[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O'Connor

      Nun, widerwillig lief Naira in das Wohnzimmer vor und begrüßte ihre Kollegen, die sich alle scheinbar gut amüsierten. Viele ihrer Kollegen waren schon ein wenig angetrunken, einigen sah man an, dass sie noch nicht lange hier waren. Auch wenn die beiden Detectives die letzten waren, es machte scheinbar niemanden etwas aus, außer vielleicht Alex. Er selbst war angetrunken, nun, sehr weit darüber hinaus und mischte in der Küche irgendetwas für die Dunkelhaarige.
      Er kam wieder, hielt der Frau ein wirklich komisches Getränk hin, aber sie nahm es dankbar in die Hand und nickte ihm zu. Während er aufzählte, was er an ihr alles so schön fand warf Naira ihrem Freund einen Blick zu. Sie hätte 'Hilf mir' mit ihren Lippen geformt, auch wenn ihr Blick schon alles sagte, wenn Alex nicht mit einer Hand nach ihrem Haar griff. Sofort schoss ihr Blick zu ihm und sie griff nach seinem Handgelenk. "Nicht anfassen, okay?". Es war eher eine Ansage, als eine Frage, bei der zweiten Aufforderung würde die Frau nicht mehr so freundlich sein. Sie würde dann definitiv härter durchgreifen.

      "Ey Alex! Sind das alles deine?!",ertönte es aus dem Schlafzimmer und Naira konnte sofort sagen, um was es ging. Alex hatte seit seiner Highschool an verschiedene Pokale gesammelt und sie auch in einer Vitrine aufgestellt. Die Jungs fanden diese wahrscheinlich, der Blonde lief auch schon direkt in sein Schlafzimmer, um rumprahlen zu können. Seine Kollegin stellte den Drink lieber hin und bediente sich an dem Bier, das würde definitiv besser schmecken.. Dann stellte sie sich zu Ramirez, die an einer der Wände gelehnt stand.
      "Denkst du immer noch daran, auszusteigen?",fragte ihre Cheffin sie, da schüttelte Naira leicht den Kopf. "Ich habe dir doch gesagt, dass ich für dich bleibe..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wie konnte ein Mann eine Frau nur schon so lange begehren und noch immer an ihren Lippen hängen, dabei hatte sie ihn nicht einmal abserviert, nein, sogar mehrfach. Trotzdem kam Alex zu ihr zurück, als wäre sie das Licht für eine Motte. Victor hatte bereits den Mund geöffnet, um dazwischen zu schreiten, als Alex nach ihren Haaren griff. Das durfte er nicht! Das war seine Freundin, schoss ihm direkt durch den Kopf, aber er kam zu spät. Seine Reaktionszeit ließ stark nach und er brauchte seine Zeit bis er überhaupt darauf reagierte. Zufrieden registrierte er, dass Naira sich ebenfalls ein Bier nach und ihn keines falls mit seinem schlecht aussehen ließ. Er öffnete es behände und sah sich dann bei all den anderen um, die sich auf der Feier amüsierten. Es war wahrlich nur ein gemütliches beisammen sein, gegen das niemand etwas einzuwenden hatte, der keine große Familie hinter sich her schleppte und sich somit ein wenig Auszeit erlauben durfte. Victor räusperte sich und folgte schließlich dem Ruf einiger Männer aus dem Schlafzimmer. Er wollte ebenfalls wissen, was sie gefunden hatten. Außerdem konnte man so ein wenig mehr von der Wohnung sehen und...hoffentlich etwas entdecken, womit man Alex eine auswischen konnte.
      Aber im Schlafzimmer bekam er anderes zu sein. Drei Kollegen standen mit breitem Grinsen vor einer großen Vitrine mit Pokalen und Medaillen. Dazwischen sah man Fotos von Mannschaften und Einige von Alex alleine. Victor trat ebenfalls an die Vitrine heran, nachdem er sich nach einem großen Schluck "traute", die anderen zu begrüßen. Männergespräche sollten geführt sein und wie es schien hatte niemand etwas gegen seine Anwesenheit. Man hieß ihn sogar willkommen und zeigte auf ein Foto von Alex, wo dieser nicht sehr vorteilhaft abgelichtet wurde. Daraufhin lachten sie alle und selbst Victor konnte nicht anders, als mit einzustimmen, auch wenn dezenter. Alex schweifte aus in eine große Erzählung über seine Handballerkarriere und wie gut er tatsächlich darin gewesen ist.

      Nach einem 15 minütigen Monolog kam Alex endlich zum Ende und grinste seine Zuhörer breit an, bevor er sich an Victor lehnte und anfing mit ihm zu reden. Alle verfielen irgendwie bei sowas immer schneller in Plauderlaune. Selbst mit dem grimmigen Detective.
    • Naira O’Connor

      Die beiden Frauen unterhielten sich angeregt über die Jungs, die dem Ruf gefolgt waren. Auch Victor hatte sich ins Schlafzimmer verzogen, um sich das mal anzusehen, er war ja nicht an seine Freundin gebunden. Ramirez warf rein, wie peinlich es wahrscheinlich nach heute für sie alle ausgehen wird, denn der Alkohol floss und ab einem bestimmten Pegel fiel auch die Schmerz- und Peinlichkeitsgrenze. Sie erwähnte, wie es nach der Weihnachtsfeier weiter ging, nachdem Naira und ihr Partner verschwunden waren und schüttelte bloß den Kopf, darüber konnte die Detective selbst lediglich lachen. „Es ist ja nicht die Arbeit.. komm mal ein wenig runter..“,sprach sie noch hinterher und konnte es sich nicht nehmen, noch einmal den Kopf lachend zu schütteln. „Ich weiß, dass du auch locker werden kannst, du brauchst nur den bestimmten Pegel an Alkohol“.
      Ihre Vorgesetzte war in diesem Moment weniger in ihrer Rolle, hinter den beiden Frauen steckte eine jahrelange Freundschaft, die mit ihrem Vater angefangen hatte. Nun, Ramirez war gute fünfzehn Jahre älter als Naira, aber der Altersunterschied machte irgendwann nichts mehr wirklich aus.

