[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O’Connor

      "ich glaube eher nicht, dass meine Klamotten in einen Schrank passen.. In denen sich noch deine befinden..", entgegnete die Frau mit einem Lächeln und betrachtete den Kaffee in ihrer Tasse, die sie mit beiden Händen fest hielt. "Das heißt wohl, dass du den Schrank auseinander bauen muss... Das solltest du aber mit deinem Arm lieber nicht machen..". Naira seufzte und schüttelte ein wenig den Kopf,als würde sie ihre eigene Idee nicht so prickelnd finden. "Vielleicht ist es besser, wenn ich nicht einfach ein Umzugsunternehmen buchen würde.. dann würden die Jungs die Möbel auseinander nehmen und sie auch wieder zusammen bauen.. Wir würden uns einfach die Füße hochlegen können und würden ihnen dabei zusehen!". Das war eine deutlich bessere Idee, wie die Frau es fand, sie könnte selbst nichts oder eher kaum etwas dazu beitragen, mit ihrem Bein würde sie ihr Freund nichts tun lassen. Wenn sie ehrlich war, würde sich Naira auch kaum trauen da mitzuhelfen, sie wollte diese angenehme Stimmung zwischen ihnen beiden nicht zerstören, die Beziehung nahm so eine angenehme Richtung auf.
      Die Frau sah erst wieder auf, als ihr Freund ihr einen Kuss auf den Kopf drückte und ins Badezimmer verschwand. Sie sah ihm nach, ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, während in ihrem Bauch Schmetterlinge um die Wette flogen. Die Liebe war ein sehr schönes Gefühl, wenn auch ein sehr gefährliches, sie konnte einen blind machen, dessen war auch leider die Dunkelhaarige verfallen. Einen Moment blieb sie noch sitzen, nahm ihr Handy an sich und schaltete es an. Fünfundzwanzig verpasste Anrufe hatte sie, alle waren von der gleichen Nummer, Alex tat es scheinbar wirklich Leid, aber dafür war es zu spät. Viel lieber interessierte sich Naira aber für die Nachricht des Psychopathen, der ihr ein Bild geschickt hatte. Sie öffnete und begutachtete es von allen Seiten, um herauszufinden, aus welchem Winkel das Foto aufgenommen wurde, irgendwie musste Thomas ihnen nachgefahren sein... Aber warum? Was war der Grund dafür, dass er ihnen nun auch noch nachstellte?

      Seufzend lehnte sich Naira zurück und packte das Handy wieder weg. Sie war sich unsicher, ob sie nicht mit Victor darüber reden sollte, er sollte es lieber erfahren, sie wollte nicht schon wieder etwas verschweigen.. Jedoch war zuerst der Umzug dran, sie erhob sich deshalb, legte das Geschirr in die Spüle und machte sich daran, zusammen mit ihrem Husky die nötigsten Sachen einzupacken,die unbedingt rüber mussten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Bevor er hinter der Badezimmertür verschwinden konnte, schaffte Victor es noch einen trotzigen Blick in die Richtung seiner Freundin zu werfen, denn er konnte nicht sagen, ob sie fürsorglich sein oder ihn nur piesacken wollte. Eine Umzugsfirma wäre unnötigerweise teuer und sein Arm hin oder her, er würde den Schrank irgendwie schon ausbauen können. Aber noch äußerte er sich nicht dazu, sondern ließ es erst einmal stehen und ging unter die Dusche. Das warme Wasser lullte ihn noch einmal ein, zeigte ihm wie gut und schön das Leben sein konnte, wenn man nicht immer Kontra war. Sie hatten einen guten Start in den Morgen gehabt und alles was ihn zerstören konnte, wäre Nairas Versuch ihm zu erklären, dass Thomas wieder geschrieben hatte. Victor dachte unter der Dusche nach, ließ den Strahl warmen Wassers auf den Nacken fallen und genoß das Gefühl in den Schultern. Sein Arm schmerzte wirklich von all den Anstrengungen und der Tatsache, dass er alles ignorierte und einfach nur machte. Er dachte aber auch an gestern und dass er mit Alex hatte reden wollen, doch der tat nur so, als hätte er ihn verstanden. Er war ignorant gewesen und ging gar nicht auf seine Worte ein. Hatte Naira trotzdem angefasst und sie musste sich wehren. Braves Mädchen, dachte sich Victor aber nur. Wenigstens wehrte sie sich statt heulend zu ihm zu rennen, es sei etwas passiert.
      Mit noch feuchten Haaren stieg er aus der Dusche, trocknete sich mäßig ab und kam nur mit Handtuch bedeckt heraus. Er sah durch die Küche und fand Naira bereits am Packen. Er lehnte sich an den Türrahmen und sah ihr die ersten Handgriffe dabei zu. Die Arme verschränkt so gut es nun einmal ging, hielt er den verletzten Arm fest und lächelte. Sie wurde sein Ein und Alles. Ein Partner und eine Freundin...Wie arm musste man im Leben sein, dass er sich nur an einem Menschen festhalten konnte.
      "Hm...Noch 13 Tage...dann haben wir es hinter uns.", er trat an ihr vorbei zu seiner Tasche aus der er Shorts und Hose herauszog. Dann setzte er sich aufs Bett damit.
    • Naira O'Connor

