Tokios, wenn man so wollte. Ein riesiges gläsernes Hochhaus mit stolzen 25 Etagen. In der 24 Etage befand sich das Büro von Hayato in der 25 eine firmeneigene Bar und Fitnessstudio mit Swimmingpool. Hayato saß an seinem modischen Schreibtisch irgendeinen Designers das er in Frankreich aufgegabelt hatte, während sich hinter ihm die Skyline von Tokyo an der Fensterwand erstreckte. Seufzend rieb er sich Schläfen nach einem stundenlangen Gespräch erneut mit den Chinesen und das alles noch vor seinem ersten Kaffee. Man sollte ihm einen Orden verleihen.
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    • Jun
      Er hatte nichts überstürzen wollen und so zwei Tage zumindest gewartet, um Hayato Sakurai bezüglich seines Angebots anzusprechen. Zudem wollte er ungern einen Geschäftsmann am Wochenende belästigen. Das erschien ihm einfach nicht richtig. Statt den Mann aber anzurufen, entschied Jun sich direkt zu dem Büro zu gehen, dessen Adresse ebenfalls auf der Visitenkarte verzeichnet war. Vermutlich war es dumm so ohne weiteres und ohne Termin hier aufzukreuzen und mit ihm sprechen zu wollen. Allerdings war diese Angelegenheit nichts, die Jun schlichtweg telefonisch klären wollte. Das hätte zu sehr etwas mit Abfertigung zu tun und er wollte Hayato... nein, warum nannte er ihn beim Vornamen? Er wollte Mr. Sakurai zeigen wie viel ihm der Verein bedeutete und wie wichtig es war, dass sie einen Unterstützer fanden. Er betete einfach nur der Mann würde ihn tatsächlich anhören...
      Zögerlich trat Jun in die riesige Empfangshalle des luxuriösen Bürogebäudes, welches zwar recht steril wirkte, aber dennoch nur so nach Luxus schrie. Die wenigen stilvollen Möbel die hier standen waren mit Sicherheit Einzelstücke und die ungewöhnliche Form des Empfangstresens deutete meist daraufhin, dass sich ein Designer hier ausgetobt hatten. „Hallo... mein Name ist Jun Nakamura. Ich müsste mit Mr. Sakurai sprechen, wenn das geht...“, machte der Brünette am Empfang auf sich aufmerksam, woraufhin die junge Dame mit den langen künstlichen Nägeln ihn kurz musterte und in ihrem Computer herumtippte. „Sie haben keinen Termin. Wenn sie mir eine Visitenkarte und ihr Anliegen mitteilen, kann ich ihnen vielleicht nächsten Monat einen Termin organisieren.“ Verblüfft und auch etwas peinlich berührt machte Jun einige Schritte rückwärts. Das klang nicht danach, als ob er hier demnächst ein persönliches Gespräch führen könnte. Was hatte er auch erwartet. Entschuldigend schüttelte er langsam den Kopf. „Nein... aber danke...“ Fast schon geknickt verließ er das Bürogebäude wieder und blieb vor dem Eingang stehen. Eine Weile betrachtete er die Visitenkarte nur, ehe er die Handynummer darauf wählte und nervös abwartete. Dann würde er halt doch versuchen, das telefonisch zu klären oder zumindest um einen Termin diese Woche bitten.
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    • Hayato

      Hayato war sich nicht ganz sicher, ob er jetzt einen starken Kaffee oder direkt ein Glas Scotch vertragen könnte, jedenfalls brummte ihm der Schädel. Zwar konnte er die Chinesen als Sponsoren für einen weiteren Bau für sich gewinnen, schließlich plante Hayato die Kette auch irgendwann, wenn sie groß genug waren, international bekannt zu machen, aber sein Gesprächspartner hatte ein solches Organ, dass dem armen Jungen immer noch die Ohren klingelten. Er war souverän genug darüber zu stehen, aber er konnte nicht leugnen, dass er froh war, wenn dieser Tag auch sein Ende fand. Dieses ständige hin und her telefoniere, nur weil sich der Typ sich nicht entscheiden konnte, welche der kunstvoll angefertigten Marmorfliesen eines chinesischen Künstlers besser in die Eingangshalle des neuen Gebäudes passten, war nervenaufreibend. Hayato konnte es gar nicht abwarten mit seiner geliebten Sherazade heute Abend einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Sollten sich doch die anderen mit diesem Choleriker herumschlagen. Der Gedanke an seine wundervolle schneeweiße Hündin welche geduldig auf ihn daheim wartete und von seinem engsten Berater und Security bewacht wurde, stimmte den jungen Geschäftsmann gleich ein wenig fröhlicher. Er konnte gar nicht glauben, das Sherazade durch einen Zufall in sein Leben getreten war und alles nur weil sein letzter Geschäftspartner ein Hobbyzüchter von Samojeden war und eine ebensolche Liebe für diese Hunde teilte wie Hayato es nun ebenfalls tat. Er war hin und weg von dem kleinen flauschigen Wesen gewesen, welche jetzt fast ein Jahr an seiner Seite war. Man musste wohl nicht erwähnen das Hayato und den Züchter seit dem eine enge Freundschaft verbindet. Gerade als er auf sein Handy nach einem Bild suchen wollte, klingelte sein anderes. Hayato besaß 2 Handys ein privates und eines welches er für berufliche Zwecke benutzte. Die Visitenkarten, welche mit seinem Geschäftshandy versehen war, gab er dennoch selten heraus sondern nutzte dennoch die mit dem Telefon der Zentrale. Die Nummer, die ihn anrief, kannte er nicht. „Sakurai?“, meldete er sich dennoch.


