[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Lev war kein sonderlich emotionaler Mensch abgesehen es ging um Killian. Natürlich könnte Jaden nun glauben, der Russe reagierte über, aber mal ehrlich konnte man es Lev verübeln? All die Jahre hatte er sich so gut er konnte um seinen besten Freund gekümmert, war mehr ein Bruder für ihn als Jaden es je sein könnte und nun tauchte der biologische Bruder(ja Lev hatte es extra nach geprüft) von Kill auf und meinte sich so aufspielen zu können, als würde er ihn kennen? Der Kerl wusste überhaupt nichts. Nichts was Killian all die Jahre durchgemacht hatte und nun musste er sich anhören, dass er ihm die Frau ausgespannt hatte? Das war lächerlich. Lev versuchte sich zu beruhigen. Emotionen waren nicht förderlich für die Arbeit und das wusste er. Zumal Killian bei der ganzen Sache obwohl es ihn betraf, ziemlich gelassen blieb.
      Nachdem in den Augen des jungen Auftragskillers alles geklärt war und er langsam zurück musste, hatte er sich bei Jaden danach erkundigt ob er noch etwas wissen wollte.
      Die nächsten Worte jedoch, ließen den Brünetten amüsiert grinsen.
      "Du solltest inzwischen wissen, dass man mich nicht so leicht umbringt. Jeder ein Gefängnis, noch jemand wie der Alte."
      Daraufhin hob er nur die Hand und verließ die Bar.


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    • Während Killian sich mit John Astolfo herumschlagen musste und Lev gemeinsam mit Jaden die Vorbereitungen trafen, um nach Polen zu fliegen, drehte Anisa bald schon durch. Sie befand sich in diesem gigantischen Gebäude und lebte in einem recht großen Zimmer, das modern eingerichtet war. Die Fenster konnte man nicht öffnen und vor ihrer Tür befand sich rund um die Uhr eine Wache. Selbst ihr Zimmer hatten sie mit Kameras ausgestattet. Befürchteten sie, das sie fliehen würde? Okay, würde man ihr die Möglichkeit geben, zog sie eine Flucht tatsächlich in Betracht... Was um alles in der Welt machte sie hier? Sie befand sich in Polen, wo genau, wusste sie nicht. Wer dieser Mariusz war, wusste sie ebenso wenig und sein Verhalten ihr gegenüber war mehr als nur eigenartig. In manchen Situationen benahm er sich wie ihr Bodyguard, ging respektvoll mit ihr um und im nächsten Moment glaubte man, sie sei eine billige Arbeitskraft, die er in Grund und Boden demütigte. Von der Kleiderordnung, die man ihr aufgetragen hatte, wollte sie gar nicht erst anfangen. Anstatt ihrer üblichen Kleidung, wurden ihr nur aufreizende Kleider auf das Bett gelegt, passende High Heels und glitzernden Schmuck, alles, was eine junge Frau nur trug, um mit ihren Freundinnen auszugehen. Warum um alles in der Welt sie täglich so herumlaufen musste, wusste sie nicht und wenn sie diese Entscheidung hinterfragte und in ihre motzige Laune verfiel, gab man ihr dennoch keine Antwort. Müsste Anisa nicht nur in Unterwäsche bekleidet das Zimmer verlassen, würde sie diese Kleider nicht anziehen, dann würde ihre Wahl auf andere Kleidungsstücke fallen, ihr Kleiderschrank allerdings wies nur solch Kleider auf. Und nun befand sie sich wieder an diesem großen Esstisch, in einem schwarzen, eng anliegenden Kleid, das nur bis zu ihren Oberschenkeln reichte, gekleidet und stocherte freudlos in ihrem Essen rum.
    • Mariusz war kein dummer Mann, ganz im Gegenteil. Sein Talent und seine Anpassungsfähigkeit waren der eines Elitesoldaten nicht ganz unähnlich. Nun das er tatsächlich ein ehemaliger Soldat war, war nicht einmal gelogen. Eines der wenigen Dinge, welche in seinem falschen Lebenslauf wohl der Wahrheit entsprachen. Das er allerdings als Bodyguard für Anisa fungierte, nun das war nur die halbe Wahrheit. Er sollte auf sie Acht geben, dass stimmte aber das diente einem vollkommen anderem Zweck, beziehungsweise jemanden vollkommen anderen: Thiago Woźniak. Thiago war sein Boss, das Oberhaupt der polnischen Mafia und ein Meister seines Fachs. Selbst John Astolfo war auf den Mann aufmerksam geworden und hatte entschieden das eine Allianz von großem Wert wäre. Nun nur war Thiago alles andere als einfach und er erwartete eine Gegenleistung für seine Unterstützung. Diese Gegenleistung war eine junge Frau, die Tochter des Hauses Astolfo. Ein ziemlicher hoher Preis, aber offenbar war Macht etwas deutlich wichtigeres für einen Astolfo als Familienbande.
      Thiago selbst hatte sich seit Anisas Ankunft noch nicht gezeigt. Der doch im Verhältnis zu Anisa ältere Mann, hatte ihr aber jeden Tag die neusten und schönsten Kleider zukommen lassen und Marisz war gewillt dem Wunsch seines Bosses nachzukommen.
      Mit einem eher missmutigen Blick sah er zu der rothaarigen Schönheit. "Anisa du solltest Essen. Niemand mag zu dünne Frauen oder war das der Geschmack des Darkbloom-Jungen?" Er nahm einen Schluck des köstlichen Rotweines vor sich, welcher in Kristall serviert wurde der ungefähr so sehr schimmerte wie der Kronleuchter über ihren Köpfen. "Er ist ein schöner Junge, aber die Zeit nicht wert. Wir passen nun auf dich auf. Er kann sich dem widmen, dass er deutlich besser kann als beschützen."


