[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • "Ach Russen sind hart im nehmen, das steht er schon durch.", antwortete der attraktive junge Mann amüsiert und winkte ab. Mit Lev mal etwas am laufen zu haben? Nein, dazu war ihm der Kerl zu wichtig um das zu riskieren. Zumal sich die beiden auch nicht wirklich voneinander angezogen fühlten. Killian wusste nicht einmal ob sich Lev überhaupt zu irgendetwas angezogen fühlte ...
      Lev wusste über alles und jeden Bescheid, aber niemand wusste etwas über ihn. Ganz gleich wie witzig und charmant er wirkte, er war gefährlich. Vielleicht war es auch das was ihn so faszinierend machte. Kill hatte oft mitbekommen, wie man dem jungen Mann schöne Augen machte, aber Lev hatte stets abgeblockt. Nie hatte sich der Russe auf irgendetwas oder irgendjemanden eingelassen. Manchmal fragte sich Killian ja ob Lev überhaupt sein echter Name war und dabei wusste er über seinen Freund mehr als alle anderen. Als Anisa mit Isabella anfing hatte Kill mit den Augen gerollt und war in das Badezimmer gelaufen um der Rothaarigen lieber ein heißes Bad einzulassen, als über so etwas zu diskutieren. Mal ehrlich, warum interessierte sich die ganze Welt für sein Sexualleben? Es war doch ohnehin öffentlich. Klickt ins Darknet und schaut euch an was der junge Mann alles erlebt hat. Kostet natürlich, aber hey tut es euch allen keinen Zwang an. Wenn Killian daran dachte schauderte es ihn und er rieb sich die Arme. Glücklicherweise konnte man ihm im Badezimmer nicht sehen, da er Anisa angewiesen hatte sich auf das Sofa zu setzen. Killian ging auf das Thema nicht weiter ein und offenbar hatte Anisa ebenfalls andere Pläne wofür er dankbar war. Erst als er Schritte hörte blickte er zur Seite und sah irritiert auf einen kleinen Notizzettel den ihn Anisa vor die Nase hielt. Skeptisch hob er eine Augenbraue und sah sie fragend an. "Wen willst du ausrauben?", hakte er amüsiert nach und nahm das Stück Papier in die Hand. Die Rothaarige hatte ihn nach ihrer Essensfrage gebeten ein paar oder eher einige Zutaten zu besorgen, was Killian in seinem Leben noch nie getan hatte. Eigentlich ernährte er sich praktisch nur vom nötigsten, außer Isabella war hier und kochte. Das musste er der schönen Italienerin lassen, Kochen konnte sie verdammt gut. "Uhm, okay ich werde dir das Zeug holen."


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    • "Gerade so.", sagte Anisa, ehe sie Isabella erwähnte, womit sie Killian sofort verscheucht hatte. Sie sollte lernen, den Mund zu halten, wenn es so weit war. Seufzend blieb Anisa auf dem Sofa zurück und dachte über die Worte des jungen Russen nach, bevor er gegangen war. Anisa würde sich einige Zeit nicht aus dieser Wohnung bewegen und welch bessere Chance konnte sie schon nutzen, um zu kochen? Vielleicht war sie nicht die beste Köchin, aber ein, zwei Gerichte sind ihr im Kopf erhalten geblieben, die sie entweder mit ihrer Mutter oder der Nanny gekocht hatte. So schwer ist kochen nun auch nicht und ab und an hatte auch Anisa für sich gekocht, bevor sie Killian als ihren Bodyguard bekam. So setzte sie sich also in Bewegung und schloss zu Killian auf, der bereits die Badewanne mit heißem Wasser füllen ließ. Sofort hielt sie ihm den geschriebenen Einkaufszettel vor die Nase und machte es ihm zur Aufgabe, die Lebensmittel einzukaufen. Ob er nun selbst ging oder jemanden schickte, war ihr hierbei vollkommen egal. "Du sollst für mich jemanden ausrauben.", sagte sie amüsiert, "Und zwar ein Supermarkt. Ich möchte nicht nur herumhocken, irgendwie muss ich mich wohl nützlich machen.", fügte sie seufzend hinzu. Nein, nur in dieser Wohnung zu sitzen und aus dem Fenster zu starren, würde sie noch verrückt werden lassen. Mit irgendetwas musste sich die schöne Rothaarige beschäftigen. Und wenn sie sich pausenlos etwas bestellten, würde sie auch noch fett werden. Fettiges Essen und keine Bewegung, wirklich nichts, was Anisa erfreuen würde. "Und könntest du dafür sorgen, das ich die Unterlagen bekomme, um weiter zu lernen? Ich will ungern etwas verpassen.".
    • Ein prüfender Blick mit seinen goldenen Augen über den Einkaufszettel und schon wanderte seine Aufmerksamkeit wieder zu dem schönen Gesicht von Anisa. Wie konnte jemand mit einer blaugefärbten Wange bitte noch gut aussehen? Ja mit diesen Astolfos stimmte eindeutig irgendetwas nicht. Wahrscheinlich kamen sie allesamt von einem anderen Planeten. Killian fand die Theorie äußerst passend. "In Ordnung.", nickte er verwirrt und nahm den Einkaufszettel an sich. "Nun wenn es dir hilft, dann tob dich aus. Solang meine Wohnung heil bleibt." Ablenkung würde ihr eindeutig gut tun. Wenn sie weiter nur an diesen Erinnerungen fest hielt würde sie daran kaputt gehen oder den Verstand verlieren. Vielleicht würde sie aber auch psychologische Hilfe brauchen, aber das blieb abzuwarten. Solange Killian etwas für sie tun konnte, dann würde er das auch tun. Der Dunkelhaarige wusste das seine Hilfsbereitschaft nicht daher kam, dass er so einen Charakterzug besaß. Nein, eigentlich war es purer Egoismus. Er tat dies für sich selbst. Auch wenn Kill es niemals zugeben würde, sehnte er sich so sehr nach jemanden, der ihm einfach sagte, dass alles gut werden würde. Jemand der in ihn hinein sehen konnte. Gleichzeitig fürchtete er sich aber auch vor der Person, welche das vielleicht schaffen könnte. Lev hatte oft genug diese Momente und kaum fühlte sich Killian ertappt, meldete er sich tagelang nicht mehr bei seinem besten Freund. Anisa hingegen konnte er nicht auf Abstand setzen, also konzentrierte er sich lieber auf ihre Genesung. Er wollte das sie ihn verstand und gleichzeitig wollte er dies nicht. Gott, sein armer Kopf. "Soll ich einfach zu deiner Uni und dort fragen?", hakte Killian bei ihrer nächsten Bitte nach und lief zusammen mit Anisa aus dem Badezimmer als er die Wanne mit heißem Wasser gefüllt hatte bzw. er lies das Wasser laufen, damit sie es stoppen konnte wenn er unterwegs war.


