[2er RPG] No Good For You

    • Ihr Plan war es nicht gewesen, hier wirklich lange zu verweilen, also musste er auch keine Decke holen gehen. Sie schlug stattdessen lieber vor, dass sie sich wieder in ihr großes, helles Zimmer verziehen und ihre Abende dort wie gewohnt verbringen. Er wusste gar nicht mehr, welchen Film sie noch gucken konnten, doch das war im Grunde genommen egal. Denn nach einer Zeit hatte es sich immer so entwickelt, das sie sich interessanter fanden. Zumindest für den Blonden war es so gewesen, irgendwann war er immer bei Kamila gewesen, der Film war für manche Momente einfach ausgeblendet. Die Beiden konnten aber auch wahrscheinlich alles gucken, da sie im angetrunkenen Zustand einfach alles witzig finden könnten oder irgendeinen Mist reden, ein tiefgründes Gespräch führen über die seltsamsten Dinge, Kleinigkeiten, die mal kurz in einer Szene gezeigt wurden. Es schien gar keine blöde Idee zu sein, er nickte. Damit hätten sie dazu auch noch die neugierigen Blicke von sich, er sah sich kurz um, ob er einen dieser erwischen konnte. Der Mann war sich gerade wieder am umdrehen gewesen, hatte sich wieder um seine Arbeit gekümmert, da war aber auch schon der nächste mit ihnen beschäftigt gewesen. Er schnaubte belustigt, nahm seinen Arm von ihr, vielleicht würde es damit stoppen. Sie hatte sich auch schon selbst von ihm entzogen, nahm ihre Sachen an sich. Kamila hatte einen anderen Vorschlag gemacht, den den Blonden kurz überraschte. Er schüttelte direkt den Kopf, lachte ein wenig. " Sowas bereut man den nächsten Morgen wieder schnell.. ", meinte er mit einem Schmunzeln, doch das würde bei der Brünetten womöglich so schon geschehen. Sie war gesprächiger gewesen, er hatte nun weitere Informationen gehabt. Doch wie sie diesem morgen gegenüber steht, war eine andere Sache. Sie hatte ihm die Tür offen gehalten, durch diese er lief. Er wartete jedoch noch auf ihr nachziehen, bevor sie wieder die Treppe aufsuchten. Das Wohnzimmer war immer noch von den Männern gefüllt, man hatte ihnen garnicht angesehen, dass sie wieder etwas zerbrachen. Es hatte ihn amüsiert, auf einmal waren sie kleine Unschuldslämmer geworden..

      Es war wieder sein liebster Anblick am morgen gesehen, als er die Augen zum ersten Mal nach seinem Schlaf aufschlug. Er hatte sie vor seinen Augen gehabt, die einzige Frau seit langem, die ihm wieder ohne weiteres ein Lächeln auf die Lippen zauberte, auf den Lippen, die doch für eine lange Zeit kein Zucken von sich gaben. Manchmal hatte er sich selbst wie ein alter Herr gefühlt, der grimmig aus dem Fenster blickte, um die ätzenden Kinder von seinem Grundstück zu jagen.. Es war aber wie vergessen gewesen, die langweilige Zeit im Gefängnis, denn seit sie in sein Leben trat und sein ganzes Leben auf den Kopf stellte, schien er alles anders wahrzunehmen. Etwas fröhlicher, zumindest, wenn sein Morgen mit ihr im Bett begann. Sein Blick galt jedoch danach sofort wieder der Uhrzeit, er überlegte, wie lange er dieses Mal bleiben konnte. Es war jedoch so schon spät gewesen, sie hatten sich abends vielleicht ein wenig zu sehr in den Film vertieft. Aber Anthony wollte nicht sofort aufstehen, sich in die Arbeit schmeißen, eine Zeit wollte er mit ihr verbringen. Deswegen blieb er einfach liegen, hatte sie an sich gehabt, wobei er die Arme enger um sie legte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war eine recht ruhige Nacht für die Frau, vor allem nach dem Alkohol und mit der Nähe des Mannes neben sich. Anthony und sie hatten noch etwas gefunden, was die beiden sehen wollten, hatten ein wenig Spaß zusammen gehabt, in dem sie eine Komödie sahen. Angetrunken war es viel lustiger, Kamila lachte auch das ein oder andere Mal, auch wenn es weniger lustig war, für sie war jedoch der Abend deutlich besser geworden, als es zunächst ausgesehen hatte. Mit dem Mann an ihrer Seite war es deutlich entspannter, denn er gab ihr die Nähe, die ihr fehlte und die Liebe, nach der sie sich in diesem Moment sehnte, sie brauchte vor allem auch nichts darüber sagen, er gab sie ihr einfach so. Immer wieder fragte sich die Frau ehrlich, womit sie es verdient hätte, aber vermutlich wollte Gott, oder wer auch immer da oben war, ihr etwas Ausgleich geben und dafür war Anthony da. Er war ihr Ausgleich zu dem Leben, welches sie bisher führen musste.
      Die Brünette hatte früh ihre Augen aufgemacht und seufzte. Es hatte sich angefühlt, als hätte ihr jemand ins Gesicht geschlagen, ihr Magen schmerzte ein wenig und eine depressive Stimmung machte sich in ihr breit. Kamila erinnerte sich genau daran, was sie dem Blonden erzählt hatte und schämte sich ein wenig, dass sie so schwach geworden war. Sie durfte nicht schwach sein, keine Schwäche zeigen, es war der größte Fehler, den man in dieser Branche machen konnte und selbst wenn es nur Anthony war, es war noch lange kein Grund dafür, vor ihm zu zeigen, wie kaputt sie innerlich war. Kein Alkohol mehr, das beschloss Kamila für sich, sie musste einen klaren Kopf schaffen.

      Irgendwann hatte sie gemerkt, dass auch Anthony wach geworden war und wartete, bis er sie in seine Arme noch mehr gezogen hatte, um ihn anzusehen. Sie wollte wissen, ob er noch ein wenig liegen bleiben würde. "Guten Morgen..", flüsterte sie, bevor sie ihre Hand hob und ihm die Haare ein wenig nach hinten schob. Sie fuhr durch diese, schmunzelte ein wenig, aber es löste nicht den Knoten, den sie in ihrem Magen spürte. "Ich weiß, ist schon ein wenig spät, aber ich wollt dich nicht wecken und noch ein wenig bei mir behalten". Immerhin würde er diese Nacht nicht bei ihr verbringen, aber es war okay, es musste okay sein. Sie war eine starke unabhängige Frau, das musste ihr eher egal sein, dass der Blonde nicht in ihrem Bett schlafen würde. Aber.. Nur mit ihm fühlte sie sich wirklich sicher, nur in seinen Armen konnte sie in Ruhe schlafen.. Kamila seufzte leise, sie drückte ihr Gesicht wieder gegen seine Brust, um sein Herzschlag zu spüren. "Ich habe heute keine Lust auf Arbeit.. Und das passiert selten.. Aber ich befürchte, dass es wieder nichts wird.. Ich glaube, ich suche in der falschen Richtung". Mit ihrem Kopf kuschelte sich die Frau an die nackte Haut und gab sogar einen kleinen Kuss drauf, als würde sie dafür danken, dass es diese Haut überhaupt gab. "Um zwei gibt es heute ein Meeting.. Zu viert.. Mit Mike und Elias.. Kannst du das in deinem Plan für heute berücksichtigen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony bekam mit dem Augenöffnen einen guten Morgen von ihr, ehe sie durch sein blondes Haar fuhr und das rettete, was während seines Schlafes verrutschte. Er genoss ihre Hand durch sein Haar, weswegen er mit einem Schmunzeln die Augen ein wenig schloss, wach war er jedoch auch noch nicht ganz gewesen. " Guten Morgen.. ", raunte er zurück und weitete die Augen wieder etwas, mit ihren Zärtlichkeiten war es nur schwierig gewesen, weiterhin wach zu bleiben. Er wäre wirklich lieber im Bett und hätte neben ihr weiter geschlafen, doch so hätte er gar nicht mitbekommen, dass sie ihm durchs Haar strich. Es waren die kleinen Dinge gewesen, die ihm zeigten, dass er Kamila nicht ganz egal war. Vielleicht zeigte sie damit sogar ihm oder auch ihr selbst, dass so etwas wie Gefühle bei ihr im Spiel waren, nur hatten sich beide die Zeit genommen, nicht zu überstürzen. Denn es war auch so gut, denn sie hatten sich und auch wenn es kein anderer weiß, außer Mike der die Beiden bereits des öfteren gemeinsam sah, so konnten sie immer die Zeit füreinander finden. Mit der Zeit war es auch eher schwierig mal Kamila nicht für sich zu haben, denn den ganzen Tag drehten sich seine Gedanken um sie, was sie machte, wie es ihr damit ging. Jetzt würden aber auch andere Dinge dazu kommen, denn nun wusste er mehr..
