[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

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    • Sicherlich würde es eine Moralpredigt von Anisa regnen, sobald die beiden wieder alleine waren. Thema war entweder weil er sie so oft bei ihrem Vater abgeliefert hatte oder das er sie nun gegen ihren Willen zu dieser Party schleife. Ein wenig freute sich Killian ja auch auf ihr Gezicke, das bedeutete nur das sie wieder normal wurde und ihre Angst sank. Der attraktive Auftragskiller würde lügen, würde er behaupten mit all diesen Emotionen die Anisa so um sich warf umgehen zu können. Vor ihm konnte sie nichts verstecken und er wollte auch, dass sie ehrlich zu ihm war. Das war es ja nicht das ihn überforderte sondern viel mehr seine Machtlosigkeit dagegen etwas zu unternehmen. Er konnte keine Toten wieder erwecken oder die Geschehnisse ungeschehen machen, ganz gleich wie sehr es sich wünschte. Alles was er tun konnte, war eben an ihrer Seite zu bleiben und auf sie aufzupassen. So wie heute. Er war Anisa durch die Menge gefolgt. Musik, die alles andere als seinem Geschmack entsprach knallte ihn mit so einer Lautstärke um die Ohren, dass er mehr als nur einen Drink brauchte um das zu verarbeiten. Allerdings musste er nüchtern bleiben, damit er konzentriert genug für jede Kleinigkeit war. Nicht das er das nicht nach dem ein oder anderen Getränk noch auf die Reihe kriegen würde, aber er ging auf Nummer sicher. Anisa lief vor ihm her, verbarg nicht ihre Schönheit welche sie bei jedem Schritt ausstrahlte und auch Killian war dagegen nicht unbedingt immun. Er sabberte ihr nur eben nicht hinterher. Dennoch nahm er sich einen Moment, strich Anisa eine ihrer Haarsträhnen aus dem Gesicht, als sie sich an die kleine Bar gestellt hatten und betrachtete sie. "Du siehst schön aus, gar nicht mehr so böse.", grinste er sie frech an, nahm ihre zarte Hand in seine und küsste ihren Handrücken. Diese Geste hatte er schon einmal getan, um ihr seinen Schutz zu versprechen. Dieses Mal natürlich ohne in die Knie zu gehen, diente es dazu, sie daran zu erinnern das er an ihrer Seite war. Nebenher glitt sein Blick immer wieder durch die bunte Menge. Frauen mit viel zu knappen Kleidern tanzten auf der Tanzfläche so merkwürdige Tanzstile, dass sich Killian fragte ob sie bereits jetzt alle zu betrunken waren um überhaupt zu bemerken, wie sie dabei aussahen. Kerle prahlten mit ihren Freundinnen oder demonstrierten nur, wie wenig Alkohol sie vertrugen. Es war ein trauriger Anblick und doch fragte sich der Dunkelhaare wie es wohl wäre, einer von Ihnen zu sein. Ein Schüler oder Student ohne all diese Gewalt, das Blut und den Mord um sich herum. Wie wäre er geworden? Zu was für einem Menschen wäre er heran gewachsen? Seine Gedanken wurden allerdings direkt von einer Fremden unterbrochen. Aus Reflex hatte er bereits an seinen Gürtel hinten am Rücken gefasst, wo er seine Waffe aufbewahrte, damit sie niemand sah. Er konnte aber rechtzeitig abbrechen, als er erkannte das Anisa die Person kannte. Dennoch behielt er sie genau im Auge, ganz gleich wie betrunken sie auch war. Er äußerte sich nicht, lies die beiden Mädchen reden und als besagte Viola auf die Tanzfläche verschwand, hatte Killian Anisa ihr Getränk aus der Hand genommen. "Wir wissen nicht woher es kommt, selbst wenn Viola keine böse Absicht hat. Vertrau mir und lass Getränke heute sein, ich werde auch nichts Trinken." Um Anisa nicht komplett den Spaß zu verderben, setzte er ein leichtes Lächeln auf und hoffte die attraktive Rothaarige wusste sein Opfer zu schätzen, denn die Musik war für ihn eine absolute Zumutung. "Möchtest du mit mir Tanzen?"


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    • Zielstrebig war Anisa zur Bar gelaufen, sie wollte weg von dieser tanzenden Meute und brauchte Alkohol, sonst würde sie diesen Abend nicht überstehen. Sie hatte verflucht nochmal Angst und konnte sich nicht erklären, weshalb sie dem ganzen eigentlich zugestimmt hatte. Bevor Anisa sich etwas bestellen konnte, als sie die Bar mit schnellen Schritten erreicht hatte, unterbrach Killians kühlen Finger ihre verwirrten Gedanken. Verwundert blickte sie zu dem Dunkelhaarigen hinauf, dessen tiefe Stimme ein Kompliment aussprach. Okay, konnte man das überhaupt als Kompliment werten? Seufzend wollte sie etwas erwidern, da hob Killian aber schon ihre Hand und küsste ihren Handrücken. Perplex starrte sie ihn an, das war eine Geste, die nicht üblich für Menschen ihres Alters war. Jedoch verstand sie seine Geste, erinnerte sich daran zurück, als er ihr ein Versprechen gegeben hatte und sogar vor ihr nieder kniete. Ohne es zu verhindern, stieg ihr leichte Röte in die Wange, das war einfach nur peinlich! Hastig wandte sie sich um, um seinem Blick auszuweichen und zu überprüfen, ob sie jemand gesehen hatte, einige könnten sich Gott und die Welt zusammen reimen, jedoch blickte sie plötzlich in die rauchblauen Augen der Blondine, die sich an sie geschlichen hatte und ihr sofort ein Drink in die Hand gedrückt hatte. Etwas überfordert begann Anisa ein Gespräch, mit der angeheiterten Viola, bis sie davon gezerrt wurde.
      Viola war schon immer eine aufgedrehte Person gewesen, auch in während den Vorlesungen, konnte sie ihren Schnabel nicht halten. Eine richtige Tratschtante, die mit großer Wahrscheinlichkeit Anisa über Killian ausfragen würde, würden sie beide unter sich sein. Oder auch während der Vorlesung, die Anisa eigentlich gerne verfolgte. Anisa kannte die Blondine nicht sehr viel länger als Jaden. Und wenn man schon den attraktiven Blonden erwähnte... Wo war der Kerl eigentlich? Sonst immer wartete der Blonde vor dem Gebäude, bis die schöne Rothaarige eintraf und begleitete sie dann hinein. Erst gab er ihr ein Drink aus und schleifte sie dann zur Tanzfläche, bis er spät Abends gemeinsam mit ihr verschwand. Gerade als Anisa an dem Cocktail nippen wollte, den Viola ihr mitgebracht hatte, wurde ihr das Glas auch schon aus den Händen genommen. Verwirrt blickte sie zu Killian hinauf, der nun zwei Gläser in der Hand hielt und diese beiseite stellte. Schmollend blickte sie in die Menge zurück und hatte nicht sonderlich viel Lust, mit Killian zu sprechen. Sie war doch ohnehin nur auf dieser Party, damit Killian irgendwelchen Vermutungen nachstellen konnte. Als er aber plötzlich die schöne Rothaarige fragte, ob sie denn tanzen wollte, blickte sie ihn musternd an. Wollte sie denn den gesamten Abend nur an der Bar stehen und wie ein bockiges Mädchen in die Menge starren? Irgendwie musste sie sich ablenken und wenn ihr Alkohol nicht erlaubt war, dann wäre tanzen doch eine ganz nette Alternative. "Gern.", rang sie sich dann lächelnd zu antworten und betrat mit Killian die Tanzfläche. Innerhalb der tanzenden Menge wollte sie sich nicht aufhalten, lieber blieb sie am Rand des Geschehens und begann gemeinsam mit Killian sich im Takt der Musik zu bewegen. Es dauerte einige Minuten, bis sich die Rothaarige an den Beat gewöhnte, bis sie ihre Gedanken schweifen lassen konnte und sich ganz der Musik hingab. Im Rhythmus zur Musik tanzten ihre Hüften, ihre Augen auf Killian gerichtet und ihre Hände gleiteten an ihrem Körper oder hoch in den Himmel.