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    • Auch in diesem Teil der Wohnung blieb Anisas Blick dem Spiegel fern. Sie wollte nicht sehen, wie sehr man sie zugerichtet hatte und ob es irgendwelche Anzeichen dafür gab, das ihr Narben hinterlassen würde. Viel lieber wartete sie darauf, bis ihr jemand erzählte, das die Blutergüsse verheilt waren. Sie wusste nur von einer Platzwunde an der Stirn und an ihrer Unterlippe, aber das auch nur, weil ihr das gesagt wurde. Bisher hatte sie keine einzige Sekunde in den Spiegel gesehen. "Ich versuche mein bestes.", antwortete sie ihm, als er darauf hinwies, das seine Wohnung doch bitte im ganzen bleiben sollte. Vermutlich würde Anisa sich nur in die Badewanne setzen, bis das Wasser kalt geworden war und sich auf die Couch legen. Besaß Killian Bücher? Sie könnte lesen, aber ob Killian ein Buch in seiner Wohnung besaß, wagte Anisa zu bezweifeln. Als Killian den beschrifteten Zettel an sich nahm und das Wasser weiter laufen ließ, folgte Anisa ihm aus dem Badezimmer. Sie hatte ihn darum gebeten, das sie die Unterlagen ihres Studiums haben wollte. Nur weil sie nicht den Mut hatte, einen Fuß hinaus zu setzen oder die Konzentration verfügte, in diesem riesigen Saal mit viel zu vielen anderen Studenten zu sitzen, hieß dies nicht, das sie ihr Studium vernachlässigen würde. In diesen sicheren vier Wänden könnte sie immerhin in Ruhe lesen. "Könntest du, aber...", zögerte Anisa unsicher. Es war doch so vieles Geschehen. Selbst an der Uni, die sie besuchte, war es für Anisa nicht sicher, war es also eine gute Idee, würde Killian dort alleine hingehen? Ja, es war bereits Morgen und die Sonne wanderte immer weiter zum Himmel hinauf, aber was wenn doch etwas passieren würde? Anisa würde es niemals zugeben, aber sie machte sich Sorgen. "Du kannst auch jemand anderen damit beauftragen, dann schicken sie die Unterlagen sicher zu, so eilig ist es nicht.".
    • Wie er es bereits zuvor getan hatte, goss er kleine Substanzen in das Badewasser welche die Heilung förderten. Kräutertinkturen, welche ihm gebraut wurden und wahre Wunder bei seinen Verletzungen wirkten. Er hatte Anisa ebenso mit ausreichend Salben und Tabletten gegen die Schmerzen und Entzündungen versorgt. All diese Dinge gehörten praktisch zu seinem wöchentlichen Ritual, auch wenn er sich bei seinen Missionen deutlich seltener verletzt als es früher der Fall gewesen war. Lag wohl auch daran, dass er andere Wege gefunden hatte. Wege welche allerdings seiner Psyche schadeten und es gab leider keine Salbe um eine Seele zu heilen. Ob Killian seine Psyche und sein Herz überhaupt jemals wieder zusammen gesetzt bekam wusste er nicht und er hatte irgendwann auch aufgehört sich dafür zu interessieren. Verdrängen lag ihm deutlich mehr. Als er Anisa versichert hatte er würde sich um die Einkäufe kümmern, hatte er sich ebenfalls erkundigt ob er einfach nur zur Uni gehen musste um die Unterlagen zu holen. Ihre Antwort wirkte unsicherer als er erwartet hatte. "Ich habe nicht vor dort zu übernachten Anisa. Ich komme heil zurück.", versicherte er ihr dann zuversichtlich. Was sollte er auch anderes sagen? Ja er verstand ihre Angst, aber er hatte schon lange damit aufgehört sich zu fürchten, weswegen es ihm schwer fiel die Sorge auf sich zu beziehen. Er konnte sich wehren und er war nicht der Typ der sich verkroch. Nicht mehr. Er hielt einen Moment inne und drehte sich zu der Rothaarigen. "Selbst wenn mir dort jemand auflauert, sollen sie nur kommen. Ich kann sie dann deutlich schneller zur Rechenschaft ziehen für das was sie dir angetan haben." Er strich ihr erneut sanft durchs Haar und blickte ihr in die Augen. "Hab keine Angst."


