[2er RPG] No Good For You

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Der Schrei ließ auch wieder nach, als sich der Mann an das Gefühl scheinbar zu gewöhnen schien, oder aber verstand er deutlich, dass jeder Schrei mehr Schmerzen bedeuten wird, so schwer war es doch auch nicht zu verstehen. Kamila seufzte, während sie ihre zweite Klinge aus dem Stiefel holte, nur um damit in der Hand zu spielen. Noch bevor sie sich aber entschied, wohin sie als nächstes zustach hörte sie ein Räuspern, welches sie genau davon abhielt. Sie mahlte mit dem Kiefer, blickte aber zu dem Herren, der sie davon abhielt mit der Befragung weiter zu machen, es war natürlich der Blonde, der sein Glück versuchte. Mag sein, dass sie vielleicht ein wenig zu schnell war in ihrer Rage, aber sie ließ sich dennoch nicht gerne von irgendjemanden abhalten in dem, was sie tat, nicht einmal von diesem Mann. Das Blau in seinen Augen deutete ihr trotzdem an, einen Gang runter zu schalten, um womöglich nicht noch die Möglichkeit, an Miguel zu kommen, zu töten, sie seufzte, ehe ihre Augen wieder zu dem Mexikaner sahen. "Sag mir doch einfach, wo er dich befindet", sie versuchte es ihre Aufregung ein wenig zurück zu halten, aber es war nicht leicht, nicht ganz so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellte, doch der Mexikaner schüttelte wieder bettelnd seinen Kopf. "Ich weiß gar nicht, warum du dich so dagegen sträubst..er wird dir nichts schlimmeres antun, als das, was ich dir antun kann". Ein Grinsen bildete sich auf den Lippen der jungen Frau, die mit der Klinge in ihrer Hand spielte. Sie trat wieder an den Mexikaner ran, nahm die scharfe Waffe, um sein Oberteil in zwei zu reißen und sich seinen Oberkörper anzusehen. "Ich kann dir wehtun, ohne, dass du so schnell draufgehen wirst". Er musste jedes einzelne Wort verstehen, sonst würde er nicht noch weiter betteln, aber genau das brachte genau nichts. Statt den Mann in Ruhe zu lassen lehnte sich Kamila vor, um mit ihrem Mund ganz nah an sein Ohr zu kommen. "Ich liebe es zu hören, wie Menschen schreien und betteln". Ihre Finger tasteten die Stelle über dem ersten Messer ab, um den möglichen Puls zu fühlen, welcher durch die dort durchgängige Aorta zu spüren wäre. Sie tastete den gefundenen Puls rechts und links ab, um die Begrenzung zu haben, dann holte sie aus, um die nächste Klinge weiter weg von der Aorta zu platzieren. Es blutete, aber weit aus nicht so schlimm, wie es normalerweise der Fall wäre, das alles sollte ja langsamer von statten gehen, als es sonst war. Er schrie, er schrie ihr ins Ohr, aber Kamila entfernte sich rückwärts, während sie mit einem Grinsen ihr Kunstwerk betrachtete. Sie fühlte sich wie der Maler, der wochenlang an einem Kunstwerk arbeitete, an einem Bild, welches ihn selbst repräsentierte, und genau das tat auch dieser Mann.
      "Anthony?", ihre Stimme hallte in der Halle, nachdem der Mexikaner sich beruhigte. Die Herren links und rechts hielten ihn noch immer fest. "Dein Versuch, los". Es war eine Provokation ihrerseits, denn wenn er der Meinung war, sie sei zu schnell mit dem, was sie tat sollte er sie doch bitte vom Gegenteil überzeugen. Erschwerte Bedingungen hatte er wirklich, aber wenn er so große Töne spuckte, sollte er zeigen, was er drauf hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er war sich genau sicher, in was für eine Gefahr er sich da gerade selbst reinritt, doch umso schlimm wäre die Brünette, sollte sie einen toten Mexikaner vor den Füßen haben und keine Ahnung darüber, wo denn dieser Miguel steckte. Sie wüssten damit zwar, dass er Urlaub machte, doch das war nicht sonderlich hilfreich, damit konnte er irgendwo auf der ganzen Welt sein. Natürlich wusste er, dass sein Beruhigungsversuch sie nicht wirklich willkommen heißen wird, schon gar nicht wenn sie nicht so wütend sein konnte wie sie wollte, doch anders konnte sich der Blonde in seinem ruhigen Zustand nicht helfen. Dafür war die Vorstellung nur realistischer, dass sie mit den wenigen Informationen noch mehr ausflippt wenn sie den Männern die Schuld nicht noch zu schiebt, weil man sie nicht aufhielt. Deswegen hatte er lieber ihren wütenden Blick auf sich genommen, auch wenn sie sich doch an seinen Rat hielt, jedoch eher widerwillig. Sie versuchte es ein weniger ruhiger, hatte wirklich einen Gang runter geschaltet, auch wenn dieser nicht effektiver war wie die brutalere Art und Weise, wie die Brünette es sich schon angewöhnt hat. Sie brauchte einen kühleren Kopf, um sich mehr Gedanken darüber zu machen, wie sie eher mit solchen Männern zu reden hatte. Anthony betrachtete weiter, wie sie mit dem Mexikaner umging, wie auf sie reagierte, was ihn womöglich am meisten erschreckte. Doch zwischen dem Schmerz war nicht viel zu sehen, er hatte sich nur selbst ziemlich darin gestört gefunden, wenn der Mann wieder vor Schmerz schrie. Damit stieg wohl auch seine eigene Agression zu einem gewissen Teil, denn auch wenn Kamila daran ihren Gefallen fand, so war es für ihn schlichtweg einfach viel zu laut, als das er das genießen konnte.
      Sie hatte einen langsameren, ruhigeren Versuch gewagt, doch trotzdem verschwand das zweite Messer im Rumpf des Mexikaners, was wohl nicht gegen den Willen von Anthony war, denn irgendwie wollte er überhaupt nicht sprechen, egal was ihm gerade zugefügt wurde. Es war ein verdammter Ehrgeiz der dahinter stand, doch auch die Brünette hatte sich nicht dagegen gewehrt, dafür noch ein bisschen mehr Spaß mit ihm zu haben. Jedoch verlor auch sie womöglich an Interesse, wenn es denn nicht einfach das provozieren war, weil er ihr doch zu mehr Ruhe riet. Jedenfalls gab sie ihm für einen Moment das Steuer, er sollte es doch mal versuchen, wo er auch sie auch schon mit gerunzelter Stirn ansah. Sein Blick konnte für ihn sprechen, denn er hatte sich nur gefragt, ob das ihr verdammter ernst war. Doch das schien es wirklich und bevor er nicht noch schnell genug für sie war, hatte er kurz geseufzt und ihr die Waffe entgegen gestreckt, müste sie sich nicht bei einer Überraschung selbst noch verteidigen müssen. Er bat dazu um ein paar Messer, auch wenn er diese nicht sofort verwenden würde. Ob sie diese nun annahm oder nicht, trat er an den Mexikaner heran.
      Er war noch mit dem Schmerz beschäftigt, auch wenn es doch so schien, als würde er diesen mit der Zeit besser einstecken können. Sie müssten nur darauf achten, dass er nicht zu viel Schmerz auf einmal spürt, bevor er ihnnen hier noch wegknickt und sie hier noch weiter Zeit verbringen mussten, um an mehr Wissen zu kommen. Den Mexikaner verunsicherte der Wechsel jedoch, war sich gar nicht bewusst, was das wohl bedeuten konnte. Dabei hatte er nicht viel zu befürchten, erstmals, denn mit seinen Joberfahrungen war er wohl einer der besten, was das Spiel guter Cop, böser Cop anging. Wobei er doch ziemlich gerne den guten Cop übersprang. Kamila hatte ihre harte Seite gezeigt, sie war diejenige, vor der man am meisten Angst haben sollte. Und trotzdem schwieg er, schon fast bewundernswert. " Wir könnten uns deinen Tod ersparen, wenn du.. " Er schüttelte auch schon den Kopf, er war nicht daran interessiert. Da grinste Anthony doch verschmitzt, er würde ihn wohl noch brechen. Anthony begann aber langsam, drückte nur die Messer weiter hinunter, um eine größere Wunde zu verursachen. Es war aber nicht das, was er so unbedingt machen wollte, es war eher etwas, was er sich neu beibringen wollte. Schädlicher als Schläge auf die Leber waren Schläge auf den Nieren und waren diese mit genug Stärke, konnte noch deutlich größere Schaden entstehen. Deswegen bildete er auch schon eine Faust, haute mit immer mehr Wucht auf diese ein, nur damit er von den Männern vorm Krümmen bewahrt wurde. Auf die Messer würde er verzichten, erstmals, denn er würde es noch anders versuchen. Die Tränen waren noch zu sehen, er sah fertig aus, und doch blieb er still. Man konnte ihm nicht mit mehr als dem Tod drohen, aber dieser schien schlimmer zu sein, als das was sie hier ihm anboten. Mit dem Messer wollte er ausholen, ihm auch eine in die Niere geben, doch er hielt plötzlich an. Sein Blick fixierte sich auf eine Brechstange, die er auf dem Boden liegen sah, auf welche er sich bewegte. Damit würde er ihm so einiges brechen können, wenn er ihm nicht noch den Schädel öffnet. Der Mexikaner hatte ihm zugesehen, wobei er sich doch zu verkrampfen schien, als er etwas anderem zu nahe kam. Die blauen Augen sahen verwirrt um sich, wobei ihm ein Blick ins Auto huschte. Ihm fiel viel besseres ein. Sollte er nicht körperlich zu brechen sein, dann brachen sie ihn innerlich. Anthony ließ die Brechstange fallen, denn die Tasche, die er soeben aus dem Auto holte, war doch viel interessanter. " Deine? ", fragte er auch schon nach, bevor er belustigt schnaubte, denn er verleugnete die Aussage. Der Blonde kam wieder, hatte aus der Vordertasche ein Handy herausgekramt, ehe er den Rest aus der Tasche auf den Boden schüttete. Er konzentrierte sich aber eher auf das Hintergrundbild des Handys, gab doch ein Lachen von sich. " Was eine süße Familie..Wunderschöne Frau, drei Söhne.. Und die einzige Tochter kurz vor ihrer Quinceanera, nicht? " Die Maske brach langsam vom Vater der Familie, er heulte bitter, aber er sprach nicht. Anthony fuhr deswegen fort, hatte im Handy herumgewühlt, denn eine Sperrung hatte es nicht gehabt. " Sie müsste den qualvollen, langsamen Tod ihrer ganzen Familie ansehen, traurig.. Und dann wird sie selbst ihren Geburtstag nicht miterleben können. " Man musste nur genug spielen, so dachte doch Anthony, denn die braunen Augen waren schon am aufgeben. Es brauchte aber noch was, da wischte er einige Male über das Handy, bevor er sich erschrocken zeigte. " Sollen wir nicht vielleicht mal deine Frau einladen, sehen, ob du ihr den Tod wert bist? " Wieder