❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ____ Haru ____

      Nach seinem Besuch bei Hawks hatte Haru alles, was er brauchte, mehr oder weniger jedenfalls. Es schien ganz so, dass Virus gar kein so unorganisierter Haufen war wie der Chef der Velvets zuerst angenommen hatte. Laut seinem Informanten soll er auf der Hut sein, was Haru nur milde hat Schmunzeln lassen. Allerdings sagte jemand wie Hawks so etwas nun wirklich nicht aus Spaß. Wie Recht er damit haben sollte, das wurde Haru früher bewusst als ihm lieb war. Zwar hatte er herausgefunden, wo sich das Lager von Virus befindet und die Lage hätte nicht beschissener sein können, mitten in Shibuya. Zentraler ging es wohl kaum und nichts blieb unbemerkt. Wie konnte sich eine Gang bitte ein Haus mitten in Shibuya leisten, ohne aufzufallen, während die einen irgendeine abgefuckte Bar besaßen und die anderen eine alte Lagerhalle am Hafen schon Special fanden? Ernsthaft ein Haus in Shibuya? Wie konnten die Leute sie hier dulden? Wusste man überhaupt von ihnen?
      "Das ist doch nicht ihr scheiß ernst", fluchte Mia lautstark und kickte genervt mit ihren roten Chucks eine leere Dose Asahi Dry Beer über die Straße. "Schrei noch lauter und du kannst direkt bei ihnen klingen", pflaumte der Blondschopf Ryota direkt. "Ihr haltet beide die Klappe. Hier sind Überwachungskameras und die Leute starren uns an." pfiff Haru seine Leute zurück. Er winkte ihnen zu sich bzw. das sie ihm folgen sollten und führte sie in eine dunkle und wenigstens leere Seitengasse in der Nähe des Hauptquartiers von Virus. "Und jetzt Chef?", fragte Ryota nach und lehnte sich gegen die schmutzige Wand, während er sich eine Zigarette ansteckte. Nachdenklich runzelte Haruka die Stirn, während er von der Seitenstraße wenigstens einen guten Blick auf ihr Zielobjekt hatten. Warum musste Hawks bitte mit allem recht haben? Sicherlich würde auch stimmen, was er noch gesagt hatte. Sie haben Unterstützung von gewissen Leuten. Eine unantastbare Gangstergruppe? Funfuckingtastisch!


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    • Naoya
      Zusammen mit Ryo und zwei weiteren neueren Venoms, die sich aber bereits mehr als einmal bewiesen hatten, begab sich Naoya zur Dämmerung in Shibuya, wo sich das Hauptquartier der Virus befinden sollte. Es war wirklich unfassbar, dass diese Gang ihr Hauptquartier so im Zentrum positioniert hatte und es bisher keinem aufgefallen war. Da fragte man sich doch, ob sie Leute bezahlten wegzusehen oder ob sie eine verdammt gute Tarnung für ihre Machenschaften gefunden hatten... und die Mietpreise waren hier nun mal auch nicht sonderlich günstig.Wenig begeistert bewegte die kleine Gruppe sich immer weiter auf ihr Ziel hin, ehe Naoya innehielt und seinen Leuten bedeutete, sie sollten sich ein wenig in den Schatten verstecken. Die Straßen um das Hauptquartier waren weitestgehend Kameraüberwacht, etwas das sich die meisten Gangs sicher nicht leisten konnten... waren diese neuen Gangleader reich? Das ganze wirkte so absurd... insbesondere für eine neue Gang fuhr diese deutlich mehr auf, als die ein oder andere Altetablierte. Was würde sie hier erwarten. "Wir teilen uns auf. Ryo, du versuchst es auf der Ostseite, ich probiere es über die Westseite und ihr beide aus dem Süden. Denkt dran: wir spähen nur aus und wollen nicht entdeckt werden. Es geht hauptsächlich darum herauszufinden von welcher Seite ein Hinterhalt überhaupt möglich wäre." Knapp nickten die drei Venoms und so löste sich die Gruppe schnell auf, ehe schließlich nur noch Naoya an Ort und Stelle stand und sich schleichend zur Westseite dieses Gebäudes begab. Je weiter er kam, umso mehr Wachen zählte er und das waren keine Teenies. Das waren locker erwachsene engagierte Männer mit Erfahrung. Scheiße... was waren das nur für Leute? Sein Weg führt ihn weiter, geduckt hinter einigen Lagerkisten, ehe sein Blick zu einem weiteren Augenpaar glitt und er entsetzt seinen Erzfeind versteckt entdeckte, der ebenfalls Virus auszuspähen schien und dabei einen sehr ähnlichen Plan verfolgte. Er war kaum mehr als fünf Meter von Naoya entfernt, würde er aber versuchen zu ihm herüber zu laufen, würde der Brünette wohl aber von Wachen entdeckt werden. "Was zur Hölle...", formte er wortlos mit dem Mund, als auch Harukas Blick seinen aufgefangen hatte. "Verpisst euch."
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    • ____ Haru ____

      Großartig, einfach nur großartig. Nachdenklich fuhr sich Haru durchs Haar und lehnte sich neben Ryota an die Wand und schnappte sich dessen Zigarette um einen Zug zu nehmen. Er musste sich etwas einfallen lassen. Hawks hatte recht, überall waren Kameras, die Leute wurden besser bewacht als so mancher Celebrity und die Wachposten in ihren schicken schwarzen Anzügen mit ihren dunklen Sonnenbrillen, erinnerten an diese Klischee Mafiafilme. Zudem waren das keine Jugendlichen und junge Erwachsene mehr, das waren tatsächlich Männer mittleren Alters, die sie einfach mal zerlegen würden, sollten sie sich ihnen unerlaubt nähern. Haru war zwar kampflich sehr begabt, aber er wollte lieber nicht gerade heute herausfinden, welche Kampfsportarten die Kerle im Schlaf konnten. Vielleicht diente dies aber auch nur zur Abschreckung und Tarnung? Vielleicht waren das auch einfach ein paar Statisten, die nur gruselig aussehen sollen? Nein, irgendwie bezweifelte er das. Nachdenklich blies er den grauen Qualm in den Himmel. "Und jetzt?", hakte Ryota nach, woraufhin er sich einen vielsagenden Blick von Haru einfing. "Er denkt darüber nach Idiot", fauchte Mia. "Hah? Halt die Klappe verknallte Göre." fauchte sein anderer Velvet zurück. Man er wünschte Keisuke wäre hier, allerdings bewachte dieser Honoka, zusammen mit anderen Velvets. Sie waren nur hier zum Spionieren und dazu durften sie nicht so viele sein. Ein genervtes Seufzen entkam ihm, der die beiden wenigstens sofort verstummen ließ. Er hatte sich ja ausgerechnet die beiden Streithähne aussuchen müssen. Gerade als er sich nachdenklich umsah, erkannte er plötzlich ein ihm leider zu bekanntes Gesicht. Was zur Hölle machte bitte dieser verfluchte Naoya hier? Und dann führte er sich so auf, obwohl er gerade wahrscheinlich seine Leute aufgeteilt hatte? War er einfach nur dumm oder mutig? Er glaubte ja eher ersteres. Grinsend zeigte ihm Haru lediglich den Mittelfinger.