    • Auf Grund der geröteten Wangen musste Killian grinsen. Sie konnte es leugnen ob sie wollte oder nicht, aber auf eine verquere Art gefiel es ihr. In Italien waren Küsse nichts seltenes. Eigentlich kannte Kill kein kussfreudigeres Land als dieses und unter der Mafia bedeutete ein Kuss ohnehin tausend Dinge. Entweder Treue und Liebe oder den direkten Tod und Abschied. Ein küssender Italiener ist also eine heikle Angelegenheit, vielleicht macht sie auch das so interessant? Killian war kein Italiener, sondern Amerikaner aber da er so lange schon in dem sonnigen Land lebte, hatten die Gepflogenheiten eben auch bei ihm langsam angeschlagen. Nur das unhöfliche und rüpelhafte konnte man ihm einfach nicht austreiben. Sein engster Vertrauter, welcher ihn so vieles gelehrt hatte in der Mafia meinte einmal, dass man Killian von der Straße wegholen konnte, aber nicht die Straße und das Leben aus Killian bekam. Der Dunkelhaarige gab ihm damit Recht. Natürlich war Anisa alles andere als begeistert, dass er ihr für heute den Alkohol verbot. Dennoch machte er das nicht aus Spaß und er hoffte inständig, dass sie sich nicht wie eine verzogene Göre verhielt, auch wenn sie eben als solche erzogen wurde. Glücklicherweise konnte sie sich mit dem Angebot zum Tanz anfreunden und wurde gnädig gestimmt. Killian hingegen verfluchte gedanklich seinen Einfall, da ihm die Musik echte Depressionen bereitete, aber da musste er nun mal durch. Während sie beide tanzten, behielt Killian die Umgebung im Auge. Er sah sich jede Person zwei Mal an, analysierte jeden falschen Schritt und hoffte bald auf Ergebnisse zu treffen. Sein Hauptverdächtiger allerdings, dieser war nicht eingetroffen und genau das beunruhigte ihn. Hatte Killian etwas übersehen? War er zu leichtfertig an die Sache heran gegangen? Welches Puzzleteil fehlte ihm?


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    • Vergessen, das war es, was sie wollte. Allerdings fiel ihr hierzu der Alkohol, das Tanzen allein reichte ihr nicht und um ehrlich zu sein wollte sie einfach nur nachhause. Aber vielleicht war es besser, der erste Schritt, zurück zur Normalität. Inständig hoffte sie, das es ein einmaliges Erlebnis war, das sie kein weiteres Mal angegriffen werden würde. Aber bis sie das glaubte, würde es noch einige Zeit dauern. Gedankenverloren bewegte sie weiterhin ihre Hüften, bis sie eine plötzliche Berührung an ihrer Taille, bis zu ihren Hüften spürte. Es waren Jadens Hände, die ihren Körper berührten und sie mit einer geschmeidigen Drehung in seine Arme fallen ließ. Mit großen Augen starrte sie in die Augen des Blonden, die sie anfunkelten. Ein Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus und blickte zu Killian, der ihm gegenüber stand. "Hast du mich etwa wegen diesem Clown warten lassen, meine Schöne?", flüsterte er in ihr Ohr und ließ Killian nicht aus den Augen. Reflexartig wandte sie sich aus der Umklammerung und stieß den Blonden von sich, sie hatte noch nicht realisiert, um wen es sich handelte, der sie in seine Arme befördert hatte, bis sie ihn mit ausgebreiteten Armen vor sich stehen sah. "Was ist nur los, feurige Schönheit? Ich bin es doch nur.", grinste Jaden und steckte seine Hände lässig in seine Hosentaschen. Er trug eine schwarze Jeans und ein weißes Hemd, das er in die Hose gestopft hatte. Anisa suchte nach Worten, wusste nicht, was sie antworten sollte und starrte Jaden lediglich an, sie stand noch immer unter Schock. Jaden hingegen blieb lässig, sah Killian grinsend an und wandte seinen Blick dann zu Anisa. "Willst du tanzen, meine Schöne? Dann zeig ich dir, wie das mit einem richtigen Tanzpartner aussieht.", sagte er und streckte ihr seine Hand entgegen.
    • Es gab zwei Optionen wie Killian mit solchen Leuten umging. Die erste Möglichkeit war am einfachsten und ihm sogar am angenehmsten, er erschoss ihn einfach. Die zweite Alternative, welche ihn im Moment weniger reizte, aber nichts anderes übrig blieb war ihn zu ignorieren. Über solche Menschen regte sich der Dunkelhaarige glücklicherweise nicht mehr auf, da hätte er auch echt was zu tun, da ihm der Großteil der Bevölkerung auf diesem Planeten auf den Sack ging. Sein Blick schweifte lediglich emotionslos, wie er es von seiner Arbeit her kannte zu Jaden. Ja, das war es hier auch:Arbeit. Er durfte seine Fassung nicht verlieren, immerhin musste er Anisa beschützen, vor allem wenn die Person auftauchte die er unter Verdacht hatte. Dieser blonde Affe war der einzige Mensch der nah genug an die rothaarige Prinzessin heran kam, er durfte in ihr Schlafzimmer und er hatte sich ihr Vertrauen erschlichen. Wer hätte sonst so viele Chancen und Optionen? Jedenfalls war er der Grund weshalb Killian hauptsächlich auf diese Party wollte, ganz gleich das er diesen Golden Retriever nicht ausstehen konnte. Killian wusste schon warum er eher der Katzentyp war. Eine innerliche Genugtung war es allerdings tatsächlich, dass Anisa sich vor Schreck zuerst von dem Kerl gestoßen hatte. Am liebsten hätte Killian ihn ja ausgelacht, aber das würde seiner Autorität schaden, die er wahren musste, wenn hier auch noch andere Feinde waren, die nur auf eine Blöße von dem Auftragskiller der Astolfos warteten. "Welch Wortgewalt, dafür hast du lange geübt oder?", antwortete Killian daher in einem so kalten und herablassenden Ton, wie er es von seinem Charakter eben gewohnt war. Lediglich mit Anisa, John und ein paar Auserwählten der Familie sprach er deutlich anders. Sonst war diese Tonlage sein Gebrauch.

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    • Es dauerte etwas, bis Anisa realisierte, wen sie da eigentlich vor sich hatte. Nur Jaden, es war nur Jaden, niemand anderes. Niemand, der sie entführen wollte, niemand der sie erschießen oder foltern wollte, ein angenehmer Gedanke, aber der Schock saß noch immer, weshalb sie einige Sekunden wie ein verschrecktes Reh den Blonden anstarrte. Jaden hingegen blieb lässig und grinste die attraktive Frau und seinen Rivalen an. Von Killian ließ sich der Blonde nicht einschüchtern, behielt weiterhin lässig seine Hände in den Hosentaschen und musterte den Dunkelhaarigen von Kopf bis Fuß. "Ist das jetzt etwa dein Freund?", fragte er die Rothaarige, die ihren Blick von Jaden, zu Killian wandte. Mit hoch gezogenen Augenbrauen wandte sie sich wieder Jaden zu, der ihr zufrieden entgegnete: "Das bedeutet wohl Nein.". Ob Jaden ein normaler Student war, der sich lediglich für die Rothaarige interessierte, war schwer zu sagen. Er benahm sich schon beim ersten Treffen auf Killian merkwürdig, spielte weiterhin seine Rolle als eifersüchtiger Mann und versuchte weiterhin der Rothaarigen näher zu kommen. "Hast du meine Nachrichten denn nicht bekommen?", fragte Jaden dann, woraufhin Anisa wieder mit ihren Gedanken zurück an den schrecklichen Abend dachte. Ihr Handy hatte sie in ihrer Wohnung zurück gelassen, erst als Killian sie wieder bei ihrem Vater absetzte, hatte er ihr ein neues geschenkt, mit all den Kontakten, die sie zuvor auch schon eingespeichert hatte, ebenso wie die Nachrichten zu sehen waren, die sie verpasst hatte. In keiner Sekunde hatte sie ihr Handy in die Hand genommen, wollte nicht sehen wer sie angerufen oder ihr geschrieben hatte. "Tut mir leid.", seufzte sie dann. "Ich hab mich so auf die bevorstehenden Klausuren konzentriert, das ich mein Handy seit Tagen nicht mehr angerührt habe.", log die Rothaarige, was ein Leichtes für sie war. "Ach wirklich?", grinste Jaden. "Dann hoffe ich, das du lange genug gelernt hast, denn ich werde dir die nächsten Tage versüßen.". "Das glaube ich nicht.", antwortete Anisa und stemmte ihre Hand an ihre Hüfte. "Oh! Da bist du ja! Anisa, ich hab dich die ganze Zeit gesucht.", hörte man plötzlich Viola rufen, die hinter Jaden hervortrat und griff nach der Hand der Rothaarigen. "Es ist doch wohl in Ordnung, wenn ich meine Freundin für einen Moment entführe, oder?".

