[2er RPG] No Good For You

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    • Das Surren der Tattoomaschine empfand der Blonde als angenehm und es konnte es deutlich besser ertragen, als das Geräusch des Bohrers, welches immer laut in der Zahnarztpraxis zu hören war. Viel von dem Surren konnte er aber nicht hören, er beachtete es auch gar nicht so wirklich, weil er mit dem Franzosen im Gespräch war. Es war ungewohnt über sich erzählen zu müssen, doch Antoin schien es zu interessieren, weswegen er sich letztendlich doch dazu überreden ließ. Viele Sätze waren es nicht, denn sein Leben war bisher nicht wirklich abenteuerlich gewesen, bloß das er eine wohlhabendere Familie hat. Das Geld kam nicht von irgendwo her, seine Eltern arbeiteten hart daran, auch wenn einiges von einer Erbschaft stammte. Bei der ganzen Arbeit seiner Eltern, war er oft mit seinen beiden Schwestern alleine und durfte unter ihrer Besatzung leiden. Die beiden verwöhnten Tyrannen waren schlimm genug gewesen, es störten ihn jedoch einige andere Dinge. Er wurde nicht für das anerkannt, was er selbst erreichte, es waren die Erfolge seiner Familie. Die ganzen Regelungen, während seine Eltern außer Haus waren, störten ihn und die hohen Ansprüche. Da dauerte es auch nicht mehr lange, bis er sich alledem widersetzte und rebellierte. Es war ironisch, dass er danach eine Ausbildung zum Justizbeamten machte, aber den Job haben seine Eltern gestört und damit konnte er sich wieder dem Wunsch seiner Eltern widersetzen, dass er was Vernüftiges studiert. Außerdem war das Kampftraining zu verlockend gewesen, um es abzulehnen. Damit hatte er seine Möglichkeit gehabt, schnell aus dem Haus in eine andere Stadt zu ziehen und sich dort seinen eigenen Ruf aufzubauen. " Ich kann das Script von der Titanic sicher komplett auswendig aufsagen, selbst mit Twilight haben sie mich nicht verschont.. ", kotzte sich der Blonde über seine Schwestern bei dem Franzosen aus, der nur noch lachen konnte. Er stoppte dafür kurz mit dem Tätowieren, betrachtete dabei das fast fertige Tattoo. Die kurze Geschichte hatte ihn aber wohl auf andere Ideen gebracht, weswegen er wieder mit diesen begann. Er nannte nur einige knappe Sätze, um keine Idee zu verlieren. Danach begann wieder das Surren und er spürte wieder die Nadel auf seiner Haut, während er mit gehobener Braue zu Antoin blickte. Damit hatte er wohl sein Interesse geweckt, weswegen er mit seiner Vorstellung begann.
      Anthony sah an sich herunter und erblickte den vollendeten Drachen, während auch Antoin dieses ansah. Er wischte die überschüssige Farbe weg, bevor er die Haut versorgte und das Tattoo schützte. Seine Ideen waren nicht schlecht gewesen, weswegen der Blonde darüber nachdachte. Er würde ein paar Zeichnungen fertig stellen, um ihn sie irgendwann mal zu zeigen. Sie sprachen viel über die verschiedenen Bedeutungen von Symbolen, sie waren des öfteren bei Schlangen hängen geblieben. Anthony war nicht abgeneigt von der Idee, er wollte es aber erst sehen. Das Gespräch wurde mit der Fertigstellung langsam beendet und er war zufrieden damit, dass ihm die Ideen immernoch im Kopf blieben. Auch beim Weg wieder hinaus, dachte er darüber nach. Antoin wollte ihm zwei Schlangen verpassen, seinen Seitenwechsel damit verdeutlichen, mehr oder weniger auch den kennengelernten Charakter des Blonden zeigen.
      Mit langsamen Schritten lief er wieder auf das geliehene Auto zu, er konnte Kamila für eine kurze Zeit aus seinem Kopf verbannen, weswegen er immernoch über die Tattoos nachdachte. Sein Kopf war mit dem lockeren Gespräch etwas leerer und er war entspannter, da hielt er sich nicht lange damit auf, einfach im Auto zu sitzen. Er checkte nur kurz auf dem Handy, ob Kamila irgendwas verlangte, bevor er mit dem letzten Blick auf den Tattooladen wegfuhr.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Das ist unmöglich! Wie soll ich das denn anstellen?!", die tiefe Stimme des dicken Mannes war nicht zu überhören, aber jetzt erhob er sie sogar noch ein wenig. "Ich weiß, dass es kein Problem ist.. Man muss nur seine Kontakte ein wenig spielen lassen", entgegnete Kamila und widmete sich dem Gemälde einer halbnackten Frau, die sich über einem Fahrzeug beugte, um es sauber zu machen. Sie hatte rotes Haar und einen verführerischen Blick drauf.
      "Nein, nein und noch einmal nein.. Ich will mit dem Scheiß nicht zu tun haben! Außerdem..". Er erstarrte kurz, denn die Frau hatte eine ihrer Pistolen gehoben und sie auf ihn gerichtet. Sie war entsichert und er ein leichtes Ziel für sie. "Sie haben die Wahl.. Entweder sie nehmen das Geld und machen es.. Oder lassen das Geld und machen es, weil ich Ihnen deutlich sagen werde, was ich mit Ihren Kindern anstellen werde, wenn Sie von der Schule kommen.. Ich an Ihrer Stelle würde das Geld nehmen, denn ich verspreche, Sie werden mir die Scheibe so oder so reparieren.. So springt noch ein Pool für die Kinder heraus..". Der Mann schluckte schwer, seine Hände zitterten ein wenig, wahrscheinlich vor Angst. Das mit den Kindern war einfach, ein Bild von ihnen beiden stand auf seinem Schreibtisch, sie standen im Garten in einem kleinen Planschbecken und hatten Spaß." Oder Sie bauen Ihnen eine Rutsche oder so.. Mir ist das jedenfalls egal.. Hier liegen zehn tausend.. Ich will meine Scheibe in zwei Stunden haben, haben wir uns verstanden?". Er schluckte noch einmal und sah zu dem Bild seiner Kinder. Die Frau vor ihm wirkte nicht, als würde sie zögern abzudrücken." Es ist eine Leichtigkeit herauszufinden, wo sich die beiden befinden, soll ich es demonstrieren? ". Der Mann schüttelte mehrmals den Kopf und griff zu dem dicken Umschlag mit dem Geld. Er sah herein, nickte dann. "Zwei Stunden ist etwas wenig.. A-aber wir kriegen das hin". Die Stimme klang gar nicht mehr so laut, wie sie es vorher war, er hatte Respekt vor der Frau und vor allem ihrer Waffe. Kamila lächelte breit, sie sicherte ihre Pistole und steckte sie wieder in den Holster. "Gute Entscheidung..". Sie wollte das Büro verlassen, sah aber noch einmal kurz zurück. "Ah.. Und wenn ich die Cops gleich hier sehen sollte.. Werden Sie die Leichen Ihrer Freu und Ihrer Kinder an einem sehr unangenehmen Ort finden.. Erhangen in Schlafzimmer zum Beispiel.. Oder noch besser.. Blutig aufgeschlitzt in der Küche.. Das wäre doch mal was!". Kamila grinste noch breiter, sie hob dann die Hand hoch, um sich für den Moment zu verabschieden ,bevor sie die Tür hinter sich fallen ließ.
      Draußen zündete sich die Brünette eine Zigarette, sah dabei in die offene Werkstatt hinein und musste schnell feststellen, dass sie schon von den ersten Herren beobachtet wurde. Ein breites Grinsen war auf ihren Lippen zu sehen, vielleicht konnte sie sich mit einen von ihnen ablenken, um nicht mehr an diese geschäftliche Basis mit Anthony denken zu müssen. Sie sahen alle gar nicht so schlecht aus, mit etwas Dreck im Gesicht, aber sie könnten was taugen. "Ich mag Männer, die hart arbeiten!", rief die Brünette herein, da waren die Männer glatt fleißiger und bemühten sich viel mehr. Sie hatte zwar nichts besonderes an, aber es musste ihre enge, schwarze Hose sein und dieser Blick, der sagte, dass sie ganz wusste, was sie wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Anthony war, obwohl er doch gerade nicht so stark an Kamila denken musste, immernoch gedankenverloren gewesen. Mit den Fingern der Hand, die das Lenkrad umfasste, tippte er in der Reihenfolge auf das Lenkrad und brachte sich schnell zum blinzeln als er erkannte, dass er es die letzten Minuten kaum tat, schon fast ignorierte. Seine Gedanken an das Tattoo hielten nicht lange und bildlich klopfte die Brünette wieder an seinen Gedanken, damit er sich lieber um sie den Kopf zerbrach. Wo er gerade so über seine Familie sprach, hatte er erkannt, dass er sie bereits seit langer Zeit nicht mehr besuchte. Sie verloren sicherlich nicht viele Gedanken an ihn, sie waren genauso wie er Arbeitstiere und kümmerten sich lieber um die Geschäfte. Aber es wird ihnen sicherlich nicht vergangen sein, dass ihr einziger Sohn gerade tierischen Mist baut. Man konnte vielleicht noch darüber sprechen, dass er einfach entführt wurde, doch auch dieser Gedanke war vermutlich nicht wirklich ruhig stellend. Er seufzte kurz, bevor sich sein Kiefer anspannte. Sein langweiliges Leben im Gefängnis war deutlich entspannter, da hatte er nicht so viele Probleme gehabt. Der Stress kam mit einer einzigen Entscheidung, in diesem Moment dachte er aber auch nicht daran, dass es so schlimm werden könnte. Seiner Familie einfach einen Besuch zu erstatten, wird sicherlich nicht drin sein. Es war eine eher längere Fahrt und er sollte nicht irgendwo alleine herumgeistern, wenn er nicht in der Nähe bleibt.
      Ihm kam aber sein Handy in den Sinn, welches noch am Gefängnis in seinem Auto war. Vielleicht war sein Auto dort gar nicht mehr, vielleicht aber auch doch. Vorstellen konnte er sich nämlich nicht, dass die Polizei wirklich so hell war und sein Auto durchsuchte oder die Beamten es abschleppten. Mit dem Handy konnte er wenigstens Kontakt zu ihnen knöpfen oder er durchsucht seine Wohnung, wo er ohnehin ein paar Dinge mitnehmen will. Ob es ihm erlaubt wird oder nicht, das war ihm gerade egal. Wenn Kamila jetzt böse spielt, dann spielt er blöd.