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    • Jun
      Er wusste nicht wirklich was er erwartet hatte. Dachte er Hayato... Mr. Sakurai würde nicht herangehen ans Handy oder sei zu beschäftigt, sodass Jun nur auf der Mailbox landen würde? Er hatte doch eigentlich gehofft und damit gerechnet, dass der Mann direkt heranging... warum war er dann so überrascht als er die Stimme des anderen vernahm, der sich kurz und knapp mit seinem Nachnamen meldete. Einen Moment musste Jun sich tatsächlich fassen, während er die schwarze Visitenkarte in seiner linken Hand immer wieder unruhig herumdrehte. „Ehm.. hallo. Mein Name ist Jun Nakamura. Ich weiß nicht, ob sie sich an mich erinnern, aber wir haben uns vor zwei Tagen auf eher unglückliche Art und Weise kennengelernt. Ich wollte nicht undankbar erscheinen und mich bei ihnen für die ärztliche Behandlung bedanken... und ich hätte ein Anliegen. Haben sie womöglich demnächst Zeit? Ich möchte ihnen meine Bitte gerne privat mitteilen...“ Wusste der Mann denn überhaupt noch wer Jun war? Wahrscheinlich eher weniger... und wenn doch würde Jun sich auch nichts drauf einbilden. Wahrscheinlich erwartete der Mann bereits einen Anruf von ihm, in dem er um Schadensersatz bat. Wow... er fühlte sich echt unfassbar schäbig, je mehr er darüber nachdachte.
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    • Hayato
      Einen kurzen Moment was Hayato ehrlich überrascht als er die Stimme am anderen Ende der Leitung vernahm, dass er sogar damit aufhörte mit seinem Kugelschreiber herum zu spielen und kleine Pfotenabdrücke auf eines der Dokumente zu kritzeln, für welche er sich nicht sonderlich interessierte. Da er aber ein Mensch war der sehr schnell seine Fassung wiederfand, war das Erstaunen nicht ganz so groß. „Jun, ich erinnere mich. Ich bin froh, dass es dir gut geht.“, antwortete Hayato in einer ruhigen Tonlage. Daiki hatte ihm einmal gesagt, dass er eine unfassbar beruhigende angenehme Stimme besaß und Hayato ihm selbst die Lottozahlen vorlesen könnte und sein Cousin würde sich beruhigen, was Hayato ungemein niedlich fand. Ganz nachvollziehen konnte er dies nicht, da die Leute um ihn, sobald er das Wort erhob direkt stramm standen. Nun was auch immer. Hayato hätte es nicht gewundert, würde Jun nun nach Schadensersatz verlangen, stattdessen hatte er sich für die Behandlung bedankt und wollte ein privates Gespräch mit ihm. Hayatos lächelte daraufhin tatsächlich. Der Junge hatte Manieren und Höflichkeit war etwas auf das Hayato großen Wert legte. „Selbstverständlich. Auf meiner Visitenkarte müsstest du die Adresse meines Büros haben. Komm vorbei und wir reden. Im Moment bin ich sogar im Büro, ich kann mir also Zeit nehmen.“bot Hayato ihm an und schob daraufhin das chinesische Dokument sehr schnell zur Seite. Am liebsten hätte er es ja direkt in den Müll verfrachtet.


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    • Jun
      Ähnlich wie auch schon zur Zeit des Unfalls, falls man das überhaupt so nennen konnte, war die Stimme des Mannes recht sanft und ziemlich ruhig. Das letzte mal hatte Jun wegen des Schocks dies vielleicht nicht ganz so sehr realisiert, dennoch fiel es ihm nun umso mehr auf. So oder so... er hatte eine angenehme Stimme... nicht, dass das jetzt überhaupt irgendeine Rolle spielen würde. Woher kamen denn gerade überhaupt diese unnötigen Gedanken? Er seufzte innerlich und konzentrierte sich dann wieder auf das Telefonat in dem Mr. Sakurai ihm gerade indirekt anbot sofort in sein Büro zu kommen. Nun... das hatte Jun ja eigentlich vorgehabt. Nur so leicht wie gedacht war es dann doch nicht gewesen. Der Brünette räusperte sich leicht. Ein wenig war die Situation ja durchaus peinlich. „Nun... ehrlich gesagt stehe ich gerade vor eben diesem Gebäude. Allerdings wurde ich am Empfang abgewiesen, weil ich keinen Termin habe. Das kann ich natürlich selbstverständlich verstehen und wenn ihnen das besser passt, könnte ich auch gerne einen Termin für das Gespräch machen.“ Das ganze musste gerade so erbärmlich klingen. Warum zur Hölle hatte er nicht auf dem Weg hierher schon angerufen? Dann hätte sich die gesamte Situation bereits anders gelöst.
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