[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Die beiden Frauen waren in den Wellnessbereich des Hotels gegangen, nachdem Naira ihren Hund ins Zimmer gebracht hatte, damit er dort etwas ruhen konnte. Widerwillig tat es der Husky auch, aber sein Frauchen wusste genau, dass er es verstehen würde, er war so ein schlaues Tier.. Im Wellnessbereich gab es einiges, was die beiden interessieren könnte, aber nach etwas längerem Hin und Her wollten sie sich tatsächlich die Nägel machen lassen, da Ramirez sowas von begeistert darüber war. So etwas tat Naira normalerweise nicht, sie war in dieser Hinsicht nicht ganz so weiblich.. Ab und zu schminkte sie sich ein wenig, sie trug auch gerne hübsche Sachen, ging gerne zum Friseur, aber ihre Nägel kürzte sie nur, mehr brauchte die Frau bisher nicht, aber vielleicht war es für die Hochzeit besser es doch zu tun. Sie setzte sich an einen der Tische neben Ramirez und gab ihre Hände einer kleinen Asiatin, die die Nagel begutachtete. Nachdem die Dunkelhaarige ihr deutlich gemacht hatte, dass sie was dezentes wollte fing die kleine Frau auch schon an.
      "Freust du dich schon?", fragte Ramirez und gab ihre Hände einem Mann, der scheinbar den gleichen Ursprung hatte, wie die kleine Frau vor Naira. Diese seufzte kurz. "Die ehrlichste Antwort ist wohl ich weiß es nicht..". Sie zuckte mit den Schultern und blickte zu ihren Nägeln, die gepfeilt wurden. "Ich weiß, dass ich mein Leben mit Victor verbringen und teilen möchte.. Aber.. Ich weiß nicht recht.. Ich habe nach der letzten Aktion echt schiss, dass meine Ehe genauso in die Brüche gehen wird, wie die meiner Eltern.. Victor ist so.. Kompliziert manchmal..". Ramirez schmunzelte. " Ich habe noch nie viele Emotionen bei dem Mann gesehen, außer es ging um dich.. Allein wie er dich ansieht, wenn du sprichst.. Becca hin oder her, du bist ein starkes Mädchen und ich weiß, dass du es hinkriegst mit ihr ein paar Worte zu sprechen". Die Frau zwinkerte Naira zu, sie wusste genau, was ihre ehemalige Chefin damit sagen wollte. "Mal sehen, inwiefern er sich zusammenreißen wird.. Ich meine, ich habe ihm nun glaube ich deutlich gemacht, dass ich ab und zu etwas Aufmerksamkeit brauche.. Und nicht einfach nur ein Hallo an Abend und mit ihm Essen bestellen.. Wenn ich mich dann bemühe, kommt immer ein genervter Seufzer, weil ich ihn von der Arbeit abhalte".
      "Du warst genauso", stimmte Ramirez ihr gegen und grinste breit. Naira schmunzelte. "Ja, aber da kannte ich ihn noch nicht.. Und ich lasse mich nicht in den Hintergrund rücken, nur weil eine möchtegern Tussi auftaucht und meint, Victor für sich beanspruchen zu müssen.. Ich habe ihm klar gesagt, dass er sich zusammenreißen soll und vor allem klar machen soll, dass er nicht interessiert sei..". Naira seufzte." Sonst lasse ich die Ehe annulieren". Sie zuckte mit den Schultern und blickte mit der freie Hand auf ihr Telefon, ob ihr Mann ihr geschrieben hat.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Der Flug war übrigens grauenvoll. Ich hatte das Gefühl, dass ein Anfänger hinter dem Steuer saß. So viele Turbulenzen habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.", beschwerte sich Victors Mutter in der selben Manier, vor der Victor alle gewarnt hatte. Er kannte seine Eltern gar nicht anders. Nie hatte ihnen etwas gepasst. Selbst die guten Noten nicht und der gute Abschluss...Sie haben bestimmt sogar Fehler gefunden, als er ein guter Detective war.
      Alex schmunzelte und sah in den Rückspiegel: "Ja, dachte ich mir schon. Sie sind ein wenig blass um diese Nase, Mrs. Parker."
      Victor sah ihn an, als hätte er sie gerade beleidigt. Und das hatte er in ihren Augen auch. Sofort räusperte sich der Vater zur Verteidigung und Victor schritt ein: "Keine Sorge...Du siehst gut aus Mom. Ein wenig Puder und die Röte ist wieder in deinem Gesicht."
      Alex seufzte. So anstrengend hatte er es sich nicht vorgestellt.
      "Nun, lassen wir das Mal so stehen. die jungen Herren von heutzutage haben ja auch keine richtigen Manieren mehr. Sie wollen immer etwas anderes sehen neues...denken, dass die Wahrheit ihnen die beste Frau an den Herd bringt.", die Mutter schnaufte und kam somit ganz elegant auf das Thema Ehefrau zu sprechen. Oder Noch-Verlobte.
      "Victor. Du hast uns all die Zeit gar nicht erzählt, dass du eine Freundin hast? Wie lange seit ihr denn schon zusammen, dass ihr meint ihr könnt nun heiraten?"
      Victor grummelte und schob sich wie ein Junge vor einer Anhörung in den Beifahrersitz. Er starrte auf die Straße.
      "Knapp 2 Jahre, glaube ich."
      "Zwei Jahre?", fragte sein Vater noch einmal nach und musste doch ein wenig Lachen: "Aber das ist wohl reichlich, um dann nach 5 Jahren Ehe wieder fort zu laufen, weil du noch nicht ihre schlechten Seiten gesehen hast."
      Victor lehnte sich gegen die Tür: "Ich habe alles gesehen...und sie auch. Wir haben mehr duchgemacht, als ihr euch denken könnt."
      Er wurde ein wenig traurig darüber, dass sie in gerade einmal zwei Jahren wirklich alles von sich gesehen hatten. Schlechte Zeiten, gute Zeiten und auch Zeiten an denen es langweilig wurde. Victor konnte gar nicht sagen, ob ihm das reichte und ob der alltägliche Trott nicht eher der Grund sein wird, warum ihre Ehe nicht klappen wird.
      Es war Alex der bemerkte wie unsicher das Gesprächsthema war und lenkte ein: "Wir fahren gleich ins Hotel. leider können Nairas Eltern nicht kommen."
      "Wessen Eltern kommen denn nicht zu der Hochzeit des eigenen Kindes?", schnaubte Mrs. Parker. Victor holte sein Handy heraus. er hatte ganz vergessen Naira zu schreiben, dass sie auf dem Weg waren.
      "Ach ja...Mom. Naira hat gefragt, ob du bei der letzten Anprobe dabei sein willst."
      "Was für eine Frage. Wessen Schwiegermutter will das nicht? Außerdem ist das die beste Zeit, deine Verlobte und bald Frau mal unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte ja sonst keine andere Zeit, sie mir genauer anzusehen und dich vor allem schlechten zu bewahren.", sie schnalzte mit der Zunge.
      Victor nickte und schrieb Naira, dass seine Mutter dabei sein wollte und dass sie bereits auf dem Rückweg waren. Zusätzlich setzte er darunter >> Mach dich auf Kopfschmerzen gefasst :-/ <<
    • Naira O'Connor

