[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Naira schmunzelte, sie würde keinerlei Informationen aus ihrem Mann heraus bekommen, aber sie war bereit ihm die Informationen zu liefern, die ihm vielleicht nützlich sein könnten. Er las über einer der Klassenarbeiten und kommentierte sie, es war in der Tat ein Blödsinn, der dort als Antwort aufgeschrieben worden ist, aber so einfach würde er ihr nicht entkommen. "Nun, mein Lieber.. Ein ganz weiser Mann hat mir in meiner Ausbildung mal gesagt.. 'Das Lügen liegt uns in der Natur..hinterfrage alles und jeden, denn du kannst nie wissen, ob das Opfer nicht der Täter ist'". Sie verschärfte ihren Blick auf ihren Mann. "Auf solchen Schiffen ist es nicht schwer, spurlos zu verschwinden, wenn man das gewisse Geld und die gewissen Kontakte hat.. und bist du dir wirklich sicher, dass ihr Begleiter sie nicht gesehen hat? Ihr denkt viel zu einseitig..". Naira stellte ihre Tasse weg und grinste schon fast, sie war sich sicher ihren Mann so zum Nachdenken angeregt zu haben, aber sie widmete sich wieder der Klassenarbeit zu, die ihr Mann in der Hand hielt.
      "Ich finde es ja schon fast schrecklich, sie im nächsten Jahr auf die Straße zu lassen.. Wenn die Grundlagen nicht sitzen.. Ich kann mich daran erinnern, dass ich in meiner Ausbildung weit aus mehr wissen musste.. Aber scheinbar nehmen die inzwischen alles und jeden..". Die Frau zuckte mit den Schultern und blickte wieder zu ihrem Mann, nach dem sie die Hand streckte, um über seine Wange zu streichen. Ein wenig Zärtlichkeit am Morgen hatte auch er sich verdient. "Und euch fehlt eindeutig eine Frau mit Ideen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Dass er sie nicht so schnell loswerden konnte, war wohl klar. Naira war verbissen in seine Fälle und wenn sie merkte, dass er nicht weiter kam, streute sie die ein oder andere Brotkrume auf den Weg damit er ihr folgen konnte. Als ob sie besser bescheid wüsste.Victor seufzte.
      "Ja, ist mir auch schon in den Kopf gekommen...das alte Sprichwort, alles und jeder lügt...", er grummelte weiterhin und senkte den Kopf, ließ den Blick zu Spike fallen. Der Hund hatte es gut. Er durfte einfach nur schlafen und sich ausruhen.
      "Wir werden sehen was das Team heute haben wird und dann fahren wir wohl noch einmal raus, um das Schiff zu begutachten. Es wird wahrscheinlich heute Nachmittag wieder auslaufen müssen, weil die Polizei nicht noch länger dieses Schiff aus dem Betrieb ziehen kann...", er selbst konnte sich eigentlich nicht aufregen, dass Naira immer mal hier und da erfuhr woran er arbeitete. Schließlich gab er selbst dann und wann ein paar Informationen preis.
      Als sie sich aber wieder an ihre Arbeiten setzte, schmiegte sich Victor in ihre Hand, statt in seine und beugte sich weiter vor, um den Kopf auf ihre Schulter zu legen und auf das Geschriebene zu schauen.
      "Uns fehlt keine Frau...davon haben wir 2...", antwortete er trocken auf ihre Bemerkung und biss sich im nächsten Moment auf die Zunge. Damit kam ihm wieder die junge Frau in den Kopf, Becca.
      "Aber die sitzen eh meistens nur am Schreibtisch...gehören nicht zum Team...", setzte er noch an, auch wenn es nicht ganz wahr war. Er hoffte damit einfach nur entkommen zu können. Victor nippte am Kaffee, "Du bist Lehrerin...Bring den Kids was bei, damit wir nicht in 2 Jahren zusehen müssen, wie unsere Stadt nieder brennt..."
    • Naira O'Connor

      Siegessicher griff die Frau wieder zu ihrem Becher und nahm einen Schluck Kaffee. "Mein lieber Detective.. Vergessen Sie ihren Termin heute um fünf nicht..". Es war Naira klar, dass sie ihren Mann an den Termin heute Nachmittag erinnern musste, sonst würde er es ja vergessen, wie so gut wie alles, was sie ihm erzählte und erklärte, aber gut, es war nur ein Mann und nicht mehr, was wollte sie da großartiges.
      Sein Kopf auf ihrer Schulter tat gut, ihre Hand fuhr sofort durch sein Haar und Naira genoss es, einfach seine Anwesenheit zu spüren. Es gab selten einen Morgen, an dem sie sich so viel unterhielten und durch das Gespräch über Victors Arbeit konnte sich seine Frau ein wenig beruhigen und nicht mehr an ihre Alpträume denken. Er erwähnte zwei Frauen, da hob sie selbst die Augenbraue und sah zu ihm runter. "Zwei Frauen, so so?", sie zog ihn ein wenig auf, aber es machte sie skeptisch, dass ihr Mann sich kurz nach seiner Aussage darüber rechtfertigen musste. Der Satz war ganz und gar nicht beiläufig erwähnt, er hatte jemanden vor sich, der jahrelang selbst an den Fällen saß und Menschen befragte, er konnte Naira nichts vormachen, irgendetwas machte ihn an diesem Thema nervös, aber das würde sie noch herausfinden, sie musste ihn einfach nur mehr darauf ansprechen. "Warum erzählt mir mein Mann nicht, dass sein Team zwei Frauen dazugewonnen hat?",fragte sie und setzte einen etwas strengeren Unterton, um ihren Mann ein wenig weiter aufzuziehen. Er kam ihr aber ganz anders, da hob Naira wieder ihre Augenbraue, sie hasste es, wenn er sie in die Schranken wies, als würde sie es brauchen.
      "Nein, ich bin immer noch Detective.. Mein Lieber..", dieses Mal war der strenge Unterton ganz sicher nicht zum necken da. "Mein Titel bleibt auf Lebzeiten.. Und ich unterrichte nur dir zu Liebe die Kids in der Ausbildung.. ich brauche es nur zu erwähnen und kriege deinen Posten mit links.. also beschränke mich nicht nur darauf".
      Ja, Naira übertrieb es ein wenig, aber es war der Schlafmangel, der sie ihre Reaktion ein wenig schärfer gestalten ließ. Ihr Mann konnte manchmal wirklich den Mann aus sich hängen lassen und so tun, als würde er die wichtigere Position hier haben, er vergaß dabei scheinbar, was sie eigentlich war. Um dem Streit aus dem Weg zu gehen erhob sich die Dunkelhaarige und stellte ihre Tasse in die Spüle, bevor sie die Küche verließ. Der Tag würde definitiv nicht gut werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es hatte so schön angefangen. Aufgewacht, die Arme in die Luft gestreckt, das Gesicht mit kalten Wasser gewaschen und mit einem Kaffee in der Hand sich an die Schulter seiner Frau gelehnt. Aber allein bei der Tatsache, dass er die zwei Frauen im Team erwähnte, ließ Naira natürlich nicht so stehen und Victor konnte daraufhin lediglich die Schultern anheben: "Sie waren halt da...gibt nicht viel über die zu erzählen. Mittelklasse..." und ja, er vergaß gerne mal, dass Naira ebenso ein gutes Auge für die emotionalen Zustände ihrer Befragten hat, wie Victor. Und dann musste er sie natürlich Lehrerin nennen und der schöne Morgen war schneller vorbei, als er sich dafür hätte entschuldigen können. Naira war grantig und wies Victor sofort zurecht, dass sie nicht "bloß" eine Lehrerin war, sondern ihm zu liebe natürlich weniger machte. Victor wusste ebenso gut, wie sehr sein Vorgesetzter darauf geierte sie als Detective im Team zu haben. Damit wären sie einfach besser dran. Aber Victor wollte nicht und sie tat es für ihn, für ihre kleine Familie diese nun hatten.