      Die beiden Frauen entschieden sich etwas härteres zu trinken zu holen und lehnten sich beide wieder gegen eine der Wände, während sie zusahen, wie ein paar Kollegen ein Partyspiel spielten. Ja, sie hatten Spaß.
      „Ihr seid ein süßes Paar“, sprach Ramirez irgendwann einfach frei heraus, was die Dunkelhaarige sich fast verschlucken ließ. Sie musste husten und runzelte die Stirn. „Guckt euch doch beide mal an, alleine wie Parker dich ansieht..“, ihre Vorgesetzte sprach wirklich weiter. „Er ist auch so sanft geworden, im Gegensatz zum Anfang.. denkst du wirklich, ich habe keine Augen im Kopf.. aber ihr haltet es zurück, das finde ich gut..“. Ein wenig rötlich wurde die Detective dann doch um die Wangen und trank ihren Alkohol einfach weiter. „David hätte ihn gemocht..“. Das Herz setzte einen Moment aus, Ramirez hatte den Namen ihres Vaters schon länger nicht mehr ausgesprochen. „Ja.. mag sein.. er war genau der gleiche mürrische Typ“. Bevor er mit Ramirez etwas angefangen hatte.. „vermisst du ihn?“.
      „Jede Nacht..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Alkohol floß nicht nur bei ihren Kollegen, die scheinbar nur auf die Möglichkeit warteten was trinken zu können. Auch Victor ließ sich überreden etwas mehr, als nur das eine Bier zu trinken, auch wenn ihn bereits beim ersten das Gewissen geplagt hatte. Alex war der anfängliche Grund dazu zu trinken. Dann aber wurde es die Laune und das Anstacheln der anderen Männer, die ihm ein weiteres brachten während sie sich wieder in hemmungslosen Unterhaltungen verfingen. Victor hatte sich selten so frei gefühlt...Mit Naira, klar. Aber das hier war anders. Das waren tatsächlich andere männliche Kollegen, von denen er nicht ausging, dass sie ihn verstanden oder dass sie ihn überhaupt mochten. Aber heute gab es keine Arbeit, für niemanden. Bis auf die Leute auf der Wache...

      Alex stieß seinen Plastikbecher gegen die Flasche von Victor: "Du wirst mich nach dem Bier aber nicht wieder schlagen wollen, oder?", fragte er und schunkelte dabei mit breitem Grinsen gegen Victor. Dieser konnte daraufhin nur die Schultern heben: "Kommt ganz darauf an...", "Ooh, ich seh' schon. Ich seh' schon."
      Fragend legte Victor seinen Kopf schief, während Alex ihn zurück in das Wohnzimmer bringen wollte: "Dann trinken wir! Du bist so'n Typ, der redet nur, wenn er getrunken hat! Nicht wahr? Mensch...Was auch immer Naira an dir findet..."
      In Victors Kopf schrillte der Alarm und er blieb bockig, wie ein Esel stehen, um Alex zu sich zu ziehen, damit sie das Zimmer nicht verließen. Dabei stolperte der Blonde nach hinten und stieß mit einem "Oopala...", gegen Victor, der ihn weiterhin stark am Oberarm hielt: "Verlier' kein Wort darüber, hast du verstanden, Alex?"
      "Ouuh...Jetzt machst du einen auf gefährlich...Wie bei der Weihnachtsfeier." Alex richtete sich wieder hin und nahm einen großen Schluck aus seinem Becher: "Ich vermisse sie eben, weißt du? Ich weiß, wie sie wird, wenn man alleine mit ihr ist..."
      Alex schwelgte wohl in Erinnerungen, denn sein Blick ging aus dem Zimmer und suchte auf dem kleinen Ausschnitt, dass er sehen konnte, das Wohnzimmer nach ihr ab. Victor verengte die Augen zu schlitzen, es gefiel ihm nicht, wie Alex über sie sprach, aber er durfte nun nicht wütend werden und das eine Bier, hatte allerhöchstens seine Muskeln entspannt: "Hey...Ich mein' es ernst. Keiner soll es wissen."
      Alex schnaubte und sah wieder zu Victor: "Ja?...Dann strengt euch besser an. Aber egal...Ich werde versuchen damit zu leben. Kann...", er hob den Finger in die Luft und schwang ihn, "aber nichts versprechen, mein lieber Freund! Und nun komm! Ich weiß genau, dass du noch mehr verträgst als nur dieses Bier."
      Victor grummelte. Das Gespräch lief nicht unbedingt gut oder so wie er es sich gewünscht hätte, aber Alex war redselig und das machte ihn zu einer Gefahr. Er zog Victor schließlich aus dem Zimmer und zu der Bartheke von der er den Gin holte, der in einer schönen bläulichen Flasche verpackt war.
      Alex drehte sich um und hob die Flasche hoch: "Danke Sarah!", rief er ins Wohnzimmer, da die Flasche wohl nicht von ihm sei. Den Gin schenkte er gekonnt in zwei Becher und garnierte ihn mit fetten Scheiben Gurke, bevor er Victor einen rüberschob: "Das ist doch mehr nach dir....Wobei...", Alex stützte sich an der Theke ab und musterte Victors Gesicht angestrengt: "Du siehst eher wie Whiskey aus..."
      "Wir sollten damit nicht anfangen...Gin reicht vollkommen...", nuschelte Victor etwas klein laut. Er erlaubte sich nach Naira zu sehen, doch diese stand noch immer mit dem Captain abseits des Geschehens.
    • Naira O’Connor

      Es herrschte einige Zeit Stille, zwischen den beiden Frauen und sie genossen einfach das Bier. Beide waren in ihren Gedanken und versuchten alles zu ordnen,wie es eigentlich sein sollte. Nairas Blick schweifte durch den Raum, fand ihren Freund, der zu ihr sah. Sie zwinkerte ihm zu, deutete mit ihren Augen auf ihre Beine und griff mit einer Hand zu dem Saum des Kleides, um es ein wenig hochzuziehen, während sie aufpasste, dass Alex seine Augen wo anders hatte. Es war immer noch ein Katze und Maus spiel zwischen den beiden.. Ein Lächeln bildete sich auf Nairas Lippen, die ließ dann auch ab und seufzte als erste, von den beiden Frauen. Sie sah zu Ramirez, die ihren Blick über den Raum schweifen ließ. Ihre Augen musterten letztendlich den Balkon.
      „Hast du Zigaretten dabei?“, fragte sie nebenbei, da nickte Naira. „Lass uns eine rauchen gehen..“. Es war eine gute Ansage des Captains , ein sehr guter Vorschlag wie die Detective selbst fand. Sie lief in den Flur, um an ihre Zigaretten in dem Mantel zu kommen. Es war merkwürdig mit einem Kleid und so nackten Füßen auf den Balkon zu gehen, deshalb griff sie zu einer Decke auf dem Weg auf den Balkon und folgte ihrer Vorgesetzten. Ramirez wartete schon draußen, ihr wurde sofort eine Zigarette angeboten, dann nahm auch Naira eine zwischen ihre Lippen.