schüttelte er den Kopf, verneinte ganz viel, aber das reichte nicht. Deswegen lief er wieder auf ihn zu, ergriff das Messer wieder richtig, bevor es schon fast quälend langsam im Rumpf von ihm landete. " Die nächsten drei gehören deiner Frau " Es waren nur simple Wörter gewesen, die wohl im richtigen Ohr einiges auslösen konnten. Damit hatte er ihn ein wenig brechen können, denn auch wenn er einiges noch brauchte, sich erst tierisch ausweinte, fand der Mexikaner doch die Fähigkeit zum Sprechen wieder. " Er ist in einer Hütte! " Er sprach nicht, es war eher ein verzweifeltes Schreien, denn er war wahrscheinlich an seine Grenzen gekommen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Er ist in einer Hütte" , fast schon erlösende Worte, wie es Kamila fand, aber sie reichten ihr nicht aus. Nachdem sie Anthony ein paar der Klingen gereicht hatte, welche sie in ihren Stiefeln versteckt hielt, war sie mit vor der Brust gekreuzten Armen zur Seite getreten, um das Schauspiel zu betrachten. Zunächst hatte sie eher darauf gehofft, dass er scheitern wird, um selbst einzugreifen und ihm zu zeigen, dass er sich nicht in ihre Rage einmischen sollte, um nicht selbst zum Opfer zu werden, aber nachdem der Mann eine Tasche aus dem Auto rausholte, die offenbar dem Mexikaner gehörte hatten sich auch Kamilas Züge gelockert und sie beobachtete das Theater einfach. Natürlich konnte man seine Opfer auf verschiedene Arten brechen, sie bevorzugte gerne die körperliche Art, sie brach sie aber auch gerne psychisch, nur hatte ihre Rage ihr nicht die Möglichkeit dazu gegeben sich länger mit dem Mann auseinander zu setzen, der nicht hören wollte. Aber Anthony tat es und er tat es sogar sehr gut, nachdem er herausfand, dass der Mann tatsächlich eine Familie besaß. Vermutlich war dieser Job hier die einzige Möglichkeit richtig an Geld zu kommen und seine Familie zu ernähren, bestimmt waren sie auch nicht ganz legal in den Staaten, was eine Jobsuche nur noch weiter erschwerte. Genau diese Menschen suchte Miguel, um sie für sich zu gewinnen und sie dazu zu zwingen für ihn zu arbeiten, erst im Nachhinein erfuhren sie, dass sie eigentlich am illegalen Drogenhandel beteiligt waren und da war schon jegliches Rauskommen zu spät. Es war falsch und vermutlich auch moralisch nicht ganz richtig, aber wer war Kamila, um über die Leute zu urteilen? Man müsste sich ihre Taten dafür ansehen, sie war moralisch auch nicht ganz fair, definitiv nicht, sonst hätte sie etwas dagegen getan, dass einer armen Familie der Vater und damit die einzige Quelle um ans Geld zu kommen, nicht genommen wird.
      Anthony sprach über die Familie und bevor die Brünette es noch anzweifeln würde, ob er überhaupt dazu bereit war Gewalt anzuwenden nutzte er sie noch, indem er eine weitere Klinge in dem Mann versank. Ein Schmunzeln war auf ihren Lippen zu sehen, als wäre sie stolz auf ihn, dass er es endlich tat und dann kamen auch schon die erlösenden Worte rausgeschrien, Miguel war in einer Hütte. Leider reichte das noch nicht aus, aber dafür übernahm Kamila, sie löste ihre Arme von vor der Brust und kam auf den Mexikaner zu, um sein Gesicht in ihre Finger zu nehmen und es anzuheben. Ihre grünen Augen blickten in seine braunen. Er schrie, aber mit dem Blick in ihre Augen verstummte er wieder. Die Zeit lief ihnen davon, viel Kraft war vermutlich nicht mehr in dem Mann. "In welcher Hütte?", fragte sie, dieses Mal deutlich sanfter, als sie es sonst getan hatte. Der Mann weinte bitter, deshalb fragte ihn die Frau noch einmal auf spanisch. Er antwortete, sein Mexikanisch war verständlich, auch mit den Kenntnissen der Frau, es reichte ihr aus. Sie hörte sich das Geflüster an versuchte es mit ihrem Wortschatz zu vereinen. "Westküste.. Dreißig Kilometer entfernt von San Francisco an der wilden Küste.. Im Wald..",es waren die Anweisungen für Mike, denn er nickte und zuckte nach seinem Handy, um nach möglichen Orten zu suchen, die dafür in Frage kamen. Der Mexikaner flüsterte weiter, er wollte nicht mehr, aber er wollte seine Familie beschützen. "Deine Familie interessiert mich nicht, sie hat mir nichts getan", sprach Kamila und griff barbarisch nach den Klingen, um sie aus dem Mann rauszuziehen. Blut ergoss sich auf ihren Händen, aber nicht weiter schlimm, dessen war sie schon gewohnt. "Holt die anderen und steigt ins Auto", es war ein Befehl an die restlichen Männer und während Kamila sich den Mexikaner noch einmal ansah, flehte er sie an, es endlich zu beenden. Es war mit Sicherheit eine große Qual, aber der Wunsch war für die Frau nichts schwieriges. Sie trat hinter ihn, während ihre Männer ihn noch fest hielten und griff nach seinen Haaren, um den Kopf zu ihr nach hinten zu ziehen. Ihre Augen blickten zu Anthony, während ihre Lippen dem Ohr des Opfers näher kamen. "Bete, dass es den Allmächtigen überhaupt gibt". Sie flüsterte, setzte eine der Klingen an den Hals, um mit einem sauberen Schnitt das Leben aus dem Mann zu ziehen. Ihre Männer ließen ihn los, während sich ein Schmunzeln auf den Lippen der Brünette bildete. Sie blickte runter zu dem Mexikaner, wischte dann ihre Messer an der Hose ab, um sie wieder im Stiefel verschwinden zu lassen.
      "Gut gemacht", waren ihre Worte an den Blonden, bevor sie wieder zu ihm sah. Es war Lob, aus ihren eigenem Mund.. Und er war ehrlich gemeint. "Vielleicht spielen wir öfter den guten und den bösen Cop".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie wussten in welche Art von Gebäude sie den Gesuchten fanden, doch diese Informationen war relativ nutzlos, wenn sie damit immer noch nicht den richtigen Standpunkt von ihm hatten, zumindest irgendeinen Anhaltspunkt. Doch zu den weiteren Informationen war es nicht mehr weit, denn die Männer hatten sich langsam anstrengen müssen ihn festzuhalten, denn dieser wollte mit der Schwäche schon längst zu Boden sinken. Man ließ es aber nicht zu. Nicht, solange sie den Befehl dazu nicht hatten und nicht, solange er noch flüchten konnte, unter irgendwelchen Umständen. Mit seinem Fluchtversuch hätte es kein Problem gegeben ihn sofort wieder einzufangen oder zu erschießen, denn mit dem Ziehen und den Schmerzen verursacht von den Messern in ihm, würde er definitiv nicht weit kommen, schon gar nicht in einem hohen Tempo. Hatte man ein Auge dafür, konnte man genau sehen wie es langsam mit ihm zu Ende ging, doch es war noch langsam genug. Sie hatten noch ihre Zeit die restlichen Informationen von ihm zu bekommen, dies übernahm jedoch auch schon Kamila wieder, damit trat Anthony wieder zurück und hatte das Handy zu den restlichen Sachen geschmissen, die nun auf dem Boden lagen. Dabei lag noch eine braune Brieftasche dabei, jedoch hatte er nicht wirklich Interesse daran, es würde sich keine allzu hohe Summe darin befinden, als das sie sich damals ansatzweise beruhigen konnten, weil sie zumindest einen Teil von dem fehlenden Geld wieder hatten.
      Es brauchte wie der Blonde ahnte wirklich nicht mehr lange, denn mit ihren Sprachkenntnissen kam sie deutlich schneller voran mit ihm, als er es könnte. Mit der Zeit hatte er wieder die mitgenommene Waffe an sich genommen und ließ diese wieder hängen, denn Mike war bereits dabei eine passende Adresse zu finden und der Mann flehte, ihm endlich das Leben zu nehmen, um den Qualen nicht mehr ausgeliefert zu sein. Sie hatte ihm gerne diesen Gefallen getan, sie hatte sogar dabei den Augenkontakt mit Anthony gehalten, was er wohl womöglich auch als Drohung oder Warnung ansehen konnte, würde das intensive Grün ihn doch nicht so abgelenkt haben und mit diesen auch das Blut, welches nun langsam am leblosen Körper hinunter floss. Er hatte es sich nicht lange angesehen, denn er erhörte eine wesentlich leisere, deutlich angenehmere Stimme als die von dem Mexikaner. Der Rückzug war damit eigentlich schon vorgeplant, doch ihre Augen sagten etwas deutlich ruhigeres aus, sodass er selbst doch lieber stehen blieb, als still den anderen Männern zu folgen. Sie lobte ihn für seine Arbeit, da nickte er zum Dank, auch wenn sie ihn wahrscheinlich für seinen vorherigen Mut köpfen würde. Es war aber nicht weiter schlimm, hoffte er doch, denn er lebte noch. Sie war auch wieder ruhiger, hatte sich wahrscheinlich nun erstmal gut ausgetobt, bevor es dann zu Miguel ging. Sie konnte sich etwas darunter vorstellen, dass sie ihre Rollen des öfteren wieder einnehmen konnten, da lachte er. " Ich rate, ich bin der gute Cop? ", fragte er auch schon mit einem Grinsen, ehe er sich selber fertig machte, um gleich wieder in den Transporter zu steigen. Sie konnten von Glück reden, dass sie hier nicht noch weiter gestört wurden, denn es konnte alles auch einfach eine Intrige sein können. Daran hatten sie aber nicht mehr zu denken, die erste Aufgabe war erledigt, sie konnten sich wieder mehr Zeit lassen, auch wenn es nicht allzu viel sein wird. Seine blauen Augen wanderten über ihr Outfit, welches ihm schon auf der Veranda auffiel. Es klebte nun das Blut vom Mexikaner an der Hose, doch das fiel mit dem Schwarz nicht sonderlich auf. " Steht dir. " Damit begab er sich selbst zum Verlassen des Gebäudes, die Männer schienen sich auch wieder versammelt zu haben.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila machte wohl den Anschein ein wenig ruhiger zu sein, aber sie war war es definitiv nicht, denn scheinbar hatten die Locos gar nichts damit zu tun gehabt, wie es schien, aber das wird ihr Miguel noch erklären können, wenn sie ihn in seinem Urlaub finden werden. Scheinbar steckte etwas ganz anderes dahinter und der Mann sollte sich schon warm anziehen, denn das Blut auf den Händen der Brünetten war erst der Anfang, sie hatte noch einige andere Ideen im Hinterkopf, sie die gerne rausholen würde, wenn sie die Gelegenheit dafür bekommt, aber die Zeit würde ihr zeigen, was sie davon benutzen wird.