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    • Langsam aber sich fragte sich Killian tatsächlich ob das so eine gute Idee war, was er hier vor hatte. Die Gefahr war groß, er hatte keine Ahnung wer der Feind war und er konnte nicht mal eben jeden Verdächtigen das Licht ausknipsen, nur weil ihn dieser schräg ansah. Wenn es nämlich danach ginge, hätte er alleine schon den blonden Idioten mehr als nur einmal abgeknallt. Allerdings war das eine Herausforderung und während die Vernunft in ihm schimpfte über sein Verhalten, war sein Instinkt in voller Alarmbereitschaft. Überwältigt vom Adrenalin und der Herausforderung. Das war es was er an seinem Job so liebte und genau das war es auch was ihm an sich solche Angst machte. War es wirklich was alle von ihm dachten? Ein eiskalter Mörder, ein Monster? Ja ... höchstwahrscheinlich.
      Er beobachtete lediglich das Gespräch zwischen Anisa und dem Vollidioten, an dem er gedanklich hunderte Methoden übte um ihm eine rein zuhauen. Um ehrlich zu sein, war es ja ganz allein die Sache der Rothaarigen mit wem sie sich rum trieb. Aber mal ehrlich der Typ? Er wollte sie nicht in den Armen diesen Golden Retrievers sehen. Umso mehr erfreute ihn die erneute Reaktion der hübschen Mafia Prinzessin. Gott, war es albern das er gerade mehr als nur Stolz auf die Abfuhr von ihr war? Er sollte vielleicht ihr einen Orden verleihen. Er merkte erst jetzt wie nachlässig er wurde, als Anisa an der Hand von jemanden geschnappt wurde. Reflexartig hatte er den Arm der Blonden gegriffen, welche Anisa mitnehmen wollte. "Ich habe tatsächlich etwas dagegen. Anisa schuldet mir noch einen Tanz.", Ihm kam besagte Viola plötzlich viel zu nüchtern vor ...
      Er schnappte sich die zarte Hand von Anisa und zog sie grinsend von der Gruppe weg. Ja, es war ziemlich mies von ihm das jetzt einfach zu entscheiden. Kill hoffte aber inständig das Anisa verstand, immerhin war das Lied welches jetzt kam eine Nummer für sich.
      Der attraktive Dunkelhaarige konnte gar nicht anders als Anisa an sich zu drücken, während er mit ihr auf der Tanzfläche stand. "Der einzige der dich heute entführt werde ich sein. Ich lasse es nicht zu, dass man dich mit nimmt."
      Doch so weit kam er nicht, denn plötzlich ertönte ein lauter Schrei, der nach besagter Blondine von vorhin klang. Noch während die Musik erklang, welche so schrecklich passend war, war Anisa nach draußen gerannt, gefolgt von einer Menge in der Killian sie verlor.
      "Verdammt...ANISA!", er rannte ihr sofort nach, aber sowohl von der Blonden als auch Anisa war jegliche Spur verloren.
      Das durfte nicht wahr sein ...



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    • Das plötzlich auch Viola wieder auftauchte, brachte die Rothaarige völlig durcheinander. Soweit sie sich richtig erinnerte, konnte die Blondine den Studenten in keinster Weise ausstehen, sonst immer näherte sie sich diesem Kerl keine fünf Meter. Vielleicht war es aber auch nur ihr kleines Hirn, das mit allem so überfordert ist, das sie keine Ahnung hatte, wie sie sich nun verhalten sollte, war sie in der Öffentlichkeit. War es traurig, das die sonst so aufgeschlossene Rothaarige sich wieder in verschlossene vier Wände wünschte? Sie war einfach nur etwas überfordert, das war alles. Bevor Anisa auch nur auf Viola reagieren konnte, sah sie auch schon die große Hand an dem schmalen Handgelenk der Blonden, Killian hatte nach ihr gegriffen und sie somit in ihrer Bewegung gestoppt. "Hey! Was bildest du dir überhaupt ein!", fauchte die Blondine und entriss sich aus dem festen Griff. "Na dieses Spiel kennst du doch von den vielen Männern, mit denen du immer wieder ins Bett hüpfst.", grinste Jaden, der noch nach der Hand der Rothaarigen greifen wollte, jedoch von Killian bereits mitgezogen wurde. "Killian?", sagte Anisa lediglich überrascht und blickte zu ihm hinauf, der sie mit sich in Richtung Tanzfläche zog. Die Rothaarige wusste, das er sie nur weg von den zwei blonden Geschöpfen bringen wollte, dieses Geschwafel würde er sich nicht lange antun. Verwirrt folgte sie dem Dunkelhaarigen und fand sich eng an seinem Körper wieder. "Auch nur bei dir, würde ich es zulassen.", antwortete die Rothaarige mit einem angedeuteten Grinsen, auf ihren Lippen.
      Der plötzliche Schrei, ging der Rothaarigen durch Mark und Bein und verleitete sie dazu, von Killian abzulassen. Voller Angst blickte sie sich um, wusste nicht wohin mit ihr, bis sie Viola in der Ferne sah, die ihr ein Zeichen gab, ihr zu folgen. Es war so, als wäre Anisas Gehirn plötzlich ausgefallen, als hätte sie vergessen, mit wem sie auf dieser Party wer und das Killian derjenige war, der sie eigentlich beschützte. Ihre Gedanken aber um die Blondine, das ihr etwas zugestoßen sein könnte und die Tatsache, das sie am Ausgang stand, verwirrte sie. Anisa konnte nicht Klar denken, das einzige was sie wusste war, das sie Viola folgen musste, nur war da die Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, nicht von Killians Seite zu weichen. Jedoch stürmten die Studenten bereits in Richtung Ausgang und rissen die Rothaarige mit, erst als sie Viola erreichte, spürte sie die schmale Hand der Blonden, die sie vom Gelände zerrte. Immer wieder verlangte Anisa nach Antworten, fragte, ob der Blondine etwas zugestoßen war, jedoch erhielt sie keine Antworten. Erst als die Blondine mit der Rothaarigen eine ordentliche Streckte zurück gelegt hatte, kam sie zu stehen, ein Wunder war es, das sie in diesen hohen Schuhen so schnell rennen konnte. "Viola verdammt! Was ist gerade passiert?! Geht es dir gut!?", fragte Anisa panisch und schüttelte die Blondine an ihren schmalen Schultern. "Ich weiß auch nicht. Es war plötzlich...", antwortete Viola wirr und stockte in ihrem Satz, als plötzlich ein schwarzes Auto mit getönten Scheiben vorfuhr. "Lass uns verschwinden. Schnell.", sagte Anisa panisch, als sie dem Blick ihrer Studentenfreundin folgte und das schwarze Auto realisierte, das mit quietschenden Reifen neben ihnen zum Stoppen kam. Die Hintertüren wurden aufgerissen und plötzlich spürte Anisa, wie etwas in ihr Gesicht drückte. Einen süßlichen Geruch vernahm sie und begann um sich zu schlagen und merkte, das es Chloroform war, das ihr mit einem Tuch ins Gesicht gedrückt wurde und merkte nur langsam, wie die Bewusstlosigkeit eintrat. Die nun bewusstlose Frau wurde von der Blonden und von zwei weiteren Männern in das Auto verfrachtet, das sofort losfuhr, nachdem die Türen geschlossen wurden.