      Seufzend beugte sich Victor über die Tasse und schüttelte den Kopf: "So war das doch auch nicht gemeint, Mensch...", erwiderte er grimmig, trank aus und stellte seine Tasse auch rein.
      "Ich habe dich gerade nicht untergraben oder sowas...", er sah sie nicht mehr an. Immer wenn sie dieses Thema hatten, wurde entweder er oder sie böse. Heute war ihre Reihe dran. Da minderte sich schon die Lust daran, dass sie heute den Termin für den Anzug und das Kleid hatten. Aber er musste hin, ob er nun wollte oder nicht.
      Sein Blick fiel auf die Armbanduhr und er zwang sich zu einem Lächeln, trat an Naira heran und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen: "Ich geh mich umziehen und bin dann weg."
      Wenn es gefährlich wurde, war Victor gut darin sich zu verziehen. Ausnahmweise lernte er mal das Kampfgeschehen zu verlassen, bevor es zu brenzlig wurde. Er ging hoch, zog sich neue Sachen an und schnappte sich dann unten im Flur Schlüssel und Schuhe: "Wir sehen uns später, Schatz." Damit war er auch aus der Tür gewesen.
    • Naira O'Connor

      Er wagte es sie wirklich als nur irgendso eine Lehrerin abzustempeln, als hätte sie nie in ihrem Leben etwas besseres gemacht. Sie war keine Lehrkraft, sie war eine Detective und vielleicht sollte Naira es ihrem Mann wieder in den Kopf bringen. Sie könnte sich für einen Tag mit Victors Chef arrangieren, er würde mit Sicherheit mitmachen. Sie könnte in Victors Büro aufkreuzen und ihm vor all seinen Kollegen die Lektion erteilen, die er verdient hatte. Seit er in seinem neuen Job selbstbewusster geworden war, empfand es seine Frau häufig als eher eine Macho-Seite, die er langsam entwickelte. Er wies sie nicht das erste Mal zurück und machte ihr ihre Position deutlich.
      Weit kam Naira nicht, ihr Mann gab ihr sogar noch einen Kuss, bevor er ins Schlafzimmer nach oben ging um sich umzuziehen. Sie war ihm wirklich böse, aber sie konnte ihn nicht einfach zur Arbeit fahren lassen,ohne wenigstens etwas zu erwidern, deshalb lief sie hinter ihm her zur Tür und öffnete sie. Er lief gerade zum Wagen. "Vic?", rief sie ihm nach, es war kalt draußen, deshalb zog sich die Frau ihren Bademantel enger an. Sie musterte ihren Mann zunächst nur, zufrieden sah sie nicht wirklich aus. "Fahr vorsichtig bitte..". Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem kurzen Lächeln, dann drehte sich Naira auch schon zurück ins Haus. Wenn sie ihn länger angesehen hätte, würde sie ihm die Worte auf der Stelle verzeihen, sie konnte ihm nie lange böse sein, wenn sie ihn ansah, schließlich liebte sie den Mann, aber dieses Mal hatte er es nicht verdient. Und wenn er sich wieder etwas leisten würde, dann würde sie wirklich in seinem Büro auftauchen und zurecht weisen, wie es sich vielleicht nicht ganz gehörte, aber wenn Victor meinte den Macho raushängen zu lassen, dann hatte er sich die falsche Frau dafür ausgesucht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Umso besser, wenn es jemanden gab, der Victor mal zu recht wies. Er brauchte dieses Spiel, welches ständig hin und her ging. Mal war er ganz oben in den Wolken und stellte sich vor, er sei der beste und bessere in der Beziehung und dann riss sie ihn wieder zu Boden. Leider, kam es ihm nie vor, dass seine Frau sich aufspielte. Sie war immer so...bodenständig. Immer fair eigentlich. Auch wenn sie gerne Mal in einer seiner Wunden stocherte.
      Victor war gerade aus der Türe raus und schloss den Wagen aus der Entfernung auf, da hörte er noch wie Naira nach ihm rief. Er zuckte innerlich zusammen und hoffte, dass jetzt keine Standpauke kam. Zu seinem Glück warf er ihr kein unfreundliches 'Was?!' an den Kopf. Denn entgegen der bösen Erwartung, meinte sie nur, er solle vorsichtig fahren. Sofort verging die Spannung aus seinen Schultern und er ließ diese sinken. Er musterte Naira und nickte schließlich: "Immer doch."
      Dann stieg er ein und fuhr zum Präsidium. Das riesige Gebäude war ihm langsam ans Herz gewachsen. Man konnte wenn man wollte auch ein wenig alleine sein. Aber für den heutigen Morgen war das nicht möglich. Denn als er gerade durch die Türe kam, hingen bereits zwei seiner Kollegen im Besprechungszimmer und hatten neue Fotos und Berichte mitgebracht. Victor setzte sich also kurzerhand zu ihnen, um diese zu studieren. Unter anderem warf er ihnen natürlich, auch wenn er immer noch ein wenig angefressen war, die Idee seiner Frau dazu.
    • Naira O'Connor

      Naira war selbst irgendwann zur Arbeit gefahren und sich kaum noch einen Kopf um die Worte gemacht, die ihr Mann ihr gesagt hatte. So komisch der Tag auch angefangen hatte, so schlimm wurde es erst, als die Frau ihr Büro aufschloss. Die Zeitungen lagen schon auf ihrem Schreibtisch und sie waren auch schon gelesen, so wie sie aussahen. Sie erinnerte sich daran, dass heute die Artikel über ihren Vortrag erscheinen sollten, aber wenn sie ehrlich war, wollte sie nicht reinsehen.
      "Sie versucht auf eine merkwürdige Art und Weise die Zuhörer im Saal in ihren letzten Fall zu integrieren, scheitert aber zunehmen daran.. Wenn sie so lehrt, wie sie den Vortrag gehalten hat, dann sollte sich Miss O'Connor wirklich überlegen, ob sie nicht zurück zum Revier und hinter die Akten möchte, denn unser Nachwuchs braucht zuverlässige Lehrkräfte, die etwas vermitteln können". Naira warf die Zeitung zurück auf den Tisch und betrachtete ihre Kollegen vor sich. "Was bildet sich diese..", sie sprach es nicht aus. "Nur ein?!". Die Frau fuhr sich durch die Haare und versuchte einen Moment Ruhe zu bekommen, eine ihrer Kolleginnen legte ihr die Hand auf den Arm. "Also wenn du mich fragst.. Ich fand ihn gut.. Und du kannst nun einmal nicht unterrichten, wie eine Lehrkraft.. Dafür kannst du den Zukünftigen sehr viel auf den Weg mitnehmen.. Du warst schließlich da draußen, wir nicht, Naira..". Es war ein Versuch sie aufzubauen, aber das haben auch die beiden sehr positiven Artikel nicht geschafft. Sie wusste, dass dieser Tag schlecht werden würde, aber nun kann das ganze Land diesen Artikel lesen und somit sich ein schlechtes Urteil über die Frau bilden, dabei war der von ihr zitierte Absatz nicht einmal der schlimmste.