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    • Der Gedanke machte sie ganz unruhig, das Killian einfach so zur Universität schlendern würde, als wäre nichts passiert. Denn Anisa konnte sich ganz genau daran erinnern, was passiert war. Nun ja, zum Teil. Bis sie das Bewusstsein verloren hatte, wusste Anisa noch alles. Wie sie auf Viola getroffen war, die ihr und Killian betrunken irgendwelche Cocktails in die Hand gedrückt hatte und sofort wieder verschwunden war. Ob wirklich etwas in die Gläser schüttet war? Gift? Oder irgendetwas, das sie beide einfach für einen bestimmten Zeitraum ausknockte? Irgendwann war auch Jaden zu ihnen aufgeschlossen, nachdem Killian ihr das Glas aus der Hand genommen hatte und sie sich abseits der Tanzfläche gestellt hatten, um wenigstens etwas Spaß am Tanzen zu finden. Viola hatte sich wieder blicken lassen und als auch Anisa merkte, das ihr das alles zu viel wurde, hatte Killian sie mit sich, zurück auf die Tanzfläche genommen. Sie konnte sich noch genau an das Lied erinnern, zu dem Killian sie an seinen Körper gedrückt hatte... Sein Parfum konnte sie noch immer riechen, wenn sie sich nur darauf konzentrierte. Gott, sie sollte aufhören, zu denken! Innerlich kopfschüttelnd versuchte Anisa ihre Sorge in ihrem Satz nicht aufkommen zu lassen, Killian hatte es scheinbar aber heraus gehört. Von ihm war es auch nicht anders zu erwarten. Auf seine Worte hin zog sie eine ihrer geschwungenen Augenbrauen hoch und blickte den Dunkelhaarigen Hinterkopf an. War das sein ernst? Verflucht nochmal, sie wusste, das Killian sich wehren könnte, das trug allerdings auch nicht sonderlich gut zu ihrer Sorge bei! Idiot. Er ist einfach nur ein Idiot! Auch als Killian sich umdrehte und erneut sprach, schien er ihrer Sorge nicht zu begreifen. Er erkannte ihre Sorge, verstand aber nicht! Sollte sie nun wütend oder enttäuscht sein!? Dieser Kerl machte sie noch fertig, sie war doch schon aufgewühlt genug. So sehr sie diese Berührung auch genoss, wie er ihr durch das lange Haar strich und sie sich in seinen goldenen Augen verlieren konnte, riss sie sich davon los. Anisa drehte sich um und murmelte ein "Du verstehst es nicht.", ehe sie in das Bad zurückkehrte.
    • Ihre patzige Antwort, lies ihn nur schwer seufzen. Er verstand sie, aber was erwartete sie bitte von ihm? Sollte er sich jetzt etwa mit ihr bibbernd unter eine Decke setzen und die Welt wegen einem schlimmen Ereignis untergehen lassen? Natürlich war er all diese Dinge im Gegensatz zu Anisa gewohnt, aber was um alles in der Welt erwartete sie jetzt von ihm? Er würde sich hier drin nicht verstecken und verzweifeln. "Ich verstehe es aber projiziere deine Angst nicht auf mich. Anisa was soll ich deiner Meinung nach bitte tun, ebenso in Panik versinken? Wem ist damit geholfen? Ich werde mich nicht verstecken. Wenn ich zulasse das mich jedes schlimme Erlebnis aus der Bahn wirft, wäre ich schon lange nicht mehr hier.", daraufhin war er zur Tür gelaufen und hatte sich die Schuhe angezogen. Anisa raubte ihm noch den letzten Nerv, aber wenigstens wurde sie wieder zickig. Das war doch schon mal der erste Schritt zu ihrer Genesung oder? Immerhin konnten sie sich zu Beginn ihrer gegenseitigen Bodyguardgeschichte nicht ausstehen. Vielleicht wäre das klüger gewesen? Anisa wäre niemals so etwas widerfahren, weil sie sich strickt geweigert hätte auf diese Party zu gehen. Killian wäre allein dorthin gegangen und wäre wahrscheinlich mit einer simplen Verletzung davon gekommen und genauso ratlos wie jetzt. Man, fucking nochmal was sollte er jetzt bitte machen? Seufzend griff er sich ins Haar, gab es dann aber auf und war nachdem er in seine Schuhe gestiegen war aus der Wohnung verschwunden. Hinter sich hatte er wieder einen neuen Zahlencode eingegeben ehe er sich dann auf den Weg machte um die Liste von Anisa abzuarbeiten. Wie lange war es her, dass er Lebensmittel einkaufen gewesen war? Und was zur Hölle war bitte ein Chicorée? Klang wie eine Dessousmarke ...


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    • Anisa konnte sich nicht vorstellen, das Killian ihre Sorge wirklich verstand. Er war manchmal so einfühlsam wie ein Toastbrot und interessierte sich nicht für Dinge, die andere beschäftigten. Ihr wäre damit geholfen, würde er nicht dort wieder zurück gehen! Sie wusste doch selbst nicht, was mit ihr los war. Sonst hatte sie nie die Fassung verloren und zeigte ihre Gefühle nicht nach außen. Diese ganzen negativen Ereignisse nagten an ihren Nerven und Killian war keine sonderbare Besserung für ihren Zustand. Lieber zog sie sich ins Badezimmer zurück, als wenn sie nun einen Streit anfinge. Derzeit wusste sie wirklich nicht ihre Gefühle zu kontrollieren, egal in welcher Hinsicht, sie war viel zu verwirrt und aufgebracht, auch wenn sie wieder versuchte, die Starke zu miemen. Nachdem Lev ihr mehr über Killians Leben offenbart hatte, war sie noch verwirrter als zuvor. Zwar hatte sie sich an den Gedanken geklammert, das sie ihm helfen würde, ein güsenderes Leben zu führen, aber diese Arbeit die er verfolgte und was mit ihm alles geschehen war... Es war nicht nur einschüchternd sondern auch traurig, was aus dieser Welt geschehen ist. In welcher Welt Killian leben musste, um ihren Vater stolz zu machen. Killian hatte oft genug erwähnt, das er dieses Leben gerne führte und es nicht hasste, so wie es Anisa meinte, aber ganz konnte sie seinen Worten nicht glauben. Dachte er denn nie darüber nach, was er getan oder noch tun würde? Anisa war nicht weiter auf die Worte des Dunkelhaarigen eingegangen und war lediglich im Badezimmer verschwunden, indem sie sich seufzend gegen die geschlossene Tür lehnte. Diese Nähe zu ihm brachte sie noch um. Grummelnd stellte sie das Wasser ab und zog ihre Kleidung aus, die sie auf dem Boden, neben der Badewanne liegen ließ und vorsichtig in das dampfende Wasser stieg. Sie sollte sich ablenken, nicht weiter darüber nachdenken und so gut sie konnte, Killian irgendwie mit ihren Gefühlen aus dem Weg gehen. Zur Zeit wusste sie wirklich nichts, mit sich anzufangen.
