[2er RPG] No Good For You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Mit der lauter werdenden Umgebung wachte auch langsam der Blonde auf, nachdem einer der Vögel an seinem Fenster vorbei flog. Er hatte genug Schlaf bekommen, weswegen er wohl deswegen leichter geweckt worden konnte, doch damit hatte er kein Problem gehabt. Seine Hände bildeten bereits Fäuste, um sich mithilfe dieser aufzusetzen. Er hatte mit dem ersten Augenaufschlag bereits verstanden, was er für den heutigen Tag vor hatte, und war deswegen eher darauf fokussiert. Während er sich den Trainingsplan überlegte war er selbst damit beschäftigt, sich mit ein paar Sportübungen auf dem Boden richtig wach zu bekommen. Nach einer bestimmten Anzahl von Liegestützen drehte er sich auf den Rücken um, atmete einen Moment tief durch, ehe er wieder aufstand. Er hatte wahrscheinlich wieder vor am Abend in den Wald zu laufen und dort zu trainieren, wenn er denn nicht bis in den späten Stunden damit beschäftigt sein wird, irgendwie einen minimalen Fortschritt mit der Flachzange hinzubekommen. Aber gerade war er noch etwas motiviert, schließlich dürfte er ihn herum schikanieren, wenn ihm mal etwas nicht passen wird.
      Nachdem er sich die Klamotten anzog, die er glücklicherweise als seinen eigenen Besitzt bezeichnen konnte, lief er mit den Schlüsseln hinunter. Er hatte kein Interesse an einem Frühstück gehabt, er würde sich nur wieder irgendwie mit Kamila beschäftigen und so würde es dann anschließend wieder sein Kopf machen. Gerade verspürte er auch keinen wirklichen Hunger, also konnte die erste Mahlzeit warten. Sein Ziel war dieses Mal am Morgen nicht das Esszimmer, sondern lief er sofort in das Wohnzimmer, wo er nach der Flachzange und seinem Schlafplatz suchte. Als er diesen in den leichten Sonnenstrahlen erkennen konnte, weckte er diesen dann mit einem leichten Tritt in die Seite. Anthony sah zu Luke hinunter und deutete mit dem Kopf, er solle schnellstmöglichst wach werden, frühstücken und rausgehen. Danach machte sich der Blonde auf den Weg in den Keller und sah sich dort im Lager um. Mike hatte ihm dieses bereits gezeigt und er konnte sich schwach daran erinnern, wo die verschiedenen Dinge lagen. Er bewegte sich langsam auf die Schlagringe zu, nahm sich einen dieser, vielleicht würde sich Luke damit besser fühlen oder zumindest mal ein paar Schläge austesten wollen. Da die Flachzange sowieso keinerlei Erfahrungen mit dem Kämpfen hatte, wäre seine Faust noch ziemlich fragil und nicht belastbar, was sich dann aber mit den Tagen ändern sollte. Mit noch ein paar Bandagen in der Hand verschwand er schließlich aus dem Keller, schloss hinter sich ab, und machte sich kurz im Esszimmer bemerkbar. Er war nicht wirklich weit entfernt vom Haus, doch so sollten sie trotzdem wissen wo er zufinden war, wenn irgendwas mal sein sollte. " Morgen. ", begrüßte er erstmal die Beiden, die ihr Frühstück hatten, während er sie abwechselnd musterte. " Ich bin mit Flachzange beim Trainingsplatz, falls uns jemand sucht. " Damit hatte er genug gesagt und um sich nicht noch wirklich in die Situation zu vertiefen, stieß er sich von dem Türrähmen ab, an welchem er sich gerade noch lehnte, und suchte Luke auf.
      Er ließ ihn noch frühstücken, ihm blieb aber nicht viel Zeit dazu. Anthony selbst machte sich jedoch schon auf den Weg und genoss die frische Luft, während seine Füße den Waldboden durchschritten. Was für ein hoffnungsloser Fall Luke war, würde sich zeigen. Der damalige Wärter war zwar guter Dinge und wäre daran interessiert, wie weit sich ein Verlierer trainieren lässt, doch bieb er realistisch. Er würde nicht sofort aufgeben, doch wenn sich zeigt, dass Luke nichts drauf hat und es auch auf längere Zeit nicht ändern kann, würde er die Flachzange fallen lassen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es waren Schritte zu vernehmen, die nach unten führten, es konnte nur einer der beiden Herren sein, die es waren. Ein blonder Kopf war kurz zu sehen, als Kamila auf sah, aber sie steckte ihren Kopf wieder in die Zeitung und las weiter einen der Artikel, die sie interessierten. Die Schüssel vor ihr war schon leer, bald würde es auch Zeit sein sich den Aufgaben zu widmen, die heute anstanden. Kruz blickte die Frau auch auf ihr Handy, sie könnte ja heute ein wenig in die Stadt fahren und Anthony die Arbeit zeigen, die ihn bald erwarten wird. Kaum dachte sie darüber nach schon war auch der Mann in dem Esszimmer zu sehen. Er kündigte an das an, was er heute vor hatte und es gefiel der Frau, dass er die Flachzange noch immer dran nehmen wollte. Vielleicht würde es ja wirklich etwas Brauchbares aus ihm werden, wer weiß..
      Kamila nickte dem zu und wollte in ihre Zeitung wieder reinsehen, ihr fiel aber schnell wieder ein, was sie noch vor hatte. "Anthony?", rief sie ihm nach und hoffte, dass er sie noch hörte. "Ich fahre heute raus.. Heute Abend.. Ich brauch dich dabei.. Ich zeig dir etwas die Arbeit". Sie wartete kurz eine Reaktion ab, dann steckte die Frau wieder ihren Kopf in die Zeitung und las zu Ende, versuchte es jedenfalls. "Denkst du wirklich, aus der Flachzange kann was werden?", fragte Mike, nachdem ein wenig die Stille eingekehrt war, aber seine Schwester schüttelte sanft den Kopf. "Ich bezweifle es, dass er uns noch einmal nützlich werden kann, aber Anthony bat um zwei Wochen Zeit, um vielleicht doch etwas aus ihm herauszuholen..vielleicht schlummert einfach nur etwas in dem Mann drin und es muss geweckt werden.. Was ich aber nicht glaube.. Letztendlich stirbt er einfach, wenn die Zeit abgelaufen ist". Sie zuckte mit den Schultern und lächelte wieder sanft, ihr Bruder dachte kurz über die Worte nach, dann nickte er etwas abwesend. Es war seine Aufgabe die Männer zu trainieren, aber vielleicht würde es Luke wirklich gut tun, wenn er ein wenig Einzeltraining bekommen würde.

      Nachdem die ersten anderen Herren aus ihrem Schlaf aufwachten und sich in die Küche gesellten erhob sich Kamila auch, um das Esszimmer wieder zu verlassen. Sie musste sich etwas anderes anziehen und dich etwas fertig machen, sie wollte sich dann noch an die Unterlagen setzen und eine tou für den Abend planen, die die beiden abfahren würden. Das Schutzgeld müsste eingesammelt werden, denn Konten oder dergleichen gab es nicht wirklich, bis vielleicht auf die Schweizer Konten, die die Frau besaß, um ihr Geld darauf zu deponieren. Das gute an diesen war, dass sie geheim waren, der Staat war nicht in der Lage nachzuvollziehen, wem welches Konto gehörte. Es hatte einen stolzen Preis, aber dafür versprachen die Schweizer Immunität und Anonymität, in jeglicher Hinsicht. Dort galten einfach andere Gesetze und es gab einige Absprachen mit den anderen Ländern. Das kleine Vermögen, welches sich Kamila aufgebaut hatte war dort sicher verfrachtet, der Rest steckte in ihrem Safe, zu dem nur sie den Zugang hatte. Es gab keinen auf der Welt, dem sie den Code dazu verraten würde, denn es steckte nicht nur ihr Geld darin, es gab noch deutlich wertvollere Sachen, die sie darin aufbewahrte.
      Die Brünette schickte ein paar ihrer Männer eine Nachricht mit der Uhrzeit, wann es los gehen würde, so ganz alleine mit Anthony würde sie dann doch nicht rausfahren, dafür bräuchte man eine Begleitung, die nicht nur Angst schindete, die auch bereit war einzugreifen, wenn die Chefin es wollte. Außerdem war die Gefahr da, auf jemanden zu treffen, dem man nicht begegnen wollte, der Polizei zum Beispiel...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während er noch auf die Flachzange warten musste, schaltete er das Display seines Handys an und blickte auf die Uhrzeit. Er hatte noch deutlich genügend Zeit, um mit ihm trainieren zu können, bevor er wieder ins Haus zurückkehrt und mit Kamila sich etwas die Arbeit ansieht. Er würde dort jedoch noch wirklich aufmerksam und fokussiert sein müssen, schließlich ging es um seine spätere Arbeit für die er bestraft wird, wenn sie nicht genaustens ausgeführt wird. Also würde er ein wenig früher aufhören, vielleicht müsste er ja seine Nerven wieder zusammensammeln, nachdem er eine lange Zeit mit der Flachzange verbrachte.
      Ob es nun wirklich so war, würde sich nun gleich herausstellen, denn er hörte ein Ast auf dem Boden knacken, weswegen Anthony vom Display aufsah. Er erkannte Luke wie er auf ihn zu lief, Anthony musterte nochmal die ganzen Dinge in seiner Hand, bevor er dem Schwächling die Bandagen in die Hand drückte. Er müsste wissen, was er mit denen tun sollte, doch er sah trotzdem so aus, als hätte er überhaupt gar keine Ahnung. Luke sah sich eher an den beiden Körper um, als würde er die Verbände wechseln müssen. Der Blonde sah sich das Gesuche für einen Moment an, bevor er genervt mit den Augen rollte und ihm zeigte, wie man die Bandagen um die Fäuste wickelte. Damit verlor Anthony ziemlich schnell die Lust, ihm überhaupt irgendwas zu zeigen, in seiner Nähe zu sein, denn es wird alles sowieso zu seinem Tod führen. Doch er sah einen kleinen Ehrgeiz in der Flachzange, weswegen er sich mit ihm der Trainingspuppe näherte. Er hatte keinen Schimmer mehr, wie er ihn trainieren sollte, wenn er kein Grundwissen hatte. Deswegen zeigte er ihm an der freien Puppe, wie seine Haltung sein sollte und richtete diese bei ihm, da er absolut keine Kraft verwendete. Danach ließ er ihn einen Schlag durchführen, doch der war so schwach, dass sich an der Puppe nichts regte. Eher hörte man ein Knacken eines Knochens, weswegen der damalige Wärter kurz zu seiner Faust blickte. Er schnappte tief Luft und schloss für den Moment die Augen, bevor er sich grob seine Hand nahm und den Daumen richtig positionierte. Danach schlug er die Hand wieder weg, das Training bezweckte nur, dass Anthony wütend wurde. Wenn es so sein sollte, dann würde er die Flachzange verprügeln, damit er sich irgendwann mal wehren würde.