      "Wir warten auf Vics Mutter", gab Naira an und blickte von ihrem Handy zu Ramirez, die nickte. Sie bekam gleich die nächste Nachricht, dass sie sich auf Kopfschmerzen gefasst machen konnte, da schmunzelte die Frau ja fast schon 'Keine Sorge, ich werde ihr zur Not meine Meinung geigen und dann ist es auch schon vorbei mit der Familienzeit' . Naira war noch nie jemand, der gerne anderen etwas vor machte, sie war immer ehrlich gewesen und sagte das, was sie auch dachte, womit sie sich nicht immer Freunde damit machte. Doch es waren die Werte, die ihr ihr Vater schon immer vermittelt hatte: Ehrlichkeit und Treue. Wobei das zweite nicht wirklich auf ihn zutraf, das erste auch nicht. 'Wir kriegen das hin.. Ich liebe dich' .
      Sie steckte das Handy auch wieder weg, um sich die Nägel machen zu lassen. "Ich habe gehört, sie soll ein Monster sein", sprach Ramirez und blickte zu ihrer ehemaligen Kollegin. Naira seufzte. "Ja, Victor hat mich davor gewarnt.. Aber ich will sie wenigstens kennenlernen um mir selbst ein Bild machen zu können.. Danach müssen wir sie ja nicht wöchentlich bei uns haben.. Ich habe nur mal gehört, dass sie ständig unzufrieden sind, aber du weiß, dass man mir so etwas nicht bringen kann, ich lasse mir nicht auf der Nase rumtanzen". Ramirez grinste breit. "Ich glaube, dass ist genau die Eigenschaft, die Victor so an dir mag.. Du weiß was du willst und kannst es auch immer direkt ansprechen.. Du kommst sehr nach deinem Vater". "Ich weiß, leider..". Naira seufzte, sie betrachtete für den Moment, was die kleine Asiatin mit ihren Nägeln machte,es sah dezent und gut aus, bisher jedenfalls. "Hast du ihn..gesehen?". Die Dunkelhaarige blickte rüber, sie war vorsichtig, was das Thema angeht. "Ich war die, die ihn in diese scheiß Zelle geführt hat!". Daraufhin grinste Ramirez breit, sie war scheinbar stolz darauf, auch wenn Naira es nicht war.. Es war schwierig sich damit abzufinden, seinen eigenen Vater ins Gefängnis zu befördern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während sie so fuhren hatte seine Mutter ihm bereits das ganze Ohr abgekaut. Sie redete viel, ganz im Gegenteil zu ihrem Mann. Victor kam ganz nach seinem Vater. Still. Aber er hatte dummerweise wohl auch die Gene seiner Mutter abbekommen. Er war nur schwer mit etwas zufrieden zu stellen. Vielleicht sollte er seinen Vater mal darauf ansprechen, wie er es schaffte diese Frau zufrieden zu halten und diesen Tipp dann an Naira weiterleiten? Scheinbar klappte es wohl all die Jahrelang zwischen den beiden.
      Alex wusste selbst nicht mehr, was er der Frau entgegnen konnte. Aber er kassierte wenigstens ein halbes Kompliment, als er ihnen erklärte, dass sie heute Abend Beschäftigung hatten. Es war ein teures Unterfangen und Victor wusste nicht, wie er Alex danken konnte dafür. Doch er wird wohl erwarten, dass Victor und Naira, dasselbe oder wenigstens ähnliches taten, um seine Hochzeit zu etwas besonderem zu machen.

      Als sie endlich vor dem Hotel ankamen, stiegen sie alle aus. Die Sonne war bereits ganz oben und das Meer rauschte angenehm. Mit der kühlen Brise fühlte man sich äußerst wohl.
      Victor half seiner Mutter hinaus und widmete sich dann seinem Handy, umzuwissen, wo sich seine Verlobte und ehemalige Chefin befanden. Da sie sich aber allem Anschein noch im Wellness-Bereich befanden, schlug Alex vor zu den Räumen seiner Eltern zu gehen. Also gingen sie hoch, checkten ein und besahen sich das Hotelzimmer. Ausnahmsweise gab es nichts zu beanstanden. Und Victors Vater nickte mit einem andächtigen Blick. Er mochte den Ausblick auf das Meer. Victor hatte Kopfschmerzen.
      "Wir können runter und...Schauen mal nach den Frauen.", schlug Victor schließlich vor. Seine mutter war sofort dabei, sein Vater meinte er wolle lieber nach draußen an den Strand. Alex zuckte, wie Victor nur mit den Schultern. Sollten sie doch hingehen wo sie wollten.
      "Wenn Sie Hunger haben werden, melden sie sich jeder Zeit unten im Restaurant. Es wurde für sie noch etwas reserviert. Keiner soll Hungern."
      "Sehr weise.", sagte Mrs. Parker und legte ihre Handtasche wieder über die Schulter, dann folgte sie Victor, um endlich ihre Schwiegertochter zu sehen. Sie war wohl sehr gespannt darauf, wie sie aussah...
    • Naira O'Connor

