[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Das Anisa das Auftauchen Ihres Vaters nicht so ganz in den Kram passte war abzusehen und auch wenn Killian das Ganze gerne belächelt hätte, blieb er Ernst. In der Nähe von John war er schon immer wie er es immer gewesen war und er musste zumindest nicht schauspielern, dass er tatsächlich aus dem Krankenhaus wollte. Ja, er war nicht dumm und wusste das diese Verletzung kein Spaß war aber er wollte verdammt nochmal aus diesem Krankenhaus heraus! Die weißen Wände machten ihn irre, die notgeilen Krankenschwestern waren ihn irre, dieser merkwürdige perverse Pfleger der ihn ständig waschen wollte, brachte ihn dazu langsam aber sicher irgendjemanden töten zu wollen und die strenge Krankenschwester mit dem Dutt war zum fürchten! Außerdem schienen sie und Anisa sich blendend zu verstehen, was seine Laune nicht gerade hob. Mal ehrlich, wer wollte bitte im Chor getadelt werden? Er nicht - vielen fucking dank auch. Wenigstens war fürs erste die Laune von Anisa deutlich besser. Das er sich mehr oder weniger überwunden hatte ihr zu gestehen, dass er sie nur belogen hatte um sie zu beschützen, war wohl der positive Funke den sie gebraucht hatte. Killian konnte sich zwar nicht überwinden, ihre Worte zu erwidern und in irgendeiner Form einen auf Verliebt zu machen, aber das hatte weniger mit Anisa zu tun, sondern damit das Killian bei richtigen Gefühlen einfach ein echter Vollidiot war. Lieber biss er sich die Zunge ab, bevor er etwas peinliches sagte! Soweit kommt es noch, dass er jetzt anfängt mit Herzchenaugen herum zu laufen, ganz gleich wie süß Anisa aussah wenn sie neben ihm schlief. Wie niedlich sie immer seinen Arm festhielt, als könnte er im Schlaf davon rennen und ...Jetzt hört es aber auf!
      Glücklicherweise war der Alte da um seine Lage zu retten und auch wenn es die Rothaarige dazu verleitete Krankenhaustüren zu beschädigen, war Kill froh endlich hier heraus zukommen. Der Arzt war zwar alles andere als überzeugend, aber wenn interessierte das schon? Als Anisa den Raum verlassen hatte, nickte der Dunkelhaarige seinem Boss zufrieden zu und erhob sich von dem Krankenbett. Er spürte die Blicke von John auf sich, ehe er sich amüsiert zu ihm drehte. "Was ist los Alter Mann unzufrieden mit meinem Krankenhausoutfit?", hakte er amüsiert und frech wie er es immer war bei dem Oberhaupt der Astolfos nach. Würde er sich anders verhalten, wäre er nicht glaubwürdig und mal ehrlich, ganz gleich wie gefährlich John auch war Killian hatte schon immer so mit ihm gesprochen.


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    • Wäre Lev jetzt hier, dann hätte Anisa wenigstens einen Verbündeten. Ihren Vater zu sehen brachte nur Unruhe in ihr Leben und sie wusste, das sein Auftauchen nichts gutes hieß. Egal wo John sich befand, entweder gab es Ärger oder aber Tote. In diesem Fall war es Ärger und vermutlich ein schmutziger Auftrag, den Killian erledigen sollte. Verstand ihr Vater denn nicht, das Killian fast gestorben wäre? Das seine Verletzung alles andere als ein Witz ist?
      Während Anisa wütend vor der Tür auf und ab lief, ließ sich John, der sich noch immer in dem Zimmer befand, nichts anmerken. Killian konnte sich bewegen und eine Waffe in der Hand halten, was interessierte ihn da eine lächerliche Wunde, die Killian nichts anhaben konnte. John hatte Killian zu dem besten Auftragskiller Italiens ausgebildet. Eine nörgelnde Tochter ließ ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen, egal, wie sehr er sie auch liebte. Irgendwann würde sie begreifen, das es allein zu ihrem Schutz diente und das Killian hierbei auch noch ein ansehnliches Äußeres besaß, war nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Er musterte den Dunkelhaarigen, wie er das Bett verließ und grinste breit, bei seiner Bemerkung. Er deutete auf die schwarze Papiertüte, die er neben der Tür abgestellt hatte, nachdem er den Raum betreten hatte. Dreimal konnte man raten, was sich in der Tüte befand und so wie man Killian konnte, bräuchte er nur einen Versuch. "Zieh dich um, Kill. Die Arbeit wartet.". Es handelte sich wieder um einen teuren Anzug, dessen Preis man nicht aussprechen wollte. "Wir werden unverzüglich zur Villa fahren, dort werde ich dir von deinen weiteren Aufträgen berichten.".
    • So wie Killian die Rothaarige kannte, tigerte sie sicherlich von einem Ende des Ganges zum anderen oder aber direkt vor seinem Zimmer. In dieser Hinsicht waren sich Lev und Anisa wirklich verdammt ähnlich. Beide waren sie wie aufgescheuchte Hühner, wenn es um ihn ging. Wenn er ehrlich war, dann machte ihn das auch irgendwie glücklich. Es war niedlich, wenn auch teilweise nervig. Diese ganze Bemutterung und Liebkosung war Killian einfach nicht gewohnt. Gib ihm klare Anweisungen, eine Waffe und er wusste woran das er war. Mit so viel Wärme allerdings musste er noch umzugehen lernen, nicht das es ihm nicht gefallen würde. Er hatte durch Lev angefangen vernünftig zu essen, durch Anisa sogar endlich mal anständigen Schlaf gefunden. Die beiden taten ihm gut, nicht nur auf diese Weise. Er hatte verstanden, dass er in Ihnen Menschen gefunden hatte, welche ihn tatsächlich liebten. SIe liebten einen Mörder, sie liebten ihn wie er war ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Wenn er ehrlich war, hätte er nicht gedacht das es so etwas in dieser egoistischen Welt überhaupt gab. Als Killian sich vom Bett erhoben hatte, hatte er wie immer einen frechen Kommentar an John gerichtet, kassierte dafür wie immer nur ein Grinsen. Der junge Mann erachtete es als ziemliches Privileg, dass er mit einem der mächtigsten Männer der italienischen Mafia so sprechen konnte. Mal ehrlich, normalerweise würde jeder eine Kugel in den Kopf deswegen kassieren. Er hatte sich hart diesen Status erarbeitet, er war der beste Auftragsmörder der Astolfos und fuck, er war verdammt nochmal gut in seinem Job! Er hatte etwas gefunden, dass er wirklich gekonnt und er hatte eine Chance bekommen, sein Leben nicht weiter als Schwächling zu fristen. Ganz gleich was Lev oder Anisa über diesen Mann sagten, Kill würde ihm auf ewig dafür dankbar sein. Wenn er ihn also zu gefährlichen Aufträgen schickte oder ihn gern betrachtete, wenn interessierte das schon? Er war endlich jemand und das war er dank ihm. "Oho ~ ich habe mich schon gefragt, wann du mir den nächsten Fummel kaufst.", schnurrte Killian amüsiert und lief zu der schwarzen Tasche, welche einen schicken Anzug beherbergte. Elegant, schwarz und schlicht. Diese Schlichtheit hatte aber einen Preis mit verdammt vielen Nullen. "Ich werde mich nie daran gewöhnen.", murmelte er und zog sich das Shirt über den Kopf, ehe er nach dem weinroten Hemd in der Tasche griff. Das einzig farbliche Highlight. Es störte ihn nicht sich vor John umzuziehen, so oft wie er dies schon getan hatte, wäre es lächerlich sich darüber noch den Kopf zu zerbrechen. Killian hatte gelernt das sein Körper ebenso eine Waffe sein konnte und seit er so begonnen hatte zu denken, war er auch mit all den schlimmen Erlebnissen fertig geworden.