      Wo er so darüber nachdachte, fand er die Idee gar nicht schlecht. Er sah zu der Flachzange und schmunzelte, dem Blonden würde es zumindest gut gefallen. Das Geschlage würde aber erst später kommen, bis dahin trainierte er mit ihm ein paar Schläge mit den Schlagringen oder eher, wie man überhaupt die Puppe richtig trifft. Nach einer Zeit hatte der Blonde aber genug davon, sie machten nicht sonderlich fortschritte, Luke erwies nicht ein Stück Stärke. Also führte er den Herren zu einem leeren Platz und nahm ihm die Schlagringe ab, damit würde es sich nicht zu wehren lohnen. Die Situation erklärte er ihm aber nicht, damit konnte er nämlich sofort sein Reaktionsvermögen testen, welches miserabel war. Der erste Schlag ging an sein Kiefer, auch wenn er eher leicht war. " Wenn du nicht beginnst, dir Mühe zu geben, wirst du schon in den nächsten Tagen sterben.. " Die Warnung kam mit dem nächsten kräftigen Schlag gegen seine Nase. Es war selbst eine gute Methode für Anthony, die Wut aufgrund der Flachzange zu lösen, auch wenn er nur immer enttäuschter darüber wurde, dass er die Schläge gar nicht kommen sah. Mit den Schlägen hörte er schnell auf, kickte dafür der Flachzange gegen die Brust damit er fällt, bevor er ihm die Schlagringe hin wirft. " Und nochmal.. ", seufzte er und schlug wieder auf ihn zu, war deutlich langsamer, damit Luke selbst einen Schlag setzen konnte. Doch jedes Mal war eine Funkstille, Luke sah nur verwirrt umher, weswegen Anthony wieder begann die Schläge kräftiger zu machen. Es endete damit, dass Luke auf dem Boden lag und gar nicht mehr daran dachte, wieder aufzustehen. Verachtend sah der Blonde zu diesem runter, er hatte schon genug gesehen. " Wenn du jetzt schon aufgibst, darfst du dich zu morgen im See ertränken. "

      Mit den Worten verschwand Anthony dann vom Trainingsplatz und blickte wieder auf das Handy, um die Uhrzeit zu sehen. Ein paar Minuten würden ihm bleiben, weswegen er die Zeit damit verbrachte, ein paar Zigaretten zum Stressabbau zu rauchen. Der Blonde sah für einen Moment wieder in den Wald hinein, ob die Flachzange nicht langsam vor hatte herauszukommen, doch vielleicht wird er ja auch schon von den Wildschweinen gefressen. Es war Anthony jedoch relativ egal, was mit ihm passiert. Nur der Ehrgeiz des Blonden stand ihm im Weg, dass Ganze jetzt schon zu beenden. Doch in den Gedanken führte alles nur zu einem, Luke würde bitter sterben. Nach der letzten Zigarette lehnte sich der damalige Wärter gegen die Hauswand und blickte kurz zur Tür, bevor er tief durch atmete und die Augen schloss.

    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila hatte sich einen Plan zusammengelegt und nahm einen Beutel mit, um das Geld sicher zu verwahren, zählen würde sie es erst später und auch verteilen, die Männer warteten mit Sicherheit auch schon auf ihr Gehalt diesen Monat. Die Männer bekamen einen Anteil dessen, was die Frau annahm, aber es war monatlich unterschiedlich, je nachdem was alles eingenommen wurde. Wenn sie nicht bezahlt wurden, dann würden sie ihre Arbeit nicht leisten so einfach war es. Deshalb war es auch besonders wichtig, dass es jemanden gab, der diese Aufgabe für Mike übernahm, damit er weniger auf seinen Schultern zu tragen hatte. So würde jeder Aufgabe die richtige Aufmerksamkeit gegeben werden, es würde nichts mehr schief laufen und es würde auch nichts mehr geben, was die Brünette aufregen könnte, jedenfalls glaubte sie daran.
      Die Frau hatte sich eine schwarze Hose angezogen, schnallte sich über einem ihrer Beine einen Holster mit ihrer Schusswaffe, die andere landete hinten am Rücken, sie wurde von einer Lederjacke verdeckt. Sie schnürte sich ihre Boots, in welchen jeweils ein Wurfmesser versteckt war, zum Schluss zog sich Kamila auch noch fingerlose Lederhandschuhe, um ihren Look von einem bösen Mädchen zu vervollständigen. Sie brauchte ein gewisses Auftreten, eines welches ihr Selbstbewusstsein unterstrich und ihre Gegner sie vielleicht falsch einschätzen ließ. Sie spielte nicht nur ein böses Mädchen, sie war gewiss auch eines. Sie war eiskalt, verrückt und oft auch impulsiv, launisch konnte man sie auch nennen, aber das auch nur, wenn es nicht nach ihrem Plan lief.

      Ihre Männer hatten sich bewaffnet, sie hatten alle ein etwas schwereres Arsenal mitgehabt und liefen voraus nach draußen, als Kamila es ihnen befahl. Auf zwei Wagen würden sie sich aufteilen, die Brünette würde mit dem Blonden in ihrem Wagen vor fahren, die Herren würden in einem schwarzen Transporter nachkommen.
      Sie lief die Treppe runter und sah sich dezent nach Anthony um, bevor ihre Beine sie raus trugen, wo auch der Gesuchte steckte. "Ich hoffe für dich, dass du bewaffnet bist", sprach sie direkt, ohne groß eine Begrüßung davor zu setzen. Sie lehnte sich für einen Moment an die Hauswand und griff zu einer Zigarette, um sich diese zwischen die Lippen zu stecken und anzuzünden. "Regel Nummer keine Ahnung was.. Immer bewaffnet mit mir rausfahren". Ihre grünen Augen sahen zu dem Mann neben ihr, ihre Brust zog sich für einen Moment zusammen, aber dafür nahm Kamila ihren Blick wieder von dem Mann runter und genoss ihre Zigarette. Zum Wagen würden sie laufen müssen, ihre Männer waren aber noch nicht alle da, sie kamen nach und nach nach draußen,teilweise schwer bewaffnet. "Wir müssen damit rechnen, dass wir Besuch bei unserem Vorhaben bekommen werden". Wenn Kamila zu Ende geraucht hätte würden die sich zu den Fahrzeugen auf machen, um die erste Stadt abzuklappern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony konnte zwar hören, dass die Tür sich langsam wieder öffnete, doch musste er gar nicht sehen wer es war, denn er wurde direkt angesprochen. Die einzige weibliche Stimme in diesem Haus meldete sich zu Wort und er nickte bei ihrer Aussage nur, er würde sich schon gleich eine Waffe holen. Da fiel ihm der Blick auch schon auf das Outfit der jungen Frau, den Blick wandte er aber schnell wieder weg. Er kümmerte sich lieber um seine Atmung, dass er nicht bei dem nächsten Anblick der Flachzange wieder unkontrolliert auf ihn zuschlägt oder mit der Schusswaffe auf ihn schießt. Es war wieder einer der Regeln, die Kamila mal aufstellte und nun auch ihm präsentierte. Die wie vielte Regel es war, wusste er auch nicht mehr wirklich, weswegen er es einfach bei Regel Nummer irgendwas beließ und wieder nickte. Er sah ihr nochmal zu, wie sie ihre Zigarette rauchte, ehe sein Blick an ihr vorbei glitt und sich auf etwas anderes fokussierte. Eine Bewegung konnte er aus dem Wald erkennen, weswegen er seine Augen etwas verengte, um trotz der Dunkelheit etwas erkennen zu können. Doch eigentlich wusste er bereits, wer es war, und um nicht gleich mit diesem zusammenzustoßen, hatte er schnaubend als Erstes den Weg ins Haus genommen. Damit hatte Luke die Zeit gehabt sich im Wohnzimmer zu verschanzen, während der Blonde im Keller war.
      Der Blonde erkannte bereits, welche Waffen die ganzen anderen Männer hatten, weswegen er sich einfach danach orientierte und gleich nach zwei Schusswaffen griff. Die Eine hatte er an seinem Rücken angebracht und diese mit der Jacke versteckt, die Andere hielt er offen für die erste Zeit in seiner Hand. Von unten konnte er ein paar Schritte hören. Er wartete speziell darauf, dass diese wieder verschwinden würden, bevor er wieder hinaus ging. Kamila war langsam mit ihrer Zigarette fertig und so lohnte es sich für ihn nicht mehr, sich nochmal an die Wand zu lehnen. Er wartete nur noch darauf bis sie zu Ende rauchte, bevor er wortlos ihren Schritten folgte.
      Den kurzen Weg nahm er nochmal für sich, um sich zu beruhigen und sich auf das nächste Thema zu konzentrieren. Doch die Wut auf die Flachzange lenkte ihn ganz gut davon ab, was ihm den letzten Tag ständig in den Gedanken plagte. Er würde ihn aber trotzdem nicht deswegen am Leben lassen, dafür hatte er nicht genug Nerven parat gehabt. Wenn er selbst aus seinem Welpenschutz kommt, müsste sich sowieso Luke selbst darum kümmern, zu trainieren. Doch das würde er nicht können, weil er gar nicht weiß, was er zu tun hatte. Als die Beiden dann im Wagen einstiegen, seufzte er, bevor er aus dem Fenster blickte. " Die Flachzange ist nicht zu trainieren.. Er weiß nichtmal, wie man die Bandagen um die Hände wickelt. Er schlägt mich nichtmal zurück, entweder er ist pazifistisch, masochistisch oder womöglich einfach schwul.. Vielleicht auch alles gemeinsam. "

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Es dauerte nicht lange, da verschwand Anthony in dem Haus, um sich vermutlich eine oder gleich mehrere Waffen zu besorgen, was auch richtig war. Er musste lernen, dass man nicht unbewaffnet aus dem Haus ging, wenn vor allem nicht wenn man sich auf die Stadt zubewegte, in der einfach alles geschehen könnte. Die Polizei konnte sie überraschen, oder eine der anderen Gangs. Nun, mit den Jungs hatte sich Kamila erst einmal auf Frieden geeinigt, solange bis sie ihren Plan umgesetzt hätten, aber sie Locos waren noch immer unter ihnen und damit auch die Gefahr angegriffen zu werden. Es könnte aber auch alles andere sein, womit man nicht rechnete, deshalb sollte man an seiner Stelle immer bewaffnet aus dem Haus gehen. Punkt.