      Mit dem Auto hielt er langsam wieder am Gebäude an, nachdem er es nochmal tankte. Im Wagen blieb er noch einen Moment, bevor er ausstieg und in den hellen Himmel blickte. Er machte sich aber nicht sofort die Mühe hinein zu gehen und seine Anwesenheit zu melden, damit konnte er auch Kamila noch für eine Zeit lang meiden können. Er schloss beim Gehen das Auto ab, steckte sich die Autoschlüssel in die Jackentasche. Seine Füße brachten ihn wieder zum Steg, der bisher leer blieb. Von hier konnte er zwar noch die Männer im Wohnzimmer hören, sie spielten wahrscheinlich wieder irgendwas an der Konsole, so wie sie jubelten. Anthony setzte sich wie üblich auf den Stuhl am Tisch, zog sich die Jacke aus und hing diese an die Stuhllehne, nachdem er sich eine Zigarette herausnahm. Sein Kopf schmerzte schon von den ganzen Gedanken, sie plagten ihn nur noch. Mit der angezündeten Zigarette entspannte er sich wieder etwas, dachte wieder über das Gespräch mit Kamila nach. Sie war wohl nicht zu beeindrucken, aber wird es auch so bleiben, wenn sie die Krone die sie so gerne haben wollte, in ihren Händen hält? Er hatte bisher nicht viel zu tun, selbst wenn er sich bald wirklich wieder zu seiner Wohnung oder zum Gefängnis fährt.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Das ist ja der Wahnsinn!", lachte Kamila und lehnte sich noch weiter an der Motorhaube ihres Wagens, während ihre Augen auf den Oberarm eines der Herren gerichtet waren. Er bewegte seinen Oberarm und damit auch das Tattoo darauf. Es war ein Hai, der beim Anspannen des Oberarms einen Surfer der von einem Hai gefressen wurde, wenn der Mann den Arm wieder entspannte war der Hai hinter dem Surfer her. "Darauf bin ich noch gar nicht gekommen!". Sie amüsierte sich sichtlich damit, dem Hai dabei zuzusehen, wie er hinter dem Surfer her war. Die Herren hatten ihre Arbeit unterbrochen und waren damit beschäftigt gewesen, sich mit der Frau zu amüsieren, während sie den Wagen durchchecken. Die alte Scheibe war raus und ein paar Kleinigkeiten waren zu erledigen. "Was hast du so alles da drunter?", fragte einer der Männer und deutete auf die Jacke an, die Kamila trug. Sie hob ihre Augenbraue und grinste, bevor sie ihre Jacke langsam auszog. Die Herren hatten ihre Tattoss am Hals und den Händen schon gesehen, sie wollten aber noch den Rest sehen, nachdem sie ihr die Besten schon gezeigt hatten. "Also ich habe viel Krimskrams auf den Armen". Sie zog ihr T-Shirt Ärmel hoch und zeigte die vielen Kunstwerke auf der Haut. "Aber das Beste verbirgt sich wo anders..". "Uhh.. Hat unser böses Mädchen etwa was an unartigen Stellen versteckt?". Einer der Herren kam ihr näher und legte seinen Arm um ihren Körper, sie schmunzelte, aber legte den Arm auch wieder zurück. "Nicht anfassen", ihr Unterton war dieses Mal deutlich härter, der Mann verstand es auch und hob entschuldigend seine Arme, bevor er wieder Abstand hielt. Kamila zog ihr Oberteil ein wenig hoch und zeigte den Drachen auf ihrem Bauch. "Das ist ja mal.. Geil". Die Herrschaften kamen näher, als würde die Frau ein Anschauungsobjekt sein, sie wollten sich den detaillierten Drachen genauer ansehen. "Er beißt auch, wenn ihr näher kommt". Das Oberteil wurde wieder rasch runter gezogen und die Frau lachte, woraufhin die Männer auch lachten. Das Flirten war gar nicht mal so schlecht als Ablenkung, aber dennoch erwischte sich die Frau dabei die Herren mit Anthony zu vergleichen.. "Verschwinde aus meinem Kopf...", murmelte sie an sich und stand auf, um die Herren an den Motor zu lassen.

      Mike hatte die Männer hart rangenommen im Wald und sie auch nach zwei Stunden wieder entlassen, als es für ihn genug für heute war. Während die Männer ins Haus verschwanden, um wieder ein Fifa Turnier zu spielen blieb der große Mann noch ein wenig, um für sich zu trainieren. Es lief alles zur Zeit recht ruhig, aber dennoch war er gerne darauf vorbereitet, wenn etwas passieren würde. Kamila hatte von einer Fusion mit den anderen gesprochen, aber wie hatte sie sich das vorgestellt? Sie müssten darüber mal sprechen und Elias musste sich zusammenreißen. Vielleicht konnte Anthony ihm etwas sagen? Er war schließlich mit dabei gewesen..
      Mike lief irgendwann auch zurück zum Haus und erkannte den Rauch, der am Steg hinter den Pflanzen stieg. Eigentlich erwartete er seine Schwester, aber das blonde Haar verriet ihm was anderes. "Du bist ja zurück", stellte er fest und kam näher, um sich das Wasser anzusehen, er kreuzte seine Arme vor der Brust. "Elias hat keine Lust mit euch zu fahren, aber ich wäre dabei.. Mir mal wieder etwas Spaß zu gönnen.. Ich kenne auch die ein oder andere Bar, bei der wir uns warm trinken können, während sich hübsche Dinger vor uns ausziehen.. Obwohl ich nicht der Meinung bin, dass es Luke was bringen wird.. Dafür gibt es aber Spaß für uns". Ein Schmunzeln war auf seinen Lippen zu sehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er erhörte schnell die Schritte auf dem Holzboden, doch war er bis dahin noch in seinen Gedanken verloren, weswegen sein Blick auf einfach starr auf das Wasser hielt. Erst mit den nächsten Schritten und seiner letztendlichen Anwesenheit, sah er vom Wasser hoch und realisierte Mike wirklich. Seinen leeren Blick verlor er wenige Sekunden später, da seine Stimme durch seine Ohren drang. Er stellte nur fest, dass er ziemlich schnell wieder da war, weswegen der Blonde sachte nickte. " Das Tattoo hat nicht lange gebraucht.. ", erklärte er dem Herren vor dem Wasser, auch wenn es vermutlich schon klar war. Mike war zumindest da, als er in der Küche über das Tattoo sprach da musste man nicht lang darüber nachdenken, dass er wegen dem Tattoo wegfuhr. Er musterte kurz die Statur Kamilas Bruder, bevor er wieder runter sah und den letzten Zug seiner Zigarette nahm. Den Zigarettenstummel schnipste er letztendlich weg, nachdem er sich diesen genauer anguckte. Er konnte sich nichtmal daran erinnern, wann er mit dem Rauchen begann, aber es wirkte deutlich besser als nur das Durchatmen, was keine große Wirkung an Anthonys Körper zeigte. Der Blonde wunderte sich, warum Mike ihn ansprach, auf ihn zuging, vielleicht wusste er aber auch gar nicht, dass er hier auch war. Wahrscheinlich wäre er wieder in seinen Gedanken versunken, hätte zwanghaft für jeden Tag irgendeinen Mist geplant, um sich irgendwie davon abzulenken, was ihm gerade wirklich auf dem Herzen lag. Es war aber wieder die Stimme von Mike, die ihn da wieder hinaus riss.
      Der Blonde sah wieder zu diesem hoch und lehnte sich zurück, während er mit jedem seiner folgenden Worte einen skeptischen Blick aufsetzte. Wahrscheinlich hatte mein einfach Elias darüber berichtet, dass er vor Kurzem noch von Anthony gesucht wurde, weswegen er darauf nicht mehr einging. Es war auch ein unnötiges Detail gewesen, auf welches er verzichten konnte. Skeptischer machte es ihn aber, dass Mike mitfuhr, um Spaß zu haben. Er runzelte die Stirn und wartete, ob er nicht noch sagen würde, ob es sich nur um ein Spaß handelte. Aber so war es doch ganz gut gewesen, auch wenn Anthony der Meinung ist, dass er dann kurz vor der Abfahrt doch noch absagt. Damit wäre er nicht komplett alleine am Trinken, wenn sich die Flachzange mit der Frau bespaßt. Die Beiden waren aber der gleichen Meinung, jedoch hatte er noch Hoffnung mit Luke gehabt: Luke wird sich sicherlich nicht wegen einer Frau zur kompletten Kampfmaschine. Es wurde aber erhofft, denn wenn er schon Einzeltraining bekommt und trotzdem starr wie ein Stock sich einfach verprügeln lässt, dann wird es wohl nicht mit ihm. Kurz seufzte Anthony, bevor er nickte. " Ich glaube auch, dass er ein hoffnungsloser Fall ist.. " Anthony hatte aber ein As im Ärmel, denn wenn es dazu kommt, dass Luke sich in die Nutte verliebt, dann kann er die Dame für eigene Zwecke benutzen und damit die Flachzange provozieren, schließlich würde er sie doch verteidigen wollen. Aber so wie er gerade denkt, wird nichtmal das passieren. Das weitere Geschehen würde er dann aber am nächsten Tag wissen, dann würde die Aktion ja vielleicht Früchte tragen. Der damalige Wärter betrachtete das Schmunzeln von ihm und legte dabei mit verengten Augen den Kopf schief. War es etwa so ein Ding bei den Beiden, ganz spontan die Emotion zu ändern? " Bin trotzdem beim Warmtrinken dabei. "
      Es bildete sich ein schiefes Grinsen auf seinen Lippen, vielleicht würde der Alkohol seine Gedanken und seine Gefühle dämpfen. Es wird sowieso genug Ablenkung geben, wenn die halbnackten Frauen sich vor den Beiden rekeln. Es schien wirklich so, als wäre Mike von der Idee überzeugt, mit den Beiden mitzufahren. " Gut, wenn du mitfahren willst.. Wenn wir uns aber zulaufen lassen, brauchen wir noch einen Fahrer. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Mike war zufrieden, dass der Blonde ihn mitnahm, ohne große Überredenskunst. Er war schon lange nicht mehr einfach so aus und nach dem, was Kamila ihm an diesem Morgen erzählt hatte und nach dem, wie er sie die letzten Tage erlebt hat musste er früher oder später sich mit Anthony unterhalten. Er brauchte nicht den großen Bruder zu spielen und seine Schwester zu beschützen, drum ging es gar nicht, denn Kamila konnte sich hervorragend selber beschützen, sie war nicht von jemanden abhängig, aber Mike sollte mal vielleicht ein wenig die Wogen glätten, wie er es fand. Jedenfalls war für ihn nicht zu übersehen, was für eine Stimmung zwischen den Beiden geherrscht hatte und welche nun vorliegt, blind ist er nicht und seine Menschenkenntnis konnte ihm genau sagen, dass seine Schwester es nicht regeln würde. Er seufzte innerlich, wieder einmal lag es an ihm,wobei er es nicht tun musste.. Er wollte einfach nur, dass seine Schwester weiterhin so glücklich sei, wie die letzten Tage, das erleichterte die Arbeit um einiges und noch dazu erfreute es schon ein wenig sein kleines Herz.