      Beide standen da rauchend, die Dunkelhaarige zog sich die Decke aber über ihre Schultern. „Vermisst du ihn?“,fragte der Captain und sah mit ihren Augen durch die Gegend.
      Für den ersten Moment schwieg Naira, sie genoss lieber die Kälte und zog an der Zigarette. „Manchmal.. jetzt, während ich nicht weiterkomme zum Beispiel.. klar, es wird niemand glauben, dass wir den Fall beenden, aber ich will nicht tatenlos rumsitzen..“.
      „Du bist ihm sehr ähnlich ..“. Eine stille herrschte wieder, bevor Ramirez weiter sprach. „Dein Charakter.. deine Sturheit.. selbst die Art, wie du Victor ansiehst..“. Naira seufzte und kommentierte es zunächst nicht. Sie war ein wenig in ihren Erinnerungen. „Ich denke, kein anderer kriegt es hin, außer dir.. deine Methoden sind nicht immer gut, aber ich würde immer hinter dir stehen.. so wie ich hinter ihm stand..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Aus der Ferne betrachtete er seine Freundin, die selbst in dem Kleid stark und unnahbar wirkte. Dabei sah sie aber ein wenig verloren aus und etwas unschuldiges hing um ihre Aura, dass er nicht benennen konnte. Bis sie ihn anlächelte und vorsichtig mit den Fingern um den Saum ihres Kleides spielte. Ihn sogar hochzog. Victor blieb der Mund fast offen, hätte er nicht im selben Moment das Glas klimpern hören. Alex hatte sein Glas bereits ausgetrunken. Er legte ordentlich vor und ob das nun aus Verzweiflung aufgrund der Abweisung war oder weil es einfach ein Tag zum Betrinken war. Victor schloss sofort den Mund und presste die Lippen aufeinander. Sowas hatte er nicht erwartet. Es kam wie aus dem heiteren Himmel und es machte ihn fertig, dass er nicht darauf eingehen durfte. Denn kaum hatte Naira ihn angesehen, war sie auch auf dem Weg zum Balkon. Er sah den Frauen nach und musste sich regelrecht dazu zwingen seine Aufmerksamkeit lieber Alex zu schenken, der sich einen weiteren einschenkte. Victor grummelte leise, nippte an seinem eigenen Glas und überlegte, ob er Alex nicht lieber ein Glas Wasser vor die Nase stellen sollte. Schließlich wusste Victor nur zu gut, was auf so ein Saufgelage folgte und Alex war nicht unbedingt derjenige, der wie ein Alkoholiker aussah. Aber wer wusste das schon.

      Victor nahm noch einen Schluck, als Alex sich zu ihm vorbeugte: "Okay. Mhh...Du und Naira. Ihr macht wirklich nichts mehr alleine, nicht wahr? immer zusammen...Wohnt ihr zusammen?"
      Victor hob eine Augenbraue. Alex lallte ganz schön, was es schwer machte ihn zu verstehen und zum ersten Mal in seinem Leben seit langem wieder, wollte Victor nicht zu viel trinken, um ebenfalls in diesen Stadium zu landen.
      "Nein...", antwortete er knapp, wappnete sich nun aber für weitere unangenehme Fragen, bis die Aufmerksamkeitsspanne des Polizisten sich wieder neukalibrierte und etwas neues in Augenschein nahm. Victor seufzte, folgte ihm diesmal aber nicht, sondern blieb stehen. Sein Blick suchte nach Naira. Aber wie es schien standen sie noch immer draußen.
      Plötzlich stieg Alex auf sein Sofa und erhob sein Glas: "Leute! 5 Minuten bis Mitternacht! Rauuusgeeehen!"
      Victor schnaubte bei der Euphorie, die der Blonde an die Nacht legen konnte und schüttelte den Kopf. Das Feuerwerk interessierte ihn nicht und er wollte auch nichts in die Luft schießen. Um den mitzerrenden Kollegen zu entgehen, bahnte er sich seinen hinter die Theke und füllte seinen Gin mit etwas Sprite auf. Das tat ihm allein beim Gedanken schon leid, aber er hatte es heute auf andere Dinge abgesehen...Nicht auf das betrunken werden. Naira hatte ihn glücklicherweise daran erinnert.
    • Naira O’Connor

      Die Frau spielte mit ihrem Freund, aber scheinbar gefiel es ihm. Sie wollte ihn ein wenig quälen, bis er aufgeben und über sie herfallen würde, vielleicht auch schon im Auto? Das könnte mit Sicherheit eine sehr aufregende Vorstellung sein, aber das andere Thema nahm nun mehr Platz. Ramirez und ihr Vater, als sie die beiden das erste mal erwischt hatte war es ein sehr schlimmer Moment, aber die Frau hielt dicht, deshalb sagte wohl auch ihre Chefin nichts zu ihrer Beziehung mit Victor.