      Kamila rauchte zu Ende und ließ ihren Blick durch die Gegend schweifen. Luke kam ihr entgegen, er wollte sich wohl in das Haus schleichen, ohne groß gesehen zu werden, aber es klappte nicht, denn die halbe Mannschaft stand draußen und wartete nur, bis er sich zeigte. Anthony hatte ihn wohl vermöbelt, so sah der Mann jedenfalls aus und für einen Moment hatte seine Chefin sogar Mitleid mit ihm, er hatte ihr doch gut aus dem Gefängnis geholfen und mit Sicherheit hatte er auch irgendetwas drauf, was nützlich sein könnte. Er musste ja kein Schläger sein, es reichte wenn er andere Talente hatte, aber er brauchte nun mal eine Grundausbildung und er musste sich zur Not wehren können. Es war nicht möglich ihm eine Nanny zu stellen, die immer auf ihn aufpassen würde, wenn er sich nicht selber wehren konnte, aber Kamila wartete, was ihr der ehemalige Wärter sagen würde. Dieser kam auch wieder raus und mit einem Nicken ihrerseits konnten sie zu den Wagen gehen, die sich ein wenig weiter befanden. Es gab wieder einen Fahrer, der los fuhr nachdem er den Befehl bekam. Die Brünette musste auch nicht nach der Flachzange fragen, Anthony kam sofort mit der Sprache heraus. Seine Worte amüsierten die Frau, sie lachte kurz auf, schüttelte dann aber den Kopf. "Möchtest du mir damit sagen, dass ich recht hatte?", fragte sie neckend und sah selbst aus dem Fenster, bevor sie seufzte. "Vielleicht hat er ja auch andere versteckte Talente.. Aber er muss sich verteidigen können, sonst ist er nicht zu gebrauchen.. Aber ich glaub an dich, du hast ja noch gut anderthalb Wochen.. Zur Not.. Fahr mit ihn in einen StripClub.. Elias zeigt euch sicherlich die besten, der besten.. Bezahl ihm eine Nutte und lass ihn zu einem Mann werden, ich bezweifle nämlich, dass er jemals eine Frau nackt gesehen hat". Er musste ja nicht sofort schwul sein, vielleicht einfach nur schüchtern. "Bis auf mich im Gefängnis natürlich..". Nach dieser Ergänzung kicherte die Frau auch kurz, bevor sie mit einem Schmunzeln auf ihren Plan sah, den sie sich gemacht hatte. Es war Zeit für einen Themenwechsel.
      "Wir haben sehr viele Schutzbedürftige in der Umgebung.. Das heißt du muss jeden ein Mal im Monat abgefahren haben, um das Geld einzusacken.. Du bist damit auch dafür zuständig die Männer richtig zu positionieren, die wir dafür haben.. Es sind meistens gar nicht so auffällige Herrschaften, die durch die Stadt laufen und ein Auge auf alles werfen.. Zur Not rufen sie an und fordern Verstärkung..". Kamila reichte die Liste Ihrem Neuling. " Das ist eine Liste für die erste Stadt, die wir abfahren werden.. Mit der Höhe des Geldes.. Welches wir verlangen.. Jegliche Extras kosten dementsprechend auch.. Deine Aufgabe besteht darin das Geld abzuholen, nachzufragen ob alles okay sei und mir das Geld wiederbringen, gezählt.. Wenn ich es absegne wird ein Teil an die Männer verteilt, deinen Teil nimmst du dir davon dann auch ab und die beiden Jungs kriegen auch einen Anteil, dabei kriegt Mike zehn Prozent und Elias zwanzig... Von den Einnahmen hier". Kamila blickte hoch und erwartete Fragen, oder wenigstens eine Reaktion, dass alles okay war. "Es gibt kein verschieben auf nächsten Monat.. Ohne Geld kein Schutz.. Du handelst nicht.. Sondern du machst da die Regeln und so musst du auch auftreten, verstanden? Es gibt gewisse Läden, an denen ich Anteile habe, die sammelst du auf dem Weg auch ein, aber das Geld fließt direkt zu mir, ohne irgendwelche Umwege..". Sie lächelte sanft, dann konnte sie sich zurücklehnen, um die dreiviertelstündige Fahrt zu genießen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Als sie behauptete, dass er bisher defintiv keine Frau nackt sah, nickte er bestätigend. So wird es wohl sein, denn die Frauen in seiner Umgebung konnten wohl schon aus der Entfernung riechen, dass er schwach war. Er war wohl genau das Gegenteil zu seinem Verwandten hier in der Gang, wegen welchem er überhaupt zu seinem Platz kam. Umso überraschender war es, dass dieser ihn hinein bekam. Es musste doch aufgefallen sein, dass er nicht der Beste hier war, geschweige denn die Grundlagen kannte. Aber ihre Idee war nicht schlecht, er konnte sich nämlich vorstellen, dass er sich sofort nur an eine Frau binden will. Vielleicht sucht er ihm ja auch einfach die erste Liebe und wird diese dann dafür nutzen, ihn irgendwie wütend werden zu lassen. Seine erste Liebe wird er vermutlich auch in der Dame sehen, die er im Strip Club sieht. Irgendwie wird es wohl so lenken können, wie er es brauchte. Was Anthony selbst auch noch brauchte war wohl Ablenkung und was wäre besser gewesen, als wieder Tage wie damals zu erleben. Vielleicht klappt es ja auch bei ihm und er verknallt sich in die Nächstbeste, damit das alles ein Ende hatte, auch wenn er das ziemlich bezweifelte.
      Danach griff Kamila jedoch ein anderes Thema auf und kam wieder auf den eigentlichen Grund, warum sie hier überhaupt im Auto saßen. Er hörte ihr aufmerksam zu, bisher klang es nicht allzu schwer. Den richtigen Ablauf würde er gleich schon praktisch sehen und da wird er sich wohl alles versuchen einzuprägen, was ihm einfiel und was er konnte. Der Blonde war jedoch zuversichtig dafür, dass er die Aufgabe wohl packen wird. Dummw ar er schließlich nicht und körperlich war er auch nicht der schlechteste, da konnte man sich wohl zutrauen, dass man Schutzgelder einsammeln konnte. Als man ihm die Liste reichte, nahm er einen Blick darauf und hörte währenddessen weiterhin zu, was die Grünäugige ihm zu erzählen hatte.
      Die Grundlagen verstand er, auch wenn er sich darüber wunderte, dass Elias einen höheren Anteil als Mike bekam. Dafür verschwendete er jedoch keinen weiteren Gedanken mehr daran und hörte lieber weiter zu. Es war schon fast klar, dass er nicht sonderlich handeln durfte und lieber nur darauf hören sollte, was Kamila ihm sagte. Da alles verständlich war, nickte er schließlich und sah kurz von der Liste zu ihr hoch, bevor er seinen Blick aus dem Fenster hatte. " Geht klar. ", bestätigte er schließlich, dass er wirklich zugehört hatte. Damit wurde es dann still und er konnte wieder seinen Gedanken nachgehen, was er mit geschlossenen Augen tat. Er atmetete nochmal tief durch, da er im Auto wesentlich besser ruhig werden konnte. Die Strategie musste wieder umgeändert werden, denn von sich aus war Luke nicht dazu bereit, sich zu wehren oder zurückzuschlagen. Also dachte er nach, ob es sich lohnen würde, wenn er sofort am nächsten Abend mit ihm verschwindet. Damit sollte er nicht zu lange warten, denn wenn das wirklich die Lösung für sein Problem war, so musste er es wenigstens früh genug versuchen, bevor die Zeit abläuft.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es gab einiges, was Kamila an ihren Neuzugang gut fand, aber eine Sache davon war sein schnelles Verstehen und die wenigen Fragen, die er stellte. Er wusste einfach, wann es den richtigen Zeitpunkt für Fragen gab und man brauchte ihm nichts zwei Mal erklären, bisher jedenfalls. Damit konnte die Brünette gut arbeiten, es machte ihr sogar ein wenig Spaß ihn einzuarbeiten, denn sie mochte schlaue Menschen, die etwas im Hirn hatten.
      Mit der Bestätigung von dem Blonden gab es für die Frau keinerlei mehr zu besprechen, deshalb lehnte sie sich zurück und sah einfach aus dem Fenster. Die Stille tat ihr gut, diese ließ sie darüber nachdenken, was sie sonst noch zu tun hatte und was morgen anstand. Außerdem musste sie noch über das Gespräch mit den Herrschaften nachdenken, hoffentlich hatte sich Elias soweit beruhigt, dass er ein Gespräch zulassen würde, zur Not würde es die Frau auch ohne ihn durchziehen, sie war sich dessen nicht zu schade. Sie brauchte Elias nicht, aber mit ihm war es nicht nur einfacher, es würde auch deutlich besser laufen.

      Die Fahrt endete irgendwann auch und der Fahrer gab seiner Chefin ein Zeichen, dass sie angekommen waren. Kamila stieg aus und streckte sich, sie fing in dem äußeren Teil der Stadt an, in dem es noch deutlich ruhiger war, als vielleicht in der Innenstadt. Sie schloss die Tür hinter sich und sah sich nach ihrem Neuling um und den Männern, die gleich hinter ihnen in dem Transporter zu stehen kamen. Die Männer stiegen aus, sie hielten ihre Waffen bereit und warteten auf Anweisungen. Der erste Laden war ein Restaurant, ein etwas nobleres, schickeres. Auf der Schutzliste standen viele verschiedene Unternehmen: Restaurants, Einkaufsläden, Supermärkte, Apotheken, Privatpersonen und auch die ein oder andere Bankfiliale. Es gab verschiedene Menschen, verschiedene Richtungen und vor allem verschiedene Schichten, die einen Schutz brauchten, um nicht womöglich ausgeraubt zu werden, oder angegriffen. Damit sicherte sich die Frau aber auch ihr Territorium ab, in welches sich die meisten fremden nicht mehr reintrauten, es war alles gut geplant und vor allem gut organisiert.
      "Ihr wartet hier draußen, wir wollen ja die Gäste nicht verschrecken". Es war die Anweisung, die die Männer erhielten, aber sie galt nicht für Anthony. Die Frau wollte nicht die Gäste verstecken, weil es damit weniger Profit für sie geben würde, wenn das Restaurant frei von Gästen bleiben würde, alles ergab einen Sinn, was sie machte.
      Mit einer Handbewegung deutete sie Anthony an, ihr in den Laden zu folgen und öffnete auch schon die Tür, um reibzutreten. Alle waren elegant gekleidet und die beiden passten überhaupt nicht in das Schema, aber es ging ja auch nicht darum hier essen zu gehen. Bei einigen der Gästen gab es doch eine kleine Panik, denn die Waffen waren gut sichtbar, die die beiden mit sich trugen und sie verstanden nicht ganz, was das hier sollte. Kamila trat dennoch an die Dame am Empfang und lächelte sie freundlich an, bevor sie nach dem Besitzer verlangte. Die Dame schien recht neu zu sein, denn mit ein wenig Stottern entgegnete sie, dass der Besitzer nicht zu sprechen war, er wollte nicht gestört werden.