      Sie schmunzelte, während sie auch ihre Hände an der schwarzen Hose mehr oder weniger abwischte, um nicht alles damit einzusauen. Anthony nahm an, dass er der gute Cop war und damit lag es sehr richtig, aber ihr Schmunzeln musste als Antwort ausreichen, er wusste es vermutlich selbst auch sehr gut, dass er es war. Kama wollte den Mann auch so ihre Anerkennung zeigen, denn so streng sie nun auch wirklich war, sie konnte auch loben, denn nur mit Zuckerbrot und Peitsche kam man weiter, auch wenn sie lieber, viel viel lieber zu der Peitsche griff, als zu dem Zuckerbrot. Jetzt bekam Anthony das erstere, aber so wird es definitiv nicht immer aussehen, er muss auch die Peitsche zu spüren bekommen, doch nicht jetzt, denn seine Bemerkung, es würde Kamila stehen, daß Blut an den Händen, im Gesicht und auf der Kleidung zu haben brachte sie für einen Moment zum schmunzeln. Sie sah ihm nach, wie er die Halle verließ, um vermutlich in den Transporter zu steigen, während sie sich mit dem Handrücken über ihre Stirn wischte, Schweiß hatte sich unter dem Pony gesammelt, der weg musste, dennoch blieben rote Reste auf der Haut übrig, doch nicht einmal der Geruch störte die Brünette, sie war Blut gewöhnt, es war ihre liebste Farbe.
      Noch bevor sie die Halle verließ, um in den Wagen zu steigen fiel Kamila etwas anderes auf. Benzinkanister befanden sich an einigen der Wände und ehe sie wirklich darüber nachdachte, was sie da tat lief sie auf einige davon zu um volle Kanister zu finden. Zwei waren voll, die ergriff sie, um sie zu öffnen und auf dem Weg zum Ausgang auszuschütten. Feuer war ihr zweitliebstes Element, gleich nach dem Wasser, sie sah gerne Sachen und auch ab und zu Menschen brennen. Die Kanister waren am Eingang gelehrt, das Lächeln breit auf ihren Lippen und das Feuerzeug auch schnell gefunden. Kurz blickte die Frau zu dem Transporter, der Motor lief schon und sie warteten nur noch auf sie, deshalb blickte sie auch wieder zurück und zündete das Feuerzeug an, um es dann auf das Benzin fallen zu lassen. Während sich das Feuer ausbreitete drehte sich Kamila um, um auf den Transporter zuzulaufen und einzusteigen. "Los", befahl sie, bevor die Halle noch in die Luft gehen und die Gruppe damit behindern oder verletzen würde. Sie lachte, während ihr Blick aus dem Fenster zu der brennenden Halle glitt. Ihr Feuerzeug war hin, aber es war nicht weiter schlimm, denn der Anblick war es wert gewesen.
      Mike hatte sich in der Zeit an den Herren durchgekämpft, um sich von hinten an den Beifahrersitz zu nähern und Kamila die Karte auf dem Handy zu zeigen. "Ich habe das Gebiet eingegrenzt.. Oliver sucht nach Anhaltspunkten und Informationen im Netz". Seine Schwester sah nur kurz zu dem Handy, dann ertönte wieder ihr Lachen. "Ich werde diesen Wixxer töten!". Es war schließlich ihr Geld, ihre anderthalb Millionen, die weg waren, ganz davon abgesehen, wie groß der Gewinn eigentlich sein würde. "Wie lange fahren wir?", fragte Kamila, nachdem sie sich beruhigt hatte und blickte nach hinten. "Zwei Stunden? Vielleicht mehr.. Hängt von Verkehr ab", entgegnete Mike und seufzte, als er das Blut in ihrem Gesicht sah. "Gut.. Dann halten wir irgendwann mal an.. Ich habe nämlich Hunger!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • have you ever seen
      the hell in someone'
      s eyes
      and loved it anyways?

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      Für einen Moment hatte er zurück in die Halle gesehen, nur um für eine weitere Sekunde ihr Schmunzeln auf den zarten Lippen sehen zu können, solange es weiter darauf ruhte. Es war für ihn eine Sicherheit, dass sie nicht verbitterte, in ihrer Wut selbst einer der wichtigsten Personen vergaß, nur um nach Blut zu streben und sich davon nicht abzuhalten. Sie hatten trotzdem ihren Spaß gehabt, sie hatte ihn wohl seinen Mut ihr zu sagen, dass sie lieber runter schrauben solle, besser verzeihen können, als er zuvor noch dachte. Es hätte eine satte Strafe geben können, wenn sie sich durch ihn nicht sogar vor ihrem Opfer gedemütigt fühlte, doch das Gefühl hatte er nicht, auch wenn eine Strafe womöglich noch kommen konnte. Doch er hatte ihr bereits einen Gefallen getan, wenn die beiden es nicht sogar als Selbstverständlichkeit ansahen mit ihrem momentan Status, dass er die ganze Nacht bei ihr liegen blieb. Er hielt schließlich sein Wort, hatte die Stunden einfach in Ruhe und neben ihr genossen, bevor er sogar selbst nochmal für einige Stunden eindöste.
      Seine Augen sahen jedoch wieder nach vorne, sahen sogar lieber nach wo er hintrat, denn ihm vielen einige Steine auf seinem Weg auf, was man wohl auch durchaus symbolisch annehmen konnte, wenn er über seine Beziehung mit Kamila sprach. Es war aber nicht der richtige Zeitpunkt darüber zu denken, das waren Gedanken für andere Momente, in denen er für sich war und wieder so einiges in seinen Gedanken sammelte und sortierte. Die Männer gingen selbst noch erst auf den Transporter zu, die zuerst angekommenen hatten auch schon die Türen des Transporters geöffnet, um die ersten hinein zu lassen. Sie würden alle hinein passen und hoffentlich da in der stickigen Luft die Fahrt überleben, je nachdem wie lange die denn wohl anhalten könnte. Das würde Mike wohl später noch herausfinden, er war ja im Kontakt mit Oliver für eine genauere Adresse. Mit der Reihe die sich vor dem Transporter stellte, kam er auch letzendlich in das Fahrzeug hinein und rutschte die Wand hinunter, um sich gemütlich hinsetzen zu können, auch wenn das wohl eng werden konnte. Er hatte schon sehen können, wie die ersten ihre Karten hinaus holten, wie sie sich in kleine Gruppen bildeten, um irgendwelche Kartenspiele zu spielen. Anthony passte dem jedoch, hatte wenig später lieber gelauscht, wie lange sie wohl bis zum gesuchten Mann fahren mussten. Es waren rund zwei Stunden, bis Kamila womöglich noch ihr krankes Lachen absetzte, weil sich ihre Seele mit seinem Tod wieder beruhigte. Er würde lügen, wenn er sie nicht selbst mit ihrem Auftreten als angsterregend empfand, doch das würde von einigen anderen Gefühlen ziemlich gut überspielt, schließlich kannte er auch ihre ganz anderen Seiten, weswegen er sich davon nicht wirklich abschrecken ließ. Mit der Zeit die ihm zur Verfügung stand, bevor sie wohl noch fürs Essen auf dem Weg anhielten, hatte er auch schon seine vorher begonnene Aufgabe fortsetzen wollen. Mit der Fahrt die sie vermutlich wieder zurück fahren mussten, würde er nicht viel Zeit haben, sollte es wieder gegen Abend sein, wenn nicht sogar in der Nacht. Doch das war kein Problem, sollte er seine Aufgabe dann noch erst erledigen wollen, das konnte er genau so gut neben Kamila, sollte sie sich denn bis dahin wirklich beruhigt haben. Er nahm sein Handy aus der Tasche und sah erst auf die Uhrzeit, bevor er seufzend wieder die Route öffnete, um nach geeigneten Firmen zu suchen.

      Die Zeit verging wohl ziemlich schnell, solange er sich an seine eigene Arbeit machte, denn mit dem Ausschließen der ganzen Geräuschkulisse hinter sich war er deutlich konzentrierter, als man erst vermuten konnte. Er hatte sich erst mit dem Anhalten des Wagens wirklich wieder selbst aus den Gedanken geholt, hatte das Handy für einen Moment wieder ausgeschaltet, nur um zu sehen, wie die Männer auf einmal durcheinander sprachen. Sie kamen wahrscheinlich an irgendeinem Schnellrestaurant an, denn mit ihren Bestellungen und mit dem Blick nach vorn hatte er es auch wieder erkannt, weswegen er grinsen musste.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Nachdem ihr Lachen verstummt war war auch eine gewisse Ruhe im Fahrzeug eingekehrt, aber ganz sicher nicht im innern der Frau. Sie war nicht nur aufgeregt, sie war bereit das halbe Land durchzusuchen, um diesen Mann zu finden und die Wahrheit von ihm zu hören. Wie konnte er sich im Urlaub befinden, wenn ihre millionenschwere Lieferung erwartet wurde, da musste einfach etwas dran faul sein und genau das wird Kamila noch herausfinden, aber bevor es soweit war machte sie es sich lieber gemütlich auf ihrem Sitz und telefonierte. Zunächst sprach sie mit Elias, ob es von ihm Neuigkeiten gab und erzählte ihm von dem, was sie herausgefunden hatte. Begeistert war er nicht, das war es nämlich keiner, aber er wartete auf die nächsten Neuigkeiten. Als nächstes sprach die Frau mit den Jungs, die am Haus geblieben waren, aber auch da war alles ruhig und vollkommen in Ordnung, das Problem konnten somit nicht die Locos sein, außer.. Sie führten etwas ganz anderes im Schilde. Möglich war es, möglich war demnach einiges, aber noch spekulierte die Brünette nicht, sie zog sich einfach nur mit ihren Gedanken zurück, um die möglichen Wege durchzudenken, um demensptrechend auch Notfallpläne in der Hand zu haben. Am liebsten wäre sie überall gleichzeitig anwesend, damit alles wirklich nach ihrem Kopf gehen konnte, aber das war erst recht nicht möglich, deshalb blieb ihr nichts anderes übrig als über die möglichen Situationen nachzudenken. Sie war vorbereitet auf das, was kommen könnte.