      Sie wusste selbst, dass es bereits etwas später war, doch es war auch für ihn so in Ordnung. Er würde noch etwas hier bleiben, denn ob er nun eine Stunde mehr oder weniger in die Flachzange steckte, würde sich nicht in seinem Fortschrittsprozess äußern, den gab es auch gar nicht. Es war schon fast Schade gewesen, man konnte Luke bemitleiden, doch schader war es um seine eigene Zeit gewesen. Der Blonde hatte noch einen Funken bei der Flachzange gesucht, doch entweder er existierte gar nicht oder er war gut versteckt, wo man ihn nicht wieder finden würde. " Meine Chefin lässt mich zu spät zur Arbeit kommen? ", fragte er nun witzelnd, denn sie war mehr als seine Chefin gewesen. Seine Hände fuhren über ihren Rücken, während er wohlig aufsetzte. Es war schön warm gewesen, ihr Kopf an seiner Brust bewirkte auch, dass sein Körper sich schwerelos anfühlte. Seine Arme nahm er kurz von ihr, um diese ein wenig auszustrecken, bevor er sie wieder eng um sie legte. Kamila hatte keine Lust auf ihre Arbeit gehabt, befürchtete, es würde wieder nichts bei rum kommen. Sie suchte in einer falschen Richtung, aber gab es denn überhaupt eine richtige? Während er selbst darüber nachdachte, schlossen sich seine Augen wieder. Er brauchte jedoch nicht lange, denn er konnte ihr nicht mehr anbieten, als seine Hilfe. " Wenn du wieder verzweifelst, kannst du mich dazu holen.. Ich habe schonmal zwischendurch einen Blick darauf werfen können, wegen der Arbeit.. ", bot er ihr nun an, dann konnte sie sich auch um anderes kümmern, vielleicht auch einfach entspannen, sich in die Natur setzen und ein Buch lesen. Dazu würde aber ohnehin noch ein Meeting für die Beiden kommen, doch gerade war er selbst noch bei dem kleinen Kuss gewesen, welchen er auf seiner Haut spürte. Er war dann wieder beim Thema, nachdem er ein wenig in sich hinein grinste. " Lässt sich einrichten. ", murmelte er und seufzte einmal. Anthony wollte gar nicht aus dem Bett, vorallem konnte er gar nicht, wenn Kamila ihn gerade den niedlichen Kuss gab. Wieder hatte er gelächelt, bevor er ihr kurz durch das Haar fuhr. Er würde noch ein wenig die Zeit nachholen, die er an diesem Abend verlieren wird. Morgens würde er sich jedoch wieder zu ihr gesellen, er würde ihr jedoch auch noch am Abend schreiben, sie soll einen guten Schlaf bekommen. " Wie kann ich denn nur jemals anfangen zu arbeiten, wenn du so zuckersüß bist.. ", fragte er sich selbst, hatte sich ein wenig von ihr entfernt, damit er sie richtig ansehen konnte. Die grünen Augen fehlten ihm noch.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie grinste breit, als Anthony nachfragte, ob seine Chefin ihn zu spät zur Arbeit erscheinen ließ. Ja, sie war sein Boss, aber es gab so etwas wie eine Arbeitszeit nicht. "Nun, mein Lieber.. Du teilst dir deine Arbeitszeit selber ein.. Deine Chefin fordert dich nur dazu auf, deine Aufgaben ein wenig später anzufangen, um mit ihr zusammen ein wenig im Bett liegen zu bleiben". Sie blickte zu ihm nach oben und grinste in sich hinein, bevor sie den Kopf auch wieder an seine Brust drückte. Sie sprachen über ihre Arbeit, Kamila hatte einfach keine Lust darauf, nicht voran zu kommen, sie brauchte einen kleinen Erfolg, um etwas motivierter zu arbeiten, aber sie sah es jetzt schon vor sich, dass es nicht einfach werden würde. Sie musste sich mit den anderen Köpfen endlich zusammen setzen, ihnen überhaupt zeigen, dass sie noch lebte.. Dass nichts passiert war, denn der Unfall und das brennende Haus in mitten des Waldes war ganz groß in den Nachrichten zu sehen gewesen. Die Medien haben die Vermutung abgegeben, dass die Brünette im Auto gewesen sein musste, sie hatten ihre Abdrücke gefunden, Haare von ihr, die nicht verbrannt waren, aber es gab noch keine offizielle Bestätigung. Die Polizei wollte nichts verraten, sie waren an etwas dran, so sprach man darüber und bevor sie wieder überrascht werden würde, dafür bräuchte sie Infos und es war schon gut zu wissen, dass Mike herausfand.. Dass Locos mit der Polizei zusammen arbeiteten..
      "Du bist süß", stellte Kamila fest, als Anthony ihr ihre Arbeit abnehmen wollte. "Aber ich will dich nicht von deiner Arbeit abhalten.. Du kannst trotzdem gerne vorbei kommen, wenn du nichts zu tun hast". Ihre Augen blickten hoch, um ihn dabei anzusehen, sie schmunzelte in sich hinein, sprach dann über das kleine Meeting, er würde dabei sein. Natürlich würde er dabei sein, Kamila müsste ihn nicht darum bitten, sie hätte es einfach nur befehlen müssen, aber so wollte sie nicht sein. Stattdessen gab sie ihm noch einen weiteren Kuss auf die nackte Haut vor ihr. Sein Seufzen ließ sie selber auch sanft seufzen, sie wollte genauso wenig aufstehen, wie er es tat, sie hatten zu lange gestern gemacht. Anthonys nächste Worte ließen Kamila sofort nach oben sehen, er hatte sich ein wenig entfernt und ihre grünen Augen sahen sofort zu seinen. Ihre Wangen nahmen eine rosigere Farbe an, er hatte sie.. 'zuckersüß ' genannt. Aber er sagte noch was wichtigeres.. Er konnte so nicht arbeiten, deshalb schmunzelte die Brünette, was sich zu einem Grinsen entwickelte. Einen Moment lang sah sie nur in seine Augen, bevor sie sich dabei langsam wieder seiner Haut näherte. Sie küsste eine Hautstelle, die genau vor ihr war, bevor sie ein wenig weiter runter küsste. Dafür rutschte sie noch weiter runter, sie küsste entlang seiner Brust, entlang seines Bauches, bis ihr Mund an dem Bund seiner Unterwäsche kam. "Zuckersüß also?", fragte sie, da fuhr eines ihrer Mundwinkel hoch. Ihre Augen sahen noch immer zu ihm nach oben, aber eine ihrer Hände fuhr hoch, um entlang des Bundes zu streichen. "Ich könnte dich auch dazu motivieren, um gleich arbeiten zu können.. Was sagst du dazu?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sein eigentliches Ziel waren ihre grünen Augen gewesen, die er an den Morgen noch sehen wollte, doch hatte sich sein Augenmerk eher an die rosigen Wangen gerichtet, die für das Grün ihrer Augen eine Konkurrenz darstellte. Er hatte sie schonmal gesehen, doch war es auch nun etwas erfreuliches gewesen, dass er es überhaupt geschafft hatte. Sie mag wohl wirklich hart erscheinen für viele ihrer Mitmenschen, doch am Abend war sie eher zu einem kleinen Häschen geworden, an den er sich mehr als nur besonders gern kuschelte. Seine Augen huschten über ihre Gesichtszüge, während seine Mundwinkel sich wirrkürlich erhoben und die rosigen Wangen versuchte in Erinnerung zu halten. Doch das würde nicht das letzte Mal bleiben, so hoffte er doch. Er würde es immer wieder aus ihr heraus holen wollen, an ihr konnte er sich aber auch gar nicht satt sehen. So viele Male hatten sie sich schon in die Augen gesehen, Augenkontakt aufgebaut und nur darauf gewartet, bis der andere weg sah, doch es geschah nie. Anthony hatte sich in den Augen verloren, nicht nur ein Mal.. Hatte er überhaupt bisher den Weg dort heraus gefunden?
      Anthony hatte gar nicht von ihr weg gesehen, zu schön war es sie so nahe an sich zu sehen, ihre Wärme zu spüren, das Gefühl zu haben, sie würde ihm gehören. Vielleicht war sie auch bereits seins, nur wussten sie nichts davon, ihre Beziehung hatte sich ja etwas komplizierter gestaltet, seitdem sie begannen gemeinsam in einem Bett zu schlafen, die Abende gemeinsam zu verbringen. Doch daran war nichts auszusetzen und wenn er dafür das Opfer legen musste, dass es ein Geheimding zwischen den Beiden ist, dann würde er es immer wieder tun. Er konnte sich doch nicht in die Arme eines anderen Mannes führen, wenn doch seine immer für sie offen waren..
      Obwohl er sie doch noch vor einem Moment zuckersüß nannte, ihre rosigen Wangen nur zu dieser Beschreibung passten, so hatte sich die Stimmung dann doch schnell geändert. Der Blonde genoss ihre Küsse entlang seines Oberkörpers, wie sie mit jeder Stelle weiter unten zu spüren waren. Ihr Körper rutschte mit runter, wobei ihr Blick jedoch noch ihm galt, es bescherte ihm ein Grinsen auf den Lippen.
      Sie machte einen Halt am Bund seiner Unterwäsche, eine ihrer Hände fuhr dieses bereits entlang. Kamila könnte ihn dazu motivieren, zur Arbeit zu gehen. Sie fragte nach, was er davon halten würde, da schnaubte er belustigt. Sein Blick musterte ihre Position, bevor es dazu kam, dass er sich auf die Lippe bis. " Wie könnte ich denn jemals Nein zu dir sagen? ", beantwortete er ihre Frage mit einer Gegenfrage, bevor er kurz an sich runter sieht. " Das würde auch mein morgendliches Problem verschwinden lassen.. ", sprach er gespielt in einem leiseren Ton, als wäre es nicht offensichtlich.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie war definitiv seins, er wusste es nur nicht, sie wusste es selbst nicht so ganz. Kamila wollte keinen anderen Mann mehr haben, sie brauchte keinen anderen Mann mehr, denn der vor ihr gab ihr alles, was sie brauchte und wollte, warum sollte sie überhaupt noch nach anderen Männern sehen? Sie waren alle nur ihre Spielzeuge, bis auf vielleicht den Blonden, den sie Küsse auf seine nackte haut verteilte. Es war wirklich nicht zu übersehen, was für ein Problem er an diesem Morgen doch hatte, aber wenn die Brünette ehrlich war, sie hatte bei ihm nichts gegen.. Ganz anders, als bei den anderen. Er war einfach etwas ganz besonderes für sie und er würde auch etwas ganz besonderes bleiben.
      Ihr Herz stockte kurz, nachdem sich der Mann auf die Lippe bis und sie grinste selbst noch viel breiter. "Du würdest mir also nicht nein sagen?", fragte sie ganz unschuldig und leckte sich sanft über die Lippen. "Gut zu wissen". Nicht, dass sie es nicht vorher schon gewusst hätte, aber es war schön zu hören, dass sie ihn so weit hatte.. Ihre grünen Augen blieben bei ihm stehen, während sie noch ein wenig weiter runter rutschte und die Boxershorts mit sich zog. "Ich kann dir ja auch mal was gutes tun". Ihre Stimme klang ein wenig rau, aber sie bemühte sich nicht, zu unterdrücken, dass auch in ihr ein wenig die Aufregung stieg.

