____ Kazuya ____
Was für ein beschissener Tag. Der Tag hatte mies angefangen und genauso war er weiter gegangen. Kazuya sehnte sich nur noch danach endlich Heim zu kommen, die Tür hinter sich zu schließend und der Außenwelt ein ´Fuck you´entgegen zu brüllen. Er hatte so miese Laune das er unterwegs als er sich unbeobachtet fühlte die Perücke und Brille unliebsam in den Rucksack gestopft, es folgte auch das Jackett der Schuluniform, sodass einfach nur noch das weiße schlichte Hemd, welches ihm viel zu groß war und die schwarze Hose übrig blieb. Wenigstens konnte er so ungehindert ein wenig schneller laufen und er wollte wirklich nichts wie nach Hause. Das er seinen Weg dabei ein wenig abkürzte, musste er ja nicht erwähnen. Wie hoch war auch die Wahrscheinlichkeit seines Gangstern wieder über den Weg zu laufen? Wobei bei seinem Glück wohl ziemlich hoch, aber er riskierte es. Dadurch kam er ziemlich zügig endlich nach Hause, atmete hörbar erleichtert aus, als er die Schüssel in das Türschloss steckte und betete inständig, dass ihn jetzt nicht noch ein Nachbar versuchte anzuquatschen wie heute früh. Wenigstens das blieb ihm erspart und so öffnete er die Tür, schloss diese schnell hinter sich und kickte seine Schuhe lustlos in die Ecke des Gangs. Er wollte echt nur noch mit dem Kopf voraus auf sein Sofa fallen. Scheiße, er braucht immer noch ein Bett. Kaum war er ein paar Schritte in der Wohnung vernahm er den Geruch von Vanille in der Luft und lächelte sanft. Daiki war Zuhause. Amüsant wie sich schlagartig seine Laune hob. Als er sich der Küche näherte, erkannte er einen ziemlich eingepackten Daiki am Herd stehen, der mit diesen Öhrchen am Kapuzenpullover unfassbar niedlich aussah. "Hey Meisterkoch", schmunzelte Kazuya und zupfte leicht an der Kapuze des anderen. "Süß."
____ Haru ____
Nun Begeisterung sah anders aus und allein den Gesichtern nach zur urteilen hielten ihn seine Leute nun für komplett übergeschnappt. Nachdem Haruka verkündet hatte, dass sie wegen diesen verfluchten Virus einen vorläufigen Waffenstillstand und eine Zusammenarbeit mit den Venoms haben werden, war ein echter Stimmungskiller. Die Gesichter sahen alle samt aus, als wäre gerade ein Horrorfilm eingefroren und hätte eine Fratze auf dem Bildschirm und die Laune war mehr als nur im Keller. Regelrecht unterirdisch. "Boss, das kann nicht dein Ernst sein! Wir und die Venoms? Die Arschlöcher verraten uns doch bei der nächsten Gelegenheit." platzte es aus Ryota, der wahrscheinlich das erste Mal einer Meinung war mit Mia, welche wohl im Moment mehr als nur vom Glauben abgefallen war. "Ich sage nicht, dass ihr euch lieben müsst. Es ist nur temporär und Virus ist gefährlich. Verdammt gefährlich. Ich hatte ein Gespräch mit Hawks." begann Haru und spürte im Hintergrund schon das Leuchten der Augen von Akashi. "Du verlässt dich eindeutig zu sehr auf diesen Kerl. Er ist nicht mal ein Velvet." schnaubte ein anderer. "Zur Hölle nochmal. Wenn du alles besser weißt, da vorn ist die Tür. Klär du das mit Virus, den Venoms, Hawks und allen anderen. Ich zwinge niemanden mir zu Folgen. Sei dir nur über eines im Klaren, verlässt du diese Tür wird sie sich für dich nie wieder öffnen." Ein schweres Schlucken nach den Worten des Anführers der Velvets entkam dem jungen Mann der seine Einwände geäußert hatte. "Mir gefällt das genauso wenig wie euch. Es kotzt mich sogar deutlich mehr an, aber hätten wir aktuell eine andere Wahl, glaubt mir ich hätte sie bereits gewählt", erklärte Haruka und spürte plötzlich eine Hand auf seiner Schulter. "Du hast entschieden und wir folgen dir." Es waren die Worte von Keisuke, welche ihm schon weiß Gott wie oft das Leben gerettet hatten. Er schaffte es immer wieder ihn zu beruhigen und der Kerl war so bedingungslos loyal. Man Haru liebte den Kerl wirklich und er wusste, würde er je den Job als Anführer an den Nagel hängen, würde Kei sein Nachfolger werden. Das hatte er schon von Beginn an festgelegt und an seiner Meinung hatte sich seitdem nichts geändert. Haruka lächelte demnach dankbar und wenn auch mit Verspätung, nicht das ihn dies bei den Venoms kümmern würde, hatten sie sich zum Treffpunkt begeben. Zugegeben war die Bude gar nicht übel, auch wenn die Gesichter die sie begrüßten schon nach Feindseligkeit schrien. Nun den Velvets ging es da nicht anders. Haruka Blick suchte nach Naoya, denn er schneller gefunden hatte als ihm lieb war, als er sich diesem näherte. "Bringen wir es hinter uns."

ღ For my lovely Warlock ღ