      Es dauerte einen Augenblick, dann waren aber beide Frauen fertig und konnten ihre Hände begutachten. Sie waren beide zufrieden, es waren dezente Nägel, die deutlich gesünder aussahen, aber man sah den Unterschied zwischen jetzt und vorher. Zufrieden begaben sich beide dann in den weiteren Bereich, um sich umzusehen und vielleicht etwas zu finden, was für sie wäre. Naira entschied sich für die Massage der Füße, samt eines warmen Bades, was vielleicht für ihren Knöchel gut tun würde, sie müsste auch bald schon wieder etwas Schmerzmittel nehmen, um den Tag irgendwie zu überstehen ohne Schmerzen zu zeigen, aber noch hielt es ganz gut. Es half auch ordentlich, dass sie den Fuß sanft massiert bekam und es entspannte die Dunkelhaarige, es nahm ihr etwas die Sorgen weg. Die beiden Frauen unterhielten sich über Nairas Pläne für die Zukunft und darüber, wie es für sie morgen aussehen sollte. Es war ein angenehmes Gespräch, mit Ramirez konnte man sich auch darüber unterhalten, sie war ganz anders in ihren Vorstellungen, als Nairas Arbeitskolleginnen und damit komplett der Meinung ihre ehemaligen Detective. Es tat gut mal mit jemanden anderen zu reden und mal eine andere Sicht auf das Ganze zu hören.. Aber eine SMS unterbrach ihr Gespräch. "Sie sind hier..", stellte sie fest und blickte zu Ramirez, die ihr Zuspruch geben wollte. Mit einem Nicken holte Naira tief Luft und schrieb ihrem fast Ehemann, dass sie sich in der Halle treffen würden, um dann zusammen losfahren zu können. Die Füße wurden abgetrocknet, ein letztes Mal blickte die Dunkelhaarige nach ihrem Aussehen und war bereit, auf ihre Schwiegermutter zu treffen. Dafür wartete sie in der Halle, bis die auf sie zukommen würden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Auf die SMS hin warteten Victor und Alex mit der Mutter unten im Foyer. Die Frau mit ihrer gemachten Frisur und tief roten Nägeln, einem vollen Make Up und dem stechenden Blick einer urteilenden Frau, wartete auf ihre Schwiegertochter.
      "Sie muss mich überzeugen."
      "Warte es doch nun ab..."
      "Rede nicht so mit deiner Mutter."
      "Ich bin bald 30..."
      "Und?"
      Victor gab es auf. Mit dieser Frau zu reden war anstrengender, als sich mit Naira zu streiten und so war er froh, wenigstens die leichtere Frau von beiden für Jahre an sich zu binden. Er lehnte sich gegen das Sofa und verschränkte die Arme vor der Brust. Alex lächelte skeptisch. Er wusste gar nicht wie er reagieren sollte und war um so froher zu sehen, dass Ramirez und Naira schon bald auf sie zu kamen. Sie sahen irgendwie frischer aus. Naira umso entspannter. Auch wenn man ihren Schultern ansehen konnte, dass sie wohl aufgeregt war. Victor hob die Hand, damit sie sie bemerkten und lächelte knapp Naira zu. Bevor er sich an ihre Seite stellte und den Blick zu seiner Mutter drehte: "Naira...Das ist meine liebe Mutter. Sandra Parker.", erklärte er knapp und sah dann Naira an. Er versuchte sich mit einem knappen Blick bei ihr zu entschuldigen für das was gleich kommen mochte.
      "Und Mutter..das ist meine Verlobte...Naira O'Connor..."
      Sandra Parker stand vom Sofa auf und reichte der jungen Frau sofort die Hand. Dabei glitt ihr Blick aufmerksam von oben bis unten und sie bemerkte die feinen Nägel, das schöne Haar und den natürlichen Teint.
      Sie lächelte dann. Nur Victor wusste zu gut, wie aufgesetzt dieses Lächeln in Wirklichkeit war.
      "Freut mich Dich kennen zu lernen. Ich denke mal, wir Duzen uns sofort. Schließlich ist es wohl unumkehrbar, dass du meinen Sohn heiraten wirst.", kommentierte die Frau, bevor sie Victor einen vernichtenden Blick zu warf. Es war ja schließlich seine Schuld, dass er sich so viel Zeit gelassen hatte.
      "Mhm. Tut mir leid. Und...das ist Sophia Ramirez. Ehemaliger Captain von mir in Anchorage."
      "Ach...", nun wandte sich die mollige Frau an Ramirez und reichte ihr ebenfalls die Hand, doch sie taxierte sie nicht so genau.
    • Naira O'Connor

      "Ganz ruhig", ermahnte Ramirez die Dunkelhaarige neben sich, die doch ein wenig angespannt war. Sie hatte noch nie irgendwelche Schwiegermütter kennengelernt und es kam auch noch nie dazu, dass jemand sie seinen Eltern vorstellte, aber nun war es anders.. Sie liefen in die Empfangshalle und schnell fand naira mit ihren Augen ihren fast Ehemann, da bildete sich ein sanftes, aber liebevolles Lächeln für ihn, auf ihren Lippen. Die Dame neben ihm, die sich gesetzt hatte war scheinbar seine Mutter, die Ähnlichkeit zwischen den beiden war einfach nicht zu übersehen, vor allem diesen angespannten, grimmigen Blick kannte Naira nur zu gut von ihrem Mann. Sie war skeptisch, dass durfte sie aber als Mutter sein, die ihren Sohn an eine andere Frau verlor.. Dennoch, Naira machte sich weniger Sorgen, vor allem als ihr Mann an ihre Seite trat. Ihre Augen waren auf seine Mutter gerichtet, sofort gab sie ihr die Hand, als auch die Frau ihre ausstreckte und schüttelte sanft diese, um sie zu begrüßen. Naira wurde gemustert, sie nutzte diese Zeit auch, um die Dame vor sich unauffällig zu Mustern, einige ihrer Erfahrungen bei der Polizei waren jetzt sehr hilfreich, wie sie fand.. "Die Freude ist ganz bei meiner Seite", sprach die Dunkelhaarige, die sofort den Blick zu Victor bemerkte. In genau diesem Moment hatte sie beschlossen, ihre Schwiegermutter nicht ins Herz zu schließen. Ihr Mann wurde bald dreißig und sie kommandierte ihn selbst noch mit Blicken, darauf würde sie sich nicht einlassen, denn Naira würde sich nicht kommandieren lassen, es würde alles nach ihrer Pfeife laufen, nicht nach der ihrer Schwiegermutter.
      Diese begrüßte Ramirez auch kurz, da sprach Naira auch schon wieder: "Wir wollten gleich zum Brautmodeladen und ich wollte mein Kleid anprobieren.. Wir haben auf dich gewartet..". Sie lächelte wieder herzlich, das würde anstrengend werden, wenn sie diese komischen Blicke ständig zugeworfen bekommen würde, wie ihr Mann. "Wollen wir dann los? Wir würden mit dem Taxi fahren.. Ist nicht weit".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor räusperte sich. Das war vielleicht unangenehm und er kam nicht umhin sogar einmal Ramirez anzuschauen, wie die das ganze im Moment sah. Doch diese lächelte nur. Das höfliche Lächeln, welches auch Naira aufgesetzt hatte, um mit seiner Mutter auszukommen. Ein wenig tat es ihm dann leid, dass er sich nie darum bemüht hatte ihre Familie kennenzulernen aber nun musste er seine aus den dunkelsten Winkeln seiner Vergangenheit hervor holen, damit sie sich beschweren durfte.
      Sandra Parker lachte zufrieden: "Aber natürlich. Die letzte Anpassung für das Kleid.", sie trat von ihrem Sohn weg und war bereit der Braut zu folgen, um über das Kleid ihr I-Tüpfelchen loszuwerden.
      Victor hielt Naira noch kurz auf und zog sie zu sich in eine knappe Umarmung: "Mach' dir nichts aus ihren Worten.", flüsterte er ihr noch ins Ohr, bevor er abtrat und mit Alex sich verabschiedete. Auch wenn Alex liebendgerne mit ihnen gegangen wäre, blieb er bei Victor und schlug vor an den Strand zu gehen zu seinem Vater.
      Victor nickte lediglich und sah mit Sorge den zwei Frauen hinterher, die ihm das Leben schenkten. Auf abstruse Weise taten es nämlich beide. Die eine gebar ihn, die andere hielt ihn am Leben...
      Victor fuhr sich über das Gesicht, um sich abzulenken und folgte rüber zum Strand.