      "Ich glaube, Sie wissen nicht, wen Sie hier vor sich haben, kann es sein?". Kamila hob ihre Augenbraue und verschärfte ihren Ton ein wenig. Die Frau wurde ein wenig rot und sie wusste nicht, was sie sagen sollte. "Krieg ich eine Antwort?!". Die Brünette erhob ihre Stimme ein wenig, einige der Gäste sahen zu ihr rüber, da kam aber der Besitzer schon auf sie und Anthony zugelaufen. "Entschuldige n Sie bitte", er hoffte darauf, dass Kamila sich nicht aufregen würde. Er bat die beiden ihm zu folgen und entschuldigte sich noch einmal in seinem Büro, die Dame war neu und kannte es noch nicht so. "Ich habe aber das Geld", versprach er und öffnete sein Tresor, aus dem er das abgezählte und bereit gestellte Geld rausholte. Er hielt es Kamila hin, die nickte, aber nicht ganz zufrieden war. "Demnächst sollten Sie ihre neuen Mitarbeiter besser einarbeiten.. Das nächste Mal bleibe ich nicht freundlich". Der Mann nickte mehrmals, Kamila schien dann erst zufrieden zu sein und deutete Anthony an, den Laden zu verlassen. Sie blickte draußen zu ihm. "Ich wäre nicht so freundlich geblieben, wenn der Laden nicht voll wäre.. Den nächsten machst du". Daraufhin musste die Frau erst einmal eine rauchen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Als sie die Männer bat draußen zu bleiben, blieb auch kurz der damalige Wärter stehen, nachdem er aus dem Auto stieg. Er musste aber nicht lange auf ein Anzeichen darauf warten, ob er in diesem Satz auch gemeint war, denn sie deutete ihm an, dass er mitkommen sollte. Während sie auf das Gebäude zuliefen, sah er noch einmal hinter den Beiden zu den Männern und beobachtete, was sie jetzt machen und wie ruhig sie sich dabei verhalten werden. Die Umgebung war auch noch ruhig gewesen, weswegen er sich wieder zu Kamila wendete und anschließend mit ihr in das noble Restaurant eintrat. Sein Blick schwiff sofort herum, er erkannte die vielen Gäste in ihrer Abendkleidung, die nun ihre Augen auf die beiden Störenfriede hatten. Sie waren deutlich unpassend gekleidet, doch würden sie gleich schon wieder verschwinden, wenn alles reibungslos laufen wird.
      Anthony hörte bei dem Gespräch zu und achtete dadrauf, wie Kamila auf die verschiedenen Aussagen der Mitarbeiterin reagierte. Sie war ziemlich zielstrebig und hatte nicht sonderlich viel Interesse an der Begründung, warum der Besitzer gerade nicht konnte. Schnell wurde die Unannehmlichkeit gelöst und der Chef hatte sich doch gezeigt, mit welchem das Duo schließlich das Geld holen ging. Kamila hatte eine schlechtere Stimmung aufgrund des schlechten Starts gehabt, doch das würde sich vermutlich nicht lange halten, da sie nich einige andere Geschäfte abklappern mussten.
      Mit dem Geld sind sie wieder rausgegangen und zumindest Anthony war zufrieden, da es sich bisher als nicht so schwer erwies. Doch schwieriger war es, seine Augen nicht auf Kamila zu haben, wenn sie mal ihre Position heraus hängen ließ. Böse sein steht ihr, jedoch auch nur solange, bis sie ihre Seite bei dem Herren zeigte. Da war ihr die Kamila lieber, die mit ihm rumalberte und flirtete. Darüber war jedoch keine Zeit nachzudenken, denn mit dem verlassenen Ausgang sprach sie darüber, dass der damalige Wärter das nächste Geschäft übernehmen wird. Der Aufgabe nickte er nur zu, so konnte die Grünäugige ein Auge auf ihn halten und ihm sofort sagen können, was zu verbessern war. Verbesserungsvorschläge nahm er eher ungern von Anderen an, doch bei Kamila ließ er es zu, da er wirklich noch was von ihr lernen konnte. Draußen rauchte Kamila und kurz war auch der Blonde am überlegen, ob er nicht auch wollte, doch er ließ es einfach. Er hatte schließlich die Möglichkeit gehabt später eine zu rauchen, wenn sie die ganzen Gebäude auf der Liste abgeklappert haben. Geduldig wartete er darauf, dass sie zu Ende rauchte, bevor er wieder in das Auto stieg und die Liste betrachtete, um schon wissen zu können, worauf er sich vorbereiten sollte.
      Als die Beiden am nächsten Supermarkt ankamen, stieg er aus und musterte wieder das Gebäude, ehe er mit Kamila an der Seite darauf zulief. Als die Schiebetüren sich öffneten und damit ihr Eintreten angemeldet wurde, sah er sich nach einem Mitarbeiter um. Dieser war leicht zu erkennen, denn einer dieser schien es plötzlich eilig zu haben. Anthony schnitt ihm den Weg ab und mit einem aufgesetzten Lächeln sah er sich das Namensschild an, welches darauf deutete, dass er der Ladeninhaber war. " Sie sind der Besitzer, richtig? ", hakte er trotzdem nochmal nach und sah sich die Person genauer an, als dieser nickte. Doch trotzdem rührte er sich nicht vom Fleck, weswegen die gespielte Fröhlichkeit schnell sein Gesicht verließ. " Und warum sehen wir noch kein Geld? " Der Besitzer nickte verständlich und war dieses Mal derjenige, der sich ein Lächeln aufsetzte, auch wenn man die Nervösität von ihm spüren konnte. Er sagte, er würde es schnell holen, doch dem war Anthony eher skeptisch. Also legte er seine Hand auf die Schulter, die er gerade noch beim Laufen erwischte. Der Besitzer drehte sich um, warnend löste er mit der einen Hand die Sicherung aus der Schusswaffe. " Wir kommen mit.. ", waren schließlich die Worte des Blonden, ehe dieser mit dem Besitzer an der Hand weiterlief. Die Hand behielt er an seiner Schulter, so hatte er genug Möglichkeiten gehabt zu reagieren, wenn dieser spontan irgendwelche ruckartigen Bewegungen machen würde, die aufs flüchten deuteten. Doch das Geld wurde ihnen gegeben, auch wenn es zusammengekratzt wurde. Anthony machte sich jedoch nichts daraus, vielleicht hatte der Herr nur Panik bekommen, dass es doch nicht genügen würde.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es ging weiter und nachdem Kamila ihre Zigarette geraucht und sich auch wieder abreagiert hatte, konnte sie in den Wagen steigen um weiter zu fahren. Schnell warf sie Anthony in das kalte Wasser und ließ ihn den nächsten Ort nach Geld abklappern, um vor allem zu sehen, wie er sich schlagen würde. Sie erhoffte sich nur das Beste, erwartete es auch mehr oder weniger von dem Mann, er war schließlich nicht blöd und wusste genau, was er zu tun hatte. Er musste einfach nur etwas böse sein, den bösen und genervten Blick draufsetzen und ein wenig drängen, dann würde er es auch schaffen.
      Der nächste Halt war ein Supermarkt, auch hier stiegen die Männer mit aus, einige von ihnen folgten den beiden in den Laden, der langsam am Schließen war. Anthony wusste, was er zu tun hatte, er köpfte sich einen der Männer vor und hatte auch Glück damit, dass er auf den Besitzer traf. Kamila kreuzte ihre Arme vor der Brust, sie lehnte sich quasi zurück und ließ den Mann machen, sie würde ihn dafür benoten und vielleicht auch belohnen, wenn er es denn gut tat. Er machte es in der Tat gut, vor allem dieses böse Gesicht und diese Aggressivtät standen dem Mann hervorragend. Kurz erwischte sich Kamila bei dem Gedanken, wie es wohl wäre wenn ihr Neuzugang diese Aggressivtät auch im Bett zeigen würde, wenn er ihr sagen musste, was zu tun war und wie sie ihn glücklich machen würde. Dafür biss sie sich auch kurz auf die Lippe, es machte sie wahnsinnig scharf, aber mit dem Überreichen des Geldes brachte man sie auch schon auf den Boden der Tatsachen zurück. Ein breites Grinsen was in ihrem Gesicht zu sehen, beim Rausgehen klopfte die Frau dem Blonden auf die Schulter. "Gut gemacht.. Wirklich gut gemacht". Sie lächelte ihm zu, steckte sich das Geld ein und stieg in den Wagen, um die nächsten Orte abzuklappern. Es dauerte seine Zeit und abwechselnd sammelten die beiden das Geld ein, Kamila hätte den Ex-Wachmann natürlich die Arbeit machen lassen, aber sie wollte sich nicht langeweilen und ihm einfach nur zugucken.. Außerdem konnte sie nicht ständig zusehen, wie scharf er aussah, wenn er etwas härter zugriff.
      Alles lief recht gut, bis sie in einem recht kleinen Wettbüro aufkreuzten. Der Besitzer war zunächst nicht zu sehen, die Atmosphäre war auch eine deutlich angespanntere, trotzdem ging sie zunächst nur mit wenigen Männern ein. Die Frau sah sich um, bevor sie an die Theke ging, an der auch die Wetten abgegeben wurden und fragte nach dem Chef. Er wurde hergeholt, aber so charmant wie er auch erschien, so enttäuschend war die Aussage, dass es kein Geld gab. So etwas bezweifelte Kamila sehr stark, zumal es einige Männer gab, die an den Wetttischen saßen. "Du willst mich verarschen, oder?", fragte sie noch recht freundlich und blickte zu dem deutlich größeren Mann hoch. Ihre Männer hoben ihre Waffen, aber die Frau deutete mit ihrer Hand an, dass sie sich zurückhalten sollten. "Du willst mir sagen, dass es in der Kasse nicht meine drei tausend gibt?". Sie legte den Kopf schief und schmunzelte nach ihrer Aussage, der Mann blieb aber sturr. "Kein Geld da", sagte er weiterhin und zuckte mit seinen Schultern. "Kein Geld, kein Schutz", sprach die Frau und wartete einen Augenblick, aber der Mann zeigte sich unkooperativ. "Ich weiß nicht, wofür ich den Schutz bräuchte". Daraufhin lachte die Brünette herzlich, sie drehte sich zu ihren Männern um, die mit ihr anfingen zu lachen. Es dauerte einen Augenblick, dann sprach sie weiter: "Ich weiß auch nicht, wofür du ihn brauchst!". Daraufhin lachte auch der Besitzer, er wog sich in Sicherheit, bis Kamila verstummte und damit auch ihre Männer. Der Mann vor ihr verstummte Recht spät, er erkannte den gar nicht mehr so sympathischen Blick der Frau vor sich. Kurz schluckte er, aber Kamila deutete ihrem Blonden Begleiter an, ihr rauszufolgen.
