[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Seine Frage war mehr rhetorisch gemeint gewesen. Ihm ging es mir darum, dass Anisa verstand das sie nicht alleine leiden musste und sie kämpfen sollte. Allerdings hatte seine Frage eine andere Reaktion bei der Rothaarigen aufgewirbelt, woraufhin er sich erneut auf die Lippen biss. Würde er so weiter machen und seine Unterlippe malträtieren, wäre von ihr nicht mehr viel übrig. Naja biologisch nicht machbar, aber er hatte das Gefühl langsam aber sicher schon das Eisen in seinem Mund zu schmecken. Gott, warum machte ihm das Mädchen die ganze Sache nur noch schwerer als es ohnehin schon war? Die Astolfos haben echt ein Talent für dramatische Auftritte, dass musste er der Familie echt lassen. Er antwortete nichts darauf, hoffte das es sich damit wieder erledigt hatte und wollte sein Zimmer betreten, bis ihm ein dummer Satz heraus rutschte, für denn er sich direkt ohrfeigen könnte. Er hoffte ja wirklich Anisa würde es dabei belassen - falsch gedacht. Ihre Gegenfrage war berechtigt und da Killian es wirklich hasste zu lügen, wollte er am liebsten überhaupt nicht antworten. "Ich sagte du sollst es vergessen.", versuchte er sich auf die Art heraus zu reden, als er sie in sein Zimmer geschoben hatte und wagte es erst jetzt ihre Hand los zu lassen, damit er an sein Bett kommen konnte. Seufzend hatte er sich auf die Matratze gesetzt, alles etwas langsamer als sonst, ein Umstand er ihm unglaublich auf die Eier ging. Analytisch fuhr er mit der Hand an die Stelle, an welcher er die Kugel abbekommen hatte und kniff bei der Berührung kurz die Augen zusammen. Fuck, das tat ja wirklich weh!


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    • Sie wollte sich an dieser Hoffnung klammern, als wäre das das letzte, was sie nun auf dieser Welt hielt. Wenn wirklich die Möglichkeit bestand, das Killian Gefühle für sie hegte, dann wollte sie diese Chance auch nutzen. Er wiederholte seinen Satz wie noch vor der Tür, aber Anisa konnte nicht vergessen. Sie sehnte sich nach seinen Berührungen, seinen schönen Augen die lachten wenn sie sie fixierten und diesen schönen Körper, den sie neben sich spürte, wenn sie ihn wieder wie eine Schlange umarmte. Zu aller erst galt es nur, weil sie wirklich angst hatte. Als sie zum aller ersten Mal in sein Bett gehuscht war, dann war es nur, weil sie alleine nicht schlafen konnte. Stundenlang hatte sie kein Auge zubekommen und fühlte sich unwohl. Erst als sie dann in sein Zimmer geschlichen war und seinen warmen Körper spürte, konnte sie langsam zum Schlaf finden. Wann genau Anisa überhaupt gemerkt hatte, das sie Gefühle für ihn empfand, konnte sie noch gar nicht wirklich sagen. Sogar als sie miteinander geschlafen hatten, war Anisa sich noch nicht über ihre Gefühle im Klaren. Das Einzige was sie in diesem Moment wusste, war, das es einzigartig gewesen war. Es war nicht ihr erstes Mal wusste, wie sich guter Sex anfühlte, aber was damals zwischen ihr und Killian gewesen war, hatte sich so viel besser angefühlt. Anisa spürte, wie der Druck um ihre zierliche Hand abnahm und spürte folglich die kühle. Hoffnungsvoll blickte sie zu Killian, der sich langsam wieder zu seinem Bett zurück begeben hatte. Das er sich an die Brust fasste und schmerzvoll die Augen zusammenkniff, entging ihr nicht. "Killian...", versuchte sie es erneut flehend. "Bitte, gib mir eine Antwort... Du siehst mich doch nicht nur als deine Arbeit. Was fühlst du wirklich für mich?". Die Worte kamen ihr so bettelnd über die Lippen, das sie erneut mit ihren Tränen kämpfen musste, als sie so verzweifelt den Blick der schönen, goldenen Augen suchte.
    • Er hätte wissen müssen, was sie nicht nachgeben würde. Warum zur fucking Hölle waren die Astolfos nur alle so stur? Gott, das war ein echtes Drama. Gegen Anisa zu argumentieren war ungefähr so als würde er sich mit der Wand in diesem bescheuerten Krankenzimmer unterhalten. Sie würde nicht nachgeben, bis er keine Lust mehr hatte und nachgab. Er versuchte die Szenerie abzulenken indem er seine Wunde analysierte. Allerdings hielt das die Rothaarige nicht davon ab, ihn weiter mit dieser einen Frage zu bombardieren. Anisa ist wirklich eine verwöhnte Göre. Wenn sie nicht bekommt was sie will, dann versucht sie es mit allen Mitteln: quengeln, heulen, schreien oder ignorieren. Was hatte John da nur angerichtet? Doch ganz gleich wie sehr er sich daran störte, es änderte nichts an der Tatsache wie viel ihm Anisa bedeutete. Doch das war etwas, dass nicht funktionierte und je schneller die Rothaarige das einsah desto besser. Gerade als er ihr die gleiche Antwort erneut geben wollte, blickte er in ihre Augen. Schon wieder ... diese wunderschönen Edelsteine so voller Tränen und Leid, dass es ihm alles zusammen zog. Gott ... wie sollte er so standhaft bleiben? Genervt verließ ein Seufzen seine Lippen. "Anisa was zur Hölle willst du von mir hören? Es ist egal was ich für dich empfinde, weil es nicht funktionieren wird. Akzeptiere doch einmal, dass du nicht alles haben kannst was du willst." versuchte er so unfreundlich wie möglich zu wirken und blickte aus dem Fenster. "Ich kann auch nicht haben was ich will ..." Er konnte ihr nicht in die Augen sehen, wenn sie so weinte, weshalb er flüchtend seinen Blick aus dem Fenster richtete. In der Hoffnung die Schönheit der Nacht würde all ihre Sorgen einfach verschlucken. "Anisa... du bist wunderschön, du kannst jeden haben. Warum ich?"


