[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Sie sah alles und die Arbeit beeindruckte sie schon erstaunlich sehr. Ihr fehlte die Arbeit als Detective sehr, aber sie dachte an ihr Versprechen und an das, was ihr zugestoßen war im letzten Fall, doch leider war sie Abneigung nicht so groß, wie erhofft. Ihr kribbelt es in den Fingern, aber sie zeigte nichts, lächelte nur die ganze Zeit und wurde von den Herrschaften viel ausgefragt, dessen Büros sie sich ansehen konnte. Wenn sie doch nur wüssten, dass sie eigentlich eine Mörderin war und sich das alles selbst zuzuschreiben hatte, aber scheinbar war es den meisten egal, sie empfanden sie als eine Art Legende, einen Helden.. So ein Quatsch.
      Als sie Victor erblickte schlug ihr Herz für einen Moment etwas schneller, sie freute sich, ihn zu sehen. "Dir auch Hallo..", murmelte sie kopfschüttelnd, aber mit einem schmunzeln, es war der typische Victor, den sie vor sich hatte, aber es war schön ihn bei der Arbeit zu sehen. "Er hat dir schon die ganze Arbeit abgenommen.. Mir das Revier gezeigt und mindestens schon zehn Jobangebote gegeben". Sie lächelte und blickte sich ein wenig um, es war schon wieder eine Pinnwand mit Indizien zu sehen, Menschen, die hart daran arbeiteten, etwas zu leisten.
      "Und es würde Ihnen gefallen.. Ein Büro, Ihre Leute und eine ganze Abteilung, die Sie leiten könnten.. Ich meine, ich bin zufrieden Detective Parker zu haben, aber Sie dabei wäre wie ein Sechser im Lotto! Sie beiden schlauen Köpfe zusammen!" . Sie schmunzelte, während sie sich Fahndungsplakate an der Wand ansah und schüttelte den Kopf. "Ich überlegs mir..". Sie blickte zu dem Mann, der sichtlich erfreut über ihre Worte war, bevor sie ihren Mann zuzwinkerte, sie würde es sich nicht anders überlegen, aber wenn sie könnte, würde sie sofort ja sagen, ohne wenn und aber. Ihr war aber ihr Mann wichtiger geworden, als sie Arbeit und das hätte sie nie im Leben gedacht.
      "Aber ich entführe jetzt ihren besten Mann hier.. Ich melde mich bei Ihnen". Ein Handschütteln und ein Nicken in Richtung der anderen genügte um sich zu verabschieden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schnaufte, als man ihn darauf hinwies, dass er sie hätte begrüßen können zu erst. Aber das störte ihn nicht. Sie haben sich doch vor ein paar Stunden erst gesehen, warum sollte er Hallo sagen. Außerdem würden sie sich den ganzen Tag sehen. Es waren, auch wenn er um einiges umgänglicher geworden ist, immer noch die Feinheiten, die der Herr nicht zu meistern schaffte. Er versuchte es aber auch nicht, das musste man dazu sagen. Victors Vorgesetzter und Chef der ganzen Veranstaltung hier, grinste breit und versuchte Naira so gut wie möglich für sich zu gewinnen. Victor wollte selbst einschreiten und sagen, dass er seine Verlobte in nichts in der Welt wieder bei so einem Job sehen wollte. Aus mehreren Gründen. Er machte sich Sorgen um ihre Psyche, er wollte sie nie wieder in einer so heiklen Situation sehen und...Sie sollte einfach seine Frau bleiben. Sie zu verlieren würde bedeuten, dass er alles verlor. Victor verabschiedete sich ebenfalls von dem Mann, der dann nur lachend, als hätte er triumphiert, ging. Victor legte einen Arm um Naira und lief mit ihr in Richtung Ausgang. Dabei verabschiedete er sich noch von einer schelmisch grinsenden Truppe, die er sein Team nennen durfte.
      Victor öffnete Naira die Tür damit sie voraus ging: "Ich hoffe du überlegst dir hier gar nichts...Lass den Mann dir den Hof machen...aber nimm kein Angebot an.", sagte Victor und musste dabei ernst drein blicken. Humor zu haben war eine Sache, Humor zu verstehen eine andere. Nachdem sie draußen waren aus dem riesigen Gebäude, fummelte Victor ins einer Hosentasche herum und zog schließlich einen Schlüssel heraus: "Ach ja...Wir haben Privilegien dank Ramirez. Sie hat wohl zu viel Gutes über uns erzählt..."
      Es war ein Schlüssel für einen Dienstwagen, den man Victor einfach in die Hand gedrückt hatte.
    • Naira O'Connor

      "Ich finde es irgendwie schön, dass die so um mich kämpfen", entgegnete die Frau, als sie wieder raus waren und musste lachen. So hatte nicht einmal Ramirez je um sie gekämpft, aber vielleicht auch, weil es eine Frau war und sie ein wenig mehr Respekt und vor allem Distanz wahren konnte. Naira seufzte, Victor war schwer auf das Thema zu sprechen, er wollte nicht, dass sie jemals zurückkommen würde. Sie seufzte leise, er sagte ihr dieses Mal wo es lang ging und was sie zu tun und zu lassen hat, früher hatte sie sich deshalb wahnsinnig aufgeregt, einen Streit angefangen und wäre bereit gewesen, wütend nach Hause zu laufen, aber heutzutage zuckte sie einfach mit den Schultern. "Ich will sowieso nicht zurück", murmelte Naira auf seine Aussage wissend, dass es eine Lüge war. Sie wollte zurück, sogar sehr dringend, alles schrie danach, dass sie endlich wieder einen Stapel Akten vor sich liegen hatte, die sie bearbeiten musste. Sie wollte wieder verzweifeln, sich den Kopf zerbrechen.. Für die Arbeit leben.. Aber da erinnerte sie sich an die kleine Familie, die sie mit Victor nun hatte. Ihr Mann und ihr Hund, zusammen in einem eigenen Haus.. Mit Garten..
      Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als Victor einen Schlüssel aus der Tasche rauskrammte. Sie lächelte wieder, suchte auf dem Parkplatz des Reviers nach dem Wagen, der aufging, wenn Victor auf den Schlüssel drückte. Da staunte wieder Naira nicht schlecht. "Die haben Kohle wie sonst was", murmelte sie und schmunzelte, als sie den schwarzen Wagen sah. Kein Geländewagen, aber er hatte trotzdem klasse.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie mussten beide nun sich an das neue Leben gewöhnen. Es war irgendwo erholsam und doch bot es einem gewisse Schwierigkeiten. Sie lebten sich ein, hatten auch keine andere Wahl. Victor verlor sich selten in der Arbeit und kam zumeist pünktlich zurück. Ihre Mittagessen beschränkten sich auf einmal in der Woche, denn ansonsten kümmerte sich Victor tatsächlich um seine Kontakte. Aß hier und da mit jemand anderem oder war unterwegs wegen einem Fall. Mehrmals kam es auch vor, dass er mitten in der Nacht angerufen wurde. Ein typischer Alltag für den Detective und er liebte seinen Job. Währenddessen unterstützte er Naira wo er konnte. Monate zogen ins Land. Sie schafften Nairas Wagen zu ihnen zu holen und bauten das Haus nach und nach aus und füllten es mit dem Leben dass sie haben wollten.