      "Brennt den Laden nieder". Es waren ihre letzten Worte, bevor ihre Männer das Feuer eröffneten und alle erschossen, die sich im Laden befanden. Kamila verließ das Wettbüro, sie würde warten bis die Show vorbei war. "Wer nicht hören will.. Muss spüren ".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Überrascht verspürte er das Klopfen auf seiner Schultern, weswegen er zu dieser runter sah und die Hand der Dame erblickte. Sie lobte ihn wad nur bedeuten konnte, dass er den Job gut machte. Bisher hatte sie keine Kritikpunkte genannt, weil es bei dem ersten Mal womöglich keine gab, doch mit den verschiedenen Situationen die er noch heute erleben würde, würde sich sicherlich auch ein Kritikpunkt finden. Doch es reichte ihm gerade schon ihr Lächeln zu sehen, weswegen er bei seiner Aufgabe nicht wirklich vorhatte, irgendetwas falsch zu machen. Gemeinsam hatten sie die ganzen anderen Geschäfte abgeklappert und haben sich immer abgewechselt dabei, wer das Geld holte. Es lief ziemlich gut und der Blonde konnte sich gut daran gewöhnen, da es mit den verschiedenen Lokalen und Personen ständig Abwechslung gab. Er bekam zwar nicht ständig Lob zugedrückt, er war ja kein Hund, doch Kamilas Zufriedenheit spiegelte auch ihre Meinung wieder.
      Im Job fühlte er sich schon fast sicher, jedoch ist bisher alles gut verlaufen und es gab keinen großen Widerstand, auch wenn manche mit dem Geldrausrücken zögerten. Doch diese hatten die Beiden schnell im Griff gehabt und sind letztendlich immer mit dem Geld hinausgegangen. So erhoffte er es sich auch bei dem Wettbüro, an welchem das Auto gerade anhielt. Kurz blickte er zur Frau neben sich, sah ob diese bereit war, bevor er gleichzeitig mit ihr hinausging. Mit den anderen Männern machten sie sich auf den Weg hinein und schnell wurde der Besitzer gebracht, der sich jedoch querstellte. Selbst beim Nachhaken der Brünette blieb dieser fest der Meinung, dass er nicht zu bezahlen bräuchte. Er verfolgte gespannt das Gespräch weiter und schnell kam eine unangenehme Spannung hervor, die nichts Gutes für den Besitzer hatte. So hatte Kamila recht schnell die Nase voll gehabt von dem Gespräch und eröffnete das Feuer, woraufhin unzählige Schüsse ertönten. Er erkannte, dass er mit ihr raus sollte, weswegen er ihr bei der Feuereröffnung schnell raus folgte. Ihre Laune war deswegen sicherlich wieder in die Hose gegangen, doch der Blonde erhoffte sich wieder, dass er ihre Laune irgendwie biegen könnte. Doch ihm fiel gerade nichts ein, Kamila sprach aber dafür. Sie sagte die Wahrheit, doch das Geld sollte trotzdem noch gefunden werden sollen. Aber womöglich sagte der Herr die Wahrheit, er hatte das ganze Geld schon brav bei der Bank abgesichert oder es liegt in irgendeinem Safe. Anthony musterte sie in ihrem Outfit, musste dabei kurz grinsen. Wegen den Schüssen war es noch relativ laut, weswegen es sich nicht lohnte wirklich ein Gespräch zu beginnen.
      Der Abend war wieder ziemlich gut gelungen und um dies zu genießen, schloss er für einen Moment die Augen, bevor er sich etwas umguckte. Mit dem Chaos könnten sich Probleme melden, wenn es irgendwer außerhalb der Polizei meldet oder diese in den nächsten Zeitpunkten hier vorbei fahren.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Innerhalb von fünf Minuten waren die Männer raus und der Laden war am brennen. Sie wussten genau, was sie zu tun hatten und machten ihre Arbeit gut, dafür waren sie schließlich bestimmt. Sie haben die Gäste und das Personal erschossen gehabt, einige haben sich nach brauchbaren Gegenständen umgesehen, wie Geld oder Schmuck auf den Gästen und letztendlich liefen sie raus, während zwei von den Herrschaften Benzin aus dem Wagen holte und genug verteilte. Das Anzünden wurde Kamila überlassen, die sich nach ihren Worten der kurzen Erklärung zu Anthony eine Zigarette raugeholt hatte. Sie war nicht wirklich schlecht drauf, da es noch die Chance gab einiges mit rauszunehmen, aber sie war schon ein wenig angespannt, vor allem war sie sich nicht sicher, was der plötzliche Sinneswandel bei dem Besitzer bedeuten sollte. In der Regel waren es genau diese, die sie nach Schutz baten, Kamila drängte so etwas nicht auf, sie bot es nur an, vor allem das Wettbüro hatte sich freiwillig dazu entschlossen, um Schutz zu bitten und damit monatlich das Geld zu bezahlen, es hatte sie keiner dazu gezwungen, sich beschützen zu lassen. Dennoch, irgendetwas musste los sein, dass sich der Mann gegen entschieden hat, ohne die Frau vorher darüber zu informieren. Sie gab zu, es war nicht ganz einfach aus ihrem Vertrag rauszukommen, aber ihr kam nicht um die Ohren, dass der Mann vielleicht aus seinem Vertrag aussteigen wollte. Was war also los gewesen?
      Als ihre Männer raus waren und eine Benzinspur ein Stück weit raus zogen war es Kamila, die auf sie zulief und ein letztes Mal an ihrer Zigarette zog. Mit dem Rauch, welchen sie aus ihren Lungen entließ warf sie die Zigarette in die Spur und beobachtete, wie in Sekunden sich das Feuer bildete und im Laden ausbreitete. Damit war die Arbeit hier getan. "Wir fahren.. Bevor die Cops hier sind". Ihre Männer jubelten ein wenig über das Feuer, aber sie gaben sich geschlagen und stiegen in den Transporter, nachdem sie ihrer Chefin das gaben, was sie gefunden haben. Es war ein wenig Schmuck, etwas Geld aus der Kasse und den Portemonnaies der Gäste.
      Die Sirene war schon vom Weiten zu hören, deshalb stieg auch die Brünette schnell ein und wartete, bis Anthony im Wagen war, um denm Fahrer den Befehl zu geben Gas zu geben. Die Fahrzeuge waren gerade weg, als die Polizei ankam und Verstärkung rief, dazu noch die Feuerwehr, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Kamila schmunzelte ein wenig, als sie sich von dem Ort entfernten und weiter, auf die andere Seite der Stadt fuhren. Es standen noch zwei Läden auf ihrer Liste.
      "Die letzten hier.. Sind was besonderes.. Das sind die, an denen ich meine Anteile hier habe". Kamila hob noch einmal die Liste auf und zeigte auf dieser, welche beiden sie meinte. Der eine Laden davon war das Restaurant, in welchem sie vorletzte Nacht gegessen hatte. "Vor allem hier..", sie deutete genau auf dieses Restaurant. "Keinerlei Gewalt.. Das ist was persönliches.. Und die beiden geben das, was sie haben.. Ohne Drang oder so.. Wobei du dich an ihren Charakter gewöhnen solltest". Daraufhin lächelte die Frau sogar sanft, sie hatte nur dort ein paar persönliche Beziehungen, sonst nicht. "Und vor allem nicht mit den Herrschaften da hinten rein.. Die können sich nicht benehmen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony sah nur still dabei zu, wie sich mit der weggeworfenen Zigarette das Feuer im ganzen Gebäude entfachte. Es verbreitete sich ziemlich schnell aufgrund des Benzins, weswegen es nicht wirklich vorhersehbar war, wo die Flamme weiter laufen wird. Das kleine Manöver welches sie hier machten, um doch noch an das Geld zu kommen und gleichzeitig Kamilas Rache auszuüben, würde jedoch nicht allzu lange unentdeckt bleiben. Möglicherweise befanden sich dort Rauchmelder, ein Passant würde die Flammen erkennen oder es würde später irgendetwas aufgrund der Hitze und dem Feuer explodieren, das helle Licht war sowieso schon gar nicht zu übersehen.
      Dieser Meinung war nicht nur er gewesen, denn auch die schwarze Witwe befahl, sich nun zurückzuziehen und noch die restlichen Geschäfte zu besuchen. Es war langsam heiß geworden und da die Polizei sich bereits mit der Sirene höflich für die Bande anmeldete, zögerte er keine Sekunde ihren Worten zu folgen und schnell ins Auto zu steigen. Ihnen hinterher fahren würden sie nicht tun, sie hatten bereits mit dem Feuer genug zu tun gehabt. Doch damit war die Behörde informiert und es würde sicherlich Verstärkung geholt werden, um die beiden Autos, die gerade vom Tatort wegfuhren, ausfindig zu machen. Da die ganze Manschaft jedoch gut bewaffnet war, würde selbst die Verstärkung nicht viel anrichten können. Als sie wegfuhren, blickte er kurz über seine Schulter um zu sehen, wie nahe die anderen Männern an den Beiden waren. Sie waren jedoch genau so eilig mit dem fahren, weswegen sie sich wohl nicht verlieren würden.
      Im Auto wurde über den weiteren Ablauf gesprochen, auch wenn sie nicht mehr viel auf der Liste hatten. Trotzdem hörte er zu, da es dieses Mal um die Geschäfte ging, an welchen sie ihre eigenen Anteile hatte. Es war nicht viel darüber ezählen, doch er musste darauf achten, sich nicht so böse wie bei den anderen Betrieben zu verhalten. Vorallem zu dem Restaurant mit ihrem Lieblingsgericht war sie darauf aus, dass dort nicht schlechtes passiert. Er nickte daraufhin, doch auch wenn er im Hintergrund ein Dröhnen spürte, als würde sie gerade weiter sprechen. Seine Augen fokussierten sich jedoch auch ihr sanftes Lächeln, was ihn selbst ein wenig ansteckte.
      Kurz war es wieder so, als würde die Zeit für einen Moment stehen bleiben, denn er achtete gerade nur auf ihre Lippen. Das Lächeln war mit dem Sprechen nicht gänzlich zu erkennen, doch als er dann wirklich realisierte, dass das Mundbewegen darauf hinwies, dass Kamila gerade am reden war, kam er schnell wieder auf den Boden. Die Männer sollten dort nicht rein, wenn er richtig hörte. Verständlich nickte er, doch öffnete Anthony derweil auch für den Moment das Fenster, um frische Luft zu schnappen. Das Gefühl, sie hätte ihm wieder die Luft geraubt, war damit wieder nach einer Zeit verschwunden. Um nicht noch dafür zu sorgen, dass Kamila deswegen frierte, schloss er das Fenster wieder.
