Anthony musste lachen bei ihrer Bemerkung, mit der gefundenen Zeit ihr noch etwas vorzusingen, würde er deutlich irgendwas falsch machen. Ja, das wäre wahrscheinlich wirklich so und viel konnte er nicht daran ändern, auch wenn er für Kamila immer versuchen würde Zeit zu finden. Ein wenig naiv, wenn er so darüber nachdachte, sie waren nichtmal in einer wirklichen Beziehung. Vielleicht aber auch doch, nur wusste er es nicht, sie wussten es beide nicht wirklich. Aber jegliche Fragen diesbezüglich waren immer weg gewesen, sollten sie sich wieder spüren, die Wärme die sie gaben und die Zuneigung, die er vorallem bei der Brünetten erst gar nicht erwartet hätte. Auch jetzt hatte sie ihre zarte Hand an seine Wange gelegt, ließ sie dort für einen Moment ruhen, solange sie weiter sprach. Ihr entfloh ein Seufzen, sie bat ihn darum auf sich aufzupassen. Mit der Hand an der Wange klang es ja schon fast zu lieb, sie hing aber auch schon wieder etwas ran, was sie schonmal machte. Da war auch wieder bei ihm ein Schmunzeln auf den Lippen, er hatte gespielt mit den Augen gerollt. Der Blick blieb wieder bei ihr stehen, bei ihren grünen Augen, doch das Verlieren in diesen wollte er dieses Mal nicht ganz zulassen. Er musste sich noch konzentrieren und nicht einfach darauf, dass er sich die Augen einprägte, sie zur Nacht wieder aufrief. Dabei war er sich schon sicher, dass er es schon konnte. Ihre Finger an seinem Kinn zogen ihn näher an sie, sie gab ihm einen Kuss, wieder eine Art Geschmack darauf, was er heute Nacht vermissen würde. Aber das Schmunzeln blieb, wie konnte es auch nach einem Kuss schwinden. Sie schlug ihm vor zu helfen, sollte er diese benötigen oder es möglicherweise nicht mehr von der Zeit schaffen, aber da konnte er sie nicht noch weiter reinziehen, das wollte er auch gar nicht erst. Es war seine Arbeit gewesen und wenn dabei ein Fehler geschieht dann sollte es so ein, der Welpenschutz sollte weg sein und da wollte er nicht noch unnötig Kontrolle haben, auch wenn es nur angebotene Hilfe war. Sachte schüttelte er seinen Kopf, er würde es alleine machen und auch schaffen, da war er sich schon sicher. Damit verneinte er auch eigentlich die restliche gemeinsame Zeit, aber das würde auch noch später so sein, es würde sich nicht nur auf diesen einzelnen Tag beschränken. Schließlich würde auch sie Konzentration zur Arbeit brauchen, verreisen müssen. Eigentlich war er dafür aber auch da, er sollte sie auf einigen ihrer Reisen begleiten, wenn er sich so recht erinnerte. Es kam aber auch die Erinnerung dazu auf, dass sie auch für ihn das Geld zählen musste. Das erste und das letzte Mal, sagte sie damals. Da musste er grinsen, das würde er auch alleine machen. Dieses Mal waren Seine Hände an ihre Wangen gelegt, solange sie so nah aneinander waren, ungestört. Aber er konnte nicht wissen, wie viel Zeit ihm blieb, er seufzte. " Ich krieg es alleine hin.. Muss jetzt aber auch anfangen. ", antwortete er ihr, bevor nochmal der Blick auf der Tür lag. Den Kuss auf der Stirn am Abend würde wegfallen, deswegen hatte er ihn einfach auf jetzt verschoben. Seine Lippen platzierte er für einen Moment auf die weiche Haut ihrer Stirn, hatte dafür wieder den Pony etwas weggestrichen. Es war nun sein eigener Abschied an sie gewesen, auch wenn es zuvor schon der Kuss war. Das Lächeln verschwand langsamer aber sicher von den Lippen, er ging ein paar Schritte zurück, bevor er zur Tür lief. Er hob die Hand zum Abschied, lächelte jedoch wieder, sie würden sich morgen wiedersehen. Ob sie die Männer noch beim Abfahren erwischen wird war ihm nicht klar, schließlich hatte sie vermutlich auch viel zu tun gehabt. " Bis dann ", verabschiedete er sich noch knapp, denn sonst würde es wieder zum Zögern kommen, er würde sich gar nicht erst aus dem Zimmer bewegen. Aber jetzt müsste er alles vorbereiten, deswegen nahm er auch schon den Weg in den Keller auf.
[2er RPG] No Good For You
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Kamila Kayla Redstone
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Da war er fort und die Tür zu ihrem Büro ging auch wieder zu. Kamila seufzte, aber ein Lächeln war trotzdem auf ihren Lippen zu sehen. Anthony hatte ihr den Kuss auf die Stirn gegeben, es war für die Frau wie eine Art.. Liebesbeweis.. Oder vielleicht auch der Beweis dafür, dass er ganz sicher zurückkommen würde, um ihr morgen den nächsten zu geben. Die beiden benahmen sich vielleicht auch wie zwei Teenager, die einfach nicht genug voneinander bekamen und die komplette Zeit miteinander verbringen wollten, aber es war okay, wie sie es jedenfalls fand. Kamila fühlte sich schon lange nicht mehr so gut und sie machte ihre Arbeit weiterhin gut, jetzt musste Anthony ihr zeigen, dass er seine Arbeit trotz seiner Gefühle zu ihr gut machte und dann.. Dann könnte sie sich auch dazu entschließen es eine Beziehung zu nennen, aber zuerst wollte sie einfach sehen und abwarten.
Einen Moment lang blickte die Brünette dem Blonden nach, bevor sie sich vom Schreibtisch erhob und zu ihren Zigaretten griff. Sie stellte sich an das offene Fenster, welches nach hinten zeigte und zündete sich eine zwischen ihren Lippen an, um tief Luft zu holen und damit den Rauch einzuatmen. Vielleicht gab es doch entgegen aller ihrer Vorstellungen einen Mann, der für sie geschaffen hatte. Sie glaubte auch schon langsam daran, dass es auch vielleicht einen bestimmten gab, der sie da raus holen würde.. Sie waren gewiss nicht alle gleich, aber so schön es sich immer mit Anthony auch anfühlte, die Frau hatte auch so ihre Ängste, die sie davor bewahrten weiter zu gehen. Sex und ein wenig Zärtlichkeiten waren in Ordnung, zumal sie selbst es wollte, aber ihr Kopf ermahnte sie wieder bei dem Gedanken, womöglich sich doch fest zu binden. Sie sah die Auswirkungen ihrer letzten Beziehung vor dem geistigen Auge in einer Zusammenfassung.. Die Bar, die Stange.. Die Männer, die sie anfassten.. Nein, eine Beziehung kam nicht in Frage und wenn es Anthony nicht passte, dann musste er damit klar kommen, sein Pech.
Zwiegespalten war Kamila alle mal, aber es gab nicht einmal jemanden, mit dem die darüber reden konnte. Etwa mit Anthony? Oder ihrem Bruder? Die Herrschaften würden es definitiv nicht verstehen, was sie für ein Problem hatte, sie dachten zumal ganz anders, als sie selbst.. Es gab aber sonst keinen, mit dem die Frau sprechen könnte, keinen, dem sie sich öffnen könnte um deutlich zu machen, was in ihr vorging.. Das Problem daran war nämlich sie selbst, sie konnte sich nicht öffnen und das war der Punkt..
Kamila stand noch am Fenster, auch wenn sie die Zigarette zu Ende geraucht hatte. Sie ließ einfach nur ihre Augen durch das Land vor ihr schweifen. Es gab noch eine Menge zu tun... Sie müsste sich mit den Polizeiberichten auseinander setzen, das Treffen mit den Männern planen, sich etwas mit ihren Lieferanten auseinander setzen.. Dann gab es noch Luke.. Der im Keller auf sie wartete und da blickte auch ein breites Grinsen auf ihren Lippen auf. Das war die Ablenkung gegen das Durcheinander in ihrem Kopf, welches Anthony jedes Mal verursachte, wenn er bei ihr war und auch wieder ging. Dieses Chaos konnte eine große Menge Prügel und Gewalt lösen.. Auch wenn sie noch langsam machen musste, da die Rippen nicht ganz gesund waren.. Luke war jetzt ihr neuer Stressball."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Seine Hände hatten bereits nach den gefundenen Schutzwesten gegriffen, auch sein Körper war am arbeiten gewesen und seine Augen hatte wirklich nachzudenken nach den nächsten Dingen gesucht, die er möglicherweise brauchen könnte. Nur sein Kopf war nicht ganz bei der Sache gewesen. Nicht, dass eine Nacht ohne Kamila wirklich katastrophal war, schließlich hatte er auch schon zuvor Nächte ohne sie verbracht, aber es brachte ihn die Situation zwischen den Beiden durcheinander. Es fühlte sich gut bei ihr in der Nähe an, sein Herz fühlte sich in ihrem Bett neben sie wie zu Hause, und trotzdem war alles irgendwie anders, als das man sich vorstellen konnte. Kamila hatte vieles durch gemacht, würde er ihr überhaupt dabei helfen können, war er vielleicht auch einfach nur eine Last, weswegen sie ihn gar nicht erst noch näher zu sich bringt? Zu vielen Dingen hatte er eine Antwort und sollte er sie noch nicht haben, dann würde er sie suchen. Aber es war so, als wäre nichtmal die Suche bei ihr lohnenswert, er war in einem leeren, dunkeln Raum verloren, nichts von ihm war vor ihr sicher gewesen, er flüchtete auch gar nicht. Er hatte sich einfach hingegeben, atmet den Sturm ein.
