[2er RPG] No Good For You

    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war wahnsinnig anstrengend gewesen die ganze Nacht nicht nur wach zu sein, sondern auch den Männern zuzuhören und darauf aufzupassen, dass sie nicht zu sehr tobten. Letztendlich ging es nach ein paar Tänzen weiter mit dem Spielen und Kamila musste schmunzelnd feststellen, dass sie sich schon lange nicht mehr so auf der Tanzfläche amüsiert hatte, dass sie gerne länger geblieben waraa. Ihr Bruder konnte tanzen, sogar sehr gut und es war auch die Person, durch welche die Brünette damit überhaupt damals angefangen hatte, bisher gab es einfach selten jemanden, der ihr so gut Gesellschaft dabei leisten und gut mithalten konnte, außerdem war sie sich bei ihrem Bruder definitiv sicher, dass seine Hände an dem richtigen Platz blieben. Ihr gemeinsames Tanzen hatte einfach nichts sexuelles gehabt und das hatte Kamila für einen Moment auch ein Lächeln auf sie Lippen gezaubert, zum Glück war so gut wie jeder um sie herum betrunken und bemerkte gar nicht, wie zahm die Frau an diesem Abend war.
      Das Spielen ging dann auch schon weiter und es ging sogar soweit, dass die Brünette Waffen abnehmen musste, gegen den Willen. Auch wenn ihre Männer körperlich ihr deutlich überlegen waren, sie hatte ihre Möglichkeit daran zu kommen und sie würde lügen, wenn sie nicht zugeben würde, dass der ein oder andere morgen mit Schmerzen aufwachen wird und das nicht nur im Kopf.. Aber der Spaß ging letztendlich auch normal weiter und Kamila schaffte es sich auf den Beinen zu halten, bis morgens früh. Irgendwann war einfach die Müdigkeit auch nicht mehr vorhanden und sie war sich nicht mehr so sicher, ob sie gleich überhaupt schlafen gehen wird, vermutlich würde sie nach einem kurzen Schlaf sich noch müder fühlen, als sie es jetzt gerade tat. Dennoch war es irgendwann auch Zeit zu fahren, genauer gesagt um fünf Uhr morgens, als die Party langsam ihr Ende fand. Es gab viele, die es aufgegeben hatten weiter wach zu bleiben oder zu trinken, aber auch einige, die nur noch den Alkohol in sich zwangen, es würde in der nächsten Zeit sowieso nichts mehr passieren, dessen war sie sich bewusst.

      Anthony zu finden war eine Leichtigkeit, an den trat sie auch dran und bekam die Aufmerksamkeit, die sie haben wollte. "Komm, ich fahr dich heim", schlug sie vor, bevor es nur noch mehr ins Lächerliche gezogen wurde, hier zu sitzen und einfach nur noch zu trinken. Zu ihrem Glück weigerte sich der Blonde nicht, er war dafür und bewegte sich schon mal auf. Auf seine Aussage reagierte Kamila schon nicht mehr, sie war sich nicht ganz dessen sicher, ob überhaupt etwas bei ihm ankommen würde, wenn sie es kommentierte, deshalb lächelte sie ihn nur sanft an. Von hinten griff jemand an ihre Schulter. "Geht ihr schon?", Mike versuchte sich an der zierlichen Frau festzuhalten, aber sie war inzwischen nüchtern, viel hatte sie ja nicht getrunken, deshalb war es nicht schwierig für sie das Gleichgewicht zu halten. "Der Transporter kommt gleich und fährt euch auch nach Hause", sprach sie und musterte ihren Bruder, er verzog jedoch das Gesicht. "Ich will noch nicht", sprach er und schüttelte energisch den Kopf. "Nerv mich nicht, packt eure Sachen und verpisst euch gleich nach Hause". Er verzog noch einmal das Gesicht, aber nickte dennoch. Trotz dessen, dass Kamila gesagt hatte, dass sie nur das Geburtstagskind nach Hause bringen wird hatte sie sich doch um alle anderen gekümmert, zumindest um die Möglichkeit nach Hause zu kommen, dafür war sie vorhin draußen telefonieren gewesen. Ihr Bruder ließ sie los, wollte zu den anderen dazu kommen, die scheinbar auch nicht mehr wussten, was sie mit ihrem Leben anstellen sollten, aber die Brünette widmete sich lieber Anthony, den sie nach Hause fahren wollte. "Komm.. Hast du alles?". Die Musik war inzwischen so leise, dass man seine eigenen Gedanken hören und vor allem in Ruhe sich unterhalten konnte. Nachdem der Mann ihr bestätigte, dass er alles hatte führte sie ihn nach draußen, wo sein Wagen stand, um ihm die Beifahrertür zu öffnen. "Hattest du Spaß?"
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie waren schon auf dem Weg zum brandneuen Wagen gewesen, da wurden sie jedoch von einen der Betrunkenen gestört, die bis jetzt noch wach waren. Das Wachbleiben war selbst schon zu einem unbewussten Wettbewerb geworden, wobei es keinen einzigen Gewinn dafür gab, es war lediglich die Genugtuung gewesen, dass man die letzte wache Person war. Ein wenig spätr hatte auch Anthony die Anwesenheit von ihrem Halbbruder mitbekommen, zu dem er auch schon blickte, ohne dabei kein lautloses Lachen von sich geben zu können. Die beiden wuchsen während des Abends gut aneinander zusammen, so war Mike nunmal deutlich lockerer und geselliger, hatte er ein wenig intus gehabt. Sie hatten deutlich gemeinsam Spaß gehabt, auch wenn er ihn wohl noch dafür zur Verantwortung ziehen konnte, warum so verdammt viele Spiele mit irgendwelchen knapp bekleideten Frauen gespielt wurden. Auf irgendeinen Mist hätte es ja schließlich wachsen müssen und wenn es nicht Mike war, dann defintiv die anderen Männer, die nur selbst etwas zu gucken haben wollten, was ihnen nicht schlecht zugeschrieben wird. Da wollten sie schließlich einmal wieder die Sau rauslassen, auch wenn dies wohl auch vor deren Chefin keinen Halt machte, weswegen einige noch eine Übergebraten bekamen. Das ihm selbst recht, so war er doch selbst ziemlich lieb wenn er nicht jetzt schon so einiges von dem Abend vergaß, ihm würde sowieso nicht viel im Gedächtnis bleiben, wenn nicht denn die blauen Flecke, die er womöglich doch noch von der Brünetten verpasst bekam. Doch dann wäre die Stimmung zwischen ihnen strenger, so dachte er zumindest. Kaum wollte er überhaupt noch irgendwas zu Mike sagen, waren sie auch schon auf dem richtig Weg hinaus und so hatte er draußen angekommen seinen Arm um ihre Schultern gelegt, bevor er seinen Kopf an ihren lehnte und mit den Fingern deutete, als würde er ihr gerne in die Wangen kneifen. " Du bist ja süß, hast denen ja doch was hergerufen.. Harte Schale, weicher Kern, oder? Vielleicht brauchst du doch lieber zwei kleine Zöpfchen, statt zwei Hörner auf'm Kopf.. " Er hat sich selbst schon aufgehalten, weiter zu reden, so wurde er doch wie ein Kleinkind mit der geöffneten Beifahrertür abgelenkt. Er setzte sich hin und nahm ihre nächste Frage wahr, auch wenn er dafür wieder seine Weile benötigte. Laut hatte er gegrummelt, solange Anthony keine passende Antwort einfiel, wobei es doch so eifnach war. " Ich hatte meinen Spaß, auch wenn du da zu kurz da warst. Die eine Frau hat gestunken, da wäre ich auch lieber an der Bar gewesen, aber mit Mike war das wieder vergessen und irgendwas haben wir dann gemacht, aber das weiß ich auch nicht mehr.. Aber es war ziemlich lang und ich hab Ohrenschmerzen von den Männern, meine Schulter wird bestimmt auch ganz blau, weil die da immer drauf geschlagen haben.. " So viele Wörter war er selbst gar nicht gewohnt, aber realisieren war bei ihm auch nicht mehr drin gewesen. Da hatte er sich schon selbst wieder ablegenkt, denn als er in den kleinen Erinnerungen schwelgte, hatte er den kleinen Schlüssel aus dem Jackentasche geholt, die er er bei der Nachfrage von Kamila noch rechtzeitig vom Stuhl zog. " Und wofür brauch 'ich jetzt den Schlüssel? Ist das zufällig der Weg zu deinem Herzen oder kann der weg? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Betrunkene Männer.. Wie lange war es her, seit dem Kamila sich mit solchen herumschlagen musste? Eine Ewigkeit.. Abed auch nur, weil sie bisher immer, aber auch wirklich immer, mittrank und es dementsprechend gar nicht mitbekam, es war bisher einfach nur Mikes Problem, aber die Frau musste sich ja nur mit einem rumschlagen, der ihr den Arm um die Schulter legte, um ihre Geste süß zu finden. "Pass lieber auf, sonst darfst du laufen", hatte sie ihm noch zu gesagt, um die Hörner zu zeigen, die sich an ihrem Kopf befanden, sie hatte definitiv keinen weichen Kern, nicht so einen, wie es der Mann dachte.
      Nachdem Anthony eingestiegen war schlug die Brünette die Tür zu und begab sich selbst auch die Fahrerseite, um einzusteigen und sich den Sitz zu richten. Der Wagen fühlte sich wunderbar von innen an, da konnte sie sich wirklich auf die Schulter klopfen, der Wagen war gut ausgewählt.. Lange genoss sie ihn dennoch nicht, schnallte sich lieber an, um die Handbremse zu lösen und vom Parkplatz zu fahren. Es war noch dunkel, zu dieser Jahreszeit wurde es immer später hell und es war erst vier, da war mit keiner Sonne zu hoffen. Leise schaltete sie das Radio an, um es im Hintergrund laufen zu lassen,falls der Beifahrer nicht mehr in der Lage war sie zu unterhalten, aber noch tat es es ziemlich gut, er antwortete ihr nämlich auf ihre Frage. Kamila blickte kurz zu ihm rüber, bevor sie auf die Landstraße auffuhr, um mit dem Wagen ein wenig Vollgas zu geben. Er fühlte sich wirklich gut unter ihren Fingern an.