      Anthony sprach von den hoffnungslosen Fall, daraufhin seufzte Mike. Er glaubte nicht daran, dass eine Frau das ändern wird, es musste DIE Frau sein. "Ich glaube nicht, dass er heute besonders viel Spaß haben wird.. Der Kerl steht schon auf Frauen, aber ihm hat es eine ganz besondere angetan". Mike sah zu Anthony, ihm scheinbar auch und saß war das Problem an der ganzen Sache. Vielleicht würde Luke ein wenig Konkurrenz gut machen.. Ein wenig Wut und Eifersucht.. Aber das war gar nicht mal so einfach und es würde nur noch anstrengender werden, da war die Stribbar besser. Anthony sprach vin Fahrer, da klopfte Mike ihm grinsend auf die Schulter. "Davon haben wir genug..". Er deutete auf das Haus und wollte sich auch schon bewegen, um das Haus wieder zu betreten und seine Arbeit zu machen. "Ah übrigens..wegen gestern.. ". Mike stoppte kurz und blickte nach hinten. "Mach dir keine Sorgen um die Diva hier..", er deutete auf den oberen Stock mit seinem Kopf. "Die Zicke gibt sich oft härter, als sie ist..". Er deutete damit den gestrigen Zwischenfall, als sie wieder zurück gekommen waren. Mit einem Nicken verschwand er dann auch in Richtung des Hauses.

      Kamila rauchte gerade eine weitere Zigarette, während drei der Männer ihre neue Scheibe einbauten. Der Wagen hat einen Ölwechsel bekommen, dazu noch ein Check-Up und ein paar Flecken wurden aus dem Wagen beseitigt. Sie flirtet herrlich mit den Herren, die in ihrer freien Zeit alle die Nähe zu ihr suchten. Sie waren wie Kinder, die sich nach ihrer Mutter sehnten und der Liebling sein wollten. Jeder von ihnen war der Meinung, sie könnten es ihr beweisen, zeigen, dass sie der Beste waren, aber das Beste war nicht unter ihnen. Ihr Kopf wollte ihr einreden, dass das Beste ein Zimmer weiter von ihrem wohnte, aber die Frau verschwendete keinen Gedanken daran, sie widmete sich lieber den Herren zu. Die Scheibe wurde präzise reingebaut, danach auch poliert, um die Fingerabdrücke loszuwerden, Kamila wollte schon die perfekte Sicht haben. "Das sieht ja mal gut aus!", lobte sie die Herren und lehnte sich vor, um ihre Hände auf der Motorhaube zu legen und näher an die Scheibe zu kommen. Es gab weder einen Kratzer noch irgendwelche Flecken. "Ich bin ja beeindruckt!". Mit einem breiten Grinsen drehte sich sie Frau zu den Herren um und holte ihr Geld aus. "Da kann man euch doch belohnen, oder nicht?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony war wieder am überlegen, wie er es mit der Falchzange regelte. Er wollte, dass er sich in diejenige verliebt, mit welcher er sein ersten Mal hatte. Er sollte anhänglich werden und sie schützen wollen, er sollte darauf achten, dass ihr Name nicht in den Dreck gezogen wird. Und im Kampf würde dann der Blonde selbst genau das Gegenteil machen, ihm sagen, dass er auch mit ihr geschlafen hatte, um ihn zu provozieren und um ihn wütend zu machen, damit er irgendwann Mal zuschlägt. Es sollte zumindest für einen Tag anhalten, damit er sich einmal traut, etwas gegen seinen Trainer zu unternehmen. Dabei war egal, was er macht. Er konnte schlagen, treten, blockieren oder ihn mit einem Stock aus dem Wald eine überziehen. Es war die Reaktion, denn wenn er wüsste, wie witzig und wie viel Spaß es macht zuzuschlagen, dann würde er es auch zum zweiten und zum dritten Mal machen, bis er sich dann einiges angelernt hätte.
      Aber seine Idee wurde mit der nächsten Sekunde zunichte gemacht, denn Luke hatte jemand anderem sein Herz und seine Aufmerksamkeit geschenkt. Er blickte abergläubisch zu Mike, der ihm gerade irgendeine Parallelwelt zeigen wollte. Nunja, es war für die Flachzange sicherlich nicht schwer sich zu verlieben, wenn er sowieso keine Erfahrungen machte. Vielleicht hatte er aber auch schon eine Freundin oder dergleichen, vielleicht war es aber auch so sichtbar, dass er sich in jemanden verguckte, dass sogar Mike es erzählen konnte. " Du machst doch Witze.. ", murrte er nur und ließ seinen Kopf nach hinten fallen, um die Augen seufzend zuzumachen. Es konnte aber gar nichts richtig laufen, überhaupt gar nichts. Lief es denn bisher wirklich irgendwie glatt? Scheinbar nicht. Aber er hob schnell den Kopf und sah wieder zu Mike. Dann hatte er wenigstens Luke für eine Zeit vom Hals, die bezahlte Dame wird dann einfach sein Babysitter, während sich die beiden Großen betrinken und Spaß haben werden. Das Schulterklopfen überraschte den Blonden dann wieder, aber er ließ es sich nicht anhand seiner Reaktion ansehen. Irgendwas stimmt doch nicht mit ihm, er hatte ihn doch von Anfang an gewarnt, er würde ein gutes Auge auf ihn haben. Die Geschwister hatten wohl etwas eingeworfen, weswegen er innerlich nur mit der Schulter zuckte. Es war aber nicht schlecht, denn damit hatte er nicht gleich mit zwei schlecht gelaunten Personen zu tun. Zwar war es ein überraschender Wechsel, aber Mike ein wenig kennenzulernen, würde ihn nicht schaden, wenn Elias schon kein Bock dazu hatte. Das mit dem Fahrerließ sich dann aber schnell klären, er würde dann einfach spontan einen aus der Gruppe ziehen, er würde sich dann wohl anders beschäftigen, wie es bei dem Fahrer bei der Party war. Danach trat Mike auch schon seinen eigentlichen Weg an, weswegen er seinen Blick wieder zum See wendete. Er hatte gerade einen Vogel im Auge gehabt und hatte diesen verfolgt, als Mike sich nochmal zu ihm drehte und ihm etwas verriet. Es brachte Anthony zum Schmunzeln, weswegen er ihm kurz nachsah.
      Ja, sie hatte sich definitiv zu hart gezeigt, aber ob es wirklich nur übertrieben war? Für Außenstehende sicherlich, für Anthony nämlich auch, denn er fand sich selbst gar nicht mal so schlimm als Partner oder bei dem man sich sofort ekeln müsste, wenn er mal jemanden die Gefühle gesteht. Das Thema setzte sofort wieder an seine vorherigen Gedanken an, weswegen ein Seufzen die Folge war. " Hast du nicht was anderes zu tun? ", murmelte er nur zu seinen Gedanken, die Kamila wieder hineinließen. Es gab keine Blockade mehr, mit Schwimmen konnte er sich auch nicht abkühlen dank des Tattoos. Er blieb einfach sitzen und gab sich seinem Kopf hin mit der Hoffnung, es würde sich einfach irgendwann mal ausdenken. Aber es klappte nicht, zumindest nicht nach eine gefühlten Stunde. Es machte ihn fertig und um sich irgendwie zu beschäftigen, griff er nach seinem Handy und seiner Jacke und begab sich langsam selbst wieder ins Haus.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie hatte schon einen ganzen Batzen Geld bei dem Mann gelassen, dem die Werkstatt gehörte und er hatte sich bemüht. Es waren zwar über zwei Stunden, aber das auch nur, weil Kamila die Herrschaften ablenkte, die sich um den Wagen kümmern sollten, aber gleich sechs gutaussehende Herren um sie herum, das könnte sie sich nicht entgehen lassen. Kamila spielte gerne mit Männern, sie empfand genau sie als das schwächere Geschlecht, man musste nur ein wenig mit dem Hintern wackeln und gut aussehen und schon taten sie alles für eine Frau. Bei ihnen hier war es wahrscheinlich ihr Ruf, ihr Gesicht, die Art, wie sie war. So eine starke Frau wollten einige Männer brechen, die sechs hier gehörten dazu. "Ihr kriegt was, weil ihr mich so gut unterhalten habt". Das Schmunzeln war groß auf ihren roten Lippen, für jeden hab es mehrere Hundert Dollar, die die Herrschaften in ihre Hosentaschen der Blaumänner gesteckt bekommen haben. Es war keine direkte Stelle, aber einige von ihnen brachte schon allein der Gedanke, sie könnte mit ihrer Hand weiter gehen um den Verstand. "Ich komme jetzt wohl öfter her". Die Herren sahen zufrieden aus, auch wenn sicherlich der ein oder andere sich mehr erhoffte, mehr gab es aber bei der Brünetten nicht, sie bestimmte, wann es mehr gab und seit sie die Gedanken mit Anthony plagten und sie die Herren alle mit ihm verglich gab es kein mehr für sie.