      "Ich habe den Vortrag nicht gehört.. Aber ich finde, du unterrichtest gut.. Die Studenten lieben dich und du bringst Erfahrung mit sich mit!". Es war der männliche Kollege am Tisch, der noch seinen Joghurt löffelte, er wollte die Dunkelhaarige auch nur aufbauen, was nicht gerade einfach war.

      Naira wartete gespannt, bis die letzte Stunde vorbei sein würde, um sich dann mit ihrem Mann zu treffen. Der Streit von heute früh war vergessen, der Zeitungsartikel beschäftigte die Frau noch mehr. Sie wartete vor dem Gebäude an ihrem Wagen, Spike hatte es sich schon drinnen gemütlich gemacht, aber selbst zehn Minuten später war ihr Mann nicht zu sehen. Die Frau rief ihn an, es ging aber keiner dran, was sie stutzig machte, deshalb rief sie wieder an. Auch nach den drei weiteren Anrufen ging keiner ran, die Uhr verriet ihr, dass der Termin in einer viertel Stunde war, weshalb Naira ihren Hund aus dem Auto nahm und zum Büro von Victor lief.
      Es kamen ihr Kollegen von ihm entgegen, aber auch in seinem Büro sah sie ihn nicht. Einige der Herrschaften saßen noch an ihren Schreibtischen und die Frau wurde herzlich begrüßt. "Ihr wisst nicht zufällig, wo mein Mann steckt?", fragte sie nach, da entdeckte sie auch sein Telefon auf dem Schreibtisch. Kurz ging sie in sich, atmete durch, um jetzt nicht vor den Herrschaften die Fassung zu verlieren, aber die Worte von einem, der Herren machte es ihr wahnsinnig schwer. "Er ist essen gefahren mit Becca.. Vor gut..einer halben Stunde". Naira ließ sich natürlich nichts anmerken, auch wenn es sie traf, sehr traf sogar. Es war nicht die Tatsache, dass er mit ihr Essen war, es war die Tatsache, dass er seine Frau hier hat stehen gelassen.
      "Becca?",fragte Naira und runzelte ihre Stirn, als hätte ihr Mann nichts davon zuhause erwähnt. "Ja, unsere neue Kollegin..Sie hat das Revier gewechselt, ist 'ne gute Polizistin!". Die Frau setzte sich ein Lächeln auf und nickte dem zu. "Hat mein Mann gar nicht erwähnt, dass ihr Zuwachs bekommen habt.. Aber ist gut, ein wenig Frauenpower in dem männlichen Team zu sehen!". Die Männer lachten darüber, einige von ihnen machten sich auf zum Gehen, da griff Naira zu einem Stück Papier aus dem Drucker und einem Stift, um Victor eine kleine Nachricht zu hinterlassen.
      "Mein Kleid sieht toll aus. Passt zu deinem Anzug". Mehr brauchte sie ihn mit Sicherheit nicht schreiben, sie ließ das Papier neben dem Handy, gut sichtbar für ihren Mann, bevor sie das Büro verließ und zum Auto lief. Erst, als sie keiner mehr sehen konnte ließ die Frau ihren Tränen einen freien Lauf, es war wahrhaftig der schlimmste Tag überhaupt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Team hatte die Köpfe zusammengesteckt in der ersten Lagebesprechung, dann waren sie wieder auseinander geströmt. Victor war wie vereinbart unterwegs auf das Schiff, um es sich nochmals anzusehen und hoffte, dass er diesmal etwas fand. Er ging ein zweites Mal sogar durch die große Halle im Schiffsbauch, wo sonst die Autos, die man mit der Fähre rüber brachte, parkte. Doch auch diese wies kaum etwas auf. Die Spurensicherung hatte keinerlei Indiz dafür aufsammeln können, dass ihre gesuchte Person dort unten war. Es waren einfach zu viele Abdrücke, zu viele Reste, die ein Mensch hinterließ. Einen Wagen hatte sie nicht mitgebracht. Victor kratzte sich an der Wange und grunzte. Die Polizistin, die ihn heute begleitete war Becca. Sie war neu, aber sie war sehr feist hinter den Ohren und erinnerte ihn in manchen Situationen an seine Frau. Sie war es zwar noch nicht, aber sie würde es werden und eigentlich war sie es schon lange führ ihn.
      "Nicht verzagen. Wir gehen erst einmal Essen und dann klärt sich vielleicht der Kopf.", schlug sie schließlich vor.
      Victor schüttelte aber daraufhin den Kopf. Er hatte kein Interesse mit ihr Essen zu gehen. Er besah sich immer noch unzufrieden ein paar Schleifspuren am Boden und ging wieder Richtung Ausgang. Sie fuhren schließlich wieder zurück ins Revier und Victor setzte sich noch einmal hinter seinen Schreibtisch.

      Auch wenn ihn seine Frau heute Morgen noch einmal daran erinnert hatte, dass sie am Nachmittag den Termin hatten, vergaß er es wieder. Allen voran, als er sich nach mehrmaligen Bitten dann doch hatte überreden lassen mit Becca essen zu gehen. Sie lächelte triumphierend über ihren Pommes. Sie hatte Victor gerade eine Fritte stibitzt und lehnte das Kinn auf ihrer Hand an.
      "So grimmig, Vic...", sie lachte. Victor hatte nicht viel mit ihr gesprochen, hielt es aber nicht für schlimm, dass er mit ihr Essen ging. Auch nicht, weil Becca ihm so nahe kam. Das schlimmere war eher, dass er die Zeit vergaß. Außerdem glaubte er noch genug Zeit zu haben, um pünktlich wieder zurück zu sein...Aber so ganz ohne Handy konnte man auch nicht erinnert werden.

      Als Becca und Victor wieder zurück ins Revier kamen, lugte einer der Kollegen hinter seinem Schreibtisch hervor: "Parker? Deine Frau war hier. Die sah alles andere als glücklich aus.", damit war bereits die erste Warnung gesetzt. Die Bombe explodierte aber erst, als er sein Handy auf dem Schreibtisch sah, die Uhr aus dem Augenwinkel wahrnahm und den Zettel lesen konnte. Er war zu spät. Er hatte es total vergessen gehabt und selbst wenn er jetzt noch los fahren würde, käme er zu spät...
      "Fucking hell...", fluchte Victor und griff nachdem Handy, um Naira anzurufen. Er überlegte kurz was er sagen sollte, aber da gab es bestimmt nichts mehr zu sagen. Er hatte schon wieder eine so einfache Aufgabe vermasselt.
      "Komm schon...geh ran...", ungeduldig lief er im Zimmer auf und ab und schloss irgendwann energisch die Tür hinter sich, damit die neugierigen Blicke ausgesperrt blieben. Mehrmals erklang das Freizeichen, dann ging die Mobilbox ran. Naira ignorierte seine Anrufe, das spürte er, auch wenn er es nicht sah.