      Mit der Zeit kamen sie an dem geliebten Restaurant von Kamila an und da es so schien, dass sie sich schon darauf freute, ließ er sie ihr alles wieder zeigen. An die Persönlichkeiten musste man sich wohl wirklich gewöhnen, doch er müsste sowieso nicht viel Zeit mit ihnen verbringen und mit ihnen sprechen, wenn es nur um das Geld ging. Wenn es Kamila aufmuntert, so würde er sie jedoch mal hier einladen, wenn sie die Zeit dazu hatte. Mit den Einladungen sollte er jedoch vorsichtig sein, denn damit würde er sich nur wieder selbst in irgendwelche Gefühle reinreiten, die er gerade zu ignorieren versuchte. Als sie hinein gingen und sie sich wieder begrüßten, sah sich der Blonde etwas um. Die Bilder und die Lichterketten war ihm noch bekannt und da er sich wohl denken konnte, wie er hier vorgehen musste, legte er seine Hand kurz auf ihre Schulter und deutete ihr an, dass er draußen warten würde. Damit würde er die Drei nicht stören und er könnte selbst mit einer Zigarette dafür sorgen, dass er im Auto nicht noch über sie her geht oder anders durchdreht.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila hatte zwischenzeitlich das Gefühl gehabt, als würde Anthony gar nicht wirklich anwesend sein, als würde er durch sie hindurchschauen. Sie konnte sich nicht gänzlich erklären, warum es so war und was er wohl gerade dachte, aber sie wollte sichergehen, dass er ihr zugehört und es verstanden hatte. Letztendlich nickte er, als hätte er es verstanden,woraufhin seine Chefin zufrieden lächelte. Der Mann widmete sich etwas anderem, er öffnete das Fenster und für den Augenblick hatte sie selbst das Gefühl, als wäre sie das Problem gerade, was er hatte. Kurz überkam sie auch das Gefühl, als wäre es ein Fehler gewesen mit ihm ins Bett zu gehen, aber sie kamen an und das lenkte die Frau ziemlich schnell von ihren Gefühlen.
      Sie ging vor, der Laden war gut gefüllt, auch wenn die eigentliche Feier noch nicht angefangen hatte. Mit einem Lächeln begrüßte die Brünette die Frau hinter der Bar, die seufzend die Augen verdrehte und nach ihrem Mann rief. Sie hatte Temperament, aber genau das mochte Kamila an der Frau, sie schmunzelte daraufhin und wartete einfach, bis der Mann auftauchen würde. Währenddessen spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter, ihre Brust zog sich zusammen und das Herz setzte kurz aus. Sie drehte sich etwas um, musterte den Blonden für einen Moment, während in ihrer Brust verschiedene Gefühle auf einmal auf sich trafen. Diese kurze Berührung löste etwas aus, was so eigentlich gar nicht sein könnte gar nicht sein durfte.
      Mit einem Nicken bestätigte sie Anthonys Vorhaben und kurz zuckten auch ihre Mundwinkel zu einem Lächeln, bevor sie zu dem Ehepaar sah, welches auf sie zukam. Der Mann brauchte nicht die Kasse zu öffnen, er sprach davon, dass er kurz in sein Büro musste, um den Umschlag zu holen, währenddessen sollte sich Kamila an die Bar setzen. Sie tat es auch, bekam etwas kaltes zu Trinken serviert. "Läuft gut, wie ich sehe", sprach sie zu der Frau des mittleren Alters, die noch immer ziemlich grimmig aussah, aber das tat sie immer. "Es geht ja erst in paar Stunden richtig los", sprach die Frau und kreuzte ihre Arme vor der Brust, während die Brünette nach dem Glas griff und einen Schluck daraus nahm. Es war eine kalte Cola, die richtig gut in dem trockenen Hals tat, es löste auch diese Enge in ihrer Brust wieder auf, die sich bei Anthonys Berührung gebildet hatte. Das Glas war halbleer, da kam der Besitzer wieder zurück und legte einen etwas dickeren Umschlag auf die Theke neben das Glas hin. "Lief ja richtig gut, diesen Monat..",musste Kamila feststellen, als sie einen deutlich dickeren Umschlag sah, als beim letzten Mal. Der Spanier vor ihr grinste und nickte zufrieden. "Seit ihr mit die komischen Fratzen da zurück haltet.. läuft es richtig gut!".
      Es tat gut so etwas zu hören, vor allem so einen vollen Laden zu sehen, Kamila hatte diesen nämlich auch noch ganz anders erlebt, so war es deutlich besser. "Wir sehen uns dann!". Damit leerte sie ihr Glas und steckte sich den Umschlag ein, bevor sie mit einem Wunk den Laden wieder verließ. "Ich komme bald auf einen Burger!". Ein Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen und die dortige Atmosphäre hatte ihre Laune schon ein wenig gehoben. Das Gefühl, welches sie durch Anthonys Berührung gehabt hatte war auch wieder verschwunden, sie konnte dem Mann auch wieder gut gegenüber stehen. Sie begrüßte diesen mit einem knappen Nicken. "Noch einer, dann sind wir damit auch heute durch". Sie deutete dann auf das Auto, in welches sie schon einmal stieg. Es waren wieder Sirenen zu hören, scheinbar war die Feuerwehr zu dem Brand unterwegs, den die Frau mit ihrer Truppe verursacht hatte. Sie freute sich schon darauf, es morgen in den Nachrichten lesen zu können. "Du machst den krönenden Abschied, damit man dich auch da Mal gesehen hat". Einen kurzen Blick riskierte sie zu dem Mann, dann sah sie lieber aus dem Fenster hinaus, um zu warten, bis sie bei dem letzten Laden ankommen würden. Es war ein kleiner Tatooladen, in dem sich die Frau ihren Körper immer wieder verschönern ließ.

      Es waren nur wenige Minuten, aber sie kamen schließlich auch dort an. Kamila spürte schon eine gewisse Vorfreude, sie hatte mit diesem Laden auch noch was ganz anderes für Anthony. Sie deutete ihm auf diesen Laden. "Hier lasse ich das meiste Geld liegen", sprach sie und sah kurz zu dem Mann, bevor sie vorging. Er sollte den krönenden Abschied machen, um sich vor allem den Laden hier anzusehen, der Besitzer machte die wenigsten Probleme, was die Anteile anging, die waren stets für die Brünette vorbereitet. Der Mann räumte gerade auf, als er aufsah, da die Tür aufging. "Oh, Mon Chéri". Er erhob sich und lief mit breiten Armen auf Kamila zu. "Sag bloß, wir füllen heute deine leeren Stellen auf". Er war recht klein und voller Tattoos, sein Akzent hörte sich etwas französisch an, jedoch gar nicht so streng, wie man es gedacht hätte. Kurz nahm der Mann seine beste Kundin in den Arm, dann blickte er zu ihrer Begleitung. "Oh, du hast aber eine hübsche Begleitung!". Er hielt Anthony die Hand hin. "Antoin..",stellte er sich kurz vor, Kamila blickte sich in der Zeit wieder etwas um. "Ja, und meine hübsche Begleitung braucht ein Tattoo.. früher oder später.. Da wollte ich mich natürlich an den Besten wenden!". Ihre Augen fokussierten den Tätowierer und ihr Schmunzeln war auf ihren Lippen zu sehen. "Außerdem habe ich schon Ideen, wie wir meinen Rücken füllen werden". Beide Nachrichten erfreuten den kleinen Franzosen. Er widmete sich Anthony zu. "Ich hätte Ideen..",sprach er, aber Kamila hatte schon eine andere Idee. "Er kriegt erst einmal meinen Drachen.. Dann kannst du mit ihm machen, was er will".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während er weiterhin draußen auf Kamila wartete, bis diese das Geld einsammeln konnte und ihr Gespräch mit dem Ehepaar beendete, machte er sich mit der zu rauchenden Zigarette ein paar Gedanken. Sie kreisten wieder um Kamila, doch dieses Mal hatte er diese Gedanken gewollt. Er machte sich einen Kopf darüber, wie es denn weiter gehen sollte, wenn er sie sowieso jeden Tag einige Male vor den Augen bekommt. Versteckenspielen wollte er nicht, schließlich würde er damit generell alle Orte vermeiden und es würde alles ziemlich schnell auffallen. Er hätte seine Gefühle, seine Probleme, am Besten sofort weg, doch da war nur an einem Ausweg zu denken. Doch mit diesem Ausweg musste er Kamila konfrontieren und das würde das Verhalten gegenüber ihm möglicherweise stören können, sie würde sich selbst automatisch von ihm löse. So war es doch zumindest typisch in Filmen gewesen, solange sie nicht zusammenkommen. Daran war hier aber nicht dran zu denken, es würde kein Happy End geben. Kurz sah er nochmal hinein, bevor er den letzten Rauch hinausblies, mit welchem er letztendlich die Kippe wegwarf. Da er die Brünette mit ihren Worten schon kommen sah, richtete er sich zur Tür und musterte sie. Jetzt würden sie noch einem Tattoostudio Besuch erstatten, an welchem sie keine lange Hinfahrt hatten.
      Gemeinsam mit Kamila stieg er aus und hielt für einen Moment an, bevor er die Autotür schloss. Es war ziemlich klein, doch für solch ein Betrieb brauchte man auch nicht dringend viel Platz, wenn es nur von wenigen geführt wird. Kamila machte eine Bemerkung darüber, dass sie hier schon einiges an Geld reinsteckte, und kurz sah er sich das Namensschild an. Als er ihr schließlich nachging und das Innere erblickte. Es war ein Tattooladen, weswegen er kurz schmunzelte, sie war hier wohl Stammkundin. Während die Beiden sich begrüßten, nahm er sich die Zeit und sah sich kurz um. Der Herr klang sympathisch, so willigte er auf den Handdruck ein, bevor er sich selbst nochmal vorstellte. Wenn er der Künstler der verschiedenen Tattoos auf Kamilas Haut war, so würde er wohl auch das ein oder andere Mal hierher gehen. Das erste Mal wurde jedoch schon gleich von Kamila bestimmt, weswegen er überrascht zu dieser aufsah. Doch damit klärte sich gleich eine Frage, denn er wunderte sich, welcher Tätowierer wohl ein Gangtattoo stechen würde. Kamila hatte auch noch ihre Pläne hier gehabt, welchen er gespannt zuhörte, bevor sich Antoin ihm zuwendete. Diesen sah er fragend an, als dieser schon über Ideen sprach.