      Es war Abend, als Victor endlich seine Arbeit verlassen konnte. Doch nicht ohne sich erst einmal umzuziehen. Er hatte sich extra einen Anzug gekauft für den heutigen Tag. Denn es sollte endlich soweit sein. Er wollte Naira den Antrag machen, den sie verdient hatte...Außerdem hatte er genug von seinem Gehalt bei Seite gelegt, dass sie sich, wenn sie wollten, eine gute und angenehme Feier leisten konnten. Schließlich waren in der letzten Zeit mehr Freunde dazu gekommen. Sie war nicht nur alleine geblieben. Victor parkte den Wagen in der Einfahrt und stieg aus. Er richtete noch einmal sein Hemd und lüftete kurz durch. Ihm war warm, weswegen er nur in der Hose und dem Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln rumlaufen musste. Ein wenig musste er seinem legeren Stil doch treu bleiben. Er atmete tief durch und sah das Haus hinauf. Bevor Naira zur Arbeit gegangen war, er sagte ihr er könne heute später bei der Arbeit sein, müsste dafür aber länger bleiben, hinterließ er ihr ein Päckchen auf dem Bett. Es war flach und groß und hatte nur eine Karte darauf liegen: Zieh es für mich an.
      Darin versteckte sich ein tief rotes Kleid, dass Nairas Figur perfekt umspielte. Victor hoffte, dass sie sein Zeichen verstand. Innerlich war er so aufgeregt, wie vor einem Jahr. Er klingelte und wartete, dass sie ihm aufmachte, damit er sie gebührend ausführen durfte.
    • Naira O'Connor

      Es vergingen Tage, Wochen und trotzdem konnte sich Naira nicht daran gewöhnen, zu unterrichten. Nach wenigen Tagen hatte sie es zwar drauf, was wichtig war dem Nachwuchs mitzugeben, sie war ja auch nur für bestimmte Themen zuständig, die sie leitete, aber gleichzeitig bereitete sie sich für ihre Vorlesung vor. Der Direktor und Leiter hatte ihr angeboten, zwei Mal in der Woche jeweils sechs Stunden lang was vorzustellen, es ging natürlich über ihren letzten Fall. Sie würde innerhalb ein paar Termine den Fall mit den interessieren durchgehen, für die älteren Jahrgänge wäre es Pflicht, sonst eine offene Veranstaltung, an der auch alle anderen teilnehmen durften. Sie sollte ihren Fall besprechen, mögliche Antworten mitnehmen und das Vorgehen besprechen, als würde sie ihnen den Fall in der Akte auf den Tisch werfen zu beantworten. Dafür forderte Naira die Akte von Ramirez an und setzte sich die letzten Wochen daran, den Vortrag zusammenzustellen. Sie kam auf vier Wochen mit jeweils zwei Tagen, die auf die Interessenten zukamen, dafür würde es noch einmal Extrageld geben, wenn es gut laufen würde. Die Mitgliederzahl würde auf deutliche fünfundzwanzig Teilnehmer reduziert werden, aber von der ganzen Idee war sie noch nicht so ganz begeistert.

      Sie arbeitete wieder an ihrem Vortrag, der Esszimmertisch und das halbe Wohnzimmer waren mit den Unterlagen der Akte gefüllt und überall erstrecken sich Nairas Notizen, ihr Kopf arbeitete wieder, wie er es damals tat. Damit blühte sie irgendwie wieder auf, auch wenn es stressig war, es fühlte sich schön an wieder gebraucht zu werden. Sie behielt dennoch die Uhr im Blick, um sich rechtzeitig fertig zu machen, wenn Victor zurück kommen würde. Das Kleid hatte sie nach der Arbeit entdeckt und irgendwie war sie überrascht, dass ihr Freund Geschmack hatte. Er wollte sie darin sehen, vielleicht ein neues Spielchen von ihm, oder er wollte sie ausführen. Durch die Arbeit sahen sie sich meistens nur Abends, ein Mal in der Woche holte sie ihr Mann aber doch zum gemeinsamen Mittagessen ab und das Beste war: Die Gesprächsthemen wurden nicht alle. Immer wieder wollte Naira von seiner Arbeit erfahren, hatte auch den ein oder anderen Blick im Arbeitszimmer auf die Akten geworfen, schließlich musste sie wenigstens ein wenig des alten Lebens schnuppern. Sie dachte selbst oft nach, wartete, ob sich ihre Überlegungen mit den,ihres Freundes deckten,aber immer, wenn sie ihm einen Tipp gab war er eher weniger erfreut drüber, vielleicht hatte er einfach Angst, sie würde zurück wollen, was ja die Wahrheit war.