      "Shit...Naira? Geh doch bitte ran. Ich...Scheiße, ich weiß, ich habe es verpennt...Tut mir leid.", sprach er ihr auf die Mailbox, wollte es dabei aber nicht belassen und rief noch einmal an. Natürlich ohne Erfolg. Verdammte Becca...musste sie so sympathisch sein und ihn ablenken können von seiner eigentlichen Arbeit?
    • Naira O'Connor

      Wütend und mit Tränen in den Augen lief Naira die Treppen runter und setzte sich letztendlich in ihr Auto, um die Tür zuzuknallen. Ihren Kopf warf sie auf das Lenkrad und musste sich zusammenreißen, um nicht einfach den Wagen zu starten und gegen den nächsten Baum zu fahren, aber ein Laut eines Hundes machte sie darauf aufmerksam, dass ihr Hund vor dem Auto wartete. Er war ihr gefolgt, aber sie hatte ihn ausgesperrt. Mehrmals entschuldigte sich die Frau dafür, aber ihr Hund war eher besorgt, dass die Tränen ihr über die Wangen kullerten.
      Mit Spike auf dem Beifahrersitz fuhr Naira den Parkplatz runter, sie schaffte es gerade noch so den Termin fünf Minuten vorher abzusagen, sie sprach von einem Notfall, die Besitzerin des Ladens war sehr freundlich und verstand die Situation. Gerade legte sie auf und wollte sich in den Verkehr einscheren, da rief ihr Mann auch schon an. "Vergiss es, Arschloch..",murmelte sie und warf das Handy nach hinten, um sich nicht während der Fahr abzulenken. Es wäre fatal, wenn sie jetzt mit ihrem Mann darüber diskutierte, ob sie jetzt übertrieb oder nicht, oder ob der Termin zu verschieben ist, denn damit würde sie den Wagen wirklich gegen den nächsten Baum befördern und das freiwillig.
      Sie fuhr einfach vor sich hin, den Highway entlang der Küste, an der sie heimisch geworden sind. Sie hätte den nächsten Parkplatz anfahren können, aber es war ihr zu gefährlich, dass ihr Mann sie noch so nah an der Stadt finden könnte und mit ihm wollte sie nichts zu tun haben. Eine halbe Stunde, vielleicht auch noch länger, vielleicht auch eine Stunde fuhr sie entlang der Küste, bis sie den Ansatz der nächsten Stadt fand. Am Strand waren mehrere kleinere Büdchen zu sehen, da hielt Naira zur aller erst an, um sich umzusehen. Sie könnte einen Mord begehen, wenn sie nicht gleich runterfahren würde und das alles, weil Victor meinte, mit seiner neuen Kollegin essen gehen zu müssen, anstatt mit seiner Frau ihr scheiß Brautkleid zu kaufen. Naira ließ ihren Hund raus, nachdem sie geparkt hatte und hatte das Glück an einem der Büdchen Zigaretten kaufen zu können. Ein wenig Freundlichkeit konnte sie noch aufbringen, aber letztendlich war es dem Mann hinter der Theke wahrscheinlich sowieso egal. Dann lief Naira mit ihrem Hund einfach vor sich hin, um einen Ort zu entdecken, an dem an dem frühen Abend keiner sein würde. Sie musste dafür zwar einen Stück von ihrem Auto laufen, aber sie fand einen Ort mit vielen Steinen, an dem sich vermutlich keiner traute, denn mit den Steinen war es mehr als nur unangenehm. Sie setzte sich an einen der größeren Steine, ließ Spike ein wenig im Wasser toben und blickte auf ihr Telefon, um die Mailbox anzuhören. Mehrmals schnaubte sie, aber wenn Victor glaubte mit einem einfachen 'Es tut mir Leid' davon zu kommen, dann hat er sich gründlich geirrt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nachdem Naira auch beim fünften Anruf nicht abhob, konnte er sich sicher sein, dass ihm seine Freundin sehr wütend war. Victor holte aus und beförderte die Akte, die auf dem Tisch saß direkt vom Tisch und hinein in den Mülleimer. Es kotzte ihn an. Der Fall kotzte an, Naira nervte mit der Hochzeit und auch sonst scheint nichts zu laufen. Zaghaft klopfte es kurz darauf an der Tür. Fast hatte Victor gehofft es sei seine Freundin, aber stattdessen lugte Becca herein. Sie entschuldigte sich mit einem unschuldigen Lächeln.
      "Detective?...Tut mir leid, wenn ich störe. Ist alles in Ordnung.", fragte sie und ihre Augen fielen sofort auf die Akte, die im Mülleimer lag und die Blätter die daraus gefallen waren und neben dran auf dem Boden verteilt waren. Victor hielt sich eine Hand an die Stirn und versuchte tief und ruhig durchzuatmen, aber es machte ihn nur noch wütender, dass die Frau nun hier war. Sie brachte ihn durcheinander. Genau so wie Naira es damals bei ihrem ersten Treffen getan hatte. Und Victor wusste, wie schwer das werden konnte für ihn.
      Becca schloss die Tür hinter sich und offenbarte zwei Pappbecher. Einen davon hielt sie Victor hin: "Ich dachte ein schwarzer Kaffee für die Verdauung wäre nicht schlecht und dann kann man noch einmal über die Notizen sehen."
      "Heute wird ein Scheißdreck gemacht, Becca.", knurrte Victor und stiefelte hinter seinen Schreibtisch, setzte sich aber nicht hin.
      Becca legte den Kopf schief, zog sich einen Stuhl heran und setzte sich hin. Den Becher für Victor stellte sie auf den Tisch, damit er es immer noch annehmen konnte. Das tat er auch, nachdem er eingesehen hatte, dass seine Frau sich auch nicht mehr zurückmelden wird.
      "Das wird doch bestimmt wieder...", sagte sie leise, als 5 Minuten der Stille ins Land gezogen waren und Victor immer noch nicht sprach. Sie wusste zwar nicht worum es ging, aber ihre Worte passten in jeder Situation. "Darf ich fragen was los ist? Vielleicht hilft es ja?"
      Victor hob den Kopf, ließ sich in den Stuhl fallen und krallte sich den Kaffeebecher, um einen Schluck von zu nehmen. Die Bitterkeit des braunen Getränks half ihm sogar die Gedanken zu ordnen. Es half jetzt nichts und es brachte allesamt nicht sich aufzuregen, wenn Naira sich nicht meldete. Sie hätten locker noch ankommen können oder sich einen anderen Lagen suchen oder...Oder...Victor rutschte auf dem Stuhl nach unten, massierte sich die Schläfen und sah an Becca vorbei, die weiterhin die Aufmerksame spielte.
      "Meine Frau...beziehungsweise Freundin...geht nicht ans Telefon. Ich habe heute den Termin beim...keine Ahnung wie man die Leute nennt...verpennt. Wir hätten heute Anzug und Kleid anprobieren sollen...", er schnaufte schwer. Von sich war er auch enttäuscht und Beccas nach Luft schnappen, half ihm überhaupt nicht.
      "Na ja...das passiert doch mal. Wann...wann ist denn die Hochzeit. Darf man schon gratulieren?", sie lächelte süß. Victor musterte sie. Sie war wirklich hübsch...und so nett. Verständnisvoll in dem Moment, dass sie ihm wahrlich einreden konnte, dass er sich nicht so aufregen sollte. Und auch ein wenig des Schuldgefühls nahm sie ihm. Was möglicherweise gar nicht so klug war.