      Sandra Parker hakte sich bei Naira ein, als müsste das so sein.
      "Also, meine Liebe. Wie alt bist du? Victor hat nicht sehr viel von dir erzählt. Eigentlich gar nichts. Vor 3 Jahren ist er untergetaucht wegen seiner Arbeit und seit jeher hatte er kaum ein Wort über sein Leben an uns verloren. Erzähl. Was arbeitest du, wie lange schon und kannst du kochen?"
    • Naira O'Connor

      Sie schenkte ihrem Mann ein ehrliches und sehr liebevolles Lächeln, als er sie davor warnte, dass sie die Worte seiner Mutter nicht allzu ernst nehmen sollte, sie sollte sich jedenfalls nichts daraus machen und das würde sie auch nicht. Naira hatte sich das Kleid selbst ausgesucht und wenn es ihrer Schwiegermutter in Spee nicht gefiel, dann hätte sie ein Problem, dann dann musste sie ihre zukünftige Schwiegertochter morgen den ganzen Tag darin sehen.
      Naira schenkte ihrem Mann noch einen Kuss auf die Wange, dann verabschiedeten sich die Damen von den Herren, sie machten sich auf dem Weg zum Taxistand, um dann zum Brautmodeladen zu fahren. Die Dunkelhaarige ließ Sandra sich bei sich einhaken, sie führte sie nach draußen und hörte sich schon die ersten Fragen an, die die Frau an sie hatte. Naira schmunzelte. "Ich bin zwei Jahre jünger, als Vic..", sprach sie als erstes und ließ sich die Tür von Ramirez aufhalten, wobei die Sandra zuerst rausgehen ließ. "Ich kann mit Sicherheit nicht so gut kochen wie du das kannst...da fehlt mir einiges an Erfahrung, aber einiges kriege ich auch hin.. Einen Braten zu Weihnachten zum Beispiel.. Victor habe ich bei der Arbeit kennengelernt, ich bin eigentlich leitende Detective gewesen, bilde aber zur Zeit den Nachwuchs aus, nachdem ich mein Leben bei einem Einsatz beinahe verloren hätte". Es war die Kurzfassung davon, dass sie eigentlich von ihrem Onkel in seiner Hütte gequält wurde, einen Menschen umgebracht und Victor fast verloren hätte, aber scheinbar wusste die Frau wirklich nichts davon.
      Die drei Frauen kamen bei einem der Taxi an und Ramirez und Naira überlesen der Ältesten der Runde die Wahl, wo sie sitzen wollte. Dennoch, die Manieren hatte Naira und hielt ihrer Schwiegermutter die Tür auf, um dann einzusteigen. "Ich wollte euch gerne kennenlernen und freue mich, dass ihr zu der Hochzeit gekommen seid.. Das.. Versüßt mir ein wenig die Tatsache, dass meine Eltern nicht hier sein werden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sandras forsche Art ihre neue Schwiegertochter kennenzulernen war etwas neues. Ramirez musste sich das ein oder andere mal umsehen und hoffen, dass Naira sich zusammenreißen denn konnte, denn ihre ehemalige Captain kannte ihr Temperament, wenn ihr etwas nicht passte. Und wenn sie die Frau richtig einschätzte, dann war sie diejenige, die Victor ihre schlechte Laune vererbt hatte. Für einen Mann war das ja noch in Ordnung so grübelnd und unzufrieden zu sein, aber einer Frau stand das nie.
      Sandra Parker hatte sich sofort ihren Platz ausgesucht und noch nicht einmal darauf gewartet hatte, dass ihr jemand den Vortritt anbot. Aber Naira und Ramirez nahmen es gelassen. Sophie setzte sich vorne hin und ließ Naira hinten alleine sitzen. Dem Taxifahrer teilten sie ohne große Umschweife mit wohin sie wollten.
      Sandra setzte sich zurecht und wischte eine Locke aus dem Gesicht, welche sich aus ihrer Frisur gelöst hatte.
      "Mhm...Also ein guter Altersunterschied. 2 Jahre, das ist nichts. Aber Männer sind ja bekanntlich nicht so schnell, wie wir Frauen im Alter.", sie tippte sich dabei lachend auf sie Stirn und lächelte Naira an. Noch lief allem Anschein alles gut. Das Kompliment von Naira ließ Sandra jedoch aufschnauben: "Schätzchen, noch weißt du ja gar nicht wie ich kochen kann. Aber wenn sich Victor dazu begibt, dann lade ich euch beide gerne in unser Haus ein und ich zeige dir ein paar Handgriffe."
      Sie führte Naira vor, nahm das Kompliment aber liebendgerne an. "Mhh und dann lassen sich auch ganz schnell alle schlechten Erinnerungen aus dem Kopf verbannen. Ich weiß genau, dass Victor aufgehört hat zu essen, als er zum Detective wurde...", sie seufzte schwer, "Er hat auf nichts mehr gehört...", sagte sie und ließ den Blick nach draußen schweifen.
      Doch das Thema sollte isch ja nicht um den werdenden Gatten handeln: "Haben deine Eltern abgesagt? Victor sagte bereits, dass sie nicht erscheinen werden. Komplikationen sagte er. Aber er redet immer so knapp wie sein Vater und schiebt es dann bei Seite.", Sandra schnalzte mit der Zunge.
    • Naira O'Connor