      Kamila hatte doch etwas gefunden, womit sie sich bei Anthony für alles revanchieren könnte. Nicht, dass sie das Gefühl bekam, als würde sie das tun müssen, aber sie wollte es tun, sie wollte ihm ein wenig dessen zurückgeben, was er ihr gab und leider wusste sie sich nicht anders zu helfen, als ihm ein wenig Druck abzunehmen. Ihr Leben lang drehte sich alles darum, dass Gefühle unwichtig waren, aber das körperliche zählte und das konnte sie auch am besten.
      Ein Grinsen zierte ihre Lippen, während sich die Frau über den Mund wischte und sich wieder erhob. "Mhm. Es ist ja so schade, dass du heute Abend nicht hier bist.. Um noch mehr zu bekommen". Das Grinsen wurde noch breiter, sie kam aber wieder höher zu dem Mann, um ihm in die Augen zu blicken. "Ich hoffe doch, dass du jetzt viel besser arbeiten kannst". Aus dem Grinsen wurde ein sanftes Lächeln, bevor sich Kamila vor lehnte und ihre Lippen auf die des Mannes legte. Sie wollte ihm einen leidenschaftlichen Kuss geben, dann war es für sie auch Zeit sich für den Tag fertig zu machen. An Frühstück war nicht zu denken, es war schon fast zu spät dafür. "Wir sehen uns dann aber spätestens bei dem Meeting". Sie fuhr noch einmal dem Mann durch die Haare, blickte ein letztes Mal in seine Augen, dann erhob sie sich, um die Klamotten zum Schlafen auszuziehen und nach etwas neuem zum Anziehen zu greifen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Blonde hatte noch schwer geatmet, als sie sich langsam erhob und sich über den Mund wischte. Sein Blick klebte an ihr, seine Augen schlossen sich jedoch, als sie ihn mit ihren Worten zum lachen brachte. Es war nicht so, als wären sie witzig gewesen, es war nur das Bereuen gewesen. Er bereute jetzt schon, dass er den Abend nicht da sein wird. Doch er konnte es auch einfach als Ärgern ansehen, denn vielleicht wäre es ja gar nicht dazu gekommen, sie wollte ihn nur hinhalten. Jedoch konnte er sich keine andere Zeit nehmen als den Abend, da waren die Straßen leerer, sie würden nicht so schnell mit ihren Machenschaften auffallen, als wenn sie am hellen Tag umher ziehen. Damit war er sicherer, er könnte am nächsten Abend bei ihr sein, er würde nicht so schnell in die nächste Stadt stürzen und schon gar nicht, wenn er auch eigentlich bei Kamila im Bett liegen könnte. So würde er nichts verpassen, schon gar nicht sie selbst. Sie hatte damit aber wieder ihre Zeit für sich, womöglich brauchte sie das auch, doch alleine lassen wollte er sie trotzdem nicht.
      " Kamila.. ", sagte er nun ihren Namen, in einem beschwerenden Ton, sie sollte doch nicht erzählen, was er verpasste. Sein Grinsen war aber immer noch im Gesicht, ihm gefiel es, wie sie spielte. Sie kam wieder höher und so hatte er wieder einen vollen Blick auf ihre Augen gehabt, auf die er sich nun endlich konzentrieren konnte. Sie hoffte doch, dass er damit besser arbeiten konnte, da nickte er deutlich mit dem Kopf. " Viel besser ", erwähnte er zu ihrer Aussage, bevor sie ihm nahe kam. Sie legte ihre zarten Lippen auf seine, da griffen seine Hände schon an ihre Hüfte, er packte ein wenig zu, als würde er gar nicht mehr los lassen werden. Doch das musste er wohl nun, denn sie hatten wieder ein wenig Zeit verbracht, dabei war es so schon spät genug gewesen. Es konnte jedoch das letzte Mal für heute sein, dass er ihr Lippen zu spüren bekam, ihre Nähe, weswegen er sich nur ungerne löste.
      Er bekam noch einen Blick, bevor sie sich erhob und sich ans Umziehen machte. Da hatte er das Gesicht verzogen, das hatte er schon wieder vergessen.. Schon seit einer gewissen Zeit wollte er zum Abend Kleidung mitnehmen, damit er sich nicht noch erst die Mühe machen zu müssen, in sein Zimmer zu laufen. Doch das wird dieses Mal der Fall sein und vermutlich wird es auch das nächste Mal so sein. Sie würden sich beim Meeting nochmal sehen, danach würde er ein wenig planen, sehen, wie früh sie schon losfahren mussten. " Bis dann ", verabschiedete er sich, nachdem er sich die alten Sachen angezogen hatte. Kurz machte er jedoch einen Halt bei ihr, pfiff ihr kurz grinsend zu, bevor er verschwand. Mit dem Schließen der Tür kam jedoch auch schon ein Seufzen, die Flachzange..
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Frau hatte dem Blonden nachgesehen und geseufzt, als er die Tür hinter sich schloss. Natürlich hätte sie ihm anbieten können, dass er seine Sachen zu ihr rüber bringen könnte, aber es würde die ganze Sache, die zwischen ihnen herrschte irgendwie komplizierter machen.. Oder vielleicht auch ernster und sie wollte es deshalb nicht wirklich. Es bereitete Kamila Sorgen, sie wollte sich nicht binden, das war ich ihr Ziel gewesen und dennoch fühlte es sich mit Anthony so gut an. Er war wichtig für sie, sie empfand es jedenfalls so, aber sie wollte diesen Schritt nicht gehen und sagen, dass sie sich das Zimmer mit ihm teilte. Nachts, ja, aber sonst nein. Klar, ihr Herz klopfte wild bei dem Gedanken dazu, etwas mehr mit ihm zu teilen, aber ihr Kopf war ein wenig rationaler und hielt sie deshalb zurück.
      Die Frau hatte sich etwas neues angezogen, die griff zu simplen, normalen Sachen, es bestand meistens wirklich aus einer schwarzen Hose und einem Oberteil, je nachdem, was sie da wählte. Sie hatte sich ihre Haare zusammengebunden und den Pony dieses Mal mit einem Tuch aus dem Gesicht gehalten. Natürlich legte sie ein wenig Schminke drauf, wie es sich gehörte, aber es war eher die Maßnahme, um noch ein wenig Zeit vergehen zu lassen, bis sie anfangen würde zu arbeiten.

      In ihrem Büro hatte sich die Frau verschanzt und erledigte die ersten Aufgaben, die sie sich gesetzt hatte. Eine SMS wurde an die drei Jungs geschickt, dass ein Meeting statt fand in ihrem Büro, dann wurde eine SMS an die vier Herren geschickt, mit denen sich Kamila entschlossen hatte bezüglich der Locos zusammen zu arbeiten. Sie fragte nach einem Treffen bezüglich der Zusammenarbeit nach, da würde sie auf die Antworten warten und hoffen, ein gemeinsames Treffen ausmachen zu können. Als nächstes beschloss sie dann, die Sache mit der Polizei für später aufzuschreiben und sich stattdessen darum zu kümmern, über die Ratte nachzudenken. Es gab hier jemanden, der sie verriet.. Aber es war gar nicht so einfach jemanden zu finden, der sich versteckte. Ihre Vermutung war wirklich die Flachzange gewesen, aber wie sollte er davon wissen, dass sie eine Lagerhalle hatte? Und wo die Sachen versteckt waren? Wo war er eigentlich gewesen, als sie zu dieser gefahren waren? Kamila seufzte, sie war sich nicht ganz mit ihrer Vermutung sicher gewesen, doch ihr Bauchgefühl sagte ihr trotzdem, dass da etwas nicht stimmte und ihr Bauchgefühl hatte sehr oft recht gehabt. Es gab nicht viele Momente in ihrem Leben, in dem es nicht recht gehabt hätte, vielleicht zwei oder drei Mal, doch sonst war sie immer sehr glücklich mit ihrem Bauchgefühl. Die Brünette war sich dennoch nicht sicher, sie lehnte sich für den Moment zurück und schloss ihre Augen, um sich zu erinnern, wie die Flachzange bisher immer war, abgesehen davon, dass er richtig schlecht war. Er war still, ruhig.. Ging oft unter und dadurch, dass er schlecht war, fiel er sonst nicht auf.. Alle ignorieren ihn. Er hätte sich Zugang zu ihren Sachen verschaffen können, ohne groß Probleme zu bekommen.. Weil es keinem aufgefallen wäre.. Gut, wenn ihre Theorie stimmte, dann war es doch ganz simpel es aus ihm rauszukriegen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Am Morgen hatte er ausgemacht, die Flachzange bei sich zu haben und hatte diesem diesbezüglich schon gewarnt er solle pünktlich da sein, denn sonst würde es ungemütlich werden. Er würde sich nicht verarschen lassen, erst nach dem Herren suchen, um seine Lebenszeit noch zu verlängern. Sie war ohnehin vorbei gewesen und sollte er sich jetzt solch einen Ausrutscher erlauben, dann wäre der Blonde defintiv bereit dazu, den Typen umzubringen. Kamila hatte ihm auch schon die Erlaubnis gegeben, aber wer wüsste, ob sie nicht kurz vorm Durchbruch sind? Um sich den Tag nicht sofort zu verderben, hatte er ihn nur zum Zusehen mitgebracht, er würde sich erst den letzten Mann zum Prüfen vorknöpfen. Dabei sah er ihm so bekannt aus, doch hatte er sich nicht wirklich darum gekümmert. Vielleicht ein Häftling, vielleicht hatten sie sich auch einfach mal auf der Straße gesehen. Doch egal was es denn war, woher sie sich kannten, war der Typ nicht ohne gewesen. Es hatte ihn sogar mal wieder zum lächeln gebracht, jemanden vernünftigen im Kampf zu haben, auf den er nicht nur eindreschen musste. Selbst mal wieder ausweichen und blockieren zu müssen, dass hatte ihm gefehlt und wenn er sich so recht erinnerte, hatte er es das letzte Mal wirklich bei Kamila gehabt. Nun, seit gestern hatte er wieder das selbe Gefühl bekommen, zurückhalten musste er jedoch sowieso die meiste Zeit. Er hatte erst geprüft, wie er war, wenn er freie Bahn hatte. Erst danach hatten sich die eigenen Schläge gehäuft, um seine Reaktionen zu sehen, wie er damit umging. Viel schwächelte es bei ihm nicht, den Gedanken konnte er eigentlich auch sofort verwerfen, als er einen direkt an die Brust bekam. Anthony taumelte zurück, hielte unwirrkürlich die Luft an, solange wieder alles einigermaßen funktionierte. Einen kurzen Atemzug nahm er, bevor er grinste. " Derek? ", war der gefundene Name, bevor er zu diesem aufsah. Der Schlag kam ihm zu bekannt vor, um ihn ansatzweise vergessen zu können..
