[2er RPG] No Good For You

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    • Man konnte es als eine Gewohnheit benennen, die Brünette aufgetakelt zu sehen, sollte man mal außer Haus sein und sich um Geschäfte kümmern und so war es auch für ihn keine Überraschung gewesen, dass sie sich wieder mit ihrem Selbstbewusstsein präsentierte. Doch sobald der Grund ein fragwürdiger Mann war, der sich gerade den Nutzen aus ihrer Geldnot nahm, war die Tatsache sie so zu sehen für jemanden wie Anthony erschwerlich. Er war nicht in der Kontrolle der Situation und konnte auch mit seiner Anwesenheit nicht viel lenken, wenn nicht gerade mit der Eifersucht geradeaus gegen einen Baum, da hatte Anthony seine Probleme, denn er konnte sich nicht darauf vorbereiten, erahnen, was gleich noch geschehen würde. Sie müssten hinnehmen was geschehen würde, wenn nicht bereits den Tod des Briten planen, sollte sich das Gespräch nicht positiv entwickeln. Bis dahin hatte er selbst mit sich zu kämpfen, denn seine Gedanken waren immer noch auf kampfbereit gestellt, er holte den Frieden mit sich selbst nicht ein und wusste selbst gar nicht so ganz, wie er sich nun fühlen sollte. Er würde sich vermutlich wohl noch abregen können, war die erste Welle an Unsicherheiten bestanden worden, so hoffte er. Denn wirklich unterstützend konnte man ihn nicht nennen, während er sich nichtmal dazu bringen konnte erneut zu seiner eigenen Freundin zu blicken, ihr Aussehen war nicht ihm gewidmet.
      Sein Verhalten wurde jedoch durch den Spiegel, vor welchem Kamila stand, begutachtet und auch bereits kommentiert, denn es war schnell klar, dass dem Blonden gerade etwas enorm störte. Problem war nur, dass das Problem ihm selbst nicht ganz bewusst war, es war bloß sein allgemeines Wohl gewesen, welches sich gerade gegen das Treffen sträubte, wenn es nicht sogar doch ein bisschen sein Ego war, weil er nicht derjenige war, der sie zum Essen einlud. Sie fragte, ob er nicht noch etwas loswerden wollte, bevor sie sich gleich im Auto anschweigen würden, da brachte sie ihn doch wieder dazu, zu ihr zu sehen. Zu groß war die Zuneigung zu ihren grünen Augen, zu denen er sich immer wieder drehen würde, sollten sie ihm ihren Blick schenken. Die Frage konnte er jedoch nicht so ganz beantworten, wie sie wohl es von ihm verlangte, denn er würde nur erneut etwas lostreten, mit was sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht beschäftigen konnten, schließlich hatten sie es bereits vor einer kurzen Weile getan, wo sie bereits versuchte, ihn zu besänftigen. Sie wusste ihrem Ton nach, dass ihr nichts erfreuliches erzählt worden wäre, würde er wirklich mit der Sprache rausrücken. Doch er tat es nicht, sie hatten dieses Gespräch schonmal gehabt, weswegen er nur seine Lippen befeuchtete, um selbst die Worte zu verschlucken. Ein schlichtes " Nein " kam aus ihm heraus, er hatte nichts zu sagen und damit hatten sie sich beide abgefunden, denn es stand anderes auf dem Plan. Sie wollten auch den Plan fortführen, doch zuvor wollte Kamila noch weiter Unterlagen holen, zu welchen sie sich bereits machte. " Wir warten draußen.. ", informierte er sie bereits, nur um ihr gleich das Gesuche nach den ganzen Männern zu ersparen, eine Zigarette würde ihm vermutlich vor dem Treffen noch deutlich gut tun.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es gab nichts zu sagen, dessen war sich Kamila eigentlich schon von Anfang an bewusst, sie wollte dem Mann dennoch die Möglichkeit geben etwas los zu werden, was vielleicht an die Oberfläche kommen wollte. Sie war jetzt nicht in der Verfassung zu diskutieren, oder gar darüber zu reden, dass sie sich nicht dem Anlass entsprechend anzog, immerhin war es ihr frei gestellt, was sie anziehen wollte und was nicht. Sie war eine freie Frau, trotz der Beziehung und sie wird sich definitiv nicht sagen lassen, was sie anziehen kann und was nicht! Aber sie suchte keinen Streit, sie wollte dieses Treffen hinter sich bringen und einfach mal das mit ihrem Freund geplante Wochenende antreten, um endlich einfach ein wenig Ruhe zu bekommen. Sie hatten vor Zeit miteinander zu verbringen, ein wenig ihre Beziehung vielleicht zu vertiefen und der Medizinwelt vormachen, dass man dazu gehörte. Wie aufregend.
      Ihre grünen Augen blickten dem Mann hinterher, nachdem er davon sprach, dass sie draußen warten werden, aber kaum war er aus ihrem Blickwinkel verschwunden schon wandte sich auch die Brünette wieder ihrem Büro zu, in welchem sie eigentlich nicht viel wollte. Sie brauchte Unterlagen, einen Vertrag, den sie mit ihrem Kunden ein klein wenig abändern würde. Natürlich, er war eigentlich nichts wert, wenn man das so sah, was sollte sie vor Gericht schon einklagen können, aber hier ging es darum, dass schriftlich die Forderungen beider Parteien festgehalten wurden und keiner sich später rausreden konnte er habe etwas nie zugestimmt. In dieser Branche war es inzwischen sehr üblich geworden, es hielten sich auch die meisten wirklich dran, denn egal, was für einen Ruf man hatte, es wollte keiner als Verräter dargestellt werden, das ruinierte einfach nur die Geschäfte und ein ruiniertes Geschäft war ein sehr schlechtes, das bedeutete eigentlich auch schon den Untergang, den keiner haben wollte.
      "Du willst wirklich so raus gehen?", die Stimme war deutlich zu hören, als Kamila ihre Waffe vom Schreibtisch nahm, um sich diese am Rücken einzustecken, es war ihr Plan B, von dem ihr Bruder schon immer gesprochen hatte. Verwirrt blickte jedoch die Frau zur Tür, sie stand offen, aber es stand keiner in ihr drin. Der Raum war bis auf Kamila selbst leer, wer konnte mit ihr gesprochen haben? Bildete sie sich nun wieder Stimmen ein? Das war nicht gut, aber es war auch verrückt, sie war doch nicht verrückt. "Baby, ich habe dir doch gesagt, dass wir so nicht zu Kunden raus gehen". Panik machte sich in der Brust der Frau breit. Ihr Herz fing an zu rasen, ihre Finger waren bereit nach der Waffe zu greifen, um sich zur Not zu verteidigen, aber selbst, nachdem sie sich noch einmal um die eigene Achse gedreht hatte war keiner zu sehen. Sie wurde zunehmend unruhig, ihre Finger bewegten sich, um diese Unruhe irgendwie in den Griff zu bekommen, aber sie verstand es nicht.. Sie verstand es einfach nicht.
      Kamila fuhr sich sanft mit den Händen durch das Gesicht und schüttelte den Kopf, ihr fehlte vermutlich der Kaffee am Morgen, den sie nicht haben konnte, oder es war eine Unterzuckerung, sie war nicht verrückt, definitiv nicht. Mit den Unterlagen in der Hand schloss sie ihr Büro ab und nahm die Treppe nach unten. Ihre Schritte waren durch die Schuhe im ganzen Haus zu hören, aber das war auch unwichtig, vielleicht nur nicht für Ruby. Ein wenig verwirrt blickte sie raus aus ihrem Zimmer, musterte Kamila von hinten und gab einen Kommentar dazu ab, aber er prallte an der Brünette ab, sie ließ die Tür lediglich hinter sich ins Schloss fallen und atmete draußen durch, um bereit dazu zu sein ins Auto zu steigen. Sie war nicht verrückt..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony entzog sich aus dem Geschehen, denn beide brauchten gerade alles andere als weitere Streitigkeiten, wenn sich gerade eine wichtige Geschäftsbasis wieder zu erkämpfen hatten. Besonders seine Freundin brauchte nochmal die letzten Momente ihre Ruhe, um nicht noch vor Skiller zu platzen, weil sich dieser zuzüglich ihren eigenen Männern schlecht verhielt, nicht so mitagierte, wie sie sich es zum Anfang erhofft hatte. Sollte es jedoch nur ansatzweise so verlaufen, wie es sich die Gruppe hier erwünschte, wären sie schon mehr als nur gerettet und so brauchte auch der Blonde seine Entspannung, bevor er sich nicht gleich selbst zur Zielscheibe machte, indem er weiterhin seine Eifersucht so zeigte. Deswegen war es für ihn die beste Wahl gewesen, sich nach draußen zu begeben und in der Zigarettenschachtel nach Entspannung zu suchen. So wären die beiden auch noch für einen Moment für sich, konnten sich nicht weiter anstacheln bis jemand den weiteren höheren Schritt machte, um die beiden leicht entflammbaren ausrasten zu lassen. Es lief bereits das erste Mal nicht gut, doch daran wollte er sich gar nicht erst erinnern, da schüttelte er lieber seinen Kopf und machte sich aus dem Gebäude, wie er es bereits der Brünetten erzählte.