      Die ersten Sachen landeten brav in einem der Koffer, die anderen Klamotten sah sich Naira durch, sie hatte nun die Gelegenheit, endlich alles durchzusehen und sich dessen bewusst zu werden, was sie noch wirklich gerne trug. Ihr Klamottenstil war eigentlich recht simpel, die Frau trug in der Regel nur einfache Jeans und Hemde, womit auch ihre Arbeit sehr viel beizutragen hatte, aber sie besaß auch die ein oder andere aufregende Kleidung, was man am gestrigen Abend auch sehen konnte.
      Ihr Freud kam wieder aus der Dusche raus und trug selbstverständlich nichts mehr, als nur ein Handtuch um die Hüften. Nairas Blick ging sofort zu ihn und sie grinste breit, als sie ihren Blick über ihren Freund warf. Er sah ihr zu, aber viel lieber sah sie ihm dabei zu, wie er sich anzog, dafür setzte sich die Frau auch gemütlicher hin. "Ja, nur noch dreizehn Tage..";bestätigte die Dunkelhaarige und lehnte ihr Kinn an ihren Knien, die sie angezogen hatte. Ihr Bein meldete sich, aber das war ihr in diesem Moment wirklich egal.
      "Aber zunächst ziehe ich bei dir ein.. Ich habe auch schon brav angefangen, jedoch sehe ich dir viel lieber beim Anziehen zu..". Letztendlich erhob sich die Frau und lief auf den Rothaarigen zu, vor dem sie auch stehen blieb. Sie beugte sich vor und küsste sein nasses Haar. "Ich müsste gleich ein paar Klamotten aussortieren.. Magst du sie an mir sehen und mir bei der Wahl helfen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war diese Liebe, die sie nicht schlafen ließ, die sie den anderen nicht ansehen ließ ohne gleich etwas haben zu wollen. Aber das gefiel Victor. er hatte ausnahmsweise das Gefühl wirklich von jemandem gemocht und geliebt zu werden. Er schaffte es die Shorts über zuziehen, bevor er die Beine in die Jeans steckte. Naira kam ihm aber zu vor und stellte sich vor ihn. Er lächelte hoch und berührte sie knapp an der Taille, als Zeichen seiner Zuneigung, bevor er aufstand und die Jeans hochzog. Bevor er sie aber schloss, nahm er Nairas Gesicht in beide Hände und küsste sie. Weder vor noch sehr vorsichtig. Er nahm was ihm zustand, bevor er ihr durch die Haare fuhr und die Strähnen nach hinten brachte: "Bei jeder anderen hätte ich gesagt du kannst mich damit jagen...aber ich sehe dir wohl mindestens genau so gerne zu beim Anziehen, wie beim Ausziehen.", er grinste, gab ihr noch einen Kuss und sah rüber zu der Tasche mit ihrer Kleidung. "Das wird ein großer Umzug, mh?", sagte und nahm dabei sein Hemd auf, dass er sich überzog und anfing nach und nach die Knöpfe zu zu machen. Wie er heute aussah war gar nicht mehr so wichtig. Auch nicht, dass seine nassen Haare auch das Hemd nass machen würden im Nacken. Stattdessen fiel ihm etwas anderes ein: "Wenn wir die Zeit haben werden...machen wir Urlaub...wo es warm ist! Mit SOnne und Strand...Vielleicht in Californien? Direkt an den Strand..."
    • Naira O‘Connor