      "Ihre Jungs haben eine hervorragende Arbeit geleistet!". Kamila kam zufrieden in das Büro des Besitzers, der sich wieder erhob, als er sie eintreten sah. "Ich komme jetzt öfter her, wenn ich Probleme habe.. Und ich kann Ihnen sagen, dass es für die gute Arbeit auch eine Belohnung gibt.. Meine Jungs werden ein Auge auf den Laden werfen, dafür gibt es meine Reparaturen künftig problemloser.. Okay? Ich bezahle auch gut". Der Mann wusste, dass jegliche Art von Widerspruch mehr Probleme für ihn bringen würden. "Ich wünsche einen guten Tag". Sie lächelte, nahm ihre Autoschlüssel mit und eine Visitenkarte, so baute man sich ein Netz auf, um genug Bekanntschaften für alles mögliche zu haben. So kam man an die Macht.
      Kamila lief an den Herren in der Halle noch einmal vorbei, um in ihren Mercedes zu steigen. "Bis zum nächsten Mal, Jungs! Da gibt es auch was Süßes.. Versprochen!". Ein Lachen hallte durch die Halle, ihr Lachen, dann fuhr die Frau auch mit ihrem reparieren Mercedes vom Hof, um sich Richtung Zuhause aufzumachen. Sie hatte noch etwas Zeit, da die Jungs ausgehen wollten und konnte mit den Abend anfangen, was sie wollte. Es gab nicht sonderlich viele Möglichkeiten, ihr war jedenfalls nichts bekannt, was anstehen würde. Die Frau tippte auf das Lenkrad mit ihren Fingern, sie überlegte. Das Tippen erinnerte an dieses, welches sie im Gefängnis immer von sich gegeben hatte, während sie überlegte. Letztendlich drehte sie schlagartig um und fuhr in die andere Richtung. "Ah scheiß drauf", grinste sie breit und machte das Radio an. Sie konnte tun und lassen, was auch immer sie wollte und nicht das, was andere wollten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war dieses Mal der ehemalige Wärter, der die Tür seines Zimmers hinter sich zuknallte. Kurz war er selbst davon überrascht, dass er plötzlich diese Kraft anwendete, aber das hatte er vermutlich seinem Kopf zu verdanken. Er hatte es nur noch satt gehabt, nicht mehr der Herrscher seiner Gedanken zu sein. Eher herrschte gerade Kamila mit einem Diadem auf dem Kopf über seine Gedanken, mit dem fiesen Grinsen und den betonten Kurven. Ohne es wirklich bemerkt zu haben, driftete er wieder ab. Er kniff die Augen zu, es stimmte etwas gewaltig nicht mit ihm. Warum hatte er nur noch größeres Verlangen nach ihr, nachdem er ihr teilweise seine Gefühle gestand? Damit wollte er sich selbst vereinfachen und schneller darüber hinweg kommen, aber es trat genau das Gegenteil dazu an. Es war nur schwieriger geworden, denn er musste Kamila immernoch sehen, in einem schlechteren Verhältnis als es vorher war. Sie wollte ihm noch als dritten Mann am leben haben, aber warum fühlte es sich dann gerade so an, als wurde er von der schwarzen Witwe 'gefressen'? Alles drehte sich, sein Kopf schmerzte schon und seine Laune war fast hinüber, auch wenn er sich noch versuchte zusammenzureißen und eine neutrale Stimmung zu halten, damit er mit voller Freude später mit den beiden Jungs trinken gehen kann.
      Irgendwas musste ihn ablenken, aber es gab gerade nichts im Zimmer, was danach schrie. Es war alles öde, so blößte es ihm sein Kopf ein. Er sollte sich lieber zu Kamila gesellen und sich mit ihr unterhalten, selbst wenn sie so fies sein wird, wie sie es für richtig hielt. Trotzdem hätte er sie in seiner Nähe gehabt und auch wenn sie seine Gefühle nicht erwidern könnte, so durfte er wenigstens ihre Wärme und ihren Atem auf seiner Haut spüren. Aber so würde es nicht werden, denn er würde sich wieder schützen wollen, so blöd wie er ist. Wenn es dem aber so sein sollte, dann kämpft er nunmal gegen diesen Drang zur Flucht. Es war doch eigentlich genau das, was er verlangte. Abstand, damit er sich beruhigen konnte. Und trotzdem kochte er gerade innerlich, dabei stach nicht mal wirklich eine Emotion heraus. Es schien alles, aber auch gar nichts zu sein. Er fühlte sich satt von allem, und dennoch leer. Anthony sah zum Standspiegel, welcher bisher in der Ecke stand. Er seufzte nur, als er sein eigenes Spiegelbild betrachtete. Eine andere Reaktion kam nicht heraus, denn es war alles nur, weil er sich von einer Frau den Kopf verdrehen ließ. Sonst bekam er immer was er wollte und er war derjenige, der jemanden den Kopf verdrehte. Kamila drehte den Spieß um, wer würde denn aber auch bei Kamila Nein sagen, solange es kein Familienmitglied ist? Anthony entschied einfach etwas zu schlafen, solange er die Möglichkeit dazu hatte, da die Nacht vermutlich lang werden wird. Er stellte sich nur einen Wecker, um nicht zu verschlafen und die Anderen auf sich warten zu lassen und schaltete ein Video an, damit eine Stimme auf ihn einredet, wenn er langsam einschläft. Es bewirkte wohl ein Wunder, denn damit bekam er Kamilas Stimme aus seinem Kopf.

      Am Abend dröhnte der Wecker an seinen Ohren, weswegen er sich hastig zu diesem drehte und ihn abschaltete. Er nahm einen tiefen Atemzug und streckte sich, um langsam wach zu werden. Anthony sah sich etwas im Zimmer um, bevor er aus dem Fenster zum Himmel blickte. Sie könnten bald aufbrechen, je nachdem was Mike noch vor hatte. Die letzte Zeit verbrachte er dann eher damit, sich umzuziehen. Er blieb eher schwarz und zog sich eine Lederjacke an, bevor er die Treppenstufen nach unten nahm. Mike würde sich schon bald auch zeigen lassen, bis dahin würde der Blonde die Flachzange und einen Fahrer ergreifen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Du machst bitte was?!", Mikes Stimme war mit Sicherheit durch das ganze Haus zu hören, aber er hatte damit wohl eher weniger Probleme, die viel größeren befanden sich gerade am Telefon, als seine Schwester ihm offenbarte, was sie eigentlich vor hatte. "Das ist nicht dein Erst oder?! Kamila du bist alleine, dessen bist du dir schon bewusst, oder?!". Seine Schwester seufzte, es war definitiv keine gute Idee gewesen Mike anzurufen, wie es die Frau fand. Sie lehnte ihren Kopf gegen das Lenkrad und wartete vor der Einfahrt der Werkstatt, bis die Herren Feierabend hatten. "Beruhige dich, Mike.. Ich frage dich hier nicht um Erlaubnis, sondern informiere dich nur darüber, dass ich womöglich nicht diese Nacht zurück komme.. Ich meine, du wolltest sowieso ausgehen, aber ich weiß nicht, wie du morgen früh reagieren wirst, deshalb sage ich es dir jetzt schon". Ihre Stimme war deutlich ruhiger, als die ihres Bruders, auch wenn Kamila ein wenig genervt war. "Und was ist, wenn dieser scheiß Flachwixxer dir die Coos aufdrücken sollte?!". Kamila schmunzelte, ihr Bruder nahm selten solche Worte in den Mund. "Ruhig, Tiger.. Ich bin schon einmal aus den Gefängnis ausgebrochen, ein zweites Mal wird ebenfalls kein Problem".
      "Du bist da nur raus, weil du dir einen Scheiß Wachmann um den Finger gewickelt hast!". "Woow.. Also jetzt wirst du aber beleidigend.. Anthony hatte mit meiner Flucht überhaupt nichts zu tun..". "Dann eben nur, weil du Scheiße nochmal..". Mike brach ab. "Ich gebe es auf". Er holte tief Luft und betrachtete den Wald hinter dem Fenster im Esszimmer. Der Mann fuhr sich mit der Hand durch das Gesicht.
      "Du machst dir einfach einen schönen Abend und ich mache es auch.. Ohne großes Drama.. Und wenn etwas passiert dann mein Gott.. Ist es halt so.. Ich brauche keinen Babysitter, Mike.. Also viel Spaß euch". Kamila legte auf und verdrehte ihre Augen, sie lehnte sich dann zurück und betrachtete die Werkstatt. Die Herren fuhren nacheinander vom Hof runter, einige von ihnen liefen scheinbar auch zur nächsten Bushaltestelle. Ein ganz besonderer kam zum Schluss, er erblickte den Mercedes und lief auf die Fahrerseite zu. Die Brünette ließ ihr Fenster runter und hob ihre Sonnenbrille. "Schon was vor, heute?". Sie grinste breit, der Herr grinste auch und stieg in ihren Wagen, damit sie in Richtung seiner Wohnung fahren konnten.

      "Scheiße verdammt!", knurrte Mike und fuhr sich noch einmal durch das Gesicht. "Du wirst früher oder später sehen, was du davon hast". Er war angepisst, sehr sogar, aber der Mann versprach sich, diesen Abend einfach mal abzuschalten. Er würde es sich nicht verderben lassen, nur weil er Sorge um seine Schwester hatte. Nun, er hatte eigentlich mehr Sorgen um seine eigene Existenz, denn ging sie den Bach runter gingen alle anderen auch den Bach runter.