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    • Weshalb quälte sie sich selbst mit dieser Frage? Immer wieder wenn sie sie stellte, hämmerte ihr Herz wie wild gegen ihre Brust und wenn Killian seinen Mund öffnete, blieb es stehen. Sie hatte so angst vor den Worten, die er aussprach. Hatte angst, erneut verletzt zu werden und doch war ihre Hoffnung so groß, das sie wieder fragte. Und seine Antwort war nicht eindeutig, sie konnte alles bedeuten, positiv oder negativ. Empfand er wirklich etwas für sie? Wollte er sie wirklich nur davor schützen, was passieren würde, würden sie ein Paar werden? Sie waren ohnehin schon mitten im Geschehen, es konnte doch nichts mehr schlimmer werden, als ohnehin schon! "Ich möchte die Wahrheit hören.", sagte sie nun mit festerer Stimme. Ja, sie wollte die Wahrheit hören und nicht das, was Killian dachte, was besser wäre. Wenn seine Antwort ihr erneut das Herz brach, dann würde sie endgültig damit aufhören. Würde ihren Vater darum bitten, jemand anderen als Bodyguard zu finden. Aber wenn es auch nur die kleinste Chance gab, das Killian sie wirklich liebte, dann würde sie diese Chance auch nutzen! Langsam kam in ihr die Wut auf und sie wischte sich die Tränen aus den Augen. "Wie du schon sagtest, habe ich nicht nach alldem gebeten. Ich bin kein verwöhntes Gör, so wie du es denkst, Killian! Das Einzige was ich mir wirklich wünsche ist ein normales Leben, meine verstorbene Mutter und gottverdammt dich an meiner Seite!", zischte sie ihm entgegen und spürte wie das Blut in ihr brodelte, als Killian die nächsten Worte aussprach. Sie wollte nicht irgendjemanden! Keinen Mann, der Geld ohne Ende verdient, der eine Firma leitet oder einen durchtrainierten Körper besaß oder als Model arbeitet, weil er so wunderschön ist. Sie wollte ihn! "Weil du derjenige bist, den ich schon immer bewundert habe! Du hast so vieles durchgestanden und trotzdem stehst du noch hier! Du hast so viel Kraft und dafür bewundere ich dich! Ich sehe das in dir, was kein anderer sieht! Mich interessiert nicht kein Körper, dein Aussehen oder das, was du tust. Ich sehe in dir den Jungen, der nie Kind sein durfte, der Junge, der seine Schwester vermisst und noch immer nachtrauert, so wie ich es mit meiner Mutter tue. Den Jungen, der Francesco geärgert hat, während ich dir diese verdammten Kekse gebacken hab und du wieder dazu verdonnert worden bist, mit dieser beschissenen Waffe zu üben! Du bist viel mehr als nur ein Mörder, Killian! Mein Vater tut dir nicht gut, er sieht nur in dir das, was er erschaffen hat und zwar eine Waffe. Er sieht nur das in dir, was ihn voranbringt. Ich liebe dich für all diese kleinen Fehler, für deine Schwächen und für dein gutes Herz! Du hast es für Elaine getan, um sie zu beschützen und all das was du für meinen Vater getan hast, tust du doch nur, um selbst zu überleben und weil dir sonst nie die Anerkennung gegeben hat, die du verdienst. Aber Killian, ich habe dich schon immer bewundert. Ich war schon immer so unfassbar stolz darauf, was du mit deinem Ehrgeiz erreicht hast, auch wenn ich diese Arbeit nicht für gut befinde. Du kannst so vieles mehr sein, als das. Du gibst mir das Gefühl von Geborgenheit und Liebe. Ich liebe dich, deine Art wie du bist und nicht das was du tust, weil es von dir verlangt wird.". Immer wieder erstickten die erneuten Tränen ihre Worte und doch fasste Anisa sich wieder. Die Worte sprudelten so aus ihr heraus und sie konnte sie nicht weiter zurückhalten. Sie teilte ihm ihre Gedanken mit und das, was sie für ihn fühlte.
    • "Du bist eine verwöhnte Göre.", antwortete Killian mit einem Schmunzeln. Die Situation konnte nicht beschissener sein, aber wenn er nicht wenigstens ein paar für ihn typische Antworten gab, würde er noch durchdrehen. Es machte ihn verrückt, diese Tränen und diese Verzweiflung in ihr zu sehen. Warum ging es einfach nicht in ihren hübschen Kopf, dass seine Nähe Gift für sie war? Was musste er noch tun, damit sie endlich damit aufhörte? Ja, Killian wusste das er sie einfach noch einmal anlügen musste, etwas das er hasste. Er mochte vieles sein, aber er war nie ein Lügner. Lügen widerstrebten ihm abgrundtief und doch erschien es ihm im Augenblick die einzige Möglichkeit zu sein. Er musste das hier beenden, er musste damit sie in Sicherheit war. Noch einmal ... er musste ihr nur noch einmal weh tun und dann war das hier endlich vorbei. Er war es gewohnt zu leiden, sie würde irgendwann darüber hinweg kommen und so konnten sie beide ihr Leben weiterführen. Gerade als er seinen Mund öffnen wollte um es hinter sich zu bringen, war Anisa so wütend geworden das sie ihm offenbar alles entgegen brüllte was ihr durch den Kopf ging. Nun gut sie brüllte nicht, aber diese Worte trafen ihn mehr als die Schusswaffe, die ihn fast ins Jenseits befördert hätte. Wusste Anisa eigentlich was sie da anrichtete? Er starrte die Rothaarige einfach nur an, während er das Gefühl hatte innerlich in tausend Teile zu zerfallen. Schweigend zog er sie zu sich an das Bett, während er noch saß und sie sich vor ihm befand. Er schlag seine Arme um ihre Hüfte und vergrub sein Gesicht an ihrem Bauch. "Du bist so fucking unfair.", flüsterte er leise und versteckte sein Gesicht weiterhin in dieser Position. "Wie soll ich dich weiter anlügen, wenn du solche Dinge sagst?"
      Es war unfair. Er konnte nicht mehr, ehrlich das war zu viel.