      Ein Schmunzeln lag auf ihren Lippen, als die Brünette der Antwort zuhöre, die Anthony ihr gab. "Ich glaube, du verstehst dich jetzt besser mit meinem Bruder, als ich es tue", sie schmunzelte nur noch breiter, sie verstand sich eigentlich gar nicht gut mit ihrem Bruder, auch wenn einige anderer Meinung waren. Es war eine besondere Beziehung zwischen den beiden, aber sie waren definitiv nicht so gut auf den anderen zu sprechen, wie es den Anschein machte. Es gab einfach sehr viel, was passiert war, wovon die meisten gar keine Ahnung hatten, aber es war ein anderes Thema. "Es freut mich aber, dass die dein Geburtstag gefallen hatte". Sie war zahm, aber was sollte Kamila auch groß nicht zahm sein, der Blonde war vollkommen betrunken, wenn nicht mehr als nur das, er würde vermutlich jedes einzelne Wort hier vergessen, ganz gleich, wie wichtig es ihm erschien. Er lenkte die Fahrerin auch kurz ab, als er auf einen Schlüssel zu sprechen kam, den er scheinbar aus der Jacke hergezaubert hatte. Die Straße war aber gerade und vor allem leer, da konnte Kamila kurz zu dem Schlüssel sehen, um sich daran zu erinnern, wann er diesen denn herausgeholt hatte.. Ja, ziemlich zum Anfang. Auch wenn ihre Erinnerungen an die Dame, die diesen versteckt hielt, nicht gerade gut waren musste sie über die Worte des Mannes schmunzeln, wenn nicht sogar mehr als das. Es war ein Gemisch zwischen einem Lächeln und einem Schmunzeln, aber ganz gleich, was es auch war, es erwärmte ihre Brust.
      "Brauchst du noch wirklich einen Schlüssel dafür?", fragte sie ein wenig beiläufig und erwischte sich dabei, dass es eigentlich einer der Sätze sind, die sie sonst nie aussprechen würde. Gefühle waren nicht ihr Ding, aber ganz gleich, was es zwischen ihnen beiden war, Anthony hatte einen Platz in ihrem Herzen, auch wenn es keine Liebe war.. Ihrer Meinung nach jedenfalls. Sie mochte ihn ein wenig mehr, als die anderen und allein dafür, dass er sie tatsächlich ständig zum Lachen oder Lächeln brachte verdiente er den Platz dort drin.. Doch, bevor es noch unangenehm für sie werden würde wollte sie das Thema wechseln: "Was haben dir die Jungs geschenkt?". Sie hatte es gesehen, natürlich, aber es war eine gute Ablenkung in seinem jetzigen Zustand, wie sie fand.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie kam auf die Vermutung, dass sich ihr Bruder und er besser anfreundeten und sich besser verstanden, als sie es selbst mit Mike tat. Da blinzelte er ein wenig auf, ob er ihre Worte auch wirklich verstand und nicht noch etwas völlig falsches darin intepretierte, doch daran war gar nicht zu denken, stattdessen blinzelte er verwundert. Sie schienen sich von der Bindung doch nahe, oder sprach da eher der Alkohol aus ihm? Dabei war es sich doch sicher, dass sie sich wirklich nicht wie Streithähne verhielten, wie man vielleicht von Kamila und Elias sprechen konnte. Daran dachte er aber erst gar nicht, denn von Elias hatte er den ganzen Tag schon genug gehabt, wenn es nicht sogar für das ganze restliche Jahr genug war, da wollte sich Kamila ja bereits was schlimmeres für das nächste Jahr ausdenken, wie man ihn noch schlimmer quälen konnte. Schon bei dem Gedanken zog sich alles in ihm zusammen und begann sich dagegen zu wehren, doch das würde er selbst schon tun, sollte man ihn wieder mit Elias in ein Team stecken wollen, die würden sich das nächste Mal noch die Köpfe einschlagen. Seine vorherige Frage, für die er selbst gedanklich eine Antwort suchte, hatte er aber wieder vergessen.
      Es folgte ein lautes Seufzen, was aber mit ihrer nächsten Aussage wieder verschwand, schließlich wollte er ihr aufmerksam zu hören, zumindest mit den Mitteln, die ihm in seinem Zustand noch zur Verfügung standen. Er sah zur Seite, während sie sprach und betrachtete dabei wie ihre roten Lippen sich beim Sprechen bewegten. Mittendrin schwiff er kurz woanders hin, er hatte sich vorgestellt, wie ihre Lippen sich wohl wieder nach der Zeit auf seinen anfühlten, dabei verflog nicht wirklich viel Zeit. Ihm kam es nur so vor, ihm kam so einiges momentan vor. Ihre Worte bekam er trotzdem mit, weswegen er nur verwirrt den kleinen Schlüssel in seiner Hand ansah, bevor ihm selbst ein Lächeln entwich. Ihre Anspielung verstand er, so gab er dem Schlüssel nur noch wenig Beachtung und steckte dieses lieber wieder ein, es wäre sowieso keine gute Idee,sollte er jetzt das Fenster öffnen. Anthony lehnte sich zurück, sah die Brünette neben sich schon fast verträumt an, wie sich selbst ein Schmunzeln auf ihren Lippen bildete. Jeodch wurde auch schon das Thema gewechselt, weswegen er auch wieder wegsah, auch wenn der Blick nicht lange von Kamila weg blieb. Kurz dachte er daran nach, was er alles bekam, da grinste er wieder. " Ganz viele kaputte Kabelbinder, da haben mir ein paar eine Rolex gekauft, sonst gabs noch einen uralten Whisky,.. " Während er seine Geschenke aufzählte, blickte er doch wieder auf, als hätte er einen Geistesblitz gehabt. Das Grinsen ging nicht von seinem Lippen, auch wenn er wohl auch schon fast beleidigt für das andere Geschenk sein konnte. " Die haben mir diese witzige Unterhose gekauft, die aussieht wie ein Elefant.. Und Viagra. Dabei bin ich erst 29, so ausgelaugt fühl' ich mich nicht. " Anthony hätte fast mit sich selbst diskutieren wollen, ob er sowas schon benötigte oder nicht, aber sein Kopf hatte das Ganze frühzeitig beendet, das konnte er wann anderes machen. Ihm kam aber das letzte Thema auf, so vergesslich war er dann doch nicht, aber er gab nur einen kurzen Kommentar von sich. " Ich liebe dich auch. ", gab er nach einem belustigten Schnauben zu, bevor seine Hand zu ihrem Oberschenkel fuhr, welches er hoch und runter strich.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Aufmerksam hatte die Frau zugehört, was es alles als Geschenke gab, wobei sie sich ein wenig über die unkreative Ader ihrer Jungs ärgerte, sie mussten doch bessere Ideen haben, was man einem.. Nun.. Junggesellen zu seinem Geburtstag schenken konnte, aber vermutlich war die Party an sich und ihre selbst ausgedachten Spiele schon so kreativ, dass nichts mehr davon für die Geschenke übrig geblieben ist. "Ich hatte auch überlegt, dir eine schöne Uhr zu holen", gab Kamila zu und schmunzelte ein wenig, während sie das Tempo des Wagens ein wenig erhöhte und damit ihren Blick auf der Straße ließ. Es war noch so dunkel, sie konzentrierte sich lieber auf die Straße, bevor sie noch ein Tier übersehen würde. "Aber ich entschied mich für diesen Schatz hier". Um ihre Entscheidung zu betonen strich ihre Hand über das Lenkrad, welches mit Leder ausgekleidet war, ehe sie ein wenig vom Gas trat, als das Stück Wald hinter ihnen gelassen wurde. Kamila blickte kurz zu ihrem Beifahrer, der noch mehr aufzählte, was er heute geschenkt bekommen hatte, ehe sie wieder zu der Straße sah. Viagra war gewiss nicht für diesen Mann notwendig, er war potent und das konnte die Brünette sehr gut bezeugen. Mit seinen neunundzwanzig Jahren war er auch noch viel zu jung für solche Mittel, aber es sollte vermutlich ein Gag der Jungs sein, noch unkreativer, als alles andere, aber irgendwie dann doch witzig.
      Das Thema änderte sich viel zu schnell wieder, als der Blonde etwas aussprach, was Kamila so nicht erwartet hätte. Er sprach nicht nur davon, dass er sie liebte, nein.. Er erwiderte diese Worte, als hätte sie so etwas ausgesprochen, als hätte sie ihm so etwas gesagt. Kurz rutschte der Brünetten das Herz in die Hose und sie war ein wenig unvorbereitet auf diese Art von Reaktion gewesen, sie wagte es vor allem nicht zu ihrem Beifahrer zu sehen. Liebe. Was war Liebe denn überhaupt? Dessen war sich Kamila nicht sicher, sie war sich für einen Moment gar nichts mehr so richtig sicher, denn selbst von dem geraden Weg, den sie eigentlich wirklich nicht großartig beachten musste, war sie für einen Moment abgekommen. Der Wagen hatte die durchzogene Linie überschritten und war zu einem Teil auf die Gegenfahrbahn gekommen, aber die Straße war leer und Kamila kommte den Wagen recht schnell auch wieder in die richtige Spur bringen. Am meisten half ihr dabei tatsächlich die Hand, die auf ihren Oberschenkel gelegt wurde, um vermutlich die Worte noch ein wenig zu unterstützen.. Sie schmunzelte sanft, bevor sich daraus ein Lächeln bildete, während die Wärme in ihrer Brust nicht zu leugnen war. Ein merkwürdiges Gefühl sich geliebt zu fühlen, wahrhaftig.