      Alex rief alle zusammen, da gingen die beiden Frauen rein und sahen nach ihm. Die meisten der Kollegen zogen sich sofort an, Naira faltete ihre Decke und legte sie brav wieder zurück, hatte aber nicht vor runter zu gehen. Ihr blonder Kollege legte den Arm um sie. „Na komm Süße.. ich werde dir auch den ersten Kuss des Jahres geben..“. Naira brauchte nur einen Moment, un zu reagieren, sie nahm den Arm auch wieder runter.
      „Ich laufe die Treppen ganz sicher nicht runter, um die wieder hier hoch zu Latschen.. vergiss es..“, ihr Ton klang streng. „Außerdem werde ich den Kuss ganz sicher ablehnen..“. Er wirkte für einen Moment gekränkt und verletzt, dann zog er sich ebenfalls an. Die Dunkelhaarige stellte sich so lange, wie sie die Leute betrachtete zu ihrem Partner, nachdem sich Ramirez abgesichert hatte, dass sie nicht oben bleiben sollte. Es war nicht nötig.
      „Was trinkst du da?“, fragte die Frau ihren Freund neugierig und sah von der Seite zu ihm hoch. „Ich habe nämlich Angst Alex Cocktail zu trinken.. und Bier wird langweilig..“. Ein wenig nachdenklich sah sie sich den anderen Alkohol an.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex Art und wie er alle irgendwie im Zaum halten konnte, war eine andere Welt. Er war so frei von Schuldgefühlen, so gab er sich zumindest, und er hatte keine Probleme sich auch auf freundschaftlicher Basis mit Kollegen einzulassen. Es wurde Victor vor Augen geführt, wie kalt und berechnet er eigentlich mit Kollegen und Teams umging. Klar, er hatte dem Polizisten letztens das Leben vielleicht sogar gerettet, als er den Hund auf ihm vom Zubeißen abhielt. Aber das war nicht dieselbe Art, wie Alex hier alle unter Kontrolle hat. Innerlich spannte sich Victor an, als Alex Naira einen Arm über die Schultern legte. Seine Worte konnte er nur gedämpft hören. Lippenlesen hatte Victor noch nicht gelernt, aber manchmal wäre es ihm sehr lieb gewesen, wenn er es konnte. Dann hätte er Gründe Alex bei jeder seiner kleinen Spielchen zu überführen, die er da mit seiner Freundin veranstaltete. Aber Victor hielt sich zurück. Alex hatte schon recht gehabt in ihrem Gespräch. Es gab immer einen Ort und eine Zeit in der Mann wütend sein durfte und einem ins Gesicht schlug. Und es gab eine Zeit den Rand zu halten. So hatte er es zwar nicht formuliert, aber rein vom Kontext würde es passen.

      Da der neue Detective noch zu neu war und sein Start nicht unbedingt sehr einfühlsam oder nett, fragte ihn kaum einer danach, ob er mit nach unten gehen wollte, um das Feuerwerk mit anzusehen. Das war ihm aber auch ganz recht. So konnte er mit Naira ein wenig alleine sein. Sie stellte sich zu ihm, als würde nichts sein und als wären sie nur alte Freunde.
      "Gin...mit Sprite. Ich mache heute langsam.", erklärte er Naira, als sie auf sein Glas verwies und senkte den Blick. Ohne sie anzusehen wusste er, dass sie den Alkohol ansah und den ersten Cocktail, den Alex ihr in die Hände gedrückt hatte. Im Gegensatz zu sonst, schnaufte Victor und sagte: "Er kann gar nicht schlecht mischen."
      Sein eigenes Wissen über Cocktails war nur begrenzt, aber es reichte ihm wenn er eins und eins zusammenmischen konnte und es angenehm schmeckte. Oder verträglich...Je nachdem eben. Er stieß sich von der Theke ab und nahm ihren Cocktail, als sie gekommen sind und probierte. Dabei verzog sogar er das Gesicht: "Ich nehme meine Worte zurück..."
      Das Getränk, das eigentlich mehr Süß als nach Alkohol schmecken sollte, war genau andersherum. Er schmeckte jeden einzelnen Tropfen, den Alex hinein geschüttet hatte. Die Mischung war gut, aber eben sehr stark für einen normalen Cocktail.
      "Bier?", das schien die bessere Variante zu sein, die er Naira vorschlagen konnte und hielt bereits eine Flasche hoch, um sie öffnen zu können. Nun fiel sein Blick endlich wieder auf sie. Sie war so schön...Selbst mit der Wunde, selbst mit diesen undurchdringlichen Gedanken, die sie führte und die er wohl nie verstehen wird.
    • Naira O‘Connor

      Ihre Augen musterten die anderen, die sich aufgeregt unterhielten und ihre Sachen nahmen, sie wollten alle nach unten. Feuerwerk war nichts besonderes für die leitende Detective, sie hatte als Kind auch nie sonderlich die Lust darauf gehabt. Draußen war es immer kalt und das Feuerwerk war laut, laute Dinge mochten ihre Ohren nicht.
      Naira sah zu ihrem Partner, als er ihre erklärte, was er da trank. Sie hob ihre Augenbraue hoch. „Gin mit Sprite?“,fragte sie und nickte dann leicht. Er wollte langsam machen.. auch gut. Aber als ein Gentleman probierte er den von Alex gemischten Cocktail, bevor er das Gesicht verzog. Naira konnte darüber nur lachen. „ich wusste, ich sollte es lieber nicht trinken!“. Ihr Lachen war ehrlich, die Frau lehnte sich mit ihrem Oberkörper gegen die Theke, um Victor anzusehen. Er schlug Bier vor, eine hervorragende Idee, deshalb nickte die Frau. „Ich glaube, ich bleibe einfach beim Bier“.

      Er öffnete ihr eines, mit einem weiteren Nicken bedankte sich die Frau, erwiderte kurz den Blick und sah in den Flur. Das Wohnzimmer war leer, nur noch die beiden standen bloß da, die Stimmen der anderen wurden immer leiser. Naira grinste ein wenig in sich hinein, nahm einen Schluck des Biers. „Warum hast du so verwirrt reagiert , als ich das Kleid abgehoben habe?..“. Um es zu verdeutlichen schob sie dad Kleidchen am Saum wieder ein wenig nach oben, gab damit den Strumpf ganz zum Vorschein.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira zum Lachen zu bringen war wirklich keine einfache Sache, aber wenn sie es tat, dann zog sich seine Brust zusammen und er spürte diese gewisse Freude in sich aufkeimen, dass er jemanden gefunden hatte, der ihm ertraute und ihn schätzte. Alles, was er dieser Person ebenfalls zurückgeben wollte. Auf ihre Bitte hin, öffnete er dann das angebotene Bier und reichte es ihr. Selber nippte er an seinem Getränk, dass viel zu süß schmeckte durch den Sprite, aber immer noch diese bittere Note des Gins aufwies. Er leckte sich über die Lippen und sah fragend auf, als sie ihn wegen vorhin und seiner Reaktion fragte. Dabei spielte sie unfairerweise die Karte aus "Ich hebe ganz leicht mein Kleid an". Victors Augen fielen sofort runter und zu ihren tollen Beinen und zu der Spitze am Rand des Strumpfs. Das machte sie so unglaublich sexy. Keiner von den anderen wusste, dass sie so etwas trug. Niemand erwartete es auch. Es war nur Victor der es wusste. Nur langsam fing sich der Rothaarige und trat ein wenig näher an sie heran, versuchte trotzdem den unbekümmerten zu mimen, solange er vor ihr stand und dabei ungeniert auf ihr Dekolleté sah.
      "Du hast mich vorhin...kalt erwischt...Wohl genau so sehr wie ich gerade eben...damit dass ich heute langsam trinken will.", er schmunzelte leicht, sah dann auf in ihre Augen und tippte ihre Nase an. Er gab sich seiner Spontanität hin, versuchte freundlicher, sanfter oder gar romantisch zu wirken und er hoffte innig, dass es auch klappte. Ohne sie weiter zu berühren, trat er wieder zurück, lehnte sich an die Bar und nahm einen großen Schluck, um weitere Gedanken zu vertreiben. Aber er ließ sie nicht aus den Augen, lehnte sich lässig zurück.
      "3 Minuten bis wir ein neues Jahr haben...", Victor versuchte vom Thema abzulenken, aber so auffällig, dass man meinen durfte, er wollte dass man es bemerkt.
    • Naira O’Connor