      Er lief die Treppen hinunter, er brauchte sich nicht die Sorge zu machen über das Tablett mit dem Frühstück zu stolpern, dies hatte er bereits frühzeitig in die Küche weggeräumt und konnte die übrig gebliene Zeit nochmal anders verwenden, während oben noch nach einigen Unterlagen gesucht wird. Mit einem Ruck hatte er die Tür nach draußen geöffnet, zog sich sogleich die Jacke an, die ihm selbst an der frischen Luft auffällig nach seiner Freundin roch. Es ließ ihn seufzen, schließlich machte er es ihr gerade selbst gar nicht so einfach, die angespannte Lage nicht doch mit ein wenig Entspannung zu überstehen. Die Männer draußen waren alle auf Alarmbereitschaft, waren sich die Laune von Kamila genau bewusst und warteten nur auf ein Signal, dass sie unter ihnen war, da hatten sich genug erschrockene Gesichter auf ihn gerichtet, weil sie ihn mit Kamila verwechselten. Anthony machte sich jedoch lieber an die Hauswand, zog aus der Tasche die Zigarettenschachtel heraus, um sogleich Zigarette und Feuerzeug aus dieser hinauszuziehen. Die Schachtel verstaute er wieder in der Jackentasche, den Kopf ließ er für einen Moment hängen, um nochmal Kamilas Duft bei sich zu haben, ehe sich dieser mit dem der Zigarette vermischte. Es brauchte nicht lange, bis er letztendlich den giftigen Rauch in seine Lungen zog, der Glut beim Wachsen zusah, während auch Mike langsam mit einem Grinsen auf ihm zukam, auch wenn dieser wohl eher der Schadenfreude galt. Die blauen Augen blickten hinauf, mit der letzten Situation in der Mike dabei war, war es schon zu ahnen, dass sich dieser über seine Eifersucht lustig machen wollte. " Lass es lieber. ", sprach Anthony auch schon, gab ihm einen warnenden Blick, ehe Mike mit dem Kopf schüttelte. Dieser war vermutlich schon froh darüber, dass er sich nicht mit den Männern, die sich in Kamilas Umgebung befanden kümmern musste, da machte sich der Blonde allein schon genug Sorgen. Diese wollte er sich selbst abtreten, wollte vor allem Kamila zeigen, dass er ihr sehr wohl genug Vertrauen schenkte, um sich nicht um solche belanglosen Dinge sorgen zu müssen, doch gesagt war sowas schneller als gemacht. Er würde wohl vermutlich darauf warten, bis sie sich wieder im Auto befanden, um ihr dort wenigstens die Zuneigung zu geben, die sie vermutlich gerade gebrauchen könnte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war ihr tatsächlich nicht neu etwas zu hören, was vielleicht andere nicht gehört haben, aber bei dem letzten Mal, als Kamila Stimmen gehört hatte endete es für alle Beteiligten nicht gut. Es war eine kleine Vollkatastrophe gewesen, vor allem aber hatte es beinahe ihr Leben gekostet, vielleicht war sie dieses Mal einfach nur unterzuckert, oder es fehlte ihr der Kaffee am Morgen. Letztendlich war sie sich dessen sicher, dass sie kocht verrückt war, sie brauchte auch ganz sicher keinen weiteren Termin bei dem. Psychiater, der sie die letzten Jahre über immer wieder betreut hatte. Doch auch, wenn sie sich dessen sicher war, dass es nichts schlimmeres war, war sich Kamila auch dessen sicher ihrem Bruder nichts davon zu erzählen, oder Anthony, das wäre nämlich noch viel schlimmer. Sie war nicht verrückt und dessen war sie sich auch bewusst.
      Die frische Luft draußen, welche ihre Lungen füllte, nahm einen Teil der Panik beim Ausatmen wieder mit sich. Kurz blieb die Brünette auf der Veranda stehen und musterte ihre Männer, die sich alle samt abgewendet hatten, um sie nicht noch zu reizen. Zwei nahm sie mit, dazu noch Anthony, das sollte eigentlich auch reichen, immerhin durften sie in der Innenstadt kein Aufsehen erregen. "Wir fahren", ihre Stimme klang fest, vor allem auch gefasst, ganz anders, als sie sich gerade noch gefühlt hatte. Die Frau nahm dann auch schon die kleine Treppe runter, um mit ihren Schuhen den gepflasterten Weg bis zum Auto zu überwinden. Sie würden ihres nehmen, ganz sicher, kein anderes würde in Frage kommen, bis auf vielleicht das von Anthony, aber sie brauchte es nicht, ihr Auto war genauso gut.
      Sie schloss es mit der Fernbedienung am Schlüssel auf, bevor sie direkt auf eines der hinteren Sitze steuerte. Kamila war zu sehr in Gedanken, um zu fahren, andererseits wofür hatte sie ihre Männer, wenn nicht auch zum chauffieren? Ihnen war es bewusst, was auf sie warten wird, sollte dem Wagen auch nur ein Kratzer zukommen, es war sicherlich allen im Haus bewusst, wie sehr dann die Laune der Brünetten runter gezogen werden würde, aber sie vertraute den Männern ihr Auto an, reichte auch schon den Schlüssel nach vorne, als sie hinten Platz genommen hatte. Sie wollte nicht angesprochen werden, sie wollte sich vor allem nicht groß unterhalten, denn ihr Kopf war voll mit Gedanken. Einerseits musste sie sich gut überlegen, wie sie die Situation mit Skiller in den Griff bekommen kann, andererseits rauchte doch noch eine kleine Sorge, bezüglich der Stimme in ihrem Kopf auf, die sie vorhin im Büro gehört hatte. Es war ihr klar gewesen, welche Stimme es gewesen sein sollte, wem sie vor allem angehören sollte, es gab nur die eine, die sie seit Jahren verfolgte, es gab auch nur einen Mann, der ihre Gedanken nicht los ließ. Immer wieder taucht er in ihrem Kopf auf, aber sein Gesicht erinnert Kamila dabei nur an eine Sache: an die Rache, die sie sich geschworen hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Mike hatte mit dem Vorhaben aufgehabt, denn rauchenden Herr noch weiter zu triezen, wie er es gerade schon selbst mit sich machte. Die beiden waren teilweise im selben Boot, hatten beide den natürlichen Instinkt eines Bruders, der seine Schwester vor den schlechten Dingen der Umgebung bewahren wollte. Da waren die Meinungen bereits festgesetzt und wie es Anthony seinen Schwestern immer weitergab, Männer sind allesamt dämlich, solange er nicht was anderes sagt. So hatte es sich auch bei seiner Freundin umgewandelt, er vertraute ihr, doch dem eigenen Geschlecht nicht so ganz. Es nervte ihn überhaupt, dass sie sich mit solchen Treffen weiterhin beschäftigen musste, weil der junge Brite sich nicht früh genug um seine Geschäfte kümmern konnte, ohne Spätfolgen zu verursachen.
      Anthony hatte die Männermenge in Ruhe beobachtet, während er selbst versuchte sich ein Lächeln vorzuspielen, welches er letztendlich auch beim Treffen aufsetzen konnte, bevor Kamila ihm gleich sein Grab mitschaufelte. Er war zuversichtlich, würde auch noch Kamila ihren Mut zusprechen, schließlich konnte er selbst nicht ihrem Charme gänzlich entlaufen, wie er sich zu Beginn noch erhofft hatte. Er sollte sich lieber um sie kümmern, statt an seine eigene Probleme zu denken, denn es würde sich vermutlich gerade auch bei ihr um immens Stress handeln, es war ein riesen Geschäft gewesen, um welches es sich gleich handeln würde.
      Anthony betrachtete den hinaufsteigenden Rauch, den er immer wieder aus seiner Lunge hielt, um ihm die nötige Entspannung zu geben, die er sich schon seit einer langer Zeit nicht mehr gab. Er dachte nur noch an den schöneren Teil des heutigen Tages, der noch hoffentlich am Abend stattfinden würde, während seine blauen Augen durch die Männer blickten. Mike hatte sich zu ihm gesellt, die Männer sollten sich hier nur sammeln, um selbst alle auf dem selben Standpunkt zu bleiben, Elias wurde in Ruhe gelassen, schließlich würde Kamila bei seinem Anblick nochmal überkochen, weil sie es noch als Provokation ansehen könnte. Es würde nur noch um die Abfahrt gehen, die Worte der Dame nochmal mitzukriegen, bevor es ernst werden würde. Diese ließ jedoch auch nicht mehr auf sich warten, Kamila trat mit den Unterlagen in der Hand aus ihrer Villa. Sie war immer noch bestimmt, war sich ihren Wort fest und wollte nun fahren, weswegen auch er die Kippe in den Aschenbecher schnipste und sich von der Wand abstieß. Er trat voran, denn Kamila wollte mit den Männern schon losfahren, zu spät kommen war nunmal nicht drin gewesen. Deswegen warf sie den Schlüssel dem Fahrer zu, setzte sich selbst hinten hin, ehe sich Anthony ihrer Sitzwahl anpasste und durch die gegenübere Tür einstieg. Sie warteten nicht lange, denn als auch der Fahrer fertig war, begann dieser bereits sich mit dem Wagen von Kamilas Anwesen zu entfernen und der Navigation zu folgen, die soeben der Beifahrer vorbereitete. Es war Kamilas Wagen, mit welchem sie gerade fuhren und mit diesem war Anthony schon genug vertraut gewesen, da blickte er lieber zu der Brünetten neben sich, die in ihren Gedanken gefangen zu sein schien. Sie hatten sich gerade wieder fast angezankt, auch wenn beide dort schon rechtzeitig die Bremse zogen, es war die Schuld des Blonden und seinem Verhalten, weshalb er nur entschuldigend zu Kamila blicken konnte. Er hätte anders reagieren müssen, doch war er hier es wieder dabei es gut zu machen, indem er vorsichtig nach ihrer Hand griff. Sie sollte sich noch entspannen können, er beugte sich zu ihr und gab ihr noch einen Kuss auf die Wange, um sich nicht von den Lippen selbst den Lippenstift einzufangen, wie es sonst so oft der Fall war.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Schon wieder nahm sie dieses Gefühl ein, welches sie am liebsten für immer und ewig unter Verschluss halten würde. Es war das Gefühl der Machtlosigkeit, obwohl sie mit beiden Beinen fest in dem nun.. Sehr besonderem Geschäftsleben stand. Kamila hatte sich eigentlich etwas aufgebaut, sie hatte sich auch einen Namen gemacht.. Sie war die schwarze Witwe, die die Männer an ihrer Seite verschlang und Spaß daran hatte, sie war aber auch die, die alle versuchten zu bändigen. Mehrmals hatte sie sich schon selbst gesagt, dass es einen bestimmten Grund dafür gab, warum sie es alle tun wollten: Es war der Neid.. Die Angst davor, sie könnte vielleicht noch viel größer werden, viel machtvoller. Welcher Kerl ließ sich denn schon gerne von einer Frau vom Thron stürzen? Welcher Mann ließ das überhaupt kampflos zu? Das Problem der Brünetten dabei war eigentlich ihre Vergangenheit. Sie ließ sie noch immer nicht los und nun musste sie zu diesem Treffen fahren und sich unter ordnen, weil ein Kerl am längeren Hebel stand. Es widerte sie wirklich an darüber nachzudenken, was sie sich gleich alles gefallen lassen musste, um das zu bekommen, was sie brauchte.. Aber.. Brauchte sie diesen Deal wirklich? So hatte sie es den Jungs gesagt, er war immerhin mehrere Millionen schwer. Da grübelte die Frau für einen Moment länger, denn sie wollte sich wirklich dessen sicher werden, ob sie sich das antun musste, um weiterhin zu überleben. Nun, ihre Konten in der Schweiz waren prall gefüllt, das Geld wurde von ihr gewaschen und war sauber genug, um es hier nutzen zu können. Sie brauchte diesen Deal eigentlich nicht, oder doch? Wollte sie ihr eigenes Erspartes ankratzen, um die zu sein, die am längeren Hebel stand? Es klang verlockend... Es würde ihr dieses Gefühl der Machtlosigkeit nehmen können, die Demütigung und Unterwerfung von ihr nehmen..