      "Viagra also? Also ich würde schon fast behaupten, du bräuchtest so etwas definitiv nicht". Mit einem halb schmunzeln, halb lächeln blickte die Frau zu dem Blonden, um ihm kurz ins Gesicht zu sehen, ehe sie wieder zu der Straße sah. "Aber ist nur meine Meinung".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sein erneuter Wechsel des Themas hatte sie nicht wirklich dazu weiter bewegt, irgendwas zum vorherigen Thema zu sagen, was denn ihre Zuneigung oder gar Liebe zu dem Blonden sagte. Das brauchte sie jedoch auch nicht, sein momentaner "Rang" war ihm klar und deutlich und war bereits gut damit zufrieden, mit und bei ihr mehrere Vorteile zu bekommen, auch wenn ihn ein ganz anderes Ziel lieber war. Wie lange er nun weiter auf sie warten sollte, auf ihre volle Liebe und ihrer Zuneigung, die sie nicht weiter hinter irgendwelchen Anlässen oder Ausreden verstecken möchte. Sie würden sich noch weiter entwickeln, wobei Anthony wohl doch noch ein paar Anstubser geben muss, damit auch sie das Knistern zwischen ihnen besser deutet. Keiner der beiden war blind genug, das man nicht davon spechen konnte, dass irgendwas zwischen ihnen war, mehr als nur bisher gedacht. Doch waren zumindest Kamila stur genug, auch nicht weiter zu denken und darüber zu grübeln, was ihre eigenen Aktionen doch selbst aussagten oder deuten wollten. Denn es war Anthony, es konnte niemand anderes als er sein, selbst wenn er noch dafür sorgen musste. Anthony konnte nur sich an ihrer Seite in der Zukunft sehen, ihm blieb auch keine andere Möglichkeit, denn an irgendeinen dämlichen Typen würde sie ihn nicht mehr ran lassen, mit der Ausnahme von sich selbst. Die Brünette würde es nicht wirklich willkommen heißen, was er den beiden für die Zukunft aufhält, doch davon würde sie sowieso keinen Wind bekommen, zumindest solange er sich nicht auch dabei verplappert.
      Statt etwas schlagfertiges auf seinen kleinen Liebesbeweis zu erwidern, blieb sie sprachlos und hatte geschwiegen. So oft hatte er diese Reaktion schon von ihr gesehen, da konnte er nicht anders als schmunzeln, denn irgendwas rührte sich in ihr und das war deutlich zu sehen. Nur hatte ihn ein Detail gestört, ihre Reaktionen und Gefühle teilte er nicht mir ihr. Er konnte nie ahnen, was wirklich in ihr passierte, wenn Anthony in ihrer Nähe war. Sie sprach lieber wieder die Potenzmittel an, die er noch vor einigen Stunden von den Jungs geschenkt bekommen hatte. Der gleichen Meinung waren sie, er bräuchte sie noch gar nicht. Da hatte er sich an das Fenster gelehnt und blöd gegrinst, während sein Blick über sie schwiff. " Solange ich bei dir bin, bestimmt nicht.. ", engegnete er, was wohl auch als stilles Kompliment angesehen werden konnte, was ihm selbst schon auffiel. Seine Hand behielt er weiterhin auf ihrem Bein, doch schien ihm das irgendwie nicht zufrieden genug zu stellen, also sah er es sich nochmal genauer an. Nein, das war defintiv zu wenig. Also hatte er sich wieder von seiner Position aufgesetzt und legte den Arm wieder um ihre Taille, während seine Hand ihr Bein wieder hochfuhr und dort einen Halt machte. Ihm entwich ein Gähnen, aber trotzdem hielt in das nicht wirklich davon auf die Augen aufzubehalten, denn er wollte nicht schlafen. Nicht jetzt, wenn er schon bei der Brünetten war.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war der Brünetten schon Mal aufgefallen, dass sich ihr Beifahrer mit ein wenig mehr Alkohol im Blut ganz anders verhielt, selbst bei ihr, als normalerweise sonst. Klar, er zeigte ihr oft, dass sie für ihn etwas besonderes sei, wenn sie alleine in einem Raum waren, aber so offensichtlich machte er es sonst seltener, vor allem sprach er es viel seltener so klar aus. Da erinnerte sich Kamila noch vage an den Abend, an dem sie zusammen einen Joint geraucht hatten, sie meint sich erinnern zu können, dass auch dann ganz andere Worte gefallen waren, als es jetzt der Fall war. Klar, bisher hatte er ihr auch nicht gesagt, dass er sie liebt, wie er es heute im Auto gemacht hatte, aber die Andeutungen waren in vielen Sätzen sofort rauszuhören.
      Hätte der Mann sie vor einigen Jahren kennengelernt, wenn das Schicksal sie damals schon zusammen gebracht hätte, würde Kamila es womöglich erwidern, aber ihr Herz war jetzt nicht wirklich in der Verfassung Liebe erwidern zu können, es war nicht in der Lage so etwas überhaupt zu spüren.. Auch wenn es der Frau auffiel, wie warm es sich in ihrer Brust anfühlte, wenn sie diese kleinen Liebesbekundungen hörte und sah.. Wenn sie sich wie etwas besonderes fühlen konnte, was ihr seit Jahren vorenthalten wurde. Aber.. Es kam zu spät.. Viel zu spät, doch das Glück stand in dieser Richtung noch nie auf ihrer Seite, wie man es an ihrer Vergangenheit deutlich sehen konnte. Bisher benutzten sie Männer als ein Objekt der Begierde, als ein Schmuckstück, welches man gerne anzog, um der Welt zu zeigen, was man hatte, andere wiederum einfach nur als ein Ventil, um den Stress abzulassen, der sich aufgebaut hatte. Kamila hatte so etwas wie Liebe nie erfahren können. Ja, sie hatte geliebt.. Aber sie war sich dessen sicher, dass man sie nicht so lieben konnte, wie sie war.

      Die Fahrt hatte ein wenig Zeit in Anspruch genommen, aber Kamila störte es ganz und gar nicht. Sie war ein wenig vom Gas getreten, um eine der Hände vom Lenkrad zu nehmen und sie auf Anthonys Hand zu legen, welche sich samt des Armes um sie geschmiegt hatte. Zeitweise verschränkte sie sogar ihre Finger miteinander, bis sie die zweite Hand zum Führen des Fahrzeugs gebraucht hatte. Einige Zeit war es still im Wagen und die Brünette lauschte der Musik aus dem Radio, sie hatten sich aber auch kurz zwischendurch unterhalten, wenn auch nicht sehr intensiv. Doch irgendwann konnte Kamila den Wagen vor dem großen Haus Parken und den Motor abstellen, während es um das Haus herum noch dunkel war. Zwei ihrer Männer waren auf dem Parkplatz vor dem Haus zu sehen, sie drehten ihre Runde und machten kurz Halt, um nach der Chefin zu sehen, aber nach einem kurzen Zunicken ihrerseits zogen sie auch weiter.
      "Bist du müde?", Kamila erkundigte sich nach ihrem Beifahrer und schenkte ihm sogar ein Lächeln, während sie die Fahrertür zuschlug und zu ihm sah. "Komm, ich helfe dir ins Bett". Langsam waren die ersten hellen Strahlen am Horizont zu sehen, aber nur ganz langsam, es gab immerhin genügen Zeit für die Sonne, um sich zu zeigen. Doch trotz dessen, dass die Brünette noch einige Zeit ruhig schlafen konnte, vor allem, da sie die ersten am Haus waren entschied sie sich in ihrem Kopf dagegen und nutzte die Energie lieber für etwas anderes. Aber zunächst wollte sie dem Blonden ins Zimmer und vor allem ins Bett helfen, damit er dort sicher ankam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Unwohlgefühl in seinem Magen hatte gestoppt, sobald der Wagen angehalten hatte, weswegen er seine halb geschlossenen Augen wieder aufriss. Er hatte seine Stirn gerunzelt, hatte sich zur Seite gelehnt und sich von der Brünetten gelöst, um aus dem Fenster zu sehen. Es war noch dunkel, doch sollten sie nicht einen Halt bei einer Raststätte machen, dann waren sie defintiv zu Hause angekommen, was er nur willkommen heißen konnte. Er war fertig gewesen, für ihn war gar nicht daran zu denken, noch eine Stunde länger die Augen offen zu halten, nachdem der Alkoholfluss anhielt und es nichts anderes mehr gab, an was er sich hängen konnte, was er seine sehr kleinen Konzentrationsspanne schenken konnte. Aufgrund der Dunkelheit und Kamila, die selbst begann auszusteigen, hatte auch er die Autotür geöffnet und schnallte sich ein wenig unbeholfen aus, ehe er aus dem Auto stieg und sich ein wenig umsah. Sofort waren die beiden Männer in seinem Blickfeld gewesen, diese wurden aber auch nach nur einem Nicken weg geschickt, da begann der Blonde auch schon wieder schwächlich zu lachen. " Wie kleine Hunde.. ", hatte er auch schon gesprochen, kaum hatte er die Autotür hinter sich zugeschlagen, um schnellstmöglichst der Kälte zu entfliehen und sich in das Bett zu verkriechen, um den restlichen Rausch auszuschlafen. Da hatte man ihn auch schon gefragt, ob er nicht schon müde war und schlafen wollte, da gab er ein bemitleidenswertes Schmollen von sich, während er sich wie ein kleines Kind ein Auge rieb. Er nickte kurz, sein Gelächter hatte wieder gestoppt und er hatte nur noch die ersten Schritte zum Haus angesteuert, bevor Kamila ihm ihre Hilfe anbot, die er vor allem bei ihr doch nicht einfach ablehnen konnte. Dabei würde sie wohl selbst gerne in ihr Bett, wenn nicht doch selbst schlafen gehen, dabei schien sie aber nicht wirklich ausgepowert. Da kamen bei dem Blonden deutlich mehr Faktoren dazu, dass er jetzt unbedingt schlafen gehen will, ihm bliebe sowieso nicht viel von den neu gemachten Erinnerungen aus den letzten Stunden, zumindest nicht sehr viele.
      Als sie sich von dem Auto entfernten, hatte sich Anthony auch schon wieder mit dem Arm um ihre Schulter an sie gehangen, um nicht mit einem schiefen Gang plötzlich in der Küche zu landen. Wobei er wohl auch auf dem Weg in diese einschlafen könnte, aber so viel Geduld und Energie hatte er noch, um die letzten Treppenstufen hochzugehen. Das Gebäude schien ziemlich leer, so schlafen die meisten ja gerade schon im schlichten Gebäude, in welchem sie seinen Geburtstag gefeiert hatten. Seine Augen wären wohl auch dort noch allmählich zugefallen, hätte er sich nicht dem heimlichen Wettbewerb gewidmet, wer wohl als letzter einschlafen würde. Anthony sah sich aber jetzt als Gewinner, damit konnte er wohl auch bestens einschlafen, auch wenn Kamila noch dabei sein musste. So oft waren seine Augen an diesem Abend zu ihr gewandert und doch schien sie so fern von ihm, ein Blick, der wohl auch seine momentane Situation mit ihr erklären konnte.