      Die ersten Minuten mit der rothaarigen Frau waren schon anstrengend, aber Naira war sich sicher, dass sie es dennoch durchziehen würde, auch wenn ihre zukünftige Schwiegermutter ihr teilweise jetzt schon die Worte im Mund verdrehte, es war okay. Die Dunkelhaarige lächelte dennoch sanft und nickte auf die Einladung hin, die beiden mal zu besuchen. Sie war nicht wirklich scharf darauf, vor allem wusste sie, dass es nicht einfach sein würde ihren Mann davon zu überzeugen, aber er konnte ja sich nicht diesbezüglich melden oder von sich aus absagen, damit wäre das Thema gegessen.
      Sandra sprach davon, dass Victor nicht mehr aß, seit er zum Detective geworden ist, da verschwieg ihr ihre Schwiegertochter schnell, dass sie ebenfalls nicht mehr wirklich was gegessen hat.. Heute war alles wieder in der Schüssel gelandet, ohne dass sich etwas an Nairas Hüften ansetzen konnte. "Ich achte schon drauf, dass er isst.. Und genug schläft..auch wenn er ein ziemlicher Sturkopf sein kann.. Ich habe aber so meine Tricks, wie ich ihn auf mich hören lasse". Es stimmte ja nicht ganz, es war eher Victor der darauf aufpasste, dass seine Frau aß und damit aß er ebenfalls..aber es war ja nicht so schlimm.
      Schnell ging es um das Thema von Nairas Eltern, da schluckte die Frau innerlich, aber sie nickte sanft ihrer Schwiegermutter zu. "Komplikationen trifft es schon ganz gut..". Sie konnte doch nicht sagen, wie die Wahrheit war, oder? "Mit meinen Eltern habe ich nicht ganz so guten Kontakt und sie sind verhindert.. Aber letztendlich habe ich mich damit abgefunden und beschlossen, dass ich mir dafür mit euch und meinen Freunden einen schönen Tag mache.. Und ich freue mich schon darauf, was ihr zu dem Kleid sagen werdet! ".

      Die Frauen kamen an, so langsam wurde naira auch schon nervös und aufgeregt, sie freute sich das passende Kleid zu sehen. Es passte schon am Vortag, aber nun würde es auch von der Länge her passen. Ramirez hielt beiden Frauen die Tür auf, die Besitzerin freute sich schon die Dunkelhaarige zu sehen und entführte sie, um ihr in das Kleid zu helfen. Währenddessen wurden die beiden anderen von einer ihrer Mitarbeiterinnen zum Sofa geführt, damit sie dort Platz nehmen konnten, bis Naira rauskam. Sie war aufgeregt, es gab einen provisorischen Blumenkranz für sie, die Kette von ihrem Mann war an ihrem Hals zu sehen und der Ring glänzte an ihrem Finger. Nervös drehte sich Naira auf dem Podest zu den beiden Frauen und wartete, bis sie was sagen würden. Die Länge war perfekt, es saß gut und war vor allem so.. Luftig leicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sandra nickte. Bis jetzt gefiel ihr Naira, denn sie konnte auf jede ihrer Fragen antworten und sie wusste sehr wohl was sie antworten sollte ohne ins Fettnäpfchen zu treten. Das war sehr klug. Bei der Sache, dass sie Victor zum Essen brachte, nickte sie lediglich. Es brannte ihr auf den Fingern noch nach seinem Trinkverhalten zu fragen, aber dann ließ sie es sein, denn sie schämte sich selbst teilweise dafür, dass sie ihrem Sohn bei der schwierigen Sache nicht gut genug geholfen hatte. Sie hatte es nicht gewollt, denn sie fand es grauenvoll, wie er manche Tage betrunken auf seinem Sofa verbracht hatte. Und dann hatte es sich sowieso verrannt. Irgendwie lebte man weiter ohne wirklich aufeinander einzugehen.

      Vor dem Brautladen stiegen alle Frauen aus.
      Sandra warf einen kritischen Blick auf die Äßerlichkeiten des Ladens, doch mit einem Nicken gab sie wohl ihre Zustimmung dafür. Drinnen wurden sie hingesetzt und gemeinsam warteten sie gerade Mal 5 Minuten, nachdem Naira entführt wurde. Man brachte sie wieder zurück zu ihnen und half ihr auf das Podest vor dem großen Spiegel, um sich betrachten zu können. Sie trug ein luftiges weißes Kleid, perfekt für den Strand und einen Kranz auf dem Kopf. Sie war wunderschön und Victor hätte sie wohl nie wieder losgelassen, hätte er gewusst, wie schon sie in dem Moment war. Doch zu aller Wahrscheinlichkeit war Sandra nicht den Tränen nahe, als sie sie ansah. Sie spitzte sogar kurz die Lippen, als sie Naira genauer musterte und sogar aufstand und näher kam, um den Stoff zu fühlen. Die Mitarbeiterin riss bereits die Augen auf, in der Angst, dass es nun Widerrede gab und Gegenargumente.
      "Ein sehr hübsches Kleid. Keine Frage und es steht dir unglaublich, meine Liebe. Ich dachte nur du heiratest etwas....konventioneller?", fragte sie und blickte zu Naira hoch, bevor sie ihren Weg zu den Regalen ging mit Schuhen und Schmuck, den Naira ihrer Meinung brauchte, um definitiv die Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu können an ihrem wichtigen Tag.
      "Ein großes Ballkleid hätte dir auch gepasst. Oder gar Meerjungfrauen-Stil?", fragte Sandra und drehte sich von Naira zu Ramirez: "Was meinen Sie denn? Ich habe doch nicht Unrecht oder?"
      Die Mitarbeiterinnen des Ladens taten das beste daran ihr Gesicht nicht zu verziehen dabei.
    • Naira O'Connor

