Naira O'Connor
So viel Liebe hatte sie definitiv nicht verdient, sie war abgehauen und hatte ihren Freund alleine gelassen, sie hatte einen Menschen umgebracht, dass es eine Notwehr war, kam ihr in diesem Moment gar nicht in den Kopf. Deshalb wollte Ramirez ihr helfen, sie aus der Patsche holen und die Akten nach Möglichkeit reinigen, es würde definitiv Notwehr drinnen stehen.
Die Gefühle spielten verrückt, mit der nächsten Frage war Naira plötzlich gefasst und klar, man nannte es mit Sicherheit eine posttraumatische Belastungsstörung, aber das würde ein Arzt noch diagnostizieren. Sie sah auf und betrachtete ihren Freund, er sah fertig aus, was hatte sie ihm bloß angetan? "Thomas..", murmelte sie als Antwort und schluckte schwer. "Timothy O'Connor", fügte sie noch hinzu. Wut brannte in ihren Augen, es war ihr scheinbar nicht genug, dass er tot war, sie wollte noch definitiv mehr. "Mein Vater hat ihn oft Tim genannt.. Meine Mutter Thomas, aber ich weiß nicht, warum ich mich nicht an ihn erinnert hatte.. Erst, als meine Haare ab waren und er den selben Satz gesagt hat, den er damals gebracht hatte, als er mir die Haare abgeschnitten hatte wusste ich, wer er ist". Sie brachte Sätze aus sich heraus, die sicher klangen, als hätte sie sich gefasst. Das Atmen fiel ihr schwer, die gebrochenen Rippen machten Problemey, aber sie zog es durch.
"Er wohnte damals bei uns.. In dem Zimmer neben mir.. Nachdem er seinen Job verloren hatte.. Ich war noch klein, vielleicht acht oder neun Jahre alt.. Er hatte mir damals den Teddy geschenkt, den wir gefunden hatten. Dieser sprach mit mir, zwang mich dazu, Sachen zu machen, die ich definitiv nicht machen wollte..". Sie nahm eine Hand aus den Händen von Victor und fuhr sich über das schmerzende Gesicht, bevor sie sich durch die kurzen Haare fuhr und laut seufzte. "Der Mann sah mir oft beim umziehen zu.. Fasste mich an oder befahl mir ihn anzufassen..". Mit ihren Finger drückte sie auf die Stelle zwischen ihren Augen, um die Tränen zu unterdrücken, die nach außen wollten. "Mein Vater wusste davon und ließ es scheinbar zu.. Ich habe erst später verstanden warum, erst, als Thomas es mir gesagt hatte.. Es gibt gewisse Morde, die er nur aufklären konnte, weil mein Onkel sie verrichtet hatte.. Er vergrub die Leichen an der Hütte im Wald.. Er tötete und gab damit meinem Vater den Ruhm, den er eigentlich gar nicht verdient hatte.. Somit waren seine Hände gefesselt.. Er würde auffliegen, wenn Thomas was sagen würde, alles verlieren.. Deshalb ist er auch abgehauen..Es ergibt auch alles wieder Sinn..".
Sie meinte zu hören, wie Ramirez scharf die Luft einzog, als sie es gehört hatte. Sie hatte eine Liebesaffäre mit dem damaligen Chief gehabt, sie hatte ihn geliebt.. Auch sie musste eine Träne unterdrücken, vor allem da der Raum voll mit den anderen Kollegen aus dem Revier war. Naira selbst seufzte und schüttelte den Kopf, sie war wieder kurz davor zusammen zu brechen. "Die letzten paar Tage, waren die Hölle auf Erden... Ich kann nicht einmal sagen, wie lang ich bei ihm gewesen bin".
So viel Liebe hatte sie definitiv nicht verdient, sie war abgehauen und hatte ihren Freund alleine gelassen, sie hatte einen Menschen umgebracht, dass es eine Notwehr war, kam ihr in diesem Moment gar nicht in den Kopf. Deshalb wollte Ramirez ihr helfen, sie aus der Patsche holen und die Akten nach Möglichkeit reinigen, es würde definitiv Notwehr drinnen stehen.
Die Gefühle spielten verrückt, mit der nächsten Frage war Naira plötzlich gefasst und klar, man nannte es mit Sicherheit eine posttraumatische Belastungsstörung, aber das würde ein Arzt noch diagnostizieren. Sie sah auf und betrachtete ihren Freund, er sah fertig aus, was hatte sie ihm bloß angetan? "Thomas..", murmelte sie als Antwort und schluckte schwer. "Timothy O'Connor", fügte sie noch hinzu. Wut brannte in ihren Augen, es war ihr scheinbar nicht genug, dass er tot war, sie wollte noch definitiv mehr. "Mein Vater hat ihn oft Tim genannt.. Meine Mutter Thomas, aber ich weiß nicht, warum ich mich nicht an ihn erinnert hatte.. Erst, als meine Haare ab waren und er den selben Satz gesagt hat, den er damals gebracht hatte, als er mir die Haare abgeschnitten hatte wusste ich, wer er ist". Sie brachte Sätze aus sich heraus, die sicher klangen, als hätte sie sich gefasst. Das Atmen fiel ihr schwer, die gebrochenen Rippen machten Problemey, aber sie zog es durch.
"Er wohnte damals bei uns.. In dem Zimmer neben mir.. Nachdem er seinen Job verloren hatte.. Ich war noch klein, vielleicht acht oder neun Jahre alt.. Er hatte mir damals den Teddy geschenkt, den wir gefunden hatten. Dieser sprach mit mir, zwang mich dazu, Sachen zu machen, die ich definitiv nicht machen wollte..". Sie nahm eine Hand aus den Händen von Victor und fuhr sich über das schmerzende Gesicht, bevor sie sich durch die kurzen Haare fuhr und laut seufzte. "Der Mann sah mir oft beim umziehen zu.. Fasste mich an oder befahl mir ihn anzufassen..". Mit ihren Finger drückte sie auf die Stelle zwischen ihren Augen, um die Tränen zu unterdrücken, die nach außen wollten. "Mein Vater wusste davon und ließ es scheinbar zu.. Ich habe erst später verstanden warum, erst, als Thomas es mir gesagt hatte.. Es gibt gewisse Morde, die er nur aufklären konnte, weil mein Onkel sie verrichtet hatte.. Er vergrub die Leichen an der Hütte im Wald.. Er tötete und gab damit meinem Vater den Ruhm, den er eigentlich gar nicht verdient hatte.. Somit waren seine Hände gefesselt.. Er würde auffliegen, wenn Thomas was sagen würde, alles verlieren.. Deshalb ist er auch abgehauen..Es ergibt auch alles wieder Sinn..".
Sie meinte zu hören, wie Ramirez scharf die Luft einzog, als sie es gehört hatte. Sie hatte eine Liebesaffäre mit dem damaligen Chief gehabt, sie hatte ihn geliebt.. Auch sie musste eine Träne unterdrücken, vor allem da der Raum voll mit den anderen Kollegen aus dem Revier war. Naira selbst seufzte und schüttelte den Kopf, sie war wieder kurz davor zusammen zu brechen. "Die letzten paar Tage, waren die Hölle auf Erden... Ich kann nicht einmal sagen, wie lang ich bei ihm gewesen bin".
"The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