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    • John wollte keine weitere Zeit mehr vergeuden, es war genügend Zeit vergangen, in der Killian wieder erwachen, um endlich seiner Arbeit wieder nachzugehen. Er sollte dorthin zurück, wo er hin gehörte. Und zwar in die Villa, in sein Büro, wo er ihm erklärte, was er zutun hatte, um dann diesen Auftrag auszuführen. Dieses Krankenhaus war ein Käfig und so wie John Killian beobachtet hatte, während dieser sich umgezogen hatte, ist er sogar schmaler geworden. Killian brauchte wieder die Arbeit, Zeit zum schwächeln gäbe es nicht. Die dunklen Augen von John ruhten auf dem nackten Oberkörper des Dunkelhaarigen, bis er in weinrotem Stoff eingehüllt war. Wie immer hatte John Killian einen Anzug besorgt, dessen Preis weit über seine Wohnungsmiete lag. "Es ist Zeit zu gehen.", sagte John, "Beschütze meine Tochter mit deinem Leben, diese Farina muss sterben.", war das letzte, was er sagte und verließ das Zimmer. Vergeblich versuchte er seine Tochter zu beruhigen, die wie eine wild gewordene Katze vor dem Zimmer auf und ab lief. Anisa wusste, wie schlimm dieser Schuss gewesen war, wie kritisch dieser Eingriff der OP war und das Killian dieses Krankenhaus bei weitem noch nicht verlassen durfte und immer wieder rief sie sich ins Gedächtnis, das sie sich beruhigen musste, auch wenn es ihr schwer fiel. Ihr Blick wanderte zu Killian, nachdem ihr Vater ihr berichtet hatte, das ihr Weg nun zur Villa führen würde. Er trug wieder einen Anzug und das Einzige was sie erkennen konnte, war der Verband unter diesem teuren Stoff, der ihr verriet, das er noch immer Schonzeit brauchte. Es war ja nicht so, als würde Killian nur an der Kasse sitzen und irgendwelche Lebensmittel über den Scanner sausen lassen. Nein, er begab sich ohnehin in so große Gefahr! Und dann auch noch verletzt! Besorgt blickte sie zu ihm, wusste aber, das sie sich ihm nun nicht so nähern konnte, wie sie es gern wollte. Sie würden in die Villa gefahren werden und Anisa wusste, das dort nur Arbeit auf Killian wartete. Nun, wenigstens hatte sie das fachliche Wissen und wusste, wie sie seine Wunde behandeln müsste.
    • Schweigend hatte sich Killian das neue Hemd übergestreift, biss sich bei der Bewegung zwar leicht auf die Lippen aber lies keinen Mucks von seinem Mund ertönen. Dafür war er zu stolz und außerdem wollte er sich vor niemanden solch eine Blöße geben. Nachdem er auch das schwarze Jackett und die passende Hose inklusive den Schuhen angezogen hatte, verstaute er seine anderen Klamotten inklusive diesen merkwürdigen Hasenhausschuhen in die Tüte, in welcher zuvor sein Anzug auf ihn gewartet hatte. Nun die Hausschuhe hatten ihm gute Dienste geleistet .... verdammter Lev. Killian nickte auf den Befehl lediglich, schnappte sich die Tüte und folgte dem deutlich größeren Mann aus dem Krankenzimmer. Aus den Augenwinkeln erkannte er einige besorgte Blicke der Krankenschwestern und selbst die Schwarzhaarige schien nicht davon begeistert zu sein, dass er das Krankenhaus verließ. Und das obwohl sie ihn offensichtlich nicht leiden konnte, er fühlte sich wahrlich geehrt. Anisa hatte wirklich vor dem Zimmer gewartet und ihr Blick sprach mehr als tausend Worte. Natürlich verstand er ihre Sorge, schüttelte aber nur leicht mit dem Kopf, damit sie nichts Weiteres darauf sagte. Zu dritt verließen sie das Krankenhaus, woraufhin Killian zufrieden in den fast schon erschreckend friedlichen Tageshimmel blickte. Kein Wölkchen am Himmel und strahlender Sonnenschein, so schrecklich unpassend und doch herrlich. Killian war zwar im Winter geboren, aber schon immer ein Freund der warmen Temperaturen. Vor dem weißen Gebäude warteten bereits die Bodyguards von John, die den dreien direkt die Türe der schwarzen Limousine aufhielten, woraufhin sie darin Platz nehmen konnten. Es war ein wenig merkwürdig zwischen Anisa und ihrem Vater in dem großen Wagen zu sitzen, aber wenigstens konnte er nebenher ein Glas Champagner trinken. Nicht das er Fan von dem bitteren Zeug wäre, aber im Augenblick erschien ihm Alkohol eine ziemlich gute Idee zu sein.