      Während Killian auf dem Weg war, ihre Einkaufsliste abzuarbeiten, genoss Anisa das heiße Wasser, indem ihr Körper entspannte und versuchte, ihre Gedanken neu zu ordnen. Sie versuchte nicht weiter über das Geschehene nachzudenken. Erst als das Wasser abgekühlt war, zog Anisa an dem kleinen Stöpsel am Boden der Wanne, der verhinderte, das das Wasser den Abfluss hinunter rauschte und duschte sich ab. Ihren zarten Körper hüllte sie in eines der großen Badetücher und trocknete ihre Haare mit dem kleinen Föhn, den Killian in einen der Schränke verstaut hielt. Die seidenen Haare fielen ihr glatt über den Rücken, nachdem sie sich geföhnt hatte und ihre getragene Kleidung in die Waschmaschine stopfte, ebenso wie die des Dunkelhaarigen, die er in den Wäschekorb geworfen hatte und stellte sie an. Im Schlafzimmer zog sie frische Unterwäsche und Kleidung an, die Killian ihr mitgebracht hatte. Eins musste Anisa ihm lassen, er hatte echt Geschmack. Zumindest sah alles sehr Geschmackvoll aus, wenn sie an sich hinunter blickte, in den Spiegel sah sie immerhin noch immer nicht. Sie putzte sogar die Wohnung. Befreite die Möbel von Staub, saugte den Boden und putzte Fenster, nur die Spiegel ließ sie aus.
    • Es war nicht so das Killian nie einkaufte, aber er tat es meistens gezielt. Er lief in einen Supermarkt welcher 24 Stunden offen hatte, er kaufte ein oder zwei Dinge die er zum überleben brauchte und er verschwand wieder. Jetzt mit einem Einkaufswagen und einem passenden Zettel herum zulaufen, das war eindeutig eine Premiere. "Was macht diese fucking Göre eigentlich mit mir?", seufzte er und studierte die Rückseite einer Müslipackung. Nun das war ihm wenigstens vertraut. Er aß oft Müsli, es ging schnell und machte nicht viel Arbeit. Ein ideales Essen für einen echten Mann! Wenn jemand etwas anderes behaupten würde, würde er ihn dafür abknallen. Einfache Geschichte wie Kill empfand. Eigentlich verlief der Einkauf ziemlich einfach: Nudeln, ein wenig Brot, Mehl und Getränke. Es wurde erst rätselhaft als er die Gemüseabteilung betrat. Natürlich war der attraktive Auftragskiller kein Idiot, aber nun war er wieder bei seiner Frage angekommen: Was zur Hölle war bitte ein Chicorée? Gerade als er Rätselraten spielen wollte und eine Tomate analysierte, stand plötzlich eine Verkäuferin neben ihm. Nun das musste er der Frau lassen. Einen Auftragskiller zu erschrecken ist eine echte Kunst. Jedenfalls war der Brünette mit einem großen Schritt zur Seite gesprungen und starte die kleine Verkäuferin mit dem schwarzen Bob, der dunkelblauen Uniform mit dem Firmenlogo und der schwarzen Brille an, welche ihn mit geröteten Wangen fixierte. Im Hintergrund standen einige andere Verkäuferinnen die kicherten. "Kann man Ihnen helfen?", säuselte sie ihm zu, woraufhin Killian sie immer noch sehr perplex ansah und lieber einen Schritt zur Seite machte. "Nein.", antwortete er knapp und wollte gerade umdrehen, da lief ihm schon die nächste Verkäuferin entgegen. Diese war vollbusig und blond. "Wir haben tolle Angebote.", kicherte sie vergnügt. Gerade als Kill ein bissiges Kommentar abgeben wollte, stand plötzlich eine wunderschöne Frau mit einer brauen Löwenmähne, mandelförmigen schönen Augen und einem traumhaften Körper neben ihm. Ihre rot lackierten Fingernägel zeigten auf die Verkäuferinnen. "Habt ihr ihn nicht gehört ihr Vogelscheuchen? Abmarsch oder ich mache euch Beine!" Nun das war natürlich auch eine Möglichkeit. Moment mal ...
      "Isabella? Was machst du hier?", hakte er dann skeptisch nach, ehe sie ihren viel zu leeren Einkaufswagen hoch hob. "Einkaufen Babe, was dachtest du denn?", säuselte sie zärtlich. "Du gehst nie einkaufen ... du lässt einkaufen, außer deine Mittelchen und Klamotten."
      "Och, mir war eben danach." Daraufhin hakte sie sich bei ihm ein und linste auf den Zettel. "Das ist nicht deine Schrift ..."
      Ihre Tonlage wirkte plötzlich deutlich kälter. "Sie gehört auch Anisa.", murmelte Killian knapp. "Was ist ein Chicorée?"
      "Ein Salat, mein Kätzchen ....", antwortete sie ihm und drückte ihm einen Salatkopf in die Hand. "Warum gehst du für sie einkaufen?"

      "Eine Salatart.", stellte Killian perplex fest und ignorierte damit vollkommen das Isabella alles andere als begeistert davon war, was Anisa hier mit ihrem Freund anstellte.


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    • Während Killian die Einkaufsliste für Anisa abrackerte, stellte sie die halbe Wohnung auf den Kopf. Sie saugte, wischte und putzte in jeder Ritze, in die sie mit ihrer schmalen Hand hinein kam. Irgendwie musste sie sich doch die Zeit vertreiben, während sie allein in dieser Wohnung auf den Dunkelhaarigen wartete. Bisher hatte Anisa eine Putzfrau die wöchentlich ihre Wohnung reinigte, allerdings bevorzugt sie es, auch die restliche Woche eine saubere Wohnung zu haben. Nur weil ihr regelrecht alles in ihren hübschen Hintern gestopft wurde, hieß es nicht, das sie sich auch darauf ausruhte. Das konnte und wollte sie nicht. Ab und an warf Anisa ein Blick auf ihr Handy, ignorierte die Nachrichten die sie von ihrem blonden Verehrer bekam und hoffte, das Killian bald schon wieder zurück sein würde. Sie langweilte sich, auch wenn sie sich damit beschäftigte, die Wohnung zu putzen. Das ist wohl immer noch keine Beschäftigung, die Anisa gern nachkam. Die Nachrichten des Blonden beinhalteten nur sowas wie: Hey meine feurige Schönheit, ich hoffe bei dir ist alles in Ordnung. Ich mache mir Sorgen. Meld dich doch mal wieder bei mir :*. Er hatte auch erwähnt, das er bei ihr geklingelt hätte, allerdings machte ihm niemand die Tür auf. Ganz logisch, denn Anisa befand sich nicht zuhause, sie war in der Wohnung eines Auftragskillers, den sie beauftragt hatte, ihr Nahrungsmittel zu besorgen und putzte seine verfluchte Wohnung. Seufzend griff Anisa nach ihrem Handy, als sie die Balkontür schlierenfrei geputzt hatte und tippte eine Nachricht. Ich hoffe du kommst zurecht? Auf dich wartet eine kleine Überraschung!, tippte die Rothaarige in ihr Handy und schickte es an Killian. Ob er sich auch auf diese Überraschung freute, konnte sie bei weitem nicht erraten. Dafür das er es ihr ermöglichte, bei ihm zu wohnen und er sich auch noch dafür aufopferte, einzukaufen, hatte sie sich entschieden, seine Wohnung zu putzen. der größere Grund war eher, das sie sich beschäftigen musste, bevor sie noch verrückt wurde. Aber es war doch wohl etwas sinnvolles, oder?