      Doch zu einem langen Gespräch kam es nicht, der Blonde hatte sich um die Flachzange zu kümmern, diesem irgendwie war beizubringen. Da wäre er aber auch eher im Kindergarten besser aufgehoben, als bei Luke. Ob er nun einfach ein Sturkopf war oder einfach nur irgendein Problem hatte, in einer Gang Gewalt zu unterstützen, er musste es tun. Es war nicht anders möglich, doch der Blonde hatte eine andere Möglichkeit gehabt. Er würde nicht abbrechen, ihn einfach am leben lassen und es ihn ausleben lassen, ein Ende musste das Ganze haben, sonst würde er nur seinen eigenen Stolz verletzen. Mit Luke hielt er jedoc eine Weile durch, auch wenn er immer wieder aufs Neue enttäuscht wurde. Sein Körper drohte jedoch nach der Zeit zu platzen, er hatte auch kein Bock mehr gehabt. " Luke! ", erhob er seine Stimme schon wütender, ehe er einen Schlag auf die Nase bekam. Er sollte es einfach lernen, wenn es sein musste ihn auch nur streicheln, das wäre wenigstens ein Schritt in die Richtung. Doch selbst damit machte er nichts, der Blonde ging ein wenig zurück und schnaubte. Es war wieder der Moment zum unendlichen Terrosisieren, doch sein Handy vibrierte in der Hosentasche. Da er beim Training nicht dauernd aufs Handy sah, hatte er sich lieber einen Wecker gestellt, damit er pünktlich zum Meeting kam. Er verdonnerte Luke er sollte selbst trainieren oder versauern, er sollte einfach nur den Trainingsplatz nicht verlassen. Egal ob er nun wieder kommen würde oder er sich dann etwas anderem widmet, der Kerl sollte ihm nicht vor die Augen treten.
      Mit einem Schnauben hatte er die Tür ihres Büros aufgemacht, es war eigentlich schon üblich gewesen. Jedoch war er jetzt von ihm weg und konnte sich mit etwas anderem beschäftigen, vorallem hatte er aber Kamile bei sich gehabt, zumindest ansehen konnte er sie. Er warf seinen Körper auf einen der Sitzgelegenheit und wartete darauf, was die Brünette wohl zu melden hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie hatte die nächste Zeit damit verbracht sich mit ihrer Theorie zu beschäftigen, bezüglich der Flachzange und in wie fern er wirklich die Ratte sein könnte. Er wusste nichts, aber sein Cousin war lang genug bei der Frau gewesen, um zu wissen, wo sie ihre Drogen versteckte, außerdem war Luke zurück geblieben und sicherlich bescheid gesagt, dass sich die Herrschaften auf den Weg machen konnten, um das Haus zu stürmen. Er sagte ihnen sicherlich auch wo genau das Haus stand.. Er nutzte auch sicherlich die Zeit, in der Kamila nicht da war und auch Mike hinter Gittern saß.. Er musste es sein... Sie würde sich nicht wundern, wenn er auch oft lauschte.. Ab und zu bildete sich nämlich die Brünette ein, als ob jemand vor der Tür stehen würde, aber sie war eher der Meinung gewesen, dass es vielleicht eine Einbildung war, vielleicht aber hatte ihr Bauchgefühl wirklich recht..
      Pünktlich, oder eher viel zu früh erschien Mike als erster, er setzte sich auf die Ledercouch, die in dem großen Büro in der Sitzecke stand, bevor seine Augen zu Kamila sahen, die an einem der offenen Fenster stand. Sie mochte die kalte Luft in ihrem Büro, mochte es, wenn die weißen, leichten Gardinen durch die Luft gewirbelt wurden und sie mochte es aus dem Fenster in die endlose Ferne zu sehen. Es gab weit und breit nichts anderes, als die Berge um sie herum.. Und die Bäume. Seufzend griff die Frau zu einer Zigarette und zündete sich diese am Fenster an. "Was willst du besprechen?", fragte Mike und überlegte, ob er selber eine rauchen wollte, aber sein Handy vibrierte und er war lieber damit beschäftigt. "Ah.. Wir müssen mal darüber reden, wie es denn nun weiter gehen wird.. Und ich habe was zu verkünden". Er hob die Augenbraue und sah zu seiner Schwester, aber bevor er etwas sagen konnte erschien auch Anthony in dem Büro zu welchem die Brünette kurz sah. Sie lächelte ihm sanft zu, widmete sich dann aber wieder ihrer Zigarette. "Wo hast du Luke gelassen?", fragte sie interessiert und blickte raus, ob sie diesen irgendwo erkennen könnte, dann trat auch schon Elias als letzter ein und warf sich in einen der Sessel. Er machte es sich gemütlich, war aber lieber an seinem Handy zugange, er war noch am arbeiten, wie sie alle eigentlich.
      "Ich habe heute morgen eigentlich nur zwei Punkte zu besprechen gehabt.. Aber.. Es gibt doch noch etwas zu verkünden.. Es hat sich.. Spontan ergeben", sie schmunzelte, rauchte die Zigarette zu Ende, um den Stümmel in den Aschenbecher am Fenster zu werfen. Sie trat zu der Sitzgelegenheit, einer der schweren Sessel war frei, dagegen lehnte sie sich aber lieber stehend an, sie hatte immerhin einen Plan, den sie verfolgte und dafür musste sich die Frau nicht setzen. "Aber zunächst.. Bevor ich es verkünde.. Würde ich gerne wissen, was Mike nun endlich herausgefunden hat". Sie hob ihre Augenbraue, sah zu ihrem Bruder, der seine Arme vor der Brust gekreuzt hatte. Er wirkte überrascht, aber räusperte sich, um anzufangen darüber zu reden, was er zu den Locos herausgefunden hatte. Er hatte sich mit ein paar seiner Kontakten auseinander gesetzt, hatte um ein paar Informationen bezüglich vor allem der Bar zu kriegen, in der er von einem Polizist verprügelt wurde. Elias hob seine Augenbraue. "Du wurdest verprügelt?". Hat er es echt nicht mitbekommen? Aber Kamila ließ Mike weiter erzählen, der davon sprach, dass es dort wohl oft treffen gab, regelmäßig vor allem.. Die Brünette hörte dem zu, aber sie wartete auf etwas komplett anderes.. Sie bekam wieder dieses Gefühl, dass jemand an der Tür stand. Ein sanftes Grinsen bildete sich auf den Lippen, sie versicherte sich, dass ihre Waffe wie immer am rechten Bein im Beinhaltet war - ja, selbst im Haus trug sie eine. Ihre Füße trugen sie nur langsam und leise zur Tür, Mike runzelte die Stirn und wollte aufhören zu erzählen, aber mit einer Handbewegung zeigte Kamila ihm deutlich, dass er weiter sprechen sollte. Er war sich unsicher, was es sollte, aber spätestens, als seine Schwester die Tür öffnete und ihre Hand nach dem blonden, kleinen Mann griff, der beinahe reingefallen wäre dadurch, dass sie die Tür geöffnet hatte hielt er inne. Kamila hatte sich Luke am T-Shirt gepackt, bevor er gegen sie gefallen wäre und seufzte zufrieden. Sie lag Gold richtig.
      "Kann ich dir helfen?", ihre Stimme klang weich, aber dennoch streng, doch bevor sie den Mann sprechen ließ warf sie ihn in den Raum hinein und pfiff draußen im Flur. Ihre Männer sollten kommen.. "Ich.. Ich wollte nach Anthony suchen". Es beeindruckte die Frau nicht, dass Luke noch immer nach ausreden suchte. "Setz dich", befahl sie ihm, bevor sie die Tür schloss und auf den Sessel deutete, auf dem sie eigentlich sitzen sollte. Zögerlich kam er nach, ein beängstigter Gesichtsausdruck war zu sehen. "Meine Herren..darf ich vorstellen.. Das..Hier.. Ist unsere Ratte". Kamila sah in die Runde und legte Luke ihre Hände auf die Schultern, damit er ja nicht dachte, er könnte hier weglaufen. "Beeindruckend, nicht wahr?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony hatte sofort ein liebliches Lächeln von der Brünetten bekommen, die seine Stimmung ein wenig heben konnte. Doch mehr würde er heute vielleicht nicht mehr zu Gesicht bekommen, er müsste sich nach dem Meeting um die Fahrt kümmern und Kamila müsste damit den Abend alleine verbringen. Er hoffte doch stark, dass sie den Abend auch wirklich im Bett verbringt und nicht unten an der Bar, doch dafür sollte Mike doch hoffentlich sorgen. Leider konnte jedoch auch er ihr nichts verbieten, deswegen war nur zu erhoffen, dass ihr der Alkohol vom letzten Mal genügte. Sie fragte ihn, wo er wohl die Flachzange gelassen hatte, da seufzte er kurz. " Der hat Stubenarrest.. Auf dem Trainingsplatz. ", beantwortete er und lehnte sich ein wenig zurück, konnte sogar für einen Moment die Augen schließen, aber nicht für lange. Schließlich waren sie hier wegen einem Meeting, sie hatte irgendwas zu besprechen, wollte womöglich auch einfach nur die Standpunkte der Aufgabenbereiche der Jungs wissen. Was auch immer auf sie zukommen wird, so würde er doch sowieso zuhören, während sein Blick nicht von ihr ablassen würde. Er musste sich jedes einzelne Detail ihres Körpers, ihres Gesichts merken, um selbst nicht am Abend sich einsam zu fühlen. Es konnte doch nicht sein, dass er sich schon nur bei einem Abend den Kopf zerbrach, schließlich waren sie nicht zusammen gewesen, hatten irgendwie keine Ahnung darüber, was für eine Beziehung sie überhaupt führten.