      Die Brünette unterbrach jedoch, bevor der Franzose wirklich jegliche Ideen und Fantasien auf seiner Haut aufzählen würde, weswegen er kurz schmunzelte. Danach linste er jedoch wieder zum Tätowierer und holte kurz Luft, bevor er zu sprechen begann. " Wir sind aber erstmal hier, um das Geld abzuholen. Die Ideen kannst du mir erzählen, wenn du den Drachen stichst. ", begann er das eigentliche Thema, nahm jedoch auch gleichzeitig das Angebot an. Anthony war sich schon seit Jahren sicher, dass er ein Tattoo haben möchte, doch bei dem einem kleinen Gangtattoo sollte es sicherlich nicht bleiben. Da waren ein paar Ideen gut, auch wenn er selbst bereits eine Richtung wusste. Der Tätowierer verschwand damit, um das Geld zu holen, weswegen Anthony sich ein wenig umsah. Er erblickte die Mappe, die sich noch auf einem Tisch befand, und sah sich einige der gezeichneten Tattoos an. Mit dem Auftauchen Antoins legte er die Mappe jedoch auch wieder weg und stand auf, um den Umschlag entgegen zu nehmen. Dankend nickte er diesem zu, bevor er zu Kamila blickte, ob sie damit auch fertig war.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Männer verstanden sich scheinbar und der Franzose war begeistert so viel freier Haut zu sehen, auf der er sich austoben könnte. Er hatte gute Ideen, allein der Drache auf dem Bauch der Frau, der sich bis zum Rücken weiter zog ging auf seine Kappe und darauf war der Mann ziemlich stolz gewesen. Es war einer seiner Meisterwerke, das Bild davon hing auch auf einer seiner Wände, über einem der vielen Spiegel in dem Lokal. Als Kamila diesen erblickte musste sie kurz lächeln, sie fuhr sich mit der Hand über den Bauch und sah dann zu den beiden Männern, die scheinbar fertig waren. Anthony hatte nach dem Geld gefragt, daraufhin schmunzelte seine Chefin wieder und betrachtete ihn kurz von der Seite. Er machte es ziemlich gut, bekam den Umschlag, der im Auto in Kamilas Hände wandern würde.
      "Ich mag den Mann", sprach Antoin mit seinem französischen Akzent und grinste breit zu der Brünette. Ihm gefiel sein Charakter, welchen er kurz kennenlernen durfte. "Ich mag ihn auch..", bestätigte die Frau ihm mit einem ebenfalls breiten Grinsen und klopfte dem Tätowierer auf die Schulter. Damit gab sie zum zweiten Mal zu, dass sie Anthony gar nicht so schlecht fand. "Und ich mag auch deine Arbeit.. Deshalb komme ich wieder.. wir sehen uns..".
      Mit einem weiteren Nicken verabschiedete sich die Frau auch wieder und deutete ihrem Begleiter an, dass sie aus dem Laden rausgehen konnten. Sie hob ihre Hand, bevor sie raus ging, um sich letztendlich zu verabschieden und verließ den Laden wieder. Draußen warteten ihre Männer, sie unterhielten sich und waren bereit einzugreifen, wenn es nötig war. Hier war es nicht nötig, aber Kamila hatte ein komisches Gefühl.. Sie hatte eine Vorahnung, dass es vielleicht dieses Mal gar nicht so glimpfig enden würde. Trotzdem stieg sie in ihren Wagen ein, um auf ihren Begleiter zu warten und den Wagen zurück fahren zu lassen.
      "Das kostet dich vielleicht drei oder vier Abende im Monat, so viele verschiedene Städte gibt es mit vielen verschiedenen Läden.. Es ist ratsam es eher Abends zu erledigen, dann gibt es auch deutlich weniger Zuschauer und es sind die meisten auch anzutreten". Ihr Blick glitt zu dem Blonden, sie schenkte ihm ein Lächeln und streckte ihre Hand hin, um den Umschlag mit dem Geld von dem Tätowierer an sich zu nehmen. "Hast du noch Fragen?".

      Der Wagen landete eine Vollbremsung, die die Frau nicht kommen sah. Der Gurt um ihren Körper fing die meiste Kraft ein, die sie nach vorne beschleunigte, trotzdem war der Aufprall nicht wirklich angenehm gewesen. Es dauerte auch einen Moment, während es in Kamilas Ohren rauschte, bis sie zu sich kam und realisierte, was passiert ist. "Scheiße!", fluchte sie, bevor sie nach ihrem Fahrer sah und auch zu Anthony. Ihr Blick glitt dann zu ihren Männern nach hinten, der Wagen hinter ihnen war aber noch ganz, er hatte sich nicht überschlagen. Es gab einen Schuss, der zwischen Kamila und Anthony landete, aber zum Glück keinen traf, daraufhin fuhr die Frau hoch. Sie öffnete die Tür und blickte hinaus, die Polizei hatte sich vor ihnen aufgebaut und war bereit, auf sie zu schießen.
      "Geben Sie auf!", hörte man über einen der Megafone, aber das war nicht das, was sich Kamila vorstellte. Sie verließ den Wagen, blickte zu ihren Männern nach hinten und nickte ihrem Fahrer zu, damit er ihre Männer raus ließ. Die Männer nahmen ihre Position ein, sie waren stärker bewaffnet als die Polizisten, die vermutlich auf Verstärkung warteten. "Wir bieten ihnen eine Show, Jungs!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Als er das Kompliment des französischen Tätowierers erhörte, blickte er wieder zu diesem und nickte ihm dankend entgegen. Antoin schien auch kein schlechter Kerl zu sein, er war wesentlich freundlicher und willkommender als es Mike bei seiner Rundführung war, weswegen er sich ein paar Sympathiepunkte einsammelte. Für den Moment glitt sein Blick über die Tätowierungen des Herren, bevor auch Kamila sich zu Wort meldete und dem Blonden damit einen überraschten Blick zauberte. Er war sich sicher, dass ihn mal bei einem Abend gesagt würde, sie würde diese Worte nie nüchtern aussprechen, es war ja nicht so weit her gewesen. Mit dieser Erinnerung hob er grinsend eine Braue, musterte die Gesichtszüge Kamilas, bevor er sich dann selbst dem Abschied widmete. Er ging nicht darauf ein, er wollte nicht klugscheißen. Mit den Abschiedsworten der Brünetten hob auch er die Hand und blickte noch einmal in den Laden, bevor er seinen Blick nach vorne hielt und die Tür öffnete, um sie noch für Kamila offen halten zu können. Gemeinsam stiegen sie wieder in das Auto, das war dann das krönende Ende gewesen. Sie würden jetzt sicher wieder nach Hause fahren, wenn sie nicht noch irgendwas vor hatten, was man ihm vergaß zu erzählen. Doch mit ihren Worten, die an ihn gerichtet wurden, nannte sie eigentlich indirekt das Ende. Drei bis vier Abende schien nicht so viel zu sein, auch wenn sie anstrengend werden könnten und die Fahrzeit zu den anderen Städten auch an seiner freien Zeit nagen würden. Er schüttelte den Kopf, bisher hatte er keine Fragen dazu gehabt.
      Demnach freute er sich einfach darauf, wieder nach Hause zu fahren und die letzten Momente vor seiner Schlafenszeit zu planen. Doch er würde wohl auf dem Steg sein und auf Kamila warten, sein eigenes Training könnte er wohl ignorieren, da er wohl mit Luke.. ein wenig übte. Jetzt wusste er zumindest, dass man es nicht aus der Flachzange rausprügeln konnte. Er dachte, irgendwann würde sich einfach ein Modus einstellen, welcher ihn dann zu wehren verhalf oder zuschlagen ließ. Es kam aber nichts, danach sah Luke auch aus.

      Der damalige Wärter blickte gerade aus dem Fenster, als die Vollbremsung die Beiden nach vorne schleuderte. Die Gurte hielten es gut aus, auch wenn sich sicherlich Abdrücke der Gurte zu sehen sein könnten, weil die Geschwindigkeit es so zu ließ. Es hatte ihn erschrocken, da es überhaupt keine Warnung dafür gab. Sein Blick wanderte schnell zu Kamila, ob sie es nicht auch so gut durchstand. Sie tat es wohl, weswegen er kurz durchatmete. Die Situation konnte er noch nicht wirklich identifizieren, da verwunderte es ihn, dass sich zwischen den Beiden die Bahn einer Kugel bildete. Danach war Kamila nur raus gegangen und um sie da nicht alleine rausgehen zu lassen, folgte er ihr aus dem Auto. Die Waffen richteten sich auf Kamila und so nahm er noch zur Unterstützung die Pistole aus dem Rücken hervor, um die Beamten doppelt so schnell umlegen zu können, bevor sich diese es wagten Kugeln auf Kamila zu schießen. Damit war der Abend wohl noch deutlich anstrengender geworden, doch er hatte keine Zeit darüber zu jammern. Die Männer kamen heraus und eröffneten auf den Befehl der Grünäugigen das Feuer, was nur wieder eine hohe Lautstärke ergab. Die Polizisten waren zu wenige, dass diese es wirklich mit ihnen aufnehmen wollten, weswegen er sich etwas umsah. bevor er selbst eine Kugel abschoss. Doch schnell war er selbst aus der Offensive raus, er bog in die nächste Gassenstraße ab und würde von dort auf die Verstärkung schießen, sollte diese kommen.
      Das Geschieße endete jedoch in den nächsten Minuten nicht und so hoffte er doch, dass Kamila nicht verwundet war. Mit den Minuten meldete sich aus der Ferne jedoch eine weitere Sirene auf der Verkehrsstraße, die die Polizisten zu spät abschalten wollten. So lief Anthony die Straße hinauf, hielt sich die Waffe hinterm Rücken, als wäre er bloß ein normaler Passant. Als sie ihn ungefähr erreichten, zog der Blonde ruckartig die Waffe heraus und zielte auf den Fahrer, worauf das Auto zu schwanken begann. Danach waren jedoch auch Schüsse auf dieses Auto zu sehen, weswegen er es selbst unterließ, die Munition dafür zu verschwenden. Weitere Polizeiwägen waren nicht zu sehen, da hatte er sich also dazu entschlossen nach Kamila zu sehen. Bei ihnen wurde es gerade auch wieder langsam ruhiger und es öffnete sich ein Blutbad vor seinen Augen, als er zu den Polizisten blickte, die ihnen gerade noch zeigen wollten, wer die Straße unter Kontrolle hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das Feuer war unerwartet für die Polizisten, aber sie schafften es zurück zu schießen und sogar jemanden zu erwischen. Kamila hatte sich hinter der Autotür versteckt und ihre Waffe gezogen, um notfalls schießen zu können, aber soweit würde es gar nicht kommen müssen, denn ihre Männer übernahmen es für sie. Es dauerte nicht lange, dann wurde das Feuer auch eingestellt, es gab keinen Polizisten mehr, den sie hatten erschießen können. Kurz traute sich Kamila hoch zusehen, sie betrachtete die Leere, die ihre Männer hinterlassen haben und grinste zufrieden. Es war nun Zeit zu sehen, was für einen Schaden ihr angerichtet wurde, doch zunächst fiel der Frau auf, dass ihr blonder Begleiter fortlief. Die Sirenen waren zu hören, es gab wohl Verstärkung, die auf die Gruppe zukommen sollte. "Macht euch bereit!". Ihre Männer stellten sich auf und luden nach, doch es war ein Schuss zu hören und das Auto, welches in ihre Sicht kam, gelang ins Schwanken, bevor es die Männer anschoasen. Das Auto fing Feuer, es landete in einer der Seitenstraße und damit war es auch mit der Verstärkung gewesen. Kamila seufzte laut, sie schüttelte den Kopf und fuhr sich durch das Gesicht, bevor sie aus ihrem Versteck raus kam und sich den Toten Polizisten näherte. Ihre Männer blieben angespannt für den Moment, aber als die Frau das OK gab entsicherten die Herrschaften die Waffen und seufzte tief durch. "Ist einer verletzt?", fragte Kamila nach hinten, sah aber nicht zu ihren Männern, sie betrachtete nämlich die Polizisten. Einer von ihnen kam ihr sehr bekannt vor, genau auf diese Leiche ging sie zu und ging in die Hocke, um sich diese näher anzusehen. Es war einer der Herren, die sie im Gefängnis an Anthony abgeliefert hatten, Erinnerungen kamen hoch, woraufhin die Frau doch grinsen musste.