      Ihre Gedanken stoppten, als der Wagen wirklich los fuhr und jemand nach ihrer Hand griff. Sie hätte blind sofort sagen können, dass es nur einen gab, der so etwas tat und das auch durfte. Aber bevor Kamila wirklich darauf hätte reagieren können spürte sie auch schon seine Lippen auf ihrer wsbge, sie roch sein Parfüm und fühlte seinen Atem an ihrer zarten Haut. Es nahm ihr für einen Moment, einen wirklich kleinen Moment das Gefühl so klein in dieser viel zu großen Welt zu sein. Vielleicht sollte sie Anthony einfach nehmen und mit den Ersparten weg reisen, an einen Ort, von welchem sie nicht ausgeliefert werden würde.. Es war ein verlockende Gedanke, sie und er.. Gemeinsam..
      Kamila drehte ihren Kopf zur Seite, um Anthony für einen Moment zu mustern. Er hielt ihre Hand, sollte das eine Entschuldigung für gerade eben sein? Vielleicht, aber sie fragte nicht danach, sie brauchte es gar nicht zu fragen, jedes Wort würde sich jetzt nach viel zu viel anfühlen, sie wüsste vor allem nicht, was sie hätte sagen sollen, ihr Kopf war voller Gedanken, sie waren alle ganz wirr und durcheinander. Kamila fasste einen Entschluss, sie rutschte in die Mitte, ohne die Hand des Mannes dabei locker zu lassen und lehnte ihren Kopf einfach nur sanft gegen seine Schulter an. Es war nicht viel, aber es war eine kleine Geste, ihre Geste der Entschuldigung, sie war ein wenig zu harsch, doch manchmal wuchs auch ihr alles über den Kopf. Sie hatte es manchmal einfach nur leid allen etwas vorzuspielen, der Welt vorzuspielen, sie sei ein eiskaltes Monster, welches sich nicht nach Liebe sehnte.. Und seit dem Anthony in ihr Leben getreten ist fiel es der Frau immer schwerer..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Männer vorne hatten sich leise unterhalten, vorallem über die Route, die sie zum Ziel fahren wollten, ohne sich dabei unnötig in das Rampenlicht zu stellen. Sie hielten sich mit eigenen Dingen auf, waren eher mit sich selbst abgelenkt, statt den beiden auf dem Rücksitz die Aufmerksamkeit zu geben, die sie gerade auch gar nicht bräuchten. Sie hatten sich nichts aus den möglichen Zuschauern gemacht, die ihnen das Geturtel noch mit irgendwelchen Bemerkungen zerstören konnten, denn die beiden hatten gerade ihren eigene Film gemacht, hatten auf ihrer eigenen Art und Weise gezeigt, dass ihnen deren Verhalten am Morgen leidtat, weil sie sich um die eigenen Dingen gesorgt haben, statt den Anderen nachzuvollziehen. Anthony zeigte es ihr mit einem Kuss auf der Wange, wollte nicht großartig ihre Mühe zerstören, ihr Gesicht für das Treffen in Szene zu setzen, da durfte der Lippenstift weiterhin auf ihren eigenen Lippen haften, als an ihm.
      Sein Herz hatte sich bereits wieder nach Berührungen gesehnt, nur von denen Fingern der richtigen Seele, die gerade neben ihm saß und sich wohl einen Kopf machen musste, ob sie nun noch das Budget reißen konnte, ohne die Anteile jener Beteildigten streichen zu müssen. Es war eine große Aufgabe gewesen, sich um solche Dinge kümmern zu müssen, weswegen auch Anthony runterschraubte und sie gar nicht weiter darauf ansprach. Er genoss ihren Kopf auf seiner Schulter, wechselte die Hände, um sie sogleich den freien Arm um sie legen zu können. Das Einzige was ihm möglich war, war nochmal genügend Ruhe auszustrahlen, um ihr auch seineswegens die Sorgen zunehmen, er würde noch gleich seine Eifersucht verdeutlichen. Sie hatten sich wortlos wieder füreinander entschieden, ohne sich weiter erklären zu müssen, was und warum sie in dieser Situation so waren, und so konnte sich auch das unbemerkte Stechen in seinem Herzen beruhigen.
      Sie verweilten lange in ihrer Position, ließen sich gar nicht bei ihren Streicheleinheiten stören, denn auch die Männer hatten sich auf die Fahrt konzentriert, die mit ihrer Meldung so langsam zum Ende gelang. Es würde gleich ernst werden, schließlich ging es um eine große Summe, die sie hier wieder auf ihrer Seite ziehen wollten, ohne den Spaniern dabei einen Gewinn zu geben. Der Arm um Kamila lockerte sich langsam, hielt ihren Kopf noch für einen Moment an seiner Schulter, um Anthony noch die Möglichkeit zu geben, ihr auf diesem einen letzten Kuss zu geben. Danach hatte er sich bereits selbst zu einem gewissen Teil von ihr gelöst, um ihr auch bereits in die Augen blicken zu können. " Hat er sich nochmal gemeldet? ", fragte er bereits, wollte vor allem wissen, ob dieser denn schon im Restaurant anzutreffen war. Bevor er selbst diesen jedoch betrat, zog er nochmal sein Oberteil aus der Hose, um im darunterliegenden Gurt wieder die Waffe verschwinden zu lassen, die er zuvor mit dem Gekuschel mit Kamila sicherheitshalber ablegte. Er richtete wieder alles an sich, packte das Handy wieder in die Hosentasche, sodass er gleich beim Aussteigen ohne Ablenkung nochmal die Umgebung kontrollieren konnte, ehe sie hinein gehen würden.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Fahrt hatte ihre Zeit gedauert, das Restaurant war auch etwas entfernt, aber die Zeit verging dennoch wie im Flug. Sie hatten nicht gesprochen, jedenfalls haben weder Kamila noch Anthony ein Wort miteinander gesprochen, das brauchten sie aber auch gar nicht, sie zeigten sich eher mit Kleinigkeiten, dass es ihnen leid tat und dass sie gerne die Nähe des anderen genossen. Der Blonde hatte seinen Arm um seine Freundin gelegt, welche die Fahrt über in ihren eigenen Gedanken versunken war, sie wollte sich sicher werden, was sie nun erwartete und wozu sie bereit war. Sie stellte sich eine Grenze, sie stellte ihrem Gesprächspartner eine Grenze, jedenfalls in ihrem Kopf, die sie nicht überschreiten lassen wollte. Ja, sie brauchte den Deal, aber nicht um jeden Preis, definitiv nicht. Kamila hatte noch ihre Ehre behalten wollen, sie wollte vor allem an ihren Prinzipien hängen bleiben und allein der Blonde neben ihr gab ihr das Gefühl, dass sie das auch wirklich konnte.
      Sie hatten es nicht mehr weit, da löste sich Anthony langsam von der Frau, um ihr einen letzten Kuss zu geben. Es fühlte sich gut an, aber es war noch nicht das, was ihr das unwohle Gefühl vor dem Gespräch hätte nehmen können. Sie seufzte innerlich, vermutlich würde es gar nichts geben, was ihr auch nur ansatzweise hätte helfen können, außer eine andere Lösung aus dieser Situation, aber gut, es war jetzt wie es war und Kamila musste da durch. Nach der Frage ihres Freundes blickte sie auf ihr Handy, welches in einer der Manteltaschen zu finden war, um zu sehen, ob sich Skiller noch einmal gemeldet hatte. Das Handy hatte zwar hin und wieder mal vibriert gehabt, aber es war ihr in diesem Falle egal gewesen, solange sie mit Anthony gekuschelt hatte, doch auch eine Nachricht von ihrem Verhandlungspartner war angekommen. "Mhmm..", murmelte Kamila und bestätigte die Frage. "Er sitzt schon drin", bestätigte sie dann und steckte das Telefon auch wieder in die Manteltasche, aus welcher sie es überhaupt raus geholt hatte. Sie hielten an, die Brünette nahm ihre Tasche und stieg aus dem Wagen wieder raus, um sich dezent in der Gegend umzusehen. Es war eine ruhigere Gegend, in der nicht viel passierte, es war weit und breit kaum jemand auf der Straße zu sehen, aber vielleicht war es auch besser so? Es konnte sicherlich auch Absicht des Mannes sein, der schon im Restaurant wartete, wer wusste das auch schon? Kamila wagte es aber die ersten Schritte auf die edle Glastür zu machen, um in ein fast leeres Restaurant zu blicken. In der Mitte stand ein großer Tisch, mit einer Kochnische, in der ein älterer asiatischer Mann dabei war den Fisch zu schneiden, am Tisch saß aber auch schon die Verabredung der Brünetten, welche mit seinem eigenen Handy beschäftigt war. Zwei Männer waren irgendwo in einer der Ecken zu erkennen, sie waren bereit im Notfall einzugreifen, genauso, wie es Kamilas eigene Männer waren. Die Schritte ihrer Schuhe ließen den Mann am Handy aufblicken, er war groß, rötlich-blond und trug einen Bart, der ihn gleich um mindestens zehn Jahre älter machte, wie es jedenfalls die Frau fand. "Sweetheart!", der schottische Akzent war nicht zu überhören, was sicherlich aber auch die rötlichen Haare schon verraten haben. Er erhob sich, um die Arme auszubreiten, was erwartete er damit? "Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass du ein ganzes Restaurant schließt, um mich zu empfangen", der Unterton in ihrer Stimme war ein wenig bitter, während Kamila mit langen Schritten auf einen leeren Platz zu schritt, der sich gleich neben ihrem Verhandlungspartner befand. Zu der Mittagszeit war das Lokal sicherlich voll, aber da hätte man auch nicht über geschäftliches sprechen können. "Nur das Beste!", lachte Skiller und setzte sich wieder, als sich die Brünette den Mantel auszog und ihn über den Stuhl warf, um sich hinzusetzen, dem Blonden deutete sie an neben sich Platz zu nehmen. Ihre Tasche landete leben dem Stuhl,, die Unterlagen fanden auf dem Tisch ihren Platz. Wie aus dem Nichts tauchte eine kleine Asiatin auf, die für die Getränke hier war, um die Bestellung aufzunehmen. "Einen Espresso bitte..", bestellte Kamila schon, noch bevor sie gefragt wurde. "Und ein Glas Wasser". Sie brauchte Koffein, der Kaffee am Morgen hatte gefehlt, da gab es einfach weder die Zeit noch die Möglichkeit dafür. "Du hättest nicht gleich Begleitung mitbringen müssen.. Ich beiße auch nicht", da lachte der Mann auf und schüttelte seinen Kopf, mit einer Handbewegung deutete er dem Koch an, er solle anfangen. "Aber ich vielleicht..",kommentierte Kamila die Bemerkung und brachte den Mann gleich damit zum lachen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Zuvor interessierten sie sich gar nicht um jene Meldungen, die ihre Handys ihnen mit dem Aufblitzen zeigen wollten, denn die Person neben sich war der momentane Augenschmaus gewesen und um nicht noch die gebildete Wärme zu verlieren, hatten sie sich gar nicht erst gelöst, solange dies noch nicht gezwungermaßen sein musste. Es wäre kontraproduktiv würden sie sich vor dem Mann wie ein Pärchen benehmen, was sie bisher wohl nur den eigenen Männern wirklich zeigten, schließlich erhoffte ein kleiner Teil von Skiller noch mehr von dieser Verabredung mit ihr, das sagte schon die Restaurantwahl nach Kamilas Interessen. Es würde nicht funktionieren, das war Anthony bewusst geworden, weswegen er sich wohl mehr mit einem Grinsen aufhalten wird, als mit verschränkten, angespannten Armen und einem eifersüchtigen Schmollen auf den Lippen, welches er nur vergeblich verdecken konnte. Entschieden wird jedoch wohl trotzdem nach Situation, je nachdem wie wohl oder unwohl er sich fühlte, vorallem doch wie sich Kamila bei dem Ganzen fühlte und wie sie die möglichen Annäherungsversuchen empfand. Er würde sich zurückhalten, konnte es mit Kamilas Zuneigung überhaupt wieder, weswegen er auch entspannt sich für einen Moment zurücklehnen konnte. Sie blickte erst mit seiner Frage auf das mitgebrachte Display, welches bereits begann jegliche Benachrichtigungen anzuzeigen, die sie zuvor noch versuchten zu stören. Sie suchte jedoch nach einer bestimmten, um nach einer wahrheitsgerechten Antwort für ihn zu suchen. Kamila schien bereits eine Nachricht des Mannes gefunden, er wäre laut seinen geschriebenen Worten schon da sein, weswegen er sicher nickte und auch von ihrem Handy wieder zu ihr sah, ob sie bereit für das Gespräch sei. Sie schien immer noch fest überzeugt zu sein, das jetzt für wenige Momente durchzuziehen, bis sie auch eine Entscheidung vom Geschäftspartner zu erkennen zeigt. Anthony hatte sie während der Autofahrt natürlicherweise beobachtet, sie war genauso wie er still und versank in Gedanken, doch ihre Gedanken konnte er nun noch nicht gänzlich hervorsehen, auch wenn er oft schon gerne wüsste, was der Brünetten durch den Kopf ging, wenn sie wieder in sich gekehrt war.