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    • Ab liebsten wäre Anisa ja aus dieser verdammten Limousine gesprungen. Das Wohl von Killian schien ihm wohl gehörig am Arsch vorbei zu gehen. Interessierte es ihn denn wirklich kein bisschen!? Aber so sehr sie auch mit ihren Gedanken kämpfte, es brachte nichts. Die gesamte Fahrt sprach sie kein Wort, auch wenn ihr Vater versucht hatte, das Gespräch mit seiner Tochter zu suchen. Allerdings hatte er nach seinen zwei, vergeblichen Versuchen nicht weiter nachgebohrt. Er kannte seine Tochter und Anisa war ebenso sturköpfig wie er. Wenn sie nicht sprach, dann würde sie nach dem hundertsten Wort auch keine Antwort geben. In ihrer Reaktion sah er nur die Arbeit, die sie sich so ans Herz gelegt hatte. Es war wie eine Berufskrankheit. Wenn es um die Gesundheit und Verletzungen ging, dann befand er sich auf dem Gebiet ihrer Tochter, aber dieses Gebiet hatte sein Auftragskiller betreten. Und deshalb waren ihm die Worte und Reaktion seiner Tochter egal. Sie würde sich schon wieder einkriegen, immerhin würde sie miterleben, wie gut Killian seine Arbeit noch immer erledigen konnte. Anisa hatte während der gesamten Fahrt kein Wort gesprochen und auch John verlor kein Wort. Es war eine eisige Stille, Anisa aber war nur mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt und hatte aus dem Fenster gestarrt.
      Erst als sie nach einer einstündigen Fahrt das Grundstück endlich befuhren, konnte Anisa aus dem Wagen steigen in dem sie dachte, bald darin zu ersticken. Wie sie diese Situation ankotzte. Sie konnte nichts weiter tun, als ihrem Vater zuzusehen, wie er Killian Aufträge entgegen schob, obwohl er noch nicht bereit war. Ihr wurde wieder bewusst, weshalb die Matteo erzählt hatte, einen Mann der Mafia nicht an ihrer Seite haben zu wollen. Und kaum hatte Anisa einen Gedanken an diesen Mann verloren und gemeinsam mit ihrem Vater und Killian die Villa betreten, kam er ihr mit einem breiten Lächeln entgegen. Während sie stehen blieb, um Matteo widerwillig zu begrüßen, setzte John seinen Weg mit Killian fort und streifte durch die Eingangshalle und folgte dem Flur in Richtung seines Büros.
      "Anisa, ich machte mir Sorgen.", sagte Matteo und begrüßte sie mit offenen Armen, was Anisa ablehnte. Sie wollte keine Nähe, dafür war sie viel zu aufgebracht, auch wenn sie es nicht nach außen zeigte. "Mir geht es gut.", antwortete sie nur.
    • Die Situation war ... nun nennen wir sie merkwürdig. Killian konnte nur still beobachten, wie die beiden einen Krieg mit ihren Augen ausfochten und das schlimme daran? Es ging um ihn. Es war amüsant, dass keiner der beiden danach fragte was er eigentlich wollte. Wenn es nach ihm ginge, wäre er einfach mal für ein Wochenende auf irgendeiner Party, hätte sich zugeschüttet und geraucht und danach war wieder alles in Butter. Allerdings würde man ihm das Ganze nicht so einfach machen. In diesen Krieg der beiden Astolfos wollte er sich ungern einmischen. Die Luft war förmlich zum schneiden und die Augen der beiden konnten wahrlich Leute töten. Und dann sagten die Leute er wäre hier der Killer, also echt. Wenigstens hatte er hier Alkohol der wahrscheinlich teurer war als die Schuhe die er trug und zudem auch noch scheiße schmeckte, aber er erfüllte seinen Zweck. Schweigend hatte er sich also zwei Gläser genehmigt, stellte fest das die Medikamente sich damit nicht sonderlich gut vertrugen und hatte bereits jetzt ein merkwürdiges Gefühl. Er schlug also schneller an? Perfekt! Am liebsten hätte er sich ja direkt die Kante gegeben um sich das Drama hier nicht an zu tun, aber so viel Glück hatte er nicht. Als sie nach einer Zeit des eisernen Schweigens und einer fast leeren Champagnerflasche ihr Ziel erreichten, lief sie zusammen zur Villa. Während Anisa aufgehalten wurde, war Killian John gefolgt. Er schenkte Anisa zuvor noch ein aufmunterndes Lächeln, ehe er hinter der großen Flügeltür des Büros von John verschwunden war. Ein wenig Mitleid hatte er mit Matteo ja fast schon, aber auch nur fast. Sein kleines fieses Stimmchen in ihm (natürlich mit Teufelshörnern und allem drum und dran) hatte nämlich das dringende Bedürfnis ihm siegreich die Zunge heraus zustrecken. Nun nicht einmal Anisa war gegen Killian immun, ein schöner Schub für sein Ego. Allerdings bereitete ihm ihre Beziehung immer noch immense Magenschmerzen (könnte natürlich auch der Alkohol sein). Er wollte Anisa beschützen, aber seine Gefühle für sie brachten sie mehr in Gefahr als jemals zuvor. Das durfte niemals heraus kommen - niemals!


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    • John war zufrieden in sein Büro gegangen, gefolgt von Killian, während seine Tochter von einem seiner sabbernden Hunde aufgehalten wurde. Matteo erfüllte nicht nur seinen Job, sondern konnte sogar bei Anisa nützlich sein, wenn sie mal nicht ihre Nase überall hinein stecken sollte. Schon als kleines Mädchen hatte sie sich schon überall eingemischt und wollte alles wissen. Für John war ihr strahlendes Lächeln Balsam für seine Seele gewesen, aber gleichzeitig musste er sich in acht nehmen, das seine geliebte Tochter nicht zu viel von seiner Arbeit erfuhr. Natürlich wusste Anisa irgendwann, als sie ein Alter erreicht hatte, wo man nichts mehr vor ihr verheimlichen konnte, worum es sich bei seiner Arbeit handelte. Aber er hatte sie jahrelang erfolgreich in Watte eingehüllt und vor allem Unheil beschützt und das Einzige was er wollte, war noch immer den Schutz seiner Tochter. Hierbei ging es doch nur um sie. Ja, irgendwann verstand sie seine Absichten. Johns Bodyguards nahmen ihre Plätze vor den Türen seines Büros ein, während er durch die großen Flügeltüren trat und sich erst zu Killian wandte nachdem die Türen geschlossen waren. "Du erinnerst dich an Francesco?", begann er dann und steuerte auf seinen massiven Schreibtisch zu, um sich dort in seinen Ledersessel zu setzen. "Dieser Mann...", John holte ein Bild aus der obersten Schublade hervor und schob es zum anderen Ende des Tisches. Ein Bild einer Überwachungskamera, unscharf aber genügend zu erkennen. Es handelte sich um einen Mann mittleren Alters, schwarze schulterlanges Haar, das zu einem Zopf zusammen gebunden wurde und einem weißen Anzug. "... man nennt ihn Antohes. Ein Verbündeter von Francesco. Dieser Mann hat es auf Anisa abgesehen und von ihm stammen die Wanzen in ihrer Wohnung. Viola, der Name sollte dir bekannt sein, brachte sie in ihrer Wohnung an. Du musst Isabella Farina töten und diesen Mann ausfindig machen, wir müssen wissen, mit wem wir es zutun haben.".