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    • Es war alles einfach viel zu viel. Anisa konnte nicht mehr und endlich warf sie Killian alles an den Kopf, was ihr die letzten Wochen durch den Kopf gegangen war. Das ihr Vater ihm nicht gut tat und das sie ihn für das liebte, was er war. Eigentlich hatte sie nicht im Sinn gehabt, auch noch über ihren Vater zu sprechen, aber das war auch alles zu viel. Das waren Gedanken, die viel zu viel Platz in ihrem Kopf einnahmen. Ihr Vater tat ihm nicht gut, er nutzte Killian nur zu seinen Gunsten aus und wenn Killian das wirklich wusste, dann war er der größte Idiot, den Anisa jemals gesehen hatte. Aber ein verdammter Idiot, den sie liebte. So starke Gefühle hatte Anisa bisher noch für niemandem empfunden und ihre Eltern waren hierzu kein Vergleich. Sie hatte es sich selbst eingestehen müssen das sie ihn liebte und musste schon seit vielen Wochen damit kämpfen, sich bei jedem Wort oder jeder Berührung nichts einzubilden. Ihre Finger musste sie ebenso für sich behalten, so wie sie ihre Eifersucht im Zaum halten und auch ihre Worte sorgfältig überdenken musste. Es war so vieles auf einmal, das sie jetzt alles herausließ, was sie bezüglich Killian bedrückte. Weiter ins Detail ging sie allerdings nicht, was ihren Vater betraf, darüber könnte sie noch wann anders mit ihm diskutieren, jetzt brauchte sie ihre letzte Kraft für dieses Geständnis. So schnell ihre Wut gekommen war, so schnell war sie auch wieder verflogen, als sie plötzlich spürte, wie Killian sie plötzlich näher an sich zog und sein Gesicht an ihrem Bauch versteckte. "Was...", brachte sie ungläubig über die Lippen und starrte auf seinen braunen Schopf hinunter. Er log sie an? Killian hatte sie tatsächlich angelogen!? Also war die Möglichkeit, die Lev ihr versuchte aufmunternd zu erklären, wirklich wahr? Wollte Killian sie wirklich vor sich selbst schützen? So sehr Anisa versuchte diese erneuten Tränen zu unterdrücken, brachen sie unter seiner wärmenden Umarmung einfach so aus ihr heraus. Die letzten Wochen hatte sie schon so viel geweint, sie wollte nicht mehr und doch konnte sie die Tränen einfach nicht zurückhalten. Überwältigt und doch erleichtert vergrub sie ihr schönes Gesicht in ihren Händen und verharrte in dieser Position. Ihr Herz würde sich langsam wieder erholen können. "Es war alles nur gelogen?", brachte sie schluchzend hervor.
    • Gott, es machte ihn verrückt. Sie machte ihn verrückt, alle machten ihn verrückt! Was wollte eigentlich verdammt nochmal jeder von ihm? Er musste sich selbst eingestehen, dass er langsam aber sich überfordert war. Erst die Sache mit seinem Boss, dann kam Anisa mit ihren Gefühlen, dann hatte er plötzlich einen Bruder, dicht gefolgt von einem Selbstmordversuch der Frau die er eigentlich beschützen wollte. Also falls das Karma dafür verantwortlich war, für all das was er angerichtet hatte, dann konnte das Miststück ihn mal. Ernsthaft, warum konnte nicht einmal etwas in seinem Leben einfach laufen? Während Anisa ihm all ihre Frustration und Trauer offenbarte, daraus aber das wohl schönste Geständnis überhaupt geworden war, war es vorbei. Er konnte sie nicht mehr anlügen, langsam aber sicher hatte er für das ganze Gefühlschaos keine Kraft mehr. Er hatte sie schweigend an sich gezogen, seine Arme um sie gelegt und sein Gesicht an ihrem Bauch vergraben. Es war eine zugegeben angenehme Postion, vielleicht würde er damit alles um sich herum abschotten könnten. Unter Tränen hatte Anisa auf seine Worte reagiert, wollte wissen ob er sie wirklich nur angelogen hatte und erwartete irgendetwas das ihr wieder Antrieb gab. "Du bist unfair, ehrlich.", flüsterte er erneut und wollte sie nicht mehr los lassen. Sein Gesicht war schützend bei ihr versteckt und nur für diesen einen Moment, wollte er Schutz suchen. Nur einmal ...
      "Ich habe gelogen und ich wollte es noch einmal. Wieso konntest du es nicht einfach vergessen und mich vergessen.", ein erneutes Flüstern, während er sie enger an sich drückte, weiterhin geborgen in ihrer Nähe. "Das ist das erste Mal, dass mich jemand liebt ohne eine Gegenleistung zu erwarten ..."


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    • Gott, es war so erleichternd und doch konnte Anisa nicht fassen, das es wirklich nur eine Lüge gewesen war. Schon lange genug hatte sie mit dem Umstand leben müssen, das sie ihre Gefühle nicht offenbaren konnte und nun waren die schlimmsten Tage vergangen, an denen Killian sie einfach belogen hatte. Er sprach es nicht aus, aber durch seine Reaktion und diese wunderschöne Umarmung, die ihr so viel Trauer abnahm, spürte sie, das er ihre Gefühle teilte. Dieses Gefühl war nicht zu beschreiben und am liebsten wäre sie auf die Knie gesunken und würde sich in seine Arme schmiegen. Sie fühlte sich wie eine Verrückte, die so sehr gehofft hatte, das er ebenfalls Gefühle für sie pflegte, das es ihr den Rest gab um zur Einsicht zu kommen, um Selbstmord zu begehen. Sie freute sich und doch war sie so überfordert, das sie im ersten Moment keine weiteren Worte heraus brach. Killian zog sie näher an sich und vergrub weiterhin sein schönes Gesicht. Es animierte sie dazu, ihre Arme um seinen Kopf zu schlingen und ihre Stirn auf seinem Kopf abzulegen. Der Geruch seiner Haare war so vertraut und löste in ihr ein wohlig, warmes Gefühl aus. "Ich könnte dies niemals vergessen.", flüsterte Anisa und strich sanft mit ihren zittrigen Fingern durch sein weiches Haar. Wie sehr sie diese Nähe vermisste. Jeden Tag, an dem sie ihn nicht berühren konnte, war eine Folter. Und immer wenn sie seinen Geruch einatmete, musste sie an sich halten, um ihm nicht sofort zu verfallen. Er roch nach zuhause. "Du weißt doch gar nicht, was das für eine Erleichterung für mich ist... Das Einzige was ich jemals wirklich wollte, das bist du, Killian.", sagte sie ebenfalls mit gesenkter Stimme.