      Sie waren alle fertig, wollten den Mann auch gar nicht noch weiter mit dem Geld warten lassen. Deswegen waren auch mit Kamila auch die Männer letztendlich ausgestiegen, während Anthony sich mit den blauen Augen beim Aussteigen die nähere Umgebung ansah, wenn der Geschäftsmann schon hier war, war er sicherlich nicht auch alleine mit Kamila verabredet, sondern hatte zur eigenen Sicherheit vermutlich auch einige Männer mitgenommen. Draußen war jedoch relativ wenig los, es war die übliche Arbeitszeit für die Bürger, weswegen er sich daraus nichts machte. Sie liefen hinein, es schien schon fast wie leergefegt, weswegen er für einen Moment die Brauen verwirrt zusammenzog, machte man sich für solche Art von Geschäften wirklich solch eine Mühe? Die Mimik wurde jedoch wieder entspannt, er blieb in der Nähe von Kamila und musterte lieber den Mann, mit welchem sie sich an einen Tisch setzen würden. Dieser sprang mit jeglicher Vorfreude auch schon von seinem eigenen Platz, wollte die Dame mit offenen Armen begrüßen, doch diese verweigerte dies bereits mit ihrer eigenen Art. Anthony unterdrückte sich das Lächeln, hielt sich lieber an ihren Verhalten und setzte sich mit Kamila an den Tisch, um sich von einer der Kellnerinnen bedienen zu lassen. Kamila war sich schon bewusst, was sie haben wollte, da folgte der Blonde auch schon. " Tonic Wasser ", gab er nur knapp von sich, wollte hierbei lieber im Hintergrund bleiben und darauf achten, dass keine Grenze überschritten werden würde. Bisher war es jedoch nicht der Fall gewesen, auch wenn seine Anwesenheit als nicht nötig angesehen wurde, doch Kamila stellte es so hin, als wäre der Blonde zur Sicherheit des Gegenüberen da. Es machte schon etwas mit ihm, seine Freundin so kalt zu sehen, denn es zeigte ihn, was er denn selbst für einen besonderen Rang bei ihr hatte.
    • Can You see the 'fuck you' in my smile?
      Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Männer standen nicht weit hinter ihr, Anthony saß neben ihr und dennoch fühlte sich Kamila fast schon nackt und allein gelassen, während sie den Mann neben sich musterte, der davon erzählte, was er alles mit diesem Restaurant hier vor hatte. Er hatte es neu gekauft, wollte es mal testen und vielleicht verändern, mehr hörte sie auch nicht mehr, sondern hielt sich lieber mit diesem Gefühl auf, welches sich in ihrer Brust breit machte. Es war hier ein neutraler Boden, auf welchem sie sich hier befanden, es gab keine offenen Waffen und alle hatten ein mehr oder weniger friedliches Vorhaben gehabt, aber dennoch machte sich eine Unruhe in ihrer Brust breit. War es vielleicht die Tatsache, dass er ihr mit seinem Stuhl näher gekommen war, oder eher die, dass er zum dritten Mal vom Thema abgewichen ist, obwohl die Brünette es immer wieder versuchte auf den Vertrag zu sprechen zu kommen. Es klappte nicht, dieses Mal wurden ihr die Bilder von seinem neuen Anwesen gezeigt, die sie wirklich gar nicht interessierten, aber sie lächelte, in der Hoffnung gleich einfach nur zu dem eigentlichen Thema zu kommen, über welches sie eigentlich sprechen wollten. Es half alles nicht, nicht einmal der Versuch etwas zu essen, denn selbst dabei wurde sie aufgehalten, als Skiller auf ihre vielen Ringe aufmerksam wurde. Natürlich fiel es ihr auf, dass es nur ein Vorwand war, um ihre Haut an den Händen zu berühren, dezent zog sie auch die Hand wieder zurück, um den Abstand zwischen ihnen wieder zu schaffen, aber sie scheiterte.. Sie scheiterte an jeglichen Versuchen die Sache auf den Punkt zu bringen, sie scheiterte dabei zu essen und sie scheiterte dabei Abstand zwischen sie beide zu bringen. Wenn es so weiter geht, wird Kamila noch auf dem Schoss des Blonden sitzen, denn mehr Platz gab es auch nicht wirklich.
      Aber das war alles nicht so dramatisch, wie der Moment, in welchem ihre Sicherungen komplett durch brannten.. Es war der Moment, in dem ihre Geduld am Ende war, als sie seine Hand auf ihrem Bein spürte. Kamila war gerade dabei einen Schluck des Wassers zu nehmen, als sie diese Wärme an ihrem Bein spürte. Es konnte nicht Anthony sein, er saß auf der anderen Seite, es musste jemand ganz anders sein, der sie für einen Moment an einen ganz anderen Ort katapultierte. Es fühlte sich so an, wie damals.. Umgeben von roten Lichtern und der lauten Musik, die hinter der Wand zu hören war.

      "Du weiß, dass du ihm immer das Gefühl geben muss, er sei was besonderes, nicht wahr?". Das ganze Zimmer drehte sich, wie war sie her gekommen? "Rutsch näher zu ihm, erfüll ihm jeden Wunsch". "Aber ich will es gar nicht tun.. nicht schon wieder.. es sollte doch das letzte Mal sein..", ihre Augen blickten hoch, sie blickten in diese braunen Augen vor sich. Sie waren gerötet.. Hatte er wieder etwas genommen? "Ich weiß doch Baby, aber du weiß auch, wie wichtig dieser Deal für Daddy ist, nicht wahr?". Sie nickte ganz sachte. "Und du musst Daddy dazu verhelfen den zu bekommen.. Dann wird er glücklich und du magst es doch, wenn Daddy glücklich ist, hm?". Und wieder nickte sie ganz sachte. "Aber.. Ich will es nicht schon wieder tun". Sein Gesichtsausdruck veränderte sich ein wenig, er wurde langsam wütend. "Macht es dich traurig?". Sie nickte wieder. "Komm.. ich gebe dir was schönes dagegen, okay? Dann wird alles wieder gut.. Ich liebe dich doch, Baby".

      Ihre Hand verfestigte den Griff um das Glas, bevor dieses wieder zurück auf den Tisch gestellt wurde. "Wenn du deine dreckigen Pfoten nicht von mir nimmst, werde ich dir gleich das Hirn wegblasen", zischte Kamila zwischen zusammengebissenen Zähnen, bevor sie zur Seite sah, um in das überraschte Gesichts des Rothaarigen zu blicken. Er war verwirrt, musste auflachen. "Honey, was ist dein Problem?", er legte den Kopf ein wenig schief, da musste Kamila aber amüsiert schnauben. "Soll ich dir sagen, was mein Problem ist?". Sie blickte ihm direkt in die Augen. "Du .. Du bist mein verficktes Problem und du nimmst jetzt deine Hand von mir, sonst wirst du gleich die Kugeln meiner Pistole schmecken". Er zog sich zurück, vorsichtig deutete er ihr mit den Händen an ein wenig ruhiger zu machen, seine Männer in der Ecke waren bereit, ihre Männer waren genauso bereit, aber die Brünette wollte hier nicht schießen. "Das ist nicht dein Ernst, oder?", fragte der Mann und schnaubte selbst belustigt. "Du weiß, dass du mich brauchst, hm?". Kamila schüttelte den Kopf, sie schüttelte ihn immer energischer, bevor sie sich erhob und nach ihrem Mantel griff. "Ich brauche dich nicht.. Sweetheart..", den Kosenamen betonte sie absichtlich etwas lächerlicher. "Ich brauche mir nicht noch weiter dein langweiliges Leben anhören.. Ich brauche mich nicht anfassen zu lassen, um einen scheiß Deal zu erzielen, den ich sowieso nicht brauche", sie warf sich den Mantel über, um ihre Handtasche und nach den Unterlagen zu greifen. "Ich sage nur eines.. Fick dich". Und um diese Worte zu betonen zerriss Kamila das Papier. "Wir gehen".