    • Als sich die große Flügeltür hinter ihm schloss, hatte John nicht lange gefackelt ihn direkt in einen neuen Auftrag einzuweihen. Natürlich ging es um seine Tochter, wenn auch sonst. Killian fragte sich langsam, ob den anderen langsam die Ideen ausgingen oder warum waren plötzlich nach all den Jahren alle hinter Anisa? Warum hatten sie diesen Plan nicht schon als sie ein kleines Mädchen war und deutlich einfacher zu entführen? Wo war die Zeit geblieben, in welchem man sich einfach direkt mit Schusswaffen oder unbewaffnet traf und es in einem Kampf austrug? Als sich das Oberhaupt der Astolfos in seinem schweren schwarzen Ledersessel fallen lies, war Killian an den Schreibtisch heran getreten und hatte sich dort die Unterlagen zu besagtem Zielobjekt gegriffen, während er sich an das massive dunkle Holz lehnte. Er hörte John schweigend zu, während er nebenher die Aufzeichnungen die sie hatten überflogen. "Ist das alles was wir über ihn haben?", hakte Killian nach und betrachtete das Bild genauer um sich alles was er erkennen konnte einzuprägen. "Kennen vor Vorlieben, Hobbys, besucht er irgendwelche Clubs oder läuft jegliche Information über Isabella?", fragte Killian nach. Der Dunkelhaarige war in seiner Arbeit ein Perfektionist, weswegen John auch so zufrieden mit ihm war. Er führte seine Aufgaben in einem hohen Maß an Perfektion aus, scheiterte praktisch nie und stellte die wichtigen Fragen zur richtigen Zeit, bevor er sich darum kümmerte. Ohne Informationen arbeitete Killian selten, meistens schaltete sich Lev ein, der Kill half aber nicht John, weswegen diese Informationen garantiert nicht von dem jungen Russen stammte. In Informationsbeschaffung machte Lev nämlich niemand etwas vor.


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    • Egal was passierte, John durfte seine Tochter nicht aus den Augen verlieren. In der letzten Zeit häuften sich die Drohungen gegenüber seiner Tochter, die zum Glück von alledem nichts mitbekam und die Zahl ihrer Feinde. Es gab jemanden im Hintergrund, der John kannte. Der wusste, wie John alles regelte und wie genau diese Leute an seine Tochter heran kamen. Im Moment wurde Anisa für viele ein Zielobjekt, das zu diesem Zeitpunkt also ausgerechnet jemand aus ihrer Mafia durchdrehte und sich gegen das Oberhaupt stellte und seine Tochter entführte und dann auch noch seinen besten Mann ins Krankenhaus beförderte, brachte ihn zur Weißglut. Wenn er könnte, dann würde er Isabella Farina eigenhändig erwürgen. Diese Frau kannte einige Informationen der Astolfo Familie, auch wenn es sich größtenteils nur auf das Gift mischen minimierte. Wenn Isabella sich also mit einem ihrer Feinde zusammen setzte, dann wurde sie zu einem größeren Problem, als es John jemals angenommen hatte. Zumindest hatte er Killian die Unterlagen mitsamt dem Bild von einem Mann Namens Antohes zugeschoben und erklärte, das es sich bei diesem Mann um einen Verbündeten von Francesco handelte. Dieser Mann hatte es durch eine junge Frau geschafft, Anisa zu entführen. Sie hatte sich so glaubhaft als eine Studentin ausgegeben, das sie niemandem seiner Männer aufgefallen war. Sogar als sie sie prüfen lassen hatten, nur weil sie mit Anisa in Kontakt stand, fiel sie nicht negativ auf. "Antohes besitzt ein Bordell in Florenz. Samstag Abends hält sich der schmierige Hund dort auf und seine Weiber haben ebenfalls Dreck am stecken. Sonst wissen wir noch nicht viel über diesen Antohes, er hält sich im Untergrund, weshalb es sich als schwierig erweisen könnte, etwas über ihn zu erfahren. Und was Isabella angeht...", einen kurzen Moment musterte John Killian, ehe er seinen Satz fortfuhr, "Sie scheint sich immer noch in Rom aufzuhalten. Diese Idioten haben nichts weiter über sie herausgefunden, dieses Weib ist nicht auf den Kopf gefallen. Na ja, in manchen Hinsichten zumindest.".
    • Killian überflog die wichtigsten Details oder zumindest das Bisschen das sie zur Verfügung hatten, während er John Fragen stellte ob nicht doch etwas in den Aufzeichnungen vergessen wurde. Das Oberhaupt der Mafia der Astolfos war ein sehr impulsiver Mann, zwar konnte John kalt wie Eis sein aber wenn ihm etwas nicht passte, hörte man dies sofort heraus und er war im Moment wohl alles andere als zufrieden. Unabhängig davon das seine Tochter mal wieder an der Dartscheibe hing und jeder ihr ans Leder wollte, er wurde auch noch von seinen eigenen Gefolgsleuten verraten. So etwas war immer ein harter Schlag, vor allem für Italiener. Killian hatte früh gelernt, dass man hier in der Mafia direkt von einer großen Familie sprach. Einige nannten John sogar Vater, was für Kill eher nach einem merkwürdigen Fetisch klang. Allerdings war das in vielen Mafiafilmen auch oft der Fall, die sich Killian gerne zur Belustigung ansah. Er hatte ja gehofft, dass John irgendwann ebenfalls wie der Pate klingen würde ... nun leider zu früh gefreut. Jedenfalls nahm Killian alle Informationen auf die er kriegen konnte und drehte sich danach zu John. "Nun das bedeutet doch nur das ich kreativ werden muss.", grinste er den Mann mit dem langen schlohweißen Haaren frech an. Er nahm die Unterlagen an sich und hob diese nach oben, während er eigentlich den Raum verlassen wollte. "Ich kümmere dich darum. Besorg du mir Flugtickets.", daraufhin hatte er das Büro verlassen und blickte blieb amüsiert im Türrahmen stehen, da sich Anisa wohl immer noch versuchte von Matteo zu lösen. Nun eines musste man ihm lassen, Ausdauer hatte er wirklich. "Seit ihr fertig oder soll ich später mit Popcorn wiederkommen?", hakte er belustigt nach und grinste Matteo belustigt an. Er wusste das er nicht unbedingt der Lieblingsmensch von Matteo war und sicherlich würde er alles dafür tun seine Rolle als Bodyguard zu ergattern. Dumm nur er absolut nicht zum Auftragskiller taugt, somit überließ man die schwere Arbeit meistens dem jungen Amerikaner, was ein ziemlich schwerer Schlag für die meisten war, wenn man bedenkt das Killian gerade mal volljährig in seinem eigenen Heimatland geworden war.