    • Isabellas Eifersucht war nicht zu unterschätzen, genauso wenig wie sie als Mensch. Sie war vielleicht gefährlicher als jedes Mitglied der Mafiaorganisation der Astolfos und ihre Besessenheit bezüglich Killian grenzte mehr an Wahnsinn als an Liebe. Das sie es wagte ihren Freund zum einkaufen zu verdonnern war die Höhe. Ihr Freund war ein Mörder, er war kalt, skrupellos, stark und wunderschön. Er war das Licht in all dem Blut um sie herum. Er leuchtete wenn andere fielen und er würde am Ende über all diesen Versagern thronen. Ja, so sah Isabella Killian seit sie ihn kennengelernt hatte. Den starken und wunderschönen jungen Mann, der eine Gruppe von Männern nieder strecken konnte die genauso breit wo hoch waren. Niemand durfte ihr diesen Mann weg nehmen, auch nicht die Tochter ihres Chefs! Und er lächelte wenn er von ihr sprach! Machte Scherze über sie und dachte an sie. Isabella wurde schlecht. "Mein Kätzchen, hast du nicht mal wieder Zeit für mich?", hakte sie blitzschnell nach und hängte sich an seinen Arm. "Du weißt schon damit wir gewisse Dinge anstellen, die sonst niemand mit dir anstellt.", schnurrte sie ihm zärtlich ins Ohr, woraufhin er den Salat in den Einkaufswagen legte. " Isabella hast du vergessen was passiert ist? Der Alte hätte mich fast umgebracht. Ich hab keine Zeit in irgendeiner Art und Weise meine Arbeit schleifen zu lassen. Weder für dich noch für sonst irgendjemanden.", daraufhin schob er den Wagen weiter. "Killian!", schnell stampfte sie ihm mit ihren hohen Stiefeln nach. "Du bist pausenlos am Arbeiten, du richtest dich zu Grunde. Jemand anderes kann auch mal auf sie aufpassen. Wie wäre es mit diesem Russen?" Perplex hielt er inne und sah sie an. Seine goldenen Augen fixierten sie, schienen in den Abgrund ihrer Seele zu blicken und hinterließen eine Gänsehaut auf ihrem Körper, welche sie so sehr liebte. Niemand, absolut niemand durfte diesen Mann besitzen außer ihr. "Aber Izzy, warst du nicht diejenige welche den Blutgeruch so sehr an mir liebt?", säuselte er ihr zu und hob ihr Kinn zärtlich an. "Lass mich meine Arbeit machen.", raunte er ihr danach ins Ohr, lies von ihr ab und ging weiter um den nächsten Punkt auf seiner Liste abzuarbeiten. Als sein Handy vibrierte, blickte er amüsiert auf den Display.
      ´Ich hasse Überraschungen, aber ich bin gespannt. Lass meine Wohnung heil Kleines ;) ´ daraufhin schickte er ihr ein Foto von dem Salat den sie wollte und schrieb darunter eine zweite Nachricht. ´Chicorée klingt immer noch wie eine Dessousmarke´
      Grinsend schickte er die Nachrichten ab, packte das Handy weg und ignorierte die Tatsache wie Isabella hinter sich einen Stapel Dosen vor Zorn umschmiss. Das er das noch bereuen würde, konnte er ja in diesem Augenblick noch nicht ahnen.


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    • Welch ein Schicksal Anisa bald schon ereilen würde, hätte niemand voraussehen können, weshalb sie auch weiter die Wohnung von Killian putzte. Ein piepen ertönte und signalisierte das die Wäsche fertig war. Waschmaschine und Trockner in einem Gerät, verdammt nützlich dieses Ding. Fast schon, als wäre es Anisas tägliche Routine, putzte sie die großen Fenster fertig, die den Blick zum Balkon freigaben und widmete sich dann der trockenen Wäsche, die sie zusammen legte und in den Schrank einordnete. Der Schrank war gigantisch und fast nur mit Anzügen gefüllt. Mit überteuerten Anzügen. Killian besaß kaum Freizeit Kleidung, immerhin arbeitete er mehr, als das er Zeit für sich hatte. Und die vielen Anzüge waren ein Werk von John Astolfo, der seinen Lieblings Familienmitglied immer wieder beschenkte. Schmunzelnd blickte Anisa auf ihr Handy, als sie wenige Minuten später eine Nachricht von Killian erhalten hatte. Eine Dessous Marke? Keine Sorge, deine Wohnung bleibt ganz, auch wenn ich nicht ganz verstehen kann, wir man keine Überraschungen lieben kann. Und bezüglich des Chicorée... Ich hoffe einfach, das du die Tomaten noch findest. sendete Anisa ihre Nachricht an Killian belustigt weiter. Die restlichen Minuten oder auch Stunden, je nachdem wie lange Killian noch mit seinem Einkauf bräuchte, widmete sie sich wieder der Wohnung. Badezimmer und Küche, alles andere wäre schon erledigt. Sie hoffte, alles wieder an Ort und Stelle eingeräumt zu haben, so wie sie die Sachen auch entwendet hatte, um darunter zu saugen oder zu wischen. Killian sollte keine neu geordnete Wohnung auffinden, lediglich eine geputzte und aufgeräumte. Und welchen Menschen würde es auch nicht glücklich machen, eine saubere Wohnung zu betreten, ohne einen Finger gerührt zu haben.