      Es fühlte sich wirklich gut an, als wären die beiden schon ewigkeiten ein Paar, sie waren so vertraut in dem Umgang miteinander. Naira lächelte breit und seufzte, als ihr Freund sie zu sich zog und seine Lippen auf ihre legte. Das war fast schon das aller beste an dem Alltag, wenn er sie genau so küsste, wie er es nun tat. Wenn er sich einfach genau das nahm, was ihm gehörte und sie gehörte nun ihm. Deshalb blieb die Frau bei ihm, es war wie zwei Magneten, die aneinander hafteten.
      Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, als sie ihre Augen wieder öffnen und Victor ansehen konnte. „Ich schaue dich generell gerne an.. nicht nur beim anziehen oder beim ausziehen..“, sprach sie und hob ihren Arm, um ihren Freund über die Wange zu streichen. Sie blickte zu der Tasche, die auf dem Boden lag und in welcher sich schon ein paar ihrer Klamotten befanden. „Ja, ich habe doch einiges.. aber du hast gesagt, ich darf alles mitnehmen, was ich will..“. Ihre Augen sahen wieder zu ihrem Freund, der sich das Hemd anzog. Naira schob seine Hände zur Seite und knöpfte selbst seine Knöpfe zu, bevor sie seinen Kragen richtete, als würde sie es schon immer getan haben. Ihr Blick hing an dem Hemd, während Victor seine Worte aussprach, für einen Moment setzte das kleine Herz der Dunkelhaarigen aus, sie versuchte sich das vorzustellen.. Sonne, Strand.. Meer.
      Ihre Augen blickten wieder hoch und musterten den Rothaarigen. „Ich habe das Meer noch nie vom Nahen gesehen.. das wäre schön, einfach am Wasser mit dir zu sitzen und nicht mehr frieren zu müssen..“. Sie seufzte leise und beugte sich noch einmal vor, damit ihr Freund einen Kuss auf seine Wange bekommen konnte, dann widmete sich Naira ihrem Schrank zu, indem sie sich in Klamotten warf, die sie schon länger nicht mehr getragen hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es kam ihm vor wie ein kleiner alberner Traum, den er sich da zurecht gelegt hatte. Aber es gab nun einmal nichts anderes, dass er sich wünschen würde. Ein wenig Freizeit ohne Kater, ohne Schmerzen und ohne ständige Albträume, denn diese Frau hielt ihn wach, sie schaffte es dass er nicht durchdrehte und dass ihm bewusst wurde, dass sich alles ein wenig ändern durfte, ohne dass die Welt unterging. Victor war kurz etwas überrascht, dass sie seine Hände weg schob, aber die Tatsache, dass sie nun sein Hemd zuknöpfte ließ ihm warm werden. Das war eine schöne Geste. Eine Geste, die zeigte, dass sie zusammen gehörten und nichts und niemand sie auseinander bringen sollte. Ihr Lächeln erwiderte er sogar mit einem stummen Danke, sobald der kragen gerichtet war. Auch den Kuss ließ er sich ohne Murren geben, versuchte sogar sie zeitgleich auf die Wange zu küssen. Dann ließ er sie natürlich gehen und ihre Kleidung durchsehen.
      "Du nimmst alles mit was du brauchst und haben willst. Wie bereits gesagt, das gesamte Haus ist eigentlich leer und hat nur die wichtigsten Möbel drin...", sprach Victor und streckte die Arme im lauten Gähnen aus, um sich zu strecken.
      Victor ließ sich wieder aufs Bett fallen und machte es sich gemütlich, während er seiner Freundin dabei zu sah, wie sie das ein oder andere Kleidungsstück anzog. Die meisten waren ganz gut für die Arbeit. Sehr nüchtern und fast schon prüde. Dafür konnte Naira aber natürlich nichts.
      "Mh...Hast du denn überhaupt Badeanzüge oder sowas?...Ein Sommerkleid?...Dir stehen Kleider.", merkte Victor schließlich an und fuhr sich durch den Bart mit einem Blick nach oben, der ihn an die gestrige Nacht erinnerte: "Natürlich ohne Strapsen dann, mh?", er versuchte enttäuscht drein zu blicken, aber er schaffte es nicht.
    • Naira O'Connor

      Sie nickte kurz, als ihr Freund ihr klar machte, dass Naira alles mitnehmen durfte, was sie mitnehmen wollte. Das war wohl der Vorteil eines großen, fast schon leerstehenden Hauses, sie konnte sich nun als Frau komplett ausbreiten. Theoretisch gäbe es nun für alles Platz, dennoch hatte sich Naira schon länger nicht mehr mit ihrer Kleidung auseinander gesetzt. Vieles trug sie schon einige Jahre nicht mehr.. Einiges sortierte sie auch schon, ohne es überhaupt anzuziehen, anderes zog sie gerne vor Victor an und präsentierte sich ihm, damit er eine Meinung dazu abgeben konnte.
      "Ich besitze tatsächlich so etwas.. ist aber teilweise schon ein wenig älter..",antwortete die Frau auf die Frage ihres Freundes und musste breit lächeln. Sie sah einen Moment zu ihm und drehte sich dann zu ihrem Schrank um, um ganz tief in einen der Schubladen zu greifen, Sie warf ein paar Bikinis auf das Bett, viele davon stammen noch aus ihren Schulzeiten, aber sie passte in sie alle, jedenfalls hatte sich ihre Figur nur wenig geändert. Sie zog auch einige ausgeschnittene Badeanzüge raus, sie zeigten eine freie Sicht auf die Haut an den Seiten oder dem Rücken. "Ich trug sie mit Anfang zwanzig...",seufzte die Frau und hielt sie sich an den Körper. "Aber ich wette, sie würden noch immer passen!".
      Lachend schmiss die Dunkelhaarige auch diese Sachen auf das Bett und zog ein paar Kleider aus dem Schrank. Sie besaß tatsächlich ein langes, weißes Strandkleid und auch ein kurzes, knallrotes, beide zog sie nacheinander an und präsentierte sich ihrem Freund. "Aber das reicht bei weitem nicht! Ich brauche unbedingt mehr, wenn wir am Strand sind..". Sie zwinkerte ihm noch zu, bevor sie die Sachen weiter aussortierte.