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    • Der große John Astolfo hatte wirklich keine Lust darauf, seinen besten Mann auf eine Verrückte anzusetzen, die es gewagt hatte, sich gegen ihn zu lehnen und dann auch noch seine kostbare Tochter zu entführen. Es war bereits genügend zutun und sie wussten noch immer nicht, wer dieser Antohes war oder mit wem dieser Mann unter einer Decke steckte. Vielleicht war dieser Mann auch nur eine Marionette eines anderen und dieser wiederrum ebenfalls. Nun bestand das Ziel zumindest darin, Anisa zu beschützen und die Leute auszuschalten, für die sie eine Zielscheibe war. "Ich zweifle nicht an deinem Können, Kill.", antwortete John mit einem Grinsen auf seinen schmalen Lippen und verschränkte seine Finger und entgegnete Killian mit einem knappen Nicken auf seine nächsten Worte. "Komm in zwei Tagen wieder, dann hast du deine Tickets.". Es war nicht so, das John tatsächlich zwei ganze Tage bräuchte, um Flugtickets zu beschaffen, wenn er wollte, hätte er sie bereits in der nächsten Stunde auf seinem Tisch liegen oder würde ein Flugzeug starten lassen, das auch nur einen Passagier mitnehmen würde, allerdings hatte er noch einiges zutun und müsste noch Informationen über diesen Antohes sammeln. Zufrieden blickte er seinem Auftragskiller nach, der sich aus seinem großen Büro begab. In der Zwischenzeit hatte sich Anisa noch immer nicht von Matteo losreißen können und hing in diesem Gespräch fest. Sie hatte keine Lust zu reden, wirklich nicht. Aber trotzdem, Matteo hörte einfach nicht auf zu reden, machte ihr Komplimente auch wenn Anisa überzeugt war, im Moment alles andere war als gut auszusehen. Durch ihr permanentes Erbrechen und der wenigen Nahrung, die sie zu sich genommen hatte, sah sie eher kränklich aus. Trotz ihres schlanken Körpers hatte sie etwas abgenommen und ihre Augenringe... Nun ja, sie waren nicht mehr so gigantisch wie gestern. Eins musste sie dem Mann ihr gegenüber aber lassen, er konnte sie tatsächlich zum Lächeln bringen, auch wenn es nur einen dämlichen Satz benötigt hatte. Er war nie unhöflich oder aufdringlich. Obwohl... Auf seine eigene Art war er aufdringlich, aber er war schon immer nett gewesen! Und Schokolade nahm sie gern entgegen und die Blumen die er ihr ab und an schenkte, hatte sie tatsächlich als Deko auf ihrem Esstisch in eine schöne, schwarze Glasvase gestellt. Die vertraute Stimme, die plötzlich zu hören war, schnitten Matteo das Wort ab, woraufhin er genervt zu Killian blickte. Wieder hatte er versucht, die schöne Rothaarige zum Essen auszuführen. "Spar dir deine Worte, Killian.", entgegnete er ihm genervt, während Anisa gar nicht anders konnte, als amüsiert zu schmunzeln. "Gehen wir?", fragte sie dann an Killian gerichtet, woraufhin Matteos Blick wieder zu ihr wanderte.
    • Um ehrlich zu sein war er erleichtert, dass ihm John zwei Tage Zeit gab bevor er direkt los musste. Er gab es ungern zu, aber Killian würde die beiden Tage zum ausruhen und recherchieren verwenden. Er hatte Schmerzen, auch wenn er diese gekonnt unterdrücken konnte und eigentlich war er ohnehin Meister der Ablenkung. Er hatte also John zugenickt und war aus dem Zimmer verschwunden, während er direkt Anisa und Matteo in die Arme lief. Letzterer war natürlich alles andere als Begeistert von seiner Anwesenheit, armer Tropf. Als sich die Rothaarige an ihn wendete, streckte Killian mit einer gespielt eleganten Bewegung die Hand nach ihr aus. "Darf ich bitten Prinzessin?", murmelte er amüsiert, während er Matteo frech die Zunge heraus streckte. Na kommt schon, er war immer noch im Vergleich zu all den anderen hier ein Kind. Lachend hatte er die Hand von Anisa in seine genommen und war mit ihr den Flur entlang gelaufen auf dem Weg Richtung Ausgang. "Ich habe zwei Tage bekommen, bevor ich los muss.", weihte er Anisa ein, während er die große Eingangstüre der prachtvollen Villa öffnete um mit ihr das Haus zu verlassen. Nach all dem Drama welches die beiden hatten, war es nur fair würde er der schönen Frau neben ihm von seinen Plänen erzählen. Wäre immerhin ein wenig schlecht, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre und mal eben Gondel in Rom fahren würde. Käme sicherlich nicht gut an, also lieber gleich reinen Tisch machen. Zumal das Lügen ja hervorragend geklappt hatte - nicht. Der Fahrer in seinem schicken Anzug, welches erschreckend gut zu dem schwarzen Wagen passte hatte schon auf sie beide gewartet um sie zu Killians Wohnung zurück zu bringen. Es war bekannt das sich Killian nie lange in der Villa auffielt. Er unterhielt sich mit John und machte sich direkt danach auch schon wieder vom Acker. Was sollte er auch sonst dort? Die einen wollten ihn vögeln und die anderen töten, auf beides war er nicht gerade scharf. Allein an Matteos Reaktion war ja zu bemerken, dass man ihn hier nicht unbedingt mit offenen Armen empfing. Hach ja, die Gastfreundschaft der Mafia. Immer wieder Herz erwärmend.


