Aiden schlief noch eine Weile länger, während Arya schon wach war und nachgrübelte. Unterdessen war es trotz der Jahreszeit Sommer kühler hier als unten bei der Burg.
Arya kuschelte sich in die Decken, die sie mitgenommen hatte und an Aiden, während sie darauf wartete, das der Drache aufwachen würde. So beobachtete sie den Sonnenaufgang.
Schließlich wurde auch der rote Drache wach und streckte sich wie immer Morgens. Heute würden sie wohl gutes Wetter haben, wie Aiden kurz darauf feststellte. Gut. So wünschte er Arya noch einen guten Morgen.
"Guten Morgen", meinte Sie lächelnd und war froh darüber, dass er wach war. "Hast du gut geschlafen?" Sie richtete sich ein Stück auf und sah zu Ihn herüber.
"Dann ist ja gut!" Vorsichtig stand sie auf. "Wollen wir noch etwas essen, bevor es weiter geht, oder willst du dann lieber Mittags noch mal rasten", frage sie ihn.
Auch der Dache hatte sich erhoben. "Es wäre besse, wenn ich jetzt etwas esse. Du kannst ja immerhin noch etwas im Flug essen später. So kommen wir schneller voran bei dem guten Wetter.", meinte er ruhig. Desso schneller, desso besser.
"Ok. Ich packe schon einmal zusammen und warte hier auf dich, während du jagst", meinte sie und fing an die Decken zusammen zu rollen und zu verschnüren.
Aiden flog sogleich los und suchte die Umgebung nach guter Beute ab. Als er etwas entdeckte, schoss er hinab und erlegte es sogleich. Nach dem er seine Mahlzeit beendet hatte und kein Blut mehr an seinem Maul klebte, kehrte er zu Arya zurück. Nun könnte ihre Reise weitergehen.
Arya setzte wieder auf und Aiden flog los. Sie aß auf seinen Rücken. Als sie eine weile geflogen waren, merkte man schon, dass es Richtung Norden ging. Der Wind wurde kräftiger und Kälter. So zupfte sie Arya die Decken aus den Taschen die sie wie am Vortag auf Aiden gebunden hatte und wickelte sich eng ein. Sie war froh, dass sie auf Aiden saß. Vom Drachen verströhmte eine angenehme Wärme.
Immer weiter drang der rote Drache in den Norden vor. Immer weniger Dörfer waren unter ihm zu sehen und schließlich verschwanden auch sie. Der Tag war immer weiter fortgeschritten, so das es schon langsam Abend wurde. Die Sonne neigte sich zum Sinken. So suchte er nach einen Guten Ort zum Übernachten und sank tiefer.
Aiden rollte sich von dem Flug zusammen und schloss kurz die Augen um sich auszuruhen.
Etwas verfolgte Arya, als sie durch den nahen Wald lief und Holz sammelte. Wie ein Schatten verfolgte es sich ungesehen, aber Arya merkte, das etwas sie beobachtete. Dennoch griff der Schatten nicht an.
Ihr war ganz unwohl. Schnell lief sie zurück zu Aiden und drückte sich dort eng an seinen Körper. "Da ist etwas... Irgendetwas hat mich verfolgt...", murmelte sie leise.
"Ich hoffe, dass es weg bleibt", meinte Arya leise und aß etwas Brot. "Ich glaube ich geh nicht mehr weg von dir...! Vermutlich ist es nur nicht mehr da, weil du bei mir bist und es Angst vor dir hat..."
Aiden sah sich noch einmal um, aber entdeckte wieder nichts. Er nickte und entzündete daraufhin das Feuer. Dann legte er sich hin und schlief auch kurz darauf erschöpft ein.
Arya kuschelte sich unter seinen Flügel. "Ich hoffe, dass wir bald da sind.", flüsterte sie noch im einschlafen und gähnte leicht. Sie schlief schnell, eng an Aidens warmen Schuppen gekuschelt.
Im Schutz der Dunkelheit kam der schatten vorsichtig etwas näher auf die beiden zu. Aiden rollte sich etwas auf die Seite, so das Arya nicht mehr ganz von seinem Flügel bedeckt wurde. Durch die Bewegung des Drachen wurde das Mädchen wach und sah in Hellblaue Augen. es waren die Augen eines kleines Junge, der unsicher und etwas Ängstlich aussah und einen sehnsüchtigen Blick aufs feuer war. Er schien Angst vor dem Drachen zu haben, aber dennoch erkannte man, das er froh und so gerne sich Wärmen wollte. Der etwa 6 Jahre alte Blondhaarige Junge wich wieder etwas zurück, als Arya ihn ansah und es schien so, als wollte er gleich wegrennen. Er war dabei völlig alleine.
Arya war erst verdutzt doch dann reagierte sie. "Kleiner... Warte! Komm her! Du brauchst keine Angst zu haben! Ich tue dir nichts, und mein Freund tutu dir auch nichts." Sie näherte sich den Jungen. "Was machst du denn ganz allein hier im Wald...?"