      Elias gesellte sich als Letztes zu dem vorhandenen Trio, war jedoch viel mit seinem Handy beschäftigt. Der Blonde hatte ihm nur wenig Aufmerksamkeit gegeben oder auch dem, was er gerade tat. Kamila sprach darüber, dass sie nur wenig zu besprechen hatte, aber es gab etwas zu verkünden. Dafür wurde Mike dazu aufgefordert die Informationen rauszurücken, die er bisher gesammelt und gehört hatte. Es ging meist um die Bar in der er scheinbar war, doch irgendwie hatte sich die Brünette zur Tür bewegt, als würde sie mitten im Gespräch einfach rauslaufen. Auch der damalige Wärter hatte die Brauen gehoben, sah ihr fragend nach, als sie Mike zum weiterreden bat. Seine Worte gingen aber ein wenig unter, denn man hatte sich lieber darauf konzentriert, was denn mit ihr los war. Sie hatte jedoch schnell die Tür weg gezogen, ergriff das Shirt jemanden, den Anthony nur nach einigen Sekunden richtig erkannte. Es war die Flachzange gewesen, da hatte sich die Miene wieder verdunkelt. Der Typ konnte es auch nicht lassen, aber es war was anderes, warum war er denn überhaupt hier? Seine Ausrede war gewesen, er würde nach ihm suchen, aber das konnte man ihm nicht abkaufen. Der Flachzange sollte es nämlich klar sein, dass er wieder weich geprügelt wird, sollte er sich ihm wieder widersetzen. Doch Kamila hatte nochmal anderes im Kopf gehabt, sie hatte ihn zum sitzen eingeladen. Dabei hielt sie ihre Information nicht mehr geheim, mit seinem ängstlichen Gesicht hatte sie davon berichtet, dass er die Ratte war. Eine sonderliche Überraschung war es nicht gewesen, doch hatten sie zuvor schon daran gezweifelt, dass er es sein könnte. Jetzt wurde es aber deutlich interessanter, der Blonde hatte sich mit einem Grinsen nach vorne gelehnt, die Ellenbogen auf den Beinen. Er hatte der Flachzange ja schon ein schlechtes Leben beschert, doch das war vermutlich nicht das geringste dafür, was ihm jetzt blühen könnte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "I-ich bin nicht die Ratte", murmelte Luke und wollte zu der Frau nach hinten sehen, doch diese drehte den Kopf unsanft zu den Männern nach vorne, damit sie sich dieses Gesicht einprägen konnten. Elias war der erste, der von den Herren seine Stimme hob: "Jetzt ohne Scheiß, K.. Diese Lusche soll die Ratte sein?". Aber Kamila ließ sich von den Worten nicht beirren, sie grinste breit und nickte sanft. "Ja, ich habe es nicht geglaubt. Und ich würde es immer noch nicht glauben, wenn mir nicht ein Detail aufgefallen wäre..". Elias steckte sein Handy weg und lehnte sich zurück, er war gespannt. "Nun.. Luke ist hier, seit wir Probleme mit den Locos haben.. Der Kerl hier.. Hat sich nie auffällig gezeigt.. Und er ist der Cousin von....". "Merlin", seufzte Mike, weil seiner Schwester der Name nicht einfallen wollte. "Merlin..danke..nun..ich habe vielleicht einen kleinen Fehler gemacht, als wir wieder aus dem kleinen Urlaub im Gefängnis waren.. Ich habe gewiss bemerkt, dass jemand an meinen Unterlagen war, denn wie ihr wisst, ich bin damit sehr penibel.. Es ist mir sofort aufgefallen, da gab es aber auch nur zwei Personen, die in Frage kommen.. Eine davon ist tot.. Die andere sitzt mir gegenüber..". Sie zwinkerte Elias zu. " Denn weder Mike noch ich waren hier.. Und Elias war unterwegs.. Der perfekte Augenblick, um sich an meinen Unterlagen zu schaffen zu machen.. So wussten Locos von meinen Lieferanten, die mir jetzt fehlen.. "." Ja, okay, aber von der Halle konnte er nicht wissen!", Mike erhob dieses Mal seine Stimme, da lächelte Kamila weiter." Aber Merlin weiß davon.. Und ich denke, er hat seinem Cousin sicherlich das ein oder andere erzählt, als sie zusammen mit Anthony zu seiner Einweihung hier getrunken haben". Kamila seufzte schwer, der Blonde war gewiss nicht schuld. "Die Lagerhalle war somit angegriffen worden.. Und Luke blieb zurück, als wir hin fuhren.. Der perfekte Moment, um bescheid zu geben, dass niemand hier ist.. Das ist die ganze Wahrheit dahinter".
      Die Herren hielten still, Mike wirkte nachdenklich. "Und dein Unfall?". Da stoppte Kamila kurz und ihr Lächeln verschwand für den Moment. "Das waren nicht die Locos.. Aber das ist ein anderes Thema". Sie deutete mit ihrem Kopf auf die Flachzange, griff ihm in die Wange, wie es normalerweise immer die Omas oder Tanten machten. "Und ich finde ihn ja so zuckersüß, dass er kein einziges Mal zurück schlug, obwohl ihn Anthony immer wieder verprügelt hat...aber so achtete einfach niemand auf ihn und er konnte immer wieder vor meiner Bürotür stehen und mich belauschen". Ihre flache Hand schlug auf seine Wange, dann grinste sie breit. "Da.. Das ist Quatsch!", Luke versuchte es noch, aber er konnte eigentlich lieber aufgeben. "Quatsch also?". Kamila hob die Augenbraue und deutete auf den Kaffeetisch. "Taschen leeren", befahl sie deutlich strenger, bevor sie zur Tür sah, es klopfte. "Boss?", fragten die Herrschaften, die dem Pfiff nachgekommen waren, aber sie deutete ihnen an, rauszugehen. "Gleich.. Wartet draußen". Sie nickten und schlossen die Tür, aber bei ihrem Blick bemerkte sie die Verweigerung des Mannes vor ihr. Die Frau griff nach ihrer Pistole, hielt sie ihm an den Nacken. "Taschen leeren..", sie sagte es deutlich strenger und weil Luke auch da nicht hörte entsicherte sie die Waffe. Er ging dem Befehl nach, leerte zögerlich seine Tasche, als letztes holte er das Klapphandy aus seiner Hosentasche heraus. Genau danach griff Kamila, ohne die Waffe wegzunehmen. Sie öffnete es, las die Nachrichten, die er auf dem Handy hatte und schmunzelte. " Haben eine Besprechung. Ich höre mit. Melde mich nachher mit Infos",las sie vor, dann blickte sie zu Mike. Sie warf ihm das Handy zu. "Lass Oliver die Nummer verfolgen, vielleicht bringt sie uns was". Mike nickte, er sah sich das Handy eigenhändig an.
      "Willst du noch was sagen, Lukelein?". Kamila beugte sich von hinten an ihn vor und betrachtete sein Gesicht von der Seite, seine Züge haben sich verhärtet. "Keine Angst.. Ich erschieße dich nicht.. Ich werde viel viel Spaß mit dir haben". Die grinste breit, dann pfiff sie noch einmal, damit ihre Männer reinkamen. "Steckt ihn in den Keller und gibt ihm schon mal die erste ordentliche Ladung Prügel".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Natürlich hatte die Flachzange nicht dafür gestanden, dass er der Spion war, der die ganze Bande in Gefahr setzte und all die aufgegriffenen Informationen weiter gab. Es war jedoch glasklar gewesen, zumindest für Kamila, denn Elias erhob sein Blick von seinem Handy, hatte dieses sogar weg gelegt, um nachzuhaken. Ihm schien es nicht schlüssig, da hatte auch der Blonde zu Kamila gesehen, durch welche Information, durch welches Detail sie überhaupt zu diesem Entschluss kam. Sie hatten gemeinsam schließlich schonmal darüber gesprochen, dabei hatte die Brünette aber auch gesagt, er könnte es womöglich nicht sein. Doch nun saß er hier, hatte sich wahrscheinlich was ganz anderes vorgestellt, als nun von der Chefin höchstpersönlich ertappt zu werden. Damit konnten auch die ganzen Beschuldigungen auf den Blonden gelöst werden, er hatte nichts damit zu tun gehabt und wird es auch desweiteren nicht, das sollte jetzt auch den Männern vor der Tür klar sein. Wirklich vorstellen konnte er sich aber nicht, was wohl mit ihm passieren könnte, wäre er es gewesen.. Denn jetzt mit dem kleinen Mann zu tauschen würde er nicht, das würde vermutlich niemand. Es war aber seine gerechte Strafe, Anthony hatte ihn nur ein wenig darauf vorbereitet, ihn ein wenig eingeheizt und womöglich etwas gehärtet, dann würde er länger durchhalten.
      Kamila hatte dem Trio erzählt, wie sie darauf kam und da konnte der Blonde doch wirklich einige Schweißperlen auf seiner Stirn erkennen. Er konnte sich nicht dagegen wehren, es schien alles der Wahrheit zu entsprechen, denn mit seinem Cousin hatte er genug Möglichkeiten an die verheimlichten Informationen ranzukommen. Vorallem wenn sein Verwandter alkoholisiert war und das war er nunmal bei der Einweihung von Anthonys Eintritt, da hatte er kurz die Augen geschlossen. Das Trinken war nun noch eine dümmere Idee gewesen, als sie es schon davor war, aber es war nicht mehr rückgängig zu machen. Auch er seufzte kurz, lehnte sich jedoch wieder zurück, der Blick immer noch an der Flachzange haftend. Seine Augen verließen ihn nicht, sein Blick war starr und achtete auf jede Bewegung die er machte, er erkannte das eilige Heben seiner Brust. Er war aber noch lange nicht fertig, Kamila hatte erst begonnen.