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    • Während Anisa sich noch immer nicht von Matteo entreißen konnte, hatte sie es zumindest geschafft, einer der netten Damen, die gerade auf dem Weg zu ihrem Vater waren, den Auftrag erteilt, ihr bestimmte Medikamente und sämtliche Verbände besorgen sollte. Dann war auch schon Killian aufgetaucht, Matteos Anspannung war nicht zu übersehen. Er konnte den jungen Auftragskiller nicht ausstehen. Nicht nur, weil er der Liebling des Bosses war, sondern weil auch ihm aufgetragen worden ist, Anisa mit seinem Leben zu beschützen. Schon oft genug war Matteo in das Büro von John marschiert um ihm zu erklären, das er für diesen Job besser geeignet war. Nun, Matteo erledigte seine Arbeit gut, aber mit Killian konnten nur wenige mithalten, auch wenn man dem Italiener glauben konnte, das er Anisa tatsächlich mit seinem Leben schützen würde. Jedoch würde er viel zu emotional handeln und das war etwas, das in diesem Job nicht gebraucht wurde. Matteo blinzte Killian an, seine Gesichtszüge wurden aber weicher, als er zu Anisa blickte, die Killian allerdings eines ihrer schönen Lächeln schenkte. Wie gern er diese Frau rund um die Uhr betrachten würde. Anisa ging auf das kleine Spiel des Dunkelhaarigen ein, machte einen tiefen Knicks und ließ ihre zierliche Hand in seine gleiten. "Wie höflich.", säuselte sie und kicherte, ehe sie sich bei der Blondine bedankte, deren hohen Absätze man bereits am anderen Ende des Ganges klacken hören konnte. Sie hatte Anisa eine kleine Tüte überreicht, mit den geforderten Sachen und verabschiedete sich mit einem sanften Lächeln, ehe sie wieder in Richtung John Astolfos Büro eilte. Von Anisa war nur zu erwarten gewesen, das sie sich in der Zeit außerhalb des Krankenhauses um seine Wunde kümmern würde. Mit einem entschuldigenden Lächeln hatte sie sich von Matteo verabschiedet, der darauffolgend brummend in die gegengesetzte Richtung gestampft war. Kaum hatten sie sich von den Ohren der anderen entfernt, hörte Anisa bereits die Worte, vor denen sie sich gefürchtet hatte. Killian gönnte man also keine Ruhe. Mit solch einer Verletzung konnte er doch nicht viel erreichen! Die kleinste Bewegung bedeutet schon großer Schmerz die Wunde war bei weitem noch nicht verheilt. "Das ist viel zu früh.", meckerte Anisa. Killian konnte sagen was er wollte, Anisa wusste, das sie Recht hatte. Aber wen interessierte das schon, hm? Jedenfalls hatten sie die Villa verlassen und stiegen in das schwarze Auto, dessen Fenster verdunkelt waren. Eins brachte sie aber dann doch zum Lächeln. Die Tatsache, das sie diese zwei Tage bei Killian verbringen würden. Ungesehen und allein. Zwei Tage, in denen sie ihre Gefühle nicht verstecken musste, ihn anschauen konnte wie sie wollte und anfassen wann und wo sie wollte. Es hatte alles seine Vor- und Nachteile.
    • Die hohen Absätze der Highheels der schönen Assistentin von John Astolfo waren im ganzen Hausflur zu hören, während sie wie eine perfekte Dame zu der kleinen Gruppe schritt. Killian hatte diese Frau schon immer faszinierend gefunden. Nicht unbedingt auf sexuelle Weise, sondern viel mehr beeindruckend. Aus seiner Sicht war die Blondine ein sehr hoher Maßstab für wohl jedes junge Mädchen, dem man nacheifern konnte. Sie war höflich, freundlich und wunderschön. Sie selbst hatte mit dem Morden und der blutigen Arbeit nichts am Hut, organisierte lediglich den Tagesablauf von John Astolfo persönlich und war informiert über absolut jeden Auftrag und jedem Angestellten dieses Hauses. Sie war einer der wenigen Personen, welche nie respektlos sich gegenüber irgendjemanden geäußert hatte und auch Killian mit einer höflichen Art begegnete. Der junge Auftragskiller konnte unhöflich sein wie er wollte, nicht einmal er schaffte es bei ihr unfreundlich zu reagieren. Wozu auch? Sie gab ihm absolut keinen Grund. Diese Perfektion war fast schon unheimlich, aber auch bewundernswert. Als Killian ein wenig herum alberte und Matteo frech die Zunge heraus streckte, war er begeistert das Anisa sogar mit machte. Sie lobte seine nicht vorhandene Höflichkeit, was den Dunkelhaarigen direkt zum Lachen und Matteo offenbar zur Weißglut trieb. Zusammen mit der Rothaarigen an der Hand hatte er die Villa verlassen und war auf die schwarze Limousine zu gesteuert, während er Anisa von der aktuellen Sachlage berichtete, während der Cheffeuer der jungen Frau die Tür öffnete. Kill natürlich musste sich selbst die Tür öffnen, welch Diskriminierung. Gut, nicht das er so etwas gewollt hätte. Er war zusammen mit Anisa in den Wagen gestiegen und dieser hatte sich daraufhin direkt in Bewegung gesetzt. Natürlich war die schöne Mafiaprinzessin alles andere als von der kurzen Zeit welche man Killian gewährt hatte begeistert, aber das war eben etwas mit dem sie sich anfreunden musste. Er hatte sie von Anfang an gewarnt und es grauste ihn bereits jetzt schon davor, wie oft er Anisa weh tun würde. Er war nicht gut für sie, warum sah sie das nicht? "Damit müsst du dich leider abfinden Anisa.", antwortete er ihr deutlich sanfter wie er es sonst tat und schmunzelte leicht. Immerhin würde sie die beiden Tage bei ihm verbringen und in seinen vier Wänden konnte er tun und lassen was er wollte. "Sie hat dir Medikamente gebracht oder?", hakte Killian nach und linste neugierig in die Tüte, woraufhin er schon das Gesicht verzog. "Irgh, allein die Namen von den Sachen klingen schon furchtbar..."