Ein Kopfschütteln sollte ihm selbst signalisieren, dass er gerade keine Zeit dafür hatte. Hatte er die Sachen zusammengehabt, hatte er die Männer eingesammelt und ihnen gesagt, sie sollten alles aus dem Keller holen. Sein weiterer Weg verlief in sein Zimmer, er hatte sich die Zettel genommen, die sie ihm mal in die Hand drückte, und berechnete die Strecke. Sie hatten sich weit von der Zentrale entfernt, da überraschte es ihn kaum, dass die Fahrten jetzt länger bräuchten. Der Blick lag auf der Uhr, danach sah er sich jedoch die Geschäfte an, die er besuchen sollte und hatte sich darum gekümmert, eine Route zu bestimmten.
Die übrig gebliebene Zeit hatte sich nicht mehr so lang gezogen, wie es bei ihm sonst immer der Fall war, weswegen er schon wieder nach unten lief und die Jungs einsammelte, die bisher noch nicht fertig waren. Die Schutzwesten wurden angezogen, er achtete dadrauf, dass jeder sie anzog. Anthonys Blick lief ein wenig durch die Lobby, ob er nicht irgendwo das braune, lange Haar fand und die grünen Augen, auf die Schnelle hatte er sie aber nicht entdeckt. Denn er war bereits auf den Weg hinaus, die Schlüssel hatte er dem Fahrer zugeworfen und zählte draußen die Männer ab, die nacheinander ihren Platz im Transporter fanden. Der Letzte hatte die Schusswaffe für den Blonden dabei gehabt, die er entgegen nahm und leicht nickte, der Blick galt nochmal kurz dem Haus. Er fragte sich, was sie wohl gerade machte, welche Arbeit noch auf sie wartete. Mit dem Gedanken musste er grinsen, er hat die Tür des Transporters geschlossen und ist selbst zum Beifahrersitz gelaufen. Mehr gab es nicht zu haben, so dachte er bisher, hoffentlich blieb es auch so. Deswegen hatten sie nicht mehr lange gewartet und fuhren los, die Fahrt wäre aber weniger erfreulich. Die Augen hatte er trotzdem nicht geschlossen, er achtete eher darauf, was um sie geschah, ob irgendwas auffälliges geschah. Schließlich konnten die Locos irgendwo lauern oder die Polizei, eigentlich könnte es auch beides sein, sollten sie zusammen arbeiten. Aber Sorgen musste er sich nicht machen, denn Kamila würde sich um den Übeltäter kümmern, sie würden doch aber hoffentlich nicht überstürzen.. -
Kamila Kayla Redstone
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Es gab schon immer ein paar Methoden, die Kamila zwar ausprobieren wollte, aber bisher nicht konnte. Sie hatte bisher auch nie die Gelegenheit gehabt jemanden zu verhören, der auch etwas wusste. Bisher gab es aber auch selten jemanden, den sie in ihrem Keller behielt und nicht gleich tötete.. Da gab es letztens im alten Haus den einen Herren und.. Das war's eigentlich auch schon. Alle anderen starben eigentlich sofort und waren nicht nützlich gewesen, aber an sich war es nicht schwierig.. Jetzt könnte sich Kamila dennoch beweisen, sie könnte sehen, wie viel Kreativität in ihr steckte und auf was für Ideen sie kommen könnte, dafür ließ sie ihre Männer den Gefangenen unten für sie vorbereiten, sie würde ihn gleich aufsuchen, aber bevor sie in den Keller abbog sah die Frau lieber aus dem Fenster und betrachtete die Männer, die in den Transporter einstiegen. Sie schmunzelte bei dem Anblick des Blonden, wie er sie alle anführte und ihnen die Befehle gab, er sah gut dabei aus und er machte als Anführer eine gute Figur, bisher bereute sie es aber auch gar nicht, dass sie ihn mitgenommen hatte. Anthony blickte noch einmal zum Haus, er sah die Brünette vermutlich gar nicht, wie sie aus einem der Fenster dezent raus sah, aber sein Grinsen auf den Lippen brachte ein Herzrasen bei der Frau mit sich. Sie lächelte in sich hinein, er würde es schon hinbekommen und er würde auch zurück kommen, dessen war sie sich ganz sicher.
Nachdem der Transporter abgefahren war machte sich auch Kamila auf den Weg nach unten. Bevor sie jedoch zu dem Gefangenen ging machte sie eher einen Abstecher in der Waffenkammer. Kreativ wollte sie werden.. Sehr kreativ.. Einen Moment lang blieb sie einfach in Mitten des Raumes stehen, sie ließ die Waffen auf sich wirken.. Die Messer.. Die anderen Sachen, die da noch standen und da war sie sich auch schnell sicher, wie sie Luke vielleicht dazu bringen könnte, zu sprechen.
Eine halbe Stunde brauchte die Brünette noch, aber sie öffnete dann die Tür der Zelle und blickte auf den Mann, der verprügelt von der Decke runter hing. Er blickte hoch, seine Augen hatten etwas ganz anderes, als sie es vorher hatten, sie strahlten Selbstsicherheit aus, nicht so wie die Flachzange, die er vorher war. Kamila nahm sich zunächst einen Stuhl sein, setzte sich verkehrt herum vor den Mann hin und blickte auf ihn. Er schüttelte den Kopf, als wüsste er schon, was sie ihm fragen wird. "Du kannst mich noch so oft.. Verprügeln wie du willst, aber ich werde nichts sagen".
Die Brünette lächelte nach diesen Worten breit. "Du hast mir damit schon mal gesagt, dass du was weiß". Jetzt war sie in ihrem Element, es waren diese Psychospielchen, die sie gerne mit den Menschen spielte. Jetzt war für den Moment auch Anthony in ihren Gedanken nach hinten gerückt. Luke zischte und schnaubte. "Es ändert nichts an meiner Situation", stellte er fest und versuchte den Augenkontakt aufrecht zu erhalten. Kamila lächelte weiterhin, dieses Mal aber deutlich sanfter. "Nun.. Zum Schlagen fehlt mir noch ein wenig die Kraft", gab sie dieses Mal zu und hielt sich kurz die Rippe fest. Dann erhob sich aber die Frau und öffnete wieder die Tür, um den kleinen Tisch reinzuziehen, den sie sich vorbereitet hatte. Diverse Messer, scharfe Gegenstände, Zangen und vieles mehr lag sorgfältig darauf vorbereitet. "Aber.. Ich kann anderweitig Spaß haben.. Findest du nicht?". Ein wenig verlegen sah sie zu dem Mann, deutete auf den Tisch und betrachtete die Gegenstände für einen Moment. "Und.. Was hast du damit vor?", fragte Luke, der es sich nicht vorstellen konnte, was diese Frau damit wollte. Kamila grinste breit, während sie ein Messer in die Hand nahm. "Oh.. Mein Lieber.. Ich wollte schon immer.. Meine Kreativität ein wenig austesten"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Die Fahrt war lang gewesen und viel beschleunigen konnten sie bei dem Transporter nicht, es würde zu sehr auffallen, schließlich hatten sie noch die Sonne am Himmel gehabt, die Polizisten wären noch zu wach und energiereich, dass sie bei ihnen erstmal eine Kontrolle durchführen würden. Es würde sich ziemlich schnell klären, sollten sie die Tür aufmachen, damit wäre jedoch jeder vorgewarnt, man würde nach diesem Transporter suchen, sie müssten einen Rückzieher machen. Das wollte der Blonde nun wirklich nicht, es sollte zumindest einigermaßen alles gut laufen, damit er nicht eine Standpauke von der Brünetten kriegt, dabei hatte er es ja beim ersten Mal ganz gut hingekriegt. Das Vertrauen sollte bleiben, wenn er weiterhin arbeiten will und dazu noch mehr bekommen möchte, damit er ihr die Arbeit abnehmen konnte. Deswegen waren seine Augen lieber der Straße gewidmet als seinem Handy, an welchem er sich dumm gucken könnte. Die Fahrt hatte jedoch auch mal sein Ende gefunden, sie waren fast da gewesen, es war mittlerweise dunkel geworden, nur noch die Straßen wurden beleuchtet. Das erste Ziel würde in nur paar Minuten erreicht werden, da blieb ihm auch keine Zeit der Brünetten irgendeine kurze Nachricht zu schreiben, denn er wies nun die Männer ein. Auf was sie achten sollten, wann sie zu ihm eintreten sollten, was wichtig war. Mit sich würde er nur einen nehmen, er nahm dabei auch denjenigen, der am harmlosesten aussah, jedoch hatte auch dieser immer noch eine gefährliche Ausstrahlung gehabt. Ganz gut, wie er dachte, dann würden die Geschäftsleute direkt wissen was ihnen blüht, sollten sie nicht gehorchen. Kamila musste aus seinem Kopf verschwinden, das passierte auch schließlich mit dem Aussteigen des Autos, die Schusswaffe behielt er in der Jackentasche, die er über die Schutzweste zog. Die Männer waren vorgewarnt und achteten auf den Außenbereich, würden ihn sofort benachrichtigen, sollte irgendwas falsch laufen, anders als gewohnt aussehen. Mit dem Betreten des Gebäudes hatte er den Männern den Außenbereich anvertraut, bloß ein Mann war bei ihm gewesen, mehr brauchte er auch zu Beginn nicht. Der Mann hielt sich an seiner rechten Seite, lief etwas weiter hinten hinterher, während sie beim Erblicken zum Geschäftsleiter gebracht werden. Ein charmantes Lächeln wurde aufgesetzt, mal sehen, wie lange das bei ihm hält. " Wenn ich mich vorstellen darf.. ", begann er mit einer bestimmten Tonlage, eher er die Schusswaffe aus der Jackentasche holte und sich mit diesem am Schreibtisch vorlehnte. Es machte sich Nervösität bei dem Geschäftsführer breit, da war das Lächeln jedoch nur breiter geworden, eine gefälschte Freundlichkeit, die noch schnell genug täuschen konnte. " Ich bin derjenige, der dir die Hölle heiß macht, sollte nicht bald Geld zu sehen sein. " Das Lächeln verschwand, das war bereits die erste Warnung gewesen.