      Auf etwa dem halben Weg gab sie dann den Befehl mit dem Transporter von dem High Way runter zu fahren, um an einem der bekanntesten Schnellrestaurants anzuhalten. Sie verspürte Hunger, aber das Frühstück war auch schon ein wenig länger her und nachdenken machte wirklich hungrig. Wie kleine Kinder waren die Herrschaften hinten darüber begeistert, sie sprachen alle durcheinander darüber, was sie haben wollten, aber mit einem Räsupern von Kamila hielten sie endlich kurz den Mund, um sie sprechen zu lassen. Natürlich war Fast Food nicht das Gelbe vom Ei, aber vor allem die Frau konnte es sich mit ihrer Figur leisten so etwas zu essen.
      Sie forderte die Jungs dazu auf zu sammeln, was und vor allem wie viel sie davon haben wollten, navigierte dabei den Fahrer auch schon zu der Drive In Einfahrt, um nicht noch rein gehen zu müssen. Es wäre zu aufwendig in dem jetzigen Auftreten dort reinzugehen, die Mitarbeiter zu bedrohen oder bestechen, damit sie nicht noch womöglich die Polizei verständigten und dann wieder samt des Essens rauszugehen, ohne viel Stress. Nein, das war Kamila zu anstrengend, deshalb bestellte sie für sich das Essen, um dann Mike dazu aufzufordern zu bestellen und auch Anthony, sie hatten einfach ihre Prioritäten gehabt. Als letztes kam dann die Bestellung der restlichen Herrschaften, die mehr als nur lang war, aber die großen starken Männer mussten ja auch ein wenig mehr essen, um satt zu werden. Vierhundert Dollar kostete die Bestellung zum Schluss und die Mitarbeiterin, die diese angenommen hatte, schien überfordert zu sein, aber nach Kamilas Nachfrage, ob sie das denn schaffen wird bejahte sie es sofort und machte sich an die Arbeit. Der Transporter fuhr fort, Kamila zahlte mit ihrer Kreditkarte, welche dem Fahrer gereicht wurde, um sie aufzulegen, dann durften sie auch schon alle warten, bis das Essen fertig sein würde. Es dauerte alles einen längeren Moment, aber nachdem das Essen in den Transporter gereicht wurde war schnell klar, warum es der Fall war. Es war ein Berg von Essen, aber die Frau war zuversichtlich, dass genau das aufgegessen wird, sie kannte doch ihre Jungs.
      Ein wenig abgelegen auf dem großen Parkplatz hielt der weiße Transporter letztendlich an, um die Herrschaften rauszulassen, damit sie ihre Pause hatten. Kamila wollte nicht in den Fahrzeug essen und stieg aus, um sich auf eine der Picknickbänke zu setzen, die dort aufgestellt wurden. Sie seufzte, atmete die frische Luft ein und beobachtete sie Herrschaften, während sie nach den Pommes griff, die sie sich bestellt hatte. "Wie kleine Kinder", murmelte sie, aber das Schmunzeln war ihr trotzdem anzusehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie hatten aufgegessen und nachdem Kamila ordentlich gemeckert hatte, damit der Müll auch wirklich in der Mülltonne landete und nicht auf der grünen Wiese hatte sich die Gruppe wieder in den Transporter gesetzt, um weiter zu fahren. Es war wahrscheinlich merkwürdig zu sehen, dass diese Gangster, denen jegliche Regeln der Gesellschaft fast schon fremd waren, sich ein wenig um die Umgebung und die Natur sorgten, indem sie den Müll brav in die Mülltonne schmissen. Kamila war einiges egal, aber ihr war es nicht egal, was mit der Welt passierte und irgendwie wollte sie auch schon ein wenig länger auf der Welt leben. Natürlich hatte sie keine Kinder, sie würde auch niemals welche besitzen oder gar besitzen können, aber sie wollte es den anderen nicht noch schwerer machen und es war außerdem gar nicht so schwierig sich ein wenig um die Umgebung zu kümmern.
      Der Laster fuhr weiter und Kamila lehnte sich zufrieden mit einem vollen Bauch zurück, während sie auf ihrem Handy nachsah, ob sich etwas getan hatte. Oliver war fündig geworden und schickte ihr drei Hütten, die er gefunden hatte, aber er stellte damit die Suche noch nicht ganz ein, denn es konnte ja noch mehr davon geben. Eine davon suchte sich aber die Brünette tatsächlich aus, bevor sie dem Fahrer dazwischenwuchtelte und die Koordinaten im Navi veränderte. Eine halbe Stunde erwartete sie noch, aber es konnte auch deutlich länger werden, wenn die von ihr ausgewählte Hütte nicht die war, in der sich ihr Gesuchter versteckte...

      Die Hütte war erreicht, oder jedenfalls der Wald drumherum, denn irgendwann endete der Weg auch und die Gruppe musste laufen. Sie stiegen alle aus und warteten zunächst, während Kamila es wagte sich noch eine Zigarette anzuzünden. Sie hatte einen enormen Drang zu rauchen, um die wieder aufsteigende Wut zu zügeln. "Wir teilen uns gleich auf, um die Hütte von allen Seiten zu umzingeln..". Eine kurze Sprechpause entstand, weil die Frau einen weiteren Zug ihrer Zigarette nahm. "Mike nimmt rechts.. Anthony nimmt links und ich gehe von vorne rein". Die Jungs teilten sich selbst in die drei Gruppen auf, um jeweils einem der Anführer folgen zu können. Sie wollten alle mit Kamila mit, es war ihren unzufriedenen Gesichtern anzusehen, als einige der Kollegen sich zuerst zu der Chefin gestellt hatten. Diese zog noch ein Mal an ihrer Zigarette, um sie dann auf den Boden zu schmeißen und mit dem Fuß zu löschen. "Es wird nicht geschossen, bis ich es sage.. Oder es nötig wird, kapisch?". Ihr Blick war streng, als sie durch die Menge der Männer sah, aber sie brauchten es auch, diese Herren konnten es nur mit klaren, deutlichen Ansagen, sonst waren sie verloren. "Also ab". Sie entsicherten ihre Waffen, ehe die Gruppe weiter ging, um sich an der Hütte zu trennen. Musik drang aus dem Inneren und die Hütte war tatsächlich größer, als man es gedacht hätte. Zwei Etagen, ein Hinterausgang und Wäsche, die auf Leinen vor der Hütte aufgestellt war.
      Kamila wartete einen Augenblick, bis die Männer links und rechts weiter waren, um mit einem gezielten Seitentritt die Tür einzubrechen. Sie war aus Holz, was erwartete man da schon groß.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das ewige Gesitze konnte er nur mit dem kurzen Aufenthalt beim Schnellrestaurant lösen, indem er dort einige Schritte lief, doch danach war er auch schon wieder im Transporter und um ihm einige breit gebaute Männer, die wohl auch ihren Platz beanspruchen mussten. Dementsprechend war die Erleichterung auch groß gewesen, als sie sich aus dem kleinen Raum bewegen konnten, in welchem wohl einige normale Bürger unter ihrer Platzangst deutlich leiden könnten. Die Männer waren es jedoch mehr oder weniger gewohnt, da war auch der Blonde schon einige Male in einen der Transporter gewesen, da hatte er sich auch nicht zu beschweren. Sie konnten jedoch nicht vor der Hütte parken, denn der Weg dahin war von den nächsten Bäumen versperrt und möglicherweise war genau das auch nicht wirklich unauffällig, sollte man denn von innen die Türen beim Zuschlagen hören. Den restlichen Weg würden sie zu Fuß gehen, da hatte Kamila sich auch nicht die Möglichkeit nehmen lassen um noch einmal eine Zigarette zu rauchen, solange sie sich noch nicht in Aktion befanden.
      Sie gab noch einige Ansagen, sie sollten nicht einfach verrückt herum schießen, denn die Brünette wartete wohl einfach nur auf ihre Rache und zudem wusste nicht wirklich jeder, wie Miguel denn wirklich aussah, da war es wohl am schlauesten einfach abzuwarten. Als sie zu Ende rauchte, begaben sie sich auch schon in den aufgeteilten Gruppen zu ihren eigenen Aufgaben, weswegen Anthony mit seinen Männern auch nach links auswich, um dort nach dem rechten zu sehen. Kamila wollte von vorne hinein, da war auch schon zu hören wie sie im stillen Wald die Tür einbrach, scheinbar ohne wirkliche Probleme. Es hatte Anthony gebracht mit einem Grinsen zu schnauben, denn Kamila war wirklich nicht aufzuhalten, sollte sie in Rage sein, sich irgendwie rächen müssen, um ihr Gemüt zu beruhigen, denn eine einfache Ablenkung würde sie langwierig nicht zufrieden stellen. Mit den Männern sah sich der Blonde links um, einige von ihnen stellten sich schon in Position, um die linke Seite zu sichern. Er selbst lief doch weiter mit den restlichen Männern, er kam Mike entgegen und gemeinsam blieben sie an der Hintertür stehen, sie sahen jedoch noch zu den Männern, ob sie außen alleine alles sichern konnten. Sie waren genug, also machten sich die beiden selbst Zutritt ins Innere, die Hintertür war jedoch auch nicht abgeschlossen gewesen wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, sie würde sowieso von niemanden gesehen werden. Die Musik, die bisher nur leise in den Wald dröhnte, hatte mit dem Betreten der Hütte einen deutlich besseren Klang gehabt, doch damit waren die anderen auch wenig zu hören. Jemand musste hier wohl sein, nur sollte es lieber der richtige sein, sonst war es wohl mehr als nur ungelungen. Dafür mussten sie jedoch erst die Brünette selbst sehen, denn nachdem sie selbst nochmal ordentlich nachsahen, ob sie unten auch wirklich alles gesehen hatten, liefen sie selbst die knarrenden Holztreppen hinauf. Sollte es sich um den richtigen handeln, würden sie die Dame wohl noch rechtzeitig hören.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ein Knall, ein zweiter Knall, dann steckte die warme Pistole auch wieder in dem Holster an dem Bein. Zwischendurch war der erschreckende Schrei des Mannes auf dem Bett zu hören, welcher sich mit zwei blonden, scheinbar auch gekauften Frauen gemütlich gemacht hatte. Kamila hatte die Treppe nach oben zuerst genommen, sie hatte auch wirklich nicht mehr darauf geachtet leise zu sein, denn die Musik, die von oben kam, wurde mit jedem Schritt nach oben auch wirklich lauter. Die Tür zum Schlafzimmer hatte offen gestanden und während sich der gesuchte Mexikaner von den beiden Frauen verwöhnen ließ brannten bei der Brünetten die Sicherungen durch und sie zuckte zu der Pistole. Blut war nun auf dem Laken zu sehen, durch die beiden Kopfschüsse auch auf den Wänden und der Decke, aber wenn auch nur irgendjemanden das Blut störte, der sich in diesem Raum befand, der war definitiv in der falschen Branche. "K... Kamila was machst du hier?!". Der nackte Mann griff nach etwas, um sich möglichst zu verdecken, aber die beiden Leichen neben ihm waren zu schwer, um die Decke unter ihnen raus zu ziehen. "I-ich habe dich gar nicht erwartet". Kamila schmunzelte, während sie dem Mann bei dem weiteren Versuchen zusah, sich irgendwie zu verdecken. Letztendlich landete er auf dem Boden, das Bett war zu klein für seine Versuche und scheinbar waren die Leichen nicht gerade das, was er gerne sah.
