Kamila Kayla Redstone
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Der Schrei ließ auch wieder nach, als sich der Mann an das Gefühl scheinbar zu gewöhnen schien, oder aber verstand er deutlich, dass jeder Schrei mehr Schmerzen bedeuten wird, so schwer war es doch auch nicht zu verstehen. Kamila seufzte, während sie ihre zweite Klinge aus dem Stiefel holte, nur um damit in der Hand zu spielen. Noch bevor sie sich aber entschied, wohin sie als nächstes zustach hörte sie ein Räuspern, welches sie genau davon abhielt. Sie mahlte mit dem Kiefer, blickte aber zu dem Herren, der sie davon abhielt mit der Befragung weiter zu machen, es war natürlich der Blonde, der sein Glück versuchte. Mag sein, dass sie vielleicht ein wenig zu schnell war in ihrer Rage, aber sie ließ sich dennoch nicht gerne von irgendjemanden abhalten in dem, was sie tat, nicht einmal von diesem Mann. Das Blau in seinen Augen deutete ihr trotzdem an, einen Gang runter zu schalten, um womöglich nicht noch die Möglichkeit, an Miguel zu kommen, zu töten, sie seufzte, ehe ihre Augen wieder zu dem Mexikaner sahen. "Sag mir doch einfach, wo er dich befindet", sie versuchte es ihre Aufregung ein wenig zurück zu halten, aber es war nicht leicht, nicht ganz so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellte, doch der Mexikaner schüttelte wieder bettelnd seinen Kopf. "Ich weiß gar nicht, warum du dich so dagegen sträubst..er wird dir nichts schlimmeres antun, als das, was ich dir antun kann". Ein Grinsen bildete sich auf den Lippen der jungen Frau, die mit der Klinge in ihrer Hand spielte. Sie trat wieder an den Mexikaner ran, nahm die scharfe Waffe, um sein Oberteil in zwei zu reißen und sich seinen Oberkörper anzusehen. "Ich kann dir wehtun, ohne, dass du so schnell draufgehen wirst". Er musste jedes einzelne Wort verstehen, sonst würde er nicht noch weiter betteln, aber genau das brachte genau nichts. Statt den Mann in Ruhe zu lassen lehnte sich Kamila vor, um mit ihrem Mund ganz nah an sein Ohr zu kommen. "Ich liebe es zu hören, wie Menschen schreien und betteln". Ihre Finger tasteten die Stelle über dem ersten Messer ab, um den möglichen Puls zu fühlen, welcher durch die dort durchgängige Aorta zu spüren wäre. Sie tastete den gefundenen Puls rechts und links ab, um die Begrenzung zu haben, dann holte sie aus, um die nächste Klinge weiter weg von der Aorta zu platzieren. Es blutete, aber weit aus nicht so schlimm, wie es normalerweise der Fall wäre, das alles sollte ja langsamer von statten gehen, als es sonst war. Er schrie, er schrie ihr ins Ohr, aber Kamila entfernte sich rückwärts, während sie mit einem Grinsen ihr Kunstwerk betrachtete. Sie fühlte sich wie der Maler, der wochenlang an einem Kunstwerk arbeitete, an einem Bild, welches ihn selbst repräsentierte, und genau das tat auch dieser Mann.
"Anthony?", ihre Stimme hallte in der Halle, nachdem der Mexikaner sich beruhigte. Die Herren links und rechts hielten ihn noch immer fest. "Dein Versuch, los". Es war eine Provokation ihrerseits, denn wenn er der Meinung war, sie sei zu schnell mit dem, was sie tat sollte er sie doch bitte vom Gegenteil überzeugen. Erschwerte Bedingungen hatte er wirklich, aber wenn er so große Töne spuckte, sollte er zeigen, was er drauf hatte.
"Anthony?", ihre Stimme hallte in der Halle, nachdem der Mexikaner sich beruhigte. Die Herren links und rechts hielten ihn noch immer fest. "Dein Versuch, los". Es war eine Provokation ihrerseits, denn wenn er der Meinung war, sie sei zu schnell mit dem, was sie tat sollte er sie doch bitte vom Gegenteil überzeugen. Erschwerte Bedingungen hatte er wirklich, aber wenn er so große Töne spuckte, sollte er zeigen, was er drauf hatte.
"The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."