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    • An nichts anderes dachte Anisa die letzten Tage als an Killian. Ging es ihm gut? War er verletzt und sie betete, das er überhaupt noch lebte. Ihr Vater würde ihm Unmengen an Aufträgen zuteilen und wann genau dieser Urlaub von ihrem Vater stattfand, wusste sie nicht genau. Ob sich Killian bereits in diesem Ferienhaus befand oder nicht... Sie wusste rein gar nichts und das machte sie so unglaublich nervös. Ihr verging der Appetit und meist aß sie nur wenige Bissen, um ihren Magen friedlich zu stimmen. Auch jetzt stocherte sie nur in ihrem Essen herum und führte nur wenige Male eine Gabel zu ihrem Mund. Das dieser verdammte Kerl, der sich ihr Bodyguard schimpfte, aber auch noch von Killian sprechen musste... das machte sie einfach nur wütend. Ohnehin war sie seit ihrer Ankunft deutlich gereizt und war nicht gewillt, dies zu verstecken. "Ich rede mit meinem Bodyguard doch nicht über seine Bettgeschichten, was interessiert es mich, auf was für Art Frauen er abfährt?", gab Anisa genervt zurück. "Verrätst du mir endlich, weshalb ich diesen dämlichen Fummel tragen soll? Und warum zur Hölle gibst du mir mein Handy nicht zurück? Ich möchte mit meinem Vater sprechen.". Natürlich war es nicht das, was Anisa wirklich wollte. Einzig und allein Killian wollte sie kontaktieren, ihm irgendwie eine Nachricht mit ihrem Standort zusenden und das hier irgendetwas gewaltig schief lief. Mal ehrlich, welcher Bodyguard legte ihr täglich aufreizende, knappe Kleider aufs Bett und befahl ihr, diese anzuziehen? Sie durfte nicht einmal für ihr Studium lernen. Eigentlich tat sie den viel zu langen Tag rein gar nichts, als Mariusz nachzudackeln.
    • Der Blonde war inzwischen das gereizte Verhalten von Anisa gewohnt und kommentierte dies mit abfälligen Grinsen. Italienerinnen hatten Temperament und sein Boss würde ihr schon Manieren beibringen, damit sie eine ordentliche Ehefrau abgab. Ein wenig Necken allerdings konnte sich Mariusz nicht verkneifen. Mal ehrlich, was glaubte sie was ihr Verhalten bringen würde? Sie konnte hier rein gar nichts ausrichten. Wäre es ihm gestattet die Bombe platzen zu lassen, würde er dies im Augenblick liebend gerne tun. Jetzt aber musste er damit Vorlieb nehmen sie ein wenig in den Wahnsinn zu treiben. "Besser so. Es wäre nicht gut für dich, dich in einen Stricher zu verlieben. Wobei es gibt von ihm immerhin auch Filmchen, also sollte ich ihn wohl eher Pornostar nennen?", leicht lachend nahm er einen Bissen von dem Essen vor sich. Die Köche hatten sich mit dem zarten Fleisch und dem gedämpften Gemüse in Weinsoße selbst übertroffen. Das Mädchen war selbst Schuld, wenn sie nichts aß. Allerdings musste er sich um sie kümmern und würde sie zu dürr werden, wäre Thiago alles andere als begeistert. "Lady Anisa, euer Handy wird in meiner Obhut bleiben. Euer Vater weiß Bescheid und es dient allein eurem Schutz. Niemand möchte euch hier etwas Böses. Heute Abend erwarten wir den Herrn des Hauses.", erklärte er ihr und beließ es dabei auch schon. "Du solltest ein Bad nehmen und dich für heute Abend zurecht machen. Die Haushälterinnen helfen dir beim Einkleiden."


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    • Erst hatte Anisa ja geglaubt, Mariusz wäre ein hohes Tier dieser Mafia, aber auch er war nur Jemand, der den Befehlen seines Bosses gehorchte. Allerdings trug das nicht sonderlich zur Laune der Rothaarigen bei und war nach jedem Tag angespannter. Wenigstens war die Küche dieses Hauses gut, dennoch bekam Anisa nicht sonderlich viel hinunter. Gereizt wie sie war, gab sie dem Blonden bezüglich Killian eine Antwort, die so nicht ganz stimmte, die Antwort die sie allerdings erhielt, ließ sie mit Schock geweiteten Augen auf ihren fast vollen Teller starren. Das kann nicht... über Killian gab es Videos? Verfluchte Scheiße. Sexvideos!? Hatte er ihr nicht versprochen, nichts mehr vor ihr zu verschweigen? Ihre Finger umschlossen immer fester ihre Gabel, versuchte jedoch sich nichts anmerken zu lassen. Das konnte nicht sein. Niemals. Verkrampft hielt sie ihre Gabel und starrte auf ihren Teller, kämpfte mit ihren Emotionen und gab diesbezüglich keine Antwort, sie schwenkte auf die Kleiderordnung die sie erhalten und ihr Handy zurück. Sie musste sich unter Kontrolle halten, auch wenn sie diese Information mehr als nur schockierte und verletzte. Seinen Worten schenkte sie noch immer keinen Glauben. Das wollte sie nicht glauben. "Mein Vater mag bescheid wissen, ich allerdings tu es nicht.", antwortete sie angespannt und hob ihren Blick auch nicht bei seinen nächsten Worten. Sie sollte also endlich das hohe Tier dieser Mafia kennen lernen? Na der dürfte sich aber etwas anhören... Ohne ein weiteres Wort erhob sich Anisa und verließ den Raum. Wie immer wurde sie in ihr Zimmer begleitet, ohne einen Aufpasser konnte die Rothaarige keinen Schritt machen. Wenigstens konnte sie in ihrem Zimmer alleine sein, abgesehen von den Kameras, die sich in fast jeder Ecke ihres Zimmers befanden. Im Angegrenzten Badezimmer ließ die Rothaarige sich dann tatsächlich ein Bad ein. Eine Angewohnheit, die sie gerne bei hielt. Ein warmes, heißes Bad hatte sie schon immer etwas beruhigen können. Abgesehen von diesem Mal, denn die Worte von Mariusz konnte sie einfach nicht vergessen. Es existierten Videos von Killian... Anzügliche Videos.