      "Ah nicht?", fragte die Brünette und hob ihre Augenbraue, bevor sie mit langsamen Schritten auf den Mann zukam. Er blickte hoch, in seiner Angst und vor allem in der Peinlichkeit rutschte er noch weiter auf dem Boden nach hinten, bis die Wand an seinem Rücken zu spüren war. Das Grinsen auf den Lippen der Frau wurde noch größer, bis sie vor dem Mann Halt machte und in die Hocke ging. "Du weiß ganz genau, was ich hier mache". Er schluckte und durch diese kleine Geste verriet er sich deutlich. "I-ich weiß nicht, was Sache ist!". Kamila ließ ihren Blick über den nackten Körper schweifen, um die für den Mann unangenehme Situation noch unangenehmer zu gestalten. Er versuchte seine Männlichkeit zu verdecken. "Miguel..", ihre grünen Augen blickten ihn an, das Lächeln auf den Lippen war warm, bevor sie mit ihrer Hand nach dem Hals des Mannes griff. Die langen Nägel bohrten sich ins Fleisch. "Anderthalb Millionen..", flüsterte die Brünette. "Fucking anderthalb Millionen! Wo ist mein scheiß Geld hin?!". Sie drückte zu, um dem Mann die Luft abzuschnüren, wofür man nicht viel Kraft brauchte. Er legte seine Hände über ihren Arm, um ihn davon abzuhalten noch weiter zuzudrücken. "Wo ist das Geld hin?!". "Ich.. Kann... Das.. Erklären", versuchte der Mann zu sagen, aber ihn fehlte so langsam die Luft und mit jedem versuchten Atemzug drückte Kamila nur noch weiter zu. Sie sah gerne das Gesicht immer roter anlaufen, bis es bald schon blau werden würde.
      Miguel war kein Mann der sich großzügig wehren konnte, er war nicht besonders hübsch oder stark, dafür aber clever, weshalb er dafür zuständig war die Drogen zu besorgen und zu schmuggeln. "Ich.. Ich.. Kann nichts für!". "Wo ist es?". "Im.. Casino!". Ruckartig ließ Kamila ihn wieder los und runzelte ihre Stirn, während der Mann nach seinem Hals griff und mehrmals hustete. Er bekam langsam wieder Luft. "Ich.. Ich hatte Schulden! Und.. Und ich kriege es wieder hin, okay? Ich.. Ich kriege das Geld wieder!". Ein Lachen war im Raum zu hören, die Frau fing an zu lachen und schüttelte ihren Kopf. "Du hast mein Geld für deine Schulden gebraucht?". Sie lachte wieder und langsam aber sehr nervös fing auch Miguel an mitzumachen. Ein Fehler.. Denn die Faust traf ihn an seiner Nase. "Du hast mein Geld für deine Schulden genutzt". Dieses Mal klang Kamila deutlich ernster, bevor sie sich langsam erhob. "Zerrt ihn runter, los!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die beiden Schüsse waren wohl mehr als nur gut zu hören, als die beiden die letzte Treppenstufe hinauf gingen. Wie automatisch hatten sich die beiden fragend angesehen, wem die Schüsse wohl zugefügt wurden, wenn es nicht sogar als Drohung einfach der hölzernen Decke gerichtet war. Es war nicht mal daran zu denken, dass Kamila von den Kugeln getroffen wurde, dafür sah die Einrichtung auf dem ersten Blick zu friedlich aus, als das hier irgendwer sich eine ganze Ration von Schusswaffen einlagerte. Trotzdem galten die Schüsse für ihren Bruder und für Anthony als Signal dafür, lieber nach dem rechten zu sehen. Es war schon klar, durch welche Tür sie gehen mussten, denn durch die offene Tür zum Schlafzimmer waren die ersten Blutspritzer zu erkennen, Kamila war wohl schön völlig in Fahrt. Der Blonde musste dafür nicht mal hinein gehen, denn von der Ferne waren schon die beiden ersten leblosen Körper zu sehen, die er sich mit dem Betreten des Schlafzimmers genauer ansah. Er sah sich um, doch diese Tat hatte er sofort gestoppt und bereut, als er den nackten Mann auf dem Boden kriechen sah. Anthony verzog angewidert sein Gesicht, hatte sofort den Blick abgenommen, das war kein wirklicher Anblick, den er sich länger als nötig ansehen würde. Mike hatte wohl die selbe Reaktion gehabt, denn sie sahen sich wieder an und grinsten, als wüssten sie schon den Grund dafür. Kamila hatte ihn mit ihrer Hocke jedoch auch schon bedeckt, da sahen die Männer wieder lieber hin, sie schien mit ihrer Wut wohl absolut kein Problem damit zu haben und wo der Blonde das Auftreten von Miguel sah, hatte es auch ihn nicht wirklich gestört, dass sie da ihren Blick drauf hatte. Wirklich weiter trödelte sie mit ihren Fragen nicht, denn sie wollte ihr Geld wieder sehen, welches sie für nichts an diesen nackten Herren verschwand, der doch dachte, als gespielt Unwissender schnell aus dieser Situation heraus zu kommen. Jedoch nicht mit Kamila, denn sie wusste, dass er es war und mit dem schlechten Schauspielgeschick, bekam er auch schon seine Luft zugeschnürt. Anthony hatte sich bereits an den Türrahmen gelehnt, sah sich von dort das Spektakel an, schließlich würde er ihr nicht noch einmal hinein grätschen wollen. Sie war an ihrem Ziel angekommen und das genügte ihm, jetzt konnte sie sich wohl so viel austoben wie sie wollte.
      Bei Miguel bekam sie deutlich schneller eine Antwort, dafür brauchte es keine richtige Foltermethode, die Situation war ihm schon unangenehm genug, denn die beiden Männer am Eingang sahen auch nicht sonderlich amüsiert aus. Der Spaß hörte eigentlich schon mit den beiden Toten auf, denn aus dem Augenwinkel war wohl ziemlich gut zu erkennen, was der nackte Herr hier vor ihrem Besuch gemacht hatte. Kamila genügte die Antwort, ihr Geld liege gerade im Casino, wegen den Schulden die er noch dort hatte. Da brauchten sie auch nicht mehr lange, sie sollten den Mann mit nach unten nehmen. Der Blonde war selbst nicht ganz sicher, was die Brünette wohl vor hatte, denn er lebte noch, wobei es wohl genau das war, wonach Kamila hungerte. Sie ließen sich den Befehl aber nicht nochmal sagen, liefen damit zum hustenden Mann und hatten diesen aus seiner Ecke gezerrt, in welchem er sich wieder verkroch. Es lag aber nicht bei ihrem Interesse, weswegen sie nur darauf warteten, dass Kamila selbst aus dem Zimmer ging oder ihnen den Platz machte, sodass sie den Mann mit nach unten nehmen konnten. Wirklich gegen die kräftigen Griffe konnte sich Miguel auch nicht wehren, auch wenn er die beiden wohl auf der Treppe überwältigen konnte, um sie mit einem Ruck die letzten Treppenstufen fallend zu sehen. Es klappte jedoch nicht wirklich, bevor das geschah wäre ihm eher eine Schulter ausgekugelt. Die Furcht war ihm anzusehen, er hätte zuvor schon wissen müssen, mit wem er sich angelegt hatte. Doch das sollte Kamila wissen, denn mit dem gefundenen freien Platz hatten sie wieder zu dieser gesehen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Mike und Anthony kamen der Aufforderung nach, den Mann runter zu zerren, denn im Schlafzimmer wollte Kamila ihn nicht mehr haben. Sie war ihnen nachgegangen, um den Mexikaner zu beobachten, welcher sich versuchte noch ein wenig loszureißen, aber die beiden Herren links und rechts von ihm waren zu stark für ihn gewesen und hatten ihn deshalb gut im Griff. Amüsant war es für die Dema dennoch, dem nachzusehen und vor allem dem nackten Männerhintern hinterher zu sehen, während er immer weiter runter getragen wurde. Unten zog sie einen Stuhl hervor und deutete darauf hin, ihn dort hinzusetzen, während sie sich nach etwas zum Binden umsah. Einer ihrer Herren hielt ihr ein kräftiges Seil sin, sie hinterfragte es gar nicht erst , ihre Männer hatten immerhin ihre eigenen Methoden an Sachen ranzukommen, die man brauchte. Jedenfalls war das Seil gar nicht so schlecht, aber so etwas übernahm die Frau nicht selbst, sie drückte lieber ihrem Bruder und dem Blonden das Seil in die Hände, damit sie es für sich erledigen würden, während sie sich einen anderen Stuhl zog, um sich falsch herum auf diesen zu setzen. Ihre Augen beobachteten den Mann vor sich und ihre Gedanken rasten.. Ihn einfach zu töten war viel zu wenig, man brauchte doch noch ein wenig mehr dafür, als nur einen simplen Tod, aber auch ein wenig Spaß mit ihm schien der Frau zu wenig zu sein.
      Während die Herren ihn an den Stuhl banden legte Kamila ihr Kinn auf die Rücklehne des Stuhls und tippte mit ihren Nägeln den gleichen Takt, den sie auch damals im Gefängnis und immer wieder zwischendurch getippt hatte. Sie musste nachdenken, es musste eine Möglichkeit geben an das Geld zu kommen, noch bevor der Mann tot war, denn mit seinem Tod war vermutlich auch das ganze Geld wieder weg.