Seufzend hatte er das letzte Geld zusammen gezählt und verbunden, damit es direkt bereit war. Die verpackten Geldscheine legte er wieder mit einem Gähnen in die mitgebrachte dunkle Reisetasche, er war damit fertig geworden. Jetzt konte er sich wieder zurücklehnen, sie sollten gleich da sein, solange musste er noch gegen die Müdigkeit kämpfen. Sie waren so schon ein wenig spät, er hatte nicht mit einberechnet, dass eines der Geschäfte sich querstellen würde. Das war aber ziemlich schnell zu klären, sie waren nicht allzu spät dran. Die Uhrzeit sagte, dass sie noch Morgen hatten, aber das war nicht wirklich aussagekräftig für ihn gewesen, er würde sich so oder so gleich einfach ins Bett hauen und den Schlaf nach holen, welches er im Transporter nicht tun konnte. Kamila würde um die Uhrzeit aber wach sein, sie war fast immer früher als er wach gewesen. Deswegen hatten ihn seine müden Beine auch mit der Tasche gebracht. Geklopft hatte er nicht, er schlich sich eher hinein, um nachzusehen. Wecken wollte er sie nicht, doch sie war schon wach gewesen. Mit einem Schmunzeln hatte er die Tasche neben das Bett geworfen, hatte aber seine Kleidung, an dem ein wenig Blut zu erkennen war, mit der Schutzweste ausgezogen, damit er sich noch etwas zu ihr legen konnte. Das Schmunzeln wurde von einem Gähnen unterbrochen, ehe er sich hinlegte und die Arme um sie legte. Da war es wieder, das Gefühl und die Wärme, die er am Abend nicht bekam. " Morgen.. ", flüsterte er, hatte ihr wieder einen Kuss auf die Stirn gegeben, seine Augen bereits kaum noch offen zu halten. " Gut geschlafen? ", fragte er nun nach, er wollte sich nach ihr erkundigen, wie es ihr ging, sonst müsste er erst wieder warten. Anthony war sich dabei am anstrengen, die Antwort noch mitzubekommen, er würde ihr später von sich erzählen, wann er ausgeschlafen ist. Seine Hand war an ihrem Rücken, strich diesen runter, während er beruhigt atmete. -
Kamila Kayla Redstone
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Ein Schrei ertönte in den dunklen Räumen des Kellers, der mindestens genauso groß war, wie die obere Etage des Hauses. Die Stimme des Mannes hallte, er schrie ein weiteres Mal vor Schmerzen auf, aber so recht konnte er sicherlich nicht sagen, wo es ihm denn genau weh tat. Kamila hatte ihn nicht verschont, sie hatte sich etwas einfallen lassen und nutzte dafür jedes Werkzeug, welches sie im Haus gefunden hatte. Es war eine lehrreiche Stunde für die Frau, sie erfuhr recht schnell, wie sehr scheinbar ein stumpfes Messer schmerzen konnte.. Sie hörte das Geschrei, als sie dem Mann die Finger mit verschiedenen Zangen abschnitt.. Es war...berauschend. Es fühlte sich wirklich gut an zu hören, wie er um sein Leben flehte und darum bat, endlich erschossen zu werden. Dennoch, sprechen wollte der Mann nicht, jedenfalls nicht über das, was sie gerne hören wollte. So nutzte die Brünette das restliche Werkzeug, sie badete letztendlich in dem Blut des Mannes und schnitt die Ketten durch, die ihn an der Decke fest hielten. Der fast schon leblos Körper fiel zu Boden, er hatte keinerlei Kraft mehr auch nur irgendetwas zu tun, er lag einfach nur in der Blutpfütze da und atmete flach. "Fühlst.. Du.. Dich jetzt besser?", seine Stimme war leise und rau, er versuchte zu Husten, aber es war nicht mehr wirklich möglich.
Kamila setzte sich an eine der Wände und lehnte sich zurück, sie atmete tief durch und gab sich die Mühe, das Grinsen nicht breiter werden zu lassen. Ja, sie fühlte sich jetzt deutlich besser. "Ist fast so entspannend.. Wie guter Sex.. Den du nicht mehr haben wirst". Sie lachte kurz, dann nahm sie die Schachtel Zigaretten raus, um sich eine dieser zwischen die Lippen zu stecken. Sie seufzte, als die Zigarette an war und die Frau endlich durchatmen konnte. Sie nahm einen kräftigen Zug der Zigarette und schloss für einen Moment die Augen. "Gute Nacht, Luke". Er atmete noch ein wenig schwach. "Freu.. Dich.. Nicht.. Zu früh".
Die Nacht war recht ruhig, nachdem sich Kamila ausgiebig im Bad sauber gemacht hatte. Sie nutzte die Zeit, in der Anthony nicht da war, sie nahm ein warmes Bad, schrubbte das Blut überall weg und legte sich frisch gebadet ins Bett. Es war so leer und vor allem kalt, die Decke war so groß für die Frau alleine. Bisher kam ihr das Zimmer nicht so riesig vor, aber so ganz alleine erinnerte sie sich gut daran, wie einsam sie sich sonst hier fühlte. Es verging die erste Stunde.. Die zweite war auch nicht besser.. Es brach die dritte Stunde an, in der Kamila alleine war. Sie öffnete das Fenster und sah in die dunkle Nacht, während der Zigarettenrauch nach oben stieg. Auch wenn sie sich alleine fühlte, sie fühlte sich beruhigt.. Fast schon befriedigt. Ihr Gehirn war so ruhig und leer, es herrschte nicht mehr diese gespaltene Meinung über Anthony, ihre Gedanken an ihn gab es zwar noch immer, aber sie machte sich dieses Mal einfach nur noch Sorgen darum, ob alles bei ihnen in Ordnung war.
Recht früh öffnete Kamila auch schon wieder ihre Augen, doch das Bett neben ihr war leer. Ein Seufzen entwich ihr, sie wollte sich erheben und mal danach sehen, ob die Jungs schon zurück waren, ob der Transporter draußen stand, aber da wurde auch schon die Tür geöffnet. Ihre Augen blickten sofort zu dieser, aber es war nur der Blonde, der vor allem auch die Befugnis dazu hatte in dieses Zimmer reinzutreten. Sie lächelte sanft und beobachtete, wie er sich brav die Sachen auszog, um sich zu ihr zu legen. Er hatte Blut an der Kleidung, das er kannte sie sofort, aber es war in Ordnung, nachfragen würde sie später. Anthony legte sich zu ihr, Kamila ließ sich zu ihm ziehen und legte die Arme um ihn, um sich noch näher zu sich zu ziehen. "Guten Morgen", hauchte sie ihm entgegen und blickte zu seinem Gesicht, um es zu mustern. Er sah müde aus, das durfte er aber auch sein. "Nicht wirklich.. Ich war ziemlich einsam.. Aber schlaf du erstmal in Ruhe". Ihre Hände strichen über seinen Körper, sie strich durch sein Haar und beugte sich vor, um seine Stirn in Ruhe zu küssen. "Du hast es verdient". Ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, dann versuchte sie ruhig zu bleiben, bis er einschlafen würde. Arbeit wartete auf die Frau, viel Arbeit, aber sie konnte den ersten Teil im Bett erledigen.. Oder an dem Tisch in ihrem Schlafzimmer. Erstmal wollte sie es aber genießen, dass Anthony da war und ihm nichts passiert war."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Ein unbeschreibliches Gefühl ist es, erschöpft nach der Arbeit ins Bett zu gehen, von der Frau begrüßt und in die Arme genommen zu werden, die er schon fast seins nennen durfte. Ihr Duft hatte ihn eingeladen, ihre zarte Haut fühlte sich gegen seiner noch besser an, als sie es so schon tat. Die Sehnsucht in ihm hatte sich langsam beruhigt, er fuhr jedoch allgemein etwas runter, war bereits unbewusst beim Einschlafen gewesen. Sie sprach davon, dass sie mit der Einsamkeit nicht wirklich gut schlief, da seufzte er ein wenig. Wenn es wirklich so war, dann müsste er vielleicht nach einem Ersatz suchen. Aber keinesfalls nach einem anderen Mann, mit dem sie sich sonst das Bett teilen könnte, das hatte sie jedoch auch selbst zu entscheiden. Ihm fiel aber etwas anderes ein, was vielleicht die paar Tage die er nicht da sein wird, hilfreich wäre. Da kam ihm ein Schmunzeln auf die Lippen, dazu beigetragen hat jedoch auch der Kuss auf die Stirn und ihre Finger, die über seine Haut fuhr. Seine Hand strich unter ihre Kleidung und hatte sich an ihrem Rücken platziert, er atmete wohlig tief aus. Lange wollte sie aber nicht über ihren schlechten Schlaf reden, erst sollte er sich entspannen und schlafen, er hätte es verdient. " Danke, Kleine.. ", flüsterte er ihr zu, das Lächeln verschwand jedoch mit jeder weiteren Sekunde, die Müdigkeit hatte ihn langsam im Griff gehabt. Die Zeit nahm er sich aber noch, sich an sie zu schmiegen, sie selbst nochmal richtig zuzudecken mit der Hoffnung, sie würde noch etwas bei ihm bleiben. Aber bei ihr begann nun ihre Arbeit, wenn sie sie denn sofort beginnen wollte. Er konnte es ihr nicht böse nehmen, sie hatte meist viel zu tun und abgearbeitet ist vermutlich nicht vieles, sie musste sich ja erst um Luke kümmern. Dabei würde sie schon interessieren, was denn jetzt mit ihm war.. Ob er überhaupt noch lebte. Aber weiter ging es mit den Gedanken nicht, Kamila war ruhig gewesen und damit hatte er nichts mehr, an was er hängen konnte, für was er Konzentration bräuchte. Seine Augen schlossen sich mit dem letzten Blick auf ihr, die Stärke in den Armen hatte ein wenig nachgelassen. Er konnte glücklicherweise die Nacht nachholen, auch wenn es für Kamila zu spät war. Das würde er dann am Abend wieder gut machen, dann würde sie doch hoffentlich wieder besser schlafen können. Sein Kopf schaltete sich aber wieder ab, seine Atmung wurde etwas ruhiger, der Platz neben ihm blieb jedoch noch besetzt.