    • Auf die nächste Nachricht von Anisa ging Killian nicht mehr ein. Er musste aber gestehen, dass er doch ein wenig verunsichert war ob es sich bei Chicorée doch um eine Tomatenart und nicht um eine Salatart handelte, jetzt als die Rothaarige diese Ansage machte. Verdammte Göre! Am liebsten hätte er ja jetzt einen Schmollmund gezogen und hätte vor sich hin geflucht. Ein wenig kindische Allüren besaß selbst der attraktive Auftragskiller ab und an. Allerdings wollte er diese aufdringlichen Verkäuferinnen los werden, die ihm quer durch den gesamten Einkaufsladen folgten. Er war demnach mehr als nur erleichtert als er endlich alles zahlen konnte und sich auf den Weg zur Uni von ihr machen konnte. Sein Motorrad hatte er Zuhause gelassen und einen der Wagen von John Astolfo ´geliehen´. Nun er hatte nicht gefragt, aber das tat er nie und der Alte war das inzwischen gewöhnt. Das so eine schwarze Kiste, ein Audi R8 V10 allerdings doch für mehr Aufsehen sorgte als gedacht, hatte er bewusst ignoriert als er mit laut quietschenden Reifen am Parkplatz der großen Universität geparkt hatte und sich auf den Weg in das Gebäude machte. Als Kind hatte er davon geträumt einmal so einen Wagen fahren zu dürfen und diesbezüglich hatte er sich mit der Arbeit für John Astolfo einen echten Traum erfüllt. Von seinen Kindheitsträumen hatte er aber bislang ohnehin niemanden erzählt. Lev vielleicht als er betrunken war, aber der Russe wusste ohnehin alles, so konnte sich Kill das ohnehin sparen. Es dauerte glücklicherweise nicht lang als er im Sekretariat einen sehr hilfsbereite Dame ansprach, welche ihm fast schon überschwänglich sämtliche Unterlagen aushändigte die er benötigte. Da Killian noch nie zur Schule gegangen ist, geschweige den zur Uni wusste er nicht ob das normal war, lies es aber so stehen. Der Weg zurück verlief glücklicherweise ruhig und ohne weitere Vorkommnisse. Er hatte auch unbemerkt den Wagen zurück gebracht und war sicher Zuhause zurück gekehrt.
      Kaum hatte er den Code an seiner Tür eingegeben und einen neuen gewählt fand er sich in einer frisch geputzten Wohnung wieder, was ihn zunächst etwas verwirrte. Killian hatte ohnehin ein Auge für seine Umgebung, ihm wäre es selbst aufgefallen hätte sie auch nur ein Kissen versetzt. Berufskrankheit da konnte er nichts dafür. Allerdings musste er gestehen das er ihre Arbeit begrüßte, er kam ohnehin nie zum Aufräumen, dabei war er ein großer Freund der Ordentlichkeit. "Anisa.", er winkte die Rothaarige zu sich.


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    • Wie lange verbrachte sie bereits mit dieser Hausarbeit? Anisa putzte grundsätzlich ihre Wohnung, auch wenn wöchentlich eine Putzfrau vorbeischaute und alles Grund reinigte. Aber wann hatte sie zuletzt eine Wohnung so ordentlich geputzt? Stolz klopfte sie sich selbst auf die Schulter, als sie die schlierenfreien Fenster begutachtete. Kein einziger Krümel befand sich mehr auf dem Boden, es war alles gesaugt und gewischt. Nirgendwo war mehr Staub zu entdecken, auch an den hohen Schränken, die Anisa nur erreichen konnte, indem sie sich einen Stuhl zur Hilfe nahm. Irgendwann hatte sie gegen die Stille auch die Musik auf ihrem Handy eingeschaltet. Irgendein Mix auf YouTube, den sie nicht kannte, aber als ganz gut empfand. Nichts zu hartes, nichts zu schneller und auch nichts zu ruhiges. Irgendwas zwischen Electro House und Chill. Das was die meisten derzeit hörten, manche Titel mittendrin waren aber doch etwas zu eigenartig. Nun, es musste einem ja nicht alles gefallen. Als die gesamte Wohnung von jeglichem Schmutz befreit war, stellte sie all die Putzmittel in die keine Abstellkammer, in der sich auch der Staubsauger und Wischer befand. Also alles, was Killian wohl nur selten anfasste. "Geschafft.", murmelte sie fast schon erschöpft und flocht sich ihre langen Haare zu einem seitlichen Zopf, der über ihre rechte Schulter fiel. Nicht lange hatte sie weiter der Musik gehorcht, während sie auf dem Sofa lag und eine dünne Decke über ihren Körper gehüllt hatte, bis sie das Türschloss hörte, das sich öffnete. Verunsichert stand sie langsam und so leise sie konnte auf um nachzusehen, ob es auch wirklich Killian war, der sich Zutritt zu dieser Wohnung beschaffte. Und diese vertraute Stimme, die ihren Namen rief, entlockte ihr ein erleichtertes Seufzen. "Du bist wieder zurück.", stellte sie fest und näherte sich dem Dunkelhaarigen, der sie zu sich winkte. "Hast du alles bekommen?", fragte sie dann.