      "Ich werde dir das Geld besorgen! Gib mir doch Zeit!", er schrie, die Seile fühlten sich vermutlich ziemlich hart auf der nackten Haut an, aber es war nicht weiter schlimm, von der Brünette aus konnten sie gerne auch noch fester gezogen werden. "Ich schwöre es!". Er rief noch etwas auf Mexikanisch, aber darauf hatte sie keine Lust mehr. "Stopft ihm das Maul..",murmelte die Frau daraufhin und seufzte, während sie nachdenklich weiter auf dem Stuhl tippte. Sie musste eine Idee haben, eine kriegen, denn es würde nichts bringen, wenn sie jetzt ihre Rage ausleben würde, nur um ihre Rache zu kriegen, würde es trotzdem ihr Geschäft nicht weiter bringen, es könnte sogar nur Nachteile haben. Ein Seufzen verließ ihre Lippen, dann erhob sich die Frau auch wieder vom Stuhl. "Raucherpause..", verkündete sie und deutete mit ihrem Kopf Anthony und Mike an mit ihr rauszugehen. "Ich passt auf ihn auf.. und ärgert ihn nicht allzu viel". Ihre Augen blickten kurz zu den restlichen Männer, die schon ein Grinsen auf den Lippen hatten, bevor sich Kamila dazu bewegte rauszugehen. Sie brauchte gute Ideen, aber so wie es schien war es schon fast hoffnungslos.. Geld aus dem Casino konnte man nicht einfach so zurück holen, oder?
      "Wir müssen irgendwie an das Geld kommen.. Ideen?". Ihre grünen Augen blickten die beiden Männer an und warteten, bis sie irgendetwas sinnvolles sagen würden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Man hatte ihnen einen Stuhl gereicht, wo der nackte Mann auch schon drauf gedrückt wurde. Natürlich gab es immer wieder seine Wehrversuche, doch er war nicht von einer kräftigen Statur, die sofort gegen beide Männer ankämpfen konnte. Nur einen Moment des Stehenbleibens konnte er für sich gewinnen, bis er auch schon mit voller Wucht auf den Stuhl gedrückt wurde. Wahrscheinlich nicht ganz so angenehem, wenn er immer noch nichts an hatte. Es lag jedoch immer noch nicht in ihrem Interesse, sie hatten andere Sorgen, denn mit den bisherigen roten Zahlen fehlten immer noch anderthalb Millionen, die von Miguel verzockt wurden, statt mit diesem das ganze Zeug zu geben, was sie sich damit kaufen wollten. Schlimm wie zuvor gedacht war es jedoch nicht, wie es schien waren die Locos nicht mit involiert, wenn diese ihm die Schulden nicht irgendwie unterjubeln konnten. Damit konnte wohl schon bald eine Entwarnung an Elias gegeben werden, sollten die bisherigen Informationen genügend sein. Miguel hatte jedoch natürlich noch eine Chance darin gesehen , sich hier aus den Fängen der Männer und vor allem von den Fängen von Kamila zu retten, doch die Chance war schon längst abgefahren, das war ihm auch unterbewusst mit dem Geschrei klar. Es war aber die Hoffnung, an der er immer noch festhielt, doch die verstarb schon mit den beiden Frauen oben. Mit dem gereichten Seil hatten sie ihn fertig an den Stuhl gebunden, wobei Anthony kurz am Ende zog, nur um sicher zu gehen, dass er auch wirklich nicht mehr von den Stuhl kam. Sie hatten jedoch auch schon die Worte bekommen, er sollte sein Maul halten, zumindest mit ihrer Hilfe. Da sahen sich die beiden um, was wohl dafür in Frage kam, aber die Männer waren da irgendwie wohl wirklich gut vorbereitet. Es sah ihm jedoch wie ein herausgerissenes Stück der Gardine aus, aber wie die Brünette beschäftigte er sich nicht damit, auch wenn sein Gesicht seine Verwirrung verdeutlichte. Aus dem Stück Stoff hatten sie auch schon ein Knebel gemacht, bevor damit der nackte Mann zum Schweigen gebracht wurde. Die Brünette schien für einen Moment in ihren Gedanken vergraben, war sich wohl selbst nicht ganz sicher, wie sie hier weiter fortfahren möchte. Dafür hatte sie jedoch auch schon eine Raucherpause eingeleitet, wollte mit ihnen draußen reden, wobei eine zu rauchen nicht schlecht klang.
      Aus der Jacke hatte er die mitgebrachte Schachtel gezogen, nahm sich von dort eine Zigarette heraus nur um zu sehen, ob nicht noch jemand eine von ihm nehmen wollte. Kamila hatte ihre eigenen dabei gehabt, es war jedoch wohl wesentlich umständlicher, wenn sie diese einfach von ihm nahmen. Sie fragte nach Ideen, da schnaubte Anthony. So schnell an das ganze Geld zu kommen wäre nicht leicht, dabei war schon die Hälfte deutlich schwer genug, als das sie die mit einer Leichtigkeit wieder zurück bekamen. Der Blonde lehnte sich an die Holzwand, hatte die Flamme noch offen gehalten, nachdem er seine Ziagrette anzündete. Er sah sich ein wenig in der Landschaft um, dachte nach, ob er wirklich eine grnadiose Idee hatte. " Wenn wir die Daten kriegen, kann ich das Casino in meine Route nehmen.. Das Geld werde ich aber weder sofort in einer hohen Rate, noch schnell bekommen.. Es ist weniger effizient, wir können es aber auch nicht einfach überfallen, die Sicherheitsvorkehrungen werden verdammt gut sein, als das wir das ganze Geld auftreiben können. "Anthony nahm einen Zug, während er nachdachte. Das Casino würde vermutlich nicht Millionen im Gebäude behalten, wenn sie so schon ein beliebtes Ziel für Überfalle sind.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie ergriff eine der Zigaretten aus Anthonys Packung, um sich diese zwischen die Lippen zu legen, ehe die Frau darauf wartete, dass er das Feuer frei gab, um es sich zu schnappen. Ihr Feuerzeug war Geschichte und wurde für etwas ganz anderes genutzt, aber es hatte sich gelohnt dieses für das Brennen der Halle zu nutzen. Vermutlich waren irgendwelche Menschen schon darauf aufmerksam geworden und es gab auch sicherlich schon einen Löschtrupp, der versuchte das Feuer unter Kontrolle zu halten, aber das war nichts mehr, womit sich Kamila beschäftigen musste, oder gar wollte, sie wollte eine Lösung für das Problem haben.. Und zwar möglichst schnell.
      Anthony brachte tatsächlich einen Vorschlag, während sie an ihrer Zigarette zog, aber der Vorschlag war nicht wirklich hilfreich, jedoch besser als nichts. "Mhmm..",gab die Brünette dazu von sich und blickte in das Haus durch die Scheibe, neben welcher sie stand. "Das Problem ist nicht das Geld..",stellte sie fest. "Das könnte ich mit meinem privaten Besitz ausgleichen.. das viel größere Problem ist die Ware.. Elias braucht sie, um sie weiter zu verteilen und unsere Käufer zu beliefern.. Sie werden uns flöten gehen, wenn wir keine Ware liefern können und damit bin ich auf Dauer pleite". Sie knabberte an ihrem Daumennagel, während ihre Augen zwar ins Haus sahen, aber sich nicht wirklich darauf konzentrierten, was zu sehen war. Es war einer der schwierigeren Momente in ihrer Branche, in ihrer Position vor allem, denn wenn Kamila pleite sein sollte, würde damit alles zu nichte gehen.
      Sie wandt sich dem Fenster ab und zog an der Zigarette, um zu den beiden Männern zu sehen. Mike hatte sich an einem der Bäume angelehnt und die Arme vor der Brust gekreuzt, aber er schwieg. "Hast du da nichts zu sagen?",fragte seine Schwester und zog noch einmal an der gefährlichen Droge in ihrer Hand. Der Mann schüttelte den Kopf. "Nichts, was uns weiter bringen würde.. es ist hoffnungslos.. wie willst du die Ware für so viel Geld herbekommen? Von einem der anderen Drogenbosse? Hah..". Er schüttelte wieder seinen Kopf, aber genau diese Worte machten Klick in dem Kopf der Brünetten. Ihre Augen wurden größer und auf ihren Lippen erblickte ein leichtes Lächeln. "Das ist die Lösung..", sprach sie und zog ein letztes Mal an der Zigarette, bevor sie diese auf den Boden schmiss und mit dem Fuß zerdrückte.
      "Wie willst du an eine Ware für so viel Geld kommen, Kamila?", Mike verstand es noch nicht, aber es war nicht weiter schlimm, sie war bereit es zu erklären.. gleich, jedenfalls.. Denn zuerst betrat die Frau wieder das Haus und griff zu ihrem Handy, bevor sie ihre Fingernägel in den Haaren des gefesselten Mannes tauchte. Sie zog seinen Kopf nach hinten, er blickte sie angsterfüllt an. "Schön lächeln..", Kamila grinste, schoss ein Foto des Gesichtes, bevor sie es an einen ganz bestimmten Mann schickte.. Gregory. "Es gibt eines.. was ich wahnsinnig an Männern verfluche.. aber manchmal doch gerne zur Nutze ziehe", sie drehte sich zu ihrem Bruder und Anthony um, schrieb aber noch eine Nachricht dem Bild hinterher. "Es ist euer riesiges.. scheiß.. Ego..". Mit einem Grinsen auf den Lippen blickte sie auch wieder vom Handy auf und war sich sicher, dass ihr Plan klappen wird. Es musste klappen. "Und was willst du mit dem Bild?",fragte Mike verwirrt nach. "Warte ab, Bruderherz.. Ich kriege gleich den erlösenden Anruf".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie waren auf eine wirklich schnelle Möglichkeit aus, hatten auf diese gewartet, denn es ging hier nicht nur um einiges an Geld, sondern auch hinter diesem auch um unzählige Kunden, die bei ihnen die Ware kaufen wollen. Die Ware existierte jedoch gar nicht erst, sie hatten bloß ihr Geld ausgegeben, um dem nackten Mann, der gerade höchstwahrscheinlich von den Männern im der Hütte geärgert wird,ein schuldenfreies Leben zu ermöglichen. Es war absolut nicht ihre Absicht gewesen, diesem Mann hier ein sorgloses Leben zu schenken und ihm den Urlaub zu gönnen, den er sich wohl noch von dem Restgeld kaufte. Deswegen würde er wohl nicht mehr lange ein schlagendes Herz haben, es war ja nicht mal zu ahnen, auf welch eine Art und Weise er sterben würde, mit was für einer Qual und mit wie vielen Tränen, die er bis dahin wohl noch weinen könnte, sollte sich Kamila denn zu entscheiden, ihn zuvor noch zu quälen, mit ihrer neu erlernten Art.