      Schritte waren zu hören, Mike blickte zu Anthony, der runter kam und nickte ihm zu. "Wollen wir aufbrechen? Ich habe eine scheiß verdammte Lust mich heute einfach mal gehen zu lassen". Er grinste, dieses Grinsen hatte er wohl mit seiner Schwester gemeinsam, kam gut nach ihren gemeinsamen Vater, der immer dazu geneigt hat, so dreckig zu grinsen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony konnte die schlechte Stimmung auch bei Mike spüren, als dieser ihm zu nickte. Er runzelte kurz die Stirn und musterte seine Gesichtszüge, die er im nächsten Moment versuchte zu lockern. Irgendwas ist wohl wieder geschehen, aber er sollte nicht weiter darauf rumreiten, sie hatten beide scheiß Laune gehabt und da war es nur am Besten, sich zu betrinken und die Sorgen mal zu vergessen. Deswegen grinste er auch, als Mike davon sprach, sich einfach Mal wieder gehen zu lassen und dem Alkohol seine Entscheidungen zu überreichen. Sein Grinsen ähnelte gerade einfach dem seiner Schwester, wenn sie nicht sogar identisch waren. Er betrachtete aber schnell etwas anderes und nickte den Herrschaften zu, dass sie jetzt alle zum Auto laufen. Luke war wohl ein wenig beängstigt, auch wenn er bereits wusste wo es hingeht. Womöglich war es wohl so, wegen den gestrigen Tag, an dem Anthony keine Gnade bei ihm zeigte, um ihn irgendeine Reaktion herauszuprügeln. Es klappte nicht, so konnte es auch am heutigen Tag sein, aber es war egal. Denn es wurde irgendwie eher zu einem Ding von Mike und Anthony, mal die Probleme aus dem Auge zu verlieren. Alkoholisiert werden sich die Beiden wohl besser verstehen, dagegen hatte er jetzt wirklich nichts gehabt. Luke konnte aber machen was er wollte, solange es mit der bezahlten Nutte sein sollte. Der Fahrer würde sich auch irgendwie beschäftigen, hauptsache er trinkt nicht und bringt damit nicht alle in irgendeine Art Gefahr. Er lief mit Mike zuletzt hinaus, bevor er nach dem Fahrer rufte und diesem die Autoschlüssel zuwarf, die er glücklicherweise auch fing. Wie empfindlich Autoschlüssel waren, wusste er nicht, aber er sollte es auch lieber nicht mit dem Auto von Kamila erfahren. Sie stiegen alle ein, Luke ließ man dabei auf dem Beifahrersitz. Lange fackelten sie auch nicht mehr, so wie es zuvor war, als Anthony alleine zu Antoin fuhr. Sie besprachen nur zur welchen Bar es ging, da hatte Mike wohl ein paar gute gehabt, und fuhren letztendlich los. Wie lange die Autofahrt dauern wird, wussten sie wohl nicht. Sie müssten nur darauf achten, nicht aufzufallen.

      Die Zeit der Autofahrt verbrachte er immer noch damit, über Kamila nachzudenken. Ihre erste Reaktion zu seinem Geständnis war wohl einfach übertrieben gewesen, weil sie sich auch als härter ausgibt, aber damit würde es noch lange nicht heißen, dass er eine Chance hatte. Aber warum denn nicht? Von Anfang an bekam er seine Vorteile, die Brünette machte ihm Gefallen und sie verstanden sich gut, auch wenn der Blonde es mehr als nur zerstörte. Sie war kein Beziehungsmensch, scheinbar, aber er war es auch zuvor nicht wirklich gewesen. Er hatte keine Interesse daran gehabt, aber mit ihr änderte es sich wieder. Es wäre wohl eine zu große Ausnahme, wenn sie ihm eine Chance geben würde. Sie ist auf einer gewissen Weise unnahbar, sie würde sich nicht von Dummheiten beeindrucken lassen. Vielleicht waren die Ideen der Männer aber auch wirklich blöd gewesen, da wollte sich Anthony nicht noch hineinreißen lassen. Außerdem sagte er ihr bereits, er würde keine Dummheiten für sie anrichten. Kurz seufzte er, bevor er aus dem Wagen ausstieg. Er erkannte sofort die auffälligen Lichter der Bar, weswegen er sich ein Grinsen aufsetzte. " Die erste Runde geht auf mich. ", sagte er nur noch den Herrschaften, bevor er es als Erstes in die Bar wagte. Er achtete aber auch direkt darauf, dass Luke nicht noch irgendwie flüchtete. Die Flachzange durfte es als Training ansehen, da muss er sich an Anthonys Regeln halten.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Ich habe sogar noch was gutes dabei", grinste die Frau breit und ließ sich rückwärts in die Wohnung führen. Sie holte aus ihrer Jackentasche eine durchsichtige Tüte heraus, in der sich ein paar Tabletten in unterschiedlichen Farben und Formen befanden. Sie waren rund, oval, eckig, herzförmig, mit Muster und auch nur ganz schlicht. "Mhmmm.. Dann hast du es ja heute auf ganz viel Spaß abgesehen", raunte ihr der Mann ins Ohr und griff zu ihrer Tailie, um Kamila weiter zu sich zu ziehen. Für einen Augenblick fühlte sie sich zurück in ihr Schlafzimmer gebracht, an den frühen Morgen, an welchem sie beschloss Anthony reinzulassen und ihn zu verführen, oder sich von ihm verführen zu lassen.. So recht wusste sie es nicht mehr. Sie roch sein Parfüm, welches er an dem Abend getragen hatte und sie spürte wieder dieses Kribbeln, welches er mit einer einzigen Berührung auslösen konnte. Sie genoss es, genuss die Lippen auf ihrem Hals, bis dieser Moment vorbei war und sie wieder ganz wo anders stand. Der Mann vor ihr hatte sich schon seinen Blaumann oben aufgemacht, er war bereit aufgezogen zu werden, aber vorerst wollte es seine Begleitung nicht. Die Brünette war noch nicht soweit, sie war sich vor allem unsicher geworden, aber dagegen gab es Mittel und Wege.
      Kamila hob den Kopf ihres Begleiters an seinem Kinn undies ihn ihr in die Augen blicken. "Mach brav den Mund auf", raunte sie ihm zu und griff zu einer der bunten Tablettchen. Mit dem größten Vergnügen öffnete der Mann seinen Mund und streckte die Zunge raus, um sich die Tablette drauf legen zu lassen, er kam aber nicht umher ihre Finger sanft abzulecken, während er den Mund schloss. "Erdbeere", stellte er grinsend fest, woraufhin er zu der Tüte griff und etwas raus holte. "Mund auf", befahl er, auch wenn Kamila normalerweise nicht so mit sich reden ließ machte sie es trotzdem, sie wollte Spaß haben und dafür waren diese Tabletten perfekt. Sie streckte ihre Zunge heraus und ließ sich mit einem verführerischen Blick den gelben Smiley drauf legen, um ihn letztendlich in ihrem Mund auflösen zu lassen. "Wie war dein Name?", fragte sie und schmunzelte sanft, darauf hatte sie nicht geachtet vorhin.. "Alex". Sie blickten sich in die Augen, warteten auf die Wirkung der Tablette. "Nun, Alex.. Ich werde dir jetzt zeigen was es heißt, den schlafenden Tiger zu wecken".


      Mike hatte sich bewusst eine Bar ausgesucht, in der er Bekannte hatte, um einfach ungestört Spaß haben zu können. Anthony stellte schon von vorne herein fest, dass die erste Runde auf ihn ging, daraufhin grinste der große Mann nur. Draußen war es zwar noch nicht ganz so dunkel, aber das Licht leuchtete dennoch schon und flackerte, um die Reisenden anzulocken. "Das wird euch gefallen!", stellte Mike fest und betrat das Lokal, er hielt den beiden noch die Tür hinter sich auf, damit sie keiner ins Gesicht bekommen würde.
      Drinnen war es schwül und dunkel, die einzelnen Bühnen waren beleuchtet und die ersten Frauen rekelten sich schon an den Stangen. Die Bar war noch relativ leer, die Herren standen alle lieber an den Bühnen und sahen den Frauen zu. Mike steuerte direkt die Bar an, er wurde von dem Herren dahinter erkannt. "Ah da ist ja mein Lieblingsmann!", stellte der Amerikaner hinter der Theke fest und trat vor, um Mike mit einem Handschlag zu begrüßen. "Wo hast du deine hübsche Chefin gelassen?". "Die vergnügt sich heute lieber mit Männern, als Frauen". Die beiden lachten, dann stellte Mike seine Begleiter vor. "Wir wollten heute was spezielles haben!", kündigte er an, woraufhin der Mann, der sich als Rhuan vorstellte, hastig nickte. "Für dich habe ich immer was besonderes, mein Freund!". Er deutete den Herren an, ihm in eine der Ecken zu folgen, während er seine Hand auf Mikes Rücken legte, um ihn dem Weg zu weisen. Hinter einem Vorhang befand sich eine gemütliche Ecke mit einer eigenen kleinen Bühne und einer Stange. "Soll ich dir Veronica schicken?", fragte der Amerikaner grinsend, aber Mike lehnte lachend ab. "Schick uns lieber Tatjana.. Fürs erste!". Rhuan lachte und nickte. "Ich schicke sie dir.. Und ich bring euch eine Runde!". "Die geht aber auf meinen Freund! Er meinte, er bezahlt die erste". Mike lachte herzlich, als Rhuan breit grinste und mit einem Nicken verschwand. "Er hat echt hübsche Mädels hier!", kündigte der Mann an und ließ sich auf die breite, runde Couch fallen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Anthony grinste nur kurz, als man ihm schon fast versichterte, dass sie im Gebäude wohl auf ihre Kosten kommen werden. Er hatte aber auch nur bisher Interesse an den alkoholischen Getränken gehabt, den Frauen würde er aber trotzdem zusehen. Wenn er richtig verstand, waren sie hier aber auch wahrscheinlich nur zum vortrinken, wenn sie später denn noch etwas anderes finden werden. Mit Elias sprach er nicht, das hatte sich von selbst geklärt, als ihn scheinbar Mike dazu ansprach. Wirklich viel hatte er bisher mit dem Herren auch nicht zu tun gehabt, mit beiden der Männer nicht. Da war es umso überraschender, dass er mit dem Bruder von Kamila in eine Bar eintrat. Nach Mike ging auch er hinein, hielt die Tür weiterhin für Luke auf. Er achtete, dass sie sich nicht direkt verlieren, die Flachzange schien ihm nämlich gerade wie ein Küken zwischen den ganzen Raubtieren. Überleben würde er es trotzdem, die Lust und die Motivation zum Suchen, falls er abhanden kommt, war aber auch überhaupt gar nicht da.