      So langsam fand die Frau einen immer größeren Gefallen daran, dass sie eine Art gefunden hatte, ihren Freund auf eine sehr charmante Art und Weise zu ärgern. Es war aber auch aufregend, dass keiner der anderen wirklich wusste, was Naira da unter ihrem Kleid trug. Vor allem Alex würde sicherlich genauso reagieren, wie ihr Freund, wenn er es wüsste und gesehen hätte.
      Victor stellte sich vor sie hin, seine Augen waren direkt auf Ihr Dekolleté gerichtet, ein leichtes Grinsen umspielte die Lippen der Frau. Sie hatte ihn erwischt, es fühlte sich wie ein Triumph an, aber wie einer, welchen man sich nicht an die Wand hing. So etwas behielt man nur für sich und dachte gerne daran zurück.

      Auch Naira musterte ihren Freund, sah ihn von der Seite an, als er sich wieder zu ihr stellte. Sie nippte zwischendurch an ihrem Bier, richtete den Blick auf das Fenster, man hörte von unten das Gelächter, eine Rakete flog hoch. „Da ist wohl jemand immer zu früh dran..“,murmelte die Frau kopfschüttelnd, bevor sie ihr Bier kurz zur Seite stellte. Drei Minuten hatten sie noch.. und sie liefen.
      Die Frau stellte sich vor ihren Freund, zupfte an seinem Hemd, während ihre Augen ihn von unten nach oben musterten, um oben wieder bei ihm zu bleiben.
      „Ich bin normalerweise nicht so der Fan von Kitsch und so.. ich hoffe, es spricht nur der Alkohol aus mir und dass ich nicht so bleibe..“, murmelte sie mit einem Schmunzeln und griff letztendlich zu Victors Händen. „Ich wollte Danke sagen.. dass du mir das Jahr erträglicher gemacht hast, auch wenn du oft ein blödes Arschloch bist..“, da musste sie wieder schmunzeln. „Auch dass du da warst, auch in meinen schlechtesten Zeiten, dich um mich gekümmert hast.. immer zu mir gehalten hast, auch wenn ich scheiß Dummheiten gemacht habe.. und vor allem, dass du mich da tief in deinem Herzen irgendwo.. magst..“. Sie deutete mit einem Finger auf sein Herz, betrachtete die Stelle und lächelte dieses Mal einfach sanft. „Ich würde mich freuen, wenn das nächste Jahr besser für uns verläuft.. ich bin definitiv bereit für dich den Job aufzugeben, nur um hier wegzukommen..“. Von der Seite musterte sie die Uhr.. wenige Sekunden trennten sie von dem nächsten Jahr.
      „Ich liebe dich, Victor Parker.. und wenn hier Menschen gestanden hätten, hätte ich es auch ruhig vor ihnen gesagt..“. Da war wieder ihr breites Lächeln, man hörte die ersten Raketen, weshalb sich Naira auf die Zehspitzen stelle und Victor küsste. Es war ihrer Meinung nach kitschig.. aber was raus musste, das musste raus.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war die Zeit um kitschig zu sein. Die Zeit, um all das was man fühlte mit noch ein wenig Sahne verschönerte. Oder wenn man keine Sahne mochte auch einfach nur Zuckerstreusel. Victor lehnte sich zurück, nippte am Rand seines Glases und blickte seitlich zu Naira, als diese mit den Worten anfing: "Ich bin normalerweise nicht so der Fan von Kitsch." Fast hätte er grinsend gemeint: Du bist nicht die Art von Frau, die?
      Aber er ließ sie reden, denn sie ergriff seine Hände. Er war ein wenig überrascht und gleichzeitig neugierig darauf was sie ihm sagen wollte.Denn so wie es schien, hatte es nichts damit zu tun, dass sie Strapsen trug und es ihn heiß machte. Stattdessen fühlte es sich eher an, als setze sie zu einem Geständnis an. Er wollte auch ergänzen, dass Alkohol zumeist viel zu viel von der Wahrheit teilte, die man nicht teilen musste oder gar sollte. Aber er hielt den Mund. Ihr nächster Satz bestätigte nämlich, dass es nicht die Zeit war um in ihr Geständnis zu grätschen und ihr etwas kindischen zu sagen. Ihren Blick hielt er fest. Sie waren alleine, warum sollte er wo anders hinsehen, als zu seiner Freundin. Kurz stellte er das Glas ab, dass er noch festhielt, damit er einzig und allein ihre Hände halten konnte und sie sanft drückte. Sollte sich Naira aussprechen ohne dass er sie störte und das Arschloch heraushing, dass er sonst immer als Aushängeschild vor sich trug. Sie bedankte sich bei ihm. Das allein reichte bereits, um ihm einen Ausdruck von Verblüffung ins Gesicht zu malen. Er hätte nicht erwartet dass sie damit kam. Er ging davon aus, es sei selbstverständlich. Und sie hatte recht, er mochte sie tief in seinem Herzen viel zu sehr, als dass er einen Grund hätte brauchen müssen, um ihr zu helfen, wie er es getan hatte.
      Es war wie abgestimmt auf den Zeitpunkt, als die Uhr Null uhr schlug. Naira gestand ihm ihre Liebe und bewirkte dabei, dass Victor sprachlos wurde. Er wollte daraufhin etwas sagen, aber er fand keine richtigen Worte. Es war ein wunderbares Gefühl, dass ihn plötzlich durchströmte und wärmte von innen. Diesmal war es aber nicht der Alkohol, sondern einzig und allein ihre Worte, und wie sie sich auf die Zehenspitzen stellte und ihn küsste. Vom Balkon und aus den Fenstern über all hörte man das Sausen und Pfeifen von Raketen und Batterien, die das neue Jahr feierten. Der Himmel wurde mit Feuerwerk bedeckt und leuchtete immer wieder in den verschiedenen Farben auf. Victor war erst perplex, bis er sich dazu ermutigte ihren Kuss zu erwidern. Sie hat den ersten Schritt getan, was Gefühle zugestehen anging. Nicht er. SIe machte aber immer den ersten Schritt. Das lag ihr mehr, als ihm.
      Emotionen brachen über den Amerikaner ein, die er bislang nicht mehr erwartet hätte jemals zu bekommen. Er schlang seine Arme um ihre schmale Taille und erwiderte den Kuss so leidenschaftlich wie er konnte, um ihr zu zeigen, dass seine Gefühle ebenso stark waren wie ihre ohne das Wort Liebe zu benutzen.
      Sie standen fast eine Minute küssend da, doch es störte niemanden und das Feuerwerk war immer noch genau so laut, wie vorhin. Victor nutzte die Chance und umfasste Naira stärker, um sie mit einem Ruck trotz Schmerzen im Arm auf die Theke hinter sich zu heben und sie darauf zu setzen. Nun war er es der seinen Kopf heben musste, um an ihren Lippen bleiben zu können. Seine Hände fuhren automatisch über ihre Schenkel, schoben das Kleid ein wenig hob, bevor sie darunter verschwanden. Aber sie gingen nicht zu weit, hielten noch am Rand ihrer Strümpfe an. Er seufzte in ihren Kuss hinein, als sie ihn endlich beendeten. Ihm war zu heiß und mit verschleiertem Blick sah er zu ihr hoch, leckte sich die Lippen und schluckte schwer, angesichts der Tatsache, dass er sie nicht so überfallen durfte, wie er gern würde.
      "Naira...Ich...", Victor fing an zu lächeln über beide Ohren, weil er sein Glück und die guten Gefühle nicht mehr im Zaum halten konnte. Dabei schaffte er es nicht einmal einen Satz zu formulieren, der dem gerecht wurde, was er durch ihre Worte fühlte. Sie würde es allen sagen, vor allen würde sie ihn küssen ohne sich zu schämen und sie liebte ihn...Er musste ein Glückspilz sein. Und kitschig hin oder her. Es gefiel ihm so ins neue Jahr zu gehen.
    • Naira O’Connor