Er wusste gar nicht, wie lange er geschlafen hatte und wie viel Uhr es überhaupt war, als seine Augen sich wieder aufschlugen, aber Kamila war noch da gewesen. Sein Kopf fragte sich nicht mehr wo er war, in welchem Zimmer er war, die Antwort hatte sich bereits bei ihm eingeprägt. Mit dem Erblicken von der Brünetten war er dort, wo er hingehörte. Während er schlief hatte er sie nicht wirklich losgelassen, was ihn ein wenig zum Schmunzeln brachte. Sie war noch bei ihm gewesen, da musste er nicht mal nachfragen, ob sie es wohl für ihn tun würde. Aber wirklich an die letzten Worte die er aussprach konnte er sich ohnehin nicht erinnern, zumindest nicht sofort beim Nachdenken. Deswegen hatte er sich erst darum gekümmert, kurz die Hände von ihr zu nehmen und sich etwas zu strecken, damit gab er ihr auch mal wieder Freiheit. Mit den ausgestreckten Armen kam von ihm ein Brummen, was nur wieder mit dem Lockerlassen aufhörte. Danach drehte er sich jedoch wieder zu ihr, blinzelte wegen der Helligkeit im Raum einige Male. Die Hand strich durch ihr Haar, während er nach dem Augenkontakt suchte. " Hab ich dich aufgehalten? ", fragte nun nach, hatte gar nicht erst die Augen darauf gehabt, was sie überhaupt machte. -
Kamila Kayla Redstone
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Er war tatsächlich eingeschlafen und hatte sich an Kamila weiter geschmiegt. Für sie war es nicht so einfach aus dem Bett zu steigen und sich fertig zu machen, es war nicht möglich, solange Anthony sie fest hielt, aber es war schon in Ordnung, denn vieles konnte die Frau vom Bett aus machen. Sie wollte ihn nicht wecken, er hat sich den Schlaf verdient, er war die ganze Nacht unterwegs gewesen und brachte auch hoffentlich gut Geld zurück. Es war nicht die erste Nacht, die er wegbleiben wird, es war auch nicht der erste Tag, in dieser Branche werden viele weiteren folgen und darauf mussten sich die beiden irgendwie gefasst machen. Aber die Brünette war froh, ihn endlich wieder bei sich zu haben, denn die Wärme hatte sie vermisst. Sie hatte ihn vermisst, seine Nähe.. Sein Haar, durch welches sie immer wieder strich.. Er hatte die auch tatsächlich Kleine genannt...
Vielleicht fünf Stunden waren rum, seit dem Anthony ins Zimmer gekommen war und sich zu der Frau hingelegt hatte. Er hatte sie nicht losgelassen, aber sie hatte es geschafft sich auf den Rücken zu legen, um den Laptop auf ihrem Schoß zu haben, damit sie arbeiten konnte. Wie eine Klette hing er an ihr dran, aber immer wieder strich sie ihm durch die Haare, während sie versuchte weiter durchzukommen. Sie war mit ihren Zahlen beschäftigt, musste eine Prognose für die nächsten Wochen entwerfen, um sich etwas zu überlegen, aber so einfach war es nicht. Ihr fehlten Zahlen, sie brauchte diese von Elias und Anthony, vor allem was der letztere diese Nacht eingenommen hatte, aber mit dem Rest war sie gut klar gekommen, nur das Ergebnis war nicht wirklich zufriedenstellend. Es wurde immer weniger, es wurde langsam kritisch und wenn es so weiter ging, dann würde Kamila Probleme bekommen alles zu zahlen, was sie zahlen müsste. Die Jungs wollten ihre Anteile haben, sie bezahlte Informanten, Beziehungen.. Alles auf dieser Welt kostete Geld und wenn sie alles aufrecht erhalten wollte, dann musste sie sich etwas überlegen.
Anthony wurde wach, er bewegte sich und sah zu ihr, woraufhin die Frau sanft lächelte und ihm wieder durch das Haar strich. Er ließ sie endlich los, da konnte auch sie sich strecken und gemütlicher hinsetzen, die letzten Stunden waren schon ungemütlich gewesen, aber es war ok, für ihn machte sie es gerne. Ihre Augen beobachteten ihn, wie er sich streckte und nach ihren Augen blickte, dann fragte er auch schon, ob er sie aufgehalten hat, da zuckte die Frau mit den Schultern. "Nun.. Ich konnte mich weder umziehen noch einen Kaffee trinken gehen.. Aber ich habe ein wenig Arbeit hier erledigt". Sie schmunzelte. "Hast du denn wenigstens gut schlafen können?". Sie strich mit ihrer Hand über seine Wange, bevor die Frau den Laptop zuklappte und wieder weglegte. "Wie war es denn gestern überhaupt?". Das war auch eine wichtige Frage, sie war gespannt, wie es vor allem der Blonde fand, das erste Mal allein draußen gewesen zu sein."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Sie hatte erst mit der Schulter gezuckt, als hätte er nichts großartiges verhindert, danach kam mit ihrer Aussage eher deutlicher die Wahrheit ans Licht. Mit seinen Armen hatte er sie daran gehindert, den eigenen Morgen zu starten mit einem Kaffee, sie konnte sich wegen ihm auch gar nicht erst umziehen, mit seinem Lösen von ihr hatte sie auch erst begonnen, ihre Position ein wenig zu richten. Direkt hatte sie ihm nicht gesagt, dass er sie störte, doch selbst konnte er es sich gut vorstellen. Da brauchte es auch gar nicht lange, bis er mit einem verlegenen Lächeln den Kopf zur Hälfte im Kissen versenkte, er hätte sie wohl erst gar nicht dazu verleiten sollen, noch am Morgen hierhin zu marschieren, daran war aber nichts mehr zu ändern, er wollte sie einfach sehen. Wäre es so schlimm gewesen, hatte sie auch die Kraft ihn wegzuschieben, ihn zu schlagen oder wenigstens die Nase zuzuhalten, da war aber auch noch ihre Rippe gewesen, die noch nicht ganz verheilt waren.
Sie fragte ihn, ob zumindest er gut schlief, bei ihr war es ja nicht der Fall gewesen, sie war die Nacht einsam. Entschuldigend blickte er zu ihr hoch, drehte sich dabei auf den Bauch. Seinen Kopf legte er in Richtung der Brünetten und er genoss ihre Hand an seiner Wange. Anthony dachte selbst kurz bei ihrer Frage nach, er ging in sich hinein, er fühlte sich ausgeruht. Mit einem Nicken teilte er ihr dann mit, dass er gut geschlafen hatte, auch wenn er sie wohl bei ihrem eigenen Tun störte. " Ich hab gut geschlafen.. ", murmelte er mit dem Nicken, hatte die Augen wieder für einen Moment geschlossen gehabt. Er genoss einfach wieder die Stille, die ihm die Nacht gefehlt hatte. Den Männern war es natürlich langweilig bei der langen Fahrt, sie hatten irgendwelche Wetten abgeschlossen, irgendwelche Spiele gespielt, wobei der Verlierer immer auf irgendeine Weise verletzt wurde. Trotzdem war es ganz amüsant gewesen, den Vollidioten dabei zuzusehen. Ihre nächste Frage schloss sich an seine eigenen Gedanken an, Kamila fragte ihn, wie es lief. Er nahm sich die Zeit, ein wenig nachzudenken, was für sie am wichtigsten zu wissen war. Mit einem Seufzen sah er zu ihr hoch und schmunzelte. " Es war ganz gut gewesen.. So ziemlich alles lief reibungslos ab, nur eines der Geschäfte hatte sich ein wenig gewehrt.. ", begann er zu erzählen, dachte dabei wieder an das Geschehen im Geschäft. Sie hatten sie ziemlich schnell umstimmen können, weswegen er schmunzelte. " Aber das hatten wir schnell unter Kontrolle. " Er zwinkerte ihr zu, ehe er weiter dachte. Ihm hat die Aufgabe gefallen, ebenso mal ein paar Männer anzuführen. Seine Gedanken liefen aber weiter zu den Zahlen, die er ihr noch nennen musste. " Die Zahlen stimmen.. Ich hab es schon aufgeteilt, liegt in der Tasche.. ", sprach er weiter, aber da fiel ihm was anderes ein. Der Blonde drehte sich nun auf den Rücken, hatte seine Hand um ihr Oberschenkel gelegt, welches entlang strich. " Wie weit bist du mit Luke gekommen? " -
Kamila Kayla Redstone
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Ihre Brust spannte ein wenig von innen, als sie den Mann so verlegen zu sehen, es war mal etwas anderes, aber nicht von langer Dauer. Kamila lächelte, als ihr erklärt wurde, dass er gut geschlafen hatte, daraufhin nickte sie ihm zustimmend. Er hatte sich den Schlaf verdient und war nur ausgeschlafen, daß hieß.. Er hatte genug Kraft für den Tag, auch genug Kraft der Brünette davon zu erzählen, wie die Nacht gewesen ist. Sie war scheinbar gut, Probleme gab es immer mal wieder, da war es in Ordnung, dass es kleine Probleme auch bei ihm gegeben hatte, letztendlich war aber alles gut. Zufrieden fuhr ihre Hand durch sein blondes Haar und strich immer wieder durch, um ihm ein wenig Zuneigung zu geben. Es war schon Mittag, so langsam mussten sich die beiden auch aus dem Bett erheben, wenn sie nicht den ganzen Tag darin verbringen wollten. Aber Kamila sah es noch gelassen, stattdessen sprach sie lieber weiter mit Anthony. Er bestätigte ihr schnell, dass die Zahlen stimmen, woraufhin die Frau zufrieden seufzte. Es war erleichtern das zu erfahren, deshalb griff sie doch noch zu ihrem Laptop und klappte ihn auf, um die Zahlen einzutragen, die ihr fehlten. Es sah schon deutlich besser aus, jetzt musste sie nur noch abwarten, was Elias sagen würde und ob er zufriedenstellende Informationen hatte, aber bis dahin stellte die Frau den Laptop auch wieder zurück, um sich dem Mann zu widmen, der sich nach Luke erkundigte. Er lag auf dem Rücken.. Da konnte sie nicht lange warten und legte ihren Kopf auf der Brust des Mannes, um dann ihr Bein über ihn zu schwingen. Er war so warm und auch wenn er verschwitzt roch, es war ihr egal in diesem Moment. "Ich habe dich vermisst", gab Kamila zu und schmunzelte über die Worte, die sie da von sich gegeben hatte. Ja, sie hatte ihn vermisst, sehr sogar, aber das Thema wurde schnell gewechselt, es wurde nach Luke gefragt, da wurde Kamila selbst ein wenig verlegen.