    • Das er nicht gerade zärtlich nach dem Handgelenk der Blonden geschnappt hatte um sie von Anisa fern zu halten, war ihm herzlich egal. Er war nicht hier um sich Freunde zu machen, sondern um Anisa zu beschützen. Das die Blondine die vor nicht einmal 10 Minuten sturzbetrunken und nun komplett nüchtern war erschien Killian merkwürdig. Er lag mit seiner Intuition meistens richtig und irgendetwas sagte ihm, er musste sich vor der Frau hüten. Nicht weil sie ihm gefährlich wurde, sondern weil sie nicht so unschuldig war, wie sie tat. Wer sagte den das ihre Angreifer Männer sein mussten? Natürlich klang das alles unglaublich paranoid, aber nach all der Zeit die Killian schon dieser Arbeit nachging, verhielt er sich nicht ohne Grund so. Würde er diese Skepsis nicht gegenüber jedem aufbauen, bis sie ihm das Gegenteil bewiesen, hätte er schon längst das zeitliche gesegnet oder wie sagte man so klischeehaft in den alten Mafiafilmen, er würde mit den Fischen schlafen. So hatte er Anisa also von der Gruppe weggeführt, sehr zum Protest aller Beteiligten der Gruppe. Die Rothaarige hingegen war überraschend aufgeschlossen für seine Idee. Vielleicht wurde ihr das hier inzwischen selbst zu blöd, was er sehr begrüßen würde. Mit Sicherheit war Anisa heute deutlich lieber über all anders als hier, aber die Party war die beste Möglichkeit ihre Verfolger zu entlarven. Das sich Killian all das zu leicht machte, würde er bereuen. Irgendetwas in ihm schrie praktisch mit einem Lautsprecher in sein Ohr, dass es viel zu ruhig war. Irgendetwas stimmte nicht und er wartete förmlich darauf, dass ein Unglück geschah, doch es passierte nichts. Immer und immer wieder alarmierte ihn seine innere Stimme, dass er das Gefühl hatte allein von seinen Gedanken bald taub zu werden. Wo waren ihre Feinde? Was würden sie tun? Sollte er all das nicht lieber abblasen und verschwinden?
      Um sich selbst nicht im Weg zu sein, hatte er Anisa nah an seinen Körper gezogen. Nahm den Geruch ihres Parfüms war, schnurrte ihr zärtliche Worte ins Ohr, während ihre Ohrringe bei jeder Bewegung klimperten. Sie konnten aber dieses Moment nicht auskosten und Killian verfluchte sich selbst dafür, dass er nicht auf seine innere Stimme gehört hatte, als ein lauter markerschütternder Schrei durch die komplette Tanzfläche hallte und selbst die Musik übertönte, die augenblicklich verstummte. Gerade als Kill nach seiner weiblichen Begleitung greifen wollte, war diese in der panischen Menge verschwunden.
      Fluchend boxte sich Killian zum Ausgang, während die ganze Menschenmasse dies ebenfalls versuchte. Verdammt, verdammt, VERDAMMT! Ihm war es egal das er ein paar Kerle zur Seite schmiss als er aus der Tür rannte, er musste Anisa finden. Da konnten ihm irgendwelche fluchenden Footballspieler echt gestohlen bleiben. Unpassend panisch blickte er von der einen zur anderen Richtung, kaum war er draußen in der Dunkelheit angekommen. Seine Ohren pochten noch von der Musik in der Halle und ihm war erschreckend schwindelig. "Fuck!", fluchend rannte er weiter, bis er weiter Abseits ein Auto entdeckte, dass mit voller Geschwindigkeit davon raste. Schnell griff er nach seinem Handy und wählte direkt eine Nummer, welche er schneller im Zwischenspeicher eingeben konnte als die von John Astolfo, dass sollte schon etwas heißen. Er musste jetzt deutlich schneller sein als die Gegner.
      Glücklicherweise ging sein Gesprächspartner direkt an das Handy.
      "Lev ... ich brauche deine Hilfe."


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    • Anisa wusste nicht was um sie geschah. Etwas fremdes legte sich um ihr schönes Gesicht und ein süßlicher Geruch machte sich breit. Chloroform... Bevor Anisa das Bewusstsein verlor, versuchte sie nach der Blondine zu rufen, nur leider verschluckte der feste Griff ihre Worte. Immer wieder fragte sich Anisa, ob Viola davon rennen konnte, ob sie in Sicherheit war. Das Viola hinter dem ganzen steckte, ahnte sie noch nicht, immerhin hatte die Blondine ihr Vertrauen erlangt, sich still und heimlich in ihr Leben gemischt. Das einzige was Anisa noch wusste war, wie sie eng umschlungen mit Killian auf der Tanzfläche standen und dem Lied lauschten. Er sagte, er würde der einzige sein, der sie diesen Abend entführen würde, würde es nicht zulassen, das sie jemandem in die Hände gelang. Und nun? Wo war er? Folgte er ihr bereits? Plötzlich spürte sie, wie sie den Halt unter ihren Füßen verlor, sie schwebte. Jemand trug sie... war es der junge von damals? Killian? Anisa realisierte nichts von all dem, was gerade geschah, sie spürte lediglich, wie ihr Körper in ein Auto getragen wurde und hörte noch die quietschenden Reifen und dann hörte und spürte sie nichts mehr.
      Viola, die sich auf den Beifahrersitz gesetzt hatte, nachdem sie mithilfe der breitgebauten Männer die Astolfo Tochter auf den Rücksitz trugen, ließ das Fenster hinunter und sich hinaus beugte, um dem Dunkelhaarigen den Mittelfinger und lachend die Zunge heraus zu strecken. Natürlich waren sie so intelligent gewesen, um das Auto ohne erkennbares Kennzeichen zu fahren. Sogar Jaden schien wie vom Erdboden verschluckt zu sein, der Blonde war nirgends mehr aufzufinden, er hatte sich ebenfalls aus dem Staub gemacht.
    • Gerade als er noch die Hoffnung hatte, er könnte das Auto erreichen fuhr es auch schon mit Höchstgeschwindigkeit davon. Er bemerkte wie jemand während er nach seinem Handy gekramt hatte, aus dem dunkel getönten Fenster blickte und ihm lachend direkt in die Augen sah. Er würde sie nicht einfach davon kommen lassen! Er hatte seine Waffe gezückt und zielte genau auf das fahrende Auto. Er würde zwar das Auto nicht aufhalten können, aber er würde Ihnen ein Souvenir hinterlassen, bevor er sie holen kommen würde. Das schwor er sich! Killian war für seine Schützenfähigkeit bekannt und berühmt. Er konnte zwischen die Augen eines Menschen zielen, auch bei großer Entfernung und auch hier würde er genau das tun. Diese Schlacht hatten sie gewonnen, aber der Krieg war nicht dabei. Er würde Anisa retten und wenn es ihn umbrachte. Mit einem gezielten Abzug hatte er der Blonden welche aus dem Fenster gesehen hatte, tatsächlich direkt in die Stirn geschossen. Laute Stimmen ertönten und das Auto wurde noch schneller als ohnehin schon, bis es komplett aus seinem Blickfeld verschwand. Killian hatte diesen Kampf verloren, aber untergehen würde er nicht.
      "Anisa ...", flüsterte er leise und trat mit voller Wucht eine leere Bierdose welche vor dem Schulgebäude herum lag. Verdammte scheiße! Er hätte besser auf sie aufpassen müssen, er hätte sie beschützen müssen! Kaum hatte er endlich Lev an das Handy bekommen, forderte er ihn auf das Handy von Anisa zu orten. Mit viel Glück würden diese Leute nicht auf die Idee kommen, dass Anisa noch ihr Handy bei sich trug und wenn sie es bemerkte, dann würde er vielleicht noch rechtzeitig erfahren, wohin sie die rothaarige Schönheit gebracht hatten.