      "Anthony?", fragte sie in die Runde und blickte nach Hinten, um nach dem Mann zu sehen. "Ich glaube, du kennst den hier auch". Die Frau ließ die Leiche auch wieder alleine, um sich ihren Männern zu widmen. Zwei von ihnen wurden mit einem Streifenschuss getroffen, daraufhin blickte die Brünette zu ihnen und sah es sich an, um es begutachten zu können. Sie sahen nicht schlecht aus, die Wunden. "Das verarzten wir im Haus", sprach sie, woraufhin ihre Männer nickten. Es war ihnen immer eine Ehre, wenn die Chefin sich ihre Wunden persönlich ansah und ihnen so etwas mehr Aufmerksamkeit gab, als sonst immer. "Steigt ein, bevor die anderen Einheiten hier sind!".
      Kamila wollte zurückfahren, aber sie stellte fest, dass ihr Fahrer angeschossen wurde. Mitten direkt ins Herz, er war tot. "Schade..", murmelte sie mehr für sich selbst, als wirklich für jemanden anderen, aber sie hielt sich damit nicht auf, stattdessen zog sie Frau die Leiche mit einem Ruck aus dem Auto, um Platz zu schaffen. Kurzerhand beschloss sie einfach sich selbst hinter das Steuer zu setzen. "Steig ein", befahl sie dem Blonden und deutete auf den Beifahrersitz. Sie mussten nun schnell verschwinden, um nicht noch einmal aufgehalten zu werden. "Wir trennen uns".
      Kaum war Anthony im Wagen schon schnallte sich Kamila an und gab Gas, sie scheute sich auch nicht davor über die Leichen rüber zu fahren. In diesem Punkt war sie recht kaltherzig, es war ihr fast schon egal, mit den Menschen hatte sie nichts zu tun. "Wir nehmen eine andere, etwas längere Route, damit wir sicher gehen, dass uns keiner folgt.. Dass hast du dann auch zu tun, wenn du das Gefühl hast, jemand könnte dir nachfahren". Einen kurzen Blick riskierte die Frau zu ihren Beifahrer, bevor ihre Augen nach vorn sahen. Sie würde die Route um die Küste herum nehmen, die Männer auf der anderen Seite und solange die Scheibe stabil war, bräuchten sich die beiden keine Sorgen zu machen. Das Auto würde eine neue Windschutzscheibe bekommen, aber erst bei Gelegenheit.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sein Blick schwiff über die ganzen toten Polizisten, doch erblickte er nicht ihre Gesichter Er war eher von der Ferne am zählen, wie viele es von ihnen waren. Doch die Anzahl der Polizisten hatte ihnen nichts gebracht, denn sie waren nur so gut wie normalerweise gebraucht bewaffnet, sie waren von der Ausrüstung gar nicht auf sowas vorbereitet gewesen. Doch das waren die wenigen Polizisten, das zeigte sich in diesem Fall. Vielleicht waren es jedoch die gerufenen Verstärkung, die jedoch gerade in die nächste Seitenstraße krachten. Zu diesem sah er, wollte doch noch kurz sehen wie viele sie dort hergerufen haben, doch er hörte die Stimme der Brünetten nach ihm rufen. So war er dann eher auf sie fokussiert und schritt langsam an die Toten heran, als man ihm ein bekanntes Gesicht zeigen wollte. Kamila war dann mit den eigenen Verwundeten beschäftigt und so hatte er selbst die Zeit gehabt, um den Polizisten zu identifizieren. Als er diesen erreichte, hockte er sich zu ihm und musterte seine Gesichtzüge. Schnell erkannte er die Leiche als den Herren, der die schwarze Witwe ihm überlieferte. Irgendwie hatte er ja damit eine Rolle gehabt, in der Geschichte von Kamila und ihm. Doch gerade war er niemand, so auch eigentlich auch an seinen lebenden Zeiten. Er seufzte nur kurz, bevor er aufstand und sich wieder den Autos näherte.
      Kamila war wohl auch fertig damit, ihre Manschafft zu untersuchen, weswegen die Beiden auf das Auto zugingen. Durch den Schuss war die Front Scheibe nicht mehr heile und es ließ sich ein zweites Schussloch zeigen, als er näher darauf zuging. Da war die Grünäugige auch bereits dabei gewesen, den Herren aus dem Auto zu ziehen, wahrscheinlich hatte er den Schuss nicht durchstanden, so wie er aussah.
      Weiter beschäftige er sich nicht mehr damit, denn er bekam den eiligen Befehl, dass er einsteigen sollte. Das ließ er sich auch nicht mehr ein zweites Mal sagen, weswegen er auf dem Beifahrersitz ins Auto stieg und sich schnell anschallte. Wahrscheinlich würde er nicht mehr auf einen Gurt verzichten, wenn er jetzt wirklich schlimmere Unfälle verursachen kann, wenn sie schon so schnell fuhren und ständig jemand hinter sich haben könnten.
      Kamila fuhr eiskalt über die ganzen Leichen und der Blonde hatte kurz die Augen geschlossen, um diese Tatsache einfach zu ignorieren. Danach ging es auch ziemlich schnell weiter, die beiden Autos fuhren in die gegengesetzten Richtungen, damit ihre Spur nicht mehr so leicht zu finden war. Als er dies bemerkte, kam sie auch mit ihrem Hinweis, weswegen er nickte. Sie nannte jedoch auch gleich, dass sie eine etwas längere Autofahrt haben werden, weswegen er sich so gut es ging zurücklehnte. Die beiden Kugelschüsse, die sich auf der Front Scheibe zeichneten, erinnerten ihn etwas an Bonnie und Clyde. Diese hatten zwar deutlich mehr Schüsse an ihrem Auto, an welchen sie auch letztendlich starben. Doch der Vergleich ließ ihn schmunzeln, ob die Beiden nicht auch so ein Paar sein konnten. Das Schmunzeln verschwand mit dem Blick aus dem seitlichen Fenster, er sollte es nicht mal wagen sich sowas vorzustellen.
      Mit der Zeit hatten sie das Meer erreicht, an welchem er seinen Blick gehaftet hatte. Er sah sich für den Moment die ankommende Welle an, als er bemerkte, dass das Auto langsamer wurde. Fragend sah er zu Kamila, ob nicht irgendwas mit dem Auto geschehen ist, doch sie sah nicht wirklich genervt oder Sonstiges aus, weswegen es wohl einen anderen Grund hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Autofahren war nicht so wirklich ihr Ding gewesen, Kamila fuhr nicht gerne mit ihnen, aber sie konnte Anthony jetzt nicht ans Lenkrad lassen, denn er wusste nicht, wie sie fahren wollte. Er sollte die Gegend kennenlernen, dann würde er sie demnächst kutschieren, wobei es schon was Gutes daran hatte, dass die beiden hinten gesessen hatten. Der Schuss, der den Fahrer erwischt hatte hätte auch den Blonden treffen können, er könnte jetzt tot auf dem Boden vor den ganzen Leichen liegen können. Ein kälter Schauer fuhr über Kamilas Rücken, sie schluckte schwer und ergriff bei diesem Gedanken das Lenkrad noch deutlich fester. Nein, er würde bei ihr hinten sitzen, auch wenn sie das Gefühl nicht ganz verstand, welches sich bei der Vorstellung, er könnte tot sein, gebildet hatte. Darüber hätte die Frau aber auch wann anders nachdenken können, es war ihr nun viel wichtiger sich auf die Fahrt zu konzentrieren und darauf, die Blutspur der Reifen gut zu verwischen, indem sie die ersten paar Straßen einfach durcheinander abbog. Als sie sich sicher war, dass die Reifen keine Spur mehr hinterließen fuhr sie aus der Stadt raus und gab Gas entlang der Küste. Schnell war unter ihnen das Meer zu sehen, in der Dunkelheit schimmerte der Mond auf dem Wasser, während die Wellen das Wasser sanft Richtung Küste bewegten. Je weiter die Frau fuhr, desto tiefer wurde die Straße, letztendlich war das Wasser und der Sand auch irgendwann auf der gleichen Ebene, wie auch die Straße. Eine Idee kam ihr recht schnell in den Sinn, wie sie vor allem auch auf Nummer sicher gehen konnten, dass man sie so schnell nicht wieder fand.
      Kamila betrachtete Anthony für einen Moment, dann nahm sie den Fuß deutlich von dem Gas und ließ das Auto langsamer werden. An einer der Parkmöglichkeiten am Wasser machte die Frau letztendlich Halt, nachdem sie das Auto eingeparkt hatte und blickte zu dem Blonden auf dem Beifahrersitz. Er wusste nicht ganz, was sie hier wollte. "Ich muss eine rauchen", offenbarte sie ihm mit einem relativ liebevollen Lächeln, bevor sie die Handbremse zog. "Und ich rauche nicht im Auto.. Außerdem können wir so auf Nummer sicher gehen, dass wenn der andere Wagen verfolgt wird wir nicht mit auffliegen". Sie sah noch kurz zu dem Mann dann stieg sie aus und knallte die Tür nicht allzu stark zu, um die Frontscheibe nicht womöglich weiter zu beschädigen. Es umhüllte sie sofort der Geruch vom Wasser und Sand, die Wellen waren zu hören, wie sie auf das Wasser und die Küste aufprallten, sonst herrschte eine Stille und es war niemand weit und breit zu sehen. Ein Lächeln war auf Kamilas Lippen zu sehen. "Außerdem liebe ich das Wasser.. Und das Meer". Es war die eigentliche Begründung, bei der sie auch ihrem Begleiter zuzwinkerte, bevor ihre Füße sie näher an das Wasser trugen. Auf den Weg zu einer geeigneten Stelle zündete sie sich eine Zigarette an und zog direkt an ihr, um ihre Lungen mit Rauch zu füllen. Nicht ganz weit weg von dem Wasser, aber auch nicht zu nah ließ sich die Frau in dem Sand nieder und seufzte einfach. Es war herrlich, einen Moment Ruhe zu genießen. Noch herrlicher war es, so eine Begleitung bei sich zu haben..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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