"Nun.. Er sprach so gut.. Wie nichts.. Und.. Ich glaube, er ist tot.. Aber ich habe nicht noch einmal reingesehen seit gestern abend". Ja, er war ganz sicher tot, so wie sie ihn fertig gemacht hatte. Blut war überall in der Kammer zu sehen, der Mann sah ebenfalls nicht gut aus und es fehlten ihm Gliedmaßen, Blut.. Haare.. Ja, es war ein wenig viel, was sie da mit ihm angestellt hatte." Aber ich habe so ein wenig.. Nun.. Geübt.. Und ich fand das Ergebnis sehr zufriedenstellend dafür, dass der Typ mich und auch alle anderen verarscht hat.. Ich muss da gleich mal sehen und du müsstest mit Mike die Leiche entsorgen.. Ich.. Kann nicht.. Meine Rippe und so". Na, sie entzog sich auch sehr gerne dieser Aufgabe. Sie mochte es Menschen etwas anzutun, aber sie mochte es nicht die Leichen wieder vernichten zu müssen. Es war ja nicht mehr viel von dem Mann übrig. "Und du müsstest das Geld noch an die Jungs verteilen.. Ich.. Habe die Liste mit den Anteilen irgendwo in den Unterlagen.. Gucke ich nachher.. Hast du dir deinen Anteil schon raus genommen?". Kamila würde da jetzt wirklich nicht nachrechnen, ob alles stimmte, sie vertraute darauf.. Und wenn es nicht so war, wenn es etwas geben sollte, was sie skeptisch machen würde.. Dann würde Anthony es schon erfahren. Aber noch lag sie einfach nur gerne an seiner Seite."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Sie hatte sich schnell zu ihm gesellt, sich an ihn gekuschelt, als er wieder auf dem Rücken lag. Ihr Bein hatte sie wieder auf ihn gehabt, ebenso ihren Kopf an seiner Brust. Worte hatte sie ausgesprochen, die ihn nicht noch glücklicher machen konnte. Vielleicht waren es nicht die üblichen drei magischen Worte, die er von ihr noch gar nicht zu hören bekam, aber diese Worte reichten ihm auch völlig aus. Bevor er sich jedoch zu schnell freute, hatte er darauf geachtet, ob sie nicht noch irgendwas freches hinzufügt, um sich der Situation zu entziehen. Es kam aber nicht von ihr, außer das liebevolle Schmunzeln, welches er leider von seiner Perspektive nicht gut erkennen konnte. Sie hatte ihn wirklich vermisst und auch wenn es kein ' Ich liebe dich ' war, so hatte es ihm trotzdem viel gesagt. Alles würde mit der Zeit kommen, vielleicht muss er es auch einfach aus ihr entlocken mit irgendeiner Aktion.. Dabei konnte er nicht mal sagen, ob er überhaupt dazu fähig war. Er hatte die meiste Zeit lieber mit One Night Stands verbracht, als den großen Romantiker zu spielen mit irgendwelchen süßen Aktionen, doch wenn sein Blick so über ihr glitt, hatte sie es doch auch verdient. Dankbar musste er sich dafür zeigen, dass sie ihn überhaupt soweit ran ließ, dass sie ihn nicht wegdrückte, ihre Schutzmauer nicht brechen ließ. Statt ein Kommentar abzugeben, hatte seine Hand wieder an ihr Bein griffe, zog sie so nur noch näher an sich und genoss einfach ihre Nähe.
Das Thema war aber schnell gewechselt und nun wurde die Brünette verlegen, sie hatte überhaupt keine Ahnung gehabt, da hatte er schon die Augen geschlossen. Sie war seit dem letzten Abend nicht mehr dort gewesen, in der Zeit hätte er auch ausbluten können, was auch immer sie mit ihm anstellte. Aber das würde er spätestens dann erfahren, wenn er die Aufgabe mit Mike erledigen musste, die Leiche wegzubringen. Das war nicht das erste Mal gewesen, dass sie es jemand anderem überließ, meist war es ja Mike. Die Beiden waren nun aber für die Drecksarbeit zuständig, das gehörte wohl dazu. Trotzdem hatte er ihre Ausrede hingenommen, wenn auch mit einem Grinsen auf den Lippen. Gespielt hatte er ihr mit der flachen Hand über den Kopf gestreichelt. " Du armes Ding.. ", sagte er mit einem bemitleidenden Ton, er wusste schon warum sie es nicht machte. Seine weitere Aufgabe wäre es das Geld auszuteilen, sein eigenes hatte er schon hinausgenommen, weswegen er nickte. " Aber bevor ich alles andere mache.. Brauche ich eine Dusche. ", gab er mit einem Schmunzeln zu, er hatte Kamila schon zu sehr aufgehalten, da wollte er sie nicht noch mit bitten. Womöglich konnte er ihr aber später helfen, wenn er mit den eigenen Dingen fertig ist. Danach hatte er genügend Zeit zu überlegen, ob er nicht irgendwo dauerhaft beschäftigt sein könnte.. -
Kamila Kayla Redstone
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"Eine Dusche?", fragte die Frau und sah zu dem Blonden hoch, mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. Ihr Finger fuhr über seine Brust, während ihre Augen seine versuchten einzufangen. Kamila biss sich auf die Lippe sanft. "Ich glaube.. Ich brauche auch eine". Nein, sie brauchte definitiv keine, aber ihr Körper sehnte sich nach ein wenig Zuneigung und wenn Anthony schon wieder zurück war konnten sie ein wenig Spaß haben. Sie blickte kurz zur Uhr. "Ich hätte auch theoretisch.. Mittagspause". Sie zwinkerte dem Mann zu und wartete nur noch, ob er anbeißen würde. Oh.. Wie sie ihn vermisst hatte und vor allem die Dinge, die er mit ihr anstellen konnte..
Die Tage verliefen recht gut, die beiden gingen ihrer Arbeit nach und trafen sich Abends in Kamilas Zimmer, um gemeinsam in ihrem Bett Zeit zu verbringen. Sie badeten zusammen in ihrer Badewanne, stellten unanständige Dinge an und lagen auch manchmal nur im Bett zusammen, um zu sprechen oder die Ruhe zu genießen. Kamila genoss es wirklich so eine Auszeit zu haben und wenn sie ehrlich war, dann war ihre Arbeit auch deutlich angenehmer geworden. Sie fühlte sich ausgeglichener, konnte ihre Wut auf eine andere Art und Weise ausleben, als sie es bisher gemacht hatte. Nun, die Brünette hatte auch das Gefühl, ihre Arbeit deutlich besser zu machen, konzentrierter, wenn nicht erfolgreicher.. Nun, Luke und sein Cousin waren zwar Verlüste für das Team, aber dafür kamen sie mit Luke Handy weiter, gleich nachdem Mike entsetzt darüber war, was seine Schwester mit dem Mann überhaupt angestellt hatte. Sie hatte Freude und Spaß daran.. Aber so viel verriet sie nicht, als sie bei der Entsorgung der Leiche zugesehen hatte hat sie einfach nur mit den Schultern gezuckt und ihre Zigarette zwischen die Lippen geschoben. Mike verdrehte die Augen, hatte aber seinen Job gemacht und die Jungs zum aufräumen runter geschickt..
Kamila kuschelte sich wieder einmal an Anthony, der sich weggedreht hatte, weil es vermutlich so gerade gemütlicher war. Sie schlang ihre Arme um den Körper des Mannes, als ein Klopfen die Stille im Raum durchbrach. Zunächst war sie sich sicher sich verhört zu haben, aber es klopfte wieder einmal sehr zögerlich, bevor die Ruhe eintrat. Mike wäre schon reingekommen, wer sollte es denn sonst sein? Mit einem Stirnrunzeln erhob sich die Frau aus dem Bett und griff zu dem T-Shirt des Blonden, welches auf dem Boden lag, um nicht nackt zur Tür zu gehen. Sie schritt auf die Tür zu und öffnete sie nur einen Spalt weit, um wütend zu zwei ihrer Männer zu sehen. Sie konnten ihr Gesicht erkennen, mehr gab die Frau nicht Preis, auch nicht, dass Anthony bei ihr im Bett war. "Was gibt's?", fragte sie schon etwas genervt, da seufzte einer der Männer. "Wir.. Haben ein Problem, Boss..". "Ein Problem?", Kamila blickte ein wenig stutzig. "Unten im Keller.. Wir.. Haben einen Eindringling erwischt". Jetzt verstand sie auch die Störung. Ein Nicken kam ihrerseits. "Ich bin in fünf Minuten unten", sagte sie und schloss die Tür, um sich in Ruhe umziehen zu können. Die Frau griff zu ihrer Hose, um diese anzuziehen, das T-Shirt zog sie aus, um Anthony was zum Anziehen zu lassen. "Ey.. Dornröschen.. Aufwachen.. Wir müssen runter"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Einen leeren Platz hatte er wieder neben sich gespürt, ihr Verschwinden hinterließ eine Kälte, die ihn während seines Schlafes stutzig machte. Er hatte sich unbewusst im Schlaf gedreht, er hatte trotzdem noch den Kontakt mit Kamila gehabt, sie hatte ja bereits ihre Arme wieder um sie gelegt. Aber auch die zuvor bedeckten Stellen waren wieder frei, anfälliger für die Kälte, die zuvor erreichte Wärme bekämpfte. Sein Unterbewusstsein sagte ihm wieder, das doch etwas faul ist, wenn sich Kamila von ihm entfernen würde. Deswegen hatte er gelauscht, er machte sich aber gar nicht erst die Mühe die Augen zu öffnen, gleich würde der Schlaf einfach fortgesetzt werden. Anthony erhörte eine männliche Stimme, es war einer der Männer, der ihr irgendwas sagen wollte. Die wirklichen Worte nahm er aber nicht wahr, das brauchte er auch gar nicht wirklich, alles wird schon gut sein. Deswegen hatte er sich die Decke über den Kopf geworfen, damit er das weitere Gespräch nicht hören musste und einfach wieder in seinen Schlaf findet, nach dem er sich nur wenige Sekunden nach dem halben Wachwerdens sehnte. Er atmete tief aus, wartete nurnoch ab, dass auch die Brünette wieder kommen würde.