      Ein Blick auf die Uhr verriet Naira, dass sie spät dran war, sie ließ die Unterlagen alle liegen, es störte schließlich niemanden und Spike war ruhiger geworden, seit er mitgenommen wurde. Irgendwo in den Unterlagen befanden sich auch noch die Klassenarbeiten, die Naira nachsehen wollte und musste, aber sie hatte noch Zeit.
      Eine schnelle Dusche war drin, die Haare, die schon ordentlich nachgewachsen waren steckte sie sich hoch, bevor sie auch in das Kleid schlüpfte. Sie hatte zugenommen, war weiblicher geworden, aber immer noch dünn, scheinbar würde sie nicht mehr daraus kommen, aber wenigstens sah sie besser aus, vor allem in dem langen, engen Kleid mit einem tiefen Rückenausschnitt. Es war wunderschön, wie sie fand, wahrscheinlich auch ganz schön teuer gewesen.
      Es klingelte, da hatte sie es gerade noch geschafft ihre Schuhe anzuziehen, ab und zu trug sie dann doch etwas höhere Schuhe,vor allem an den Tagen, an dem sie mit ihrem Mann zusammen zu Mittag aß, damit er was zu gucken hatte. Naira verdrehte die Augen, wer klingelte und wollte sie um diese Uhrzeit noch stören, sie würde jeden Moment abgeholt werden, auf Konversationen mit den Nachbarn hatte sie wirklich keine Lust. Sie machte dennoch auf, ihre Wut verflog, als Victor vor ihr stand. Sie musterte ihn, er sah besser als nur gut aus, verdammt gut sogar.. "Du siehst gut aus", sprach sie zu ihm und lächelte breit. "Ich glaube.. Zu gut um mit dir auszugehen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war nur eine kleine Überraschung gewesen. Er wollte damit hauptsächlich feiern, was sie beide verband. Die ganze Zeit, die sie bereits hinter sich gebracht hatten und die Tatsache, dass sie tatsächlich kaum noch stritten. Ja, hier und da, wenn Naira meinte in seinen Akten schnüffeln zu müssen, wurde Victor ein wenig wütend. Aber das reichte nicht, um sie richtig von der Seite anblaffen zu dürfen. Stattdessen knurrte er nur, wie ein angeleinter Wachhund. Manchmal legte er sie extra offen hin. Er wollte ihr diesen Blick in die Akten gewähren und er musste auch zugeben, dass der ein oder andere Ratschlag, dem sie ihm da gab, den er natürlich niemals offen annehmen wollte, gut war. Er nutzte sie dann am nächsten Tag in den Teambesprechungen, um voran zu kommen. Seine Frau war schließlich immer noch ein verdammt guter Detective und nur weil sie nun Tutorin spielen durfte für angehende Polizisten, hatte sie ihren scharfen Verstand noch nicht verloren.
      Victor fummelte an seinem Kragen, solange er darauf wartete, dass Naira heraus kam. Er wollte nicht einfach rein gehen und sie zu sich rufen. Er wollte dass sie zu ihm rauskam und ihn der Schlag traf, wenn er sie sehen durfte. Die Tür ging auf und Victor hielt die Luft an. Das Kleid war dezent und doch so aufregend. Es schmiegte sich an jede Rundung, die Naira bereits besaß und dazugewonnen hatte. Ein wenig überrumpelt blinzelte der Rothaarige, als auch sie ihm ein Kompliment machte.
      "Ehm...Ja...Ich...", er kam ins Stottern. Das geschah nicht mehr so oft seit dem er seinen neuen Job hatte. Doch bei dem Anblick blieb ihm einfach die Sprache fort und er musste breit und stolz lächeln. Das war seine Frau. Sie würde bald offiziell seine Frau sein.
      "Zu gut zum Ausgehen? Wir dürfen diesmal aber nicht die Disziplin fallen lassen, meine Liebe.", neckte Victor sie und trat in die Türschwelle, um ihr einen Kuss zur Begrüßung zu geben.
      Hinter ihm in der Einfahrt stand nicht sein üblicher Dienstwagen, den er genutzt hatte. Für diesen Abend hatte er tatsächlich einen neuen geholt. Einfach nur gemietet, damit sie ein wenig Zeit und Spaß haben konnten. Denn das kam bei ihnen einfach nur noch zu kurz, wie er fand.
      "Die ständige Arbeit...du siehst wundervoll aus...", er küsste sie auf die Stirn, bevor er ihre Hand nahm und hinaus ging. Sie durfte gut und gerne alles da lassen und nur noch an seinem Arm hängen.

      Eine Nachbarin kam gerade den Fußgängerweg entlang, als sie die zwei an dem roten Ford Mustang sah. Sie winkte und lächelte die beiden an: "Och, so wunderschön sehen Sie aus."
      Dolores war eine alte Frau bereits und sie hatte sich den beiden bereits vorgestellt. Einmal hatte sie sogar Kekse für sie mitgebracht, um sie in der Nachbarschaft willkommen zu heißen.
      "Ich wünschte man würde mich noch einmal so ausführen. Viel Spaß Ihnen."

      Victor bedankte sich und öffnete für Naira die Tür des Sportwagens: "Schnell, sonst kommt noch irgendein Nachbar und will dich vielleicht mir wegnehmen, weil du zu gut aussiehst."
    • Naira O'Connor

      Ihre Wangen verfärbten sich rot, als Victor anging zu stottern und es nicht schaffte, etwas zu erwidern. Sie fühlte sich toll dabei, sie hatte ihn umgehauen und das war das Ziel gewesen. Ihr Kleid fühlte sich toll auf dem Körper an, sie fühlte sich wie eine wirkliche Frau an und genoss es, diese Blicke von ihrem Mann zu bekommen. Er sagte ihr aber nicht direkt, dass sie schön aussah, er küsste sie zunächst. Seine Lippen fühlten sich wundervoll an, die ganze Situation fühlte sich fantastisch an.
      Naira bedankte sich für das Kompliment, noch mehr genoss sie den Kuss auf die Stirn und gerne folgte sie ihrem Freund zu dem Wagen. Er sah nicht schlecht aus, überrascht sah die Frau zu ihrem Freund und staunte nicht schlecht. "Was hast du da aufgerissen?", fragte sie grinsend. Sie fühlte sich wirklich wie eine echte Lady. Die beiden konnten sich im ihrer Blase verstecken und ihrer Liebe den freien Lauf lassen, endlich für einen Moment die Arbeit vergessen und alles genießen.