    • Naira O'Connor

      Ihre Finger zitterten, als Naira ihrem Mann eine Nachricht schicken wollte und bemühte sich, ihn nicht mit einer einzigen Nachricht auseinander zu nehmen, aber letztendlich löschte sie diese wieder und drückte das Telefon wieder weg. Die ungeöffnete Packung Zigaretten lag in ihrem Schoss, sie hatte es schon lange nicht mehr gewagt gehabt eine Zigarette in den Mund zu nehmen, ihrem Mann zuliebe, wie eigentlich fast alles, was sie inzwischen tat. Seine Worte von heute früh kamen ihr wieder in den Sinn, ihre Wut stieg wieder, da griff sie doch zu einer Zigarette und zündete sie sich an. Der erste Zug war ungewohnt, das Husten kam ihr, aber der zweite fühlte sich schon gleich viel besser an. Es gab nur eine Person, mit der sie richtig sprechen konnte, wenn es um Victor ging und die rief sie auch an. Es klingelte mehrmals, dann hob Alex ab und seine müde Stimme ging dran.
      "Naira?",fragte er ein wenig verwirrt. "Habe ich dich geweckt?", fragte sie, denn an die Zeitverschiebung hatte sie gar nicht mehr gedacht. Naira zog wieder an ihrer Zigarette. "Mein Wecker hätte.. In..äh.. zwanzig Minuten sowieso geklingelt..". Er gähnte und man hörte, dass sich der Mann erhob, um mit seiner ehemaligen Freundin sprechen zu können. "Was hat er dieses Mal wieder getan?". Er klang ein wenig genervt, woraufhin Naira schnaubte. "Woher willst du wissen, dass er wieder etwas getan hat?". "Du rauchst.. und du rauchst nur, wenn dieses Arschloch dir wieder etwas getan hat". Naira schnaubte wieder einmal, dann fragte sie nach Alex Wohlbefinden, aber er wollte wissen, was nun los war. Die Tränen rannten ihr wieder über die Wangen.
      "Es fing damit an.. Dass er mir heute morgen wieder auf die Nase gebunden hat.. dass ich schlechter gestellt bin.. er hat mich LEHRERIN genannt.. ich bin keine verfickte Lehrerin.. und dann hatten wir einen Termin für das Kleid und den Anzug.. Ich habe echt lange gebraucht um einen Laden zu finden, der so kurzfristig etwas abstecken würde.. Die Frau hat extra eine Stunde für uns frei gemacht..nur.. damit dieses Arschloch mit seiner verfickten neuen Kollegin essen geht.. Er hat sein Handy nicht dabei gehabt und ist mit ihr essen gegangen.. Ich habe ihm mehrmals erwähnt gehabt, dass dieser Termin wichtig ist!". Sie hatte angefangen zu weinen und ihr Hund gesellte sich zu der Frau, um sie zu trösten. Alex sprach zunächst nicht, dann holte er tief Luft und seufzte. "Das ...ist bitter..". "Ich weiß, dass es bitter ist! Und weiß du warum am meisten?! Weil ich ihn in drei Tagen heiraten soll und so langsam bezweifel, ob es überhaupt passiert! Er wollte so schnell heiraten! Ich kümmere mich um alles und er schafft es nicht, einen scheiß Termin einzuhalten!".
      Es war schwierig Naira in diesem Moment zu beruhigen, dass sah auch Alex ein, deshalb legte er auf, nachdem er auf Naira eingeredet hatte, sie solle ihm die Chance geben, kurz mit Victor zu reden. Widerwillig stimmte sie dem zu, aber die warnte Alex, dass sie heute nicht mehr nach Hause kommen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Becca hatte sich die Zeit genommen und hatte Victor tatsächlich zu gehört und ihrem Gesichtsausdruck nach, war sie auch wirklich an seiner Version der Geschichte interessiert. Leider legte sie immer den Kopf zur Seite, wenn sie etwas nicht verstand. Sie machte das automatisch und konnte das gar nicht aufhalten. Dann fand Victor, dass sie sehr dumm aussah und das gefiel ihm nicht. Er mochte keine Frauen, die dumm waren. Naira war das nicht. Er selbst...Gott verdammt, er selbst war dumm und es reichte doch, wenn einer von ihnen sich nicht zusammenreißen konnte. Victor stöhnte hin und wieder mal und warf sich von einer Seite zur anderen. Er überlegte sie noch einmal anzurufen, aber Becca trat dazwischen. Wortwörtlich, denn sie stand auf, kam um den Tisch herum und nahm ihm das Handy aus der Hand. Die Frau war forsch. Sie war neu und doch hatte sie keinerlei Berührungsängste zu ihrem Teamleiter. Victor sah sie kritisch an, doch sie ließ sich von seinem blick nicht verjagen.
      "Lass ihr Zeit, Vic. Sie brodelt bestimmt innerlich und egal was du ihr jetzt sagen wirst, es wird nicht ankommen, wie du es willst.", beschwichtigte ihn Becca und lehnte sich dann an den Tisch neben ihn. Victor dachte über ihre Worte nach, bevor er das Handy bei Seite legte und aus dem Fenster sah, um nicht Becca anzusehen, die sicherlich sich wissend gegen den Tisch lehnte und die Beine überkreuzte.
      Da klingelte das Handy und Victor wäre vom Stuhl gefallen, wenn er sich nicht gefasst hätte. Doch es war nicht Nairas Name, der auf dem Handy stand, sondern Alex Nummer. Grimmig ging er ran. Immer wenn es mal nicht zu einem Wortaustausch kam zwischen den beiden, kam Alex als Vermittler dazwischen. Scheinbar verstanden sich die beide zu gut und Victor konnte gleich gegen zwei auf einmal argumentieren.
      "Victor, Victor, Victor...Was habe ich dir darüber gesagt, wie du dich Naira gegenüber verhalten sollst?"
      Victor sagte noch nicht einmal etwas. Alex konnte sich aber das genervte Gesicht des Rothaarigen direkt vor seinen Augen vorstellen.
      "Naira ist alles andere als glücklich mit dir und mir gefällt das nicht. Was hast du dir dabei gedacht und wer ist diese Kollegin mit der du essen warst?"
      Victor schnaufte und sah zu Becca die interessiert die Augenbrauen gehoben hatte. Victor winkte sie raus. Nur widerwillig ging sie.
      "Niemand besonderes...", antwortete er schließlich auf Alex Frage.
      "Ja, aber du hättest dir echt nen besseren Zeitpunkt aussuchen sollen...Du bist echt ein Mistkerl..."
      "Nun mach mal halblang. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe."
      "Ja, und wie willst du es wieder hinbiegen? Naira will nicht mit dir reden und nach Hause kommen, wird sie auch nicht.", sagte Alex.
      "Wie sie will nicht nach Hause kommen? Aber sie muss...wo will sie sonst hin."
      Alex schüttelte den Kopf und gab ein genervtes Seufzen von sich. Im Hintergrund hörte Victor Wasser laufen. Er schien im Bad zu sein.
      "Jetzt ohne Scheiß, Victor. Das war eine miese Aktion. Ihr heiratet in drei Tagen und da möchte ich Naira glücklich sehen und mich betrunken..."
      "Fick dich Alex."