    • "Gott, ich gebe auf...", seufzte er dann, während er sein Gesicht an sie geschmiegt hatte und sich nun nach einer gefühlten Ewigkeit von ihr löste. Seine Arme behielt er um die schöne Frau gelegt, sein Gesicht hatte er aber zumindest von ihr gelöst. "Ich werde dir weh tun, das ist dir hoffentlich klar oder?", murmelte er dann und fuhr mit seiner Hand zu ihrem Gesicht, strich ihr zärtlich ein paar der Tränen fort und sah sie einfach nur an. Selbst wenn sie weinte, war Anisa wunderschön. Ihre Tränen glitzerten wie Diamanten, ihre Augen hatten die Farbe von Edelsteinen die schimmerten und ihr Haar erstrahlte in einem Sonnenuntergangsrot, wie Killian ihn zuvor nur einmal gesehen hatte. Egal was er auch tat, er war nicht immun gegen sie oder gegen ihren Dickkopf. Es war fast schon amüsant, dass ein Mädchen welches zwar in der Mafia lebte aber keine Waffe in der Hand halten konnte, den besten Auftragskiller Italiens zum Aufgeben brachte. Am liebsten hätte er ja jetzt gelacht. Vielleicht grinste er deshalb, obwohl er es eigentlich nicht einmal wollte? Seufzend sah er zu ihr nach oben. "Komm her und hör auf zu weinen, da bekomme ich ja Kopfschmerzen.", schmunzelnd zog er sie zu sich nach unten in die Arme und ins Bett, damit sie sich beide hinlegen konnten. Er würde ernsthaft mit ihr darüber reden müssen. Falls sie sich eine wunderschöne Beziehung ausmalte, dann musste er sie enttäuschen, das war ihm in seinem Berufsfeld und mit seinem Ruf nicht möglich. "Anisa ... willst du das wirklich, uneingeschränkt das ich dir weh tun werde und du mehr in Gefahr ein wirst, als bisher? Du hast noch die Chance es zu vergessen..."


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    • Es waren Tränen der Erleichterung, die Anisa weinte. Killian hatte ihr das Herz gebrochen, um sie vor sich selbst zu schützen. Er liebte sie also auch. Anisa war froh, so erleichtert aber das hieß noch lange nicht, das sie ihm auch so schnell verzeihen würde. Und dennoch, dieses Geständnis nahm so viel Last,Trauer und Schmerzen von ihr. Sie wollte nicht mehr weinen und doch konnte sie keine ihrer Tränen stoppen, sie kullerten ihr weiter über die Wangen und als sie merkte, wie Killian sich langsam löste, löste auch sie ihre Umarmung. Egal was, sie nahm alles in Kauf, auch wenn es bedeutete, das er sie verletzen würde. Lieber ertrug sie diesen kurzzeitigen Schmerz, als das sie ihn niemals an ihrer Seite wusste. Killians schönes Gesicht war verschwommen, als sie zu ihm hinunter blickte, bis sie sich die Tränen aus den Augen wischte. Die Tränen die noch immer über ihre Wangen rollten, strich Killian ihr zärtlich von ihrer zarten Haut. Einen Moment brauchte die schöne Rothaarige allerdings, um sich wieder zu sammeln und gab deshalb nur ein schmollendes Nicken von sich. Diese goldenen Augen... Sie waren noch genauso schön, wie sie sie zum aller ersten Mal erblickt hatte. Dann merkte sie, als sie sich in seinen wundervollen Augen verloren hatte, wie sie hinunter zogen wurde, direkt in seine Arme und ließ sich führen, bis sie beide auf dem Bett landeten. Ein erleichtertes Seufzen entwich ihren Lippen, als sie ihren Kopf vorsichtig auf seine Schulter bettete und atmete seinen Geruch ein. Für einen Moment schloss sie die Augen und beruhigte ihre Atmung, als Killian plötzlich erneut das Wort ergriff. "Ich möchte nicht vergessen.", flüsterte sie und doch mit fester Stimme. Wieder öffnete sie ihre Augen und stützte sich ab, um nur wenige Zentimeter von Killians schönen Gesicht zu stoppen. Einige Sekunden blickte sie nur in seine Augen, bis sie leise hinzufügte: "Ich will an deiner Seite sein, koste es was es wolle.". Danach legte sie ihre Lippen auf seine.
    • Wenn Killian ehrlich war, dann waren das mehr als nur gemischte Gefühle die er im Moment empfand. Natürlich wollte er Anisa an seiner Seite, er empfand für sie mehr als gut für sie war und auch für ihn. Auf der anderen Seite wusste der Dunkelhaarige, dass das der mit Abstand schlimmste Entschluss war, denn er je gefasst hatte. Es war ein Fehler und das war ihm mehr als nur bewusst, auch wenn die Rothaarige dies noch nicht realisierte. Vielleicht konnte er sich deshalb nicht so richtig freuen, auch wenn er froh war das Mädchen seiner Träume in den Armen halten zu können. Nun galt es mit noch mehr auf der Hut zu sein, als er es ohnehin schon war. Er hatte doch gewusst, dass diese Frau sein Untergang werden würde. Killian hatte sie zu sich in die Arme gezogen, strich ihr sanft durch das lange Haar und wartete geduldig darauf, dass Anisa bereit war endlich ihre Tränen versiegen zu lassen. Er hatte verloren, dass wusste er. Was sollte er auch gegen jemanden wie Anisa unternehmen? Die Frau ist eine Einmann-Armee für sein Herz, und da hielt nicht mal ein Auftragsmörder stand. Natürlich gab die Rothaarige nicht nach, ihre Worte waren mächtiger als jede Waffe die Killian abfeuern konnte, weshalb er mit einem geschlagenen Lächeln zu ihr hinauf sah, als sie sich über ihn gebeugt hatte. "Du bist eine echte Nervensäge.", schmunzelte er. Seine Worte allerdings waren liebevoll und keinesfalls böse klingend, weswegen er auf den Kuss welcher ihm Anisa schenkte erwiderte und seine Arme erneut um sie legte.