      Selbst nach dem heißen Bad konnte Anisa sich nicht erholen, denn wie angekündigt waren Haushälterinnen in ihr Zimmer geplatzt, bepackt mit verschiedensten Kleider, Schuhen und Schmuck und am Ende befand sich Anisa wieder in einem viel zu schicken Kleid, trug schlichtes Make-up, dunkelrote Lippen und wie jeden anderen Tag, High Heels. Ihre Füße schmerzten bereits von diesen Schuhen.
    • Oho, offenbar hatte er da einen wunden Punkt erwischt. Amüsiert beobachtete Mariusz das Minenspiel der weiblichen Schönheit vor sich, der sie wohl mit dieser Nachricht über ihren wundervollen Bodyguard dazu gebracht hatte, den Mund zu halten. Den im Gegensatz zu seinem Boss hatte der Blondschopf nicht viel übrig für zu temperamentvollen Frauen. Natürlich gefiel ihm Anisa, optisch war sie eine absolute Augenweide. Würde sie aber den Mund halten, würde sie ihm deutlich mehr zusagen. Vielleicht war es aber auch besser so, würde er Hand an dem Eigentum vom Oberhaupt dieser Mafia legen, wäre er schnell einen Kopf kürzer. Zwar war er froh, dass Anisa den Mund hielt aber er schnitt das Thema nicht weiter an. Nicht einmal jemand wie er, könnte solche Videos verkraften. Sie waren widerlich und das sie aus dem Netz bereits verschwunden waren, war gut so. Ganz gleich wie grausam der Blonde sein konnte, dass hätte er dem Jungen nicht antun können, unterste Schublade selbst für Verbrecher. Demnach hatte er das Thema sein lassen, bereute es fast ein wenig es angeschnitten zu haben und befahl Anisa sich für Thiago Woźniak umzuziehen. Ein Bad und ordentlich Make up, würden auch ein geschocktes Gesicht verbergen können. Soviel zur Theorie von Mariusz. Bezüglich dem Thema Handy hatte er nicht weiter mit sich reden lassen und Anisa fort geschickt.
      Als sie frisch gekleidet und her gerichtet im Salon ankam, staunte er nicht schlecht. Sie glich einer Puppe und war er stellte mal wieder fest, dass sie ihrem Ruf gerecht wurde. Anisa war eine begehrenswerte Frau, wunderschön und doch glich sie einer Rose voller Dornen.
      Mariusz hatte Anisa wie auf einem Präsentierteller auf einem Stuhl im Salon Platz nehmen lassen, während er an ihrer Seite stand und die Dienerschaft in ihren Anzügen und Haushälterinnen-Kleiderchen eine Reihe bildeten. Als die große Flügeltür aufsprang, verneigten sie sich direkt. Die Damen mit einem Knicks, die Herren mit einer Verbeugung, welche auch Mariusz ihnen gleich tat.


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    • In einem rot, schwarzen Kleid hatte die Rothaarige das Zimmer verlassen. Etwas übertrieben, wie die Rothaarige empfand. Nicht nur das sie, ihrer Meinung nach, viel zu viel Rot trug, war das Kleid eher für einen Laufsteg gedacht, als für einen besonderen Abend, nur um einen Mann kennen zu lernen. Sogar ein schwarz, rotes Strumpfband hatte sie anziehen müssen, das farblich perfekt zu den kleinen goldenen Akzenten des Kleides passte. Schwarze High Heels und einen eigenartigen farblich stimmenden Haarschmuck, mit dem sie sich die Haare auf der linken Seite hinter ihr Ohr klemmte. Als sie sich vor dem Spiegel gesehen hatte, musste sie gestehen, das sie unglaublich aussah, selbst das Makeup war perfekt. Ihre Haare trug sie offen und hingen ihr in großen Locken über ihren schmalen Rücken. Würde sie sich nur nicht so elend fühlen, dann hätte sie sich tatsächlich für dieses Kleid bedankt, aber der erste Gedanke lag ohnehin wieder darin, das es Killian vermutlich unfassbar gut gefallen hätte... Gott, sie vermisste ihn so sehr, auch wenn sie sofort wieder an die Videos denken musste, die Mariusz erwähnt hatte. Mit einem mulmigen Gefühl hatten die Haushälterinnen sie zum Salon gebracht, wo ihr derzeitiger Bodyguard bereits auf sie wartete. Mariusz sprach nicht viel, meinte nur, sie solle sich benehmen, als er sie auf einem Stuhl Platz nehmen ließ und er selbst, wie alle anderen in diesem Raum, stehen blieben. Was war das hier? Anisa verstand nicht, was genau hier nun ablief und weshalb sie als Einzige saß. Mit einem unbeschreiblich, merkwürdigen Gefühl sah sie sich um, musterte die Gesichter der Angestellten und haftete bei Mariusz fest. Im selben Moment als Anisa ihren Mund öffnete, um den Blonden zu fragen, was hier vor sich ging, wurden die großen Flügeltüren auch schon geöffnet. Die Reaktion der Bediensteten verwirrten Anisa, was sie nicht verbarg. Als hätte ein König den Raum betreten, genauso verbeugte sich jeder Einzelne dieser Angestellten, selbst Mariusz. Mit hoch gezogenen Augenbrauen blickte Anisa wieder nach vorn und erkannte den Grund, für ihr Verhalten. Ein älterer Mann, ungefähr im selben Alter wie ihr Vater, vielleicht auch ein, zwei Jahre jünger, mit vollem, dunkelblondem Haar, hatte den Raum betreten. Das musste Thiago Woźniak sein. Anisa reagierte nicht, sah den Mann, der durch die großen Flügeltüren schritt undurchdringlich an und wartete, bis jemand reagierte. Hielt dieser Kerl sich für einen König? Lächerlich, wie Anisa empfand. "Anisa Julis Astolfo. Es ist schön, dich endlich kennen zu lernen.", sprach der Mann mit seiner tiefen Stimme und trat der Rothaarigen mit einem eigenartigen Grinsen näher. Besaß denn wirklich jeder dieses grauenhafte Grinsen? "Ich hoffe dein bisheriger Aufenthalt hat dir gefallen.", auf diese Worte gab Anisa nur ein trockenes 'Nein' von sich. Mit Mariusz und auch mit diesem Mann wollte Anisa keine Freundschaften schließen. Das Einzige was sie wollte war nachhause zurückkehren und Killian wieder an ihrer Seite wissen.