      Es fing schon an, als Naira sich zu den beiden Frauen drehte und sie den Gesichtsausdruck ihrer Schwiegermutter sah, sie schien gar nicht so zufrieden mit dem zu sein, was die Dunkelhaarige da trug. Es dauerte auch nicht lange, da folgten auch schon die ersten Worte, die sie sofort zum schmunzeln brachten.. Konventioneller also. Was sollte an dem Kleid denn nun störend sein? Ihr Blick glitt zu Ramirez, während Victors Mutter zu den Regalen lief, Naira runzelte die Stirn, aber Ramirez zuckte mit den Schultern, sie war überwältigt von dem Kleid und lächelte breit, bis die Aussage gekommen war, das Kleid sei nicht konventionell genug. Gleich darauf wurde Ramirez gefragt, sie scheute sich nicht ihre Meinung zu sagen, denn mit Sandra hätte sie sonst nur wenig zu tun: "Nun, Sie haben ja recht.. Naira hat eine Klasse Figur, um die sie sicherlich beneidet wird.. Sie könnte alles tragen, dabei wäre es fast schon egal, in welchen Kleid sie vor uns stehen würde, aber ich befürchte ein Ballkleid oder ein Meerjungfraukleid würde nicht dazu passen, dass sie am Strand heiraten".
      Naira nickte sofort. "Das wäre auch nicht ich.. Ich trage normalerweise immer nur Hosen und das Kleid ist schon etwas.. Besonderes.. Vor allem wenn es etwas windig wird, wird es wundervoll mitschwingen". Naira drehte sich zu dem Spiegel um und betrachtete sich in dem Kleid, welches bis zu ihren Füßen reichte. Sie war sich definitiv sicher, dass sie dieses Kleid und barfuß zu dem Altar schreiten wird, auf ihren Mann zu, auch wenn Sandra nicht ganz mit der Wahl des Kleides zufrieden war. Sie erinnerte die Dunkelhaarige an ihre eigene Mutter, die hätte genauso gemeckert, wenn nicht noch mehr, denn die Rothaarige war noch sehr kultiviert dabei geblieben. Naira drehte sich zu ihr um, lächelte sanft. "Aber ich kann dir zuliebe ein anderes anprobieren, wenn du es sehen möchtest".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Am Anfang noch kam es Sandra so vor, als würde Ramirez auf ihrer Seite stehen, doch dann kam das Argument mit dem Strand. Die Frauen mochten recht haben und Naira sah so glücklich aus, als sie sich noch einmal im Spiegel betrachtete. Sie wünschte sich innerlich selbst noch einmal an den Altar treten zu wollen. Natürlich immer noch mit ihrem Mann, aber der hatte besseres zu tun und war nicht der Romantiker, wenn es um solche Sachen ging. Ein weiteres Mal heiraten war Geld verbrennen und nicht sinnvoll. Wieder seufzte sie und betrachtete die glitzernden Ohrringe.
      "Nein, Schätzchen. Wenn dir schon das Kleid gefällt und es ist ja sowieso für dich bereits zugenäht werden. Ich bin doch nur eine alte Frau.", Sandra schüttelte heftig den Kopf, bevor sie von den Ohrringen rüber zu den Schuhen ging.
      "Das heißt du trägst nicht einmal Schuhe zu deinem Kleid? Baut ihr wenigstens einen Pier auf? Sonst versinke ich ja selbst im Boden und eine Dame sollte stets Schuhe tragen.", sie drehte sich wieder um und legte die Hand an die Wange und betrachtete Naira dabei ein weiteres Mal. Das Kleid war für sie nicht sehr Hochzeitsmäßig, aber sie würde wohl damit aufkommen müssen. Es war ja nicht ihre Hochzeit und sie versuchte so freundlich wie möglich zu ihr zu sein. Doch ihren gesichtsausdruck konnte sie trotzdem nicht verbergen.

      Ramirez lächelte Naira an: "Du siehst sehr schön aus und du wirst deinen Mann damit ganz sicher von den Socken hauen.", sie schmunzelte darüber, wie generischer der Satz doch war. Doch sie wusste, dass Naira es auch als Spaß sehen würde und ihr keinen Strick daraus drehte.
    • Naira O'Connor