      "Ich schicke dir sämtliche Koordinaten aufs Handy. Ach und Kill? Sei vorsichtig, diesen Kampf könntest selbst du verlieren." damit hatte eine russisch klingende Stimme das Gespräch beendet und es dauerte keine 10 Sekunden da hatte der Dunkelhaarige bereits eine Karte und einen fahrenden GPS-Punkt darauf abgelichtet, der sich immer weiter fortbewegte. Schnell rannte Killian über die Straße, sie wurden hier her gefahren demnach hatte er kein Auto, aber das störte ihn nicht. Der erst beste Wagen welcher auf dem Parkplatz stand, hatte er sich unter den Nagel gerissen, die Kabel kurz geschlossen nachdem er den Wagen aufgebrochen hatte was natürlich für unheimlichen Lärm sorgte während er davon fuhr. Immer wieder wanderte sein Blick zu dem sich bewegenden grünen Punkt. Seine Gedanken kreisten allein um Anisa und auch wenn er nicht gläubig war, betete er das er nicht zu spät war. Er bezweifelte das sie Anisa töteten, da sie ein Druckmittel für John Astolfo als auch für Killian benötigten, aber wenn Killian eins gelernt hatte, dann niemals an dem Wahnsinn eines Menschen zu zweifeln. Dennoch war es seine Schuld, dass es soweit gekommen ist...
      Fluchend haute er auf das Lenkrad, während er versuchte den Ort zu finden an den sie Anisa gebracht hatten.


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    • Viola wollte provozieren, ließ das Fenster sinken und streckte dem Dunkelhaarigen nicht nur ihren schlanken Mittelfinger, sondern auch ihre Zunge entgegen, damit büßte sie mit ihrem Leben. Killian verfehlte nie und auch die Blondine hatte er nicht verfehlt, die nicht mehr lachte, sondern leblos im Wagen zusammensackte. "Fuck!", schrie der Fahrer und drückte aufs Gas und schloss das Fenster auf der Beifahrerseite. Mit Höchstgeschwindigkeiten fuhr der Mann aus Venedig, eine gute Stunde fuhr er die Straßen entlang, um sich von Venedig zu entfernen.
      Ihr Kopf schmerzte und ihre Sicht verschwommen. Anisa hatte nicht die leiseste Ahnung wo sie war, das einzige was sie spürte waren ihre Knöchel und Handgelenke, die an etwas kaltem gefesselt waren. Es fühlte sich an wie ein Rohr, das aus dem Boden hinausragte und in der Decke wieder verschwand. Blinzelt drehte sie ihren Kopf, schweifte mit ihren Augen durch den Raum, der völlig leer war, abgesehen von einem metallischen, schwer aussehenden Stuhl, der mitten im Raum positioniert war, davor ein Kamerastativ. Nur schwer konnte sich die Rothaarige daran erinnern, was passiert war, bevor sie das Bewusstsein verlor. Gemeinsam mit Killian war sie auf diese Party gegangen und irgendwann tauchten Viola und auch Jaden auf. Viola... Wo war sie? Hatte sie nicht ihre Stimme gehört, die qualvoll schrie, als sie eng an Killian geschlungen war? Und was war mit Killian? Chloroform. Sie wurde mit Chloroform ausgeschaltet und nun fand sie sich auf dem kalten Boden wieder. "Na sieh mal an, die Prinzessin ist wach.", hörte man eine tiefe Stimme sagen, die durch den fast leeren Raum hallte. Ein Mann, hochgewachsen und breit gebaut, mit dunklen Haaren und mittleren Alters. Wer dieser Mann war, wusste sie nicht. Er war gut gekleidet, trug einen schwarzen, makellosen Anzug in schwarz und einem weißen Hemd darunter. Der Unbekannte sprach mit ihr, ging vor sie in die Hocke und griff nach ihrem Kinn und zwang sie, ihn anzusehen. Anisa war noch immer benebelt, wusste nicht, wo sie war, wusste nicht was hier vor sich ging und spürte nur ihren pochenden Schädel. Der Mann rief nach jemanden, woraufhin zwei weitere Männer den Raum betraten, die Fessel an dem kalten Rohr lösten und sie auf dem Stuhl platzierten. Die Fessel an ihrem Handgelenk und Knöchel waren noch immer fest verschlossen. Unerwartet blitzte die Kamera auf, die jemand am Stativ befestigt hatte und ein Foto der Frau schoss. "Noch bist du ein so schönes Geschöpf. Wir wollen doch nicht, das sich das ändert, oder?", sagte der Unbekannte grinsend und betrachtete das Foto, das von Anisa geschossen wurde.
      "Ich weiß nichts...", murmelte Anisa irgendwann, als sie wieder zu klaren Verstand fand. "Halt die Klappe.", sagte er und näherte sich wieder der schönen Rothaarigen. "Wir wissen beide, das du lügst.", raunte er in ihr Ohr, als er hinter sie getreten war und ihre schmalen Schultern mit seinen großen Händen umschloss. "Es wäre eine Vergeudung, dich zu foltern, bis du damit rausrückst, was wir wissen wollen. Ich kenne da ein verdammt gutes Mittel, das dir auf die Sprünge hilft. Umso stärker du dich wehrst, umso aufregender ist es.", hörte Anisa den Fremden nah an ihrem Ohr sprechen. Sie spürte seinen heißen Atmen in ihrem Nacken und seine Hände, die ihre Schultern umschlossen. Tränen sammelten sich in ihren Augen und liefen ihr über die Wangen.
      Nach einigen Minuten wurde erneut ein Foto geschossen, von einer schönen Rothaarigen, deren Make-up bereits durch ihre Tränen verlaufen war, ihre Augen gequollen vom ganzen Weinen. Sogar ihre Lippe war aufgeplatzt, denn sie gehorchte nicht, antwortete nicht und wurde bereits mit der flachen Hand bestraft. Das Foto wurde unverzüglich an Killians und John Astolfos Handy gesendet, ohne das sie irgendwelche Spuren hinterließen.
    • Ganz gleich ob er nun einen Feind weniger hatte oder nicht, er hatte es zugelassen das sie Anisa mitnahmen. Vor seinen Augen unter seiner Aufsicht, hatten sie die Rothaarige einfach einführt. Killian könnte sich Ohrfeigen. Er würde jede Strafe welche John Astolfo ihm auferlegen würde ohne Murren akzeptieren. Es war seine Schuld und er würde alles daran setzen Anisa lebend wieder zu bekommen. Er hatte einen seiner Kontaktmänner, den Informanten und Technikgenie Lev darum gebeten das Handy von Anisa zu orten. Glücklicherweise waren seine Gegner bei ihrer Entführung genauso fahrlässig wie Killian selbst gewesen und hatten zwar ihre Handys berücksichtigt, aber nicht das von ihrer Gefangenen. Für diesen Fehler war der attraktive Auftragskiller mehr als nur dankbar. Natürlich war es nicht die feine Art mal eben einen Wagen zu klauen, aber erstens war Killian noch nie an gute Sitten interessiert gewesen und zweitens hatte er es eilig. Glücklicherweise konnte er dank Lev auf meinem schwarzen Smartphone den sich bewegenden Punkt verfolgen. Soweit ich Kill erinnerte war die Gegend in die sie sich bewegten eine Art Lagerplatz für Frachtcontainer bei Schiffen. Wie klischeehaft. Gerade als er mehr aufs Gas drückte, wurde ihm eine Nachricht angezeigt. Da er den Absender der Nummer nicht kannte und dieser sich sicherlich nicht zurück verfolgen lies, ahnte er schon nichts gutes. Dennoch drückte er auf die anhängende Datei, während er mit einer Hand das Lenkrad des schwarzen Audis das er sich geklaut hatte mehr schlecht als Recht durch Schleichwege führte. Wenigstens hatte er sich da einen vernünftigen Wagen geklaut. Seine Augen weiteten sich geschockt als er die Bilder erblickte, die man ihm gesendet hatte. Er hatte damit gerechnet, aber er verfluchte seine Intuition dafür, dass er gerade mit etwas Recht behalten musste. Seine Vermutung aufgezeigt bekommen, war eine andere Hausnummer. Die schönen Lippen von Anisa waren aufgeplatzt, überall in ihrem zarten Gesicht waren Prellungen, Blutergüsse und selbst ihre Kleidung zerrissen. "Bastarde!", fluchend fuhr er direkt schneller, als schon sein Handy klingelte. Natürlich würde John Astolfo darauf reagieren. Killian hatte den Lautsprecher über das Bluetooth des Wagens aktiviert und bevor der Alte auch nur ansatzweise etwas sagen konnte, hatte Kill seine Stimme erhoben. "Ich kann nicht reden alter Mann. Ich muss jemanden töten, vertrau mir. Ich lasse sie damit nicht durchkommen." Er drückte auf den roten Icon auf dem Display und analysierte die Bilder erneut. Der Hintergrund deutete tatsächlich auf eine Lagerhalle. Killian schien mit seiner Vermutung Recht zu behalten. Er hatte den Wagen abseits des großen Frachtplatzes geparkt, gut versteckt hinter Bäumen, während er sich über den Platz schlich. In seiner einen Hand hielt er das Handy, welches ihm die Position von Anisa verriet und in der anderen Hand seine Waffe. Er musste vorsichtig sein.