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    • Naoya
      Das hatte ihm wirklich gerade noch gefehlt. Verdammt, hätte Doc Haruka nicht den Namen verraten wären die Venoms hier zuerst gewesen und hätten in Ruhe alles ausspähen können. Dass Haruka nun aber mit seinem kleinen Gefolge erschienen war, die ja nicht mal ruhig sein konnten und früher oder später die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden, war fast schon ironisch und Naoya zweifelte ja doch ein bisschen an den Führungsfähigkeiten des Velvets, wenn er es nicht mal schaffte seine Leute bei einer Ausspähmission ruhig zu halten. Naoya hatte definitiv seinerzeit mehr Respekt Hiroto als jetzt vor Haruka. Hiroto wirkte wenigstens wie eine ernst zunehmende Führungsperson, die sich ihren Respekt erarbeitet hatte. Das gleiche konnte er von Haruka nicht sagen. Als dieser dem Brünetten dann auch noch den Mittelfinger zeigte, konnte Naoya nicht anders, als eine Grimasse in seine Richtung zu ziehen, ehe er seinen Blick wieder in Richtung des Westeingangs richtete. Scheiße, hier würden sie niemals einfach so hereinkommen. Er zückte sein Smartphone und schickte sowohl an Ryo als auch an die Zwillinge eine Nachricht, doch leider sah es bei diesen nicht viel anders aus. Fakt war... dies war eine verdammte Festung und einen Hinterhalt in der Unterzahl ohne jemanden drinnen zu haben war praktisch Selbstmord. Fuck... das kotzte ihn wirklich an. Was zur Hölle war das bitteschön für eine Gang? Sein Blick fiel zurück in die Richtung wo er herkam, doch leider hatte eine der Wachen ihre Position geändert und hatte nun seinen Fluchtweg im Blick. Nun gut... dann war es wohl Zeit sich bei Haruka richtig beliebt zu machen. Er schnappte sich einen recht großen Stein und blickte noch einmal zu Haruka, dem er kurz einen fast schon lasziven Blick schenkte, ihm zuzwinkerte und dann auch schon den Stein warf, der nicht mal einen Meter entfernt von den Velvets laut aufkam. Und es hatte den erwünschten Effekt. Besagte Wache schien dadurch sofort abgelenkt. Naoya warf Haruka noch kurz einen Luftkuss zu, ehe er sich umdrehte und auf dem gleichen Weg zurück verschwand, während sich die Wache dem Standort der Velvets näherte.


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    • ____ Haru ____
      Nun wenigstens hielten die beiden jetzt die Klappe, das war Haru nur Recht. Erstens musste er sich konzentrieren und zweitens war nun auch dieser Idiot Naoya aufgetaucht, der ihm gerade noch gefehlt hatte. Ehrlich der Kerl war wie eine Schmeißfliege. Ryota schien den Venoms nun ebenfalls erspäht zu haben, aber da er Angst hatte von Haruka noch einmal Ärger zu kassieren, in dem er jetzt etwas sagte, blickte er nur fragend zu seinem Anführer. Mia schien dies ähnlich zu gehen, aber sie schenkte dem Venoms wenigstens ebenfalls einen bissigen Blick - braves Mädchen. Haru versuchte fürs Erste seinen Feind mal zu ignorieren, da er gerade andere Probleme hatte. Zwar waren sie hier ziemlich gut positioniert als die Wachen wohl nun ihren Rundgang machten, aber man konnte nie wissen. Außerdem wollte er noch genug Informationen sammeln. Trotz seines Temperamentes war er ziemlich aufmerksam und er konnte sich ziemlich schnell Einzelheiten merken, dabei wurde allerdings direkt unterbrochen. Sein Blick wanderte noch einmal zu Naoya, der gerade einen Stein aufhob. Geschockt weiteten sich die Augen des Velvets. Oh nein, das konnte er doch nicht....
      Mit einem lauten Knall kam der große Stein direkt neben ihnen auf, traf zudem noch diese beschissene Mülltonne, die natürlich richtig typisch dort stehen musste. "Das...dieses Arschloch!" platzte es aus Ryota heraus. "Ich bring ihn um." waren die einzigen Worte die Haru jetzt noch einfielen. Und wie er ihn zerlegen würde! "LAUFT!"
      Natürlich hatten die Wachen sie darum bemerkt und sofort ihre Richtung angeschlagen, während Naoya schön die andere anschlug. Das konnte ihm so passen! "Was zur.....Haru wohin rennst du?" rief Mia ihm nach als Haru losrannte, aber nicht wie er seinen Leuten aufgetragen hatte in die Fluchtrichtung, sondern in die der Wachen und auch Naoya. "LAUFT! Ich komme nach." Oh ja, das konnte sich Naoya in die Haare schmieren. Er soll hier alleine Wachen abschütteln? Da hatte sich dieser Bastard geschnitten, wird Zeit für eine kleine Racheaktion. "Hey ihr Loser, netter Schuppen." machte er die Wache auf sich aufmerksam, die sich natürlich direkt in Bewegung setzte, während Haru in exakt die gleiche Richtung rannte wie es Naoya tat. Zum Glück hatte Haru aufgepasst und gesehen, wo er lang lief und tatsächlich erkannte er den Rücken des Venom, der sich wohl in Sicherheit wog und ein wenig langsamer wurde. Auch wenn jetzt nicht die Zeit zu grinsen war, konnte es sich Haru nicht nehmen lassen. Ein amüsiertes Grinsen schlich sich auf seine Lippen als er neben Naoya herlief. "Hey Honey, darf ich dir meine neuen Freunde vorstellen?" daraufhin deutete er auf einen verdammt wütenden Mob hinter sich. Nun zumindest kannten sie nun auch das Gesicht von Naoya und nicht nur seines. Rache ist eine feine Sache, vor allem für jemanden nachtragenden wie Haru.