    • Mariusz hatte scharf die Luft eingezogen, als Anisa mit einem scharfen ´Nein ´wagte zu antworten. Für sie alle war dieser Mann so etwas wie ein König. Jemand vor dem man Respekt hatte und gegen den jemand wie John Astolfo einpacken konnte. So zumindest die Sicht der hier Anwesenden. Was bildete sich die Göre eigentlich an? Thiago Woźniak hatte solche eine Antwort erwartet und stieß ein fast schon herzliches Lachen aus. Der Anblick von Anisa gefiel ihm außerordentlich! John hatte nicht gelogen, dass seine Tochter eine absolute Schönheit war und wenn dieser erbärmliche Mann unbedingt seine Unterstützung wollte, wollte er wenigstens auch etwas davon haben. Anisa erschien ihm da ein guter Preis zu sein. Sein Blick wanderte an ihr entlang. Wie sie dort saß in diesem Traum aus Rot, atemberaubend! Das lange Haar und die vollen Lippen. Sie war förmlich eine scharlachrote Göttin. "Ein Jammer.", daraufhin blickte er zu Mariusz. "Hast du sie etwa schlecht behandelt?! Wage es nicht, sie unglücklich zu machen." Daraufhin wanderte sein Blick zu ihr. "Darf ich euch sagen, wie wunderschön ihr in diesem Kleid ausseht? Bitte sagt mir ob man euch hier gut behandelt hat." Diese Freundlichkeit war unheimlich und Mariusz hatte seinen Boss lieber unfreundlich und kalt, als so höflich. Seine Höflichkeit war kalt, seine Freundlichkeit gefährlich. Was bezweckte er damit? "Du siehst verwirrt aus meine Teuerste. Lasst mich dir erklären, warum du hier bist. Würdet du mich in den Speisesaal begleiten?"


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    • Wohin auch immer dieses Spiel wanderte, Anisa gefiel es überhaupt nicht. Täglich hatte sie aufreizende Kleider tragen müssen, hohe Schuhe und Schmuck und nun war es nicht anders. Außer das das Kleid noch ausgefallener war, als die, die sie zuvor hatte tragen müssen. Dieser Mann, wie er sie musterte... Von Kopf bis Fuß, als wäre sie eine Trophäe. Anisa musste wohl nicht erwähnen, das sie sich unglaublich unwohl fühlte und keine Anstalten machte, als diesem Mann unhöflich zu antworten. Auf die Worte des Mannes gab Anisa keine Antwort. Weder auf sein Kompliment, noch auf die Frage, ob man sie denn gut behandelt hatte. Dieses Verhalten konnte nicht normal sein, absolut nicht. Kein Mafia Boss interessiert sich um das Wohl Anderer. Was genau Anisa nun tun sollte, wusste sie nicht. Sie rang mit sich, sollte sie aufstehen oder sitzen bleiben und nach Antworten verlangen? Einen Moment lang sah sie den Fremden einfach nur schweigsam an. Ob sie sitzen bleib oder sich sofort zum Speisesaal bewegte, machte keinen Unterschied, abgesehen davon, das sie diesen Mann höchstwahrscheinlich verärgern würde, würde sie weiterhin so trotzig bleiben. Sie benötigte Antworten und diese würde sie nur bekommen, wenn sie nun artig seiner Bitte nachkam, auch wenn sie sich am liebsten aus diesem Fenster stürzen wollte. "Gut.", antwortete sie daher nur knapp erhob sich und folgte dem Mann, der sie in einen anderen Raum führte. Durch ihre hohen Absätze, hallte jeder ihrer Schritte durch den langen Gang, bis sie sich im Speisesaal befanden. "Warum bin ich hier?", fragte Anisa direkt, ohne auch nur eine weitere Sekunde zu warten, als die Tür hinter ihnen geschlossen wurde.