      Mit dem Aufprall mit dem anderen Fahrzeug hatte er jedoch nichts zu tun, es war etwas anderes, da hob der damalige Wärter kurz die Braue. Es war was anderes gewesen, irgendwer wollte ihr noch schaden zufügen, wenn es denn kein dummer Unfall war. Aber das konnte es nicht sein, darüber musste man keinen Gedanken verschwenden. Jemand wollte sie tot sehen und hatte dabei seine eigenen Männer umgebracht, wenn nicht der Übeltäter im Wagen saß. Die Männer klopften an der Tür und traten hinein, da sah der Blonde kurz auf. Sie wurden wieder zurückgeschickt, sie dürften gleich etwas tun. Bis dahin hatte die Brünette damit zutun, ihn dazu zu bringen die Taschen zu leeren. Er hatte gezögert, sich ein wenig widersetzt, er hatte ja nichts mehr zu verlieren. Außer das Handy, welches Kamila ergriff und ohne weiteres die letzte verschickte Nachricht vorlas. Die Flachzange ist ihm einfach gefolgt, anders konnte er gar nicht über das Meeting Bescheid wissen, er hatte sich ja dafür sogar einen Wecker gestellt. Anthony atmete tief aus, Mike bekam das Handy zugeworfen, er durfte sich damit beschäftigen. Luke bekam Angst, hatte eine ängstliche Haltung an, da grinste selbst er. Die Jungs durften ihn jetzt mitnehmen und etwas mit ihm Spaß haben, bis dann Kamila an der Reihe war. Die Flachzange wurde abgeführt, diesem sah er kurz nach, bevor die Tür wieder geschlossen wurde. Jetzt war Luke Geschichte gewesen und das auch für Anthony, weswegen er den Kopf erleichtert in den Nacken legte. " Freiheit.. ", meinte dieser mit einem Schmunzeln, bevor er wieder zu der Brünetten sah. " Und was machst du mit Merlin? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Oh, Kamila würde sehr viel Spaß mit der Flachzange haben.. Aber sie würde sich Zeit damit lassen, es genießen, auf Informationen konnte sie nicht hoffen, er würde vermutlich nicht wirklich weich werden, wenn er bisher schon so gut gespielt hatte, doch zur Not würde die Frau einfach nur ihre Laune an ihnen auslassen! So einfach war das, er würde dafür büßen, dass er sich gegen sie entschieden hatte.
      Das Grinsen auf ihren Lippen war breit, sie schüttelte aber den Kopf und genoss es wirklich, wie das Gefühl von Erfolg sich in ihren Körper breit machte. Ja, sie hatte es hinbekommen.. Und das in weniger als vierundzwanzig Stunden nach Verkündung. Anthony war der erste, der sich zu Wort meldete, er hatte endlich seine Freiheit wieder, woraufhin Kamila schon ein wenig lächeln musste. Er sah zu ihr, da stockte kurz ihr Herz und stolperte, um sich daran zu erfreuen, dass er sie ansah,doch anstelle eines warmen Lächeln machte sich ein Schmunzeln auf ihren Lippen breit. "Er war eigentlich ein guter Mann", sprach sie und seufzte gespielt. "Deshalb kriegt er nur die Kugel.. Ich will mal so gnädig sein". Ihre Augen sahen ein wenig zu seinen, bevor sie ihre Augen auf die Tür richtete, es war schade, aber sie musste den Mann loswerden.. Er hat ihre Geheimnisse ausgeplaudert.
      Elias fing an sarkastisch zu klatschen, er nickte der Brünette zu und lehnte sich wieder zurück. "Grandios", seine Stimme triefte vor Sarkasmus. "Er ging mir sowieso tierisch auf den Sack", dabei ließ der Mann offen, wen er von den beiden Cousins meinte. Er seufzte und schüttelte den Kopf, das Meeting war ja noch nicht vorbei, aber er wollte seinen Boss nicht hetzen. Stattdessen blickte Mike von dem Handy auf und blickte zu seiner Schwester, er würde sich gleich um das Handy kümmern. "Was hast du noch?", fragte er, da lehnte sich seine Schwester wieder gegen den Sessel von hinten und blickte in die Runde. "Wir haben ein paar Probleme mit den Lieferanten.. Ich schreibe langsam rote Zahlen, wenn es so weiter geht". "So schlimm?". "Nun..Der Vollspast hat die Liste der Lieferanten in die Hände bekommen und weiter geleitet.. Ich muss mich auf die Suche machen und mal gucken, was mit ihnen passiert ist.. Ich hoffe, dass sie einfach nur alle eingeschüchtert sind.. Und ich es regeln kann.. Aber dafür muss ich ein paar Tage durch das Land reisen.. Und ihr habt zur Zeit alle ein wenig was zu tun". Die Frau fuhr sich angestrengt durch das Gesicht. "Ich weiß noch nicht, wie ich das anstelle.. Und wen ich von euch mitnehme.. Aber ich glaube, Anthony hat zur Zeit am wenigsten zu tun und.. Keine Ahnung, ich gucke noch". Sie blickte kurz zu dem Blonden und nickte ihm zu. "Und ich werde das Meeting mit den anderen Herrschaften in die Wege leiten.. Dann müsst ihr euch einen Abend dafür frei nehmen.. Wenn, dann brauche ich euch dabei.. Ich würde nämlich schon gerne einen Plan ausarbeiten, wenn es möglich sein wird..". Theoretisch könnte die Frau alles selber bestimmen und es den Jungs auftragen, aber so funktionierte keine richtige.. Gruppe. Sie war der Boss ja, aber ohne Elias, Mike und auch langsam Anthony würde sie nicht hier stehen, wo sie gerade stand. "Ungern.. Aber von mir aus", Elias verdrehte die Augen. "Ich gucke, dass ich bis dahin noch Informationen zusammen sammel", Mike seufzte, auch er war über die Männer nicht wirklich zufrieden. "Ich dachte an nächste Woche.. Bis dahin pendelt sich ein wenig was ein..", Kamila nickte nachdenklich. "Ich bin mir aber sicher, dass wir es hinkriegen, mit den Locos.. Ich werde es den Arschlöchern nicht vergeben.. Zur Not gehe ich drauf, ist mir egal". Sie grinste breit. "Aber.. Das war's eigentlich... Von mir jedenfalls.. Wie sieht es mit den Neuen aus?". Die Brünette blickte zu Anthony, um von ihm zu hören, wie es denn lief. Er hatte ihr persönlich ja schon was verraten.. Aber dne Jungs musste er auch noch was verraten. Wenn die was taugten, mussten sie noch willkommen geheißen werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila hatte ihren Plan schon offenbart, auch sein Cousin würde wegen der Geschichte sterben müssen, wenn auch etwas sanfter als das es vermutlich Luke machen wird. Mit nur einer Kugel möchte sie das machen, schließlich war er bisher ein guter Mann gewesen, gehört womöglich zu einen ihrer Lieblingen, doch das musste sich nun ändern. Er hatte Kamila und die ganze Manschaft in Gefahr gesetzt mit seiner Plauderei, mit ihm konnte die Flachzange überhaupt soweit kommen. Der Blonde nickte, mehr konnte er auch nicht tun, er hatte keine Einwände gehabt. Es gab nichts wo er sich beschweren könnte, die Beiden würden bestraft und aus den Weg geschafft werden, sie würden endlich verschwinden und damit würde ein wenig Ruhe einkehren, auch wenn die Männer vielleicht weiterhin die vermehrte Wache nachts halten müssten. Solange nicht wirklich sicher war, wie viel Luke Preis geben konnte, könnte es auch hier gefährlich sein. Doch Fragen, die sich vielleicht stellten, konnten einfach mit dem gefundenen Klapphandy beantwortet werden. Dazu müssten sie noch Oliver ins Boot holen, der sich ein wenig mehr damit auseinander setzen musste.
      Mike hatte gefragt, ob noch etwas von ihrer Seite aus kommt, da sprach sie die abgesprungenen Lieferanten an. Es wäre schon bald so schlimm, dass sie rote Zahlen schreiben würde, ins Minus geht. Es war ernst zu nehmen, deswegen hatte Kamila auch vor durchs Land zu ziehen und sich mit den Lieferanten auseinander zu setzen, dafür wollte sie noch ein paar der Männer mitnehmen. Da fiel auch schon der Name des Blonden, er hätte ja mit dem Verschwinden der Flachzange genug Zeit, die er irgendwie verbraten muss. Mit dem Vorschlag war er zufrieden, weswegen er nickte, er könnte wohl. Es war nicht mal wirklich, dass er eine Wahl hat, jedoch konnte er so ein wenig von sich aus einwilligen. Mit Kamila müsste er sich dann ein wenig unterhalten, was er wohl nun machen konnte, schließlich hatte Luke die meiste Zeit eingenommen. Eine andere Aufgabe müsste her, womöglich sucht er sich auch einfach einen Aufgabenbereich oder greift ihr ein wenig unter die Arme. Da seufzte er selbst kurz, es war jedoch eher erleichternd gewesen. Morgens hätte er mehr Zeit, zumindest für die erste Zeit. Bald würde auch das Treffen mit den anderen hohen Männern stattfinden, scheinbar nächste Woche. Die Beiden waren nicht wirklich von der Idee begeistert gewesen, doch sie hatten nicht wirklich viel mit der Entscheidung zu tun, Kamila hatte es immer noch in der Hand gehabt. Anders würde es auch nicht funktionieren, so dachte der Blonde. Viel hatte er mit den anderen Männern nicht zu tun gehabt, lange war er nicht dabei, dass er sich damit die Ehre verletzte oder sonstigen Unsinn, auch wenn Hilfe von anderen immer eine dämliche Sache für ihn war.. Doch sie würden den Locos damit zeigen, sie würde dafür sogar drauf gehen wollen, aber das verneinte Anthony gedanklich für sie. Nein, sie würde nicht drauf gehen. Nicht solange sie ihre Männer hatte und noch lange nicht, solange er am Leben war. Keine Dummheiten hatten sie gesagt, doch sie hatten vermutlich andere Vorstellungen von Dummheiten.