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    • Naoya
      Er wusste durchaus, dass die Aktion eben selbst im Bezug auf ihre Feindschaft doch sehr arschig gewesen war, aber Haruka war ja nicht alleine und die Velvets könnten die Wachen sicher abschütteln. Zumal er Haruka auch nichts schuldete. War er also selber Schuld, dass er sich in solch eine Situation laviert hatte und Naoya würde auch ganz sicher keine Schuldgefühle bekommen. Andererseits sollte er das nicht unbedingt in Gegenwart von Minako oder Ryo erwähnen. Insbesondere erstere würde ihn dafür verurteilen und darauf hatte er verdammt wenig Lust. Nachdem der Brünette sich also recht sicher war, dass er weit genug weg war, wurde er langsamer und erreichte wieder normales Schritttempo, während er erneut sein Smartphone zückte und seinen Venoms eine Nachricht schicken wollte, dass sie sich zurückziehen und im Hauptquartier wieder treffen würden. Doch soweit kam er gar nicht. Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich ein grinsender Haruka neben ihm auf, dicht gefolgt von einigen der Wachen und geschockt blickte er erst kurz hinter sich, ehe auch er wieder die Beine in die Hand nahm. "Gott... irgendwann bring ich dich um...", grummelte er dem Anführer der Velvets entgegen, während er zielstrebig zurück zur Hauptstraße rannte, in der Hoffnung die Kerle dort loszuwerden. Leider waren die Kerle doch ziemlich schnell, dafür dass sie so groß und kräftig waren und Naoya machte sich doch gerade ehrlich Sorgen um sich, als einer der Wachen nach ihm die Hand ausstreckte, um ihn aufzuhalten, da sauste auch schon eine Klinge an dem Venomanführer vorbei und versank direkt in der fleischigen Hand des Mannes hinter ihm, der schmerzverzerrt aufschrie. Schnell blickte Naoya wieder nach vorne, um Ryo zu entdecken, die ihre Wurfmesser gezückt hatte und mit der jetzt absolut nicht mehr zu spaßen war. Auch die Zwillinge standen nicht weit entfernt, beide mit Handfeuerwaffen, die direkt auf die anderen zwei Wachen gerichtet waren und ihre Finger auf die Abzüge legten. "An eurer Stelle würde ich jetzt wieder zurück zu euren Wachposten gehen, wo ihr in Sicherheit seid. Wir wollen doch nicht, dass ihr in einer dunklen Gasse ohne Sicherheitskameras sterbt...ich meine diese Straßenräuber heutzutage werden wirklich immer dreister.", säuselte Anko, der eher androgyn wirkende Kerl mit den schwarzen Haaren und den hellen grauen Augen, während sein zweieiiger Zwillingsbruder nur schweigend lächelte. Ganz ehrlich, Naoya war gerade sehr erleichtert die drei zu sehen. Und es zeigte Wirkung. Die Wachen kehrten mit der Drohung um, dass sie sich ihre Gesichter gemerkt hatten und die 'Chefs' davon erfahren würden. Wahrscheinlich hatten sie nur abgelassen, weil sie keine Aufmerksamkeit auf das Hauptquartier lenken wollten. Schließlich waren sie hier nicht mehr weit von der Hauptstraße entfernt. "Danke.", entgegnete Naoya seinen Leuten, ehe er sich Haruka mit nun doch härterer Miene zuwandte. "Die hätten euch auch ohne mich schnell entdeckt. Deine Hündchen sind nicht gerade subtil. Wenn man sich anschleicht, sollte man nicht gerade laut miteinander zanken."
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    • ____ Haru ____

      Natürlich war das Verhalten von ihnen beiden extrem kindisch und auch gefährlich, aber ganz ehrlich? Diese innere Genugtuung die ihn gerade erfüllte, war einfach herrlich befriedigend. Allein der geschockte Blick von Naoya war das mehr als nur wert gewesen. Amüsant war auch, dass Haru zuvor exakt dieselben Worte gesagt hatte. Auf diese Reaktion tat er also dem Venom vor dieser Aktion gleich und schenkte ihm einen Kussmund, während er lachend weiter rannte. Die Situation war nicht zum Lachen, aber ein kleiner Teil in ihm machte diese Streitereien Spaß und er glaubte, dass es dem Venoms da ähnlich ging. Nicht das es einer der beiden auch nur jemals zugeben würde. Zusammen rannten sie also zur Hauptstraße, wo schon direkt die Pitt Bulls, der Venoms auf sie warteten. Nicht das Haru etwas gegen diese Hunde hatte, auch wenn er kein Fan von diesen Tieren war, aber ein anderes Verhalten konnte er beim Anblick von dieser Ryo nicht treffender formulieren. Nun jedenfalls waren sie die Wachen los - fürs Erste und Naoya konnte sich wohl eine arrogante Belehrung nicht verkneifen, was im Anbetracht dessen, dass seine Autorität vor kurzem selbst hinterfragt wurde von der intelligenten Ärztin der Venoms doch sehr amüsant war. Sollte Naoya das unter der Voraussetzung wirklich sagen? Nicht wirklich, aber Haru war zu sehr amüsiert, um sich um solche Worte auch nur ansatzweise den Kopf zu zerbrechen, darum grinste er ihn einfach nur an. "Awww ein Ratschlag vom großen Naoya. Mir kommen die Tränen." dabei zwinkerte er ihm zu und war im Inbegriff zu gehen. Er musste immerhin nach seinen Leuten sehen und seine Rache hatte er auch bekommen. Die Welt war also wieder im Gleichgewicht, auch wenn ihm die Virus-Geschichte deutlich mehr zu schaffen machte, als er zugeben wollte. Er hatte ihre Gegner unterschätzt und vor allem die Mittel die ihnen offenbar zur Verfügung standen. Das war kein gewöhnlicher Gangkrieg wie es bei den Velvets und Venoms der Fall war, das war eine deutlich andere Hausnummer und er musste sich dringend etwas einfallen lassen. Mit einem Küsschen und Peace-Zeichen machte er sich also auf den Weg. Er hatte keine Zeit sich jetzt mit den Venoms zu befassen und steuerte, nachdem er sicher war, dass die Wachen nicht irgendwo lauerten auf den Treffpunkt mit seinen Leuten zu. Dort angekommen rannte ihm Mia direkt in die Arme. "Haru es tut mir so Leid. Das ist alles unsere Schuld. Wenn wir uns nicht gestritten hätten, dann..." stammelte die Blonde um die Haru einen Arm gelegt hatte. Ryota fuhr sich auch schuldbewusst durch das Haar und blickte zu Boden. "Sorry Boss..." seufzte er entschuldigend. "Geht es dir gut? Bist du verletzt? Wo ist dieser verfluchte Venom? Wenn ich den in die Finger kriege, bringe ich ihn um!" fauchte die Blondine. Haru wuschelte ihr daraufhin nur grinsend durchs Haar. "Das ist mein Job. Wir gehen."