Sie hatte die Tür zugemacht, doch sie kam nicht wieder, der Platz blieb leer. Ihre Worte wollten ihn aus dem Schlaf holen, aus den Bett zerren, da murrte er nur unkontrolliert. " Wird Dornröschen nicht von einem Kuss geweckt? ", hatte er sich schon beschwert, bevor er sich langsam aufsetzte. Der Blonde war noch nicht ganz da, aber sie mussten gleich wohl irgendwo hin, also hatte er es einfach hingenommen, dass er sich anziehen musste. Er brauchte jedoch ein wenig mit dem Anziehen, es war immerhin noch dunkel gewesen und aus dem Schlaf gerissen zu werden war einer der schlechtesten Dinge gewesen, ihn zum Aufwachen zu bringen. Das sollte jetzt lieber wichtig sein, sonst würde sich die schlechte Laune auf den Tag verteilen..
Fertig angezogen gingen sie nun aus dem Zimmer raus, wenn auch wiederwillig. Der Mann hatte ihr wohl irgendwas gesagt, was sofort zu klären war, sonst hätte man es auch gar nicht gewagt, sie in der Nacht bei ihrer Ruhe zu stören. Sie hatten den Keller zugesteuert, da runzelte er die Stirn. Die Hände fuhren etwas durchs Haar, damit er nicht allzu verschlafen wirkte. Aber das würde ihm niemand böse nehmen, das konnte auch gar keiner. Schließlich war seine Chefin selbst mit ihm im Bett gewesen, gerade noch am schlafen gewesen.. Die Treppen hatten sie nacheinander genommen, er hatte sich ein wenig an der Wand gestützt, um mit der Müdigkeit nicht noch irgendwie zu stolpern. Vor seinen Augen hatte sich aber auch schon ein Eindringling gezeigt, der die Nachtruhe störte. Da war er schon froh darüber gewesen, dass sie die Wachen hatten, was wäre denn auch sonst noch geschehen. Aber wirklich wusste er nicht, was sie denn jetzt schon mit ihm tun wollten, deswegen hatte er sich einfach zurück gelehnt und beobachtet, was an dem Eindringling so besonders war, das es dringend gemacht werden musste. -
Kamila Kayla Redstone
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"Wenn du brav aufstehst kriegst du nachher deinen Kuss", entgegnete die Brünette und schüttelte schmunzelnd den Kopf, als Anthony erwähnte, dass Dornröschen mit einem Kuss erweckt wurde. Dafür war jetzt keine Zeit, er musste sich etwas anziehen und mit ihr runter gehen und nicht weiter im Bett schlummern, aber der Mann erhob sich auch. Er zog sich an, während sich Kamila auch etwas zum anziehen rausholte, um nicht komplett nackt unten zu erscheinen. Sie nahm ihre Zigaretten mit, wenn sie schon wach war konnte sie auch eine rauchen, um sich nachher ein wenig zu beruhigen, ihr Puls war nämlich schon ein wenig in die Höhe geschossen, außerdem war sie hell wach geworden. Die Frau hatte nicht das Problem, wie es der Blonde hatte, sie wirkte nicht mehr verschlafen und um nicht auszusehen, als wäre sie gerade aus dem Bett aufgestanden bund sie sich ihre Haare zu einem unordentlichen Dutt zusammen, es war schneller, als sich die Haare irgendwie zu richten, um mehr oder weniger normal auszusehen.
Sie kamen unten im Keller an, der Eindringling hing schon an den Ketten von der Decke runter, wie es auch Luke getan hatte, als Kamila ihn komplett auseinander gekommen hatte. Mike schlug noch einmal zu, aber ließ auch wieder von dem Typen los, als er die beiden Herrschaften von oben bemerkte. Er war verschwitzt, der Eindringling sah auch schon gut verprügelt aus, Mike hatte seine Aufgabe getan, aber noch verstand seine Schwester es nicht, warum er sie runter holen lassen hat. "Elias sucht mit den anderen das Gebiet noch einmal ab", fing Mike schon an und ließ seinen Nacken kreisen, um sich ein wenig die Muskeln zu entspannen. Kamila blickte zu dem Mann an den Ketten, er sah nicht wirklich bedrohlich aus, eher jemand unscheinbares und noch weniger trainiertes, als Luke es war. "Na los, sag ihr jetzt was du sagen wolltest", Mike schlug noch einmal zu man hörte die Rippen brechen. "Er brabbelt die ganze Zeit etwas davon.. Dass er eine Nachricht für dich überbringt.. Aber bisher wollte er nicht reden". Die Brünette nickte und ging vor dem Mann in die hocke, um in sein Gesicht zu sehen, denn er ließ den Kopf hängen, als hätte er keine Kraft mehr ihn oben zu halten. Seine Augen waren glasig, sein Blick war leer.. "Er hat was genommen", entgegnete die Frau zu ihrem Bruder, der sich etwas zu trinken hat bringen lassen. Er war wütend, aber noch war ihr nicht ganz klar warum, ein Eindringling war nichts gutes, aber bisher reagierte Mike auch deutlich kühler. "Na los, Vollspast.. Sag es ihr..", rief er dem Mann zu, aber dieser schüttelte nur den Kopf. Seine Augen richteten sich auf die vor ihm hockende Kamila, sein Blick sah nach Hoffnung aus. "Bist du es?", fragte er fast undeutlich und hob seinen Kopf ein wenig. "Kennen wir uns?", fragte auch Kamila und erhob sich, wenn der Mann schon seinen Kopf heben konnte. Sie sah nicht wirklich amüsiert aus, aber sie wusste auch, dass Mike sie nicht einfach so runter holen würde, wenn nichts wäre. Die nächste Stille herrschte.. "Er kennt dich", antwortete schließlich der Mann und durchbrach damit die Stille. Er schüttelte den Kopf, aus unerklärlichen Gründen, bevor ein Lachen aus seiner Kehle heraus kam. Kamila kreuzte ihre Arme vor der Brust. "Er?", sie hob ihre Augenbraue, da nickte der Mann. "Er sagte, ich würde die Schlampe schon erkennen". Mike war wieder dabei seine Schwester zu verteidigen, aber sie hielt ihn zurück, das brauchte sie gerade nicht. "Und was will er denn von mir?". Mike nahm wieder die Schritte zurück und entspannte sich, solange seine Schwester ihn zurück hielt. Der Mann an den Ketten sprach nicht, er ließ sich wieder hängen, hatte keine Lust auf ein weiteres Gespräch. Kamila seufzte, sie hatte keine Lust auf ein Katz-und-Maus-Spiel, dafür war sie nicht geweckt worden. "Ich gehe eine Rauchen.. Ruf mich, wenn er was sagen will". Sie wollte gehen, wollte nicht weiter hier unten sitzen, da regte sich wieder was.
"Er..", sprach der Mann und Kamila machte Halt. Sie blickte über die Schulter zu ihm rüber. "Er.. Wird dich holen.. Ja.. Er sagt.. Das Schaf muss zur Horde zurück". Das Schaf muss zur Horde zurück.. den Satz kannte sie gut. Zu gut. Ein Grinsen bildete sich auf ihren Lippen. "Dann warte ich mal auf den Schäfer". Sie klopfte ihrem Bruder auf die Schulter. "Er gehört euch".
"Die Schlampe kriegt das, was sie verdient!"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Die blaubraunen Augen glitten über den hängenden Körper an den Ketten, er hatte eine schwächliche Haltung gehabt, der Körper sah nicht sonderlich stabil aus. Der Kopf wurde hängen gelassen, wahrscheinlich hatte der große Mann schon dafür gesorgt, dass er eine Grenze erreichte, um beginnen zu sprechen. Doch auch mit der Anwesenheit von der scheinbaren gesuchten Person, war der Eindringling nicht sofort damit beschäftigt gewesen, zu sprechen. Scheinbar hatte er nur darüber gemurmelt, er hätte eine Nachricht zu überbringen, aber andere Worte kamen nicht aus seinem Mund. Kamila hatte sich ihm genähert und ist in die Hocke gegangen, um das Gesicht des hängenden Mannes zu erblicken. Anthony sah es schon fast als Bedrohung an, aber der Mann machte keine Anstalten und blieb schwach hängen, regte sich bisher kein Stück. Als er jedoch die Brünette richtig erkannte, sogar schon fragte, ob sie es war, hatte er seinen Kopf gehoben und damit konnte Kamila auch aus der Hocke, es gab keinen Grund mehr dafür. Es schien schon so, als würde der Mann sie kennen, aber die Brünette bewies das Gegenteil, sie hatte keine Ahnung. Mit gerunzelter Stirn ging Anthony selbst einen Schritt vorwärts, jetzt hatte es auch sein Interesse geweckt, er war auch schon wieder halbwegs wach.