      Der Mann brauchte keine Worte, um seiner Freundin deutlich zu machen,wie gern er sie hatte. Sein Kuss war so leidenschaftlich, dass Naira das Gefühl hatte, gleich in Ohnmacht zu fallen. Es drehte sich alles, ihr Herz raste und eine Menge an positiven Gefühlen, vor allem Glücksgefühle, erfüllten ihren Körper. So fühlte sich Liebe an, so sollte es sich auch anfühlen. Die beiden hatten so viele Probleme gehabt, so viel Stress.. so viel Streit, nun war es schön, dass sie sich endlich dazu begaben, ihre Gefühle zu gestehen.. auch wenn Victor nichts sagte, er zeigte es.
      Kurz erschreckte sich die Frau, als ihr Freund sie anhob und auf der Bar platzierte. Sie unterbrach den Kuss aber trotzdem nicht, ihre Hände fuhren über seinen Oberkörper und durch die Haare. Diese tollen roten Haare, die an ihren Kindern wunderschön aussehen würden.. diese roten Haare, durch welche sie gerne fuhr. Der Mann war einfach zu gut, um wahr zu sein. Er nahm Naira genau so, wie sie war, auch wenn sie ihm einiges angetan hatte. Sie war fies, oft egoistisch und gab nicht immer acht auf ihn, während sie das Ziel vor den Augen hatte. Er schlief dennoch jede Nacht bei ihr im Bett und legte seine Arme um sie.. Naira seufzte. Victors Hände glitten ihre Schenkel nach oben, am liebsten hätte sie ihn sofort gehabt. Mitten in Alex Wohnung, das wäre ihr egal.. aber die anderen würden gleich kommen.

      Ihre Augen öffneten sich und blickten genau in seine. Sie zeigten ihr alles, offenbarten all die Gefühle, die in ihr steckten. Er lächelte. Der Mann lächelte sie tatsächlich so breit an, wie selten. Nairas Herz schmolz dahin, genau diesen Kerl liebte sie über alles. Ihre Hände fuhren über seine Wange, bevor eine der Hände auch dort liegen blieb. „Du brauchst nichts sagen..“, sprach seine Freundin, während ihre Augen ihn musterten. Einige Raketen waren noch zu hören, das Lachen unten war auch noch weit weg. „Frohes neues Jahr, Vic..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war ihm sogar peinlich so breit lächeln zu müssen, aber er konnte es nicht unterdrücken. Ihre Worte lösten die Ketten in ihm gänzlich auf für den Moment und verliehen ihm regelrecht die Kraft das auszustrahlen, was er schon immer an ihrer Seite verspürt hatte. Sie hatte sich getraut und zeigte ihm damit, dass er sich keine Gedanken machen musste und niemals aufgeben sollte, sie zu beschützen. Was sicherlich nicht zur Debatte stand. Victor hätte Berge versetzt für sie und er hätte in dem Moment am liebsten einen Satz über die Lippen gebracht, der sie ebenfalls so sprachlos machen würde, wie sie es bei ihm geschafft hatte. Aber er konnte nicht und sie zwang ihn auch nicht dazu. Ihre Hand an seiner Wange ließ ihn den Kopf in ihre Richtung legen und sich an sie schmiegen. Victor schloss für ein paar Augenblicke die Augen und atmete tief und gelassen durch.
      "Frohes Neues, Naira...", entgegnete er auf ihre Worte. Dann ließ er es für eine Minute still sein, wo sie dem Feuerwerk lauschen konnten und einfach nur sich alleine fühlen durften. Seine Hände an ihren Beinen wärmten sich unter dem Kleid auf, was wohl einer der Vorteile war sie dorthin geschoben zu haben. Plus damit überging er eine der Regeln, er nahm sich was er wollte ohne auf ihre Worte zu achten. Bevor jemand kommen konnte, riss sich Victor aus dem Moment von Trunkenheit durch Glücksgefühle los und streckte sich zu ihr hoch, um einen weiteren Kuss zu ergattern, den er mit ein paar vereinzelten Küsschen auf dem Hals und ihrer Schulter enden ließ. "Ja...das ist ein guter Start...mit dir an meiner Seite...", nuschelte er leise und lehnte sich an ihre Brust, um die Hände schließlich um ihren Oberkörper zu legen und sich an sie zu drücken. So gern hätte er sie auf ewig so gehalten, selbst wenn alle anderen wieder in die Wohnung kämen. Aber sie durften nicht. Noch nicht. Das Lächeln versiegte in dem Gewissen, dass sie noch in der Stille ausharren mussten.