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      Der Mann ließ sich nicht davon ablenken, sich einen Eisbrecher auszusuchen, welcher ihn mit den Worten seines neuen Besitzes in ein besseres Lich stellen sollte, als hätte er deutlich mehr Geld, sodass er sich solche Spontanitäten wie ein neues Restaurant genehmigen konnte. Er war gar nicht an einem schnellen Geschäft interessiert, anders wie Kamila, die immer wieder auf ihre Unterlagen aufmerksam machen wollte. Das bereits ausgegebene Geld des Rothaarigen waren den beiden nicht interessant, sie brauchten gar kein Restaurant zu führen oder ihm eines seiner Immobilien abkaufen und mit solchen Dingen war die Brünette gar nicht ernst zu beeindrucken, schließlich könnte sie sich vermutlich die ganze Stadt aufkaufen mit den Schweizer Konten, welche sie sich damals schon aufmachte. Genauso viel Desinteresse zeigte Anthony selbst, der nur in sein Glas blickte, dieses in seiner Hand hin und her schwank und die Reue zeigte, sich in diesem nicht noch einen Schuss Alkohol gewünscht zu haben. Der bittere Geschmack hatte ihn dafür schon genug bestrafen können, konnte ihn vor dem Einschlafen bewahren, denn er wagte es im Wunsch von Kamila sich dort nicht einzumischen, schließlich war Kamila hier die Chefin und war sich ganz genau bewusst, wann sie für sich den Schlussstrich ziehen will. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt auch er seine Füße still, zeigte keine große Gewaltmotivation, auch wenn er schon ein genaues Auge auf den Bewegungsdrang des Geschäftspartners hatte, das aufgesetzte Lächeln war Anthony alles andere als Geheuer. Er beobachtete, vermutlich eines der Dinge, die er besonders gut konnte, um später seine Zusammenhänge zu haben. Hier brauchte es jedoch alles andere ein eine Fähigkeit, noch eine Begabung, denn selbst ein Blinder würde erkennen, welche Bedeutung dieses Treffen eigentlich für Skiller hatte, wie sehr sich dessen Meinung von der der Brünetten abwandte, denn sie wäre vermutlich schon längst hier gerne hinausgelaufen, mit dem unterschriebenen Vertrag in der Hand. Doch mit jedem weiteren umgewandelten Gespräch, der ihnen eigentlich die Unterschrift geben sollte, wurde auch die Mine des Blonden ernster, vielleicht konnte der Vertrag auch gar nicht mehr unterschrieben werden von Skiller, schon eine ganze Weile nicht mehr, weil die Spanier ihn in der Hand hatten. Es würde erklären, warum er absolut kein Interesse daran hatte, nicht vielleicht noch ein besseres Angebot abstauben zu können, er wollte nur die Frau.
      Dies machte Skiller immer wieder deutlich und je mehr auch dem Blonden die Absichten bewusster wurden, es nicht einfach an der wachsenden Eifersucht in sich liegt, versuchte auch er so langsam vorsichtig zu werden, Verhaltensweisen hervorzusehen. Ihm schien es jedoch wie als wären ihm die Hände gebunden, er atmetete nur tief ein und aus und suchte in Kamilas Augen nach einer Grenzüberschreitung, mit welcher auch der Blauäugige die Bombe platzen ließ. Es kam jedoch nichts, auch wenn die Anspannung ihrerseits förmlich für ihn zu spüren war.
      Seine Gefühle hatten sich im Verlauf des Gesprächs nur weiter in seinen Gedanken produziert, während sein fester Griff am Glas dieses Durcheinander ausgleichen wollte, doch das brauchte er gar nicht mehr. Die Kraft in seiner Hand verließ ihn, als er Kamilas plötzliche Reaktion begutachten konnte, wie sie mit den Worten eine ganz andere Stimmung breitmachte, die vorallem Skiller nicht gefiel. Anthony hatte sich die Hand frei gemacht, das Glas weggelegt, nur um an die Waffe am Rücken zu gelangen, sollte diese mit dem Wendepunkt des Gesprächs einsatzbereit sein müssen. Sie erklärte, was ihr gerade so gar nicht gefiel und aus dieser Meinung ließ sie sich auch nicht mehr von ihm hinausreden, er würde nicht bekommen können, nach was er verlangte. So platzte auch Kamilas Kragen, sie zerraß die Unterlagen, denn sie würde es gar nicht mehr wollen. Sie war bereit zu gehen, weswegen auch der Blonde vom Stuhl aufstand und nur darauf wartete einzuschreiten, sollte sich der Mann noch die Erlaubnis nehmen, sie körperlich vom Weggehen abzuhalten. Es geschah jedoch nichts, Skiller war noch vermeintlich noch von ihren Worten baff, denn diesen Wiederstand hatte er gar nicht mit einberechnet. Kamila war hinaus getreten und bereit wieder zu fahren, doch der Blonde sah sich nicht bereit, das sagte schon die Anspannung seines Kiefers aus. Die Männer sahen sich bereits in der Pflicht, schnell der Brünetten zu folgen, weswegen sich Anthony gar nicht mehr benehmen müsste, es würde nichts gepetzt werden können. " Du hast noch eine Woche mit deinen Händen, danach sind sie weg. ", gab dieser bereits von sich, mit so einer Sicherheit, die wohl auch ihm im Bewusstsein erschrecken konnte. Skiller lachte nur, nahm ihn gar nicht erst ernst. " Das sagt wer? Das frustrierte Schoßhündchen, der nie so weit kommen würde wie ich es tue? " Anthony blickte kurz aus den Fenster, wollte sehen, wie weit die anderen sind, ehe er grinsend zum Rothaarigen schaute. " Ich zeig dir noch schnell genug, wer ich bin. " Einen weiteren Blick auf den Gegenüberen gabs jedoch nicht mehr, er machte selbst kehrt und wollte aus diesem Restaurant treten, um auch schon nach Kamila zu sehen, es hätte nicht noch schlimmer werden können.
      Draußen kam eine kalte Brise auf, als hätte sich diese mit der Wut Kamilas aufgebaut, um ihr gleichen zu können. Sie waren jedoch auf solches Wetter gewappnet, es war nichts in dieser Jahreszeit, die nicht vorherzusehen war, weswegen er lieber nach Kamila blickte. " Alles in Ordnung? ", fragte er bereits, wollte ihre Laune nachempfinden können, vor allem nachdem sie unerlaubt berührt wurde, es war schließlich ein empfindliches Thema bei ihr.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie zitterte.. Die Hände konnten sich nicht beruhigen, denn ihr Kopf konnte sich nicht dessen einig werden, ob sie jetzt dort rein laufen wollte, um ihm eine Kugel zu verpassen, oder ob sie nicht lieber zusehen wollte, wie er langsam vor ihren Füßen verblutete. Beides klang so verlockend, beide Vorstellungen könnten vielleicht dieses Gefühl der Leere in ihr füllen, welches sich gerade immer weiter ausbreitete. Kamila war wütend, sie war rachsüchtig in diesem Moment und gleichzeitig verletzt und hilflos. Es war keine so gute Mischung, die sicherlich noch andere Auswirkungen mit sich bringen wird, die die Frau jetzt gerade noch nicht absehen konnte. Er hatte es gewagt.. Er hatte es gewagt diese Grenze zu überschreiten, die Kamila ihm imaginär aufgestellt hatte und warum? Weil er genauso schwanzgesteuert war, wie es der Rest der männlichen Bevölkerung war. Er wollte sie nur brechen, er wollte sie zu Boden zwingen und ihr die Macht nehmen, die sie sich selbst aufgebaut hatte und warum? Weil er Angst hatte.. Lächerlich.. Und genau diese lächerliche Tatsache brachte die Brünette draußen zum lachen. Sie lachte einfach nur drauf los, als würde das alles nur ein großer, lustiger Witz sein.
      Es war kühl draußen, aber die Kälte kam gar nicht zu ihr hindurch, denn unter dem Mantel brodelte es. Immer mehr Gedanken sammelten sich zu dem Thema, wie sie ihm jetzt am Besten zeigen konnte, was er davon hatte. Sie könnte ihm die Kehle durchschneiden, ihn langsam verbluten lassen, ihn um sein Leben betteln lassen.. "Baby.. Du weiß doch, du kriegst es nicht hin..Es ist doch ganz simpel.. Es gibt die Führenden.. und dann.. Menschen wie dich..". Er sprach schon wieder mit ihr, verdammt, warum ausgerechnet jetzt. "Halt einfach die Schnauze!". Er stand nicht hinter ihr, er hielt sie auch nicht fest und versuchte sie nicht einzulullen, das konnte er auch nicht, nie wieder! Aber allein die Leere hinter ihr anzuschreien tat Kamila besser, als es in sich drinnen zu behalten. Ihre Männer waren ihr gefolgt, sie hatten sie ein wenig besorgt gemustert, wollten gleich fragen, ob alles in Ordnung war, denn es gab niemanden, den sie hätte hier anschreien können. "Jetzt holt den verdammten Wagen!", jetzt drehte sich die Chefin auch zu ihnen um, um ihnen deutlich zu machen, dass sie nicht sinnlos stehen bleiben sollten, sie wollte hier verschwinden, sie wollte es nicht riskieren gleich noch einmal reinzulaufen und womöglich doch noch spontan ein Blutbad veranstalten.
      Ihre Männer nickten, sie verschwanden direkt um die Ecke, um den Wagen zu holen, da tauchte auch der Blonde auf. Warum kam er erst jetzt? Was hatte er dort drinnen getan? Ah, das interessierte Kamila doch jetzt auch nicht mehr.. Sie blickte llieber wieder nach vorne und steckte ihre Hände in die Taschen des Mantels, um den Anschein zu bewahren, als würden sie diese vielleicht aufhalten können. Anthony wollte wissen, ob alles in Ordnung war, da schnaubte sie schon belustigt. "Nichts ist in Ordnung", sie gab es wenigstens ehrlich zu, aber zu mehr kamen sie auch nicht, denn ihr Wagen kam um die Ecke und hielt vor den beiden an, damit sie einsteigen konnten. Die Brünette zögerte nicht, sie stieg hinten ein und ließ sofort das Fenster runter, um in ihrer Tasche nach der Zigarette zu greifen. Sie rauchte normalerweise nicht im Auto, wollte nicht den Innenraum mit dem Gestand zerstören, aber sie brauchte das jetzt.. Sie brauchte eine Beruhigung, bevor das Fass explodieren wird. Mehrere Millionen Dollar waren futsch, ihre Ehre war futsch und es lief alles nicht so, wie sie es sich geplant hatte.. Nicht einmal die Zigarette half..