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    • Für Anisa zählte gerade nur das Jetzt. Es war das Erleichterndste, was sie in den ganzen letzten Wochen erfahren hatte. Nachdem Killian beinah an diesem verfluchte Schuss gestorben wäre, hatte Anisa ihre letzte Kraft verbraucht. Es hatte sie unendliche Nerven gekostet, Tränen und ihre letzte Kraft. Die gesamte Woche hatte sie sich nur von der Stelle bewegt, wenn es auch wirklich notwendig war und kaum gegessen. Meistens konnte sie ohnehin ihr Essen nicht bei sich behalten und hatte deshalb eine besondere Bindung zur Toilette, die sich auf diesem Gang befand, entwickelt. Das Killian endlich wieder aufwachen würde, hatte sie sich so sehr herbei gesehnt und sich an dieser Hoffnung geklammert. Sie hatte sich in dieser Zeit wie eine leere Hülle gefühlt, die es nicht verdient hatte, auf dieser Welt zu sein. Killian war ihr Halt gewesen und diesen Halt wollte sie unter keinen Umständen verlieren. Anisa liebte diesen Mann und sie wusste, das diese Liebe gefährlich war. Das es ihr verderben bedeuten könnte. Aber wann hatte sie jemals das Leben führen dürfen, das sie schon immer wollte? "Ich weiß.", antwortete sie lächelnd und umging auch die letzten Zentimeter, die sie voneinander trennten und küsste ihn. Anisa musste sich zusammenreißen, um nicht glücklich zu Seufzen. Wie sehr sie sich nach diesen Lippen gesehnt hatte. Wie oft sie seinen Geruch einatmen musste, ihn aber nicht anfassen durfte. Ihm nicht sagen konnte, wie tief ihre Gefühle wirklich waren und ihn nicht betrachten konnte, wie sie es gern tun würde. Es war ein leidenschaftlicher und doch so zärtlicher Kuss, als hätte sie Angst, ihn zu verlieren. Langsam löste sie den Kuss, auch wenn sie ihn am liebsten die gesamte Nacht geküsst hätte. Aber es war verletzt und sie wollte ihm die Ruhe gönnen, die er brauchte. Lächelnd legte sie ihre Stirn auf seine, streichelte zärtlich über seine Wange und hatte die Augen geschlossen. Nach einigen Momenten, die Anisa endgültig zur Ruhe gekommen war, löste sie sich und öffnete wieder ihre großen Augen. "Wir werden ds geheim halten.", flüsterte sie.
    • Wer behauptet hatte seine Lippen wären eine Sünde, hatte noch nie Anisa Jules Astolfo geküsst. Es ärgerte ihn fast, dass er so sehr diesem Klischee verfallen war. Der Bodyguard und das Mädchen das er beschützen sollte, verlieben sich. Alles in Killian schrie danach zu widersprechen, aber mal ehrlich. Schaut euch diese Frau doch nur mal an! Wie konnte er ihr nicht verfallen? Diesen wunderschönen Haaren, dem zarten Gesicht, den roséfarbenen Lippen und diesem erschreckend perfekten Körper? Eigentlich bräuchte Anisa für ihre komplette Existenz einen Waffenschein. "Du gehörst echt verboten ...", murmelte er in den Kuss, wobei ihm dabei einfiel das Anisa eigentlich ohnehin eine verbotene Frucht war. Noch ein Klischee, dem er auf dem Leim gegangen war. Er wollte mal wieder die verbotene Frucht statt den normalen Garten. Großartig ...
      Warum musste sein ganzes Leben eigentlich ein einziges Abenteuer sein? Konnte er nicht einfach wie jeder junge Mann in seinem Alter zur Schule gehen, irgendwelche Highschool-Mädels angraben und sich höchstens darüber Gedanken machen, dass er eine geschwängert hatte? Wenn er ehrlich war dann passte diese Vorstellung nicht zu ihm. Er war ein Mann der Gefahr, des Adrenalins und der Straße, das brachte man nicht aus ihm heraus, ganz gleich wie oft ihn der Alte in schicke Anzüge steckte, damit er etwas fürs Auge hatte. Man bekam das Gossenkind nicht aus ihm und vielleicht war das auch ganz gut so. Als sie ihren Kuss gelöst hatten und Anisa davon sprach, dass sie das besser geheim halten sollten, stimmte er ihr zu. "Das wäre am Besten. Ich brenne nicht unbedingt darauf dem Alten davon zu erzählen und ich was die anderen angeht, würde ich gerne meinen Kopf behalten. Der sieht verdammt gut aus wie du weißt und an meinem Hals gefällt er mir doch am Besten.", versuchte er scherzend darauf einzugehen, schüttelte aber dann mit dem Kopf. "Nein, im Ernst. Bitte behalte es für dich, allein deiner Sicherheit zu Liebe. Um mich herum sind lauter Irre, nicht nur Isabella." Er strich Anisa sanft durch das lange Haar und blickte sie nachdenklich an. "Was das angeht, habe ich vor nach Rom zu fliegen. Ich muss das zu Ende bringen, sonst hat keiner von uns Ruhe vor ihr. Sie ist gefährlich und verdammt intelligent. Sie wird immer einen Weg finden um dir zu schaden und das muss ich verhindern, bevor es andere Dimensionen animmt als eine einfache Entführung."