      Den Weg bis zum Schlafzimmer schien er gar nicht wirklich mitbekommen zu haben, so sah er doch ziemlich überrascht aus, als sie das Zimmer erreichten und die Tür dahin öffneten. Er hatte schon begonnen das Jackett auszuziehen, auch wenn er wohl ohne wirkliche Hilfe da nicht raus kommen würde, aber dafür hatte er ja seine Begleiterin gehabt. Auf weiteres hatte er auch keine Lust mehr gehabt, denn er packte Kamila, hatte um diese beide seine Arme gelegt und hatte sich mit ihr rückwärts ins Bett fallen lassen, nur um seine Hände endlich wieder über ihren Po gleiten lassen zu können. Im Auto hatte er bereits seine Zeit mit ihr gehabt, dabei schien diese ihm noch gar nicht zu reichen, denn er hatte auch hier wieder seine Lippen auf ihre platziert, wenn es auch nicht für lange hielt. Stattdessen hatte er sie mit einem Grinsen gesehen, hatte wieder den Moment ergreifen können, in dem er zumindest für einen Moment ernst bleiben konnte. " Danke.. ", gab er wieder kurz von sich, ehe er begann sie selbst aus ihrer Kleidung zu holen. Es war wohl hübsch, doch darin zu schlafen wird wohl vermutlich nicht gemütlich sein.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war ein sehr holpriger Weg bis ins Schlafzimmer und Kamila hatte bestimmt einige viele Male die Angst gehabt, ihr blonder Begleiter würde die Treppe noch runter fallen und sie mitziehen, aber letztendlich standen sie beide sicher in ihrem Schlafzimmer. Jetzt war es der Brünette nur noch wichtig, ihren Begleiter ins Bett zu kriegen, ihn schlafen zu sehen und sich dann der freien Zeit widmen, denn es war so leise hier in Haus und es würde sicherlich so leise bleiben. Wenn Mike gleich mit einigen der Jungs kommen würde, würde es noch einen Moment Lärm geben, aber das wird Kamila aushalten, denn dann wird sie ihre Stille für sich nutzen können. Oh, wie lange hat sie nicht mehr meditiert? Oder ganz für sich trainiert, ohne der Geräusche, die aus dem Haus kamen und auf einen Chaos deuteten. Es war schon Wochen her, noch bevor Anthony sich zu ihnen gesellt hatte. Aber jetzt, jetzt war ihre Zeit, fürs Schlafen war sie nicht müde genug.
      Statt Anthony irgendwie helfen zu können wurde die Frau mit auf das Bett gezogen und landete halb auf dem Mann halb auf ihren gemütlichen Bett. Er war noch immer betrunken, dessen war sich die Frau bewusst, aber sie hatte nicht erwartet, dass er doch so viel Kraft hatte sie mitzuziehen. Letztendlich bildete sich ein Schmunzeln auf ihren Lippen, allein bei dem Anblick seiner Augen konnte Kamila nicht anders, sie waren noch immer so wunderschön und ehrlich. Die Augen eines Menschen waren der Spiegel seiner Persönlichkeit und seiner Seele, aber die des Blonden waren irgendwie, faszinierend, wie die Brünette es fand. Sie verlor sich gerne in ihnen, als gäbe es nichts wichtigeres auf der Welt, nichts schöneres. Doch der Blick in die blauen Augen wurde verhindert, als Kamila einen Kuss auf ihren Lippen spürte. Für einen Moment schloss sie ihre Augen, um den Kuss zu erwidern, Anthony schmeckte nach Alkohol, einer Menge Alkohol und wenn man ehrlich war war dort auch nicht mehr viel zum rausschmecken, es hatte sich alles miteinander vermischt, aber es war nicht weiter schlimm, der Geschmack nach Alkohol war an sich nichts schlimmes.
      Der Mann bedankte sich, darauf entgegnete seine Chefin nichts, stattdessen griff sie lieber zu seinem Hemd, um es ihn aufzuknöpfen, sein Versuch sah nämlich nicht ganz so elegant aus, wie man es sich vorstellen würde. "Ein Wunder, dass die Sachen noch ganz sind.. Bei dem ganzen Blödsinn, den ihr gemacht habt.. ", stellte Kamila dabei fest und öffnete auch die Hose des Mannes, wenn auch mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen, denn sie sah deutlich, was sich darunter verbarg. So sehr sie auch Männer wirklich verabscheute, sie hatte Bedürfnisse und außerdem zählte Anthony bisher nicht zu der Gruppe der Männer, die sie am liebsten köpfen würde. Nachdem die Hose auch offen war zog sie Kamila mit einem Ruck runter und blickte wieder nach oben. "Brauchst du noch was?", fragte sie recht sanft und musterte den Mann noch einmal. Aspirin bräuchte er vermutlich nachher und etwas zu trinken, aber in seinem jetzigen Zustand sicherlich nicht. Wir groß der Kater wohl sein wird?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war wohl eine gute Entscheidung, erst gar nicht auf seine wiederholte Bedankung zu reagieren, denn weshalb er diese überhaupt aussprach, war ihm auch nicht mehr im Sinn. Irgendeinen Grund hatte er wohl haben müssen, wenn es nicht einfach eine spontane Aussage war, die die anhaltende Stille unterbrechen sollte. Aber das war ihm selbst auch schon egal, denn die Unsicherheit würde er mit keiner Antwort lösen können, es war wie es ist. Für ihn gab es aber für jede einzelne Reaktion und für jede Geste die er die letzten Stunden zeigte eine Begründung, es war einfach der Alkohol, welcher aus ihm begann zu sprechen. Doch weder ihn, noch der Brünetten schien es zu sehr zu stören, als das sie irgendwie auf seine Aktionen genervt reagierte, sie blieb entspannt. Dies hatte er für einen Moment betrachtet, wie sie nicht noch von dem Kuss wegzuckte, als wäre Anthony momentan nicht auszuhalten.
      Ihre Hände begannen sein Hemd aufzuknöpfen, zu welchen er mit gehobenem Kopf blickte, nur um ihre Aussage nochmal zu prüfen. Das Hemd blieb wirklich ganz und sie hatten es wirklich geschafft, zumindest das Hemd unter dem Jackett nicht mit Alkohol zu durchnässen oder den Stoff zum Reißen zu bringen, auf irgendeiner Art und Weise. " Der Blödsinn hat aber auch Spaß gemacht.. ", erwiderte er mit einem breiten Grinsen ihre Worte, bevor er den Kopf wieder nach hinten fallen ließ, solange sie an seinem Hemd beschäftigt war. Der Kauf des Hemdes hatte sich wohl gelohnt, denn schließlich hatte es einen ganzen Abend überleben können und gefiel der Brünetten sogar noch. Es würde wohl einige Male nochmal zum Einsatz kommen, auch wenn sich dafür erst Gelegenheit finden müssen. Wenn Anthony sich aber an die ganzen partys erinnert, die Zarahar scheinbar regelmäßig im Jahr schmeißt oder die kommenden Geburtstage innerhalb der eigenen Gang, würde es defintiv noch einige Möglicheiten dafür geben. Dabei fiel ihm ein, zwar hatte Kamila wunderschön mit ihrem Bruder tanzen können, doch fehlte wieder der gemeinsame Tanz von den beiden selbst. So wie sie es bei Zarahar machten, das seltsame Kribbeln wäre vermutlich immer noch da, wenn nicht sogar um einiges stärker.
      Davon ließ er sich aber relativ schnell ablenken, so hatte er doch ihre Hand bereits an seiner Hose gespürt, weswegen er wieder hinunter blickte. Ihre roten Lippen formten sich zu einem Grinsen, so hatte er selbst breit gelächelt, ohne dabei wieder ein Lachen von sich zu stoßen. " Gut, das wir gleich denken.. " Dafür war der Blick von Kamila in einer anderen Situation zu gewohnt geworden, als das sie sich gerade selbst noch ernst nehmen konnten. Es würde nicht wieder zum Sex führen, wie es doch sonst der Fall war, zumindest der Blonde war erschöpft und müde, wobei er doch die blauen Pillen bekam, an die er nur für eine Bruchsekunde dachte. Die sollten aber überhaupt gar nicht zum Einsatz kommen, nicht schon in seinem Alter, da würde er sich wohl noch bei Einsatz zutiefst bei der Ehre verletzt fühlen, wenn nicht sogar auch noch die Brünette. Man hatte ihm die Hose ausgezogen, damit hatte er sich auch schon wieder aufgesetzt und musterte ihre Augen, während sie nach weiteren Wünschen fragte. Er schüttelte schon den Kopf, auch ohne wirklich an die Frage zu denken, er wollte nur noch schlafen. Aber dafür fehlte ihm noch Kamila, weswegen er sie ansah, solange er sich selbst auch schon wieder hinlegte. " Kommst du nicht? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es verbund die beiden deutlich mehr, als sie es sich bisher eingestehen wollten, mehr, als Kamila sich wirklich eingestehen wollte und das zeigte auch das Lächeln auf den Lippen des Mannes, als ihm die Hose geöffnet worden ist. In diesem Zustand war er jedoch nicht für das zu gebrauchen, was die Brünette brauchen würde, sie verzieh es ihm trotzdem, dafür würde sie ganz wann anders mehr von ihm wollen, als an diesem Morgen.
      Die Klamotten waren ausgezogen und Kamila versicherte sich noch einmal, ob Anthony was brauchte, aber statt ihr zu antworten stellte er fragend fest, ob sie nicht mit ins Bett kam. Ein sanftes Lächeln war auf den roten Lippen zu sehen, bevor sie ihre Hand ausstreckte, um ihm über die Wange zu streichen. "Ich gehe erstmal duschen.. Ich mag den Geruch nicht, der an mir klebt", es war eine Mischung aus Alkohol, Zigaretten und dem männlichen Schweiß, dessen Geruch sich im ganzen Saal verbreitet hatte. "Du kannst ja kurz warten.. Nicht?". Er würde es nicht schaffen, nicht in diesem Zustand, aber es war nicht weiter schlimm, Kamila hatte in Wahrheit gar nicht vor sich mit hinzulegen, sie wollte Anthony sich nur nicht unnötig aufregen lassen. Einen letzten Kuss bekam er auf die Stirn, sie deckte ihn sogar noch zu, wie eine Mutter, die auf ihr Kind aufpasste, zu einem großen Teil fühlte sie sich auch so unter ihren Männern, bevor die Brünette im Badezimmer verschwand.