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      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Draußen war die frische Luft schon fast eine Belohnung dafür, dass sie es in diesem Restaurant so lang durchgehalten haben. Sie hatten die Worte hingenommen, die Fehlschläge, auf das richtige Thema zurückzugreifen und die Versuche, dem Mann das eigene Desinteresse zu verdeutlichen. Während dieses Gesprächs schien das Atmen viel zu schwer, es war kaum noch möglich, denn sie waren in einem Käfig eingefangen, konnten aus diesem nicht hinaus, solange sie nicht auf das verlangte Geld angewiesen waren. Doch Kamila empfand das Geld nicht mehr nötig, sie brauchte absolut keinen Kontakt mehr mit diesem Herren nach den Berührungen, aus denen sie nicht fliehen konnte. Es war eine offene Frage, wie sie dieses fehlende Geld wieder ausgleichen wollten, doch mit dieser Frage fiel Anthony jetzt nicht ins Haus, es gab andere Sorge, die ihm gerade dieses üble Magengefühl gaben. Mit dem ersten Blick auf Kamila sah man, dass etwas in ihr brodelte, dass etwas gerade deutlich nicht stimmte und es war nachzuvollziehen, es sollte niemals üblich sein, die erzwungenen Berührungen eines anderen Mannes auf sich hinnehmen zu müssen, diese Lektion würde wohl auch auf Skiller noch kommen, man würde die Brünette nicht mit solch einem fehlenden Respekt gegenüber stehen, ohne dabei noch eine Bestrafung für zu kriegen.
      Bei Kamila war gar nichts in Ordnung, natürlich war es nicht Ordnung, doch genau diese Antwort benötigte er. Er wollte sehen, wie weit ihre Grenze überschritten wurde, ob sie es weiterhin mit ihrem Selbstbewusstsein einfach wegstecken konnte, auch wenn Anthony so etwas auf keinen Fall erwartet hätte. Sie war jedoch ehrlich mit ihm, sie konnte es nicht verstecken. Der Blauäugige schnaubte nur, es war wie als wären ihm die Hände gebunden, denn in diesen Situationen war es immer mit Vorsicht zu genießen, die Tätowierte zu beruhigen. Er würde sie nicht ohne ihrer Entscheidung in die Arme nehmen, er könnte als Mann gerade einiges falsch machen, weswegen er wartete und darauf achtete, nach was gerade Kamila selbst aus war. Wenn sie ihre Zeit alleine wollte, dann würde er ihr diese geben, würde sie seine Stimme hören wollen, dann würde er ihr auch dies erfüllen. Doch noch ging er nicht weiter auf sie ein, sie war auch schon mit dem Anfahren ihres Wagens bereits in dieses Eingestiegen, da folgte Anthony nur und holte kurz sein Handy hinaus. Er musterte aus dem Fenster nochmal das Restaurant, ehe er dem Mann auf dem Beifahrersitz schrieb, er solle ihm die Adresse geben. Dieser versuchte durch den Rückspiegel den Augenkontakt zu ihm aufzubauen, um Anthony auch schon gleich sein Nicken anzudeuten, er würde es noch tun. Damit steckte er das Handy auch schon weg, sah lieber zu Kamila, nachdem er auch schon den Geruch der Zigaretten in der Nase hatte. Er gab er diese Ruhe und diese Entspannung, ehe er ihr noch die erneute Entspannung bei ihm anbot. Sollte ihr jedoch nicht wieder danach sein, in die Arme genommen zu werden, würde er ihr wohl noch später anbieten, den Herren als Ersatz im Keller niederzuringen, so würde sich wohl auch noch einiges an Wut wegbekommen können. Seine Augen blieben bei sich, ehe er überhaupt seine Arme anbieten nach ihr ausbreitete, solange sie weiterhin am Rauchen war.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie schwieg die komplette Autofahrt über, nachdem die Zigarette aus dem Fenster geschmissen worden ist und dieses auch wieder zu gemacht wurde. Kamila wollte keine Zuneigung bekommen, sie wollte keine Nähe, sie wollte einfach nur alleine mit ihren Gedanken sein, deshalb verneinte sie auch den stummen Vorschlag des Blonden, er wollte ihr ein wenig Nähe geben, doch genau könnte genauso gut nach hinten los gehen, es könnte vielleicht ihre Wut nur noch steigern und das Fass zum Überlaufen bringen, was sie natürlich nicht wollte. Kamila hatte sich einfach nur zurück gezogen und die restliche Fahrt über einfach aus dem Fenster gesehen, um mit ihren Gedanken allein zu sein. Der Kopf fühlte sich dabei so leer an, obwohl er gleichzeitig so voll war, voll mit Gedanken über die Probleme, die jetzt entstanden. Es würde an Geld mangeln, sie müsste jetzt mit ihrem Ersparten einspringen ihre Männer bezahlen, vor allem aber Mike und Anthony ihren Anteil geben, denn für den Briten wird es definitiv nichts geben, bis er seinen Fehler begradig hat und genau darauf war die Brünette gespannt.
      Der Wagen wurde in der Einfahrt geparkt, kaum stand dieser schon öffnete die Frau die Tür auf ihrer Seite und stieg aus, um den Weg ins Haus zu nehmen. Sie lag gut in der Zeit für das Vorhaben am Abend, aber dafür fehlte ihr gerade nun wirklich der Kopf und vor allem auch die Lust. Sie konnte es Anthony nicht antun, dessen war sie sich sicher, aber was sollte sie nun sonst tun? Was blieb ihr jetzt anderes übrig, als sich einfach in ihrem Büro einzuschließen, um darüber nachzudenken, wie es nun weiter gehen sollte? Kamila betrat das Haus, sie traf direkt auf ihren Bruder, der wohl trainieren gehen wollte. Mike hatte sich in seine Sportsachen begeben und wollte in den Keller runter, ein wenig verwundert blickte er schon zu seiner Schwester, die er so früh gar nicht erwartet hätte. "Ist ja flott gegangen!", kommentierte er und verschränkte seine Arme vor der Brust. "Es gibt keinen Deal", murmelte die Brünette stattdessen und nahm ihren Weg auf die Treppe zu, auf ein weiteres Gespräch hatte sie keine Lust. "Wie, es gibt keinen Deal?!", Mike runzelte die Stirn und drehte sich zu seiner Schwester, welche langsam die Treppe hoch nahm. "Es gibt keinen verfickten Deal!". "Und nun?", er wusste genau, was es bedeutete. "Keine Ahnung! Lasst mich einfach in Ruhe!". Bevor die Bombe nun wirklich Platzen wird.. Kamila lief weiter, sie erblickte noch Elias, der an dem allen schuld sei, er hatte schon mitbekommen, dass es keinen Deal gab. "Und du!", sie hatte ihn ebenfalls auf dem Kicker und blieb für den Briten sogar einen Moment stehen, um wütend auf ihn mit dem Finger zu deuten. "Wenn du mir bis heute Abend nicht einen Deal präsentierst.. Dann wirst du mich auf Knien anflehen dich endlich umzubringen!". Elias schluckte schwer, bevor er nickte, er hatte es verstanden und sollte sich doch vielleicht lieber in sein Zimmer begeben.. Was tat er eigentlich da oben? Okay, das interessierte die Brünette in diesem Moment nicht, sie lief lieber auf ihr Büro zu. "Verfickte Scheiße nochmal!", mit den Worten schlug sie auch die Tür hinter sich zu, um hinter der Tür die Tränen, die sie die ganze Zeit über unterdrückt hatte einfach laufen zu lassen. Sie holte tief Luft, schloss die Augen und versuchte sich mit ruhigen, langen Atemzügen zu beruhigen. Sie wird das Haus noch nicht auseinander nehmen.. Noch nicht..
      Mike hatte ihr hinterher gesehen, er war verwirrt und verwundert, was da überhaupt los war. Er blickte deshalb auch zu dem Blonden, der mit ihr mitgekommen war, um vielleicht von ihm zu erfahren, was passiert ist.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war schon deutlich abzusehen, dass sich die Brünette nicht innerhalb der kurzen Zeit im Auto beruhigen konnte und nachdem sie auch sein Angebot verneinte, ließ er sie vollkommen in Ruhe, bevor er sie noch auf die Palme brachte. Er konnte sich nicht gänzlich in sie hineinversetzen, blieb deswegen nur ruhig und sah es dem Fenster seiner Seite raus, beobachtete die Landschaft an welcher sie hinauszogen, die Zeit alleine sollte der Kamila gewährt sein, um ihre Gedanken sortieren zu können, genauso wie er es versuchte. So ziemlich ist alles schief gegangen, was schief gehen konnte, da konnte man nicht so leicht wieder drübersehen und es nicht mehr weiter beachten, dafür fehlte es ihnen auch deutlich an dem verlorenen Geld, welches gar nicht so schnell wieder aus den übrig gebliebenen Geschäften geholt werden könnte. Man müsste überlegen, wie man das taktisch am Besten regeln konnte, doch wenn sich kein anderer Ausweg zeigen würde, würde Anthony noch die ganzen Banken ausrauben, irgendwie mussten sie die geldlose Zeit überbrücken.
      Innerhalb der Fahrzeit wurde von keiner der vier Seiten nur noch ein Wort gewechselt und mit dieser indirekten Regel, hatten sie sich auch mit ihrer Stille wieder in das Haus mit der Niederlage begeben, nachdem sich das Auto wieder auf dem gewöhnlichen Parkplatz befand. Der Mann hinter ihm hatte ihm bereits die Adresse zugeschickt, welche er sich vorsichtshalber nochmal woanders speicherte, um sie auch definitiv nicht weiter zu verlieren, ohne einen Anteil ihres Geldes würden sie aus dem Ganzen nicht gehen, da würde sich der Blonde nochmal kümmern. Jetzt hatte er sich jedoch noch darum zu kümmern, aus ihrem Visier zu verschwinden, ehe eine weitere Grenze überschritten werden würde, an der er noch teilnahm. Mit einem Seufzen schlüpfte er aus seinen Schuhen, hatte seine ungebrauchte Jacke wieder an den Haken gehangen, ehe er überhaupt das Gespräch der Geschwister mitbekam, natürlich kam bei diesen nicht wirklich viel raus. Deswegen wurde Mike auch relativ verwirrt zurückgelassen, auch wenn dieser nochmal aufhorchte, als Elias seinen restlichen Anschiss bekam. Sie stampfte davon, Anthony würde ihr nicht folgen, auch wenn sein Herz genau danach schrie. Es würde nicht gut enden, wenn sich beide innerlich schon selbst bekämpften, das Aufeinandertreffen dieses Chaos würde alles nur noch schlimmer machen. Die blauen Augen hatten nur noch gesehen, wie auch Elias sich wieder in seinen Stress fand, denn er brauchte einen neuen Deal an Land.