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    • Anisa belächelte seine Worte, auch wenn seine Worte irgendwie der Wahrheit entsprachen. Sie gehörte nicht nur verboten, sie war sogar verboten und spärliches Gebiet. Die eigentliche Bedeutung seiner Worte verstand sie aber. Ihr Vater würde nicht erfreut sein, seine Tochter in den Händen seines geliebten Auftragskillers zu sehen. Das sie miteinander geschlafen hatten, hätte er vermutlich irgendwann ertragen können, aber nicht, wenn sie Gefühle füreinander hatten. Es würde bedeuten, das Anisa sich in Dinge einmischte, die ihr Vater bisher vor ihr stets geheim gehalten hatte und auch Killians Arbeit würde es beeinträchtigen. Aber wenn Anisa ehrlich zu sich selbst war... Dann war ihr das sowas von egal. Nichts um alles in der Welt würde sie Killian aufgeben. Ungewollt löste Anisa den Kuss und meinte, das sie ihre Beziehung geheim halten mussten, worauf Killian sofort zustimmte. Sein Kommentar ließ ihre schönen Augen amüsiert rollen und schüttelte schmunzelnd ihren Kopf. "Keine Sorge, ich behalte es für mich, auch wenn es mir verdammt schwer fallen wird, deinem verdammt, gut aussehendem Gesicht, das diesem verdammt, gut aussehendem Kopf gehört zu widerstehen.", erwiderte sie ebenso amüsiert. Matteo wäre vermutlich einer derjenigen, die es mit Killian aufnehmen wollten, nur um Anisa zu beweisen, das sie besser für ihren Schutz sorgen könnten und demnach der bessere Mann für ihr Leben waren. Eigentlich tat es ihr für Matteo schon leid. Jahrelang versuchte er bereits ihr näher zu kommen und immer wieder hatte sie ihm gesagt, das sie einen Mann mit solch einer Arbeit nicht wollte. Nun, mit Killian hatte sie wohl noch einen drauf gesetzt. Gerade als Anisa anfing, seine streichelnde Bewegung zu genießen, verkrampfte sich schlagartig ihr Körper und auch ihre Fingernägel gruben sich in seine Haut. Hatte sie gerade richtig gehört? Isabella befand sich in Rom? Diese Frau lebte noch?! Mit Schock geweiteten Augen starrte sie Killian an, als hätte er ihr gerade erzählt, jemand war von den Toten auferstanden. Und verdammt nochmal, das stimmt auch! Isabella sollte tot sein! "Isabella lebt!?", war das Einzige, was sie im Moment über die Lippen bringen konnte.
    • "Ich weiß, ich kann mir selbst kaum widerstehen.", antwortete er amüsiert und pikte ihr neckend in die Wange. Auch wenn der Umstand das die beiden zueinander gefunden haben eindeutig schlecht war, zog er dieses Szenario deutlich dem anderen vor. Er hatte keine Lust als Pfannkuchen vom Asphalt vor dem Krankenhaus abgekratzt zu werden und war erleichtert das es sich Anisa anders überlegt hatte. Nun, warum auch immer hatte Killian offenbar echt ein Händchen sich die verrücktesten Frauen und Männer anzulachen. Die einen wollten sich selbst töten und die anderen töten andere, nur um in seiner Nähe zu sein. Das war zwar etwas morbid, aber es war ja nicht so als hätte Killian darauf bestanden, dass die Leute dies taten. Nun eine einfache Beziehung hätte auch nicht zu dem jungen Mann gepasst. Das würde eine Katastrophe werden, dass wusste er jetzt schon. Aber es war ja nicht so, als hätte Kill jemals Katastrophen gescheut. Er war selbst eine einzige. Gerade als sie beide mehr oder weniger zur Ruhe gefunden hatten und er seine Freude daran gefunden hatte mit ihren Haaren zu spielen, hatte er etwas angesprochen was Anisas Gesicht entgleiten lies. Nun ... der attraktive Auftragskiller konnte nicht behaupten, dass dies bald nicht weniger der Fall wäre. "Ich schätze Lev hat es dir nicht gesagt.", stellte Killian fest und hielt das Ganze nicht für sonderlich ungewöhnlich. Er kannte Isabella besser als jeder andere und auch wenn er es nicht gerne zugab, sie kannte auch ihn. Sie war die einzige Person, welche er nicht nach dem ersten Mal Sex stehen gelassen hatte. Nun abgesehen von Anisa, versteht sich. "Es überrascht mich weniger als dich. Isabella und ich sind uns in der Hinsicht sehr ähnlich, so schnell sterben wir nicht."


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    • Das waren Worte, die alles wieder ins schleudern brachten. Isabella lebte noch immer! Dieses verdammte Miststück hatte den Schuss, den Killian abgefeuert hatte, überlebt! Was bedeutete es also für Anisa? Das einer der größten Gefahren noch nicht beseitigt waren? Gott, wieso konnte es nicht einmal schön sein! Nicht einmal dann, wenn Killian ihr verriet, das er sie eigentlich ebenso mochte wie sie ihn. Das ist doch wohl nicht wahr... Geschockt starrte sie den Mann vor sich an und konnte nicht fassen, was er da eigentlich gerade ausgesprochen hatte. Am liebsten wäre sie ja an seiner Seite liegen geblieben, hätte sein schönes Gesicht noch weiter betrachtet und wäre irgendwann eingeschlafen. Schlaf konnte sie eindeutig gebrauchen, ihre Augenringe waren gewaltig! Ihre Hände begannen wieder zu zittern und richtete sich langsam auf. Wieso musste in ihrem Leben nur alles so schief laufen? "Du kannst nicht nach Rom...", flüsterte sie und fuhr sich überfordert durch das Haar. "Was wenn sie nun auch deinen tot will? Oder sie nur darauf wartet, das du ihr folgst?", besorgt wanderte ihr Blick zu dem schönen Mann neben sich. Egal was sie sagen würde, egal was sie von ihm verlangen würde, Anisa wusste, das er nach Rom fliegen würde. "Gut. Schon gut.", grummelte sie dann, mehr zu sich selbst, um ihren Puls irgendwie nur zu beruhigen. Schon wieder stieg diese Angst in ihr auf. Isabella ist eine Verrückte! Eine Verrückte die ihr den Tot wünschte und das auch nur, weil sie Killian für sich gewonnen hatte. "Killian?", begann sie dann unsicher. "Bitte... bitte geh erst dann, wenn deine Wunde auch wirklich verheilt ist...". Anisa wusste nicht, was Killian von ihrer Bitte halten würde. Ob er ihr diesen Gefallen tun würde oder nicht, aber diese Unsicherheit beunruhigte sie. Sie war so schrecklich müde, in der letzten Woche hatte sie gerade Mal zehn Stunden geschlafen, wie sollte sie also jetzt ein Auge zu bekommen, wenn sie wusste, das Isabella noch immer lebte und vermutlich nicht aufgab?