      Eine warme Dusche und vor allem ein ruhiges, reiches Frühstück später fühlte sich Kamila so ausgewogen, wie schon lange nicht mehr. Für einen Moment blieb sie in Mitten des großen Foyers stehen, um die Ruhe zu genießen, welche das Haus durchzog. Während sie duschen gewesen war waren die Männer samt Elias und Mike zurück gekommen und verzogen sich in ihre Schlafmöglichkeiten, danach trat eine gewisse Stille ein, die sich immer weiter verbreitete. Die Sonne versteckte sich hinter trüben Wolken, aber nicht einmal das hielt Kamila von ihren Vorhaben ab. Die Ruhe musste ausgenutzt werden und nachdem ihr Magen mit einem guten Frühstück gefüllt war breitete sie ihre Matte im Garten aus, um die kühle Briese zu genießen und sich der Meditation zu widmen.
      Sie schöpfte Kraft aus der Mediation, vereinte ihren Körper mit ihrer Seele und der Umgebung. Es war so ruhig und so leise, nur der Wind und die Tiere waren zu hören, die sich in der Umgebung befanden, nicht weit des Hauses war schließlich auch der Wald zu finden. Mit jedem Atemzug hatte Kamila das Gefühl vollkommener zu sein und wenn jemand ihr vor zehn Jahren verraten hätte, dass sie aus allein der Leere in ihrem Kopf und den tiefen, ruhigen Atemzügen ihre Kraft schöpfen könnte, hätte sie bitter gelacht. Es war aber bewiesen, je weniger Atemzüge der Mensch machte, desto wachsamer war sein Geist und während die meisten mit fünfundzwanzig tausend Atemzügen am Tag versorgt wurden, gab sich die Brünette mit viertausend weniger zufrieden, was ihr enorme Vorteile im Training und Kampf brachte, welchen sie sich als nächstes widmete. Die Trainingspuppen standen noch immer im Garten, sie sahen schon mitgenommen aus, aber zum Üben eigneten sie sich noch immer gut. Jeder musste am Ball bleiben, selbst Kamila, um sich der Welt zu stellen, in der sie lebten. Dazu kam noch die Tatsache, dass sie als Frau deutlich schlechtere Karten hatte, von Anfang an. Nicht nur ihr Körper war dem der Männer unterlegen, auch mangelte es an Respekt gegenüber starken, selbstsicheren Frauen, wie sie es war. Aber genau deshalb ließ sich Kamila nicht unterkriegen.
      In ihrem Kopf hörte sie den Kiefer knacken, als ihre Faust auf die rechte untere Kante traf, mit der linken traf sie das Kinn von unten, bevor ihr Fuß die Nase brach. Die Puppen fühlten sich zwar sehr echt an, aber ihre Knochen konnten nicht brechen, sie gaben einem nicht das Gefühl der Zufriedenheit.
      Die nächste Faust traf die Rippen, es brach eine, vielleicht auch eine zweite, aber das Knie im Magen ließ den Gegner sich zusammenkrümmen. Eine Drehung, der nächste Fußtritt und mit einem letzten lag die Puppe auf dem Boden. Mehrmals atmete die Frau tief durch, um ihr Herz zu beruhigen sie hörte ein Ast hinter sich knacken. "Deine Hände sind zu langsam", es war Mike, der mit einer Wasserflasche in der Hand sich gegen den nächsten Baum lehnte. "Deine Beinarbeit ist ausgezeichnet, aber du bist zu langsam mit den Händen..". Er schien unbeeindruckt, öffnete die Wasserflasche, um sich einen Schluck daraus zu nehmen. Kamila kreiste mit ihrem Nacken. "Hast du keinen Kater?", fragte sie und blickte zu ihrem Bruder. Er schmunzelte. "Ich wollt mir nur was zu trinken holen und habe dann gesehen, wie schlecht zu zuschlagen kannst". Er stieß sich vom Baum und wollte wieder ins Haus. "Arsch", seine Schwester schmunzelte. "Schlag schneller zu.. Dann werde ich dich nicht nerven".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine Frage wurde nicht wie seine Bedankung ignoriert, denn während er sich hinlegte hatte er nicht lange auf eine Antwort warten müssen, nicht so lange wie es der Wunsch war, jetzt noch bis zum Einschlafen mit ihr zu kuscheln. Sie wollte noch erst diesen unangenehm Geruch vom Körper haben, auch wenn sie diesen wohl noch im Bett wieder von dem Blonden einfängt, wenn es denn überhaupt noch dazu kommen sollte. Auch wenn er ihre zarte Hand über seine Wange streichen spürte, so war ihm die Antwort wichtiger gewesen, wie lange er wohl noch auf sie warten musste. Er sah sich wieder die grüne Farbe in ihren Augen, wobei er nur noch von Glück sprechen konnte, dass ihm dabei nicht noch ihre Worte entwischten. Die Wartezeit bis sie aus der Dusche steigt könnte er wohl noch überbrücken, weswegen er auch schon wieder die Augen leicht weitete, um sich damit selbst wach zu halten. Er nickte ihr zu und gab ein brummenden Laut von sich, die kurze Zeit schafft er noch, bis er sie wieder in seine Arme schließen konnte und beruhigt einschlafen kann, ohne die Brünette missen zu müssen. Wie ein kleines Kind wurde er noch zugedeckt und bekam ein Gute-Nacht-Kuss, weswegen er mit einem Schmunzeln ihr dabei zu sah, wie sie ihre Sachen zusammensuchte und letztendlich in das Bad verschwand. Einen kurzen Moment hatte er den Blick noch auf der geschlossenen Tür gehabt, doch die Augen waren bereits so schwer, weswegen er sich noch mehr an die Decke schmiegte und den Kopf vorsichtshalber von dem Kissen anhob, damit er es nicht so gemütlich hatte. Er wartete, es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, dabei fiel nach einer Minute mit dem Gedanken an Kamila der Kopf wieder auf das Kissen, während er den Kampf gegen die Müdigkeit verlor.

      Es war bereits einige Stunden her, als Anthony sich letztendlich doch dazu entschloss, sich dem Schlaf hinzugeben und den Rausch damit aufzugeben, den er mit den anderen Männern noch krampfhaft versuchte aufrecht zu erhalten. Doch das hätte wohl noch fatal enden können, wenn nicht die Brünette ihn schon in seinen brandneuen Wagen brachte und ihn noch zum Bett brachte, in dem er den fast den ganzen Tag verschlief. Er hatte lange geschlafen, doch hatte er sich rastlos gefühlt, als hätte er eine halbe Stunde geschlafen. So zeigte sich auch sein Gesichtsausdruck, denn er verzog das Gesicht schmerzhaft, während er sich zum Sitzen aufzwang. Die Hand steuerte wie automatisch zu seiner gerunzelten Stirn, hatte ein genervtes Stöhnen von sich gegeben, als wäre es nicht seine eigene Schuld gewesen. Er hatte neben sich gesehen, ob da nicht jemand war der ihn bemitleiden konnte, doch Kamila hatte sich vermutlich mit dem Verlauf des Tages selbst aus dem Bett bewegt, sie brauchte um einiges weniger Schlaf als er es tat. Der Tag schien aber auch schon fast vorbei, da war ihm schon klar, wofür die Zeit wohl noch reichte. Doch so weit konnte er gar nicht denken, es hatte ihn noch davor gegruselt sich irgendwie anders zu bewegen, solange es nichts gegen den schlimmen Kater machte. Der Kopf dröhnte, sein Körper schien schwächlich zu sein, doch dafür hatte er auch schon eine Lösung, sollte er die anderen Symptome von sich verscheucht haben. Wie er es überhaupt bis nach oben geschafft hatte, war ein Rätsel für sich, auch wenn er schon eine Ahnung hatte. Wäre er jedoch unten eingeschlafen, wäre sein Leidensweg kürzer gewesen. Er entschloss sich aber erst in die Dusche zu zwängen, um dort den abscheulichen Geruch von sich zu kriegen, der höchstwahrscheinlich nicht nur von ihm ausgehen wird, die anderen Männer hatten sich da ebenso ins Zeug gelegt.
      Nach der Dusche hatte er doch die Schritte auf sich genommen, um sich die Treppe hinunter zu schleppen, damit er seinen unfassbar großen Durst löschen konnte und sich auf die Suche begibt, irgendwelche Medikamente zu finden, die ihm irgendwie zu einem besseren Zustand verhalf. Er hatte es jedoch erst auf das Wasser abgesehen, weswegen er die Küche zusteuerte, er machte jedoch kurz einen Halt im Wohnzimmer. Es war immer noch alles ziemlich still gelegt, einige konnten womöglich auch noch die Nacht durchschlafen. Da hatte sich Kamila wohl die Zeit genommen ihr eigenes Wohnzimmer zu besetzen und irgendwas zu lesen, was er so schnell gar nicht identifizieren konnte, erst gar nicht wollte. Denn beim Denken oder beim Anstrengen bekam er symbolisch schon einevon seinem Kater übergebraten, weswegen er seinen Weg erstmal fortsetzte und beim Vorbeigehen zu ihr blickte, um ihr einen Morgen zu wünschen. Denn schön war es gerade nicht, auch wenn es nicht mal ein Morgen war, doch die Mühe gab er sich noch nicht. Anthony lief zum Kühlschrank und nahm sich eine kalte Wasserflasche hinaus, wem auch immer diese doch gehören sollte. Er öffnete diese, leerte bis dahin schon die Hälfte des Inhalts und lehnte sich an den Türrahmen, um Kamila zu beobachten. War sie etwa den ganzen Tag wach? " Hast du hier irgendwo Aspirin? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Worte hatten Kamila einen Stich verpasst und ihren Ehrgeiz geweckt, denn sie schlug noch deutlich härter und vor allem schneller zu, als würde sie ihrem Bruder etwas beweisen müssen. Er war aber nicht mehr da, auch nicht, nachdem Kamila die zweite und die dritte Puppe mit ihren Fäusten zu Boden gerissen hatte, voller Wut und Energie obwohl sie seit einigen Stunden zu viel auf den Beinen war. Sie war ausgepowert und das mit einem breiten Grinsen aus den Lippen. "Langsam also..", wiederholte sie die Worte ihres Bruders, bevor sie den Kopf schüttelte und ihre Sachen mitnahm. Auf dem Weg ins Haus schüttelte sie mehrmals sachte den Kopf, so ein Arsch, also wirklich..