      Seinen Moment brauchte es, bis auch sich kurz bei dem Blonden etwas auflud, welches mit geballter Faust mit einem Schlag an die Wand ausgelassen wurde, ehe er bereits mit einem Kopfnicken mit Mike nach unten ging. Er holte nochmal tief Luft, ehe er die Treppen hinunter stieg und so langsam mal begann, den Brünetten aufzuklären. " Kamila hat immer wieder versucht, auf das Geschäft zu kommen.. Skiller hatte aber nur versucht, sie weiter von sich zu beeindrucken und als er merkte, dass sie materielles nicht wirklich anzog.. Hat er es immer wieder körperlich versucht. ", hatte er mit jeder weiteren Treppenstufe erweitert, ehe er sich bereits in den Trainingsraum machte, er müsste sich kurz etwas hinaushauen. Mike war sich jedoch immer noch unschlüssig, weil er vorallem noch ein weiteres Detail haben wollte. " Und du bist nicht eingeschritten, weil? ", hatte man ihn bereits gefragt, es war schon fast natürlich so gewesen, er war immerhin ihr Bruder. " Mike. " Es war ein warnender Ton, den Anthony sich nun aneignete, das war ein schlechtes Thema zum Ansprechen. " Was hätte ich tun sollen? Wüsste er, dass wir was miteinander hätten, wären unsere Chance auf ein Deal gleich Null gewesen, so wie er sie besabbert hat. Ich hab nichtmal sehen können, was er da unterm Tisch trieb! "

    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Tränen waren stumm über ihre Wange gelaufen und Kamila hatte sich nur immer wieder über die Nase mit ihrem Handrücken gewischt, um den Rotz nicht hängen zu haben. Es war schon ein wenig befreiend einfach dem Gefühl der Hilflosigkeit nachzugeben und sich nicht weiter mit aller Kraft davon aufzuhalten zu weinen, andererseits war es gut für die Frau zu wissen, dass vermutlich keiner von den Herrschaften dort unten auch nur im geringsten erwarteten, dass sie hier jetzt Schwäche zeigte. Kamila weinte nicht, gut, die hatte geweint, als Anthony um sein Leben kämpfte, aber ebenfalls eher stumm und für sich, gleichzeitig konnte man gut erkennen, wie sehr es auch den Rest mitgenommen hatte, weil es die Chefin mit nahm, aber das war eine ganz andere Sache, die jetzt nicht zu vergleichen war. Keiner von ihnen da unten erwartete es auch nur im geringsten, dass diese Situation, in welcher sich Kamila noch vor gut einer halben, vielleicht auch dreiviertel Stunde befunden hatte, sie so sehr mit nahm. Es war ihre Vergangenheit, an der sie jetzt zu nagen hatte, es waren die Erinnerungen, mit denen sie zu kämpfen hatte. Verdammt.. Warum dachten alle Männer gleich, sie würde nur für das eine bereit sein? Warum dachten sie, sie wird sich gerne unterwerfen lassen, die Schlampe spielen, welche sie von ihr sehen wollten. Stand es irgendwie auf ihrer Stirn geschrieben? Konnte man es ihr ansehen, dass sie ihr halbes Leben nichts anderes gemacht hatte, als Männer glücklich zu stimmen? Als alles für sie zu tun, was sie nur wollten?
      Es dauerte einen Augenblick, in welchem vor allem die Schminke ein wenig an den Augen zerlaufen war, aber die Brünette konnte sich die Tränen unter den Augen weg wischen, um aus ihrem Mantel zu schlüpfen. Der Mantel landete auf dem Ledersofa, ihre Schuhe gleich mit, die brauchte sie nicht mehr, lediglich die Zigaretten, welche auf dem Schreibtisch lagen, sie hatte doch überall welche gehabt. Der Balkon wurde geöffnet, eine weitere Zigarette wurde angezündet und nachdem sich ihre Lungen mit dem giftigen Rauch füllten lehnte Kamila ihren Kopf an der Wand an, während sie hinaus in den Wald blickte. Sie fühlte sich elendig, ihr Körper schrie nach Ablenkung, ihr Kopf wollte ebenfalls eine. Kurz haderte die Frau mit sich, ob sie nicht Anthony schreiben sollte.. Sie wollte eine Umarmung haben, für einen Moment lang ihren Stolz wo anders lassen und einfach nur das kleine Mädchen sein.. Sein kleines Mädchen sein.. Aber damit führte sie sich wieder vor den Augen, wie abhängig sie langsam von Anthony wurde. Nein, so weit durfte es nicht kommen, saß könnte ihren Untergang bedeuten, wenn sie es so weit kommen lassen wird.. Stattdessen musste eine andere Ablenkung her und die war relativ schnell gefunden, denn mit dem Blick auf die Uhr stellte Kamila fest, dass sie sich langsam vielleicht fertig machen sollte. Neue Schminke musste her, sie wollte auch unbedingt duschen, um das Gefühl los zu werden, als würden seine Hände noch an ihr kleben..
      Kaum war die Zigarette geraucht schon schlich sich die Frau eine Tür weiter in ihr Zimmer. Die Klamotten würde sie verbrennen, oder nie wieder anziehen, zu sehr störte sie die Tatsache, womit sie diese verbund.. Aber die Dusche.. Die schöne warme Dusche tat ihr wirklich gut.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Antwort des Blonden war deutlich gewesen, nicht nur was die Begründung seines eigenen Verhaltens anbelangte, sondern auch der Meinung, dass man ihn nicht weiter mit dieser Art von Fragen stören sollte. Es war unwichtig gewesen, sich jetzt noch mit vergangenem zu beschäftigen, wenn die Brünette oben sich mit schlechter Laune aufhielt, in Ruhe gelassen werden wollte. Deswegen sollte das Thema einfach stillgelassen werden, einfach gar nicht mehr angesprochen werden, denn damit ließe sich das Wiederaufbringen vor Kamila verhindern, sollte sie mal darüber hinweg kommen können. Die anderen Männer brauchten es gar nicht auch noch wissen, sie bräuchte vermutlich nur weiterhin ihre Zeit für sich, bevor es Anthony wieder versuchen würde, sie irgendwie emotional erreichen zu können. Bis dahin schlug er wortwörtlich seine Zeit im Keller tot, wollte die eigenen Emotionen wieder auf den Standard bringen. Mike hatte einen Kampf angeboten, auf diesen verzichtete er jedoch auf Weiteres, dafür war er nicht richtig gekleidet gewesen, auch wenn der Pullover schon nach weniger Zeit auf dem Boden lag, er trainierte lieber mit dem darunter liegenden T-Shirt. Seine Wut ließ er mit der bekommennen Armfreiheit lieber an einen der Dummys aus, genauso wie es auch Mike neben ihm tat, da hatten sie sich auch nicht noch von einem Gespräch ablenken lassen, das würde nur die Luft zum Atmen entnehmen.
      Anthony konnte gar nicht zählen, wie oft er nunmal unzählige Schläge auf dem nachgebildeten Körper ausgebübt hatte. Bloß merken konnte er, wie seine Faust immer schwächer auf den Widerstand stieß, wie seine Bewegung sich nur weiter verlangsamte, verzögerte. Er atmete tief aus, betrachtete nur den Dummy, ehe er einen Schritt von diesem zurück nahm. Sein Kopf wurde mittlerweile freier, so dachte er auch, dass vielleicht der selbe Fall bei Kamila sein würde, sie empfangbereiter für ihn wäre. Doch ob es nun so war oder nicht, ihn hatte eine ganz andere Sorge getroffen, sie hatte seiner Ahnung nach nämlich immer noch nicht die Möglichkeit gehabt, etwas zu essen. Die blauen Augen blickten zu Mike, sahen zu, wie beschäftigt er weiterhin mit seinen Übungen war. Für einen Moment betrachtete er diesen dabei, doch seine Füße trugen ihn schon von selbst wieder die Treppenstufen hinauf, nachdem er sich beim Vorbeigehen nochmal den auf dem Boden liegenden Pullover schnappte. Er wollte nach ihr sehen, wissen, was sie da oben trieb, er hatte sie schon sicherlich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen. Ohne weitere Blicke in seiner Umgebung lief er die nächsten Treppenstufen zur nächsten Etage, um auch nicht mehr lange auf sich warten zu lassen.
      Für einen Moment lauschte er dem Inneren des Zimmers, nachdem er sie gar nicht mehr in ihrem Büro auffinden konnte. Es war ruhig gewesen, er konnte nicht erahnen was sie machte, vielleicht schlief sie ja? Mit seinen Handknöcheln hatte er an die hölzerne Tür geklopft, lief jedoch gar nicht erst herein. " Kamila, kann ich rein? ", fragte er auch gleich, damit man dem Klopfen auch einer Person zuordnen konnte. Er wartete ab, was sie zu seinen Worten zu sagen hatte, denn wieder wollte er ihr die Wahl geben, nach was ihr war. Er würde sie nicht unterdrücken wollen, schon gar nicht, wenn es bereits ein anderer versuchte. Deswegen wollte er auch gar nicht erst wieder über das Treffen sprechen, sollte es ihr selbst nicht einfallen, weswegen er lieber mit seiner anderen Sorge begann. " Du hattest heute keine Möglichkeit gehabt, was zu essen.. Soll ich dir was machen? Ich hab Zeit. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das heiße Wasser ließ die schlechten Gefühle und schlechten Gedanken gleich wieder verschwinden, als würden sie mit dem Wasser gemeinsam abgespült werden. Nun, zunächst hatte es einen Nervenzusammenbruch gebraucht, Kamila musste sich in der Ecke der großen Dusche setzen, denn ihre Beine hatten mit dem Aufkommen der Tränen wieder nachgelassen, aber nachdem das worüber war war auch alles wieder in Ordnung gewesen. Letztendlich gehörte dazu eine sehr große Prise Verdrängung, etwas, was die Frau schon seit Jahren perfektioniert hatte, aber nur so konnte sie den Schein bewahren, als würde einfach alles in Ordnung sein, als würde nichts ihre Mauer durchbrechen können, die sie sich über Jahre aufgebaut hatte. Es war eine große, hohe Mauer an der auch Anthony oft genug scheiterte, aber er versuchte es einfach immer und immer wieder und da gab es Momente, in denen er es doch schaffte sie wenigstens ein wenig zum bröckeln zu bringen. Vielleicht schafft er es nicht sie zu durchbrechen, aber vielleicht schafft der Mann es einen Weg um die Mauer zu finden, was sich Kamila schon irgendwo tief im Herzen wünschte. Sie würde am liebsten ihm den Weg dazu zeigen, um endlich schwach in seinen Armen liegen zu können, das kleine Mädchen zu sein, welches seit einer Ewigkeit wieder raus wollte..