      Für Kamila gab es nichts mehr zu besprechen, da hatte sie die Neuen angesprochen, die der Blonde geprüft hatte. Er setzte sich ein wenig auf, dachte nach, was wohl wichtig zu sagen war. " Ich hab alle drei geprüft und sie zeigen ein paar Mängel, die kriegt man aber leicht abtrainiert.. Sie sind gut zu gebrauchen. ", antwortete er, schwiff mit dem Blick bei den beiden Männern vorbei, letztendlich bleibt er aber am Ende des Satzes bei der Brünetten stehen. Es war etwas anderes gewesen, als wenn sie gemeinsam im Bett lagen und dort ihren Abend verbrachten. Doch trotzdem hatte der Blonde das selbe Gefühl gehabt, die gleiche emotionale Verwirrung, die er sich langsam hingibt. Er konnte nichts tun, genauso wenig daran, dass er sie wohl diese Nacht alleine schlafen lassen muss..
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es brauchte nicht lange da kam Anthony zur Sache und gab ein kurzes Update, bezüglich der neuen Herrschaften, die sich ihnen angeschlossen hatten. Nun, Kamila würde sie gerne selber testen und mal sehen, was sie so taugen, aber Anthony war geübt, er wusste worauf es ankam, auch wenn er nicht viele Erfahrungen in diesem Business gesammelt hatte. Er wusste, wie man zuschlug und wie man sich zu wehren hatte, das reichte fürs erste auch aus, wie die Brünette fand.. Der Alltag würde noch so dazu kommen, da würden sie aber schnell integriert werden, das viel größere Problem war Kamilas fehlendes Vertrauen, aber das musste sich einfach jeder erarbeiten, bis dahin waren die Herrschaften wie Feinde von ihr zu behandeln, nicht mehr und nicht weniger..
      Sie hatte ihren Kopf ein wenig gesenkt und den Worten zugehört, mit einem Nicken gab sie ihm jedoch deutlich, dass sie es verstanden hatte, jedenfalls war es ihr Vorhaben es so zu signalisieren. "Habt ihr noch was?", fragte die Frau und ließ den Kopf ein wenig hängen, um ihre Muskulatur zu dehnen, ihre Gedanken waren schon fast dabei, was sie aus der Flachzange machen würde.. Er könnte ihr ja jetzt zeigen, was er drauf hatte.. Sie ein wenig.. Herausfordern.. Da meldete sich aber noch ein wenig die Rippe, die nicht ganz geheilt war, so ein Jammer aber auch. "Ich habe noch keine nennenswerten Infos", gab Mike zu und spielte noch immer mit dem Klapphandy in der Hand. Elias schnaubte. "Hast du es jemals?", er grinste, aber der große Mann mochte wohl gerade keinen Spaß. "Hast du denn was zu sagen, Elias?", fragte Mike und hob die Augenbraue. Elias grinste breit und nickte. "Und ob ich das habe.. Ich habe aus ein paar Händen die heißen Informationen bekommen, dass man dich für tot hält, K.". Kamila hob ihren Kopf. "Das.. War doch schon in den Nachrichten zu hören", murmelte sie und runzelte ihre Stirn. "Joa.. Aber.. Die Polizei hat sich ja noch nicht dazu bekannt.. Und.. Sie gehen eindeutig davon aus, dass du keinen Schaden mehr anrichten wirst". Da ertönte ihr Lachen.. Ein ehrliches, lautes Lachen, begleitet von einem Kopfschütteln. "Gott.. Sie gehen davon aus, ich hätte den Transporter selbst fahren wollen? Wie süß..". Sie entfernte sich von dem Sessel, um zu ihrem Handy zu blicken, welches auf dem Schreibtisch lag. "Mir juckt es in den Fingern ein großes Come Back zu veranstalten, aber ich befürchte, dass Luke die Informationen schon weiter gegeben hat, dass ich aus den Toten erwacht bin.. Immerhin.. Die Locos haben Kontakt zu der Polizei". Sie zuckte mit den Schultern und sah zu der Nachricht auf ihrem Handy. "Wenn sonst nichts ist seid ihr entlassen.. Ich brauche nur unseren Blondschopf.. Bevor er seinen ersten Alleingang bekommt". Sie schmunzelte und sah vom Handy aus, um zu Anthony zu sehen. Mike nickte anerkennend, bevor er sich erhob und diesem Mann auf die Schulter klopfte. "Bau kein scheiß.. Die da.. Findet dich überall". Er nickte ihm noch zu, bevor er das Zimmer verlassen wollte. Elias saß grinsend im Sessel. "Vielleicht sollte ich den Aufpasser spielen?". Kamila stöhnte genervt. "Ich sagte Alleingang.. Da braucht er dich nicht.. Jemanden, der ihn noch auf die falschen Ideen bringt.. Du sollst mal schön deine Aufgaben erledigen.".
      "Ja, Mutti.. Ich werde auch brav alle Erbsen aufessen". Mit einem Lachen verabschiedete sich auch dieser Gast der Runde, sein Lachen war noch im Flur zu hören. Kamila sah ihm mit einem Kopfschütteln nach. "Was.. Hat er heute genommen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Viel mehr zu besprechen fanden sie jetzt nicht, für den Moment schien sich alles ausgesprochen zu haben und es gab auch keine Fragen zu stellen, keine weiteren Informationen weiterzugeben. So schien es für den Blonden doch erst, auch Mike hatte nach der Nachfrage nichts weiteres zu erzählen, die benötigten Informationen hatte er höchstwahrscheinlich sofort erzählt, wenn sie da waren. Elias hatte jedoch etwas zu sagen, da war der Blonde aber kurz mit seinem Grinsen beschäftigt. Er wusste ja gar nicht, dass das überhaupt bei ihm exestiert. Doch er wusste vieles noch nicht, vorallem über Elias hatte er wenig erfahren, ein Gespräch kam auch noch nicht wirklich zu Stande. Er sah ihn aber auch schon oft mit Kamila am rumstreiten, das machten eigentlich beide der Männer, nur aus verschiedenen Gründen. Deswegen stempelte er ihn ein wenig grimmig ein, da er schnell giftige Blicke gab, deutliches Desinteresse zeigte. Womöglich irrte er sich, jedoch war Elias des öfteren schon einen Schritt zurück als die Anderen, vielleicht weil er einfach viel unterwegs war. Es ging wieder darum, dass Kamila für die Öffentlichkeit eigentlich schon tot ist, nicht mehr existend, sie könnte keinen Schaden mehr anrichten. Da war es für die Brünette natürlich spannend zu sehen wie jeder dieser reagieren würde, sollte sie ihren Comeback feiern, aber da waren ja noch die Locos und die Flachzange gewesen, die die Nachricht wahrscheinlich zur Polizei weiter leiteten. Da schloss Anthony kurz die Augen, es musste ja so sein. Dabei wunderte er sich doch, wie sie zu den Kontakten mit der Polizei kamen. Sie hatten doch nicht wirklich irgendwas abmachen können, eine Lizenz für deren Machenschaften bekommen, weil sie damit doch die anderen aus dem Weg schaffen würden. Damit würden sie sich wohl noch beschäftigen müssen, wenn es so einfach wäre, hätte es vielleicht auch schon Kamila getan..
      Weiteres gab es aber nicht zu sagen, auch das war nun geklärt, mehr oder weniger. Da auch keinem mehr etwas einfiel, wurden sie wieder frei gelassen, zumindest Elias und Mike. Die Grünäugige wollte den Blonden noch bei sich haben, da sah er verwundert auf, erkannte ihr Schmunzeln. Ja, es war sein erster Alleingang, sein Welpenschutz musste schließlich auch irgendwann mal sein Ende finden, auch nach seiner Meinung. Wieder ein wenig richtig zu arbeiten würde ihm nicht schaden, er hatte es sich ja schon was abgewöhnt..
      Der erster Schulterklopfer kam von Mike mit einer Warnung, Kamila würde sie überall finden. Da schmunzelte er, ja, dass würde sie defintiv können. Es wäre aber auch gar nicht erst seine Absicht zu verschwinden, schon gar nicht vor Kamila, zumindest noch nicht. Elias bot ihm auch schon an, er würde wohl den Aufpasser spielen, aber das brauchte der Blonde nun wirklich nicht. Da hatte aber auch schon die Brünette zurückgewiesen, er sollte sich um seine eigenen Aufgaben kümmern, auf die er sicherlich keine Lust hatte. Grinsend sah er auch diesem hinterher, lauschte kurz seinem Gelächter, welches er nicht ganz fassen konnte. Auch Kamila fragte sich schon, ob er nicht irgendwas genommen hatte, da zuckte er ahnungslos mit den Schultern. " Vielleicht ist ja eher die Frage, wen er durchgenommen hatte.. ", hatte er erwidert, während sein Blick immer noch auf die Tür gerichtet war. Er schüttelte es aber schnell ab, sah wieder zu Kamila. Sie wollte ihn hier haben, vielleicht musste sie ihm noch irgendwas erzählen, Regeln aufsagen oder sonst was. Aber das würde er sich wohl anhören, sein ganzer Körper drehte sich zu ihr und sah sie mit einem Schmunzeln an. " Was gibt's, Chefin? ", fragte er nun nach und lehnte sich wieder vor, hatte den Kopf mit den Händen am Kiefer gestützt.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ein Schmunzeln bildete sich wieder auf ihren Lippen, als die Tür zu war und Anthony alleine mit ihr in Raum blieb. Kamila hatte ihre Gefühle gut im Griff, wenn andere mit im Raum waren, aber sie wurde schon ein wenig unruhig, als die beiden anderen Herrschaften aus dem Zimmer waren und sie alleine mit dem Blonden ließen. Das Schmunzeln wurde mit der abwägigen Bemerkung über Elias noch größer, aber sie ließ es lieber unkommentiert und lehnte sich an den Schreibtisch, während ihre Augen auf dem Mann lasteten. Er wollte wissen, was es gab und allein die Tatsache, dass er sie Chefin genannt hatte ließ die Chefin tatsächlich breit grinsen. "Chefin also? Seit wann nennst du mich denn so?". Kamila konnte sich nicht entsinnen, so von diesem Mann genannt zu werden, aber gut, er konnte eigentlich alles zu ihr sagen, wenn er dieses selbstgefällige Schmunzeln auflegte. Es bewegte etwas in der Frau, es ließ sich die Brust zusammenziehen und das Herz seine Arbeit doch noch ein wenig beschleunigen. "Bist du schon.. Aufgeregt?", fragte sie dann nach, um das nicht vorhandene Eis ein wenig zu brechen, bevor sie grinsend den Kopf schüttelte. Die Frau lehnte sich über ihren Schreibtisch vor und griff zu einem vorbereiteten Autoschlüssel, um diesen kurz anzusehen und dann zu Anthony zu blicken. "Du kriegst den leeren Transporter draußen.. Dann kannst du ein paar mehr Männer mitnehmen, falls es mit dem Locos Schwierigkeiten geben sollte.. Und wenn ihr hier her zurück fahrt.. Musst du dich auf dem Weg vergewissern, dass euch keiner sieht.. Wie ihr in die Baustelle rein fahrt.. Dass ist wichtig, denn alle anderen denken, der Weg endet da.. Okay?". Sie zögerte nicht lange, um dem Blonden den Schlüssel zuzuwerfen und ihn zu mustern. Sie musste wohl alleine schlafen, da führte kein Weg dran vorbei heute, aber die ermahnte sich innerlich, nicht so sehr von einem Kerl abhängig zu sein. Es ging jetzt schon ein wenig zu weit, ihrer Meinung nach, aber das große Problem war eher, dass Kamila und ihr Körper es wollten. Sie wollte ihn in der Nacht da haben.. Seine kräftigen Arme um sie spüren und wenn sie nicht schlafen konnte durch seine Haare fahren.. Oder ihn ein wenig kraulen, da gab der Mann auch schlafend wohlige Geräusche von sich. Die Brünette war abhängig von seiner Nähe geworden.. Nicht gut. Überhaupt nicht gut.