      "Oh nein, Freundchen. Du solltest echt mal an deinen Prinzipien arbeiten. Sonst werde ich kommen und dann wars das mit deiner Scheiß Beziehung. Naira hat dich nicht verdient...", feuerte Alex zurück und bereute seine Worte im Nachhinein, denn er war einer der wenigen, die mitbekommen hatten, wie schwer Nairas Verschwinden den Mann getroffen hatte. Nur zu verständlich war es da, dass er nicht wollte, dass sie heute Nacht nicht zu Hause war.
      Victor sog die Luft scharf ein und stieß sie wieder aus: "Ich weiß. Man...ich habs vergessen...Weißt du ob Naira abnehmen wird, wenn ich sie anrufe?"
      "Keine Ahnung. Versuch es."
      Vctor stand wieder auf, um ein paar Runden die Wände im Raum abzugehen. Er bat Alex darum mit Naira zu reden, dass sie ihn anrief oder dass sie wenigstens seinen Anruf entgegen nahm, weil er mit ihr reden wollte.
    • Naira O'Connor

      Zehn Minuten und drei Zigaretten später klingelte wieder ihr Telefon. Naira blickte auf ihr Handy und ging dran, weil es Alex war,der sie anrief. "Am liebsten würde ich dir sagen, dass du ihn verlassen sollst und ich dich in wenigen Stunden abholen werde, um dich zur glücklichsten Frau der Welt zu machen.. Aber ich weiß, dass dich nur dieser Mistkerl glücklich machen kann".
      Naira wollte schon fast beleidigend werden, aber sie stimmte dem letztendlich zu, weil Alex recht hatte. "Und was sollen mir diese Worte helfen?". Es gab nichts, was Victor ihr sagen könnte, was sie besser stimmen würde und deshalb gab es auch nichts, was Alex ihr sagen könnte, was ihr die Laune verbessern würde.
      "Ich habe ihm gesagt, dass er ein Vollidiot ist und ihn richtig fertig gemacht". Naira schnaubte und schüttelte den Kopf, sie beobachtete, wie die Wellen immer wieder auf den Strand stießen und somit das Wasser näher zu ihr beförderten. Alex seufzte.
      "Er hat mich gebeten, dich darum zu bitten ans Telefon zu gehen, wenn er dich anruft". Da schnaubte die Frau wieder und schüttelte den Kopf. Einen Moment brauchte sie, um zu realisieren, dass Alex es nicht sehen konnte. "Vergiss es". "Komm schon.. ich mag den Kerl auch nicht.. Ich hasse ihn teilweise sogar.. aber er bereut es.. Ich habe es gehört.. gib ihm wenigstens die Chance dir zu sagen, was er zu sagen hat".
      "Ich will nicht hören, was er zu sagen hat..". "komm schon.. dann rufst du mich danach an und wir gucken, was du dann machst, okay?". Widerwillig stimmte Naira dem zu und wartete,nachdem Alex aufgelegt hatte. Sie würde nicht anrufen, sollte es Vic tun, wenn es ihm überhaupt wichtig war, seiner Frau war es letztendlich egal. Sie griff zu einer weiteren Zigarette, sollte sie sich doch etwas einholen und sterben, das würde nichts an ihrem Wohlbefinden ändern, rein gar nichts. Sie wartete, bis ihr Mann sie anrufen würde, dann würde sie sich anhören, was er ihr zu sagen hat.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor lief auf und ab. Er wartete ein paar Minuten ab, gab Alex damit die Chance Anira davon zu überzeugen, dass sie noch einmal mit ihm reden sollte. Natürlich glaubte er nicht, dass das so einfach war. Aber Alex war der einzige mit dem sie jetzt sprach. Das wusste er. Sie sprach oft mit ihm und sie kannten sich gut. Wussten über ihr gegenseitiges Leben bescheid. Anfangs hatte es Victor wütend gemacht, aber es gab keinen Grund auf Alex wütend oder eifersüchtig zu sein. Er war...Er war keine Gefahr mehr und unterstützte in jeglicher Hinsicht ihre Ehe.
      Als nach 20 Minuten sein Handy noch immer nicht klingelte, machte er den Schritt. Nicht, dass er wirklich geglaubt hatte, dass Naira ihn nun anrief. Er wusste, dass es an ihm lag, wie so oft, dass er zuerst sich entschuldigte.
      Er rief also an und wartete geduldig darauf dass sie abnahm. Jetzt blieb er sogar vor seinem Fenster stehen und sah hinauf auf das Dach unter ihm. Als es endlich das vertraute Knacken in der Leitung gab, als Zeichen dafür, dass jemand ranging, sah Victor sogar noch einmal kurz auf den Bildschirm, um sicher zu gehen, bevor er er anfing zu reden: "Naira? Gut, dass du endlich abnimmst...Hör zu...", er glaubte nicht daran, dass sie es tat, aber er hoffte es. Letztlich musste sie auch nichts sagen, nur wieder nach Hause kommen, wie er dachte, "Schatz...hör zu, okay? Ich...Ich habe es verpennt, ja? Der Tag war ein wenig drunter und drüber und...Ich habe in dem ganzen Aufruhr vergessen mein Handy mit zu nehmen. Die Kollegin hat so unglaublich gebettelt mit ihr was zu Essen zu schnappen und...ich habe die Zeit vergessen gehabt.", natürlich war das eine erklärung, aber auch eine große Ausrede dafür, um seine Frau möglicherweise zufrieden zu stellen.
      "Alex hat angerufen und...Das ist wohl das beste Anzeichen dafür, dass du mich gerade zum Teufel jagen willst...", Victor fuhr sich durch die Haare und stellte sich das wütende Gesicht seiner Frau vor, "Aber...du musst nach Hause kommen, okay?", natürlich konnte es Victor nicht dabei belassen sich zu entschuldigen. Er musste ihr sagen, dass sie wieder nach Hause kommen sollte.
    • Naira O'Connor

      Das Handy klingelte irgendwann und auch wenn die Frau das Bedürfnis hatte, es einfach klingeln zu lassen ging sie wie versprochen dran. Sie hörte sein Atem und dann seine Stimme, musste mit sich kämpfen, um nicht wieder in Tränen auszubrechen. Es tat weh seine Stimme zu hören, es tat weh seine Wort zu hören und es tat verdammt weh daran zu denken. Ihre Brust zog sich zusammen, als Victor sie wieder als sein Schatz bezeichnete, aber es half nicht bei dem, dass sie wütend auf ihn war. Er sprach auch von Alex und davon, dass sie nach Hause kommen musste. Eigentlich hatte Naira gar nicht vor gehabt etwas zu sagen, aber seine Worte machten sie wieder so unglaublich wütend.
      Naira behielt noch ihre Fassung, auch wenn die Stimme durch das Weinen ein wenig brach. "Ich muss gar nichts, Victor.. Okay?". Sie holte tief Luft, um immer noch ihre Fassung zu behalten. "Ich soll dich.. in verdammten..scheiß verdammten drei Tagen heiraten..und was tust du dafür?.. genau nichts.. meinetwegen alleine müssen wir nicht heiraten.. wenn wir es nur tun, damit ich glücklich bin, dann blasen wir alles ab..Fertig..". Ihr Hund hob den Kopf hoch, als würde er es nicht richtig verstehen, was sein Frauchen da von sich gab.