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    • Die schöne Rothaarige wusste es doch selbst, worauf sie sich eingelassen hatte. Am liebsten hätte sie sich selbst dafür verflucht, für wen sie Gefühle entwickelt hatte. Killian war vielleicht nicht die beste Wahl und sie musste sich eingestehen, das sie beide wirklich ein hohes Risiko eingingen, nur weil sie Gefühle füreinander entwickelt hatten. Aber mal ehrlich, wer konnte sich schon aussuchen eine bestimmte Person zu lieben? In Anisas Fall war es nun einmal Killian und all diese Risiken ging sie ohne zu zögern ein. Ohne zu wollen befand sie sich ohnehin in einer miesen Situation, hatte niemals mit dem Geschäft der Mafia zutun, weshalb also sollte sie vor Gefahr zurückschrecken, von der sie sich bewusst war? Was auf sie zukommen würde, wusste sie nicht, aber das hatte sie auch bei ihrer ersten Entführung nicht gewusst. "Ich weiß.", stöhnte sie genervt. Es war nicht nur die wenige Zeit, die sie für einander hatten, sondern auch das Anisa wusste, das er verletzt war! Immer wieder rief sie sich in Gedanken, das Killian alles andere als Fit war. Ganz ehrlich, eine einfache Übung wie Unterstütz könnte er nicht ausüben, ohne sich darauffolgend vor Schmerz auf dem Boden zu krümmen. Wenigstens hatte sie vorgesorgt. Das Killian bereits neugierig auf die kleine Tüte auf ihrem Schoß geworden war, hatte sie direkt gemerkt. "Ich hab nach einigen Medikamenten gebeten, die deine Schmerzen lindern. Vitamine, die deinem Körper fehlen und Verbände. Selbst für einen Notfall möchte ich alles was ich brauche zur Hand haben.", erklärte Anisa und blickte selbst in die Tüte hinein. Tatsächlich waren sogar zwei der Medikamente die eklig schmeckenden, die man so gern über einen Löffel einnahm. Schmunzelnd wanderte ihr Blick zu Killian, der neben ihr saß. Scheinbar hatte er genau die zwei schon an ihrem Namen ausfindig machen können. "Und schmecken genauso furchtbar.", entgegnete sie ihm grinsend.
      Diesmal hatten sie nur eine halbe Stunde Fahrt vor sich und wenn Anisa ehrlich war, wurde sie verdammt müde. In der letzten Nacht hatte sie länger geschlafen als die letzten Nächte und es war erholsam in diesen wärmenden und schützenden Armen einzuschlafen. Killian brauchte Ruhe und Anisa ebenfalls. Irgendwie war es mehr als nur erleichternd, sich bald wieder in der vertrauten Wohnung aufhalten zu können, die so wundervoll nach Killian roch. Dennoch wäre es besser gewesen, wären sie noch immer im Krankenhaus.
    • Natürlich war es alles andere als leicht und Killian wünschte sich Anisa hätte sich niemals auf ihn eingelassen. Bislang war er so gut darin gewesen die Gefühle anderer zurück zuweisen. Er hatte so arrogant es auch klingen mag nicht das erste Mal ein Geständnis bekommen und für gewöhnlich hatte er sie leicht abwimmeln können, da er ohnehin nicht daran geglaubt hatte, dass sie ihn wegen seines wundervollen Wesens wollten. Mal ehrlich, er wusste das er alles andere als Boyfriend-Material war. Er sah gut aus und das war meistens das Einzige was die Leute an ihm sahen. Entweder das oder weil er eben gefährlich war. Frauen mochten so etwas aus ihm nicht definierbaren Gründen. Zugegeben war Killian auch mehr an selbstbewussten Menschen interessiert, die ihn zurecht weisen konnten. Vielleicht kam das eben auf anderen Wegen zu ihm zurück? Wer wusste das schon. Anisa jedenfalls war ein besonderer Fall und nicht einmal jemand wie er war gegen den rothaarigen Wirbelwind immun. Er wollte keine Gefühle für sie entwickeln und zu Beginn hatte er diese auch nicht, nicht im geringsten. Ehrlich gesagt war sie ihm die meiste Zeit auf die Nerven gegangen und er wünschte er hätte diese Einstellung beibehalten können, selbst nach dem Sex war das noch der Fall gewesen. Seine Aufgabe war es sie zu beschützen und nicht ihr noch mehr Schwierigkeiten zu machen. Aber sie hatte so sehr um ihn geweint ... Sie hatte Tränen für jemanden wie ihn vergossen. Das war das erste Mal das jemand um ihn geweint hatte...
      Klang es albern, dass er sich tatsächlich in dieses weinende Gesicht von ihr verliebt hatte? Natürlich wollte er sie jetzt nur noch glücklich sehen! Nicht das man ihn jetzt falsch verstand. Gott ... wem versuchte er sich hier eigentlich zu erklären? Killian hatte in die Tüte geblickt und keine 5 Sekunden daraufhin das Gesicht verzogen. "Du hast einen Kink für junge Männer, Zuhälter zu spielen und jetzt auch noch für Sadismus? Soll ich schockiert oder beeindruckt sein Fräulein Astolfo?", antwortete Killian frech auf ihre Worte hin und grinste amüsiert.
      Die Fahrt ging glücklicherweise nicht all zu lange und nach knapp einer halben Stunde konnte er endlich wieder seinen vertrauten Tagesablauf aufnehmen. Passwort, Türe, neues Passwort - willkommen Zuhause.