      Die Nachbarin kam vorbei und Naira lächelte zur Begrüßung. Die Nachbarin kam ihr nicht ganz koscha vor, irgendwas an ihr störte sie, aber vielleicht übertrieb sie ein wenig, vielleicht waren es einfach nur ihre Erfahrungen als Detective, die sie dazu brachten so zu denken. Die restlichen Nachbarn waren sonst sehr nett, ab und zu traf man sich und selbst beim Nachbarschaftsfest hatte sich das verliebte Paar gezeigt und so neue Freunde gewonnen.
      Victor hielt seiner zukünftigen Frau die Tür zum Auto auf, mit einem Lächeln bedankte sie sich knapp und stieg ein, passte aber auf das Kleid auf. "Du hast ein tolles Kleid ausgesucht", bemerkte sie, als auch ihr Freund eingestiegen war und fuhr mit ihrer Hand über die Lederausstattung. "Und der Wagen ist der Hammer", grinste sie noch breiter. Ja, es war wirklich ein wundervoller Abend, die vor ihnen lag. "Aber warum führst du mich überhaupt aus? Was haben wir für ein besonderes Ereignis zu feiern? Ist etwa etwas passiert? Hast du was angestellt?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor trieb es selbst an und motivierte ihn, wenn er sah, dass sich Naira wohl fühlte. Dann hatte sie dieses Gänzen in den Augen und sie leuchtete von sich aus. Er schmunzelte, als sie sich in den Wagen setzte und wohl nicht ganz drumherum kam zu sagen, dass dieser toll war. In diesem Punkte hatte sich Victor selbst etwas gegönnt. Der große rote Mustang war nämlich schon immer sein Lieblingswagen gewesen und mit seinem jetzigen Gehalt konnte er den Wagen für den einen Abend auch einmal mieten. Zufrieden setzte sich Victor hinter das Lenkrad und startete den Motor. Die 500 PS unter der Haube schnurrten auf und als er mit dem Gaspedal spielte, grummelte das Monster eines Motors.
      "Man darf sich im Leben doch sonst nichts gönnen...Außerdem haben wir uns bereits seit einem guten Monat nur Abends gesehen. Ich war müde. Du warst müde...Und du bist ständig mit deinem letzten Fall beschäftigt.", erklärte er ihr, warum genau er sie nun ausführen wollte. Es war nicht die ganze Wahrheit, aber noch wollte er die Überraschung nicht vermasseln. Er fühlte sich gut heute und das wollte er ausnutzen, um für sich und auch für sie einen guten Abend zu haben.
      "Das Kleid habe ich tatsächlich alleine ausgesucht übrigens...", erwähnte Victor beiläufig, als er mit dem Wagen aus dem Wohngebiet fuhr und raus auf die Highway kam. Dort konnten sie endlich spüren was der Wagen wirklich drauf hatte. Er beschleunigte in weniger als 10 Sekunden auf 100 und drückte den Körper der Insassen in die gemütlichen Sportsitze. Victor fühlte sich wie ein kleiner Junge, der endlich sich einen Traum erfüllt hatte.
      Doch die Fahrt auf dem Highway war nicht lang. Schon bald trafen sie auf die Nachbarstadt und er parkte direkt an einem Strand. Man roch und hörte das Wasser.
      "Komm. Wir haben einen Tisch für zwei um 9 Uhr. Und wir sind fast zu spät."
      Vom Parkplatz aus hatte man einen guten Blick auf den Strand, der sich gefühlte hunderte von Metern in beide Richtungen entlang des Wassers erstreckte. In der Mitte stand ein Restaurant auf einem breiten Steg. Die Sonne ging gerade erst richtig unter und tauchte alles in ein wohliges und warmes Orange.
    • Naira O'Connor

      Naira seufzte innerlich, ein wenig klang es wie ein Vorwurf aus seinem Mund zu hören, dass sie in letzter Zeit mit ihrem letzten Fall beschäftigt war. "Ich weiß einfach nicht, wie ich das hinkriegen soll.. Und vor allem noch dieses ganze Komplexe runterzuhauen und denen zu erklären, wie sich Thomas von anderen Psychopathen unterscheidet.. Ich weiß nicht, ob ich es überhaupt hinkriege, denen nächste Woche irgendetwas vorzutragen", sie seufzte und schüttelte den Kopf ein wenig, sah dann aus dem Fenster und fasste sich schnell wieder. "Wie läuft denn dein Fall?", fragte Naira schließlich, um das Thema zu wechseln, sie verzweifelte gerade an ihrer Arbeit und merkte ein weiteres Mal, dass sie fürs Einarbeiten zwar ok war, aber fürs Lehren irgendwie nicht geschaffen.
      Sie fuhren über den Highway, beiläufig erkläre ihr ihr Freund, dass er das Kleid ganz alleine ausgesucht hatte. "Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass du mich noch immer positiv überraschen kannst.. Ich hatte Angst gehabt, es würden jetzt die Enttäuschungen kommen, wie es bei den meisten Paaren läuft". Sie lächelte ihm zu, legte ihre Hand sanft auf seine, um sie für einen Moment zu streicheln. Diese Kleinigkeiten machten es einfach aus.

      Victor parkte, seine Freundin stieg zwar halb aus, sie war aber von dem Anblick fasziniert, den ihr das Meer bot. Sie lehnte sich für einen Moment an der Tür und betrachtete, wie das Orange der untergehenden Sonne mit dem Blau des Meeres verschmolzen. Es war die richtige Entscheidung hier herzuziehen, es war wunderschön in der Stadt und das Leben in dem Häuschen war noch schöner zu dritt.
      Naira nahm ihre Handtasche und folgte ihrem zukünftigen Mann in das Restaurant, es sah.. Teuer aus. Aber wahnsinnig schick dafür. "Also wenn wir nach diesem Abend nicht pleite sind, dann weiß ich echt nicht weiter", sie lachte für einen Moment, hackte sich aber bei Victor ein und folgte ihm rein ins ungewisse. Die Schmetterlinge waren in ihrem Bauch deutlich zu spüren, es fühlte sich schön an, so ausgeführt zu werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor meinte es in diesem Moment nicht unbedingt als Vorwurf, aber er konnte es nicht wirklich ab, wenn er wusste, dass seine Verlobte sich wieder mit Themen abmühte, die sie vor einiger Zeit noch den Verstand gekostet haben. Er sorgte sich einfach nur und hoffte, dass Naira all ihre Probleme nicht unbedingt wieder unter Verschluss halten wollte, nur um ihn zu schützen. Er war anders geworden, offener zu allem und jedem und er hatte sein Gleichgewicht dank ihr in seinem Leben gefunden. Etwas, dass er auch ihr persönlich wünschte, damit sie sich mit mehr so schlecht fühlte. Über das Necken ihrerseits konnte er dabei nur schmunzeln. Es freute ihn, dass er sie hatte überraschen können. "Keine Angst...die Enttäuschung kommen viel später dazu.", warf er aber ein, damit sie sich nicht zu sehr freute. Natürlich war das ein Witz, aber er konnte sie ja mit der Unterstellung nicht alleine lassen. Letztlich war sie nicht alleine, die glaubte, dass das gemeinsame Leben anders verlaufen würde.