    • Diese Frau war wie das Feuer selbst, etwas das Thiago Woźniak amüsierte. Wie lange es aber dabei bleiben würde blieb abzuwarten. Jedenfalls sollte Anisa lieber nicht heraus finden was passieren würde, wenn sie ihr Glück über strapazierte. Niemand verärgerte einen Mafiachef und überlebte das. Jedenfalls schien Thiago heute gute Laune zu haben, was nicht nur Mariusz erleichtert ausatmen lies. Die komplette Gruppe führte die Rothaarige zum Speisesaal. Dort angekommen erwartete sie ein festlich geschmückter Tisch, der fast einer ganzen Tafel glich. Der lange Eichentisch mit der weißen Tischdecke, dem Kerzenständer aus Gold und den gefalteten Servietten war ein echter Anblick von Luxus. Das Essen welches serviert wurde war ein absolutes Sternemenü und es gab wohl niemand, dem das Essen missfallen würde. Allerdings war abzusehen, dass Anisa in den nächsten paar Minuten sicherlich der Appetit vergehen würde. Das Oberhaupt des polnischen Mafiahauses hatte die schöne Frau an den Tisch geleitet und deutete auf das Essen. "Bitte meine Teure, bedien dich.", bot er hier an und lies sich den teuren Wein einschenken, welchen er sich bei seinem Besuch in Italien bei John empfehlen lassen hatte.
      "Du bist hier, weil ich mit deinem Vater eine Vereinbarung getroffen habe.", begann er dann und nippte an dem Getränk. "Ausgezeichnet." lobte er den Küchenchef, welcher erfreut eine Verbeugung machte. Danach wanderte sein Blick wieder zu der Dame am Tisch. "Dein Vater möchte eine Allianz mit mir, im Gegenzug dafür hat er aber auch mir etwas dargeboten." Daraufhin deutete er mit einer Handbewegung auf Anisa. "Dich. Du wirst meine Frau und somit das Bündnis besiegeln. Es sollte dir eine Ehre sein, immerhin steigst du in der Hierarchie der Unterwelt auf."


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    • So wundervoll der Speisesaal auch geschmückt war, so wenig interessierte es die Rothaarige auch. Das Einzige was sie im Moment wollte, war zu wissen, weshalb sie sich in Polen befand. Was um alles in der Welt war geschehen, das ihr Vater diesen Schritt gewagt hatte? Das es sie, seine geliebte Tochter in die Hände eines Mannes gab, den sie zuvor niemals gesehen hatte und die Lieblinge ihres Vaters kannte sie alle, immerhin schwärmte er von ihnen, selbst wenn sie anwesend war. Würde sie sich nicht in so einer Situation befinden, dann hätte sie vermutlich ganz anders auf den festlich geschmückten Saal reagiert, aber so war es nun Mal nicht. Anisa wollte wissen, weshalb um Gottes willen sie sich hier befand. Deshalb platzte die Frage, kaum hatten sie den Raum betreten, förmlich aus ihr heraus, nur ignorierte es der Mann vollkommen. Er ließ sich nicht davon abbringen, sie auf ihren Platz zu begleiten, sich gemeinsam mit ihr zu setzen und ließ sich sogar erst ein Glas Wein einschenken, bevor er endlich begann zu sprechen. Eine Vereinbarung mit ihrem Vater? Angespannt hörte sie ihm zu, rührte das Besteck nicht an und fixierte den Mann mit ihren grünen Augen. Das er sich selbst unterbrach, nur um den Küchenchef zu lobpreisen, machte sie nur umso angespannter. Was aber dann darauf folgte, damit hätte sie im Leben nicht gerechnet. Sie starrte ihn nur an, verlor für einen langen Moment kein Wort und glaubte nicht, was sie gerade gehört hatte. Frau? Sie sollte seine Frau werden? Nein, niemals. Das stimmte nicht. Das durfte nicht stimmen! Schockiert wanderten ihre Augen auf ihren Teller und ließ sich auf die Stuhllehne zurückfallen. Ihr Vater hatte sie für ein mächtiges Bündnis diesem Mann vorgeworfen? Anisa hatte all die Zeit, in der sie sich in diesem Schloss befand, keine Emotionen anmerken lassen, abgesehen von ihrer trotzigen Phase. Aber jetzt konnte sie spüren, wir ihr eine Träne über die Wange kullerte und wie ein glitzernder Diamant auf den schönen Rock ihres Kleides fiel. Das musste ein schrecklicher Scherz sein, ihr Vater hatte sie nicht tatsächlich... an diesen Mann... Sie hatte begonnen ihren Vater zu verabscheuen, ihn für das, was er Killian antat zu hassen. Aber tief in ihrem inneren liebte sie ihn dennoch. Immerhin handelte es sich noch immer um ihren Vater und er hatte mehr als nur einmal bewiesen, wie sehr er seine Tochter liebte. Das er so gehandelt hatte, zerbrach ihr das Herz. "Er hat mich einfach hergegeben.", murmelte die Rothaarige kaum hörbar und sprach mehr zu sich selbst, als zu jemand Anderem. Anisa war fassungslos, wusste nicht, auf die Worte des Fremden zu reagieren und saß einfach nur auf ihren Stuhl und starrte ihren Teller entsetzt an.
    • Killian war ja bekanntlich ein Meister darin seine Gefühle für sich zu behalten, aber dieser ´Urlaub´war eine Zerreißprobe seiner Nerven gewesen. Er war es ja gewohnt, dass John allerhand merkwürdige Dinge von ihm wollte oder er eben wie eine Trophäe behandelt wurde, aber da seine Gedanken konstant bei Anisa waren und er schleunigst dort hin wollte, konnten ihm die Tage nicht schnell genug vorbei gehen. Kill wusste nicht wie viele Zigarettenschachtel er bereits vernichtet hatte, aber ohne hätte er sicherlich den ein oder anderen Verkäufer erschlagen, der den gefühlt 100 maßgeschneiderten Anzug für ihn angefertigt hatte. Was sollte er bitte mit all diesen Dingern? Der Alte hatte ihn eingedeckt, dass der Brünette bald eine eigene Boutique damit eröffnen könnte und er hatte neue Ohrringe bekommen. Goldene Topase, sie waren wunderschön, aber das er dafür beide Ohrlöcher durchgestochen bekommen hatte, war nicht unbedingt etwas worauf er es angelegt hatte. Allerdings versuchte er John so gut es ging milde zu stimmen. Je sanfter der Boss wurde, desto größer seine Chancen an Informationen zu kommen. Nun das und der ein oder andere zu starke Alkohol ...