      "Ich brauche auch nicht einen Mann zu heiraten, der mich bei den kleinsten..banalsten Sachen belügen muss.. Am Schreibtisch sitzt sie also.. ich glaube nicht, dass eine Polizistin, die in deinem Team ist.. am Schreibtisch sitzt.. bei euch sitzt keiner am Schreibtisch!". Sie war etwas laut geworden, aber beruhigte sich wieder, um nicht sinnlos zu schreien. "Es ist mir scheiß egal, wie viele Frauen in deinem Team arbeiten Victor.. Aber wenn du mir schon so etwas sagst, dann sollst du gefälligst ehrlich zu mir sein!". Tränen rannten ihr wieder über die Wangen, aber sie versprach sich stark zu sein und so sehr sie sich nach seiner Brust sehnte, um sich daran zu lehnen, so sehr hasste sie den Mann auch gerade.
      "Ich hatte auch einen scheiß Tag.. eine scheiß Woche.. und ich bereite noch die scheiß Hochzeit dazu! Aber es interessiert dich ja nicht, weil du es vergessen hast, obwohl ICH dich schon daran erinnert habe.. Weil es dir scheiß egal ist, gib es einfach nur zu, mehr will ich doch nicht!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er hätte einfach den Mund halten sollen. Kaum hatte er seine Worte ausgesprochen und gefordert, dass er sie heute Abend zu Hause sehen soll, kniff er die Augen zusammen und presste die Lippen aufeinander. Nein, sie hatte recht. Sie musste gar nichts und erst recht nicht wenn er es ihr sagte und von ihr forderte. Problem war nur, dass der Schatten, den er all die Zeit versteckt hielt in einer Truhe, wieder hervor schlich und er war nicht gerade angenehm. Er nahm ihm die Luft zum Atmen, denn die Angst sie zu verlieren, weil sie aus eigenen Stücken entschied zu gehen war zu groß. Er machte sich Sorgen, dass sie ihm nicht einmal mehr sagen wird, wo sie hingeht oder ob es ihr gut ginge.
      Victor biss sich auf die Faust, um nichts zu erwidern, als er ihre Antwort hörte. Das eskalierte alles wieder und er bekam, mehr als er eigentlich erwartete. Sie war unglaublich wütend und verletzt und er konnte nichts tun. Leise fluchte er wiederholt in seine Faust und lauschte den Anschuldigungen seiner Frau. Alles stimmte, so wie sie es sagte. Bis auf die tatsache, dass ihm die Hochzeit egal war. Denn das war sie nicht.
      Victor tippte sich an die Stirn und schüttelte den Kopf, während er es wieder aufnahm im Büro auf und ab zu gehen: "Ja, ist gut. Du hast ja recht. Keiner von uns sitzt an Schreibtischen...Sie...ist neu, aber an sich sitzen sie größtenteils nur hinter dem Tisch und wälzen die Akten...", er schüttelte den Kopf, denn eigentlich wollte er sich nicht in der Diskussion verrennen, wer oder was Becca für ihn war. Denn er wusste, dass das noch viel gefährlicher werden konnte.
      Und als Naira äußerte wie gut ihre komplette Woche war, traf es ihn direkt im Herzen.
      "Naira...es ist mir nicht egal...Es ist mir einfach nur entgangen...mir entgeht vieles...", er wollte sie beschwichtigen, aber wohl mit den falschen Worten, "Ich...ich schau, dass ich einen zweiten Termin hinbekomme, okay? Dann suchen wir dir ein schönes Kleid aus und...wir heiraten...so wie du es dir vorgestellt hast. In Ordnung? Ich habe keine Zweifel daran...ich will dich als Frau, und...ja, das hätte ich heute auch zeigen sollen, in dem ich pünktlich zum Termin da wäre...Es tut mir leid."
    • Naira O'Connor

      "Dir entgeht scheiße noch einmal alles! Victor!". Naira versuchte sich wirklich zu zügeln, aber sie war einfach so verletzt, dass es ihr kaum möglich war sich zusammenzureißen. Ihre Gefühle spielten verrückt und wenn sie ehrlich war wusste die Frau nicht, wie sie damit umgehen sollte. Die Tränen waren kaum aufzuhalten, ihre Wut wechselte sich so langsam in Trauer und Enttäuschung. "Du verstehst es echt nicht Victor.. Es gibt keinen zweiten Termin.. Ich musste mir schon den Arsch aufreißen um diesen zu bekommen.. und dann finde jemanden, der alles fertig macht für in drei Tagen.. Ich habe mir für alles den Arsch aufgerissen und wenn es wenigstens die Arbeit wäre, wegen der du es vergessen hast.. Das hätte ich noch verstanden.. Aber da du mir scheinbar verheimlichen musst, dass Frauen bei euch nun auch vorhanden sind UND du mit ihnen ..oder ihr auch noch enger arbeitest.. Vic ich bin nicht blöd, ich kann eins und eins zusammen zählen.. Frag doch sie einfach, ob sie dich heiratet, dann braucht sie dich nicht anzubetteln.. bei ihr klappt es ja noch wenigstens..Vielleicht sollte ich mir demnächst Tipps holen, wie ich meinen Mann am besten dazu bringe, simple Sachen zu machen, die auch für ihn wichtig wären..". Es war das erste Mal, dass sich in Naira Gefühle von Eifersucht zeigten, sonst war sie eher selten jemand, der eifersüchtig wurde, weil sie es nicht brauchte.
      Sie seufzte, um letztendlich zu einer Zigarette zu greifen, die Sucht half ihr wenigstens sich nicht in das Wasser zu werfen, welches vor ihr war. Oder gegen einen Baum zu fahren. "Ich..", sie seufzte, es half ihr nicht dabei, die richtigen Worte zu finden. "Ah ist doch scheiß egal..". Sie legte auf, es war ihr zu viel und sie verrannte sich in etwas, was nicht weiter half. Es war doch sowieso egal, was sie da sagte, er würde es sowieso nicht besser machen und nach der Heirat würden sie wieder dort stehen, wo sie nun standen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hörte ihr stumm zu und fand kaum Widerworte. Es lag ja an ihm das alles in die richtigen Wege zu leiten. Aber wenn man es sich so überlegte, war betrunken einen Heiratsantrag machen und diesen dann wegen eines Streits noch einmal nüchtern zu erneuern nicht gerade die beste Basis auf der eine Hochzeit basieren sollte. Victor grummelte leise, schnappte nach Luft, weil er etwas sagen wollte, hielt dann aber inne, bis sie fertig gesprochen hatte. Er hörte es genau, dass sie weinte. Und er hörte Rauschen von Wasser im Hintergrund. Da seine Entschuldigungen ins Nichts gingen, reagierte er nun schneller als es ihm lieb war. Er fuhr den PC hoch, trug ihre Nummer und seine Nummer in ein Programm ein, dass innerhalb von weniger als einer Minute zurückverfolgen konnte welche Telefonmasten genutzt wurden. Er wusste genau, dass sie nicht nach Hause kommen wird, wenn er se nicht eigenhändig dorthin verfrachtete. Also musste er wissen wo sie sich aufhielt. Das Telefonat reichte gerade mal dazu aus, um ihren Standort festzulegen. Es war weiter weg, als er vermutet hatte und das wiederum machte ihn wieder unzufrieden. Da machte es sich nicht gerade besser, dass Naira Anzeichen von Eifersucht zeigte gegen Becca. "Was soll das denn nun heißen? Unterstellst du mir, das sich frem-", das Telefonat brach ab. Sie hatte ihm nichts mehr mitzuteilen. Victor sah verblüfft auf das schwarze Display und kämpfte mit der Wunsch das Telefon auf den Boden oder an die Wand zu schmeißen. Aber er brauchte es noch. Schnell machte er ein Bild von den Koordinaten, wo er sie finden wird.