      "Anisa.", flüsterte er leise zu sich. Er würde sie da raus holen und wenn es ihn umbrachte.


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    • Die Stunden verstrichen nur langsam und Anisa befand sich noch immer in der fremden Umgebung. Immer wieder wechselten die Männer ihre Befragung und wollten alle das gleiche Wissen. Wo befand sich der große John Astolfo und was war sein Plan? Es war so vieles und so verschiedenes was sie wissen wollten und zu allen Fragen wusste Anisa die Antwort nicht, nur eine wusste sie und zwar, wo sich ihr Vater befand. Dieses Wissen würde sie allerdings mit ihr Grab nehmen und sagte wiederholte ihren Satz 'Ich weiß es nicht'. Es wurde an ihren Haaren gezogen, nach ihr geschlagen und irgendwann schmeckte sie das Blut, das an ihrer Lippe klebte. Es war ein wahrer Alptraum, aus dem die Rothaarige endlich erwachen wollte und zwar in den schützenden Armen des Dunkelhaarigen. Ob er denn bereits nach ihr suchte? Und wenn er dies tat, wusste er, wo sie sich befand? Einige Minuten vergingen, in denen Anisa schweigend auf den Boden starrte, während ihr die Tränen an den Wangen hinunter liefen und zu Boden tropften, bis erneut jemand das Zimmer betrat, indem sie gefangen gehalten wurde. "Du bist also die Tochter des großen John Astolfo.", sagte der Mann im weißen Anzug feststellend und trat näher an den zerbrechlichen Körper. "Sieh mich an.", sagte er kalt und stoppte vor Anisa, die sich keinen Zentimeter rührte. "Sieh mich an!", forderte er sie erneut auf und griff unsanft nach ihrem Kinn und drehte ihr Gesicht zu sich hinauf und musterte sie. "Es stimmt also. Du hast nicht nur ihre Haare, sondern auch ihr Gesicht. Du bist Camilla wie aus dem Gesicht geschnitten.", sagte der Fremde grinsend und betrachtete weiterhin Anisa, deren Wut man förmlich in ihren Augen auflodern sehen konnte. Verächtlich lachend ließ er von der Rothaarigen ab und entfernte sich wieder einige Schritte, während Anisa vor sich hin fluchte. Camilla, ihre Mutter. Dieser Mann kannte ihre Mutter? War das ihr Mörder? "Sie war wunderschön und hatte ein genauso vorlautes Mundwerk wie du.", erzählte er. Wutentbrannt riss Anisa an den Fesseln um ihre schmalen Handgelenke und ihren Knöcheln, die sich jedoch nur fester zogen, als das sie etwas dagegen bewirken konnte. "Du verdammter Bastard! Sprich mit deinem dreckigen Mund nicht über meine Mutter! Wer verdammt bist du!", schrie sie dem Mann entgegen, der sich mit seinem typischen Grinsen zu ihr wandte. "Du kennst mich nicht? Oh, das beleidigt mich! Dein Vater hat kein Wort über mich verloren, oder?", sagte er gespielt empört. "Francesco, ein guter Freund, deines Vaters.", grinste er wieder und näherte sich der Rothaarigen erneut. "Mädchen, wenn du nicht mit der Sprache heraus rückst, weiß ich noch eine ganz andere Methode, um dich zum reden zu bringen.", sagte er dann, als er seine Hand über ihre Wange gleiten ließ und sie angewidert zurück schreckte. Verächtlich spuckte Anisa Francesco vor die teuren Krokodilleder Schuhe und spürte keine Sekunde später, wie sich ein Schmerz mit einem klatschenden Geräusch in ihr Gesicht drückte. Francesco schlug mit der flachen Hand zu, richtete danach seinen Sakko und verließ den Raum. Kurzerhand später betraten drei Männer den Raum, einer steuerte zur Kamera, die er einschaltete und gesellte sich zu den anderen zwei, die sich um Anisa herum stellten. Das gesamte Gelände wurde bewacht, unzählige Männer warteten nur auf den Mann, der Anisa versuchte zu befreien.
    • Natürlich wusste Killian das er den Leuten welche Anisa entführten geradewegs ins Messer lief. Eigentlich servierte er sich praktisch auf dem Silbertablett. Killian war kein unbeschriebenes Blatt in der Unterwelt. Man kannte den schönen Mann der ohne mit der Wimper zu zucken tötete, der für einen Auftrag mit jemanden ins Bett stieg und der aus jeder Lage irgendwie lebendig heraus kam. Sie wussten sicherlich das er irgendwie einen Weg finden würde um die schöne Rothaarige zu finden. Als er den Platz der Lagerhallen fand und nun auch wusste in welcher er sich befand, stand er noch einen Moment abseits. Er wusste das er sich beeilen musste und jede Minute für Anisa entscheidend war. Er konnte aber nicht blindlings einfach in diese Halle stürmen. Seufzend fuhr er sich durch das dunkle Haar und zermarterte sich das Hirn, wie genau er nun vorgehen sollte. Wäre das ein Mordauftrag wäre die Sache so viel einfacher, er musste bislang niemanden beschützen. Es war das erste Mal das er jemanden lebend aus einem Auftrag hinaus bekommen musste. Was sollte er tun? Er hatte zwar die Koordinaten an John Astolfo weiter geleitet, aber es würde dauern bis die anderen eintrafen. Er musste Zeit schinden ...
      Seine goldenen Augen wanderten an der Lagerhalle entlang, hinauf zu einem Dachfenster. Auf leisen Sohlen stieg er von einigen Kisten welche am Haus angelehnt waren hinauf an der Wand, hangelte sich an der Dachrinne hinauf und verfluchte in jeder Sekunde seine Raucherlunge. Gott, wenn das vorbei war würde er erst einmal Urlaub beantragen. Kill versuchte so leise wie möglich an dem Hausdach entlang zu laufen, wäre beinahe ausgerutscht und konnte sich gerade noch fest heben bevor er von dem Dach der Halle stürzte. Hätte ihm auch gerade noch gefehlt. Schönen fucking Dank auch John Astolfo! Warum zur Hölle musste er auch den Bodyguard mimen? Wegen ihm war Anisa verletzt worden. Er positionierte sich am Fenster und konnte von dort aus die Halle überblicken. Unter einer schäbigen Lampe die eindeutig bessere Tage gesehen hatte, war ein Stuhl auf welchem jemand saß. Anisa! Die rothaarige Schönheit war zugerichtet worden. Sie blutete, sah schlimmer aus wie auf den Bildern und um sie herum standen schmierig grinsende Männer, die eine Kamera positionierten. Killian versuchte ruhig zu bleiben, sie lebte immerhin noch. Sein Blick wanderte zum Ausgang der Hallo, dort warteten bereits Männer mit Waffen. Hatten sie echt geglaubt er komme zur Tür herein? Nun gut auf dieses Dach zu steigen war auch eine Kunst für sich, aber mal ehrlich er dachte er hätte einen deutlich besseren Ruf. Es war nur die Frage was er tun sollte ...
      Würde er von hier einen erschießen, würden direkt die anderen ihre Waffe auf Anisa richten und er könnte nicht verhindern, was eintreffen würde. Er brauchte Zeit ... er musste sich Zeit kaufen, bis die anderen da waren.