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    • Naoya
      Hauptsächlich war er froh hier unversehrt heraus gekommen zu sein und mehr denn je war er erleichtert Ryo, Anko und Seiko mit auf diese Mission mitgenommen zu haben, da sie ihm durchaus gerade den Arsch haben. Die Erleichterung war sogar so groß, dass Naoya keine Lust mehr hatte noch etwas auf Haruka zu erwidern und ihm nur kurz nachblickte, bevor er sich seinen Leuten wieder widmete. Er hatte einen Fehler gemacht selbst keine Waffen auf diese Mission mitzunehmen, da er der Meinung gewesen war, sie würden schon nicht auffliegen, allerdings wusste er, dass das eigentlich ein dummer Anfängerfehler war und er es hätte besser wissen müssen. Seufzend fuhr er sich mit einer Hand durch seine wuscheligen Haare und hob dann leicht seine Augenbraue. Daswar wirklich nicht gelaufen, wie er wollte und die Erkenntnisse von dieser Mission machten ihn auch alles andere als glücklich. Er wusste nicht, wie die Venoms in ihrer momentanen Konstellation und Stärke gegen Virus ankommen sollten, wenn diese so stark befestigt und geschützt waren und selbst wenn sie ihre Rachepläne ad acta legen würden, hielt diese neue Gang nichts auf das nächste Mal wieder einen seiner Leute zu erledigen und diesmal vielleicht sogar endgültig. "Wir gehen Heim. Dort besprechen wir dann alles weitere." Bestätigend neigten die drei Venoms ihre Köpfe und so traten sie gemeinsam den Heimweg an. Als sie später an diesem Abend den Pub erreichten, war der Großteil der Gang ohnehin bereits da und sie führten bis lange in die Nacht und noch weiter bis zum Morgengrauen aufgeregte Diskussionen darüber, was sie denn nun überhaupt machen konnten. Leider blieb ihnen aber nur eine realistische Möglichkeit: Sie mussten sich mit einer Gang verbünden, die ebenso einen Groll gegen Virus hegte und kampferprobte, zahlreiche Mitglieder besaß. Leider fiel Naoya da nur eine einzige Gang ein und er konnte förmlich kotzen bei dem Gedanken daran mit Velvets zusammenzuarbeiten. Andererseits blieb ihnen nichts übrig und dafür musste er wirklich schweren Herzens versuchen seinen Stolz herunterzuschlucken, was ihm mehr als schwer fallen würde.
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    • ____ Haru ____

      Es herrschte eine überraschende Stille im Hauptquartier der Velvets. Honoka wurde glücklicherweise inzwischen medizinisch im Krankenhaus versorgt und dadurch war wenigstens diese Sorge ein klein wenig leichter geworden. Allerdings wollten sie die Schuldigen dafür nach wie vor büßen lassen, was ihr nächstes Problem war: Virus. Nachdem Mia, Ryota und Haru den anderen Mitgliedern berichtet hatten wie es um die Sicherheit und den Mitteln von Virus bestimmt war, war es erschreckend still geworden. Niemand hatte mit so etwas gerechnet, schon gar nicht mit einer Gang die offenbar über dem jugendlichen Niveau existierte. Die Velvets und Venoms waren große Gruppen, aber durch ihren jugendlichen Leichtsinn eben irgendwie erreichbar. So doof es auch klingen mochte. Virus war ein anderes Kaliber und das sie die Gruppe so unterschätzt, hatten wog schwer und traf sie tief. Haru saß auf dem schwarzen Ledersofa in ihrer Halle, rauchte eine Zigarette und zermarterte sich das Hirn wie es nun weiter gehen sollte. Es würde nicht bei einem Angriff von Virus bleiben, sie hatten sowohl ihnen als auch den Venoms den Krieg erklärt und nach der kläglichen Spionageaktion, wussten sie auch, dass sie ihre Identität herausgefunden hatten. "Hat Hawks noch irgendetwas gesagt?", fragte Keisuke ruhig, der mit verschränkten Armen am verschlossenen Eingang der Halle lehnte und zur Gruppe sah. "Du hast Hawks gesehen, Chef?", ertönte eine freudige Stimme, die sich aber sofort peinlich berührt räusperte, so das Haru trotz der beschissenen Situation ein wenig schmunzeln musste. Richtig, sie hatten hier einen großen Fan des Informanten, wobei Haru eher vermutete das sich ihr süßer Akashi einfach nur extrem verschossen hatte. Akashi war mit seinen süßen 17 das jüngste männliche Mitglied der Velvets. Mit seinem süßen Gesicht und den dunkel blonden Haare, würde niemand darauf kommen das er Mitglied einer Gang war und schon gar nicht, wenn er so reagierte, sobald der Name ´Hawks´fiel. "Ich nehme dich das nächste Mal mit Akashi", schmunzelte Haru, woraufhin er förmlich die Herzchen in den Augen des anderen erkennen konnte. "Danke Boss!" "Wie auch immer...." fuhr Keisuke nun vor, woraufhin Haru schwer seufzte und sich an einen Satz erinnerte, denn er eigentlich bewusst verdrängt hatte. "Das wir mit unserer Ganganzahl absolut unterlegen sind. Die Gang von Virus ist offenbar riesig und nachdem wir die alten Säcke gesehen haben, glaube ich mehr und mehr daran das Hawks Recht damit hat, dass Virus Kontakte zu ganz anderen deutlich gefährlicheren Leuten pflegt." antwortete Haru und drückte die Zigarette am Aschenbecher auf dem Tisch vor ihm aus. "Das heißt du willst die Velvets vergrößern oder wir sollen uns mit jemanden verbünden?" hakte Keisuke weiter nach, woraufhin nun wirklich alle Augen auf Haru gerichtet waren. "Ich dachte immer ich würde mich eher verprügeln lassen, bevor ich es so weit kommen lasse, aber bevor ich die Velvets verliere, muss ich wohl dieses Register ziehen, so sehr es mich auch ankotzt." Haru war kein Idiot und er konnte durchaus ein ebenso vernünftiger Mensch sein, wie es Hiroto gewesen war. Natürlich nicht so vorbildlich aber Haru liebte die Velvets mindestens genauso sehr wie es Hiroto tat. Bevor die Velvets nur wegen seinem Stolz zerschlagen wurden, müsste er etwas unternehmen, selbst wenn das bedeutete sich mit einer anderen Gruppe zu verbünden und die einzige Gang die dafür infrage kam, löste in Haru das Bedürfnis aus sich am liebsten übergeben zu wollen. Er hätte niemals gedacht, dass er die Venoms jemals um Hilfe bitten würde...
      Er hasste sich alleine für den Gedanken jetzt schon.