      Auch wenn die Müdigkeit schon langsam zu spüren war und die Muskeln deutlich machten, dass das Training sehr hart gewesen ist dachte Kamila nicht einmal daran schlafen zu gehen, sie war lieber wach und wachsam, um ihren Geist auszunutzen. Meistens war sie in genau solchen Momenten am konzentrietesten und konnte so am meisten aufnehmen, wenn ihr Kopf ihr deutlich machte, dass die Energie langsam zu Ende war, doch so war es nicht. Sie war sich sicher, dass da noch Energie vorhanden war, welche man für einiges andere nutzen konnte. Das Training war abgehackt, auch die Meditation hatte Kamila geschafft und dennoch war es noch ruhig im Haus. Sie blickte auf ihr Telefon, in ihrer Leggins gab es zum Glück eine Tasche, welche genau dafür vorgesehen war. Es war erst Mittags, die Zeit war schnell vorbei gelaufen, aber dennoch schien sich noch keiner zu regen. Ihr fiel da schnell was ein, was sie zu konnte... An Arbeit war nicht zu denken, sie musste die freie Zeit genießen, diese Ruhe. Wenn sie eine Stecknadel fallen lassen würde, würde man es sicherlich in dem ganzen Haus hören und deshalb entschließt sich die Brünette dazu zu lesen. Schon seit längerem fiel ihr etwas neues ein, in was sie sich weiter bilden wollte. Immer wieder tauchte so eine Idee auf, denn auf dem Collage war sie nicht gewesen und musste sich alles selbst beibringen. Als letztes hatte sie spanisch gelernt, davor war es tatsächlich die Art und Weise seinen Geist in Meditation runter zu bringen und jetzt wollte sie noch weiter gehen..sie wollte die menschliche Anatomie lernen, um genau zu wissen, wie man einen Menschen auseinander nahm. Neue Foltermethode? Vielleicht. Eine Art ihre Wut auszunutzen? Definitiv. Was auch immer es war, es brachte sie dazu in die kleine Bibliothek des Hauses zu gehen und nach dem ersten Buch über Anatomie zu greifen. Kamila hatte eine Schwäche für Bücher, regelmäßig erwarb sie welche zu verschiedensten Themen, so hatte sie auch einige über die Funktionen des Menschen und seine Anatomie.

      Einige Stunden vergingen, zwei vielleicht auch drei, da waren die ersten Schritte zu hören, aber von denen ließ sich die Brünette nicht abbringen. In ihrem Sessel im Wohnzimmer hatte sie sich quer breit gemacht und war mit dem ersten Viertel des Buches durch, so einfach war die menschliche Anatomie nämlich nicht. Die Schritte führten ins Wohnzimmer, dann wieder in die Küche.. Jemand griff in den Kühlschrank, scheinbar hatte jemand einen Kater, wer könnte es nur sein? Die Stimme verriet es, es war Anthony, der von den Toten erstanden war. Einen Augenblick hatte Kamila ihr Kapitel noch zu Ende gelesen, bevor die grünen Augen nach ihm sahen. Er sah schrecklich aus, aber sie lächelte dennoch sanft. "So ein schlimmer Kater?", sie schmunzelte, bevor sie ihr Lesezeichen zwischen die beiden offenen Seiten packte und das Buch schloss. Sie hatte genug Aspirin zuhause, sie wusste auch genau wo, deshalb erhob sich die Frau und streckte sich zunächst, bevor sie an Anthony vorbei in die Küche lief. Einer der Schränke war mit einigen Tabletten voll, vom Erkältungsmittel, über Schmerzmittel bis hin zu gefährlichen anderen Sachen, aber Aspirin war schnell gefunden. "Nimm zwei, dann fühlst du dich gleich besser.. Hast du Hunger?". Kamila hielt dem Blonden das ganze Päckchen hin, Wasser hatte er ja schon in der Hand. Währenddessen lehnte sie sich gegen die Arbeitsplatte und musterte den Mann kurz. "Harte nach, hm?". Sie grinste wieder. "Erinnerst du dich überhaupt an etwas?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre Augen hatten bereits alles ausgesagt, welchen Kommentar sie doch am besten von sich geben sollte, doch sie überspielte es mit einem zierlichen Lächeln, welches er genauer betrachtete, während er einen weiteren großen Schluck nahm. Ihr stiller Kommentar wurde jedoch auch von dem Spiegel abgegeben, der im Bad der Brünetten hing und in welchem er sich für einen Moment selbst betrachtete, solange er sich den Pullover über den nackten Oberkörper zog. Er sah wirklich schlimm aus, das hatte er selbst schon gerafft, weswegen er sich nichts aus ihrem Blick machte und wahrscheinlich deswegen am grinsen wäre, sollte denn der Kater nicht im Weg stehen. Man hatte ihn auch schon diesbezüglich angesprochen, ob es denn wohl wirklich so schlimm sei, da hatte er nur zur Bejahung gebrummt. Den Kopf wollte er nun wirklich nicht bewegen, dabei bekäme er nur das Gefühl, als würde dabei sein Gehirn im Kopf herum purzeln. Kamila selbst schien wohl aber deutlich besser als er gelaunt zu sein, auch wenn er sich wohl noch wie üblich ziemlich ruhig verhält, mit einer höheren Lautstärke würde sich wohl aber auch das sehr schnell ändern. Die anderen Männer waren aber noch am schlafen, wenn sie nicht einfach jaulend im Bett lagen, doch solange man sie nicht hörte, war ihm auch das so ziemlich egal. Denn er selbst wurde netterweise mit der Frage nach Aspirin von ihr damit versorgt, gab ihm sogar sicherheitshalber den Rat mehr zu nehmen, was Anthony nur willkommen heißen konnte. Sie hatte mitgedacht und ihm wohl womöglich damit den Leidensweg vereinfacht, ehe er später noch eine nimmt. " Danke ", gab er nur kurz von sich und öffnete das Päkchen, bevor er sich dazu begab die Tabletten einzuwerfen und diese schnell mit dem Wasser hinunter zu bekommen, um nicht noch unter dem Nachgeschmack leiden zu müssen. Denn ihn würde gerade wohl alles aus der Fassung bringen, was gerade ihm nicht passte, denn während die Tabletten nicht ihre wundervolle Wirkung zeigten, war er um einiges nöliger.
      Damit setzte er sich auch schon auf einen der Stühle, ließ sich ein wenig hängen und schloss die Augen. Das Bett war um einiges besser, doch hier hatte er wenigstens die Anwesenheit von Kamila, die ihm alles erträglicher machte. Mit der Hand fuhr er sich durch das Haar, um die Haare weiterhin an ihrem Platz zu halten. Er platzierte die leere Wasserflasche auf den Tisch und hatte noch nachgedacht, ob er überhaupt Interesse daran hatte etwas zu sich zu nehmen. " Ja, mir fehlt es aber auch gerade an allem.. " , erzählte er mit einem sarkastischen Ton, natürlich überspitzte er gerade seinen Kater, aber auf den konnte er auch verzichten. Irgendwas muss er wohl essen, wenn er noch vor hatte trainieren zu gehen, denn die freie Zeit am Abend stand ihm ja dazu nicht mehr zur Verfügung, auch wenn es wohl machbar war es auch in ihrem Zimmer zu machen, in ihrem teilweise gemeinsamen Zimmer.
      Man hatte nicht lange mit der Frage gewartet, ob er sich überhaupt an irgendwas von der harten Nacht erinnern konnte, da strengte er doch kurz seinen Kopf an. Er hatte noch gar nicht daran gedacht, weswegen er alles in seinem Kopf Revue geschiehen ließ, da fiel ihm doch was ein. Mit gerunzelter Stirn blickte er in die Leere, während er erzählte. " Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich den Salz von deinem Bauch geleckt hab.. " Die Erinnerung konnte wohl nicht schlechter sein, doch so schien es ihm doch gerade wirklich zu sein, weswegen er seine angestrengte Mimik löste und es einfach als Wahrheit vernahm. An die letzten Stunden konnte er sich definitiv nicht erinnern, auch wenn er mehr oder weniger die ganzen Gefühle noch spüren konnte, aber woher sie kamen konnte er auch nicht mehr erzählen. Er sah sich ein wenig um, ob sich nicht noch eine Person in ihrer Umgebung erblickte, doch das schien nicht der Fall zu sein. Deswegen stand er auch schon wieder auf und legte hinter Kamila die Arme um ihre Taille, während er seinen Kopf auf ihrer Schulter stützte, nur um die wenigen Sekunden zu genießen, bis er womöglich noch weggestoßen wird. " Was hast du denn den Abend lang gemacht? "

    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Augen beobachteten genau, wie der Blonde die beiden Tabletten in den Mund führte, um dann zu sehen, wie er diese auch wieder runter schluckte. Die Flasche war vermutlich zum Anfang voll gewesen, also hatte der Blonde durst, vermutlich, so schätzte sie es ein, also doch ein großer Kater. Das Schmunzeln bleib auf den roten Lippen bestehen, es war amüsant zu sehen, wie sehr der Blonde darunter litt, aber der Geburtstag war gut gewesen, dessen war sie sich sicher, immerhin sah man es letzte Nacht deutlich. Die Jungs, vor allem das Geburtstagskind, waren ständig am Lachen, grölen oder einfach am eskalieren, mit noch viel Alkohol im Blut konnte es einfach nur amüsant sein.
      Die grünen Augen beobachteten auch, wie der Mann sich auf einem der Stühle nieder ließ und für einen Moment tat er ihr wirklich Leid. Es musste vermutlich wahnsinnig anstrengend sein den Kopf gerade zu halten, aber das wird sich schnell ändern, wenn die beiden Tabletten anfangen würden zu wirken. Natürlich überspitzte Anthony die Situation, aber Übertreibungen machten Anschaulich und irgendwie durfte er es auch gerne so überspitzt darstellen. Kamila sagte dazu nichts, sie fragte ihn lieber, ob er sich an etwas erinnerte und er tat es tatsächlich, wenn auch nicht wirklich gut. Als er davon sprach, dass er Salz von ihrem Bauch geleckt hatte fing die Brünette dann doch an zu lachen. Kopfschüttelnd blickte sie den Mann an. "Nein, definitiv nicht von meinem Bauch", sprach sie und schüttelte noch einmal den Kopf. "Von einer billigen Nutte.. Wir haben nur zusammen geraucht.. In der Nacht.. Und ich habe dich zurück gefahren.. Ah und du hast einer der knapp angezogenen Dame eine Szene gemacht, weil sie mit mir geflirtet hat", es war eine Kurzfassung, eine sehr kurze Kurzfassung, aber sie sollte vermutlich reichen.