      "Im Keller befinden sich die Waffen und die Munition.. Und zieht euch bitte Schutzwesten an.. Nach der Sache am Haus will ich die nächsten Tage lieber übervorsichtig sein, als Nachts aus dem Bett rennen zu müssen..". Sie seufzte kurz, das Schmunzeln war auf ihren Lippen wieder zu sehen. "Und wenn was ist.. Ruf mich bitte an und nicht Mike.. Okay?". Es fühlte sich merkwürdig an, dass Anthony seinen Welpenschutz verlor, aber auch er musste mal erwachsen werden und die große weite Welt kennenlernen.. Aber auch er musste seine Aufgaben übernehmen, deshalb wollte Kamila schließlich die drei Herrschaften haben und deshalb passte ihr auch der blonde Mann so gut rein. Er war schlau, kräftig und konnte logisch denken, außerdem nicht abhängig von dem, was die sagte, nun.. Jetzt ab dem Ende des Welpenschutzes. Sie wurden alle so schnell groß..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila hatte die Tatsache gewundert, dass er sie Chefin nannte. Da hatte er auch grinsen müssen, es war für ihn bisher unüblich gewesen, er spielte eher mit der Betonung ihres Namens, den er gerne in den Mund nahm. Gerade ging es aber um die Arbeit, wahrscheinlich galt es auch eher sich selbst, dass sie jetzt nicht wieder aufeinander los gehen werden und das versuchen nachzuholen, was sie am Abend vermissen werden. Es ging um die Arbeit, auch wenn seine Augen noch versuchten sie mit den Blicken auszuziehen, er konnte nicht. Sie waren zwar alleine, aber sie hatte ihn wegen der Arbeit beibehalten, so klang es doch zumindest. Deswegen schüttelte er bei ihrer Frage nur sachte den Kopf, auch wenn es keine gerechte Antwort darauf war. Sie sollte es einfach vergessen, er würde es nicht so gern sagen, wie ihren eigentlichen Namen. Sein Blick führte nochmal kurz zur geschlossenen Tür, bevor er sich wieder auf Kamila konzentrierte. Er sah sie an, jeden ihrer Gesichtszüge, ehe sie ihn ein weiteres Mal fragte, dieses Mal über eine womögliche Aufregung in ihm, weil er ja seinen Alleingang machen durfte. Da lächelte er kurz breit, es war nicht wirklich wie eine Einschulung gewesen, doch es war ein weiterer Schritt in dem gewesen, was er eigentlich sein Leben lang getan hätte müssen. So war es aber nicht gewesen, die Zeit war nicht reif, dafür juckte es ihn aber jetzt schon in den Finger, anzufangen. Sein Körper hatte es aber ruhiger angehen lassen, wirklich andere Anzeichen für eine Aufregung bekam er nicht, vielleicht täuschte es ihn auch einfach, weil die eigentliche Aufregung bei Kamila da war. Er hatte sich an ihre Nähe gewöhnt, wollte sie erst gar nicht mehr missen, doch trotzdem hatte sein Körper nie damit aufgehört, auf jedes einzelne ihrer Bewegungen zu achten und zu reagieren, als würde sie die Schnüre an ihm ziehen.
      Im weiteren Gespräch hatte sie auf einiges hingewiesen, er sollte darauf aufpassen, dass sie bei der Baustelle nicht gesehen werden. Mit dem Transporter war es womöglich etwas schwieriger nicht aufzufallen, doch sie würden wohl darauf achten können, dass sie ungesichtet bleiben. Deswegen nickte er und hörte ihr weiter zu, während er die Autoschlüssel mit der einen Hand fing und mit diesen ein wenig spielte, ihnm kurz einen Blick würdigte. Die Waffen lagen alle im Keller und genauso die Schutzwesten, die sie vorsichtshalber anziehen sollten, sollten sie bei ihrem Vorhaben gestört werden. Er stimmte alle dem zu, er hatte nichts auszusetzen, sich irgendwie etwas wehren müssen, dass er es bestimmt nicht machen würde. Es waren einfache Dinge gewesen, die konnte er sich auch so gut merken. Aber es bildete sich ein Grinsen auf seinen Lippen, er verengte seine Augen ein wenig, während er Kamila ansah. " Klingt ja schon so, als wrürde sich da jemand Sorgen machen.. ", neckte er sie, das freche Grinsen von den Lippen gar nicht erst wegzudenken. Er stand auf, sah kurz auf die Uhr, gleich müsste er alles vorbereiten, schließlich würde die Fahrzeit einiges an verfügbarer Zeit nehmen. So eilig hatte er es aber nicht gehabt, also schwiff sein Blick kurz zur geschlossenen Tür, Luke hatte sie doch auch nicht im Schlafzimmer belauscht, oder?
      Aber das war nicht der Grund für seinen Blick, er hatte eher ein paar Schritte auf Kamila zugemacht, ehe er sie in seine Arme schloss und seine Finger durch ihre seidigen Haare fuhren, damit er sich zumindest vorstellen konnte, wie die Nacht sonst gewesen wäre. Das Grinsen war aber immer noch da gewesen, er hatte ihren Duft in der Nase gehabt. " Ich kann dich ja anrufen.. Und dir etwas zum einschlafen singen. ", witzelte er, bevor er sich von ihr löste. Sie würden morgen die nächste Nacht haben, in denen sie die Wärme spüren konnten, es war nur eine Ausnahme.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila lächelte ertappt, als sie die Frage hörte, ob sich da jemand wohl Sorgen machte, denn ja, das tat sie wirklich. Sie sorgte sich darum, dass die Gruppe vielleicht nicht wieder zurückkommen würde.. Dass vielleicht Anthony verletzt werden würde, das wollte sie nicht. Ihr Herz schmerzte ein wenig bei dieser Vorstellung, aber sie würde diese nicht aussprechen.. So etwas gehörte sich nicht für sie, laut auszusprechen, da war ja noch die Mauer um ihre Gefühle, die zwar schon zu viel durchgelassen hatte, aber nicht alles durchließ. "Ich möchte einfach, dass wir keine Wiederholung erleben müssen", sprach sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen Anthony kam auf sie zu und als er sie endlich in seine Arme schloss seufzte die Frau zufrieden. Seine Nähe war etwas Besonderes.. Es gab ihr die Kraft, die sie brauchte um den Tag irgendwie zu überstehen, wie der Kaffee, den sie gerne jeden Morgen hatte. Es könnte den Kaffee aber nicht ersetzen, letztendlich bräuchte Kamila beides zusammen, dann war der Tag perfekt.
      Anthony löste sich wieder und ihre grünen Augen blickte zu ihm hoch, während sich die Frau wieder an den Schreibtisch lehnte. Allein aufgrund des Schreibtisches bekam sie.. Wieder Gedanken der anderen Art. Dieser Mann vor ihr, sein Körper.. Er zog sie an und er bereitete ihr Gedanken, die sie sonst nie in so einer Form hatte. Aber, dafür gab es gerade keine Zeit, jedenfalls nach den vorherigen Blick des Mannes zu urteilen, der zu der Uhr geführt hatte. Dennoch schnaubte Kamila belustigt. "Wenn du nachher Zeit hast mir etwas zum Einschlafen vorzusingen.. Dann machst du definitiv etwas falsch". Sie schmunzelte, bevor die Frau ihre Hand hob und über die Wange des Mannes strich. Sie wird wohl oder übel die Nacht allein verbringen, das kam ihr noch immer nicht ganz geheuer.
      "Pass bitte auf dich auf..", seufzte die Brünette dennoch, die Worte wollten einfach raus an die Oberfläche. Aber so liebevoll war sie dann doch nicht, denn es musste noch was dazu gesagt werden: "Ich habe keine Lust meinen Arsch dahin bewegen zu müssen". Ein leichtes Grinsen zierte ihre Lippen, sie wäre einfach nicht sie selbst, wenn sie nicht etwas hinzuzufügen hätte. Ihre Augen betrachteten sein Gesicht ein wenig, die Hand lag gemütlich auf seiner Wange, bevor Kamila den Mann an seinem Kinn sachte zu sich runter zog. Sie betrachtete ihn von der Nähe und schmunzelte etwas selbstgefällig, bevor sie ihre Lippen auf seine legte. Es war ein Abschiedskuss, bis morgen früh oder morgen Mittag...bis jedenfalls er wieder da war.
      "Soll ich dir bei den Vorbereitungen helfen, oder kriegst du es alleine hin?". Eine Ausrede, um ihn vielleicht doch ein wenig länger bei der Arbeit sehen zu können, bevor der Mann verschwinden würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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