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    • Daiki
      Die Soba Nudeln waren nicht schlecht gewesen, aber er wusste durchaus, dass er das Gericht deutlich besser zubereiten konnte. Er war beim Kochen abgelenkt gewesen und es nervte ihn, dass er seit seinem Gespräch mit Kazuya an nichts anderes mehr denken konnte, als an seine Vergangenheit und er hasste es. Kazuya war so lieb gewesen und hatte ihm wie immer Komplimente für das Essen gemacht, doch Daiki konnte nicht einmal richtig danke sagen. Und jetzt? Es war mitten in der Nacht, sie beide hatten sich längst in ihre Zimmer verabschiedet doch Daiki konnte nicht einmal versuchen zu schlafen, ohne das seine Gedankenwelt verrückt spielte. Leise hatte er sich aus seinem Zimmer geschlichen und war in die Küche gegangen, wo er nun das Licht angeschaltet hatte und in einem der Unterschränke nach seinem kleinen Geheimvorrat suchte, von dem Kazuya bisher vermutlich nichts wusste. Nun ja... das war auch nicht unbedingt vorbildlich, wenngleich Daiki bereits achtzehn Jahre alt war und es für ihn dementsprechend legal war. Seufzend holte er eine Flasche Himbeerlikör hervor und schnappte sich ein kleines Glas in welches er zur Hälfte füllte, ehe er sich am Küchentisch niedersetzte und den ersten Schluck von dem süßen alkoholhaltigen Getränk nahm. Es war nicht die beste Lösung, um später besser einschlafen zu können, aber er wollte ungerne auf Tabletten zurückgreifen und der Gedanke ewig im Bett zu liegen und nur zu hoffen, dass er irgendwann einschlief, war genauso wenig prickelnd. Wenn es ihm in der Vergangenheit so ging, hatte er sich nachts oft mit seiner Mutter zusammengesetzt, manchmal hatten sie sich noch irgendwelche kitschigen Serien angesehen oder die ganze Nacht Liebeskomödien angeschaut, aber jetzt war er hier allein und seine Mutter einige Fahrtstunden entfernt. Er wusste, er könnte sie anrufen und sie würde es ihm sicher nicht übel nehmen, aber das brachte er nicht übers Herz. Seine Mutter hatte ihn gehen lassen, weil sie glaubte, dass er nun wunderbar alleine klarkam...
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    • ____ Kazuya ____

      Der Abend war zwar äußert angenehm gewesen mit Daiki und diesem verdammt köstlichen Soba, aber Kazuya wurde das Gefühl nicht los das Daiki seit ihrem Gespräch anders war. Nun gut auch den Blonden hatte es aufgewühlt von sich zu erzählen, zumal er nie über sich sprach, aber wenn man so auf Distanz zu Menschen ist, fängt man selbst bei seinen eigenen Gefühlen damit irgendwann an. Kazuya war ein Mensch, der es gewohnt war zu grübeln, sich den Kopf mit Gedanken zu zermartern, dass es eher für ihn ungewöhnlich war es nicht zu tun, vielleicht konnte er daher damit inzwischen umgehen. Soweit man damit umgehen konnte. Jedenfalls trug er seine Gefühle nicht nach außen, da er niemanden hatte mit dem er sich teilen konnte und er hatte seine eigene Methode entwickelt sich abzulenken:Parkour oder sein Computer. Aber ob es Daiki gut ging? Trotz seines Lächelns beim Abendessen hatte er so furchtbar traurig ausgesehen, dass der Blonde dieses Bild einfach nicht mehr aus dem Kopf bekam. Gott, noch so ein Grund warum er sich nicht mit anderen Menschen einlassen wollte. Er wollte nicht wieder anfangen sich zu sorgen oder jemanden gern zu haben. Nicht schon wieder...
      Es half aber alles nichts, er bekam kein Auge zu. Ob er einfach eine Runde laufen gehen sollte? Als er seinen Arm ausstreckte um nach seinem Handy zu tasten, welches auf dem Nachttisch lag, stellte er mit Entsetzen fest, dass 2 Uhr nachts nicht gerade die beste Uhrzeit für einen Walk abgab. Nicht, dass er das nicht auch schon hinter sich hätte. Nachdem er sich noch ein paar Mal hin und her gewälzt hatte, gab er es auf und erhob sich aus dem weichen Bett. Natsuo hatte ihm als er klein war immer einen Lavendel-Tee gekocht, wenn er nicht schlafen konnte. Dies waren diese nostalgischen Momente, an die sich Kazuya leider immer noch klammerte. Allerdings erschien ihm ein Tee nicht die schlechteste Idee zu sein. So lief er barfuß, zerzausten blonden Haaren, seiner liebsten schwarzen Jogginghose die ihm locker auf den Hüften hing und einem weißen ärmellosen Oberteil, dass ihm viel zu groß war und mehr über der Schulter ging als woanders, aus seinem Zimmer. Er hätte ja nicht erwartet, denn Blauhaarigen dort anzutreffen. Verwundert sah er zu Daiki und vor allem zu dem Likör in seiner Hand. Nun wer war Kazuya das er ihn verurteilen sollte? "Daiki? Ist alles in Ordnung?"


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    • Daiki
      Er hatte nicht zu viel von dem Likör getrunken, merkte aber zumindest, dass er sich nicht mehr ganz so viele Sorgen machte und wollte sich eigentlich gerade daran machen in der Küche aufzuräumen, da vernahm er auch schon die Stimme seines Mitbewohners. Mist... er war doch extra leise gewesen, um Kazuya nicht zu wecken. Nun erblickte der Blonde ihn aber dennoch so. "Wenn ich jetzt behaupte, dass bei mir alles in Ordnung ist... würdest du es dann überhaupt glauben?", murmelte er mit einem fast schon bitteren Unterton, während er auf die halb volle Likörflasche deutete. "Ich würde dir ja auch etwas anbieten, aber du bist minderjährig und ich mach mich sonst strafbar...", seufzte der Blauhaarige leise, würde Kazuya ihn aber nun doch um einen Schluck bitten, würde Daiki wahrscheinlich nicht mal 'nein' sagen. "Was ist mit dir? Warum bist du wach? Hab ich dich irgendwie geweckt?" Erneut nahm er einen Schluck des dunkelroten alkoholhaltigen Getränks und verzog kurz darauf leicht das Gesicht, ehe er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und an die Decke der Küche starrte. Es war ihm wirklich mehr als unangenehm, dass Kazuya ihn in diesem Zustand sah und er würde es dem Jüngeren nicht einmal übel nehmen, wenn er dadurch schlechter von Daiki dachte. Ja, er war erwachsen, aber immernoch Oberschüler. Das war sicher nichts was normale Oberschüler um zwei Uhr morgens taten, wenn sie nicht schlafen konnten. War es schon zu spät um zu behaupten, dass das kein Alkohol sondern Himbeersaft war? Ja... so dumm war Kazuya nun wirklich nicht und warum sollte er seinen Mitbewohner auch anlügen? Ein Blick auf das Etikett der Flasche und Kazuya wüsste ohnehin Bescheid, wenn er nicht längst gesehen und verstanden hatte, was das für ein Getränk war.
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    • ____ Kazuya ____