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    • Panisch blickte Anisa in die lustvollen Augen, als der Mann Namens Francesco den Raum verlassen hatte und nun diese Männer sie umzingelten. "Fass mich nicht an!", fauchte sie einem entgegen, der ihre schmale Schulter umgriff. Widerlich, so fühlte Anisa sich, als diese Männer sie so lüsternd anstarrten, während sie hilflos auf diesem Stuhl gefesselt war. Das einzige was sie tat war zu heulen wie ein Schlosshund und an den Fesseln zu zerren, die sich immer weiter in ihre zarte Haut schnitten. "Das macht es nur noch aufregender.", hörte sie eine rauchige Stimme an ihrem Ohr sagen. "Lasst mich los!", schluchzte sie. "Ich mache alles, nur bitte, bindet mich los!", schluchzte Anisa in der Hoffnung, so ihre Freiheit zu erlangen. Es war mehr als nur unwahrscheinlich, das sie diesen Männern davon laufen konnte, erst Recht nachdem ihr bereits alles schmerzte und diese verfluchten Fesseln sich immer weiter in ihre Haut schnitten, aber das war ihre einzige Möglichkeit, wenn sie flüchten wollte. Sie musste alles daran setzen, um lebend von diesem Ort zu verschwinden. Ohnehin würde sie sterben, das wusste sie, egal ob es der Versuch bei ihrer Flucht war oder nach dieser Vergewaltigung. "Bitte.", flehte Anisa mit Tränen überströmten Gesicht und spürte einen Daumen, der über ihre aufgeplatzte Lippe strich. "Eine falsche Bewegung und du bist tot.", sagte einer der Männer erregt und griff nach den Fesseln, die um die Knöchel der Rothaarigen gebunden waren. Anisa spürte sich das Seil um ihre Knöchel lockerte, allerdings wurden sie ihr nicht komplett gelöst, denn plötzlich war eine Zorn erfüllte Stimme zu hören. "Du verdammter Idiot, was machst du da!?", schrie Francesco, als er den Raum betrat und sah, wie einer seiner Männer dabei war, die Fessel der Rothaarigen zu lösen. "Verschwinde, bevor ich dir deinen hässlichen Schädel wegblase!", schrie er den Schwarzhaarigen an, der seine langen Haare zu einem Zopf gebunden hatte und richtete ihm die Waffe entgegen, als dieser wie ein eingeschüchterter Hund an ihm vorbei flitzte und die Halle verließ. An der frischen Luft angekommen, zündete der Schwarzhaarige sich eine Zigarette an und blies genervt den Rauch in die kühle Nachtluft und zückte seine Pistole, während er genüsslich seine Zigarette weiter rauchte. "Antonio du alter Lüstling!", sagte ein Mann mit kurz rasierten Haaren und klopfte dem Schwarzhaarigen auf die Schulter. "Hast du dich etwa schon wieder an die Mädchen vergriffen?", sagte der Bewaffnete amüsiert, was Antonio mit rollenden Augen kommentierte. "Halt die Klappe und halt die Augen offen. Es wird nicht lange dauern, bis dieser Amerikaner hier auftauchen wird.".
    • Killian hätte nicht erwartet, wie sehr die Wut in ihm aufstieg als er dieses Szenario beobachtete. Ja, er mochte Anisa natürlich und wollte sie beschützen, aber für gewöhnlich blieb er bei seiner Arbeit ruhig und rational. Würde er emotional reagieren, würde das nur die Mission gefährden. Allerdings kochte es in ihm, als dieser widerliche Kerl Anisa berührte. Sie zwang ihn anzusehen. Der Anblick wie diese dicken Finger das zarte Kinn der Rothaarigen berührten. Killian hatte direkt seine Hände zu Fäusten geballt und nach seiner Waffe gegriffen. Immer und immer wieder sagte er sich, dass er ruhig bleiben musste um Anisa zu helfen. Es war fast ein Mantra geworden, damit er jetzt keine Dummheiten machte. Dieser Francesco allerdings kam ihm schrecklich bekannt vor. Irgendwo hatte er dieses Gesicht schon einmal gesehen. Plötzlich riss er geschockt die goldenen Augen auf. Moment ...Francesco Bianchi, natürlich. Der Typ hatte seine eigene Gang im Untergrund, war aber im Vergleich zu John Astolfo nur ein kleines Licht. Dennoch hatte er jede Chance genutzt sich bei der Astolfo-Familie einzuschleimen, nur waren diese Versuche nicht mit Erfolg gekrönt gewesen. Der Mann war gefährlich. Kill beobachtete die beiden Männer welche nach frischer Luft schnappen wollten und offenbar tatsächlich damit rechneten, dass Killian die Vordertür oder die Hintertür benutzte. Gut zugegeben würde niemand freiwillig auf dieses nicht gerade stabile Dach steigen, aber offenbar hatte sein Fliegengewicht eindeutig seine Vorteile. Ein wenig enttäuschte es ihn ja, dass man ihm nur so wenig zutraute. Anisas laute und gequälte Stimme, wie sie um ihr Leben flehte war wie ein Stich in Killians Herz. Nach dieser Geschichte, würde die Rothaarige nicht mehr dieselbe sein ...
      Verdammt, das war ganz allein seine Schuld. Immer und immer wieder überprüfte der Dunkelhaarige die Lage, aber es waren einfach zu viele. Wäre er allein und müsste nicht noch ein Leben schützen, würde er hier vielleicht lebend herauskommen. Aber er musste Anisa beschützen und vorzugsweise ebenfalls am Leben bleiben. Er brauchte Zeit, er musste es irgendwie versuchen. Es wäre natürlich sinnvoll Francesco zu töten, aber die hohlen Hunde um ihn herum würden einfach abdrücken ohne nachzudenken. Mit diesem Francesco konnte er allerdings ´verhandeln ´. So stieg Killian also leise an dem Fenster entlang in die Halle, versteckte sich hinter einer der vielen Kisten und war glücklicherweise sehr nah an den Fesseln von Anisa. Als sich Francesco umdrehte um den Typen anzuschreien, nutzte Killian den Moment und schnitt mit einem Messer, welches er bei sich trug die Seile die Seile durch, die Anisas Handgelenke fesselten. Ihre Haut war voller Wunden und Schrammen ...
      Schnell zog er Anisa hinter sich und richtete die Waffe auf Francesco, während die anderen Kerle Alarm schlugen und alle ihre Waffen auf ihn richteten. "Francesco Bianchi ...", begrüßte ihn Killian kühl. "Tot bringen wir dir nichts, dass müsstest selbst du verstehen."