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    • "Diese Entscheidung überlasse ich ganz dir.", antwortete Anisa grinsend und überprüfte die Medikamente, die ihr die nette Dame, mit dem langen, blondem Haar organisiert hatte. Glücklicherweise dauerte die Fahrt nicht lange an und somit befand sich Anisa schnell schon wieder in der Wohnung, in der sie sich zugegeben verdammt Sicher fühlte. Und wenn Killian an ihrer Seite war, wie sollte ihr da noch etwas passieren? Als sie ungeduldig wartete, bis Killian das Passwort zu seiner Wohnung endlich eingab, trat sie mit einem langen Seufzen in die Wohnung, zog sich sofort die Schuhe aus und hätte sich am liebsten in das weiche Bett geschmissen. Wann hatte sie das letzte Mal einen ganzen Tag nur in ihrem Bett verbracht? Das war doch schon Ewigkeiten her! Und dann war da ihr Magen, der sich meldete. Gegessen hatte sie heute ebenfalls noch nichts... Anisa hatte in der letzten Zeit ohnehin schon Gewicht verloren und wenn sie ehrlich war, dann wollte sie ihre perfekten Kurven auch behalten. Eine abgemagerte Frau mit Stelzenbeinen, war Anisa bei weitem nicht. Sie besaß einen perfekt, flachen Bauch, volle Brüste, eine schlanke Taille und schön geformte Hüften und ihr Hintern war ebenfalls schön anzusehen. Sowas besaß man nicht nur durch Hungern. Das Erste was die schöne Rothaarige allerdings tat, war Killian freudig einen Kuss auf die Lippen zu drücken. Dann befasste sie sich mit den Medikamenten, die sie im Bad verstaute und legte bereits einen neuen Verband bereit, denn demnächst sollte Killians alter Verband gewechselt werden. Zumindest machte Anisa sich das zur Aufgabe. Die Medikamente für den Notfall ließ Anisa in der Tüte und verstaute diese in dem kleinen Schrank unterhalb des Waschbeckens. So gern sie Killian nun um den Hals fallen würde, sie brauchte eine Dusche. Eine lange, heiße Dusche - endlich wieder mit klarem Kopf. "Ich dusche!", rief sie nur zur offenen Tür hinaus, die sie mit einem leichten Stoß schloss und sich aus ihren Klamotten schälte, in denen sie auch schon geschlafen hatte. Eine heiße Dusche und neue Kleidung und dann könnte sie sich wieder bei Killian blicken lassen. Sofort drehte sie das Wasser an, nachdem sie auch den letzten Stoff von ihrem schlanken Körper abgestriffen hatte und stieg in die große Dusche und genoss das warme Wasser, das auf ihre hatte Haut hinunter regnete und ihre langen Haare durchnässte und an ihrem Rücken kleben ließ.
    • Mit einem amüsierten Kopfschütteln war Killian zusammen mit Anisa ausgestiegen und die Treppen zu seiner Etage nach oben gelaufen. Es war nur ein Stockwerk, demnach selbst mit Verletzung in seinen Augen keine große Sache. Es war ein merkwürdiges Gefühl auf diese Art mit Anisa zusammen zu sein. Er wusste welche Bindung sie nun zueinander hatten und ganz gleich wie sehr er sich auch dagegen sträubte, er konnte auch das schöne Gefühl nicht abschütteln. Sie liebte ihn und Kill glaubte ihr vom ganzen Herzen, dass sie es ohne Hintergedanken tat. Er wollte so sehr daran glauben und das er das nach all dem was durchgemacht hatte noch konnte erfüllte ihn mit überraschender Freude. Sie machte ihn glücklich auf eine sehr merkwürdige und doch wunderschöne Art und Weise. Zusammen mit der Rothaarigen hatte der junge Mann seine Wohnung betreten und kaum hatte er sich seine Schuhe ausgezogen und die schwarze Tragetasche in welcher zuvor der schöne Anzug gethront hatte abgestellte, da wurde ihm schon ein Kuss auf die Lippen gehaucht. Er konnte gar nicht so schnell reagieren, wie sie sich schon wieder gelöst hatte, den Inhalt der Tüte analysiert und zur Dusche geeilt war. Ein wenig perplex sah der Dunkelhaarige der schönen Frau ja doch hinterher, musste aber leise lachen. "Spinnerin.", murmelte er liebevoll und ging in sein Wohnzimmer um in dem Schub welcher sich unter seinem Glaswohnzimmertisch befand nach ein paar Flyern zu suchen. Er hatte Lust auf eine Pizza! Eine deftige riesige Pizza. Das Essen im Krankenhaus hatte er ohnehin nicht hinunter bekommen und eine geschlagene Woche war er auf Sondernahrung gewesen. "Ich bestelle Pizza.Was für eine willst du?", rief er Anisa in das Badezimmer hinein und wählte die Nummer des Pizzaservices seines Vertrauens. Nein Spaß bei Seite, es war einfach der erste Flyer welcher ihm entgegen flog. Irgendein merkwürdiger Akzent ertönte klischeehaft durch das Telefon und er gab die Bestellung seiner Freundin und seine eigene durch, woraufhin er sich zufrieden in sein Sofa fallen lies. Zwei Tage hatte er also frei ... wie lange war es her, dass er mal zwei Tage ohne Arbeit verbracht hatte? Er war ja schon nach einem Tag die meiste Zeit total unruhig und lief wie ein Tiger in der Wohnung auf und ab.


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    • Kaum hatte Anisa sich entkleidet, hörte sie auch schon Killian, der meinte Pizza zu bestellen und nach ihrem Wunsch fragte. "Prosciutto!", rief sie zurück und konnte nicht dankbarer genug sein, das er an Essen dachte. Ihr Magen grummelte und langsam zog sich ihr Magen zusammen. Zuvor war sie zu nervös und aufgebracht gewesen, um an Essen zu denken. Jetzt, wo sie sich aber endlich wieder in diesen vertrauten vier Wänden befand, konnte sie sich etwas entspannen. Und nach dieser Dusche würde es ihr noch besser gehen. Anisa genoss das heiße Wasser, das auf ihrer zarten Haut hinunter regnete und griff nach dem Shampoo, das Killian gehörte. Vielleicht sollte sie so langsam ein eigenes Duschgel und Shampoo besorgen? Das Shampoo massierte sie in ihr Haar ein und auch ihren Körper rieb sie mit dem Duschgel ein, um sich von allem Schmutz zu säubern. Wie gut so eine Dusche tun konnte. Einige Minuten ließ Anisa das heiße Wasser über ihren Kopf und Nacken prasseln und genoss die Ruhe, die Wärme und das wohlige Gefühl, das sie endlich wieder haben konnte. Nach ungefähr zehn Minuten drehte die schöne Rothaarige das Wasser ab, wrang ihr langes Haar aus und stieg aus der Dusche, um ihren schlanken Körper in eines der schwarzen Handtücher einzuwickeln. Ihr Haar rubbelte sie mit einem Handtuch nur etwas trocken und schmiss ihre getragenen Klamotten, die sie zuvor auf dem Boden verteilt hatte, in den Wäschekorb. Nur mit einem Badetuch umgewickelt verließ sie das Badezimmer und ging in das Wohnzimmer, wo sie Killian auffand. "Ich hatte gehofft, du würdest mir Gesellschaft leisten.", schmollte sie.
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