    • Seufzend blickte Killian die Rothaarige neben sich an. "Ich sagte doch, es wird nicht leichter.", murmelte er und strich ihr eine der langen Haarsträhnen hinter das Ohr, ehe er ihr einen Kuss auf die Wange hauchte. "Isabella wird nur ein Stolperstein sein und es werden noch viele folgen. Genau aus solchen Gründen, habe ich dich angelogen. Nicht weil ich dir schaden wollte, sondern genau deswegen." Es half doch alles nichts. Es war nun mal wie es ist und nun hatte sie ihren Willen bekommen und Killian Kopfschmerzen. Frauen waren eindeutig viel zu kompliziert. Es gab eine Zeit da hatte Killian sogar überlegt endgültig auf Männer umzuschwenken, allerdings waren ihm diese wieder zu besitzergreifend. Vielleicht war er einfach nicht Beziehungstauglich? Ja daran wird es liegen. Als Anisa ihm sagte, er könne nicht nach Rom, hob er nur eine Augenbraue und wartete ab, ob darauf noch etwas folgen würde. Sie wusste genauso gut wie jeder andere, dass er sie diesbezüglich nicht um Erlaubnis fragen würde. Er würde nach Rom gehen, da konnte sie sich auch auf den Kopf stellen. Es ging hier nicht nur um seine Arbeit, sondern auch um ihren Schutz und ihr Schutz war seine höchste Priorität. Glücklicher hatte die schöne Frau an seiner Seite dies ebenso eingesehen, woraufhin er zufrieden nickte. "Das kann ich dir nicht versprechen. Es ist nicht gerade so als hätte ich alle Zeit der Welt.", antwortete er Anisa ehrlich auf ihre Bitte. Wie gesagt, er war kein Mensch der jemanden anlog. Er hatte Anisa wieder zurück in seine Arme gezogen und sah sie eine Weile lang an. "Du hast Augenringe wie Mondkrater. Schlaf etwas, ich bin hier und dir wird nichts passieren."


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    • Vielleicht würde es doch schwerer sein, als Anisa angenommen hatte. Die Beziehung zu Killian würde kein Zuckerschlecken werden, das war von Anfang an klar gewesen und damit war sie einverstanden. Aber das Isabella ein neues Problem darstellte, damit hatte Anisa in keiner Sekunde mehr gerechnet. Was sollte nur aus ihnen werden? Anisa war so erleichtert gewesen, das Killian gestanden hatte, das seine Gefühle zu ihr nur gelogen waren, das er eigentlich genauso empfand wie sie. Aber dabei hatte sie nie bedacht, das sie vermutlich niemals ihre Ruhe finden würden. Natürlich wusste sie, das es kompliziert werden würde und sie ihre Beziehung verstecken mussten, aber das sich ein Problem nach dem anderen häufen würde... Und Isabella war vermutlich nicht das letzte Problem, das sie haben werden. Wieso musste alles in ihrem Leben nur so schwierig sein? Der Schuss hatte nur knapp das Herz des Mannes verfehlt, den sie liebte und dieser wollte so schnell wie es ihm nur möglich war nach Rom, nur um die Frau zu finden, die krankhafte Gefühle für ihn entwickelt hatte und den tot der Tochter von John Astolfo wollte. "Ich mache mir nur Sorgen. Diese Verletzung ist kein Spaß, verstehst du?", antworte sie besorgt und blickte ihn betrübt an. Killian zog sie daraufhin in seine Arme und Anisa konnte gar nicht anders, als sich an ihn zu schmiegen. Wie gern sie nun wollte, das diese dämliche Blondine, die ihren Job als Krankenschwester wohl nicht ernst genug nahm, herein platzte und erkannte, das Anisa zu dem attraktiven Patienten gehörte. Wie gern sie dieses dämliche Gesicht sehen würde, aber das würde wohl leider nicht so passieren. Sie mussten ihre Beziehung geheim halten und umso weniger Menschen sie gemeinsam sahen, umso sicherer waren sie. "Das ist nur deine Schuld.", sagte sie amüsiert. "Du brauchst ebenfalls Ruhe.".
    • Sie hatten fast die komplette Nacht damit verbracht miteinander zu reden oder einfach nur die Nähe zueinander zu genießen. Killian glaubte nach wie vor, dass er einen schrecklichen Fehler gemacht hatte. Er würde Anisa in Gefahr bringen, er würde sie verletzen und er würde es mehr als nur einmal tun. Warum hatte er sich nicht überwinden können, sie noch ein letztes Mal anzulügen? War es die Angst, dass es sie endgültig zerbrechen würde oder weil er es einfach nicht konnte? Diese traurigen Augen hatten ihm einen solchen Stich ins Herz versetzt, denn er nicht beschreiben konnte. Er wollte ihr nicht weh tun, nicht ihr auch noch. Killian verletzte so viele Menschen in seinem Umkreis, er wollte nicht auch noch die Waffe auf sie richten. Es würde ein Desaster werden, dass wusste er bereits bevor der Morgen begann zu grauen. Er würde es bereuen und sie beide würden darunter leiden, aber jetzt in diesem Augenblick mit Anisa im Arm einzuschlafen, fühlte sich verdammt nochmal gut an. Der Dunkelhaarige konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte mal so gut geschlafen hatte.