      Kazuya hatte ehrlich gesagt mit allem gerechnet, aber nicht das er Daiki mit einer Flasche Likör vorfinden würde. Natürlich befand es der Blonde nicht gerade als sinnvoll seine Sorgen im Alkohol zu ertränken, aber wie bereits erwähnt, wer war er schon das er darüber urteilen durfte? Kazuya glaubte zwar das er vieles verlernt hatte, was den Umgang mit seinen Mitmenschen anging, aber er hatte seine Empathievermögen keinesfalls eingebüßt. Das war eine Eigenschaft, die er eigentlich nicht mehr besitzen wollte. Er wollte das ihm sein Umfeld egal war, dass ihm jeder egal wurde, aber Daiki so zu sehen brach ihm das Herz. Darum sah er ihn eine ganze Weile schweigend an. "Nein, ich würde dir nicht glauben", antwortete er ihm und steuerte auf ihn zu. "Ich möchte nichts, danke", entgegnete er nur knapp auf die Worte was das Anbieten anging. Es wäre ja wohl kaum sinnvoll, würden sie hier beide sitzen und sich betrinken, zumal es absolut gar nichts brachte. Kazuya hielt nicht viel davon, dass man Alkohol als Ausweg sah, aber wahrscheinlich hatte jeder seine ungesunden Methoden um mit Dingen klar zu kommen. Wenn Kazuya einen sehr schlechten Tag hatte, betrieb er exzessiv Sport und auch das war alles andere als gesund und eine Art Sucht. Demnach Nein, er war wohl der letzte Mensch der Daiki einen Vortrag halten durfte, zumal ihm das auch gar nicht zustand. Sie kannten sich kaum und doch wurde Kazuya das Gefühl nicht los, dass er an diesem Kummer eine gewisse Teilschuld hatte. Lag es daran, dass er Erinnerungen aufgewühlt hatte? "Du hast mich nicht geweckt, ich konnte nur nicht schlafen." er blieb neben dem Blauhaarigen stehen, wusste nicht, ob er sich setzen durfte, geschweige den ob Daiki überhaupt seine Gesellschaft wollte. Hajime war, ob man es glaubte oder nicht, immer ein verdammt guter Tröster gewesen. Zu seinen Glanzzeiten als Bruder versteht sich. Kazuya wünschte sich wirklich diese Eigenschaft von ihm in diesem Augenblick. Was hatte sein Bruder immer getan, wenn Kazuya traurig war? Er wusste es, aber das konnte jetzt gut oder schlecht ausgehen. Immerhin war das Verhältnis zwischen Brüdern etwas komplett anderes als zu seinem Mitbewohner, denn man kaum kannte. Dennoch wollte es der Blonde versuchen. Darum nahm er ihm das Glas aus der Hand, stattdessen seine Hand, strich sanft über diese und setze sich ihm nun doch gegenüber. "Ich bin wahrscheinlich der lausigste Tröster dieses Planeten, aber .... willst du mit mir reden?" es war ein sanftes Lächeln auf den Lippen des Blonden, der so lange nicht mehr wirklich gelächelt hatte. Sanft, ohne irgendwelche Vorurteile. Einfach nur ein Lächeln.


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    • Daiki
      Sein Atem stockte, als Kazuya sich zu ihm setzte und ihm den Likör wegnahm, ehe Daiki auch schon die Hand seines Mitbewohners in seiner spürte, die ihn streichelte. Versuchte Kazuya Daiki gerade zu beruhigen? Ihn zu trösten? Der Blauhaarige schluckte schwer. Es war nicht über soetwas zu reden und wahrscheinlich wirkte die Situation durch den Alkohol noch schlimmer, als sie war. Daiki nahm sich fest vor sich das nächste mal hier mit einer großen Box Vanilleeis und einem Löffel hinzusetzen. Das würde vielleicht nicht ganz so sehr nach Alkoholiker aussehen und womöglich dachte Kazuya jetzt, dass sein Mitbewohner in seinem Alter bereits ein Problem mit Spirituosen hatte. Weil Daiki ja schon so einen guten Eindruck hinterließ...
      "Tut mir leid... das war heute einfach nur alles etwas viel. Ich hab es in letzter Zeit ganz gut geschafft meine Vergangenheit an meiner alten Schule zu verdrängen, aber durch das Gespräch heute geht mir das alles wieder nicht mehr aus dem Kopf. Wenn ich im Bett liege und versuche zu schlafen wird das allerdings auch nicht gerade besser... und wir haben gerade keinen Fernseher wo ich mir Liebeskomödien reinziehen kann.", beendete er seinen Satz schließlich mit einem fast schon tonlosen Lachen. Scheiße... er hatte wirklich nicht gewollt, dass sein Mitbewohner ihn nach so kurzer Zeit so sah. Das war schließlich nicht gerade ein ruhmreiche Seite an ihm. "Das bittere am Ganzen ist... ich denke die Leute, die mich an meiner alten Schule aufgezogen haben erinnern sich vermutlich an das meiste nicht einmal mehr. Aber ich weiß noch alles ganz genau... als hätte es sich in meinen Kopf gebrannt. Es stimmt was man sagt... Kinder können wirklich absolut grausam sein. Gott... irgendwie bin ich ja selbst noch ein Kind mit diesen dummen Anwandlungen. Ich bin ein verdammtes Arschloch in der Schule, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht aus Selbstschutz... vielleicht weil ich meine vergangenen Erfahrungen auf andere reflektiere. Ich habe eigentlich keinerlei Berechtigung hier Selbstmitleid zu haben. Ich bin selbst nicht unbedingt besser."
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    • ____ Kazuya ____

      Er hatte keine Ahnung, ob er das hier richtig anging, ob er überhaupt dazu taugte jemanden zu trösten. Er konnte über Hajime schimpfen wie er wollte, aber er kannte niemanden der besser im Trösten war als er. Nun zu seinen guten Zeiten versteht sich, jetzt gab es niemanden der talentierter war ihm weh zu tun. Schon interessant, dass diese beiden Empfindungen und Talente so nah aneinander lagen. Jedenfalls hatte er niemand anderen an dem er sich orientieren konnte, also hoffte er das er es sich bei Daiki gerade mit seinem kläglichen Tröstversuch nicht versaute. Er hatte sich ihm gegenüber gesetzt, sah Daiki einfach nur sanft an, selbst erstaunt, dass er das überhaupt konnte und hörte ihm zu, als er mit ihm sprach. "Empfindungen sind etwas, für das man sich niemals entschuldigen sollte", antwortete er ihm und legte den Kopf leicht schief. "Und wir werden als Erstes einen Fernseher kaufen, versprochen." schmunzele er in der Hoffnung ihn damit vielleicht etwas aufzuheitern. Kazuya setzte sich dann aber wieder gerade, wusste nicht so genau, ob er die Hand nun loslassen sollte, weil es ja doch ziemlich peinlich war, aber ihm selbst hatte das früher immer sehr geholfen. Daiki jedenfalls sprach und das war gut, er sollte seine Gedanken nicht in sich hineinfressen. Kazuya wusste, wovon er sprach, denn er tat dies ständig und er war sich sicher, dass er daran irgendwann zugrunde gehen würde. "Es tut mir wirklich leid, dass unser Gespräch dich so aufgewühlt hat. Das letzte, was ich wollte, war dir weh zu tun." antwortete er Daiki leise. "Und es ist nur natürlich, dass du dich daran erinnerst. Derjenige der diese Erfahrung gemacht hat, wird auch immer derjenige sein in dessen Gedächtnis sich so etwas brennt. Man baut um sich selbst eine Mauer, so hoch, dass sie niemand erklimmen kann, doch es wird immer Stellen geben die bröckeln. Du kannst entweder versuchen die Mauer wieder aufzubauen oder sie einzureißen, das liegt ganz an dir. Ob du dich in deiner neuen Schule wie ein Arschloch verhältst, weiß ich nicht und kann ich nicht beurteilen, aber es scheint dir nicht egal zu sein. Werde nicht zu jemanden, denn du sonst so sehr verachtest hast. Aber ich kann dich verstehen...ich gebe mich auch nicht in der Öffentlichkeit wie ich bin. Man ist es Leid verletzt zu werden und man hat innerlich einfach nicht die Stärke und die Kraft es besser zu wissen." meinte er dann nachdenklich. "Du solltest nur wissen, wer dein Verhalten verdient und wer nicht." daraufhin ließ er die Hand von Daiki los und schmunzelte leicht. "Tut mir leid, da sitze ich hier und halte dir weise Ratschläge, wenn ich selbst doch meine eigenen Ratschläge nie befolge."