      Anderthalb Stunden dauerte es, bis Naira fertig war und zwei Koffer voll mit Kleidung hatte, der Rest landete in zwei Kartons, sie besaß tatsächlich noch Umzugskartons. "Wir nehmen meine Bettwäsche mit.. Du hast keine Federdecken, wir erfrieren sonst..",sprach sie zwischendurch und bildete einen Haufen mit Sachen, die sie unbedingt mitnehmen wollte, noch heute. "Sollen wir wirklich nicht für die großen Sachen irgendwelche Leute engagieren?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die kleine Modeschau ließ Victor einerseits Staunen, aber im selben Moment noch das Gesicht in Argwohn verziehen. Wofür zum Teufel brauchte eine Frau so viele Kleidung und immer noch den Gedanken, dass sie mehr davon bräuchte. Alles schön und gut, dass sie unterschiedlich aussahen: "Sicher, dass du noch mehr davon brauchst?...", Victor schnappte sich einen der Bikinis und zog ihn auseinander sodass er verstehen konnte, wo oben und wo unten an diesem Stück Stoff war. Einige waren verwirrend, andere regten die einfache, männliche Fantasie wieder in ihm an. Aussehen täte es bestimmt gut an ihr, egal ob sie zu knapp wären oder zu weit geschnitten. Er konnte seine Freundin auch gern nackt neben sich liegen haben. Wobei er nicht wollte, dass andere sie auch sehen konnten. Dagegen hatte Victor etwas und das ohne auch nur lange darüber nachdenken zu müssen.
      Mit einem Schmunzeln hatte er weiter auf dem Bett gelegen und zu gesehen, wie sie nach und nach Kleidung anprobierte und andere ohne eines Blickes würdigend in eine Kiste steckte. Victor half hin und wieder, falls mal etwas nicht direkt in der Kiste landete und schob es dort hin. Meistens aber ließ er sich von dem Anblick nur berieseln. Diese dumpfe Handlung machte ihm sogar Spaß. Er schenkte ihr Aufmerksamkeit und sich selbst Ruhe. Als Naira fertig war und auf die Bettwäsche zu sprechen kam, hob Victor lediglich seine Schultern an: "Ja, schon okay. Ich glaube meine Decke und Kissen sind eh auf den Sommer ausgelegt. Alkohol hat gewärmt.", Victor raufte sich die Haare, bevor er sich vom Bett schieben konnte und seufzend den leeren Schrank begutachtete. Eigentlich war es eine kluge Entscheidung jemanden zu holen, der ihnen half: "Bis die auftauchen wird zu viel Zeit vergehen und du musst raus aus der Wohnung sein. Wenn du Werkzeuge da hast, kann ich anfangen alles auseinander zu bauen. Das wird schon klappen."
      Aber das männliche Ego war fragil und trotz der Verletzung wollte er den Schrank auseinander bauen. Wer damit arbeiten konnte, der konnte auch einen Schrank angehen. So dachte Victor zumindest jetzt noch.
    • Naira O'Connor

      "Ja, wenn wir in der Sonne sind, dann brauche ich schon mehr Sachen.. Die meisten meiner Sachen sind zu dick, oder zu lang.. ich brauche wohl oder übel dann was neues, Vic..". Naira war dennoch nicht die Art Frau, die gerne stundenlang in einer Mall verbrachte und nach Klamotten suchte, sie ging lieber rein, nahm sich das,was sie gut fand und zog es an, bevor sie einen kurzen Prozess damit machte. Sie hasste es schon immer, lange nach Klamotten zu suchen, deshalb besaß sie auch welche, die sie schon vor zehn Jahren gekauft hatte. "Aber du muss keine Angst haben, ich brauche nicht Stunden um neue Klamotten zu holen..".

      Scheinbar gefiel ihrem Freund ihr Vorschlag mit dem Unternehmen, welches sich um den ganzen Umzug kümmern würde nicht, er wollte nun wirklich mit seinem kaputten Arm die Sachen auseinander nehmen. Kurz sah die Dunkelhaarige zu ihrem weißen Schrank und seufzte dann, bevor sie nickte. "Ich habe Werkzeug hier..",bestätigte seine Freundin und verschwand aus dem Schlafzimmer. Die Frau musste in die Kammer, in welcher eine mittelgroße Kiste mit einigen Sachen stand. Sie reparierte Zuhause vieles selbst, ganz nach dem Motto: 'Selbst ist die Frau', versuchte zumindest nicht immer sofort einen Techniker ins Haus zu rufen. Dementsprechend besaß sie auch einige Schraubendreher und Co, die sie ihrem Freund ins Schlafzimmer brachte. "Aber ich will nicht, dass du deinen Arm überforderst..",sprach sie ernst, sah Victor auch noch einmal ernst an, bevor sie ihm die Werkzeugkiste reichte. "Soll ich meinem Handwerker denn noch einen Kaffee machen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mochte tatsächlich keine gute Idee sein, sich gegen die Anweisungen des Arztes zu wenden und dann auch noch seiner Freundin heuchlerisch vorzuführen, dass sie ihr Bein zu schonen hatte, aber er keinerlei Anstalten machen sollte, sich auszuruhen. Der Biss des Hundes war ordentlich und hatte zwar kein Fleisch herausgerissen, aber welches durchstochen. Victor streckte den Rücken durch, solange Naira das Werkzeug holte. Er besah sich den nun leeren Schrank und überlegte bereits, was er zuerst wie abnehmen konnte, denn wenn er ehrlich war, so war sein letztes Mal mit einem Schrank sehr lange her. Selbst im College hatte er einfach nur einen gestellt bekommen und in der Akademie eben so. Eigentlich hatte er nie einen Schrank auseinander gebaut, aber wer A sagte, musste auch B sagen. Seine Freundin - er erwischte sich bei dem Versuch sie seine Frau zu nennen - wollte neue Kleidung und ihr Hab und Gut mitnehmen und sein Schrank reichte nicht aus.
      Victor sah auf, als Naira wiederkam und bereit war ihm eine Standpauke zu halten, falls er es übertrieb. Nur verdient natürlich, denn er tat es ja auch immer. Er ergriff die Kiste und stellte sie ab, um sich vor sie zu knien und zu sehen was darin war. Währenddessen schnaubte er amüsiert: "In den letzten Tagen gab es ganz andere Dinge, die meinen Arm belastet haben." Dabei wollte er ganz unverhohlen auf die letzten Male Sex mit dem Arm hinweisen. Es schmerzte zwar, aber er konnte ja fast schon nicht ohne. Schließlich nahm er sich den Akkuschrauber raus und kramte nach dem passenden Aufsatz mit dem er sich dann offiziell und ohne Rückzug an den Schrank wagte.
      "Das kriegen wir hin, hast du ansonsten bereits alles zusammen, dass du rüber bringen willst? Deinen ganzen...Dekokram auch?", dabei nickte er in Richtung des ersten Gegenstandes, den er finden konnte. Zu seinem Unglück lediglich eine Tischlampe an der Seite des Bettes. Die machte bestimmte mehr Sinn, als man so als üblichen Deko-Artikel bezeichnen würde.
    • Naira O'Connor