      Das Meer rauschte, war für diese Zeit aber ungewöhnlich still. Auch Möwen gesellten sich an den Strand, krächzten und schnatterten miteinander. Victor beobachtete heimlich Nairas Reaktion auf das Meer. Ja, es war teuer hier zu essen, aber er wollte etwas unvergesslich für sie machen und dazu zählte nun einmal tief in die Tasche zu greifen, wie er fand.
      "Ach, wir haben gute Jobs...Was soll es schon ausmachen da ein halbes Jahr auf die Konsumbremse zu drücken.", antwortete Victor und führte Naira dabei über die Treppen und dann über den Steg rüber zum Eingang des Restaurants. Es war weiß und hellblau angestrichen, sah dezent, aber dennoch so teuer aus. Die Menschen die darin saßen waren alle zu dieser Uhrzeit fein angezogen. Manche schienen sogar an solche Restaurants gewöhnt zu sein und man sah sie lediglich in überteuerten Polohemden und Tennissocken. Aber nicht Victor und Naira...Sie beide sollten heute gut aussehen. Sie traten an die Rezeption und er gab der jungen Frau seinen Namen. Daraufhin geleitete sie die beiden zu einem Tisch am Fenster, wodurch man das Meer sehen konnte.
      Die Menschen um sie herum sahen Naira nach. In diesem weißen und hellen Ambiente war sie wie ein großer Pfeil, der die Aufmerksamkeit auf sich zog.
    • Naira O'Connor

      Es war schwierig für die Frau glücklich in ihrem neuen Leben zu werden. Für sie war es dennoch schön zu sehen, dass es Victor war und allein deshalb bemühte sie sich weiterhin und gab ihr Bestes, um einfach mit dem Strom mitzuschwimmen. Der neue Job war einfach nicht das, was sie erfüllte, es gab aber mit Sicherheit nur eine Sache, die es tun würde, zum Revier zurück zu kehren, aber jeden Tag sagte sich die Frau immer wieder, dass sie es für ihn tat und sie irgendwann damit glücklich werden würde. Irgendwann..

      Das Meer war wunderschön, Naira hatte es die letzten Wochen öfter zu Gesicht bekommen, als wirklich jemals zuvor, aber sie fand den Anblick dennoch jedes Mal aufs Neue schön. Sie lächelte ein wenig in sich hinein, bevor sie ihrem Verlobten ins Restaurant folgte. Die Frau hatte sich sogar bei ihm eingehackt, begrüßte die Dame am Empfang und sah sich dezent um. Es erstrahlte allen in maritimen Farben und obwohl die Einrichtung sehr dezent war sie umrundete alles und gab dem Ganzen einen sehr exklusiven Look.
      Der Tisch hatte einen guten Blick auf das Meer, da musste sich Victor sorgen, ob nicht seine Zukünftige viel mehr dorthin schauen würde, als wirklich zu ihm, sie konnte sich einfach nicht daran sattsehen. Auch im Restaurant zog Naira wieder Blicke auf sich, selbst bei der Arbeit hatte es noch immer kein wirkliches Ende gehabt, aber es wurde weniger. Der Unterschied zu der Arbeit war aber, dass sie hier sicherlich keiner kannte, sie blickten einfach nur darauf, wie dieses Kleid Nairas Kurven umspielte und der Rückenausschnitt fast schon zu aufregend war. Die beiden setzten sich trotzdem, bekamen die Karten vor sich gelegt , aber bevor Naira zu ihrer griff, griff sie zu der Hand ihres Mannes und strich drüber. "Es ist wirklich schön hier", ihr Lächeln betonte die Freude, die sie jedoch ein wenig zurückhalten musste, sie waren schließlich hier in einer ganz anderen Liga. "Verrätst du mir nun, warum wir hier sind? Wir gehen normalerweise nicht in so etwas..", sie deutete dezent auf das drumherum. "extrem teures und gehobenes, wenn wir ausgehen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira blieb hartnäckig. Sie wollte nicht ablassen und immer noch wissen warum sie hier waren. Aber Victor hatte nicht das Gefühl, dass es jetzt sein sollte. Deswegen legte er das Menü weg und legte seine andere Hand auf ihre, um sie festzuhalten.
      "Naira...", er besah sich die beiden Hände unter seiner rechten. Ihre Hand vor allem mit dem Verlobungsring. Dieser glänzte immer noch wie am ersten Tag. Victor schnaufte bei dem Anblick und der Erinnerung, die es ihm bot. Es war...so übereilt alles und so unglaublich unsolide. Wie sein Leben. Ganz typisch.
      "Habe doch ein wenig Spaß heute. Ignorier die Menschen, genieß die Aussicht...", dabei verwies er auf das Meer neben ihnen.
      "Und ich genieße derweil meine Aussicht...", er ließ seine Augen an ihr herabfahren und schmunzelte dabei. Das Kleid gefiel ihm viel zu sehr und er wusste genau, wenn heute alles gut liefe, dann würde es nicht mehr um das Kleid gehen. Sondern um den Körper der darunter versteckt war.
      "Ausnahmsweise. Du arbeitest viel und ich auch...mein Fall geht auch nicht voran und du hast auch Probleme die richtigen Worte zu fassen...", Victor tätschelte ihre Hand, bevor er seine wegzog und wieder die Karte in die Hand nahm. Da er sich die Preise bereits im Internet angesehen hatte, war ihm klar wie unglaublich hoch diese waren. Deswegen stand bei manchen Gerichten und Gängen nicht einmal der Preis mehr dran. Aber Victor war heute nicht da um sich wegen des Geldes Sorgen zu machen.
      "Ehrlich gesagt...Ich habe das alles geplant... Deswegen kriegen wir ein 3 Gänge Menü und am Ende auch Dessert. Nichts weltbewegendes.", er sah über den Rand der Karte in der Hoffnung, dass sie nun nicht wütend auf ihn wurde oder dergleichen: "Du darfst aber den Wein aussuchen."
    • Naira O'Connor