      Die Dusche war erfrischend, auch die Tatsache, dass sie einfach keiner gestört hatte, vielleicht hatten sie es auch versucht, aber ihr Handy lag in der Manteltasche im Büro und durch die Dusche konnte sie sowieso nichts hören, vor allem aber durch den Nervenzusammenbruch. Kamila hatte sich ihre Unterwäsche angezogen, wobei sie letztendlich auf den BH verzichtete, denn für das Kleid brauchte sie keines, dann zog sie sich schon den Morgenmantel über, welchen sie von dem Blonden bekommen hatte. Der Satinstoff schmiegte sich gut an die weiche Haut, es fühlte sich gut an, befreiend fast schon.. Doch lange bleib sie nicht am Spiegel stehen, um sich zu betrachten, es war zwar verlockend, aber er brachte auch eine gewisse Melancholie mit sich, vor allem meinte die Brünette die Narben zu sehen, welche von den Tattoos verdeckt werden sollten.. Sie fand stattdessen eine bessere Lösung, sie hatte sich an ihren Schminkplatz gesetzt, um langsam das Make-up für den Abend vorzubereiten. Es waren noch einige Stunden hin, aber gleichzeitig auch anderthalb Stunden Fahrt und Kamila hatte auch einiges zu tun, sie musste die Tattoos überdecken, welche von dem Kleid nicht verdeckt wurden, um den perfekten Anschein zu bewahren, sie wäre wirklich niemand Besonderes und nicht die schwarze Witwe selbst. Sie wollte ihre grünen Augen betonen, welche durch das Kleid noch mehr betont wurden, wurde jedoch in dem Vorhaben gestört, als es an der Tür klopfte. Die Frau hielt inne, sie wartete auf die Stimme, die ihr verraten würde, wer hinter der Tür was von ihr wollte. Anthony fragte, ob er rein konnte, da bildete sich ein sachtes Lächeln auf den Lippen der Brünetten, es war doch inzwischen sein Zimmer gewesen, aber es war nett, dass er ihre Privatsphäre gerade respektierte. "Komm rein", rief ihm die Frau auch schon rüber, bevor sie weiter damit beschäftigt war ihr Auge zu schminken. Es sollte genauso aussehen, wie es das andere tat..
      Anthony hatte recht, für Kamila gab es keinerlei Möglichkeit etwas zu essen, das Sushi sah zwar gut aus, aber es gab keinen Moment, in welchem sie es probieren konnte, ständig musste sie belästigt werden.. Sie hielt wieder inne und blickte über den Spiegel zu dem Mann in ihrem Zimmer, der sich wirklich dafür sorgte, dass sie nichts gegessen hatte. Ihr Herz schmolz dahin, für den einen Moment bröckelte die Mauer wieder.. Ein sachtes Lächeln bildete sich auf den Lippen. "Ich würde gerne was essen", gab Kamila auch schon zu, bevor sie sich zu Anthony umdrehte. Sie hatte keinen wirklichen Hunger, aber es würde ihm sicherlich eine Freude machen, wenn sie es täte. "Aber nur, wenn.. Es dir nichts ausmacht". Eine dumme Aussage, vor allem nichts typisch der Frau.. Aber gut, sie hatte gerade schweres durchgemacht. "Hast du heut schon was gegessen? Oder wollen wir beide zusammen was essen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Man hatte ihm den Einlass in ihr gemeinsames Zimmer gewährt, welches er für diesen Moment gar nicht erst zur Gemeinsamkeit zählen wollte, schließlich hatte sie um die Zeit für sich alleine gebeten, die er in keinster Weise nehmen wollte. Er wollte sich nicht in das Spektrum ziehen, die der Frau nur schaden und ein unangenehmes Gefühl geben wollte, weswegen er sich nur umso vorsichtiger bei ihr verhielt. Sie gab ihm schon private Einblicke, an jenen Nächten, an denen der Sprachfluss der beiden sie kaum ruhen und schlafen ließ, an Abenden, an denen ihr Hals nur vor Brennen strotzte, weil sie gemeinsam etwas tranken. Mit jeder weiteren Information konnte er nur immer weiter nachempfinden, was in der Brünetten nur alles geschah, was ihm selbst beim Beobachten gar nicht auffallen könnte, wobei er doch seine Konzentration stets darauf setzte. Sie hatte ihm Puzzle-Teile geschenkt, die ihn durch ihren aufgebauten Schein hindurch blicken ließ, doch sie war ein verschlossenes Buch, er würde den Schlüssel zum Aufmachen nicht bekommen können.
      Seine Hand ergriff langsam die Türklinke, drückte diese bereits hinunter, um einen Einblick ins Innere des Zimmers zu bekommen. Seine Augen suchten den Platz nach seiner Freundin ab, er schwiff zum Schminktisch, an welcher er sie im Spiegelbild erkennen konnte. Ihr entspannter Ton verriet ihm bereits, dass sie sich ein wenig abregen konnte, auch wenn er weiterhin einen Eindruck bräuchte. Es verwunderte ihn jedoch schon genug, sie am Schminktisch zu erblicken, doch es war eine andere Frage dran, an welcher er sich hielt. Kamila lächelte wieder nach einer ganzen Weile, hatte ihn nur selbst wieder unbewusst zum Schmunzeln gebracht. Anthony hätte sogar schon fast die Antwort nicht mitbekommen, war lieber von den lächelnden Lippen abgelenkt. Doch er bekam es noch mit, sie würde gerne etwas essen und damit wäre er wohl auch schon mit Geschwindigkeit in die Kücke gedüst, doch wollte er unbedingt noch wissen, was ihr Magen wohl gerade begehren würde. Er trat näher heran, genau so wie sie sich zu seiner Person umdrehte, um ihm nochmal die Entscheidung zu geben, ob es ihn wirklich nichts ausmachte. Den Kopf schütteln war da die einzige Möglichkeit für ihn, er würde noch so einiges anderes was für sie tun, da war sich um sie zu kümmern noch das mindeste, was er tun konnte. Sie gab ihm die Gegenfrage, ob er denn heute schon was gegessen hatte, gab ihm das Angebot, es doch gemeinsam zu tun. " Ich hab morgens ein Stück von unserem eigentlichen Frühstück gegessen.. Sonst aber auch nichts. ", antwortete er, schwiff kurz zur Oberfläche des Schminktisches, um zu sehen was sie alles gerade zu tun hatte. Die Unterschiede ihrer Augen hatten schon ausgesagt, woran sie gerade dransaß, doch der fehlende Grund dafür gab ihm einen kurzen Moment, um die Stirn zu runzeln. " Wir können gern gemeinsam essen, sag mir nur, was du haben willst und ich mach's uns. ", sprach er weiter. Er nahm sich den Moment, seine Hand an ihrer Wange zu legen, nur um an ihrer Stirn einen Kuss zu hinterlassen, bevor er überhaupt wieder verschwinden würde. Anthony versuchte ihr so noch die Stimmung weiter anzuheben, war sich ihren inneren Gedanken auch gar nicht bewusst gewesen. " Oder ich fahr sogar los und such nach dem besten Sushi aus der Gegend. ", schlug er mit dem selbigen Einfall auch gleich vor, sie konnten immerhin trotzdem ihr Sushi haben, ob der Dreckssack da weiter störte oder nicht. An diesen sollte man auch gar nicht mehr denken, die Sorge sollte man versuchen nicht zu beachten. Der Blonde dachte eher wieder an was anderes, als seine Augen wieder den Schminktisch musterte. " Was machst du denn hier überhaupt, du willst noch fahren? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony war ins Zimmer gekommen, er hatte außerdem zum Frühstück etwas gegessen gehabt, so war dein Magen nicht den ganzen Tag leer gewesen, nicht so, wie es bei der Brünetten der Fall war. An sich konnte die noh bis abends warten, bei der Feier würde es bestimmt etwas gutes zu Essen geben, aber so, wie sie den Blonden kannte würde er damit nicht wirklich zufrieden sein, er hatte nämlich Sorge, sie könnte mit dem Gewicht noch deutlich weiter runter fallen. Nun, viel wog die Frau nicht, aber sie war schon immer eine sehr dünne Person gewesen, die nicht viel Gewicht zu nahm, doch irgendwann war auch ein kritisches Gewicht sicherlich erreicht und das könnte auch für Kamila lebensgefährlich werden.
      Der Mann kam ihr näher, er legte seine Hand auf ihre Wange, da schmiegte sich die Brünette sofort an diese und schloss für einen Augenblick die Augen, um sich einfach diesem Gefühl zu geben, welches sie bekam. Er war gerade ihr Anker, ihr Licht in der Dunkelheit.. Der Leuchtturm in einem Sturm und das einfach mit mir dieser kleinen Geste. Es fühlte sich gut an, es fühlte sich sogar noch viel besser, als nur gut an, aber das konnte Kamila nicht sagen, sie würde damit nur der Gefahr laufen, der Mann könnte von den Chaos in ihrem Kopf Wind bekommen. Er sollte nichts von dem Nervenzusammenbruch wissen, er sollte nichts von ihren Gedanken wissen, den Stimmen, welche sie hörte, es würde Anthony nur beunruhigen, vielleicht würde er gar nicht mehr von ihrer Seite weichen, er war einfach zu fürsorglich, wobei das gerade dad richtige war, genauso, wie es der Kuss auf die Stirn war. Die Brünette wollte mehr, sie wollte mehr Küsse kriegen, am liebsten ihren Kopf an seine Brust anschmiegen und nie wieder weg nehmen, aber da sprach Anthony auch schon, er schlug vor nach Sushi für sie zu suchen.. Er gab sich so viel Mühe..
      Ein breites Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor Kamila sanft mit den Kopf schüttelte. "Dafür ist keine Zeit da", sprach sie und blickte zu ihm hoch, ihre Augen suchten nach dem Blau seiner, um sich für einen Moment darin zu verlieren. Sie wollte Halt haben, Halt bekommen, doch dieser wurde ihr nicht gegeben, denn der Mann blickte zu dem Schminktisch, an welchem sie noch bis gerade eben gesessen hatte. Wieder einmal lächelte sie sanft. "Wir müssen doch bald los", antwortete sie und blickte wieder zurück.. "Du solltest dich auch bald hübsch machen, denn ich bin wahnsinnig gespannt dich im Anzug zu sehen". Sie war wie ausgewechselt. Es gab kein Anzeichen darauf, wie sehr es sie vorhin verletzt hatte, wie wütend sie vorhin war, diese Kamila war tief in der Kiste versteckt worden, stattdessen gab es die Kamila, die gerne in ihr Kleid steigen wollte, um zusammen mit ihrem Freund den Ball unsicher zu machen. "Wir können eine Kleinigkeit essen und hoffentlich später etwas richtig gutes zu essen bekommen.. Ich hoffe doch, dass das Essen gut wird". Ihre Hände landeten auf der Brust des Mannes, ganz sanft strich sie drüber, beobachtete ihre Hände selbst dabei. "Du kannst ja gucken, was wir haben und einfach was fertig machen? Dann können wir im Büro in Ruhe essen... Ich muss mich dann nicht umziehen", immerhin wäre es schon sehr auffällig mit einem Hauch von Nichts nach unten zu laufen und all die Blicke auf sich ziehen.. Sie warteten doch nur alle auf solch einen Moment!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."