      Ein wenig rot wurde Naira schon um die Wangen, als ihr Freund die letzten Tage erwähnte und damit auf die Lust andeuten wollte, die sie ausgelebt hatten. Ja, alleine in den letzten zwölf Stunden hatten die beiden mehr intime Momente gehabt, als vermutlich jemand anderes.. Aber es gefiel der Dunkelhaarigen wirklich gut, sie mochte es, ihrem Freund näher und vor allem auch so nah zu kommen. Sie lebten es einfach aus und keiner durfte oder konnte etwas gegen sagen.
      Die Frau kriegte sich wieder ein, als ihr Freund sich dem Schrank widmete und sie sah mit ihrem Blick in die Richtung, die Victor gemeint hatte. Die Lampe war mit Sicherheit dabei, auch einiges andere an Dekoartikeln. "Ich nehme noch mehr mit...",murmelte sie ein wenig in Gedanken und starrte für einen Moment die Lampe an ihrer Seite des Bettes an, bevor sich ein Lächeln auf ihren Lippen bildete. "Ich mache uns einen Kaffee und sammel im Wohnzimmer alles, was ich mitnehmen will..", es war scheinbar beschlossen, denn Naira trat aus dem Raum raus und lief zunächst in die Küche, um den beiden Detectives einen Kaffee zu machen. Sie beschäftigte sich die weitere Zeit damit, genauer zu überlegen, was sie alles mitnehmen und was sie alles zurücklassen wollte. Sie sammelte auch die Sachen von Spike zusammen, der Hund half ihr gerne dabei, er verstand aber noch immer nicht ganz, was es damit auf sich hatte.
      Auf dem Stapel im Wohnzimmer landete einiges an Zeug, welches mit sollte. Auch der kleine, geschmückte Tannenbaum sollte noch mit, solange er nicht ausgetrocknet war, einiges an Kerzen und Nairas Alkohol, den die Frau sorgfältig in Papier gewickelt und in einen Karton gepackt hatte. Zwischendurch kam sie noch mit dem Kaffee in ihr Schlafzimmer und begutachtete die Arbeit ihres Freundes. "Wie kommst du voran?",fragte sie ganz sanft und lehnte sich an ihre Kommode, mit beiden Kaffeebechern in der Hand. "Übrigens, die hier will ich auch mitnehmen...".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor ließ sich zu gerne beschäftigen an dem Morgen. Seine Gedanken waren zwar noch im Schlaraffenland, flankiert von warmen Küssen und der Liebe zwischen sich und Naira, aber er war erwachsen genug zu wissen, dass ihn weder seine Depressionen, noch die unverschiebbare Arbeit schonen wollten. Schon bald würde der ganze Teufelskreis wieder von vorne anfangen. Nachdem Naira auch das Zimmer verlassen hatte, konnte er sich seiner Arbeit besser widmen. Er fühlte sich beobachtet und nicht in der Lage seine 100% zu geben, die er wirklich auslegen wollte.
      Die ganze Zeit kämpfte er damit ein Stück nachdem anderen abzumontieren. Und wenn er sich gerade mal darüber freute, dass er endlich einmal eine Schraube entfernt hatte, wäre ihm fast die Spiegeltür aus dem verletzten Arm gefallen. Nun mit Adrenalin gepumpt, räusperte sich Victor lautstark, denn im selben Moment kam Naira wieder und hielt beide Tassen in der Hand. Vorsichtig schob Victor die Spiegeltür auf einen Teppich und atmete erst einmal tief durch.
      "Es könnte nicht besser laufen.", log er in der männlichen Mentalität, wenn es darum ging zu vertuschen, dass er mit etwas Hilfe besser vorangekommen wäre. Fast schon, wie die Tatsache, dass Männer selten nach dem Weg fragten, wenn sie sich verfuhren. Aber er war bereits bei der Hälfte des Schranks angekommen und gönnte sich für den Moment die Auszeit, legte den Akkuschrauber bei Seite und trat an seine Freundin heran, nahm die Tasse und bedankte sich mit einem flüchtigen Kuss, der ihm nun auch um einiges leichter von den Lippen ging.
      "Du willst die Kommode haben oder nur die Unterwäsche darin, weil die packe ich dir sogar freiwillig."
    • Naira O'Connor