      Okay, sie würde nicht mehr nachfragen und sich damit zufrieden geben, dass Victor einfach einen schönen Abend haben wollte, das Problem war nur, dass seine Verlobte nicht wollte, dass das zur Normalität wurde. Auch wenn die beiden das Geld dafür hatten, es war nicht das Ambiente, in welchem sie immer wieder einen Abend verbringen sollten. Sie fühlte sich irgendwie.. Falsch, weil sie einfach nicht dazu gehörte und das zeigten die Menschen um sie herum mit ihren Blicken. Dennoch lächelte Naira und nickte, sie würde sich die Mühe geben, einfach einen schönen Abend zu haben. "Okay, ich werde es einfach genießen", stimmte sie dem zu und blickte zu der Karte. Schnell fand sie jedoch heraus, dass das Essen schon ausgesucht war, eine ganz neue Erfahrung. Wieder einmal lächelte sie und nickte dem zu, was ihr Mann ihr gesagt hatte. "Ich hoffe aber nur, dass du etwas gutes ausgesucht hast.. Wenn es nicht schmeckt, dann werde ich dir das die nächsten Ehejahre lang vorwerfen". Naira zwinkerte ihrem Mann zu, sie legte die Karte weg und sah zu ihm, während sie mit dem Ring auf ihrem Finger spielte. Es war ihre Gewohnheit, genau wie das Spielen mit ihrer Kette, die sie noch immer trug und bisher nicht freiwillig abgenommen hat.
      "Wir können uns gerne beraten lassen, was den Wein angeht.. Ich weiß ja nicht, was du ausgesucht hast.. Ich werde einfach den Abend genießen, mich zurücklehnen und es versuchen, die Führung abzugeben.. Damit wir einfach einen schönen Abend zusammen haben können". Jetzt griff sie zu seiner Hand und strich drüber.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war überhaupt nicht ihre Art Essen zu gehen. Eine alte kleine Bar oder ein Imbiss war schon eher ihre Liga. Nicht nur wegen des Geldes, sondern wegen ihrer beider eigenartiger Charakter. Sie waren Freigeister bis zu einem gewissen Punkt und wollten nun doch gemeinsam sagen, dass dies das Ende sein sollte davon.
      Victor senkte den Blick, als sie ihn vorwarnte und dabei das Wort Ehejahre in den Mund nahm. Er musste schmunzeln: "Noch sind wir ja nicht verheiratet.", er wollte es ja nur einmal gesagt haben, doch er wollte auch nicht zu schnell mit der Katze aus dem Sack. Sie ließen sich auch auf Nairas Wunsch hin beraten welcher Wein am besten zu dem ausgesuchten Essen passte und Victor nickte einfach nur. Seine Gedanken waren mit anderen Dingen beschäftigt. Immer wieder sah er sich um, fuhr sich unruhig durch den Bart oder versuchte einfach nur Naira anzusehen und dabei seine Ruhe wieder zurück zu gewinnen. Die Vorspeise kam und war doch recht leicht und auch sehr minimalistisch. So wie man es bei den Preisen eben erwartete. Victor machte sich nichts draus. Auch nicht aus der Tatsache, dass er hin zum Ende immer unruhiger wurde.
      Nachdem sie auch den Hauptgang hinter sich hatte, entschuldigte sich Victor für den Moment und ging zu den Toiletten. Er musste verschnaufen. Doch kurz bevor er bei den Toiletten war, drehte er ab und verschwand aus dem Haupteingang rüber zum Parkplatz. Er musste sich beeilen, denn wenn er länger als 5 Minuten brauchte, würde Naira wohl Fragen stellen wollen. Den Instinkt eines Detectives hatte sie noch immer nicht verloren.
      "Okay...komm her...", er schloss den Wagen auf und beugte sich beim Beifahrersitz runter, um an das Handschuhfach zu kommen, in dem er die kleine Rote Schachtel versteckt hatte. Er hätte ihr gerne Rosen mitgebracht oder ähnliches, aber die hätten nirgends in den Wagen gepasst, ohne dass sie es entdeckt hätte.

      Gerade mal 3 Minuten brauchte er zum Wagen und wieder zurück. Aber er schnaufte angestrengt durch das schnelle Laufen. Als er wieder an ihren Tisch trat, setzte er sich nicht gleich, sondern stellte sich neben Naira und bat sie darum sich auf dem Stuhl zu ihm zu drehen.
      Im Kopf wiederholte er immer wieder, dass alles gut laufen wird.
      Die Gespräche in dem Restaurant wurden leiser. Victor nestelte die kleine Schachtel vom Juwelier zwischen seinen Händen, bevor er auf ein Knie ging und Nairas Hand nahm: "Weißt du...das erste Mal, lief es nicht so, wie ich es gerne hätte...Ich war dumm und...emotional...und ich bin bis heute fasziniert davon, dass du mich doch noch behalten hast. Du willst mir das Essen unsere gesamte Ehe mir vorhalten? Bitte...tu das...Aber auch in einer offiziellen Ehe. Ich schulde dir das Naira...", er legte ihr die Schachtel mit dem zweiten Ring, den er besorgt hatte in die Hände. Er war ebenfalls so schlicht, wie ihr erster, aber diesmal lag ihrem Ring ein zweiter bei.
      "Willst du mich heiraten? Diesmal bin ich auch nüchtern...", den zweiten Teil flüsterte er lieber, denn wie es schien hatten sich einige Köpfe nach den beiden umgedreht. Am liebsten hätte Victor gesagt, sie sollen es lassen und sich um ihr essen kümmern, aber diese Stimmung wollte er doch auch. Ein Antrag in mitten von anderen Leuten, ein Antrag der wahrlich vom Herzen kam.
    • Naira O'Connor