      Irgendwann hatte er genau die Informationen die er brauchte. Das er allerdings die Villa nicht in Brand gesteckt hatte, grenzte an ein Wunder.
      ...
      In Polen bei seinen beiden Komplizen angekommen, stellte er fest das sie ein sehr merkwürdiges Verhältnis zueinander entwickelt hatten. plötzlich gab es Insiderwitze und sie hatten verdächtig viel Wodka die Tage in sich hinein gekippt. Warum würde sich wohl bei ihren gemeinsamen Informationen heraus stellen.
      Jedenfalls war er gerade in ihrem ´Versteck´angekommen, nachdem er sie informiert hatte, er würde direkt in den nächsten Flieger steigen.
      Das er kaum hatte er die Türe geöffnet fast über eine leere Wodkaflasche geflogen wäre, versuchte er gekonnt zu ignorieren.
      "Ich hinterfrage das nicht.", war die einzige Begrüßung, welche ihm in diesem Augenblick einfiel.


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    • Es würde eine lange Zeit dauern, bis die Rothaarige das verdauen konnte, was sie erfahren hatte. Ihr Vater hatte sie benutzt, einer Heirat zugesagt, nur um an weitere Macht zu gelangen. Das war auch ein Schock für Lev und Jaden gewesen, als sie erfuhren, weshalb John seine Tochter nach Polen geschickt hatte. Es war nicht vorgesehen, das Anisa wieder nach Italien zurückkehrte, sie war der Preis, den John zahlte. Jaden war bei dieser Information schlecht geworden. War seine Tochter nicht sein größter Schatz gewesen? Hatte er sie nicht mit allen Mitteln von allem und jedem beschützt? Und jetzt das? Das Lev erwähnte, zu wissen wo sie den besten Wodka finden konnten, kam ihm gelegen. Anders könnte der Blonde die Information nicht verarbeiten, zumindest nicht so schnell, um seine Emotionen zurückzuhalten und diesem Bastard nicht sofort das Gesicht zu demolieren. "Killian! Schön das du da bist.", sagte Jaden grinsend, als er zur Eingangstür linste und seinen jüngeren Bruder entdeckte. Nach so starkem Alkohol war ein Amerikaner natürlich angeheitert, das war er nicht gewohnt, allerdings befand sich Jaden noch in guter Verfassung. Würden sie ein ernstes Gespfäch beginnen, wäre es ein leichtes für den Blonden sich zu konzentrierten, nur war alles einfach etwas... amüsanter. Mit Lev hatte Jaden inzwischen eine eigenartige 'Freundschaft' aufgebaut, wenn man es so nennen konnte. Die Insiderwitze waren im alkoholischen Zustand für Jaden zum totlachen und der Alkohol war schneller vernichtet, als er erwartet hatte. Jetzt, wo Killian zu ihnen gestoßen war, konnten sie ihren Plan vollenden und Anisa aus den Fängen des polnischen Mafia Oberhauptes, oder wie sie ihn nannten, den 'König der Unterwelt', befreien.
    • Killian hatte das starke Bedürfnis nach einem Vollrausch oder einer erneuten Dusche, dessen war er sich noch nicht so ganz sicher. Das er allerdings seine beiden ´Kollegen´in einem angeheiterten Zustand vor fand, nun das hatte er ehrlich gesagt nicht erwartet. Da Lev eine Menge vertrug, war er eigentlich wie immer. Jaden hingegen hatte sein Grinsen zurück erhalten. Ob Kill sich darüber Sorgen machen musste oder nicht, das blieb abzuwarten. Jedenfalls versuchte er nicht über die Flaschen zu stolpern, welche offenbar einer tagelangen Sammlung entsprangen. Er hatte sich zu den beiden hindurch gekämpft, welche in der Küche saßen oder zumindest ging er davon aus, dass es sich um eine Pseudoküche handelte. Es gab zu Killians persönlicher Freude Plov...oh, er liebte das Zeug. Jaden und Lev aßen wie es sich gehörte direkt aus dem Topf den köstlichen Reis und Killian hatte sich einfach mal eine Gabel genommen, sich zu ihnen gesetzt und davon gekostet. Ja, Lev hatte gekocht. "Sorry das ich eurer Date unterbreche, aber es gibt Plov und wir müssen reden.", entgegnete er den beiden, während ihm sein bester Freund kaum hatte er sich gesetzt zur Begrüßung um den Hals gefallen war. "Schicke Ohrringe.", murmelte er mit gemischten Gefühlen, woraufhin Kill versuchte Lev ein wenig aufzumuntern, da sich der Russe sicherlich das Schlimmste ausmalte. "Nicht wahr?", grinste er also frech, zwinkerte ihm zu und blickte zu den beiden. "Ey Schnapsdrossel. Welche Informationen habt ihr?"