      Kamila war aufgefallen, dass sich Anthony umsah, aber noch bevor sie realisieren konnte warum stand er auch schon auf und widmete sich ihr. Seine Hände schmiegen sich um ihre Taille und eigentlich wollte sie auch etwas sagen, aber die Stille im Haus war noch deutlich zu hören und außerdem war die Wärme, die von dem Mann ausging, sehr schön. Sie gab ihr das Gefühl von Geborgenheit, ein sehr angenehmes Gefühl und solange keiner zu hören und zu sehen war, konnte sie doch so bleiben..dabei war nichts, oder? Ein Lächeln bildete sich statt des Schmunzeln auf den Lippen, es war angenehm den Mann so bei sich zu haben. "Ich habe euch dabei beobachtet, wie ihr euch zum Affen gemacht habt.. Fotos gemacht.. Mich darüber lustig gemacht.. Ich habe was gegessen und getrunken und letztendlich dich nach Hause gefahren, nichts besonderes", noch eine kurze Kurzfassung, aber viel war auch nichts zu erzählen, Kamila hatte einen langweiligen Abend.
      Ganz vorsichtig und sanft erhob sie ihre Hand und fuhr dem Mann durch die Haare. "Soll ich dir was zu Essen machen?", fragte sie. Die Sanftheit in ihrer Stimme war dem Kater geschuldet, der die schlimmen Kopfschmerzen auslöste. Sie wollte dieese nicht noch schlimmer machen. "Oder was würdest du gern haben?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Kamila hatte mit seiner Erinnerungslücke begonnen zu lachen, weswegen er verwirrt seine Stirn runzelte, irgendwas musste an seiner Aussage nicht stimmen. Darüber dachte er nach, dabei schien er es doch noch vor Augen zu haben, aber mit ihrem Gelächter war er selbst über dies nicht mehr ganz sicher. Man hatte auch nicht mehr lange dazu gerbaucht, die Gedankengänge von dem Blonden ein wenig anzukurbeln, denn von ihr hatte er das Salz defintiv nicht bekommen. Er dachte selbst weiter nach, was denn dann geschehen war, aber Kamila äußerte sich schon dazu, bezeichnete die eigentliche Dame als Nutte, was sie wohl auch war, daran zweifelte er nicht. Die Bezeichnung hatte ihn aber zum Grinsen gebracht, als hätte dieses Spielchen Kamila deutlich gestört, weswegen sie aufgebracht war. Da war sie aber auch nicht alleine gewesen, denn er hatte scheinbar auch einer der anwesenden Nutten eine Ansage gemacht, weil man mit ihr geflirtet hatte. Mit verengten Augen hatte er versucht, sich vielleicht nicht noch ein Stück daran zu erinnern, da stach ihm im rotes Haar vor dem innerlichen Auge, aber das brachte ihm nicht viel. Deswegen dachte er weiter darüber nach, was er wohl angestellt hatte, aber dafür brauchte er wohl noch ein bisschen. Mit dem Tag würde wohl noch einiges bei ihm ankommen, so hoffte er doch. Der Tag hatte ihm aber Spaß gemacht, auch wenn die Dame, die wohl Kamila noch an die Wäsche wollte, eine Ausnahme. " Die hat es wohl auch scheinbar verdient.. ", hatte er nur mit einem Schmunzeln zugegeben, er würde es wohl nüchtern ebenso tun.
      Seine Hände hatten sich um ihren Körper wieder gefunden, weswegen er die Finger dort ineinander verschränkte, um noch einen Halt zu haben. Sie sprach von ihrem Abend, sie hatte wohl nicht so viel Vergnügen damit gehabt, solange aufzupassen, während die anderen die Sau raus ließen. Es wäre wohl amüsierend gewesen, wenn die beiden sich wieder gemeinsam zum Affen machten, doch das könnten sie wohl auch noch an anderen Veranstaltungen, wenn Anthony ihr an ihrem Geburtstag nicht noch den Gefallen tut, selbst auf alles aufzupassen, damit sie sich an ihrem Tag selbst entspannen konnte. Er hatte ja schon einen Einblick auf ihr Polizeiregister mit ihrem Gefängnisaufenthalt gehabt, doch hatte sie ihm schon damals darüber gewarnt, dass so einige Daten dort nicht stimmten. So war er sich gar nicht sicher, ob sie denn an dem Tag wirklich Geburtstag hatte, das konnte er wohl auch einfach bei ihrem Bruder, wenn nicht auch einfach bei ihr nachfragen können. " Ich mach das wieder gut ", hatte er ihr mit einem Schmunzeln erzählt, sie hatte schließlich keinen besonderen Abend gehabt, das sollte sich ja irgendwie gelohnt haben. Womöglich musste er sowieso noch ihren Aufwand für den Wagen belohnen, der wohl hoffentlich hier irgendwo in der Nähe parkte, doch das hatte Kamila vermutlich mit der Ankunft im Haus schon gemacht. Seine blauen Augen hatten die Hand gemustert, die sie langsam erhob, um durch sein blondes Haar zu fahren. Er schloss des Genießens wegens die Augen, hatte vor sich hin gelächelt und ihrer Stimme gelauscht, solange er die Möglichkeit dazu hatte. Sie wollte ihm etwas zum Essen machen, da hatte er wieder ein Brummen von sich gegeben und nachgedacht, wenn er sich auch immer wieder selbst von der Streicheleinheit ablenken ließ. " Am liebsten würde ich dich jetzt gerne haben wollen, wenn es hier doch schon so leer ist.. ", doch solange die Kopfschmerzen seinen ganzen Körper plagten, war das wohl auch nicht die beste Idee. Seinen Kopf hatte er seitlich auf ihre Schulter gelegt, nur um mit einem Grinsen einen Kuss auf ihren Hals zu geben, während er weiter nachdachte. " Aber mit ein bisschen Bacon lässt sich auch das bestimmt noch ein bisschen aushalten "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Gefühle waren schon länger durcheinander, aber so in aller Ruhe.. Ganz alleine im Haus, jedenfalls weit und breit, mit dem Blonden an ihrer Seite waren sie noch deutlich verwirrter, als es sonst der Fall immer war. Er spendierte ihr Wärme mit seiner Nähe und eine Zuneigung, nach der sie sich jahrelang gesehnt hatte. Was an ihm anders war, als an allen anderen Männern, die Gefühle für sie hatten? Kamila hatte keine Ahnung, wenn sie ehrlich war, aber es fühlte sich bei ihm anders an, deutlich anders. Es war weder irgendwie zu viel noch war es zu wenig, er gab ihr genau das Richtige zu den richtigen Zeitpunkt. Es war das, wonach sich die Frau seit Jahren gesehnt hatte. Sie wollte seit klein auf immer diese Liebe von ihrer Mutter kriegen, suchte sie dann bei ihrem Bruder und letztendlich bei fremden, älteren Männern, aber keiner gab es ihr so, wie es dieser Mann tat. An Anthony war vieles anders, aber vor allem waren seine Ansichten ganz anders, er gab ihr das Gefühl, dass er nichts für seine Liebe zurück wollte, er wollte sie ihr einfach geben und wenn Kamila nicht so verkorkst sein würde, und wenn sie nicht so kaputt innerlich wäre hätte sie sich mit Sicherheit auf so etwas eingelassen, aber da war noch eine kleine Angst.. Eine Sorge.. Sie befürchtete, dass er doch Absichten dahinter hatte.. Und solange diese Sorge bestand, konnte sie sich auf nichts einlassen.
      Dennoch fuhr ihre Hand durch sein Haar, es beruhigte sie selbst und ihre Gedanken während sie es tat. Anthony sprach davon, dass er sie am liebsten hätte, jetzt hier bei der leere im Haus und dem Alleinsein, da erwischte sich die Brünette tatsächlich sabei darüber nachzudenken. Eine schnelle Nummer in der Küche, solange keiner hier war.. Mhm.. Keine so schlechte Idee, aber wenn jemand rein kommen würde, könnte es äußerst problematisch werden. Aber diese Unwissenheit war schon irgendwie.. Erregend. Der Kuss auf ihrem Hals verstärkte das Gefühl, aber sie blieb standhaft, noch jedenfalls.. Kamila wollte das alles auf das Schlafzimmer beschränken und wenn sie jetzt ihre ersten Ausnahmen machen würde würden diese schnell zur Gewohnheit werden.