      Ihr kam jedoch was anderes in den Sinn, denn Mike wusste genau so wenig über einen guten Weg an die Ware, wie es der Blonde selbst tat. Die blauen Augen hatten jedoch schnell im Augenwinkel ihr leichtes Lächeln ergreifen können, zu welchem er hinunter sah, als er den Rauch ausblies und die Zigarette runter nahm. Er war nicht der einzige gewesen, der genau dieses Zucken an den Mundwinkeln erkannte, denn ihr Halbbruder hatte sich auch schon dazu gemacht, ihr ihren Einfall auch der Außenwelt zu präsentieren. Aber das war nicht der Fall, zumindest nicht sofort, denn ohne wirklich ein Wort über ihren nächsten Schritt zu sprechen, begab sie sich mit dem Austreten der Zigarette wieder in das Innere der Hütte. Anthony sah ihr nur verwirrt zu, er warf die Zigarette jedoch selbst auch schon weg und folgte ihr hinein, wo er sie schon am Fotomachen erblickte. Für einen Moment kam einfach der Gedanke, dass sie ihn noch als Sklaven verkaufen wollte, aber den dummen Gedanken verwarf er einfach, auch wenn er genau das dann doch ganz witzig fände. Sie sprach jedoch einige Worte aus, die bei Anthony schon eine angegriffene Mimik erzeugten, schon fast bereit zurückzufeuern, doch die Gesichtszüge lösten sich mit dem begonnenen Gedankengang, bis er sogar mit dem Kopf hin und her schwankte, aber dann doch nickte. Ja, sein eigenes Ego konnte wohl auch einiges abverlangen. Es machte aber keinen Sinn, es wurde sofort die Frage gestellt, wie sie denn mit einem einzigen Foto weiter kam, sie hielt jedoch weiterhin ihr Geheimnis. Sie wartete auf einen Anruf, der sie von ihrer Frage wie sie denn noch an Ware kommt befreien sollte, da hinterfragte er jedoch nichts. Lieber grinste Anthony, denn er konnte gar nicht selbst sagen, was Kamila in diesem Moment so unfassbar scharf machte. Er vertraute ihr jedoch, hatte sich auf einen der Fensterbänke zu bewegt um sich an diese zu lehnen, ehe er die Arme verschränkte. " Dann warten wir.. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie würden alle warten müssen, aber vor allem Anthony bestätigte, dass sie das auch tun werden, während Kamila ihm mit ihren Augen hinterher sah. Es war wieder das Grinsen auf seinen Lippen zu sehen, welches jedes Mal ihr Herz aufs neue eroberte, aber genau dafür war keine Zeit gerade vorhanden, genau jetzt musste sie funktionieren und auch wenn ihre Augen dem Grinsen ein letztes Mal nachsahen, bevor sie sich dem Mexikaner widmete und versuchte ihre Gedanken neu zu ordnen. Es war gar nicht mehr nötig, denn der Anruf, auf welchen alle gewartet hatten läutete in ihrer Hand. Mit einem siegessicherem Grinsen ging die Frau dran.
      "Sag mir, dass du ihn lebend hast!", Gregory klang aufgeregt, als würde er sich darüber aufregen, was er da gerade zu sehen bekommen hatte.
      "Dir auch einen guten Tag", entgegnete Kamila und setzte sich wieder falsch herum auf den Stuhl,während sie ihren Gefangenen ansah.
      "Wo hast du ihn her?", fragte der Mann weiter, aber Kamila interessierte sich viel mehr dafür, was sie für ihn bekommen würde. "Willst du ihn haben?",fragte sie statt zu antworten und legte ihr Kinn wieder auf der Rücklehne an, während ihre Augen die Furcht des Mexikaners ansahen. "Natürlich will ich das!", rief Gregory fast schon. "Gut.. Was zahlst du für ihn?". "Was willst du haben?" "Ware..". Er schmunzelte, es war deutlich hörbar, bevor er seufzte. "Ich kann dir doch nicht meine Ware geben.. Warum brauchst du das?". "Hat dich nicht zu interessieren..". Kamila war direkt, sie wollte nicht plaudern, sie wollte Geschäfte machen. "Du klingst so abweisend...das macht mich schon scharf!". "Willst du ihn, oder willst du ihn nicht?". "Du magst es nicht zu flirten, oder? Komm schon, tue mir den Gefallen..". Die Brünette blickte zu dezent zu Anthony, bevor sie schmunzeln musste und wieder zu dem Mexikaner sah. "Ich flirte nur schon mit dem Richtigen.. hab keine Sorge..". Er konnte ja nicht wissen, dass damit der Blonde gemeint war, der an ihrer Seite oft zu sehen war, aber es war auch nicht das Thema. "Willst du ihn nun haben?". "Ja, verdammt!". "Gut.. Ein LKW voll.. in einer Stunde.. Ich schicke dir die Koordinaten..". "Eine Stunde?! Willst du mich verarschen?". "eine Stunde, sonst werde ich ihn vor deinen Augen köpfen.. So etwas.. wollte ich schon immer machen". Das Grinsen auf ihren Lippen war groß, die Angst in den Augen des Mexikaners noch größer. Er schüttelte mehrmals den Kopf, murmelte etwas, aber man konnte ihn nicht wirklich verstehen. Gregory seufzte am anderen Ende der Leitung. "Okay.. Gib mir wenigstens anderthalb Stunden Zeit... du kriegst, was du willst..". "Deal.. Aber ich kann nicht versprechen, dass ich meine Finger von ihm lasse..". Man hörte Widerworte auf der anderen Seite, aber da legte die Frau auch schon auf.
      "Weiß du , wer dich haben will?",sie sprach mit Miguel. "Dein alter guter Freund Gregory..". Mehrmals schüttelte der Mexianer den Kopf und flehte, aber es brachte nichts. Tränen sammelten sich in seinen Augen. "Und du weiß sicherlich ganz genau bescheid, was das heißt, oder?". Er nickte und schüttelte gleich darauf wieder den Kopf. "Aber soll ich dir was verraten?". Er hörte für einen Moment auf, um panisch zu Kamila zu blicken. Er blickte in die grünen Augen, in die Augen des Teufels. "Es geschieht dir recht...". Das Grinsen war breit auf ihren Lippen und für sie war das hier auch schon fertig. "Ladet ihn hinten auf und besorgt einen zweiten Wagen.. Ich habe keine Lust mit dem Abschaum im einen Wagen zu fahren..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Es vergingen nur wenige Minuten, wenn man überhaupt von einer Minute sprechen konnte, denn das Handy der Brünetten begann bereits zu klingen und mit ihrem Blick auf dem Handy und dem Grinsen, welches sich damit bildete, war es sogar sofort der richtige Anrufer gewesen. Die Wartezeit hatte sich wirklich auf das gerinste eingeschränkt, denn hier brauchten sie alles als wirklich viel Wartezeit auf irgendwas, irgendwen, wobei nur Kamila wirklich ihr Vorhaben kannte. Sie sprach bereits über das Ego der Männer, welches sie selbst ziemlich furchtbar fand, sie nutzte es jedoch gerne zu ihrem eigenen Vorteil. Ihm blieb nichtmal die Zeit, Theorien darüber aufzustellen, an anderen äußerlichen Merkmalen an ihr zu erkennen, was es denn letztendlich war, denn er musste nur darauf warten, bis er die Stimme am Ende des Hörers erhörte. Schwer war es jedoch trotzdem, weswegen Anthony erstmal nur der weiblichen Stimme zuhörte und versuchte daraus irgendwie schlau zu werden, es war nicht mal wirklich schwer. Sie wollte den nackten Mann gefesselt auf dem Stuhl jemand anderem überlassen, der vermutlich noch etwas mit ihm zu begleichen hatte, wenn es nicht sogar darum ging, einfach den Mann der am Handy war, die Möglichkeit zu geben sein eigenes Ego ein wenig zu beruhigen.
      Ihm schien aber etwas falsch zu laufen, denn das Thema war gewechselt, ziemlich schnell, vorallem als die grünen Augen nach ihm sahen. Er verengte den Blick, auch wenn sie davon sprach, dass sie scheinbar bereits mit dem Richtigen flirtete. Damit war auch schon klar, wer es doch war, auf den sie die kurze Zeit gewartet hatte. Gregory war derjenige gewesen, der für die Frau die einzige Hoffnung war, um ihre Käufer noch zufrieden stellen zu können. Anthony spannte sich mit diesem Gedanken jedoch an, schnaubte nur und kreuzte seine Beine, solange er weiterhin an der Fensterbank angelehnt war. " Der Hund etwa? ", murmelte dieser auch schon genervt, denn es brauchte nicht lange um zurück verfolgen zu können, wie das Gespräch mit ihm denn lief, dass Kamila so eine Aussage neben ihrem begonnenen Geschäft machen musste. Der Mann am Hörer versuchte sein Glück wieder, doch der konnte wohl noch lange darauf warten, wenn er nicht zuvor dank Anthony noch unter der Erde landete, oder zumindest irgendwo leblos auf dem Boden. Es wäre ein zu hohes Risiko, jemanden wie ihn wirklich umbringen zu wollen, doch bloß die Vorstellung war verlockend. Er beließ es einfach dabei, lauschte weiter, bevor Kamila das Gespräch beendete. Sie hatten sich geeinigt, da brauchte sie nicht mehr weiter mit ihm zu sprechen, sie kümmerte sich jetzt lieber um die weitere Vorbereitung, auch wenn sie dem Mexikaner noch ein wenig mehr Angst machen wollte. Sie bestätigte nochmal, dass es Gregory war, da verdrehte der Blonde im Hintergrund schon gespielt die Augen. Nicht der beste Mensch, den er sehen wollte.