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    • Zur Überraschung von Jaden, war Killian früher in ihrem Versteck angekommen, als erwartet. Kaum aber war er eingetreten, hatte der Blonde das Klirren der Wodkaflasche gehört und drehte seinen etwas, brummenden Schädel Richtung Tür und erblickte seinen jüngeren Bruder, der sich ohne große Worte zu ihnen gesellte, sich eine Gabel schnappte und ebenfalls etwas aß. Grinsend hatte Jaden sich zu Killian gewandt, das sie aber sofort über ernsteres Reden mussten, als über Killians neue Ohrringe oder die hervorragenden Kochkünste von Lev, wie Jaden fand, hätte er sich denken können. Schwer seufzend lehnte Jaden sich in seinem Stuhl zurück und ließ auch das Besteck sinken. "Thiago Woźniak, wenn du etwas aus John herausfinden konntest, wirst du diesen Namen vermutlich kennen. Er ist mit diesem Astolfo Bastard ein Pakt eingegangen, er wollte mehr Macht und Thiago kann ihm diese Macht geben. Dieser verrückte Kerl bezeichnet sich selbst als König, behaust ein Schloss und seine Bediensteten benehmen sich, als wären sie im falschen Jahrhundert stecken geblieben. Die sind alle verrückt!", erzählte Jaden, etwas aufgebracht und schockiert. Alkohol konnte Jaden noch nie sonderlich viel vertragen, würde man ihn nicht kennen, dann würde es derjenige nicht merken, jemand wie Killian und Lev, die ihn mittlerweile etwas besser kannten, merkten es natürlich auf Anhieb. Jaden benahm sich nur nicht mehr ganz so professionell, wie er wollte. "An jeder Wand sind Kameras angebracht, abgesehen am Eingangstor. Wir könnten die Kameras so manipulieren, dass sie weiterhin ein Bild anzeigen, aber nicht mehr Live übertragen. Die Wachen haben einen routinierten Laufweg, wir könnten sie vom Nahen ausschalten und dadurch unbemerkt in das Schloss hinein kommen, im Inneren warten aber genauso viele Wachen auf uns. Diese Kerle sind unglaublich. Anisa befand sich in dem westlichsten Zimmer, jetzt aber...", Jaden wollte daran eigentlich schon gar nicht mehr denken und sein Schädel brüllte nach mehr Alkohol. "Seit ungefähr zwei Tagen teilt sie sich das Zimmer mit Thiago.", brachte er zwischen zusammen gepressten Zähnen hervor und starrte auf die Tischkante vor sich. Sie mussten Anisa dort rausholen, so schnell wie sie nur konnten.
    • Während ihm die beiden ihre Informationen über Thiago mitteilten, hatte Killian noch genervt einen Bissen von dem köstlichen Plov genommen. Gott, wenn er schon an diesen Mann dachte bekam er Aggressionszustände! Was bildete sich der alte Sack eigentlich ein, ´seine´verdammte Freundin zu sich nach Polen zu holen und was bildete sich John ein, dass zu gestatten? Kill hatte das starke Bedürfnis zu diesem Woźniak-Typen zu gehen und ihm die ganze Bude in Brand zu stecken. Brandstiftung fehlt immerhin noch in seinen Akten, vielleicht sollte er es in Erwägung ziehen. Der Brünette hörte also schweigend zu, grummelte hin und wieder vor sich hin und hatte mit der Gabel ein Hähnchenstück erstochen. "Es ist schon tot Killchen.", wies ihn Lev darauf hin und blickte mitleidig zu seinem Essen. Wäre Killian nicht so schlecht gelaunt, hätte er jetzt gegrinst oder sich über die aufgebrachte Stimme von Jaden lustig gemacht, die eine richtig hohe Tonlage annehmen konnte, wenn er saure war. Allerdings war ihm jetzt nicht danach. Er teilte die Wut und bewunderte erneut wie Lev nur so ruhig bleiben konnte. Allerdings kannte er den Russen gut genug, je stiller er wurde desto gefährlich und wütender war er. Und im Augenblick schien Lev stinksauer zu sein, immerhin war er mit Anisa inzwischen verdammt gut befreundet. Die beiden knuddelten sich öfter als Kill seine eigene Freundin umarmen konnte. Aber es war süß. Kill bedeutete die Freundschaft zwischen den beiden sehr viel, sie waren schließlich die wichtigsten Menschen in seinem Leben.
      Ja... vielleicht sollte er mit Anisa nach Russland.
      "Das mit den Kameras wird kein Problem. Ich werde mich darum kümmern.", erklärte Lev und sah bei der nächsten Nachricht ein wenig angespannt zu seinem besten Freund.
      "Sie ... teilen sich ... ein Zimmer...", wiederholte Killian zuerst langsam. Man merkte das er bereits zu seiner Waffe griff, aber versuchte ruhig zu bleiben. Innerlich zählte er tatsächlich bis 10, entschied sich dann aber für eine Zigarette.
      "Pech für ihn, dass ich sehr nachtragend bin.", murmelte Killian und zog genervt an seiner Zigarette. "Jedenfalls sind hier meine Informationen. Bezüglich des Namens und der Stellung seit ihr ja schon schlau geworden. Woźniak Haupteinnahmequellen sind illegale Prostitution und Drogenhandel. Offenbar ist er ein echter Mogul und ihm untersteht eine ganze Kette von kriminellen Baden. Legen wir uns mit ihm an, haben wir die ganze Unterwelt Polens und teilweise auch deren Nachbarländer im Nacken, was mir allerdings herzlich egal ist. Offenbar plant John mit dem Einfluss von Woźniak an mehr Geld und Leute zu kommen. Er will in sein Gewerbe mit einsteigen. Es gibt wie es aussieht Probleme mit deinen Landsmännern Lev, die keine Lust mehr auf eine Bindung mit Italien haben und da Russland gefährlich ist, hat John nun Panik ohne Verbündete da zustehen und holt sich nun andere Mogule an Bord. Wie auch immer er sich das vorgestellt hat.", berichtete Killian. "Anisa ist ...", daraufhin zündete er sich direkt eine zweite Zigarette an. "Der Preis für das Bündnis. Sie soll ihn heiraten und somit die Bande bestätigen."