      Naira seufzte innerlich, als ihr Freund ihr den Kaffee abnahm und ihr einen Kuss auf die Lippen drückte. Bisher kam er nicht sonderlich weit, aber er schaffte es scheinbar ohne fremde Hilfe. Noch einmal würde ihn Naira sowieso nicht fragen, sie bot schon zwei Mal an, dass dritte Mal könnte es vielleicht zu einem Streit kommen und bei der guten Laune von den beiden wollte sie es definitiv nicht riskieren, dann würde der Umzug nur noch träge und langweilig vorbei rauschen.
      Ein Lachen entfuhr der Frau, nachdem ihr Freund von der Unterwäsche und der Kommode sprach. Sie nahm einen Schluck des Kaffees mit einem sanften Kopfschütteln, begutachtete ihren Freund vom Nahen. Mit der freien Hand strich sie ihrem Freund durch das Haar und über den Kopf. "Ich würde gerne beides mitnehmen.. Die Unterwäsche, aber auch die Kommode, irgendwo muss ich sie ja hinpacken..". Sie überlegte für einen Moment, legte die Hände wieder um die Tasse herum und beobachtete das Schlafzimmer. "Wir könnten doch eigentlich.. aus einem der Zimmer ein Ankleidezimmer für mich machen, oder nicht? Dann stehen nicht zwei Schränke im Schlafzimmer..", sie lächelte breit, sah wieder zu ihrem Freund.
      "Du hast doch drüben so viele Zimmer.. Und eines kannst du sicherlich entbehren.. Dann kannst du mir auch dort immer beim Umziehen zusehen..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war kindlich, vielleicht sogar schon zu sehr, dass es ihn erfreute, wenn sie lachte, aber er sah es gern. Wenn sie glücklich war, konnte auch er es sein und so nahm er auch zufrieden einen Schluck vom Kaffee und musterte die fertig abmontierten Seiten und Türen des Schranks. Zu seinem Glück war dieser leer, also musste er isch nicht um zwei Sachen gleichzeitig kümmern. Victor sah auf, als man ihm durch die Haare fuhr und quittierte die Berührung mit einem knappen Lächeln ab.
      Den Vorschlag jedoch konnte er nicht ganz so einfach davon kommen lassen und drehte sich zu seiner Freundin um, lehnte sich locker an der Kommode ab: "Ein ganzes Ankleidezimmer will die Dame?...Ich weiß ja nicht..."
      Victor spielte natürlich nur mit ihr. Schließlich war alles was er sich da gekauft hatte völlig umsonst gewesen, wenn es niemand nutzte. Und wenn Naira meinte sie wollte ein Zimmer nur für ihre Kleidung, dann sollte sie dieses auch haben: "Weißt du...selbst Spike kann sein eigenes Zimmer in dem verdammten Haus bekommen. Wirklich...Als ich es gekauft habe...War ich einfach nur frustriert und habe mein gesamtes Ersparnis rausgeballert."
      Victor trank noch einmal einen Schluck und machte sich dran den Schrank weiter auseinander zu bauen. Wenn Naira auch noch die Kommode haben wollte, sollte er sich wohl anstrengen nicht zu lange Pause zu machen.
    • Naira O'Connor

      Sein Lächeln setzte der Frau einen Stich in ihrer Brust und ließ das Herz zum Rasen bringen. Für einen Moment machte sie Halt mit all ihren Gedanken und konzentrierte sich nur auf dieses Lächeln auf den Lippen ihres Freundes. Auf ihren Lippen bildete sich ebenfalls ein Lächeln und sie konnte nicht anders, als noch viel breiter zu lächeln und zu nicken. "Ein ganzes Ankleidezimmer..",bestätigte Naira und nickte noch einmal, um es noch deutlicher zu betonen. Es war kein Muss für sie, dieses Zimmer zu bekommen, aber sie würde es gerne haben, bisher hatte sie nie Platz dafür..
      Kurz war die Frau skeptisch, ob sie auch wirklich so ein Zimmer bekommen würde, aber letztendlich sagte ihr Freund zu und die Dunkelhaarige atmete auf. Sie stellte ihre Tasse auf der Kommode ab, um ihre Arme um ihren Freund zu legen und ihre Lippen auf seine Wange zu drücken. "Ich glaub, Spike sagt nicht nein zu seinem eigenen Zimmer..",murmelte sie lachend und lehnte ihren Kopf an Victors Schulter. "Du warst vielleicht frustriert, aber ich werde es nun mit Leben füllen.. Mit dir und Spike gemeinsam..".