      Als das Trio langsam die Bar betrat, wussten seine Augen noch nicht ganz, wo sie hinsehen sollten. Sein Blick war fürs Erste zwar zu den Frauen und den kleinen Männergruppierungen, die ihnen zusahen, aber mit einer fremden Stimme fokussierte er sich eher auf die dazugehörige Person. Die Worte konnte er nicht ganz glauben, so sah es auch mit seiner Mimik aus, denn er sah Mike nur ungläubig an. Der Spaßverderber hätte doch nie im Leben Kontakte innerhalb einer Bar, das passte bisher überhaupt nicht in das Schema, in welchem er den großen Mann gefangen hielt. Er war doch auch so gegen die Party gewesen, aber er hatte vermutlich auch harte Tage gehabt. Er verfolgte das Gespräch nur halb, da er die Einrichtung betrachtete, bis es schließlich um seine Schwester ging. Langsam drehte er sich wieder zu ihnen und verschränkte die Arme, als man ihm doch wirklich preisgab, dass sie sich gerade mit einem anderen Mann, gar verschiedenen Männern, vergnügen würde. Missbillig sah er zu Mike, warum sind denn die Beiden dann noch hier? Der Blonde hatte seine Gedanken wieder bei Kamila gehabt, aber sie deuteten schon an, als wäre sie schon längst sein Besitz. Sie war wohl frei, kann machen was sie will. Ihr Vergnügen hätte sie aber auch bei ihm finden können, wenn es doch das letzte Mal so gut zwischen ihnen war, wobei ihm nur wieder die geschäftliche Basis einfiel, die er selbst einforderte.
      Im weiteren Verlauf seiner Gedanken schnaubte er nur, bevor er seine Arme aus dem Griff löste. Er hatte es sich wohl selber eingebrockt, denn mit ihrer vorherigen Beziehung hätte er wenigstens dafür sorgen können, dass sie sich eher an ihn bindet, als nach anderen Männern Ausschau zu halten. Kamila hatte aber ihren eigenen Kopf, wenn sie jemand anderen haben will, dann würde sie es ohne weiteres einfach tun. Es ging ihm jedoch viel zu schnell, aber er nahm es zumindest äußerlich gelassen. Sie sollte ihrem Weg nachgehen, so wird es auch der Blonde wieder tun. Als sie sich vorstellten und in einen anderen Raum geführt wurden, hatte er wieder die Flachzange wie ein kleines Kind im Auge gehabt, damit er nicht seine Pläne kreuzt. Anthony setzte sich ohne weiteres einfach in die Ecke, bevor er die Bühne musterte. Die erste Runde wurde bestellt, wobei betont wurde, dass er selbst bezahlt. Er grinste nur deswegen und sah zu, wie der Bekannte Mikes verschwand. Danach galt seinem Blick nurnoch Mike selbst, den er mit verengten Augen ansah. " Und du bist auch wirklich Mike und hast nichts genommen? "
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Mike hatte bemerkt, dass es Anthony wohl nicht gefiel, was er zu Kamila und ihrem Vorhaben für diesen Abend sagte, aber der Mann sprach es nicht an sondern konzentrierte sich lieber darauf, was sein guter Freund ihm sagte. Es störte den großen Mann schon ein wenig, dass es schon wieder einen gab, der von seiner Schwester schwärmte, aber wenn Mike ehrlich war dann war ihm Anthony bisher weniger nervig gewesen, als die ganzen anderen Herren, die ihre Gefühle der Brünette geäußert hatten. Anthony hatte was im Kopf und er hatte sicher bisher nicht dumm angestellt, aber um ein entgültiges Urteil fällen zu können fehlte Mike noch ein wenig Information über den Mann, die beiden haben nicht viel miteinander zu tun gehabt. Dieser Abend war perfekt dafür geeignet, damit er sich ein wenig Bild von dem Blonden machen konnte. Mike wollte gerne jemanden für seine Schwester finden, vielleicht würde sie sich dann endlich ihrem Alter entsprechend benehmen und es würde dann jemanden geben, der auf sie aufpassen würde, damit könnte er sich etwas zurück ziehen und vielleicht sich auch um sein eigenes Leben kümmern, er könnte an eine Frau denken, oder einfach nur endlich das tun, worauf er Lust hatte. Kamila könnte sich dann auch vielleicht noch weiter entfalten, sie könnte ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen, aber Mike würde es ihr nicht aufdrängen, er würde brav darauf warten, bis es etwas gäbe, womit er ihr helfen könnte.
      Die Herrschaften setzten sich in die Ecke und Mike machte es sich sofort etwas gemütlicher. Er wollte hier zwar nicht sehr lange verweilen, aber er wollte es gemütlich haben, während sie hier etwas vorglühen würden. Die Frauen waren gar nicht so schlecht und recht hübsch, aber sie waren nur zum Angucken, zum Anfassen gab es wo anders was. Anthony war der erste der Sprach, er verengte seine Augen und konnte es wohl nicht glauben, was hier passierte. Mike grinste breit, er konnte es wirklich nicht zurückhalten. "Oh mein Lieber, es gibt noch einiges, was du noch nicht von mir kennst.. Und was du über mich nicht weiß.. Oder meine Schwester.. Oder dem Geschäft.. Ich kann auch Spaß haben, aber wenn meine Schwester ständig Spaß haben will muss ich wohl der sein, der auf sie aufpasst und die Stellung hält.. Deshalb hast du mich bisher nicht so erlebt". Er lachte kurz. "Aber nein, ich habe noch nichts genommen.. Ich nehme auch nichts.. Und jetzt genieß den Abend und hinterfragen nicht alles". Kaum hatte Mike das ausgesprochen schon tauchte hinter dem Vorhang heraus eine Dame, eine Brünette, die in einem knappen Kleidchen auf die Bühne zulief. "Veronica kann es gut.. Sehr gut sogar". Mike grinste, er Blickte gern zu der kleinen Bühne, auf welcher ihm die Frau zuzwinkerte, bevor sie sich über ihre roten Lippen leckte. Es war wohl nicht zu übersehen, dass sie sich kannten, aber länger ging sie auch nicht drauf ein, sie fing an zu tanzen und den Männern etwas zu bieten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mike sagte ihm, er würde noch einiges nicht wissen. Es war klar, aber er hatte sich bereits eine bestimmte Vorstellung und die ersten Eindrücke zu vielen Dingen eingesammelt, da war er sich eigentlich auch fast sicher, dass er mit seinen Vermutungen richtig lag. Der Herr hatte ihm aber eine Überraschung gemacht, dass er das gerade wirklich freiwillig macht. Dazu wollte er nichts mehr fragen, außerdem hatte auch er ihm gesagt, er solle am besten nicht mehr hinterfragen. Es war aber schwer für ihn heute gewesen, irgendwie abzuschalten. So ruhig er lag oder so entspannt er am See saß, sein Kopf drehte sich weiterhin nur um eine Person, die es in kürzester Zeit schaffte, der Mittelpunkt seiner eigenen Gedanken zu werden. Jetzt hatte er wohl nicht nur mit seinem Körper zu kämpfen und dessen Reaktion, wenn er die Brünette vor sich sieht, sondern auch seine Gedanken werden ihm keine Ruhe geben. Gestern war alles doch noch so einfach, aber er war immernoch der Meinung, er hatte das Richtige getan, auch wenn es nurnoch schwach in seinem Kopf hervorkam. Vielleicht war auch nicht die schlechte Entscheidung gewesen, ihr seine Gefühle zu beichten, sondern das alles üerhaupt beginnen zu lassen. Es waren nur wenige Momente, die er Zeit dafür hatte um zu entscheiden, ob er nicht die Seiten wechselte. Da konnte er ja nicht ahnen, dass er bezüglich Liebe seine Seite wechseln würde. Wenn Kamila aber wieder in ihre Verhaltensmuster geht, so wie es zumindest in den Nachrichten beschrieben wird, so wird er es auch tun, irgendwann. Gerade hatte er nurnoch das Ziel gehabt, sich die Gedanken wegzuschütten, ohne sich wirklich zusammenzureißen, wie es sonst immer bei Kamila in der Nähe so war.
      Als die Tänzerin eintrat, Veronica, wie Mike sie nannte, musterte er diese erstmal. Es war viel Haut zu sehen, was anderes würde hier auch nicht reinpassen. Sein Blick geriet kurz zu Luke, bevor er dabei zusah, wie Mike und Veronica ihr stilles Gespräch hatten. Er kannte sich hier wirklich gut aus, war vermutlich des öfteren hier, wenn Kamila sich Mal dazu entschied, weniger Mist zu bauen und Spaß zu haben. Das klang wohl wirklich nach ihr und es würde in bestimmter Art wirklich alles in die Brüche gehen, wenn dann nicht ihr Bruder das Ruder ein wenig lenkt, auch wenn es von außen nicht wirklich spürbar war. Anthony sah aber schnell wieder zur Dame, die vor dem Trio begann zu tanzen. Es dauerte aber auch nicht lange, bis die Getränke gebracht worden und dieses mit dem Geld ausgetauscht wurde.
      Anthony nahm sich schon ein Glas und hielt dieses kurz symbolisch hoch, bevor er auch Luke dazu deutete, er sollte zumindest mal probieren. Seine Gedanken waren zwar immernoch woanders, aber mit dem steigenden Alkoholpegel sollte sich das vermutlich ändern, so hoffte er doch. Sonst würde er später irgendwann Mal rausgehen und sich ein wenig Stress suchen, das klappte bisher auch immer.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Mike lehnte sich noch weiter zurück und genoss die Show, die ihm die Dame vor ihm anbot. Sie ließ das erste Teil zu Boden fallen, da kamen auch schon die Getränke an die Sitzecke und Mike griff gerne zu einem der Gläser. Er hob genauso wie der Blonde neben ihm das Glas und nahm einen tiefen Schluck, um sich dann vorzulehnen und den ersten Schein aus seiner Tasche springen zu lassen. Veronica lehnte sich vor, sie ließ sich den Schein genau in den offenen Ausschnitt stecken, bevor sie Mike zugrinste und zuzwinkerte. Sie nahm ihre Show weiter auf und wollte den Jungs noch mehr bieten, während sie immer mehr Teile fallen ließ. Am Ende stand sie noch mit ihrem knappen Höschen bekleidet da, Mike zog während der Show einige Scheine heraus, die sie sich mit Vergnügen einstecken ließ, den letzten ließ sich die Frau vorne in ihr Höschen stecken, welches gerade mal so die Körpermitte bedeckt hatte.
      Es kam auch die zweite Runde, auch eine dritte und so langsam fing es jedenfalls Mike an immer mehr Spaß zu machen. Es kam nach Veronica eine zweite Dame, die deutlich gelenkiger war und den Männern deutlich machte, was man alles mit ihrem Körper anstellen könnte, gar nicht mal so schlecht, wie es der Brünette fand,aber alles gute hatte auch ein Ende. "Jungs, lasst uns weiter ziehen", verkündete er und leerte sein Glas, bevor er zu den beiden anderen blickte.