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    • Jaden musste gestehen, dass ihm dieser ganze Aufruhr nicht leicht fiel. Bisher hatte er sich mit einigen, vielen Sachen herumschlagen müssen, ein Mistkerl abartiger als der Andere. Das was John aber mit seiner eigenen Tochter veranstaltete, die er eigentlich um jeden Preis hatte beschützen wollen und nun nach Polen verfrachtete, nur um selbst im Geschäft aufzusteigen. Am liebsten hätte der Blonde sich ja auf die teuren Schuhe des großen Astolfo übergeben und ihm daraufhin sein Scharfschützengewehr an die Brust gesetzt. Wie hatte er nur zulassen können, das ihre gutmütige Anisa, die sich dieses Leben in der Mafiawelt niemals gewünscht hatte, für immer verweilen müsste? Sie zwang, einen fremden Mann zu heiraten, der das ungefähr gleiche Alter wie ihr Vater haben musste. Als Jaden berichtete, das Anisa seit knappen zwei Tagen das gleiche Zimmer nutzte wie Thiago, war auch für Killian nicht einfach, das merkte er sofort. Inzwischen hatte Jaden von dem gut gekochten Essen abgelassen und sich auf das Gespräch und das weitere Vorgehen konzentriert. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Heirat tatsächlich stattfinden würde, immerhin waren schon alle Vorbereitungen in vollem Gange oder gar abgeschlossen. Und so wie Jaden den Mann einschätze, würde er seine Finger nicht mehr lange bei sich lassen. Ob er sie nicht sogar schon berührt hatte, wusste Jaden ehrlich gestanden nicht, daran wollte er aber gar nicht erst denken. "Wir sollten so schnell wie möglich zuschlagen, bevor noch schlimmeres passiert.".
    • "Dem stimme ich zu.", antwortete Kill auf die Aussage seines Bruders. Er war sich ja ziemlich selten mit dem Blonden einig, aber im Bezug Anisa kamen sehr viele Parallelen in ihrem Verhalten zum Vorschein. Es war zum kotzen, aber für die Rettungsaktion der Rothaarigen war gerade deswegen niemand besser als Mitverschwörer geeignet, als Jaden. Ohne Lev allerdings würden sie gewaltige Probleme kriegen. Natürlich konnten sie einfach rein stürmen und alles und jeden abknallen, aber die Gefahr war zu groß das Anisa dabei zu Schaden kam. Was strategische Planung anging, mussten sie das nun mal dem Russen überlassen. Darum wanderte das goldene Augenpaar direkt zu Lev. Lev nickte und stand auf um offenbar etwas zu holen. Fragend sah Killian ihm nach. Lev kehrte mit seinem Laptop zurück, stellte diesen auf den Tisch und setzte sich zwischen die beiden. "Ich habe mich bereits gestern in die Kameras gehackt, weil ich mir einen Lageplan des Hauses verschaffen wollte. Führe ich alle Kameras zusammen, komme ich ungefähr auf solch einen Umriss.", daraufhin hatte er alles hoch gefahren und lieferte ihnen einen Umriss des Gebäudes. Wann hatte der Russe das nur wieder alles zusammen gebastelt?
      "Ich werde die Kameras so programmieren, dass sie so aussehen als würden sie weiterlaufen, aber es eigentlich nicht tun. Allerdings wird das irgendwann auffliegen. Ihr habt nur begrenzt Zeit, bevor die Leute Alarm schlagen."


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    • Das Jaden im Moment sein eigener Boss aus Amerika im Nacken saß, verschwieg er seinen zwei momentanen 'Arbeitskollegen'. Die Befreiung von Anisa hatte im Moment oberste Priorität, ob er seine eigentliche Arbeit dabei komplett vernachlässigte, war ihm völlig egal. Immer wieder vertröstete er seinen Boss, erklärte, das dieser Attentat sich als deutlich schwieriger erwies, als erst erwartet, allmählich aber, wurde sein Boss ungeduldig. Dennoch konzentrierte Jaden sich nur auf die Rettung der schönen Rothaarigen und umso länger Killian jetzt schon an diesem Tisch saß, umso ungeduldiger wurde er und wollte am liebsten sofort aufbrechen, allerdings benötigten sie einen Plan. Lev hatte in der Zwischenzeit sein Laptop geholt, ihnen einen ungefähren Umriss des Hauses gezeigt, das er vermutlich noch letzte Nacht erstellt hatte und erklärte, das er sich bereits in die Kameras gehackt hatte und ihnen nur begrenzte Zeit blieb, um Anisa dort rauszuholen. Nach einem knappen Nicken wandte Jaden sich an Killian, "Wir können nicht alle töten, die uns über den Weg laufen, dafür haben wir keine Zeit. Dieses Gebäude ist viel zu stark bewacht, als das wir an allen Wachen vorbei kommen könnten. An dem Tag der Hochzeit, werden sie unaufmerksamer, sie werden viel zu gestresst mit allem sein, als das sie uns bemerken würden. Wir müssen die letzten Stunden abwarten und weitere Informationen bekommen, wann und wo genau sie sich aufhalten werden. Es wäre die sicherste Möglichkeit, Anisa dort rauszuschaffen.". Jaden wollte keine weitere Sekunde mehr warten. Wenn er aber wollte, das Anisa wieder in Freiheit leben konnte, dann mussten sie noch etwas Geduld haben. Ihnen blieb nur diese eine Chance. Wenn sie es nicht schaffen, dann würden sie höchstwahrscheinlich getötet.
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