    • Ein prüfender Blick wanderte durch seine Wohnung, welche nicht einfach nur sauber war. Killian am es so vor, als wäre sie selbst unter das Sofa gekrochen um ja jeden bösen Schmutzpartikel zu erwischen! Der Dunkelhaarige kam selbst aus Zeitmangel nicht oft genug zum putzen, nicht das er es nicht wollen würde. Ihm fehlte schlicht und ergreifend die Zeit und wenn er von der Arbeit kam, war es meistens mitten in der Nacht oder früh am Morgen. Sein Zeitgefühl war nicht unbedingt das Beste und oft genug wurde die Nacht zum Tag und der Tag zur Nacht. Demnach musste er gestehen, dass er Anisa für diese Überraschung sehr dankbar war. Ob man es nämlich glaubte oder nicht war Killian extrem pingelig was Sauberkeit betraf. Er selbst kam zwar kaum zum putzen, aber da er nie Zuhause war wurde es hier auch nie sonderlich unordentlich. Er hatte Anisa zu sich gewunken, nachdem seine goldenen Augen alles grob inspiziert hatten. Auf ihre Frage hin nickte er, hob aber nun zuerst ihr Kinn zärtlich mit dem Zeigefinger an, nachdem er die Unterlagen einfach auf das kleine Tischchen stellte, welches neben seiner Garderobe war und drückte ihr einen kleinen Kuss auf die Lippen. Unschuldig, fast vorsichtig und fast schon kindlich im Vergleich zu dem was sie zuvor getan hatten. Dennoch ein Zeichen seiner Zuneigung. "Vielen Dank." Ganz gleich wie arrogant und unfreundlich Killian auch wirken konnte, man konnte ihm niemals Undankbarkeit vorwerfen. Danach hatte er sich wieder von ihr gelöst und die Einkäufe in die Küche getragen, ehe er nach hinten auf den Tisch deutete. "Deine Uniunterlagen habe ich auch gleich mitgenommen, lag ohnehin auf dem Weg."


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    • Endlich, wo Killian wieder da war, musste auch ihre Langweile verschwinden. Ja, sie hatte die Wohnung geputzt, um ihre Langweile zu vertreiben, aber auch um sich bei Killian in irgendeiner Hinsicht bedanken zu können. Wie sollte sie es also besser, als wenn sie ohnehin tag täglich in dieser Wohnung sein würde und diese dann säuberte? Immerhin nutzte nicht mehr nur Killian seine Wohnung, sondern auch Anisa und wenn sie sich schon vornahm nun auch für die Ernährung des Dunkelhaarigen zu sorgen, sollte es auch sauber sein. Und wenn sie schon die Küche vor Augen hatte, die sie putzen wollte, wieso also auch nicht den Rest der Wohnung? Ob Killian wohl merkte, wie viel Mühe sie sich gegeben hatte? Von Männern war man es immerhin gewohnt, das sie nicht einmal merkten, wenn ihre Freundin beim Friseur war, auch wenn es eine komplette Typ-Veränderung war. Sofort hatte Anisa erfragt, ob er denn alles bekommen hatte, was auf ihrer kleinen Liste stand, womit er mit einem Nicken antwortete und sie vor ihm zu stehen kam. Was jedoch als nächstes kam, damit hätte Anisa in tausend Jahren nicht gerechnete. Sein schönes Gesicht näherte sich ihrem und spürte, auch wenn es nur für einen kurzen Moment war, seine weichen Lippen auf ihren. Es war nichts was Anisa deutlich deuten konnte, denn in ihrem hübschen Kopf schwirrten plötzlich unzählige Gedanken und erinnerte sich sogar an das Gespräch mit Lev zurück. Es war kein leidenschaftlicher Kuss, ein kurzer, fast schon unschuldig und doch konnte Anisa sich innerlich nicht zurückhalten, als sich darüber zu freuen. Ihre Freude zeigte sie nicht nach außen, erst musste sie mit ihrer eigenen Überraschung kämpfen. Auf diesen zarten Kuss hatte sie nicht reagieren können, so schnell hatte sich Killian schon wieder von ihr gelöst und war an ihr mit den Einkäufen an ihr vorbei, Richtung Küche gegangen. "Danke.", murmelte sie noch immer überfordert, von dieser kleinen Geste und blickte auf den kleinen Tisch, auf dem ein ganzer Stapel lag. Okay, sie hatte also so einiges nachzuholen. Seufzend überflog sie all die bedruckten Blätter, ließ den Stapel allerdings dort liegen und folgte Killian in die Küche. "Hast du hunger?", fragte sie dann.
    • Für Killian war dieser Kuss nichts außergewöhnliches. Wenn er etwas gelernt hatte, dann war es das sich in Italien ohnehin alle küssten, vor allem in der Mafia. Auch wenn ein Kuss innerhalb der Mafiastruktur nicht immer etwas positives bedeutete. Hier aber hatte er es getan, weil er Anisa dankbar war und sich aufrichtig freute. Dankbarkeit war in seinen Augen etwas sehr wichtiges und der junge Mann hatte dies ohnehin von Anfang an von John Astolfo eingeprügelt bekommen. Er musste dankbar sein und das war er ohnehin. Die Rothaarige schien mit seiner Geste ein wenig überfordert, was Killian ein wenig amüsiert grinsen lies. Er war nach diesem so unschuldigen Kuss an ihr vorbei gelaufen und verstaute die Einkäufe, während Anisa wohl ihre Unterlagen überflog. Der Dunkelhaarige war selbst überrascht um wie viel es sich handelte, als er es zu sich nach Hause geschleppt hatte. Nun langweilig würde ihr nun eindeutig nicht mehr werden. Gerade als er erneut den Salat analysierte, der ihn sicherlich noch tagelang verfolgen wird, hatte sich die schöne Rothaarige an seine Seite gestellt und sich direkt danach erkundigt ob er Hunger hatte. Für Killian war dieses Umsorgen immer noch ein wenig merkwürdig und so richtig daran gewöhnen konnte er sich nicht. Er freute sich über die Aufmerksamkeit von Anisa, aber es fiel ihm doch etwas schwer damit richtig umzugehen. "Etwas.", antwortete er ihr dann und blickte zu Anisa an seiner Seite. "Ich möchte dich etwas fragen.", begann er dann und lehnte sich an den Küchentresen. "Der Alte ... ähm dein Vater, hat er sich bei dir nochmal gemeldet?"