      "Dann setz dich hin und ich mache dir ein paar Eier mit Bacon.. Darauf hätte ich auch Lust", sie schmunzelte und blickte von der Seite zu Anthony, so wie es ihr möglich war. "Wobei ich beleidigt über die Tatsache sein sollte, dass ich mit ein wenig Bacon ersetzbar bin". Aus dem Schmunzeln wurde ein Grinsen, ein Standart bei den beiden schon, aber lange blieb sie nicht mehr so stehen, sie bewegte sich auf den Kühlschrank zu, um Eier und Bacon rauszuholen. Der Kühlschrank war noch gut voll, der letzte Einkauf schien noch nicht ganz so lange zurück zu liegen. Auch eine Pfanne und zwei Teller waren schnell rausgesucht, in der Küche war Kamila zwar nicht oft, aber sie kannte sich hier aus. Ab und zu kochte sie dann doch für sich selbst oder sah ihrem Bruder zu, wie er es tat. "Hast du denn wenigstens erholsam geschlafen?", die Brünette blickte über die Schulter zu dem Blonden, während sie Öl in die Pfanne goss. Keine zehn Minuten später servierte sie zwei Teller mit Spiegeleiern, Bacon und Brot und es sah nicht einmal schlecht aus!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Man hatte nicht lange drum herum sprechen müssen, was die Brünette ihm wohl machen wollte oder konnte, denn bei ihr selbst entstand mit der Namensnennung auch die Lust nach Bacon und Eier, weswegen er mit einem Schmunzeln seinen Griff ein wenig lockerte, damit sie es leichter haut von dort hinaus zu kommen. Ihren Blick hatte er erwidert, hob dafür wieder den Kopf ein wenig und strich mit dem Daumen über ihren Bauch, von dem er doch schon fast fest überzeugt das Salz für das Trinspiel ableckte. Doch die Erinnerungen würden wohl noch wieder in seinem Kopf eintreffen, jedoch wenn sie es auch nicht taten, war ihm der Spaß von dem gestrigen Abend noch bewusst. Sie hatten sich wirklich zum Affen gemacht und sollte er sich später seinem Training widmen, würde er Zeit finden, aus seinen kleinen Stichworten die ihm in Erinnerung blieben womöglich noch die Lücken zu füllen, wobei Kamila schon eine große Hilfe dabei war. Es war aber auch gar nicht wichtig gewesen, sich an alles zu erinnern, denn es gab wohl noch eine kleine Geschichte dahinter, als er der knapp bekleideten Nutte eine Szene machte. Sie hatte mit Kamila geflirtet, aber was sie wohl selbst dabei machte? Er wollte nicht wirklich daran denken, schließlich wären sie sonst in einer ganz anderen Situation, er wäre vermutlich gar nicht erst zu ihr in den Wagen gestiegen. So war aber alles wie es bereits gewohnt war, da musste er sich nicht über Dinge beschweren, an die er sich nicht erinnerte und sich deswegen irgendwas zusammenreimen musste, nur um noch Kamila mit irgendwas zu beschuldigen.
      Kamila konnte beleidigt spielen, weil er für einen Moment den Bacon mit ihr gleichsetzte, da begann er zumindest belustigt zu schnauben, denn lachen würde wohl noch die Kopfschmerzen in ein neues Level bringen. Deswegen beließ er es dabei, hatte noch die letzten Sekunden bei ihr genossen, bevor er sich auch schon selbst ein wenig löste, um ihr den Weg zum Kühlschrank frei zu machen. " Nur für einen kurzen Moment, danach brauch ich dich wieder. ", hatte er noch versucht sich zu erklären, er setzte sich aber auch schon wieder und legte den Kopf auf den Arm, den er auf der Tischplatte platzierte. Sonst wäre er wohl noch zu schnell mit dem Kopf auf den Tisch gelandet und wäre dann nicht mehr aus seinem Gejammer raus gekommen, der aber schon bald sein Ende finden sollte, hoffentlich. Man hatte ihn noch gefragt, ob er wenigstens erholsam schlafen konnte, da sah er für einen Moment zur Uhr um erraten zu können, wie lange er wohl schlief. Er seufzte kurz, ehe er begann zu sprechen. " Ich hab wie ein Stein geschlafen, aber ob das erholsam war, krieg' ich schon beim Training mit.. "
      Das Ende der Symptome des Katers waren aber auch nach den 10 Minuten nicht gefunden, auch wenn es sich langsam besserte, das tat es jedoch auch schon mit dem Geruch des Essens in der Luft. Sie hatte ihnen beiden eine Portion servierte, da hatte er mit einem Schmunzeln betrachtet wie sie sich zu ihm setzte, es wurde schließlich schon alles vorbereitet, sodass sie sofort beginnen konnten. Anthony griff zur Gabel und setzte sich langsam wieder auf, da er doch die Zeit ausnutzte und zumindest seinen Kopf nochmal hinlegte, um weiter auszuruhen. Das war jetzt aber vorbei, ihn beschäftigte aber noch etwas, was er zumindest gerade wieder in den Sinn bekam. Nachdem er sich für ihre Bemühung bedankte, sah er auch schon kurz ins Wohnzimmer, um vielleicht wieder das Buch zu erblicken. " Was war das überhaupt für ein Buch, hast du wieder ein neues gefunden? ", fragte er nach, schließlich hatte er schon des öfteren sie mit einem Buch gesehen, sie hatte wohl ihr Gefallen daran.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Natürlich setzte sich Kamila zu dem blonden Mann hin, wenn auch ihm schräg gegenüber, um sich bei einem möglichen Gespräch ansehen zu können, was auf ihre guten Manieren zurück zu führen war, welche sich die Frau selbst beigebracht hatte. Das Essen war heiß, aber die ganze Küche nahm den Geruch des frisch gebratenen Bacons an, da war der Hunger der Brünetten doch zu spüren, den hatte sie bisher scheinbar nur ignoriert.
      Mit einer Gabel in der Hand bewaffnet Schnitt sie schon das erste Ei auf und ließ das flüssige Eigelb auf den Teller fließen. Die Eier waren perfekt gebraten, es war an sich gar nicht so schwierig, aber Kamila war nicht die Beste, was das Kochen anging deshalb war sie innerlich doch ein wenig stolz darauf, dass es so gut war. Den ersten Bissen nahm sie in den Mund, da kam schon die nächste Frage des Blonden, dieses Mal darüber, was sie da eigentlich las. Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, aber sie kaute zunächst auf dem Stück Brot mit Ei. "Die Geheimnisse der menschlichen Anatomie", zitierte die Brünette dann das Buch, welches sie gerade noch in der Hand gehalten hatte. Sie kaute zu Ende und entschloss sich dazu, auch noch Orangensaft aus dem Kühlschrank mitzunehmen, das späte Frühstück war somit eigentlich schon perfekt. Zwei Gläser befüllte sie mit der Flüssigkeit, eines davon bekam der Mann am Tisch, aus dem anderen nahm sie zunächst einen Schluck. "Ich wollte ein wenig mehr über den Körperaufbau lernen.. Um Menschen exakt aufschneiden zu können". Es war so beiläufig gesagt worden, dass es sich vielleicht gar nicht so komisch angehört hätte, würde dieser Satz nicht die Tatsache beinhalten, dass Kamila Menschen aufschneiden wollte. "Ich wollt was neues lernen und nicht einfach mit dem Messer in den Bauch oder den Hals stechen, wie es jeder andere kann". Sie zuckte mit den Schultern und lächelte den Blonden sogar ein wenig an, bevor sie sich ihrem Essen weiter widmete. "Außerdem..", sie kaute zunächst weiter. "Hab ich jetzt schon eine ganz andere Vorstellung davon, wie ich Menschen noch wehtun kann..und ich hoffe, dass mich das deutlich länger aufhalten wird, als das Spanischlernen... Das war irgendwie.. Zu kurz". War es auch. Ein Monat hatte es gedauert, bis sie einigermaßen fließend sprechen konnte, aber das war auch der Langeweile geschuldet, die die Frau abends gehabt hatte. An sich hatte sie eine Menge Langeweile und Zeit gehabt, bevor Anthony in ihr Leben gestoßen war. Über diese Tatsache lächelte sie auch kurz ihr Essen an, bevor ihre Augen zu dem Blonden blickten. "Du willst also heute noch trainieren?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nachdem sie sich selbst spanisch beibrachte und von diesem langsam satt war, hatte sie sich diesem abgewandt und ist zur Biologie, eher gesagt zur Anatomie gewechselt. Sie bildete sich immer weiter aus, wollte gar nicht an ihrem bereits vorhandenen Talent und Wissen festhalten, die Brünette war immer wieder auf neue Informationen aus, die sie für ihre Bedürfnisse und ihre Aufgaben benutzen konnte. Wobei erst gar nicht klar war, warum sie sich denn plötzlich mit dem menschlichen Körper beschäftigen wollte, wenn sie nicht gerade dabei war noch ein Studium in Medizin zu absolvieren. Das war jedoch nicht der Fall, denn mit dem Buch wollte sie ein anderes Ziel erreichen, sie wollte wissen wie man Menschen aufschnitt, wie das man am besten gelang. Während sie weiter sprach, hob er beim Zuhören eine Braue und wollte daraus noch schlauer werden. Dabei war es nicht die Idee an sich, die er mit einer Skepsis betrachtete, sondern eher mit der Frage, wie sie verdammt nochmal wieder auf so eine Idee kam. Sie war kreativ und spontan, wahrscheinlich eine gefährliche Mischung in ihrem Job, der ihr wohl auch schon einige Male das Leben rettete. Mit ihrem neuen Wissen hatte sie auch schon eine neue Foltermethode heraus bekommen, die sie wohl sicher schon bald zur Praxis stellen möchte, sollte sich bald wieder einer in ihrer Umgebung einfangen, wenn sich nicht sogar noch eine Ratte unter den Männern befand. Aber ihm schien es nur recht, denn trotz dieser Vorstellung hatte er einfach sein spätes Frühstück fortgesetzt, hatte einen Schluck aus dem Glas genommen, welches man ihm rüber reichte. Er fand es interessant, wie sie so wissensbegierig war. Wahrscheinlich einer der vielen Dinge, die er an ihr so faszinierend fand, doch die konnte er vermutlich auch gar nicht erst wirklich aufzählen. "Sind Herophil und Erasistratos etwa deine Vorbilder, oder wie kann ich mir deinen Gedankengang vorstellen? ", fragte er amüsiert nach, wobei er doch selbst noch stolz war, dass er die beiden Namen noch auswendig konnte. Nun, es war wohl auch notwendig, wenn seine Eltern schon so viel Geld für seine Bildung hingeblättert hatten. Er würde sich das Buch wohl auch noch ansehen, zumindest kurz durchblättern, denn ihm war wichtig immer zu wissen, für was sie sich wohl alles so interessiert. Mit der Anatomie würde sie wohl aber noch deutlich länger zusammensitzen, da hatte sie ja ein langanhaltendes Ziel gefunden, wenn das letzte schon so unterfordernd war.
      Man hatte nachgefragt, ob er heute wirklich noch trainieren gehen wollte, da nickte er kurz geistesabwesend. " Wird wieder Zeit, bevor ich noch meine Figur verliere und du gar nicht mehr auf mir drauf liegen willst.. ", hatte er ihr mit einem Grinsen auf den Lippen erzählt, ehe er einen weiteren Bissen nahm. Er hatte sie gemustert, wobei ihm doch einfiel, dass sie gar nicht mit ihm im Bett war. Sonst war das immer der Fall, sie hatten aufeinander gewartet wenn das nicht sogar eine Ausrede dafür war, länger liegen zu bleiben. " Wann bist du aufgestanden? "
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