      "So ein Scheiß...", es war eh schon spät, also beließ er es mit der heutigen Arbeit dabei, was er gemacht hatte und fuhr den PC wieder runter. Er sagte bei seinem Team bescheid, dass er Home Office machen wird und wenn was sein sollte, sollte man ihn anrufen. Becca dagegen ignorierte er jetzt, weil er ihr die Schuld unter anderem dafür gab, dass er nun mit Naira stritt.
      "Idiot...", auf dem Weg zum Wagen versuchte er sich daran zu erinnern in welchem Laden sie die Anprobe haben wollte und kämpfte mit seiner löchrigen Erinnerung. Dass er gerade auf 180 war half ihm nur wenig.
      Victor stieg in den Wagen und setzte aus der parkbucht zurück, sobald er die Straße angegeben hatte in das Navigationssystem. Dann raste er voraus zum Highway. Es würde in etwa eine oder 2 Stunden brauchen. Es kam wohl auf den Verkehr an. Gleichzeitig versuchte er Naira noch einmal anzurufen. Vielleicht konnte er sie ganz ungeniert nach dem Namen des Ladens fragen...Konnte ja nicht so schwer sein bei denen einen Termin zu bekommen.
    • Naira O'Connor

      "Komm Spike, wir laufen ein wenig", Naira wollte sich ein wenig ablenken, etwas spazieren gehen, aber ihr Hund wollte nicht, er blieb liegen und deutete seinem Frauchen an, ihn zu kraulen. Ein Lächeln bildete sich wieder auf Nairas Lippen, sie entschloss sich wieder Alex anzurufen, während ihre Hand durch das Fell ihres Hundes strich.
      Er ging dran, fragte sofort wie es lief und die Frau erzählte es ihm. "Du warst echt hart", stellte er fest. "Mhm", stimmte ihm die Frau zu, die Wut war schon fast vergangen, jetzt kämpfte sie noch mit der Trauer und der Enttäuschung.
      "Es ist einfach generell ein scheiß Tag.. Hast du den Artikel gelesen?". Naira hatte es Ramirez und Alex zugeschickt, damit sie es sich ansehen konnten. "Du meinst der, in dem du fertig gemacht wurdest?". Seine Worte halfen nicht, aber die Frau stimmte dem zu. "Ich dachte eigentlich, meine Alpträume wären der Höhepunkt für den heutigen Tag.. Dann dachte ich, ich werde erlöst, nachdem ich diesen scheiß Artikel gelesen habe.. Und dann kam der scheiß mit Victor und am liebsten würde ich gegen den nächsten Baum fahren". Es war still am anderen Ende der Leitung. "Du hast wieder Alpträume?". In diesem Moment biss sich die Frau wieder auf die Zunge, sie wollte es nicht erwähnt haben.
      "Weiß Victor inzwischen davon?". Daraufhin seufzte Naira, sie erklärte mal wieder, dass es keine Gelegenheit für sie bisher gab, es ihrem Mann zu sagen. Alex war damit nicht zufrieden, aber er sagte ihr, dass er nichts sagen würde. Ob er es wirklich für sich behalten würde verriet er ihr dabei nicht, es juckte ihn in den Fingern es Victor zu sagen, einfach, weil er sich Sorgen um seine Ex-Freundin machte. Sie brauchte Hilfe, aber er wusste auch nichts vom Therapeuten.
      Alex versuchte die Dunkelhaarige davon zu überzeugen, nach Hause zu gehen, aber sie gab nur Widerworte von sich, bis sie letztendlich auflegte. Sie würde nicht nach Hause fahren, da könnte sich Victor auf den Kopf stellen, oder sich so oft entschuldigen, wie er mag. Es wurde zwar schon langsam dunkel, aber die Sonne, die vor ihren Augen unter ging hatte auch etwas gutes an sich. Wenn sie unten wäre, würde sich Naira eine Bleibe für die Nacht suchen, um wenigstens duschen zu können, oder was essen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte sich kaum Gedanken darüber gemacht was Naira nun davon hielt, dass er ihr nachspionierte. Aber eigentlich nutzte er das ja bloß, um sie in Sicherheit zu wissen und damit er sie wieder nach Hause bringen konnte. Ob sie das gut fand oder nicht, dachte Victor, konnte ihm egal sein. Ihr musste es gut gehen und wenn sie nicht bei ihm war, nicht zu Hause, dann war es das nicht. Er hatte sich aufgrund dieses Gefühls bereits zweimal dagegen gewährt einen längeren Aufenthalt außerhalb des Staates zu machen, obwohl es ein sehr profitabler Job gewesen sei. Aber, in seiner Position konnte er sich das noch erlauben. Die Betonung lag dabei aber auf noch. Als er im Stau stand, entschied er sich dazu einfach ein paar Läden durchzu telefonieren, die Brautmode anboten. Da Naira nicht abnehmen wollte und scheinbar mit jemand anderem telefonierte, musste er sich die Zeit vertreiben. Unruhig tippte er dabei auf dem Armaturenbrett, bis endlich jemand an das Telefon ging und sogar wusste, war mit Naira O'Connor gemeint war.
      Sie wünschte ihnen Beileid und dass sie hoffe, dass bei dem Notfall alles in Ordnung sei. Victor verstand erst nicht, beruhigte die Frau dann aber und diskutierte mit ihr darüber, ob es nicht doch möglich wäre einen Termin zu bekommen. Nur eine Stunde. Weder Victor noch Naira waren sehr wählerisch, das hieß, sie wären doch recht schnell fertig, selbst mit dem Abstecken ihres Kleides. Die Frau ließ sich lange nicht überzeugen und lehnte vehement ab. Bis sie dann nachgab, hatte Victor fast die Geduld verloren. Doch sie gab ihnen einen Termin spät am Abend am Folgetag. Victor bedankte sich mehrmals.

      2 Stunden später, der Dank ging an die vollen Highways, schaffte er es endlich an dem Ort anzukommen, wo das GPS Signal hergekommen war. Er ließ den Wagen quer über zwei Parkplätze stehen und als jemand sich lauthals beschweren wollte, zeigte Victor der Person seine Dienstmarke. Da wurde die Beschwere nur noch leise in sich hinein gemurmelt. Ganz recht, dachte isch Victor. Er sah sich um, sprang über eine Absperrung und lief über den Strand, wobei er jeden Schritt davon hasste, denn der Sand kämpfte sich ganz schnell in seine Schuhe. Fast weitere 20 Minuten verbrachte er damit Naira in den Winkeln des Strandes zu suchen, bis er sie endlich auf den Steinen am Ufer in einer Bucht entdeckte. Ein Stein fiel ihm vom Herzen, als er sah, dass sie noch lebendig war. Spike war der erste der seinen Kopf anhob, weil er Victor bereits aus der Ferne riechen konnte. Er gab ein unzufriedenes Huffen von sich und teilte seinen Missmut mit. Der Hund schien bereits verstanden zu haben, dass Victor und Naira hin und wieder stritten und meistens Victor daran Schuld war. Er sprach sie nicht an, bis er fast bei ihr war. Im notfall...falls sie meinte wegzurennen, könnte er sie noch festhalten.
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