Der Eindringling hatte irgendwas genommen, da musste man bei ihm auf Antworten warten und er zögerte viel, als müsste er noch nachdenken, es überhaupt erst realisieren. Das Verhalten des hängenden Eindringlings war seltsam, er hatte gelacht und meinte, jemand würde sie kennen. Auch für Kamila schien nicht alles ganz stimmig zu sein, sie fragte nach, wer es denn überhaupt sein sollte. Mit der nächsten Aussage, er würde die Schlampe erkennen, sollte er sie vor den Augen haben, war auch schon der Blonde bereit gewesen. Mike wurde jedoch schon mit der ersten darauffolgenden Bewegung gestoppt, von seiner Schwester zurück gehalten. Da schnaubte der Blonde, verschränkte seine Arme, während er auf weitere Informationen wartete. Aber das Warten würde sich nicht lohnen, der Fremde ließ sich wieder hängen, da seufzte auch Anthony und war bereit gewesen, Kamila nachzulaufen. Alleine würde er sie jetzt defintiv nicht lassen, das verlief schon einige Male in eine Katastrophe. Elias war schon dabei gewesen die Gegend abzusuchen, Mike würde hier noch ein wenig auf den Typen einprügeln, da wusste er auch schon, was seine Aufgabe wäre. Sein Blick folgte erst das Umdrehen von Kamila, er achtete gar nicht mehr auf den Fremden. Aber dieser entschied sich doch zu sprechen, bevor sie verschwinden würde. Das Schaf muss zur Horde zurück.. Kamila sah so aus, als würde sie genau wissen, wer es nun war. Auch der Blonde bekam seine Vorahnung, wo sie denn wieder zurück sollte, aber er sprach es nicht aus. Die Brünette antwortete, sie würde wohl auf den Schäfer warten, ihn empfangen..
Damit war das Gespräch aber auch beendet, der Eindringling hatte seine Möglichkeit gehabt zu sprechen, damit wollte auch Kamila eine rauchen gehen, wenn sie denn überhaupt das vorhatte. Anthonys Blick wanderte kurz zu Mike, als müsste dieser den Typen für ihn mit verprügeln, ehe er Kamila nachlief. Es blieb eine kurze Stille, aber er musste etwas klarstellen, was noch ein Fragezeichen in seinen Gedanken verursachte. " Der Bastard lebt noch? " -
Kamila Kayla Redstone
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Sie war raus, um sich nicht selber zu vergessen, vor allem mit der Rippe, die noch nicht ganz verheilt war. Man hörte den dumpfen Schlag auf den Kopf, den Mike dem Eindringling verpasst hatte, er konnte sich jetzt in Ruhe austoben, während seine Schwester lieber den Weg wieder raus nahm. Sie war gefasst, nach außen hin jedenfalls, innerlich wusste sie dennoch nicht ganz, was sie davon halten sollte. Okay, er wusste wo sie war, es konnte aber auch nur Zufall sein. Das Problem war, dass derjenige, der dafür zuständig war nicht einfach hier eindringen würde, um sich das zu holen, wovon er der Meinung war es gehöre ihm, nein, er würde es mit mehr Stil machen, als die Spanier. Nicht einfach drauf los, er würde es langsam machen, bis Kamila womöglich aufgeben würde, jedenfalls konnte sie es sich vorstellen, dass er daran dachte, sie könnte womöglich aufgeben, aber dieses Wort nahm sie nicht in den Mund, für sie gab es immer einen Ausweg, wirklich immer. Selbstmord wäre noch ein deutlich besserer, als einfach aufzugeben.
Die Frau wollte wirklich eine rauchen, deshalb führten ihre Beine sie aus dem Haus raus, Anthony folgte ihr, natürlich, was hätte er sonst machen sollen? Er stellte die richtige Frage, aber sie brauchte einen Augenblick, um sich die Zigarette anzuzünden und einen tiefen Atemzug zu nehmen, um ihre Nerven ein wenig zu dämpfen. Sanft nickte die Brünette mit ihrem Kopf, um die Frage zu bestätigen. "Ja, das tut er..", sprach sie noch dazu und ließ ihren Blick in die Ferne gleiten, während sie an ihrer Zigarette zog. Sie hielt Anthony die Packung hin, ohne richtig zu ihm zu sehen, vielleicht wollte er auch noch eine rauchen. Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen. "Ich habe ihn damals nicht erwischt.. Seine Crew.. Seine Männer.. Sind alle verbrannt.. Aber nicht er.. Er hatte einen Plan B, als hätte er es riechen können.. Nun, ich dachte aber auch bis zu dem Autounfall nicht, dass er sich trauen wird mir noch einmal zu begegnen". Sie schnaubte kurz. "Erst versucht er mich umzubringen und jetzr denkt er, er kann mich damit einschüchtern, indem er mir droht.. Bastard ist dazu noch zu wenig gesagt". Sie schüttelte ihren Kopf und lehnte sich gegen die Wand der Fassade an. Kamila hielt für den Moment still und atmete einfach nur durch, sie musste ihre Gedanken sammeln. "Das schlimmste daran ist.. Ich muss wirklich warten, bis er auftaucht.. Es gibt seit Jahren keine Ansatzpunkte dafür, wo er sich befindet.. Deshalb dreht Mike auch unten so durch.. Wir können nichts machen, bis auf Warten.. Und dann werde ich ihm die Hölle heiß machen, wenn mein Bruder nicht schneller war". Der Schäfer sollte ruhig auftauchen.. Er sollte versuchen seine Horde zurück zu holen, bitte.. Das Schaf war bereit ihm unter die Augen zu treten, auch wenn es das letzte sein könnte, was es in seinem Leben tun wird. Aber darauf war Kamila nun wirklich vorbereitet."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Anthony folgte ihr auch Schritt und Tritt, bis sie wieder von der kalten Luft außerhalb des Gebäudes begrüßt wurden. Es stellte sich wieder eine Kälte ein, aber jetzt konnte er ihr defintiv nicht mit der Wärme helfen, wenn die Männer, die in dieser Nacht als Wachen fungieren, noch wachsamer sind und auf jedes einzelne Detail achten würden. Deswegen hatte er sich einfach an die Wand gelehnt, musste mit einem Seufzen dabei zuhören, wie sie ihm darüber erzählte, dass er noch lebte. Dabei hatte sie versucht den Herren niederzustrecken, ihn umzulegen, aber genau dieser hatte alles überlebt. Als würde er es gerochen haben, dass irgendwas überhaupt nicht stimmte.
Sein Blick schwiff hinab zu der angebotenen Schachtel, die er an sich nahm und eine Zigarette herauszog, bevor die Schachtel ihren Platz neben dem Aschenbecher fand. Während sie ihm weiter darüber erzählte, was mit ihm war und wie es überhaupt dazu kam, dass er weiterhin überlebte, hatte er die Zigarette angezündet und einen kräftigen Zug genommen. Es war zu früh für ihn für solche Dinge.
Der Autounfall lief auf dem Befehl ihres damaligen Freundes, wenn man ihn denn überhaupt so nennen konnte. Da seufzte der Blonde wieder, der Rauch hatte damit auch wieder den Weg in die Freiheit gefunden. Eine lange Tortur war es gewesen, schon seit Jahren gab es nichts von ihm zu hören, er schickte auch lieber seine Männer, als die Angelegenheit selbst zu lösen, sich seinen angeblichen Besitz eigenständig zurückzuholen. Aber die Situation spitzte sich zu, langsam begann er mit seinen Attacken, mit seinen Bedrohungen. Dabei machte es ihn stutzig, wie er auch diesen Standpunkt kennen konnte, wenn der letzte noch bei der Zentrale geschah. Er verschränkte die Arme vor der Brust, atmete tief durch. Ihn blieb wirklich nicht mehr, als auf ihn zu warten. Wer könnte denn dabei wissen, wie schlimm es mit seiner eigenen Anwesenheit werden wird, er wird vermutlich nicht alleine kommen. Kamila würde er aber nicht mehr bekommen, sie wurde genug gequält, das hatte ein Ende. Die drei Männer waren da gewesen, mit ihnen auch eine Horde anderer, die nichts lieberes tun würden, als ihre Chefin zu beschützen. Zwischen den Beiden war es still geworden, beide gingen ihren eigenen Gedanken nach. Vielleicht war es gut so, aber er wollte sich gar nicht erst vorstellen, worüber sie nachdachte. Er drehte den Kopf zu ihr, musterte sie, ob sie nicht irgendwas von ihren Gedanken preisgab, aber Fehlanzeige. Mit seinen Fragen musste er auch vorsichtiger werden, er wusste ja schon, zu was es ständig führte. Wenn man denn jetzt aber wirklich nach ihr sucht, könnte sie unmöglich durch das Land reisen, um nach ihren Lieferanten zu sehen. Vielleicht wüsste der Mann, dass er sie hier finden wird, aber hier waren alle Männer gewesen, sie konnte ja nicht alle mitnehmen. Der damalige Wärter senkte den Blick zum Boden, dachte weiter nach. " Also.. warten wir. ", bestätigte er, er würde sich hier nichts entgehen lassen. Den Typen musste er sehen, er wollte zusehen, wie sich Kamila an alles rächen wird, während sie unversehrt bleibt. -
Kamila Kayla Redstone
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Ja, Anthony hatte recht mit seiner Aussage woraufhin die Frau auch ein wenig abwesend nickte. "Ja.. Wir warten", betätigte sie und zog noch einmal an der Zigarette. "Was anderes können wir nicht machen...und das, obwohl ich so verdammt ungeduldig bin". Sie schüttelte schmunzelnd ihren Kopf, ja, die frag war oft ungeduldig gewesen und hatte Probleme damit, abzuwarten. Sie war impulsiv, wie konnte sie da ruhig bleiben und abwarten? Am liebsten hätte Kamila ihm schon längst ausfindig gemacht, um ihm die Kugel durch den Kopf zu jagen, was anderes war er nicht wert. Der Mann war es nicht wert, dass man sich auch nur eine Sekunde um ihn kümmerte, ihm Schmerz zufügte und darauf wartete, dass er aufgab, er war eine Bedrohung, die ausgeschaltet werden musste und am liebsten, würde es Kamila persönlich machen. Ihr juckte es in den Fingern, ihm entgegen zu treten, ihm zu zeigen, dass er Unrecht hatte mit dem, wie er sagte, sie wäre nichts ohne ihn. Ja, er war nichts ohne sie, so lief das nämlich.