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    • Immer wieder bettelte Anisa nach Freiheit, wollte allerdings nur, das dieser breite Idiot ihre Fesseln löste, damit sie sich so schnell wie möglich einen Fluchtplan einfallen lassen konnte. Einziger Nachteil nur: Anisa hatte keinerlei Ahnung wo sie war und wie der Ort aufgebaut war, an dem sie sich befand. Sie würde also aus dieser Tür rennen, ohne zu Wissen, ob sie jemand bewachte und wie viele sich auf diesem Gelände befanden. Es wäre ein reines Glücksspiel und Anisa hoffte inständig, man würde sie weiterhin lebend benötigen, als ihr den Schädel wegzupusten, würde sie einen Fluchtversuch starten. Was wollte sie also? Wollte sie weiter diese schmierigen Finger auf ihrem zierlichen Körper spüren, oder wollte sie die einzige Chance nutzen, die ihr blieb um aus diesem Loch zu entkommen? Die kämpferische Rothaarige entschied sich für zweiteres und spürte nach ihrem elenden Betteln wie etwas an ihren Fesseln hantierte, jedoch spürte sie wie die großen Hände stoppten, als ein wutentbrannter Francesco den Raum betrat und dem Schwarzhaarigen den Raum unverzüglich zu verlassen, was auch ohne zu murren befolgt wurde. Hoffnungslos starrte sie wieder zu Boden, würdigte dem Mann im weißen Anzug keines Blickes und versuchte ihren zitternden Körper zu beruhigen. Nicht nur ihre Hände zitternden, sondern auch ihre Beine schlotterten und ihre Zähne klapperten geräuschlos, doch hielt sie den Atem an, als sie plötzlich spürte, wie sich die fest gezurrten Fessel um ihr Handgelenk und auch um ihre Knöchel lösten und plötzlich vom Stuhl gezerrt wurde, hinter einen starken Rücken, der ihr so bekannt vorkam. Bei jeder Bewegung spürte Anisa die geschundenen Stellen und verharrte hinter Killian, der seine Waffe auf Francesco gerichtet hatte. "Ich arbeite nur mit Idioten!", schimpfte Francesco und widmete sich wieder Anisa. Leider nur befand sie sich nicht mehr gefesselt auf dem Stuhl wie erwartet, sondern Killian stand vor ihm, mit dem Lauf auf ihn gerichtet. Seine überrascht geweiteten Augen nahmen schnell etwas amüsiertes an, auch seine schmalen Lippen formten sich zu einem breiten Grinsen. "Killian Darkbloom!", sagte Francesco und breitete seine Arme aus. "Schön dich zu sehen! Ich habe einiges von dir gehört und hoffte, dich zu sehen, mein Freund. Du hast also meine Einladung erhalten, ich dachte schon, das du gerne ein Teil dieser Party werden wolltest.", sagte Francesco leichthin, als würden sie ein normales Gespräch führen, indem keine Schusswaffen erhoben wurden und deutete auf die Bilder von Anisa, die verschickt wurden.
    • Wahrscheinlich war es das Dümmste und Leichtsinnigste das er je getan hatte. Er rannte hier gerade sprichwörtlich in sein Todesurteil. Ja Anisa brachte ihm tot nichts, aber ihn konnten sie ohne Probleme abknallen. Klar wäre der Alte alles andere als glücklich sich einen neuen Auftragskiller suchen zu müssen, zumal er seine Arbeit perfekt machte, aber mal ehrlich ein namenloser Killer oder seine eigene Tochter? Da fällt die Wahl ja wohl alles andere als schwer. Killian hatte keine sonderliche Lust jetzt das Zeitliche zu segnen und er hoffte inständig das Francesco weiterhin so eine Tratschtante war, wie in diesem Augenblick. Alles was Kill brauchte war Zeit und die würde er sich unter allen Umständen erzwingen. Er hatte die Rothaarige dicht hinter sich gedrückt. "Entschuldige das ich so lange gebraucht habe.", flüsterte er ihr leise zu und deutete ihr, dass sie auf keinen Fall auch nur einen Schritt von ihm weg gehen durfte. Er war hier in die Höhle des Löwen gesprungen und vielleicht hatte Lev Recht, dieses Mal könnte selbst Killian das nicht überleben. Dennoch musste er es versuchen, bislang hatte er immer einen Trick in der Hinterhand und auch dieses Mal würde es nicht anders sein. Hoffentlich beeilte sich der Alte.
      "Du weißt doch das ich keine Party auslasse.", antwortete er Francesco gespielt amüsiert ehe er auf den großen Blutfleck vor dem schäbigen Stuhl blickte. "Ich hätte nur nicht erwartet das du dich plötzlich für Frauenmisshandlung interessierst. Hast du dein Hobby gewechselt?" Seine goldenen raubtierhaften Augen wanderten wieder zu seinem Gegenüber, während die anderen Männer im Hintergrund langsam auf sie zu kamen und eigentlich nur darauf warteten, dass ihnen ihr Boss das Zeichen gab. Viele wollten Killian tot sehen, noch viel mehr wollten davor erst einmal ihren Spaß mit ihm und Killian? Ja der wäre am liebsten gar nicht hier. Jetzt war es aber schon mal hier und er musste Anisa unter allen Umständen mehr oder weniger heil herausbekommen. Beschädigt war sie schon und Kill tobte gedanklich immer noch deswegen. Am liebsten hätte er sie alle über den Haufen geschossen, aber das würde die schöne Rothaarige nur noch weiter gefährden. "Warum sollten wir dich am leben lassen, elender Ami?", fauchte irgendeine Stimme aus dem Hintergrund. Sicherlich war Francesco alles andere als erfreut das er sprach ohne Erlaubnis. Der Mann dessen Stimme zu der Beschwerde gehörte, war ein stämmiger Kerl in dem hässlichsten weißen Tanktop den er je gesehen hatte. Er war mindestens so breit wie hoch, hatte einen kahl rasierten Schädel und ein klischeehaftes Ankertattoo auf dem viel zu weißen Oberarm. Alles in Killian schrie danach los zu lachen, doch er beherrschte sich. "Weil es doch langweilig wäre mich nur zu töten. Es gibt viel mehr Dinge, die ihr mit mir anstellen könntet.", schnurrte der Dunkelhaarige frech, woraufhin selbst der Typ einen Schritt zurück machte und sich räusperte.


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    • Die Angst die Anisa verspürte war ihr förmlich ins Gesicht geschrieben. Sie zitterte am gesamten Leib und hätte Killian ihr nicht befohlen, sich nicht zu rühren, wäre sie auf die Knie gesunken. Kraft und Mut fehlte ihr, diesen Männern in den Lauf zu starren, sie wurde gebrochen. Bevor Killian ihre Fesseln mit einem Messer durchschnitt, hatte sie die Hoffnung fast schon aufgegeben, aus diesem Loch lebend herauszukommen. Nicht das sie an seinen Fähigkeiten zweifelte, aber wie sollte der Dunkelhaarige es schon schaffen, gegen drei bewaffnete Männer anzukommen? Und das waren nur die, die sich in diesem Raum befanden, auf dem ganzen Gelände waren bewaffnete Männer verteilt, die nur darauf warteten, einen Eindringling zu erschießen. Wenn Killian wirklich die Gelegenheit erhalten würde, Francesco eine Kugel in den Kopf zu jagen, wären hier noch mindestens zwei Feinde, die das gleiche mit ihm anstellen würden. In diesem labilen Zustand wäre Anisa bereit für einen Psychiater. Killians tot hautnah mitzuerleben, das würde die Rothaarige unter keinen Umständen verkraften. Die Worte, die Killian der verängstigten Rothaarigen zuflüsterte nahm sie wahr, antwortete jedoch nicht und starrte weiterhin auf den schwarzen Anzug, den er trug. Francesco musterte den Dunkelhaarigen, versteckte seine Blicke nicht und drehte seinen Kopf so, das er hinter ihm die Rothaarige erkennen konnte, während er Killians Worte ohne weiteres ignorierte. "Du siehst stark danach aus, als hätte dir unsere kleine Feier gefallen.", sagte er munter, als ihm plötzlich einer seiner Leute zwischen die Worte fiel. Mit zorniger Miene wandte er sich zu dem Mann, der es wagte zu sprechen, ohne das es ihm erlaubt wurde. "Verdammter Idiot.", grummelte er und wandte sich wieder seinen 'Gästen' zu. Anisa währenddessen gleitete zaghaft mit ihren Händen an Killians Rücken, wo ihre Hände zitternd ruhten. Sie brauchte Halt, während ihr Tränen über die Wangen flossen und sie die Stimmen dieser Männer ertragen konnten. Ihr Gesicht brannte und schmeckte noch immer das Blut an ihren Lippen, sogar die großen Hände spürte sie noch an ihrem zierlichen Körper. Sie glaubte nicht daran, das sie diesen Tag noch lebend überstand. "Zurück zu dir, mein Freund.", sagte Francesco mit einem Grinsen auf den schmalen Lippen. "Erzähl mir, du hast nicht ohne Grund dieses Gebäude so fahrlässig betreten. Was also schwebt in deinem Kopf vor, Junge?", fragte Francesco dann. Selbst er schätzte Killian nicht als so dämlich ein, einfach durch die Vordertür einzutreten und sich so offen zeigte, ohne das er einen Plan hätte.
      "Verdammte Scheiße!", hörte man eine tiefe außerhalb des Gebäudes rufen, daraufhin einen dumpfen Aufprall, der nur leise zu hören war, konzentrierte man sich auf die Umgebung.
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