      Durch die Liebe, die in der Wohnung kaum noch Platz fand rückten andere Sachen in den Hintergrund.. Zum Beispiel der Mann, vor Nairas Wohnhaus, der nur darauf wartete, die beiden zu sehen. Er machte es sich in der Dunkelheit eines Schattens gemütlich, bereit, sein Spielchen weiter zu treiben, nur um Spaß zu haben. Er hatte noch so viel mehr vor..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Liebe war wahrlich groß und für manche wäre sie vielleicht erdrückend gewesen und fehl am Platz. Aber schließlich rissen sich die zwei Detectives auf der Straße zusammen und turtelten nicht, wie manch anderes verliebtes Pärchen. Victor wäre das noch zu viel gewesen, er hatte erst vor kurzem gelernt sie auf der Straße in der Öffentlichkeit zu küssen oder ihre Hand halten zu wollen. Richtig mit einander verliebt zu sein im Augenschein anderer Menschen und an deren Gedanken ausgeliefert zu sein, erschien ihm noch zu viel des Guten. Deswegen nutzte er den Moment, als sie sich an ihn drückte. Er erwiderte mit einer Hand die Umarmung und lehnte den Kopf an ihren.
      "Alles was du willst, Naira. Das Haus ist recht leer und mehr als ein Bett oder das Sofa, werde ich darin wohl nicht beschlagnahmen. Außerdem komme ich dann dank dir vielleicht dazu mal meine Kleidung und allgemein alle Sachen aus den Kartons zu bekommen.", Victor hob die Schultern an und befreite sich sanft aus Nairas Umarmung damit er weiter machen konnte mit seiner Arbeit, die er sich nun eingebrockt hatte. Und da Naira noch bei ihm war, überließ er es auch ihr, dass sie die ein oder andere kleine Sache für ihn erledigte und half, damit nichts kaputt ging. Nach guten weiteren 2 Stunden war dann auch die Kommode auseinander gebaut und beide Möbelstücke separat zusammengelegt.
      Victor legte das letzte Stück drauf und streckte dann den Rücken durch. "Huff...sowas bin ich schon lange nicht mehr gewöhnt...Bin ich froh, wenn ich mal wieder Sport mache...", grummelte er vor sich hin, mehr als Warnung an sich selbst, als dass er sich wirklich bei Naira über seine Unsportlichkeit beschweren wollte.
      "Dann fahr ich den Wagen ran und wir können mal die erste Ladung einpacken und rüber fahren?"
    • Naira O'Connor

      Es hatte seine Zeit gedauert, aber letztendlich war Victor mit dem Schrank und gleich auch mit der Kommode fertig, er hatte sie mit einer kleinen Hilfe von seiner Freundin doch geschafft auseinanderzubauen, ohne sich wehzutun oder etwas falsch zu machen. Es sah gut aus, alleine hätte sie es sicherlich nicht geschafft, zumal Naira auch verletzt war, ein Krüppel halt.
      "Das ist eine gute Idee!", sprach die Frau auf den Vorschlag des Rothaarigen, bevor sie sich die Sachen ansah, die sich gesammelt hatten. "Aber es ist echt viel.. Dabei ist es die erste Tour.. Schaffen wir das zusammen?". Sie sah unsicher zu ihrem Partner, aber allein bei seinem Anblick glaubte sie, alles schaffen zu können.

      Am Abend war zum Glück alles vorbei und alle Sachen, die Naira mitnehmen wollte landeten in dem neuen Heim, welches sie sich nun zu dritt teilen würden. "Ich finde es so schön hier!", meinte die Frau und trat an den ganzen Sachen im Flur und im Wohnzimmer vorbei, um in den Garten zu sehen. "Wir wollten schon immer in ein Haus ziehen.. Mit Garten!". Spike folgte seinem Frauchen und bellte leicht, als sie den Garten ansprach. Kurzerhand öffnete die Dunkelhaarige die Glastür und ihr Hund ließ in den Garten voller Schnee hinaus. Er sah so glücklich und zufrieden aus, seine Besitzerin auch. "Ich finde es gut, dass wir diesen Schritt gehen..Zwar ein wenig erzwungen, aber ich hätte auch eine Wohnung nehmen können.. Letztendlich finde ich es aber schön mit dir hier..". Sie drehte sich um, lehnte sich an die Wand und betrachtete ihren Freund, wobei sie seufzen musste. "Ich werde es hier richtig gemütlich machen..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Unsicherheit über das Zusammenleben kam erst richtig hoch, als auch der letzte Karton im Wohnzimmer stand und Naira sich das Haus auch mal im angenehmeren Licht ansehen konnte. Es war staubig über die Zeit geworden und durch das fehlende Lüften stand die Luft regelrecht im Haus. Es war aber warm. Also hatte er all die Zeit tatsächlich auch die Heizkosten bezahlen müssen. Unweigerlich grummelte Victor bei dem Gedanken und fuhr sich durch die Haare. Seine Arme schmerzten und nicht nur der verletzte. Das ganze Schleppen hatte ihn müde gemacht, aber er hatte das Gefühl, dass es sich gelohnt hatte.
      Naira ließ den Hund in den Garten raus, der genauso breit war wie das Haus und mindestens doppelt so groß. Und das obwohl er ganz in der Nähe der Stadt sich das Haus gekauft hatte. Wahrlich ein Glücksgriff im Unglück.