      Kamila fragte nach einem zweiten Wagen, der hergebracht werden sollte, da hatte sich Mike jedoch auch schon so bewegt, als hätte er die Aufgabe schon für sich angenommen. Die Männer schliffen Miguel auch schon samt Stuhl und Fessel durch den Raum, hatten den Stuhl sogar umgedreht, nur damit der nackte Mann noch mit der Erdanziehung zu kämpfen hatte. Selbst in diesen Momenten war noch zu sehen, was für Kinder die Männer doch waren, aber Anthony war selbst nicht wirklich besser. Seine Hand wanderte über die noch hängende Gardine, doch sein Daumen striff über den Saum, der wohl vorhin noch erst neu gezaubert wurde. Man sah das rausgerissene Teil, wahrscheinlich hatten sie mit dem Stück Stoff das Maul vom Gefangenen gestopft. " Das du noch was von Gregory willst.. " Er ließ es zweideutig stehen, hatte nichts dazu gefügt, er grinste lieber. Das Grinsen verschwand jedoch, denn die Männer zeigten sich durch die offene Tür ziemlich dämlich, weswegen er wieder seufzte. " Jungs, braucht ihr Hilfe? ", rief er auch schon, selbst davon überzeugt, dass er defintiv kommen sollte, denn das sah nicht wirklich gut aus, was sie da machten. Es blieb für einen Moment still, sie sahen sich gegenseitig an, bevor sie sich doch zu einem klaren " Ja " entschieden. Der Blonde stieß von seinem Platz auf, schüttelte für einen Moment den Kopf, während er selbst hinaus lief. Er sah noch einmal zu Kamila, was sie wohl hier noch tun wollte. Danach kümmerte er sich aber auch lieber darum, wie zum Teufel die Männer den Stuhl in einen der Büsche verheddern konnten.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es gefiel Anthony nicht, dass Gregory nun mit ans Board gezogen wurde, aber auch Kamila gefiel es nicht besonderes, sie war nicht der größte Fan dieses Mannes, doch auch an ihre Geschäfte mussten weiter laufen und das war die einzige Möglichkeit, die ihr überhaupt eingefallen war. Es gab keine besseren Ideen, keiner hier konnte ihr etwas Besseres präsentieren und damit stand es eigentlich auch fest, dass sie es tun musste.
      Der Blonde hatte eine abwegige Bemerkung gemacht, als der Rest an ihre Aufgaben verschwunden war, bevor er sie alleine stehen ließ und den Herren folgte. So wie es aussah brauchten sie auch Hilfe, da war er schon benötigt gewesen, dennoch blickte die Brünette ihm nach und schmunzelte, als er aus ihrem Blick verschwunden war. Er war schon ein kleiner Idiot, wie sie es fand, aber dafür schaffte er es auch ihr Herz zu erobern selbst, wenn sie in Rage war. Dennoch fuhr sich Kamila seufzend durch das Gesicht, sie war jetzt schon wieder viel zu getresst, aber unter Stress arbeitete sie deutlich besser..

      Mike hatte tatsächlich einen neuen Wagen besorgt, der hinter dem weißen Transporter anhielt. Es war ein schwarzer Audi, ein wenig älter schon, aber dafür sah er noch sehr gut aus. Kamila lief mit den Armen vor der Brust gekreuzt um den Wagen herum, um sich diesen anzusehen und nickte mehrmals, ehe sie an der Fahrertür zu ihrem Bruder sah. "Keine Ahnung, wie du das so schnell geschafft hast, aber ich bin beeindruckt..". Ein leichtes Schmunzeln war auf ihren roten Lippen zu sehen, bevor sie sich den Schlüssel zuwerfen ließ. "Du fährst aber nicht alleine, oder?". Mike hatte scheinbar nach dem letzten Vorfall, als Kamila alleine mit ihrem Fahrer in dem Transporter gefahren war und sie gerade so dem Tode entkommen war, ein wenig Misstrauen gegenüber solchen Vorfällen. Sie seufzte aber. "Nein, ich nehme Anthony mit.. Zufrieden?". Der Mann brummte zufrieden und machte sich auf den Weg vorne in den Transporter zu setzen. Seine Schwester wollte davor aber noch ein Wort mit den Herren sprechen. "Er soll lebend und vor allem wach dort ankommen, verstanden? Was ihr sonst mit ihm macht ist mir egal". Die Herren bestätigten die Anweisung mit einem klaren, gemeinsamen 'Ja', bevor sich die Frau zufrieden hinter das Steuer setzen konnte. Wenn sie schon mit jemanden mitfahren sollte, dann nahm sie viel lieber den Blonden mit, der sie wenigstens ein wenig unterhalten konnte. Außerdem wollte sie gerne erfahren, was es mit seiner vorherigen Bemerkung auf sich hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie hatten den nackten Mann in den Transporter bringen können, wobei sie ihn doch irgendwie damit ärgern wollten, indem sie die Transportertüren offen ließen, nur um dem Mann weiterhin den kalten Wind aus dem Wald genießen zu lassen, der wohl vorallem nackt mehr als nur unangenehm sein konnte. Die Männer stellten sich aber auch schon mit den kleinsten Ärgereien zufrieden, denn viel war ihnen nicht erlaubt, denn Miguel sollte fast unversehrt, vor allem lebendig dem anderen Mann überbracht werden, damit die Geschäfte der Gang gerettet waren, bevor Kamila die nächsten roten Zahlen schrieb und damit nicht nur sie, sondern auch die Männer ziemlich schnell bangen konnten. Es würde jedoch nicht so sein, da war Gregory wohl zu sehr bei Miguel an der Ehre verletzt, als das er sich entgehen lässt, ihn in die Griffe zu bekommen und mit diesem alles machen zu können, wonach er Lust hatte. Da war es wohl ziemlich gut gewesen, dass er überhaupt das Angebot, das Geschäft annahm, auch wenn der Blonde es wohl nicht wirklich zugeben wollte. Es ärgerte ihn bloß, dass Gregory selbst nach der Drohung vom letzten Mal weiterhin seine Masche durchzog, doch Kamila hatte ihn schon damals mit dieser Macke vorgestellt. Er würde schon seit Jahren versuchen, diese Frau für sich zu gewinnen, dabei sollte man ihm wohl lieber nicht sagen, wie lange denn der Blonde dafür brauchte, sonst würde sein Ego wieder deutlich angekratzt sein und würde noch alles auf den Kopf des Blonden verwetten, wobei es wohl nicht so weit kommen könnte. Trotzdem mussten sie ihn später noch sehen, wobei Kamilas sofortige Aussage gegen Gregorys ihn wohl beruhigen konnte. Ihm war jedoch bewusst, dass sie nichts von anderen Männern wollte, schon gar nicht von Gregory, denn auch sie zeigte sich so ziemlich treu, auch wenn die beiden wohl immer wieder eifersüchtig wurden, sollte jemand nicht doch noch sein Glück versuchen, schließlich sind sie nicht ofiziell vergeben. Es hatte wohl so auch seine Vorteile, doch genau diese brauchte Anthony nicht wirklich, ihm ging es um deutlich mehr.

      Mit dem angefahrenen Auto in dem man Mike hinaus treten sah, waren sie auch schon für die Abfahrt bereit, Kamila wollte hier auch nicht zu lange verbringen und wahrscheinlich schon gar nicht in der Nähe des nackten Mannes, wenn sie diesem nicht einige Wunden zufügen konnte ohne, dass Gregory womöglich den Deal noch platzen ließ. Die Sorge von Mike war wohl berechtigt gewesen, denn anders dachte Anthony selbst nicht, auch wenn einiges mit ihm schief gehen konnte. Er hatte ihr jedoch damals das Versprechen abgegeben, sie so nicht nochmal alleine zu lassen, und seinem Wort blieb er bisher treu. Nachdem die Brünette in den Audi stieg, folgte Anthony ihr auch schon und warf nur einen kurzen Blick auf das Innere des Transporters, auf das panische Gesicht zwischen den ganzen grinsenden Männern, sie würden es schaffen, nach den Richtlinien zu spielen, dafür hatten sie schon einige Beispiele gehabt, um trotzdem ihren Spaß zu haben. Mit gehobener Braue sah er auch schon zu Kamila, musterte sie und bekam doch wirklich das Gefühl, als hätte er das nicht schon einmal gemacht, in der selben Situation. Er verließ den Gedanken jedoch lieber, um sofort zu seiner Frage zu kommen. " Willst du ihn zu Hause treffen? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war Kamila auch recht, jemanden mitzunehmen, wenn sie damit sich nichts anhören musste, auch wenn sie sich dessen sicher war, dass eines ihrer Worte ausreichte, um alleine in dem Wagen zu dem Treffpunkt zu fahren, aber ihr war es nicht wert sich nachher das alles anhören zu dürfen. Das Problem war, dass es jetzt nicht nur Mike gab, der sich um sie sorgte, sondern auch Anthony, der leider Gottes in dieser Sache auf der Seite ihres Bruders stand. Die Frau seufzte innerlich.. Wenn man mehrere Jahre zurück dachte, da war es Mike gar nicht mal so wichtig gewesen, dass sie heil zuhause ankommt.. Er hatte sich irgendwann geändert, jeder änderte sich im Laufe der Zeit, aber manches an diesem Mann war nicht so gut, da hätte er sein vorheriges Verhalten deutlich lieber behalten können.
      Ein letzter Blick von Kamila richtete sich auf den offenen Transporter und ihre Männer darin, welche mit einem breiten Grinsen dabei waren die Tür zu schließen. Sie waren manchmal schon ganz süß und sie gaben sich oft einfach nur mit dem zufrieden, was man ihnen gab.. So konnten sie auch jetzt ihren Spaß finden, ganz ohne den Mann im Transporter zu töten. Dafür reichte es aus zu wetten und als Verlierer der Geisel die Haare an den unangenehmsten Stellen zu ziehen, langsam.. Ganz langsam, solchen Spaß kannte auch Kamila, aber da sie ganz genau wusste, wie laut es dabei wurde wollte sie doch lieber einen eigenen Wagen fahren, um ein wenig ruhe von den Herren zu haben.

      Der Transporter zog an ihnen vorbei und Mike deutete das Salutieren an, als er an Kamila vorbei fuhr, woraufhin sie es ihm gleich machte und den Wagen startete. Anthony war schon der erste, der eine Frage stellte, aber das Kopfschütteln der Frau beantwortete es gleich auch schon. "Ich will mir so etwas nicht antun", sprach sie dennoch dazu und schaltete den ersten Gang, um mit dem Fahrzeug zu drehen. Recht schnell zog sie an dem Transporter vorbei und beschleunigte den Wagen auf dem unebenen Weg, aber es dauerte auch nur einen Augenblick, da zogen sie zurück auf die Straße. "Ich habe ihm die Koordinaten von einem Treffpunkt geschickt..". Sie schmunzelte. "Oder bist du scharf darauf sein Schlafzimmer zu sehen?". Ihre Augen blickten kurz zu dem Beifahrer, bevor sie auf die Straße sah und nachdem auch das richtige Tempo gefunden war konnte sich die Frau entspannen. Sie genoss diese Ruhe in dem Wagen, es gab einfach keine schreienden Männer oder Mexikaner, die ihr die Gedanken störten.
      "Ich mache nicht gerne Geschäfte mit ihm.. Er bildet sich immer etwas darauf ein, aber sonst ist er doch immer sehr zuverlässig.. Und da ich zufällig schon länger davon wusste, dass er hinter Miguel her ist ist es jetzt die perfekte Möglichkeit.. Auch wenn ich den Bastard selbst gerne geköpft hätte..". Sie seufzte. "Das Leben ist leider kein Wunschkonzert".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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