Die Zigarette rauchte die Brünette zu Ende, bevor sie diese im Aschenbecher ausdrückte und sich wieder gegen die Wand lehnte. Sie blickte in den Himmel. Sie blieb für einen Moment still, bis es sie dazu von selbst brachte, einfach ein wenig mehr zu erzählen. "Er.. Hat immer gesagt, dass wir die verlorenen Schafe sind und er der Schäfer, der mit seinen Hunden die Herde zusammen halten musste", erklärte sie. "Und die Hunde jagten uns wirklich zusammen.. Ich weiß noch, als.. Er mich auf der Straße gefunden hat". Sie schluckte kurz, während die Erinnerungen hoch kamen. So wirklich sicher war sich auch die Frau nicht, warum sie Anthony einfach so etwas erzählte, aber er verdiente es.. So zeigte sie ihm, dass er ihr wichtig war, dass sie sich ihm öffnen wollte, dass er ihr wichtig genug war, um ihm etwas aus ihrem Leben zu verraten. "Das erste, was er mir sagte, als er mich angesehen hatte... War.. 'Du siehst verloren aus, kleines Schäfchen'.. Es.. Ist irgendwie zu einem Markenzeichen geworden.. Er war immer der einzige, der uns nicht beleidigte.. Sondern Schäfchen nannte.. Ganz schön charmant, für ein Arschloch, welches die Mädchen mit Drogen vollpumpte, um ihr den Willen zu nehmen". Sie schnaubte belustigt und schüttelte ihren Kopf. "Aber wir kriegen ihn.. Früher oder später". Das Grinsen bildete sich auf den Lippen der Frau und sie war sich sicher, dass die ganzen Erinnerungen verschwinden würden, wenn sie es endlich schaffen wird. Wenn er endlich vorbei ist.. Dieser Alptraum. "Und dann wird das Leben nur noch besser"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Kamila schien abwesend zu sein, immer noch irgendwo in ihren Gedanken gefangen, das konnte er ihr aber gar nicht böse nehmen, es gab auch gar keinen Grund dazu. Jedoch seufzte er, auf Rache zu warten war wohl einer der schwersten Dinge, das bewies sie auch ihm. Sie war sonst ungeduldig gewesen, hier musste sie jedoch Jahre warten, bis sie ihm etwas zurückgeben konnte. Das Gefühl, nichts wert zu sein, ihn einfach umbringen zu können. Den Beiden war es klar, dass sie keine andere Wahl außer zu warten hatten, aber Anthony war dabei so bestimmt, als hätten sie eine gehabt. Damit war es besser umzugehen, er konnte es schneller vergessen, wobei es immer im Hinterkopf da sein müsste. Sie hatten nun zwei Gruppen gehabt, um die sie sich kümmern mussten. Die Locos und den Feigling, der lieber andere Männer rüberschickt. Anthony hatte die Zigarette beendet und schnippte den Rest mit der Brünetten in den Aschenbecher, ehe er den letzten Rauch ausbließ und den Nachthimmel betrachtete. Ob die Männer überhaupt irgendwas sehen konnten, wenn es so dunkel war? Sie hatten ihre Taschenlampen gehabt, doch wie schnell würden sie denn damit reagieren, sollte irgendwas auffälliges zu sehen sein?
Es ging nicht anders, als das sie dafür sorgten, dass es damit gut lief. Er dachte selbst schon darüber nach, ob er nicht auch mal Wache halten sollte. Jedoch war er irgendwie für Kamila zuständig, wie sollte sie denn auch schlafen, wenn er nicht da wäre? Ihr Schlafzimmer war verdammt groß gewesen, da war es schon schwieriger sich wirklich wohl zu fühlen. Damit hatte er sie auch immer im Blick gehabt, er musste sich keine Sorgen um sie machen, denn er war da. Er würde alles ihm Mögliche tun, um sie zu beschützen.
Bevor er sich überhaupt ausmalen konnte, was er alles für sie tun würde, hatte sie ihm einige Dinge erzählt. Sie begann wieder von sich darüber zu sprechen, was so in ihrem Leben geschah, da war er umso aufmerksamer. Kamila sollte wissen, dass er für sie da war, ein offenes Ohr für sie hat. Sie konnte ihm erklären, was der Spruch unten von dem Eindringling war, da nickte er verständlich. Es machte damit ein wenig mehr Sinn, auch wenn er bereits ahnen konnte, was man damit meinte. Verwirklicht wird es aber trotzdem nicht, die Brünette war nun sein süßes Schäfchen, sie würde endlich richtig von einem Mann behandelt. Während ihrer Erzählen konnte er sehen, wie hart sie schlucken musste, da hatte er es ihr auch gleich getan. Sie erinnerte sich an die ersten Worte des Mannes, als er sie auf der Straße gefunden hatte. Es hatte nicht mit dem Gesamtbild überein gestimmt, welches er von dem Mann bekam, das ließ sich aber schnell erklären. Sie musste sich ja irgendwie in ihn verlieben, die Gefühle mussten her.
Sie beendete die Erzählung aber, sagte, sie würden ihn schon kriegen. Dem war sich auch Anthony sicher, der Kerl würde nicht überleben. Ihr Grinsen war wieder zurück, das hatte auch wieder seine Stimmung gehoben. Die Brünette war sich sicher, dass danach ihr Leben besser werden würde. Ganz konnte er nicht wissen, in welche Richtung sie dabei ging, aber vermutlich war ihr Rachegfühl gelöst, sie konnte die Vergangenheit hinter sich lassen. Das würde es wohl sein, deswegen hatte er ihr auch ein breites Lächeln geschenkt. " Es wird viel besser.. ", versicherte er ihr und nickte dazu. Sein Blick lief kurz in die Ferne, ob sie nicht gerade jemand ansah, beobachtete. Er wusste nicht was gerade in ihr vorging, aber mit ihrer Erzählung hatte sie sich wahrscheinlich wieder an einiges erinnert, das wollte er aus ihr herausholen, damit sie nicht so gefangen war. Sein Handrücken strich über ihre Wange, ehe er ihr in die Augen sah. " Und bis dahin, versuche ich mein Glück, es dir besser zu machen. " Seine Finger hatten eines der braunen Haarsträhnen bekommen, in welcher er einen der Finger eindrehte. " Sollen wir wieder ins Bett? " -
Kamila Kayla Redstone
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Das Leben würde deutlich besser werden, wenn es ein paar Dinge nicht mehr geben würde.. Ihr Leben würde es tun, es würde mit dem Tod einiger Menschen besser werden, einfacher. Die Locos waren noch nicht einmal das größte Problem, sie bereiteten zwar welche, aber grundsätzlich waren sie noch okay, es war eine nette Abwechslung mal, aber das war's auch. Wenn sie wenigstens ihre Geschäfte in Ruhe lassen würden, wäre alles deutlich besser, aber dafür würde die Frau auch eine Möglichkeit finden, um dem entgegen zu kommen, aber das war nicht das eigentliche Thema, ihr ging es nämlich um andere Personen, als um die Locos. Es gab so gewisse zwei, die lebend ihr noch zu viele Probleme bescherten, ihr Geist würde sich deutlich besser fühlen, wenn es diese zwei Personen einfach nicht auf dieser Welt geben würde.. Jedenfalls redete sich diese Frau das ein. Sie hatte die Hoffnung, dass sich alle Probleme damit in Luft auflösen würden ohne größere Probleme.
Die Nacht war deutlich kühler inzwischen, es war vermutlich bald schon Morgens und damit wäre an Schlaf nicht wirklich zu denken, aber vielleicht konnte sich die Brünette noch ein wenig in ihrem Bett erwärmen.. Zusammen mit dem Blonden, der noch immer neben ihr war. Sie blickte kurz zu ihm, da hob der Mann auch schon seine Hand und strich über ihre Wange, als würde er wissen, was sie braucht. Verdammt.. Warum musste er so toll und dazu männlich sein? Er konnte nichts dafür, dass seine Vorgänger alles bei Kamila kaputt gemacht haben, was nur zu kaputt machen war.. Er konnte auch nichts dafür, dass sich ihre Mauer noch dichter um sie bildete, um ihm nicht noch weiter rein zu lassen. Manchmal hatte er tatsächlich das Glück, dass sich die Brünette versuchte ihm zu öffnen, aber ganz häufig baute sie damit ihre Mauer noch höher, jedenfalls bekam sie das Gefühl, dass es passierte. Sie wollte doch nichts böses damit.. Sie hatte nicht einmal Einfluss darauf, dass ihr Kopf sie anschrie, sie solle sich doch von ihm zurück halten. Bisher gewann tatsächlich ihr Herz, es wollte sich an diese Hand anschmiegen und die Nähe genießen, die sie bekam, aber.. Wann würde es soweit sein, dass das Herz nicht mehr gewann? Wann würde der Kopf gewinnen und den Mann ausschließen? Wie würde er darauf reagieren? Kamila war sich einfach nicht sicher, ob sie ihn nicht womöglich eines Tages vor den Kopf stoßen wird.
Er wollte wieder ins Bett, da seufzte Kamila und nickte sanft. "Ich kann aber nicht mehr schlafen", sprach sie, bevor sie ihre Arme weiter um ihren Oberkörper legte. Ihre Gedanken waren wieder wach, damit gab es keine Möglichkeit noch einmal einzuschlafen. Ein letztes Mal blickte sie zu dem Mann, dann öffnete sie Tür wieder, um durch diese ins Haus zu gehen. Sie wollte nach oben laufen, während ihr Bruder sich unten im Keller austobte. Es gab nur zwei Schwächen, die dieser Mann besaß.. Und eine davon war tatsächlich seine Schwester, deshalb ließ er nicht locker. Er schlug zu, bis der leblos Körper keine freie Stelle dafür mehr hatte."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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