      Am nächsten Morgen war er glücklicherweise früh genug wach geworden um Anisa zu wecken und sie zu bitten sich an das Bett zu setzen, damit man nicht darauf kam, dass sie bei ihm geschlafen hatte. Sie wussten nicht genau wann jemand in den Raum platzen würde und Killian nahm Anisa beim Wort, diese Beziehung mussten sie geheim halten. Wenn er schon versagt hatte sie anzulügen und von sich zu stoßen, dann durfte er wenigstens nicht darin versagen sie zu beschützen. Killian hatte intuitiv richtig gehandelt, denn es hatte nicht lange gedauert da war schon der erste Besuch in ihrem Zimmer und das es ausgerechnet John Astolfo war, löste nicht unbedingt die beste Stimmung aus. Während Killian nichts gegen den Besuch einzuwenden hatte, lag zwischen Anisa und ihrem Vater eine riesige Kluft. Was genau alles zwischen Ihnen vorgefallen war, hatte der Dunkelhaarige bislang nicht erfahren und er nahm sich vor, Anisa sobald sie wieder allein waren darauf anzusprechen. Im Schlepptau hatte John nicht Dr. White sondern einen anderen Arzt, welcher doch ziemlich eingeschüchtert wirkte und versuchte seine schwarze Hornbrille auf der Nase zurecht zu schieben, welche immer wieder nach vorne rutschte, während er das Zettelchaos auf seinem Klemmbrett ordnete. "Mr. Darkbloom, ich empfehle Ihnen das sie sich weiterhin schonen und ausruhen, aber wir sind bereit sie aus dem Krankenhaus zu entlassen.", stammelte der Arzt vor sich hin, verschluckte fast jedes zweite Worte während er parallel zu John schielte. "Ich kann also hier raus?", hakte Kill freudig nach und suchte die Antwort bei John und nicht bei dem Arzt, da es mehr als nur offensichtlich war, dass der Alte seine Finger im Spiel hatte.


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    • Jede einzelne Minute die Anisa in Killians Armen verbrachte, genoss sie. Allerdings waren da noch immer die Gedanken, das noch so vieles auf sie beide zukam. Der Gedanke, das Isabella noch immer lebte ließ ihr Herz stillstehen und das sie ihre Beziehung geheim halten mussten... Nun, das war ihr von Anfang an Klar gewesen. Mit Killian könnte sie niemals eine normale Beziehung führen, so, wie sie es sich zu einem normalen Leben wünschte, das war aber etwa, mitdem sie sich abfinden könnten, auch wenn sie dem Gedanken nachtrauerte. Wie schön wäre es, wenn sie jede Nacht solange miteinander reden könnten, wie diese? Jeden Abend in seinen Armen einschlafen, ohne daran denken zu müssen, das es Menschen dort draußen gab, die sie tot sehen wollten und das nur, weil sie die Tochter von John Astolfo ist. Zumindest nutzte sie jetzt diese Chance und schlief in den Armen des Mannes ein, den sie liebte.

      Der nächste Morgen allerdings war weniger ein freudiges Erwachen. Es war ein schönes Gefühl, von diesen goldenen Augen geweckt zu werden, ein weniger freudiges, dass sie sich von ihm entfernen musste. Wie konnte sie nur vergessen, das sie ein Versteckspiel spielen mussten? Widerwillig hatte sie sich auf den harten Stuhl, neben dem Krankenbett, gesetzt. Leider aber wurde Killians Vorsicht berechtigt. Als sie Tür aufschlug, war es keiner der Krankenschwestern oder Lev, sondern ihr Vater der das Zimmer betrat. Gemeinsam mit einem Arzt, einem, dessen Gesicht Anisa nicht bekannt war. Stammelnd brachte er eine Entlassung heraus, während er immer wieder zu dem angsteinflößenden Mann neben sich schielte. Ob Anisa nun überrascht sein sollte oder nicht, wusste sie noch nicht genau. Eindeutig war es ihr Vater, der diese Entlassung in die Wege geleitet hatte, in dem Sinne also keine Überraschung. Das es aber schon so früh war... Anisa zog einen ihrer gezupften Augenbrauen hoch und blickte vom eingeschüchterten Arzt, zu ihrem Vater, dann zu Killian und dann wieder zu ihrem Vater zurück. Ihre Muskeln spannten sich an und all ihre Alarmglocken bimmelten bereits. Wenn ihr Vater Killians bereits so früh entließ, dann würde er ihm bereits auch schon die ersten Aufträge entgegen schleudern. So konnte seine Wunde doch nie vollständig heilen! "Du hast diesen kompetenten Arzt doch gehört.", antwortete John und wandte seinen eisernen Blick zu gennanten Mann und nickte diesem knapp zu. Sofort machte der Arzt auf dem Absatz kehrt, um den Raum zu verlassen. Mit John Astolfo war nicht zu Spaßen, das musste wohl auch dieser Mann wissen. Die strenge Krankenschwester mit dem schwarzen Haar und dem strengen Dutt, würde sich vermutlich nicht von ihm beeindrucken lassen. Vielleicht war diese Frau auch einer der Wenigen, in diesem Krankenhaus. "Anisa, mein Schätzchen.", hörte die Rothaarige plötzlich ihren Vater sagen und wurde somit aus ihren Gedanken gerissen. "Mit so einer Wunde ist nicht zu Spaßen.", entgegnete sie ihm dann. "Du bist schon immer so sensibel in deiner Arbeit gewesen. Anisa, Schätzchen. Du kennst Kill nicht, er ist nicht irgendjemand.", begann John, nachdem er seine Tochter, die sich erhoben hatte und ihm wütende Blicke zuwarf, sanft ansah. Was sollte sie sagen? Sie wusste, egal was sie sagen würde, ihr Vater würde seine Meinung nicht ändern. Anisa musste sich zusammen reißen. Von ihren Gefühlen durfte sie sich keinesfalls leiten lassen und ihre Beziehung in irgendeiner Hinsicht gefährden. In keiner Sekunde durfte ihr Vater den Verdacht schöpfen, das nur einer von beiden Gefühle für den jeweils anderen pflegte. Einige lange Sekunden sah sie John einfach nur wütend an, bis sie schnaubend an ihm vorbeistampfte und das Zimmer verließ. Hätte sie das nicht getan, wusste sie, würde sie die Beherrschung wegen dieser unvernünftigen Entscheiden verlieren.
      "Hiermit bist du absofort entlassen, Kill. Ich vertraue auf deine gute Arbeit.", sagte John, als die Tür zuschlug.
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