      "Ah quatsch, als alt würde man dich definitiv nicht bezeichnen!", entgegnete Naira und schmunzelte sanft, als Sandra sich wieder den Schuhen widmete. Die Frau war doch gar nicht so schwer zu handhaben, man musste nur ihr die Meinung sagen, beziehungsweise einfach nur dazu stehen, was man denkt, jedenfalls kam es Naira so vor. Sie musterte die Frau von hinten, während sie über den Stoff des Kleides strich. Es kam die Frage nach Schuhen und die Dunkelhaarige nickte sofort, als sie gefragt wurde, ob sie keine Schuhe tragen wird. "Es wird heut Abend schon alles aufgestellt.. Es gibt an der Stelle einen langen Holzsteg auf dem Sand aufgestellt, daneben sollen die Gäste sitzen und am Ende steht dann der Freiredner.. Ich wollte gerne barfuß laufen, weil es irgendwie schon als Kind sich in mein Kopf eingebrannt hat..",erklärte sie." In Alaska wäre es nicht möglich, deshalb wollte ich mir hier den Traum erfüllen.. Und für den Saal nachher habe ich hübsche Spitzensandaletten, da kann ich nicht barfuß laufen".
      Als Ramirez wieder sprach sah Naira sofort zu ihr, es war schön auch was nettes zu hören, auch wenn sich die Frau sicher war, dass sie genau dieses Kleid nehmen wird und kein anderes. Sofort schmunzelte Naira. "Danke", sprach sie kurz und widmete sich dann wieder ihrer Schwiegermutter zu. "Aber.. Ich würde gerne trotzdem etwas tragen, was auch dir gefällt.. Ich trage zwar die Kette von Vic, die er mir geschenkt hat und einen Blumenkranz, aber ich weiß nicht.. Ob das zu wenig ist.. Ob nicht vielleicht etwas fehlt.. Ein Schleier? Ich weiß es nicht". Sie drehte sich zum Spiegel. "Du hast einen deutlich modischeren Geschmack als ich.. ", sie deutete auf das, was die Frau anhatte. "Da habe ich gehofft du könntest mich in dieser Richtung etwas beraten". Naira lächelte ihr sanft durch den Spiegel zu, während sie auf eine Antwort wartete.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sandra war einfacher zu handhaben oder Naira hatte bereits mit Victor Erfahrung damit, wie sie so einen Charakter umdrehen konnte. Ein wenig Zustimmung, ein paar Komplimente und schon befand sich die Person auf ihrer Seite und stand für sie ein.
      Sandra ließ sich von ihr überzeugen, auch wenn die Tatsache mit den fehlenden Schuhen ihr nicht ganz gewogen war.
      "Nun, wenn es dein Traum ist Schätzchen. Damals zu meiner Zeit, da trugen wir noch so ausgefallene Kleider. Wir sahen aus wie Prinzessinen. Vor allem mein Hochzeitskleid...Hach, hätte ich es doch früher erfahren, ich hätte es dir gerne gegeben. Mein Sohn kann damit ja wohl herzlich wenig anfangen...", sie schnalzte mit der Zunge und war bereit sich wieder hinzusetzen. Die Schmeicheleien von Naira landeten im Schwarzen.
      Und als sie auch noch fragte, ob es nicht etwas gäbe, dass Sandra hinzufügen wolle, sprang diese wieder auf und musterte Naira ganz genau. "Ich bin ein großer Fan von Schleiern...Wenn der Mann dann den Schleier hebt und einen wie zum ersten Mal ansieht...", sie wirkte verträumt für den Moment, presste die zusammengefalteten Hände an die Brust und seufzte dann wieder, bevor sie sich abwandte und durch die Accessoires ging. Sie berührte ein paar Sachen mit den Fingern, dann zeigte sie auf ein Armband. Sie sah noch einmal nach hinten auf die Kette und trat sogar näher, um sie zu begutachten.
      "Sehr hübsch. Also hat mein Sohn wenigstens ein wenig Geschmack und weiß, was er einer Frau schenken soll.", sie schnaufte belustigt und bat eine der Damen ihr das Armband anzulegen, welches sie ausgesucht hatte. Es war sehr dünn und glitzerte im Licht.
      "Das betont noch einmal deine schmale Hüfte und deine Zärtlichkeit. Ja, Verletzbarkeit.", Sandra lächelte und trat von ihr zurück, um auch Ramirez ihre Auswahl zu zeigen, die eher dezent im Hintergrund verblieb, weil sie sehr wohl wusste, wie eingefahren Naira sein konnte, wenn es um Dinge ging, die ihr gefielen und nicht gefielen. Für sie, war sie bereits wunderschön.
      "Und ein Blumenstrauß mit weißen Blumen?", Sandra sah zu den Ladeninhaberinnen, die sie kurz ansahen, dann auf die Suche gingen.
    • Naira O'Connor

      Sie traf direkt ins Schwarze mit ihrem Vorschlag, die Schwiegermutter sollte ihr doch etwas Schmuck und Accessoires aussuchen. Es gefiel der Frau auch, was ihr Sohn Naira geschenkt hatte und sie suchte recht schnell ein Armband aus, welches der Braut sogar recht gut gefiel. Es war dezent und glitzerte leicht, eigentlich gar nicht so schlecht, es war ein kleines Detail, welches aber recht viel ausmachen konnte. Naira war noch dabei es sich anzusehen und über die Worte nachzudenken, die ihre Schwiegermutter ihr an den Kopf geworfen hatte - verletzbar?!?? - da kam sie schon mit dem Vorschlag eines Blumenstraußes. Weiße Blumen würden an sich nicht gar nicht so schlecht werden, aber der Strauß durfte nicht allzu groß werden und vor allem nicht künstlich aussehen, am liebsten wären ihr tatsächlich echte Blumen, aber sie ließ sich überraschen. Durch den Spiegel blickte die Frau zu Ramirez, bevor sie sich zu ihr umdrehte und sie musterte. "Läuft doch gut", stellte ihre Ex-Chefin leise fest und sah aus dem Augenwinkel zu Sandra, der die gefundenen Blumensträuße gezeigt wurden. Naira nickte mit einem sanften Lächeln. "Ich hatte schon Angst", gab sie zu, bevor sie ihr Kleid ein wenig gerade strich. "Du siehst wirklich gut aus, lass dich nicht verunsichern". Naira schaffte es gerade noch zu Ramirez zu schauen und ihr Lächeln anzusehen, da kam die Besitzerin des Brautmodeladens mit zwei ausgesuchten Sträußen zurück. Die Dunkelhaarige runzelteeicht die Stirn und entschied sich aber mit einem sanften Lächeln für den kleineren der Sträuße, der deutlich echter aussah, aber das war er es vermutlich gar nicht. "So besser?", fragte sie ihre Schwiegermutter und drehte sich zum Spiegel, um sich anzusehen. Die Assistentin der Besitzerin kam mit einem passenden nicht allzu langen Schleier zurück und Naira hing etwas in die Hocke, um sich diesen einstecken zu lassen. Es gab ein sehr gutes Gesamtbild aus, Naira sah tatsächlich aus wie eine Braut.. Die Tränen hielt sie zurück, es fühlte sich richtig schön an, sie würde Victor heiraten..
      "Wie sehe ich aus?", fragte sie letztendlich und drehte sich zu allen Beteiligten um.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war Victor der natürlich eine Schippe draufgelegt hatte und seinen Eltern einfach in den letzten Monaten, die er sie gekannt hatte, nichts gutes hatte abnehmen könne. Sie waren anstrengend gewesen und hatten alles in seinem Leben kritisiert, was nicht niet und nagelfest war. Am meisten natürlich Victor selbst. Wenn er zurückblickte, dann hatten sie gutes Recht dazu. Er war zu nichts zu gebrauchen.