      Ja, sie waren noch nicht verheiratet, aber das war nur noch eine Art Formalität, die sie unterzeichnen mussten,es würde nicht lange dauern, dann würde sie seinen Nachnamen tragen und das bis ans Ende ihrer Tage. Die Frau war sich sicher, dass ihre Ehe nicht so untergehen würde, wie es bei ihren Eltern der Fall war, sie war sich sicher, dass nach dem Scheiß, den die beiden erlebt hatten alles gut sein würde, mit oder ohne Kinder.
      Das Essen war gar nicht so schlecht, auch wenn die Portionen etwas gewöhnungsbedürftig erschienen. Es war eine deutlich gehobene Küche, so etwas hatten sich die beiden bisher nicht geleistet und wenn Naira ehrlich war, ein zweites Mal würde die nicht her kommen, dachte sie jedenfalls. Immerhin zeigten viele der Gäste mit ihren Blicken, dass sie verwundert über die beiden waren, sie passten nicht in dieses Ambiente rein. Auch der Hauptgang war nicht schlecht gewählt, sie würde Victor definitiv nichts die nächsten Jahre über vorhalten, er überraschte sie wieder einmal mit einem guten Geschmack und einer guten Wahl. Die Aussicht war wunderschön, der Mann vor ihr war wunderschön und das Essen sehr gut zubereitet, insgesamt ein schöner Abend.
      Victor verschwand für einen Moment, Naira blickte währenddessen zum Meer und fragte sich, ob sie nicht nachher noch einmal hin könnten. Die Sonne war zwar fast schon unter getaucht und die kleinen Lampions wurden angeschaltet, um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, aber ein Spaziergang übers Wasser würde den Abend umrunden. Das wollte sie auch vorschlagen, als ihr Mann zurück kam, sie kam nur nicht zu, denn schon sollte sie sich umdrehen und Victor ging auf die Knie. Etwas verwundert sah ihm die Dunkelhaarige an, sie wusste nicht, was los war, schließlich hatte sie schon einen Antrag bekommen, der Ring glänzte an ihrem Finger, was hatte sich Victor noch überlegt? Er sprach es aus, er sprach davon, dass er verwundert über die Tatsache war, dass sie ihn noch immer bei sich haben wollte, dann kamen die vier Worte, die eine Frau gerne hörte. Es gab tatsächlich einen richtigen Antrag, so wie man es wirklich tat. Überrascht blickte Naira zuerst zu ihrem Mann, dann zu dem kleinen Kästchen in ihren Händen und öffnete es, um reinzusehen. Die Gespräche um die beiden herum verstummten, sie wollten alle wissen, wie sich die Frau im roten Kleid entscheiden würde, sie würde ja sagen, es rausbrüllen aber ihr fehlten die Worte. Sie sah wieder Victor in die Augen, lächelte breit, Tränen bildeten sich in ihren Augen und sie nickte mehrmals, weil einfach kein Wort aus ihrer Kehle rausdringen wollte. "Ja, natürlich", flüsterte sie und ehe sie sich versah warf sie sich ihrem Freund um den Hals und drückte ihn an sich. "Gott, ich liebe dich", es war ganz leise in sein Ohr geflüstert, es mussten nicht alle hören, es musste nur er hören.
      Die Menschen um sie herum fingen an zu klatschen, zu jubeln, sie freuten sich scheinbar mit dem verliebten Paar und endlich verstand Naira, warum der Abend so besonders sein sollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war eine Erleichterung, wie ein Stein, der dem Detective von der Seele fiel, als seine Verlobte noch einmal zusagte. Jetzt bei einem richtigen Antrag. Nicht einen den er möglicherweise betrunken zu ihren Füßen kauernd gesäuselt hatte. Einer, bei dem er wahrheitsgemäß mitteilte, wie er sich fühlte. Er war in ihrer Anwesenheit geborgen und niemand von diesen Menschen hier, konnte es ihm schlecht reden. Victor war aufgeregt, die Hände kalt und schwitzig, doch als sie endlich das Ja aus sich heraus bekam und ihm an den Hals fiel, musste er ebenfalls nach Luft schnappen. Endlich war es richtig. Er nahm die Frau fest in den Arm und drückte sie an sich. Jetzt nachdem die Wunden verheilt waren konnte er das auch machen.
      "Und wir machen einen ordentlichen Besuch beim Standesamt, okay?", flüsterte er zurück und strich über die nackte Haut an ihrem Rücken. Es war wundervoll zu wissen, dass er Naira behalten konnte. Und jetzt auch unter seinem Namen. Eine uralte Tradition, aber sie funktionierte noch immer ohne Wenn und Aber.
      "Ich liebe dich, Naira...", erwiderte er schließlich mit einem Lächeln auf den Lippen, als er sie wieder aus der Umarmung entließ und seine Lippen auf ihre legte. Er brauchte dieses Gefühl.
      Der Jubel und das Klatschen verstummte, dann drehten sich die meisten wieder um und sprachen noch einmal mit Seitenblicken wohl über das nun für sie frischverlobte Paar. Nicht alle mussten ja wissen, dass es bereits das zweite Mal war. Und dass das typisch war für den rothaarigen Mann. Er musste mehrere Versuche starten und leider waren die ersten meistens betrunken, weil er sich sonst kaum traute.
      Nachdem die Freude durch war, half Victor Naira wieder auf ihren Stuhl und er selbst setzte sich ebenfalls hin. Danach kamen die Kellner, die mit ihren Glückwünschen ein Dessert brachten für beide.
      Victor bedankte sich, ließ sich dabei die Weingläser auffüllen und hob seins an, um mit Naira anstoßen zu können: "...Ich will gar nicht fragen, warum du mich liebst...jede andere Frau hätte mich liegen gelassen. Du bist wahrlich das Beste das mir passieren konnte. Danke."
    • Naira O'Connor

      Sie würden es nun wirklich tun und auch von Victor kam der Entschluss, dass sie sich beim Standesamt melden würden. Naira würde ihn heiraten, dass stand fest, sie würde seinen Namen tragen und endlich würde es nichts mehr geben, was sie trennen könnte, bis auf den Tod. Eine Ehe war nun einmal nicht so leicht zu brechen, als eine Beziehung, was die Frau lange an ihren Eltern beobachten konnte,aber es würde nicht so enden, Naira selbst traute es ihrem Verlobten nicht zu, dass er sie hintergehen würde. Er hatte ihr seine Liebe bewiesen, seine Treue und vor allem auch sein Vertrauen in sie.
      "Ich will aber nichts großes", entgegnete Naira, als sie sich endlich gefasst hatte und beide wieder auf ihren Plätzen saßen. Sie selbst griff ebenfalls zu ihrem Glas und stieß mit ihrem Mann auf ihre gemeinsame Zukunft an. Es würde toll werden. "Jede andere Frau hätte dich schon abgestempelt, nachdem sie dir Hallo gesagt hätte.. Als du ins Revier kamst", sie neckte ihn, aber er wusste selber, dass es gar nicht so Unrecht war. Das Lächeln auf ihren Lippen war warm und vor allem sehr liebevoll. "Aber ich habe von Anfang an gewusst, dass du toll bist..". Ihre freie Hand griff zu ihm rüber und sie strich über seine Hand. Die beiden stießen an, nahmen ein Schluck des Weins, bevor Naira noch einen Blick in die kleine Schatulle warf. Sie lächelte, als sie die Ringe erblickte." Sie sind echt wunderschön.. Du hast Geschmack..". Ihre Augen wanderten zu ihrem Mann, sie strahlte ihn fast schon an, das Glück, welches sie verspürte konnte sie gar nicht in Worte fassen. "Danke, Vic". Es waren nicht die perfekten Worte, aber sie spiegelten das, was sie empfand. Glück und Dankbarkeit.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie erfüllte ihn auf mehrere Arten und Weisen. Sie war die Frau die ihm Rückhalt gab, ihn aber auch wieder auf den Boden bringen konnte. Sie durfte ihn beleidigen, wenn er übertrieb und sie durfte auch seine Wunden pflegen. Er versuchte sie glücklich zu machen, in dem er ihr das gab, was er glaubte, dass sie brauchte. Zuneigung, Geborgenheit und die Sicherheit nie wieder von einem Psychopathen mitgenommen zu werden. Victor nahm es ihr immer noch übel, dass sie es getan hatte damals. Aber er gab sich nach und nach mit der Tatsache ab, dass es passiert ist und er nichts mehr daran ändern konnte. Er hatte sie ja zurück und was sie sich überlegt hatten, haben sie in die Tat umgesetzt. Sie saßen nun in den Staaten, besaßen ein Haus und nun waren sie auch verheiratet...
      "Was kleines ist legitim. Alles was du willst, Naira."
      Er wollte ihr das Recht geben zu bestimmen, schließlich hatte sie immer die Hosen im Haus an. Auch wenn es in letzter Zeit eher gezähmter zu ging. Sie überließ ihn seiner Arbeit und sie kümmerte sich stillschweigend um ihr, auch wenn sie scheinbar damit nicht zufrieden war. Victor versuchte es dennoch so lange wie möglich zu ignorieren, denn er konnte und wollte sie nicht noch einmal als Detective sehen. Er hatte Angst um sie und um ihr Leben. Was geschah, wenn sie dann verschwand? Schon wieder? Das hielt er nicht aus. Victor wollte sichergehen, dass sie nicht verschwinden wird.
      Bei ihrem Necken musste er grinsen: "Ja...jede Frau war bisher weggerannt. Noch bevor sie mich kannte...", er nahm ihre Hand in seine und strich darüber, bevor er sich ein bisschen vom Wein gönnte und dann das Dessert ansah.
      "Sollen wir...später noch ein wenig am Strand entlang gehen? Du schaust immer wieder rüber."
    • Naira O'Connor