      Draußen jubelten sie laut und keiner der beiden Detectives bemerkte, dass die Tür der Wohnung noch offen stand und derweil eine der Kolleginnen den Weg nach oben durchs Treppenhaus nahm, um eine vergessene Flasche Champagner zu holen. Victor vernahm nur ihr Lachen und schlagartig schoss ihm das Adrenalin schmerzhaft bis in die Fingerspitzen, weil sie nicht gesehen werden durften. Ohne Umwege stieß er sich von Nairas Platz ab und wanderte ungelenk zwei Schritte Rückwärts zu der Arbeitsfläche auf welcher auch sein Glas Gin stand.
      Die junge Frau kam kichernd aus dem Flur in den Küchenbereich und sah erst Naira, dann Victor. Sie schien beschwipst, so wie sie kicherte. Das konnte von Vorteil werden.
      "Wisst ihr...", sie verengte die Augen, als sie die beiden ansah und vor allem Victor, der sich so gut wie möglich unauffällig die Haare zurecht strich, musterte, "wo der Champus ist? Wir haben noch eine Flasche..."
      "Kühlschrank?", grummelte Victor ihr unfreundlich, wie üblich entgegen, auch wenn man seinem überspitzt aufgesetzten Ton heraushören konnte.
    • Naira O’Connor

      Victor war ein gar nicht so schlechter Mann. Er hatte Gefühle, tief darin verborgen gab es eine romantische Seite, die Naira nur zu gerne rauskitzelte. Sie wollte alle Seiten an diesem Mann kennenlernen und am liebsten auch noch neue erschaffen. Ihre Gefühle waren nicht in Worte zu fassen und der eine Satz, mit drei Worten reichte dafür nicht aus, war aber ein Anfang. Es war der Anfang von einem Ende, den keiner so hat kommen sehen...
      Sein Kopf an ihrer Brust fühlte sich gut an. Nun war die Dunkelhaarige auf der Bar auch größer als der Mann, sie konnte ihm mit einer Hand durch die Haare fahren, Küsschen auf seinem Kopf verteilen. Ihr Herz raste wie wild, als würde es an einem Rennen teilnehmen und erster werden wollen. Es hämmerte kräftig gegen Nairas Brust,Victor konnte es mit Sicherheit spüren, was er in ihr auslöste.
      Für einen Moment genossen die beiden ihre Anwesendheit, sie hörten dem Feuerwerk zu und der lachenden Menge unten. Es war wie ein normales Leben, welches sich beide erträumt hatten, oder jedenfalls darüber sprachen. Eines ohne Sorgen und mit normalen Problemen..

      Victor entzog sich ihr und auch sein Mund verschwand von ihrer warmen Haut, als ein Lachen zu hören war. Naira blieb auf der Bar sitzen, ihr Blick glitt zu dem Himmel, aus dem halboffenen Fenster, während ihre Hand zu ihrem Bier griff, damit sie sich einen Schluck nehmen konnte.
      Der Mann übernahm das Gespräch, Naira hatte sich nur kurz zu der Kollegin gedreht und mit den Schultern gezuckt. „Oder hier unten.. Alex konnte es überall hin gelegt haben“. Sie zuckte mit den Schultern und deutete auf die Bar unter sich, in welcher der Champagner sich auch befinden konnte. Die Kollegin musterte die beiden, dann nickte sie und sah zunächst in den Kühlschrank.
      „Warum seid ihr hier und nicht unten?“,fragte sie während der Kopf im Kühlschrank steckte.
      „ weil ich ein Krüppel bin, der die Treppe nicht noch einmal hochkommt..“, sprach Naira und nahm sich noch nen Schluck. Die Kollegin sah sie an, verengte die Augen. „Und warum brauchst du dafür einen Babysitter?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein wenig abenteuerlich war es dennoch, wenn man die Situation so besah. Naira und Victor mussten ihr Spiel klüger gestalten und hoffen, dass sie niemand erwischte oder gar noch mehr Probleme brachte, die sie nicht brauchten, bevor die 2 Wochen abliefen. Die Kollegin half dabei sie zu kontrollieren und daran zu erinnern, dass sie noch immer auf einer Feier mit Kollegen von der Arbeit waren.
      Victor schnaubte und trank sein Mischgetränk mit einer stillen Dankbarkeit für den Alkohol darin, den man noch immer schmecken konnte, trotz des süßen Getränks. Auf die Frage hin, was sie hier oben machten, konnte Naira antworten, aber natürlich nur für sich. Die Frage warum Victor hier oben war hing noch eine gute Weile in der Luft. Das Lächeln war schon lange verschwunden und er sah auf den Boden nieder, bevor er grimmig zu der Frau hoch sah, die sie so gestört hatte in ihrer Glückseligkeit: "Ich habe kein Interesse an scheiß Feuerwerk..."
      Das war wohl das einzige das noch durchgehen könnte, als akzeptabel und es war noch nicht einmal so gelogen. Feuerwerk hin oder her und wie schön es sein konnte. Es war nicht unbedingt sein Fall von Umweltverschmutzung.
      "Aha...", erwiderte die Kollegin wenig überzeugt, schloss den Kühlschrank und hockte sich vor die Bar, um dort nach der Flasche zu suchen, die sie suchte. Tatsächlich fand sie diese auch dort und stellte sich wieder auf. Dann drehte sie sich noch einmal zu den beiden um und schmunzelte, als wäre Victors abweisende Art niemals da gewesen: "Dann ein frohes Neues auch an euch beide.", sie drehte sich um, bevor sie mit einem Winken noch hinzufügte, "Detectives." und dann aus der Wohnung verschwand.
      Kurz darauf hörte man lautes Ploppen und schallendes Jubeln und Gelächter von unten. Victor entspannte sich und nahm einen großen Schluck: "Da ist mir Thomas schon viel angenehmer...", grummelte er leise mit nachdenklichem Blick aus dem Fenster.
    • Naira O’Connor

      Sie blieb ernst und beobachtete die Kollegin, während diese nach dem Champagner suchte. Naira machte ihr Platz, als sie sich vor der Bar gekniet hatte und lehnte ihre Beine ein wenig zur Seite, so kam die Kollegin gut auch an die unteren Schränkchen dran. So schnell sie gekommen war, so schnell verschwand sie, jedoch nicht ohne einen abwegigen Kommentar zu hinterlassen. Klar, sie wünschte den Detectives ein frohes neues Jahr, aber allein die Art und Weise, wie sie das Wort betonte machte darauß einen abwegigen Kommentar.