      Kamila Kayla Redstone
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      Es fühlte sich wie der reine Wahnsinn an, nachdem die Tablette ihre Wirkung entfalten konnte. Kamila nahm alles deutlich besser wahr, als sie es sonst immer tat. Es roch so gut in dem Zimmer, jede Berührung fühlte sich gut an und für den Moment war ihr Kopf endlich frei von allen Gedanken. Es gab kein Anthony in ihrem Kopf, keinen Mike, keine Probleme.. Einfach nur sie und Alex, der inzwischen nach mehr bat und seinen Mund aufmachte. Mit Vergnügen steckte ihm die Brünette gleich zwei Tabletten auf die Zunge drauf, sie brauchte nicht mehr um ihren Trip weiter auszuleben.
      Die beiden zogen sich langsam gegenseitig aus, so wirklich konnte die Frau auch nicht sagen wie und wann sie auf das Brett gekommen war, aber es fühlte sich so gut an, angefasst zu werden. Es fühlte sich wie tausende Hände an, die nach ihr griffen und sie verwöhnen wollten, dennoch ergriff sie die Initiative und führte den Herren, den sie mit den Handschellen, die sie mit Zufall irgendwo gefunden hatte, an das Bett fesselte, so wie sie es haben wollte. Es wurde schwül im Zimmer, es wurde laut, aber die Brünette verschwand keinen Gedanken an den Blonden, bis Alex entlang ihres Drachen fühlte. "Der bewegt sich ja", sprach er und fuhr weiter entlang des Drachen mit einem Finger der freien Hand. Kamila musste ihre Augen schließen, der ehemalige Wächter drang sich wieder in ihren Kopf.
      "Hau ab!", befahl sie ihm, aber er hörte nicht. Kaum machte sie auch die Augen hatte sie das Gefühl, genau ihn unter sich liegen zu haben. Sie musste ihre Gedanken weiter dämpfen, sie musste ihn da doch raus bekommen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das erste Glas wurde schnell geleert und es dauerte kaum eine Stunde, bis sie auch nach und nach weitere Getränke bestellten und diese austranken, während sie die Darstellung der tanzenden Dame vor sich genossen. Sie hatten wohl ihre Erfahrungen gesammelt, Mike hatte auch schon im vornerein gesagt, dass sie hier gut waren. Die nächste Frau, die hier dann antanzte und diese bekam dann die Aufmerksamkeit des Blonden, weil ihre Bewegungen mit der Gelenkigkeit anziehender für ihn waren, auch wenn er nicht wirklich auf sie abfuhr. Einige Scheine wurden verteilt, der Flachzange hatte er dabei auch einiges an Geld gegeben, damit er nicht starr da sitzt und sich auch etwas entspannt. Es machte es um einiges besser, jemanden vor sich zu haben, da er sich dann auf dies konzentrieren konnte, während die Getränke nachbestellt wurden.
      Letztendlich nahm Mike das Wort an sich und machte den Vorschlag, dass sie weiterziehen sollten. Es war keine schlechte Idee, weswegen der Blonde für einen Moment auf dem Display seines Handys die Uhrzeit betrachte, bevor er sich sofort daran machte, den Fahrer wieder zum Auto zu lotsen. Danach gab er ein deutliches Nicken von sich, dass sie jetzt weiterziehen konnten. Mit hastigen Bewegungen stand er auf, bevor er geradewegs hinauslief. Die Luft wurde mit dem ersten Schritt hinaus deutlich besser und es war kühler, der Himmel deutete mit der Dunkelheit aber auch schon an, dass sie einiges an Zeit verbrachten. Die Zeit war aber nicht verschwendet, denn Mike schien seinen Spaß zu haben und auch Anthony kam mit dem Alkohol auf seine Kosten, auch wenn dieses sich noch nicht vollkommen zeigte. Er war sich aber auch wahrscheinlich noch am zusammenreißen, weil er mit der nächsten Location wirklich beginnen wollte. Bis dahin sollte er sich nicht allzu daneben benehmen, damit auch in Ruhe sehen konnte, welche Frau er der Flachzange anvertrauen würde. Wieder hatte Mike das Sagen gehabt, da er sich in der Stadt die Umgebung besser kannte und mit der ersten Bar schon keine schlechte Wahl traf. Im Auto fehlte die Ablenkung aber wieder, mit dem Blick aus dem Fenster wurde ihm nur langsam übel, weswegen er einfach auf seine Schuhe blickte. Damit hatte er zwar die Übelkeit gelöst, aber seine Gedanken hatten sich dafür wieder begonnen zu drehen. Er seufzte nur kurz, schloss die Augen und ließ sich etwas hängen, um irgendwie die Kraft zu nehmen, um dagegen anzukämpfen. Aber es klappte nicht, es hatte heute noch gar nicht geklappt und so zweifelte er, dass es jemals funktionieren wird. Wenige Momente später öffnete er langsam wieder seine Augenlider, hatte den Blick aber immernoch leer auf seinen Schuhen gehabt. Seine Haltung war gleich, doch es kam ihm ein sachtes Lächeln auf die Lippen. Will er überhaupt dagegen ankämpfen?
      Das Auto kam langsam zum Halten, weswegen er einen Blick nach draußen wagte. Als er wieder die leuchtenden Farben sah, klopfte er Mike auf die Schulter und grinste. " Jetzt fangen wir richtig an.. ", kündigte er nun an, dass zumindest er sich jetzt abschießen wird. Danach wurden auch schon die Türen geöffnet und die kleine Manschaft machte sich hinein, wo sie erst von der Musik empfangen, dann aber auch von der schlechteren Luft begrüßt wurden. Anthony hatte sich aber schon daran gewöhnt, denn er war nicht nur gerade sowieso in einem gleichen Klima, Kamila raubte ihm auch des öfteren die Luft zum atmen. Als er ungefähr wusste, wo sich alles befand, machte er sich aber auch wieder zur Bar, um den Dreien wieder was zu holen.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Die nächste Bar war ein wenig weiter weg, aber dort ging es nicht mehr so angezogen voran, wie es in der ersten war. Es gab Damen mit ihren Kabinen, es gab was zum anfassen und es gab viel Körperkontakt, denn die Damen kamen einem auch gerne näher. Während Anthony die Getränke holte suchte sich Mike wieder eine schöne private Ecke, um mit den Herren ungestört seinen Spaß haben zu können, vor allem viek Alkohol sollte heute fließen. Wie es der Blonde schon gesagt hatte, jetzt fingen sie erst richtig an und würden es in vollen Zügen genießen. Vielleicht würde sich Mike auch von einer der Frauen mit sich ziehen lassen, um etwas Ablenkung zu bekommen, um vor allem seinen Gefühlen gerecht zu werden, denn so langsam hatte er die Tage schon Lust auf eine gutaussehende Frau, die sich ihm geben würde.
      Eine Blondine tanzte den Mann auch an, während er seinen Blick durch den Raum gleiten ließ. Sie bückte sich ein wenig, griff nach seiner Hand, um sich die Kurven nachzufahren, da grinste der Mann breit. "Nachher süße, ich muss erstmal mit meinen Kumpels etwas entspannen". Er gab ihr spielerisch einen Klapser auf den Hintern, sie spielte mit dem großen Mann und tat so, als würde es sie überraschen,aber der Schein, den Mike aus seiner Tasche zog ließ sie nicken. "Wir sehen uns später, Bärchen". Sie umrundete den Mann und fuhr mit ihrer Hand an seinem Hintern vorbei, bevor sie mit einem verführerischen Blick davon zog. Mike sah ihr noch etwas nach, er biss sich dabei auf die Lippe, aber gleichzeitig fand er auch einen Sitzplatz. Er nahm wieder eine Ecke, in der es aber mehr Sicht auf alles andere gab, da sollten sie sich erstmal weiter warm trinken und die Frauen auf sie zukommen lassen. Scheinbar hatte selbst Luke eine Frau im Auge, er wirkte jedenfalls nicht abgeneigt.
      "Hier kann man Elias oft finden.. Er ist.. Stammkunde". Mike grinste Anthony zu, als er mit den Getränken kam und griff zu einem der Gläser, um mit ihm anzustoßen. "Wir werden jetzt so richtig viel Spaß haben". Vor allem, weil Geld für Mike und auch wahrscheinlich für Anthony kein Problem war, selbst wenn er mehrere tausend Dollar hier lassen würde, diese wären spätestens in wenigen Tagen wieder drin, wenn das Drogengeschäft weiter so gut lief. Deshalb war auch der Mann so spendabel und steckte mal hier mal da den hunderter den Frauen hinein.
      Sie haben sich viele Damen angesehen, die die Lust hatten sich was zu verdienen, bevor Anthony auch mit Luke verschwunden war, um etwas zu erledigen. Was genau konnte Mike nicht mehr richtig sagen, er war voll und glücklich, ihm entgingen einige Sachen, die aber gar nicht so schlimm waren, denn er konzentrierte sich auf die Brünette , die vor ihm anregend tanzte. Sie erinnerte den Mann an jemanden ganz anderen, an seine Schwester. Das waren zwar wahnsinnig viele Jahre vergangen, seit dem letzten Bild von seiner Schwester in so einem Club vor ihm, die so tanzte, aber es fühlte sich so an, als wäre es gar nicht so lange her gewesen. Mike wurde es schlecht, er konnte es nicht leiden, wenn er wieder einmal die Erinnerungen daran hatte, was ein widerlicher Kerl mit seiner Halbschwester gemacht hatte, bevor er sie wiedergefunden hatte. Er schickte die Brünette weg, er brauchte was zu trinken, um die Gedanken wieder zu dämpfen und sie zu vergessen.