      Victor trat an Naira heran. Die Tatsache, dass sie nun hier war und nicht weil er sie wirklich gezwungen hatte, sondern es nur angeboten hatte, machte ihn glücklich. Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und streichelte über die Wange: "Tu was auch immer du nicht lassen kannst mit diesem Haus...abbezahlt ist es.", er setzte ein seichtes Lächeln an und hauchte seiner Freundin einen Kuss auf die Stirn bevor er in Richtung Küche aufbrechen wollte, um zu sehen, ob es überhaupt etwas zu essen gab in diesem Haus.

      Was die beiden in ihrem Glück nicht wahrnahmen, war der Schatten, der ihnen bis zum Haus gefolgt war. Leise und ohne ein Wort von sich zu geben. Victor und Naira waren nun ein Paar und das missfiel dem wichtigsten Mann in ihrem Leben. Sie hätte sich nie von ihm abwenden sollen. Wenn sie sich doch bloß erinnern würde...
    • Naira O'Connor

      Ein weiterer Seufzer verließ ihre Lippen, als sich Victor entfernte und damit auch seine ganze Wärme und Liebe mitnahm, aber sie sah ihm nach und erwischte sich dabei, dass sie schmunzeln musste. Ihr Herz klopfte voller Freude, das war genau der Richtige an ihrer Seite, dessen war sie sich definitiv sicher und durch den Umzug wurde sie noch sicherer. Mit einem Lächeln auf den Lippen sah se ihm noch einen Moment nach, dann drehte sich Naira zu dem Garten und wollte nach dem Hund schauen.
      Das war eigentlich der Moment, im welchen alles ein gutes Ende nehmen sollte, aber aufgrund der Pläne von Thomas würde es niemals gut enden. Er wollte nicht, dass die beiden Detectives nun auf Friede, Freude, Eierkuchen taten, sie sollten sich auch nicht eine glückliche Zukunft vorstellen.. Naira war seine und das würde auch für immer so bleiben, auch wenn sich die Frau dessen noch nicht bewusst war.

      Plötzlich stand Spike genau vor seinem Frauchen und knurrte, während ihm Schaum aus dem Maul lief. "Spike?", fragte sie ein wenig verwirrt und musterte den Vierbeiner. Ein weiterer Ton aus einer Pfeife war für den Hund zu hören, er bellte, bevor er auf sein Frauchen zuging. Für einen Moment wurde die Dunkelhaarige blass im Gesicht, ihr Herz fing entgegen dessen an zu rasen und machte sie zwei Schritte zurück. "Guter Junge..Braver Junge..",murmelte sie, während sie sich unsicher in dem Raum umsah.
      "Victor?!". Mehr konnte Naira nicht aussprechen, ihr Hund griff sie tatsächlich an und versuchte sie anzuspringen, um ihr in den Arm zu beißen. "Aus Spike! Sofort!". Auch wenn sie versuchte laut und bestimmt zu klingeln, auch wenn in ihrer Stimme mehr Angst lag, als es ihr lieb war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor beugte sich runter, um einen Blick in den Kühlschrank zu werfen. Er war kleiner, als der den er in seiner alten Wohnung besaß, aber dennoch ausreichend für ihn. Vor allem wenn man bedachte, wie wenig er in den letzten Monaten gegessen hatte. Bei dem Gedanken griff er sich unter das Hemd an den Bauch und befühlte diesen. Er selbst merkte, dass er das ein oder andere Kilo verloren hatte. Vielleicht kam ihm das aber auch mal zu gute und er verlor den Speck, den er sich durch den Alkohol angetrunken hatte. Gerade als er seufzend erklären musste, dass er wohl noch einkaufen fahren musste, wenn sie heute noch etwas zu essen haben wollten, hörte er Naira rufen. Die Stimmung kippte schlagartig, als Victor bewusst wurde, dass sie nicht vor Freude nach ihm rief, sondern ihre Stimme ängstlicher klang, als er sie jemals gehört hatte. Und dann hörte er auch das Knurren. Da war er bereits mit fünf Schritten unterwegs in das Wohnzimmer. Kalte Luft von der offenen Terassentür strömte hinein und ein Pfiff, kaum hörbar ertönte.
      Spike, der Hund der ständig an ihrer Seite war, wandte sich plötzlich gegen sie und griff an. Victor war kaum rechtzeitig da, um sie vor dem ersten Biss zu bewahren. Victor riss den Hund am Halsband zurück und kämpfte mit einem Arm gegen dessen Zugkraft, die enorm war. Während Naira es noch mit Worten versuchte, war Victor am Ende dieser und fluchte während er den Hund unter Schmerzen von seinem Frauchen weg hielt. So gut es ging, drückte er Spike zu Boden, aber der Hund wandte sich wie ein Aal im Netz und knurrte. Seine Zähne waren gebleckt und Schaum spritzte in jede Richtung, in die er bellte.
      "Was zum Teufel ist passiert?", fragte Victor keuchend und drückte dem Hund sein Knie in die Mulde des Hinterbeins. Mit einer Hand versuchte er seinen Oberkörper unten zu halten und mit der anderen den Kopf.
      Das Adrenalin war von 0 auf 100 anwesend.
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