      „Ich wusste, ich habe einen Grund sie nicht zu mögen..“,sprach Naira zunächst noch etwas abwesend, betrachtete die Tür, aus welcher ihre Kollegin aufgetaucht war. Das Bier leerte sie anschließend, dann tauchte das schelmische Grinsen auf ihrem Gesicht auf. „Aber wie verwirrt die war, dass wir hier sind..“. Die Dunkelhaarige war niemand, der Menschen gerne ärgerte, aber sie sah gerne so, wie verwirrt manchmal Menschen sein können. Mit einem Kopfschütteln hielt sie ihrem Freund die leere Bierflasche hin. „Thomas zieht wenigstens unseren Beruf nicht mit seiner Betonung in den Dreck.. die ist nur neidisch, dass wir zwei Gehaltsklassen über ihr sind.. was anderes ist es nicht..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor blickte zu Naira und dachte über ihre Worte nach. Ihm kam es nicht so vor, dass es hierbei um ihr Gehalt ging. Eher kam es ihm so vor, als hätte sie gerochen worum es hier ging. Aber gut, sie war weg ohne was anderes noch zu sagen und das war Victor ganz recht. Er nahm Naira die Flasche ab und stellte sie hinter sich auf die Theke und griff nach einer weiteren, um sie aufzumachen und ohne einer Aufforderung ihr zu reichen. Nicht, dass er sie gerade abfüllen wollte oder ähnliches, aber sie hatte keinen Grund nicht zu trinken. Victor ließ sich dabei sehr viel Zeit mit seinem Getränk. Es war sogar lauwarm geworden und schmeckte nur noch gleich und fad.
      Nun hatte er aber wieder die Chance sich zu ihr zu stellen und einfach nur die Nähe zu genießen, die er verspürte, wenn er nur ihre Körperwärme allein spürte.
      "Naira...", er leckte sich über die Lippen und senkte den Blick, kratzte am Glas in seinen Händen. Er wusste nicht so recht, ob er etwas sagen sollte, ob er einfach nur weiterhin still sein sollte, "Was..hast du mit Ramirez besprochen?", fragte er dann und sah vorsichtig von der Seite zu ihr. Er hatte sie alleine mit ihr gelassen und sie wichen nicht von ihren Seiten und schienen Spaß gehabt zu haben. Aber Victors Frage implizierte, dass sie eher arbeitstechnisch miteinander gesprochen haben. Er konnte sich ja nicht vorstellen, dass sie gut befreundet waren, all die Zeit. Trotz des wenigen Alkohols, spürte er die Wirkung des Gifts in seinem Kopf. Unterschwellig, aber immer noch anwesend.
    • Naira O’Connor

      Das Bier war gut, gerne wollte die Frau noch mehr trinken, musste ihrem Partner jedoch nicht dazu auffordern, sie bekam einfach eine neue Flasche in die Hand gedrückt. Mit einem Lächeln nickte sie als Dank und nahm auch direkt einen Schluck. Einen Moment herrschte Stille zwischen den beiden, nur von unten hörte man ein Gesänge.. ein sehr schiefes Gesänge..
      Victor nahm das Wort an sich, er fragte sie zurecht, was die Frau mit ihrer Vorgesetzten besprochen hatte. Naira seufzte zunächst, nahm noch einen großen Schluck des Biers.. „Sie findet uns beiden süß zusammen..“, antwortete sie direkt und zuckte mit den Schultern. „Sie weiß bescheid, aber sie wird nichts tun.. es ist gut, dass wir bei der Arbeit damit nichts am Hut haben, privat dürfen wir machen was wir wollen.. außerdem habe ich genug gegen sie in der Hand, deshalb brauchen wir keine Angst haben.. und jedem, der sich aufregt wird Sofia was gegen sagen..“. Es war eine klare Antwort, die anderen Themen musste sie ja nicht ansprechen. Vor allem musste sie nicht verraten, dass Ramirez und ihr Vater eine sehr verbotene Affäre besaßen..das könnte die Captain ihren Job kosten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Eine so sachliche und entlarvende Antwort hätte Victor nicht erwartet. Auch wenn ihm klar war, wie sicher es war, dass zu mindestens der Captain wusste was zwischen ihnen los war. Deswegen sah er auch überraschter aus, als er eigentlich wollte.
      "Ich...", die Röte stieg ihm ins Gesicht. Was man dazu sagen konnte, wenn die Vorgesetzte einen "süß" fand, konnte er nicht einschätzen.
      "Hm...", deswegen ließ er es auch sein und schürzte lediglich die Lippen, um dann den letzten Schluck vom Gin zu trinken und das Glas zur Seite zu stellen.
      Er machte ein wenig rum: "Dann haben wir wohl den Segen unseres Captains...", überlegte ob er sich noch einmal ein Glas einschenken sollte, "Wann...willst du wieder nach Hause fahren?", fragte er, um es einschätzen zu können, ob er denn noch etwas vertragen konnte. Auch wenn ihm wohl selbst bei 3 Promille egal wäre, ob er fahren könnte. Er würde es einfach tun.
      Victor wandte sich zu Naira um und legte eine Hand auf ihr Bein, streichelte das Kleid nach unten hin zurecht, damit der Saum ihn nicht mehr verführen konnte und seufzte schwer: "Die sind so betrunken...da wünsch' ich mir schon fast, dass ich es auch wäre...", leichte kippte er mit dem Oberkörper, um sich mit dem Kopf an ihre Schulter zu lehnen.
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