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    • Daiki
      Der Blauhaarige schenkte seinem blonden Mitbewohner ein kleines Lächeln, als dieser versuchte ihn ein wenig aufzumuntern und vorschlug, dass sie sich recht bald einen Fernseher besorgen würden und auch so waren die anschließenden Worte von Kazuya wirklich beruhigend und beruhigten Daiki ein wenig. Ja, das Gespräch hatte ihn an alte Zeiten erinnert, aber die lagen nun hinter ihm und er würde sich keine Sorgen deshalb mehr machen müssen. Das konnte er zwar nicht komplett abstellen, aber er würde versuchen ein bisschen positiver in die Zukunft zu blicken. Außerdem hatten ihn die vergangenen Jahre auch ein wenig stärker gemacht und abgehärtet. Er wollte also versuchen sich dadurch nicht mehr so herunterziehen zu lassen. Und Kazuya hatte schließlich nicht ganz unrecht. Jeder hatte wohl eine nicht ganz so perfekte Vergangenheit und vielleicht war der Sinn darin sich damit zu beschäftigen, um es wirklich verarbeiten zu können und schließlich davon zu wachsen. Das war doch wirklich keine üble Sicht auf die Dinge.
      "Schon gut... du hast nicht ganz unrecht und diese Vergangenheit wird mich wahrscheinlich immer wieder heimsuchen.", seufzte der Blauhaarige leise und fuhr sich mit der freien Hand durch sein Haar, ehe er erneut ansetzte. "Ich seh vielleicht auch grad in meinem Leben nicht ganz durch, ich habe Angst die Kontrolle in der Schule zu verlieren, ich gerate mit anderen aneinander und vielleicht hab ich mich sogar in einen Kerl an meiner Schule verknallt. Kein Wunder, dass die Vergangenheit da so beängstigend zurückkehrt und ich nur befürchte, dass sich die Vergangenheit wiederholt, wenn ich mich nicht wieder unter Kontrolle bringe." Es musste lächerlich klingen, was er da gerade alles sagte, aber es stimmte und je mehr er sich diese Tatsachen eingestand, umso größere Angst machten sie ihm. Er wollte nicht mehr solche Ängste haben und befürchten, dass sein wahres Ich zum Vorschein käme und es keiner akzeptierte. Andererseits musste er auch endlich versuchen damit umgehen zu können.
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    • ____ Kazuya ____

      "Sie werden immer ein Teil von dir sein und auch wenn sie dir Angst machen, werden sie dich stärker machen. Sie haben dich zu dem gemacht der du heute bist und vielleicht bedeutet das von jemanden, den du gerade mal eine Woche kennst nicht wirklich etwas, aber ich kann dich ziemlich gut leiden und das sagt dir jemand der Menschen hasst." antwortete er ihm und blickte nachdenklich auf die Hand, die er immer noch in seiner hielt. Wahrscheinlich etwas merkwürdig hier als Kerl Händchen haltend zu sitzen, aber es sah sie ja niemand. Dennoch hatte er das Gefühl, dass es Daiki unangenehm sein könnte, weshalb er seine Hand wieder losließ. Der Blauhaarige hatte sich also vielleicht in jemanden in seiner Schule verliebt? Wieso klang dieser Satz nur so....unangenehm in seinen Ohren? "Daiki es wird immer Menschen in deinem Leben geben, die mit deinem Lebensstil nicht einverstanden sind aber warum dann ausgerechnet nach den Maßstäben von solchen Leuten leben, die deine Sympathie gar nicht verdient haben? Ich denke es ist besser für das gehasst zu werden, was man ist, als für das geliebt zu werden, was man nicht ist. Dein wahres Ich ist so warm und gutmütig, es strahlt richtig und ich denke das genau dieser Daiki mit all seinen Ecken und Kanten perfekt ist wie er ist. Hab Vertrauen in dich, es ist dein Leben und du bekommst die Zeit nicht wieder zurück. Lebe so, dass du nichts zu bereuen hast. Es ist schwer, ich versuche es auch und klinge gerade mit meinen altklugen Sätzen richtig bescheuert, wenn ich es selbst nicht auf die Reihe bekomme, aber wenn ich etwas gelernt habe dann das ich anderen Leuten nicht gefallen will, für etwas das ich nicht bin." daraufhin sah er Daiki einen Moment in die Augen. Ob der Blauhaarige eigentlich wusste, was für schöne Augen er besaß? Sie sahen aus wie Edelsteine. "Möchtest du von diesem Kerl, denn du magst für die Person gemocht werden die du gerade bist oder für die Person, die du in der Schule präsentierst? Halte dir das vor Augen und handle entsprechend. Wenn er dein falsches Ich liebt, dann ist er nicht der richtige. "