      Sandra war hin und weg von Naira. Sie mochte die Frau, die von außen tough aussah, aber in ihrem Hochzeitskleid, war sie eine elegante schlanke Dame, die darauf wartete ihren Sohn unter dei Fittiche zu nehmen. Ein Glück für sie auch als Mutter, die endlich sicher sein konnte, ihr Sohn sei nicht einfach irgendwem oder etwas verfallen, dass Aufsehen erregen würde. Nachdem sie das kleine Armband, welches trotzdem ihren Wert hatte, ausgesucht hatte, bat sie um die Sträuße. Und auch diese kamen sogleich. Es waren zwei zur Auswahl Der kleinere, für den sich Naira entschied war kompakter, aber es rundete das Bild von einer Braut und wenn es schon kein Prinzessinenkleid gab, dann durfte es der Strauß und der Schleier nicht ganz so fragwürdig machen. Denn als die Verkäuferinnen ihr diesen umlegten, war es sogar Sandra die mit einem lauten nach Luft japsen eine Hand vor ihren Mund legte und sie musterte. Ihr gefiel es offensichtlich was sie da sah.
      "Wundbar. Nun bin ich auch mit der Kleidform einverstanden. Du hast eine unglaublich gute Figur. Die hätte ich in meinem Alter gerne.", Sandra lachte leise aufgesetzt und sah zu Nairas, um einen Witz darüber zu machen, wie man sich derglechen in ihrem Alter nur noch wünschen konnte, aber sie ließ es sein. Denn Sophie Ramirez war ebenfalls hoch und sehr sportlich gebaut. Aber das hatte wohl der Job so mit sich gebracht.
      Sandra seufzte: "Gut, dann haben wir und du bist bereit für deinen großen Tag morgen?", sie lächelte und legte dabei einer Verkäuferin die Hand auf die Schulter. Sie flüsterte ihr knapp zu, dass sie das Armband, Strauß und Schleier übernahm. Als Zeichen dafür, dass sie sich als gute Schwiegermutter geben wollte.
    • Naira O'Connor

      Es war schön für die Frau zu hören, dass sie gut aussah und dass es ihr stand, was sie trug, denn von ihrem Mann hörte sie so etwas eher selten, auch wenn er sich darum bemühte. Als ihre Schwiegermutter in Spee dann auch noch fragte, ob sie bereit war ihren Sohn zu heiraten musste Naira sich noch einmal im Spiegel ansehen, dann lief doch noch eine Träne ihre Wange runter. "Ja, ich glaube ich bin es", stellte sie mit einem Lächeln fest. Ramirez stand auf, sie war die Ersatzmutter, die sich immer um die Dunkelhaarige gekümmert hat, auch sie Mitte sich eine Träne aus dem Auge wischen, das war einfach viel zu schön gewesen. "Du siehst wundervoll aus", stellte sie fest und ließ sich in den Arm nehmen, als Naira ihre Arme öffnete. "Ich danke euch", lange hielt sie die Tränen auch nicht mehr zurück, es waren sicherlich auch die Umstände, von denen sie noch nicht wusste, die sie so sensibel machten. Normalerweise war sie gar nicht so nah am Wasser gebaut. "Und dir danke ich auch". Naira sah zu ihrer Schwiegermutter, um sie auch dazu einzuladen, in den Arm zu nehmen. "Ich fand es wahnsinnig schade, dass meine Mutter nicht hier sein kann, aber mit euch beiden habe ich sie gar nicht vermisst".
      Nun, mit ihrer Mutter war es auch sehr.. Kompliziert und es wäre Horror gewesen wenn sie hier wäre, aber letztendlich war es mir Ramirez und Sandra ganz gut gewesen.
      "Ich zieh mich jetzt um und dann trinken wir darauf". Naira war am strahlen und sie war zufrieden mit allem, selbst wenn sie Anfangs gegen einen Schleier gewesen war, aber so gefiel es ihr.

      Keine zehn Minuten später stand Naira wieder in ihren Klamotten und ließ sich das Kleid einpacken, sie wollte an der Kasse für den Rest bezahlen, aber zu ihrer Überraschung gab es nichts, was sie hätte zahlen können. Stirnrunzelnd blickte sie zu den beiden Frauen.. "Welche von euch war das?". Sie schmunzelte, es war letztendlich egal. "Danke sehr..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Man konnte einer werdenden Braut wohl kaum verdenken, dass sie emotional wurde und weinte. Auch die Ladenbesitzerin war wohl größere und schlimmere Szenen gewohnt, weswegen sie alle drei nur anlächelte. Selbst Sandra, die ihre Schwiegertochter jetzt erst kennengelernt hatte, ließ sich dazu überreden in die Umarmung der eigentlich fremden Frauen zu kommen. Sie war zwar launisch, hatte aber weniger Probleme damit mit anderen Leuten in Kontakt zu treten, wie ihr Sohn.
      "Das wird sehr schön morgen.", pflichtete ihr Sandra zu, bevor sich beide Frauen von Naira losreißen mussten, um sie nach hinten gehen zu lassen. Sie sollte sich ruhig umziehen, während Sandra sich zeit ließ zu verstehen was es mit Ramirez und der Mutter von Naira auf sich hatte. Doch fiel erfuhr sie nicht. Ramirez erzählte von sich, nicht ganz so viel von der anderen Mutter. Trotzdem ließ sich Sandra damit abspeisen, denn die Zeit lief auch ab und Naira stand wieder bei ihnen.
      Der Vorschlag auf alles etwas Trinken zu gehen, war wundervoll. Sandra fächelte sich Luft zu, weil auch sie dieser emotionale Umstand auch etwas mitgenommen hatte. "Huff...ein guter Wein, wäre jetzt genau das richtige, Mädchen.", sie lächelte und lief mit ihnen bereits zum Ausgang, nur um dann noch einmal auf Naira zu warte, weil diese glaubte, sie müsse etwas bezahlen. Ramirez und Sandra warfen sich noch einen Blick zu, dann gingen sie schon einmal voraus: "Schätzchen, du wirst eine Ehefrau sein und bis jetzt glaube ich, dass du eine gute bist. Jemand der Victor unter die Arme greift oder ihn einmal schüttelt.", sie lachte und half Naira noch durch die Tür, bevor sie gemeinsam draußen stehen blieben und sich umsahen.
      "Also...gehen wir zurück zu den Männern, oder gehen wir in ein Café?", fragte Victors Mutter höflich, suchte aber bereits die Straße nach etwas ab. Ramirez bremste sie aber ab: "Es ist bereits Nachmittags. Ich wette Alex will langsam mit seinem Programm anfangen, dass er da zurecht gestellt hatte. Ich würde also noch einmal zurückgehen, bevor es weiter geht.", sie lächelte Naira verschwörerisch an: "Du wirst dich bestimmt noch umziehen wollen dafür."
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