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    • Wie sie diesen unschuldigen Kuss deuten sollte, wusste Anisa noch immer nicht recht, allerdings ging sie nicht weiter darauf ein und widmete sich ihren Unterlagen, die ihr Killian beschafft hatte. Nach kurzem Überfliegen folgte Anisa dem Dunkelhaarigen in die Küche und erkundigte sich, ob er denn schon hungrig sei. Natürlich war ihr dabei nicht entfallen, wie Killian den Salat in seiner Hand musterte. "Du hast die besondere Tomate gefunden, sehr gut.", sagte Anisa so überrascht und überzeugend, als würde sie ihn gar nicht auf den Arm nehmen wollen und wäre davon überzeugt, das es sich bei Chicorée tatsächlich um eine Tomatenart handelte. Einzelne Zutaten die Killian bereits einsortierte oder die sich noch in der Einkaufstüte befanden, stellte sie beiseite um daraus eines der Gerichte zu zaubern, die sie damals so oft mit ihrer Mutter gekocht hatte. Ein Gemüseauflauf mit Rinderfilet. Wer mochte schon kein Fleisch? Und dazu ein Haufen Gemüse! Gerade als Anisa all die Zutaten beiseite gestellt hatte und sich daran machte, das Gemüse zu waschen, warnte Killian sie bereits vor einer seiner Fragen. "Ja?", sagte sie nur und widmete sich weiter dem Gemüse. "Natürlich hat er das.", gestand sie Killian und holte eines der Schneidebretter hervor, die sie erst in einigen Schubladen suchen musste. Selbstverständlich wusste Anisa, weshalb Killian fragte. Nicht weil er wissen wollte, ob er sich nach dem Wohl seiner Tochter erkundigte, er wollte wissen, ob er ein Wort über ihn verloren hatte. Killian wollte wissen, welchen Stand er nun bei ihrem Vater hatte. Schweigend schnitt sie das gewaschene Gemüse in Mundgerechte Stücke und ließ Killian noch zappeln, bevor sie ihre Antwort fortfuhr. "Er hat sich nur nach mir erkundigt. Ich denke nicht, das er mit mir groß über dich reden würde. Du weißt doch, er verschweigt mir so einiges.". Das fertig geschnittene Gemüse füllte sie in eine Auflaufform und schaltete den Ofen ein. "Er wird sich also bei dir melden, sobald er die Nerven dazu hat.".
    • Im ersten Augenblick erwischte sich Killian dabei wie er an dem Salatkopf zweifelte als die Worte von Anis folgten. Allerdings war ihm klar, dass sie ihn nur verarschte. Ein wenig eingeschnappt hatte er ihr die Zunge heraus gestreckt und ihr in die Seite gepikt. "Und da sagen die Leute ich wäre das Arschloch.", meinte er amüsiert und wandte sich dann von ihr ab, während er die Einkäufe in seiner Küche verstaute. Er wollte die Rothaarige nicht nach ihrem Vater fragen, er wollte es wirklich nicht. Aber er konnte es nicht vermeiden, es war wie ein innerer Zwang, dass er einfach erfahren musste wie es nun um ihn stand. Er fühlte sich dabei ja selbst total albern und bescheuert, aber das war es wohl wovon die Mafia wie in den Geschichte bekannt Gebrauch machte: Emotionale Abhängigkeit. Killian hätte nur niemals damit gerechnet, das ihm einmal so etwas passieren würde. Es war so peinlich das er am liebsten gelacht hätte. "Ich hätte nicht fragen sollen.", murmelte er leise, dankte Anisa aber mit einem schwachen Nicken das er ihre Worte verstanden hatte. Seine goldenen Augen verfolgten Anisa ein wenig, wie diese durch die Küche wuselte und das Essen zubereitete. Es war ein wenig merkwürdig, dass sich das so familiär anfühlte. Wann hatte er das letzte Mal jemanden bei sich der für ihn kochte? Er konnte sich nicht wirklich daran erinnern. Isabella kochte selten und Kill war nicht unbedingt der beste Esser, immerhin verschlief er den Großteil seiner Mahlzeiten, wenn er denn endlich mal Daheim war. Lev brachte ihm Gekochtes meistens mit, demnach wurde die Küche nicht benutzt und wenn dann nur für Kleinigkeiten, die schnell gingen und mit denen der attraktive Dunkelhaarige umgehen konnte. "Was machst du?", fragte er neugierig und linste über ihre Schulter.


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    • Es war doch fast schon vorherzusehen, das Killian sich früher oder später erkundigte, ob Anisa denn etwas von ihrem Vater gehört hatte. Natürlich steckte hinter dieser Frage die Interesse, ob John denn ein Wort über ihn verloren hatte. Und wenn Anisa ehrlich war, dann hatte ihr Vater sich bei ihr gemeldet und das nicht nur einmal. Immerhin war er noch immer ein sorgender Vater, aber nichts an diesen Gesprächen am Telefon war für Killian von Bedeutung. "Entschuldige.", murmelte Anisa leise, als sie einen kurzen Augenblick zu Killian linste, der sich scheinbar mehr von ihrer Antwort erhofft hatte. War es denn noch gesund, das er sich so sehr an ihn klammerte? Bestimmt war er wie ein Ersatzvater, jemand, den Killian zuvor nicht an seiner Seite hatte, aber mal ehrlich. Irgendwie war das verdammt komisch, wenn Killian so auf ihren Vater fixiert war und Anisa ganz anders über Killian dachte... Oder auch fühlte. Gott, das war doch zum Haare raufen. Lieber also richtete Anisa ihre Aufmerksamkeit auf das Gemüse, das sie in Stücke schnitt und in der Auflaufform verteilte, die sie aus einem der unteren Schränke fand. Sie spürte bereits wie der Dunkelhaarige über ihre Schulter blickte. Wann hatte Anisa zuletzt für jemanden gekocht? Einmal hatte sie gemeinsam mit Jaden gekocht, allerdings saß sie mehr herum, als das sie gekocht hatte. Der Blonde war wirklich ein Meister in der Küche, er hatte an diesem Abend keine Hilfe benötigt. Auch für ihren Vater hatte sie mal gekocht, das war aber eindeutig viel zu lange her, als das sie sich erinnern könnte, was sie denn gezaubert hatte. Vermutlich nur Pasta mit Soße. Etwas ganz einfaches und was ihr Vater schon immer geliebt hatte. Nun, hier stand sie in einer fremden Küche, die etwas kleiner war als in ihrer Wohnung, allerdings vollkommen ausreichend und bekochte Killian. "Gemüseauflauf und Steak.", antwortete sie, während sie das Gemüse umfüllte und deutete mit dem Messer, mit dem sie eben noch das Gemüse bearbeitet hatte, Richtung Rinderfilet. "Möchtest du mir helfen?", fragte sie dann und rührte sich in einer kleinen Schüssel die Soße zurecht, als sie lächelnd zu Killian hinauf blickte.
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