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    • Daiki
      Er lauschte all den Worten des Blonden und verinnerlichte diese mehr und mehr, ehe er nun doch nicht mehr ganz so trübsinnig lachte und seinem Gegenüber ein sanftes und warmes Lächeln schenkte. "Du sprichst wie ein weiser alter Mann und das mit diesem extrem niedlichen Gesicht... darauf komme ich einfach nicht klar.", murmelte er dann doch grinsend und beugte sich ein wenig vor, um Kazuya durch dessen blonden Haare zu wuscheln. "Danke für's reden und für deinen Rat, ich hätte nicht gedacht, dass ich das so dringend brauche, aber es hat mir wirklich unfassbar gut getan und vielleicht kann ich jetzt auch wieder ordentlich schlafen." Langsam erhob Daiki sich von seinem Platz und nahm die Likörflasche in die Hand, nur im diese wieder hinten im Unterschrank zu verstauen, ehe er zögerlich zu Kazuya aufsah und ihm einen amüsierten Blick schenkte. "Ich kann mich doch darauf verlassen, dass du dich von der Flasche fernhältst, oder? Nicht dass ich noch Ärger bekomme, weil mein minderjähriger Mitbewohner wegen mir an Alkohol herankommt." Natürlich meinte Daiki das nicht so ernst. Er hegte keinen Zweifel daran, dass Kazuya schon nicht an die Flasche herangehen würde, zumal der Blonde daran sicher auch nicht wirklich Interesse hatte. Er war Sportler, die mieden doch meistens ohnehin Alkohol, oder nicht? Nun... das sollte Daiki als Bogenschütze vielleicht auch lieber. Ein betrunkener Bogenschütze war irgendwie doch schon ein mehr als irrwitziger Gedanke.
      Langsam richtete Daiki sich wieder auf und schloss den Unterschrank, ehe er sich auch schon gähnend streckte. "Ich denke ich werde wohl jetzt ins Bett gehen und noch einmal versuchen zu schlafen. Vielleicht habe ich ja diesmal Erfolg. Vielen Dank für alles und solltest du auch mal reden wollen, meine Tür steht offen... im übertragenen Sinne. Ich werde meine Zimmertüre sicher nicht die ganze Zeit offen stehen lassen." Ein kleines Grinsen umspielte seine Lippen, ehe er langsam an Kazuya vorbeiging. "Gute Nacht, Kazu." Damit begab er sich geradewegs wieder in sein Zimmer und ließ sich in sein Bett fallen. Er fühlte sich plötzlich so unfassbar müde...
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    • ____ Kazuya ____


      Kazuya lächelte wirklich nicht oft, aber bei Daiki erwischte er sich wirklich, dass er es tat. Irgendwie hatte das Lächeln es anderen etwas Ansteckendes. Ob er wohl merkwürdig aussah, wenn er lächelte? Schließlich hatte der Blonde lange Zeit geglaubt, dass er das verlernt hatte. Vielleicht zog er ja eine Grimasse dabei? Jedenfalls lächelte er sanft als ihm Daiki ein Lächeln schenkte und schüttelte nur amüsiert den Kopf. "Wer weiß, vielleicht bin ich ja schon richtig alt und du weißt es nur noch nicht? Wir sind schließlich Japaner, wir altern ohnehin anders als andere Leute." entgegnete er ihm belustigt. Komisch, wenn Daiki ihm sagte, dass er ein niedliches Gesicht hatte, freute sich Kazuya irgendwie darüber. Jeden anderen hasste er dafür, aber bei dem Blauhaarigen löste das in ihm so ein unbekanntes Gefühl aus. Vielleicht war er auch einfach nur vollkommen übermüdet, anders konnte es nicht sein. Vielleicht brannten jetzt auch einfach alle Sicherungen durch? War ja nur eine Frage der Zeit bis der Blonde durchknallte, nach all dem entsozialisieren das er so betrieb. Menschen sind Rudeltiere, konnte ja nicht normal sein was er da tat. Sicherlich würde er irgendwann als gruseliger Einsiedler in einer Holzhütte auf einem Berg enden, denn jeder für Horrorgeschichten missbrauchte. Wieso hatte er jetzt plötzlich Heidis Großvater im Kopf? Gott, er gehörte eindeutig ins Bett. Zumal wegen diesem blöden Haare verwuscheln sein Herz so schnell schlug. Als Daiki sich dann erhob, sah Kazuya ihm einen Moment nach als er die Flasche verstaute, erhob sich dann aber selbst von dem Stuhl. Bezüglich des Kommentars des anderen rollte er nur grinsend mit den Augen. Also wirklich Daiki tat gerade so, als würden sie beide über 10 Jahre unterscheiden. "Natürlich, sobald du die Türe schließt werde ich mich sinnlos betrinken und auf dem Tisch einschlafen. Geh endlich ins Bett Spinner." grinste er ihn an, ehe er zu seiner Tür ging und die Hand auf die Türklinke legte, als er sich dabei noch einmal zu dem Blauhaarigen umdrehte. "Ich hoffe wirklich, du schläfst besser. Ich bin kein sonderlich guter Tröster, aber ich bin hier, wenn du mich brauchst und schließ deine Türe ruhig, wenn ich etwas brauche, trete ich sie einfach ein." zwinkerte er ihm dann zu, während er ihm einen Kussmund zuwarf und öffnete seine eigene Zimmertür. "Gute Nacht Daiki."
      Als Kazuya die Tür hinter sich in seinem Zimmer schloss, griff er zuerst mit den Händen in sein Gesicht und hielt sich die Wangen. Hatte er ihm gerade zugezwinkert?! Und was sollte dieser Kussmund?! Heilige Scheiße. Die andere Hand wanderte zu seiner Brust, weil sein Herz so laut klopfte, dass er glaubte sich übergeben zu müssen. Verdammt was war da eigentlich gerade passiert? Das war so etwas von Out of Character!
      Er muss ins Bett und das dringend!



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    • ~ nächster Morgen ~

      Daiki & Naoya
      So sehr unterschied sich dieser Morgen nicht von den vorherigen. Wie immer hatte Daiki zuerst die Wohnung verlassen und sich nur kurz durch eine geschlossene Badezimmertür bei seinem Mitbewohner verabschiedet, ehe er seinen Weg zur Schule antrat und nur kurz einen Zwischenstopp an einem kleinen Kiosk machte, um sich mit Matcha Dorayakis einzudecken. Sobald in seiner Schultasche sich also einige von ihnen stapelten und er somit sich sicher war, er müsse in der Mittagspause nicht jämmerlich verhungern, setzte er seinen Weg fort und erreichte wenig später die Tore seiner Schule. Mit Missgunst erkannte er bereits aus der Ferne die zwei neuen Streihähne auf dem Schulhof und während er sich selbst entschied schlichtweg an ihnen vorbei zu gehen und ihnen keine weitere Beachtung zu schenken, überlegte Naoya für einen Moment tatsächlich den Brünetten mit dem vielen Haarspray ein wenig auf die Nerven zu gehen, doch sobald er den Anführer der Velvets entdeckte, gestand er sich ein, dass er gerade etwas deutlich wichtigeres zu erledigen hatte. Grummelnd und mit seinen Händen in seinen Hosentaschen zu Fäusten geballt überquerte er den Hof, nur um wenig später neben Haruka stehen zu bleiben und ihm einen wenig begeisterten Blick zuzuwerfen. "Wir müssen über 'Virus' reden.", murmelte er innerlich ziemlich angepisst, dass er jetzt wirklich die Velvets um Hilfe bitten musste. Gott, kotzte ihn das an! Mit einer simplen Kopfbewegung deutete er Haruka an ihm zu folgen und so machte sich Naoya geradewegs auf, um sich mit Haruka hinter den Turnhallen in Ruhe unterhalten zu können. Nicht einmal die Raucher gingen dorthin und er war sich relativ sicher, dass sie dort ihre Ruhe haben würden... zumindestens hoffte er das.
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