      Ihr Lächeln wurde noch breiter, als ihr zukünftiger Mann dem zusagte, etwas kleines zu feiern. "Ich denke, wir brauchen kein Schloss und eine Märchenhochzeit.. Meinen Märchenprinz habe ich schon..". Sie seufzte zufrieden bei den letzten Worten, ja, er war ihr Märchenprinz. "Wir könnten ja ein paar auf dem alten Revier einladen.. Alex und Ramirez.. vor allem Sofie würde uns beide finden und töten, wenn sie nicht dabei sein würde.. Ich habe sonst niemanden meinerseits.. aber weiß nicht.. deine Eltern? Ein paar Arbeitskollegen? Da bin ich sehr offen.. Wir können aber auch nur für uns hingehen und heiraten.. Ich brauche dafür nur dich und dein Ja". Es war ein guter Abend um darüber zu reden, was denn auch weiter passieren sollte, wenn es denn den Mann auch nicht störte.
      Eine Strähne fiel ihr aus der Frisur raus und Naira griff zu ihr, um sie sich um den Finger zu wickeln, ihre Haare waren schon fast wieder lang geworden. "Ich habe gedacht, ob ich nicht mir die Haare schneiden lasse, aber da lasse ich mich gerne von meinem zukünftigen Mann beraten, was er davon hält.". Schließlich wollte sie nur ihm gefallen und wenn es ihn stören würde, würde es die Frau auch nicht machen. Sie hatte einfach keine Augen für andere Männer, obwohl genug an der Reihe standen, es reichten schon die Blicke, die sie bekam, wenn sie das Büro ihres Mannes betrat, ja sie hätte jeden anderen haben können, aber sie hatte Vic und da würde so bleiben.
      Ein wenig musste auch Naira grinsen als Vic ihr erklärte, jede andere Frau sei weggerannt. "Na dann muss ich mir keine Sorgen darum machen, dass mich jemals eine andere ersetzten wird", sie meinte es mehr aus Spaß, ein kleiner Hintergedanken war mit dabei, aber so gut ihr Mann aussah und so toll er war, sie glaubte nicht daran, dass er sich jemals für eine andere interessieren würde, sie würde jedenfalls alles geben, damit es nicht passierte. Ihre Gedanken wurden von Vic Vorschlag unterbrochen, ihr Gesicht strahlte wieder. "Du kannst echt Gedanken lesen, oder? Ich wollte genau das Gleiche vorschlagen.. Es wäre fantastisch, wenn wir noch ein wenig am Strand spazieren würden.. und wenn wir uns ein ruhiges Plätzchen aussuchen würden..". Sie griff zu seiner Hand und zwinkerte ihm lüstern zu, er sollte schon wissen, auf was sie für Gedanken kam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie waren so herzlich zu einander, als würde es kein Morgen geben und sie sich das letzte Mal nun sehen werden. Victor lächelte zufrieden. Sie waren nur noch einen Schritt von einer richtigen Hochzeit entfernt und ob nun mit Publikum oder ohne, er hätte es seiner Zukünftigen überlassen. Doch sie warf die Frage wen sie einladen und ob gekonnt an ihn zurück, was ihn nachdenklich werden ließ. Ramirez und Alex, das wäre natürlich eine Idee. Sie waren und bleiben die besten und längsten Freunde, die Naira besaß. Victor könnte auch seine Arbeitskollegen fragen. Es entpuppten sich 3 als ganz angenehme Artgenossen und mit denen Victor es sogar schaffte, dass sie seinen trockenen Humor verstanden und lustig fanden. Vielleicht lachten sie aber auch nur, weil sie ihm als leitenden Detective in den Hintern kriechen wollten.
      Bei dem Wort Eltern, musste Victor aber erschöpft schnaufen. Er griff sich in den Nacken und sah zu seinem Dessert. Seine Eltern hatte er schon sehr lange nicht mehr gesprochen. Er wusste gar nicht wie und ob sie überhaupt noch auf ihn zu sprechen kämen. Sie hatten den Kontakt nie aufrecht erhalten. Immer ihr eigenes Leben gelebt. Das war dann wohl auch der Grund warum Victor so geworden ist. Er suchte verzweifelt nach jemandem, der ihm den Rücken stärken konnte, aber selbst achtete er nicht darauf, ob und wie gut er selbst der Beziehung beisteuerte. Denn letztlich war er doch immer alleine gelassen worden. "Weiß nicht ob meine Eltern da wirklich Lust drauf haben...Aber es wäre wohl nicht falsch, dich ihnen vorzustellen, mh?"

      Sie aßen den ein oder anderen Happen und währenddessen war Victor froh, dass Thema von seinen Eltern auf viel angenehmere und lustigere Dinge zu ändern. Außer, dass er wohl kaum eine Ahnung hatte, was Naira mit ihren Haaren anfangen sollte. Sie waren wieder länger und in Form gebracht worden. Sie war wunderschön, weswegen Victor letztlich die Schultern anhob: "Du kannst von mir aus auch deine Haare abrasieren...Ich werde dich trotzdem für keine andere Frau eintauschen...Und ich werde liebend gerne nach einem kleinen Platz für uns Ausschau halten...", er streckte die Hand über den Tisch zu ihrer Hand und streichelte über ihre Fingerknöchel. Er wusste sofort worauf sie hinaus wollte und der Gedanke gefiel ihm sehr.
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