      Schwankend kam er an der Bar an und stellte überraschend fest, dass er sich genau neben Anthony befand. Neben ihm war ein Platz frei, da setzte er sich sofort und bestellte sich was hartes. "Es ist.. Wahrscheinlich der schlechteste Zeitpunkt, den es dafür gibt.. Wenn.. Es.. Überhaupt einen richtigen gibt". Er nahm einen Schluck dessen, was ihm hingestellt wurde, er hatte schon fast vergessen, was es sein sollte. Mike hob seinen Finger, um damit vor Anthony auf den Tisch zu zeigen, warum, wusste er selbst nicht. "Du bist ein scheiß Vollidiot..". Er ließ es für den Moment so stehen, er meinte es eigentlich gar nicht so angreifend. "Meine Schwester.. Ist die scheiß.. Schwarze.. Witwe.. Und du.. Bekommst Gefühle für sie.. Ich kann es nicht glauben..das.. Ist ja noch nicht einmal das schlimmste.. Du sagst es ihr auch noch". Mike zog seine Augenbrauen nach oben. "Du hast keine Ahnung von Frauen dieses Kalibers, kann das.. Sein? Ich meine.. Du bist mir lieber als alle anderen, die jemals angekommen waren.. Aber Anthony.. Du sagst es ihr? Dein Ernst?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony ließ sich in die Sitzecke fallen, als er die Getränke sicher abstellte, bevor er schließlich mit Mike anstieß. Der Braunhaarige schenkte ihm ein Grinsen, was er mit dergleichen erwiderte und selbst einen Schluck seines Getränks nimmt. Er erkannte dabei den Blick der Flachzange auf einen der Frauen, weswegen er nur erleichtert ausatmete. Vielleicht würde er dann doch zu seinen Kosten kommen, wenn er sich erst einmal für eine Frau entschied und mit dieser langsam in einen der Räumen läuft. Dem Blonden war es ja eigentlich auch egal, er sah die Frau zum Teil auch einfach als Babysitter an, damit er selbst in Ruhe an der Bar trinken konnte. Mike war nun auch da, um Spaß zu haben, da wird es vermutlich nicht bei den Getränken bleiben, so wie er sich an dem Abend bereits entfaltete und für die ein oder andere Überrachung offen war. Es war manchmal nichts großartiges, es war auch schon die Bezeichnung Freund gewesen, mit dem er den Blonden ansprach. Immerhin hatte Mike ihm bei der ersten Begenugen, beim Rundgang, bereits eine Warnung gegeben, er sollte keinen falschen Schritt machen und schon gar nicht irgendein anderes Ziel ansteuern, was seiner Schwester schaden würde. Viel konnte Anthony aber nicht über ihn sagen, weswegen er einfach versuchte, sich ein neues Bild von dem Brünetten zu machen.
      Gemeinsam tranken sie das ein oder andere Glas, wobei es schnell zu härteren Getränken schwappte, woran er selbst nichts auszusetzen hatte. Mit der Zeit bekam er auch langsam ein betäubendes Gefühl, was ihn aber noch nicht weiter beeinträchtigte. Dafür machte er jedoch eine kurze Pause und ließ Mike kurz alleine, damit er mit Luke eine Dame suchen gehen konnte. Dabei wartete er einfach, bis dieser wieder den Blick drauf hatte, den Anthony schonmal auffiel. Er war wohl verliebt, doch gegen einer schönen Frau hatte er nichts. So ließ sich dann schnell die Frau finden, für die sich Luke so interessierte. Mit dem Griff an der Schulter deutete er der Flachzange an, er sollte kurz stehen bleiben, damit er alles klären konnte. Dementsprechend ging er zur Frau, die schon fragend hersah, als sie seine Bewegungen auf sie zu erkannte. Da hatte sie auch nicht lange gezögert, bis sie ihn mit einem breiten Lächeln musterte und selbst einige Schritte auf ihn zu lief. Anthony hielt aber rechtzeitig an und hielt die Hände etwas in die Luft, um zu sagen, dass er selbst nichts wollte. Dafür neigte er sich zu ihrem Ohr und sprach über Luke, der selbst langsam herkam. Zu diesem sah sie auch, bevor sie ihr kurzes Gespräch mit dem Blonden weiterführte. " Möchtest du nicht eher mit mir kommen? ", fragte sie nach und strich mit ihrem Zeigefinger über seine Schulter, um irgendwas reißen zu können. Anthony schüttelte nur schmunzelnd den Kopf und auch wenn er die Berührung nicht ganz spürte, so konnte er sie im Augenwinkel sehen. " Wenn du dich gut um ihm kümmerst.. könnten wir was ausmachen. ", flüsterte er ihr nur noch zu, bevor er sich langsam von ihr entzog. Mit der Antwort war sie wohl zufrieden gestellt und nachdem sie das Geld bekam, nahm sie Luke schon an die Hand und lief mit diesem davon.
      Anthony sah den Beiden nur kurz nach, um zu wissen wo sie hinliefen, bevor er sich etwas umsah. Sein Blick blieb an der Bar hängen und er entschied sich auf einen der Barhocker zu setzen, auch wenn er kurz darüber nachdachte, wieder Mike ausfindig zu machen. Seine Gedanken über Kamila waren seit einer kurzen Zeit vergangen, da er sich eher darum sorgte, bisher nicht genug getrunken zu haben. Er bestellte sich einiges und teilte sich sogar eines dieser, als eine Frau danach verlangte. Danach wurde der Platz neben ihm geräumt und er selbst hielt kurz die Augen aufgrund von Schwindel zu, während er das Glas schon an seiner Lippe ansetzte. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis er die männliche Stimme neben sich hörte, die ihn wohl zu beschimpfen vermag. Zögernd öffnete er die Augen und sah neben sich mit einer gehobenen Braue. Die Beleidigung brauchte zwar ein wenig, bis es wirklich ankam, aber da fuhr Mike auch schon mit seinen Worten fort und konnte sich sofort erklären, bevor der damalige Wärter nachfragen würde oder selbst eine Bemerkung abgab. Schnell kam Mike auf den Punkt seiner Aussage und Anthony nahm es sofort als Reaktion, sich etwas nachzubestellten. Er hörte eher widerwillig zu, was der Braunhaarige zu sagen hatte, er trank gerade lieber das Glas schnell aus, ehe er dieses mehr oder weniger auf die Theke haute. " Was eine Petze.. ", murmelte er sich erst selbst zu, aber er war am lächeln. Ihr Bruder gab gerade etwas zu, was er nicht erwartete hätte, aber wirklich realisieren tat er es nicht. Bevor aber selbst zu sprechen begann, legte er seine Hand auf die Schulter von Mike und drehte sich etwas zu diesem. " Was hätt' ich denn sonst machen sollen? " Gerade wollte er fortfahren, aber seine Augen sahen kurz an Mike vorbei um sich nochmal daran zu erinnern, worüber sie gerade gesprochen haben, während er sein Lächeln immernoch hatte. " Ich hab vielleicht mächtig scheiße damit gebaut und auch wenn ich sie liebe.. Sie ist so zufriedener, sie mag keine Beziehung. Es ist wieder alles in Ordnung, sie schläft mit dem nächsten Hurensohn.. Und ich trinke. " Damit hob er das nächste gereichte Glas und trank aus diesem, um nicht noch seinen Hass zu verdeutlichen.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Mike bestellte sich ebenfalls schnell was zu trinken, um seine Worte wieder im Alkohol zu tunken und den Pegel aufrechtzuerhalten, da sprach Anthony auch schon sein Wort dazu. Besonders bei der Bezeichnung 'Hurensohn' musste der Brünette breit grinsen, er erkannte sofort worum es hier ging. Der Blonde neben ihm war eifersüchtig, wie es schien, dass würde er ja gerne seiner Schwester erzählen, aber bis er sie wieder sehen würde, war es bestimmt durch den Alkohol wieder vergessen. Dennoch, das Grinsen war breit aus seinen Lippen zu sehen, während sein Kopf langsam nickte, auch wenn er nicht ganz verstand warum. "Du hast echt keine Ahnung, mein Freund". Mike prostete seinem Begleiter zu und leerte sein Glas, um sich nachschenken zu lassen. "Sie ist da nicht, weil sie zufrieden ist, du Vollidiot.. Ich glaube viel eher, sie ist verzweifelt". Der Mann blickte zu der Bar und versuchte seine Augen auf etwas zu fokussieren, da vergaß er auch fast schon, worüber er gerade mit Anthony sprach. Es fiel ihm ein, da hob er seine Hand und schlug auf die Theke. "Ich habe meine Schwester seit Jahren nicht mehr.. So glücklich gesehen..". Er machte eine kurze Pause. "Wenn man es überhaupt so bezeichnen kann.. Sie ist ausgeglichener, auch wenn sie noch.. Immer ihre Phasen hat.. Und sie lächelt ehrlich.. Dieses Lächeln vermisse ich.. Seit sechszehn Jahren.. Und ich sage es.. Dir sicherlich nur.. Weil ich komplett voll bin.. Aber es hat.. Sich was geändert seit dem du da bist.. Und wenn sie sich jetzt sofort so gehen lässt.. Dann hast du ihr entweder noch was schlimmeres gesagt.. Oder.. Keine ahnung". Er verlor den Faden, lachte aber daraufhin. "Sie war zwei Jahre Clean.. Und nun.. Hat sie gestern schon gekifft.. Du stellst ihr alles auf dem Kopf..".
      Mike sah zu seinem Kollegen und schüttelte den Kopf. "Aber ich bin ein alter, betrunkener Mann".

      Kamila Kayla Redstone
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      Sie öffnete die Augen und holte tief Luft, als wäre sie beinahe erstickt. In dem Auto war es recht kühl, aber es war nicht die Tatsache, die Kamila so verwunderte, es war eher die, wie sie hergekommen war. "Was zum..?!",murmelte sie und sah sich um. Sie war voll gekleidet, auch wenn das Oberteil falsch herum war, ihre Tasche lag auf dem Beifahrersitz, was war passiert? Ihre Augen blickten runter, sie hatte Blut an den Händen, blinzelte mehrmals unglaubwürdig, bevor sie den Kopf schief legte. Es war schwer sich daran zu erinnern, was passiert war.. Es gab Erinnerungsfetzen, wenn sie die Augen schloss. Ein Mann unter ihr, er hatte nichts an, jedenfalls obenherum, auf seinem Oberarm gab es einen Hai, der hinter einem Surfer her war.. Wer war das..? Sie sah ihn in einer Werkstatt, das war doch einer der Mitarbeiter dort! Aber was war passiert? Wie war sie vor allem an das Meer gekommen und warum zur Hölle klebte Blut an ihren Händen?!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."